SaWe Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Axel Gauß seit 20.9.2024 | Vorstandsmitglied |
Steffen Kern seit 14.5.2021 | Prokura |
Thomas Wiegelmann seit 18.4.2018 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LeanVal Asset Management AGFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Handelsbilanz zum 31.12.2023LeanVal Asset Management AG Finanzdienstleistung, Frankfurt am MainAKTIVA
PASSIVA
Handelsrecht Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023LeanVal Asset Management AG Finanzdienstleistung, Frankfurt am Main
Handelsrecht Anhang 2023I. GrundlagenDer Jahresabschluss der LeanVal Asset Management AG für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute ("RechKredV") aufgestellt worden. Die Vorschriften des Aktiengesetzes wurden beachtet. Zum Zweck der Übersichtlichkeit sind die Werte in Tausend EUR ausgewiesen. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit entstehen. Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2023. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die LeanVal Asset Management AG, mit Sitz in Frankfurt am Main, wird beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Handelsregisternummer HFB 105250 geführt. II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenBei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§§ 252 ff. HGB), die besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie die ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute/Wertpapierinstitute (§§ 340 ff. HGB) beachtet. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang. Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: BarreserveDie Bestände der Barreserve sind zum Nennbetrag ausgewiesen. ForderungenForderungen an Kreditinstitute und Kunden sind grundsätzlich mit dem Nominalbetrag ausgewiesen und werden soweit erforderlich um Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt. WertpapiereWertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, sind als Finanzanlagen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip entsprechend § 253 Absatz 1 und 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung wird berücksichtigt. Sofern erforderlich werden Zuschreibungen nach dem Wertaufholungsgebot (§ 253 Absatz 5 HGB) vorgenommen. Von der gem. § 340c Absatz 2 HGB zulässigen Verrechnung wird Gebrauch gemacht. Das Bewertungswahlrecht gem. § 340e Absatz 1 Satz 3 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 3 Satz 6 HGB wird nicht in Anspruch genommen. BeteiligungenBeteiligungen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 (netto) werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ebenso wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Anschaffungskosten von Computerhardware im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abzuschreiben. Darüber hinaus wurden bis 2021 geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 1.000,00 in einem jährlichen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die tatsächliche Nutzungsdauer der im Sammelposten zusammengefassten geringwertigen Wirtschaftsgüter oder deren Abgänge blieben unberücksichtigt. Für die Bestimmung der individuellen Nutzungsdauern werden grundsätzlich die steuerlichen AfA-Tabellen herangezogen und auf die technische Abnutzung abgestellt. Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen angesetzt. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenUnter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Verbindlichkeiten und RückstellungenDie Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen sind in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen, der sich in Übereinstimmung mit § 253 Absatz 1 HGB gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Sofern die voraussichtliche Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung länger als ein Jahr ist, erfolgt eine Abzinsung der Rückstellung mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz. Latente SteuernBestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so muss eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt werden. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung kann als latente Steuer aktiviert werden. Ein entstandener Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bewertet. III. Änderungen von Bewertungs-, Bilanzierungs- und AusweiswahlrechtenIm Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine Änderungen von Bewertungs-, Bilanzierungs- und Ausweismethoden. IV. Erläuterungen zur BilanzForderungen an KreditinstituteDie Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus Bankguthaben in Höhe von TEUR 678 (Vorjahr: TEUR 525). Sie beinhalten - wie im Vorjahr- keine Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis oder Forderungen an verbundene Unternehmen. Forderungen an KundenDie Forderungen an Kunden betragen zum 31.12.2023 TEUR 662 (Vorjahr: TEUR 1.048) und beinhalten Forderungen an verbundene Unternehmen (LeanVal Invest GmbH) in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 250). Aktien und andere nicht festverzinsliche WertpapiereDie Lean Val Asset Management AG weist zum 31. Dezember 2023 unter den Aktien und anderen nicht verzinslichen Wertpapieren Anteile an den selbst verwalteten inländischen Investmentvermögen aus, die der Kategorie "wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände" zugeordnet sind. Der Marktwert beträgt zum Stichtag TEUR 1.043 (Vorjahr: TEUR 1.235). Anzeichen einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung sind nicht gegeben. Anteile an Investmentfonds
RestlaufzeitengliederungFür die in der Bilanz ausgewiesenen nicht täglich fälligen Forderungen gelten die folgenden Restlaufzeiten:
Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren:
AnlagevermögenEs wurden keine selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt im Folgenden das Anlagengitter:
AnteilsbesitzDer Anteilsbesitz wird unter Ziffer VII dargestellt. Sonstige VermögensgegenständeIn den Sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten:
Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenEs bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber einem Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Es bestehen - wie im Vorjahr- keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Verbindlichkeiten gegenüber KundenIn der Gesamtposition sind - wie im Vorjahr - keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten. Sonstige VerbindlichkeitenIn den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:
Latente SteuernDie Ermittlung der latenten Steuern erfolgt aufgrund der Wertunterschiede zwischen Handels- und Steuerrecht bei der Abzinsung von Rückstellungen. Der angewandte Steuersatz beträgt 31,93%. Andere RückstellungenDie anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) bestand am 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 140 aus 140.000 Stück auf den Namen lautende Stückaktien zu je EUR 1,00 Nennwert. Zum Bilanzstichtag wurden keine eigenen Aktien gehalten. Kapitalrücklagen
Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn
Der ordentlichen Hauptversammlung am 22.05.2024 wird vorgeschlagen, von dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 229 eine Dividende von EUR 1,80 pro Aktie an die Anteilseigner auszuschütten und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen. Als Auszahlungstag wird der 31.05.2024 festgelegt. Nicht in der Bilanz enthaltende GeschäfteAngaben nach § 285 Nr. 3a HGBIm Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die LeanVal Asset Management AG finanzielle Verpflichtungen eingegangen, die über die in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten hinausgehen und sich in Höhe von TEUR 454 wie folgt darstellen:
Angaben nach § 285 Nr. 3 HGBSonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und nach § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, bestehen nicht. V: Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche Erträge
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und SachanlagenIn den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Für die Zusammensetzung der Abschreibungen wir auf das Anlagegitter verwiesen. Steuern vom Einkommen und ErtragDie im Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Steuern beinhalten im Wesentlichen die Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 90. VI. Ergänzende AngabenMehrheitsbeteiligungDie LeanVal Invest GmbH, Leverkusen, hält an der LeanVal Asset Management AG eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Absatz 1 AktG. Eine Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG liegt vor. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 17 (Vorjahr: 14) Angestellte beschäftigt. Davon war drei Mitarbeiter leitende Angestellte. Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsEine Angabe zu den Gesamtbezügen des Vorstands unterbleibt gem. § 286 Absatz 4 HGB, da sich durch diese Angabe die Bezüge eines Vorstands feststellen lassen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 53. Honorare des AbschlussprüfersIn der Berichtsperiode wurden Rückstellungen für Abschlussprüferleistungen in Höhe von TEUR 31 sowie für andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 6 gebildet. Neben der Abschlussprüfung werden andere Bestätigungsleistungen für die Prüfung nach § 89 Abs. 1 Satz 1WpHG erbracht. Organe der LeanVal Asset Management AGVorstandHerr Thomas Wiegelmann, Sulzbach Beruf: Diplom-Ingenieur (FH) Verantwortung: Finanzportfolio-Verwaltung, Risikocontrolling, Vertrieb, EDV / Orga, Compliance, Allg. Verwaltung, Meldewesen, Rechnungswesen, Revision, Geldwäsche, Personal AufsichtsratHerr Prof. Dr. Laurenz Czempiel, Gräfelfing (Vorsitzender) Beruf: Geschäftsführer der LeanVal Invest GmbH Verantwortung: Strategie und Sales Herr Dieter Brichmann, Penzberg (stv. Vorsitzender) Beruf: Dipl. Kaufmann, bis 30.06.2021 Vorstand bei der Baader Bank AG Verantwortung: Riskmanagement & Regulatory Reporting, Compliance / Geldwäsche, Revision, Datenschutz, Kredit, Accounting & Corporate Taxes / Controlling, Betriebsorganisation / Personal, Informationssicherheit, Backoffice, Auslagerung Herr Prof. Dr. Peter Schömig, Köln Beruf: Geschäftsführer der LeanVal Invest GmbH Verantwortung: Research und Anlagestrategie ab dem 27.04.2023 Herr Kai Göhring, Frankfurt Beruf: Rechtsanwalt / Generalbevollmächtigter der Baader Bank AG Verantwortung: Head of Group Legal & Corporate Finance bis zum 31.07.2023 Herr Artur Kampik, Köln Beruf: Geschäftsführer der LeanVal Invest GmbH Verantwortung: Plattformen und Investment Solutions VII. Aufstellung des Anteilsbesitzes der LeanVal Asset Management AGDie LeanVal Asset Management AG ist unmittelbar an folgendem Unternehmen beteiligt:
Im Geschäftsjahr 2023 haben sich innerhalb des Anteilsbesitzes der LeanVal Asset Management AG keine Änderungen ergeben. VIII. NachtragsberichtAufgrund des weiter andauernden Russland-Ukraine-Krieges sind Ertragsrückgänge mit entsprechenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2024 möglich. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.
