Harvessa Handels GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lioba Monaghan seit 17.12.2018 | Prokura |
Yasushi Yoshida seit 17.12.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sanden Retail Systems Corporation | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SandenVendo GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024A. Allgemeine Angaben Die SandenVendo GmbH mit Sitz in Düsseldorf wird beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 84724 im Handelsregister geführt. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. April und endet am 31. März. Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Angaben, die wahlweise im Jahresabschluss oder im Anhang getätigt werden dürfen, erfolgen aus Gründen der Klarheit im Anhang. Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt worden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung, bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die jeweilige wirtschaftliche Nutzungsdauer, soweit es sich um abnutzbares Anlagevermögen handelt. Die Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände liegt zwischen drei und fünf Jahren, für Einbauten zwischen vier und elf Jahren sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen vier und zehn Jahren. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten i. S. d. § 255 Absatz 1 HGB bzw. eines niedrigeren beizulegenden Wertes, im Sinne des § 253 Absatz 4 HGB, am Bilanzstichtag bewertet. Zur Ermittlung des beizulegenden Wertes werden altersbedingte Abschläge zwischen 20% und bis zu 100% der ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt worden. Die Kapitalrücklage resultiert aus einer sonstigen Zuzahlung in das Eigenkapital durch die Gesellschafterin gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Durch die Bildung von Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Beachtung des § 253 Absatz 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden gem. § 256a Satz 2 HGB das Anschaffungskostenprinzip und das Realisationsprinzip nicht angewendet. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wird - wie in den Vorjahren - gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet. Temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Vorräten. Der anzuwendende Steuersatz läge bei 32%. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist als Anlage zum Anhang dargestellt. Finanzanlagen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 136 (i. Vj. TEUR 247). Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben Kautionen mit TEUR 38 (i. Vj. TEUR 38) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um TEUR 2.116 auf TEUR 2.329. Hierin sind im Wesentlichen Forderungen aufgrund ausländischer Umsatzsteuerguthaben enthalten, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses (teilweise) noch nicht beglichen sind. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 25) ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 7.000 (i. Vj. TEUR 7.000) resultiert aus einer sonstigen Zuzahlung des Gesellschafters. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, inkl. Jahresabschlusskosten, in Höhe von TEUR 2.480 (i. Vj. TEUR 2.748), davon TEUR 1.912 ggü. verbundenen Unternehmen (i. Vj. TEUR 2.149), Rückstellungen im Personalbereich in Höhe von TEUR 535 (i. Vj. TEUR 489), Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 154) sowie Kundenverpflichtungen in Höhe von TEUR 240 (i. Vj. TEUR 564). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 15.000 (i. Vj. TEUR 15.000). Diese resultieren aus einem "Revolving Credit Loan" mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr und unter fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten darüber hinaus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11.153 (i. Vj. TEUR 8.411). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 270 (i. Vj. TEUR 745) sowie aus Sozialabgaben und Aufwendungen zur sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 27 (i. Vj. TEUR 30). Sämtliche Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der Gesellschafterdarlehensverbindlichkeit, sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren nahezu ausschließlich aus dem Vertrieb von Verkaufsautomaten. Sie wurden dabei in Höhe von TEUR 18.194 in Deutschland, in Höhe von TEUR 54.086 innerhalb Europas und in Höhe von TEUR 2.348 außerhalb Europas erzielt. Personalaufwand Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 98 (i. Vj. TEUR 98). Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 30 (i. Vj. TEUR 46) enthalten. Sie enthalten zudem sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 44 (i. Vj. TEUR 402). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 31 (i. Vj. TEUR 16) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 126 (i. Vj. TEUR 120). E. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen zum 31. März 2024 in Höhe von TEUR 696. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Die Zahl der Arbeitnehmer betrug im Jahresdurchschnitt 57 , davon 17 weibliche und 40 männliche Angestellte. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Geschäftsführer ist Herr Yasushi Yoshida, General Manager, Düsseldorf. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben zum Konsolidierungskreis Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Sanden Retail Systems Corp., Tokio, Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis an einbezogenen Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft einsehbar. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 34, für Steuerberatungsleistungen TEUR 5 und für sonstige Leistungen TEUR 1. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Rückwirkung auf den Jahresabschluss zum 31. März 2024 sind nicht eingetreten.
