Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 82945
Eingetragen
29.4.2008
Branche
BeteiligungsgesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
An- und Verkauf, die Verwaltung und das Vermieten/Verleasen von Wirtschaftsgütern aller Art (mobil und immobil) im eigenen oder im fremden Namen. Die Gesellschaft verwirklicht den vorgenannten Zweck auch dadurch, dass sie sich an anderen Gesellschaften mit gleichem oder ähnlichem Gegenstand beteiligt, insbesondere auch als persönlich haftende Gesellschafterin.

Historie

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Management

NameRolle
Sylvia Baumgarten
seit 4.6.2019
Prokura
Eckhard Blauhut
seit 4.6.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Frank Dr. Matthäus
seit 19.4.2016
Prokura
Mark Dickel
seit 14.1.2014
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

DESPINA GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DESPINA GmbH, Eschborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 12. Mai 2017

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eckl, Wirtschaftsprüferin

Reichard, Wirtschaftsprüferin

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016

der DESPINA GmbH, Eschborn

AKTIVSEITE

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig   25.367,20 25.519,40
2. Forderungen an Kunden   568.664,49 728.550,18
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 23.453,77 (Vj. EUR 23.924,87)      
3. Leasingvermögen   1.494.364,58 1.581.839,58
4. Sonstige Vermögensgegenstände   1.740,83 904,25
Summe der Aktiva   2.090.137,10 2.336.813,41

PASSIVSEITE

     
    31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten      
a) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   515.389,65 671.767,14
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden   1.494.364,58 1.581.856,16
darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 1.298.551,86 (Vj. EUR 1.456.132,41)      
3. Rückstellungen      
a) andere Rückstellungen   2.190,00 2.190,00
4. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 25.000,00   25.000,00
b) Bilanzgewinn 53.192,87 78.192,87 56.000,11
Summe der Passiva   2.090.137,10 2.336.813,41

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

EUR 2016
EUR
Vorjahr
EUR
1. Leasingerträge   138.442,44 141.560,16
2. Zinserträge aus      
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 30.989,49   38.866,39
3. Zinsaufwendungen 47.230,08 -16.240,59 55.311,75
4. Provisionsaufwendungen   106,28 96,28
5. Sonstige betriebliche Erträge   28,03 16,59
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen      
a) auf Leasingvermögen   87.475,00 87.475,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   6.720,57 6.800,82
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit   27.928,03 30.759,29
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   7.635,27 7.876,82
10. Jahresüberschuss   20.292,76 22.882,47
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   32.900,11 33.117,64
12. Bilanzgewinn   53.192,87 56.000,11

Anhang zum 31.12.2016

der DESPINA GmbH, Eschborn

Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 82945)

Allgemeine Angaben

Die DESPINA GmbH, im Folgenden Gesellschaft genannt, wird in den Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank (DZ Bank AG), Frankfurt am Main, einbezogen. Diese stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen auf, welcher im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Aufgrund der durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Erlaubnis nach § 32 Abs. 1 KWG vom 22. Juni 2011 ist die Gesellschaft ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 10 KWG. Als Finanzdienstleistungsinstitut unterliegt die Gesellschaft somit der laufenden, jedoch eingeschränkten Aufsicht der BaFin und der Deutschen Bundesbank.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung RechKredV) aufgestellt; es wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der §§ 340 ff. HGB i.V.m. der RechKredV angewendet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform (Formblatt 3 RechKredV) gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der einzelnen Bilanzposten erfolgten nach den gleichen Grundsätzen wie im Jahresabschluss des Vorjahres.

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von EUR 25.367,20 (Vorjahr EUR 25.519,40) sind zum Nennbetrag aktiviert und entfallen auf verbundene Unternehmen.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden in Höhe von EUR 568.664,49 (Vorjahr EUR 728.550,18) beinhalten:

zum Barwert aktivierte Mietkaufforderungen von EUR 545.210,72 (Vorjahr EUR 704.625,31) und

zum Nennbetrag aktivierte Forderungen an verbundene Unternehmen von EUR 23.453,77 (Vorjahr EUR 23.924,87).

Fristigkeiten

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Forderungen an Kunden 568.664,49 728.550,18
bis 3 Monate 64.576,90 63.029,52
3 Monate bis 1 Jahr 126.519,97 120.309,94
1 Jahr bis 5 Jahre 377.567,62 545.210,72

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen wie im Vorjahr auf den Gesellschafter.

Leasingvermögen

Die Entwicklung des Leasingvermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagengitter dargestellt, das als Anlage 1 dem Anhang beigefügt ist.