Frankfurt am Main, den 16. Mai 2024 LeanVal Asset Management AG Der Vorstand Thomas Wiegelmann 05.Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen der LeanVal Asset Management AG 1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur 1.2 Geschäftsmodell 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld im Geschäftsjahr 2021 2.1.2 Branche, Marktstellung und Veränderung der Wettbewerbsposition 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Marktstellung und Entwicklung der Wettbewerbsposition. 2.2.2 Entwicklung der wesentlichen Leistungs- und Ergebnistreiber 2.3 Wirtschaftliche Lage und finanzielle Leistungsindikatoren 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage 2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren - Mitarbeiter 2.5 Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikobericht 3.1.1 Das Risikomanagementsystem der LVAM AG 3.1.2 Ziele des Risikomanagements 3.1.3 Risikotragfähigkeit 3.1.4 Risikoinventur und -strategie 3.1.5 Strukturen und Prozesse des Risikomanagements 3.1.6 Wesentliche Änderungen im Vergleich zum
Vorjahr
3.1.8 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage der Gesellschaft 3.2 Prognose- und Chancenbericht 3.2.1 Erwartete Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen 3.2.2 Erwartete Entwicklung des Geschäftsverlaufs und der Geschäftslage 3.2.3 Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung der LVAM AG 4 Sonstige Angaben 4.1 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG 1 Grundlagen der LeanVal Asset Management AG 1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur Die LeanVal Asset Management AG (LVAM AG) ist ein deutsches Finanzdienstleistungsinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Gesellschaft wurde 1991 gegründet und wird seit 2006 in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft geführt. Die Anteile an der LVAM AG werden zu 75,1 % von der LeanVal Invest GmbH (LeanVal), Frankfurt, zu 19,9 % von der Baader Bank AG, Unterschleißheim, und zu je 1,67 % von den Herren Gauss, Kern und Wiegelmann gehalten. An der Fonds Direkt AG in Bad Homburg besteht eine Beteiligung in Höhe von 9,64 %. Während die Betreuung des Kerngeschäfts durch den Vorstand und Mitarbeiter der LVAM AG vorgenommen wird, waren bestimmte Verwaltungs- und Backoffice-Tätigkeiten auf der Grundlage von Service-Level-Agreements bis zum 31.12.2023 an die RGT Treuhand Revisionsgesellschaft ausgelagert. Die Gesellschaft besitzt die Erlaubnis der BaFin für folgende Finanzdienstleistungen:
1.2 Geschäftsmodell Die LVAM AG ist für Kapitalverwaltungsgesellschaften als Finanzportfoliomanager im Wesentlichen für Publikums- und Spezialfonds tätig. Dabei wird das Portfoliomanagement für Investmentfonds, Fondssegmente oder Teilgesellschaftsvermögen (im Folgenden bezeichnet als "der Fonds" und insgesamt als "die Fonds") von der jeweiligen Kapitalverwaltungsgesellschaft an die LVAM AG in Übereinstimmung mit dem deutschen Investmentrecht und den Vorgaben der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ausgelagert. Ein Fonds unterliegt der Finanzaufsicht in Liechtenstein. Hier wurde ein so genannter AIF (Alternative Investmentfonds) aufgesetzt. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist in Abbildung 1 skizziert und hat im Berichtsjahr keine wesentlichen Veränderungen erfahren.
Die LVAM AG hat mit mehreren Kapitalverwaltungsgesellschaften für die Verwaltung von Spezial-AIF-Sondervermögen (Spezialfonds) und die Sondervermögen gemäß der OGAW-Richtlinie (Publikumsfonds) Vereinbarungen gemäß §36 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) geschlossen. Die in den verwalteten Fonds umgesetzten Handelsstrategien bestehen im Wesentlichen aus Optionsstrategien, die den Investoren neben stetigen Erträgen in verschiedenen Marktumfeldern einen zusätzlichen Nutzen hinsichtlich Diversifikation und Unabhängigkeit bieten sollen (sogenannte "Athena Strategie" und "Gamma Plus Strategie"). Daneben werden in Publikums- und Spezialfonds Kombinationen von Aktienstrategien mit und ohne Absicherungen verwaltet. In Summe kommt hier das gesamte Leistungsspektrum der LVAM zum Einsatz Ergänzend dazu wird der AIF "Frankfurter Mezzanine Fonds" verwaltet. Der AIF investiert beispielsweise in Immobilien (in der Regel in Grundstücke) aus Deutschland. Zu den wesentlichen Investoren der LVAM zählen weiterhin Pensionskassen, Stiftungen, Versicherungen, Banken, Family Offices und Vermögensverwalter. Neben dem Portfoliomanagement von Fonds wurde ab Juli 2021 auch die Vermögensverwaltung für ausgesuchte private, semiprofessionelle und professionelle Kunden angeboten. Aktuell werden weniger als zehn Kunden betreut. Wie im Vorjahr sind zwei Tied Agents angebunden. Andere Dienstleistungen neben dem Portfoliomanagement der Fonds und der Vermögensverwaltung wurden nicht angeboten. Wie in Abb. 1 dargestellt, basiert das Ertragsmodell der LVAM AG auf einem Zwei-Säulen-Modell, das als Ertragsquellen eine Management Fee und eine Performance Fee umfasst. Die erste Säule besteht aus der Management Fee als klassische Vergütung für das Management eines Vermögens. Bemessungsgrundlage hierfür ist das Nettovermögen des Fonds (Assets under Management, AuM). Die zweite Säule des Ertragsmodells stellt die performanceabhängige Vergütung dar. Hierbei ist die Gesellschaft am Wertzuwachs des Fondsvermögens beteiligt. Die Performance Fee bemisst sich an der erreichten Überrendite unter Berücksichtigung einer High Water Mark Regelung und teilweise zusätzlich einer Überrendite, die erst nach Überschreiten einer Hurdle Rate (Mindestrendite, die erzielt werden muss, bevor die Performance Fee berechnet werden kann) erfasst wird. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld im Geschäftsjahr 2023 Das Jahr 2023 war von einer weiteren Abkühlung der globalen Konjunktur und rückläufigen, allerdings nach wie vor auf historisch erhöhten Niveaus verharrenden Inflationsraten geprägt. Analog zum Jahr 2023 erwartet der Internationale Währungsfonds auch für das Jahr 2024 inflationsbereinigt ein globales Wirtschaftswachstum in Höhe von 3,1 %. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt soll 2024 um 0,5 % steigen, nachdem es im Jahr 2023 eine Kontraktion in Höhe von -0,3 % gab. Die schwache Konjunktur in Deutschland lastet auch auf dem Wachstum der Eurozone, was im Jahr 2023 voraussichtlich zu lediglich 0,5 % BIP-Wachstum führt. Für 2024 wird ein Wachstum in Höhe von 0,9 % erwartet. In den USA hingegen fiel das BIP-Wachstum mit 3,3 % deutlich höher aus, als zunächst prognostiziert. Für 2024 erwartet der IWF ein reales BIP-Wachstum in Höhe von 2,1 %. International waren die weiteren Folgen des russischen Einmarschs in die Ukraine inkl. die Beitrittsverhandlungen bzw. dem Beitritt Schwedens und Finnlands in die NATO ein dauerndes Thema an den Börsen. Zudem nahm das Säbelrasseln Chinas hinsichtlich einer militärischen Eskalation im Konflikt um Taiwan zuletzt wieder zu, nachdem China eine mehrtägige Militärübung vor Taiwan mit expliziten Szenarien absolvierte. Am 7. Oktober startete die Hamas aus dem Gazastreifen heraus eine lange geplante und großangelegte Attacke auf israelisches Gebiet, in deren Folge über 1.100 Menschen, überwiegend israelische Zivilisten, ermordet wurden. In der Folge kam es zu einer noch immer andauernden Militäraktion der Israelis. Gleichzeitig gab es militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und den Huthi-Rebellen. In dieser Gemengelage kann in Nah-Ost jederzeit ein größer militärischer Konflikt zwischen mehreren Staaten entstehen. Die Konsumlaune der Verbraucher in der Eurozone wurde trotz des weiterhin stabilen Arbeitsmarkts getrübt. Dies kann, neben der allgemein sich abkühlenden Konjunktur, auf im Zusammenhang mit geopolitischen Konflikten stehende Effekte sowie die hohen Preissteigerungen zurückgeführt werden. Die Inflationserwartungen