Metallbau Lamprecht GmbHLiquidiert

45711 Datteln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Recklinghausen HRB 1342
Vorher
Metallbau - Lamprecht GmbH
Eingetragen
5.2.1982
Branche
Herstellung von Ausbauelementen aus MetallHerstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Gegenstand
die Fertigung und der Vertrieb von Fenstern und Türen in Stahl, Aluminium und Kunststoff, Schaufensteranlagen, Ganzglasanlagen, Alu - Fassaden sowie die Durchführung sämtlicher Schlosserarbeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ramon Wirsching
seit 1.3.2023
Geschäftsführer
Thomas Rüping
seit 31.1.2019
Geschäftsführer
Monika Lamprecht
seit 8.5.2014
Prokura
Christian Lamprecht
seit 6.1.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Rudolf-Diesel-Str. 4, 45711 Datteln
75.000 €
75.00%
Edith-Stein-Str. 26, 45711 Datteln
25.000 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Metallbau - Lamprecht GmbH

Datteln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die handwerkliche Planung, Fertigung und Montage von Bauelementen aus Metall und alle damit verbundenen Verwaltungs- und Dienstleistungsaufgaben.

Die Metallbau Lamprecht GmbH ist ein mittelständisches Handwerks-Unternehmen, das sich im Bausektor betätigt. Das Betätigungsfeld der Metallbau Lamprecht GmbH bezieht sich auf den mittleren bis größeren Objektbereich. Fenster, Türen und Fassaden werden ausschließlich aus Aluminium gefertigt und montiert. Von der ersten Beratung bis zum Service wird alles durch eigenes Personal abgedeckt, für Spitzen werden Nachunternehmer und Leihpersonal hinzugezogen. Das Betätigungsgebiet erstreckt sich über die gesamte Bundesrepublik, den Schwerpunkt bildet aber das Ruhrgebiet. Zu den Kunden gehören Bauträger, Baugesellschaften, Architekten, Investoren, sowie öffentliche Auftraggeber.

Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenumfeld

Die deutsche Wirtschaft hat sich in 2021 vom Corona-bedingten Einbruch erholt, wenngleich die Erholung deutlich schwächer als erwartet ausgefallen ist. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist laut Statistischem Bundesamt um 2,7 % gewachsen bei einer Wachstumserwartung von rund 4 %.

Das schwächere Wachstum ist unter anderem auch auf Lieferengpässe zurückzuführen, unter denen nach Auskunft des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) insb. Unternehmen der Automobilindustrie, der Elektroindustrie oder im Maschinenbau leiden. Fehlende Bauteile und Rohstoffe bremsen die Wertschöpfung aus.

Die Corona-Pandemie hat letztendlich aber nicht zu dem ursprünglich befürchteten Einbruch der Bauwirtschaft geführt, so dass in 2021 eine nahezu ungebrochene Nachfrage verzeichnet werden konnte. Objekte aller Größenordnungen und von verschiedensten Arten von Bauherren wurden weiterhin und unter hohem Ausführungsdruck angefragt. Gemäß dem Report der Heinze Marktforschung GmbH im Auftrag des Fenster- und Fassadenverbandes VFF beträgt das Wachstum für Rohbaugenehmigungen und -abschlüsse 2 % gegenüber 2020.

Die Situation auf dem preislich ohnehin schon hart umkämpften Markt hat sie aber dennoch noch einmal verschärft. Angetrieben von Spekulationen und Materialhortungen konnte verzeichnet werden, dass der gesamte Markt im Gegenteil seine Bedarfe nach oben korrigiert und die Marktsituation damit in seiner Verfügbarkeit deutlich verknappt hat.

Beschaffungsmarkt und Trends

Angeführt durch die Spekulationen um den Werkstoff Aluminium und die verknappte Verfügbarkeit von Kunststoffprodukten, war der einheitliche und eindeutige Trend der Einstandspreise nach oben gerichtet, ohne erkennbare Entspannung für 2022. Nahezu jedes Produktsortiment erfuhr eine Erhöhung zwischen 15 und 20 % bei gleichzeitigem und massivem Anstieg der Lieferzeiten. Die Beschaffungsstrategien mussten somit auf deutlich längere Liefer- und Reaktionsräume ausgelegt werden, als es die gegenteiligen Trends der Vorjahre vorhersahen.

