Herstellung von bestückten Leiterplatten
de Crignis GmbHLiquidiert
86165 Augsburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Udo Ehrlinger seit 12.7.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Rüdiger Henning PeterRHP Ventures GmbH | 95.00% |
R****** d* C******de Crignis Betriebsverpachtung Verwaltungs-GmbH | 5.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
de Crignis Blechverarbeitung GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der de Crignis Blechverarbeitung GmbH, Augsburg1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst die Be- und Verarbeitung von Blechen sowie Herstellung hochwertiger Blechkonstruktionen unter Einbeziehung unterschiedlicher Werkstoffe sowie systemischer Leistungspakete. Die Kernkompetenz liegt im Gehäusebau. Das Leistungsspektrum umfasst sowohl die Beratung als auch die Entwicklung, Konstruktion, Produktion inklusive individueller Oberflächenanforderungen, Montage, Qualitätssicherung bis hin zur Logistik. 2. Gesamtwirtschaft und Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und -ergebnis sowie Lage der Gesellschaft 2.1. Lage der Gesamtwirtschaft und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die bayerische Metall- und Elektroindustrie (M+E) hat ein schwieriges Jahr 2022 hinter sich. Nachdem die Corona-Pandemie weitgehend überwunden war, wurde die Wirtschaftsentwicklung durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und dessen Folgen im Energiebereich erneut gebremst. Dennoch stieg die Beschäftigung wieder an. Im Jahresdurchschnitt waren in den Unternehmen der bayerischen M+E Industrie 855.500 Mitarbeiterinnen beschäftigt, das waren 1,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die M+E Unternehmen Bayerns erwirtschafteten 2022 einen Umsatz von 347,4 Milliarden Euro, fast 66 Prozent davon im Ausland. Die Bruttoentgeltsumme der Branche belief sich auf 54,6 Milliarden Euro, das sind durchschnittlich 63.817 Euro pro Beschäftigten. Die wirtschaftliche Lage hat sich im Sommer spürbar eingetrübt, die bayerische Wirtschaft ist auf dem Weg in die Rezession. Im ersten Halbjahr stieg das bayerische Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozent und damit minimal stärker als bundesweit mit 2,8 Prozent. Diese Zuwächse müssen aber vor dem Hintergrund des schwachen Vergleichszeitraums gesehen werden, der noch von coronabedingten Einschränkungen geprägt war. Bis Herbst hat sich die Konjunktur erheblich abgeschwächt. (bayme vbm, Die bayerische M * E Industrie 2022 in Zahlen) Die Metallverarbeitung wird weiterhin von technologischen Entwicklungen wie Industrie 4.0 und Automatisierung beeinflusst werden. Unternehmen müssen in moderne Maschinen und Anlagen investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und effizientere Produktionsprozesse zu ermöglichen. Anlage 4 Seite 2 Die Metallverarbeitungsbranche wird zunehmend mit strengeren Umweltauflagen konfrontiert sein. Unternehmen müssen ihre Produktionsprozesse anpassen, um Emissionen zu reduzieren und nachhaltigere Lösungen zu finden. 2.2. Geschäftsverlauf und Lage Das primäre Ziel für das Berichtjahr 2022 war die Stabilisierung der Ertragslage nach den pandemiebedingt geschwächten Jahren 2020 und 2021. Weiterhin wurde verstärkt an der Festigung der bestehenden Kundenbeziehungen sowie der Prozessoptimierung gearbeitet. Die gesetzten Ziele konnten größtenteils erreicht werden, sodass sich eine deutliche Besserung der Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr abzeichnete. 2.2.1. Ertragslage, Entwicklung von Rohergebnis, Jahresergebnis, finanzielle Leistungsindikatoren sowie Auftragslage Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Mio. € bzw. 25 % gesteigert werden; der Materialaufwand lag nur um 12 % über dem Vorjahreswert. Damit lag das Rohergebnis des Berichtsjahres um 31 % über dem des Vorjahres. Die Personalkosten des Berichtsjahres lagen um 466 T€ (bzw. rund 9 %) über dem Vorjahreswert. Es gab mehrere Gründe für die Steigerung der Personalkosten im Jahr 2022. (z.B. gestiegene Mitarbeiterzahl, Tariferhöhung, Auszahlung einer Inflationsprämie). Weiterhin ist die Steigerung darauf zurückzuführen, dass die Rückstellungen für