Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und Klimainstallation
Lagrange TWM GmbH
In Allweiden 5, 55606 Kirn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Michael Klein seit 13.2.2025 | Prokura |
Felix Hieronymus Burckhardt seit 19.2.2024 | Prokura |
Giovanni di Noto seit 3.11.2023 | Prokura |
Olaf Walter seit 28.1.2022 | Geschäftsführer |
Joachim Franz Nolden seit 25.1.2013 | Prokura |
André Anders seit 6.3.2008 | Prokura |
Thomas Kunz seit 16.5.2006 | Prokura |
Rolf Uwe Lagrange seit 11.10.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lagrange TWM GmbHKirnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen1. Darstellung der Geschäftstätigkeit und deren Rahmenbedingungen Die Lagrange TWM GmbH ist ein in der technischen Gebäudeausrüstung tätiges Unternehmen. Zum Leistungsumfang gehören Planungs-, Projektierungs-, Montage- und Serviceleistungen für die Gewerke Heizung, Klima / Lüftung, Sanitär, Elektro, Kälte und Sprinkleranlagen. Ferner werden Arbeiten im Bereich des industriellen Rohrleitungs- und Anlagenbaus getätigt. Die Leistungen werden schwerpunktmäßig in den Regionen Rhein-Main, Rhein-Neckar sowie Nahe-Hunsrück erbracht. In der Auftragsstruktur unterscheidet die Gesellschaft reine Projektaufträge sowie Rahmen- und Servicearbeiten. Projektaufträge umfassen in der Regel Anlagenbauprojekte, die 2021 ca. 67,0% des Gesamtvolumens ausgemacht haben. 33,0% der Aufträge wurden in Rahmen- und Serviceaufträgen umgesetzt. Rahmenaufträge bestehen mit Großkunden im industriellen Bereich, aber auch für große Liegenschaften des öffentlichen Sektors. 2. Steuerungssysteme Wesentliche Bestandteile des Steuerungssystems werden durch die laufende Ertragsrechnung (Projektauswertung), eine monatliche spartenspezifische Ergebnisrechnung sowie eine monatliche kurzfristige Gesamtergebnisrechnung sichergestellt. Zusätzlich wird pro Quartal ein VINCI Reporting Package für Konsolidierungszwecke nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Aufgrund der Konzernzugehörigkeit arbeitet die Gesellschaft mit einer detaillierten Ein-Jahres-Budgetierung sowie mit einer darauf aufbauenden Dreijahres-Budgetplanung. Daraus wird ein monatlicher Soll-Ist-Vergleich abgeleitet. Die Lagrange TWM GmbH wird über die Zielgrößen Betriebsleistung, Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) und Auftragsbestand gesteuert. Vorgenannte Instrumente werden periodisch von den Geschäftsführern sowie den Bereichs- und Projektleitern zur Steuerung des Unternehmens genutzt. Eine weitere wichtige nicht finanzielle Kennzahl ist die Anzahl der Schulungsstunden für die Mitarbeiter, um eine hohe Qualifikation und Leistungsbereitschaft sicherzustellen. Dies ist die Basis für nachhaltiges und profitables Wachstum. 3. Standorte Die Gesellschaft unterhält fünf nicht selbstständige Business Units. Am Hauptsitz in Kirn sind die Business Units Industrie und Sprinkler angesiedelt. Weitere nicht selbständige Business Units sind an den Standorten Mainz, Mannheim und Hanau. Die Business Unit Industrie ist überwiegend in den Bereichen Automotive, Chemie und Pharma im Raum Rhein / Neckar / Nahe tätig. Die Sprinkler-Business Unit betreut überregionale Projekte im Gewerk Sprinkler. Technischer- und Kaufmännischer Innendienst ist wie in der Business Unit Industrie in Kirn angesiedelt. Von Mainz aus werden Projekt- und Serviceaktivitäten im kompletten Rhein-Main-Gebiet betreut. An diesem Standort sind neben der Projekt- und Bauleiterebene auch ein technischer und kaufmännischer Innendienst tätig. Von unserem Standort Mannheim aus werden vorwiegend regionale Aufträge in den Gewerken Lüftung und Kälte abgewickelt. An diesem Standort sind ebenfalls eine Projekt- und Bauleiterebene sowie ein technischer und kaufmännischer Innendienst tätig. Unser Standort in Hanau betreut Kunden im Rhein-Main-Neckar-Raum. Die Business Unit ist auf überregionale Anlagenbauaufträge im Gewerk Lüftung ausgerichtet. Als Auftraggeber haben wir an diesem Standort überwiegend Industriekunden im Bereich Pharma und Chemie. Zusätzliche Standorte befinden sich nach wie vor bei Industriekunden in Bad Kreuznach, Rüsselsheim, Kaiserslautern, Wörth, Rastatt und Mannheim. II. Wirtschaftsbericht für das Geschäftsjahr 20211. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage im Berichtsjahr 2021 war im Wesentlichen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Dennoch verlief die wirtschaftliche Entwicklung der Baubranche wie in den letzten Jahren verhalten positiv. Der zu Beginn der Krise erwartete Einbruch ist nicht mit der erwarteten Intensität eingetreten. Auch die Lieferketten der Branche waren kaum beeinträchtigt. Die Preissteigerungen hinsichtlich der zu beschaffenden Materialien und Leistungen waren jedoch erheblich. Mit 143,5 Mrd. Euro erwarten ZDB und HDB für 2021 im Baugewerbe nur einen geringfügigen Umsatzzuwachs von nominal + 0,5 % gegenüber 2020. Real sinkt der Umsatz der Bauwirtschaft angesichts deutlicher Preissteigerungen damit um 6,0 %. Das schwache Ergebnis resultiert insbesondere aus dem Bereich Öffentlicher Bau sowie dem Wirtschaftstiefbau. Die allerdings hohen Auftragsbestände lassen Raum für eine Umsatzsteigerung auf 151 Mrd. Euro in 2022, was einer Steigerung um nominal 5,5 % entspricht. Bei einer veranschlagten Preisentwicklung für Bauleistungen von jahresdurchschnittlich + 4 % in 2022, bedeutet die Umsatzsteigerung ein reales Wachstum von 1,5 % im Jahre 2022. In der zweiten Hälfte des Jahres 2022 wird mit einer Entspannung der Pandemiesituation und parallel einer Erholung der Bauinvestitionen gerechnet. Die Nachfrage nach Wohnraum ist ungebrochen, die Investitionspläne der öffentlichen Hand werden vermutlich weitestgehend umgesetzt. Ein deutlicher Rückgang wird bei Investitionen in Bürogebäude erwartet. Ebenso können sich Investitionsentscheidungen von Industriekunden in spätere Jahre verschieben. Diese Prognosen für 2022 sind jedoch sehr volatil. Sichere Prognosen können derzeit auf Grund der sich wieder verschärfenden COVID-19-Situation nicht abgegeben werden. 2. Geschäftsverlauf Gegenüber 2020 hat sich die Betriebsleistung (Umsatzerlöse +/- Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen) im Jahr 2021 von TEUR 26.615 um TEUR 5.466 auf TEUR 32.081 erhöht. Die für das Jahr 2021 prognostizierte Betriebsleistung von TEUR 29.700 wurde deutlich übertroffen. Im Projektgeschäft ist trotz hohem Anfrage- und Vergabevolumen nach wie vor ein starker Preisdruck zu verzeichnen. Trotzdem konnten wir unsere Aktivität im Anlagenbau gegenüber dem Vorjahr um 22,0% steigern. Im Service- und Rahmengeschäft haben wir durch die Auswirkungen von Covid-19 unsere Leistung nur knapp über das Vorjahresniveau anheben können. Hier hatten wir eine geringe Erhöhung von 3,8%. 3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage a. Ertragslage Die Betriebsleistung lag 2021 mit TEUR 32.081 (i. Vj. TEUR 26.615) über dem budgetierten Wert von TEUR 29.700. Dem Anstieg der Betriebsleistung um TEUR 5.466 gegenüber dem Vorjahr liegen eine Erhöhung der Umsatzerlöse um TEUR 13.037 und eine Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen um TEUR 7.571 zu Grunde. Ursächlich hierfür waren unter anderem Projekte, welche bereits im Vorjahr begonnen wurden und die Fertigstellung und Rechnungslegung erst 2021 erfolgen konnte, insbesondere hierdurch hat sich das Ergebnis deutlich verbessert. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die Materialaufwendungen betragen TEUR 14.746 und liegen damit um TEUR 1.207 über dem Vorjahreswert. Die Materialaufwandsquote lag mit 46,0% knapp unter dem Wert des Vorjahres (Vj. 50,9%). Diese Entwicklung resultiert einerseits aus der höheren Betriebsleistung und zum anderen aus projektabhängigen Schwankungen hinsichtlich des Materialbedarfs. Die Personalaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der gestiegenen Mitarbeiteranzahl um TEUR 1.030 auf TEUR 9.907 (i. Vj. TEUR 8.877). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen in allen Aufwandspositionen um insgesamt TEUR 1.219 auf TEUR 4.790. Der Auftragseingang betrug 2021 TEUR 28.115 und lag unter dem Wert des Vorjahres von TEUR 36.344. Der Auftragsbestand am Jahresende hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.209 reduziert und betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 14.692 gegenüber TEUR 17.901 per Ende 2020. Damit liegt der Auftragsbestand auf sehr hohem Niveau und deutlich über dem Durchschnitt der letzten drei Jahre (TEUR 10.716). Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung lag bei TEUR 2.333 (i. Vj. TEUR 399) und betrug rund 7,3% der Betriebsleistung und lag somit 3,7%-Punkte über unserem budgetierten Ergebnis in Höhe von 3,6%. Der Grund für das sehr gute Ergebnis liegt zum größten Teil in der Erhöhung der Umsatzerlöse auf TEUR 34.948 (i. Vj. TEUR 21.911) und in der Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen um TEUR 7.571 auf TEUR -2.867 (i.Vj. TEUR 4.704). b. Vermögenslage Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bilanzsumme um TEUR 293 auf TEUR 6.384 reduziert. Im Anlagevermögen wurden vor allem Investitionen in technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen getätigt (TEUR 530; i. Vj. TEUR 602). Die Investitionen im Vorjahr waren durch die Neugründung unserer BU in Hanau überdurchschnittlich groß, dadurch war im Jahr 2021 ein Rückgang der Investitionen um TEUR 72 zu verzeichnen. Im Umlaufvermögen hat sich die Summe der Vorräte abzüglich der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 627 auf TEUR 801 erhöht. Die Erhöhung ist auf die überproportionale Minderung der erhaltenen Anzahlungen gegenüber den unfertigen Leistungen zurückzuführen. Bei den Forderungen gegen Kunden ist eine Erhöhung in Höhe von TEUR 676 auf TEUR 2.635 zu verzeichnen. Dies war insbesondere dadurch bedingt, dass sich die Betriebsleistung um TEUR 5.466 erhöht hat. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich von TEUR 3.253 auf TEUR 1.594 deutlich reduziert. Den um TEUR 283 höheren Cash Pool- Forderungen gegen die Vinci Energies Deutschland Building Solutions GmbH stehen eine TEUR 1.934 höhere Gewinnabführungsverpflichtung als im Vorjahr gegenüber. Auf der Passivseite der Bilanz gibt es bei der Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft keine Veränderung. Das Jahresergebnis 2021 ist auf Grund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die Gesellschafterin abzuführen. Das Eigenkapital beträgt per 31. Dezember 2021 unverändert TEUR 1.528. Die Rückstellungen, die im Wesentlichen laufende Aufträge betreffen und u. a. ausstehende Lieferanten- und Nachunternehmerrechnungen umfassen, haben sich 2021 um TEUR 508 auf TEUR 3.158 vermindert. Die Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 215 auf TEUR 1.698 erhöht. Ursächlich hierfür waren insbesondere der deutliche Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Gegensatz zu den rückläufigen Sonstigen betrieblichen Erträgen sowie erhaltenen Anzahlungen für unfertige Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich analog zu unserer Leistung um TEUR 158 auf TEUR 329 erhöht. c. Finanzlage Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2021 bei 23,9% (i. Vj. 22,9%) und hat sich aufgrund der erhöhten Bilanzsumme bei unverändertem Eigenkapital um 1,0%- Punkte erhöht. Die Gesellschaft ist über die VINCI Energies Deutschland Building Solutions GmbH, Frankfurt am Main (vormals: VINCI Facilities Deutschland GmbH, Mannheim), an den "Cash Pool" der VINCI Finance International S.A., Brüssel, angeschlossen. Überschüssige Liquidität wird arbeitstäglich an diese abgeführt oder benötigte Mittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen jederzeit bereitgestellt. Die der Gesellschaft zur Verfügung stehenden liquiden Mittel aus konzerninternen Geldanlagen ("Cash Pool") und in Form vom Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 3.926 (i. Vj. TEUR 3.643). d. Gesamtaussage Die Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Jahres ist insgesamt sehr zufriedenstellend verlaufen. Die Gesellschaft konnte sich gut im Marktumfeld behaupten und ein positives Ergebnis erzielen, das über der Erwartung lag. 4. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 182 Mitarbeiter (i. Vj. 174), davon 102 gewerbliche Arbeitnehmer (i. Vj. 95), 61 Angestellte (i. Vj. 58) sowie 19 Auszubildende (i. Vj. 21). Die Weiterbildungsmaßnahmen des Jahres 2021 umfassten u.a.:
Insgesamt wurden 3.122 Stunden im Jahr 2021 geschult, die Planung lag bei 2.958 Stunden. Da hochqualifizierte und leistungsbereite Mitarbeiter die Basis für nachhaltiges, profitables Wachstum sind, werden wir auch im Jahr 2022 Weiterbildungsmaßnahmen auf dem Niveau von 2021 anbieten. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Prognoseberichterstattung Um den Service- und Rahmenanteil weiter zu erhöhen, ist es notwendig bestehende Beziehungslagen weiter zu pflegen und auszuweiten. Das Projektvolumen im Anlagenbau sollte vor dem Hintergrund des noch bestehenden Margendrucks nicht weiter erhöht werden. In der Konjunkturprognose 2022 des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe wurden folgende Aussagen getroffen: Unsere aktuellen Verbandsumfragen zeigen einen verhaltenen Optimismus zur Geschäftsentwicklung in 2022. Dieser ist maßgeblich daran festgemacht, dass Lieferschwierigkeiten und die Dynamik der Preisentwicklungen beim Einkauf von Baumaterial im zweiten Quartal 2022 nachgeben werden. Die hohen Auftragsbestände lassen Raum für eine Umsatzsteigerung in 2022 um nominal 5,5 Prozent. Bei einer veranschlagten Preisentwicklung für Bauleistungen von jahresdurchschnittlich 4 Prozent, bedeutet das einen realen Zuwachs von 1,5 Prozent. Wohnungsbau: Wir rechnen in 2022 mit der Fertigstellung von ca. 320.000 Wohnungen ggü. ca. 310.000 Wohnungen in 2021. Der Umsatz im Wohnungsbau erreicht in 2021 eine Steigerung gegenüber 2020 um