Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 727856
Vorher
FCS Financial & Consulting Services GmbH
Eingetragen
11.11.2008
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von sonstigen beweglichen Sachen und nichtfinanziellen immateriellen VermögensgüternVermittlung von KreditenInstitutionen für Finanzierungsleasing
Gegenstand
Die Erstellung von Finanzierungs- und Kosteneinsparungskonzepten, die Unterstützung von deren Umsetzung, sowie Mobilien betreffender Finanz- und Maklerservice im Zusammenhang mit Finanzierungen, Leasing, Miete, Vermietung und Verwaltung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Luca Cem Baller
seit 20.6.2024
Prokura
Florian Nasser
seit 20.2.2023
Geschäftsführer
Roland Müller
seit 18.2.2009
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
winwin Office Network Aktiengesellschaft
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

winwin Finance GmbH

Waiblingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstituten
a. ) täglich fällig 10.705,24 35.468,01
b.) andere Forderungen 0,00 10.705,24 0,00
2. Forderungen an Kunden 794.703,69 277.677,90
darunter:
- durch Grundpfandrechte gesichert; EUR 0 (Vj: 0 TEUR)
- Kommunalkredite: EUR 3.967,10 (Vj: 0,5 TEUR)
- gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0 (Vj. 0 TEUR)
- gegenüber Gesellschafter EUR 0 (Vj: 3 TEUR)
3. Beteiligungen 14.689,28 10.989,28
4. Leasing- und Mietvermögen 71.431.007,81 62.216.314,96
5. immaterielle Anlagewerte
a.) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.181,00 76.569,00
b.) geleistete Anzahlungen 102.296,25 0,00
6. Sachanlagen 169.183,00 51.880,00
7. sonstige Vermögensgegenstände 493.316,85 1.037.782,61
8. Rechnungsabgrenzungsposten 8.302,88 9.255,00
73.058.386,00 63.715.936,76

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a. ) täglich fällig 6.364.033,42 4.371.384,03
b.) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 55.631.557,03 61.995.590,45 50.162.586,04
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
darunter:
- gegenüber Finanzdienstleistungsunternehmen EUR 7 TEURO (Vj: 1 TEURO)
- andere Verbindlichkeiten
a.) täglich fällig 1.117.530,96 738.577,41
davon gegenüber Gesellschafter EUR 0 (Vj: 0 TEUR)
b.) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsrift
davon gegenüber Gesellschafter EUR 0 (Vj: 0 TEUR) 1.117.530,96
3. sonstige Verbindlichkeiten
a.) täglich fällig 79.096,32 5.552,20
b.) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 365.211,39 757.941,73
davon gegenüber Gesellschafter EUR 365.211,39 (Vj: 758 TEUR) 444.307,71 763.493,93
4. Rechnungsabgrenzungsposten 10.596,31 11.266,86
5. Passive latente Steuern 533.146,00 0,00
6. Rückstellungen
a.) Steuerrückstellungen 0,00 0,00
b.) andere Rückstellungen 1.327.107,09 1.327.107,09 1.111.743,00
7. nachrangige Verbindlichkeiten
davon gegenüber Gesellschafter EUR 2.500.000,00 (Vj. TEUR 2.500) 2.500.000,00 2.500.000,00
8. Eigenkapital
a.) gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
b.) Kapitalrücklage 400.000,00 400.000,00
d.) Bilanzgewinn 4.130.107,48 5.130.107,48 3.056.885,49
73.058.386,00 63.715.936,76
1. Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 2.759.016,00 3.514.264,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Leasingerträge 46.258.282,82 41.155.099,46
2. Leasingaufwendungen -20.348.874,62 -20.576.592,09
Leasingergebnis 25.909.408,20 20.578.507,37
3. Zinserträge aus
a.) Kredit- und Geldmarktgeschäften 913,35 9.915,33
b.) festverzinslichen Wertpapieren 0,00 913,35 0,00
4. Zinsaufwendungen -1.811.309,41 -828.904,21
Zinsergebnis -1.810.396,06 -818.988,88
5. laufende Erträge aus Beteiligungen
davon aus Genossenschaften 379,14 389,22
6. Provisionserträge 294.334,52 413.267,62
7. Provisionsaufwendungen -342.631,72 -593.984,22
Provisionsergebnis -48.297,20 -180.716,60
8. sonstige betriebliche Erträge 842.205,95 1.080.606,87
9. allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a.) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -371.512,81 -340.265,59
ab) soziale Abgaben und und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -98.961,41 -97.690,33
davon für Altersversorgung EUR 0 (VJ. TEUR 0)
b.) andere Verwaltungsaufwendungen -786.090,17 -1.256.564,39 -809.117,49
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Vermietvermögen, immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen -22.155.076,60 -17.724.092,33
11. sonstige betriebliche Aufwendungen -76.010,26 -118.784,41
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -352.522,69 -568.970,47
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.053.126,09 1.000.877,36
14. außerordentliche Erträge 0,00 0,00
15. außerordentliche Aufwendungen 0,00 0,00
16. außerordentliches Ergebnis 0,00 0,00
17. Steuern vom Einkommen und Ertrag 19.866,37 -386.218,35
18. sonstige Steuern 229,53 0,03
19. Jahresüberschuss 1.073.221,99 614.659,04
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.056.885,49 2.442.226,45
21. Bilanzgewinn 4.130.107,48 3.056.885,49

Handelsregister HRB 727856, Amtsgericht Stuttgart

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Nummer HR B 727856 im Handelsregister Stuttgart eingetragen. Die Firma des Unternehmens lautet: winwin Finance GmbH. Der Sitz der Gesellschaft ist Waiblingen.

Die winwin Finance GmbH betreibt seit ihrer Gründung am 07. Oktober 2008 als Kerngeschäft das Leasing und die Vermietung von Mobilien, insbesondere im Bereich der Bürokommunikation und Büromaschinen, sowie die Vermittlung von Geschäften dieser Art. In geringem Umfang werden auch Mietkaufverträge abgeschlossen.

