Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 506347
Eingetragen
25.11.2002
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von sonstigen Pumpen und KompressorenHerstellung von hydraulischen und pneumatischen Komponenten und Systemen
Gegenstand
Herstellung, Erwerb, Vertrieb und Dienstleistungen von Produkten der Hochdrucktechnik, Pumpen, Armaturen, Komponenten, Prüfständen und Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Ulrich Martin
seit 3.11.2021
Prokura
Steffen Roloff
seit 16.2.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Schmidt, Kranz & Co GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schmidt, Kranz & Co GmbH
Germany
2.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Maximator GmbH

Nordhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell


Die Maximator GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Komponenten und Systeme der Hochdrucktechnik. Hierzu gehören druckluftbetriebene Flüssigkeitspumpen, Gasverdichter, Drucklufterhöher, Hydraulikaggregate, Gasverdichter- und Regelstationen sowohl manuell bedienbar als auch automatisiert. Ein umfangreiches Angebot an Service und Dienstleistungen rundet das Angebot ab.
Das Unternehmen findet traditionell einen bedeutenden Absatzmarkt im Inland. Die Maximator GmbH hat sich dennoch frühzeitig international engagiert und ist heute annähernd weltweit aktiv. In Europa, den Vereinigten Staaten von Amerika, in Asien sowie in Australien werden Maximator-Produkte über Tochtergesellschaften / Partnerunternehmen sowie über Distributoren und im Direktvertrieb angeboten und verkauft.
Kernmärkte des Unternehmens sind die Wasserstoffindustrie, der allgemeine Maschinenbau, die Energieindustrie, Kfz- und Zulieferindustrie, die Luft- und Raumfahrt sowie die chemische und petrochemische Industrie. Darüber hinaus ist die Firma auch für andere Industriezweige wie der Lebensmittelindustrie, Halbleiterherstellung, im Bereich Brandschutz / Rettungswesen sowie bei Universitäten und Forschungseinrichtungen tätig.
Um den wachsenden Bedarf an Behälter-Prüfanlagen für H2-Behälter decken zu können, haben sich Eigentümer und Geschäftsführung der Maximator GmbH im Jahr 2022 entschlossen, eine Schwesterfirma mit Sitz in Iserlohn zu gründen. Die Maximator Veteq GmbH entwickelt, baut und vertreibt an dem neuen Standort komplexe automatisierte Behälter-Prüfanlagen. Die Maximator GmbH liefert, ebenso wie die Maximator Hydrogen GmbH, Komponenten und Teilsysteme an die Gesellschaft. Damit hat die Maximator GmbH zum Jahresende 2023 Teile des Sonderanlagenbaus in eigenständigen Schwestergesellschaften abgebildet und wird sich zukünftig auf die Entwicklung und Herstellung von Hochdruckkomponenten und -einheiten fokussieren sowie After-Sales Aktivitäten für ihre Kunden betreiben. Test- und Prüfstände, sowie Autofrettage- und Impulsprüfstände sind seit dem letzten Quartal 2023 nicht mehr Gegenstand des Produktportfolios der Maximator GmbH.

1.2 Forschung und Entwicklung


Im Rahmen der Unternehmensneuausrichtung fand im Bereich Engineering eine Umstrukturierung statt. Die Produktentwicklung erfährt die Steuerung aus dem zentral installierten Produktmanagement und wird in der neuen Organisation bis hin zur Serienreife in der Abteilung Engineering ausgeführt. Der Fokus liegt hier bereits frühzeitig im neu integrierten Produktentwicklungsprozess auf Prozesssicherheit und vollumfänglichen Produktinformationen aus einer vertieften Versuchs- und Entwicklungsphase. Unterstützung wird das Engineering aus dem neu geschaffenen H2-Kompetenzzentrum bezüglich grundlegender Vorentwicklungs- und Forschungsthemen sowie dem Maxifes Prüfdienstleistungszentrum im Bereich Prototypenbau und Versuchsdurchführung erhalten. Ergänzend steht im Vordergrund, moderne Entwicklungsmethoden wie virtuelle Simulationsmöglichkeiten weiter zu integrieren. Die Maximator GmbH wird so mit kürzeren Durchlaufzeiten effizienter Produkte entwickeln.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden neue Produkte in den Markt eingeführt. Es wurden Komponenten und Systeme entwickelt, unter anderem für Anwendungen im Bereich der H2-Infrastruktur, der Halbleiterindustrie sowie der Gasprüftechnik. Neben der Entwicklung neuer Produkte wurde sich im Bereich der Komponenten auf die Verbesserung der Zuverlässigkeit und Lebensdauer unserer Produkte konzentriert. Somit konnte die Festigung der Marktposition und auch Neukundengewinnung erreicht werden.

Einige Komponenten wurden im laufenden Geschäftsjahr serienreif in die Produktion übernommen, speziell in der Ventiltechnik. Zudem wurden Gasverdichter mit herausfordernden Reinheits- und Standzeitanforderungen für Halbleiterproduktionsanlagen entgegen Konkurrenzprodukten im Markt etabliert. Gleiches gilt für die Produktreihe der Kältemittelpumpen.

Der modulare X-Tower und das HULC - Verdichtersystem haben im Bereich der flexiblen Wasserstoffverdichtersysteme eine erfolgreiche Weiterentwicklung erfahren. Weiterhin wurden positive Versuchsergebnisse mit der Konzeptstudie des HB - Hydraulic Booster - aufgrund einer bedarfsgesteuerten hydraulischen Antriebstechnologie mit einzigartigem Wirkungsgrad ausgefahren. Diese Innovation wird im folgenden Jahr mit Augenmerk in die Produktentwicklung überführt.

Das Unternehmen wird die Anstrengungen im Bereich der Vorentwicklung und Produktentwicklung sowie der Umsetzung regulatorischer Anforderungen internationaler Regelwerke auf hohem Niveau fortführen, um dem Anspruch als Technologieführer gerecht zu werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen


Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes sind als herausfordernd zu bewerten.

Materialengpässe und Kostensteigerungen bei Vorprodukten und eingekauften Dienstleistungen bestimmten auch in 2023 das Geschehen. Die aktuelle geopolitische Lage führt zu großen Verunsicherungen, was sich im vierten Quartal in einem rückläufigen Auftragseingang niederschlug. Daraus resultierten auch im Jahr 2023 für bestimmte Produkte signifikante Kostensteigerungen sowie Verschiebungen bei Projekten, speziell in der Division Solutions, wo Anlagen mangels Verfügbarkeit von Bauteilen nicht fertiggestellt werden konnten.

Mehrere Grippe- und Erkältungswellen haben in 2023 zu krankheitsbedingten Ausfällen von Mitarbeitern und zu deutlich gestiegenen Krankheitskosten geführt. Daraus resultierten Verzögerungen bei der Auslieferung von bestellter Ware.

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sowie der Überfall der Hamas auf Israel im Oktober 2023 haben zur weiteren Verunsicherung der Märkte beigetragen.

