Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 108015
Vorher
S & G Automobil Aktiengesellschaft
Eingetragen
8.12.1997
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Der Handel mit Kraftfahrzeugen, Ersatzteilen, Zubehör, Kraft- und Schmierstoffen, Vermietung von Kraftfahrzeugen und Zubehör, Betrieb von Kraftfahrzeugwerkstätten sowie Ausübung sonstiger Tätigkeiten, die mit vorgenannten Tätigkeiten unmittelbar und mittelbar in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Prokura
Christian Welzel
seit 14.12.2022
Prokura
Daniel Daufer
seit 1.6.2022
Vorstandsmitglied
Thomas Brauch
seit 28.1.2022
Prokura
Jürgen Pauli
seit 8.6.2016
Prokura
Ralf Wurster
seit 15.4.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

S&G Automobil AG

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Unterlagen zur Offenlegung

• Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

- Bilanz

- Gewinn- und Verlustrechnung

- Anhang

• Lagebericht

• Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 367.531,00 509.544,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 464.565,00 507.112,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.271.864,00 1.970.791,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.845.067,00 3.210.387,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.990.085,09 8.571.581,09 870.070,51
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.217.114,73 964.038,95
2. Beteiligungen 52.663,06 1.269.777,79 52.663,06
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 144.540,89 198.313,08
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.517.190,22 2.489.422,14
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 50.531.219,64 54.192.950,75 65.801.346,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.693.990,95 28.152.696,46
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00 (€ 0,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.670.401,32 22.458.013,10
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00 (€ 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00 (€ 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.437.987,05 53.802.379,32 4.796.861,42
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 2.109.158,00 (€ 2.122.517,72)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 26.065.618,63 21.476.122,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 302.241,14 317.398,94
144.572.079,72 153.774.780,49

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.666.000,00 15.666.000,00
II. Kapitalrücklage 10.877.304,26 10.877.304,26
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 17.660.728,63 17.660.728,63
IV. Bilanzgewinn 47.801.881,32 40.582.641,21
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.834.606,00 15.219.407,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 5.390.800,00
3. Sonstige Rückstellungen 7.340.501,78 22.175.107,78 8.103.607,07
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 168,93 1.942,28
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 168,93 (€ 1.942,28)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.219.324,11 1.896.466,89
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.219.324,11 (€ 1.896.466,89)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.552.142,60 31.297.927,98
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 20.552.142,60 (€ 31.297.927,98)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 461.487,25 335.767,51
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 461.487,25 (€ 335.767,51)
5. Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter 3.507.759,65 2.286.820,59
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 3.507.759,65 (€ 2.286.820,59)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 4.650.175,19 30.391.057,73 4.455.367,07
- davon aus Steuern € 1.664.446,14 (€ 1.518.509,98)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 69.507,70 (€ 46.811,47)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 3.448.516,19 (€ 3.238.236,07)
144.572.079,72 153.774.780,49

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Umsatzerlöse 283.335.091,64 358.883.075,09
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.001.517,78 330.579,37
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.453.609,03 1.194.168,21
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 192.777.979,97 269.613.491,03
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.708.237,36 2.582.525,85
195.486.217,33 272.196.016,88
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 47.781.302,43 46.572.409,51
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.193.716,53 9.438.477,26
56.975.018,96 56.010.886,77
- davon für Altersversorgung € 0,00 (€ 367.893,24)
6. Abschreibungen
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.510.455,72 1.318.111,56
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 22.773.713,90 19.743.471,97
8. Erträge aus Beteiligungen 37.627,73 48.193,62
- davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00 (€ 0,00)
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.191.609,46 4.580.991,04
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.002.880,14 713.670,45
- davon aus verbundenen Unternehmen € 1.481.980,74 (€ 671.451,09)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 74.659,87
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 660.018,44 501.770,27
- davon an verbundene Unternehmen € 67.567,45 (€ 27.967,60)
- davon an Gesellschafter € 173.328,31 (€ 34.118,49)
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 83.136,74 148.082,77
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.001.869,80 4.937.031,53
15. Ergebnis nach Steuern 9.531.904,89 10.820.646,16
16. Sonstige Steuern 312.664,78 315.637,26
17. Jahresüberschuss 9.219.240,11 10.505.008,90
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 40.582.641,21 32.077.632,31
19. Ausschüttung 2.000.000,00 2.000.000,00
20. Bilanzgewinn 47.801.881,32 40.582.641,21

ANHANG zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Erläuterungen

Die S&G Automobil AG mit Sitz in Karlsruhe ist unter der Nummer HRB 108015 beim Registergericht in Mannheim eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB einzustufen.

Der Jahresabschluss ist nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Bilanz ist nach § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft hat das Gliederungsschema zur besseren Vergleichbarkeit ergänzt.

Die Vorjahreszahlen der Davon-Vermerke werden in Tausend € angegeben.

Die auf den vorliegenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen werden linear unter Beachtung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten unter € 800,00 (netto) liegen, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Einstandspreisen bewertet.

Ungängige Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe bewertet die Gesellschaft entsprechend der verminderten Verwertungsmöglichkeit mit Abschlägen von den Einstandspreisen. Die Ermittlung dieser Abschläge erfolgt anhand der Umschlagshäufigkeit dieser Bestände.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet, die Einzelkosten für Material und Lohn sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten umfassen.

Ersatzteile, Zubehör und Austauschaggregate werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Ungängige Waren bewertet die Gesellschaft entsprechend der verminderten Verwertungsmöglichkeit mit Abschlägen von den durchschnittlichen Anschaffungskosten. Die Ermittlung dieser Abschläge erfolgt anhand der Umschlagshäufigkeit dieser Bestände.

Die Waren (Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sowie Vorführwagen) sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Neuwagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet.

Vorführwagen sind zum Bilanzstichtag mit den fortgeführten Anschaffungskosten aktiviert. Der niedrigere beizulegende Wert bei Vorführwagen wird grundsätzlich aus Vereinfachungsgründen mittels planmäßiger linearer Abschreibung über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren ermittelt.

Gebrauchtwagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert, der auf Grundlage von DAT-Bewertungsgutachten ermittelt ist, bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Im Berichtsjahr wurden Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapiere, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen, mit diesen Schulden verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände betrug € 1.906.274,72. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt € 2.488.959,49. Der Wert der verrechneten Schulden beträgt zum Bilanzstichtag € 2.456.162,65.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt mit dem Nominalbetrag.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen.