Das Unternehmen tätigt gewerbsmäßig Finanzierungsleasinggeschäfte. Es fällt daher unter § 1 Abs. 1a Ziffer 10 KWG und gilt als Finanzdienstleistungsinstitut. Die für Kreditinstitute geltenden, besonderen Rechnungslegungsvorschriften nach §§ 340 ff. HGB i.V.m. § 26 KWG sind daher gemäß § 340 Abs. 4 HGB auch auf den Jahresabschluss der Gesellschaft anzuwenden. Nach § 340a Abs. 1 HGB gilt die Gesellschaft ungeachtet der Größenkategorien im Sinne des § 267 HGB als große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind daher nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften nach §§ 264 ff. HGB aufzustellen. Für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gelten die Formblätter für die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute gemäß § 340a Abs. 2 HGB i.V.m. der hierzu ergangenen Rechtsverordnung (Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute, kurz RechKredV).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Forderungen an Kreditinstitute (liquide Mittel) sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kunden sind mit ihrem Nennbetrag, vermindert um notwendige Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, bilanziert. Unterschiedsbeträge zwischen Nennwert und Anschaffungskosten der Forderungen haben Zinscharakter und werden unter den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite ausgewiesen.

Beteiligungen sind zum Nennwert bilanziert.

Im Rahmen von Leasing- und Mietgeschäften gehaltenes Leasing- und Vermietvermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Zum Ablaufzeitpunkt der Leasingverträge hat die Gesellschaft regelmäßig ein einseitiges Andienungsrecht in Höhe des jeweiligen Restbuchwertes. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird unter Anwendung der linearen Methode jeweils die Vertragslaufzeit zugrunde gelegt. Weiterhin erfolgt bei Vorliegen von Hinweisen auf eine dauernde Wertminderung eine Überprüfung des Anlagenwertes und falls und soweit erforderlich eine außerplanmäßige Abschreibung des Anlagegutes.

Immaterielle Vermögensgegenstände und eigengenutzte Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens als Zu- und Abgang sowie als Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres gezeigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag bilanziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die sonstigen Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft abgegrenzte Zinserträge. Die Auflösung der abgegrenzten Zinsen aus Mietkaufverträgen erfolgt linear über die Laufzeit der Verträge; die Erträge aus der Auflösung werden unter den Zinserträgen ausgewiesen.

Latente Steuern wurden saldiert berechnet und sind passiviert.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sofern Rückstellungen eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben werden diese mit den tatsächlichen Refinanzierungszinssätzen abgezinst.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen ausschließlich täglich fällige Bankguthaben.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen resultieren aus dem Vertragsbestand gegenüber den Endkunden und den Fachhändlern aus den geschlossenen Miet- und Leasingverträgen über Mobilien.

Forderungen in Fremdwährung sind zum Stichtag keine enthalten.

Die Forderungen beinhalten Kommunalkredite in Höhe von 3.967 EUR (Vj. 480 EUR).

Die Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 0 bis 3 Monate 4 bis 12 Monate 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
Forderungen an Kunden 794.704 656.060 42.294 96.350 0
(Vj. 277.678) (Vj. 143.759) (Vj. 28.827) (Vj. 105.092)
794.704 656.060 42.294 96.350 0

Beteiligungen

Es handelt sich im Wesentlichen um Genossenschaftsanteile an Kreditinstituten in der Rechtsform von Genossenschaften.

Objekte aus Miet- und Leasingvermögen, Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Sachanlagen

Die Sachanlagen beinhalten ausschließlich Vermögensgegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuerüberzahlungen 493 TEUR, (Vj. 1.028 TEUR). Weitere sonstige Vermögensgegenstände bestanden nicht (Vj. 10 TEUR)

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute (61.996 TEUR) betreffen Darlehensfinanzierungen (54.632 TEUR) und Geldmarktdarlehen (1.000 TEUR) zur Refinanzierung von Objekten aus dem Miet- und Leasingvermögen bei den Refinanzierungspartnern sowie täglich fällige Verbindlichkeiten (6.364 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 54.632 TEUR (Vj 48.763 TEUR) besichert durch branchenübliche Abtretungen von Leasing- und Mietforderungen aus den finanzierten Verträgen sowie durch Sicherungsübereignung der finanzierten Objekte.

Die Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist gegenüber Kreditinstituten haben folgende Restlaufzeit:

Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 0 bis 3 Monate 4 bis 12 Monate 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
b.) mit vereinbarter Laufzeit oder 55.631.557 7.140.090 17.037.098 31.454.369 0
Kündigungsfrist gegenüber Kreditinstituten (Vj. 50.162.586) (Vj. 6.713.047) (Vj. 14.224.814) (Vj. 29.224.725) (Vj. 0)
Summe laufendes Jahr 55.631.557 7.140.090 17.037.098 31.454.369 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten solche gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten in Höhe von 7 TEUR (Vj. 1 TEUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 79 TEUR (Vj. 5 TEUR) und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 365 TEUR (Vj. 758 TEUR).

Latente Steuern

Es bestehen Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Rückstellungen (Abweichung von TEUR 1.268) sowie in der Abschreibung des Anlagevermögens (Abweichung von TEUR 3.508). Unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von 16% (KSt und Solidaritätszuschlag) bzw. 13% (GewSt) ergibt sich eine aktive latente Steuer von TEUR 484 und eine passive latente Steuer von TEUR 1.017. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt saldiert (passive latente Steuern von TEUR 533).

Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Abgrenzungen aus Mietkaufgeschäften in Höhe von 11 TEUR.

Rückstellungen

Für Rückstellungen wurde ein Betrag von 1.327 TEUR zugrunde gelegt. Diese resultieren hauptsächlich aus Rückstellungen für latente Ausfallrisiken in Höhe von 1.244 TEUR.

Nachrangige Darlehen und Darlehen gegenüber Gesellschaftern

Der Gesellschaft wird von der Gesellschafterin ein Nachrangdarlehen über 2.500 TEUR gewährt. Die Laufzeit des Darlehens beginnt am 01.12.2023 und ist auf unbestimmte Zeit vereinbart. Das Darlehen ist erstmals zum 30.11.2028 kündbar. Das Darlehen kann jeweils zum Ende eines Monats mit einer Frist von mindestens einem Jahr gekündigt werden. Der Darlehenszins beträgt 3,0 % p. a. In den Zinsaufwendungen sind Zinsen in Höhe von 52 TEUR enthalten, die auf die nachrangigen Darlehen zurückzuführen sind.