nominal 2 Prozent. Für 2022 rechnen wir mit einem weiteren Wachstum und einer Steigerung um nominal 7 Prozent. Wirtschaftsbau: Wir messen dem starken Orderzugang und den hohen Auftragsbeständen (+10 Prozent) bei unserer Prognose für 2022 ein hohes Gewicht zu, verkennen aber auch nicht die derzeit eher schwachen Genehmigungssignale aus Handel und Industrie. Die wieder stark ansteigenden Infektionszahlen können zu Ausfällen von Mitarbeitern und damit zu weiteren Störungen der Logistikketten führen. Die Entwicklung im Wirtschaftsbau hängt im besonderen Maße von der Eindämmung der Pandemie ab. Für 2022 erwarten wir im Wirtschaftsbau ein Umsatzplus von +6 Prozent nominal. Öffentlicher Bau: Für 2022 erwarten wir dann eine schwache nominale Steigerung um 2 Prozent. Den hohen Auftragsbeständen stehen die engen Handlungsspielräume der Kommunen gegenüber. Hier braucht es schnell eine konkrete Umsetzung der von der Bundesregierung avisierten Unterstützung der Kommunen. Beschäftigungsentwicklung: Bei den Beschäftigten erwarten wir einen weiteren Aufbau um 10.000 auf 915.000 Beschäftigte. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden. Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungen dürften sich im Sommerhalbjahr 2022 weiter erholen. Im Zuge einer weiteren Normalisierung der Konsumstruktur zwischen Gütern und Dienstleistungen sollten zumindest die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres an Einfluss verlieren. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen. Der Sachverständigenrat prognostiziert im Euro-Raum für die Jahre 2022 und 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils 2,9 %. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2022 um 1,8 % und im Jahr 2023 um 3,6 % zulegen. Der Sachverständigenrat erwartet für den Euro-Raum Inflationsraten von 6,2 % und 2,9 % (HVPI) in den Jahren 2022 und 2023 und von 6,1 % und 3,4 % (VPI) für Deutschland. Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt das erhebliche Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten. (Quellen: Eurostat, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen © Sachverständigenrat | 22-107-01-2) Für das Geschäftsjahr 2022 rechnen wir für die Lagrange TWM GmbH aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen und durch den vorhandenen Auftragsbestand mit einer Betriebsleistung von TEUR 32.100. Auf Grund der Breite und Flexibilität unserer Geschäftsaktivitäten erwarten wir ein Ergebnis vor Gewinnabführung von 5,06% der Betriebsleistung. Im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung in der Corona-Krise und dem Ukraine-Krieg haben wir sämtliche für uns erkennbaren Maßnahmen ergriffen, um die bestehenden Prognosen zu halten. Durch unsere Tätigkeit im systemrelevanten Bereich der Infrastrukturen versuchen wir in Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern und Kunden die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten. Hierbei unterstützen uns die dezentrale Struktur und die aufgestellten Notfallpläne. Der Ausblick unterstellt, dass sich die vorgenannten Entwicklungen nicht negativ auf unser Unternehmen auswirken. Die im Lagebericht enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen über die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft basieren auf aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung und sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können erheblich von den hier formulierten Aussagen und Einschätzungen abweichen. 2. Risikoberichterstattung Ein mittleres Risiko besteht in der Business Unit Mainz durch den möglichen Verlust von öffentlichen Rahmenverträgen, die i.d.R. alle 2 Jahre neu ausgeschrieben werden. 2021 konnte der Bestand an Rahmenverträgen und deren Leistung weiter ausgebaut werden. Die Business Units Industrie und Sprinkler verfügen über eine gute Positionierung bei den Stammkunden und ein ausgewogenes Verhältnis von Projekt- zu Rahmenaufträgen. Der Aufbau von Alternativkunden wurde zur Ergänzung des Automotivs-Bereiches bereits gesteigert; gewisse Auslastungsabhängigkeiten zur Automobilindustrie bestehen nach wie vor und bergen ein mittleres Risiko. In der Business Unit Mannheim haben wir unsere Kältekompetenz aus Mainz und Mannheim zusammengeführt. Dieser Geschäftsbereich muss weiter zusammenwachsen, sich personell festigen und neue Kundensegmente erschließen. Ein hohes Wachstumsrisiko besteht darin ausreichend Fachpersonal auf der Montageseite sowie im Büro zu akquirieren. Die Business Unit Hanau hat sich im ersten kompletten Geschäftsjahr auf dem Markt gut etablieren. Die Kundenbeziehungen müssen weiter gefestigt und ausgebaut werden. Ein mittleres Risiko ist die Personalakquise. Diese muss in dieser BU weiter forciert werden. Der Anlagenbau wird in allen fünf Unternehmensbereichen selektiv betrieben. Projekte bei "Endkunden" stehen im Fokus unserer Akquisitionstätigkeit. Das Preisniveau ist jedoch unverändert schwierig. Als Folge der seit Anfang 2020 fortschreitenden, weltweiten Ausbreitung des Coronavirus hat sich zeitweise die Weltkonjunktur eingetrübt. In den bestehenden Lieferungs- und Leistungsbeziehungen kann es - je nach Art und Umfang - zu Einschränkungen kommen. Eine laufende Überwachung und Beurteilung der hieraus resultierenden moderaten Risiken auf Konzern-, Geschäftsfeld und Gesellschaftsebene ermöglicht die zeitnahe Einleitung notwendiger Gegenmaßnahmen. Zusätzlich können geopolitische Risiken, wie z.B. die militärische Intervention Russlands in der Ukraine, die Verschärfung von Handelskonflikten oder außenpolitische Konflikte die Rahmenbedingungen für unsere Gesellschaft negativ beeinträchtigen und zu einem operativen Betriebs- und Ertragsrisiko führen. Risikomanagement und Internes Kontrollsystem Zum Risikomanagement merken wir an, dass alle Projekte im Rahmen von monatlichen Controlling-Gesprächen mit den Projektleitern durchgesprochen werden. Hierzu werden das Konzern-Kostenrechnungssystem sowie SAP-Auswertungen genutzt. Ausgehend von den Kalkulationsdaten werden monatlich die Entwicklung des Auftragswertes sowie der wesentlichen Kostenbestandteile prognostiziert. Die Material- und Nachunternehmerkosten werden kontinuierlich überwacht, um die Einhaltung der Kostenbudgets sicherzustellen. Neben der Analyse der Kosten- und Leistungsentwicklung erfolgt ein Abgleich zur Liquiditätssituation der Baustellen, die ebenfalls intensiv analysiert und verfolgt wird. Aus den Fakturierungsabweichungen werden dann entsprechende Rückschlüsse gezogen, wie eine Beschleunigung des Zahlungseingangs sichergestellt werden kann. Die Gesellschaft verfügt über ein dokumentiertes Internes Kontrollsystem, welches insbesondere die rechnungslegungsrelevanten Schlüsselkontrollen darstellt. Dabei wird stets auf ein konsequentes "Vier-Augen-Prinzip" auf allen Ebenen geachtet. Die Kontrollen sind in den übergreifenden Organisationsrichtlinien von VINCI festgeschrieben. Die Gesellschaft verwendet das gruppenweit eingesetzte Buchhaltungssystem. So werden Zugriffsberechtigungen zentral vergeben und ein entsprechender Prozess regelt die Vergabe der Berechtigungen. Außerdem werden damit zentral systemtechnische Funktionstrennungen sichergestellt. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumente zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind selten. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Eigenmitteln, aus Mitteln der Gruppe (Cash-Pooling) und Lieferantenkrediten. Derivative Finanzinstrumente werden aktuell nicht eingesetzt. 3. Chancenberichterstattung Durch den zum 31. Dezember 2021 bestehenden Auftragsbestand in Höhe von TEUR 14.692 sowie weitere und wiederkehrende Leistungen aus Rahmenverträgen und auf Dauerbaustellen in Höhe von über TEUR 8.500 ist eine sehr gute Grundauslastung aller Geschäftsbereiche gegeben. Am Standort Kirn haben wir unsere Aktivitäten in den Bereichen Chemie und Pharma ausbauen können und die Abhängigkeit zum Automotivbereich weiter reduziert. Dadurch wollen wir eine stabilere Auslastung im Bereich Industrie erreichen. Wir erwarten in diesem Segment weiteres Wachstum mit guten Ergebnissen. Die Chancen der zukünftigen Entwicklung sind in einem weiteren Ausbau unserer Serviceaktivitäten in den Regionen Mainz, Mannheim und bei unseren Industriekunden zu sehen. Der Fokus liegt in der Gewinnung neuer Kunden, bei denen eine Dauerkundenbeziehung mittels Rahmenvertragsgeschäft aufgebaut werden kann. Auch sehen wir noch Potentiale bei unseren Stammkunden, die Serviceleistung zu erhöhen. Hier besteht die Möglichkeit zusätzliche Standorte dauerhaft zu bedienen. Durch belastbare Beziehungslagen zu Kunden und Ingenieurbüros besteht die Möglichkeit, noch stärker in den Regionen Rhein-Main und Rhein-Neckar tätig zu werden. Zusätzlich haben wir über unsere neuen Mitarbeiter am Standort in Hanau belastbare Kundenkontakte erhalten. Hier sind bereits mehrere Aufträge und Rahmenvereinbarungen an uns erteilt worden. In der VINCI Energies Organisation sind unterschiedliche Facility und Gebäudetechnik-Gesellschaften des VINCI Verbundes zusammengefasst, wodurch sich zusätzliche Chancen in Networking-Projekten - gerade für überregional tätige Großkunden - ergeben. Die Risiken und Chancen sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.