für den Euroraum stiegen von Jahresanfang bis in den Herbst hinein, ehe diese wieder rückläufig waren und zu Jahresende sogar unter dem Wert zu Jahresanfang lagen. Auch wenn sich die Verbraucherstimmung zuletzt wieder etwas aufhellte, liegt der Index in der Eurozone weiterhin unter dem historischen Durchschnitt. Die rückläufige Konjunkturdynamik sowie die Eintrübung der Verbraucherstimmung in der Eurozone wurden auch von den Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen sowie das verarbeitende Gewerbe untermauert. Beide Frühindikatoren lagen den Großteil des Jahres unterhalb von 50 Punkten, was ein Indiz für eine wirtschaftliche Kontraktion sein kann. In den USA blieb eine Rezession bisher in weiter Ferne. Der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen lag das gesamte Jahr oberhalb der Marke von 50 Punkten. Die US-Wirtschaft wurde von einem weiterhin sehr starken Arbeitsmarkt, soliden Gehaltssteigerungen sowie einer Arbeitslosenquote nahe dem zyklischen Tiefstand gestützt. Die Verbraucherstimmung hellte sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte auf, allerdings liegt der Index nach wie vor unter dem historischen Durchschnitt. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag weite Teile des Jahres leicht unterhalb der Marke von 50 Punkten, was ein Indiz für eine wirtschaftliche Abschwächung sein kann. Die historisch weiterhin hohen Kerninflationsraten oberhalb des 2 %-Ziels erhöhen den Druck auf die Notenbanken, ihre geldpolitisch restriktiven Maßnahmen sowie hohen Zinssätze beizubehalten. Dies könnte zur Folge haben, dass die von Marktteilnehmern bereits eingepreisten Zinssenkungen erst später oder nicht wie erwartet eintreten werden, was wiederum zu Preiskorrekturen bei Assets führen kann. Entsprechend bewegen sich die Zentralbanken bei ihrer Geldpolitik weiterhin auf "einem schmalen Grat". Sie müssen die weiterhin erhöhten Inflationsraten und finanzielle Risiken gegen eine Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung abwägen. Die höheren Zinsen erhöhen zudem die Zinskosten und führen somit zu einer zusätzlichen Belastung der Staatshaushalte, was steigende Verschuldungsquoten und größere Haushaltsdefizite zur Folge haben kann, woraus wiederum Staatsschuldenkrisen entstehen können. In dem beschriebenen Umfeld entwickelten sich nahezu alle Assetklassen positiv. Insbesondere risikoreichere Assets wie Aktien konnten trotz weitestgehend stagnierendem Gewinnwachstum kräftig zulegen. Hierbei profitierten zinssensitivere Titel wie Technologieaktien oder Wachstumswerte am meisten und konnten deutlich zweistellig zulegen, wohingegen günstiger bewertete Value-Titel auf Indexebene lediglich eine höhere einstellige Rendite erzielten. Die Performancedifferenz zwischen dem MSCI World Cyclical Sectors Index (2023: +29,15 % in EUR) und dem MSCI World Defensice Sectors Index (2023: - 0,55 % in EUR) betrug rund 30 %-Punkte. Der DAX schloss das Jahr 2023 mit einer Performance in Höhe von 19,34 % ab. Im Vergleich dazu schlug sich der breiter gestreute STOXX 600 Europe Index mit 15,80 % schwächer, wohingegen der konzentriertere EURO STOXX 50 Index mit einer Performance in Höhe von 22,23 % besser abschnitt. Die US-Benchmark S&P 500 war 22,26 % im Plus, der Technologie-Index Nasdaq sogar 50,18 %. Globale Aktien anhand des US-lastigen MSCI Welt legten in Euro 19,60 % und Aktien aus Schwellenländern anhand des MSCI Emerging Markets legten in Euro 6,11 % zu. Auch Staatsanleihen erzielten auf Indexebene aufgrund der relativ hohen Basisverzinsung aus dem laufenden Ertrag sowie aufgrund wieder rückläufiger Zinsen aus Kursgewinnen eine positive Performance. Der währungsgesicherte Bloomberg Global Aggregate Index erzielte in Euro einen Gesamtertrag in Höhe von 4,73 %. Der Ölpreis für die Sorte Brent fluktuierte im Jahreslauf größtenteils zwischen 75 und 85 USD. In der Spitze stieg dieser bis auf rund 97 USD, gab anschließend wieder nach und beendete das Jahr rund 10 % unter dem Wert zu Jahresangang bei ca. 77 USD. Der Euro wertete auf Gesamtjahressicht gegenüber dem US-Dollar um rund 3,5 % auf. Während dieser zum Jahresbeginn noch bei rund 1,07 USD handelte, notierte er im Sommer zeitweise oberhalb von 1,12 USD. Anschließend wertete der Euro bis auf ca. 1,05 USD ab. Zum Jahresende wertete der Euro wieder leicht auf und beendete das Jahr bei rund 1,10 USD. 2.1.2 Branche, Marktstellung und Veränderung der Wettbewerbsposition Im Jahr 2023 gestaltete sich die Branchen- und Wettbewerbsentwicklung im "Alternativen Investment Bereich" hinsichtlich der mithilfe von Volatilitätsstrategien verfolgten Fondskonzepte heterogen. Das Kapitalmarktumfeld war von einem allgemein hohen Zinsniveau und positiver Aktienmarktperformance geprägt, welches insbesondere bei institutionellen Anlegern für eine Reduktion von Risikoaktiva hin zu festverzinslichen Produkten sorgte. Auch Liquid Alternative Vehikel konnten sich dem Trend nicht entziehen. Mit hohen Fondsvolumen ausgestatteten Fonds verzeichneten teilweise signifikante Abflüsse der verwalteten Anlagevermögen. Zugleich gab es in Einzelfällen auch Fonds, die entgegen dem allgemeineren Trend eine Steigerung des verwalteten Vermögens erreichen konnten. Das Jahr war für die Gesellschaft trotz der relativ attraktiven Wertentwicklung der wichtigsten Strategien in Summe von Mittelabflüssen geprägt. Vor allem Reallokationsentscheidungen auf Kundenseite, hauptsächlich zugunsten von festverzinslichen Anlagen, welche aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus eine wieder deutlich attraktive Ertragserwartungen aufweisen, sind als Hauptursache zu nennen. In der Gesamtbetrachtung konnte die Gesellschaft ihre Marktstellung im Vergleich zur deutschsprachigen Branchenkonkurrenz nicht vollständig behaupten. Auf Basis ihrer Absolute Return- und optionsbasierten Volatilitätsstrategie Athena musste insbesondere im ersten Quartal ein deutlicherer Rückgang des verwalteten Vermögens verzeichnet werden. Dieser konnte im weiteren Jahresverlauf aufgrund der positiven Wertentwicklung sowie weiterer Netto-Mittelzuflüsse nahezu vollständig kompensiert werden. Ebenso wurden die Mittelabflüsse im Gamma Plus Fonds aus dem ersten Quartal des Jahres durch Mittelzuflüsse im dritten Quartal rund zur Hälfte kompensiert. Allerdings blieb die LVAM AG gegenüber herausragenden Einzelentwicklungen - hier können als Beispiele aus dem Wettbewerbsumfeld Aquantum Active Range, Alturis Volatility sowie Empureon Volatility One Fund genannt werden - deutlich zurück. Die beiden im ersten Quartal des Jahres neu lancierten OGAW-Fonds LeanVal Equiy Protect und Klimazielfonds blieben bezüglich der Entwicklung des verwalteten Vermögens hinter den Erwartungen zurück. Da es sich um neue Fonds handelt, kann eine entsprechend positive Entwicklung eine längere Anlaufphase bis zum Aufbau eines signifikanten Track Records erfordern. Die unzufriedenstellende Entwicklung für den Klimazielfonds ist insbesondere auf das geringe Fondsvermögen zurückzuführen, welches Investoren unter anderem aufgrund regulatorischer Beschränkungen daran hindert, Investments in nennenswerter Höhe zu tätigen. Grundsätzlich stößt das Konzept bei potenziellen Investoren auf positive Resonanz und oftmals wird das Alleinstellungsmerkmal der Strategie am Markt wahrgenommen. Der defensive Equity Protect Fonds konnte sich mit seiner Absicherungsstrategie in dem diesjährigen, für Aktien positiven Umfeld, nicht nennenswert auszeichnen. Die relative Underperformance ist auf eine abträgliche Aktienselektion sowie das Ausbleiben einer signifikanten Korrektur an den Aktienmärkten zurückzuführen. Im Branchenwettbewerb bleibt die vergleichende Wertentwicklung der von der LVAM AG verwalteten Fonds zu den von Wettbewerbern angebotenen Produkten entscheidend. Angesichts der Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Inflationsdynamik und damit der Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken, sind längere Seitwärtsphasen oder Korrekturen an den Aktienmärkten stets im Rahmen der Möglichkeiten. Seitwärtsphasen mit zugleich niedriger Volatilität können, je nach Strategie, zu einer längeren Phase mit einer unterdurchschnittlichen Wertentwicklung führen. Stärkere kurzfristige Korrekturen, einhergehend mit einer sprunghaft ansteigenden Volatilität (Volatilitätsschocks), könnten die Branche erfahrungsgemäß wegen der dann unkalkulierbaren Effekte auf das Anlegerverhalten auch professioneller Investoren zumindest teilweise oder vorübergehend vor Probleme stellen. Ebenso kann das weiterhin attraktive Zinsniveau mit seinen Effekten auf das Anlegerverhalten die Branche hinsichtlich des Wachstums des verwalteten Vermögens vor Probleme stellen. Zugleich sind stärkere Korrekturen an den Aktienmärkten aufgrund von makroökonomischer Unsicherheit in Folge des deutlich gestiegenen Zinsniveaus denkbar. Aufgrund rückläufiger Bewertungen von Immobilien und anderer, zinssensitiver Assetklassen könnte dies auch den Bankensektor vor größere Probleme stellen, ebenso wie ein Anstieg von Unternehmensinsolvenzen aufgrund gestiegener Refinanzierungskosten und/oder Verschuldungsgrade. 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Marktstellung und Entwicklung der Wettbewerbsposition Im Jahr 2023 gestaltete sich die Branchen- und Wettbewerbsentwicklung im "Alternativen Investment Bereich Volatilitätsstrategien" weiterhin herausfordernd. Insbesondere das deutlich volatilere Marktumfeld führte zu Verschiebungen bei volatilitätsbasierten Absolute Return-Fondskonzepten. Volatilitätsstrategien mit einer stabilen und positiven Jahresperformance konnten sich im vergangenen Jahr in eine verbesserte Wettbewerbsposition manövrieren. Während diese Konzepte überwiegend auch Nettozuflüsse einwerben konnten, litten negativ zum Aktienmarkt korrelierten Long-Volatilitätsstrategien unter dem Marktumfeld und mussten in den meisten Fällen mit im vergangenen Jahr Nettoabflüsse verkraften. Volatilitätsstrategien werden auch in Zukunft, trotz steigender Zinsniveaus, weiterhin nachgefragt werden, jedoch vermutlich deutlich selektiver als in den Vorjahren. Zudem scheint eine gewisse Saisonalität und Prozyklizität hinsichtlich Nachfrage und Mittelflüssen zu existieren. Während in Phasen hoher Volatilität und schwacher Aktienmärkte Die Entwicklung des verwalteten Vermögens der LVAM AG ist im Branchenvergleich von der Gesamtentwicklung her vergleichbar mit den Wettbewerbern. Die Wettbewerbsstruktur der für die LVAM AG relevanten Branche, der in options- und volatilitätsbasierten Investmentfonds engagierten, institutionellen Vermögensverwalter, hat sich im Vergleich zu den Vorjahren im deutschsprachigen Raum nicht wesentlich verändert und liegt nach unserer Einschätzung unverändert bei etwa zehn Wettbewerbern. 2.2.2 Entwicklung der wesentlichen Leistungs- und Ergebnistreiber Wie in Kapitel 1.2 beschrieben und in Abb. 1 dargestellt, wird der Geschäftsverlauf der LVAM AG in ihrer Funktion als Portfoliomanager im Wesentlichen von den verwalteten AuM, den vereinbarten Managementgebühren (Management Fee) und den Gewinnbeteiligungseinnahmen (Performance Fee) bestimmt. Ihre Einnahmen erzielt die LVAM AG primär aus der Management Fee (maximal 2,5 % der AuM) sowie, bei Eintreten von Nettowertsteigerungen der verwalteten Fonds, gegebenenfalls aus der Performance Fee, die aus einem zweistelligen Prozentbetrag der Renditen über den jeweils letzten abgerechneten Höchstständen besteht. In einigen Fällen ist zudem eine sogenannte Hurdle Rate vereinbart. Die von der LVAM AG verwalteten AuM betrugen per Dezember 2023 TEUR 851.860 was gegenüber dem Vorjahr eine Reduktion von TEUR 174.819 darstellt. Das Anlagevolumen des Publikumsfonds Athena Ul hat sich zum Jahresschluss 2023 gegenüber dem Ultimo des Vorjahres um TEUR 3.186 verringert. Der im Jahr 2020 aufgelegte Optionsfonds Gamma hat sein Volumen bis zum Jahresende um TEUR 13.776 verringert. Auch das Volumen in den Spezialfonds reduzierte sich um rund TEUR 169.085. Der Athena UI Fonds beendete das Jahr 2023 mit einem zufriedenstellenden Ergebnis (I-Klasse 6,99 %, V-Klasse 7,42 %), während die Gamma-Strategie im Publikumsfonds 3,23% (I-Klasse) und 2,79 % (R-Klasse) abgab. In den Spezialfonds lagen die Wertentwicklungen zwischen 5,56 % bis zu 11,75 %. Der Frankfurter Mezzanine Fonds wies zum Ende des Jahres 2023 ein AuM in Höhe von TEUR 15.250 (plus TEUR 1.328) bei einer Wertentwicklung von +7,45 % auf. Der im April 2020 aufgelegte Empowerment Fonds schloss 2023 mit um TEUR 730 verringerten AuM in Höhe von TEUR 4.036 und einer Entwicklung von 8,15 % (I-Klasse) und 6,26 % (MBS- Klasse) ab. Die Erwartung des Vorstandes, dass eine Kombination aus günstiger Wertentwicklung der Fonds und erwarteten wachsenden AuM im Geschäftsjahr 2023 zu einem entsprechend stetigen und positiven Geschäftsverlauf der LVAM AG führen wird, war aufgrund der verringerten AuM nur teilweise gerechtfertigt. Zu den für die Gewinnbeteiligung der Publikumsfonds maßgeblichen Abrechnungsterminen notierte nur der Athena Ul Fonds und der Gamma Plus Fonds über der High Water Mark. Daher fiel nur hier Performance Fee an. Im Frankfurter Mezzanine Fonds wurde erneut die Hurdle Rate übertroffen, wodurch auch für diesen Fonds eine Gewinnbeteiligung abgerechnet werden konnte. In den Spezialfonds konnten zu den maßgeblichen Abrechnungsterminen keine Gewinnbeteiligungen vereinnahmt werden. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass das verwaltete Vermögen (AuM) die wichtigste Grundlage für Planungs- und Steuerungszwecke darstellt. Die sich aus den AuM ableitende Ertragsplanung der LVAM AG berücksichtigt üblicherweise die Einnahmen aus der Management Fee, während in der Performance Fee eine zusätzliche Chance für eine Verbesserung der Ertragslage liegt. Insgesamt konnten die für das Berichtsjahr aufgestellten Ertragsprognosen bezüglich der Management Fees nicht ganz erreicht werden. Die Einnahmen aus Performance Fees wurden teilweise den Erwartungen gerecht und konnten zum positiven Jahresergebnis beitragen. 2.3 Wirtschaftliche Lage und finanzielle Leistungsindikatoren 2.3.1 Ertragslage Auf Grundlage der aufgezeigten Leistungs- und Ergebnistreiber und angesichts des anhaltend anspruchsvollen Geschäftsumfelds ist der Verlauf der Ertragslage der LVAM AG im Geschäftsjahr 2023 als insgesamt zufriedenstellend zu bewerten. Wie in den Vorjahren wurde die Entwicklung der Erträge auch im Berichtsjahr überwiegend vom Provisionsergebnis bestimmt. Die Provisionserträge setzten sich zu 88 % aus Management Fees und zu 12 % aus Performance Fees zusammen. Insgesamt sind die Provisionserträge in 2023 um TEUR 485 auf TEUR 4.537 gesunken. Daneben zeigte sich bei den Provisionsaufwendungen ebenfalls ein Rückgang um TEUR 33 auf TEUR 547, so dass sich das Provisionsergebnis in Summe um TEUR 452 (10 %) auf TEUR 3.990 verschlechterte. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich im Wesentlichen aus verrechneten Sachbezügen, Zuschreibungen aus wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen zusammen. Sie erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 39 auf TEUR 210. Der Gesamtaufwand hat im Berichtsjahr um 5 % bzw. um TEUR 207 auf TEUR 3.912 etwas abgenommen. Die Verminderung begründet sich im Wesentlichen auf folgende Bereiche. Im Personalaufwand führte hauptsächlich die Verringerung der variablen Vergütungsbestandteile, da dieser um TEUR 154 auf TEUR 3.111 sank. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind insbesondere aufgrund höherer Miet-, Mietneben- sowie Lizenzkosten, wie auch Prüfungskosten um TEUR 45 auf TEUR 797 gestiegen. Die Abschreibungen verminderten sich um TEUR 8 auf TEUR 4. Wie im Vorjahr wurden nur geringe Investitionen in abschreibungsfähige Anlagegüter vorgenommen.