Zusätzlich wurde der Gesellschaft von deren Gesellschafterin ein Annuitätendarlehen zum Zweck der Refinanzierung gewährt (sonstige Verbindlichkeiten). Dieses hat zum Bilanzstichtag einen Restsaldo von 365 TEUR und endet mit dem 01.11.2024. Das Darlehen hat somit folgende Restlaufzeit:

Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 0 bis 3 Monate 4 bis 12 Monate 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
b.) mit vereinbarter Laufzeit oder 365.211 98.982 299.182 0 0
Kündigungsfrist gegenüber Gesellschaftern (Vj. 757.942) (Vj. 97.631) (Vj. 295.099) (Vj. 365.211) (Vj. 0)
Summe laufendes Jahr 365.211 98.982 299.182 0 0

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt 600 TEUR und ist voll einbezahlt.

Der Jahresüberschuss im Jahr 2023 beträgt 1.073 TEUR. Somit ergibt sich zum 31.12.2023 ein Eigenkapital von 5.130 TEUR. Der Bilanzgewinn setzt sich zusammen aus einem Gewinnvortrag in Höhe von 3.057 TEUR und dem Jahresüberschuss von 1.073 TEUR.

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Bilanzgewinn zum 31.12.2022 3.057
Jahresüberschuss 2023 1.073
Bilanzgewinn 4.130

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von einer geographischen Aufteilung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung wird abgesehen, da sich die Tätigkeit im Wesentlichen auf das Inland beschränkt und sich diese Märkte nicht wesentlich voneinander unterscheiden. Das Neugeschäftsvolumen im Marktumfeld "Österreich" betrug im Jahr 2023 2.213 TEUR. Mit Schweizer Kunden wurde kein Neugeschäft im Jahr 2023 realisiert.

Leasingergebnis

Die Leasingerträge beinhalten die Erträge aus abgerechneten Vertragsraten, vorzeitigen Ablösen und Nachmieterlöse sowie sonstige Erträge im Zusammenhang aus dem Miet- und Leasingvertrag.

Erträge aus dem Sale-and-lease-back Geschäft wurden nicht realisiert, da die Refinanzierung mittels Darlehen im Vordergrund stand.

Die Leasingaufwendungen stellen die Gegenposition zu den Leasingerträgen aus Ablösen und Serviceaufwendungen sowie sonstigen Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Miet- und Leasingvertrag stehen, dar.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis ist geschäftsbedingt negativ, da den Refinanzierungskosten aus dem Leasing- und Mietgeschäft keine Zinserträge gegenüberstehen, sondern diese Erträge insgesamt unter den Leasingerträgen ausgewiesen werden.

Die Zinserträge beinhalten Zinsen aus Mietkaufverträgen. Die Zinsaufwendungen betreffen die Refinanzierung gegenüber Banken und Gesellschaftern. Zinsaufwendungen in Höhe von 52 TEUR resultieren aus Nachrangdarlehen.

Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus Beratungsleistungen mit 493 TEUR (Vj. 399 TEUR), sonstige Weiterberechnungen von 113 TEUR (Vj. 327) und Schadensersatzforderungen von 214 TEUR (Vj. 339 TEUR).

Beträge in Fremdwährung - Schweizer Franken - werden monatlich zum jeweils aktuellen Kurswert bewertet. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 5 TEUR (Vj. 3 TEUR) enthalten.

Des Weiteren sind 1 TEUR (Vj. 2 TEUR) Aufwendungen aus Währungsumrechnung enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus Wareneinkauf mit 33 TEUR (Vj. 72 TEUR) und Nebenkosten des Geldverkehrs von 43 TEUR (Vj. 46 TEUR)

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betreffen - neben Personalaufwand - insbesondere Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie laufende Betriebskosten (Raum-, KFZ, Werbe-, EDV-Kosten etc.).

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Vermietvermögen, immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Für Abschreibungen und Wertberichtigungen auf die Objekte im Vermietvermögen wurden 22.067 TEUR (Vj. 17.626 TEUR) aufgewendet. Hierin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 22 TEUR (Vj. 14 TEUR) enthalten. In den übrigen Abschreibungen befinden sich Abschreibungen für die eigengenutzte Betriebs- und Geschäftsausstattung (37 TEUR) sowie Software (51 TEUR). Auf den als Anlage beigefügten Anlagespiegel wird verwiesen.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Die Aufwendungen betreffen die Zuführung zu Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre kann ein konservativer Prozentsatz in Höhe von 1% angesetzt werden. Ferner ist die Veränderung der Wertberichtigung auf Forderung enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen

Im Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von 553 TEUR (Steuererstattungen für Vorjahre) sowie Aufwendungen für latente Steuern (533 TEUR) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Personal

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 6,5 Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 6,7 Mitarbeiter). Die Gesellschaft engagiert sich in der Aus- und Weiterbildung. Derzeit sind zwei Auszubildende beschäftigt. Neben der Vermittlung von beruflichen Kenntnissen und Fähigkeiten wird ebenso viel Wert daraufgelegt, die Persönlichkeit der Auszubildenden zu fördern und zu entwickeln, um sie auf aktuelle und zukünftige Anforderungen vorzubereiten. Die winwin Finance GmbH bietet den Auszubildenden Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten.

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft seitens der Gesellschaft für ein Darlehen über 2.759 TEUR der Gesellschafterin winwin Office Network Aktiengesellschaft, Waiblingen. Aufgrund der guten Ertrags- und Liquiditätslage der Darlehensnehmerin wird mit einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaftserklärung nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Sale-and-lease-back-Verfahren) sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 0 bis 3 Monate 4 bis 12 Monate 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
Miete Büroräume 208.518 27.198 81.594 99.726 0
Restwertverpflichtung abcfinance GmbH 736.058 121.994 360.882 253.181 0
Restwertverpflichtung Südleasing GmbH 3.144.089 560.390 1.276.972 1.306.727 0
4.088.664 709.582 1.719.448 1.659.634 0

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 2.865 TEUR (Vj. 3.258 TEUR). Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Stichtag keine (Vj. 3 TEUR).

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2023 beträgt gemäß § 285 Nr. HGB 26 TEUR und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Es ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr:

 

Roland Müller, Dipl.-Kaufmann - Geschäftsführer Vertrieb, Markt, Strategie

 

Claudia Müller, Kauffrau - Geschäftsführer Verwaltung, Finanzen

 

Florian Nasser, Kaufmann - Geschäftsführer Vertrieb, Markt.

