Hagedorn und Protzmann eGbR
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Roth seit 24.10.2017 | Geschäftsführer |
Harald Ralf Hagedorn seit 21.11.2002 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 55.00% | |
| 45.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LohrElement GmbHGemündenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023LohrElement GmbH, Gemünden I. Grundlagen des Unternehmens Die LohrElement GmbH, in Folge LE oder die Gesellschaft genannt, feiert im Geschäftsjahr 2024 ihr 30-jähriges Betriebsjubiläum. LE ist ein mittelständisches Unternehmen der Bauzulieferindustrie. Unser Produktsortiment umfasst Schalungslösungen für alle Bereiche des Hochbaus. Neben dem Standartsortiment erarbeiten wir auch Lösungen für besondere Schalungsanforderungen. Die IsoLohr GmbH wurde bis zum 31.12.2018 als Tochterunternehmen geführt und zum 01.01.2019 in die LE integriert. Unter dem Produktnamen IsoLohr stellen wir passgenaue Bodenplattensysteme für jeden Gebäudetyp her. Seit 01.01.2019 ist der komplette Markenauftritt unter LE, darunter befinden sich die beiden Sparten LohrSchalung und IsoLohr. Unter dem Motto "zwei starke Marken - eine Philosophie". Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte an den Baustoffhandel und den technischen Großhandel in Deutschland und im europäischen Ausland. LE ist in der Lage aufgrund der Produktbreite und Dienstleistungskompetenz ganzheitliche Lösungen anzubieten und auch anspruchsvolle und komplexe Bauaufgaben zu verwirklichen. Das kundenorientierte Vertriebsnetzwerk bietet Full-Service auf höchstem Niveau. Das umfangreiche Produktsortiment der Gesellschaft, das nach dem neuesten Stand der Technik und unter Einhaltung aller umweltrelevanten Maßnahmen hergestellt wird, erfüllt für den professionellen Verwender auf der Baustelle alle Anforderungen. In den folgenden Abschnitten werden wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen zahlenmäßig aufbereitet und näher erläutert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. Die preisbereinigte gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen recht unterschiedlich. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. Im Wohnungsbau hat die Bundesregierung nach mehreren abrupten Förderstopps mit anschließenden deutlichen Verschärfungen der Förderbedingungen das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Wohnungsbauförderung untergraben. Dies dürfte im Zusammenspiel mit dem deutlich ungünstigeren Finanzierungsumfeld und den hohen Preisen maßgeblich zu den hohen Stornierungsraten im Wohnbau beigetragen haben, die seit der zweiten Jahreshälfte 2022 zu beobachten waren. Erst zum Jahresende 2023 zeigen die Auftragseingänge im Wohnungsbau eine leicht stabilisierende Tendenz. Insgesamt nahmen die Wohnungsbauinvestitionen 2023 mit 2,8 % sogar spürbar stärker ab als die Bauinvestitionen insgesamt. Jahrelang hatte der Wohnungsbau die treibende Kraft unter den Bausparten gebildet und war deutlich stärker als die übrigen Baubereiche gewachsen. Lediglich der öffentliche Bau zeigte sich 2023 mit einem nur geringen Rückgang (-0,2 %) weitgehend stabil. Der gewerbliche Bau schrumpfte um 1,2 %. Insgesamt blieb der Nichtwohnungsbau auch 2023 im Vorjahresvergleich deutlich im Minus (-1,0 %). In Neubau und Modernisierung der Wohnungsbestände flossen 2023 rund 300 Mrd. EUR. Anteilig wurden 61,0 % der Bauinvestitionen im Wohnungsbau getätigt; leicht weniger als im Vorjahr. Insgesamt umfassen die Bauinvestitionen über alle Immobiliensegmente 2023 einen Anteil von 