Auch die Pandemie hat die ungebrochen hohe Nachfrage auf dem Neubausektor nicht gebremst. Der bereits seit Jahren erwartete deutliche Umschwung zum Sanierungsmarkt hin konnte auch in 2021 nicht verzeichnet werden, wenngleich das Thema der Nachhaltigkeit von Produkten und Lieferketten eine deutliche Zunahme erfahren hat.

Wirtschaftsbericht

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Orientierung der Leistung erfolgt bei der Metallbau Lamprecht GmbH anhand des Rohertrages. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung der einzelnen Aufträge in ihren Leistungsanforderungen von wertschöpfenden Arbeiten bis hin zu reinen Handelsartikeln, ist eine Messung der Leistung anhand des Umsatzes allein nicht möglich. So steht die Optimierung der einzelnen Aufträge und letztendlich das sich daraus ergebende operative Ergebnis im Fokus der Entscheidungen.

Wenngleich es darüber hinaus auch für die Firma Lamprecht gilt ihre Personalkosten zu optimieren, so ist es gleichzeitig Anliegen und Philosophie, alle Leistungsstufen von der Planung bis hin zur Montage auch und vornehmlich mit eigenem Personal abdecken zu können. Das Wachsen aus dem eigenen Stamm heraus zeigt sich im hohen Aus- und Weiterbildungsgrad, der hohen Übernahmequote und der geringen Fluktuation.

Ertragslage

Die Metallbau Lamprecht GmbH konnte ihr Ergebnis im Jahr 2021 mit TEUR 114 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1) deutlich steigern.

Dazu beigetragen hat die Abrechnung von gewinnbringenden Bauvorhaben bei einem Anstieg der Gesamtleistung. Dies zeigt sich im um 13,69 % von 5.040 TEUR auf 5.730 TEUR gestiegenen Rohergebnis. Hohe Ausgleichskosten durch Bauablaufstörungen haben sich mindernd auf die Ertragssteigerung eingewirkt.

In Zeiten des Fachkräftemangels ist die Aus- und Weiterbildung der Firma Lamprecht GmbH ein besonderes Anliegen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Betriebstreue gelegt. Die Mitarbeiterzahl ohne Auszubildende im Jahr 2021 betrug 59 (in 2020: 56). Die Ausbildung und anschließende Übernahme der Auszubildenden hat seit jeher einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2021 wurden 18 Auszubildende inkl. dualer Studenten beschäftigt (in 2020: 21). Der um TEUR 309 gestiegene Personalaufwand berücksichtigt neben den tariflichen Steigerungen auch die Einstellung von qualifiziertem Personal sowie Gehaltssteigerungen aufgrund der Übernahme von Lehrlingen in Anstellungsverhältnisse.

Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 33 auf TEUR 105 in Folge von Investitionen in Digitalisierung und kontinuierlicher Erneuerung der Betriebs- und Geschäftsausstattung erhöht.

Finanz- und Vermögenslage

Die Finanzierungslage ist solide und konstant. Eine Finanzierung der laufenden Geschäfte war jederzeit gegeben. Die hohe Eigenkapitalquote von 52,0 % (in 2020: 54,6 %) ist ein Indikator für eine kontinuierliche und sicherheitsbewusste Finanzierung. Einige wenige Investitionen in Vermögenswerte werden auch mit Darlehen von Kreditinstituten finanziert. Die Darlehenshöhe ist mit TEUR 72 im Geschäftsjahr (2020: TEUR 196) im Vergleich zur Bilanzsumme mit 1,7% (2020: 5,2%) von untergeordneter Bedeutung. Zum Jahresende 2021 betrug der Bestand der liquiden Mittel TEUR 1.272 im Vergleich zu TEUR 157 im Vorjahr.

Seit einigen Jahren wird die solide Finanzierungslage durch das von der Creditreform vergebene Crefo-Zert für überdurchschnittliche Bonität noch einmal ausdrücklich bestätigt.