Stammkapital

Das Stammkapital wird zu 100% von der winwin Office Network Aktiengesellschaft, Waiblingen.

 

Waiblingen, den 30. Januar 2024

gezeichnet: Roland Müller, Geschäftsführer

gezeichnet: Claudia Müller, Geschäftsführerin

gezeichnet: Florian Nasser, Geschäftsführer

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugang Abaana 31.12.2023
Vermietvermögen
Leasinggegenstände 31.764.970 15.735.544 6.079.222 41.421.292
Mietgegenstände 62.508.888 20.688.480 9.980.024 73.217.343
Vertragsbeginn nach dem Bilanzstichtag/AFA 337.497 176.225 337.497 176.225
94.611.355 36.600.248 16.396.742 114.814.860
Immaterielle Anlagewerte
Beteiligungen 10.989 3.700 0 14.689
entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 536.016 110.816 24.524 622.308
547.005 114.516 24.524 636.997
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 307.978 154.746 135.140 327.584
Gesamt 95.466.338 36.869.510 16.556.406 115.779.441
kumulierte Abschreibung
01.01.2023 Zugang Abaana 31.12.2023
Vermietvermögen
Leasinggegenstände 9.847.732 7.904.446 3.728.634 14.023.545
Mietgegenstände 22.533.700 14.153.713 7.349.279 29.338.134
Vertragsbeginn nach dem Bilanzstichtag/AFA 13.607 8.567 0 22.174
32.395.040 22.066.726 11.077.913 43.383.852
Immaterielle Anlagewerte
Beteiligungen 0 0 0 0
entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 459.447 50.908 24.524 485.831
459.447 50.908 24.524 485.831
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 256.098 37.443 135.140 158.401
Gesamt 33.110.585 22.155.077 11.237.577 44.028.084
Nettobuchwert
31.12.2023 31.12.2022
Vermietvermögen
Leasinggegenstände 27.397.747 21.917.238
Mietgegenstände 43.879.210 39.975.187
Vertragsbeginn nach dem Bilanzstichtag/AFA 154.051 323.890
71.431.008 62.216.315
Immaterielle Anlagewerte
Beteiligungen 14.689 10.989
entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.477 76.569
151.166 87.558
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.183 51.880
Gesamt 71.751.357 62.355.753

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die winwin Finance GmbH betreibt als Kernelement das Leasing und die Vermietung von Bürokommunikationssystemen und Büromaschinen, insbesondere Kopiergeräten, Druckern, Telekommunikationsgeräten, IT und sonstigen Gegenständen im Bereich der Bürokommunikation. Des Weiteren fungiert sie als Beraterin für die Fachhändler aus dem Bereich der Bürokommunikation und tritt ebenfalls als Vermittler auf. Die winwin Finance GmbH hat die Erlaubnis für das Finanzierungsleasing (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG).

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Wie sich die Wirtschaft in naher Zukunft entwickelt, lässt sich nur schätzen. Regierungen, internationale Organisationen und Wirtschaftsforscher versuchen regelmäßig, die konjunkturelle Entwicklung anhand verschiedener Annahmen möglichst genau vorherzusagen. Prognosen bilden dabei unter anderem die Grundlage für die Steuerschätzung und die Haushaltsplanung des Staates.

Die Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum schwanken teilweise sehr stark und werden im Laufe eines Jahres regelmäßig nach oben oder unten korrigiert.

So berichtet das ifo Institut im November 2023, dass sich die Stimmung unter den Unternehmen gegenüber den Vormonaten leicht verbessert hat. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im November auf 87,3 Punkte gestiegen, nach 86,9 Punkten im Oktober. Das ist der dritte Anstieg in Folge. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser. Auch der Pessimismus bei den Erwartungen für die kommenden Monate nahm ab. Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau.

Die deutsche Wirtschaft trat im bisherigen Jahresverlauf auf der Stelle, wobei sich zwar die Unternehmensinvestitionen auf niedrigem Niveau erholen, der Konsum jedoch noch immer unter dem erlittenen Kaufkraftverlust und die Exporte unter der schwachen Weltkonjunktur leiden.

Die Leasing Unternehmen im Vergleich verzeichneten in den ersten drei Quartalen 2023 ein Wachstum von 18% gegenüber dem Vorjahr, wie der BDL berichtete. Besonders das PKW Leasing stärkte die Branche und legte um 27% zu. Die Analyse der Quartalswerte im Vorjahresvergleich wird jedoch von deutlichen Preissteigerungen bei den Anschaffungskosten begleitet. Mangels Inflationsbereinigung ist der Vergleich daher weniger aussagekräftig als in den Vorjahren.

Ein Teil des Neugeschäftswachstums geht auf aufgestaute Neuverträge zurück, die nach und nach auslaufen.

Der ifo Geschäftsklimaindex für die Leasing Branche ist im November 2023 entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend erneut gefallen.

Die Investitionsvorhaben deutscher Unternehmen befinden sich aktuell auf einem Tiefpunkt, wie aus den neuesten Konjunkturumfragen des ifo Instituts hervorgeht. Die ifo Investitionserwartungen für das laufende Jahr sind im November auf 2,2 Punkte gesunken. Im März betrugen sie noch 14,7 Punkte. Gestiegene Finanzierungskosten, schwache Nachfrage und die wirtschaftspolitische Unsicherheit sind Gründe für die spürbare Eintrübung der Investitionsbereitschaft von Unternehmen. Zugleich kommen neue Aufgaben im Bereich Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit zu weiterhin bestehenden Herausforderungen wie Digitalisierung. Deutschland braucht dringend mehr Investitionen.

Hierbei ist Leasing ein bewährtes Instrument und bleibt ein unternehmensstrategisches Instrument. Leasing kann nicht nur liquiditätsschonend die Investitionen in innovative Technologien möglich machen, sondern ist bei Neuerungen in den Technologien flexibel.

Der Leitzins bleibt nach der Entscheidung des EZB-Rates bei 4,5%, was der Leasingbranche zugutekommt. Experten begrüßten die Zinsentscheidung. Die Inflation bewegt sich auf das Ziel von 2%. Deshalb ist es richtig, die Zinsen nicht weiter zu erhöhen. Allerdings sinkt die Inflation vor allem deshalb, weil die massiven Preisanstiege bei Energie und Nahrungsmittel sowie Materialengpässe abebben.