Rückstellungen

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die versicherungsmathematische Berechnung erfolgt nach der sog. "projected unit credit method". Bei der Abzinsung wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. § 256a HGB wird beachtet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB)

Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus folgendem Anlagenspiegel:

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.015.843,01 7.500,00 0,00 2.940,44 9.020.402,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.237.555,42 4.152,55 0,00 19.386,25 2.222.321,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.358.287,91 556.482,02 166.711,24 108.902,46 9.972.578,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.462.012,77 883.982,62 710.229,29 280.772,84 14.775.451,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 870.070,51 1.996.955,11 -876.940,53 0,00 1.990.085,09
25.927.926,61 3.441.572,30 0,00 409.061,55 28.960.437,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.777.689,15 253.075,78 0,00 0,00 4.030.764,93
2. Beteiligungen 52.663,06 0,00 0,00 0,00 52.663,06
3.830.352,21 253.075,78 0,00 0,00 4.083.427,99
38.774.121,83 3.702.148,08 0,00 412.001,99 42.064.267,92
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.506.299,01 148.492,00 1.919,44 8.652.871,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.730.443,42 46.699,55 19.386,25 1.757.756,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.387.496,91 419.498,26 106.280,46 7.700.714,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.251.625,77 895.765,91 217.006,84 10.930.384,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
19.369.566,10 1.361.963,72 342.673,55 20.388.856,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.813.650,20 0,00 0,00 2.813.650,20
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.813.650,20 0,00 0,00 2.813.650,20
30.689.515,31 1.510.455,72 344.592,99 31.855.378,04
RESTBUCHWERTE
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 367.531,00 509.544,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 464.565,00 507.112,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.271.864,00 1.970.791,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.845.067,00 3.210.387,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.990.085,09 870.070,51
8.571.581,09 6.558.360,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.217.114,73 964.038,95
2. Beteiligungen 52.663,06 52.663,06
1.269.777,79 1.016.702,01
10.208.889,88 8.084.606,52

Anteile an verbundenen Unternehmen (§ 285 Nr. 11 HGB)

Die Anteile an verbundenen Unternehmen entfallen auf:

Eigenkapital Anteil am Stammkapital
T€ %
BAFAG Fahrzeugteile GmbH, Karlsruhe 307 100
LogIn GmbH, Karlsruhe 60 100
S&G Versicherungsvermittlung GmbH, Karlsruhe 60 100
S&G Automobil GmbH, Petersberg 466 100
S&G Diamant Autowelt GmbH, Karlsruhe 126 100
S&G Mobility GmbH, Karlsruhe 25 100

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr eine neue Beteiligung an der S&G Mobility GmbH über € 25.000,00 aktiviert.

Weiterhin hat die Gesellschaft zum 31.12.2023 Aufwendungen in Höhe von € 228.075,78 aktiviert, welche im Zusammenhang mit der Übernahme der 100%-igen Beteiligung an der Staiger Nutzfahrzeuge GmbH, Karlsdorf-Neuthard zum 01.01.2024 stehen.

Mit allen verbundenen Unternehmen sind Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Jahresergebnisse betragen daher T€ 0.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Gesellschafter (§ 265 Abs. 3 HGB)

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 275.654,16 (Vorjahr: T€ 200) enthalten.

Der Gesellschafter ist zugleich ein verbundenes Unternehmen. Es bestehen weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr Forderungen gegen diesen.

Latente Steuern (§ 285 Nr. 29 HGB)

Zum 31. Dezember 2023 errechnen sich künftige Steuerentlastungen saldiert aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz im Wesentlichen bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen und bei sonstigen Rückstellungen.

Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 30,39 % zugrunde. Aufgrund des Wahlrechts, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichten zu können, wurde analog zum Vorjahr ein Bilanzposten nicht angesetzt.

Gezeichnetes Kapital (§ 160 Abs. 1 Nr. 3 AktG)

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von T€ 15.666 ist unverändert in 29.840 vinkulierte Namensaktien aufgeteilt.

Rückstellungen (§ 253 Abs. 6 und § 285 Nr. 12 HGB)

Der Unterschiedsbetrag bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem Rechnungszins des Sieben-Jahres-Durchschnitts und des Zehn-Jahres-Durchschnitts beträgt € 178.880,00 (§ 253 Abs. 6 HGB).

Der Rechnungszinssatz für den Zehn-Jahres-Durchschnitt beträgt 1,82 %. Die Berechnung wurde unter der Annahme einer regelmäßigen Rentensteigerung bei laufenden Versorgungsleistungen von 2,0 % p.a. sowie 2,5 % Gehaltssteigerung für Mitglieder des Vorstandes vorgenommen. Es wurden die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen decken im Wesentlichen Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich sowie Schadensersatz- und Gewährleistungsansprüche. Darüber hinaus sind Rückstellungen gebildet für ungewisse Verbindlichkeiten, insbesondere für Verluste aus der Rücknahmeverpflichtung von Leasingfahrzeugen.

Verbindlichkeitenspiegel (§ 285 Nr. 1 HGB)

RESTLAUFZEITEN
31.12.2023 bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr mehr als fünf Jahre Summe
T€ T€ T€ T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.219 0 0 1.219
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.552 0 0 20.552
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 462 0 0 462
Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter 3.508 0 0 3.508
Sonstige Verbindlichkeiten 3.448 1.202 225 4.650
29.189 1.202 225 30.391
RESTLAUFZEITEN
31.12.2022 bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr mehr als fünf Jahre Summe
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2 0 0 2
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.896 0 0 1.896
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.298 0 0 31.298
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 336 0 0 336
Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter 2.287 0 0 2.287
Sonstige Verbindlichkeiten 3.238 1.217 240 4.455
39.057 1.217 240 40.274

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen besichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 210.829,09 (Vorjahr: T€ 652) enthalten.