Kirn, den 04.05.2022 Rolf
Lagrange
Olaf
Walter
Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn-
und Verlustrechnung
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| 2021 | 2020 | |
| € | € | |
| 1. Umsatzerlöse | 34.947.805,96 | 21.911.115,20 |
| 2. Verminderung (i.Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen | -2.866.558,60 | 4.703.951,18 |
| 32.081.247,36 | 26.615.066,38 | |
| 3. sonstige betriebliche Erträge | 168.216,16 | 220.954,51 |
| 4. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | -7.855.655,39 | -7.219.636,79 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -6.890.200,27 | -6.319.514,50 |
| -14.745.855,66 | -13.539.151,29 | |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -8.118.474,13 | -7.304.722,64 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -1.789.016,76 | -1.572.237,41 |
| -9.907.490,89 | -8.876.960,05 | |
| 6.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-461.260,62 | -385.970,38 |
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.737.307,71 | -3.570.148,06 |
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 24,51 | 0,00 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -15.608,44 | -15.342,59 |
| 10. Ergebnis nach Steuern | 2.381.964,71 | 448.448,52 |
| 11. sonstige Steuern | -49.350,91 | -49.704,17 |
| 12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn | -2.332.613,80 | -398.744,35 |
| 13. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
Allgemeine Angaben
Die Lagrange TWM GmbH hat ihren Sitz in Kirn und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Bad Kreuznach (HRB 3517).
Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB und hat ihren Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung in den aktuellen Fassungen aufgestellt.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vor-schriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Von den handelsrechtlichen größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Änderungen im Ausweis werden bei den betroffenen Posten in diesem Anhang erläutert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Anlagevermögen
Die entgeltlich von Dritten erworbene immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei Jahre linear pro rata temporis abgeschrieben.
Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen pro rata temporis angesetzt. Die Anschaffungskoten enthalten die Fremdkosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen Nutzungsdauern bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und fünfzehn Jahren zugrunde.
Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.
Umlaufvermögen
Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips gem. § 253 Abs. 4 HGB.
Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten (im Wesentlichen Fertigungs- und Materialeinzelkosten) auch angemessene Gemeinkosten (im Wesentlichen Fertigungs- und Materialgemeinkosten) einschließlich anteiliger Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind, berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.
Abschlagszahlungen der Auftraggeber werden bis zur Höhe der aktivierten Herstellungskosten offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Die Herstellungskosten übersteigende Abschlagszahlungen werden dagegen auf der Passivseite als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung 2 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.
Eigenkapital
Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen
Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Dabei werden bei der Ermittlung des notwendigen Erfüllungsbetrages künftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
Erläuterungen zur Bilanz
1. Entwicklung des Anlagevermögens
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| EUR | EUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.635.009,71 | 1.959.272,07 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.594.192,71 | 3.253.334,71 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 121.993,10 | 121.359,95 |
| 4.351.195,52 | 5.333.966,73 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
Die Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| EUR | EUR | |
| VINCI Energies Deutschland Building Solutions GmbH, Frankfurt | ||
| - Cash Pool | 3.926.139,63 | 3.643.412,96 |
| - Verrechnungskonto (Ergebnisabführung) | -2.332.613,80 | -398.744,35 |
| 1.593.525,83 | 3.244.668,61 | |
| Übrige verbundene Unternehmen (Liefer- und Leistungsverkehr) | 666,88 | 8.666,10 |
| 1.594.192,71 | 3.253.334,71 |
Da die Voraussetzungen der Aufrechnung nach § 387 BGB erfüllt sind, werden wie im Vorjahr die Verbindlichkeiten aus der Vorabausschüttung des Jahresergebnisses mit den Forderungen aus dem Cash Pooling in der Bilanz gegen die Gesellschafterin zusammengefasst.