Trotz der wirtschaftlichen Anspannungen und durch die Unsicherheiten im Zinsbereich konnte die winwin Finance GmbH einen Zuwachs im Neugeschäftsvolumen von 5,8 % verzeichnen und erreichte 35,6 Mio. EUR. Im Vorjahr betrug das Neugeschäftsvolumen 33,7 Mio. EUR.

Wie die gesamte Leasingbranche verzeichnet die winwin Finance GmbH denselben Effekt der aufzuholenden Investitionen in den ersten Quartalen. Unabhängig von gestiegenen Zinsen und Preissteigerungen im Produkt selbst stieg das Neugeschäft in den ersten drei Quartalen überdurchschnittlich. Das vierte Quartal hingegen zeigt eine Investitionszurückhaltung im Markt.

Auch wenn sich das Neugeschäft weiterhin auf einem niedrigen Niveau einpendeln sollte, sind ausreichend Projekte in der Planung, um für das kommende Geschäftsjahr ein Neugeschäftsvolumen von 38 Mio. zu erreichen.

2. Ertragslage

Im Jahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von 1.073 TEUR (Vorjahr 615 TEUR) erwirtschaftet. Das Leasingergebnis erreichte 25.909 TEUR gegenüber 20.579 TEUR im Vorjahr. Somit war eine Steigerung um 5.331 TEUR zu verzeichnen. Das Leasingergebnis beträgt 56,0% der Leasingerträge gegenüber 50,0% im Vorjahr.

Die Leasingerträge sind im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 12,4% auf 46,3 Mio. EUR angestiegen. Die Umsätze für Miet- und Leasingraten sind im Vergleich zum Vorjahr um 4.215 TEUR gestiegen sowie die Nachmieterlöse und Ablösen um 1.840 TEUR. Der Umsatz aus dem Objektverkauf beträgt 54 TEUR und ist um 1.988 TEUR niedriger gegenüber dem Vorjahresvergleich.

Aus Mietverträgen mit Wartungsanteil wurden Serviceleistungen von 9.260 TEUR generiert. Zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 889 TEUR. Die winwin Finance GmbH übernimmt nicht selbst die Wartung der Geräte, sondern verpflichtet die Fachhändler die Wartung durchzuführen. Hierfür erhält der Fachhändler den Serviceanteil aus den jeweiligen Mietverträgen mit dem Endkunden. Der Aufwand ist in nahezu in gleicher Höhe im Leasingaufwand dargestellt.

Geschäftsbedingt ist das Zinsergebnis negativ. Den Refinanzierungskosten aus dem Leasing- und Mietgeschäft stehen keine Zinserträge gegenüber. Im Jahr 2023 ergab das negative Zinsergebnis - 1.810 TEUR und stieg um - 991,4 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Grund für den Anstieg ist die Finanzierung des Eigenbestandes mittels Darlehen und die gestiegenen Zinsen auf den Märkten.

Das Provisionsergebnis, das hauptsächlich aus der Vermittlung von Refinanzierungsgeschäften resultiert, betrug im Jahr 2023 -48 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen für das Jahr 2023 842 TEUR. Im Vorjahr bestanden sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.081 TEUR. Im Wesentlichen bestehen die sonstigen betrieblichen Erträge aus Berechnung von Beratungsleistungen, sonstigen Weiterberechnungen und Schadensersatzrechnungen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten Personalkosten in Höhe von 470 TEUR (Vorjahr 438 TEUR) bei durchschnittlich 6,5 (Vorjahr 6,7) Mitarbeitern im Geschäftsjahr.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen von 786 TEUR betreffen insbesondere Rechts- und Beratungskosten und Betriebskosten (Kfz-, Reise-, Raum-, Werbe-, EDV-Kosten etc.). Im Jahr 2022 betrugen die anderen Verwaltungsaufwendungen 809 TEUR.

Abschreibungen auf Forderungen sowie Aufwendungen für Risikovorsorge sind im Jahr 2023 mit 353 TEUR (Vorjahr 569 TEUR) angefallen.

3. Finanzlage

Das erreichte Neugeschäftsvolumen von 35,6 Mio. EUR wurden mit 29,8 Mio. EUR mittels Darlehen refinanziert. Der Rest wird selbst finanziert oder kommt im ersten Quartal 2024 zur Refinanzierung.

Der Gesellschaft stehen 108,2 Mio. EUR Refinanzierungslinie zur Verfügung. Ausgeschöpft sind die Linien mit 58,7 Mio. EUR. Die Linien beinhalten 15,7 Mio. EUR für die Refinanzierung als Sale-and-lease-back und die restlichen 92,5 Mio. EUR wurden als Darlehenslinie gewährt. Bei 21,5 Mio. EUR Darlehenslinie handelt es sich um intern zugesagte Linien, die im vollen Umfang genutzt werden können.

Die vertraglich vereinbarten Zinsen und Tilgungen können aus dem Bestand sowie dem Zufluss liquider Mittel bedient werden, so dass sich nach derzeitigem Erkenntnisstand keine Bestandsrisiken für das Unternehmen ergeben.

Des Weiteren stehen der Gesellschaft 6.250 TEUR Kontokorrentlinie zur Verfügung die auch als Geldmarktdarlehen bzw. als Blockkredite genutzt werden können. Vorfinanzierungslinien für anstehende Refinanzierungen stehen der Gesellschaft innerhalb der Darlehenslinien zur Verfügung.

4. Vermögenslage

Durch den strategischen Wechsel der Darlehensfinanzierung und den enormen Zuwachs im Neugeschäftsvolumen wurde in den vergangenen Jahren das Leasing- und Vermietvermögen stetig aufgebaut. Zum 31.12.2023 betrug der Wert der Objekte 71 Mio. EUR.

Das Eigenkapital erhöhte sich zum Vorjahr um 1.073 TEUR auf 5.130 TEUR.

Die Eigenkapitalquote beläuft sich - unter Berücksichtigung des Gesellschafterdarlehens - auf 10,4 %. Im Vorjahr betrug die Eigenkapitalquote 10,3 %.

