Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 10971
Vorher
Eifeler Maschinenbau GmbH
Eingetragen
16.12.2002
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von hydraulischen und pneumatischen Komponenten und SystemenHerstellung von Turbinen
Gegenstand
Entwicklung und Produktion und der Vertrieb von Hydraulikteilen und ähnlichen Produkten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Eckmann
seit 14.6.2023
Prokura
Semih Kelle
seit 11.2.2020
Geschäftsführer
Ivan Bekavac
seit 11.2.2020
Prokura
Benjamin Rooke
seit 8.5.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Gates Industrial Europe SARLLUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
52.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gates Tube Fittings GmbH

Euskirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

a. Allgemeines

Die Gates Tube Fittings GmbH (GTF) ist im Bereich der Fluidtechnik als Anbieter für Verbindungssysteme in Hydraulikanlagen tätig. Der weltweite Vertrieb der GTF-Produkte erfolgt dabei in erster Linie über ein qualifiziertes Vertragshändlernetz. Darüber hinaus werden Erstausrüster auch direkt beliefert. In China verfügt GTF über eine Schwestergesellschaft, welche sich im Handel von Produkten für Fluidsysteme betätigt. Die Zielmärkte der GTF sind neben der Mobil-hydraulik und dem Schiffsbau vor allem der europäische Maschinenbau.

b. Konzerneinbindung

Die Anteile an GTF werden vollständig von der Gates Holding GmbH, Euskirchen, gehalten. Mit der Gates Holding GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag sowie gleichzeitig eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft. Seit dem 1. Juli 2005 gehört die in Euskirchen ansässige deutsche Unternehmensgruppe zu der international tätigen Gates-Gruppe. Diese wurde im Juli 2014 an die Investmentgesellschaft Blackstone Group L.P. verkauft. Seit dem 18. Januar 2018 ist die Gates Industrial Corporation Plc., Denver/USA, ein börsennotiertes Unternehmen.

c. Produktprogramm, Lieferflexibilität und Qualität

Seit mehr als 60 Jahren befasst sich GTF mit der Herstellung und dem weltweiten Vertrieb von Hydraulikarmaturen. Die Armaturen werden für verschiedene Verbindungssysteme hergestellt wie z.B. Schneidring-, Bördel- und Schweißnippelsysteme. In der Rohrmontagetechnik wird schwerpunktmäßig ein kontrolliertes Schneidringmontageverfahren sowie ein Rohrenden-Umformungssystem angeboten.

Zur Gewährleistung der sehr hohen Qualitätsansprüche in den Zielmärkten hat sich die GTF nach der Qualitätsnorm ISO 9001:2015 zertifizieren lassen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft nach ISO 14001, OHSAS 18001 und ISO 50001 zertifiziert.

2. Entwicklung

GTF betreibt eigene Aktivitäten in den Bereichen Produktentwicklung und Versuche. Hier war im Berichtsjahr ein (Vorjahr: ein) Mitarbeiter beschäftigt. Das gesamte Kostenvolumen des Geschäftsjahres belief sich auf TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 279).

3. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2023

Das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2023 lag gemäß dem World Economic Outlook Update des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei 3,2 %. Damit wurde das prognostizierte Wachstum in Höhe von 2,9 % aus Januar 2023 1 übertroffen, die Wirtschaft ist aber weiterhin durch die langfristigen Auswirkungen der Corona Pandemie, den Russland-Ukraine Krieg und ein schwaches Produktivitätswachstum belastet. Die Inflation lag im Jahr 2023 bei 6,8 % und ist damit schneller als erwartet gesunken. 2

Im Euroraum stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. 3 Das BIP in Deutschland ist laut Angaben des statistischen Bundesamts um 0,3 % gesunken (kalenderbereinigt -0,1 %). Durch die hohen Verbraucherpreise sanken die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die staatlichen Konsumausgaben sanken ebenfalls preisbereinigt um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr vorwiegend durch die nicht mehr benötigten Corona Maßnahmen und damit zusammenhängenden Ausgleichzahlungen. 4

