Redenius GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Redenius seit 15.5.2007 | Geschäftsführer |
Berthold Redenius seit 15.5.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.33% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jann Redenius GmbHSüdbrookmerland, OT VictorburJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Allgemeine Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Ursprünge der Jann Redenius GmbH liegen im Jahr 1932 mit der Eintragung des Zimmereibetriebes durch Jann Redenius. Sie hat ihren Unternehmensschwerpunkt in den folgenden Geschäftsbereichen: - Bauunternehmen - Baustoffhandel - Elementefertigung - Baufachmarkt - Grundstückshandel Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft von ihrem Hauptsitz in Victorbur (Südbrookmerland) aus und ist im ostfriesischen Großraum tätig. Das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland ist preisbereinigt 2023 um 0,3 % gegenüber 2022 gesunken (Quelle I, S.158). Die privaten Konsumausgaben sind 2023 gegenüber 2022 um 0,4% gesunken (Quelle I, S.160) und die Umsätze im Bereich Bauten sind um 0,2% (Quelle I, S.160) gesunken. Die Ausfuhren haben sich 2023 gegenüber 2022 um 1,8% reduziert (Quelle I, S.158). Dies ist unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen der Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland im internationalen Vergleich bemerkenswert und erstaunlich. Ein größerer Rückgang wäre eher zu erwarten gewesen. Bedrohungen auf Grund der hohen Verschuldungen vieler Länder insbesondere im Euroraum, der hohen Arbeitslosigkeit besonders in vielen südlichen Ländern, des Brexits und des Fachkräftemangels bleiben allerdings weiterhin bestehen. Hinzugekommen sind die in Deutschland im internationalen Vergleich sehr hohen Energiekosten. Auch der internationale Subventionswettbewerb um Schlüssel- industrien bedroht den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dennoch wird für 2024 von einer Steigerung der Exporte um 0,6 % ausgegangen (Projektion, Quelle I, S. 158). Für 2024 wird mit einer preisbereinigten Steigerung des Bruttoinlandsproduktes der Bundesrepublik Deutschland um 0,2 % gerechnet (Projektion). Bei Bauinvestitionen wird ein Rückgang von 2,2% erwartet (Quelle I, S.158). Die genannten Zahlen sind vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima im Februar 2024 veröffentlicht worden. Diese Prognose aus dem Februar wird in der Pressemitteilung des BMWK vom 13.09.2024 (Quelle 3, S.1) weitgehend bestätigt, d.h. die Wirtschaft stagniert im 3.Quartal 2024 weiterhin. Die Stimmung der Verbraucher und Verbraucherinnen ist weiterhin eingetrübt. Zusammengefasst ist festzustellen, dass das Jahr 2023 in starkem Maße durch den Krieg in der Ukraine geprägt wurde. Die erhöhten Energiebezugspreise wirkten sich in vielen Bereichen aus, auch wenn die Treibstoffpreise wieder ein moderates Niveau eingenommen haben. Der Baugewerbeverband Niedersachsen stellt für den Zeitraum 2021 bis 2023 eine Steigerung der Baukosten um ca. 15% fest (Quelle 2, S.11). Dies macht viele Bauvorhaben unwirtschaftlich, was durch die auch gestiegenen Zinsen verstärkt wird (Quelle 2, S.11). Die Zahl der Baugenehmigungen ist 2023 gegenüber dem Vorjahr um 20% gesunken (Quelle 2, S.11). Dies, in Verbindung mit der allgemeinen wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Unsicherheit, ist die Ursache für den Zusammenbruch des privaten Wohnungsbaus. Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland weiterhin einen starken Bedarf an Renovierungsleistungen sowohl zur Verbesserung der energetischen Eigenschaften des Gebäudebestandes als auch zur Anpassung an geänderte Lebensgewohnheiten oder altersbedingte Bedürfnisse. Es besteht allerdings eine große Unsicherheit, welche Maßnahmen sinnvoll sind, zukunftstauglich oder rentabel. Dies bringt Renovierungsleistungen zwar nicht völlig zum Erliegen, hemmt diesen Markt aber in äußerst starkem Maße. Es gibt zwar viele Parolen, etwas für das Klima zu tun, aber wenig rationale Vorschläge oder Anleitungen. Es fehlt ein zusammenhängendes gesellschaftliches Konzept. Zukünftige Vorschriften zum verordneten Einbau von Fotovoltaikanlagen auch bei Dachsanierungen sind vielleicht für eine regenerative Energieerzeugung notwendig, machen aber viele Sanierungen durch die weitere Kostensteigerung vermutlich endgültig wirtschaftlich unmöglich! Zusätzlich sorgen die gestiegene Bevölkerungszahl, der Zuzug von Asylanten, die Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine, die hohe Anzahl von Arbeitskräften aus der EU und die Zunahme von Singlehaushalten regional für hohe Nachfrage nach Wohnraum. Trotz verringerten Bauvolumens stehen der Wirtschaft immer noch nicht ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung. Diese sind in anderen Bereichen beschäftigt worden. Dies wird weiterhin dadurch verstärkt, dass in vielen Behörden, bei Energieversorgern, Schulen etc. eine im Vergleich zu vielen Handwerksberufen bessere Entlohnung oftmals aus Steuermitteln oder durch Subventionen organisiert wird. Die Kaufkraft der Bevölkerung geht aufgrund der Inflation trotz Lohn-, Gehalts- oder anderer Zuwendungserhöhungen zurück. Auch wenn vom BMWK eine Reduzierung der Inflation festgestellt wird, wird dies von der Bevölkerung in großen Teilen so noch nicht wahrgenommen, was wiederum zu einer Zurückhaltung bei privaten Ausgaben führt. Das einmal günstige Zinsniveau gehört der Vergangenheit an. Wenn man von Corona absieht, bestehen für den Wohnungsbau derzeit somit weit schlechtere Bedingungen als in der nahen Vergangenheit. Auch scheinen Monopolstrukturen sehr viel hemmungsloser ausgenutzt zu werden, als dies vor Corona möglich war. Ersatzteile für Fahrzeuge und Maschinen sind unverhältnismäßig teuer und die Fahrzeuge auch reparaturanfälliger als in früheren Zeiten. Regionaler Mangel an Bauland, die weiterhin sehr hohen Baulandpreise und die wachsenden Bearbeitungszeiten bei behördlichen Verfahren wirken auch bremsend auf die Schaffung von privatem Eigentum, ebenso die Kosten durch Steuern wie Grunderwerbsteuern, wieder Erhöhung der Versicherungskosten durch höhere Prämien oder die erhöhten Anforderungen an Baustandards, deren Nutzen teilweise grenzwertig wird und zusätzlich zu steigenden Gutachter- und Justizkosten führen. Zu steigenden Kosten werden auch die Versuche führen, den Gefahren durch Starkregen mit neuen Verordnungen zu begegnen. Die Digitalisierung schafft derzeit wohl auch mehr Probleme als sie löst. Oftmals ist es nur eine Verschiebung der Arbeitsleistung von der einen Seite auf die andere Seite der Beteiligten. Auch der Kampf gegen Cyberkriminalität verursacht hohe Aufwendungen. Mit der unübersichtlichen Datenschutzverordnung, Erweiterung der Rücktrittsrechte von Privatkunden bei der Schließung von Kaufverträgen etc. wird dieser Trend