Der Gesellschafter ist zugleich ein verbundenes Unternehmen. In den Verbindlichkeiten gegen diesen in Höhe von € 3.507.759,65 (Vorjahr: T€ 2.287) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 256.061,08 (Vorjahr: T€ 147) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist eine Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung in Form einer stillen Beteiligung über € 1.435.692,00 ausgewiesen. Die stillen Beteiligungen sind über einen doppelseitigen Treuhandvertrag gesichert. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände beträgt € 1.296.029,99. Letztere werden in Anwendung des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzaufteilung nach Produkten

2023 2022
T€ T€
Provisionen 20.758 4.542
Erlöse aus Neuwagenverkäufen 75.282 202.392
Erlöse aus dem Verkauf von
- Vorführwagen 33.232 33.213
- Gebrauchtwagen 71.971 65.549
- Ersatzteile und Zubehör 65.503 62.932
Erlöse aus Reparaturen (ohne Material) 45.804 44.405
Erlöse aus Nebenleistungen 14.598 16.015
327.148 429.048
./. Erlösschmälerungen -43.813 -70.165
283.335 358.883

Sonstige betriebliche Erträge (§ 285 Nr. 31 bzw. Nr. 32 HGB)

Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf € 1.337.300,60 (Vorjahr: T€ 1.054) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Im Geschäftsjahr gab es keine Erträge von außerordentlicher Größenordnung oder/und Bedeutung, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Sonstige betriebliche Aufwendungen (§ 285 Nr. 31 bzw. Nr. 32 HGB)

Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf € 12.131,18 (Vorjahr: T€ 9).

Im Geschäftsjahr gab es keine Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung oder/und Bedeutung, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (§ 277 Abs. 5 HGB)

Die Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthält Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 50.114,58 (Vorjahr: T€ 14).

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen (§ 277 Abs. 5 HGB)

Die Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 257.401,00 (Vorjahr: T€ 271).

Sonstige Erläuterungen und Angabepflichten

Haftungsverhältnisse ($ 268 Abs. 7 i.V.m. § 251 HGB)

Im Rahmen eines Darlehens, welches die S&G Leasing GmbH & Co. KG bei der Baden-Württembergischen Bank am 01.02.2020 aufgenommen hat, ist die Gesellschaft eine gesamtschuldnerische Haftung eingegangen.

Das Darlehen dient zur Finanzierung von Investitionen am S&G-Standort Karlsruhe-Hagsfeld.

Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30.10.2029. Die ursprüngliche Darlehenshöhe beläuft sich auf € 10.000.000,00. Zum Bilanzstichtag lautet der Saldo des Darlehens € 6.064.710,70.

Weiterhin bestehen Bürgschaften in Höhe von € 78.425,00 (Vorjahr: T€ 82). Dabei handelt es sich um Ausfallbürgschaften gegenüber der Mercedes-Benz Bank.

Auf Basis der Erfahrung und Einschätzung des Kreditgebers und der S&G AG wird von keinem bzw. von einem äußerst geringen Risiko der Inanspruchnahme ausgegangen.

Die Bürgschaftssumme verteilt sich auf insgesamt 81 Vorgänge.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

fällig 2024 Gesamt
T€ T€
Verpflichtungen aus - Miet- und Pachtverträge über Grundstücke 5.806 28.991
5.806 28.991
- davon gegen Aktionäre 4.356 22.143
- Miet- und Wartungsverträgen über Software und bewegliche Sachanlagen 2.440 3.928
- Rücknahme von Leasingfahrzeugen 53.329 149.420

Mitarbeiter (§ 285 Nr. 7 HGB)

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitehmer 467 466
Angestellte 254 260
721 726

Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge (§ 253 Abs. 6 HGB)

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge lautet € 178.880,00 (Vorjahr: T€ 756). Dieser resultiert aus dem Unterschiedsbetrag der Bewertung der Pensionsrückstellungen durch die gesetzliche Umstellung auf die Anwendung des Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes anstatt des Sieben-Jahres-Durchschnittssatzes.

Angabe gemäß § 285 Nr. 9a und 9b HGB

Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a und 9b HGB wurde verzichtet (§ 286 Abs. 4 HGB).

Vorstand (§ 285 Nr. 10 HGB)

Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind die Herren

Herr Achim Quitz, Automobilkaufmann, Wurmberg (Vorstand Vertrieb),

Herr Daniel Daufer, Diplom-Kaufmann, Karlsruhe (Vorstand Finanzen)

Aufsichtsrat (§ 285 Nr.10 HGB)

Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft sind die Herren

 

Prof. Dr. Tobias Hüttche, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Zürich (Vorsitzender),

 

Andreas Oest, Betriebswirt, Kronberg, und

 

Thomas Frahm, kaufmännischer Angestellter, Karlsruhe.

Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14 HGB)

Mutterunternehmen der S&G Automobil AG ist die S&G Leasing GmbH & Co. KG mit Sitz in Karlsruhe. Diese stellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, der beim Unternehmensregister eingereicht wird.

Die Gesellschaft macht von der Möglichkeit der Befreiung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 291 HGB Gebrauch.

Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr abgerechnete Gesamthonorar (T€ 47) betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Angabe gemäß § 285 Nr. 33 HGB

Mit Datum 01.01.2024 hat die Gesellschaft 100% der Anteile der Staiger Nutzfahrzeuge GmbH mit Sitz in Karlsdorf-Neuthard übernommen.

Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn einen Betrag von € 2.000.000,00 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Karlsruhe, den 17. März 2024

S&G Automobil AG

-Der Vorstand-

gez. Achim Quitz

gez. Daniel Daufer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der S&G Automobil AG

Grundlagen der Gesellschaft

Die S&G Automobil AG ("S&G") ist der weltweit älteste Vertragspartner der Mercedes-Benz AG und Daimler Truck AG für die Marke Mercedes-Benz und blickt auf eine über hundertjährige Unternehmensgeschichte zurück. Das Hauptgeschäftsfeld der S&G liegt in der Vermarktung von und dem Service an Pkw, Lkw und Transportern der Marke Mercedes-Benz. Ebenfalls vertrieben werden die Fahrzeuge der zur Daimler Truck AG gehörenden Marke Fuso, die zur Mercedes-Benz Group AG gehörenden Marke smart, die ebenfalls unter dem Namen smart angebotenen Fahrzeuge des Joint Venture mit dem Hersteller Geely, als auch die Transporter der Marke Maxus der chinesischen Gruppe SAIC Motor. Ergänzend wird, an einigen Standorten auch für weitere Fahrzeugbaureihen der Daimler Truck AG - insbesondere Busse der Marken EvoBus, Setra und Unimog -, der Service angeboten. Zusätzlich zu Wartung und Reparatur verkauft die S&G auch Ersatzteile und Zubehör für die Fahrzeuge aller genannten Marken.