Im europäischen Maschinen- und Anlagenbau sind die preisbereinigten Umsätze im Jahr 2023 um knapp 1 % gestiegen. 5 In Deutschland ging sowohl die Auftragsbilanz um 12 % zurück (Inland -11 %, Ausland -13 %) 6 als auch die preisbereinigte Produktion, die im Durchschnitt um 0,6 % sank. Das lag vor allem an einer schlechten zweiten Jahreshälfte, in der die Auftragsbestände aus dem Vorjahr abgearbeitet waren und durch das niedrige Ordervolumen die Auslastungen der Maschinen immer weiter abnahmen. 7

Das Exportvolumen der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer flaute zum Ende des Jahres 2023 ab, blieb aber nominal bei +5,9 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei profitierten die Unternehmen aber hauptsächlich von gestiegenen Exportpreisen. Preisbereinigt ergab sich ein Rückgang des Exportvolumens von 0,7 %. 8

1 Vgl. Imf.org: Moderating Inflation and steady growth open path to soft landing. Januar 2024. URL: https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024
2 Vgl. Imf.org: Steady but slow: resilience amid divergence. April 2024. URL: https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024
3 Vgl. Eurostat: BIP im Euroraum unverändert und Erwerbstätigkeit um 0,3% gestiegen. März 2024. URL: https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-euro-indicators/w/2-08032024-ap
4 Vgl. Statistisches Bundesamt: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Januar 2024. URL: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
5 Vgl. vdma.org: Ein weiteres Jahr der Stagnation. März 2024. URL: https://www.vdma.org/viewer/- /v2article/render/53060487
6 Vgl. vdma.org: Moderatere Ordereinbußen zum Jahresschluss. Februar 2024. URL: https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/88118235
7 Vgl. vdma.org: Prognosereport Maschinenbau in Deutschland - April 2024. April 2024. URL: https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/86422832
8 Vgl. Vdma.org: Maschinenexporteure spüren Gegenwind zum Jahresende. Februar 2024. URL: https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/88676191

b. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen kann der Geschäftsverlauf der GTF insgesamt als wenig zufriedenstellend bezeichnet werden und ist daher hinter den Erwartungen geblieben.

Wegen sinkender Umsatzerlöse und der fortlaufend inflationären Entwicklung von Fertigprodukten und Rohmaterial auf den globalen Stahlmärkten, hat sich das Rohergebnis um Mio. EUR 1,6 im Vergleich zum Vorjahr auf Mio. EUR 4,2 verringert. Durch die im Jahr 2022 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen konnte der Personalaufwand im Jahr 2023 um Mio. EUR 1,2 auf Mio. EUR 4,0 reduziert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich hauptsächlich wegen sinkenden Restrukturierungsaufwendungen um Mio. EUR 2,2 auf Mio. EUR 1,7. Aus den genannten Gründen konnte das Betriebsergebnis 9 im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden, weshalb insgesamt ein Betriebsergebnis von Mio. EUR -1,7 (Vorjahr: Mio. EUR -3,6) erzielt wurde.

Der Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich in Höhe von Mio. EUR 1,8 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich Mio. EUR 3,7) und damit die Ergebnisverbesserung ist hauptsächlich auf die Restrukturierungsmaßnahmen der Vorjahre zurückzuführen.

Rückschlüsse auf die Entwicklung von GTF zieht die Geschäftsführung insbesondere aus den oben dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren Rohergebnis und Betriebsergebnis. Das Roh- und Betriebsergebnis liegen leicht unter der Vorjahresprognose, was weitestgehend auf Jahresabschlussbuchungen, welche im vorläufigen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr noch nicht enthalten waren, zurückzuführen ist.