1 Korrespondierende Erträge und
Aufwendungen sind saldiert ausgewiesen
Tabelle 1: Indikatoren zur Ertragslage Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Erträge im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 403 gesunken sind. Die Aufwendungen sind unterproportional gesunken. Daher zeigte sich das Vorsteuerergebnis (EBT) im Jahresvergleich deutlich sinkend, und zwar um 38 %, bzw. TEUR -196 auf TEUR 317. Mit einem EBT von TEUR 317, einem Jahresüberschuss von TEUR 225 sowie einem Bilanzgewinn von TEUR 229 stuft der Vorstand der Gesellschaft die Entwicklung des Ergebnisses der LVAM AG im abgelaufenen Geschäftsjahr jedoch als zufriedenstellend ein. Die im Vergleich zum Vorjahr verschlechterte Ertragslage bei ansteigenden Verwaltungsaufwendungen entspricht nicht den Erwartungen der mittelfristigen Entwicklung der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr. Weiterhin wird diese stark von den erwirtschafteten Provisionserträgen abhängig sein. Die Analyse der Kennzahlen zur Ertragslage bestätigt die getroffenen Aussagen. Der Rohertrag wie auch das operative Ergebnis haben sich stark verringert. Der Rohertrag sank um TEUR 442 auf TEUR 4.019, das operative Ergebnis um TEUR 232 auf TEUR 110. Die Entwicklung des Cashflows verhielt sich ähnlich negativ, wie die Entwicklung des Nachsteuer-ergebnisses. Der Jahresüberschuss hat sich um TEUR 70 auf TEUR 225 verringert. Zusammen mit dem Gewinnvortrag von TEUR 4 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 229. Dieser hat sich im Vergleich zur Vorperiode um TEUR 69 verringert, welcher der Verringerung des Jahresüberschusses entspricht. Von der Hauptversammlung wurde im April 2023 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 298 eine Ausschüttung an die Anteilseigner in Höhe von TEUR 294 vorzunehmen. 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich Veränderungen in der Vermögens- und Finanzlage der LVAM AG ergeben. Die Bilanzsumme (TEUR 2.762 per 31.12.2023) setzt sich geringfügig verändert zum Vorjahr zu 91 % aus kurzfristigen und zu 9 % aus langfristigen Aktiva zusammen. Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich um TEUR 153 auf TEUR 678 erhöht, wovon 100 % auf täglich verfügbare Gelder entfallen. Die Forderungen an Kunden haben sich zum 31.12.2023 von TEUR 1.048 auf TEUR 662 vermindert und beinhalten Forderungen an verbundene Unternehmen (LeanVal Invest GmbH) in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 250). Die Anteile an Investmentfonds bilden mit TEUR 909 den größten Aktivposten. Für diesen bestehen keine Anhaltspunkte auf einen möglichen Abschreibungsbedarf. Auf den Posten der Beteiligungen entfällt zum 31. Dezember 2023 unverändert ein Betrag in Höhe von TEUR 231. Die Geschäftsentwicklung der Beteiligung Fonds Direkt AG zeigte im Geschäftsjahr 2023 keine Auffälligkeiten, die einen Abschreibungsbedarf signalisierten. Die Finanzierung der Aktiva erfolgte wie schon in den Vorjahren zu einem Großteil durch Eigenmittel. Die Veränderung des Eigenkapitals beruht auf zwei Effekten. Einerseits trägt das positive Ergebnis von TEUR 225 zum Anstieg des Eigenkapitals bei. Andererseits hat die Hauptversammlung vom 26. April 2023 eine Ausschüttung von TEUR 294 beschlossen, die das Eigenkapital entsprechend mindert. Die Eigenkapitalquote stieg leicht um 2 Prozentpunkte auf 49 %. Dieser hohe Wert unterstreicht die unverändert sehr soliden Finanzierungsverhältnisse der Gesellschaft. Zusätzlich untermauert wird dies durch das weiterhin geringe Volumen an Fremdfinanzierungsmitteln von TEUR 221. Die Bankverbindlichkeiten betragen zum Stichtag TEUR 0,2. Die Steuerung der täglichen Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme sowie die Lenkung der freien Liquidität im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr vermehrt auf den Girokonten und den Tagesgeldkonten der Gesellschaft. Besonderes Augenmerk wurde dabei erneut auf die Sicherstellung der jederzeit gewährleisteten Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen gelegt. Die liquiden Mittel erhöhten sich im Berichtsjahr bis zum Bilanzstichtag um TEUR 152 auf TEUR 678.
1 Liquide Mittel setzen sich per Definition aus
den Bilanzpositionen Barreserve und täglich
fällige Forderungen an Kreditinstitute zusammen
Tabelle 2: Indikatoren zur Finanz- und Vermögenslage Zugänge bei den Sachanlagen erfolgten im Berichtsjahr in EDV Hardware sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Außerbilanzielle Verpflichtungen sowie wesentliche Investitionsverpflichtungen lagen nicht vor. 2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren - Mitarbeiter Zum Bilanzstichtag beschäftigte die LVAM AG siebzehn Mitarbeiter (Vorjahr: vierzehn), darunter sechszehn festangestellte Mitarbeiter (Vorjahr: vierzehn), wovon zwei Mitarbeiter in leitender Funktion tätig waren (Vorjahr: zwei). Die Belegschaft setzt sich aus zwei Arbeitnehmerinnen und fünfzehn Arbeitnehmern zusammen. Im Rahmen einer besonderen Vergütungsregelung, welche für vier Mitarbeiter des Portfoliomanagements hinsichtlich der Einnahmen aus Gewinnbeteiligungen getroffen wurde, können diese an der Wertentwicklungen der Fonds profitieren. 2.5 Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht Der Geschäftsverlauf der LVAM AG für das Geschäftsjahr 2023 zeigte sich, insgesamt bei gegenüber dem Vorjahr reduzierten Einnahmen, zufriedenstellend, wobei die Entwicklung weiterhin von einer starken Abhängigkeit zum einen von den AuM, zum anderen von der bei der Verwaltung dieser Assets erzielten Wertentwicklung geprägt ist. Die AuM reduzierten sich im Laufe des Geschäftsjahres und lagen per Saldo zum Ende des Jahres 2023 um ca. 17% unter dem Vorjahresniveau. Aus Gewinnbeteiligungseinnahmen konnte nur ein geringer Beitrag zum Ergebnis erzielt werden (12%). Auf ein in der Geschäftsentwicklung des Vorjahres positives Ergebnis folgte über den gesamten Jahresverlauf eine Verminderung der Erträge. Durch die Provisionseinnahmen aus Management-Fee um ca. 10% unter dem Vorjahresniveau aber nahezu gleichgebliebenen Aufwendungen konnte nur ein zufriedenstellendes Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. Die Geschäftsleitung der LVAM AG schätzt die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Hinblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr als zufriedenstellend ein. Das Niveau der AuM bietet eine gute Ausgangsbasis für die folgenden Geschäftsjahre, wenngleich die Herausforderung bestehen bleibt, im laufenden Geschäftsjahr wiederum eine deutlich positive Wertentwicklung der verwalteten Fonds herbeizuführen. Die Vermögens- und Liquiditätsverhältnisse der Gesellschaft waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr geordnet. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikobericht Die in diesem Abschnitt dargestellten Ausführungen beziehen sich auf die Risikolage der LVAM AG zum 31. Dezember 2023. 3.1.1 Das Risikomanagementsystem der LVAM AG Für einen adäquaten Umgang mit Risiken ist ein wirksames Risikomanagementsystem unerlässlich. Das Management der Risiken der LVAM AG ist in ein umfassendes Risikomanagementsystem eingebunden. Dieses orientiert sich einerseits an dem vorgegebenen aufsichtsrechtlichen Rahmen sowie andererseits an internen wirtschaftlichen Erfordernissen. 3.1.2 Ziele des Risikomanagements Das Ziel des Risikomanagements der LVAM AG ist die permanente Sicherstellung der Risikotragfähigkeit und somit des Unternehmensfortbestandes. Um diesem Grundsatz gerecht zu werden, sind geeignete Risikosteuerungs- und -controllingprozesse installiert. Diese stellen sicher, dass die wesentlichen Risiken zeitnah erkannt, adäquat beurteilt und entsprechend überwacht werden. Darüber hinaus verschafft sich der Vorstand der LVAM AG mindestens halbjährlich einen Überblick über die Ausprägung aller wesentlichen Risiken und die Risikotragfähigkeit des Unternehmens. Die Risikotragfähigkeit findet damit insbesondere auch im Rahmen der Festlegung der Geschäfts- und Risikostrategie Berücksichtigung. 3.1.3 Risikotragfähigkeit Die Risikotragfähigkeit wird vom Risk Management der LVAM AG mindestens halbjährlich überprüft. Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der sogenannten normativen und der ökonomischen Perspektive, wobei beide Perspektiven gleichermaßen steuerungsrelevant sind. Die normative Perspektive ist als Gesamtheit der regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu verstehen. Um die Risikotragfähigkeit zu überprüfen, werden die zur Verfügung stehenden Eigenmittel den aufsichtsrechtlichen Anforderungen gegenübergestellt. Nachfolgend wird die Situation per 31. Dezember 2023 dargestellt:
