Maximator
GmbH
Nordhausen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1. Grundlagen des Unternehmens
1.1 Geschäftsmodell
Die Maximator GmbH entwickelt, produziert und vertreibt
Komponenten und Systeme der Hochdrucktechnik. Hierzu
gehören druckluftbetriebene Flüssigkeitspumpen,
Gasverdichter, Drucklufterhöher, Hydraulikaggregate,
Gasverdichter- und Regelstationen sowohl manuell bedienbar
als auch automatisiert. Ein umfangreiches Angebot an Service
und Dienstleistungen rundet das Angebot ab.
Das Unternehmen findet traditionell einen bedeutenden
Absatzmarkt im Inland. Die Maximator GmbH hat sich dennoch
frühzeitig international engagiert und ist heute
annähernd weltweit aktiv. In Europa, den Vereinigten
Staaten von Amerika, in Asien sowie in Australien werden
Maximator-Produkte über Tochtergesellschaften /
Partnerunternehmen sowie über Distributoren und im
Direktvertrieb angeboten und verkauft.
Kernmärkte des Unternehmens sind die
Wasserstoffindustrie, der allgemeine Maschinenbau, die
Energieindustrie, Kfz- und Zulieferindustrie, die Luft- und
Raumfahrt sowie die chemische und petrochemische Industrie.
Darüber hinaus ist die Firma auch für andere
Industriezweige wie der Lebensmittelindustrie,
Halbleiterherstellung, im Bereich Brandschutz / Rettungswesen
sowie bei Universitäten und Forschungseinrichtungen
tätig.
Um den wachsenden Bedarf an
Behälter-Prüfanlagen für H2-Behälter
decken zu können, haben sich Eigentümer und
Geschäftsführung der Maximator GmbH im Jahr 2022
entschlossen, eine Schwesterfirma mit Sitz in Iserlohn zu
gründen. Die Maximator Veteq GmbH entwickelt, baut und
vertreibt an dem neuen Standort komplexe automatisierte
Behälter-Prüfanlagen. Die Maximator GmbH liefert,
ebenso wie die Maximator Hydrogen GmbH, Komponenten und
Teilsysteme an die Gesellschaft. Damit hat die Maximator GmbH
zum Jahresende 2023 Teile des Sonderanlagenbaus in
eigenständigen Schwestergesellschaften abgebildet und
wird sich zukünftig auf die Entwicklung und Herstellung
von Hochdruckkomponenten und -einheiten fokussieren sowie
After-Sales Aktivitäten für ihre Kunden betreiben.
Test- und Prüfstände, sowie Autofrettage- und
Impulsprüfstände sind seit dem letzten Quartal 2023
nicht mehr Gegenstand des Produktportfolios der Maximator
GmbH.
1.2 Forschung und Entwicklung
Im Rahmen der Unternehmensneuausrichtung fand im
Bereich Engineering eine Umstrukturierung statt. Die
Produktentwicklung erfährt die Steuerung aus dem zentral
installierten Produktmanagement und wird in der neuen
Organisation bis hin zur Serienreife in der Abteilung
Engineering ausgeführt. Der Fokus liegt hier bereits
frühzeitig im neu integrierten
Produktentwicklungsprozess auf Prozesssicherheit und
vollumfänglichen Produktinformationen aus einer
vertieften Versuchs- und Entwicklungsphase.
Unterstützung wird das Engineering aus dem neu
geschaffenen H2-Kompetenzzentrum bezüglich grundlegender
Vorentwicklungs- und Forschungsthemen sowie dem Maxifes
Prüfdienstleistungszentrum im Bereich Prototypenbau und
Versuchsdurchführung erhalten. Ergänzend steht im
Vordergrund, moderne Entwicklungsmethoden wie virtuelle
Simulationsmöglichkeiten weiter zu integrieren. Die
Maximator GmbH wird so mit kürzeren Durchlaufzeiten
effizienter Produkte entwickeln.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden neue Produkte in den
Markt eingeführt. Es wurden Komponenten und Systeme
entwickelt, unter anderem für Anwendungen im Bereich der
H2-Infrastruktur, der Halbleiterindustrie sowie der
Gasprüftechnik. Neben der Entwicklung neuer Produkte
wurde sich im Bereich der Komponenten auf die Verbesserung
der Zuverlässigkeit und Lebensdauer unserer Produkte
konzentriert. Somit konnte die Festigung der Marktposition
und auch Neukundengewinnung erreicht werden.
Einige Komponenten wurden im laufenden
Geschäftsjahr serienreif in die Produktion
übernommen, speziell in der Ventiltechnik. Zudem wurden
Gasverdichter mit herausfordernden Reinheits- und
Standzeitanforderungen für Halbleiterproduktionsanlagen
entgegen Konkurrenzprodukten im Markt etabliert. Gleiches
gilt für die Produktreihe der Kältemittelpumpen.
Der modulare X-Tower und das HULC - Verdichtersystem
haben im Bereich der flexiblen Wasserstoffverdichtersysteme
eine erfolgreiche Weiterentwicklung erfahren. Weiterhin
wurden positive Versuchsergebnisse mit der Konzeptstudie des
HB - Hydraulic Booster - aufgrund einer bedarfsgesteuerten
hydraulischen Antriebstechnologie mit einzigartigem
Wirkungsgrad ausgefahren. Diese Innovation wird im folgenden
Jahr mit Augenmerk in die Produktentwicklung
überführt.
Das Unternehmen wird die Anstrengungen im Bereich der
Vorentwicklung und Produktentwicklung sowie der Umsetzung
regulatorischer Anforderungen internationaler Regelwerke auf
hohem Niveau fortführen, um dem Anspruch als
Technologieführer gerecht zu werden.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum
Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes sind als
herausfordernd zu bewerten.
Materialengpässe und Kostensteigerungen bei
Vorprodukten und eingekauften Dienstleistungen bestimmten
auch in 2023 das Geschehen. Die aktuelle geopolitische Lage
führt zu großen Verunsicherungen, was sich im
vierten Quartal in einem rückläufigen
Auftragseingang niederschlug. Daraus resultierten auch im
Jahr 2023 für bestimmte Produkte signifikante
Kostensteigerungen sowie Verschiebungen bei Projekten,
speziell in der Division Solutions, wo Anlagen mangels
Verfügbarkeit von Bauteilen nicht fertiggestellt werden
konnten.
Mehrere Grippe- und Erkältungswellen haben in 2023
zu krankheitsbedingten Ausfällen von Mitarbeitern und zu
deutlich gestiegenen Krankheitskosten geführt. Daraus
resultierten Verzögerungen bei der Auslieferung von
bestellter Ware.
Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sowie der
Überfall der Hamas auf Israel im Oktober 2023 haben zur
weiteren Verunsicherung der Märkte beigetragen.
Entsprechend der vorgenannten Rahmenbedingungen war
auch im Jahr 2023 bei unseren Kunden zumindest teilweise eine
vorsichtige Zurückhaltung bei Neuinvestitionen zu
beobachten. Einige Projekte wurden verschoben, verspätet
ausgelöst und teilweise vollständig gestoppt.
Hohe Öl- und Gaspreise haben sowohl in Norwegen
und Großbritannien als auch in den USA und Asien unser
Geschäft stabilisiert. Wesentlicher Treiber unserer
Geschäfte bei Komponenten und Systemen sind jedoch die
Aktivitäten im Wasserstoffsektor.
Auf der Wettbewerbsseite ist die Situation bei den
Komponenten unverändert. Es gibt weiterhin nur wenige
große Anfragen. Die zur Ausschreibung gelangenden
Projekte sind stark umkämpft und werden vom Wettbewerb
mit Preissenkungen erkauft. Dies führt
längerfristig auch bei uns zu rückläufigen
Preisen und zu erodierenden Margen.
In einem unserer Kerngeschäftsfelder -
Ventile-Fittinge-Rohre - sind in den vergangenen Jahren
weitere Wettbewerber aufgetreten. Diese sind im Wesentlichen
regional aktiv, sie versuchen aber nun verstärkt, sich
auch international zu etablieren.
Maximator arbeitet weiterhin daran, die
Veränderungen in den bisherigen Kernmärkten durch
neue Produkte und Anwendungen zu kompensieren. Deshalb sind
wir unter anderem bei der Verdichtung und Speicherung von
Wasserstoff sowie bei diversen Leichtbau-Themen in der
Fahrzeugindustrie aktiv. Diese Strategie hat sich bisher als
richtig erwiesen und wir werden unsere diesbezüglichen
Bestrebungen zielgerichtet fortsetzen.
2.2 Geschäftsverlauf
2.2.1 Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Als finanzielle Leistungsindikatoren werden intern die
Kennzahlen Auftragseingang und -bestand, Umsatz sowie das
Ergebnis vor Steuern verwendet.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden
grundsätzlich nicht zur Steuerung herangezogen.
2.2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs
Die Planungsphase für das Geschäftsjahr 2023
war durch die eingangs geschilderten Unsicherheiten
geprägt.
Insgesamt hatten wir für die Maximator GmbH
Auftragseingänge von ca. 76 Mio. Euro prognostiziert.
Die Umsatzplanung für die Maximator GmbH folgte
weitgehend unserer Planung der Auftragseingänge. Mit
einem recht hohen Auftragsbestand von annähernd €
39 Mio. Euro zum Jahresende 2022 erwarteten wir einen Umsatz
von ca. € 86 Mio. Euro bei einer Gesamtleistung von ca.
€ 92 Mio. Euro. Neukunden trugen im Ist €1,8 Mio.
Euro zum Auftragseingang bzw. 1,6 Mio. zum Umsatz bei.
Im Geschäftsjahr 2023 war die Maximator GmbH in
Engineering, Fertigung und Montage gut ausgelastet. Insgesamt
waren erhebliche Überstunden notwendig, um die unter
Termindruck stehenden Kundenaufträge abzuarbeiten.
2.2.3. Darstellung Geschäftsentwicklung
Tochtergesellschaften
Die Maximator SAS in Rantigny / Frankreich konnte 2023
aufgrund umfangreicher Entwicklungsdienstleistungen für
Hochdruckeinheiten sehr dynamisch und profitabel wachsen.
Maximator UK hat den Brexit gut überstanden und
behauptet sich sehr erfolgreich in einem dynamischen
Geschäftsumfeld.
Maximator Ibérica hat die vertrieblichen
Aktivitäten weiter profitabel ausgebaut und zahlte in
2023 erstmals Dividende.
Die 2017 als Entwicklungsbüro gegründete
Maximator Advanced Technology in A-Wien erfüllt die
Erwartungen. Hier erfolgt in Zusammenarbeit mit der Maximator
Hydrogen GmbH die Entwicklung und der Test von
Kompressorsystemen und kompletten Wasserstofftankstellen der
neuesten Generation.
Die 2018 gegründete Maximator Gas Solutions GmbH
in D-65558 Heistenbach entwickelt sich weiter positiv.
Auftragseingang und Umsatz sind im Jahr 2023 gestiegen.
Die 2018 gegründete TesTnet Maximator GmbH konnte
in 2023 weitere Bauteilprüfungen mit der gemeinsam
entwickelten Prüfanlage durchgeführen.
Maximator Norwegen konnte in Landeswährung weiter
profitabel wachsen, kommt jedoch noch nicht wieder an das
Boomjahr 2021 heran.
Die Maximator Schweiz AG mit Sitz in
Düdingen/Schweiz hat das Jahr 2023 positiv
abgeschlossen.
Sonstige wesentliche Veränderungen im Sinne von
rechtlichen oder wirtschaftlichen Bedingungen haben sich im
Geschäftsjahr 2023 nicht ergeben.
2.2.4 Auftrags- und Umsatzentwicklung
Die folgenden Angaben beziehen sich auf das
Geschäft der Maximator GmbH, Nordhausen, inklusive der
Zweigniederlassung in Abu Dhabi.
Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Auftragseingang
der Maximator GmbH verhalten entwickelt und liegt mit
annähernd 69 Mio. Euro unter dem Planansatz von 76 Mio.
Euro. Insbesondere bei Komponenten konnten die hohen
Erwartungen an den Auftragseingang nicht erfüllt werden.
Der Auftragsbestand zum Jahresende 2023 liegt bei ca. T€
32.200 (Vorjahr ca. T€ 41.300).
Der Gesamtumsatz 2023 der Maximator inklusive der
Niederlassung in Abu Dhabi beträgt T€ 78.179
(Vorjahr T€ 69.615) und liegt damit unter dem Budget.
Der Grund hierfür liegt insbesondere bei zeitlichen
Verschiebungen von Projekten bei einem Großkunden.
Die Geschäfte mit unseren Partnerunternehmen haben
sich 2023 gegenüber dem Vorjahr weiter positiv
entwickelt. Sowohl in Europa als auch in den USA sehen wir
teilweise deutlich gestiegene Umsätze. Bei der Maximator
Benelux entwickelte sich das Geschäft sehr erfreulich,
nicht zuletzt durch Lieferverträge von
Hochdruckeinheiten für die Herstellung von Anlagen zur
Halbleiterproduktion.
In Asien bei der Maximator Far East und bei der
Maximator Shanghai konnten wir ebenfalls eine Steigerung des
Umsatzes und Ergebnisses registrieren.
2.2.5 Produktion
Maximator hat in 2023 erneut in die weitere Optimierung
der Fertigung und Montage investiert. Für die
Herstellung der H2-Verdichterteile haben wir ein neues
Dreh-Fräs-Bearbeitungszentrum erworben.
Neben der Erweiterung der Maschinenkapazitäten
spielt auch der Einsatz von neuen Technologien, wie z.B. der
robotergestützten Beladung von Zerspanungsmaschinen in
der Weiterentwicklung der Fertigungsstrategie eine wichtige
Rolle.
2.2.6 Beschaffung
Die Beschaffungssituation hat sich im
Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht
wesentlich verbessert. Insbesondere bei speziellen
Rohmaterialien und Halbfertigerzeugnissen ist die Verknappung
am Markt und die Störung der Lieferketten weiterhin
stark spürbar. Auch kam es bei Rohmaterialien, bei
Halbfabrikaten, bei einigen Fertigerzeugnissen sowie
Dienstleistungen erneut zu deutlichen Preissteigerungen bei
teilweise langen Lieferzeiten.
2.2.7 Personal- und Sozialbereich
Zum 31. Dezember 2023 beschäftigt die MAXIMATOR
GmbH insgesamt 446 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr
441), davon 51 Auszubildende, Praktikanten und Aushilfen.
Dazu kommen 9 Leiharbeitnehmer. 6 Mitarbeiter haben die
Ruhephase der Altersteilzeit erreicht.
2.2.8 Investitionen
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023
Investitionen in das Sachanlagevermögen in der
Größenordnung von ca. € 4,4 Mio. vorgenommen.
Die Investitionen betrafen insbesondere die Anschaffung von
technischen Anlagen und Maschinen von insgesamt T€ 1.805
(davon u.a. eine Extrudermaschine mit Anschaffungskosten in
Höhe von T€ 446) sowie von anderen Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von ca.
T€ 862.
Die Finanzierung erfolgte teils aus der laufenden
Geschäftstätigkeit, teils aus einem neuen
KfW-Darlehen in Höhe von € 1,0 Mio.
2.3 Lage
2.3.1 Ertragslage
Wie bereits unter 2.2.4. dargestellt, verzeichnet die
Maximator GmbH im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von
T€ 78.179 (Vorjahr T€ 69.615).
Die Umsätze entfallen zu 43% auf Kunden mit Sitz
im Inland, zu 23% auf Kunden mit Sitz in Europa und zu 34%
auf Kunden mit Sitz im Drittland.
Weiterhin sind dem Tätigkeitsbereich Reparatur-,
Ersatzteil und Serviceeinsatz 24% des Gesamtumsatzes (Vorjahr
19%) zuzuordnen.
Die Gesamtleistung des Unternehmens liegt im
Geschäftsjahr 2023 bei T€ 86.696 (Vorjahr
T€ 70.764). Enthalten sind darin
Bestandserhöhungen bei Unfertigen Erzeugnissen in
Höhe von T€ 7.824. Dieser beruht auf zwei
Großprojekten im Bereich Dichtheitsprüfstände
für Wasserstoffbehälter.
Maximator tritt am Markt nach wie vor als kompetenter
Problemlöser mit hohem Qualitätsanspruch auf. Unser
Ziel ist es, Technologieführer in der Hochdrucktechnik
zu sein. Bei den von uns hergestellten Produkten handelt es
sich um beratungsintensive Investitionsgüter. Der
Vertrieb dieser Produkte und der angebotenen Dienstleistungen
erfordert nach wie vor einen hohen Vertriebs- und
Beratungsaufwand.
Der Materialeinsatz und die Aufwendungen für
bezogene Leistungen haben sich im Geschäftsjahr 2023
gegenüber dem Vorjahr umsatzbedingt erhöht und
betragen T€ 33.152 (Vorjahr T€ 25.135).
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben
sich ebenfalls erhöht, sie betragen im Berichtszeitraum
T€ 6.383) gegenüber T€ 3.329 im Vorjahr.
Die Personalaufwendungen einschließlich der
Aufwendungen für Sozialabgaben haben sich gegenüber
dem Vorjahr um T€ 4.165 erhöht und betragen nun
T€ 30.765 gegenüber T€ 26.600 im
Geschäftsjahr 2022. Der gestiegene Personalaufwand ist
neben einer Steigerung der Mitarbeiteranzahl auf
Tarifanpassungen und Einmalzahlungen im Rahmen des
Tarifabschlusses vom November 2022 zurückzuführen.
Neben der zum 1. Juni 2023 erfolgten Erhöhung der
Entgelte um 5,2% fiel die im Februar 2023 gezahlte
Inflationsausgleichsprämie von 1.500 Euro pro
Mitarbeiter (Effekt T€ 562) ins Gewicht.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Güter haben sich um ca. T€ 144 erhöht und
betragen insgesamt T€ 2.089 (Vorjahr T€ 1.946).
Zusätzlich sind Abschreibungen auf
Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in
Höhe von T€ 58 (Vorjahr T€ 0) angefallen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im
Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um T€
3.516 angestiegen und enthalten in 2023 einmalige
auftragsbezogene Kosten in Höhe von T€ 3.316
für ein Großprojekt im Bereich
Wasserstofftankstelle, denen einmalige sonstige betriebliche
Erträge in Höhe von T€ 1.815
gegenüberstehen. In Summe belaufen sich die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen auf T€ 14.423 (Vorjahr
T€ 10.907).
Der Anstieg der übrigen sonstigen betrieblichen
Aufwendungen ist im Wesentlichen auf gegenüber dem
Vorjahr deutlich höhere Raumkosten, Vertriebskosten
(Werbe- und Reisekosten), höhere Kosten für Leasing
und Reparaturen an Maschinen sowie höhere
Beratungskosten für die strategische Neuausrichtung der
Maximator Gruppe zurückzuführen.
Das Finanzergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr
insbesondere aufgrund erneut gestiegener Dividendeneinnahmen
bei gleichzeitig reduzierten Zinsaufwendungen um T€ 303
verbessert werden. Es beträgt im Berichtszeitraum
T€ 2.930 (Vorjahr T€ 2.627).
Das Ergebnis vor Ertragssteuern beträgt im
Geschäftsjahr 2023 insgesamt T€ 12.653 (Vorjahr
T€ 10.760). Der Jahresüberschuss im
Geschäftsjahr 2023 liegt bei T€ 9.812 (Vorjahr
T€ 8.182)
2.3.2
Finanzlage
2.3.2.1 Kapitalstruktur
Die Maximator GmbH verfügt zum Zeitpunkt
31.12.2023 über ein Eigenkapital von T€ 41.650
(Vorjahr T€ 34.838).
Das Eigenkapital hat sich durch den
Jahresüberschuss aus Geschäftsjahr 2023 um T€
6.812 erhöht.
Der Gesellschafter hatte am 05. Juni 2023 eine
Gewinnausschüttung über T€ 3.000, zahlbar bis
spätestens 31. August 2023, beschlossen.
Zum 31. Dezember 2023 beträgt die
Eigenkapitalquote der Gesellschaft 73,73 % (Vorjahr 70,39 %).
Die Verbindlichkeiten insgesamt haben sich um T€
4.134 vermindert und betragen zum 31.12.2023 T€ 5.699
(Vorjahr T€ 9.833). Die Veränderung zum Vorjahr
lässt sich im Wesentlichen erklären durch die
Verrechnung der Verbindlichkeiten mit geleisteten
Anzahlungen.
Rückstellungen für
Altersteilzeitaufwendungen, Jubiläumsaufwendungen u. a.
sind in Höhe von T€ 7.766 berücksichtigt
(Vorjahr T€ 3.731), Steuerrückstellungen in
Höhe von T€ 1.371 (Vorjahr T€ 1.089). Der
Anstieg zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einer im
Geschäftsjahr 2023 neu gebildeten
Gewährleistungsrückstellung in Höhe von
T€ 3.316.
2.3.2.2 Investitionen
Im Geschäftsjahr 2024 plant die
Geschäftsführung Investitionen in einer
Größenordnung von ca. 3,4 Mio. Euro. Dies sind im
Wesentlichen Investitionen in Sachanlagen (Maschinen und
Ausrüstung, Hard- und Software).
Die Finanzierung der Investitionen soll zu großen
Teilen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erfolgen,
evtl. wird es für einen Teil der geplanten Maschinen
eine Leasing-Finanzierung geben.
2.3.2.3 Liquidität
Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Cash-Flow
aus laufender Geschäftstätigkeit +1,3 Mio. Euro
(Vorjahr 7,7 Mio. Euro). Trotz erhöhtem Periodenergebnis
haben sich insbesondere die Zunahme der Vorräte und
Forderungen im Verbundbereich bei gleichzeitig reduzierten
Verbindlichkeiten ausgewirkt.
Demgegenüber beträgt der Cash-Flow aus
Investitionstätigkeit -1,0 Mio. Euro (Vorjahr +2,2 Mio.
Euro) und aus Finanzierungstätigkeit - 2,1 Mio. Euro
(Vorjahr - 10,7 Mio. Euro), davon 3,0 Mio. Euro
Ausschüttung an die Gesellschafter (Vorjahr 6,0 Mio.
Euro).
Der Finanzmittelbestand zum Ende des
Geschäftsjahres beträgt 2,037 Mio. Euro (Vorjahr
3,889 Mio. Euro). Die Liquidität des Unternehmens ist
als befriedigend zu bezeichnen. Kontokorrentkredite wurden
nur unwesentlich in Anspruch genommen. Bestehende
Kreditlinien werden für Anzahlungsbürgschaften und
Gewährleistungsbürgschaften sowie eine
Maschinenfinanzierung verwendet.
2.3.3 Vermögenslage
Die Vermögensstruktur hat sich im Hinblick auf
langfristig gebundenes Anlagevermögen bei den
immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen
um T€ 2.282 erhöht. Das Finanzanlagevermögen
hat sich um T€ 1.271 erhöht. Das kurz- und
mittelfristig gebunden Vermögen ist um T€ 3.476
angestiegen.
Die Vorräte zuzüglich geleisteter und
abzüglich erhaltener Anzahlungen haben sich
gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Sie betragen
im Berichtszeitraum T€ 17.906 (Vorjahr T€ 13.887).
Insbesondere der Bestand an unfertigen Erzeugnissen ist auf
T€ 13.703 (Vorjahr T€ 5.962) angestiegen. Dies ist
auf die im Materialaufwand genannten Projekte
zurückzuführen.
Das Gesamtvermögen hat sich im Geschäftsjahr
2023 um T€ 6.996 erhöht und beträgt
56.487 Mio. Euro (Vorjahr 49.491 Mio. Euro).
2.4 Corporate Social Responsibility / Nachhaltigkeit /
Klima- und Umweltschutz
Gesellschafter und Geschäftsführung der
Maximator GmbH sehen die gesellschaftliche Verantwortung und
nachhaltiges Wirtschaften als tragende Säulen unseres
unternehmerischen Denkens und Handelns an. Es sind feste
Bestandteile unserer Unternehmensstrategie. Das umfasst
sowohl die Themen Umweltschutz als auch die Sicherheit und
Diversität unserer Mitarbeiter/-innen.
Im Februar 2023 hat die Maximator GmbH erstmals einen
CSR - Bericht veröffentlicht. Darin beziehen wir klare
Stellung im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und
CO2-Reduktion.
Im Jahr 2023 unterzog sich Maximator erneut den
Auditierungen ISO 9001, ISO 14001 und der Erstzertifizierung
ISO 50001 dem Energiemanagement. Alle Zertifizierungen sind
erfolgreich im Jahr 2023 abgeschlossen.
Für das Geschäftsjahr 2023 hat die Schmidt,
Kranz & Co. GmbH als Eigentümer der Maximator GmbH
und weiterer Tochterunternehmen beschlossen, den gesamten
CO2-Fußabdruck der SK-Gruppe zu kompensieren. Dazu
wurden Zertifikate erworben, die Wald-, Windenergie, und
Wasserkraftprojekte in Südamerika und Asien
unterstützen.
3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
3.1 Prognosebericht
Der Auftragsbestand liegt mit 32,2 Mio. Euro (Vorjahr
41,3 Mio. Euro) auf befriedigendem Niveau, sowohl bei
Komponenten als auch bei Einheiten. Im Service liegt der
Auftragsbestand aufgrund der Kurzfristigkeit des
Geschäftes bei ca. 2 Monatsumsätzen. Die Auslastung
in den kommenden Monaten ist gesichert.
Der Auftragseingang hat sich nach einem starken 3.
Quartal 2023 in den Folgemonaten sowie den ersten Monaten
2024 abgeschwächt.
Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Maximator
GmbH von einem Umsatzvolumen leicht unter Vorjahresniveau
aus. Aufgrund von Verschiebungen im Produktmix hin zu
margenstärkeren Produkten wird ein Ergebnis vor Steuern
auf ungefährer Höhe des Vorjahres erwartet.
3.2 Risikobericht
Neben der geopolitisch herausfordernden Lage ergeben
sich grundsätzliche Ertragsrisiken durch
verschärften Wettbewerb und damit eine Erosion der
Preise bzw. Margen. Die Maximator GmbH versucht stetig, durch
Optimierungsstrategien diese Risiken zu reduzieren und
wettbewerbsfähig zu bleiben.
Zur generellen Identifikation und Überwachung von
Risiken aus der Geschäftstätigkeit hat das
Unternehmen ein Risikomanagement-System implementiert. Zweck
ist das eindeutig geregelte Reagieren auf erkannte Risiken im
Unternehmen und die Kommunikation der erkannten Risiken im
Rahmen eines Berichtswesens. Darüber hinaus regelt das
System, wie erkannte Risiken zu überwachen sind.
Die Bedeutung der identifizierten Risiken wurde anhand
ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und des zu erwartenden
Schadensausmaßes bewertet. Anschließend wurde von
Geschäftsleitung und Management-Team der Akzeptanzgrad
des jeweiligen Risikos bewertet und festgelegt.
Schließlich wurden die ggf. zu ergreifenden
Maßnahmen und der Überwachungsrahmen festgelegt
und dokumentiert.
Bestandsgefährdende Risiken für die Maximator
GmbH sind zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht
erkennbar.
3.3 Chancenbericht
Trotz der bestehenden Risiken sieht die
Geschäftsleitung weiterhin sehr gute
Wachstums-möglichkeiten für alle Bereiche des
Unternehmens. Die Maximator GmbH wird die Energiewende aktiv
mitgestalten. Unsere Produkte und Dienstleistungen werden
benötigt, um die Dekarbonisierung voranzutreiben und
Wasserstoff zu einem Energieträger der Zukunft zu
machen.
3.4 Gesamtaussage
Der vorstehend beschriebene Geschäftsverlauf und
die Lage der Maximator GmbH sind insgesamt als
zufriedenstellend zu bezeichnen. Wir sind zuversichtlich,
dass wir im Geschäftsjahr 2024 die gesteckten Ziele
erreichen können. Dies hängt neben unserer eigenen
Leistungsfähigkeit in erster Linie von den
wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ab.
4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanzinstrumenten
Finanzinstrumente wurden nur in Form von
Währungsswaps unterjährig zur Absicherung von
US-Dollar-Risiken aus Waren- bzw. Dienstleistungen
eingesetzt. Zum 31.12.2023 bestanden keine
Währungsabsicherungsgeschäfte.
Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bekannte
Währungsrisiken wurden durch angemessene Abwertungen von
Vermögenswerten und durch Rückstellungen im
erforderlichen Umfang berücksichtigt.
Von der Finanzierung der Gesellschaft und von dem
Forderungsbestand sowie den Finanzanlagen ausgehende
grundsätzliche Risiken bestehen zur Zeit nicht. Zur
Abwehr von Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken
aus Zahlungsstromschwankungen werden Leistungen zeitnah
erfasst und abgerechnet sowie vereinbarte Abschlagszahlungen
und Vorauszahlungen eingefordert. Der Eingang der Zahlungen
wird fortlaufend überwacht und, falls erforderlich,
zeitnah angemahnt; Verbindlichkeiten werden zeitnah
beglichen.
5. Bericht über Zweigniederlassungen
Die Maximator GmbH unterhält seit 27. April 2008
eine Zweigniederlassung in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische
Emirate. Diese Zweigniederlassung ist für Vertrieb und
Service von Maximator-Produkten in der Region Mittlerer Osten
verantwortlich.
Aus Abu Dhabi werden die Aktivitäten der Maximator
GmbH in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Kuwait, im
Oman, in Katar und in Saudi-Arabien gesteuert. Seit 2015
werden in Abu Dhabi auch kleinere Hydraulikaggregate und
Kompressorstationen eigenverantwortlich projektiert und
gebaut.
Aktuell beschäftigt die Maximator Niederlassung in
Abu Dhabi 10 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2023 wurden
Umsatzerlöse in Höhe von ca. 3,0 Mio. Euro
realisiert.
Nordhausen, 8. Mai
2024
Maximator
GmbH
Dr.
Alexander Müller
Geschäftsführer
Carl-Leonard
Glinz
Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
21.989.177,35 |
18.436.861,29 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
281.876,84 |
206.889,90 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
281.876,84 |
206.889,90 |
| II.
Sachanlagen |
11.817.716,22 |
9.611.239,82 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
3.583.039,22 |
3.804.282,95 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
4.706.762,00 |
4.077.980,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.603.878,13 |
1.284.062,52 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
1.924.036,87 |
444.914,35 |
| III.
Finanzanlagen |
9.889.584,29 |
8.618.731,57 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
5.899.945,32 |
5.899.945,32 |
| 2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
2.141.666,79 |
791.666,75 |
| 3.
Beteiligungen |
1.813.521,15 |
1.813.521,15 |
| 4.
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
3,00 |
69.529,51 |
| 5.
sonstige Ausleihungen |
34.448,03 |
44.068,84 |
| B.
Umlaufvermögen |
33.805.143,88 |
30.328.840,67 |
| I.
Vorräte |
17.906.250,70 |
13.887.310,83 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
8.259.469,37 |
8.252.101,65 |
| 2.
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
13.703.125,27 |
5.961.516,23 |
| 3.
fertige Erzeugnisse und Waren |
2.418.637,65 |
1.988.912,24 |
| 4.
geleistete Anzahlungen |
1.635.437,00 |
1.856.394,11 |
| 5.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
8.110.418,59 |
4.171.613,40 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
13.861.037,39 |
12.552.496,54 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
5.097.350,35 |
6.412.604,54 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
-590.227,00 |
-771.938,00 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
3.523.643,65 |
1.554.002,20 |
| 3.
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
5.090.770,39 |
4.287.154,83 |
| 4.
sonstige Vermögensgegenstände |
149.273,00 |
298.734,97 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
2.037.855,79 |
3.889.033,30 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
692.328,90 |
725.379,97 |
| Aktiva |
56.486.650,13 |
49.491.081,93 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
41.650.263,20 |
34.838.476,01 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
2.000.000,00 |
2.000.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
29.838.476,01 |
24.656.652,42 |
| III.
Jahresüberschuss |
9.811.787,19 |
8.181.823,59 |
| B.
Rückstellungen |
9.137.565,70 |
4.819.880,26 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
1.371.369,57 |
1.089.337,89 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
7.766.196,13 |
3.730.542,37 |
| C.
Verbindlichkeiten |
5.698.821,23 |
9.832.725,66 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
1.008.804,56 |
673,13 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.008.804,56 |
673,13 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2.555.248,38 |
4.843.682,87 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
2.555.248,38 |
4.843.682,87 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
280.933,65 |
629.787,64 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
280.933,65 |
629.787,64 |
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
210.459,16 |
98.411,82 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
210.459,16 |
98.411,82 |
| 5.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht |
65.538,00 |
793.030,62 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
65.538,00 |
793.030,62 |
| 6.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.577.837,48 |
3.467.139,58 |
| davon
aus Steuern |
571.758,72 |
328.872,80 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
18.101,95 |
27.494,69 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.577.837,48 |
3.467.139,58 |
| Passiva |
56.486.650,13 |
49.491.081,93 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
78.162.011,00 |
69.615.443,05 |
| 2.
Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen |
7.823.653,42 |
626.404,15 |
| 3.
andere aktivierte Eigenleistungen |
694.176,94 |
522.118,89 |
| 4.
sonstige betriebliche Erträge |
3.531.478,80 |
1.957.227,59 |
| davon
Erträge aus der Währungsumrechnung |
151.567,92 |
1.120.529,26 |
| 5.
Materialaufwand |
33.152.251,94 |
25.135.372,65 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
26.769.712,78 |
21.806.398,51 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
6.382.539,16 |
3.328.974,14 |
| 6.
Personalaufwand |
30.765.102,38 |
26.599.702,05 |
| a)
Löhne und Gehälter |
26.053.246,80 |
22.452.876,88 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
4.711.855,58 |
4.146.825,17 |
| 7.
Abschreibungen |
2.147.650,87 |
1.945.574,20 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
2.089.178,89 |
1.945.574,20 |
| b)
auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens, soweit diese die in der
Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen
überschreiten |
58.471,98 |
|
| 8.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
14.423.433,97 |
10.907.428,65 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
502.071,22 |
466.839,61 |
| 9.
Erträge aus Beteiligungen |
2.899.902,84 |
2.793.985,31 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
1.006.816,82 |
900.442,40 |
| 10.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
150.644,11 |
87.879,69 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
68.774,29 |
82.768,13 |
| 11.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
116,73 |
14.797,48 |
| 12.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
120.038,21 |
240.161,51 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
53.908,44 |
197.969,61 |
| davon
sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus
Abzinsung |
2.336,00 |
1.218,00 |
| 13.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
2.820.303,53 |
2.557.610,76 |
| 14.
Ergebnis nach Steuern |
9.832.969,48 |
8.202.411,38 |
| 15.
sonstige Steuern |
21.182,29 |
20.587,79 |
| 16.
Jahresüberschuss |
9.811.787,19 |
8.181.823,59 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Firma Maximator GmbH mit Sitz
in 99734 Nordhausen, eingetragen im Registergericht Jena
HRB 506347, wurde auf der Grundlage der
Rechnungslegungsvor-schriften des Handelsgesetzbuches
aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die
Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.
Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr beibehalten
worden.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
A. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und
wesentliche Änderungen
1. Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden
zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen,
bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 bis 7
Jahren.
Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten und im
Falle voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich
außerplanmäßiger Abschreibungen zum
Bilanzstichtag angesetzt. Sämtliche Posten des
Finanzanlagevermögens enthalten Anschaffungskosten,
denen teilweise Fremdwährungen zugrunde liegen. Die
Bewertung erfolgte zum Anschaffungskurs.
Das Sachanlagevermögen wurde mit den
Anschaffungskosten einschließlich
Anschaffungsnebenkosten und, soweit selbst geschaffen, mit
den Herstellungskosten, vermindert um grundsätzlich
lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer
beträgt zwischen 3 bis 40 Jahren.
Abschreibungen auf Vermögengegenstände, die
während des Geschäftsjahres zugegangen sind,
erfolgten zeitanteilig gemäß dem Zugangszeitpunkt
oder dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden ab dem
Geschäftsjahr 2010 im Jahr ihres Zuganges in Anlehnung
an den § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Die
gemäß Satz 1 angehobenen Wertgrenzen ab 2018
wurden angesetzt.
Auf den Anlagespiegel als Anlage 1 zum Anhang wird
hingewiesen.
2. Umlaufvermögen
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren
werden zu Anschaffungskosten (einschließlich
Bezugsnebenkosten) bewertet.
Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu
Herstellungskosten bewertet. Anteilige allgemeine
Verwaltungskosten und Zinsen für Fremdkapital wurden
nicht einbezogen. Die Grundsätze der verlustfreien
Bewertung wurden beachtet. Zuschreibungen auf den
höheren beizubehaltenden Wert wurden ggf. wahrgenommen.
Die Ermittlung der Zuschlagsätze ist auf die
innerbetriebliche Kostenstellenrechnung
zurückzuführen.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden aufgrund
des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB
vollständig von den Vorräten abgesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
werden mit dem Nennwert angesetzt. Zweifelhaft einbringliche
Forderungen werden einzelwertberichtigt. Darüber hinaus
wurde bei den uneinbringlichen Forderungen dem allgemeinen
Ausfallrisiko mit einem angemessenen Pauschalabschlag
Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag ausgewiesen.
Fremdwährungsbestände wurden mit dem
Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.
3. Rechnungsabgrenzungsposten
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden
hauptsächlich für Zahlungen für
mehrjährige Miet-Lizenzen, IT-Wartungs- und
Jahresverträge ausgewiesen.
4. Rückstellungen
Die Rückstellungen berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.
Die Bewertung erfolgte jeweils in Höhe des
Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendig ist (Erfüllungsbetrag).
Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden
berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise
für deren Eintritt vorlagen. Rückstellungen mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden
gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.
Dem Rückstellungsbetrag bei Altersteilzeit- und
Jubiläumsverpflichtungen liegen
versicherungsmathematische Gutachten auf den 31.12.2023
zugrunde, die sich u.a. auf die handelsbilanzielle Bewertung
beziehen.
Die Jubiläumsrückstellungen werden nach dem
modifizierten Teilwertverfahren unter Anwen-dung
biometrischer Wahrscheinlichkeiten, der Annahme zu
Sterblichkeit und Invalidität (Richt-tafeln 2018 G von
Klaus Heubeck) und der Fluktuation (Richttafeln 2018 G von
Klaus Heubeck zu 100%) ermittelt. Zukünftig erwartete
jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen werden mit 3,00%
(Vorjahr: 3,00%) und die jährliche Steigerung der
Beitragsbemessungsgrenzen zur Sozialversicherung mit
3,00% (Vorjahr: 2,75%) bei der Ermittlung der Verpflichtungen
berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins
für die Abzinsung der Jubiläumsrückstellungen
beträgt 1,76% (Vorjahr: 1,44%). Es handelt sich hierbei
um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und
veröffentlichten Abzinsungssatz gemäß
RückAbzinsV bei einer vereinfacht angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren.
Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach den
handelsrechtlichen Rechnungslegungsstandards unter
Anwendung biometrischer Wahrscheinlichkeiten, der Annahme zu
Sterblichkeit und Invalidität (Richttafeln 2018 G von
Klaus Heubeck) ermittelt. Dabei wird von einer mittleren
Restlaufzeit von einem Jahr ausgegangen. Zukünftig
erwartete jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen
werden mit 3,00% (Vorjahr: 3,00%) bei der Ermittlung der
Verpflichtungen berücksichtigt. Der zugrunde gelegte
Rechnungszins für die Abzinsung der
Altersteilzeitrückstellungen beträgt 0,99%
(Vorjahr: 0,43%). Es handelt sich hierbei um den von der
Deutschen Bundesbank ermittelten und
veröffentlichten Abzinsungssatz gemäß
RückAbzinsV bei einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr.
5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungs-verbindlichkeiten werden mit dem
Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
6. Latente Steuern
Für temporäre oder quasi- permanente
Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen
von Vermögensgegenständen, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen
Wertansätzen werden latente Steuern angesetzt. Die
Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den
Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen und
werden nicht abgezinst. Ein Überhang aktiver latenter
Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274
Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt.
B. Grundlagen der Währungsumrechnung
Forderungen werden grundsätzlich in Euro
fakturiert. Ausschließlich bei US-amerikanischen
Tochtergesellschaften und bei ausgewählten Kunden aus
den USA und Brasilien werden die Forderungen in US-Dollar
fakturiert. Damit sind zugleich die Anschaffungskosten von
Anlagenzugängen bzw. Aufwendungen bestimmt.
Fremdwährungsforderungen und
-verbindlichkeiten werden gemäß § 256a
HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag
bewertet, gleiches gilt für Bankguthaben in
Fremdwährungen.
III. Erläuterungen zur Bilanz
1.
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen
Finanzanlagen
Die Aufgliederung des Anlagevermögens und dessen
Entwicklung zeigt der dem Anhang beigefügte
Anlagenspiegel.
Die sonstigen Ausleihungen betreffen Darlehen an
Mitgesellschafter von Tochter- und
Beteiligungsgesellschaften.
2.
Forderungen
Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe
von TEUR 3.524 (Vorjahr TEUR 1.554) sowie Forderungen gegen
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, in Höhe von TEUR 5.091 (Vorjahr TEUR 4.287)
stellen gleichzeitig Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen dar.
Die ausgewiesenen "sonstigen
Vermögensgegenstände" betreffen insbesondere
Vorschüsse, Forderungen gegenüber Mitarbeitern und
Steuerforderungen.
Sämtliche Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von
unter einem Jahr.
3.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere
(in TEUR):
|
2023
|
2022
|
Gewährleistung
|
3.500
|
27
|
Personal
|
1.718
|
1.239
|
Jubiläen
|
1.188
|
1.162
|
Rückstellungen nach
ATZG
|
865
|
718
|
Sonstige
|
495
|
585
|
|
7.766
|
3.731
|
Die Rückstellung für Gewährleistung
umfasst im Wesentlichen eine im Geschäftsjahr 2023 neu
gebildete Einzelrückstellung in Höhe von TEUR
3.316.
4.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von TEUR 210
(Vorjahr TEUR 98), Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr TEUR 793) und
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe
von TEUR 281 (Vorjahr TEUR 630) stellen gleichzeitig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.
Restlaufzeiten der
Verbindlichkeiten
(Vorjahreszahlen in Klammern) |
|
mit
Restlaufzeiten von |
|
Stand
|
bis zu 1
|
bis zu 2 - 5 Jahren
|
mehr als 5 Jahre
|
|
31.12.2023
|
Jahr
|
TEUR
|
TEUR
|
|
TEUR
|
TEUR
|
|
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
1.009 (1)
|
147 (1)
|
862 (0)
|
0 (0)
|
Lieferungen und
Leistungen
|
2.555 (4.844)
|
2.555 (4.844)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
gegenüber verbundenen
Unternehmen
|
210 (98)
|
210 (98)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
gegenüber Unternehmen
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
|
66 (793)
|
66 (793)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
gegenüber der
Gesellschafterin
|
281 (630)
|
281 (630)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
sonstige Verbindlichkeiten
|
1578 (3.467)
|
1578 (3.467)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
|
5.699 (9.833)
|
4.837 (9.833)
|
862 (0)
|
0 (0)
|
In den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten ist seit dem Geschäftsjahr 2023 ein
Investitionskreditvertrag zur Zwischenfinanzierung in
Höhe von TEUR 1.005 enthalten, welcher mittels einer
Sicherungsübereignung des zu finanzierenden Gegenstandes
besichert ist.
5.
Eigenkapital/Ergebnisverwendungsvorschlag
Das Stammkapital beträgt EUR 2.000.000. Der
Jahresüberschuss des Vorjahres (EUR 8.181.823,59) wurde
als Gewinnvortrag vorgetragen. Nach Ausschüttung von EUR
3.000.000 im Jahr 2023 beträgt dieser zum 31.12.2023 EUR
29.838.476,01. Es wird vorgeschlagen, dieses Jahr den
größeren Teil des Jahresüberschusses für
anstehende Investitionen im Unternehmen zu belassen und nur
einen Teilbetrag auszuschütten.
6.
Haftungsverhältnisse
Die Maximator GmbH hat gegenüber der
Muttergesellschaft Schmidt, Kranz & Co. GmbH sowie deren
Tochtergesellschaften zugunsten verschiedener Banken die
gesamtschuldnerische Haftung für Kreditlinien für
Kontokorrentkredite, Terminkredite, Avalkredite,
Kreditaufträge für Avalkredite und Darlehen
gewährt. Die Inanspruchnahme dieser Kreditlinien zum
31.12.2023 gegenüber Konzernunternehmen beträgt
TEUR 124.120 und TEUR 6.037 gegenüber fremden
Unternehmen. Gegenüber der Maximator Gas Solutions GmbH
besteht eine Patronatserklärung vom 28.3.2022.
Gegenüber der Thüringer Aufbaubank (TEUR
1.174) sowie der Commerzbank AG (TEUR 11.000) wurden seitens
der Maximator GmbH Schuldbeitritte erklärt, die in
Zusammenhang mit Mitteln stehen, die der Maximator Hydrogen
GmbH gewährt wurden. Die Maximator GmbH haftet als
Gesamtschuldner neben der Darlehensnehmerin gem. § 421
BGB für sämtliche gegenwärtigen und
zukünftigen Ansprüche.
Das Risiko der Inanspruchnahme aus den oben
ausgewiesenen Haftungsverhältnissen ist als nicht
wahrscheinlich einzuschätzen.
Zum Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen aus
offenen Bestellungen für Vorräte und
Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von
TEUR 8.811.
7.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus mehrjährigen Leasingverträgen bestehen
Verpflichtungen in Höhe von ca. TEUR 1.177, hiervon sind
innerhalb des nächsten Jahres TEUR 347 fällig.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Allgemeines
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2. Umsatzerlöse
Die Umsätze entfallen zu 43% auf Kunden mit Sitz
im Inland, zu 23% auf Kunden mit Sitz im EU-Gebiet und zu 34%
auf Kunden mit Sitz im Drittland. Dem Tätigkeitsbereich
Reparatur- und Serviceeinsatz sind 9% des Gesamtumsatzes
zuzuordnen.
Umsatzerlöse aus hergestellten
Prüfständen werden bei Lieferung an die Endkunden
erfasst. Die zugrundeliegenden Vereinbarungen sehen zwei
Abnahmezeitpunkte mit Regelungen zum Gefahrenübergang
bei Lieferung nach erfolgter erster Abnahme vor.
3. Sonstige betriebliche Erträge / Erträge von
außergewöhnlicher Größenordnung
und/oder Bedeutung
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind u.a.
folgende Posten in TEUR enthalten:
|
2023
|
2022
|
| Erträge aus
Entschädigungen |
1.839 |
172 |
| Erträge aus Asset
Deal |
855 |
|
| Erträge aus
Sachbezug |
219 |
218 |
| Erträge aus Kurs- und
Währungsdifferenzen |
152 |
1.120 |
| Erträge aus
abgeschriebenen Forderungen |
144 |
|
| Erträge aus F&E
Förderungen |
135 |
84 |
| Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen |
78 |
60 |
| Erträge aus der
Auflösung EWB/PWB |
34 |
106 |
| Kostenbeteiligungen an
verbundenen Unternehmen |
28 |
|
| Erträge aus dem
Sachanlagenverkauf |
20 |
16 |
| Erträge aus dem
Finanzanlagenverkauf |
137 |
|
| Erträge aus dem
Zuschuss von Lohnkosten |
9 |
|
| Sonstige |
2 |
44 |
|
Summe
|
3.515
|
1.957
|
Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 1.008
und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen und von Einzel- und
Pauschalwertberichtigungen.
Die Erträge aus Entschädigungen sowie dem
Asset-Deal stellen gleichzeitig Erträge von
außergewöhnlicher Größenordnung
und/oder Bedeutung dar.
4. Aufwendungen von außergewöhnlicher
Größenordnung und/oder Bedeutung
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
Aufwendungen von außergewöhnlicher
Größenordnung und/oder Bedeutung aufgrund eines
individuellen Gewährleistungsfalles in Höhe von
TEUR 3.316 enthalten.
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Es bestehen in Höhe von EUR 18.557 (Vorjahr TEUR
15) Aufwendungen aus Abzinsung.
6. Geschäfte mit nahestehenden Personen
Mit nahestehenden Personen und Unternehmen sind
Geschäfte nur zu marktüblichen Konditionen zustande
gekommen.
V. Sonstige Angaben
1. Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten
Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr
Gesamt 409 (Vorjahr 374)
davon entfallen auf den Tätigkeitsbereich
Produktion 286 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und auf den
Bereich Verwaltung 124 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Zusätzlich werden im Unternehmen 14 Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen in den Außenbüros Velbert und
Sinsheim beschäftigt. Neben den Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen werden 51 Auszubildende beschäftigt.
2. Geschäftsführer
Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr
Henning Willig, Bad Lauterberg (bis zum 16.08.2023) sowie ab
07.02.2023 Herr Dr. Alexander Müller, Thierhaupten, und
Herr Carl-Leonard Caspar Glinz, Velbert. Von § 286
Abs. 4 HGB (Nichtangabe der Bezüge) wird Gebrauch
gemacht.
3. Abschlussprüferhonorar
Gemäß § 285 Nr. 17 HGB beträgt das
Abschlussprüferhonorar insgesamt TEUR 56.
4. Finanzinstrumente
Finanzinstrumente wurden nur in Form von
Währungsswaps unterjährig zur Absicherung von
US-Dollar-Risiken aus Waren- bzw. Dienstleistungen
eingesetzt. Zum 31.12.2023 bestanden keine
Währungsabsicherungsgeschäfte.
5. Latente Steuern
Der sich aus dem Jahresabschluss ergebende aktive
latente Steuerüberhang wird zulässigerweise nicht
ausgewiesen.
6. Konzernunternehmen
Die Maximator GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen
der Schmidt, Kranz & Co. GmbH, 42555 Velbert und wird in
deren Konzernabschluss einbezogen, der im Bundesanzeiger
offengelegt wird.
7. Beteiligungen
Es werden Beteiligungen an zehn verbundenen Unternehmen
und dreizehn weitere Unternehmensbeteiligungen gehalten. Wir
verweisen auf die Aufstellung hierzu als Anlage zum Anhang.
8. Nachtragsbericht
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die an
dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nach unserem
Ermessen nicht ergeben.
Nordhausen, den 8. Mai
2024
gez.
Dr. Alexander Müller, Geschäftsführer
Carl-Leonard
Caspar Glinz, Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
|
Stand
|
Zugänge
|
UmbuchungenAbgänge
|
Stand
|
|
|
1.1.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ahnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten
und Werten
|
1.878.461,33
|
198.776,37
|
0,00
|
28.061,22
|
2.049.176,48
|
Summe Immat. Vermögensgegenstände
|
1.878.461,33
|
198.776,37
|
0,00
|
28.061,22
|
2.049.176,48
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
7.747.277,06
|
27.831,11
|
0,00
|
0,00
|
7.775.108,17
|
2.
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
15.309.030,82
|
1.804.622,05
|
0,00
|
43.593,99
|
17.070.058,88
|
3.
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung, Betriebsausstattung,
einschl. GWG
|
4.118.403,61
|
862.482,29
|
0,00
|
191.627,43
|
4.789.258,47
|
4.
|
geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
|
444.914,35
|
1.479.122,52
|
0,00
|
0,00
|
1.924.036,87
|
Summe Sachanlagen
|
27.619.625,84
|
4.174.057,97
|
0,00
|
235.221,42
|
31.558.462,39
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
6.193.942,43
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
6.193.942,43
|
2.
|
Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
|
1.371.040,27
|
1.450.000,00
|
0,00
|
99.999,96
|
2.721.040,31
|
3.
|
Beteiligungen
|
1.864.784,36
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
1.864.784,36
|
4.
|
Ausleihungen
an Unternehmen, mit denen
|
|
|
ein
Beteiligungsverhältnis besteht
|
69.526,51
|
0,00
|
0,00
|
69.526,51
|
0,00
|
5.
|
sonstige Ausleihungen
|
165.975,20
|
0,00
|
0,00
|
11.449,37
|
154.525,83
|
Summe Finanzanlagen
|
9.665.268,77
|
1.450.000,00
|
0,00
|
180.975,84
|
10.934.292,93
|
Gesamtsumme
|
39.163.355,94
|
5.822.834,34
|
0,00
|
444.258,48
|
44.541.931,80
|
|
|
Abschreibungen
|
|
|
Stand
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand
|
|
|
1.1.2023
|
|
|
31.12.2023
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ahnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten
und Werten
|
1.671.571,43
|
123.786,40
|
28.058,19
|
1.767.299,64
|
Summe Immat. Vermögensgegenstände
|
1.671.571,43
|
123.786,40
|
28.058,19
|
1.767.299,64
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
3.942.994,11
|
249.074,84
|
0,00
|
4.192.068,95
|
2.
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
11.231.050,82
|
1.172.819,05
|
40.572,99
|
12.363.296,88
|
3.
