Bossard Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Heuter seit 11.6.2025 | Geschäftsführer |
Markus Liebhardt seit 22.12.2014 | Prokura |
Frank Dr. Hilgers seit 10.1.2013 | Geschäftsführer |
Lydia Krech seit 10.10.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bossard Group AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bossard Deutschland GmbHIllerriedenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 20231 Allgemeine Angaben 2 Wirtschaftsbericht 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1 Allgemeine AngabenDie Firma Bossard Deutschland GmbH, Illerrieden, entwickelte sich nach der Gründung 1973 aus kleinsten Anfängen zu einem innovativen Handelsunternehmen mit aktuell 262 Mitarbeitenden. Als Partner für Automobil- und Maschinenbau, Fluid- und Feinwerktechnik sowie für den Blech- und Kunststoffbereich sind wir als Spezialist in der Befestigungstechnik bekannt. Die Bossard Deutschland GmbH (nachfolgend BDE) ist seit dem 1. Dezember 2012 Teil der Bossard Gruppe. 1.1 Geschäftsmodell Als Spezialist für Verbindungstechnik bietet das Unternehmen BDE ausgefeilte, hochwertige Einzelkomponenten, kundenspezifische Lösungen für Anwendungen sowie Engineering-Services in und für die unterschiedlichsten Industrien und Branchen an. BDE ist zur Bossard Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Zug/Schweiz zugehörig. Wir sind damit Teil eines globalen, leistungsfähigen und diversifizierten Distributionsnetzwerkes. Damit sind wir als Anbieter von intelligenten Lösungen in der industriellen Verbindungstechnik in der Lage unsere Kunden zu unterstützen. Mit unserem umfassenden Produktportfolio bieten wir Verbindungslösungen über die gesamte Wertschöpfungskette, von den OEMs über die Tiers einzelner Branchen, hinweg an. Neben Verbindungselementen ergänzen Warenbewirtschaftungssysteme, intelligente Arbeitsplätze, die Logistik von C-Teilen, die Beschaffung von Sonderteilen sowie verschiedene Beratungs- und Dienstleistungsangebote unser Angebot an die Kunden. Der Fokus liegt unsererseits dabei darauf, durch Produktivitätssteigerung Mehrwerte für unsere Kunden zu generieren. 1.2 Ziele und Strategien Mit unserer Strategie verfolgen wir das Ziel unsere Bekanntheit auf dem deutschen Markt weiter zu steigern und die Marktpräsenz auszubauen. Wir wollen zukünftig nicht nur für Produktivitätssteigerungen, sondern auch für Nachhaltigkeit stehen. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Vertriebsorganisation stellen wir sicher, dass Kundenbedürfnis und Kundenzufriedenheit über all unsere Abteilungen stets im Mittelpunkt stehen. Die Basis hierfür ist der stetige Ausbau des Produktangebots, des technischen Know-Hows unserer Mitarbeitenden sowie der Beratungsexpertise. Durch eine aktive und zunehmend digitalisierte Lead-Generierung gewinnen wir neue Kunden. Durch eine agile Organisation stellen wir sicher, den Herausforderungen einer sich in immer schnellerem Wandel begriffenen Welt zügig und adäquat und zugleich kosteneffizient zu begegnen. Unsere Unternehmenskultur ist dabei unseren Mitarbeitenden gegenüber stets wertschätzend und motivierend. Durch Investitionen, die den Klimaschutz fördern, werden wir immer nachhaltiger. Dabei verfolgen wir das langfristige Ziel der Klimaneutralität an unserem Standort Illerrieden. Die strategischen Unternehmensziele sind dabei formuliert und werden kontinuierlich nachgehalten. 1.3 Steuerungssystem Das interne Steuerungssystem besteht im Bereich der Planung aus dem jährlich zu erstellenden Budget (einschließlich der Monatsbudgets). Im Rahmen der monatlich erstellten Berichterstattung werden den realisierten Werten die Werte aus den Monatsbudgets und dem Vorjahr gegenübergestellt. Abweichungen zwischen Budget und effektivem Geschäftsverlauf werden analysiert und entsprechende Maßnahmen werden ergriffen. 