Die für die S&G wesentliche Partnerschaft mit der Mercedes-Benz AG und der Daimler Truck AG ermöglicht ein breites Angebotsportfolio. Das Mercedes-Benz Pkw-Angebot reicht vom Kompaktwagenangebot der A- und B-Klasse über verschiedene Roadster, Cabrios und Geländefahrzeuge, unterschiedliche Fahrzeuge der Mittel- und oberen Mittelklasse (C- und E-Klasse) bis in das Segment der Luxuslimousinen. Aus dem Angebot der Daimler Truck AG und des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Vans bietet die S&G Automobil AG Lkw über 6 t, Transporter der Baureihen Sprinter als auch weitere leichte Transporter (z.B. Vito und V-Klasse) an. Zusätzlich zum Neufahrzeuggeschäft werden an den Vertriebsstandorten der S&G Pkw- und Transporter-Gebrauchtfahrzeuge vermarktet.

Die S&G betreibt ihr Geschäft an insgesamt 10 Standorten, 9 davon in Baden-Württemberg und einer in Rheinland-Pfalz. Die genutzten Immobilien sind größtenteils im Eigentum der 100%igen Muttergesellschaft, der S&G Leasing GmbH & Co. KG, und werden von dieser angemietet.

Die wesentlichen Beteiligungen der S&G Automobil AG sind deren 100%ige Tochtergesellschaften:

S&G Automobil GmbH, 06193 Petersberg

S&G Mobility GmbH, 7185 Karlsruhe

BAFAG Fahrzeugteile GmbH, 76185 Karlsruhe

LogIn GmbH, 76185 Karlsruhe

S&G Versicherungsvermittlung GmbH, 76185 Karlsruhe

S&G Diamant Autowelt GmbH, 76185 Karlsruhe

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 7,3 Prozent mehr Pkw neu zugelassen als 2022. Die Gesamtzahl der Neufahrzeuge lag bei rund 2,84 Millionen. Darunter waren etwas mehr als 524.000 E-Autos - dies entspricht einem Anteil von 18,4 Prozent. Gemeinsam mit Hybrid-Fahrzeugen machten Pkw mit alternativen Antriebsarten knapp die Hälfte aller Neuzulassungen aus. Auch 2023 waren weiterhin Preissteigerungen im Neuwagenmarkt zu beobachten. Der Anstieg verlief jedoch deutlich langsamer als 2022. Der Durchschnittspreis für gebrauchte Fahrzeuge (Pkw) erreichte in 2022 seinen bisherigen Höhepunkt und fiel in 2023 leicht.

Die Marke Mercedes-Benz konnte in 2023 den Pkw-Absatz, gemessen an den Neuzulassungen, um 0,7 % auf 173.552 Fahrzeuge in Deutschland nur leicht steigern. Im Bereich des Pkw-Gebrauchtwagengeschäfts war mit 6,0 (i.V. 5,6) Mio. Besitzumschreibungen ein leichter Anstieg auf weiterhin niedrigem Niveau zu verzeichnen.

Die für die Marke Mercedes-Benz Lkw relevanten Neuzulassungen in Deutschland stiegen um 23,8 % auf 76.328 Fahrzeuge. In diesem Umfeld steigerte die Marke Mercedes-Benz Lkw ihr Zulassungsvolumen um 13,2 %. Nach einem zweijährigen Rückgang konnte sich der bundesweite Markt für Transporter mit einem Zulassungsplus von 7,0 % leicht erholen. Die Marke Mercedes-Benz Vans erreichte in diesem Umfeld mit 107.835 Neuzulassungen ein Plus von 9,5 %.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die S&G Automobil AG insgesamt 6.652 Fahrzeuge über alle Bereiche absetzen. Somit lag der Jahresabsatz um 10,6 % über dem Vorjahr. In der Sparte Pkw wurden 4.610 (i.V. 4.059) Fahrzeuge abgesetzt, was einem Anstieg von 13,6 % entsprach. Die gestiegenen Absatzzahlen waren Folge eines über alle Bereiche erhöhten Absatzvolumens.

Die bundesweit gestiegenen Absatzzahlen im Lkw Neufahrzeugbereich der Marke Mercedes-Benz zeigten sich auch in der S&G Automobil AG. Mit 409 (i.V. 338) abgesetzten Lkw wurde das Vorjahresniveau um 21,0 % überschritten.

Der Bereich der Transporter Neufahrzeuge bestätigte in 2023 das Absatzniveau des Vorjahres mit einem Plus von 0,85 % auf 826 Einheiten.

Im Berichtsjahr 2023 hatten die Servicebereiche der S&G 102.099 (i.V. 107.072) Fahrzeugdurchläufe zu verzeichnen (-4,6 %). Im Bereich der Mercedes-Benz Werkstätten wurden 97.572 Durchläufe realisiert, was einem Rückgang von 4,7 % zum Vorjahr entspricht. Im Bereich der Marke smart lag der Fahrzeugdurchlauf bei 4.527 (i.V. 4.726). Die Zahl der insgesamt geleisteten Arbeitswerte innerhalb der S&G nahm um 2,9 % auf 3.774.565 (i.V. 3.886.014) ab.