Die Objektwerte des aus der Geschäftstätigkeit vorhandenen Vermietvermögens von insgesamt 71.431 TEUR (Vorjahr 62.216 TEUR) stellt einen Anteil von rund 97,8% (Vorjahr 97,6%) der Bilanzsumme dar. Die liquiden Mittel betragen 11 TEUR (Vorjahr 35 TEUR) und wirken sich kaum auf die Bilanzsumme aus.

Das eigengenutzte Anlagevermögen von 306 TEUR Restbuchwert umfasst Softwarelizenzen in den immateriellen Vermögensgegenständen (137 TEUR) sowie die erforderliche Betriebs- und Geschäftsausstattung (169 TEUR).

Die Refinanzierung der Aktivseite erfolgt derzeit im Wesentlichen durch Eigenkapital in Höhe von 5.130 TEUR (Vj. 4.057 TEUR) und Refinanzierungs- sowie Gesellschafterdarlehen.

Vorsorgen für Risiken aus Ablöseverpflichtungen sind mit 1.244 TEUR in den anderen Rückstellungen angemessen eingestellt. Forderungsausfallrisiken sind mit 585 TEUR ausreichend berücksichtigt. Die ausgewiesenen Netto-Forderungen enthalten keine weiteren bedeutenden Forderungsausfallrisiken für die Gesellschaft.

C. Gesamtaussage zu Geschäftsverlauf und Lage

Die winwin Finance GmbH hat sich zunehmend auf Verträge mit Servicekomponenten spezialisiert und kann daher die Anforderungen des Marktes gut umsetzen. Den Geschäftsverlauf beurteilen wir als positiv. Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet.

D. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Risikobericht

Die Risikobetrachtungen haben sich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert und mussten aufgrund der guten Erfahrungswerte aus der Vergangenheit nur verfeinert werden.

Das Risikomanagementsystem basiert insbesondere auf dem monatlichen Reporting. Monatlich werden Abweichungen in den einzelnen Bereichen analysiert und dokumentiert. Soll-Ist-Abweichungen werden erläutert und besprochen. Darüber hinaus wird quartalsweise ein ausführlicher Bericht mit Kommentierung erstellt.

Die Gesellschaft nutzt ein EDV System, mit dem neben einem Reporting zusätzliche elektronische Prozesse abgebildet sind, die eine komfortable Risikoüberwachung zulassen. Jedes Jahr werden Verbesserungen einprogrammiert und den Gegebenheiten angepasst.

Ebenso bestehen in der Aufbau- und Ablauforganisation unserer Gesellschaft diverse interne Kontrollmaßnahmen zur Identifizierung, Bewertung, Steuerung sowie Kommunikation von Risiken. Aufgrund der Größe unserer Gesellschaft werden Risiken darüber hinaus regelmäßig informell zwischen den verantwortlichen Mitarbeitern besprochen.

Gemäß § 25a KWG und den MaRisk hat die Geschäftsleitung, die mit der Geschäftstätigkeit verbunden Risiken klassifiziert und folgende Risiken als wesentlich eingestuft:

Adressenausfallrisiko

Liquiditätsrisiko

Kontrahentenrisiko

IT Risiko

Nachhaltigkeits-Risiko.

Diese Risiken werden im Folgenden näher erläutert.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko ist das Risiko eines Verlustes oder entgangenen Gewinns aufgrund des Ausfalls eines Endkunden (Leasingnehmer oder Mieter).

Zur Beurteilung der Adressenausfallrisiken auf Ebene des Kundenengagements werden entsprechende Abfragen der Creditreform eingesetzt. Im Rahmen der Prüfung der Vertragsannahme erfolgt für jeden Kunden eine Bonitätsprüfung mit Hilfe der Abfrage bei Creditreform. Die laufende Überwachung beinhaltet das Mahnwesen sowie die automatische Information über Bonitätsveränderungen durch die Creditreform. Monatliche Analysen des Vertragsbestandes sorgen für eine Risikovorsorge, die pauschal durch die Bildung einer Risikorückstellung berücksichtigt werden.

Dabei wird die aus der Branchenerfahrung des Managementteams abgeleitete Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis des Refinanzierungsvolumens sowie der im eigenen Vermögen befindlichen Verträge als pauschale Risikoposition berücksichtigt. Zugunsten der Bildung eines Risikopuffers bleiben bei dieser Berechnung der Risikorückstellung die Erlöse aus Geräteverwertung derzeit unberücksichtigt. Die Bildung der Einzelwertberichtigungen wird aus den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB (Vorsichtsprinzip) abgeleitet.

Anhand eines Limit-Systems wird zum Monitoring des Gesamtrisikos die Verteilung der Restobligen auf Bonitäten und Endkunden laufend überwacht, um gegebenenfalls zeitnah geeignete Maßnahmen ableiten zu können.

Um bereits im Vorfeld mögliche Ausfallrisiken zu erkennen und zu vermeiden, ist der gesamte Refinanzierungsprozess, insbesondere Vertrags- und Endkundenprüfung, genau definiert und in Ablaufplänen und Arbeitsanweisungen festgehalten.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können.

Durch die kurzfristige Liquiditätssteuerung stellen wir die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicher. Ein wöchentlicher Cashplan sorgt für die nötige Transparenz.

Aufgrund der bestehenden Rückkaufverpflichtungen der Kooperationspartner / Fachhändler sowie - im Falle des Ausfalls eines Kooperationspartners - das enge Netzwerk von Kooperationspartnern und die Branchenkenntnis stufen wir das Marktliquiditätsrisiko als unwesentlich ein. Ebenso wird durch die laufzeitkongruente Refinanzierung der Verträge ein evtl. Liquiditätsrisiko durch Anschlussfinanzierungen minimiert.