Überstunden und Urlaub erhöht wurden. Es sind aufgrund der gestiegenen Auslastung mehr Überstunden angefallen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Berichtsjahr 86 Mitarbeiter. Es wurden im Durchschnitt ca. 14 Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 617 T€ angestiegen. Gründe für den Anstieg sind die gestiegene Auftragslage, höhere Miet- und Pachtaufwendungen wegen Wegfall des pandemiebedingten Verzichts im Laufe des Jahres und höhere Fracht- und Verpackungskosten. Unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren, die wir für unsere Unternehmenssteuerung heranziehen, sind die Umsatzerlöse und der Auftragseingang. Auch im Jahr 2022 konnten aufgrund der Nachwirkungen der Corona-Krise keine größeren Investitionen getätigt werden. Der Auftragseingang 2022 (17.392 T€) lag über dem Auftragseingang 2021 (15.233 T€). Das Auftragsvolumen bestand hauptsächlich aus Rahmenbestellungen mehrerer Großkunden aus verschiedenen Branchen. Es wurde vorwiegend in großen Losgrößen produziert. Die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise konnten durch Optimierung in der Kalkulation und im Vertrieb größtenteils an die Kunden weitergegeben werden. Das wird auch durch die angestiegenen Deckungsbeiträge ersichtlich. Anlage 4 Seite 3 2.2.2. Finanzlage Die Finanzlage hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Dadurch, dass bereits im Vorjahr größere Mengen auf Vorrat gekauft wurden, hat sich die Liquiditätssituation im Jahr 2022 verbessert. Der Bestand an Wertpapieren hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verringert. (2022: 203 T€; Vorjahr: 216 T€). Die liquiden Mittel betrugen am Ende des Berichtsjahres 67 T€ (182 % über dem Vorjahreswert). Die Liquidität 2. Grades hat sich im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 Prozentpunkte erhöht (2022: 46 %, 2021: 35 %). Die durchschnittliche Forderungslaufzeit, die sich aus der Relation des durchschnittlichen Forderungsbestandes zum Umsatz berechnet, ist im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Das Working Capital (Differenz aus dem Umlaufvermögen sowie dem kurzfristigen Fremdkapital) ist von 565 T€ im Vorjahr auf 1.348 T€ im Berichtsjahr gestiegen. 2.2.3. Vermögenslage Der Eigenkapitalanteil am Gesamtvermögen ist im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 % gestiegen. Ebenso ist die Anlagendeckung im Berichtsjahr gestiegen (2022: 35%; 2021: 6%) Die Anlagendeckung 2 (Ermittlung unter Hinzunahme des langfristigen Fremdkapitals) beträgt 2022: 96%, Vorjahr 58%. Die Nettoverschuldung ist im Berichtsjahr gesunken. 2022: 5.646 T€; 2021: 6.644 T€. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 3.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft ab 2023 Der Konjunktur fehlt es weiterhin an Dynamik. Die hohe Inflation, eine schwache Nachfrage sowie die anhaltenden globalen Unsicherheiten haben dazu geführt, dass die deutsche Wirtschaft in eine Winterrezession gerutscht ist. Auch in der bayerischen M+E Industrie bleibt die Wirtschaftslage gedämpft. Die Produktion war in den ersten Monaten des Jahres wieder abwärtsgerichtet und lag im Frühjahr erneut leicht unter dem Vor-Corona-Niveau. Das Produktionsvolumen von 2018 wird um fast zehn Prozent unterschritten. Zwar entspannen sich die Lieferengpässe und der Materialmangel langsam, sodass zunehmend bestehende Aufträge abgearbeitet werden können. Von Normalität kann bei den Lieferketten aber noch keine Rede sein, im Frühjahr 2023 sah nach wie vor mehr als jeder zweite M+E Betrieb in Bayern seine Produktion durch Materialmangel beeinträchtigt. Vor allem bei Halbleitern und elektronischen Bauelementen bleibt die Lage kritisch. Während der Auftragsbestand langsam abgebaut wird, gehen gleichzeitig weniger Anlage 4 Seite 4 Neuaufträge ein. Somit ist auch für die kommenden Monate keine nennenswerte Dynamik bei der M+E Produktion zu erwarten. Der konjunkturelle Stillstand, verbunden mit der anhaltenden Unsicherheit, drückt auf die Stimmung in den Unternehmen. Nachdem im Herbst und Winter die Zuversicht etwas zugenommen hatte, zeigt der ifo-Geschäftsklimaindex für die bayerische M+E Industrie im Frühjahr 2023 wieder nach