Ertragslage

Das EBIT der S&G ging im Berichtsjahr auf 8,7 (i.V. 10,8) Mio. € zurück. Die Absatzsteigerungen in den Fahrzeugbereichen konnten, insbesondere die im Vertrieb gebrauchter Fahrzeuge deutlichen Rückgänge in der Ertragssituation der Geschäfte, nicht vollständig kompensieren. Im Gegenzug konnte die im Berichtsjahr weiterhin stabile Serviceentwicklung für Ausgleich sorgen. Die in Summe nur leichten Ertragssteigerungen trafen auf moderate Kostensteigerungen im Personalbereich und spürbare Steigerungen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Aufgrund der geänderten Vertriebsmodelle der Mercedes-Benz AG und der Daimler Truck AG seit 2022 (Agenten- und Vermittlermodell) kann aus den Umsatzveränderungen keine Aussage über die Geschäftsentwicklung getroffen werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Vorjahresvergleich um 21,7 % auf 1,5 Mio. €. Insbesondere das Auflösungsvolumen an Wertberichtigungen auf Dienst- und Geschäftswagen trug zu dieser Entwicklung bei. Die tariflichen Anpassungen inklusive einer Inflationsausgleichsprämie führten zu einem um 1,7 % auf 57,0 Mio. € gestiegenen Personalaufwand. Das Abschreibungsvolumen lag mit 1,5 Mio. € um 14,6 % über dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr um 15,7 % auf 22,8 (i.V. 19,7) Mio. €. Maßgeblich hierfür waren die um 0,6 Mio. € gestiegenen Mietaufwendungen, gestiegene Kosten der Personalbeschaffung und Weiterbildung (+262 T€) als auch diverse Einzelpositionen die tlw. in Verbindung mit den Aktivitäten zum 125jährigen Jubiläum standen. Die Umgruppierung in 2023 von ehemals Wareneinsatzpositionen (Heizöl, Strom, Wasser und sonstigen Materialien) in den sonstigen betrieblichen Aufwand (2023 ca. 1,7 Mio. €) führt zu einer Überzeichnung der Kostenentwicklung um ca. 6,7%-Punkte.

Das Finanzergebnis lag um 2,8 % und damit 4,5 (i.V. 4,6) Mio. € unter dem Vorjahr. Die Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften reduzierten sich von 4,4 auf 3,1 Mio. €. Im Gegenzug stiegen die Zinserträge, wesentlich beeinflusst durch Zinserträge von Tochtergesellschaften, von 0,7 auf 2,0 Mio. €.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag bei 13,2 (i.V. 15,4) Mio. €.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft zum 31.12.2023 lag mit 144,6 Mio. € um 6,0 % (-9,2 Mio. €) unter dem Wert zum 31.12.2022.

Das Sachanlagevermögen stieg um 30,7 % auf 8,6 (i.V. 6,6) Mio. €. Ein gestiegener Bestand an technischen Anlagen (+301 T€), Betriebs- und Geschäftsausstattung (+635 T€) und Anlagen im Bau (+1.120 T€) führten zu diesem Anstieg.

Im Bereich des Umlaufvermögens lagen die Vorräte aufgrund der Umstellung des Vertriebsmodells der Mercedes-Benz AG mit 54,2 (i.V. 68,5) Mio. € um 20,9 % unter dem Vorjahr. Erwartungsgemäß sank der Bestand an Neufahrzeugen (-6,7 Mio. €) und der Bestand an Vorführwagen (-11,8 Mio. €) deutlich. Im Gegenzug kam es aufgrund der Normalisierung der Lieferfähigkeiten zu einem Anstieg des Bestandes an Gebrauchtfahrzeugen um 3,1 Mio. € (+22,1 %).

Die Forderungen gegenüber Kunden lagen mit 26,7 Mio. € um 5,2 % unter dem Vorjahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen waren mit 22,7 (i.V. 22,5) Mio. € weitestgehend konstant. Insgesamt lagen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit 53,8 Mio. € um 2,9 % und damit 1,6 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die Zahlungsmittel lagen zum Stichtag mit 26,1 (i.V. 21,5) Mio. € um 21,4 % über dem Vorjahresniveau.

Das Eigenkapital stieg im Berichtszeitraum auf 92,0 (i.V. 84,8) Mio. € an. Die Dividendenausschüttung im Juni 2023 betrug 2,0 (i.V. 2,0) Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 63,6 (i.V. 55,1) %.

Die Rückstellungen haben im Vergleich zum 31.12.2022 in Summe um 6,5 Mio. € auf 22,2 (i.V. 28,7) Mio. € abgenommen. Die Rückstellung für Steuern vom Einkommen und Ertrag lagen zum Jahresende aufgrund der unterjährigen Vorauszahlungen bei 0,0 € (i.V. 5,4 Mio. €). Die Pensionsverpflichtungen (geschlossene Versorgungswerke) reduzierten sich auf 14,8 (i.V. 15,2) Mio. €. Der Stand der sonstigen Rückstellungen ging, insbesondere durch die Reduzierung der Rückstellung für Leasingrückläufer, auf 7,3 (i.V. 8,1) Mio. € zurück.

Die Verbindlichkeiten fielen auf 30,4 (i.V. 40,3) Mio. €. Wesentlich hierfür waren zum Stichtag die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-10,7 Mio. €).

Risiko- und Chancenbericht

Die S&G verfügt über ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechendes Risikomanagementsystem, welches in Abhängigkeit der betrieblichen und gesetzlichen Anforderungen permanent weiterentwickelt wird. Der Fokus liegt auf wesentlichen Risiken, deren Früherkennung und Überwachung.

Erwähnung im Lagebericht finden Chancen und Risiken, deren Nichtbehandlung in der Berichterstattung die Beurteilungen oder Entscheidungen von Dritten verändern oder beeinflussen könnte. Ein Risiko ist die Gefahr einer wesentlichen negativen Abweichung vom Planergebnis der S&G oder ein Hinweis auf mögliche wirtschaftliche oder rechtliche Bestandsgefährdungen. Zweck des Risikomanagements besteht daher in der Sensibilisierung der Entscheidungsträger des Unternehmens auf zukünftige wesentliche Risiken.

Identifizierte Risiken haben häufig auch einen Chancencharakter, welcher sich aus der Risikobewältigungsstrategie und auch der Ungenauigkeit von Prognosen ableiten lässt. Das Risikomanagementsystem verfolgt nicht das Ziel der grundsätzlichen Vermeidung von Risiken. Vielmehr sollen bewusst Risiken und Chancen im Rahmen des unternehmerischen Handelns abgewogen und Chancen ergriffen werden, wenn sie nicht mit unangemessenen Risiken verbunden sind. Risiken sind auf ein vertretbares Maß zu reduzieren. Falls wirtschaftlich sinnvoll, können Risiken auch auf Dritte übertragen werden.

