Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 765499
Eingetragen
21.6.2018
Branche
ZahnarztpraxenArztpraxen für AllgemeinmedizinErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Gegenstand
Die Erbringung zahnärztlicher und nicht zahnärztlicher Tätigkeiten auf dem Gebiet der ambulanten privatzahnärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung im gesetzlich zulässigen Umfang, insbesondere im Rahmen der Zulassung als zahnmedizinisches Versorgungszentrum im Sinne des § 95 Abs. 1 SBG V. Gegenstand ist darüber hinaus im gesetzlich zulässigen Umfang die Bildung von Kooperationen mit ambulanten und stationären Leistungserbringern im Bereich des Gesundheitswesens einschließlich der Durchführung von Selektivverträgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julia-Katharina Jonen
seit 29.4.2026
Prokura
Holger Scheel
seit 29.4.2026
Prokura
Davor Zilic
seit 29.4.2026
Prokura
Sören Odefey
seit 26.1.2026
Geschäftsführer
Manuela Plötz
seit 19.1.2023
Prokura
Madeleine Hennig
seit 19.1.2023
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
11.655 €
74.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Promedent MVZ GmbH

Neckarsulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen und Geschäftsmodell der Promedent MVZ GmbH

Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere der Betrieb von Medizinischen Versorgungszentren im Sinne des § 95 SGB V zur Erbringung der nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften zulässigen zahnärztlichen und ärztlichen sowie nichtzahnärztlichen und nichtärztlichen Leistungen und aller hiermit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten sowie der Betrieb von zahnärztlichen und ärztlichen Nebenbetriebsstätten und sonstigen Filialpraxen entsprechend den maßgeblichen gesetzlichen Regelungen. Darüber hinaus gehören das Angebot neuer zahnärztlicher und ärztlicher Versorgungsformen sowie der Betrieb von Dentallaboren zum Unternehmenszweck.

Die Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft liegen im Bereich der zahnärztlichen Leistungen an den Standorten: Abstatt, Bammental, Brackenheim, Ellhofen, Erlenbach, Kernen im Remstal, Neckarsulm, Oedheim, Talheim und Langenbrettach. Zum Stichtag war Herr Dr. Artur Weiß als Geschäftsführer der Gesellschaft eingetragen. Mit Eintrag in das Unternehmensregister vom 19. Januar 2023 hat Frau Cornelia Steinmeier die alleinige Geschäftsführung übernommen. Die ärztliche Leitung ist nach wie vor Herrn Dr. Artur Weiß übertragen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gemeinwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird trotz schwieriger Rahmenbedingungen laut dem Statistischen Bundesamt (Quelle: "Pressemitteilung Nr. 020 vom 13.01.2023) im Jahr 2022 mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukt um 1,9 % höher als im Vorjahr ausfallen.

Die Bruttolöhne je Erwerbstätigen sind in 2022 gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % gestiegen. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte ist 2022 um 7,2 % gestiegen.

Das Niveau der Erwerbstätigen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 45,569% gestiegen (Quelle: Bundesamt für Statistik, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Erste Jahresergebnisse).

Nach der Pressemitteilung vom 12.12.2022 des Bundesgesundheitsministeriums haben die gesetzlichen Krankenkassen in den ersten 3 Quartalen 2022 einen leichten Überschuss erzielt.

Die Gesundheitswirtschaft ist eine Branche, die weiterhin stetig wächst. Die Gesundheitswirtschaft ist eine Wachstumsbranche und bleibt ein Wachstumstreiber für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft ist die Gesundheitswirtschaft erneut überdurchschnittlich gewachsen.

Auch für die Jahre, welche auf das Geschäftsjahr 2022 folgen, ist weiterhin mit einem Wachstum zu rechnen. Zusammenfassend betrachtet hat die deutsche Gesundheitswirtschaft eine erhebliche ökonomische Bedeutung für den Standort Deutschland.

Seit dem Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstärkungsgesetz am 23. Juli 2015 ist die Anzahl der zugelassenen zahnärztlichen medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Deutschland stark gestiegen. Dies gilt auch für Baden-Württemberg. Nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Vereinigung hat sich die Zahl der zugelassenen medizinischen Versorgungszentren in Deutschland weiter erhöht.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf wurde auch in 2022 durch Corona negativ belastet. Es kam immer wieder zu kurzfristigen Ausfällen von Terminen und von Personal. Zusätzlich sind aufgrund von Mutterschutz 4 produktive Zahnärztinnen ganz oder teilweise ausgefallen.