Die Metallbau Lamprecht GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 4.151 (2020: 3.742) um TEUR 408 erhöht. Hierzu hat im Wesentlichen die Erhöhung der liquiden Mittel um TEUR 1.116 durch Vereinnahmung von Zahlungen aufgrund von Schlussrechnungen und Anzahlungen beigetragen. Die Steigerung der liquiden Mittel geht einher mit dem Abbau des Forderungsbestandes und der sonstigen Vermögensgegenstände mit TEUR 337. Die Entwicklung der liquiden Mittel beruht auch auf einem optimierten Liquiditätsmanagement, um der üblichen Notwendigkeit in Vorleistung zu gehen, besser begegnen zu können.

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant mit TEUR 342 (2020: TEUR 338). Investiert wird im Wesentlichen in Maschinen sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Betriebsgrundstücke und Gebäude werden angemietet.

Das Vorratsvermögen ist insg. um TEUR 347 auf TEUR 1.214 zurückgegangen. Die in Ausführung befindlichen Bauprojekte werden regelmäßig durch Vorauszahlungen und Abschläge gedeckt. Im Vorratsvermögen werden zu den in Ausführung befindlichen Aufträge die darauf erhaltenen Anzahlungen offen abgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr konnte eine Vielzahl der Projekte nahezu zur Fertiggestellung gebracht werden, so dass sich der Bestand der in Ausführung befindlichen Aufträge erhöht hat. Die erhaltenen Anzahlungen konnten überproportional im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, so dass der Vorratsbestand in Summe rückläufig ist. Der Lagerbestand wird auf einem konstanten Niveau gehalten.

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Firma Lamprecht GmbH weist unverändert eine solide Vermögens- und Finanzlage aus. Die Ergebnisentwicklung ist mit einer Steigerung von TEUR 113 positiv.

Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht - Umfeld- und Branchenrisiken

Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2021 in Deutschland noch deutliche Auswirkungen gezeigt. Die Firma Metallbau Lamprecht GmbH konnte durch die Entwicklung von Hygienekonzepten bereits im ersten Pandemiejahr 2020 im Jahr 2021 wieder nahezu im Normalbetrieb arbeiten. Dennoch besteht weiterhin das Risiko des regionalen Ausbruchsgeschehens und der damit verbundenen Restriktionen durch behördliche Regelungen und Allgemeinverfügungen.

Die zunehmende und auch von uns vorangetriebene Digitalisierung bringt Risiken bezüglich der Online-Kriminalität mit sich. Diesen begegnen wir durch Reduzierung unserer Software auf die tatsächlich nur notwendigen und auch im Rahmen des Datenschutzes sicheren Anwendungen. Art und Umfang der sichernden Einrichtungen befinden sich auf einem hohen Niveau.

Dem Fachkräftemangel begegnen wir mit der Stärkung von innen heraus durch unseren hohen Ausbildungs- und Übernahmegrad. Eine geringe Fluktuation und hohe Betriebszugehörigkeit untermauern diesen Erfolg.

Risikobericht - Beschaffungsmarktrisiken

Durch die Corona-Pandemie wurden die Lieferketten unterbrochen und verzögert. Es ist fraglich, ob die empfindlich gestörten Lieferketten sich wieder erholen oder sich nachhaltig verändern werden. Die Ukraine-Krise hat diese Umstände zwar noch einmal verschärft, bislang konnten aber signifikante Probleme durch rechtzeitiges Agieren relativiert werden. So zeichneten sich in der Beschaffung tendenziell eher Probleme im Bereich Stahl ab, welcher aber im Gegensatz zum Aluminium nur eine geringe Größenordnung in unseren Produkten einnimmt.

Die Lage auf dem Beschaffungsmarkt ist neben den Lieferschwierigkeiten geprägt durch Preissteigerungen. Um Risiken auf der Beschaffungsmarktseite zu begegnen, werden die Preise für den Materialeinkauf auftragsbezogen mit den Hauptlieferanten vorab vereinbart und terminiert.

