Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 48918
Vorher
Schleifring und Apparatebau GmbH
Eingetragen
22.11.2001
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Schleifringen, elektronischen Bauteilen und sonstigen technischen Geräten aller Art sowie Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Wartung von computergestützten Simulations- und Ausbildungsanlagen, ferner Vergabe von Lizenzen, von gewerblichen Schutzrechten und technischem know how.

Historie

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Management

NameRolle
Felix Hagemann
seit 23.9.2024
Prokura
Ralf Schnaue
seit 18.3.2024
Prokura
Andreas Schott
seit 21.8.2018
Geschäftsführer
Herbert Staffler
seit 23.2.2011
Prokura
Stephan Bode
seit 16.1.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

10.00% identifiziert90.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
H*** R***
10.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.700.000 €
90.00%
H*** R***
300.000 €
10.00%

Beteiligungen

NameAnteil
70.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schleifring und Apparatebau GmbH

Fürstenfeldbruck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht

A. Geschäftsverlauf

I. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise wurden die Märkte von Schleifring in unterschiedlichem Maße betroffen. Insgesamt konnten die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf aber in engen Grenzen gehalten werden.

Auf dem internationalen Markt von hochtechnischen, elektrischen Drehverbindungen war SCHLEIFRING auch 2009 weiterhin der wichtigste Anbieter.

Diese High-End-Drehverbindungen von SCHLEIFRING werden in den Bereichen Medizin-, Radar- und Wehrtechnik, in komplexen Anwendungen der Industrieautomation, in den Bereichen Offshore und Windkraftanlagen sowie in Aerospace-Systemen eingesetzt.

Der Weltmarktbedarf in der Medizintechnik ist weiterhin auf hohem Niveau. SCHLEIFRING hält mit den medizintechnischen Anwendungen daran einen hohen Anteil.

Weiter positiv entwickelt sich für SCHLEIFRING die Situation auf dem Radar- und Observation-Systemmarkt. Hier werden die technologisch anspruchsvollsten Drehverbindungen benötigt.

Mit den kapazitiven Lösungen und optischen Drehverbindungen wurde die Position weiter ausgebaut. Der Radar-Drehverbindungsmarkt verzeichnete in Europa und den USA Zuwachsraten.

Der BereichAutomation , in dem unsere Systeme in Industriemaschinen zum Einsatz kommen, ist naturgemäß besonders von der Krise betroffen.

Dagegen ist die Entwicklung im Markt für Windkraftanlagen sehr positiv. Die Kundenbasis konnte mit neuen Serienaufträgen vor allem in China stark ausgebaut werden. Ein Trend zu anspruchsvollen Drehverbindungen mit höheren Standzeiten ist bemerkbar.

Schleifringe für Waffenstationen und für leichtere Türme auf Radfahrzeuge generieren in der Wehrtechnik das wesentliche Geschäft.

II. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Es wurde in 2009 ein Umsatz von 65,7 Mio. € erzielt. Die Umsatzerlöse gingen gegenüber dem Vorjahr um 4 % zurück.

Der Auftragseingang liegt mit 69,6 Mio. € um 8% unter dem des Vorjahres.

III. Entwicklung und Produktion

Entwickelt und hergestellt werden Drehübertragungssysteme für die oben genannten Anwendungsbereiche nach Kundenspezifikationen.

IV. Beschaffung

Im Rahmen des Qualitätssicherungssystems nach ISO 9001 sind Zuständigkeiten, Maßnahmen und Verfahren im Beschaffungswesen festgelegt, die sicherstellen, dass die zu-gelieferten Materialien und Produkte die vorgegebenen Qualitätsanforderungen erfüllen.

Lieferanten, die speziell konstruierte Komponenten und Bauteile liefern, sind durch Rahmenverträge als Systemlieferanten in die Wertschöpfungskette integriert. Die eingesetzten Kanban-Systeme erhöhen die Wirtschaftlichkeit.

V. Investitionen

Es wurden Sachanlage-Investitionen zur Erweiterung und Rationalisierung getätigt.

VI. Finanzierungsmaßnahmen

Die Finanzierung erfolgte im Wesentlichen aus dem laufenden Cash Flow.