Dauerhafte, aus Sicht der S&G branchentypische und demzufolge systemimmanente Risiken sind der Verlust der vertraglichen Bindungen zu den wesentlichen Handels- und Vertragspartnern (aktuell Mercedes-Benz AG und Daimler Truck AG), der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit von Produktbereichen dieser Vertragspartner als auch das Risiko eines plötzlichen starken Absatz- und Auslastungsrückgangs z.B. bedingt durch einen konjunkturellen Einbruch oder sich drastisch ändernde gesetzliche Rahmenbedingungen zur Mobilität. Die sich stetig verändernden Vergütungsmodelle der Mercedes-Benz AG und Daimler Truck AG für die Handelspartner im Pkw-, Van-, Lkw-Verkauf und Ersatzteilgeschäft, sind aufgrund der hohen wirtschaftlichen Bedeutung für die S&G Gegenstand eines ständigen Controllings als Teil des Risikomanagements.

Die durch die Mercedes-Benz AG ursprünglich klar definierte E-Fahrzeug Strategie - auch Folge der rechtlichen Rahmenbedingungen - ist in 2023 aufgrund der Nachfrageentwicklung und geänderten staatlichen Rahmenbedingungen mit Fragezeichen versehen worden. Gesetzte Ziele, hinsichtlich der Absatzentwicklung von E-Fahrzeugen sind in wesentlichen Teilen zurückgenommen oder zeitlich verschoben worden. Aktuell wird von einer "taktischen Flexibilität" gesprochen, welche natürlich auch ein hohes Maß an Flexibilität auf der Händlerebene erfordert.

Das in 2023 durch die Mercedes-Benz AG eingeführte echte Agentensystem, dessen Einführung voraussichtliche Ende 2024 abgeschlossen sein wird, kann in seiner Gesamtauswirkung für den Handel noch nicht eindeutig bewertet werden und unterliegt einer weiterhin aufmerksamen Beobachtung.

Das Ende der Lieferengpässe und die damit einhergehenden in Teilen sprunghaften Nachfrage- und Preisentwicklungen stellt den Handel vor erhebliche Anpassungsschwierigkeiten, welche auch für die S&G spürbar, jedoch auch beherrschbar erscheinen.

Die technischen und organisatorischen Veränderungen diverser Hersteller- und Handelsorganisationen eröffnen Möglichkeiten zur Erweiterung des Markenangebotes der S&G. Entsprechende Vertrags- und Akquisitionsoptionen sind daher regelmäßig im Fokus betriebswirtschaftlicher und organisatorischer Bewertungsverfahren.

Ein derzeit wesentliches, zu behandelndes Risiko ist die Rekrutierung geeigneten Personals für die unterschiedlichen Bereiche des Unternehmens. Sowohl die hohe Nachfrage aller Marktteilnehmer als auch die erheblichen Einkommensentwicklungen erfordern eine deutliche stärkere Konzentration auf diesen Bereich.

Die für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der S&G relevanten Tochtergesellschaften sind im gleichen Branchen- und Marktumfeld wie die S&G tätig. Die genannten Risiken als auch Chancen betreffen diese daher entweder direkt - S&G Automobil GmbH, S&G Mobility GmbH - oder im Fall der BAFAG Fahrzeugteile GmbH indirekt durch die Auswirkungen auf ihre Abnehmer.

Prognosebericht

Die im Berichtsjahr erzielten Absatzzahlen im gesamten Pkw-Bereich lagen mit einem Vorjahresplus von 13,8 % im Mittelfeld des Zielhorizontes (10 - 18 %). Insbesondere unter den Erwartungen blieb der Bereich smart (Hersteller Geely) und der Gebrauchtfahrzeugbereich. Der Transporterabsatz lag mit einem Absatzplus im Neuwagenbereich von 0,85 % über den Erwartungen (-4 %). Ebenso konnten die geplanten Lkw Neuwagenablieferungen (354 Fahrzeuge) die Erwartungen um 15,5 % (409 Ablieferungen) übertreffen. Die für den Servicebereich angestrebten 3,8 Mio. Arbeitswerte konnten zu über 99 % erreicht werden.

Insgesamt konnte vor dem Hintergrund der erzielten Absatzzahlen das leicht über den Erwartungen liegende Kostenniveau kompensiert und somit der angestrebte Zielkorridor für das EBIT von 7,5 bis 9,0 Mio. € erreicht werden (8,7 Mio. €).

Die Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften welche im Finanzergebnis dargestellt werden und mit 2,5 Mio. € prognostiziert waren, konnten mit 3,1 Mio. € die Erwartungen erfüllen.

Die im Folgenden getroffenen Aussagen basieren auf der durch Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedeten Planung der S&G Automobil AG und deren Tochterunternehmen für das Geschäftsjahr 2024. In seinen Einschätzungen, insbesondere zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, stützt sich der Vorstand auf einschlägige Analysen von Wirtschaftsforschungsinstituten, Branchenverbänden und insbesondere auch denen der Mercedes-Benz AG und Daimler Truck AG.

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wird nach einhelliger Meinung bei einer geringen Wachstumsrate zwischen 0,1 und 0,3 % für das Jahr 2024 liegen. Die Inflationsrate könnte bei ca. 2,3 % im Jahresdurchschnitt liegen. Ein weiterhin schwaches Konsumklima und deutliche Zurückhaltung bei Investitionen stützen diesen Ausblick. Die Nachfrageschwäche wirkt sich auf Absatzvolumen und Ertragsqualität der Geschäfte aus.

In diesem gesamtwirtschaftlichen Umfeld sehen wir eine insgesamt um 6 bis 7 % steigende Absatzzahl in den Vertriebsbereichen. Dieser Anstieg wird nach unserer Einschätzung durch einen höheren Gebrauchtfahrzeugabsatz (Pkw +10 %; Transporter +55 %) ermöglicht. Der Anstieg im Bereich der gebrauchten Transporter wird das Ergebnis einer steigenden Zahl an Leasingrückläufern sein. In diesem Kontext prognostizieren wir einen Rückgang der Ertragsqualität der Geschäfte.

Gründend auf einer weiterhin zufriedenstellenden Entwicklung des Fahrzeugabsatzes der letzten Jahre in Verbindung mit einer stetig intensivierten Marktbearbeitung einerseits und der technischen Entwicklung der Fahrzeuge andererseits prognostizieren wir für unsere Servicebereiche eine stabile Entwicklung der verkauften Arbeitswerte (Leistungseinheiten) bei ca. 3,8 Mio.