c. Finanzlage

Die Finanzierung des laufenden Geschäftes erfolgt überwiegend mit Eigenmitteln sowie mit Mitteln der Gesellschafterin, die im Wesentlichen verzinslich sind. GTF praktiziert außerdem zusammen mit anderen Konzerngesellschaften die tägliche Konsolidierung der liquiden Mittel über das europäische Cash-Pooling von Gates. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Cash-Pooling verringerten sich aufgrund von Liquiditätstransfers um Mio. EUR 1,8 auf Mio. EUR 3,6 im Jahr 2023. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Cash-Pooling sind um Mio. EUR 4,5 auf Mio. EUR 4,0 gesunken. Aus dem Cash-Pooling ergibt sich insgesamt ein Verbindlichkeitenüberhang von Mio. EUR 0,4. Cash- Pooling-Forderungen und -Verbindlichkeiten werden einheitlich variabel verzinst und sind kurzfristig fällig.

Geplante und durchgeführte Investitionen im Anlagevermögen werden mit eigenen Finanzmitteln oder alternativ durch Leasing finanziert.

Der Gesellschaft wird Liquidität über das Cash-Pooling zur Verfügung gestellt, sodass grundsätzlich keine Bankguthaben bestehen.

9 Betriebsergebnis = Rohergebnis - (Personalaufwand + Abschreibungen + Sonstige betriebliche Aufwendungen + Sonstige Steuern)

d. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen durch eine Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um Mio. EUR 3,8 auf Mio. EUR 4,2 und durch eine Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 5,5 auf Mio. EUR 5,6 gekennzeichnet. Der Grund hierfür ist die vorgenannte Konsolidierung eigener liquider Mittel auf Cash-Pooling-Konten bei einer Konzerngesellschaft und die Umsetzung der Cash-Pooling-Vereinbarungen mit anderen Konzerngesellschaften. Aufgrund dieser Cash-Pooling-Vereinbarungen werden zum einen Bankguthaben von Konzerngesellschaften auf die GTF übertragen, zum anderen wurden diese Mittel dann zusammen mit eigenen liquiden Mitteln im Rahmen einer weiteren Cash-Pooling-Vereinbarung auf ein weiteres Konzernunternehmen übertragen, sodass entsprechend die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduziert worden sind.

Innerhalb der Vermögensgegenstände wurden die Vorräte um Mio. EUR 2,3 auf Mio. EUR 5,0 deutlich verringert. Dies ist einerseits auf die Neubewertung und andererseits auf die konsequente Optimierung des Bestandes zurückzuführen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorausgezahlte Mietzahlungen für das Grundstück mit Gebäude in Euskirchen von Mio. EUR 1,5 (Vorjahr: Mio. EUR 1,5).

Zudem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 0,2 auf Mio. EUR 1,9 gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen sind in Folge der Restrukturierungsmaßnahmen um Mio. EUR 1,6 auf Mio. EUR 0,6 gesunken.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der Reduzierung der Bilanzsumme bei einem konstanten Eigenkapital von 24,8 % auf 37,6 % zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023.

4. Chancen- und Risikobericht

Die Unternehmensstrategie ist darauf ausgerichtet, die Chancen der internationalen Marktentwicklung zu nutzen und gleichzeitig damit verbundene Risiken zu begrenzen.

Chancen ergeben sich einerseits aus der gefestigten Marktpräsenz und der Positionierung als Qualitätsprodukthersteller und andererseits aus der gemeinsamen Vermarktung eigener Produkte mit dem Konzernverbund.

Die Risiken der Branche ergeben sich aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den damit einhergehenden ausbleibenden Auftragseingängen, was auch mit der allgemeinen Unsicherheit in Bezug zur Wirtschaftsleistung zusammenhängt und viele Unternehmen größere Investitionen zurückhalten lässt sowie sich in rückläufigen Auftragseingängen auswirkt.