weiterhin verstärkt. Wieder stark steigende Mautgebühren (die Lkw-Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen gilt seit 1. Juli 2024 für Fahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse (tzGm) von über 3,5 Tonnen. Voraussetzung: Sie sind für den Güterkraftverkehr bestimmt oder werden dafür genutzt), steigende Anforderungen an den Brandschutz und immer höhere Anforderungen an die Vermieter von Immobilien wirken ebenso als Kostentreiber im Bausektor. Diese Rahmenbedingungen, die sowohl positive aber überwiegend negative Einflussmöglichkeiten einschließen, haben sich 2023 negativ auf die Geschäftstätigkeit der Jann Redenius GmbH ausgewirkt. Es muss weiterhin an der Entwicklung flexibler Kostenstrukturen gearbeitet werden. Wichtig für die Entwicklung der Jann Redenius GmbH ist sicherlich auch die regionale Kaufkraft, die in großem Ausmaß durch regionale Arbeitgeber wie Enercon und VW oder den Fremdenverkehr bestimmt wird. Es bleibt abzuwarten, wie der Fremdenverkehr durch die Inflation, Nachwirkungen von Corona, VW durch die Abkehr vom Verbrenner und Enercon durch politische Bekenntnisse zur Windkraft verändert wurden und werden. Derzeit sorgt der mangelhafte Absatz von E-Autos bei VW für Schlagzeilen und es wird besorgt betrachtet, ob dies zu einem Abbau von Arbeitsplätzen führen wird. (Quelle I Jahreswirtschaftsbericht 2024 BMWK, 25.1.Februar 2024; Quelle II Die Baustelle 10 Oktober 2024 Organ des Baugewerbeverbandes Niedersachsen; Quelle III Wirtschaftliche Lage Deutschlands im September 2024 Pressmitteilung des BMWK vom 13.9.2024.) B. Wirtschaftsbericht und Geschäftsverlauf der einzelnen Geschäftsbereiche Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 war trotz der sich ankündigenden sehr großen Probleme zufriedenstellend. Die beiden finanziellen Leistungsindikatoren Jahresüberschuss (rd. 202 TEUR) und Umsatzerlöse (rd. 13.265 TEUR) liegen im Rahmen der reduzierten Erwartungen. Das Bauunternehmen umfasst vom Entwurf über die Planung bis zur Ausführung alle Schritte zur Durchführung von Bauvorhaben. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Hochbau von Wohn- und Gewerbebauten. Ein Vorteil ist hierbei die Möglichkeit der kompletten Durchführung oder Betreuung aller Projektstufen. Die Anpassung an die gestiegenen Anforderungen bzgl. der energetischen Vorschriften und Arbeitsweisen im modernen Wohnungsbau werden konsequent umgesetzt, so dass den Bauherren ein hoher qualitativer Standard sowohl bei der Bauausführung als auch der Dokumentation geboten wird. Im Wettbewerb kann sich dies allerdings zeitweise negativ auswirken, da ohne Berücksichtigung der geforderten Normen und gebotenen Standards auf den ersten Blick oftmals preiswerter angeboten werden kann. Die Philosophie der Jann Redenius GmbH ist es allerdings, dass sich nur hohe Qualität auf Dauer am Markt behaupten kann. Das Bauunternehmen war 2023 ausgelastet, weil auch die Kapazität reduziert wurde. Die Wetterlage und die erhaltenen Aufträge ermöglichten einen auskömmlichen aber nicht befriedigenden Geschäftsverlauf. Der Baustofffachhandel stellt eine wesentliche Säule des Unternehmens dar. Kompetente Fachberater, ein leistungsfähiges Lager, ein moderner Fuhrpark, die Erfahrungen des eigenen Bauunternehmens, Mitgliedschaften in der Nowebau mit leistungsfähigem Zentrallager und der Kooperation EUROBAUSTOFF sind die Basis für das erfolgreiche Handeln am Markt. Die