Unsere strategische Liquiditätssteuerung dient zur Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung des Unternehmens mit liquiden Mitteln von Banken und Leasinggesellschaften zur Refinanzierung von Verträgen. Die Finanzierung von Verträgen erfolgt mehrheitlich über Darlehen. Teilweise wird die Refinanzierung mit Sale-and-lease-back genutzt. Bereits vor Abschluss oder Ankauf eines Vertrages wird seine Refinanzierungsfähigkeit auf Grundlage der mit unseren Refinanzierungspartnern getroffenen Rahmenvereinbarungen oder durch Einzelgenehmigung sichergestellt. Daher stufen wir das Risiko einer ungeplanten Liquiditätslücke aus fehlender Refinanzierungsmöglichkeit bzw. der Tatsache, Verträge ungewollt über Eigenmittel finanzieren zu müssen, als unwesentlich ein. Die Geschäftsstrategie des Unternehmens, die Finanzierung von Verträgen durch Eigenmittel in nur sehr geringem Umfang zu tätigen, stellt in Verbindung mit der vorhandenen Ausstattung des Unternehmens mit Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen einen zusätzlichen Liquiditätspuffer dar.

Um die Versorgung des Unternehmens mit liquiden Mitteln zu Refinanzierungszwecken jederzeit zu gewährleisten, werden langfristig orientierte Rahmenverträge mit Refinanzierungspartnern geschlossen und Refinanzierungslinien festgelegt.

Kontrahentenrisiko

Das Kontrahentenrisiko ist seinem Charakter nach den Adressenausfallrisiken zuzurechnen. Aufgrund der besonderen Bedeutung für das Unternehmen, erachten wir die Einzelbetrachtung dieses Risikos jedoch für notwendig.

Unter dem Kontrahentenrisiko verstehen wir das Risiko, dass durch den Ausfall eines Kooperationspartners (Fachhändlers) Verluste entstehen. Das Risiko wird schlagend, wenn

a)

der Kooperationspartner am Ende der Laufzeit aufgrund einer Insolvenz nicht in der Lage ist, die Rückkaufvereinbarung über die Vertragsobjekte einzuhalten oder

b)

der Kooperationspartner während der Laufzeit des Vertrages nicht in der Lage ist, die an ihn übertragenen Serviceleistungen der Vertragsobjekte zu erbringen.

Die mit den Kooperationspartnern geschlossenen Rahmenverträge beinhalten am Ende der Vertragslaufzeit immer ein Andienungsrecht der winwin Finance GmbH über die Vertragsobjekte. Die Rückkaufwerte für die Vertragsobjekte betragen rahmenvertraglich mindestens 3 % und maximal 5 % des ursprünglichen Refinanzierungsbetrages und sind unabhängig vom Zustand der Objekte vom Kooperationspartner am Ende der Vertragslaufzeit zu bezahlen.

Potenzielle Kooperationspartner durchlaufen denselben Bonitätsprüfungsprozess wie die Endkunden. Ein Nachtragssystem, das Veränderungen in der Bonität des Kooperationspartners anzeigt, gewährleistet eine ständige Überwachung für die Dauer der Geschäftsbeziehung.

Im Falle der Insolvenz eines Kooperationspartners und der damit verbundenen Unmöglichkeit eines Rückkaufes, könnten die Vertragsobjekte den Kooperationspartnern in unserem Netzwerk angeboten werden. Darüber hinaus ergibt sich durch den gegenüber unseren Refinanzierungspartnern - im Sale-and-Lease-back - niedriger kalkulierten Restwert in Höhe von 2,5 % bzw. 1% des ursprünglichen Refinanzierungsbetrages ein in den Planzahlen nicht eingearbeiteter Risikopuffer, der einen evtl. Verlust aus dem Restwertgeschäft auffangen würde.

Bei Mietverträgen wird der Kooperationspartner regelmäßig damit beauftragt, die dem Mieter vertragsgemäß geschuldete Wartung zu erbringen. Die Mietraten beinhalten beim Mietvertrag Servicepreise, die nicht finanziert werden dürfen. Die Berechnung der in den Mietraten enthaltenen Wartungsanteile erfolgt gemäß vordefinierten Werten, die ausreichen, um das vermietete Objekt angemessen zu warten. Die Überprüfung der Wartungsanteile auf ihre korrekte Berechnung ist Bestandteil des Prozesses "Refinanzierung".

Bei einem Ausfall des Kooperationspartners während der Laufzeit des Vertrages besteht das Risiko, dass dieser die vereinbarte Wartungsleistung gegenüber dem Endkunden nicht mehr erbringen kann. In diesem Fall werden wir entweder

a)

einen Fachhändler aus dem Netzwerk der eigenen Kooperationspartner (winwin Office Network AG) oder

b)

einen dritten Fachhändler

mit der Erbringung der Wartungsleistung beim Endkunden beauftragen. Die Kosten für die ersatzweise Beauftragung eines Fachhändlers zur Erbringung der geschuldeten Wartung sind mit den in den Mietraten enthaltenen Wartungsanteilen mindestens gedeckt. Ebenso stufen wir das Risiko, dass für die Erbringung der geschuldeten Wartung nicht ein geeigneter Fachhändler gefunden wird, aufgrund unserer Erfahrungen in der Vergangenheit als sehr niedrig ein.

Zudem kann durch die enge Verbindung zur winwin Office Network AG auf einen angeschlossenen Fachhändler zugegangen werden. Durch die enge Verbindung zur winwin Office Network AG mit 60 Fachhändlern wird das Risiko drastisch verringert.

Als zusätzliche Sicherheit und weiteres Steuerelement verankern wir in den Rahmenverträgen - soweit sinnvoll und möglich - gegenseitige Service-Garantien unter den Kooperationspartnern, so dass sich ggf. auch ein vertraglicher Anspruch der winwin Finance GmbH zur Beauftragung eines anderen (garantierenden) Fachhändlers ableiten lässt.

Da wir nicht selbst in der Lage sind, im Falle des Ausfalls eines Kooperationspartners die vertraglich dem Mieter geschuldeten Wartungsleistungen zu erbringen und ggf. auf fremde Fachhändler angewiesen sind, messen wir diesem Punkt eine besondere Bedeutung zu. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass eine durch die Serviceerbringung in Aussicht gestellte Übernahme der Kundenbeziehung als Chance für den Fachhändler gesehen werden muss und damit unser eigenes Risiko reduziert.

Durch die enge Verbindung zur winwin Office Network AG, Waiblingen, die ein ausgeprägtes Servicenetz mit renommierten Fachhändlern verwaltet, ergibt sich daraus eine wesentliche Risikominimierung. Dadurch, dass hier die größten Fachhändler im Bereich der Bürokommunikation, der Telekommunikation und der IT einen Zusammenschluss fanden, kann die Übernahme von Wartungsleistungen aus der winwin Office Network AG heraus übernommen werden.