Die Sicherung der Liquidität erfolgt insbesondere durch die konzerninterne Cash-Pooling-Vereinbarung. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 besteht eine Verbindlichkeit aus dem Cash-Pooling in Höhe von Mio. EUR 4,0 gegenüber der Gates Finance Limited, London/GB. Gleichzeitig besteht eine Cash-Pool-Forderung gegen die Gesellschafterin in Höhe von Mio. EUR 3,6. Im Hinblick auf die Liquiditätsentwicklung ist festzustellen, dass im bisherigen Verlauf des Jahres 2024 eine Verschlechterung zu verzeichnen ist, die hauptsächlich auf den Rückgang der Umsatzerlöse zurückzuführen ist. Trotz der bereits abgeschlossenen Restrukturierung, die die Schließung des Produktionsstandorts in Esch umfasste, bleibt die Liquiditätssituation der GTF eine Herausforderung. Die ergriffenen Maßnahmen waren notwendig, um die operativen Kosten zu reduzieren und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Es wird erwartet, dass die Auswirkungen schrittweise sichtbar werden und sich positiv auf die Liquiditätssituation auswirken. Liquiditätsengpässe der GTF sind nicht zu erwarten, da diese durch ein effektives Cash-Pooling-Management gesteuert werden. Die Werkzeuge für das Risikomanagement reichen von der Definition der Unternehmensstrategie über die qualifizierte Mehrjahresplanung hin zum Controlling und werden hauptsächlich durch ein regelmäßiges Berichtswesen in allen quantitativen und qualitativen Fragestellungen unterstützt.

Betriebsversicherungen sorgen für die Deckung und Bewältigung möglicher Schadensfälle und Haftungsrisiken.

Ausfallrisiken bei Kundenforderungen werden im Rahmen eines Forderungsmanagementsystems unter anderem durch die Festlegung von Kreditlimits minimiert. Besonders hervorzuheben ist die niedrige Ausfall- und Wertberichtigungsquote im Bereich der Kundenforderungen.

Die rechtlichen Risiken beschränken sich derzeit auf die Ergebnisse einer steuerlichen Außenprüfung, wonach die Anerkennung von Teilen früherer Verlustvorträge noch offen ist.

5. Bisherige Entwicklung um Geschäftsjahr 2024 und Prognose

Das erwartete Weltwirtschaftswachstum der IWF wurde für das Jahr 2024 mit 3,2 % prognostiziert. Die zugrunde liegende Annahme dieser Prognose ist, dass die Inflation im Durchschnitt bei 5,9 % erwartet wird, wobei fortgeschrittene Volkswirtschaften ihre Ziele schneller als Schwellenländer erreichen sollten. Durch den Krieg in der Ukraine, den Konflikten am Gaza- Streifen und in Israel ist und bleibt die sich erholende Wirtschaft einem hohen Risiko ausgesetzt. Die angespannten Arbeitsmärkte sowie unterschiedliche Inflationsgeschwindigkeiten, die den Finanzsektor durch Währungsschwankungen unter Druck setzen könnten, stellen ebenfalls ein Risiko dar. 10

Das Wachstum für den europäischen Raum wurde von der IWF in Höhe von 0,8 % prognostiziert. Für Deutschland wird ein Wachstum von 0,2 % erwartet. 11 Die Prognose des ifo-Institutes erwartet ebenfalls ein Bruttoinlandsprodukt von Deutschland für das Jahr 2024 von +0,2 %. 12

10 Vgl. Imf.org: Steady but slow: resilience amid divergence. April 2024. URL: https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024
11 Vgl. Imf.org: Steady but slow: resilience amid divergence. April 2024. URL: https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024
12 Vgl. Ifo.org: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024: Deutsche Wirtschaft wie gelähmt. März 2024. URL: https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt

Im Maschinen- und Anlagenbau wird ein herausforderndes Jahr erwartet. Die Auftragseingänge sinken weiterhin und durch die geopolitischen Spannungen fehlt es an Impulsen für Investitionen. 13 Messbare Besserungen der Wirtschaftslage werden frühestens im zweiten Halbjahr angenommen. Die reale Produktion in Deutschland wird mit einem Rückgang von 4 % im Jahr 2024 prognostiziert. 14

Die Auftragslage für das laufende Geschäftsjahr 2024 entwickelt sich für die GTF eher herausfordernd, da die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahr rückläufig sind. Obwohl die Inflation weiter sinkt, wird die GTF voraussichtlich nicht in der Lage sein, die Umsatzrückgänge vollständig zu kompensieren. Aufgrund dieser Umstände geht das Unternehmen sowohl von einem leicht rückläufigen Roh- als auch Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2024 aus.