Entsprechend der vorgenannten Rahmenbedingungen war auch im Jahr 2023 bei unseren Kunden zumindest teilweise eine vorsichtige Zurückhaltung bei Neuinvestitionen zu beobachten. Einige Projekte wurden verschoben, verspätet ausgelöst und teilweise vollständig gestoppt.

Hohe Öl- und Gaspreise haben sowohl in Norwegen und Großbritannien als auch in den USA und Asien unser Geschäft stabilisiert. Wesentlicher Treiber unserer Geschäfte bei Komponenten und Systemen sind jedoch die Aktivitäten im Wasserstoffsektor.

Auf der Wettbewerbsseite ist die Situation bei den Komponenten unverändert. Es gibt weiterhin nur wenige große Anfragen. Die zur Ausschreibung gelangenden Projekte sind stark umkämpft und werden vom Wettbewerb mit Preissenkungen erkauft. Dies führt längerfristig auch bei uns zu rückläufigen Preisen und zu erodierenden Margen.

In einem unserer Kerngeschäftsfelder - Ventile-Fittinge-Rohre - sind in den vergangenen Jahren weitere Wettbewerber aufgetreten. Diese sind im Wesentlichen regional aktiv, sie versuchen aber nun verstärkt, sich auch international zu etablieren.

Maximator arbeitet weiterhin daran, die Veränderungen in den bisherigen Kernmärkten durch neue Produkte und Anwendungen zu kompensieren. Deshalb sind wir unter anderem bei der Verdichtung und Speicherung von Wasserstoff sowie bei diversen Leichtbau-Themen in der Fahrzeugindustrie aktiv. Diese Strategie hat sich bisher als richtig erwiesen und wir werden unsere diesbezüglichen Bestrebungen zielgerichtet fortsetzen.

2.2 Geschäftsverlauf


2.2.1 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Als finanzielle Leistungsindikatoren werden intern die Kennzahlen Auftragseingang und -bestand, Umsatz sowie das Ergebnis vor Steuern verwendet.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden grundsätzlich nicht zur Steuerung herangezogen.

2.2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs
Die Planungsphase für das Geschäftsjahr 2023 war durch die eingangs geschilderten Unsicherheiten geprägt.

Insgesamt hatten wir für die Maximator GmbH Auftragseingänge von ca. 76 Mio. Euro prognostiziert. Die Umsatzplanung für die Maximator GmbH folgte weitgehend unserer Planung der Auftragseingänge. Mit einem recht hohen Auftragsbestand von annähernd € 39 Mio. Euro zum Jahresende 2022 erwarteten wir einen Umsatz von ca. € 86 Mio. Euro bei einer Gesamtleistung von ca. € 92 Mio. Euro. Neukunden trugen im Ist €1,8 Mio. Euro zum Auftragseingang bzw. 1,6 Mio. zum Umsatz bei.

Im Geschäftsjahr 2023 war die Maximator GmbH in Engineering, Fertigung und Montage gut ausgelastet. Insgesamt waren erhebliche Überstunden notwendig, um die unter Termindruck stehenden Kundenaufträge abzuarbeiten.

2.2.3. Darstellung Geschäftsentwicklung Tochtergesellschaften
Die Maximator SAS in Rantigny / Frankreich konnte 2023 aufgrund umfangreicher Entwicklungsdienstleistungen für Hochdruckeinheiten sehr dynamisch und profitabel wachsen.

Maximator UK hat den Brexit gut überstanden und behauptet sich sehr erfolgreich in einem dynamischen Geschäftsumfeld.

Maximator Ibérica hat die vertrieblichen Aktivitäten weiter profitabel ausgebaut und zahlte in 2023 erstmals Dividende.

Die 2017 als Entwicklungsbüro gegründete Maximator Advanced Technology in A-Wien erfüllt die Erwartungen. Hier erfolgt in Zusammenarbeit mit der Maximator Hydrogen GmbH die Entwicklung und der Test von Kompressorsystemen und kompletten Wasserstofftankstellen der neuesten Generation.

Die 2018 gegründete Maximator Gas Solutions GmbH in D-65558 Heistenbach entwickelt sich weiter positiv. Auftragseingang und Umsatz sind im Jahr 2023 gestiegen.

Die 2018 gegründete TesTnet Maximator GmbH konnte in 2023 weitere Bauteilprüfungen mit der gemeinsam entwickelten Prüfanlage durchgeführen.

Maximator Norwegen konnte in Landeswährung weiter profitabel wachsen, kommt jedoch noch nicht wieder an das Boomjahr 2021 heran.

Die Maximator Schweiz AG mit Sitz in Düdingen/Schweiz hat das Jahr 2023 positiv abgeschlossen.

Sonstige wesentliche Veränderungen im Sinne von rechtlichen oder wirtschaftlichen Bedingungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht ergeben.

2.2.4 Auftrags- und Umsatzentwicklung
Die folgenden Angaben beziehen sich auf das Geschäft der Maximator GmbH, Nordhausen, inklusive der Zweigniederlassung in Abu Dhabi.

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Auftragseingang der Maximator GmbH verhalten entwickelt und liegt mit annähernd 69 Mio. Euro unter dem Planansatz von 76 Mio. Euro. Insbesondere bei Komponenten konnten die hohen Erwartungen an den Auftragseingang nicht erfüllt werden. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2023 liegt bei ca. T€ 32.200 (Vorjahr ca. T€ 41.300).

Der Gesamtumsatz 2023 der Maximator inklusive der Niederlassung in Abu Dhabi beträgt T€ 78.179 (Vorjahr T€ 69.615) und liegt damit unter dem Budget. Der Grund hierfür liegt insbesondere bei zeitlichen Verschiebungen von Projekten bei einem Großkunden.

Die Geschäfte mit unseren Partnerunternehmen haben sich 2023 gegenüber dem Vorjahr weiter positiv entwickelt. Sowohl in Europa als auch in den USA sehen wir teilweise deutlich gestiegene Umsätze. Bei der Maximator Benelux entwickelte sich das Geschäft sehr erfreulich, nicht zuletzt durch Lieferverträge von Hochdruckeinheiten für die Herstellung von Anlagen zur Halbleiterproduktion.

In Asien bei der Maximator Far East und bei der Maximator Shanghai konnten wir ebenfalls eine Steigerung des Umsatzes und Ergebnisses registrieren.

2.2.5 Produktion
Maximator hat in 2023 erneut in die weitere Optimierung der Fertigung und Montage investiert. Für die Herstellung der H2-Verdichterteile haben wir ein neues Dreh-Fräs-Bearbeitungszentrum erworben.

Neben der Erweiterung der Maschinenkapazitäten spielt auch der Einsatz von neuen Technologien, wie z.B. der robotergestützten Beladung von Zerspanungsmaschinen in der Weiterentwicklung der Fertigungsstrategie eine wichtige Rolle.