13 % des Bruttoinlandsproduktes. Aufgrund der weiterhin hohen Zuwanderung und einer wachsenden Bevölkerung bleibt der Bedarf an Wohnraum hoch. Die derzeit verfügbaren niedrigen Fördermittel, die weiterhin hohen Zinsen und das erreichte Niveau der Baupreise dürften den Wohnungsbau aber deutlich bremsen. Die bisher nicht ausgeglichenen Realeinkommensverluste der Privathaushalte in den vergangenen drei Jahren erschweren die Finanzierung von Wohnbauprojekten zusätzlich. Da der Fokus der Förderprogramme der Bundesregierung bislang auf Sanierungen bestehender Wohngebäude liegt und die hohen Energiekosten verbunden mit den postulierten Zielen des Klimaschutzes starke Anreize dafür bieten, dürften sich innerhalb der Bauinvestitionen die Gewichte zugunsten des Bestandes verschieben. Es ist also mit einem sehr deutlichen Rückgang der Neubauten und einer anteiligen Verlagerung von Investitionsmitteln zur Modernisierung von Wohngebäuden zu rechnen. Wohnungsbaugenehmigungen brechen weiter ein Im Jahr 2023 dürften nach letzten Schätzungen die Genehmigungen für rund 260.000 neue Wohnungen auf den Weg gebracht worden sein. Damit wurden 27 % weniger Wohnungen bewilligt als im Jahr zuvor. Damit setzt sich der bereits im Vorjahr begonnene Abwärtstrends im Wohnungsbau (2022: -7 %) dramatisch verstärkt fort. Aktuell ist die Gemengelage für den Wohnungsbau äußerst schwierig: Ein historischer Preisanstieg bei den Bauleistungen trifft auf deutlich gestiegene Bauzinsen und eine durch die Haushaltslage bedingte Unklarheit bezüglich der gültigen Förderkonditionen. Diese schwierigen Rahmenbedingungen für den Wohnungsneubau schlugen sich 2023 sowohl bei Genehmigungen von Ein- und Zweifamilienhäusern als auch im Geschosswohnungsbau nieder. Dabei ging die Zahl der neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern (-41 %) noch deutlich stärker zurück als die genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (-25 %). Die Zahl neu genehmigter Eigentumswohnungen sank dabei ersten Schätzungen etwas weniger stark (-22 %) als die Genehmigungen für neue Mietwohnungen (-27 %). Insgesamt wurden 2023 wohl rund 64.000 Eigentumswohnungen und 79.000 Mietwohnungen im Geschosswohnungsbau genehmigt. Baufertigstellungen ebenfalls deutlich rückläufig Im Jahr 2023 wurden voraussichtlich 255.000 Wohneinheiten fertiggestellt. Nach dem leichten Fertigstellungsanstieg im Vorjahr, der durch einen Schlussspurt bereits genehmigter Projekte geprägt war, wurde der Einbruch im Wohnungsbau 2023 auch bei den Fertigstellungszahlen greifbar (-14 %). Für das Jahr 2024 ist auf Grundlage der Entwicklungen bei den Genehmigungen ein noch stärkerer Einbruch zu erwarten. Die Fertigstellungen dürften dann um weitere 18 % auf rund 208.000 neu errichtete Wohnungen einbrechen. Auch 2025 wird sich dieser Trend fortsetzen, wenn auch deutlich abgeschwächt. Die Fertigstellungen dürften dann erstmals seit 2011 wieder unterhalb der 200.000-Marke liegen. Wie eine Umfrage unter den im GdW organisierten Unternehmen zum Jahresende 2023 zeigt, ist die Lage für den Neubau dramatisch und spitzt sich weiter zu: Mehr als 22 %, der von den Unternehmen für das Jahr 2024 geplanten neuen Wohnungen, können unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht gebaut werden. Im Jahr 2025 sind sogar 38 % der Neubaupläne nicht realisierbar. Hochgerechnet auf alle Unternehmen im GdW bedeutet dies gut 18.000 Wohnungen, die entgegen der ursprünglichen Planung (60.000 WE) nach derzeitiger Sachlage in den Jahren 2024/2025 nicht mehr realisierbar sein werden. Über