Das Leasingvermögen ist mit den Anschaffungskosten aktiviert und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Fahrgastschiff hat eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 Jahren.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag aktiviert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.740,83 (Vorjahr EUR 904,25) bestehen aus Erstattungsansprüchen für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer, fällig innerhalb von 3 Monaten bis 1 Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 515.389,65 (Vorjahr EUR 671.767,14) entfallen auf verbundene Unternehmen. Wir verweisen auf den Verbindlichkeitenspiegel, der als Anlage 2 dem Anhang beigefügt ist.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von EUR 1.494.364,58 (Vorjahr EUR 1.581.856,16) entfallen EUR 1.298.551,86 (Vorjahr EUR 1.456.132,41) auf den Gesellschafter und EUR 195.812,72 (Vorjahr EUR 125.707,16) auf ein erbrachtes Mieterdarlehen. Sämtliche Rechte und Ansprüche aus dem Leasingvertrag sind an den Gesellschafter abgetreten.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen werden nach den Vorschriften des Handelsrechts in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Die anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für die Abschlussprüfung von EUR 2.000,00 (Vorjahr EUR 2.000,00).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften

Unter den Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften werden im Wesentlichen die Zinserträge aus dem Mietkaufvertrag von EUR 31.085,41 (Vorjahr EUR 38.910,03) und Negativzinsen von EUR 95,92 (Vorjahr EUR 43,83) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 6.720,57 (Vorjahr EUR 6.800,82) beinhalten überwiegend Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses von EUR 4.000,00 (Vorjahr EUR 4.000,00) und Gebühren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht von EUR 1.300,00 (Vorjahr EUR 1.300,00) gemäß § 16 FinDAG.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 53.192,87 auf neue Rechnung vorzutragen.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von EUR 32.900,11 enthalten.

Sonstige Angaben

Der Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte durch:

Dr. Markus Klintworth, Königstein im Taunus, Generalbevollmächtigter, VR-LEASING Aktiengesellschaft, Eschborn

Ian Lees, Bad Soden am Taunus, Vorstand, VR-LEASING Aktiengesellschaft, Eschborn

Im Jahr 2016 wurden Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahrgenommen. Diese sowie weitere nennenswerte Mandate werden im Folgenden aufgeführt:

Ian Lees, Vorstand der VR-LEASING Aktiengesellschaft:

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Lombard Pénzügyi és Lizing Zártkörûen Mûködõ Részvénytársaság, Szeged/Ungarn (bis 29.04.2016),

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtrates der VB-Leasing International Holding GmbH, Wien/Österreich

Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Die Geschäftsführer haben von der Gesellschaft im Berichtsjahr keine Bezüge erhalten.

Die Gesellschaft hat weder einen Aufsichtsrat noch einen Beirat.

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.

Die Besorgung der Geschäfte erfolgte vertragsgemäß durch die VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH, Eschborn.

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen EUR 4.000,00.

 

Eschborn, den 11. Mai 2017

Ian Lees

Dr. Markus Klintworth

Anlagengitter zum 31.12.2016

Leasingvermögen Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2016
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Umbuchungen + / ./.
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2016
EUR
Technische Anlagen, Maschinen und sonstige bewegliche Gegenstände 1.749.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.749.500,00
Gesamt 1.749.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.749.500,00
Leasingvermögen Kumulierte Abschreibungen 01.01.2016
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2016
EUR
Buchwerte 31.12.2016
EUR
Buchwerte 01.01.2016
EUR
Technische Anlagen, Maschinen und sonstige bewegliche Gegenstände 167.660,42 87.475,00 255.135,42 1.494.364,58 1.581.839,58
Gesamt 167.660,42 87.475,00 255.135,42 1.494.364,58 1.581.839,58

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2016 DESPINA GmbH, Eschborn

Verbindlichkeiten Betrag zum 31.12.2016 davon mit einer Restlaufzeit von besicherte Beträge
EUR bis 3 Monate
EUR
3 Monate bis 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
EUR
gegenüber Kreditinstituten 515.389,65 39.893,86 121.642,30 353.853,49 0,00 0,00
  (Vj.: 671.767,14) (Vj.: 38.619,85) (Vj.: 117.757,64) (Vj.: 515.389,65) (Vj.: 0,00) (Vj.: 0,00)
gegenüber Kunden 1.494.364,58 39.889,63 120.871,58 676.155,07 657.448,30 1.298.551,86
  (Vj.: 1.581.856,16) (Vj.: 39.117,00) (Vj.: 118.480,14) (Vj.: 662.777,33) (Vj.: 761.481,69) (Vj.: 1.456.132,41)
Summe Verbindlichkeiten 2.009.754,23 79.783,49 242.513,88 1.030.008,56 657.448,30 1.298.551,86

Lagebericht 2016

1 Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell und Strategie

Gegenstand der DESPINA GmbH (DESPINA bzw. Gesellschaft) ist der An- und Verkauf, die Verwaltung, die Vermietung und das Verleasen von Wirtschaftsgütern aller Art (mobil und immobil) im eigenen oder im fremden Namen.