Tabelle 1: Normative Perspektive der LVAM AG per 31.12.2023 Für die Steuerung des normativen Ansatzes wird ein Ampelsystem verwendet, mit Hilfe dessen die Einhaltung der Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive überwacht wird. Die ökonomische Perspektive hingegen dient dem Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht. Das Risikodeckungspotenzial wird dabei durch eine barwertnahe Berechnungsmethodik bestimmt. Diese bezieht sich auf bilanzielle Positionen, wobei jedoch bspw. das Geschäftsrisiko negativ in der Berechnung berücksichtigt wird. Um die Risikotragfähigkeit zu überprüfen, wird das zur Verfügung stehende Risikodeckungspotenzial den unerwarteten Verlusten (Risikopotenzial), berechnet mit einem 99,9%-Quantil, gegenübergestellt. Die folgende Tabelle zeigt die Risikotragfähigkeit für die LVAM AG nach dem ökonomischen Ansatz per 31. Dezember 2023:
Tabelle 2: Ökonomische Perspektive der LVAM AG per 31.12.2023 Das Risikopotenzial aus Adressenausfall-, Marktpreis- und Operationellen Risiken wird hierbei durch das verfügbare Risikodeckungspotenzial begrenzt. Das Risikodeckungspotenzial hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Grund dafür ist Steigerung des Bilanzgewinns. Die Erhöhung des Risikopotenzials im Vergleich zum Vorjahr wird weiter unten im Text genauer erläutert (vgl. Abschnitte 3.1.7.1, 3.1.7.2 und 3.1.7.3). Zur dauerhaften Sicherstellung der Risikotragfähigkeit stellt der Vorstand nur einen Teil des Risikodeckungspotenzial als sogenanntes Risikokapital zur Verfügung. Dieses wird "top down" auf die einzelnen Risikoarten verteilt und hat als Risikolimit eine begrenzende Funktion. Das Risikodeckungspotenzial, das Risikopotenzial und das Risikokapital werden mindestens halbjährlich überprüft. Eingetretene Verluste werden hierbei entsprechend berücksichtigt. Das Risikopotenzial belief sich auf TEUR 551 und wurde durch das Adressenausfallrisiko, das Marktpreisrisiko sowie das Operationelle Risiko verursacht. Um zu gewährleisten, dass selbst in hypothetischen Krisenzeiten (Stressszenarien) das Risikodeckungspotenzial ausreicht, um die eintretenden Verluste zu decken, werden die größten Verluste aus den durchgeführten Stressszenarien für alle relevanten Risikoarten dem verfügbaren Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Per 31. Dezember 2023 würde sich ein Verlust aus dem schlechtesten Szenario in Höhe von TEUR 578 ergeben. Somit ist die Risikotragfähigkeit auch im Stressszenario gewährleistet. Zusammenfassend kann für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt werden, dass die Risikotragfähigkeit der LeanVal Asset Management AG in beiden Ansätzen zu keiner Zeit gefährdet war. 3.1.4 Risikoinventur und -strategie Zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres werden die Geschäftsstrategie und die dazu konsistente Risikostrategie für das neue Geschäftsjahr vom Vorstand der LVAM AG entwickelt. Dabei werden externe Einflussfaktoren, wie bspw. das Marktumfeld oder Konjunkturerwartungen sowie interne Faktoren, wie die Risiko-tragfähigkeit, die Ertragslage, die Liquiditätssituation etc. berücksichtigt. Hierfür ist auch die Durchführung einer Risikoinventur erforderlich. Diese wurde im 4. Quartal des vergangenen Geschäftsjahres durchgeführt. Dabei wurden die folgenden Risikoarten als wesentliche Risiken identifiziert: Adressenausfallrisiko (Kredit- und Beteiligungsrisiken), Marktpreisrisiko, operationelles Risiko und Geschäftsrisiko. Im Rahmen eines Vorstandsbeschlusses der LVAM AG werden dann die Geschäfts- und Risikostrategie sowie das zur Deckung von unerwarteten Risiken zur Verfügung gestellte Risikokapital für das neue Geschäftsjahr verabschiedet. 3.1.5 Strukturen und Prozesse des Risikomanagements Das Risikomanagementsystem der LVAM AG beinhaltet eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gemäß den Anforderungen der MaRisk. Diese Prozesse gestalten sich wie folgt:
Darüber hinaus führt das Risk Management Stresstests für alle wesentlichen Risikoarten durch, die im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung finden. Die dargelegten Prozesse stellen sicher, dass die wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise gesteuert sowie überwacht werden. Weiterhin werden die Prozesse regelmäßig überprüft und zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst. Ebenso findet für die angewandten Methoden und Verfahren regelmäßig eine Validierung statt, in der die Angemessenheit der Verfahren sowie die zugrundeliegenden Annahmen überprüft und ggf. Anpassungsbedarf identifiziert wird. Die technische Ausstattung in Form von Risikoüberwachungs- und -steuerungssystemen ist im Hinblick auf das Risikomanagementsystem angemessen. Darüber hinaus wird für die Sicherung einer angemessenen Qualifikation des Personals permanent Sorge getragen. Die Prüfung des Risikomanagementprozesses erfolgt mindestens jährlich durch die Interne Revision. 3.1.6 Wesentliche Änderungen im Vergleich zum Vorjahr Die LVAM AG nahm 2023, wie im Jahr 2022, in Bezug auf die Bereiche Rechnungswesen/Buchhaltung, Meldewesen, Interne Revision und Lohnbuchhaltung Leistungen der RGT Treuhand Revisionsgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und in Bezug auf allgemeine IT-Dienstleistungen inkl. Support- und Monitoringleistungen der crm Consult GmbH in Anspruch. Die ausgelagerten Aktivitäten und Prozesse wurden angemessen in das "Interne Kontrollsystem" der LVAM integriert, Risikoanalysen durchgeführt und die Prozesse überwacht. Es haben sich keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr ergeben. 3.1.7 Die Risiken der LVAM AG Als wesentliche Risiken wurden zum Bilanzstichtag unverändert das Marktpreisrisiko, das Adressenausfallrisiko, das operationelle Risiko und das Geschäftsrisiko identifiziert. Darüber hinaus ist das Liquiditätsrisiko gemäß MaRisk zu betrachten, dieses wird aber unter Berücksichtigung von Art, Umfang und Komplexität der Geschäftstätigkeit bei der LVAM AG - wie bereits in den Vorjahren - als nicht wesentlich beurteilt. Nachfolgend werden die wesentlichen Risikoarten detailliert erläutert. 3.1.7.1 Marktpreisrisiko Allgemein versteht man unter Marktpreisrisiken alle Risiken, die aus der Veränderung des Marktpreises eines Finanzinstruments über eine bestimmte Zeitperiode resultieren. Dabei unterscheidet man je nach Einflussparameter das Aktienkurs-, das Zinsänderungs- und das Währungsrisiko. Im vergangenen Geschäftsjahr bestanden für die LVAM AG im Anlagebestand Positionen mit Marktpreisrisiko, deren Marktwert per 31. Dezember 2023 TEUR 1.043 betrug (Vorjahr: TEUR 1.235). Die Marktpreisrisiken werden durch ein vereinfachtes Value-at-Risk (VaR)-Modell (Delta Normal Methode) mit einem Konfidenzniveau von 99,9% regelmäßig gemessen. Zum 31. Dezember 2023 wurde ein Value at Risk in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 140) ermittelt, welcher im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung entsprechend Berücksichtigung fand. Im vergangenen Geschäftsjahr war das bereitgestellte Risikokapital jederzeit ausreichend, um potenzielle unerwartete Verluste aus Marktpreisrisiken zu decken. Demzufolge beurteilt das Risk Management das aus Marktpreisrisiken resultierende Risikopotenzial als unkritisch. 3.1.7.2 Adressenausfallrisiko Unter dem Adressenausfallrisiko versteht man allgemein die Gefahr, dass ein Kreditnehmer bzw. Kontrahent die geschuldete Leistung aufgrund des Ausfalls nicht oder nur teilweise erbringen kann. Zur Risikobegrenzung von Adressenausfallrisiken wird das gesamte Adressenausfallrisiko anhand des vom Vorstand bereitgestellten Risikokapitals (Limit für das Adressenausfallrisiko) limitiert und überwacht. Für die Beurteilung der Bonität eines Kreditnehmers wird im Risk Management ein Rating basierend auf einem internen Verfahren ermittelt. Jede Bonitätsklasse ist einer externen Ratingklasse und somit entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeiten zugeordnet. In Anlehnung an den Internal Rating Based Approach (IRBA) der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Artikel 142 ff.) werden gemäß dem institutseigenen Verfahren für jede dieser Bonitätsklassen die sogenannten IRBA-Risikogewichte berechnet. Auf Basis dieser Risikogewichte kann der unerwartete Verlust für jede KNE ermittelt werden, welcher mit einem Value at Risk zu vergleichen ist. Das gesamte Risiko über alle KNE ergibt sich dann aus der Addition der Einzelrisiken. Hierbei darf das Gesamtrisiko das für Adressenausfallrisiken bereitgestellte Risikokapital nicht überschreiten. Die KNE-Limite werden durch das Risk Management der LVAM AG permanent überwacht und im Zuge des Beschlusses zur Festlegung der Risikolimite und Risikotragfähigkeit mindestens halbjährlich überprüft und - falls erforderlich - festgelegt. Die LVAM AG unterscheidet hinsichtlich der Adressenausfallrisiken zwischen dem Kreditrisiko und dem Beteiligungsrisiko. Das Kreditrisiko der LVAM AG setzt sich aus Geldmarktanlagen bei Kreditinstituten und aus Forderungen gegenüber Kunden zusammen. Zum Jahresultimo bestand ein Exposure an Geldmarktanlagen i.H.v. TEUR 678 (Vorjahr: TEUR 525) bei einem Risikopotenzial von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 5). Die Forderungen an Kunden betragen zum 31.12.2023 TEUR 662 (Vorjahr: TEUR 1.048) mit einem Risikopotenzial von TEUR 25 und beinhalten Forderungen an verbundene Unternehmen (LeanVal Invest GmbH) in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 250). Unter Beteiligungen werden sowohl Beteiligungen nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 KWG als auch Nr. 8 KWG (verbundene Unternehmen) verstanden. Ein Risiko bei Beteiligungen resultiert aus der dauerhaften Bonitätsverschlechterung bzw. dem Ausfall des jeweiligen Beteiligungsunternehmens, welches sich in einer entsprechenden Wertminderung realisiert. Per 31. Dezember 2023 ergibt sich aus der Beteiligung an der Trading System ein Risikopotenzial i.H.v. TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3). Das Adressenausfallrisiko kann derzeit weiterhin als unkritisch beurteilt werden. 