Es erfolgten weitere umfangreiche Investitionen vor allem im Dentallaborbereich und in die Behandlungstechnik bzw. -ausstattung der Bestandspraxen, um die Grundlage für ein nachhaltiges Unternehmenswachstum zu schaffen. Die operativen Umsatzerlöse 2022 betrugen EUR 11,6 Mio (Vorjahr 13,3 Mio) und das EBITDA EUR 2,88 Mio (Vorjahr 4,2 Mio). Bei der Promedent MVZ GmbH sind derzeit keine Investitionsstaus zu erwarten.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden wiederum wichtige Projekte für die Optimierung von operativen Prozessen durchgeführt. Diese erstrecken sich vor allem auf folgenden Bereichen:

Aus- und Fortbildungen von Verwaltungsangestellten sowie der medizinischen Fachkräfte und Zahnärzte,

Sicherheit der Patienten und Mitarbeiter,

Optimierung der Ausstattung und Infrastrukturen in den einzelnen Praxen.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Mit ca. 24.000 behandelten Patienten im Betrachtungszeitraum vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 konnte ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis unter Berücksichtigung der möglichen Kapazitäten erreicht werden. Die Zahl der behandelten Patienten ging leicht zurück.

Der Jahresüberschuss beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 1,78 Mio. Mit einem EBITDA von EUR 2,88 Mio. wurde die Planung für den Zeitraum vom 01.01. bis zum 31.12.2022 stark unterschritten.

Die Umsatzerlöse der Promedent MVZ GmbH betragen EUR 11,60 Mio. und bilden die Geschäftsentwicklung in den 10 Bestandspraxen ab. Geplant war ein Jahresumsatz in Höhe von EUR 13,6 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2022 mit T€ 110 zu beziffern und liegen deutlich unter dem Vorjahr (381 T€). Darin enthalten sind Periodenfremde Erträge in Höhe von 39 T€, die daraus resultieren, dass die KZV Erstattung für das 4. Quartal 2021 etwas höher als erwartet ausgefallen ist.

Der Materialaufwand zeigt sich mit T€ 941 (Vorjahr T€ 1.064). Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren macht mit T€ 700 (Vorjahr T€ 820) den größten Teil des Materialaufwands aus.

Die Personalkosten betrugen im Zeitraum vom 01.01. bis zum 31.12.2022 T€ 6.168 (Vorjahr T€ 6.392) und enthalten neben dem Fachpersonal auch die Verwaltungsangestellten.

Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 1.098 (Vorjahr T€ 1.257) und beinhalten insbesondere auch die Abschreibung der Bilanzposition 'Geschäfts- oder Firmenwert'. Diese Tatsache ist durch die bereits (in den vergangenen Wirtschaftsjahren) erfolgten Praxisübernahmen begründet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.721 (Vorjahr T€ 2.003) machen 15% (Vorjahr 15%) der Umsatzerlöse aus und sind daher der Höhe nach als moderat zu beschreiben. Unter der Aufwandsposition sind insbesondere die Aufwendungen für Mieten, Werbemaßnahmen, Gebühren der Kassenzahnärztlichen Vereinigung und der Factoring Gesellschaft sowie Versicherungen und Abgaben enthalten.

Der Steueraufwand der Promedent MVZ GmbH für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurde auf T€ 0 beziffert.

Der EBITDA betrug für den Zeitraum vom 01.01. bis zum 31.12.2022 EUR 2,89 Mio. einschließlich der periodenfremden Erträge. Der geplante EBITDA 2022 betrug EUR 4,1 Mio. Es ist im Wesentlichen der Corona Pandemie und den Personalausfällen geschuldet, dass dieser nicht erreicht wurde.

Finanzlage

Zum Bilanzstichtag bestehen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 463 (Vorjahr T€ 668). Die Darlehen sind seitens des dahinterstehenden Kreditinstituts mit Raumsicherungsverträgen für die Standorte Erlenbach, Neckarsulm, Oedheim, Neuenstadt, Abstatt und Ellhofen besichert.

Die Kassenbestände und Bankguthaben belaufen sich auf T€ 900 (Vorjahr T€ 2.489).

Unterjährig erfolgt eine permanente Überwachung der Liquidität sowohl durch die Mitarbeiter der Promedent MVZ GmbH, den Steuerberater der Gesellschaft und auch durch den Geschäftsführer.

Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

Vermögens- und Kapitallage

Die Gesellschaft verfügt über ein Stammkapital von T€ 25 und einem Eigenkapital in Höhe von T€ 6.279. Die Eigenkapitalquote liegt weit über der 50%-Grenze. Dies spiegelt die solide und stabile Kapitalstruktur der Promedent MVZ GmbH wider. Für die Überlassung des Eigenkapitals wird der Gesellschaft keine laufende Liquidität in Form eines Kapitaldiensts entzogen.

Das Vorratsvermögen macht mit einem Betrag in Höhe von T€ 471 lediglich 6,1% der Bilanzsumme zum Abschlussstichtag aus. Dies spiegelt die effektiven Prozesse der Promedent MVZ GmbH wider. Die Gesellschaft strebt eine möglichst niedrige Kapitalbindung an.

Die kurzfristig fällig werdenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 80 können durch den Bestand an flüssigen Mitteln von T€ 900 bedient werden.

Rückstellungen wurden zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 705 gebildet und beinhalten Boni- und Urlaubsansprüche des Personals, sowie eine Rückstellung für eine eventuelle Rückforderung der KZV.

Die Bilanzsumme der Promedent MVZ GmbH betrug zum 31.12.2022 EUR 7,70 Mio. und wird im Jahr 2023 vermutlich auf ähnlichem Niveau bleiben. Die Promedent MVZ GmbH verfügt über eine langfristige Kapitalbedarfsplanung. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Kapitalstruktur mit dem Wachstum der Gesellschaft standhält. Ferner soll die solide Kapitalausstattung hierdurch erhalten werden und trotz des weiteren Wachstums kein höherer Verschuldungsgrad entstehen.

C. Chancen-/Risiko- und Prognosebericht

Risikomanagement

Über das vorhandene Berichtswesen und Controlling ist die Promedent MVZ GmbH in der Lage, bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu kommunizieren (z.B. an den Geschäftsführer oder die Gläubiger) und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Mit Hilfe von regelmäßigen wöchentlichen und monatlichen betriebswirtschaftlichen als auch operativen Auswertungen zu wichtigen Steuerungsgrößen erfolgt eine kontinuierliche Überwachung der Entwicklung.

Wichtige Steuerungsgrößen hierzu sind die monatliche Leistungsübersicht und die durch den Steuerberater zeitnah erstellte betriebswirtschaftliche Auswirkung. Diese werden monatlich mit den Planzahlen abgeglichen.

Es gibt regelmäßige Managementsitzungen und Gesellschafterversammlungen, in deren Verlauf die gesamte Geschäftsentwicklung überwacht bzw. diskutiert wird und somit zeitnah reagiert werden kann, um das Unternehmen im Rahmen der Planungen und Strategien weiterzuentwickeln.

Die Risiken sind ihrer Bedeutung nach für die Gesellschaft absteigend aufgelistet.

1) Markt- und Branchenspezifische Risiken

Die Dentalbranche in Deutschland birgt auf Grund der insgesamt stabilen und nachhaltigen Nachfragesituation bzw. des Behandlungsbedarfs in Kombination mit der gesicherten Finanzierung der Grundleistungen durch die gesetzlichen als auch privaten Krankenkassen keine besonderen Risiken in ihrer langfristigen Entwicklung. Der deutsche Gesundheitssektor und insbesondere der Dentalbereich sind durch stetiges Wachstum und gering zyklisches Marktverhalten geprägt.

Gesetzliche Änderungen von Rahmenbedingungen können potenzielle Risiken bedeuten. Aktuell sind jedoch keine Änderungen absehbar, welche ein signifikantes Risiko für das Geschäftsmodell von Medizinischen Versorgungszentren im Dentalbereich darstellen. Potenziellen Risiken begegnet die Promedent MVZ GmbH mit einer proaktiven Beobachtung von Tendenzen und schnellen Reaktionszeiten. (Zu den Auswirkungen betreffend dem sich Coronavirus auf den Chancen- und Risikobericht vergleiche Abschnitt 'Wesentliche Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem sich Coronavirus').