3. Eigenkapital
Das Stammkapital der Lagrange TWM GmbH wird zu 100% von der VINCI Energies Deutschland Building Solutions GmbH gehalten. Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 205.000,00.
4. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| EUR | EUR | |
| Projekt-/Auftragsbezogene Rückstellungen | 1.779.496,24 | 2.405.710,65 |
| Rückstellungen für Kosten der Belegschaft | 1.004.420,61 | 1.017.952,64 |
| Rückstellungen für Rechtskosten | 36.808,25 | 36.475,65 |
| Übrige | 337.610,76 | 205.741,12 |
| 3.158.335,86 | 3.665.880,06 |
5. Verbindlichkeiten
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| EUR | EUR | |
| Erhaltene Anzahlungen | 646.609,18 | 879.894,40 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 328.773,26 | 170.552,53 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 526.269,84 | 74.307,31 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 196.483,71 | 358.422,94 |
| 1.698.135,99 | 1.483.177,18 |
Bei sämtlichen Verbindlichkeiten handelt es sich, wie im Vorjahr, ausschließlich um Beträge mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| EUR | EUR | |
| VINCI Deutschland GmbH, Ludwigshafen - Umsatzsteuer | 526.098,29 | 290.257,89 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 171,55 | 479,03 |
| 526.098,29 | 290.736,92 |
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind vor allem Steuerverbindlichkeiten von EUR 112.174,86 (i. Vj. EUR 320.136,52) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von EUR 4.148,85 (i. Vj. EUR 5.222,12) ausgewiesen sowie verschiedene andere Verbindlichkeiten.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
6. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von EUR 34.914.839,16 (i. Vj. EUR 21.759.614,15) im Inland und in Höhe von EUR 32.966,80 (i. Vj. EUR 151.501,05) im europäischen Ausland erwirtschaftet. Es wurden EUR 146.533,63 (i. Vj. EUR 178.725,21) mit verbundenen Unternehmen erzielt.
In der Gewinn- und Verlustrechnung wird aus Gründen der Übersichtlichkeit und Klarheit nach den Umsatzerlösen und der Bestandsveränderung eine Zwischensumme gebildet.
7. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 115.590,60 (i. Vj. EUR 126.342,27).
Die periodenfremden Erträge betragen insgesamt EUR 197.620,14 (i. Vj. EUR 164.315,81).
8. Personalaufwand
| 2021 | 2020 | |
| EUR | EUR | |
| Löhne und Gehälter | 8.118.474,13 | 7.304.722,64 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.789.016,76 | 1.572.237,41 |
| - davon für Altersversorgung EUR 59.715,36 (i. Vj. EUR 50.100,01) | ||
| 9.907.490,89 | 8.876.960,05 |
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen:
| 2021 | 2020 | |
| EUR | EUR | |
| Leistungen von verbundenen Unternehmen | 1.478.180,17 | 1.287.982,26 |
| Mieten und ähnliche Aufwendungen | 757.516,59 | 541.285,33 |
| Reisekosten / Auslösungen und Auslagen | 442.220,45 | 352.421,26 |
| Treibstoff | 299.162,33 | 236.190,47 |
| Einzelwertberichtigungen auf Forderungen | 290.350,60 | 52.563,93 |
| Instandhaltungskosten | 266.035,65 | 218.620,56 |
| Leasingkosten Dienstwagen | 161.048,20 | 115.392,14 |
| Versicherungsprämien | 138.976,82 | 122.125,40 |
| Personalbeschaffungskosten | 121.230,80 | 29.534,59 |
| Öffentliche Abgaben, Gebühren und Beiträge | 119.124,00 | 99.708,45 |
| Schulungskosten | 109.702,07 | 87.888,30 |
| Arbeitskleidung | 102.525,17 | 34.659,87 |
| Büromaterial, Drucksachen | 84.542,19 | 99.806,03 |
| Telefon- und Postgebühren | 55.974,55 | 48.868,41 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 363.282,05 | 243.101,06 |
| 4.789.871,64 | 3.570.148,06 |
10. Zinsergebnis
| 2021 | 2020 | |
| EUR | EUR | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 24,51 | 0,00 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -15.608,44 | -15.342,59 |
| - davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) - | ||
| -15.583,93 | -15.342,59 |
11. Gewinnabführungsvertrag
Zwischen der Lagrange TWM GmbH und VINCI Energies Deutschland Building Solutions GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrage. Die Lagrange TWM GmbH ist daher verpflichtet, den Gewinn an die VINCI Energies Deutschland Building Solutions GmbH abzuführen. Bei der VINCI Energies Deutschland Building Solutions GmbH besteht umgekehrt die Verpflichtung zum Verlustausgleich.