1.4 Forschung und Entwicklung Aufgrund unserer Kundenfokussierung und unseres Beratungsansatzes ergeben sich regelmäßig Hinweise auf Potenziale für Produktweiterentwicklungen. Diese treiben wir in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten voran, um kundenspezifische Probleme lösen sowie generelle Markttrends und -anforderungen erfüllen zu können. In diesem Bereich sind 16 Mitarbeitende tätig, die sich um kundenspezifische Probleme kümmern. Unterstützt wird unser diesbezügliches Streben durch Test- und Qualitätssicherungsmöglichkeiten in unserem eigenen Labor. Bei spezifischeren Anforderungen greifen wir auf das Testlabor der Bossard Gruppe in der Schweiz zurück. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Sachverständigenrat nahm im Rahmen seines Jahresgutachtens 2023/24 zur gesamtwirtschaftlichen Lage Stellung. "Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren. Die aktuelle Entwicklung ist angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Die im Jahresgutachten präsentierte Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Schwäche, deutet auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin." 1
Die Herausforderungen, Ziele und Maßnahmen werden mit: "Wachstumsschwäche überwinden - In die Zukunft investieren" 3 zusammengefasst. "Schwaches Potentialwachstum
"Fragmentierte und wenig liquide Kapitalmärkte
"Steigende Armutsgefährdung und stagnierende untere Einkommen
"Steigender Finanzierungsbedarf der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV)
"Rückständige Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland
Konjunktureller Ausblick 9 BIP in Deutschland und im Euro-Raum 10
Titel: BIP in Deutschland und im Euro-Raum 1 - Prognose des Sachverständigenrates. 2 - Werte basieren auf saison- und kalenderbereinigten Quartalswerten. Prognose JG 2022 ohne Kroatien. Quellen: Eurostat, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen © Sachverständigenrat | 23-485-01-1 Verbraucherpreisindex in Deutschland 11
Titel: Verbraucherpreisindex in Deutschland 1 1 - Basierend auf saison- und kalenderbereinigten Daten. 2 - Prognose des Sachverständigenrates. 3 - Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie. 4 - Durchschnitt über den Zeitraum von 1999 bis 2022. Quellen: Deutsche Bundesbank, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen © Sachverständigenrat | 23-485-01-2 Trotz der wirtschaftlich herausfordernden Bedingungen erlaubt uns unser breites Kundenspektrum aus den Branchen Elektrotechnik, Energietechnik, Automotive, Medizintechnik, Transport, Feinmechanik, Hydraulik und Industrie sowie Anlagen- und Maschinenbau eine Risikostreuung. Damit unterliegt BDE nicht den für den Handel typischen branchen-bezogenen und oftmals zyklischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. 2.2 Geschäftsverlauf Die Geschäftsentwicklung lag trotz geopolitischer Krisen und Unruhen über den Vorjahreswerten. So konnte im Vorjahresvergleich ein Umsatzzuwachs verzeichnet werden. Das Ergebnis des Geschäftsjahres lag unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraumes. Im Vergleich zum Budget 2023 wurde das geplante Umsatzziel nicht erreicht, jedoch der geplante EBIT übertroffen. Die im Lagebericht 2022 prognostizierte leichte Umsatzsteigerung im niedrigen einstelligen Prozentbereich konnte mit einer Umsatzsteigerung in Höhe von 2,7% im Vergleich zum Vorjahr bestätigt werden. Der Rückgang des EBIT im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 9,8% fiel geringer aus als prognostiziert. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Auszug aus der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzsteigerung von rund 2,7 % resultierte aus intensivierten Vertriebsaktivitäten und Preissteigerungen. Die Einnahmen haben sich leicht von den Auslandsumsätzen hin zu den Inlandsumsätzen verschoben. Die Verteilung der Umsätze auf Sparten bzw. Produktkategorien ist nahezu konstant geblieben. Der Materialaufwand erhöhte sich um 0,7 % auf 67.220 TEUR gegenüber 66.735 TEUR im Vorjahr. Das Rohergebnis erhöhte sich damit auf 49.899 TEUR (Vorjahr 47.047 TEUR). Die Rohertragsmarge erhöht sich auf 42,6 % (Vorjahr 41,3 %) aufgrund Verschiebungen im Produktmix. Der Personalaufwand stieg um 14,8 % bzw. 2.750 TEUR auf 21.290 TEUR. Der Anstieg begründet sich u.a. aus dem Anstieg der beschäftigten Mitarbeiter. Die Mitarbeiteranzahl stieg um 18 auf 262. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtszeitraum bei 17.325 TEUR nach 16.258 TEUR im Vorjahr. Großen Anteil hieran hatten vor allem die Posten EDV und Kommunikation in Höhe von 4.746 TEUR, Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 2.226 TEUR, Fracht und Verpackung in Höhe von 1.319 TEUR, Fahrzeugkosten in Höhe von 1.109 TEUR, Intercompany-Weiterverrechnungen für Lizenzgebühren für das Bossard Namensrecht sowie Konzernumlagen für Gruppenfunktionen in Höhe von 5.040 TEUR, Reparatur und Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von 361 TEUR, Raumkosten in Höhe von 458 TEUR, Reisekosten in Höhe von 412 TEUR sowie Werbekosten in Höhe von 265 TEUR. Das Ergebnis nach Steuern liegt mit 9.781 TEUR um 1.064 TEUR unter dem Vorjahresniveau. 2.3.2 Finanz- und Vermögenslage Im laufenden Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Finanzlage und Liquidität der Firma sind weiterhin als gut zu bezeichnen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten lagen zum Stichtag 31. Dezember 2023 bei 1.861 TEUR und damit über dem Saldo von 311 TEUR des Vorjahresstichtags. Auszug aus der Bilanz: Aktiva
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 4,93 % von 61.415 TEUR am 31. Dezember 2022 auf 64.443 TEUR am 31. Dezember 2023. Der Grund für diese Erhöhung der Bilanzsumme ergibt sich im Wesentlichen aus dem Saldo des Anstiegs im Anlagevermögen in Höhe von 180 TEUR und dem Anstieg des Umlaufvermögens in Höhe von 2.848 TEUR im Vergleich zum Vorjahrszeitpunkt. Das Anlagevermögen von BDE betrug zum Stichtag 31. Dezember 2023 14.398 TEUR nach 14.218 TEUR zum 31. Dezember 2022. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von 1.408 TEUR vorgenommen. Diese resultieren zu großen Teilen in Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Investitionen in Technische Anlagen sowie in Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 stieg das Umlaufvermögen von 46.989 TEUR in der Vorperiode auf 49.837 TEUR. Auf den Anstieg in Höhe von 2.848 TEUR entfallen im Wesentlichen 1.550 TEUR bei Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, 209 TEUR bei den geleisteten Anzahlungen, 421 TEUR Anstieg bei den Waren, 430 TEUR Anstieg bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, 262 TEUR Anstieg Forderungen gegen verbundene Unternehmen, und die gegenläufigen Effekte Rückgang bei Sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 24 TEUR. Der Anstieg bei den Waren resultiert im Wesentlichen aus der Sicherstellung der jederzeitigen Lieferfähigkeiten aufgrund gestiegenen Umsatzvolumens. Der Anstieg bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem gestiegenen Umsatzvolumen. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme bei unverändertem Eigenkapital von 15,2 % im Vorjahr auf 14,5 % reduziert. Parallel hierzu hat sich die Fremdkapitalquote von 84,8 % auf 85,5 % gesteigert. Zum Stichtag 31.12.2023 reduzierten sich die Rückstellungen um 20 TEUR von 10.601 TEUR in der Vorperiode auf 10.581 TEUR. Die Senkung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Sonstigen Rückstellungen von 7.069 TEUR im Vorjahr auf 7.251 TEUR. Darin enthalten ist die Senkung bei den Rückstellungen aus ausstehenden Rechnungen in Höhe von 717 TEUR, die Erhöhung von 561 TEUR der personenbezogenen Rückstellungen und 338 TEUR der Gewährleistungsrückstellungen. Dagegen reduzierten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 202 TEUR von 3.532 TEUR im Vorjahr zu 3.330 TEUR. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 stiegen die Verbindlichkeiten von 41.491 TEUR in der Vorperiode auf 44.539 TEUR. Wesentlich verantwortlich für die Erhöhung der Verbindlichkeiten waren der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.781 TEUR und die Erhöhung bei den Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 212 TEUR. Gegenläufig wirkt sich der Rückgang bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.454 TEUR, die Abnahme bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 929 TEUR und der Rückgang der Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 562 TEUR aus. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um zwei Darlehen mit der DZ Bank und der Donau-Iller-Bank mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Beide Darlehen sind im Dezember 2025 getilgt. Die außerbilanziellen Verpflichtungen sind als sehr gering anzusehen, wie auch im Vorjahr. Das Bestellobligo, als größter Wert, mit 17 Mio EUR (Vorjahr 24,7 Mio EUR) ist kurzfristig, da unter einem Jahr. 2.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1 Wertemanagement und finanzielle Leistungsindikatoren Die Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Ziele werden von der BDE-Geschäftsführung in Abstimmung mit der Bossard AG festgelegt. In regelmäßigen Sitzungen gemeinsam mit den Führungskräften sowie den Area Managern erfolgt die Überprüfung der Erreichung und Weiterentwicklung der Ziele. Zur Steuerung des Unternehmens setzen wir wesentliche Finanzkennzahlen wie Umsatz (116 TEUR, Vorjahr 113 TEUR), Liquidität (1.861 TEUR, Vorjahr 311 TEUR) sowie das Ergebnis vor Steuern (9.781 TEUR, Vorjahr 10.845 TEUR) ein. Diese Kennzahlen werden im Zuge von institutionalisierten, monatlich erstellten Reports an die Geschäftsführung berichtet. 2.4.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren 2.4.2.1 Mitarbeitende Oberstes Ziel unserer Mitarbeitenden-Entwicklung ist es, das wertvolle Know-how unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren exzellente Erfahrung im Unternehmen zu halten und gleichzeitig für die Zukunft zu sichern. Die Mitarbeitendenzahl von BDE liegt bei 262 Mitarbeitenden zum Stichtag 31. Dezember 2023 gegenüber 244 Mitarbeitenden zum 31. Dezember 2022. 2.4.2.2 Nachwuchsförderung Zur Sicherung unseres Fachkräftebedarfs setzen wir ein besonderes Augenmerk auf die Nachwuchsförderung. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 bilden wir 14 Auszubildende (Vorjahr 13 Auszubildende) in den Berufsbildern Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel, Fachinformatiker Systemintegration und Fachkraft für Lagerlogistik aus. Nicht zuletzt aufgrund des hohen Qualifikationsniveaus unserer Auszubildenden, haben wir wie in den Vorjahren eine hohe Übernahmequote bei unseren Auszubildenden in ihren Berufsbildern. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir mit einem Mitarbeiter ein duales Studium an der AKAD-University in Stuttgart durchgeführt, an der er den Abschluss Bachelor of Engineering erwerben wird (Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen) und ein weiterer Mitarbeiter studiert an der Hochschule Koblenz mit dem Ziel "Master of Business Administration". 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 Allgemein Bezugnehmend auf den Prognosezeitraum von mindestens einem Jahr rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit folgenden Chancen und Risiken 3.2 Chancen Die BDE verfügt über eine stark diversifizierte Kundenstruktur und ein breites Produktportfolio. Hierdurch ist eine Resilienz gegen konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Branchen gegeben. Als Teil einer globalen Gruppe können wir unseren Kunden in Zusammenarbeit mit anderen Bossard-Gesellschaften attraktive globale Angebote machen. Durch die Weiterentwicklung der Vertriebsorganisation im Innen- und Außendienst werden wir die Betreuung des Kundenstammes verbessern, Neukunden gewinnen und somit mittel- bis längerfristig weitere Umsatzsteigerungen erzielen. Unsere Bestrebungen, die Bekanntheit von Bossard auf dem deutschen Markt weiter zu steigern und die Marktpräsenz auszubauen, werden ebenfalls zu weiteren Umsatzsteigerungen beitragen. Die damit verbunden Chancen stufen wir als mittel ein. 3.3 Risiken Nach sorgfältiger Überprüfung aller wesentlichen internen und externen Risikofaktoren schließt die Geschäftsleitung unternehmensgefährdende Umstände derzeit aus. Den Risiken, die sich aus der Energiekrise, der demografischen Alterung und den prognostizierten Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und der Welt ergeben, begegnet die Geschäftsführung mit regelmäßigen Abstimmungen mit Einkauf, den Vertriebsteams, der Finanzabteilung und Innendienst. Ziel ist die aktive Steuerung der beeinflussbaren Größen im Unternehmen und eine weiterhin aktive Marktbearbeitung, um Chancen in der Krise zu identifizieren und für das Unternehmen nutzbar zu machen. Darüber hinaus wird ein aktives Kostenmanagement über alle Bereiche des Unternehmens betrieben. Maßnahmen und deren Umsetzung erfolgen immer unter Beachtung von Mitarbeitenden Aspekten, insbesondere dem Schutz der Gesundheit. 