VII. Personal- und Sozialbereich

Aufgrund von Anpassungsmaßnahmen im Bereich Personal hat sich der Personalstand auf 394 Mitarbeiter verringert.

VIII. Umweltschutz

Die angewandten Fertigungsverfahren und eingesetzten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten keine besonderen Umweltrisiken.

Den Vorschriften der RoHs-Umweltgesetzgebung Europa ( Restriction of the use of certain Hazardous Substances in Electrical and Electronic Equipment) entsprechend, werden alle nicht RoHs konformen Werkstoffe durch geeignete andere Materialien ersetzt.

IX. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Fertigstellung der neuen Werkhalle mit 3.500 qm in Fürstenfeldbruck im August 2009.

B. Darstellung der Lage

Das Geschäftsjahr schloss mit einem Überschuss in Höhe von 8.060,0 T€ ab (Vorjahr: 9.331,3 T€).

I. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöht sich von 45,6 Mio. € auf 49,9 Mio. €.

In den Aktiva sind 43 % Anlagevermögen und 57 % Umlaufvermögen enthalten.

Die Passiva enthalten 72 % Eigenkapital, 20 % Rückstellungen und 8 % sonstige Verbindlichkeiten

II. Ertragslage

Die verschlechterte Ertragslage beruht auf einem rückläufigen Geschäftsumfang.

Der Materialaufwand beträgt 35,4 % und der Personalaufwand 30,3 %.

C. Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung und Lage des Unternehmens

Die aus der allgemeinen Unsicherheit in der deutschen und weltweiten Wirtschaftsentwicklung sich ergebenden Risiken können im Einzelnen nicht vollständig abgesehen werden.

Das weit ausgebaute Risiko-Management des Unternehmens, gibt rechtzeitig konkrete Hinweise auf zu erwartende Risiken.

D. Berichterstattung nach § 289 Absatz 2 HGB

Der Auftragsbestand zum 31.12.2009 deckt wesentliche Teile des Planumsatzes für 2010.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betragen ca. 3 % der Unternehmensleistung.

 

Fürstenfeldbruck, im Februar 2010

Stephan Bode

Dr. Stefan Heun

Verena Leser

Bilanz

Aktiva

  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Anlagevermögen 21.175.892,54 18.002.290,75
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 208.618,84 261.068,15
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 208.618,84 261.068,15
II. Sachanlagen 5.437.002,41 5.278.241,99
1. technische Anlagen und Maschinen 2.624.921,45 3.004.380,15
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.794.380,96 2.260.150,09
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.700,00 13.711,75
III. Finanzanlagen 15.530.271,29 12.462.980,61
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.197.292,49 4.197.292,49
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.332.978,80 8.265.688,12
B. Umlaufvermögen 28.632.235,24 27.593.409,56
I. Vorräte 6.670.384,93 7.624.043,96
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.174.793,58 2.443.761,74
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.082.032,57 3.377.074,29
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.413.558,78 1.803.207,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.740.061,08 13.296.150,70
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.172.156,44 12.590.220,47
2. sonstige Vermögensgegenstände 567.904,64 705.930,23
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 168.693,00 198.967,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.221.789,23 6.673.214,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 65.514,39 51.883,11
Bilanzsumme, Summe Aktiva 49.873.642,17 45.647.583,42

Passiva

   
  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Eigenkapital 36.016.350,49 30.845.975,04
I. gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Kapitalrücklage 2.450.000,00 2.450.000,00
III. Gewinnrücklagen 609.209,39 609.209,39
1. andere Gewinnrücklagen 609.209,39 609.209,39
IV. Gewinnvortrag 21.897.140,65 15.455.458,43
V. Jahresüberschuss 8.060.000,45 9.331.307,22
B. Rückstellungen 9.907.416,00 10.146.176,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 699.266,00 607.486,00
2. Steuerrückstellungen 147.640,00 213.090,00
3. sonstige Rückstellungen 9.060.510,00 9.325.600,00
C. Verbindlichkeiten 3.949.875,68 4.655.432,38
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 148.594,20 445.782,60
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 302.800,60 393.728,80
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.829.889,88 3.231.285,87
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.270,92 311.541,68
5. sonstige Verbindlichkeiten 667.320,08 273.093,43
Bilanzsumme, Summe Passiva 49.873.642,17 45.647.583,42