2) Operative Risiken

Die Promedent MVZ GmbH hat ein zentrales Vertragsmanagement sowie eine zentralisierte Lieferanten-/Geschäftspartnerbetreuung, welche eine konstante und unmittelbare Beobachtung der Kosten ermöglichen. Diese werden entsprechend der neuen Anforderungen an das Wachstum neu organisiert. Das Unternehmen bezieht technische Anlagen als auch dentale Verbrauchsmaterialien von unterschiedlichen Lieferanten und Anbietern, weshalb keine wesentlichen Abhängigkeiten bestehen. Lieferanten und Anbieter können kurzfristig gewechselt werden. Dies schlägt sich auch in einem geringen Risiko für signifikante Materialkostensteigerungen nieder. Das Geschäft von Zahnarztpraxen ist grundsätzlich durch seine hohe Personalkostenquote gekennzeichnet. Fachpersonal, insbesondere Zahnärzte und Arzthelferinnen, sind der Kernbestandteil der Geschäftstätigkeit. Die Personalkostenquote der Promedent MVZ GmbH in Höhe von 53,20 % kann hierbei als branchenüblich quantifiziert werden. Das Unternehmen hat einen wiederkehrenden Investitionsbedarf durch die regelmäßige Erneuerung der dentalen Ausrüstung, wobei kein Investitionsstau besteht. Die Investitionsauszahlungen sind durch den operativen Cash-Flow gedeckt. (Zu den Auswirkungen betreffend dem sich ausbreitenden Coronavirus auf den Chancen- und Risikobericht vergleiche Abschnitt 'Wesentliche Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem sich ausbreitenden Coronavirus').

3) Personalrisiken

Im Geschäftsjahr 2022 wurden 153 Mitarbeiter zum Stichtag des 31.12.2022 beschäftigt. Es kam im Jahresverlauf zu zahlreichen schwangerschaftsbedingten kurzfristigen Ausfällen. Diese konnten jedoch bis dato nur zum Teil kompensiert werden. Um den künftigen Erfolg und nachhaltiges Unternehmenswachstum sicherzustellen, benötigt das Unternehmen qualifizierte Fachkräfte in Form von Ärzten und Arzthelferinnen. Diese zu identifizieren und an das Unternehmen zu binden, ist ein Hauptfokus der Promedent MVZ GmbH. Das Unternehmen ist primär auf diesen Bedarf abgestimmt und unterstützt die Weiterentwicklung mit der gezielten Suche nach dem entsprechenden Fachpersonal. Zudem werden diese nicht nur in die Organisation integriert, sondern auch weiterentwickelt durch fachspezifische Weiterbildung. In Deutschland besteht derzeit kein Fachkräftemangel im Zusammenhang mit Zahnärzten und medizinischen Assistentinnen, sodass diese Risiken mit den beschriebenen Maßnahmen reduziert werden können.

4) Datenschutz- und IT-Risiken

Mit dem Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG-neu) benötigen Arzt- und Zahnarztpraxen ein Konzept zur Datenschutzorganisation bzw. zum Datenschutzmanagement. Bereits vor deren Inkrafttreten hatte der Datenschutz höchsten Stellenwert bei der Promedent MVZ GmbH (bzw. im vormaligen Praxisbetrieb der Promedent GbR). Bezüglich der neuen Regelungen und Vorschriften finden regelmäßige Pflichtschulungen aller Mitarbeiter statt. Somit wird eine Sensibilisierung aller Beteiligten für den vertrauten Umgang mit personenbezogenen Daten sichergestellt. Zur Beratung und Umsetzung hat die Promedent MVZ GmbH einen externen Datenschutzbeauftragten bestellt.

Die IT-Abteilung ist ausreichend aufgestellt. Ein ordnungsmäßiger IT-Betrieb mit geringstmöglichem Ausfallrisiko wird gewährleistet. Gegen Cyber Angriffe sind ausreichend Schutzmaßnahmen eingerichtet.

Chancen der künftigen Entwicklung

Die Weiterentwicklung des Unternehmens und die Erweiterung der Standorte werden begleitet durch den Ausbau und die Verbesserung der bestehenden Systeme als auch durch das Standardisieren von Prozessen. Die Promedent MVZ GmbH hat sich stabil am Markt platziert und durch eine qualitativ zuverlässige Patientenbehandlung eine gute Reputation. Aufgrund der Tatsache, dass die Gesellschaft durch einen Zahnarzt als Geschäftsführer geleitet wird, ist die notwendige medizinische Leitung durch fachliches Know-How sichergestellt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft bzw. deren Geschäftsleitung die notwendigen betriebswirtschaftlichen Maßnahmen im Blick. Diese Maßnahmen sollen das stetige Wachstum des Unternehmens sicherstellen.