unten. Das gilt sowohl für die aktuelle Geschäftslage als auch für die Erwartungen, die per Saldo sogar wieder negativ sind. (Quelle: baymevbw Halbjahresbericht_2-2023, S. 5-6) 3.2. Entwicklung der Gesellschaft ab 2023 Aufgrund der guten Auftragslage im Jahr 2023 kann die Gesellschaft eine solide Budgetierung für 2023 aufstellen. Die gesetzten Ziele konnten in 2023 im ersten Halbjahr erreicht und sogar weit übertroffen werden. Ab dem zweiten Halbjahr kam es zu einem Einbruch der Umsätze aufgrund verhaltener Auftragslage. Durch einen soliden Umsatz im ersten Halbjahr wird die Gesellschaft das Jahr 2023 mit einem positiven Ergebnis abschließen, das voraussichtlich leicht unter dem Vorjahresergebnis liegt. Die gestiegenen Kosten, konnten durch Neukalkulation aller Aufträge größtenteils an die Kunden weitergegeben werden, was eine deutliche Entspannung der Liquiditätslage mit sich zieht. Die Liquidität hat sich im Laufe des Jahres 2023 weiterhin kontinuierlich verbessert. Die Liquidität wird weiterhin täglich ermittelt und vorausschauend überwacht. Primäres Ziel ist es aktuell, die bestehenden Kundenbeziehungen zu verbessern und neue Kunden zu gewinnen, um ein ausgeglichenes Kundenportfolio zu schaffen. Weiterhin ist es oberste Priorität, qualitativ auf höchstem Niveau zu agieren und die Kundenwünsche, wie auch in den Vorjahren, vollumfänglich zu erfüllen. Nach wie vor richtet die Gesellschaft ihren innerbetrieblichen Fokus auf die stetige und pünktliche Lieferfähigkeit, eine möglichst rationelle Fertigung von kleineren Losgrößen sowie auf eine weiterhin hohe Flexibilität in der Produktion. Die fortschreitende Digitalisierung hat auch die de Crignis Blechverarbeitung GmbH erreicht. Die Gesellschaft setzt ab dem Jahr 2023 vermehrt auf automatisierte Prozesse, vernetzte Maschinen und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Dies ermöglicht eine effizientere Produktion, eine höhere Flexibilität und eine verbesserte Qualität. 3.3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Was die technische Ausstattung angeht, ist die Gesellschaft, durch die in den Vorjahren getätigten größeren Investitionen, sehr gut aufgestellt und verfügt als Komplettanbieter im Bereich der Blechbearbeitung über sämtliche Leistungsspektren und Kompetenzen. Weiterhin setzt die de Crignis Blechverarbeitung GmbH einen zusätzlichen Fokus auf die Vermarktung und Weiterentwicklung von eigenen Produkten. Die steigende Nachfrage nach Metallprodukten, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien und Elektromobilität, bietet Chancen für das Unternehmen. Durch die Anpassung der Produktionsprozesse und die Entwicklung innovativer Lösungen kann die Gesellschaft von diesem Wachstum profitieren. Anlage 4 Seite 5 Auch die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung bieten Chancen. Durch die Investition in moderne Maschinen und Anlagen können die Prozesse optimiert und die Effizienz gesteigert werden, was das Unternehmen wettbewerbsfähiger macht. Die Metallverarbeitungsbranche ist stark exportorientiert. Eine verbesserte globale Konjunktur und eine steigende Nachfrage aus dem Ausland können zu neuen Absatzmöglichkeiten führen. Schwankungen bei den Rohstoffpreisen, insbesondere bei Metallen wie Stahl oder Aluminium, können sich negativ auf die Profitabilität auswirken. Preisschwankungen können zu höheren Produktionskosten führen und die Margen verringern. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften stellt ein Risiko dar. Das Unternehmen könnte Schwierigkeiten haben, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten, was die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen kann. Die steigenden Umweltauflagen stellen ebenfalls ein Risiko für die Gesellschaft dar. Das Unternehmen plant, in umweltfreundlichere Produktionsprozesse zu investieren, um Emissionen zu reduzieren und den Anforderungen gerecht zu werden. Weitere Risiken sieht die Unternehmensleitung aktuell in der Investitionszurückhaltung bei Kunden. Das Unternehmen hat sich für das Jahr 2024 solide Ziele gesetzt, um diesen Risiken in allen Bereichen entgegenzuwirken. Damit blickt die Gesellschaft in eine erfolgreiche Zukunft.