zwei Drittel der GdW-Wohnungsunternehmen werden in den kommenden beiden Jahren nach gegenwärtiger Lage gar keine Wohnungen mehr errichten können (2024: 68 %; 2025: 69 % der Unternehmen). Die Entwicklung der Wohnungsfertigstellungen entfernt sich damit immer deutlicher vom Ziel der Bundesregierung, rund 400.000 Wohnungen pro Jahr neu zu errichten. Vor dem Hintergrund steigender Wohnungsbedarfe, einer wachsenden Einwohnerzahl und um die Wohnungsbau- und Klimaziele nicht komplett abschreiben zu müssen, sollte die Bundesregierung schnell weitere Maßnahmen für ein Sofortprogramm für bezahlbaren und sozialen Wohnungsbau ergreifen. Die jüngst in der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2024 beschlossene Bereitstellung von einer Milliarde Euro für ein neues Förderprogramm für den Neubau energieeffizienter, bezahlbarer Wohnungen mit Wohnflächenbegrenzung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. 2. Geschäftsverlauf Wir blicken auf ein stark rückläufiges Geschäftsjahr 2023 zurück. Das Geschäftsjahr 2023 begann in den ersten drei Monaten vielversprechend. Jedoch zeichnete sich ab dem zweiten Quartal ein Wandel ab. Ein stetiger Umsatz- und Mengenrückgang machte sich bemerkbar. Dieser Rückgang war bedingt aufgrund den o.g. Faktoren. Ab der zweiten Jahreshälfte war ein deutlicher Rückgang zu spüren. Die Baugenehmigungen waren mehrere Monate in Folge rückläufig. Dieser Trend setzt sich auch im Jahr 2024 fort. Die budgetierten Umsatz- und Ergebnisziele konnten daher nicht erreicht werden. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang von ca. 33 % und einem Jahresfehlbetrag von T€ 286 ab. 3. Ertragslage Bedingt durch die massiven konjunkturellen Einbrüche in der Bauwirtschaft, verbunden mit einem Absatzrückgang konnten wir nicht an die erfolgreichen Vorjahre anknüpfen. Das Rohergebnis ist bei stark rückläufigem Umsatz um T€ 3.509 auf T€ 7.527 gesunken. Der Materialaufwand reduzierte sich entsprechend dem Umsatzrückgang um ca. 36 %. Einhergehend mit dem rückläufigen Geschäftsumfang reduzierten sich auch die Personalaufwendungen von T€ 4.897 auf T€ 4.334. Insgesamt ist im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag von T€ 286 entstanden. 4. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme reduzierte sich um T€ 1.639 auf T€ 8.523. Bei den Aktiva haben sich vor allem die Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie die liquiden Mittel um zusammen T€ 1.142 auf T€ 4.854 vermindert. Bei den Passiva ist insbesondere das Eigenkapital um T€ 1.246 auf T€ 6.689 gesunken. Die Eigenkapitalquote am 31. Dezember 2023 beträgt 78,5 %. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren jederzeit sichergestellt. Die finanzielle Lage und die Liquidität der Gesellschaft sind trotz rückläufiger Ertragslage als stabil einzustufen. Die kurzfristigen Vermögenswerte übersteigen am Bilanzstichtag deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten. 5. Personal Aufgrund der rückläufigen Auftragslage wurden im Jahr 2023 keine Mitarbeiter eingestellt. Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich von 71 auf 59 Mitarbeiter. 6. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden 3 Werkzeuge für Spritzgussformteile im Wert von 84.000 € angeschafft. Im Bereich Kundenmanagement wurde ein neues CRM-Programm (CAS Genesis) eingeführt. Die Investitionssumme betrug 40.860 Euro. 7. Beschaffung Die rückläufigen Umsätze hatten deutliche Auswirkungen auf die Beschaffung. Ziel war es, die Lagerbestände zu minimieren und dadurch die Liquidität zu erhöhen.