1) Personalchancen

Es ist davon auszugehen, dass in kurzfristiger Zukunft einige Zahärztinnen aus dem Mutterschutz zurück kehren werden und somit die Leistung insgesamt wieder gesteigert werden kann.

Die Anforderungen von Zahnärzten an ihren Beruf haben sich in den letzten Jahren geändert. Der Trend geht weg vom selbständigen Praxisinhaber und den damit verbundenen hohen Investitionen und unternehmerischen Risiken, hin zu individuellen und flexiblen Arbeitszeiten und dem Wunsch sich vollumfänglich der medizinischen Behandlung zu widmen. Die Promedent MVZ GmbH hat sich in diesem geänderten Umfeld vor Allem durch das Konzept der erweiterten Öffnungszeiten und den dadurch verbundenen Teilzeitmodellen der Beschäftigten, die Ausstattung mit modernster technischer Ausstattung und die zentrale Verwaltung in Neckarsulm, als attraktiver Arbeitgeber platziert. Dieser Trend spiegelt sich letztlich auch in der Tatsache nieder, dass die Anzahl der Übernahme und Fortführung von Einzelpraxen in Deutschland abnimmt. Dieses Phänomen wird unter anderem im KZBV Jahrbuch 2022 beschrieben.

2) Marktchancen

Nachdem die Energiepreise wieder auf ein vernünftiges Niveau gesunken sind, kehrt auch wieder etwas Sicherheit bei den Verbrauchern ein. Dadurch ist zu erwarten, dass hohe Kosten für ZahnOPs nicht mehr aufgrund der unsicheren Energiepreise aufgeschoben werden.

Durch die aktuelle Zuwanderung auch im Zusammenhang mit der Russland / Ukraine Krise ist davon auszugehen, dass das Patientenaufkommen ansteigt.

3) weitere Chancen

Durch den starken Rückgang der Infektionszahlen des Coronavirus sowie gleichermaßen das Auslaufen der Gesundheitsschutzmaßnahmen der Bundesregierung wird der Praxisalltag in der Form erheblich erleichtert, als dass die kurzfristige Anpassungsfähigkeit auf unvorhergesehene Entwicklungen wegfällt. Der unverhältnismäßig große Koordinationsaufwand durch kurzfristige Absagen von Behandlungsterminen ermöglicht die erneute Fokussierung auf die wertschöpfenden Prozesse. Der Wegfall der einrichtungsbezogenen Impfpflicht lässt ebenfalls administrative Kapazitäten freiwerden.

Prognosebericht

Zukunftsvorhersagen und Prognosen sind immer mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Insbesondere im Gesundheitswesen und somit auch im zahnmedizinischen Bereich können sowohl landes- und bundespolitisch indizierte Richtungswechsel erhebliche Auswirkungen auf die Genauigkeit von Prognosen haben. Ferner ergibt sich ein hohes Maß an Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland. Durch mehrere schwangerschaftsbedingte Ausfälle von Zahnärztinnen, Mitarbeiterinnen im zahnärztlichen Assistenzbereich und in der Verwaltung wird der Betrieb vor allem der kleineren Standorte zunehmend herausfordernd. Die Geschäftsführung geht auf Basis der Planung für 2023 von einem moderaten Wachstum aus. Vor dem Hintergrund der oben erläuterten Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie ist die Zielgröße beim Umsatz von rund EUR 13,1 Mio. ambitioniert, aber sofern die Annahmen eintreten erreichbar. Hinsichtlich der Personalkosten wird ein geringfügig steigender Aufwand prognostiziert. Beim Jahresergebnis erwartet die Gesellschaft einen EBITDA in Höhe von rund EUR 3,97 Mio. Trotz der Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie werden insgesamt ein stabiler Geschäftsverlauf und eine sichere Lage der Gesellschaft prognostiziert.

Im Jahr 2023 wird unter der Voraussetzung, dass die negativen Einflüsse durch Corona abnehmen und mehr produktives Personal zur Verfügung steht, mit einem verbesserten Geschäftsverlauf gerechnet.

Durch den Ausbau der Strukturen in der Verwaltung und der zusätzlichen Einstellung von medizinischem Fachpersonal wird mit einer weiteren Erhöhung der Personalkosten für das Geschäftsjahr 2023 gerechnet.

Wir gehen davon aus, dass der anhaltende Ukraine-Krieg keine negativen Auswirkungen auf unseren Geschäftsverlauf 2023 hat.