Düsseldorf, 15. Juli 2024 Geschäftsführung Yasushi Yoshida Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024A. Grundlagen der Gesellschaft Die SandenVendo GmbH, Düsseldorf (kurz "SVG"), vertreibt und vermarktet Vending-Automaten, wobei der Fokus auf dem Vertrieb von Getränke- (Kalt- und Heißgetränke) und Lebensmittelautomaten liegt; darüber hinaus werden Zahlungs- und Kühlsysteme vertrieben. Nach dem Verkauf bietet die Gesellschaft ihren Kunden umfangreiche Servicedienstleistungen, wie bspw. Wartungsarbeiten, an. Der Vertrieb erfolgt europaweit. Die Produktion und Entwicklung der Vending-Maschinen erfolgt nahezu vollständig durch die italienische Tochtergesellschaft SandenVendo Europe S.p.A., Casale Monferrato, Italien. Daneben werden in geringem Umfang Produkte externer Lieferanten bezogen. Die SVG hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. Weitere Vertriebsniederlassungen bestehen in:
Die für die Steuerung der Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT; Gewinn- und Verlustrechnungsposten 1. bis 6. und 11.). Es liegen keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren vor. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war in Deutschland geprägt durch eine hohe Inflation und eine schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem tiefen Corona-Einbruch setzte sich im Jahr 2023 nicht weiter fort, der Rückgang der Wirtschaftsleistung lag bei 0,1 % 1. Die Entwicklung in den einzelnen Sektoren verlief jedoch unterschiedlich, so konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten, gleichwohl auch schwächer als in den Vorjahren. Im ersten Quartal 2024 stieg die deutsche Wirtschaft um 0,2% 2 , allerdings blieb vor allem die Binnennachfrage aufgrund schwacher privater und öffentlicher Konsumausgaben rückläufig. In Europa zeigte sich im Jahr 2023 eine leicht positivere Entwicklung: in Italien erhöhte sich die Wirtschaftsleistung um 0,9%, allein im letzten Quartal 2023 um 0,3% 3. Diese positive Entwicklung setzte sich im ersten Quartal 2024 fort. Auch in Frankreich (+0,7%), Spanien (+2,5%) sowie den Benelux- Staaten stieg das BIP stärker als in Deutschland 4. Die geschäftliche Entwicklung der Vending-Branche verlief seit Jahren stabil, hier setzt sich die Erholung nach der Corona-Pandemie unverändert auch im Jahr 2023 fort. Deutschland hat im Vendingbereich den höchsten Produktumsatz und gehört zusammen mit Italien, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden zu den größten Märkten in Europa. Der deutsche Markt verzeichnete nach Umsatz ein Wachstum von 16,3% im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland befinden sich ca. 72% der Verkaufsautomaten in Unternehmen, im europäischen Durchschnitt sogar 75%. Betriebskantinen integrieren vermehrt Verkaufsautomaten, um den Veränderungen durch das hybride Arbeiten entgegenzuwirken. Es gab Investitionen in "vollautomatische Kantinen" mit herkömmlichen Verkaufsautomaten, die Zahl der intelligenten Kühlschränke (die nicht Teil von Mikromärkten sind) stieg ebenfalls 5.
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
Geschäftsverlauf und Ertragslage SVG erzielte im Geschäftsjahr 2023/2024 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 74.628 und damit TEUR 12.987 über dem Vorjahresumsatz von TEUR 61.641. Der Anstieg resultiert aus der Gewinnung neuer Kunden, der Durchsetzung von Verkaufspreisanpassungen sowie einer positiven Entwicklung der Verkaufszahlen in Deutschland und Exportländern. Die Entwicklung der Umsatzerlöse lag im Ergebnis deutlich über den ursprünglich budgetierten Zielen Durch die Pandemie wurde das Konzept der Einzelhandelsverkaufsstellen von großflächigen Geschäften zu einer Verlagerung hin zu einer kleineren Fläche und einem bevorzugt unbeaufsichtigten Servicestil nachhaltig geändert, um das Geschäft möglichst unabhängig aufrechtzuerhalten. SVG erweiterte das Produktportfolio und bewarb Snack-Verkaufsautomaten - zunehmend in der Outdoor-Variante - als Post- Corona-Geschäftslösung. Diese positive Entwicklung setzte sich im aktuellen Berichtsjahr fort. Die SVG- Produkte bieten Flexibilität bei der Ausgabe und können vielseitig eingesetzt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um TEUR 448 auf TEUR 101. Im Vorjahresbetrag waren (einmalige) Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten, die durch ein verbessertes Forderungsmanagement erzielt wurden. Die Wareneinsatzquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) verringerte sich von 86,2% im Vorjahr auf 82,6%. Ursächlich für diese Verbesserung waren vor allem Verkaufspreisanpassungen infolge der in den Vorjahren gestiegenen Produktionskosten des Tochterunternehmens. Hinzu kommt die hohe Auslastung des Werks durch die gesteigerten Verkaufszahlen. Das absolute Rohergebnis (Umsatzerlöse zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Materialaufwand) erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse deutlich um TEUR 4.022 auf TEUR 13.058. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um TEUR 51 bzw. 1,0 % auf TEUR 5.052 im aktuellen Geschäftsjahr aufgrund allgemeiner Gehaltssteigerungen. Die Abschreibungen erhöhten sich um TEUR 17 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 164. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich ebenfalls leicht um TEUR 47 auf TEUR 4.240. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus allgemeinen Kostensteigerungen. Die grds. Kostenstruktur der SVG blieb nahezu konstant. Das EBIT lag mit TEUR 3.586 deutlich über dem Vorjahr in Höhe von TEUR -325. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich von TEUR 120 auf TEUR 136 im Geschäftsjahr 2023/2024. Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2.501 nach einem Fehlbetrag von TEUR -621 im Vorjahr ab. Insgesamt betrachtet ist die Geschäftsführung mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden. Vermögens- und Finanzlage Die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich infolge von planmäßigen Abschreibungen von TEUR 282 auf TEUR 181. Das Sachanlagevermögen verringerte sich bedingt durch planmäßige Abschreibungen, die unter den im Geschäftsjahr getätigten Investitionen lagen, auf TEUR 164 (i. Vj. TEUR 197). Die Finanzanlagen enthalten ausschließlich die Beteiligung an der SandenVendo Europe S.p.A., Italien, die zu ihren Anschaffungskosten bilanziert wird (TEUR 5.641; i. Vj. TEUR 5.641). Die Vorräte blieben gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 6.099 (i. Vj. TEUR 6.025) nahezu unverändert. Der Bestand zum 31. März 2024 liegt auf einem normalen Niveau, welches für die Erzielung der hohen Umsatzerlöse benötigt wird. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich bedingt durch die gestiegenen Umsatzerlöse um TEUR 472 oder 3,4% auf TEUR 14.202 zum Bilanzstichtag. Gleichwohl bliebt der Anstieg der Forderungen aufgrund des verbesserten Forderungsmanagement gering. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 136; i. Vj. TEUR 1.764) beinhalteten im Vorjahr einen Vorschuss an das Tochterunternehmen, welcher im aktuellen Berichtsjahr zurückgeführt wurde. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich deutlich um TEUR 2.116 auf TEUR 2.329. Hierin sind im Wesentlichen Forderungen aufgrund ausländischer Umsatzsteuerguthaben enthalten, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht (vollständig) beglichen sind. Die liquiden Mittel (Kassenbestände und Bankguthaben) erhöhten sich deutlich um TEUR 7.742 auf TEUR 9.136. Die Finanzlage entwickelte sich wie folgt:
Die Finanzierung erfolgt - wie im Vorjahr - im Wesentlichen über ein Gesellschafterdarlehen. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Der Gesellschafter (Darlehensgeber) hat sich im Rahmen eines "Supportletter" verpflichtet, Tilgungen dieses Darlehens erst abzurufen, sobald die Gesellschaft (Darlehensnehmerin) hierzu in der Lage ist (vgl. hierzu auch Abschnitt "Chancen- und Risikoberichterstattung"). Das Eigenkapital erhöhte sich infolge des Jahresüberschusses. Durch die von der Gesellschafterin geleisteten Kapitalrücklagen ist die Gesellschaft ausreichend mit Eigenkapital ausgestattet. Die Rückstellungen verringerten sich leicht um TEUR 68 auf TEUR 4.016 zum Bilanzstichtag. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rückvergütungen an die Tochtergesellschaft aus dem Einkauf von Vending-Maschinen (TEUR 2.051; i. Vj. TEUR 2.149) und darüber hinaus für ausstehende Eingangsrechnungen sowie Personalrückstellungen. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich bedingt durch höhere Ertragssteuern infolge des positiven Jahresergebnisses. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um TEUR 291 gesunken und betragen TEUR 306. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich deutlich von TEUR 23.411 auf TEUR 26.153 aufgrund des höheren Einkaufsvolumens. Die darin enthaltenen Darlehensverbindlichkeiten blieben mit TEUR 15.000 im aktuellen Geschäftsjahr unverändert. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um TEUR 540 auf TEUR 769. Die Verringerung begründet sich im Wesentlichen aus niedrigeren Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf insgesamt zufrieden. Die Umsatzentwicklung lag über den Erwartungen, die Ergebnissituation verbesserte sich erwartungsgemäß aufgrund der gestiegenen Verkaufspreise. Die Vermögens- und Finanzlage wird als zufriedenstellend angesehen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Die Vending-Branche ist mit ca. 17.500 Beschäftigten in Deutschland ein bedeutender Wirtschaftszweig des Außer-Haus-Marktes. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland täglich 11,5 Mio. Verkäufe durch Automaten gezählt 6. Als Hersteller bzw. Verkäufer von Vending-Automaten wird SVG von dieser positiven Marktentwicklung profitieren. Neue Entwicklungen wie Automatic Service Shops (Mini-Supermärkte mit frischen Produkten wie Salaten, Suppen und Joghurts für den direkten Verzehr aus automatisierten Kühlschränken) führen zu neuen, breiteren Absatzmöglichkeiten. Im Geschäftsjahr 2023/2024 konnte ein hohes Umsatzwachstum erzielt werden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich diese positive Entwicklung im folgenden Geschäftsjahr fortsetzt. Der Ukrainekonflikt hat keinen negativen Einfluss auf die Verkaufszahlen. Die vorläufigen Zahlen des ersten Quartals 2024/2025 zeigen bereits einen weiteren Umsatzanstieg im Vergleich zur Vorperiode. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwartet die Geschäftsführung - durch erhöhte Verkaufspreise sowie weiter steigende Absatzmengen - um ca. 11% gegenüber dem Vorjahr steigende Umsatzerlöse und einen deutlichen Ergebnisanstieg (EBIT).