Kunden des Baustoffhandels sind sowohl Unternehmer, private Bauherren, Kommunen als auch das eigene Bauunternehmen. Die Umsätze sind 2023 gegenüber 2022 gesunken. Dies ist auch auf den Verlust von Unternehmerkunden, die ihren Geschäftsbetrieb eingestellt haben, zurückzuführen. Trotzdem ist auch in diesem Bereich trotz des starken Wettbewerbes ein ausreichender Geschäftsverlauf für das Jahr 2023 festzustellen. Die Elementefertigung und Montage entwickelt sich weiterhin positiv. Es werden hochwertige Fenster, Türen und Wintergärten hergestellt und montiert. Ein wichtiger Partner für diese Abteilung ist die Firma Schüco. Die Elemente werden sowohl im privaten Wohnungsbau als auch im Objektbereich eingesetzt. Insbesondere auch auf den Inseln haben sich die Qualitäten bewährt. Durch die erfolgte Präqualifizierung können auch viele Aufträge im öffentlichen Bereich ausgeführt werden. Investitionen in den Maschinenpark ermöglichen weiterhin die Produktion von Fenstern und Türen auf technisch und ästhetisch hochwertigstem Niveau. Die gestellten Absatz- und Erlösziele wurden erreicht, so dass auch hier die Entwicklung weiterhin sehr erfreulich ist. Neue Fenster sind immer noch eine sehr effektive Möglichkeit die Energieeffizienz eines Hauses zu verbessern und den Wert zu erhalten bzw. zu steigern. Dies wird auch in Zukunft so bleiben. Aufträge aus dem Neubaubereich sind allerdings rückläufig. Hier konnte man sich nicht vom Trend des insgesamt zurückgehenden Neubaus entkoppeln. Der Einzelhandel (Baufachmarkt) konnte sich 2023 gegenüber 2022 nicht verbessern. Es wurde auch noch nicht das Vorcoronaniveau erreicht, was unbedingt anzustreben ist. Das Internet und/oder Preis aggressive Discounter haben durch die Corona-Bedingungen noch einmal zusätzlichen Auftrieb erhalten. Privatkunden warten mit ihren Einkäufen ab, wie sie mit ihrem Einkommen auf die überall steigenden Kosten reagieren können. Unternehmer benötigen weniger Ware, wenn insgesamt die Bauleistungen zurückgehen. Die Warenversorgung verursachte aber in einigen Bereichen immer noch große Schwierigkeiten. Einige wichtige Lieferanten mussten Insolvenz anmelden. Die Kaminabteilung, die auch im Aufstellen von Öfen und dem Aufbau von Schornsteinen sehr gut im Markt etabliert ist, war 2022 komplett dadurch zum Erliegen gekommen, dass über Monate mit Ankündigungen bis zur Mitte vom Jahr 2023 keine Öfen mehr lieferbar waren. Für 2024 kündigt sich hier eine Veränderung an. Viele Kaminofenbesitzer müssen auf Anordnung des Schornsteinfegers und gesetzlicher Regelungen ihre Kaminöfen tauschen. Die verfügbaren Kaminofenmodelle reichen hierbei für eine Belebung des Umsatzes aus. Trotzdem sollen weiterhin die Möglichkeiten von kompetenten Ansprechpartnern vor Ort zu einem erfolgreichen Baufachmarkt führen. Dies ist allerdings, da auch die Firma Redenius vom allgemeinen Trend erhöhter Krankenstände nicht befreit geblieben ist, ebenfalls eine komplexe Aufgabe. C. Vermögenslage Die Vermögenslage- und Finanzlage ist unverändert zufriedenstellend. Das langfristige Vermögen ist ausschließlich durch Eigenkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 64 %. Zur Darstellung der Vermögenslage und deren Entwicklung sind in den folgenden Übersichten die Bilanzposten zum 31. Dezember 2023 nach finanzwirtschaftlichen Gesichtspunkten geordnet und den entsprechenden Bilanzposten zum 31. Dezember 2022 gegenübergestellt.