Augsburg, 15. Dezember 2023 Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anlagenspiegel vom 1.1.2022 bis 31.12.2022
ANHANG zum 31. Dezember 2022der de Crignis Blechverarbeitung GmbH AugsburgAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der de Crignis Blechverarbeitung GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für den Anhang werden die Erleichterungen der §§ 286 Abs. 4 und 288 Abs. 2 HGB und für die Gewinn- und Verlustrechnung die Erleichterung nach § 276 Satz 1 HGB in Anspruch genommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und damit prüfungspflichtig nach § 316 Abs. 1 HGB. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden mit der Ausnahme beibehalten, dass erstmals eine Rückstellung für Jubiläumszuwendungen aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens gebildet wurde. Ohne diese Änderung wäre das Jahresergebnis um 42 T€ höher. Die Konzessionen und gewerblichen Schutzrechte wurden linear unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen (technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten beruht auf einem gewogenen Durchschnittsverfahren. Bei der Bewertung des Materials wurden Abwertungen aufgrund von Überbeständen oder Preisminderungen vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Diese wurden wie folgt ermittelt: Die Materialkosten werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung eines angemessenen Materialgemeinkostenzuschlages angesetzt. Die Fertigungskosten werden als Maschinenstundensätze unter Berücksichtigung von Einzel- und Gemeinkosten angesetzt. Die Maschinenstundensätze ergeben sich als langjähriger Durchschnitt der pro Maschine angefallenen Einzel- und Gemeinkosten bei Normalauslastung. Die Gemeinkostenanteile werden in Anlehnung an die gem. R 6.3 EStR steuerlich zwingend einzubeziehenden Kostenarten angesetzt. Steuerliche Wahlbestandteile, wie Fremdkapitalzinsen, werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Der verlustfreien Bewertung wird durch Vergleich der Herstellungskosten mit den retrograd ermittelten beizulegenden Werten (= Leistungswerte der Aufträge) Rechnung getragen. Danach wurden in Einzelfällen unfertige Erzeugnisse auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel (Kassenbestand und Bankguthaben) sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde für das allgemeine Kreditrisiko eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigen beizulegenden Wert bewertet. Die aktive Rechnungsabgrenzung enthält ein Disagio in Höhe von ca. 21 TEUR (Vorjahr 34 TEUR) und Ausgaben, die bereits für das Folgejahr bezahlt wurden, wie Versicherungen, Service- und Wartungsverträge. Für mittelbare Altersversorgungszusagen wurden keine Rückstellungen gebildet. Es ergab sich ein Fehlbetrag im Sinne von Art. 28 Abs. 2 EGHGB in Höhe von 1.860.056,27 €. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Brutto-Anlagespiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen. Angaben zu Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und Angabe der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 1.685.502,19 (Vorjahr: Euro 1.632.989,63). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren beträgt TEUR 1.605 (Vorjahr: TEUR 2.085). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 1.572.904,25. Es handelt sich um Pfandrechte an beweglichen Sachen. Bei den übrigen Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. Kraft Gesetz entstehende Sicherheiten.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten in Höhe von 196,1 TEUR gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter (§ 42 Abs. 3 GmbHG). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sein können: • Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrag mit der de Crignis Betriebsverpachtung GmbH & Co. KG mit jährlicher Kündigungsmöglichkeit. Die übliche Jahrespacht berechnet sich aus fixen und variablen Komponenten und beträgt ca. TEUR 960 jährlich, in 2023 TEUR 842 . Angesichts der nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Jahrespacht 2022 durch Verzichtserklärungen auf ca. TEUR 862 herabgesetzt. • Es bestand eine aufschiebend bedingte Verpflichtung gegenüber der Muttergesellschaft de Crignis Betriebsverpachtung Verwaltungs GmbH und der de Crignis Betriebsverpachtung GmbH & Co. KG aus Pachtverzichten mit Besserungsschein in Höhe von TEUR 2.802. Gemäß Verzichtserklärung vom Dezember 2022 hat die de Crignis Betriebsverpachtung Verwaltungs GmbH auf sämtliche noch nicht wieder aufgelebten Ansprüche aus diesen Besserungsverpflichtungen verzichtet. Außerhalb der Bilanz bestehen ansonsten keine finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Honorar des Abschlussprüfers Wegen der Angaben zum berechneten Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 verweisen wir auf § 288 Abs. 2 HGB. Angaben zur Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Augsburg, den 14.12.2023 Richardde Crignis, Geschäftsführer für die de Crignis Blechverarbeitung GmbH sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Firma de Crignis Blechverarbeitung GmbH. Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der de Crignis Blechverarbeitung GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022, Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Firma de Crignis Blechverarbeitung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis 31.12.2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichend geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu Anlage 5 Seite 4 führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Augsburg, den 16.12.2023 Katja Günter, Wirtschaftsprüfer |
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