Das Stammkapital der Gesellschaft von TEUR 25 wird zu 100 % von der VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH (VRIL), Eschborn, gehalten.

Die DESPINA beschäftigt keine Mitarbeiter. Aufgrund bestehender Geschäftsbesorgungsverträge, zunächst zwischen der DESPINA und der VRIL, folgend zwischen der VRIL und der VR LEASING Aktiengesellschaft (VR LEASING), Eschborn, bzw. der VR LEASING und der VR DISKONTBANK GmbH (VRD), Eschborn, werden sowohl Mitarbeiter der VR LEASING, als auch der VRD für die DESPINA tätig. Deren Mitarbeiter sind in die Führungsgrundsätze, Führungsinstrumente, Qualifizierungsprogramme und Vergütungssysteme der VR LEASING Gruppe eingebunden.

Die Gesellschaft hat zwei Fahrgastschiffe als Großmobilien im Bestand und diese im Wege des Großmobilienleasing bzw. Mietkaufs vermietet.

Die Finanzierung der Gesamtinvestionskosten erfolgt beim Mietkaufvertrag mittels Darlehen durch ein refinanzierendes Kreditinstitut. Zur Absicherung der Rückzahlungsverpflichtung hat die VR LEASING eine Garantieerklärung abgegeben. Beim Leasingvertrag erfolgt die Finanzierung der Gesamtinvestitionskosten mittels eines Darlehens der VRIL mit Haftungsausschluss.

Bei der über einen Mietkaufvertrag erfolgten Vermietung werden die Finanzierungsmittel über die Gesamtlaufzeit über die Mietraten vollständig zurückgeführt.

Leasingvertragstyp für den Leasingvertrag ist die Teilamortisation mit Mieterdarlehen. Der Leasinggeber wird das Mieterdarlehen zur vollständigen Rückführung des eingesetzten Fremdkapitals verwenden.

2 Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 12. Januar 2017 war die deutsche Wirtschaft auch 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Demzufolge stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9 % gegenüber 2015 und übertraf damit den Durchschnittswert der letzten 10 Jahre, der bei 1,4 % liegt, um 0,5 %.

Die Leasing-Wirtschaft steigerte im 1. Halbjahr 2016 ihr Neugeschäft mit Ausrüstungsgütern um knapp 12 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit wuchsen die Leasing-Investitionen wieder stärker als die gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungen, die im ersten Quartal 2016 ein Plus von 4 % verzeichneten. Haupttreiber des Wachstums ist dabei der PKW-Markt, wohingegen sich das Maschinenleasing und der Bereich Informations- und Telekommunikationstechnik nicht so stark entwickelten.

Laut Information des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen e.V., Berlin, aus dem November 2016, ist die Veränderungsrate der Investitionen des Segmentes der Großmobilien i.S.v. Luft-, Wasser- und Schienenfahrzeugen nach Anschaffungswerten gegenüber dem Vorjahr zwar deutlich positiv, jedoch bleibt der Anteil am gesamten Leasingmarkt unverändert bei nur ca. 1 %.

Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird durch die planmäßige Erfüllung des Mietkaufvertrages und des Leasingvertrages bestimmt.

Die Verringerung des Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr um ca. 10% resultiert hauptsächlich aus dem planmäßigen leasingtypischen Buchergebnis. Dieses Buchergebnis hat keinen Einfluss auf die Liquidität der Gesellschaft.

Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im Vorjahr

Die Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres fiel schlechter als die Ergebnisprognose aus dem Vorjahr, welche keine wesentliche Veränderung des Jahresergebnisses beinhaltete, aus, da die Veränderung des leasingtypischen Buchergebnisses nicht hinreichend Berücksichtigung fand.

Vermögenslage

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf Vermögens- und Schuldposten, die aus der Jahresbilanz abgeleitet und unter Berücksichtigung leasingtypischer Besonderheiten zusammengefasst wurden.

Die Vermögenslage der Gesellschaft wird durch das Leasingvermögen, den Forderungen aus dem Mietkaufvertrag und den zur Finanzierung dienenden Mitteln bestimmt.

Das Leasingvermögen beinhaltet ein Fahrgastschiff mit TEUR 1.494,4 (Vorjahr TEUR 1.581,8). Der Barwert der Forderung aus dem Mietkaufvertrag beträgt TEUR 545,2 (Vorjahr TEUR 704,6). Dagegen steht auf der Passivseite die Finanzierung durch Darlehen in Höhe von TEUR 1.813,9 (Vorjahr TEUR 2.127,9) und Mieterdarlehen mit TEUR 195,8 (Vorjahr TEUR 125,7).