Ertragslage Im Jahr 2023 wurde ein Umsatz von rd. 13.265 TEUR erwirtschaftet. Der Gesamtumsatz des Jahres 2023 ist gegenüber 2022 um rd. 1.720 TEUR gesunken. Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 13% auf rd. 12.895 TEUR reduziert. Der Personalaufwand hat sich gegenüber 2022 um ca. 120,5 TEUR erhöht, was vor allem auf Lohn- und Gehaltssteigerungen der Mitarbeiter beruht. Die Kosten, Umsätze und Erträge haben im Kalenderjahr 2023 ein positives Verhältnis erreicht. Der Geschäftsverlauf war in 2023 noch ausreichend. Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von rd. 203 TEUR. Finanzlage Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 rd. 64 % Derzeit besteht ein ausreichender Kontokorrentrahmen, um auch saisonale, auftragsspezifische, nicht genauer planbare Effekte finanzieren zu können. Die Jann Redenius GmbH konnte ihren Zahlungsverpflichtungen stets - in der Regel unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - nachkommen. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen getätigt. Den Investitionen in Höhe von rd. 133 TEUR stehen Abschreibungen in Höhe von rd. 179 TEUR gegenüber Für 2023 sind keine größeren weiteren Investitionen insbesondere in den Fuhrpark oder die EDV vorgesehen. Personal- und Sozialbereich Im Durchschnitt des abgelaufenen Geschäftsjahres beschäftigte die Jann Redenius GmbH insgesamt 80 Mitarbeiter; dazu vier Auszubildende sowie zwei Geschäftsführer. Beschaffung Ein Großteil des Wareneinkaufs erfolgte 2023 über die Kooperationen Nowebau und EUROBAUSTOFF. Um die vielfältige Angebotspalette und die hohe Qualität gewährleisten zu können, muss allerdings auch ein großer Teil des Einkaufsvolumens über Lieferanten abgedeckt werden, die nicht in den Rahmen der Kooperationen passen. Hier sind beispielsweise Fliesenlieferanten im Ausland, Spezialisten im Elementebau und auch ortsansässige Anbieter zu nennen. Außerdem wurde über die Nordbaustoff Allianz in Teilbereichen ein gemeinsamer Einkauf organisiert. D. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind nicht aufgetreten. E. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen undRisiken der künftigen Entwicklung Durch die Störungen von Lieferketten und die durch Lohn- und Energiekostensteigerungen getriebene Inflation wird das Bauen voraussichtlich sehr viel teurer. Auch Kredite werden durch höhere Zinsen teurer. Dies dürfte zu einem Rückgang des Bauvolumens insbesondere im Neubau in der Region der Jann Redenius GmbH führen. Aufgrund der derzeitigen Auftragslage und der aktuellen betriebswirtschaftlichen Auswertungen rechnet die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2024 mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis und mit Umsatzerlösen von ca.12.000 TEUR. Die Jann Redenius GmbH ist auch sehr leistungsfähig im Bereich des Renovierens und bietet viele Leistungen an, die im öffentlichen Bereich benötigt werden. In diesen Bereichen sollte das benötigte Auftragsvolumen erzielbar sein. Zu den Kunden zählen viele inhabergeführte anpassungsfähige Unternehmen. Es steht zu erwarten, dass hierdurch ein ausreichender Markt zum Absatz von Waren zur Verfügung steht. Grundsätzliche Risiken ergeben sich aus dem unverändert schwierigen Branchenumfeld, sowie der derzeitigen Markt- und Wettbewerbssituation. Die Konzentration im Baustoffhandel schreitet mit steigender Geschwindigkeit fort. Risiken bestehen insbesondere in der zunehmenden Konkurrenz durch Angebote aus dem Internet und dem Ausbau des Vertriebsnetzes der führenden Internetunternehmen. Ferner haben die politischen Rahmenbedingungen der Wohnungsbauförderung unmittelbaren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Chancen aus der Dekarbonisierung sind noch nicht unmittelbar ersichtlich, sollten sich allerdings auf Grund der Fähigkeiten und Kompetenzen des Unternehmens ergeben. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der europäischen Finanzmarktkrise, der Flüchtlingsthematik oder der internationalen Konflikte auf die wirtschaftliche Entwicklung der Jann Redenius GmbH können von uns nicht beurteilt werden. Durch hervorragende Beratungsleistungen, pünktliche Anlieferungen, schnelle Bereitstellung der Ergänzungsartikel zur Fortführung und Fertigstellung begonnener Projekte und andere Angebote können wir den Kunden bisher noch viele wettbewerbsfähige Leistungen anbieten. Wir sehen daher im Handels- und DIY-Bereich die Chance größere Wachstumsraten zu erzielen. Die Chancen und Risiken der Entwicklung der Jann Redenius GmbH werden im Wesentlichen durch die Entwicklung der Region bestimmt. Diese ist weiterhin sowohl für den privaten Wohnungsbau als auch für Investitionen insbesondere im Dienstleistungsbereich sehr attraktiv. Erschwernisse, die in großem Umfang die Leistungsfähigkeit des Unternehmens binden, werden durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen verursacht. Hier sind das Insolvenzrecht, § 13 b UStG, Leistungsbeschreibung von Produkten, die Datenschutzgrundverordnung, Rücktrittsrechte bei Verträgen und Arbeitsrechtsveränderungen etc. zu nennen. Hier hat der Gesetzgeber das Ziel, die Rahmenbedingungen weiter zu erschweren.