 

Neckarsulm, den 30. Juni 2023

Promedent MVZ GmbH

gez. Frau Cornelia Steinmeier

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.820,00 16.485,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.354.163,00 1.880.268,00
1.368.983,00 1.896.753,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 44.794,00 65.943,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.976.539,01 2.371.852,01
2.021.333,01 2.437.795,01
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 1.600.000,00 0,00
1.600.000,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.990.316,01 4.334.548,01
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 470.523,01 452.606,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 865.861,99 1.184.305,61
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 8.450,00 (Vj.: EUR 10.911,99)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.347,23 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 296.204,55 78.224,59
1.173.413,77 1.262.530,20
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 900.445,42 2.489.256,38
Summe Umlaufvermögen 2.544.382,20 4.204.393,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 165.297,41 43.983,39
7.699.995,62 8.582.924,43

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklagen 3.780.267,31 3.780.267,31
III. Gewinnrücklagen 1.500.000,00 0,00
IV. Bilanzgewinn 973.457,82 3.195.291,26
6.278.725,13 7.000.558,57
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 15.176,00
2. sonstige Rückstellungen 705.241,85 633.463,38
705.241,85 648.639,38
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 462.651,61 667.658,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 79.556,01 86.375,82
3. sonstige Verbindlichkeiten 170.384,15 175.491,83
712.591,77 929.525,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.436,87 4.200,62
7.699.995,62 8.582.924,43

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

01.01.2022 - 31.12.2022
01.01.2021 - 31.12.2021
1. Umsatzerlöse 11.595.079,84 13.271.069,39
2. sonstige betriebliche Erträge 109.510,19 360.681,48
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 699.940,14 820.171,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 241.132,58 243.900,55
941.072,72 1.064.072,39
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.144.872,33 5.412.140,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.023.321,81 979.362,65
- davon für Altersversorgung Euro 7.066,23 (Euro 7.320,80)
6.168.194,14 6.391.503,01
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.098.033,52 1.256.908,58
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.720.675,08 2.002.942,10
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.347,23 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.727,70 16.433,37
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 64.724,46
10. Ergebnis nach Steuern 1.779.234,10 2.855.166,96
11. sonstige Steuern 1.067,54 1.407,00
12. Jahresüberschuss 1.778.166,56 2.853.759,96
13. Gewinnvortrag 3.195.291,26 341.531,30
14. Einstellung in die Gewinnrücklagen -1.500.000,00 0,00
15. Ausschüttung -2.500.000,00 0,00
16. Bilanzgewinn 973.457,82 3.195.291,26

Anhang

1 Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Promedent MVZ GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße GmbH.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Promedent MVZ GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Neckarsulm
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: HRB 765499

2 Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte beträgt zwischen 5 und 15 Jahren. Die individuelle betriebliche Nutzungsdauer wurde auf Basis des erwarteten ökonomischen Nutzens für die Gesellschaft bestimmt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die durchschnittliche Nutzungsdauer pro Anlagenklasse gliedert sich wie folgt:

Anlageposition Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 15 Jahre
technische Anlagen und Maschinen 5 - 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre
GWG < 800 € Aufwand

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert ausgewiesen.

Die Vorräte wurden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten des Geschäftsjahres angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag wesentlich niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Ihrem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Unsere Gesellschaft nimmt an einem Factoring-Programm teil, welches in Form des stillen Factorings praktiziert wird. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen verbleibt allerdings beim Unternehmen, da der Faktor nur eine Finanzierungsfunktion übernimmt und die Forderungen nicht abschließend kauft. Daher werden die Forderungen bis zum Zahlungsausgleich durch den Kunden beim Unternehmen bilanziert.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Aktiven und Passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Positionen des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr wurden keine Steuerrückstellungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.

Die Rückstellungen werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3 Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem nach dem Anhang folgenden Anlagennachweis dargestellt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft der Muttergesellschaft Vital Klinik GmbH & Co. KG einen Darlehensrahmen in Höhe von EUR 2,5 Mio eingeräumt. Zum Stichtag hat die Vital Klinik einen Betrag von EUR 1,6 Mio in Anspruch genommen. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2023. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt zum Ende der Laufzeit.

Angaben zu den Forderungen und Vermögensgegenständen

Die Forderungen werden zum großen Teil über die MCC Medical CareCapital GmbH eingezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% der Forderungen an Lieferungen und Leistungen (mit Ausnahme der Forderung an die KZV) aufgefangen.