3.3.1 Allgemeine geopolitische Entwicklungen Unsicherheit und Ungewissheit im Hinblick auf den weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine, geopolitische Spannungen in Fernost, Beeinträchtigungen von Lieferketten prägen die Wachstumsprognosen der Weltwirtschaft. Die Gesamtheit dieser Faktoren kann negative Auswirkungen auf Konsum- und die Investitionsbereitschaft in verschiedenen Branchen haben. Deshalb analysieren wir intensiv die wirtschaftliche Entwicklung, um resultierende Absatzrisiken möglichst gering zu halten. Wir begegnen diesen Risiken mit einem breiten Produktsortiment und einem Kundenportfolio, das verschiedenste Branchen umfasst. 3.3.2 IT Unberechtigte Datenzugriffe, Datenmissbräuche oder Systemausfälle können erhebliche Störungen im betrieblichen Ablauf verursachen. Um dies zu verhindern, werden technische Maßnahmen wie Zugriffsberechtigung, Virenscanner, Firewall- und Backup-Systeme eingesetzt. Dieses Risiko stufen wir als gering ein. Unsere IT-Systeme werden fortlaufend überprüft und den aktuellen Anforderungen angepasst. Es besteht ein Notfallkonzept mit täglichen Sicherungskopien und Spiegelung der Daten. 3.3.3 Qualität Die kontinuierlich steigenden Anforderungen unserer Kunden sowie die zunehmende Regulierung stellen die Qualitätssicherung vor immer neue Herausforderungen, weshalb BDE entsprechende Systeme und Prüfungsstandards entwickelt hat. Die Qualitätssicherung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit unseren Beschaffungsspezialisten und unseren Lieferanten. Dabei wird auch die technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Lieferanten geprüft. Abweichungen und Mängel aus der Qualitätsprüfung werden laufend analysiert, dokumentiert und mit den Lieferanten besprochen. Dadurch minimieren wir qualitätsrelevante Risiken von Beginn an, wie das Risiko eines Reputationsschadens. 3.4 Prognose Aufgrund anhaltender Folgeauswirkungen der geopolitischen Unruhen und Krisen auf die Energiepreise, die Inflationsrate sowie die Gesamtwirtschaftliche Entwicklung rechnen wir im Moment für das Geschäftsjahr 2024 mit einem stagnierenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Bei dieser Schätzung sind wir davon ausgegangen, dass sich das gegenwärtige monatliche Umsatzvolumen, das im Moment unterhalb der entsprechenden Vorjahreszeiträume liegt, bis zum Jahresende in Summe etwas über dem Vorjahresniveau liegen wird. Auf der Beschaffungsseite machen sich die Steigerung der Inflationsrate durch gestiegene Beschaffungspreisen bemerkbar. Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass unsere Lieferanten die von uns benötigten und georderten Mengen zeitgerecht liefern können. Allerdings bleibt der Beschaffungsmarkt wegen Rohstoffknappheit, Anti-Dumping Preisen für definierte Produkte aus China, etc. sehr angespannt. Mit dem wirtschaftlichen Umfeld und der Gesamtheit der ergriffenen Maßnahmen erwarten wir einen Rückgang beim Ergebnis vor Steuern um 3 bis 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Auftragslage zeigt aktuell einen leicht rückläufigen Trend. Aufgrund der gleichbleibenden Finanzierungsstruktur werden die Finanzlage und Liquidität der Firma auch künftig als stabil eingeschätzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden gleichbleibend für das kommende Jahr erwartet. Für die nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden keine großen Abweichungen erwartet, denn für die Bindung der Mitarbeitenden und des damit verbundenen Knowhows streben wir einen stabilen bis leicht wachsenden Mitarbeiterstamm an. Hierbei erwarten wir eine Fortführung der guten Übernahmequote unserer Auszubildenden. Die Zahl der Auszubildenden soll stabil gehalten werden.