 

Euskirchen, den 16. Dezember 2024

Semih Kelle, Geschäftsführer

13 Vgl. vdma.org: Rückgang auch zum Jahresauftakt. März 2024. URL: https://www.vdma.org/viewer/- /v2article/render/89447551
14 Vgl. vdma.org: Prognosereport Maschinenbau in Deutschland - April 2024. April 2024. URL: https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/86422832

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 381,00 1
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 57.857,00 226
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 212.437,00 247
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 9
270.294,00 482
270.675,00 483
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 257.055,74 36
2. Unfertige Erzeugnisse 0,00 63
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.781.211,29 7.271
5.038.267,03 7.370
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.582.126,58 2.085
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.210.265,83 7.981
3. Sonstige Vermögensgegenstände 695.883,20 696
6.488.275,61 10.762
11.526.542,64 18.132
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.488.484,16 1.567
13.285.701,80 20.182

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52
II. Kapitalrücklage 4.948.000,00 4.948
5.000.000,00 5.000
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 29.002,00 31
2. Sonstige Rückstellungen 640.982,60 2.196
669.984,60 2.227
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.872.648,31 1.659
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.572.556,45 11.111
3. Sonstige Verbindlichkeiten 170.512,44 185
davon aus Steuern: EUR 31.362,50 (Vorjahr: TEUR 112)
7.615.717,20 12.955
13.285.701,80 20.182

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR TEUR
1. Rohergebnis 4.186.701,39 5.766
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.444.042,73 4.451
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 629.147,65 861
davon für Altersversorgung: EUR 3.516,80 (Vorjahr: TEUR 4)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 98.733,32 220
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.669.254,51 3.874
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98.716,86 152
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 97.953,19 (Vorjahr: TEUR 152)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 229.681,93 173
davon an verbundene Unternehmen: EUR 231.848,93 (Vorjahr: TEUR 173)
davon aus Aufzinsung: EUR 2.167,00 (Vorjahr: TEUR 2)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 201,30 0
8. Ergebnis nach Steuern -1.785.643,19 -3.661
9. Sonstige Steuern 894,79 2
10. Erträge aus Verlustübernahme 1.786.537,98 3.663
11. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Grundlagen

Die Gates Tube Fittings GmbH, Euskirchen, (nachfolgend GTF) ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HRB Nr. 10971) eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gates Tube Fittings GmbH, Euskirchen, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

2. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen aktiviert. Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden auf Basis der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig linear (Technische Anlagen und Maschinen drei bis zehn Jahre; Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 15 Jahre) abgeschrieben. Immaterielle Vermögensgegenstände werden über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2019 werden Vermögensgegenstände von untergeordnetem Wert mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Darüber hinaus werden Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 1.000,00 vereinfachend im Rahmen eines Sammelpostens pauschal über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Bewertung der Erzeugnisse erfolgt zur Herstellungskostenuntergrenze gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Entsprechend den vorangegangenen Jahren wird die verlustfreie Bewertung durch Vergleich der Herstellungskosten mit den Verkaufspreisen abzüglich eines Abschlages für noch ausstehende Vertriebskosten durchgeführt. Ferner werden Gängigkeitsabschläge für länger lagernde Artikel berücksichtigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten einen Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB für Verpackungsmaterial in Höhe von TEUR 2,5 (Vorjahr: TEUR 2,5).

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert unter Abzug angemessener Wertberichtigungen angesetzt.

Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben erfasst, die zu Aufwand in einem bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag werden.

Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Gates Holding GmbH ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 - wie im Vorjahr - grundsätzlich keine laufende Ertragsteuerbelastung.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 1,82 % (10-Jahres-Durchschnitt) gemäß der "Projected-Unit-Credit-Methode" bewertet. Die Abzinsung erfolgt entsprechend dem von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegten Durchschnittszinssatz für Altersvorsorgeverpflichtungen nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB. Der Zinssatz basiert vereinfachend auf einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Ferner wurde ein Rententrend von 0 % zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % p.a.) beträgt TEUR 0,1. Im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft wird das gesamte Ergebnis einschließlich des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB im Geschäftsjahr abgeführt.

Die Sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie sämtlichen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.

Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit dem Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Ein sich ergebender Aktivüberhang wird als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 56; der Betrag entspricht auch dem Zeitwert. Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen beträgt TEUR 147. Der Zeitwert wird auf Basis von notierten Marktpreisen ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungstransaktionen werden mit dem Tageskurs umgerechnet. Die Währungsumrechnung am Bilanzstichtag erfolgt gemäß § 256a HGB.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 610 (Vorjahr: TEUR 2.579) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 3.600 (Vorjahr: TEUR 5.401) aus dem Cash-Pooling. Sie bestehen in Höhe von TEUR 3.600 (Vorjahr: TEUR 5.390) gegen die Gesellschafterin (Gates Holding GmbH).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 696 (Vorjahr: TEUR 696) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen, Restrukturierungsrückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen sowie Rückstellungen für Rückvergütungen an Kunden.

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 211) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 4.023 (Vorjahr: TEUR 8.475) aus dem Cash-Pooling. Weiterhin bestehen in Höhe von TEUR 1.359 (Vorjahr: TEUR 2.407) Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (Gates Holding GmbH). Weiterhin bestehen Zinsverbindlichkeiten aus der Verzinsung von Verrechnungskonten in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 19).

4. Sonstige Angaben

Aus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich künftige sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.070 (Vorjahr: TEUR 1.949).

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2023 beträgt 66 Mitarbeiter und umfasst 22 Angestellte und 44 gewerbliche Mitarbeiter.

Muttergesellschaft ist die Gates Holding GmbH, Euskirchen.

Seit dem 18. Januar 2018 (Tag des Börsengangs) stellt die Gates Industrial Corporation Plc. mit Sitz in London, UK, den Konzernabschluss für den größten Kreis und die Gates Global LLC mit Sitz in Denver, USA, für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist unter folgendem Link abrufbar: https://investors.gates.com/financials/annual-reports/default.aspx

Geschäftsführung

Herr Semih Kelle, Izmir (Türkei), Senior Director Deputy Operations EMEA, Gates Endustriyel Metal Kaucuk Sanayi VE Ticaret AS

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Euskirchen, den 16. Dezember 2024

Semih Kelle, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 404.189,62 0,00 38.750,00 0,00 365.439,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 96.923,35 0,00 0,00 0,00 96.923,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.725.538,20 0,00 3.871.871,56 0,00 853.666,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.648.629,63 69.446,32 1.010.620,50 8.612,50 1.716.067,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.612,50 0,00 0,00 -8.612,50 0,00
7.479.703,68 69.446,32 4.882.492,06 0.00 2.666.657,94
7.883.893,30 69.446,32 4.921.242,06 0,00 3.032.097,56
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 402.756,62 1.050,00 38.748,00 365.058,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 96.923,35 0,00 0,00 96.923,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.499.595,70 24.486,50 3.728.272,56 795.809,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.401.572,63 73.196,82 971.138,50 1.503.630,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.998.091,68 97.683,32 4.699.411,06 2.396.363,94
7.400.848,30 98.733,32 4.738.159,06 2.761.422,56
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 381,00 1.433,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 57.857,00 225.942,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 212.437,00 247.057,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 8.612,50
270.294,00 481.612,00
270.675,00 483.045,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gates Tube Fittings GmbH, Euskirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gates Tube Fittings GmbH, Euskirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gates Tube Fittings GmbH, Euskirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 16. Dezember 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Josef Kalvelage, Wirtschaftsprüfer

Michael Plömpel, Wirtschaftsprüfer

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