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2009 - 31.12.2009
EUR
1.1.2008 - 31.12.2008
EUR
1. Umsatzerlöse 65.681.299,53 68.653.539,38
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -684.690,87 -209.363,33
3. sonstige betriebliche Erträge 3.533.406,90 2.834.494,33
4. Materialaufwand 22.976.354,63 25.385.502,72
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.622.722,10 22.552.494,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.353.632,53 2.833.008,53
5. Personalaufwand 19.698.278,24 21.047.613,89
a) Löhne und Gehälter 16.667.946,62 18.039.572,64
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.030.331,62 3.008.041,25
davon für Altersversorgung 126.679,96 82.697,46
6. Abschreibungen 1.527.007,77 1.546.732,00
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.527.007,77 1.546.732,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.584.406,03 10.696.169,33
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 511.731,41 431.396,52
davon aus verbundenen Unternehmen 419.458,25 251.196,81
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.990,59 65.739,07
davon an verbundene Unternehmen 6.436,32 18.259,76
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11.212.709,71 12.968.309,89
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.148.002,61 3.631.652,02
12. sonstige Steuern 4.706,65 5.350,65
13. Jahresüberschuss 8.060.000,45 9.331.307,22

Anhang

I. Erläuterungen und Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden in der Bilanz zum 31.12.2009 beibehalten, dabei erfolgt durchwegs eine Ausrichtung an den ertragsteuerlichen Vorschriften.

1. Bilanzierungsmethoden

Berichtspflichtige Bilanzierungswahlrechte (Ansatzwahlrechte) oder Bilanzierungshilfen werden nicht in Anspruch genommen.

2. Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben.

Sachanlagen werden - in Abhängigkeit von der Höhe des Anschaffungswertes und der Nutzungsdauer - nach der linearen oder der degressiven Methode abgeschrieben. Dabei werden die steuerlich zulässigen Höchstsätze zugrunde gelegt.

Anlagegüter mit einem Anschaffungswert zwischen 150,00€ und 1.000,00€ werden in einem Pool zusammengeführt und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung für diese Anlagegüter erfolgt einheitlich ab Januar 2008 ohne Anwendung einer Pro-rata-temporis-Regelung.

Selbsterstellte Anlagen werden zu Einzelkosten zuzüglich angemessener Teile von Fertigungs- und Materialgemeinkosten bewertet (Verwaltungskosten kommen nicht zum Ansatz).

Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen werden vorgenommen, soweit dies nach § 253 Abs. 2 S. 3 iVm § 279 Abs. 1 HGB erforderlich ist. Das Wertaufholungsgebot gemäß § 280 HGB wird beachtet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Es wird eine Einzelbewertung vorgenommen.

Das Niederstwertprinzip wird durch angemessene Abschläge beachtet.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten werden durch angemessene Zuschlagssätze berücksichtigt (Verwaltungskosten kommen nicht zum Ansatz).

Abschreibungen erfolgen soweit dies nach § 253 III S. 1 und 2 HGB erforderlich ist (beizulegender Wert).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Die möglichen Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtungen berücksichtigt.

Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Für das Geschäftsjahr 2009 wurde als Verpflichtungsumfang die "projected benefit obligation" gemäß den Richtlinien HGB (BilMoG) bestimmt. Als Bewertungsverfahren wurde die "projected unit credit method" angewandt.

Auf der Rechengrundlage der "Richttafeln 2005 G mit Anpassung 2009" wurde ein Rechnungszins von 5,26% (Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs.2 HGB bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren), ein Gehaltstrend von 2,25% und ein Rententrend von 1,50% zu Grunde gelegt.

Der vorgenommene Ansatz liegt innerhalb der Bewertungsgrenzen des § 249 HGB (St/HFA 2/1988).

Es wurden alle eingegangenen Verpflichtungen passiviert (auch Altzusagen).

Die Bemessung der sonstigen Rückstellungen trägt allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung.

Währungsumrechnung

Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs, soweit nicht am Bilanzstichtag ein gesunkener Kurs eine Abwertung der Forderung bzw. ein gestiegener Kurs eine Höherbewertung der Verbindlichkeiten erforderlich macht.

II. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Erläuterungen zur Bilanz

1.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel Anlage 3A dargestellt.