Risikobericht - Absatzmarktrisiken

Gerade bei der Bearbeitung von langfristigen Aufträgen sind Liquiditätsrisiken, insb. Risiken von Zahlungsausfällen, zu beachten. Für die einzelnen Aufträge werden daher vertragliche Vereinbarungen über Vorauszahlungen, Abschläge und Vorauszahlungsbürgschaften getroffen. Zur Vermeidung von Forderungsausfällen werden die Debitoren konsequent über Bonitäts-Auskünfte überwacht. Die Notwendigkeit in einem hohen Grad in Vorleistung gehen zu müssen, bedingt ein sorgfältiges und weit vorausschauendes Management, nicht zuletzt der Liquidität geschuldet. Durch bedachte Auswahl unserer Kunden und Lieferanten, partnerschaftliches Agieren mit diesen und letztendlich Einhalten unseres Leistungsversprechens, halten wir dieses Risiko auf einem niedrigen Level.

Insgesamt sehen wir uns in der Begegnung dieser Risiken gut aufgestellt und sind optimistisch dennoch mit Augenmaß wachsen und uns weiterhin festigen zu können. Existenzgefährdende Risiken bestehen daher nicht.

Chancenbericht

Der aktuelle Auftragsbestand führt zu einer guten Auslastung. Die Projekte unterliegen einem engmaschigen zeitnah geführten Projektcontrolling.

Die Notwendigkeit zum Umdenken in langfristigere und detailliertere Ausführungsstrategien, zu deutlich früheren Zeitpunkten in der Entwicklungsphase kann auch als große Chance gesehen werden. Die gleichen Bemühungen in diese Richtung auf Basis der Digitalisierung des Bauwesens mit BIM (building information modelling) haben bisher noch nicht den erhofften Durchbruch bringen können. Nun könnte eine Entwicklung eben in diese Richtung stattfinden, die wiederum dann auch eine deutliche Verbesserung in der Zusammenarbeit bringen und letztendlich zu erhofften und dann umso notwendigeren Kostenreduzierungen führen kann. Diesen Wunsch und Ausrichtung verfolgt unabhängig von Pandemie und Digitalisierung auch die Metallbau - Lamprecht GmbH. Gemeinsam mit dem Bauherrn und dessen Planern wird das gemeinsame Ziel definiert und während der Projektphase überwacht.

Prognosebericht

Das prognostizierte Wirtschaftswachstum für das Jahr 2022 lag zu Beginn des Jahres 2022 bei ca. 4,6 %. Die Prognosen mussten durch den Ukraine Krieg seit dem 24. Februar 2022 deutlich auf ca. 1,8 % revidiert werden. Neben dem deutlich geringer erwarteten Wachstum mussten auch die Prognosen für die Inflation von zunächst geschätzten 3,3 % korrigiert werden, so dass ein weiterer Unsicherheitsfaktor die deutliche angestiegene Inflation von ca. 6,2 % ist.

Die Baupreise sind im Februar 2022 mit ca. 14,3% gegenüber dem Februar des Vorjahres laut der Heinze GmbH deutlich gestiegen. Ein weiterer Anstieg aufgrund der Beschaffungsmarktrisiken durch den Ukraine-Krieg ist durchaus wahrscheinlich.

Unsere Wettbewerbsstrategie sieht eine Gesamtleistung auf dem Niveau des Jahres 2021 vor. Der zu befürchtende Wachstumsrückgang der Nachfrage kann durch bereits gut gefüllte Auftragsbücher kompensiert werden. So gibt die Heinze GmbH einen Rückgang für Rohbaugenehmigungen und -abschlüsse von 5 % gegenüber 2021 an. Der Fokus liegt auf vertraglichen Abstimmungen zu Beschaffungsmarktpreisen und auf einer vorausschauenden Planung der Projektkosten.