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen ggü. Körperschaften des ö.R. 4 21
Kautionen 11 11
Forderungen an Mitarbeiter 80 18
Steuererstattungsansprüche 191 21
Sonstige Vermögenswerte 10 8
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 296 79

Die Forderungen an Mitarbeiter beinhalten ein Darlehen in Höhe von 8.450,00 € (Vorjahr 17.000,00 €) mit einer Laufzeit größer als ein Jahr. Alle anderen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Finanzmittel

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Guthaben bei Kreditinstituten 897 2.486
Kassenbestand 4 4
Flüssige Mittel 900 2.489

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 € (Vorjahr: 25.000,00 €) und ist voll einbezahlt. Die Kapitalrücklagen belaufen sich auf 3.780.267,31 € (Vorjahr: 3.780.267,31 €). Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 betrug 1.778.166,56 € (Vorjahr: 2.853.759,96 €). Im Geschäftsjahr erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von EUR 2,5 Mio.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2022 31.12.2021
Rückstellung für Personalkosten 412.441,85 € 333.463,38 €
Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht 9.000,00 € 8.000,00 €
sonstige Rückstellungen 223.800,00 € 232.000,00 €
davon für KFO Leistungen 2.800,00 € 15.000,00 €
davon für KZV Rückforderungen 200.000,00 € 200.000,00 €
Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten 60.000,00 € 60.000,00 €
Summe 705.241,85 € 633.463,38 €

Ein Betrag in Höhe von 412.441,85 € (Vorjahr 333.463,38 €) entfällt auf die Personalkostenrückstellung. Die Rückstellungen für Personalkosten enthalten Verpflichtungen aus Urlaubsansprüchen, Überstunden und Bonusvereinbarungen.

Ein Betrag in Höhe von 200.000,00 € (Vorjahr 200.000,00 €) wurde als Rückstellung für eine mögliche Rückforderung der KZV eingestellt.

Der Rest ist im hauptsächlichen für die Abschlusserstellung und Prüfung sowie Aufbewahrung.

Bei allen anderen Rückstellungen, ausgenommen derer für die Aufbewahrungspflicht, erwarten wir die Fälligkeit innerhalb eines Jahres. Sie sind nach unserer Meinung in ausreichender und kaufmännisch vernünftiger Höhe bemessen.

Verbindlichkeiten

31.12.2022 31.12.2021
In T€ Rlfz < 1 J Rlfz > 1 J davon Rlfz > 5 J Gesamt Rlfz < 1 J. Gesamt
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 212 251 10 463 212 668
Verbindlichkeiten L+L 80 0 0 80 86 86
Sonstige Verbindlichkeiten 170 0 0 170 175 175
davon ggü. Mitarbeiter 4 0 0 4 0 0
davon aus Steuern 84 0 0 84 97 97
davon aus Sozialabgaben 33 0 0 33 27 27
davon übrige 49 0 0 49 51 51
Gesamtverbindlichkeiten 462 251 10 713 474 930

Unter den Verpflichtungen aus Steuern sind noch fällige Beträge für Lohnsteuer und Umsatzsteuer subsumiert.

Die Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben betreffen das Versorgungswerk und Krankenkassen die zum Stichtag noch offen waren.

Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten

Der Gesamtbetrag der durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert ist beträgt 462.651,61 € (Vorjahr 667.658,21 €).

Zur Sicherung eines Darlehens der Volksbank Möckmühl wurden dingliche Sicherheiten an den damit angeschafften technischen Einrichtungen (5Achs Fräsmaschine und Sinterofen) gewährt.

Weiterhin bestehen Darlehen bei der Volksbank Heilbronn. Diese Darlehen sind mit Raumsicherungsverträgen für die Standorte Erlenbach, Neckarsulm, Neuenstadt, Oedheim, Abstatt und Ellhofen besichert.

Zum 31.12.2021 betrug der Anteil des Darlehens mit einer Restlaiufzeit von über einem Jahr t€ 439; t€ 17 hatten eine Laufzeit von über 5 Jahren.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten noch die Raten für die Tilgungen an die Banken für das letzte Quartal 2021, die erst zum 3.1.2023 dem Konto belastet wurden (ca. 47 T€).