1.2. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen:

  2009
TEUR
Vorjahr
TEUR
a) Immaterielle Vermögensgegenstände 82 69
b) Technische Anlagen und Maschinen 747 833
c) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 698 645
  1.527 1.547

1.3. Vorräte

Die Position B I. 2. der Bilanz zum 31.12.2009 gliedert sich wie folgt:

  2009
TEUR
Vorjahr
TEUR
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.082,0 3.377,1
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.413,6 1.803,2
  4.495,6 5.180,3

1.4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(davon gegen verbundene Unternehmen EUR 434.293, Vorjahr EUR 23.379

davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht EUR 983.054, Vorjahr EUR 1.008.942)

Unter dieser Position sind u. a. Forderungen aus einem Factoringverhältnis (TEUR 1.390, Vorjahr TEUR 370,6) ausgewiesen.

1.5. Rechnungsabgrenzungsposten

In der Position ist ein Disagio aus der Ausreichung des ursprünglichen KfW-Kredits in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 15) enthalten.

1.6. Eigenkapital

Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 2.450.000 ist durch die Gesellschafterin Wegmann & Co. Beteiligungsgesellschaft mbH erbracht worden.

1.7. Rückstellungen

Rückstellung für Pensionen

Vergleiche Anhang I.2:

31.12.2009 547.432,00 § 6a EStG
31.12.2009 699.266,00 projected benefit obligation (PBO)

Sonstige Rückstellungen

Unter der Position "Sonstige Rückstellungen" (EUR 9.060.510 Vorjahr EUR 9.325.600) sind u. a. folgende Rückstellungen ausgewiesen:

  2009
TEUR
Vorjahr
TEUR
Rückständiger Urlaub, Flexzeit-Guthaben 574 626
Mitarbeiterabfindungen /Tantiemen 733 1.901
Prämien/ Arbeitnehmererfindungen 447 591
Garantie- und Gewährleistungen 3.599 5.459
Rechts- und Patentanwaltskosten 909 40
Rückvergütung Entwicklungsleistungen an GE 2.083 0

1.8. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit der Verbindlichkeiten

Die Aufteilung des Gesamtbetrages der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten erfolgt in der nachstehenden Übersicht:

  31.12.2009
    Restlaufzeit
  Gesamtbetrag
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 149 149 0 0
Vorjahr 446 297 149 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 303 303 0 0
Vorjahr 394 394 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.830 2.830 0 0
Vorjahr 3.231 3.231 0 0
-davon gegenüber verbundenen Unternehmen (64) (64) (0) (0)
Vorjahr (0) (0) (0) (0)
-davon gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (6) (6) (0) (0)
Vorjahr (0) (0) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1 1 0 0
Vorjahr 311 311 0 0
- davon gegenüber Gesellschaftern (0) (0) (0) (0)
Vorjahr (239) (239) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 667 667 0 0
Vorjahr 273 273 0 0
- davon aus Steuern (572) (572) (0) (0)
Vojahr (272) (272) (0) (0)
Gesamt 3.950 3.950 0 0
Vojahr 4.655 4.506 149 0

Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

  2009
TEUR
Vorjahr
TEUR
Inland 26.199 28.275
EU 9.308 9.979
Sonstiges Ausland 30.174 30.400
  65.681 68.654

III. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag aus einer Patronatserklärung, die für die Firma Schleifring Systems Ltd. abgegeben wurde (457 T€).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen für langjährige Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 2.302 p. a. (Vorjahr TEUR 1.469).

2. Beziehungen zu Unternehmen

Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz von mindestens 20 % besteht.

  Beteiligungsquote Währung Eigenkapital 31.12.2009 Ergebnis 2009 Vorjahr
Schleifring Systems Ltd. Newbury (England) 100 % GBP 2.203.052 +458.075 + 113.114
Schleifring North America LLC, Delaware (USA) 100 % USD 5.130.362 + 82.678 + 350.921

Schleifring North America LLC hält 51% der Anteile an der Schleifring Medical Systems LLC, Delaware.

3. Angaben zu Unternehmensorganen

Geschäftsführung Sprecher: Herr Stephan Bode, Starnberg

(Diplom Ingenieur FH)

Geschäftsführung: Herr Dr. Stefan Heun, München

(Diplom Ingenieur)

Stellvertretende Geschäftsführung: Frau Verena Leser, Malching

(Industriekauffrau)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betragen im Berichtsjahr TEUR 1.316

(Vorjahr TEUR 2.617).