III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Seit dem Kriegsbeginn im Jahr 2022 hat sich die gesamtwirtschaftliche Lage deutlich verschlechtert. Die drastische Erhöhung der Baukosten verbunden mit der steigenden Zinsentwicklung und dem gestrichenen Förderprogramm der Bundesregierung haben zu einem anhaltenden und gravierenden Rückgang der Baugenehmigungen geführt. Aufgrund des rückläufigen Auftragseingangs wurden die Zeitkonten der Mitarbeitenden frühzeitig aufgebraucht, so dass wir erstmals nach 12 Jahren Kurzarbeit für das erste Halbjahr 2024 anmelden mussten. In der angepassten Planung für 2024 gehen wir von einem Umsatzrückgang von mind. 30 % und einem erneuten Jahresfehlbetrag aus. Um den Mitarbeiterstamm dennoch weitgehend zu erhalten, wurden über alle Abteilungen hinweg die Arbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich reduziert. LE verfügt über einen solventen Kundenstamm. Die Forderungsausfallquote ist nach wie vor sehr gering. Zudem besteht mit dem größten Teil des Kundenstamms eine langjährige Zusammenarbeit. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich dieser massive Einbruch auch bei unseren Kunden erheblich auswirken wird. Aktuell führen wir verstärkt Bonitätsprüfungen durch und legen neue Kreditlimits fest. Darüber hinaus werden vor dem Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung stets Informationen über die Bonität des Neukunden eingeholt. Die Liquiditätslage ist nach wie vor zufriedenstellend, es sind auch durch die angepasste Planung keine Engpässe zu erwarten. Durch die wirtschaftlich sehr erfolgreichen vergangenen Jahre und die hohe Eigenkapitalquote sind wir nach wie vor stabil aufgestellt. 2. Risikobericht Die Lage im Hochbau verschärft sich zunehmend. Um Aufträge zu generieren, nimmt der Preiskampf stetig zu. Die Herausforderung aktuell ist es, einen massiven Preisverfall durch lösungsorientierte Ansätze zu verhindern. Wenn sich an den aktuellen Rahmenbedingungen jedoch nichts ändert, wird weiterhin nur auf deutlich geringerem Niveau gebaut werden. Dies führt dazu, dass einige Bauunternehmen nicht ausreichend ausgelastet sind. Sollte dies dazu führen, dass die ohnehin begrenzten Fachkräfte am Bau nicht dauerhaft beschäftigt werden können, droht die Abwanderung in andere Branchen und schädigt die Kapazität am Bau langfristig. Durch die fehlenden Aufträge schalen Kunden teilweise selbst ein und verzichten zu Gunsten von Arbeitszeit auf unser System. Ein Risiko bleibt auch, dass sich unsere eigenen Fachkräfte aufgrund der unsicheren Lage beruflich neu orientieren. Dies würde auch bei uns zu einem langfristigen Rückgang der möglichen Kapazität führen. 3. Chancenbericht Auf der BAU in München 2023 konnten wir im April zwei neue Produkte vorstellen. Zum einen können wir unseren Kunden als erster und bisher einziger Hersteller Schalungen aus 100 % recyceltem Dämmstoff mit der Produktlinie "NH" anbieten. Zum zweiten wurde ein neues Abdichtungssystem, dass gegenüber bisherigen Abdichtungen deutliche Vorteile bietet, vorgestellt. Die Abdichtung befindet sich aktuell noch in der Materialprüfanstalt in Braunschweig und wird nach Abschluss der erforderlichen Prüfungen in unser Sortiment aufgenommen. Leider verzögerte sich die Prüfung durch die Materialprüfanstalt enorm, somit konnten wir im Geschäftsjahr 2023 noch nicht mit dem Produkt auf den Markt gehen. Mit dem LAS-Attikasystem wurde begonnen, ein weiteres Produkt zu entwickeln. Dieses Produkt soll 2024 in den Markt eingeführt werden. Alle drei Innovationen stoßen auf großes Interesse und bieten im hart umkämpften Markt neue Möglichkeiten. Der Bedarf an Wohnraum besteht mehr denn je, allerdings wurden zahlreich Projekte und Bauvorhaben aufgrund fehlender Finanzier- und Planbarkeit zurückgestellt. Die Ziele der Bundesregierung für geplante Wohneinheiten werden deutlich unterschritten und verschärfen den ohnehin prekären Wohnungsmarkt. Dem Abwärtstrend in den Baugenehmigungen könnte mit der Belebung sinnvoller Fördermaßnahmen seitens der Bundesregierung entgegengewirkt werden. Bisherige Anreize sind aber aufgrund der hohen Vorgaben an Energiestandards und der niedrigen Einkommensgrenzen weitgehend unwirksam. Wie sich die Lage hier entwickelt, ist noch offen. Für die nächsten Monate rechnen wir noch nicht mit einer Entspannung, dennoch sehen wir die langfristige Entwicklung aufgrund des hohen Bedarfs als positiv an. IV. Bericht über Forschung und Entwicklung