2.2.6 Beschaffung

Die Beschaffungssituation hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verbessert. Insbesondere bei speziellen Rohmaterialien und Halbfertigerzeugnissen ist die Verknappung am Markt und die Störung der Lieferketten weiterhin stark spürbar. Auch kam es bei Rohmaterialien, bei Halbfabrikaten, bei einigen Fertigerzeugnissen sowie Dienstleistungen erneut zu deutlichen Preissteigerungen bei teilweise langen Lieferzeiten.

2.2.7 Personal- und Sozialbereich

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigt die MAXIMATOR GmbH insgesamt 446 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 441), davon 51 Auszubildende, Praktikanten und Aushilfen. Dazu kommen 9 Leiharbeitnehmer. 6 Mitarbeiter haben die Ruhephase der Altersteilzeit erreicht. 
2.2.8 Investitionen
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in das Sachanlagevermögen in der Größenordnung von ca. € 4,4 Mio. vorgenommen. Die Investitionen betrafen insbesondere die Anschaffung von technischen Anlagen und Maschinen von insgesamt T€ 1.805 (davon u.a. eine Extrudermaschine mit Anschaffungskosten in Höhe von T€ 446) sowie von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von ca. T€ 862.

Die Finanzierung erfolgte teils aus der laufenden Geschäftstätigkeit, teils aus einem neuen KfW-Darlehen in Höhe von € 1,0 Mio.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage
Wie bereits unter 2.2.4. dargestellt, verzeichnet die Maximator GmbH im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von T€ 78.179 (Vorjahr T€ 69.615).

Die Umsätze entfallen zu 43% auf Kunden mit Sitz im Inland, zu 23% auf Kunden mit Sitz in Europa und zu 34% auf Kunden mit Sitz im Drittland.

Weiterhin sind dem Tätigkeitsbereich Reparatur-, Ersatzteil und Serviceeinsatz 24% des Gesamtumsatzes (Vorjahr 19%) zuzuordnen.

Die Gesamtleistung des Unternehmens liegt im Geschäftsjahr 2023 bei T€ 86.696 (Vorjahr T€ 70.764). Enthalten sind darin Bestandserhöhungen bei Unfertigen Erzeugnissen in Höhe von T€ 7.824. Dieser beruht auf zwei Großprojekten im Bereich Dichtheitsprüfstände für Wasserstoffbehälter.

Maximator tritt am Markt nach wie vor als kompetenter Problemlöser mit hohem Qualitätsanspruch auf. Unser Ziel ist es, Technologieführer in der Hochdrucktechnik zu sein. Bei den von uns hergestellten Produkten handelt es sich um beratungsintensive Investitionsgüter. Der Vertrieb dieser Produkte und der angebotenen Dienstleistungen erfordert nach wie vor einen hohen Vertriebs- und Beratungsaufwand.

Der Materialeinsatz und die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr umsatzbedingt erhöht und betragen T€ 33.152 (Vorjahr T€ 25.135).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich ebenfalls erhöht, sie betragen im Berichtszeitraum T€ 6.383) gegenüber T€ 3.329 im Vorjahr.

Die Personalaufwendungen einschließlich der Aufwendungen für Sozialabgaben haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.165 erhöht und betragen nun T€ 30.765 gegenüber T€ 26.600 im Geschäftsjahr 2022. Der gestiegene Personalaufwand ist neben einer Steigerung der Mitarbeiteranzahl auf Tarifanpassungen und Einmalzahlungen im Rahmen des Tarifabschlusses vom November 2022 zurückzuführen. Neben der zum 1. Juni 2023 erfolgten Erhöhung der Entgelte um 5,2% fiel die im Februar 2023 gezahlte Inflationsausgleichsprämie von 1.500 Euro pro Mitarbeiter (Effekt T€ 562) ins Gewicht.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Güter haben sich um ca. T€ 144 erhöht und betragen insgesamt T€ 2.089 (Vorjahr T€ 1.946). Zusätzlich sind Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von T€ 58 (Vorjahr T€ 0) angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.516 angestiegen und enthalten in 2023 einmalige auftragsbezogene Kosten in Höhe von T€ 3.316 für ein Großprojekt im Bereich Wasserstofftankstelle, denen einmalige sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 1.815 gegenüberstehen. In Summe belaufen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf T€ 14.423 (Vorjahr T€ 10.907).

Der Anstieg der übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Raumkosten, Vertriebskosten (Werbe- und Reisekosten), höhere Kosten für Leasing und Reparaturen an Maschinen sowie höhere Beratungskosten für die strategische Neuausrichtung der Maximator Gruppe zurückzuführen.

Das Finanzergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund erneut gestiegener Dividendeneinnahmen bei gleichzeitig reduzierten Zinsaufwendungen um T€ 303 verbessert werden. Es beträgt im Berichtszeitraum T€ 2.930 (Vorjahr T€ 2.627).

Das Ergebnis vor Ertragssteuern beträgt im Geschäftsjahr 2023 insgesamt T€ 12.653 (Vorjahr T€ 10.760). Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023 liegt bei T€ 9.812 (Vorjahr T€ 8.182)

2.3.2 Finanzlage

2.3.2.1 Kapitalstruktur
Die Maximator GmbH verfügt zum Zeitpunkt 31.12.2023 über ein Eigenkapital von T€ 41.650 (Vorjahr T€ 34.838).

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss aus Geschäftsjahr 2023 um T€ 6.812 erhöht.

Der Gesellschafter hatte am 05. Juni 2023 eine Gewinnausschüttung über T€ 3.000, zahlbar bis spätestens 31. August 2023, beschlossen.

Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Eigenkapitalquote der Gesellschaft 73,73 % (Vorjahr 70,39 %).

Die Verbindlichkeiten insgesamt haben sich um T€ 4.134 vermindert und betragen zum 31.12.2023 T€ 5.699 (Vorjahr T€ 9.833). Die Veränderung zum Vorjahr lässt sich im Wesentlichen erklären durch die Verrechnung der Verbindlichkeiten mit geleisteten Anzahlungen.

Rückstellungen für Altersteilzeitaufwendungen, Jubiläumsaufwendungen u. a. sind in Höhe von T€ 7.766 berücksichtigt (Vorjahr T€ 3.731), Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 1.371 (Vorjahr T€ 1.089). Der Anstieg zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einer im Geschäftsjahr 2023 neu gebildeten Gewährleistungsrückstellung in Höhe von T€ 3.316.

2.3.2.2 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2024 plant die Geschäftsführung Investitionen in einer Größenordnung von ca. 3,4 Mio. Euro. Dies sind im Wesentlichen Investitionen in Sachanlagen (Maschinen und Ausrüstung, Hard- und Software).

Die Finanzierung der Investitionen soll zu großen Teilen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erfolgen, evtl. wird es für einen Teil der geplanten Maschinen eine Leasing-Finanzierung geben.

2.3.2.3 Liquidität

Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit +1,3 Mio. Euro (Vorjahr 7,7 Mio. Euro). Trotz erhöhtem Periodenergebnis haben sich insbesondere die Zunahme der Vorräte und Forderungen im Verbundbereich bei gleichzeitig reduzierten Verbindlichkeiten ausgewirkt.