Der Barwert des Mietkaufvertrages ist in der Position Forderungen an Kunden ausgewiesen. Der Ausweis der Finanzierung erfolgt unter den Positionen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden.

Finanzlage

Die Finanzierung beim Mietkaufvertrag erfolgt durch ein Darlehen ohne Haftungsausschluss, die durch eine Garantie der VR LEASING abgesichert sind. Beim Leasingvertrag erfolgt die Finanzierung mittels eines Darlehens der VRIL mit Haftungsausschluss. Es handelt sich hierbei um über die Laufzeit des Mietkauf- und Leasingvertrages fristenkongruente Darlehen. Als Sicherheit für das Darlehen der VRIL wurde eine Gesamtschiffshypothek im Binnenschiffsregister Berlin-Charlottenburg eingetragen.

Weiterhin wird die Finanzlage der DESPINA maßgeblich durch die Einbindung über einen Treuhandvertrag in das Cash-Management der VRIL und das Konzern-Cash-Management der VR LEASING sowie die Möglichkeit, jederzeit über diese liquiden Mittel zu verfügen, bestimmt.

Die Liquiditätslage war zum Bilanzstichtag und während des Geschäftsjahres geordnet.

Ertragslage

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf Ertrags- und Aufwandsposten, die aus der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) abgeleitet und unter Berücksichtigung leasingtypischer Besonderheiten zusammengefasst wurden.

Die Ertragslage der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch die Erlöse aus dem Leasingverhältnis in Höhe von TEUR 138,4 (Vorjahr TEUR 141,6), die Abschreibungen in Höhe von TEUR 87,5 (Vorjahr TEUR 87,5) sowie die Zinserträge aus dem Mietkaufverhältnis in Höhe von TEUR 31,0 (Vorjahr TEUR 38,9) und den Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 47,2 (Vorjahr TEUR 55,3) gekennzeichnet. Der Rückgang der Zinsaufwendungen sowie der Zinserträge ist in der im jeweiligen Vertragsverlauf sinkenden Restvaluta begründet.

Die Erlöse aus dem Leasingverhältnis werden als Leasingerträge ausgewiesen. Die Erlöse aus dem Mietkaufverhältnis sind wesentlicher Bestandteil der GuV-Position Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 20,3 (Vorjahr TEUR 22,9).

3 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DESPINA

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DESPINA stellte sich zum Bilanzstichtag und während des Geschäftsjahres geordnet dar.

4 Risikobericht

Grundsätze des Risikomanagements

Die DESPINA hat sämtliche Aufgaben im Zusammenhang mit der Steuerung der Risiken der Einzelgesellschaftsebene auf die VRIL übertragen. Die VRIL hat ihrerseits diese auf die VR LEASING übertragen, die diese Aufgaben wiederum an die VRD ausgelagert hat.

In die folgenden Beschreibungen über die Risikosteuerung der VR Leasing Gruppe ist die DESPINA jeweils einbezogen bzw. diese Ausführungen treffen analog auf die DESPINA zu. An den Stellen, an denen Besonderheiten in Bezug auf die Gesellschaft existieren, ist dies entsprechend kenntlich gemacht.

Die Gesellschaft ist bezüglich des Risikomanagements und des Risikocontrollings aufbau- und ablauforganisatorisch unmittelbar in die Prozesse der VR Leasing Gruppe integriert. Die Geschäftsführung der Gesellschaft stützt sich dabei auf die Tätigkeit der bei der VR LEASING und VRD installierten Gremien, Bereiche und Abteilungen.

Die aus der Unternehmensstrategie der VR Leasing Gruppe abgeleitete Risikostrategie bildet den Rahmen für den Umgang mit den Risiken und die Grundlage für ein einheitliches Verständnis der risikopolitischen Unternehmensziele.

Die DESPINA geht nur Risiken ein, die mit der Geschäfts- und Risikostrategie der VR Leasing Gruppe in Einklang stehen. Bei intransparenter Risikolage oder methodischen Zweifelsfällen wird dem Vorsichtsprinzip der Vorzug gegeben.

Das Risikomanagement ist so organisiert, dass Interessenkonflikte sowohl auf persönlicher Ebene als auch auf Ebene von Organisationseinheiten ausgeschlossen werden.

Die VRIL fungiert als sogenannte "risikotragende Obergesellschaft" für ihre Tochtergesellschaften und damit auch für die DESPINA.

Das Risikosteuerungssystem der VR Leasing Gruppe, in das die Risikosteuerung der VRIL ausgelagert ist, überwacht alle wesentlichen Risikoarten und wird kontinuierlich anhand der eigenen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten und in Übereinstimmung mit den Anforderungen der DZ BANK Gruppe und der VR Leasing Gruppe weiterentwickelt.

Rahmenwerk für das Risikomanagement

Die DESPINA ist in die Konzernrisikosteuerung der DZ BANK Gruppe und der VR Leasing Gruppe eingebunden und in allen wesentlichen Steuerungsgremien vertreten. Hierdurch ist sichergestellt, dass die entwickelten Methoden, Systeme und Prozesse zur Beherrschung der wesentlichen Risiken auch im Einklang mit den Konzernanforderungen stehen und sich in der Gesamtrisikostrategie der VR Leasing Gruppe niederschlagen.

Die Gesamtrisikostrategie der VR Leasing Gruppe wird im jährlichen Rhythmus vom Vorstand der VR LEASING, der teilweise in der Geschäftsführung der DESPINA vertreten ist, überprüft und genehmigt. Sie wird auf Basis der operativen Planung der DZ BANK Gruppe definiert, um Risiko-, Kapital- und Ergebnisziele aufeinander abzustimmen. Die VR Leasing Gruppe steuert Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts-, Beteiligungs-, Geschäfts-, Reputations-, Pensions- und operationelle Risiken sowie Risikokonzentrationen durch koordinierte Risikomanagementprozesse für alle Geschäftsbereiche. Für die wesentlichen Risiko- und Liquiditätskennziffern sind zu deren kontinuierlicher Überwachung Reporting-, Stresstesting- und Eskalationsprozesse etabliert.

Die Steuerung der Risiken und des Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis eines Rahmenwerks von Grundsätzen, Organisationsstrukturen sowie Risikomess- und -überwachungsprozessen, die aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet und an den Tätigkeiten der Gesellschaft ausgerichtet sind.

Organisation des Risikomanagements

Die Kernaufgaben des Risikomanagements werden durch die Geschäftsführung der Gesellschaft verantwortet und zur Gewährleistung der Ausübung und Kontrolle an Risikocommittees delegiert. Die operativen Aufgaben wurden von der Gesellschaft zunächst auf die VRIL, von dieser dann auf die VR LEASING und von der auf die VRD ausgelagert und werden dort - für die gesamte VR Leasing Gruppe einheitlich - durch den Bereich Risikomanagement/Compliance erbracht.

Der Aufsichtsrat der VR LEASING erhält die Gesamtrisikostrategie der VR Leasing Gruppe, die auch die DESPINA beinhaltet, zur Kenntnis. Darüberhinaus überwacht er die Vereinbarkeit des aktuellen Risiko- und Kapitalprofils mit den strategischen Vorgaben auf Basis des quartalsweise erstellten Risikoberichts der VRIL. Der Risikoausschuss des Aufsichtsrates beurteilt die Ergebnisse und berichtet die wesentlichen Erkenntnisse an den Aufsichtsrat.

Die nachstehenden Gremien sind auf Ebene der VR Leasing Gruppe und somit auch für die DESPINA von zentraler Bedeutung für das Risikomanagement.

Zentrales Gremium der Risikosteuerung ist das VR Leasing Risikocommittee (VRL RC), das für die gesamte VR Leasing Gruppe einheitlich die Risikoüberwachung übernimmt. Hier werden alle Themen in Verbindung mit der Risiko- und Kapitalsteuerung behandelt, Vorgaben und Ziele im Rahmen der Gesamtrisikostrategie formuliert sowie Maßnahmen zur Risikominderung festgelegt. Dies betrifft neben Entscheidungen zum strategischen Risikomanagement auch die Ausgestaltung konkreter Steuerungsinstrumente und -maßnahmen. Entsprechend initiiert das VRL RC Maßnahmen zur Risikosteuerung oder spricht Empfehlungen an die Geschäftsführung aus. Das VRL RC bietet zudem eine Plattform zur Diskussion und Vereinbarung strategischer Fragen zwischen dem Risikomanagement, dem Rechnungswesen/ Controlling und den Geschäftsbereichen der VR Leasing Gruppe.

Im KreditRisiko-Committee (KRC) sowie dem Kredit Komitee (ehemals Kreditausschuss) werden risikorelevante Themen im Rahmen der Einzelrisikosteuerung behandelt. Das KRC bewertet primär die aktuelle und zukünftige (erwartete) Kreditrisikosituation und erörtert Themen der operativen Kreditrisikosteuerung auf Einzelengagement- und Portfolioebene. Zur Gesamtrisikostrategie, zu grundsätzlichen Themen der Einzelrisikosteuerung sowie zu durch das VRL RC zu genehmigenden Änderungen interner Regelwerke werden Beschlussempfehlungen erarbeitet.