Ansonsten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer und Sozialabgaben.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 10 T€. Sicherheiten bestehen, da es sich hierbei um Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten handelt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB aus verschiedenen Dauerschuldverhältnissen. Die Gesamtaufwendungen innerhalb der vertraglich vorgesehenen Restlaufzeiten gliedern sich wie folgt:

in T€ bis 5 Jahre über 5 Jahre
Mietverträge für unbewegliche WG 2.257 1.404
Leasingverträge (nicht KfZ) 158 0
Leasingverträge (KfZ) 51 0
Gesamt 2.466 1.404

Im Übrigen hält sich das Bestellrisiko im betrieblich üblichen Rahmen.

Sicherheiten über die vertragsmäßig vereinbarten Eigentumsvorbehalte hinaus wurden nicht gewährt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Umsatzerlöse
in T€
2022 2021
Umsätze mit der KZV 4.887 6.439
Umsätze mit Patienten 4.548 4.251
Laborumsätze 2.136 2.546
sonstige Umsätze 24 36
Gesamtumsatz 11.595 13.271

Zinsen

In den Zinsaufwendungen sind Zinsen an Gesellschafter enthalten in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 5 T€).

Steuerbelastung

Das Ergebnis ist mit Steuern vom Ertrag in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 65) belastet.

4 Sonstige Pflichtangaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 157 und gruppiert sich wie folgt:

 

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte: 138

 

Geringfügig entlohnte Beschäftigte: 19

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Gab es keine.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Herr Artur Weiß, Zahnarzt (bis 19. Januar 2023)

 

Frau Cornelia Steinmeier, Managing Director (HR & Legal) (ab 19. Januar 2023)

Angaben zu den Bezügen des Geschäftsführers

Auf eine Angabe zu den Bezügen des Geschäftsführers wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB (Honorare des Abschlussprüfers)

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar bezieht sich auf:

Abschlussprüfungsleistungen 25 T€ (Vorjahr 25 T€) (zzgl. Umsatzsteuer)

Auslagen 1 T€ (Vorjahr 2 T€) (zzgl Umsatzsteuer)

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Die Promedent MVZ GmbH wird in den Konzernabschluss der Colosseum HoldCo II AG, Zürich nach IFRS einbezogen, die für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt. Der befreiende Konzernabschluss der Colosseum HoldCo II AG, Zürich wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss von 1.778.166,56 € soll - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gesellschafter - in Höhe von 1.500.000,00 € an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Der Restbetrag in Höhe von 278.166,56 € soll auf auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Nachtragsbericht

Es liegen keine Ereignisse vor, die einen Nachtragsbericht erforderlich machen.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Neckarsulm, 30.6.2023

Artur Weiß

Cornelia Steinmeier

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen 54.711,35 5.876,82 0,00 0,00 60.588,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.241.721,00 0,00 0,00 0,00 4.241.721,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.296.432,35 5.876,82 0,00 0,00 4.302.309,17
II. Sachanlagen
1. techn. Anlagen u. Maschinen 108.473,93 0,00 0,00 0,00 108.473,93
2. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 6.721.205,87 149.362,70 1.488,87 0,00 6.869.079,70
Summe Sachanlagen 6.829.679,80 149.362,70 1.488,87 0,00 6.977.553,63
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 1.600.000,00 0,00 0,00 1.600.000,00
Summe Anlagevermögen 11.126.112,15 1.755.239,52 1.488,87 0,00 12.879.862,80
Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen 38.226,35 7.541,82 0,00 45.768,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.361.453,00 526.105,00 0,00 2.887.558,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.399.679,35 533.646,82 0,00 2.933.326,17
II. Sachanlagen
1. techn. Anlagen u. Maschinen 42.530,93 21.149,00 0,00 63.679,93
2. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 4.349.353,86 543.237,70 50,87 4.892.540,69
Summe Sachanlagen 4.391.884,79 564.386,70 50,87 4.956.220,62
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 6.791.564,14 1.098.033,52 50,87 7.889.546,79
Restbuchwerte
31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen 14.820,00 16.485,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.354.163,00 1.880.268,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.368.983,00 1.896.753,00
II. Sachanlagen
1. techn. Anlagen u. Maschinen 44.794,00 65.943,00
2. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 1.976.539,01 2.371.852,01
Summe Sachanlagen 2.021.333,01 2.437.795,01
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 1.600.000,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.990.316,01 4.334.548,01

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Promedent MVZ GmbH, Neckarsulm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Promedent MVZ GmbH, Neckarsulm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Promedent MVZ GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 30. Juni 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dieter-Joachim Böhm, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 5.9.2023 festgestellt.

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