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung, Betriebsausstattung,
einschl. GWG
|
2.834.341,09
|
543.498,60
|
192.459,35
|
3.185.380,34
|
4.
|
geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
18.008.386,02
|
1.965.392,49
|
233.032,34
|
19.740.746,17
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
1.
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
293.995,11
|
0,00
|
0,00
|
293.995,11
|
2.
|
Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
|
579.370,52
|
0,00
|
0,00
|
579.370,52
|
3.
|
Beteiligungen
|
51.265,21
|
0,00
|
0,00
|
51.265,21
|
4.
|
Ausleihungen
an Unternehmen, mit denen
|
|
ein
Beteiligungsverhältnis besteht
|
0,00
|
|
0,00
|
0,00
|
5.
|
sonstige Ausleihungen
|
121.906,36
|
116,73
|
1.945,29
|
120.077,80
|
Summe Finanzanlagen
|
1.046.537,20
|
116,73
|
1.945,29
|
1.044.708,64
|
Gesamtsumme
|
20.726.494,65
|
2.089.295,62
|
263.035,82
|
22.552.754,45
|
|
|
Restbuchwerte
|
|
|
Stand
|
Stand
|
|
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ahnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten
und Werten
|
281.876,84
|
206.889,90
|
Summe Immat. Vermögensgegenstände
|
281.876,84
|
206.889,90
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
3.583.039,22
|
3.804.282,95
|
2.
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
4.706.762,00
|
4.077.980,00
|
3.
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung, Betriebsausstattung,
einschl. GWG
|
1.603.878,13
|
1.284.062,52
|
4.
|
geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
|
1.924.036,87
|
444.914,35
|
Summe Sachanlagen
|
11.817.716,22
|
9.611.239,82
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
1.
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
5.899.947,32
|
5.899.947,32
|
2.
|
Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
|
2.141.669,79
|
791.669,75
|
3.
|
Beteiligungen
|
1.813.519,15
|
1.813.519,15
|
4.
|
Ausleihungen
an Unternehmen, mit denen
|
|
ein
Beteiligungsverhältnis besteht
|
0,00
|
69.526,51
|
5.
|
sonstige Ausleihungen
|
34.448,03
|
44.068,84
|
Summe Finanzanlagen
|
9.889.584,29
|
8.618.731,57
|
Gesamtsumme
|
21.989.177,35
|
18.436.861,29
|
Beteiligungsübersicht 31.12.2023
|
|
|
|
|
|
Verbundene Unternehmen
|
Ort
|
Staat
|
Anteil am Kapital
|
Eigenkapital
|
Jahresergebnis
|
Abschlussdaten
|
Maximator Ibérica
S.L.
|
Barcelona
|
Spanien
|
91,00%
|
1.164.021,13
|
393.234,39
|
31.12.2023
|
Maximator SAS
|
Ratigny
|
Frankreich
|
100,00%
|
3.816.003,28
|
903.154,46
|
31.12.2023
|
Maximator Schweiz AG
|
Düningen
|
Schweiz
|
91,50%
|
832.359,46
|
121.642,99
|
31.12.2023
|
Maximator AS
|
Randaberg
|
Norwegen
|
80,00%
|
613.333,84
|
306.660,47
|
31.12.2023
|
Maxiflow Pressure
Technologies (PTY) Ltd.
|
Johannesburg
|
Südafrika
|
70,00%
|
Abwicklung
|
Abwicklung
|
31.12.2022
|
Maximator South America
Ltda.
|
Indaiatuba
|
Brasilien
|
75,10%
|
Abwicklung
|
Abwicklung
|
31.12.2022
|
Maximator Maximum Pressure
Ltd.
|
Middlewich
|
Großbritanien
|
65,00%
|
1.257.064,33
|
221.946,08
|
31.12.2023
|
Maximator Advanced
Technology Ges.mbh
|
Wien
|
Österreich
|
75,00%
|
1.521.578,46
|
440.454,76
|
31.12.2023
|
Maximator Gas Solutions
GmbH
|
Altendiez
|
Deutschland
|
75,20%
|
53.571,30
|
100.121,72
|
31.12.2023
|
TesTnet Maximator GmbH
|
Oberding
|
Deutschland
|
51,00%
|
1.085.737,96
|
112.819,92
|
31.12.2023
|
Beteiligungen
|
|
|
|
|
|
|
MAXPRO Technologies Inc.
|
Fairview
|
USA, Pennsylv.
|
49,04%
|
9.945.173,76
|
1.378.077,83
|
31.10.2023
|
Maximator do Brasil SA
|
Brasilien
|
Brasilien
|
49,00%
|
Abwicklung
|
Abwicklung
|
Maximator Benelux BV
|
Den Haag
|
Niederlande
|
45,00%
|
867.983,00
|
1.445.121,00
|
31.12.2023
|
Maximator Australia Pty.
Ltd.
|
Brisbane
|
Australien
|
49,00%
|
1.544.396,48
|
322.582,55
|
30.06.2023
|
Maximator Far East
|
Singapur
|
Singapur
|
40,00%
|
4.350.526,76
|
1.163.176,37
|
31.12.2023
|
Maximator Fluid
Engineering Co. Ltd.
|
Shanghai
|
China
|
40,00%
|
24.069.793,77
|
3.938.614,45
|
31.12.2023
|
Maximator Indien
|
Mumbai
|
Indien
|
49,00%
|
2.182.232,65
|
322.661,02
|
31.03.2023
|
Maximator Hochdrucktechnik
GmbH
|
Marchtrenk
|
Österreich
|
45,00%
|
1.817.508,41
|
1.137.949,46
|
31.12.2023
|
Maximator Italy S.R.L.
|
Villa d'Adda
|
Italien
|
49,00%
|
974.293,00
|
166.752,00
|
31.12.2022
|
Maximator Yusek Basinc
Sistemleri
|
Nilüfer/Bursa
|
Türkei
|
49,00%
|
466.049,70
|
235.128,98
|
31.12.2022
|
Verconex AG
|
Optikon
|
Schweiz
|
33,33%
|
86.848,13
|
-3.419,81
|
31.12.2022
|
Maximator Hydrogen GmbH
|
Nordhausen
|
Deutschland
|
24,50%
|
-4.782.128,94
|
-5.185.507,80
|
31.12.2022
|
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 22.05.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
An die
Maximator GmbH, Nordhausen
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Maximator GmbH,
Nordhausen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Maximator
GmbH, Nordhausen, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in
allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts
in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung
nach diesen Vorschriften und
Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung
des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind
von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung
mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen
Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen
Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung
mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als
notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines
Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei
von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung
des Jahresabschlusses
sind die gesetzlichen
Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind
sie dafür verantwortlich, auf
der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem
Jahresabschluss in
Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften
entspricht und die
Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen
(Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die
Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den
anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu
ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise
für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu
können.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei
der Prüfung gewonnenen
Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht
und die Chancen
und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie
einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass
eine in
Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.
Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder
insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher
falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen.
Das Risiko, dass
aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern
resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
- gewinnen wir ein
Verständnis von dem für
die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen
und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen,
die unter den gegebenen Umständen angemessen
sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur
Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie
die Vertretbarkeit der
von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des
von den gesetzlichen
Vertretern angewandten
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im
Jahresabschluss und im Lagebericht
aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir
Darstellung, Aufbau und
Inhalt des
Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben
sowie ob der Jahresabschluss
die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss
unter Beachtung der
deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger
Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen
wir den Einklang
des Lageberichts mit
dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den
gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.
Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu
den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den
zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht
ein erhebliches unvermeidbares Risiko,
dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang
und die Zeitplanung der
Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen."
Düsseldorf, 8. Mai
2024
RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Joerg
Schoberth
Wirtschaftsprüfer
Christoph
Couhorn
Wirtschaftsprüfer
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