3.1.7.3 Operationelles Risiko Das operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch den Eintritt von externen Ereignissen entstehen. Die Einschätzung des Risikopotenzials, d.h. die Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken, wird anhand der jährlich durchgeführten Self Assessments vorgenommen. Für die LVAM AG wurde ein OpRisk Manager bestimmt, der für die Erhebung des bestehenden Risikopotenzials zuständig ist. Ergänzend sind durch den OpRisk Manager eingetretene Schäden aus operationellen Risiken ab einer Schadenhöhe von TEUR 1 zu melden. Bedeutende Schadensfälle werden unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert. Im Geschäftsjahr 2023 wurde für die LVAM AG ein Schaden gemeldet. Dabei kam es im Rahmen der Erstinvestitionen zum Start des LeanVal Equity Protect Fonds zu einer Grenzverletzung. Es ist ein Schaden in Höhe von Euro 1620,22 entstanden. Darüber hinaus sind zum Jahresende keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten mit wesentlichen finanziellen Risiken bekannt. Die Berechnung des Operationellen Risikos wird durch eine Kombination eines Bewertungssystems auf Basis eines Risikofragebogens und dem Verfahren des Basisindikatoransatzes durchgeführt. Der BIA ermittelt das Risikopotenzial, indem 15 % der durchschnittlichen Bruttoerträge der letzten drei Jahre angesetzt werden. Per 31. Dezember 2023 wurde ein unerwarteter Verlust i.H.v. TEUR 435 (Vorjahr: TEUR 477) ermittelt. Der Reduzierung im Risikopotenzial ist im Wesentlichen durch das verringerte durchschnittliche Provisionsergebnis zu begründen. Zur Risikobegrenzung der Operationellen Risiken wird vom Vorstand ein bestimmter Betrag an Risikokapital zur Verfügung gestellt. Die Überprüfung, ob das zur Verfügung gestellte Risikokapital (maximales Verlust-Limit) ausreicht, um unerwartete Verluste aus operationellen Risiken zu decken, erfolgt regelmäßig im Risk Management. Insgesamt wird das operationelle Risiko insbesondere aufgrund der ausgebliebenen Schäden als unkritisch beurteilt. Die technische Ausstattung an Risikosystemen konnte im vergangenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit als angemessen bewertet werden. 3.1.7.4 Geschäftsrisiko Das Geschäftsrisiko bezeichnet die Gefahr von unerwarteten Verlusten, die sich aus Managemententscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung des Instituts ergeben. Die Risiken resultieren des Weiteren aus unerwarteten Veränderungen der Markt- und Umfeldbedingungen mit negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Demzufolge sind hier unerwartete Ergebnisrückgänge und negative Planabweichungen, die ihre Ursache nicht in anderen definierten Risikokategorien haben, zu betrachten. Da die Geschäftstätigkeit der LVAM AG insbesondere von der Ergebnisentwicklung in den betreuten Fonds und somit von den Marktbedingungen im Börsenumfeld abhängig ist, ist diese Risikoart als wesentlich einzustufen. Eine Quantifizierung des Geschäftsrisikos auf Basis mathematischer Modelle ist im Hinblick auf Art und Umfang der Geschäftstätigkeit der LVAM AG jedoch nicht sinnvoll. Im Rahmen der jährlich entwickelten Strategie des Vorstands zur Geschäftsplanung wird das Geschäftsrisiko insofern berücksichtigt, als dass hierfür sowohl eine Normal-Case als auch eine Worst-Case Planung als negative Abweichung von der erwarteten Ertragsentwicklung erstellt wird. Hierbei fließen einerseits die Erfahrungswerte der vergangenen Jahre ein, andererseits aber auch die Markterwartungen, deren Einfluss auf das Geschäftsmodell und die Ertragssituation der LVAM AG. Diese Planung wird in regelmäßigen Abständen überprüft und - falls erforderlich - an neue Marktbedingungen etc. angepasst. Der Vorstand überwacht regelmäßig die Abweichungen zwischen der Planung und der tatsächlichen Geschäftsentwicklung. Im Rahmen des RTF-Konzepts findet das Geschäftsrisiko in der normativen Perspektive im Rahmen der Kapitalplanung im adversen Szenario Eingang. Hierbei wird ein Szenario gewählt, welches konjunkturelle Aspekte berücksichtigt und hinreichend vorsichtig und konservativ ist. Das adverse Szenario wird einmal jährlich im Zuge des Planungsprozesses entwickelt und vom Vorstand verabschiedet. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses, der Geschäfts- und Risikostrategie, der Risikotragfähigkeit sowie der Kapitalplanung wird das für die LVAM AG bestehende Geschäftsrisiko derzeit als unkritisch beurteilt. 3.1.8 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage der Gesellschaft Das Geschäftsmodell der LVAM AG besteht im Wesentlichen aus der Verwaltung und Vermarktung von Fonds. Das Risikocontrolling hatte die LVAM AG in ein umfassendes Risikomanagementsystem eingebunden. Hier wurde die Ermittlung, Bewertung und Überwachung der wesentlichen Risiken durch einen präzisen Risikosteuerungs- und -controllingprozess sowie angemessene Risikomanagementtools gesteuert. Interaktionen zwischen den Risikoarten wurden dabei zeitnah erkannt und unmittelbar Gegenmaßnahmen eingeleitet. Des Weiteren wurde der Vorstand der LVAM AG über die Ergebnisse der regelmäßig durchgeführten Risikoinventur sowie auch über die turnusmäßige Beurteilung der Risikotragfähigkeit durch das Risk Management in Kenntnis gesetzt. Bei der LVAM AG beschränken sich die Risiken, die geeignet sind, die Finanz- und Ertragslage nachteilig zu beeinflussen, vorwiegend auf die Performanceentwicklung der angebotenen Fonds, sowie das Anlageverhalten der Marktteilnehmer. Da die variablen Gehaltsvereinbarungen der LVAM AG sehr flexibel auf ändernde Marktbedingungen bzw. Performanceentwicklungen reagieren, ist hier das Risikopotenzial als moderat einzustufen. Im Geschäftsjahr 2023 war die Risikotragfähigkeit für die LVAM AG jederzeit gegeben. Demzufolge wird die gesamte Risikosituation als unkritisch eingestuft. 3.2 Prognose- und Chancenbericht 3.2.1 Erwartete Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen Die weitere Entwicklung der aktuellen Inflationsdaten sowie -erwartungen und dementsprechend die Geldpolitik der globalen Notenbanken steht auch im kommenden Jahr im Fokus der Kapitalmärkte. Die gestiegenen Bewertungen an den Aktienmärkten könnten vor dem Hintergrund anhaltend hoher Zinsen und einer weiterhin restriktiven Geld- sowie Fiskalpolitik das weitere Aufwärtspotential begrenzen. Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum zeigen sich weiterhin überwiegend stabil, doch das Risiko eines sich abschwächenden Wachstums bei gleichzeitig weiterhin erhöhten Inflationsraten besteht nach wie vor. Daneben könnten die längerfristigen Folgen der in kurzer Zeit stark angestiegenen Zinsen noch nicht vollumfänglich sichtbar sein. Auch können in der Gemengelage im Nahen Osten und dem sich zuspitzenden Konflikt zwischen dem Iran und den USA jederzeit militärische Eskalationen und kriegerische Konflikte von größerem Umfang losbrechen. Dies kann einen inflatorischen Energiepreisschock sowie eine Verschärfung der Lieferkettenproblematik zur Folge haben. In Summe erwarten wir in einem Szenario ohne größere geopolitische Vorkommnisse eine tendenziell gedämpfte Volatilität an den Aktienmärkten, da die künftige Geld- und Zinspolitik der Zentralbanken der maßgebliche Tenor ist, der gegenwärtige konjunkturelle Ausblick aber keine besonders abträglich Szenarien in Aussicht stellt. Allerdings können verschiedenen Themen dies situativ negativ beeinflussen und zu einem sprunghaften Anstieg der Volatilität sorgen. Neben einer Staatsschuldenproblematik aufgrund der höheren Zinskosten, sind auch Probleme bei Banken und sonstigen mit der Immobilienbranche verbandelnden Unternehmen denkbar. Zudem sind negative Bewertungseffekte aufgrund von späteren oder ganz ausbleibenden Zinssenkungen durch nachhaltig hohe Inflationsraten denkbar. Auch werden weitere Zinserhöhungen von einzelnen Analysten nicht gänzlich ausgeschlossen. 