6
https://www.bdv-vending.de/bdv-und-eva-legen-marktbericht-vor/
Chancen- und Risikoberichterstattung Die Kundenbasis ist breit aufgestellt, wodurch das Absatzrisiko aufgrund des Wegfalls der Nachfrage einzelner Kunden kein signifikantes Risiko darstellt. Neukunden werden per Dun & Bradstreet-Report (D&B-Report) überprüft. Die Abfrage erfolgt bei Bestandskunden regelmäßig. Ein Kreditlimit wird im Regelfall höchstens bis zum von D&B empfohlenen Maximum gewährt. Bei negativer Auskunft wird nur gegen Vorkasse geliefert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Forderungsausfällen ist entsprechend gering. Durch die Produktion des Großteils der vertriebenen Geräte im unternehmenseigenen Betrieb (Tochtergesellschaft in Italien) besteht kein bedeutsames Lieferrisiko. Andererseits ergibt sich daraus eine Abhängigkeit vom Tochterunternehmen als einzigem Lieferanten. Bislang haben die weltweiten Lieferkettenbeeinträchtigungen keine wesentliche Auswirkung auf die Verfügbarkeit der eigenen Produkte. Durch die lokale Produktion in Europa wird das Lieferrisiko hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit als gering eingeschätzt. Der durch die Inflation bedingte negative Kosteneffekt des Vorjahres konnte über Preiserhöhungen ausgeglichen werden. Grundsätzlich stellen Preiserhöhungen aufgrund der (verzögerten) Weitergabe an Kunden ein geringes Risiko dar. Die Finanzierung erfolgte im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. In den Vorjahren stellte die Muttergesellschaft Sanden Retail Systems Corporation, Tokyo/Japan, Liquidität aus einem "Revolving Credit Loan" zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war dadurch im Geschäftsjahr 2023/2024 sichergestellt. Darlehenstilgungen erfolgen nach vertraglicher Vereinbarung nur im Falle von ausreichender Liquidität, im Geschäftsjahr 2023/2024 blieb das Darlehen das gesamte Jahr über konstant mit TEUR 15.000. Die aktuelle Liquiditätsplanung sieht für den Prognosezeitraum einen aus dem operativen Geschäft positiven Cashflow vor. Die Muttergesellschaft hat erklärt, dass Rückzahlungen nur aus künftigen Gewinnen, einem Liquidationsüberschuss oder anderen freien Mitteln der Gesellschaft zu leisten sind. Sollten sich die Ertragslage und die Finanzlage in den Folgejahren schlechter als geplant entwickeln, ist die Gesellschaft auf die Unterstützung durch die Muttergesellschaft durch Aufrechterhaltung des zur Verfügung gestellten Darlehens angewiesen. Chancen für Wachstum und Ergebnisverbesserungen ergeben sich durch Produkt-Diversifikation und Investitionen in das unternehmenseigene Produktionsunternehmen in Italien. Die Vertriebsstrategie mit Zentrallager in Italien, Niederlassungen in Belgien, Frankreich, Italien und Spanien sowie dem von Deutschland aus organisiertem Exportgeschäft hat sich bewährt.
Düsseldorf, 15. Juli 2024 Geschäftsführung Yasushi Yoshida BestätigungsvermerkZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: An die SandenVendo GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SandenVendo GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.03.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SandenVendo GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mönchengladbach, 15. Juli 2024 Kniebaum
Bocks GmbH
gez. Coletti, Wirtschaftsprüfer gez. Meinor, Wirtschaftsprüfer Datum / Unterzeichnung
Düsseldorf, den 15.07.2024 Gez. Yasushi Yoshida Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.08.2024 festgestellt. |
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