Südbrookmerland, den 16. Oktober 2024 gez. Jan Redenius gez. Berthold Redenius BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Jann Redenius GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1, 2 und 4 HGB auf. Sie wendet jedoch hinsichtlich der Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung freiwillig die Vorschriften gemäß § 266 und § 275 Abs. 2 HGB für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB an. Der Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Es wird von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden bei Anschaffung in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt, wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand 800,00 Euro nicht überschreiten. Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten. Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Anschaffungskosten berücksichtigen die Eingangsfrachten, abgesetzt sind die durchschnittlichen Skonti- und Bonierlöse. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen erkennbaren Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das Risiko in den übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen worden. Das übrige Umlaufvermögen ist mit den Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden gem. § 250 HGB gebildet. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag bilanziert. Rückstellungen wurden nur in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In dem Posten "sonstige Vermögensgegenstände" sind Boniforderungen von 276.361,36 Euro (Vorjahr: 309.573,91 Euro) enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Passiva Eigenkapitel Die gesellschaftsvertragliche Umstellung des gezeichneten Kapitals auf Euro erfolgte noch nicht. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 3.000.000,00 DM (= 1.533.875,64 Euro). In den sonstigen Rückstellungen sind wesentliche Rückstellungen für Tantiemen, Urlaubs- und Überstundenabgeltungsverpflichtungen und ausstehende Erschließungskosten enthalten. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der unter dem Posten "C. Verbindlichkeiten" ausgewiesenen Verbindlichkeiten beträgt 1.927.028,48 Euro (Vorjahr 3.068.276,64 Euro). Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 141.229,29 Euro (Vorjahr: 191.062,50 Euro). Zusammensetzung:
Zusammensetzung: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 643.729,70 Euro (Vorjahr: 1.008.932,36 Euro). Art und Form der Sicherheiten: - Grundschulden - Sicherungsübereignungen - Negativ- und Gleichbehandlungserklärung bez. des Umlaufvermögens Zur Sicherung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zugunsten der Lieferanten branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die nach dem Bilanzstichtag zu erfüllenden planmäßigen jährlichen Verpflichtungen aus Mietverträgen (einschließlich Umsatzsteuer) betragen 142.800,00 Euro (Vorjahr: 142.800,00 Euro). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. V. Sonstige Angaben Zahl der Arbeitnehmer: Die Zahl der Arbeitnehmer - gerechnet nach § 267 Nr. 5 HGB - betrug im Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr):
Gesellschaftsorgane Mitglieder des Geschäftsführungsorgans waren im Berichtsjahr 2023: - Herr Berthold Redenius, Südbrookmerland (Dipl. Ing., Dipl.-Wirt. Ing.) - Herr Jan Redenius, Südbrookmerland (Dipl. Ing.) Die Geschäftsführer sind einzeln vertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angaben der gewährten Gesamtbezüge gem. § 285 Nr. 9 a HGB für die Mitglieder der Organe der Gesellschaft wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Einem Mitglied des Geschäftsführungsorgans wird ein Kontokorrentkredit in variabler Höhe gewährt. Dieser Kontokorrentkredit valutiert zum Stichtag mit einem Betrag von 15.985,24 Euro und wird mit 2 % pro Jahr verzinst. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn nach Verrechnung des Jahresüberschusses 2023 von 2.686.620,66 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zum Unterzeichner:
Südbrookmerland, den 16. Oktober 2024 gez. Jan Redenius gez. Berthold Redenius Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Jann Redenius GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Jann Redenius GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jann Redenius GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aurich, den 30. Oktober 2024 FLICK
GMBH
Diplom-Kaufmann Uwe Saathoff, Wirtschaftsprüfer |
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Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen