UTH Besitz GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Uth seit 3.4.2025 | Geschäftsführer |
Peter Uth seit 19.8.2005 | Geschäftsführer |
Eva Maria Rosa, geb. Weber Uth seit 19.8.2005 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Uth GmbHFuldaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss 2023der Uth GmbH, Fulda1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftsgrundlage 1.2 Branchenentwicklung 1.3 Geschäftsverlauf 1.4 Märkte und Kundenbranchen 1.5 Investitionen 1.6 Forschung und Entwicklung 1.7 Qualität 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1 Ertragslage 2.2 Finanzlage & Liquiditätsanalyse 2.3 Vermögenslage 3. Risiko- und Chancenbericht 3.1 Risikopolitik und Risikomanagement 3.2 Chancenpolitik und Chancenmanagement 3.3 Risiko- und Chancenkommunikation 3.4 Umfeld- und Branchenrisiken und -chancen 3.5 Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen 3.6 Personalrisiken und -chancen 3.7 Sonstige Risiken und Chancen 4. Prognosebericht 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftsgrundlage Die Uth GmbH mit Sitz in Fulda ist ein international etabliertes Unternehmen des Maschinenbaus. Das seit 1985 existierende Unternehmen ist auf verfahrenstechnische Spezialmaschinen für die Kautschuk- und Elastomerverarbeitung spezialisiert. Die Kernkompetenz bilden Systeme zum Extrudieren und Feinstrainern von Kautschukmischungen auf Basis der patentierten Roll-ex Zahnradpumpen Technologie. In diesem Bereich nimmt das Unternehmen eine führende Stellung auf dem Weltmarkt ein. Die Lösungen werden ausschließlich im eigenen Haus entwickelt und permanent optimiert. Die Maschinen und Anlagen werden auf der Grundlage von hohen Qualitätsanforderungen und dem neuesten Stand der Technik als Einzelmaschinen oder in Kleinserien an unserem Werksstandort in Fulda gefertigt. Dabei setzen wir auf Langlebigkeit verbunden mit solider Technologie. Ausgestattet mit Automation und Software neuester Technologie, die im eigenen Haus entwickelt wird. Die Auslieferung der Maschinen an unsere Kunden auf unterschiedlichen Kontinenten erfolgt durch zuverlässige Logistikpartner. Eigene Servicetechniker und Verfahrensingenieure sowie internationale Vertragspartner und eine schnelle Ersatzteilversorgung sorgen rund um den Globus dafür, dass Uth Maschinen bei den Anwendern der Gummi-Reifen- und Silikonindustrie, an 7 Tagen die Woche rund um die Uhr betrieben werden können. 1.2 Konjunkturelle Lage und Branchenentwicklung Weltwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent
*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam. **) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023 Wirtschaftsraum EU-27 In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4 Prozent). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von +6,4 Prozent im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um +1 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit +4 Prozent abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 Prozent, nach +5 Prozent Wachstum im Vorjahr. Besser als im EU-Durchschnitt entwickelten sich Frankreich und Polen (jeweils +6 Prozent), Schweden (+5 Prozent) sowie Finnland und Belgien (jeweils +3 Prozent), Österreich (+2 Prozent) und Spanien sowie Italien (0 Prozent). Deutlich unterdurchschnittlich zeigte sich der Maschinenbau in den Niederlanden (Jan.-Sept.: -16 Prozent). Überdurchschnittlich hoch war der Rückgang auch in Bulgarien, Dänemark und Rumänien. Hier wurden jeweils rund ein Zehntel weniger Maschinen hergestellt als im Vorjahr. (Die Angaben beziehen sich auf den Maschinenbau in der Abgrenzung des Kapitels 28 der NACE rev.2 und sind vorläufig.) Quelle: IWF, Eurostat, EU-Commission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024. 1.2.1 Branchenentwicklung im Maschinenbau Globaler Maschinenbau Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen. Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Quelle: Statistisches Bundesamt Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA 1.2.2 Branchenentwicklung in den wichtigsten Kundenbranchen Kautschukverarbeitung Der WDK (Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.) berichtet zur Lage der deutsche Kautschukindustrie 2023 wie folgt: Um den Geschäftsverlauf der deutschen Kautschukindustrie im Jahr 2023 richtig einordnen zu können, muss man sich nochmal die Vergangenheit vor Augen führen. Im Jahr 2018 mündeten die für die industrielle Transformation in der deutschen Kautschukindustrie gestellten strategischen Weichen in konkrete zukunftsorientierte Maßnahmen. Die Unternehmen der Branche schulterten hohe Investitionsbudgets, um sich fit für die künftigen regulatorischen und kundenseitigen Anforderungen zu machen. Diese mehrjährigen Projekte wurden zunächst mit der Corona-Pandemie und im Weiteren von zusätzlichen externen Schocks - zumeist geopolitischer Natur - konfrontiert. Auf die Lockdowns des Jahres 2020 folgten Versorgungsengpässe in 2021 und eine Kostenexplosion bei Energie, Rohstoffen, Logistik und Löhnen im Jahr 2022 und zu Beginn von 2023. Die wirtschaftlichen Folgen für das Jahr 2023 lassen sich auf einen Nenner bringen: hohe Kostenbelastungen trotz niedriger Absatzzahlen. Für die deutsche (Kautschuk)Industrie kamen im Jahr 2023 erschwerend noch die sich rapide verschlechternden Standortbedingungen im internationalen Vergleich hinzu. Statt in eine Phase konjunktureller Erholung rutschte die deutsche (Kautschuk)Industrie in eine Rezession, die über das Winterhalbjahr 2023/2024 hinausdauert. Ablesbar ist diese wirtschaftliche Entwicklung an den rückläufigen Produktionsumfängen in Deutschland, einem geschrumpften Absatzvolumen - nicht zwingend zum Vorjahr, aber im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit -, weniger Beschäftigten, niedrigeren Investitionen und einer Unterauslastung der Kapazitäten. Die Ertragslage vieler Unternehmen der Branche ist zum Zerreißen angespannt. Daran ändert ein im Vergleich zum Jahr 2022 gestiegener Umsatz nichts. Das Umsatzplus von rund 10 Prozent, basierend auf einem Basiseffekt zum Vorjahr, reicht nicht, um die Kostensteigerungen der Jahre 2021 und 2022 zu kompensieren und hat mit 11,5 Milliarden Euro ein Volumen, das eklatant unter den Planungen der Vor-Corona-Zeit (siehe oben) liegt. Mit wenigen Ausnahmen sind die Preise für die in der Kautschukverarbeitung eingesetzten Rohstoffe im Jahr 2023 zurückgegangen. Sondereinflüsse haben bei einigen Materialien allerdings zu weiteren Preissteigerungen geführt. Dazu zählen Sanktionen, Angebotsverknappungen, Regulierung und stärkere Nachfrage durch Substitution. Die Preisrückgänge lagen im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber dem Vorjahr zwischen knapp -20 Prozent (Polybutadien) und sich nah an der Preiskonstanz bewegenden -0,3 Prozent (Siliconkautschuk). Ausschlaggebend waren die bereits genannten Faktoren Lagerware und Nachfrageschwäche. Die Preise verblieben trotz der Rückgänge allerdings auf einem historisch hohen Niveau. Auch im Jahresdurchschnitt 2023 fiel nahezu kein Rohstoff auf einen Preis, der nicht mindestens 20 Prozent über dem des Referenzjahres 2015 lag. Die meisten Rohstoffe waren sogar noch deutlich mehr als 30 Prozent teurer. Referenziert zum bereits hochpreisigen Jahr 2021 lagen die von den Unternehmen zu tragenden Rohstoffkosten - gemessen an den gängigen Kautschukmischungen für die Produktfertigung - immer noch zwischen 16 und 30 Prozent höher. Diese höheren Kosten sind in den Umsätzen der Unternehmen nicht wiederzufinden - mit entsprechendem Ertragsdruck, der kundenseitig im Jahr 2023 durch Preissenkungsforderungen noch erhöht wurde. In vielen Unternehmen wurden aus Ertragsdruck Verluste. Beispielhaft und signifikant lässt sich das an der Analyse der herstellungsrelevanten Kosten festmachen, die neben den Materialkosten auch beispielsweise Energie-, Personal- und Prozesskosten umfassen. Nach einer fundierten Verbandskalkulation liegen diese weiterhin gut 30 Prozent über den bis 2019. Im Einzelnen haben sich die wichtigen Kautschuksorten im Jahr 2023 preislich wie folgt entwickelt: Naturkautschuk lag in der ersten Jahreshälfte von 2023 noch in größeren Mengen auf Lager. Das drückte die Nachfrage und ließ die Börsennotierung um 12-15 Prozent nachgeben. Im Jahresverlauf stabilisierten sich die Preise allerdings und lagen im 4. Quartal 2023 höher als zum Jahresende 2022. Eine der Ursachen könnte dabei auch die EU-Regulierung zur Einfuhr von (unter anderem) Naturkautschuk sein (EUDR), die ab 2025 den Bezug ausschließlich von entwaldungsfreien Anbauflächen in den Herkunftsländern vorschreibt und die zu entsprechenden kostensteigernden Vorbereitungen in der Prozesskette führt. Die Rückgänge bei den mengenmäßig am stärksten eingesetzten Synthesekautschuken SBR, EPDM, NBR und CR lagen im Jahresmittel 2023 bei 11 bis 23 Prozent. Die Energiekosten sind im Spotmarkt deutlich gefallen und näherten sich Ende des Jahres 2023 dem Niveau vor der "Energiekrise" im 4. Quartal 2022. Der Kautschuk- beziehungsweise Rohstoffverbrauch in der deutschen Kautschukindustrie ist grundsätzlich zwar an die Produktion im Land gekoppelt, Vorzieh- oder Lagereffekte beeinflussen aber seit den Lockdowns der Corona-Pandemie spürbar die jeweiligen Jahresumfänge. Im Jahr 2023 ist die Produktion von Gummiprodukten in Deutschland wie schon im Vorjahr um gut 5 Prozent zurückgegangen. Ausschlaggebend war nicht allein die reduzierte Marktnachfrage, sondern auch die standortbezogene Kostensituation. Viele Unternehmen waren durch die schlechtere Stellung im internationalen Wettbewerb gezwungen, Produktionslinien in Deutschland zu schließen oder ins Ausland zu verlagern. Insgesamt ging der Kautschukverbrauch in Deutschland im Jahr 2023 um 8,2 Prozent auf 545.000 Tonnen zurück. Der prozentuale Rückgang fiel stärker als die Produktionsabsenkung aus, weil das Jahr mit einem Lagerüberhang gestartet war, der zunächst abgebaut wurde. Starke Rückgänge waren bei der Reifenherstellung zu verzeichnen - ein in den letzten Jahren verfestigter Trend, der zu einem deutlichen Kapazitätsrückbau ab dem Jahr 2024 führen wird. An Naturkautschuk wurden für die Reifenfertigung 105.000 Tonnen eingesetzt, was einem Minus von 15,3 Prozent entsprach. Naturkautschuk wird in größeren Mengen für die Herstellung von Lkw-Reifen benötigt, ein Segment, das 2023 im Ersatzgeschäft einen herben Rückgang hinnehmen musste. Beim Synthesekautschuk belief sich der Verbrauchsrückgang insgesamt auf 6,6 Prozent. 355.000 Tonnen wurden für die Produktion von Reifen - mit Zuwächsen bei Ganzjahresreifen - und GRG benötigt. Bei Reifen begründete sich das Minus von 11,1 Prozent mit dem Einbruch der Nachfrage nach "klassischen" Sommerreifen, bei GRG waren insbesondere Baukomponenten betroffen. Im Jahr 2023 lag die durchschnittliche Kapazitätsauslastung bei Investitionsgütern in Deutschland bei rund 87 Prozent, im Verarbeitenden Gewerbe bei 82,6 Prozent und in der deutschen Kautschukindustrie unter 78 Prozent. Die Reifenfabriken waren nur zu 73,8 Prozent ausgelastet, die Fertigungsstandorte für technische Produkte immerhin noch zu 81,2 Prozent. Die Signale, die von diesem rückläufigen Trend der inländischen Kapazitätsauslastung in der deutschen Kautschukindustrie ausgehen, sind alarmierend und werden von den Ergebnissen der letzten Verbandsbefragungen zu Verlagerungsabsichten der Unternehmen der Branche bestätigt. Bereits jedes fünfte Unternehmen muss intensiv über die Verlagerung von Fertigung ins Ausland nachdenken. Im Jahr 2023 ging der Beschäftigtenstand in der deutschen Kautschukindustrie in Summe um 0,6 Prozent auf 65.900 Mitarbeitende zurück. Bei den Herstellern von GRG reduzierte sich die Anzahl um 0,4 Prozent auf 47.100, in den Reifenwerken um 1,1 Prozent auf 18.800. Der Trend einer schrumpfenden Kautschukindustrie in Deutschland scheint unaufhaltsam. Im Jahr 2023 lag das Investitionsvolumen mit 730 Millionen Euro um 1,4 Prozent unter Vorjahr. Gleichbleibenden Auslandsinvestitionen stand ein Rückgang der Inlandsinvestitionen um 2,3 Prozent gegenüber. Der Anteil der Auslandsinvestitionen lag im Jahr 2023 bei gut 41 Prozent - noch überwiegt also die Standorttreue. (Quelle: WDK Frankfurt, Auszug) Für die Uth GmbH steht die kautschukverarbeitende Industrie in Deutschland als Kundenbranche für ca. 15% des jährlichen Absatzes. Globale Akteure aus der Branche mit Sitz/HQ in Deutschland, haben eine wesentlich größere Bedeutung für unseren Absatz. Bei den getätigten Investitionen beobachten wir seit Jahren eine stetige Tendenz in Richtung außerhalb Deutschlands. Kautschukverarbeitung Weltmarkt Laut den von der International Rubber Research Organisation (IRSG) veröffentlichten Zahlen stellt sich die Lage wie folgt dar. Die weltweite Kautschuknachfrage schwächte sich 2023 erneut leicht ab, nachdem sie in 2022 bereits zurückgegangen war. Der Rückgang im Gesamtverbrauch an Kautschuk war vor allem auf eine schwache Nachfrage im Reifensektor zurückzuführen. Bei Naturkautschuken führte die weltweit schwache Reifennachfrage zu sinkenden Preisen. Beispielsweise sank der Preis für Naturkautschuk TSR 20 im Jahresdurchschnitt 2023 auf US-Dollar-Basis um 11 % im Vergleich zum Vorjahreswert. Rohöl ist der wichtigste Ausgangsgrundstoff für Synthesekautschukvormaterialien wie Butadien und Styrol, aber auch für Ruß und diverse andere Chemikalien sowie Kunststoffe. Die Preise von Rohöl stabilisierten sich 2023 gegenüber der hohen Volatilität im Vorjahr spürbar. Im Jahresdurchschnitt sank der Preis für die Rohölsorte Brent auf US-Dollar-Basis um 18 % gegenüber dem Vorjahreswert. Die geringeren Rohölpreise führten 2023 bei verschiedenen Vormaterialien für Synthesekautschuke ebenfalls zu Preissenkungen. Im Jahresdurchschnitt verringerten sich auf US-Dollar-Basis z. B. Butadien um 15 % und Styrol um 13 %. Der weltweite Verbrauch von Naturkautschuk lag bei etwa 13,9 Millionen Tonnen. Hauptnachfragetreiber waren die Automobilindustrie und Latexprodukte wie Handschuhe und Katheter. Der asiatisch-pazifische Raum, insbesondere Thailand, Vietnam, Indonesien, China und Indien, dominiert aktuell sowohl in der Produktion als auch im Verbrauch. Der Marktwert bei Synthetischem Kautschuk wurde auf etwa 31,31 Milliarden US-Dollar geschätzt, mit einer Produktionsmenge von rund 14,2 Millionen Tonnen. Die Nachfrage wurde hauptsächlich durch die Automobilindustrie, insbesondere für Reifen und Reifenkomponenten, angetrieben. Der asiatisch-pazifische Raum, mit Ländern wie China, Indien und Japan, war der größte Markt. Der Markt für Silikon-Kautschuk wurde auf etwa 2,86 Millionen Tonnen geschätzt. Stabiles Wachstum durch steigende Nachfrage in den Bereichen Gesundheitswesen, Automobilindustrie und Elektronik. China und Indien waren die größten Verbraucher im asiatisch-pazifischen Raum. Der globale Bedarf an Kautschukmischungen lag bei etwa 15,8 Millionen Tonnen. Diese Mischungen, die sowohl Natur- als auch synthetischen Kautschuk enthalten, sind besonders in der Automobil- und Bauindustrie wichtig. Insgesamt zeigt der Kautschukmarkt ein solides Wachstum, angetrieben durch die Nachfrage in verschiedenen Industrien und Regionen, insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum, vor allem in China, ausgelöst durch die starke Expansion auf dem Automobilsektor. Globale Automobilindustrie Pkw-Weltmarkt 2022 Entwicklung der Pkw-Neuzulassungen Im Jahr 2023 stiegen in den großen internationalen Automobilmärkten die Neuzulassungen von Pkw deutlich an. Die Verfügbarkeit vieler Pkw-Modelle verbesserte sich gegenüber dem schwachen Vorjahr. Geopolitische und gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten sowie hohe Verbraucherpreise führten zwar zu einer weiterhin gedämpften Nachfrage, wurden jedoch von den positiven Entwicklungen überkompensiert. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU27, EFTA und Vereinigtes Königreich) wurden 2023 nach Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) mit 12,8 Mio. Einheiten 14 % mehr Neufahrzeuge als im Vorjahr zugelassen. In Japan stieg der Pkw-Absatz um 16 %, in den USA um 12 %. Brasilien verzeichnete einen Anstieg um 11 %. In China, dem größten Pkw-Markt der Welt, verzeichnete der VDA im Jahr 2023 einen Rekordabsatz. Die Neuzulassungen erhöhten sich um 11 % auf 25,8 Mio. Einheiten und entwickelten sich damit stärker als die an Dynamik verlierende chinesische Gesamtwirtschaft. In Indien erhöhte sich der Absatz der Neufahrzeuge 2023 um 8 % auf 4,1 Mio. Einheiten. Weltweit bewegten sich 2023 die Pkw-Neuzulassungen gemäß vorläufigen Daten des Fahrzeugherstellers Renault ebenfalls deutlich über Vorjahresniveau. Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen Die Stabilisierung der im Vorjahr noch deutlich gestörten Lieferketten, infolge des Kriegs in der Ukraine und der pandemiebedingten Lockdowns in China, sind der Hauptgrund für die im Jahr 2023 signifikant gestiegene Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t. Neben den stabileren Lieferketten ermöglichten auch erweiterte Kapazitäten im Halbleiterbereich einen Anstieg der Produktionszahlen. Der mehrwöchige Streik in der US-amerikanischen Automobilindustrie hatte keine signifikanten, anhaltenden Auswirkungen auf die Entwicklung der weltweiten Fahrzeugproduktion. Europa verzeichnete in diesem Umfeld im Berichtsjahr nach vorläufigen Daten einen Anstieg der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 13 %. Nordamerika und China erhöhten 2023 ihre jeweilige Produktion um 10 %. Weltweit betrachtet stieg die Produktion im Jahr 2023 nach vorläufigen Zahlen um 10 % auf 90,3 Mio. Einheiten. Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen Die Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen >6 t wurde im Berichtszeitraum in Europa aufgrund von stabilisierten Lieferketten gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Insbesondere in Ost- und Zentraleuropa konnte die Produktion trotz des andauernden Kriegs in der Ukraine erhöht werden. Die bessere Materialverfügbarkeit und die aufgestaute Nachfrage sorgten jedoch auch in Westeuropa für eine signifikante Produktionssteigerung. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Fertigungsvolumen nach vorläufigen Daten insgesamt um 14 %. In Nordamerika führte die gute Wirtschaftsentwicklung sowie die ebenfalls aufgestaute Nachfrage nach vorläufigen Zahlen zu einer anhaltenden Steigerung der Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen um 8 %. [Quellen: VDA/ ACEA/IHS/Renault/ERJ] 1.3 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Uth GmbH insgesamt zufriedenstellend. Der Auftragsbestand lag über das Jahr betrachtet weit über dem Niveau des Vorjahres. Die extrem hohen Auftragseingänge in Q4 -2022 und Q1-2023 haben dabei das Gesamtbild geprägt. Die Gesamtleistung hat sich aufgrund hoher Auslastung gegenüber 2022 stark erhöht. Aufgrund der vorherrschenden langen Lieferzeiten, konnte sich das Volumen noch nicht auf die Erlöse auswirken. Wodurch sich der Bestand an unfertigen Erzeugnissen deutlich erhöht hat. Die Kapazitäten waren über die gesamten Quartale über dem Limit ausgelastet. Um das Volumen termingerecht abzuarbeiten wurde Personal eingestellt, sowie Zeitarbeit und Fertigungspartner verstärkt genutzt. Der Personalstand ist folglich in 2023 um ca. 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Die aus der Pandemiezeit vorherrschende Situation bei Lieferengpässe bei diversen Vormaterialien und Komponenten haben sich im Laufe des Jahres 2023 abgeschwächt und tendierte zum Jahresende Richtung Vor-Corona-Niveau. Dennoch war über das Gesamtjahr betrachtet der Einfluss auf das Geschäft noch spürbar, was Auswirkungen auf die Dauer der vereinbarten Lieferzeiten genommen hat. Die vereinbarten Liefertermine konnten durchweg eingehalten werden. Ein erhöhtes Maß an Bevorratung war auch in 2023 noch erforderlich. Die Auftragseingänge entwickelten sich über die Quartale 2023 verteilt auf einem zufriedenstellenden Niveau. Der Inlandsanteil an den Auftragseingängen hat sich im Berichtsjahr gegenüber den Vorjahren auf 25 Prozent erhöht. Der Auftragsbestand und die damit einhergehende Kapazitätsauslastung beträgt zum Stichtag betrachtet 11 Monate. 1.4 Märkte und Kundenbranchen Die Kundenstruktur der Uth GmbH ist auf Märkte weltweit verteilt, 75 - 90 Prozent aller Aufträge kommen aus dem Export. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Industrieländer in Europa, Asien sowie in Nord- und Südamerika sowie auch vereinzelt Kunden in Schwellenländern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Umsätze sowohl innerhalb der EU-Länder als auch außerhalb getätigt, darunter Länder wie China, USA, Brasilien, Thailand, Russland, Mexiko, Japan, Korea und andere. Die wesentlichen Kundenbranchen gehören wie oben bereits berichtet zur kautschukverarbeitenden Industrie, darunter befinden sich Reifenhersteller, Hersteller von Automobilteilen wie Dichtungssysteme, Schläuche etc., Hersteller von Medizinprodukten, Pharmaprodukten, Graphische Produkte, Silikonindustrie, Compounder (= Hersteller von Kautschukmischungen), Kabelhersteller, Hersteller von Kleb- und Dichtstoffen und andere. 1.5 Investitionen Die Investitionstätigkeit i. H. v. TEUR 97 bezieht sich überwiegend auf Technische Anlagen und Maschinen sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. 1.6 Forschung und Entwicklung Die Technologien von Uth werden ausschließlich im eigenen Haus entwickelt und permanent optimiert. Die Kernkompetenz Zahnradpumpen und darauf basierende Lösungen für die Verarbeitung von Kautschuk, Silikon und Rohpolymeren war im laufenden Geschäftsjahr Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten. Das Produktprogramm orientiert sich konsequent an Lösungen für Kundenanwendungen und sichert auf dieser Basis ein nachhaltiges Wachstum in den kommenden Geschäftsjahren. Für die Erprobung unserer Produktentwicklungen sowie für die Ermöglichung von Tests und Versuchen für Kundenanwendungen halten wir eine umfangreiche Ausstattung an Technik, Maschinen und Vorrichtungen bereit. In dem Uth Technical Center können die wesentlichen Technologien aus dem Portfolio umfangreich erprobt werden. 1.7 Qualität Uth Maschinen sind weltweit für ihre Zuverlässigkeit bekannt. Diesen Standard gilt es für uns permanent zu halten und weiter auszubauen, indem solide Konstruktionsprinzipien sowie ein hohes Qualitätsniveau auf allen Ebenen zur Anwendung kommen. Wichtige Grundlage ist der Qualitätsgedanke, der im gesamten Unternehmen verankert ist, sowie die Verwendung von ausschließlich hochwertigen Werkstoffen und erstklassigen Industriekomponenten ebenso wie führende Technologiepartner als Lieferanten. Daher waren im laufenden Jahr 2023 keine außergewöhnlichen Fälle aufgrund von Qualitätsangelegenheiten zu verzeichnen. 1.8 Managementsysteme Im Jahr 2023 wurden die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystem gemäß den Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015 erfolgreich absolviert. Geltungsbereich: Entwicklung, Herstellung, Vertrieb von Qualitätsmaschinen zur schonenden Verarbeitung von Kautschuk einschließlich aller damit verbundenen After-Sales-Aktivitäten. Ferner für das Umweltmanagementsystem gemäß den Anforderungen der DIN EN ISO 14001:2015. Die Zertifizierung für beide Systeme wurde im März 2023 erfolgreich abgelegt. 2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1 Ertragslage Die Ertragslage stieg in 2023 und lag dadurch über dem Vorjahresniveau. Für alle noch zu erfüllenden Verpflichtungen aus Aufträgen und Gewährleistungen und Nacharbeiten wurden ausreichend Rückstellungen gebildet. Aufgrund von teils längeren Vertragslaufzeiten wurden die Positionen angepasst. Die Erhaltung der Ertragskraft kommender Perioden wurde ausreichend berücksichtigt. Es gibt keine nennenswerten Einmaleffekte. Das Rohergebnis ist von TEUR 6.351 auf TEUR 6.753 gestiegen. Der Materialverbrauch ist im Berichtsjahr im Verhältnis zum Vorjahr um TEUR 4.747 gestiegen. Der Anstieg beim Personalaufwand resultiert aus der Erhöhung des Personalstandes sowie Entgeltanpassungen. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 1.874 ; i. Vj. TEUR 1.735) sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen in erster Linie aus Kosten der Warenabgabe (Frachten und Verkaufsprovisionen), Mieten, Instandhaltungsaufwendungen, Reisekosten sowie Werkzeugkosten. Die Steuern aus dem Einkommen und Ertrag haben sich korrespondierend zum Geschäftsverlauf entwickelt. 1. 2.2 Finanzlage & Liquidität Über das gesamte Geschäftsjahr standen dem Unternehmen für die Ausübung eines soliden Geschäftsbetriebs jederzeit ausreichende liquide Mittel zur Verfügung. Es waren genügend Reserven vorhanden. Zahlungen an Lieferanten erfolgten im Rahmen der Skontofristen, ansonsten ausnahmslos innerhalb der vereinbarten Ziele. Die Uth GmbH ist zu 50 % Prozent eigenfinanziert. Das Fremdkapital besteht in erster Linie aus kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR 3.081; i. Vj. TEUR 701) sowie Rückstellungen (TEUR 1.390; i. Vj. TEUR 897). Im Berichtsjahr wurden die erhaltenen Anzahlungen (TEUR 6.071; i. Vj. TEUR 3.258), offen von den Vorräten abgesetzt. Die Rückstellungen resultieren in erster Linie aus noch zu leistenden Nacharbeiten und Provisionszahlungen. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in H. v. TEUR 831. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.733; i. Vj. TEUR 179) sind stichtagsbedingt gestiegen. Aufgrund des jeweils großen Volumens einzelner Aufträge und daraus korrespondierender Lieferverbindlichkeiten kann es hierbei zu größeren stichtagsbedingten Schwankungen im Jahresvergleich kommen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 503; i. Vj. TEUR 519) bestehen in erster Linie aus Steuerlasten (TEUR 165; i. Vj. TEUR 297). Die übrigen Sonstigen Verbindlichkeiten resultieren aus Lohnverbindlichkeiten und Sozialabgaben sowie einer Vielzahl von Verpflichtungen geringerer Höhe. 1. 2.3 Vermögenslage Die Vermögenslage der Uth GmbH weist ein Umlaufvermögen sowie Abgrenzungsposten und Aktive latente Steuern von 92 Prozent (i. Vj. 87 Prozent) auf. Die Veränderung des Anlagevermögens resultiert vor allem aus der Anschaffung sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Gesamtinvestitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 93. Im Umlaufvermögen wurden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abgesetzt. Der Wert des Vorratsvermögens betrug TEUR 3.979 (i. Vj. TEUR 51). Die Werte unter der Position Bevorratung von Rohstoffen sind um TEUR 345 gestiegen. Das übrige Umlaufvermögen wird von Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 2.012; i. Vj. TEUR 2.198) dominiert. Die weiteren Sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Erstattungsansprüchen von Verkehrs- und Ertragsteuern. 3. Risiko- und Chancenbericht 3.1 Risikopolitik und Risikomanagement Die Risikopolitik der Uth GmbH ist daran ausgerichtet, die Sicherung der Existenz und die Sicherung des Unternehmenserfolges nachhaltig zu garantieren. 3.2 Chancenpolitik und Chancenmanagement Ziel des Chancenmanagements ist es, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit durch positive Entwicklungen möglichen Chancen frühzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Maßnahmen möglichst optimal für das Unternehmen zu nutzen. 3.3 Risiko- und Chancenkommunikation Das Unternehmen verfolgt eine konsequente interne und externe Risiko- und Chancenkommunikation. Es werden geeignete Controlling Instrumente in unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens eingesetzt, um intern ausreichende Transparenz zu gewährleisten. Auf dieser Basis sind wir in der Lage, stichtagsgebunden klare Finanzinformationen zu verfassen. 3.4 Umfeld- und Branchenrisiken und -chancen Die Entwicklung der Weltwirtschaft bietet die größten Risiken und Chancen. Spezielle Branchenrisiken oder Länderrisiken sind für die Uth GmbH derzeit nicht gegeben. Das Unternehmen hat, wie in der Risiko- und Chancenpolitik beschrieben, das Branchenrisiko möglichst breit gestreut und ist ständig bemüht, durch Kundenkontakt, Marktpräsenz und Informationen aus ausgewählten Fachverbänden bevorstehende Veränderungen in der jeweiligen Branche frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen zu reagieren. Eventuell auftretende Länderrisiken in einigen Märkten sind aufgrund der weltweit angelegten Vertriebsaktivitäten über ein Ausweichen auf andere Regionen kompensierbar. 3.5 Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen Risiken und Chancen aus Fremdwährungsgeschäften werden durch geeignete Instrumente innerbetrieblich genutzt. Die Zinskonditionen entsprechen dem Marktpreis und sind entsprechend der Laufzeit und der Bestimmung der Finanzierung festgeschrieben. Um Rohstoffpreisschwankungen entgegenzuwirken wird versucht, durch hinsichtlich der Laufzeit und Preisgestaltung deckungsgleiche Lieferverträge die Risiken langfristiger Kundenverträge zu minimieren. Die Bonität von Lieferanten und Kunden wird bei allen Aktivitäten ständig überwacht. 3.6 Personalrisiken und -chancen Um die Versorgung mit qualifiziertem Personal sicherzustellen, betreibt das Unternehmen eine eigene Ausbildung von Nachwuchskräften in den Berufen Technischer Produktdesigner, Industrieelektroniker, Industriemechaniker, Industriekaufmann. Dazu kommen duale Ausbildungsplätze, bspw. Berufsakademie. Ein wesentlicher Anteil des Personals hat seinen Lebensmittelpunkt in der Region. Aufgrund des sich verstärkenden Fachkräftemangels, insbesondere auf Facharbeiterebene, hat das Unternehmen zur Vorbeugung seine Ausbildungsaktivitäten speziell in den technischen Berufen, zum Ausbildungsstart 2022 erneut auf dem hohen Vorjahresniveau belassen. Dem betrieblichen Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement wird hohe Bedeutung beigemessen, durchgeführte Maßnahmen bewegen sich oberhalb des gesetzlichen Rahmens. Für die vorbildliche Umsetzung der Themen Gesundheit und Werte im Unternehmen wurde die Uth GmbH in 2022 erneut von der IHK Fulda mit dem Prädikat "Gold" ausgezeichnet und ist für 3 Jahre gültig. 3.7 Sonstige Risiken und Chancen Betriebsunterbrechungen, Sach- und Feuerschäden sowie Produkthaftrisiken sind durch Versicherungen gedeckt. Diese werden regelmäßig durch Experten überprüft und dem Bedarf angepasst. Die Qualität der Produkte, Vorschriften des Umweltschutzes und IT-Einrichtungen werden laufend auf mögliche Risiken und Chancen durch Optimierungsmaßnahmen überprüft. Maßnahmen, die sich aufgrund künftiger Verpflichtungen aus der EU DSGVO ergeben, werden mithilfe eines externen Dienstleisters umgesetzt. 4. Prognosebericht Weltwirtschaft Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent). Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024 Globaler Maschinenbau Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 Prozent) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 Prozent) auf einen vergleichsweisen hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 Prozent fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 Prozent prognostiziert. Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 Deutsche Konjunktur Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robuste Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck. Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden. Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht) Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. Quelle: VDMA WDK deutsche Kautschukindustrie Angesichts der jüngsten Wirtschaftsdaten der Branche schlägt der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) in seiner aktuellen Pressemitteilung Ende Februar 2024 Alarm. "Der Produktionsrückgang zeigt ganz deutlich, dass außereuropäische Unternehmen mittlerweile zunehmend Marktanteile zulasten der qualitätsorientierten und bürokratiebelasteten heimischen Industrie gewinnen", erklärte wdk-Präsident Michael Klein heute anlässlich der Vorstellung der Branchen-Jahresbilanz in Frankfurt am Main. "Deshalb muss die Bundesregierung jetzt handeln! Wir brauchen niedrigere Unternehmenssteuern, wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie und endlich eine flächendeckend funktionierende Marktüberwachung." Klein verwies auf die Rolle der Kautschukindustrie als Indikator. "Die deutsche Kautschukindustrie ist die mittelständische Referenzbranche in Deutschland. Sowohl nach quantitativen als auch nach qualitativen Kriterien sind ihre Unternehmen in ihrer Gesamtheit 'typisch' für die deutsche mittelständische Wirtschaft. Wenn in unserer Branche Produktion und Beschäftigung in einem nachhaltigen Trend zurückgehen, dann ist das ein Seismograph für die künftige Entwicklung im gesamten industriellen Mittelstand in Deutschland. "Und hier sehen unsere Werte alles andere als gut aus." Den vorliegenden konjunkturellen Eckdaten des Jahres 2023 zufolge bleibt die Kostenbelastung der Unternehmen der deutschen Kautschukindustrie trotz sinkender Energie- und Rohstoffpreise auf einem historisch hohen Niveau. Selbst ein Zuwachs des Branchenumsatzes von gut zehn Prozent - bei sinkenden Mengenabsätzen - reicht nicht zur vollständigen Kompensation. Die Ertragslage in der Branche bleibt nach Angaben von wdk-Chefvolkswirt Michael Berthel überaus angespannt. "Wir liegen im internationalen Vergleich mit unseren externen Kostenbelastungen in Deutschland einfach zu hoch. Und die Folgen für unseren Industriestandort und die Beschäftigung sind dramatisch: Durch Standortverlagerungen ins Ausland verliert allein unsere Branche in den nächsten zwei Jahren fünf Prozent aller Beschäftigten." Betroffen sind insbesondere Hersteller von Mobilitätskomponenten. Uth GmbH Das allgemeine Stimmungsbild ist auch in unseren Kundenbranchen erkennbar. So werden zum Teil ruhende Investitionsprojekte reaktiviert, aktualisiert. In der Automobilbranche sind die Zeichen in Richtung Elektroantrieb deutlich gesetzt es fehlen jedoch die Stückzahlen. Für die Herstellung werden dafür in einigen Bereichen neuartige - wie z. B. in der Reifenindustrie - Fertigungssysteme benötigt. Hier bietet die Uth GmbH innovative Lösungen an. Das weiterentwickelte Produktportfolio der Uth GmbH verspricht gute Chancen speziell in Zukunftsmärkten u. a. im Bereich der Batterieherstellung sowie auf dem Medizinsektor. In den ersten drei Quartalen 2024 konnten - im Gegensatz zu der allgemeinen Lage - gute Verkaufserfolge