Das zentrale Gremium für die Steuerung von operationellen Risiken ist das OpRisk-Committee (ORC). Das ORC erörtert operative Themen der Überwachung und Vermeidung operationeller Risiken, fasst Beschlüsse zu spezifischen Maßnahmen, sofern diese nicht vom VRL RC zu entscheiden sind, und bewertet die aktuelle und zukünftige Risikosituation hinsichtlich der operationellen Risiken.

Die Steuerung und Überwachung der Liquiditäts- und Refinanzierungsstrategie erfolgt im VR Leasing Kapitalmarkt-Committee (KMC). Es legt den Refinanzierungszeitplan fest und erarbeitet Vorschläge für die Überwachung, Limitierung und Steuerung von Marktpreis- und Liquiditätsrisiken.

Das KMC unterstützt die Geschäftsführung und das VRL RC durch Beschlussvorschläge zum Kapitalmanagement und der Allokation der Limite für Marktpreis- und Liquiditätsrisiken.

Die operative Risikosteuerung wird im Bereich Risikomanagement/Compliance wahrgenommen, der dem Vorstand Portfolio/Produktion der VR LEASING zugeordnet ist. Der Bereich besteht aus den Abteilungen Risikocontrolling, Risikoparameter, Risikosteuerung, Compliance sowie der Abteilung Meldewesen/Systeme. Die Abteilung Compliance berichtet dabei fachlich und disziplinarisch direkt dem Vorstand der VR LEASING. Zu den zentralen Aufgaben zählen unter anderem die Mitwirkung bei der Erstellung der Gesamtrisikostrategie, die Risikoidentifikation und -messung, die Ausgestaltung und Abbildung der Risikotragfähigkeit, die Ausgestaltung der Limitsysteme sowie das interne Risikoberichtswesen.

Der dem Ressort Portfolio/Produktion zugeordnete Bereich Produktion 2 erstellt bei Kreditentscheidungen das Zweitvotum und überwacht die Leasingengagements. Die Bestandsbetreuung erfolgt in der Abteilung Spezialfinanzierung. Die Intensivbetreuung und die Bearbeitung von Problemfällen werden durch die Abteilung Sonderengagements durchgeführt.

Die Prüfung und Beurteilung sämtlicher Aktivitäten und Prozesse im Rahmen des Internen Kontrollsystems wird durch die Interne Revision wahrgenommen.

Risikostrategie und Risikotoleranz

Risikostrategie und Kapitalplanungsprozess

Die DESPINA ist über die VR Leasing Gruppe in den jährlich durchgeführten strategischen und operativen Planungsprozess der DZ BANK Gruppe eingebunden, der die Entwicklung der strategischen Ausrichtung der Gruppe und der einzelnen Geschäftseinheiten widerspiegelt.

Die Vorgaben zum Umgang mit den finanziellen Risiken in der DESPINA werden in der Gesamtrisikostrategie der VR Leasing Gruppe, in der die DESPINA berücksichtigt wird, definiert. Diese Gesamtrisikostrategie wird im jährlichen Rhythmus durch den Bereich Risikomanagement/Compliance aktualisiert und vom VRL RC sowie der Geschäftsführung der VRIL verabschiedet.

Die Gesamtrisikostrategie orientiert sich an den Vorgaben der Geschäftsstrategie und berücksichtigt die im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich identifizierten Risikoarten. Im Rahmen der Gesamtrisikostrategie werden Ziele und Maßnahmen zur Begrenzung der identifizierten Risiken definiert.

Im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses legt die VR LEASING unter Berücksichtigung ihrer individuellen Risikotragfähigkeit die Limite für die wesentlichen Risikoarten fest.

Gesellschaftsindividuell werden neben den gruppeneinheitlichen Messverfahren die jeweiligen Besonderheiten betrachtet und entsprechend im Risikokapitalbedarf und damit auch in der Zuteilung der Verlustobergrenze berücksichtigt.

Die DESPINA ist als Teil der VR Leasing Gruppe, die eine wesentliche Steuerungseinheit in der DZ BANK Gruppe darstellt, in deren Planungsprozesse eingebunden. Die Risikosteuerung berücksichtigt daher Risiko- und Ertragsvorgaben der DZ BANK Gruppe. Im Rahmen eines Top-Down-Ansatzes wird das zur Risikodeckung zur Verfügung stehende Konzerneigenkapital der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, den einzelnen Steuerungseinheiten zugeordnet und bildet im Sinne einer Verlustobergrenze beziehungsweise eines Limits den Rahmen für die weitere Steuerung der VR LEASING und ihrer Tochtergesellschaften.

Risikosteuerungsinstrumente

Die VRIL als risikotragende Obergesellschaft führt vierteljährliche Stresstests durch. Darüber hinaus ist die VRIL in den in der VR Leasing Gruppe durchgeführten Stresstests berücksichtigt. Die Durchführung der Stresstests erfolgt anhand der zur Risikomessung verwendeten Modelle.