Demgegenüber beträgt der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -1,0 Mio. Euro (Vorjahr +2,2 Mio. Euro) und aus Finanzierungstätigkeit - 2,1 Mio. Euro (Vorjahr - 10,7 Mio. Euro), davon 3,0 Mio. Euro Ausschüttung an die Gesellschafter (Vorjahr 6,0 Mio. Euro).

Der Finanzmittelbestand zum Ende des Geschäftsjahres beträgt 2,037 Mio. Euro (Vorjahr 3,889 Mio. Euro). Die Liquidität des Unternehmens ist als befriedigend zu bezeichnen. Kontokorrentkredite wurden nur unwesentlich in Anspruch genommen. Bestehende Kreditlinien werden für Anzahlungsbürgschaften und Gewährleistungsbürgschaften sowie eine Maschinenfinanzierung verwendet.

2.3.3 Vermögenslage
Die Vermögensstruktur hat sich im Hinblick auf langfristig gebundenes Anlagevermögen bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen um T€ 2.282 erhöht. Das Finanzanlagevermögen hat sich um T€ 1.271 erhöht. Das kurz- und mittelfristig gebunden Vermögen ist um T€ 3.476 angestiegen.

Die Vorräte zuzüglich geleisteter und abzüglich erhaltener Anzahlungen haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Sie betragen im Berichtszeitraum T€ 17.906 (Vorjahr T€ 13.887). Insbesondere der Bestand an unfertigen Erzeugnissen ist auf T€ 13.703 (Vorjahr T€ 5.962) angestiegen. Dies ist auf die im Materialaufwand genannten Projekte zurückzuführen.

Das Gesamtvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 um T€ 6.996 erhöht und beträgt 56.487 Mio. Euro (Vorjahr 49.491 Mio. Euro).

2.4 Corporate Social Responsibility / Nachhaltigkeit / Klima- und Umweltschutz
Gesellschafter und Geschäftsführung der Maximator GmbH sehen die gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften als tragende Säulen unseres unternehmerischen Denkens und Handelns an. Es sind feste Bestandteile unserer Unternehmensstrategie. Das umfasst sowohl die Themen Umweltschutz als auch die Sicherheit und Diversität unserer Mitarbeiter/-innen.

Im Februar 2023 hat die Maximator GmbH erstmals einen CSR - Bericht veröffentlicht. Darin beziehen wir klare Stellung im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und CO2-Reduktion.

Im Jahr 2023 unterzog sich Maximator erneut den Auditierungen ISO 9001, ISO 14001 und der Erstzertifizierung ISO 50001 dem Energiemanagement. Alle Zertifizierungen sind erfolgreich im Jahr 2023 abgeschlossen.

Für das Geschäftsjahr 2023 hat die Schmidt, Kranz & Co. GmbH als Eigentümer der Maximator GmbH und weiterer Tochterunternehmen beschlossen, den gesamten CO2-Fußabdruck der SK-Gruppe zu kompensieren. Dazu wurden Zertifikate erworben, die Wald-, Windenergie, und Wasserkraftprojekte in Südamerika und Asien unterstützen.



3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht


Der Auftragsbestand liegt mit 32,2 Mio. Euro (Vorjahr 41,3 Mio. Euro) auf befriedigendem Niveau, sowohl bei Komponenten als auch bei Einheiten. Im Service liegt der Auftragsbestand aufgrund der Kurzfristigkeit des Geschäftes bei ca. 2 Monatsumsätzen. Die Auslastung in den kommenden Monaten ist gesichert.

Der Auftragseingang hat sich nach einem starken 3. Quartal 2023 in den Folgemonaten sowie den ersten Monaten 2024 abgeschwächt.

Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Maximator GmbH von einem Umsatzvolumen leicht unter Vorjahresniveau aus. Aufgrund von Verschiebungen im Produktmix hin zu margenstärkeren Produkten wird ein Ergebnis vor Steuern auf ungefährer Höhe des Vorjahres erwartet.

3.2 Risikobericht



Neben der geopolitisch herausfordernden Lage ergeben sich grundsätzliche Ertragsrisiken durch verschärften Wettbewerb und damit eine Erosion der Preise bzw. Margen. Die Maximator GmbH versucht stetig, durch Optimierungsstrategien diese Risiken zu reduzieren und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Zur generellen Identifikation und Überwachung von Risiken aus der Geschäftstätigkeit hat das Unternehmen ein Risikomanagement-System implementiert. Zweck ist das eindeutig geregelte Reagieren auf erkannte Risiken im Unternehmen und die Kommunikation der erkannten Risiken im Rahmen eines Berichtswesens. Darüber hinaus regelt das System, wie erkannte Risiken zu überwachen sind.

Die Bedeutung der identifizierten Risiken wurde anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und des zu erwartenden Schadensausmaßes bewertet. Anschließend wurde von Geschäftsleitung und Management-Team der Akzeptanzgrad des jeweiligen Risikos bewertet und festgelegt. Schließlich wurden die ggf. zu ergreifenden Maßnahmen und der Überwachungsrahmen festgelegt und dokumentiert.

Bestandsgefährdende Risiken für die Maximator GmbH sind zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht erkennbar.

3.3 Chancenbericht

Trotz der bestehenden Risiken sieht die Geschäftsleitung weiterhin sehr gute Wachstums-möglichkeiten für alle Bereiche des Unternehmens. Die Maximator GmbH wird die Energiewende aktiv mitgestalten. Unsere Produkte und Dienstleistungen werden benötigt, um die Dekarbonisierung voranzutreiben und Wasserstoff zu einem Energieträger der Zukunft zu machen.

3.4 Gesamtaussage


Der vorstehend beschriebene Geschäftsverlauf und die Lage der Maximator GmbH sind insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen. Wir sind zuversichtlich, dass wir im Geschäftsjahr 2024 die gesteckten Ziele erreichen können. Dies hängt neben unserer eigenen Leistungsfähigkeit in erster Linie von den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ab.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten


Finanzinstrumente wurden nur in Form von Währungsswaps unterjährig zur Absicherung von US-Dollar-Risiken aus Waren- bzw. Dienstleistungen eingesetzt. Zum 31.12.2023 bestanden keine Währungsabsicherungsgeschäfte.

Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bekannte Währungsrisiken wurden durch angemessene Abwertungen von Vermögenswerten und durch Rückstellungen im erforderlichen Umfang berücksichtigt.

Von der Finanzierung der Gesellschaft und von dem Forderungsbestand sowie den Finanzanlagen ausgehende grundsätzliche Risiken bestehen zur Zeit nicht. Zur Abwehr von Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden Leistungen zeitnah erfasst und abgerechnet sowie vereinbarte Abschlagszahlungen und Vorauszahlungen eingefordert. Der Eingang der Zahlungen wird fortlaufend überwacht und, falls erforderlich, zeitnah angemahnt; Verbindlichkeiten werden zeitnah beglichen.