Aufgrund der in Summe über alle Fahrzeugbereiche prognostizierten Entwicklung der Absatzzahlen in Verkauf und Service, gehen wir bei planmäßigen Preisanpassungen für 2024 und unter Berücksichtigung der sukzessive vollständigen Verlagerung des Neufahrzeugabsatzes der Marke Mercedes-Benz (Pkw, VAN und Lkw) in das Vermittlungsgeschäft von einem für die S&G sinkenden Umsatz auf ca. 253 Mio. € aus. Der Rohertrag wird sich im Rahmen unseres Planansatzes bei ca. 91,1 Mio. € (+0,7 Mio. €) bewegen.

Im Bereich der Personalkosten sehen wir einen Anstieg um ca. 5 % auf ca. 59,9 Mio. €. Ähnlich sehen wir die Entwicklung im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Wir prognostizieren einen Anstieg auf ca. 24,2 Mio. € (+6 %) auch bedingt durch ein steigendes Instandhaltungsvolumen.

In Summe gehen wir daher für das Geschäftsjahr 2024 von einem EBIT zwischen 5,0 und 6,0 Mio. € aus.

Die Ergebnisbeiträge der wesentlichen Tochtergesellschaften, welche im Finanzergebnis dargestellt werden, sehen wir in Summe noch bei 1,0 Mio. €.

Die durch die S&G zu tätigenden laufenden Sachinvestitionen beziehen sich regelmäßig auf die Erneuerung bestehender Betriebs- und Geschäftsausstattung mit Zielsetzung der verbesserten Funktionalität, der Erfüllung der Herstellervorgaben und einer sinnvollen technischen Aktualität. Schwerpunkte liegen in 2024 in der Sanierungsmaßnahme am Standort Pforzheim, der Fortführung der umfangreichen Neuausstattung im Rahmen des Neubaus am Standort Karlsruhe-Hagsfeld und der Finalisierung der Anschaffung diverser Photovoltaikanlagen.

Erklärung zur Unternehmensführung

Vorstand und Aufsichtsrat der S&G sind durch das Gesetz zur gleichberechtigten Teilnahme von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verpflichtet, Zielgrößen für die Mindestanteile von Frauen in den beiden Gremien und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen.

Bezüglich des Gremiums Aufsichtsrat bezieht sich der Aufsichtsrat auf die Festlegung des Gesellschafters, freiwerdende Sitze nach Möglichkeit mit einer Frau zu besetzen. Unter Zugrundelegung der aktuellen Zahl der Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt die Zielgröße mindestens 33 %.

Für den aus zwei männlichen Personen bestehenden Vorstand beträgt die durch den Aufsichtsrat definierte Zielgröße bis zum 31.12.2024 mindestens 0 %, da die Bestellungen mindestens bis zu diesem Zeitpunkt reichen.

Der Vorstand der S&G Automobil AG hat folgende Ausgangslage/Sachverhalte zur Festlegung eines Mindestanteils von Frauen in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands:

Die S&G hat drei Führungsebenen unterhalb des Vorstands: Hauptabteilungsleiter, Abteilungsleiter und Teamleiter. Im Jahr 2023 waren eine Abteilungsleiterposition und eine Teamleiterposition mit Frauen besetzt.

Klassische Autohandels- und Serviceberufe wie bspw. Automobilverkäufer, Serviceberater oder Monteure sind fast ausschließlich durch Männer besetzt. In den Back-Office-Bereichen hingegen sind die Anteile von Frauen deutlich höher. Es handelt sich hierbei um eine branchentypische Ausprägung. Die S&G liegt mit einem Gesamt-Frauenanteil von 20 % im Mittelfeld der Branche. Dabei dominieren die Bereiche Vertriebsinnendienst und Fuhrpark sowie Serviceassistenz mit bis zu 67 % Frauenanteil.

Zum 31.12.2023 verfügt die S&G über 6 Hauptabteilungsleiter und 17 Abteilungsleiter. Die Fluktuation im Bereich der zentralen Funktionen ist sehr niedrig, so dass sich sehr wenig Chancen der Neubesetzung mit einer Frau ergeben. In den operativen Bereichen ist die Fluktuation höher, jedoch bewerben sich branchentypisch seltener Frauen auf intern sowie extern ausgeschriebene Stellen.

Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand für den Zeitraum bis 31.12.2025 für die beiden nächsten Führungsebenen eine Zielquote von mindestens 5 % beschlossen.

Abhängigkeitsbericht

Da mit dem alleinigen Gesellschafter kein Beherrschungsvertrag besteht, war der Vorstand der S&G zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen zu der S&G Leasing GmbH & Co. KG und den zum S&G Automobil AG - Konzern gehörenden Unternehmen erfasst. Der Vorstand erklärt, dass im relevanten Zeitraum zwischen der herrschenden Gesellschaft, der Berichtsgesellschaft und einer Tochtergesellschaft der Berichtsgesellschaft kein Rechtsgeschäft erneuert oder abgeschlossen wurde.

Des Weiteren wurden auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder mit ihm verbundenen Unternehmen keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen.

 

Karlsruhe, den 17. März 2023

S&G Automobil AG

-Der Vorstand

Achim Quitz

Daniel Daufer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die S&G Automobil AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der S&G Automobil AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der S&G Automobil AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 5. April 2024

PFLUGERPARTNER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pirmin Schroff, Wirtschaftsprüfer

Emmanuelle Ullrich, Wirtschaftsprüferin

Auszug aus dem Protokoll der ordentlichen Hauptversammlung der S&G Automobil AG vom 17. Juni 2024

Tagesordnungspunkt 2.

Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023, des Lageberichts der S&G Automobil AG sowie des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für 2023 am 06.05.2024 festgestellt.

Tagesordnungspunkt 3.

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorsitzende gab folgenden Vorschlag der Verwaltung bekannt:

Der im Jahresabschluss der S&G Automobil AG zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Bilanzgewinn wird in Höhe von EUR 49.801.881,32 wird in Höhe von EUR 47.801.881,32 auf neue Rechnung vorgetragen. Der vom Bilanzgewinn verbleibende Betrag von EUR 2.000.000,00 wird an die Aktionärin ausgeschüttet.