Illerrieden, 19.07.2024 Bossard Deutschland GmbH Die Geschäftsführung
1 Pressemitteilung Sachverständigenrat
Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023
Bilanz zum 31.12.2023Bossard Deutschland GmbHAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Bossard Deutschland GmbH
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 20231 Allgemeine Angaben 2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 3 Einzelangaben zu den Positionen der Bilanz 4 Einzelangaben zu den Pos. der Gewinn- und Verlustrechnung 5 Zusätzliche Angaben 1 Allgemeine AngabenDie Bossard Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Illerrieden und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm (HR B-Nr. 506). Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Aufgrund der Darstellung in TEUR können sich durch kaufmännisches Runden Abweichungen in der Darstellung der Summen in einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. 2 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz zum 31. Dezember 2022 überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet: 2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die gewöhnliche Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre bei erworbenen Softwarelizenzen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden nicht aktiviert. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Bei den Anlagen im Bau zu immateriellen Vermögensgegenständen wurde höchstens mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. 2.2 Sachanlagen Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau zu den Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf die Geschäftsjahre verteilt worden, in denen die Vermögensgegenstände voraussichtlich genutzt werden. Die Abschreibungen wurden dem tatsächlichen Werteverzehr entsprechend linear vorgenommen. Diese wurde im Wesentlichen wie folgt vorgenommen: Gebäude werden mit 25 bis 30 Jahren abgeschrieben, technische Anlagen und Maschinen 3 bis 10 Jahre und andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR (Vorjahr: mehr als 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR) wird ein steuerlicher Sammelposten erfasst und aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Der Sammelposten wird entsprechend den steuerlichen Vorschriften auf 5 Jahre abgeschrieben. 2.3 Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Handelswaren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. 2.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Ermittlung des Bedarfs der Einzelwertberichtigung erfolgt in Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen. 2.5 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalwerten angesetzt. 2.6 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. 2.7 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen. 2.8 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. 2.9 Rückstellungen 2.9.1 Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Method" unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G (Vorjahr: Richttafeln 2018 G) der HEUBECK AG, Köln, ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre mit 1,82 % (2022: 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 25. November 2009 verwendet. Den Berechnungen wurde eine Fluktuation von durchschnittlich 3,0 % p.a. (2022: 3,0 % p.a.) und ein Rententrend von 2,0 % p.a. (2022: 2,0 % p.a.) zur Berücksichtigung künftiger Anpassungen laufender Renten zugrunde gelegt.
Zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen der Mitarbeiter sind die Mittel teilweise in Rückdeckungsversicherungen angelegt. Die Versicherungen sind teilweise an die Mitarbeiter verpfändet und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen. Diese Vermögensgegenstände, die zweckexklusiv ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Schulden saldiert. Dementsprechend werden zugehörige Aufwendungen und Erträge verrechnet. 2.9.2 Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurde eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von 5,5 Jahren zugrunde gelegt. 2.10 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. 2.11 Fremdwährungen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden mit dem Kurs ihres Entstehens eingebucht. Zum Abschlussstichtag wurden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, die innerhalb eines Jahres fällig waren, zum aktuellen Devisenkassakurs umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden ebenfalls zum aktuellen Devisenkassakurs bewertet, sofern die ursprünglichen Wechselkurse nicht niedriger (bei Vermögensgegenständen) oder höher (bei Verbindlichkeiten) waren. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in die lokale Währung wurden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und separat unter den Positionen "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. 2.12 Latente Steuern Aufgrund der körperschaftsteuerlichen Organschaft mit der Bossard Beteiligungs GmbH wurden in der Bossard Deutschland GmbH keine latenten Steuern gebildet. 3 Einzelangaben zu den Positionen der Bilanz3.1 Anlagenspiegel 3.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände
1) Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2) Geleistete Anzahlungen und immaterielle Anlagen im Bau 3.1.2 Sachanlagen
1) Grundstücke, Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken 2) Technische Anlagen und Maschinen 3) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4) Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