5. Bericht über Zweigniederlassungen


Die Maximator GmbH unterhält seit 27. April 2008 eine Zweigniederlassung in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate. Diese Zweigniederlassung ist für Vertrieb und Service von Maximator-Produkten in der Region Mittlerer Osten verantwortlich.

Aus Abu Dhabi werden die Aktivitäten der Maximator GmbH in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Kuwait, im Oman, in Katar und in Saudi-Arabien gesteuert. Seit 2015 werden in Abu Dhabi auch kleinere Hydraulikaggregate und Kompressorstationen eigenverantwortlich projektiert und gebaut.

Aktuell beschäftigt die Maximator Niederlassung in Abu Dhabi 10 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von ca. 3,0 Mio. Euro realisiert.

 

Nordhausen, 8. Mai 2024 

Maximator GmbH

Dr. Alexander Müller
Geschäftsführer

Carl-Leonard Glinz
Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 21.989.177,35 18.436.861,29
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 281.876,84 206.889,90
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 281.876,84 206.889,90
II. Sachanlagen 11.817.716,22 9.611.239,82
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.583.039,22 3.804.282,95
2. technische Anlagen und Maschinen 4.706.762,00 4.077.980,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.603.878,13 1.284.062,52
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.924.036,87 444.914,35
III. Finanzanlagen 9.889.584,29 8.618.731,57
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.899.945,32 5.899.945,32
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.141.666,79 791.666,75
3. Beteiligungen 1.813.521,15 1.813.521,15
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3,00 69.529,51
5. sonstige Ausleihungen 34.448,03 44.068,84
B. Umlaufvermögen 33.805.143,88 30.328.840,67
I. Vorräte 17.906.250,70 13.887.310,83
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.259.469,37 8.252.101,65
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 13.703.125,27 5.961.516,23
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.418.637,65 1.988.912,24
4. geleistete Anzahlungen 1.635.437,00 1.856.394,11
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.110.418,59 4.171.613,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.861.037,39 12.552.496,54
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.097.350,35 6.412.604,54
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -590.227,00 -771.938,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.523.643,65 1.554.002,20
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.090.770,39 4.287.154,83
4. sonstige Vermögensgegenstände 149.273,00 298.734,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.037.855,79 3.889.033,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 692.328,90 725.379,97
Aktiva 56.486.650,13 49.491.081,93

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 41.650.263,20 34.838.476,01
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Gewinnvortrag 29.838.476,01 24.656.652,42
III. Jahresüberschuss 9.811.787,19 8.181.823,59
B. Rückstellungen 9.137.565,70 4.819.880,26
1. Steuerrückstellungen 1.371.369,57 1.089.337,89
2. sonstige Rückstellungen 7.766.196,13 3.730.542,37
C. Verbindlichkeiten 5.698.821,23 9.832.725,66
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.008.804,56 673,13
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.008.804,56 673,13
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.555.248,38 4.843.682,87
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.555.248,38 4.843.682,87
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 280.933,65 629.787,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 280.933,65 629.787,64
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 210.459,16 98.411,82
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 210.459,16 98.411,82
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 65.538,00 793.030,62
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 65.538,00 793.030,62
6. sonstige Verbindlichkeiten 1.577.837,48 3.467.139,58
davon aus Steuern 571.758,72 328.872,80
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 18.101,95 27.494,69
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.577.837,48 3.467.139,58
Passiva 56.486.650,13 49.491.081,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 78.162.011,00 69.615.443,05
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 7.823.653,42 626.404,15
3. andere aktivierte Eigenleistungen 694.176,94 522.118,89
4. sonstige betriebliche Erträge 3.531.478,80 1.957.227,59
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 151.567,92 1.120.529,26
5. Materialaufwand 33.152.251,94 25.135.372,65
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 26.769.712,78 21.806.398,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.382.539,16 3.328.974,14
6. Personalaufwand 30.765.102,38 26.599.702,05
a) Löhne und Gehälter 26.053.246,80 22.452.876,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.711.855,58 4.146.825,17
7. Abschreibungen 2.147.650,87 1.945.574,20
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.089.178,89 1.945.574,20
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 58.471,98  
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 14.423.433,97 10.907.428,65
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 502.071,22 466.839,61
9. Erträge aus Beteiligungen 2.899.902,84 2.793.985,31
davon aus verbundenen Unternehmen 1.006.816,82 900.442,40
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 150.644,11 87.879,69
davon aus verbundenen Unternehmen 68.774,29 82.768,13
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 116,73 14.797,48
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 120.038,21 240.161,51
davon an verbundene Unternehmen 53.908,44 197.969,61
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 2.336,00 1.218,00
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.820.303,53 2.557.610,76
14. Ergebnis nach Steuern 9.832.969,48 8.202.411,38
15. sonstige Steuern 21.182,29 20.587,79
16. Jahresüberschuss 9.811.787,19 8.181.823,59

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Firma Maximator GmbH mit Sitz in 99734 Nordhausen, eingetragen im Registergericht Jena HRB 506347, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvor-schriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr beibehalten worden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

A. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und wesentliche Änderungen

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 bis 7 Jahren.
Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten und im Falle voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen zum Bilanzstichtag angesetzt. Sämtliche Posten des Finanzanlagevermögens enthalten Anschaffungskosten, denen teilweise Fremdwährungen zugrunde liegen. Die Bewertung erfolgte zum Anschaffungskurs.
Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten und, soweit selbst geschaffen, mit den Herstellungskosten, vermindert um grundsätzlich lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 bis 40 Jahren.
Abschreibungen auf Vermögengegenstände, die während des Geschäftsjahres zugegangen sind, erfolgten zeitanteilig gemäß dem Zugangszeitpunkt oder dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden ab dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr ihres Zuganges in Anlehnung an den § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Die gemäß Satz 1 angehobenen Wertgrenzen ab 2018 wurden angesetzt.
Auf den Anlagespiegel als Anlage 1 zum Anhang wird hingewiesen.

2. Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten (einschließlich Bezugsnebenkosten) bewertet.
Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Anteilige allge­meine Verwaltungskosten und Zinsen für Fremdkapital wurden nicht einbezogen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. Zuschreibungen auf den höheren beizubehaltenden Wert wurden ggf. wahrgenommen. Die Ermittlung der Zuschlagsätze ist auf die innerbetriebliche Kostenstellenrechnung zurückzuführen.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden aufgrund des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB vollständig von den Vorräten abgesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Zweifelhaft einbringliche Forderungen werden einzelwertberichtigt. Darüber hinaus wurde bei den uneinbringlichen Forderungen dem allgemeinen Ausfallrisiko mit einem angemessenen Pauschalabschlag Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag ausgewiesen. Fremdwährungsbestände wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden hauptsächlich für Zahlungen für mehrjährige Miet-Lizenzen, IT-Wartungs- und Jahresverträge ausgewiesen.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.

Die Bewertung erfolgte jeweils in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (Erfüllungsbetrag). Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorlagen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Dem Rückstellungsbetrag bei Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten auf den 31.12.2023 zugrunde, die sich u.a. auf die handelsbilanzielle Bewertung beziehen.

Die Jubiläumsrückstellungen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Anwen-dung biometrischer Wahrscheinlichkeiten, der Annahme zu Sterblichkeit und Invalidität (Richt-tafeln 2018 G von Klaus Heubeck) und der Fluktuation (Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zu 100%) ermittelt. Zukünftig erwartete jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen werden mit 3,00% (Vorjahr: 3,00%) und die jährliche Steigerung der Beitragsbemessungsgrenzen zur Sozialversiche­rung mit 3,00% (Vorjahr: 2,75%) bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Jubiläumsrückstellungen beträgt 1,76% (Vorjahr: 1,44%). Es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV bei einer vereinfacht angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsstan­dards unter Anwendung biometrischer Wahrscheinlichkeiten, der Annahme zu Sterblichkeit und Invalidität (Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck) ermittelt. Dabei wird von einer mittle­ren Restlaufzeit von einem Jahr ausgegangen. Zukünftig erwartete jährliche Lohn- und Ge­haltssteigerungen werden mit 3,00% (Vorjahr: 3,00%) bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Altersteilzeitrückstellungen beträgt 0,99% (Vorjahr: 0,43%). Es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröf­fentlichten Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungs-verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

6. Latente Steuern

Für temporäre oder quasi- permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden latente Steuern angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen und werden nicht abgezinst. Ein Überhang aktiver latenter Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt.

B. Grundlagen der Währungsumrechnung

Forderungen werden grundsätzlich in Euro fakturiert. Ausschließlich bei US-amerikanischen Tochtergesellschaften und bei ausgewählten Kunden aus den USA und Brasilien werden die Forderungen in US-Dollar fakturiert. Damit sind zugleich die Anschaffungskosten von Anlagenzugängen bzw. Aufwendungen bestimmt. Fremdwährungsforderungen und
-verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, gleiches gilt für Bankguthaben in Fremdwährungen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1.  Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen
Finanzanlagen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung zeigt der dem Anhang beigefügte Anlagenspiegel.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen Darlehen an Mitgesellschafter von Tochter- und Beteili­gungsgesellschaften.

2.  Forderungen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.524 (Vorjahr TEUR 1.554) sowie Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 5.091 (Vorjahr TEUR 4.287) stellen gleichzeitig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar.

Die ausgewiesenen "sonstigen Vermögensgegenstände" betreffen insbesondere Vorschüsse, Forderungen gegenüber Mitarbeitern und Steuerforderungen.
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3.  Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere (in TEUR): 


2023
2022
Gewährleistung
3.500
27
Personal
1.718
1.239
Jubiläen
1.188
1.162
Rückstellungen nach ATZG
865
718
Sonstige
495
585

7.766
3.731



Die Rückstellung für Gewährleistung umfasst im Wesentlichen eine im Geschäftsjahr 2023 neu gebildete Einzelrückstellung in Höhe von TEUR 3.316.

4.  Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr TEUR 98), Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr TEUR 793) und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 281 (Vorjahr TEUR 630) stellen gleichzeitig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.
 

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
(Vorjahreszahlen in Klammern)
mit Restlaufzeiten von

Stand
bis zu 1
bis zu 2 - 5 Jahren
mehr als 5 Jahre

31.12.2023
Jahr
TEUR
TEUR

TEUR
TEUR


gegenüber Kreditinstituten
1.009 (1)
147 (1)
862 (0)
0 (0)
Lieferungen und Leistungen                                        
2.555 (4.844)
2.555 (4.844)
0 (0)
0 (0)
gegenüber verbundenen Unternehmen
210 (98)
210 (98)
0 (0)
0 (0)
gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
66 (793)
66 (793)
0 (0)
0 (0)
gegenüber der Gesellschafterin
281 (630)
281 (630)
0 (0)
0 (0)
sonstige Verbindlichkeiten
1578 (3.467)
1578 (3.467)
0 (0)
0 (0)

5.699 (9.833)
4.837 (9.833)
862 (0)
0 (0)



In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist seit dem Geschäftsjahr 2023 ein Investitionskreditvertrag zur Zwischenfinanzierung in Höhe von TEUR 1.005 enthalten, welcher mittels einer Sicherungsübereignung des zu finanzierenden Gegenstandes besichert ist.

5.  Eigenkapital/Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Stammkapital beträgt EUR 2.000.000. Der Jahresüberschuss des Vorjahres (EUR 8.181.823,59) wurde als Gewinnvortrag vorgetragen. Nach Ausschüttung von EUR 3.000.000 im Jahr 2023 beträgt dieser zum 31.12.2023 EUR 29.838.476,01. Es wird vorgeschlagen, dieses Jahr den größeren Teil des Jahresüberschusses für anstehende Investitionen im Unternehmen zu belassen und nur einen Teilbetrag auszuschütten.

6.  Haftungsverhältnisse

Die Maximator GmbH hat gegenüber der Muttergesellschaft Schmidt, Kranz & Co. GmbH sowie deren Tochtergesellschaften zugunsten verschiedener Banken die gesamtschuldnerische Haftung für Kreditlinien für Kontokorrentkredite, Terminkredite, Avalkredite, Kreditaufträge für Avalkredite und Darlehen gewährt. Die Inanspruchnahme dieser Kreditlinien zum 31.12.2023 gegenüber Konzernunternehmen beträgt TEUR 124.120 und TEUR 6.037 gegenüber fremden Unternehmen. Gegenüber der Maximator Gas Solutions GmbH besteht eine Patronatserklärung vom 28.3.2022.

Gegenüber der Thüringer Aufbaubank (TEUR 1.174) sowie der Commerzbank AG (TEUR 11.000) wurden seitens der Maximator GmbH Schuldbeitritte erklärt, die in Zusammenhang mit Mitteln stehen, die der Maximator Hydrogen GmbH gewährt wurden. Die Maximator GmbH haftet als Gesamtschuldner neben der Darlehensnehmerin gem. § 421 BGB für sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den oben ausgewiesenen Haftungsverhältnissen ist als nicht wahrscheinlich einzuschätzen.

Zum Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen aus offenen Bestellungen für Vorräte und Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 8.811.

7.  Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus mehrjährigen Leasingverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von ca. TEUR 1.177, hiervon sind innerhalb des nächsten Jahres TEUR 347 fällig.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Allgemeines

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Umsatzerlöse

Die Umsätze entfallen zu 43% auf Kunden mit Sitz im Inland, zu 23% auf Kunden mit Sitz im EU-Gebiet und zu 34% auf Kunden mit Sitz im Drittland. Dem Tätigkeitsbereich Reparatur- und Serviceeinsatz sind 9% des Gesamtumsatzes zuzuordnen.

Umsatzerlöse aus hergestellten Prüfständen werden bei Lieferung an die Endkunden erfasst. Die zugrundeliegenden Vereinbarungen sehen zwei Abnahmezeitpunkte mit Regelungen zum Gefahrenübergang bei Lieferung nach erfolgter erster Abnahme vor.