Eine Relativierung der angestrebten Leistungsoptimierung wird dagegen durch die Folgen des Ukraine-Krieges erwartetet, der die Materialpreise und -verfügbarkeiten auf ein bisher nicht gekanntes Level katapultiert hat. Den Kostensteigerungen begegnet die Firma Metallbau - Lamprecht GmbH durch vertragliche Regelungen zu Beschaffungs- und Absatzmarktpreisen. Restrisiken verbleiben u.a. durch steigende Energiepreise und Tankkosten. Staatlich geplante Hilfen wie der "Tank-Rabatt" können kurzfristig Abhilfe schaffen.

Die eingeschlagene Strategie hin zu größeren Objekten und früheren Abstimmungen im Gesamtprozess mit den Kunden wird auch 2022 prägen. Die in 2021 sehr deutlich angestiegene Gesamtleistung soll in 2022 gefestigt werden, auf optimierter und ergiebigerer Basis. Dazu wird deutlich in die Digitalisierung investiert werden, um sich letztendlich auch dem BIM-Ziel der Bauwirtschaft noch mehr zu nähern.

Das Thema der Ausbildung nimmt auch in 2022 weiterhin einen hohen Stellenwert ein. Konstanz in der Personalstärke ist ein wichtiges Ziel.

Auf Basis der vorangegangenen Annahmen wird das operative Ergebnis auf gleichbleibendem Niveau erwartet.

Datteln, 7. September 2022

Christian Lamprecht

Thomas Rüping

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 342.034,98 337.980,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.875,00 0,00
II. Sachanlagen 333.045,79 336.866,79
III. Finanzanlagen 1.114,19 1.114,19
B. Umlaufvermögen 3.772.260,23 3.339.860,33
I. Vorräte 1.214.267,65 1.560.965,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.285.750,33 1.622.266,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.272.242,25 156.628,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.756,81 64.734,90
Summe Aktiva 4.151.052,02 3.742.576,21

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 2.157.502,03 2.043.073,07
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 1.943.073,07 1.942.175,16
III. Jahresüberschuss 114.428,96 897,91
B. Rückstellungen 1.100.121,49 759.234,10
C. Verbindlichkeiten 893.428,50 940.269,04
Summe Passiva 4.151.052,02 3.742.576,21

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 5.729.750,04 5.039.847,55
2. Personalaufwand 3.912.081,27 3.602.589,38
a) Löhne und Gehälter 3.169.367,95 2.937.144,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 742.713,32 665.444,40
davon Aufwendungen für Altersversorgung 60.641,62 59.880,10
3. Abschreibungen 105.014,75 71.980,62
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 105.014,75 71.980,62
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.494.045,15 1.310.437,32
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 15,42 30,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 96,67 324,63
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 30.987,14 38.425,44
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 8.467,00 9.720,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 69.441,49 12.119,45
9. Ergebnis nach Steuern 118.292,33 4.649,97
10. sonstige Steuern 3.863,37 3.752,06
Jahresüberschuss 114.428,96 897,91

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Metallbau - Lamprecht GmbH   

Firmensitz laut Registergericht: Datteln

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Recklinghausen

Register-Nr.: 1342

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen beinhalten neben Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Zur linearen Methode wird in dem Jahr übergegangen, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen wurden die Beteiligungen und Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosen angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der deutschen Bundesbank zum 30. September 2021 ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre angesetzt. 

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden unter Zugrundelegung des seitens der deutschen Bundesbank veröffentlichten restlaufzeitspezifischen Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden, beläuft sich auf EUR 7.957,08 (Vorjahr: EUR 6.793,79).

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,98 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel   Heubeck-Richttafeln 2018 G

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem erfolgten Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 31.081,00.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Personalrückstellungen, Gewährleistungsrückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie weitere sonstige Rückstellungen.

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren.