Insgesamt halten wir die beschriebenen Vorgehensweisen und Möglichkeiten für angemessen und ausreichend, um die in den Mietverträgen enthaltene Wartungsleistung jederzeit erbringen zu können.

Zusammenfassend stellen wir fest, dass aus heutiger Sicht erkennbare Risiken durch entsprechende Risikovorsorge angemessen berücksichtigt sind und ausreichend Risikodeckungsmasse zur Verfügung steht, um ggf. nicht erkannte Risiken abzudecken. Für uns sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der winwin Finance GmbH gefährden.

IT Risiko

Bei der winwin Finance GmbH kommt in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informationstechnologie (IT) eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf die drei Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit und umfassen insbesondere den unbefugten Zugriff, die Modifikation und den Abzug sensibler elektronischer Unternehmens- oder Kundendaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Der integre Umgang mit Daten gewährleistet die Korrektheit und Unversehrtheit von Daten sowie die fehlerfreie Funktionsweise von Systemen.

Der hohe Anspruch an die Qualität unserer Dienstleistung gilt auch für den Umgang mit den Daten unserer Kunden und Mitarbeiter. Wir orientieren uns dabei an den Werten Datensicherheit, Transparenz und informationelle Selbstbestimmung.

Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs, der Modifikation und des Abzugs von Unternehmens- und Kundendaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien sowie der mehrfachen Absicherung der Zugriffe. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall eintreten können.

Wir setzen im Unternehmen gültige Standards und marktübliche Technologien zur Absicherung unserer IT-Landschaft ein. Um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern, standardisieren und erneuern wir sie kontinuierlich. Die fortlaufende Steigerung der Automatisierung erhöht die Prozesssicherheit und Qualität der Verarbeitung.

Die Weiterentwicklung der IT-Governance-Prozesse, insbesondere die weitere Vereinheitlichung des IT-Risikomanagement-Prozesses, tragen zusätzlich dazu bei, Risiken früh zu erkennen und effektiv zu reduzieren.

Schwerpunkt unserer IT-Sicherheitsprogramme ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehört derzeit unter anderem der Aufbau eines IT-Sicherheitsleitstands. Dieser soll Cyberattacken frühzeitig erkennen und somit dazu beitragen, dass wir Angriffen mit modernsten Abwehrverfahren begegnen können. Die winwin Finance GmbH ergänzt die technischen Maßnahmen durch konsequente Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter.

Nachhaltigkeits-Risiko

Die winwin Finance GmbH handelt umwelt- und klimabewusst, achtet auf einen fairen Umgang mit Partnern und Lieferanten, übernimmt Verantwortung für ihre Mitarbeiter und setzt sich für eine zukunftsfähige Gesellschaft ein.

Das zeigt sich auch im "Eco Zertifikat" der Creditreform. Die winwin Finance GmbH hat eine Zertifizierung im Bereich der Nachhaltigkeit erlangt und erfüllt alle vorgegebenen Anforderungen. Die Prüfung des nachhaltigen Handelns führte zu einem positiven Ergebnis und die Gesamtwertung liegt deutlich über dem Benchmark.

Des Weiteren werden innere Risiken regelmäßig bewertet. Kostenoptimierungen und -planungen sowie die Suche nach Synergieeffekten und die rechtzeitige Umsetzung von Vorschriften helfen in der Steuerung.

Die Kundenstruktur wird auf äußere Risiken regelmäßig überprüft. Vor Abschluss eines Vertrages wird der Kunde auf relevante Nachhaltigkeitsrisiken geprüft und analysiert.

Prognose- und Chancenbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 dauerte der Krieg in der Ukraine noch immer an, hinzukam der Krieg in Israel. Die wirtschaftliche Lage ist instabil und die Auswirkungen sind weltweit zu spüren. Das spiegelt eine große Unsicherheit wider.

Ökonomen haben ihre Erwartungen für die Konjunktur 2024 zum Jahresende hin noch einmal gesenkt. Für das Jahr 2023 rechnen sie überwiegend mit einem kleinen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Auch im Jahr 2024 werde das Bruttoinlandsprodukt kaum spürbar wachsen. Besonders der Streit über den Bundeshaushalt habe Unternehmen verunsichert. Viele stellten die Investitionen zurück.

Der winwin Finance GmbH wird sich aufgrund von neuem Investitionsvolumen neues Refinanzierungspotenzial bieten. Das Institut plant für das kommende Geschäftsjahr ein Neugeschäftsvolumen von 38 Mio. EUR, das mittels Darlehen refinanziert werden soll. Für 2024 plant die Gesellschaft ein EBT von 950 TEUR. Die oben beschriebenen Risiken aus den Folgen des Ukraine- und Israelkrieges, sowie die Konjunkturabschwächung haben wir bei dieser Prognose berücksichtigt.

Die bereits eingesetzte IT-Struktur wird in 2024 weiter ausgebaut, um die erhöhten Anforderungen an das Neugeschäftsvolumen von 38 Mio. EUR abzubilden. Dadurch kann gewährleistet werden, dass aufgrund der optimalen Nutzung und der elektronischen Workflows das geplante höhere Neugeschäftsvolumen ohne zusätzliches Personal umgesetzt werden kann. Dies hat sich bereits in den Vorjahren bewährt.

 

Waiblingen, den 30. Januar 2024

gezeichnet: Roland Müller, Geschäftsführer

gezeichnet: Claudia Müller, Geschäftsführerin

gezeichnet: Florian Nasser, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die

winwin Finance GmbH, Waiblingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der winwin Finance GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der winwin Finance GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Finanzdienstleistungsinstitute im Sinne des § 1 Absatz 1a KWG geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Finanzdienstleistungsinstitute im Sinne des § 1 Absatz 1a KWG geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Aalen, den 30. Januar 2024

LIEB GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Uwe Lieb, Wirtschaftsprüfer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung und Ergebnisverwendung:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 31. Januar 2024 festgestellt.

Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den Bilanzgewinn von 4.130.107,48 Euro, bestehend aus dem Gewinnvortrag von 3.056.885,49 Euro und dem Jahresüberschuss von 1.073.221,99 Euro, auf neue Rechnung vorzutragen.

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