3. Sonstige betriebliche Erträge / Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und/oder Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind u.a. folgende Posten in TEUR enthalten:

2023 2022
Erträge aus Entschädigungen 1.839 172
Erträge aus Asset Deal 855
Erträge aus Sachbezug 219 218
Erträge aus Kurs- und Währungsdifferenzen 152 1.120
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 144
Erträge aus F&E Förderungen 135 84
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 78 60
Erträge aus der Auflösung EWB/PWB 34 106
Kostenbeteiligungen an verbundenen Unternehmen 28
Erträge aus dem Sachanlagenverkauf 20 16
Erträge aus dem Finanzanlagenverkauf 137
Erträge aus dem Zuschuss von Lohnkosten 9
Sonstige 2 44
Summe 3.515 1.957


Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 1.008 und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen.

Die Erträge aus Entschädigungen sowie dem Asset-Deal stellen gleichzeitig Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und/oder Bedeutung dar.

4. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und/oder Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und/oder Bedeutung aufgrund eines individuellen Gewährleistungsfalles in Höhe von TEUR 3.316 enthalten.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Es bestehen in Höhe von EUR 18.557 (Vorjahr TEUR 15) Aufwendungen aus Abzinsung.

6. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Mit nahestehenden Personen und Unternehmen sind Geschäfte nur zu marktüblichen Konditionen zustande gekommen.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr
Gesamt  409   (Vorjahr 374)

davon entfallen auf den Tätigkeitsbereich Produktion 286 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und auf den Bereich Verwaltung 124 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Zusätzlich werden im Unternehmen 14 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Außenbüros Velbert und Sinsheim beschäftigt. Neben den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden 51 Auszubildende beschäftigt.

2. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Henning Willig, Bad Lauterberg (bis zum 16.08.2023) sowie ab 07.02.2023 Herr Dr. Alexander Müller, Thierhaupten, und Herr Carl-Leonard Caspar Glinz, Velbert. Von § 286 Abs. 4 HGB (Nichtangabe der Bezüge) wird Gebrauch gemacht.

3. Abschlussprüferhonorar

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB beträgt das Abschlussprüferhonorar insgesamt TEUR 56.

4. Finanzinstrumente

Finanzinstrumente wurden nur in Form von Währungsswaps unterjährig zur Absicherung von US-Dollar-Risiken aus Waren- bzw. Dienstleistungen eingesetzt. Zum 31.12.2023 bestanden keine Währungsabsicherungsgeschäfte.

5. Latente Steuern

Der sich aus dem Jahresabschluss ergebende aktive latente Steuerüberhang wird zulässigerweise nicht ausgewiesen.

6. Konzernunternehmen

Die Maximator GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Schmidt, Kranz & Co. GmbH, 42555 Velbert und wird in deren Konzernabschluss einbezogen, der im Bundesanzeiger offengelegt wird.

7. Beteiligungen

Es werden Beteiligungen an zehn verbundenen Unternehmen und dreizehn weitere Unternehmensbeteiligungen gehalten. Wir verweisen auf die Aufstellung hierzu als Anlage zum Anhang.

8. Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nach unserem Ermessen nicht ergeben.



 

Nordhausen, den 8. Mai 2024

gez. Dr. Alexander Müller, Geschäftsführer

Carl-Leonard Caspar Glinz, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile



Anschaffungs- und Herstellungskosten


Stand
Zugänge
UmbuchungenAbgänge
Stand


1.1.2023



31.12.2023


EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Anlagevermögen





I.
Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ahnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten
1.878.461,33
198.776,37
0,00
28.061,22
2.049.176,48
Summe Immat. Vermögensgegenstände
1.878.461,33
198.776,37
0,00
28.061,22
2.049.176,48
II.
Sachanlagen





1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
7.747.277,06
27.831,11
0,00
0,00
7.775.108,17
2.
technische Anlagen und Maschinen
15.309.030,82
1.804.622,05
0,00
43.593,99
17.070.058,88
3.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsausstattung, einschl. GWG
4.118.403,61
862.482,29
0,00
191.627,43
4.789.258,47
4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
444.914,35
1.479.122,52
0,00
0,00
1.924.036,87
Summe Sachanlagen
27.619.625,84
4.174.057,97
0,00
235.221,42
31.558.462,39
III.
Finanzanlagen





1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
6.193.942,43
0,00
0,00
0,00
6.193.942,43
2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
1.371.040,27
1.450.000,00
0,00
99.999,96
2.721.040,31
3.
Beteiligungen
1.864.784,36
0,00
0,00
0,00
1.864.784,36
4.
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen


ein Beteiligungsverhältnis besteht
69.526,51
0,00
0,00
69.526,51
0,00
5.
sonstige Ausleihungen
165.975,20
0,00
0,00
11.449,37
154.525,83
Summe Finanzanlagen
9.665.268,77
1.450.000,00
0,00
180.975,84
10.934.292,93
Gesamtsumme
39.163.355,94
5.822.834,34
0,00
444.258,48
44.541.931,80


Abschreibungen


Stand
Zugänge
Abgänge
Stand


1.1.2023


31.12.2023


EUR
EUR
EUR
EUR
Anlagevermögen




I.
Immaterielle Vermögensgegenstände

entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ahnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten
1.671.571,43
123.786,40
28.058,19
1.767.299,64
Summe Immat. Vermögensgegenstände
1.671.571,43
123.786,40
28.058,19
1.767.299,64
II.
Sachanlagen




1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
3.942.994,11
249.074,84
0,00
4.192.068,95
2.
technische Anlagen und Maschinen
11.231.050,82
1.172.819,05
40.572,99
12.363.296,88
3.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsausstattung, einschl. GWG
2.834.341,09
543.498,60
192.459,35
3.185.380,34
4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
18.008.386,02
1.965.392,49
233.032,34
19.740.746,17
III.
Finanzanlagen




1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
293.995,11
0,00
0,00
293.995,11
2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
579.370,52
0,00
0,00
579.370,52
3.
Beteiligungen
51.265,21
0,00
0,00
51.265,21
4.
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht
0,00

0,00
0,00
5.
sonstige Ausleihungen
121.906,36
116,73
1.945,29
120.077,80
Summe Finanzanlagen
1.046.537,20
116,73
1.945,29
1.044.708,64
Gesamtsumme
20.726.494,65
2.089.295,62
263.035,82
22.552.754,45


Restbuchwerte


Stand
Stand
31.12.2023 31.12.2022


EUR
EUR
Anlagevermögen


I.
Immaterielle Vermögensgegenstände

entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ahnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten
281.876,84
206.889,90
Summe Immat. Vermögensgegenstände
281.876,84
206.889,90
II.
Sachanlagen


1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
3.583.039,22
3.804.282,95
2.
technische Anlagen und Maschinen
4.706.762,00
4.077.980,00
3.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsausstattung, einschl. GWG
1.603.878,13
1.284.062,52
4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
1.924.036,87
444.914,35
Summe Sachanlagen
11.817.716,22
9.611.239,82
III.
Finanzanlagen