Die in den Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 72.168,40 sind durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
  Bis zu 1 Jahr Zwischen 1 - 5 Jahren Über 5 Jahren Gesamt
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 23.974,89
(Vj. 164.881,66)
48.193,51
(Vj. 30.895,23)
0,00
(Vj. 0,00)
72.168,40
(Vj. 195.776,89)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 284.079,78
(Vj. 315.580,38)
0,00
(Vj. 0,00)
0,00
(Vj. 0,00)
284.079,78
(Vj. 315.580,38)
Sonstige Verbindlichkeiten 459.325,85
(Vj. 354.051,70)
77.854,47
(Vj. 74.860,07)
0,00
(Vj. 0,00)
537.180,32
(Vj. 428.911,77)
Summe 767.380,52
(Vj. 834.513,74)
126.047,98
(Vj. 105.755,30)
0,00
(Vj. 0,00)
893.428,50
(Vj. 940.269,04)

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, welche unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden, beläuft sich auf EUR 200.000,00 (Vorjahr: EUR 200.000,00).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag
  EUR
aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 5.641.879,00

Die vorgenannten Haftungsverhältnisse stehen im Zusammenhang mit den von der Gesellschaft realisierten Aufträgen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird aufgrund des Auftragscontrollings als gering eingeschätzt.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 687.260 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pacht- und Leasingverträgen. Bei den Leasing-Verträgen handelt sich im Wesentlichen um Leasingverträge für eine Maschine sowie Kfz-Leasing-Verträge.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 37,00
Angestellte 20,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 59,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 53,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 6,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Christian Lamprecht ausgeübter Beruf: Dipl.-Wirtschaftsingenieur
Weitere Geschäftsführer: Thomas Rüping ausgeübter Beruf: Techniker

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis 2020 Eigenkapital 2020
    EUR EUR
Bürgerkraftwerk Dattelner Solarstrom GbR 22,22% -171,90 1.006,06

Unbeschränkte Haftung an Unternehmen

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter folgender Unternehmen:

Name Bürgerkraftwerk Dattelner Solarstrom GbR
Sitz Datteln
Rechtsform GbR

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 114.428,96.

In die Rücklagen werden EUR 114.428,96 eingestellt.

Nachtragsbericht

Zu den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine verweisen wir auf die Erläuterungen im Lagebericht.

Unterschrift der Geschäftsführung

Datteln, 7. September 2022

Christian Lamprecht

Thomas Rüping

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 16.09.2022 festgestellt.

Anlagespiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01. Jan 21 Zugänge Abgänge 31. Dez 21 01. Jan 21
EUR  EUR  EUR  EUR  EUR 
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.277,49 8.830,00 66.117,49 13.990,00 71.277,49
71.277,49 8.830,00 66.117,49 13.990,00 71.277,49
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 456.334,45 0,00 0,00 456.334,45 337.686,66
Technische Anlagen und Maschinen 700.557,25 1.208,00 0,00 701.765,25 691.020,25
Andere Anlagen, Betriebs‑ und Geschäftsausstattung 892.773,17 109.628,75 302.864,69 699.537,23 684.091,17
2.049.664,87 110.836,75 302.864,69 1.857.636,93 1.712.798,08
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 640,65 0,00 0,00 640,65 326,46
Genossenschaftsanteile 800,00 0,00 0,00 800,00 0,00
1.440,65 0,00 0,00 1.440,65 326,46
2.122.383,01 119.666,75 368.982,18 1.873.067,58 1.784.402,03
NETTOBUCHWERTE
Zugänge Abgänge 31. Dez 21 31. Dez 21 31. Dez 20
EUR  EUR  EUR  EUR  EUR 
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 955,00 66.117,49 6.115,00 7.875,00 0,00
955,00 66.117,49 6.115,00 7.875,00 0,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.062,00 0,00 350.748,66 105.585,79 118.647,79
Technische Anlagen und Maschinen 2.729,00 0,00 693.749,25 8.016,00 9.537,00
Andere Anlagen, Betriebs‑ und Geschäftsausstattung 88.268,75 292.266,69 480.093,23 219.444,00 208.682,00
104.059,75 292.266,69 1.524.591,14 333.045,79 336.866,79
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 0,00 0,00 326,46 314,19 314,19
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 800,00 800,00
0,00 0,00 326,46 1.114,19 1.114,19
105.014,75 358.384,18 1.531.032,60 342.034,98 337.980,98

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Metallbau ‑ Lamprecht GmbH, Datteln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Metallbau ‑ Lamprecht GmbH, Datteln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn‑ und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Metallbau ‑ Lamprecht GmbH, Datteln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑ und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Essen, 7. September 2022

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