Ruhegehälter an frühere Geschäftsführer wurden in Höhe von TEUR 20

(Vorjahr: TEUR 20) gezahlt.

Pensions-Rückstellungen zum 31.12.2009 : TEUR 699 (31.12.2008 = TEUR 607)

4. Mitarbeiter

Im Durchschnitt sind während des Geschäftsjahres 215 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 221) und 159 Angestellte (Vorjahr 164) beschäftigt worden (ohne Geschäftsführung und Auszubildende, inkl. Aushilfen und Praktikanten)

5. Konsolidierungskreis auf Gesellschafterebene

Am Stammkapital der Gesellschaft ist mit 10 % Herr Hans Roth, Gräfelfing, beteiligt; 90 % der Anteile hält die Firma Wegmann & Co. Beteiligungsgesellschaft mbH, Kassel, die eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Fa. Wegmann & Co. Unternehmens-Holding KG, Kassel, ist (Amtsgericht Kassel HRA 8970).

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Gewinnverwendung vor:

  EUR
- Gewinnvortrag 21.897.140,65
- Jahresüberschuss 2009 8.060.000,45
- Bilanzgewinn 31.12.2009 29.957.141,10
- Ausschüttung an die Gesellschafterin Wegmann & Co. Beteiligungsgesellschaft mbH  
Vorabdividende gemäß § 7 Abs. I der Satzung (für 2009) -128.625,00
- Ausschüttung an die Gesellschafter 30% -2.380.000,00
- Vortrag auf neue Rechnung 27.448.516,10

 

Fürstenfeldbruck, 25.02.2010

Stephan Bode

Dr. Stefan Heun

Verena Leser

Der Jahresabschluss zum 31.12.2009 wurde am 20.04.2010 festgestellt.

Anlagespiegel

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.01.2009
EUR
Zugänge 2009
EUR
Abgänge 2009
EUR
Umgliederungen 2009
EUR
31.12.2009
EUR
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.626.332,72 30.824,74 -41.003,83 0,00 1.616.153,63
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.626.332,72 30.824,74 -41.003,83 0,00 1.616.153,63
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 10.011.288,80 368.504,86 -475.386,36 0,00 9.904.407,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.844.517,30 1.248.661,72 -634.592,30 13.711,75 6.472.298,47
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.711,75 17.700,00 0,00 -13.711,75 17.700,00
  15.869.517,85 1.634.866,58 -1.109.978,66 0,00 16.394.405,77
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.197.292,49 0,00 0,00 0,00 4.197.292,49
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.265.688,12 3.900.000,00 -832.709,32 0,00 11.332.978,80
  12.462.980,61 3.900.000,00 -832.709,32 0,00 15.530.271,29
  29.958.831,18 5.565.691,32 -1.983.691,81 0,00 33.540.830,69
  Aufgelaufene Abschreibungen
  01.01.2009
EUR
Zuführungen 2009
EUR
Auflösungen 2009
EUR
31.12.2009
EUR
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.365.264,57 82.185,11 -39.914,89 1.407.534,79
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.365.264,57 82.185,11 -39.914,89 1.407.534,79
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.006.908,65 746.871,28 -474.294,08 7.279.485,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.584.367,21 697.951,38 -604.401,08 3.677.917,51
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  10.591.275,86 1.444.822,66 -1.078.695,16 10.957.403,36
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  11.956.540,43 1.527.007,77 -1.118.610,05 12.364.938,15
  Buchwerte
  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 208.618,84 261.068,15
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
  208.618,84 261.068,15
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.624.921,45 3.004.380,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.794.380,96 2.260.150,09
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.700,00 13.711,75
  5.437.002,41 5.278.241,99
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.197.292,49 4.197.292,49
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.332.978,80 8.265.688,12
  15.530.271,29 12.462.980,61
  21.175.892,54 18.002.290,75

Berichtsprüfung

Bestätigungsvermerk

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Firma Schleifring und Apparatebau GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis 31.12.2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 25. Februar 2010

Herbert-Michael Bohn, Wirtschaftsprüfer

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