3.3 Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung
3.4 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten personalbezogene Rückstellungen 3.670 TEUR (Vorjahr vglb.: 2.771 TEUR), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 3.547 TEUR (Vorjahr vglb.: 4.264 TEUR), davon sind wesentlich: die Rückstellungen für Franchise Fee 1.202 TEUR (Vorjahr vglb.: 2.382 TEUR), goods related Rückstellungen 1.374 TEUR (Vorjahr vglb.: 1.289 TEUR), und Abschlusskosten 42 TEUR (Vorjahr vglb.: 44 TEUR), und Sonstige Rückstellungen über 34 TEUR (Vorjahr vglb. 34 TEUR). 3.5 Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
* bestehende Grundpfandrechte Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern per 31.12.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern per 31.12.2022
4 Einzelangaben zu den Pos. der Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst und gliedern sich wie folgt. 4.1.1 Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen
4.1.2 Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sparten
4.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten verrechnete sonstige Sachbezüge aus Fahrzeuggestellung in Höhe von 383 TEUR (Vorjahr vglb.: 337 TEUR), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 507 TEUR (Vorjahr vglb.: 268 TEUR). Wesentliche außergewöhnliche Erträge sind nicht angefallen. 4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Wesentliche periodenfremde und außergewöhnliche Aufwendungen sind nicht angefallen. 4.4 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinszuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 76 TEUR (Vorjahr vglb.: 81 TEUR) wurden mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 83 TEUR (Vorjahr vglb.: 15 TEUR) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von -7 TEUR (Vorjahr vglb.: 66 TEUR) ist im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten. 4.5 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Ertrag aus Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich auf 0 TEUR (Vorjahr vglb.: 0 TEUR) 5 Zusätzliche Angaben5.1 Haftungsverhältnisse. Zum Bilanzstichtag bestehen keine aus der Bilanz ersichtlichen Haftungsverhältnisse. 5.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Kfz-, Job Rad- und Drucker-Leasingverträge sowie Mietaufwendungen. Die voraussichtlichen Leasingaufwendungen innerhalb eines Jahres nach dem Abschlussstichtag betragen 656 TEUR. Im Zeitraum zwischen 1 und 5 Jahren belaufen sich die voraussichtlichen Leasingaufwendungen der Leasingverträge auf insgesamt 798 TEUR. Die Mietaufwendungen innerhalb eines Jahres nach dem Abschlussstichtag betragen 8 TEUR, im Zeitraum zwischen 1 und 5 Jahren 0 TEUR. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Das Bestellobligo für Warenlieferungen beträgt per 31.12.2023 17.101 TEUR. Darüber hinaus besteht eine Grundschuld in Höhe von 9.200 TEUR (Vorjahr 9.200 TEUR) gegenüber der Donau-Iller Bank eG mit Sitz in Ehingen (Donau). Die Grundschuldeintragung erfolgte am 09.06.2016. 5.3 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. 5.4 Mitarbeiter
1)geringfügig Beschäftige, Werkstudenten 5.5 Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt 39 TEUR (Vorjahr vglb.: 36 TEUR) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 5.6 Geschäftsführer Im Geschäftsjahr und danach waren folgende Geschäftsführer bestellt:
Die Geschäftsführer sind zu zweien vertretungsberechtigt, auch mit einem Prokuristen, und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er die Gesellschaft allein. Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter sowie der Bezüge ehemaliger Organmitglieder wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für die Geschäftsführung und für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 220 TEUR gebildet. 5.7 Ergebnisverwendung Die Bossard Beteiligungs GmbH übernimmt als Rechtsnachfolgerin der Bossard-KVT Beteiligungs GmbH den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 19.06.2013. Der Gewinn 2023 in Höhe von 9.742 TEUR (Vorjahr vglb.: 10.807 TEUR) wird vollständig abgeführt. Der Bilanzgewinn in Höhe von 3.448 TEUR (Vorjahr: 3.448 TEUR) wird auf neue Rechnung vorgetragen. 5.8 Konzernabschluss Muttergesellschaft der Bossard Deutschland GmbH, Illerrieden, ist die Bossard Beteiligungs GmbH, Illerrieden. Der Jahresabschluss der Bossard Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Bossard Holding AG, Zug, Schweiz, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der nach den Regelungen der Swiss GAAP FER erstellte Konzernabschluss der Bossard Holding AG wird auf der Homepage des obersten Mutterunternehmens veröffentlicht (https://www.bossard.com/de/ueber-uns/investor-relations/). 5.9 Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Beurteilung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage hatten.
Illerrieden, 19.07.2024 Bossard Deutschland GmbH Die Geschäftsführung Dr. Frank Hilgers Dr. Daniel Philippe Stier BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bossard Deutschland GmbH, Illerrieden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bossard Deutschland GmbH, Illerrieden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bossard Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 19. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Jürgen Schwehr, Wirtschaftsprüfer Olaf Preller, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 22. Juli 2024 festgestellt. |
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