1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
5.899.947,32
5.899.947,32
2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
2.141.669,79
791.669,75
3.
Beteiligungen
1.813.519,15
1.813.519,15
4.
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht
0,00
69.526,51
5.
sonstige Ausleihungen
34.448,03
44.068,84
Summe Finanzanlagen
9.889.584,29
8.618.731,57
Gesamtsumme
21.989.177,35
18.436.861,29
Beteiligungsübersicht 31.12.2023





Verbundene Unternehmen
Ort
Staat
Anteil am Kapital
Eigenkapital
Jahresergebnis
Abschlussdaten
Maximator Ibérica S.L.
Barcelona
Spanien
91,00%
1.164.021,13
393.234,39
31.12.2023
Maximator SAS
Ratigny
Frankreich
100,00%
3.816.003,28
903.154,46
31.12.2023
Maximator Schweiz AG
Düningen
Schweiz
91,50%
832.359,46
121.642,99
31.12.2023
Maximator AS
Randaberg
Norwegen
80,00%
613.333,84
306.660,47
31.12.2023
Maxiflow Pressure Technologies (PTY) Ltd.
Johannesburg
Südafrika
70,00%
Abwicklung
Abwicklung
31.12.2022
Maximator South America Ltda.
Indaiatuba
Brasilien
75,10%
Abwicklung
Abwicklung
31.12.2022
Maximator Maximum Pressure Ltd.
Middlewich
Großbritanien
65,00%
1.257.064,33
221.946,08
31.12.2023
Maximator Advanced Technology Ges.mbh
Wien
Österreich
75,00%
1.521.578,46
440.454,76
31.12.2023
Maximator Gas Solutions GmbH
Altendiez
Deutschland
75,20%
53.571,30
100.121,72
31.12.2023
TesTnet Maximator GmbH
Oberding
Deutschland
51,00%
1.085.737,96
112.819,92
31.12.2023
Beteiligungen






MAXPRO Technologies Inc.
Fairview
USA, Pennsylv.
49,04%
9.945.173,76
1.378.077,83
31.10.2023
Maximator do Brasil SA
Brasilien
Brasilien
49,00%
Abwicklung
Abwicklung
Maximator Benelux BV
Den Haag
Niederlande
45,00%
867.983,00
1.445.121,00
31.12.2023
Maximator Australia Pty. Ltd.
Brisbane
Australien
49,00%
1.544.396,48
322.582,55
30.06.2023
Maximator Far East
Singapur
Singapur
40,00%
4.350.526,76
1.163.176,37
31.12.2023
Maximator Fluid Engineering Co. Ltd.
Shanghai
China
40,00%
24.069.793,77
3.938.614,45
31.12.2023
Maximator Indien
Mumbai
Indien
49,00%
2.182.232,65
322.661,02
31.03.2023
Maximator Hochdrucktechnik GmbH
Marchtrenk
Österreich
45,00%
1.817.508,41
1.137.949,46
31.12.2023
Maximator Italy S.R.L.
Villa d'Adda
Italien
49,00%
974.293,00
166.752,00
31.12.2022
Maximator Yusek Basinc Sistemleri
Nilüfer/Bursa
Türkei
49,00%
466.049,70
235.128,98
31.12.2022
Verconex AG
Optikon
Schweiz
33,33%
86.848,13
-3.419,81
31.12.2022
Maximator Hydrogen GmbH
Nordhausen
Deutschland
24,50%
-4.782.128,94
-5.185.507,80
31.12.2022


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 22.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


An die Maximator GmbH, Nordhausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Maximator GmbH, Nordhausen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Maximator GmbH, Nordhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir  haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und  des  Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)  festgestellten   deutschen  Grundsätze ordnungsmäßiger  Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere  Verantwortung  nach  diesen  Vorschriften  und  Grundsätzen  ist  im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung  mit den  deutschen  Grundsätzen  ordnungsmäßiger  Buchführung  als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei  von  wesentlichen  falschen  Darstellungen  aufgrund  von  dolosen  Handlungen  (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei   der   Aufstellung   des   Jahresabschlusses   sind   die   gesetzlichen   Vertreter   dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind  sie  dafür  verantwortlich,  auf  der  Grundlage  des  Rechnungslegungsgrundsatzes  der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen   Belangen   mit   dem   Jahresabschluss   in   Einklang   steht,   den   deutschen gesetzlichen   Vorschriften   entspricht   und   die   Chancen   und   Risiken   der   zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung  eines  Lageberichts  in  Übereinstimmung  mit  den  anzuwendenden  deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung  des  Abschlussprüfers  für  die  Prüfung  des  Jahresabschlusses  und  des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit  den  bei  der  Prüfung  gewonnenen  Erkenntnissen  in  Einklang  steht,  den  deutschen gesetzlichen   Vorschriften   entspricht   und   die   Chancen   und   Risiken   der   zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine   in   Übereinstimmung   mit   §   317   HGB unter   Beachtung   der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche   Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und  werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass  sie  einzeln  oder  insgesamt die auf der Grundlage  dieses Jahresabschlusses  und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren  und  beurteilen  wir  die  Risiken  wesentlicher  falscher  Darstellungen  im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen  und  führen  Prüfungshandlungen  als  Reaktion  auf  diese  Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere   Prüfungsurteile   zu   dienen. Das   Risiko,   dass   aus   dolosen   Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen  wir  ein  Verständnis  von  dem  für  die  Prüfung  des  Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen  und  Maßnahmen,  um  Prüfungshandlungen  zu  planen,  die  unter  den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden   sowie   die   Vertretbarkeit   der   von   den   gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen  wir  Schlussfolgerungen  über  die  Angemessenheit  des  von  den  gesetzlichen Vertretern  angewandten  Rechnungslegungsgrundsatzes  der  Fortführung  der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen  Angaben  im  Jahresabschluss  und  im  Lagebericht  aufmerksam  zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten  Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen   wir   Darstellung,   Aufbau   und   Inhalt   des   Jahresabschlusses   insgesamt einschließlich  der  Angaben  sowie  ob  der  Jahresabschluss  die  zugrunde  liegenden Geschäftsvorfälle   und   Ereignisse   so   darstellt,   dass   der   Jahresabschluss   unter Beachtung   der   deutschen   Grundsätze   ordnungsmäßiger   Buchführung   ein   den tatsächlichen   Verhältnissen   entsprechendes   Bild   der   Vermögens-,   Finanz-   und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
-    beurteilen   wir   den   Einklang   des   Lageberichts   mit   dem   Jahresabschluss,   seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

 - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise  vollziehen  wir  dabei  insbesondere  die  den  zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen   Annahmen. Ein   eigenständiges   Prüfungsurteil   zu   den   zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches  unvermeidbares  Risiko,  dass  künftige  Ereignisse  wesentlich  von  den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang  und  die  Zeitplanung  der  Prüfung  sowie  bedeutsame  Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
 

 

Düsseldorf, 8. Mai 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Joerg Schoberth
Wirtschaftsprüfer

Christoph Couhorn
Wirtschaftsprüfer

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