Es wurde abgestimmt. Der Antrag der Verwaltung wurde ohne Gegenstimmen und Enthaltungen mit allen anwesenden stimmberechtigten Stimmen angenommen. Der Vorsitzende stellt den gefassten Beschluss fest und verkündet ihn. Die Präsenz war unverändert.

 

17. Juni 2024

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

der S&G Automobil AG 2023

Allgemeines

Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich umfassend mit der Entwicklung und den Perspektiven des Unternehmens befasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht.

Der Vorstand der Gesellschaft stellte dem Aufsichtsrat die aktuellen Umsätze, Ergebnisse und Planungen vor. Die Berichterstattung bezog sich auf das Unternehmen insgesamt, die einzelnen Sparten, Gesellschaften und Niederlassungen. Wichtige Geschäftsvorfälle wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrats, aber auch fernmündlich und per email kommuniziert, beraten und kommentiert.

In den Sitzungen hat uns der Vorstand ausführlich, zeitnah, umfassend, schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte, die Lage der Gesellschaft sowie seiner Tochtergesellschaften unterrichtet. Dabei wurde auch auf die Risikolage sowie das Risikomanagement des Unternehmens eingegangen. Über Strategie und Planung des Unternehmens wurden wir unterrichtet, wobei der Vorstand für unterschiedliche zu erwartende Entwicklungen Szenarien entworfen hat und daran die aktuelle Entwicklung misst.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend auch außerhalb der Sitzungen informiert. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand schriftlich über wesentliche Geschäftsvorfälle und die aktuelle wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Die Auswertung der monatlichen Berichterstattung erfolgte im Bedarfsfall auch im Rahmen einer Telefonkonferenz. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats steht mit den Mitgliedern des Vorstands außerhalb der Sitzungen in Kontakt und hat sich über die aktuelle Geschäftslage auch vor Ort informiert.

In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab.

Besetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat besteht im Berichtsjahr aus drei Mitgliedern. Als Vertreter der Arbeitnehmer gehört Herr Thomas Frahm dem Aufsichtsrat an.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr 2023 fanden vier Aufsichtsratssitzungen - sämtliche in Präsenz - statt. Zur Vorbereitung der jeweiligen Sitzung wurden die Teilnehmer anhand einer umfangreichen und ausführlichen Berichtsunterlage seitens des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die bilanzielle Entwicklung und die Unternehmensplanung im Vorfeld informiert. Das detaillierte Berichtswesen des Unternehmens wurde in Auszügen zur Verfügung gestellt und vermittelte einen Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Sparten, Standorte und Gesellschaften. Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren zu allen Sitzungen persönlich anwesend.

Die Protokolle der Sitzungen gingen allen Gesellschaftern des Mutterunternehmens zu, so dass diese sich ein Bild von den Besprechungsgegenständen sowie den getroffenen Entscheidungen machen können.

Ein Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats waren neben den Baumaßnahmen vor allem die Produktpolitik des Herstellers, dessen Aufteilung in zwei rechtlich selbstständige Unternehmen sowie die Umstellung auf das Agentur-Modell.

Der Aufsichtsrat diskutierte gemeinsam mit dem Vorstand mögliche Entwicklungen sowie Konsequenzen und Reaktionen darauf. Die Fortentwicklung und Anpassung des Risikomanagementsystems war ebenso ein Beratungsgegenstand.

Die Beratungen waren und sind von dem Willen getragen, das Vermögen der Aktionäre zu schützen, den Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze zu sichern und sozial verantwortlich zu handeln. Das Ergebnis des Geschäftsjahres - sowohl der einzelnen Gesellschaften wie das des Konzerns - zeigen den Erfolg dieser Arbeiten.

Jahresabschlussprüfung

Der Jahresabschluss der S&G AUTOMOBIL AG zum 31.12.2023 sowie der zugehörige Lagebericht wurden durch die von der Hauptversammlung gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüferin, der PFLUGERPARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Abschlussunterlagen und Berichte des Abschlussprüfers wurden uns rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Vertreter der Abschlussprüferin haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 07.05.2024 teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte und die Jahresabschlüsse mit dem Abschlussprüfer unter Einbeziehung des Vorstands erörtert. Fragen wurden mündlich und schriftlich vollumfänglich und ausreichend beantwortet. Nach Auskunft des Abschlussprüfers liegen keine, für die Gremien der Gesellschaft relevanten Informationen vor, die nicht Bestandteil der schriftlichen Berichterstattung sind.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts haben wir das Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Es bestehen keine Einwände. Der Jahresabschluss der S&G AUTOMOBIL AG wurde vom Aufsichtsrat in der Sitzung vom 07.05.2024 gebilligt und damit festgestellt, dem Lagebericht stimmen wir zu.

Die S&G AUTOMOBIL AG gilt als abhängiges Unternehmen gern. § 17 AktG; der Vorstand ist daher gern. § 312 AktG verpflichtet, einen Abhängigkeitsbericht aufzustellen. Der Vorstand hat uns einen solchen Bericht vorgelegt. Er erklärt darin, dass im relevanten Zeitraum der Beherrschung keine benachteiligenden Rechtsgeschäfte vorlagen und auch im Interesse des herrschenden Unternehmens keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden. Die Schlusserklärung wurde gem. § 312 Abs. 3 S. 3 AktG in den Lagebericht aufgenommen und war entsprechend auch Gegenstand der Abschlussprüfung.

Die Überprüfung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen durch den Aufsichtsrat hat zu keinen Beanstandungen geführt. Der Aufsichtsrat schließt sich nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung an. Hiernach und nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Prüfung der Geschäftsführung

Auch im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Dabei haben wir uns von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Wir hatten stets ausreichend Gelegenheit, uns im Plenum des Aufsichtsrats mit den Berichten, Anträgen und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen. Insbesondere sind alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert worden. Soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, haben wir unser Votum abgegeben. In begründeten Fällen wurden auch außerhalb der Sitzungen Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand diskutiert. Der Aufsichtsrat weist auf die Beschlusskompetenz der Hauptversammlung hin.

Im Namen des Aufsichtsrats bedanke ich mich beim Vorstand, allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihren Beitrag zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr der S&G Gruppe.

 

Karlsruhe, den 07. Mai 2024

Professor Dr. Tobias Hüttche, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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