3.2.2 Erwartete Entwicklung des Geschäftsverlaufs und der Geschäftslage Die Geschäftslage der LVAM AG wird auch zukünftig sowohl bei der Entwicklung des verwalteten Vermögens (AuM) und der daraus zu beziehenden Management Fees als auch bezüglich der Einnahmesituation aus Gewinnbeteiligungen wesentlich von der Wertentwicklung der angebotenen Produkte geprägt sein. Für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert der Vorstand für die LVAM AG eine Entwicklung des Geschäftsergebnisses, das auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Dazu wird in den verwalteten Fonds erneut eine positive Wertentwicklung erforderlich sein. Bei einer prognostizierten erhöhten Schwankungsbreite der Aktienmärkte werden für die Handelsstrategien der LVAM AG in 2024 Renditen zwischen 1 % und 8 % p.a. in den verwalteten Fonds erwartet, wodurch es gelingen könnte, die AuM auf diesem Niveau oder leicht darunter zu halten. Das Eintreten der beschriebenen positiven Ertragseffekte wird in Summe ausreichen, um die fixen Kosten des Unternehmens (Personal und allgemeine Verwaltungsaufwendungen) nicht nur abzudecken, sondern um ein positives Ergebnis zu erwirtschaften. Sofern die beschriebenen Voraussetzungen und Annahmen durch die tatsächliche Entwicklung in 2024 realisiert werden können, könnte dies ein wiederum positives Jahresergebnis zur Folge haben. 3.2.3 Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung der LVAM AG Da die Einnahmen der LVAM AG in hohem Maße von den AuM sowie dadurch indirekt und aber auch direkt performanceabhängig und zumindest in Bezug auf die Entwicklung der Aktienmärkte exogener Natur sind, können zuverlässige Prognosen zur Geschäftsentwicklung - wegen der starken Abhängigkeit vom Verhalten der Investoren und auch vor dem Hintergrund erheblich von den Notenbanken beeinflusster und politischer Märkte - nach Einschätzung des Vorstands nur unter Einschränkungen erstellt werden. Die in diesem Lagebericht enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen, Erwartungen und Prognosen zur künftigen Entwicklung der LVAM AG beruhen daher auf den zum Stichtag im Unternehmen verfügbaren Informationen und Erkenntnissen. Die den Prognosen und Zukunftsaussagen zugrundeliegenden Annahmen und Prämissen sind mit den üblichen Unsicherheitsfaktoren, Unwägbarkeiten und Risiken behaftet. Auf dieser Grundlage ist der Vorstand der Auffassung, dass auch in 2024 die bestehenden Einnahmequellen, Management Fees und Gewinnbeteiligungen wesentlich von der Entwicklung der AuM abhängen, welche wiederum weitgehend von der Wertentwicklung der verwalteten Fonds geprägt sein werden. Eine aus unserer Sicht vor dem Hintergrund der sich wesentlich verändernden geopolitischen Lage und der durch Unsicherheiten und Unwägbarkeiten geprägten Situation können im Laufe des Jahres an den Märkten Marktschwankungen auslösen. Damit wird wahrscheinlich, dass bei entsprechender Umsetzung durch das Portfoliomanagement der LVAM AG und günstiger Wertentwicklung der Fonds ein entsprechend stetiger und positiver Geschäftsverlauf der LVAM AG möglich wird. Ein positives Jahresergebnis ist aus heutiger Sicht ein realistisches Ziel. 4 Sonstige Angaben 4.1 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG Zum Bilanzstichtag 2023 ist die LVAM AG abhängiges Unternehmen der LeanVal Invest GmbH. Zum 31.12.2023 stellt sich das Beteiligungsverhältnis wie folgt dar: Die LeanVal Invest GmbH hält 75,1 % der Anteile, die Baader Bank AG 19,9 % und die Herren Gauss, Kern und Wiegelmann je 1,67 %. Da ein Beherrschungsvertrag zwischen den Unternehmen nicht besteht, hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der mit folgender Erklärung abschließt: "Die LVAM AG hat nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte bzw. andere Maßnahmen vorgenommen oder unterlassen wurden, für diese Rechtsgeschäfte bzw. anderen Maßnahmen eine angemessene Gegenleistung erhalten. Sie wurde durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt. Alle berichtspflichtigen Vorgänge wurden vom Vorstand beschlossen, soweit nach der Satzung bzw. Geschäftsordnung der LVAM AG erforderlich auch vom Aufsichtsrat genehmigt und in diesem Abhängigkeitsbericht aufgestellt."
Frankfurt am Main, den 16. Mai 2024 LeanVal Asset Management AG Der Vorstand Thomas Wiegelmann BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LeanVal Asset Management AG, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LeanVal Asset Management AG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LeanVal Asset Management AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 17.05.2024 PKF
TREUWERK AG
Brosig, Wirtschaftsprüferin Lamm, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss 2023der LeanVal Asset Management AG, Frankfurt am MainIm Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat der LeanVal Asset Management AG (LVAM AG oder LVAM) seine umfassenden Aufgaben gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft mit großer Sorgfalt und Umsicht wahrgenommen. Die Überwachung und Beratung des Vorstands bildeten dabei zentrale Elemente der Tätigkeit. In regelmäßigen Abständen erhielt der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführliche Berichte, die schriftlich und mündlich, zeitnah und umfassend über die strategische Ausrichtung, Geschäftspolitik, und wesentliche Fragen der gegenwärtigen sowie zukünftigen Unternehmensführung informierten. Zusätzlich wurden Informationen zur wirtschaftlichen Situation, zur strategischen Entwicklung, zum Risikomanagement und zu signifikanten Geschäftsvorfällen ausgetauscht und diskutiert. Der Aufsichtsrat prüfte detailliert die Abweichungen von den geplanten Geschäftsverläufen und Ergebnisentwicklungen und war stets in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung involviert. In den monatlichen Berichten des Vorstands erhielt der Aufsichtsrat fortlaufend Einblick in die wichtigsten finanziellen Kennzahlen sowie in die Risikolage der Gesellschaft. Themen der regelmäßigen Beratungen schlossen die Analyse der Unternehmenszahlen, die Bewertung der Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung und die Überprüfung der Fortschritte in allen Geschäftsbereichen und bei speziellen Projekten ein. Der Aufsichtsrat erteilte nach eingehender Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu allen zustimmungspflichtigen Vorgängen, wie sie gesetzlich oder durch die Satzung vorgesehen sind. Im Jahr 2023 kam der Aufsichtsrat zu zwei ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen. In diesen Sitzungen wurden essenzielle Themen wie die Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Gewinns und relevante Hauptversammlungsangelegenheiten diskutiert und entschieden. Intensive Diskussionen fanden insbesondere zu den Ergebnissen der Prüfungsberichte statt. In einem Umlaufbeschluss vom 25.04.2023 wurde der Kredit an die LeanVal Invest GmbH bis zum 30.11.2023 verlängert. Weiterhin beschloss der Aufsichtsrat einstimmig, der Hauptversammlung vorzuschlagen, die Treuwerk Revision GmbH erneut als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 zu beauftragen. Durch die Namensänderung der Treuwerk Revision GmbH zu der PKF TREUWERK AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 28.11.2023 der aoHV am 28.11.2023 vorgeschlagen, die PKF TREUWERK AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 vorzuschlagen. Die Hauptversammlung stimmte dem vorstehenden Beschlussvorschlag einstimmig zu. Zudem wurden umfassend die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die langfristige Unternehmensplanung der LVAM besprochen und strategische Entscheidungen getroffen. Der Vorstand berichtete in den Aufsichtsratssitzungen fortlaufend über die Entwicklung der Gesellschaft, über die Marktsituation, den Wettbewerb, das Kundenverhalten, die Kundenbeziehungen sowie über die Produktentwicklung und Performance. Zwischen den regulären Sitzungen wurde der Aufsichtsrat kontinuierlich über bedeutende Vorhaben informiert, und es wurden, wenn nötig, Beschlüsse wie die Kreditverlängerung vom 25.04.2023, im schriftlichen Umlaufverfahren getroffen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats führte zudem regelmäßige Gespräche mit dem Vorstand und den Aufsichtsratsmitgliedern, um über wichtige Entscheidungen und spezielle Geschäftsvorfälle informiert zu bleiben und die Weiterentwicklung der LVAM zu diskutieren. Der Compliance-Beauftragte legte dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats seinen ausführlichen jährlichen Bericht vor. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der LVAM zum 31. Dezember 2023 wurden unter Einbeziehung der Buchführung durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die PKF TREUWERK AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft. Diese Prüfung erfolgte gemäß den gesetzlichen Vorschriften und endete mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. In der heutigen Bilanzsitzung hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Nach einer ausführlichen Diskussion wurde der Jahresabschluss 2023 gebilligt und festgestellt. Abschließend möchte der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihr Engagement und die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr Dank aussprechen. Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,80 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.
Frankfurt am Main, den 22.05.2024 Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Laurenz Czempiel, Vorsitzender |
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