Die VR LEASING analysiert und bewertet regelmäßig im Rahmen der für alle Unternehmen der VR Leasing Gruppe durchgeführten jährlichen Risikoinventur Risikokonzentrationen je Risikoart bzw. Risikoarten übergreifend. Für jede Risikoart werden geeignete Konzentrationsdimensionen ermittelt.

Risikotoleranz

Das Risikoüberwachungssystem der VR Leasing Gruppe konzentrierte sich in 2016 auf die wesentlichen Risikoarten: Adressenausfallrisiken (Kreditrisiko), operationelle Risiken, Marktpreisrisiken, Beteiligungsrisiken, Geschäftsrisiken sowie Liquiditätsrisiken.

Neben der für die risikotragende Obergesellschaft VRIL ermittelten Risikodeckungsmasse stellt die Verlustobergrenze einen zusätzlichen limitierenden Faktor dar.

Verlustobergrenzen existieren für die risikotragende Obergesellschaft VRIL sowohl als Gesamtrisiko-Limit als auch als Limit für die wesentlichen Einzelrisikoarten.

Die gesamte Verlustobergrenze kann maximal bis zur Höhe der für das Geschäftsjahr prognostizierten Risikodeckungsmasse angepasst werden. Hiervon gehen die wesentlichen Steuerungsimpulse aus.

Die Verlustobergrenze wird im Rahmen des Strategieprozesses der VR Leasing Gruppe auf die als wesentlich definierten Risikoarten allokiert. Die Einhaltung dieser Verlustobergrenzen wird im Quartalsbericht Risiko für die VR Leasing Gruppe und im Bericht für die VRIL - in den auch die DESPINA einbezogen ist - bzw. in den Sitzungen des VRL RC berichtet. Nachfolgend werden die Risiken einzeln erläutert:

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko ist aufgrund des Geschäftsmodells der DESPINA grundsätzlich das Kernrisiko der Gesellschaft. Dieses bezeichnet die Gefahr eines Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen aus Bonitätsgründen nicht nachkommt.

Die Steuerung der Kreditrisiken auf Ebene der einzelnen Kundenengagements erfolgt einzelfallbezogen.

Das Kreditrisiko ist für die Gesellschaft jedoch aufgrund der gegebenen Finanzierungsstruktur von untergeordneter Bedeutung.

Operationelle Risiken

Unter operationellem Risiko wird das Risiko eines Verlustes verstanden, der durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, unangemessene oder fehlerhafte Prozesse (sowie unangemessenes oder fehlerhaftes Projektmanagement) oder durch externe Ereignisse hervorgerufen wird. Das Rechtsrisiko ist in dieser Definition eingeschlossen. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind nicht enthalten.

Zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Begrenzung von operationellen Risiken ist die DESPINA in das System der VR LEASING und deren verschiedene nachfolgend dargestellte Instrumente eingebunden.

Die Ermittlung des ökonomischen Kapitalbedarfs zur Unterlegung operationeller Risiken erfolgt hierbei auf Basis des Standardansatzes gemäß CRR.

Zur fortlaufenden Sicherung des Kerngeschäfts im Krisenfall wurde ein Notfallkonzept durch die VR LEASING entwickelt. Es existieren ein Alarmierungsleitfaden und ein Notfallhandbuch, die auch eine im Krisenfall vorgesehene Notfallorganisation inklusive Dienstleister-, Personal-, Gebäude- und Kommunikationsstrategie beinhalten.

Die Sammlung von Verlustdaten ermöglicht es, Verlustereignisse zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten. Die VRIL erfasst Verlustdaten ab einer Verlusthöhe von EUR 1.000,00 im Operational Risk Center (ORC - Tool).

Um alle operationellen Risiken zu identifizieren, zu bewerten und eine größtmögliche Transparenz der Risikolage zu schaffen, beurteilen Experten aller Bereiche das operationelle Risiko im Rahmen eines jährlichen Self-Assessments. Das Self-Assessment gliedert sich in eine Risikopotenzialschätzung zur Identifikation der signifikanten Risiken und in Fragen zu spezifischen Einzelrisiken.

Als Ergänzung zu der Verlustdatensammlung und zum Self-Assessment erlauben Risikoindikatoren frühzeitige Aussagen zu Trends in der Risikoentwicklung. Auf Basis vorgegebener Schwellenwerte werden Risiken mittels einer Ampelschaltung signalisiert.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko umfasst das Zinsänderungsrisiko sowie das Restwertrisiko aus der Objektverwertung.

Die Unterrisikoarten des Marktpreisrisikos unterliegen unterschiedlichen Risikomessmethoden.