erzielt werden, die auf ein insgesamt stabiles Geschäft schließen lassen. Für 2024 gehen wir aktuell für das Gesamtjahr bei den Auftragseingängen von einem Neugeschäft deutlich (10-20 %) über dem Niveau des Vorjahres aus. Die Steigerung stützt sich im Wesentlichen auf Bestellungen aus Asien und Nordamerika. Die Lage bei Rohstoffen, Elektronikkomponenten sowie dem allgemeinen Zuliefermarkt zeigt sich zunehmend entspannt. Lieferzeiten und Preise haben sich normalisiert und weisen teils rückläufige Tendenzen auf. Was u. a. auf die allgemein schwache Auslastung der deutschen Industrie, insbesondere im Maschinenbau und der Metall- und Elektroindustrie zurückzuführen ist. In die Zukunft geblickt, erwarten wir aus heutiger Sicht für das Jahr 2025 auf Basis der bestehenden Nachfragesituation, eine gleichbleibende Situation bei den Auftragseingängen. Bis ins 1. Quartal 2025 zeichnet sich ein positiver Auftragseingang. Der aktuelle Auftragsbestand hat eine Reichweite von 12 Monaten. Die Lieferketten sind entspannt, wir rechnen nicht mit Behinderungen aus dem Bereich der Materialverfügbarkeit. Wir verfügen über ausreichend Fachkräfte für die Umsetzung der steigenden Auftragslage. Für das laufende Jahr 2024 wird die Gesamtleistung nach vorläufigen Zahlen etwa 10-20 % über dem Niveau von 2023 liegen. Die Umsatzerlöse werden erwartungsgemäß um ca. 90 % steigen. Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir einen gleichbleibenden Umsatz.
Fulda, 13.12.2024 gez. Peter J. Uth, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Uth GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Es wurde für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Die Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen beträgt weniger als ein Jahr. Die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen wurden mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital aus dem vericherungsmathematischen Gutachten angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 467.945,37 Euro. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendiges Erfüllungsbetrages. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben eine Restlaufzeit von bis zum einem Jahr. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 500.279,45 Euro eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es bestehen sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 165.077,24 Euro sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 28.804,29 Euro. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devissenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die bisher üblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden in den folgenden Fällen geändert: Bei der Bewertung der unfertigen Leistungen wurden die angemessenen Teile der allgemeinen Verwaltungskosten und der Kosten für freiwillige soziale Leistungen und Altersversorgung berücksichtigt, sofern diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen sind. Die Einbeziehung der oben aufgeführten Aufwendungen diente der besseren Aussage über die Lage des Unternehmens im Blick auf die aktuellen wirtschaftlichen und technischen Gegebenheiten. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen und ist daher in der Geschäftsjahresabschreibung enthalten. Die kumulierten Abschreibungen enthalten keine Sofortabschreibungen. Finanzanlagevermögen Die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB und §285 Nr. 11a HGB wurden mit Hinweis auf § 286 Absatz 3 Satz 1 Nr. 1 unterlassen, weil der Wert des Finanzanlagevermögens von untergeordneter Bedeutung ist.
Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 125.795,40 Euro. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 5.201,00 Euro. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: - die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von Euro 68.386,00 - die Verpflichtungen aus den Mietverträgen in Höhe von 4.800,00 Euro (Jahresbetrag) - die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Pachtverhältnis in Höhe in Höhe von Euro 378.497,00 (Jahresbetrag). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Von der Möglichkeit des § 286 Absatz 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt 158.118,06 Euro. Auf neue Rechnung werden 158.118,06 Euro vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Fulda, 05.09.2024 Peter Uth, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 17.12.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Uth GmbH, Fulda Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Uth GmbH, Fulda, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Uth GmbH, Fulda, für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450 n. F.). Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerkes außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Fulda, 16. Dezember 2024 PRC
TREUHAND & REVISION GMBH
Kirschbaum, Wirtschaftsprüfer |
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