sowie Qualitätsmanagement Anfang Januar 2022 wurde das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand geförderte Kooperationsprojekt "Composite Schalung" gestartet. Wir als LohrElement erforschen gemeinsam mit der PHWT - Private Hochschule für Wirtschaft und Technik - und dem Unternehmen Autmaring Engineering in den kommenden zwei Jahren ein innovatives Schalungssystem für Beton-Brücken. Auf Basis von hochbelastbaren Faserverbund-Kunststoffen soll ein modularer und flexibel einsetzbarer Baukasten für eine selbsttragende, integrale Schalung entwickelt werden. Eine innovative, integrierte Sensorik soll zusätzliche Informationen zu dem Zustand des Betons sowie des Bauwerks liefern. Das neue Schalungssystem soll insbesondere eine schnellere Realisierung von Bauvorhaben und gleichzeitig einen deutlich geringeren Einfluss auf den umliegenden Verkehr bieten. Ferner soll eine Lebensdauerverlängerung der Beton-Bauwerke erreicht werden, so dass die Lebenszykluskosten der Brücken reduziert werden können. Dieses Projekt wurde im April dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen dieser Forschung haben sich auch weitere Möglichkeiten ergeben, wie diese Technik im Bau eingesetzt werden könnte. LE hat ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) implementiert und unterliegt jedes Jahr einer strengen Prüfung durch den TÜV für den Erhalt der Qualitäts-Management-Norm ISO 9001. Dieses umfasst alle Maßnahmen zur Planung, Überwachung, Steuerung und Optimierung von Prozessen anhand vorgegebener Anforderungen. Das Ziel von Qualitätsmanagement ist es, die Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung und damit die Kundenzufriedenheit zu verbessern. Kundenzufriedenheit ist der Prüfstand, auf dem sich die Qualität unserer Leistungen und Produkte immer wieder aufs Neue beweisen muss. Zufriedene Kunden sind die beste Referenz für unsere innovativen Lösungen und Systeme.
Gemünden, den 26.08.2024 LohrElement GmbH Klaus Roth Geschäftsführer Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhangder LohrElement GmbH, Gemünden für das Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Angaben Die LohrElement GmbH hat ihren Sitz in Gemünden und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Würzburg (Reg. Nr. HRB 5030). Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses (§§ 276, 288 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften in den §§ 264 ff. HGB vorgenommen. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelwertberichtigungen werden bedarfsweise gebildet, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Börsenkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passivisch abgegrenzt. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagespiegel). Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren aus abweichenden Bilanzansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 30 %. Im Berichtsjahr ergab sich eine Zuführung zu den aktiven latenten Steuern von T€ 167. In Höhe der aktiven latenten Steuern von T€ 167 besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB. Es handelt sich gleichzeitig um den Gesamtbetrag gem. § 285 Nr. 28 HGB. Eigenkapital Im Posten Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von € 6.774.765,08 (Vorjahr: € 6.197.599,62) enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 178 (Vorjahr: T€ 182) und aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von T€ 510 (Vorjahr: T€ 480) p.a. Darüber hinaus bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 64 Mitarbeiter beschäftigt, davon 30 Angestellte und 34 gewerbliche Arbeitnehmer. Nachtragsbericht Nach dem Abschlussstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von € 6.488.971,67 auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB.
Gemünden, den 26.08.2024 Klaus Roth Geschäftsführer
BeschlüsseFeststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Ergebnisverwendung Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 und der Beschluss über die Ergebnisverwendung erfolgten am 30. August 2024. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die LohrElement GmbH, Gemünden Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der LohrElement GmbH, Gemünden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der LohrElement GmbH, Gemünden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Blankenbach, 26. August 2024 (Ralph Marks) Wirtschaftsprüfer |
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