Zinsänderungsrisiko

Zinsänderungsrisiken beinhalten die Gefahr, dass allgemeine Marktzinsänderungen zu Wertminderungen auf zinstragende Positionen bzw. zu einem Rückgang der Zinsmarge führen. Beispielsweise kann eine nicht fristenkongruente Refinanzierung zu einem erhöhten Zinsänderungsrisiko führen.

Die DESPINA ist aufgrund ihrer Refinanzierungsstruktur bei planmäßigen Vertragsverläufen keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

Restwertrisiko

Unter dem Restwertrisiko versteht die Gesellschaft das Risiko, dass der kalkulierte Restwert zur vollständigen Amortisation einer Objektfinanzierung durch Verkauf des Leasingobjektes nicht erzielt werden kann.

Danach besteht ein Restwertrisiko nur, wenn weder vertragliche Andienungsrechte noch Restwertsicherheiten in Form von Garantien oder Rückkaufvereinbarungen bestehen. Verluste aus der Objektverwertung, die sich im Rahmen des Ausfalls eines Leasingnehmers während der Grundmietzeit ergeben, werden bei der Steuerung der Adressenausfallrisiken berücksichtigt.

Das Restwertrisiko für Immobilien bzw. Großmobilien wird ermittelt, indem je Leasingvertrag - soweit ein offener Restwert bei Laufzeitende vorhanden ist - der Zerschlagungswert dem nicht amortisierten Restwert gegenübergestellt wird.

Die DESPINA wäre aufgrund ihrer Refinanzierungsstruktur nur dann einem Restwertrisiko ausgesetzt, wenn keine entsprechenden Haftungsausschlüsse oder Andienungs-rechte bestehen, was jedoch bei gegebener Vertragsstruktur nicht der Fall ist.

Geschäftsrisiken

Das Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes aus Ergebnisschwankungen, die sich bei gegebener Geschäftsstrategie ergeben können und die auf eine Veränderung von extern gegebenen Rahmenbedingungen zurück zu führen sind.

Die Quantifizierung des Geschäftsrisikos erfolgt auf Basis eines Earnings at Risk Modells.

Die Steuerung des Geschäftsrisikos basiert auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf der Ableitung von Zielgrößen für alle Geschäftsfelder. Grundlage hierfür ist die strategische sowie die operative Planung.

Reputationsrisiken

Das Reputationsrisiko beschreibt das Risiko von Verlusten aus Ereignissen, die das Vertrauen in die VRIL bzw. die DESPINA oder in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei Kunden, Anteilseignern, auf dem Arbeitsmarkt und in der Öffentlichkeit beschädigen.

Reputationsrisiken werden als Teil des Geschäftsrisikos abgebildet.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr verstanden, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos und zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hat die VR Leasing Gruppe ein zentrales Cash-Management eingerichtet, in das die DESPINA einbezogen ist. Hier wird die Beanspruchung der Forfaitierungs- und freien Kreditlinien fortlaufend kontrolliert und die Zahlungsfähigkeit sichergestellt.

Die VR Leasing Gruppe finanziert sich überwiegend aus Quellen der Genossenschaftlichen Finanzgruppe. Dabei ist die VR Leasing Gruppe in die konzernweite Refinanzierungsstrategie der DZ BANK Gruppe eingebunden und mit ausreichenden Refinanzierungsmöglichkeiten ausgestattet.

5 Prognose- und Chancenbericht

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung prognostizierte im Dezember des vergangenen Jahres für das Jahr 2017 einen Anstieg des BIP um 1,5 %, wies aber in diesem Zusammenhang auch auf die nicht außer acht zu lassenden Risiken infolge der weltpolitischen Entwicklung hin, wie z.B. die US-amerikanische Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie den Brexit.

Die anhaltende Dynamik im Leasingmarkt, primär auf Basis des Fahrzeugleasings gestützt, kann sich jedoch - nach unserer Einschätzung - nicht auf eine signifikant positive Veränderung der Wesentlichkeit des Segmentes der Großmobilien am gesamten Leasingneugeschäft übertragen lassen.

Unternehmensausblick

Die künftige Entwicklung der Gesellschaft wird durch die planmäßige Erfüllung der abgeschlossenen Leasing-, Mietkauf- und Finanzierungsverträge bestimmt.

Für das Geschäftsjahr 2017 wird sich - bedingt durch den erhöhten Aufbau der leasingtypischen Buchverluste - eine leichte Verschlechterung des Jahresergebnisses um ca. 10 % ergeben.

Insgesamt wird sich - bei ordnungsgemäßer Erfüllung des Mietkauf- und des Leasingvertrages - eine positive Entwicklung bis zum Laufzeitende ergeben.

 

Eschborn, im Mai 2017

Die Geschäftsführung

Der Jahresabschluss wurde am 15. Mai. 2017 festgestellt.

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