Sonstige Angaben
12. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| Fälligkeiten | |||
| Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr | |
| TEUR | TEUR | ||
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 463 | 200 | 263 |
13. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer
| 2021 | 2020 | |
| Anzahl | Anzahl | |
| Angestellte | 61 | 58 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 102 | 95 |
| 163 | 153 | |
| Auszubildende | 19 | 21 |
| 182 | 174 |
14. Angabe zum Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB)
Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da diese Angabe in einem die Gesellschaft einbeziehenden in deutscher Sprache in Deutschland veröffentlichten Konzernabschluss enthalten sein wird.
15. Nachtragsbericht
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Mögliche wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie können nicht eingeschätzt werden, können sich jedoch auf die künftige Vermögens- Finanz- und Ertragslage auswirken.
Die geopolitischen Ereignisse im Zusammenhang mit der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine können einen direkten oder indirekten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 haben. In welcher Art und Weise sich die zu erwartenden Einflüsse auf die Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 auswirken, wird aktuell noch untersucht. Die zu erwartende Lieferengpässe und damit verbundene Kostensteigerungen beim Material und der Energie, dürften zu einer allgemeinen Kostensteigerung im Materialbereich führen, inwieweit diese Mehrkosten an die Kunden weitergegeben werden können, kann aktuell nicht abschließend beantwortet werden. Jedoch rechnen wir mit einer teilweisen Kompensation und zusätzlichen Projekten, um die priorisierte Energiewende und angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voran zu treiben.
16. Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung
|
Dipl.-Kaufmann Rolf Uwe Lagrange, Kirn - Operativer Geschäftsführer |
|
|
Jan Inderfurth, Holzkirchen (bis 31.12.2021) - Business Area Manager Bereich Gebäudetechnik |
|
|
Olaf Walter, Bobenheim-Roxheim (seit 01.01.2022) - Pole Leiter Bereich Gebäudetechnik |
Die Geschäftsführungsvergütung wird nur für ein Mitglied der Geschäftsführung von der Gesellschaft getragen. Aus diesem Grund macht die Gesellschaft von der Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.
19. Konzernabschluss
Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der VINCI S.A., 1973, Boulevard de la Défense, 92500 Nanterre, Frankreich, erstellt und in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. VINCI S.A. stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.
Der Ort der Offenlegung ist:
Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre
4, rue Pablo Neruda
F-92020 Nanterre Cedex
RCS 552 037 806 Nanterre
Kirn, den 04.05.2022
Rolf
Uwe Lagrange
Olaf Walter
Entwicklung des Anlagevermögens 2021
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||
| 01.01.2021 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2021 | |
| € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
|
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen in solchen Rechten und Werten |
108.938,63 | 11.610,00 | 0,00 | 120.548,63 |
| 108.938,63 | 11.610,00 | 0,00 | 120.548,63 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 599.864,74 | 122.348,12 | 28.149,89 | 694.062,97 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.091.508,21 | 407.363,50 | 229.888,10 | 2.268.983,61 |
| 2.691.372,95 | 529.711,62 | 258.037,99 | 2.963.046,58 | |
| 2.800.311,58 | 541.321,62 | 258.037,99 | 3.083.595,21 | |
| Abschreibungen | ||||
| 01.01.2021 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2021 | |
| € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
|
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen in solchen Rechten und Werten |
72.071,63 | 17.260,00 | 0,00 | 89.331,63 |
| 72.071,63 | 17.260,00 | 0,00 | 89.331,63 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 426.945,74 | 51.874,12 | 27.300,89 | 451.518,97 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.135.162,21 | 392.126,50 | 212.920,10 | 1.314.368,61 |
| 1.562.107,95 | 444.000,62 | 240.220,99 | 1.765.887,58 | |
| 1.634.179,58 | 461.260,62 | 240.220,99 | 1.855.219,21 | |
| Restbuchwerte | ||
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
|
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen in solchen Rechten und Werten |
31.217,00 | 36.867,00 |
| 31.217,00 | 36.867,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 242.544,00 | 172.919,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 954.615,00 | 956.346,00 |
| 1.197.159,00 | 1.129.265,00 | |
| 1.228.376,00 | 1.166.132,00 | |
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Lagrange TWM GmbH, Kirn
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Lagrange TWM GmbH, Kirn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lagrange TWM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und |
| • |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 4. Mai 2022
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Bernhard
Klinke, Wirtschaftsprüfer
ppa. Peter Hillebrand, Wirtschaftsprüfer
Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 22.09.2022
festgestellt.
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