Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 234759
Vorher
Blitz 17-175 GmbHAutoliv ELE Germany GmbHVeoneer Germany GmbH
Eingetragen
26.7.2017
Branche
Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Direkte oder indirekte (über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften) Entwicklung, Herstellung und Verkauf von Sicherheitsvorrichtungen in Autos, Halten und Verwalten von Immobilien und bewegelichen Gegenständen, sowie sämtliche damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jörg Müller Plaum
seit 27.11.2024
Prokura
Thomas Hammerschmidt
seit 15.9.2023
Prokura
Thomas Hellerforth
seit 2.5.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MAGNA Metal-forming GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
MAGNA Automotive Holding (Germany) GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Veoneer Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Veoneer Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Veoneer Germany GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Veoneer Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 8. Juli 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klimmer, Wirtschaftsprüfer

Fleischmann, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2020
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 1.609.388,37 1.663.664,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.394.676,22 3.937.824,41
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 22.453,10
5.004.064,59 5.623.941,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 824.234,03 912.766,70
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.684.694,90 5.511.907,78
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.090,85 943.413,23
5.543.019,78 7.368.087,71
10.547.084,37 12.992.029,28
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.616,80 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.838.490,20 21.070.659,77
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.062.181,10 1.990.306,97
14.906.288,10 23.060.966,74
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.708.185,01 2.836.183,09
16.614.473,11 25.897.149,83
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.814.517,13 743.348,03
29.976.074,61 39.632.527,14

PASSIVA

31.12.2020
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 12.414.875,00 12.414.875,00
III. Gewinnvortrag 3.751.404,38 3.511.295,85
IV. Jahresüberschuss 2.169.095,93 240.108,53
18.36O.375,31 16.191.279,38
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 756.612,00 692.464,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 529.726,66
3. Sonstige Rückstellungen 3.590.086,58 6.709.191,47
4.346.698,58 7.931.382,13
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.243.531,75 4.072.011,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.254.453,13 3.311.089,55
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 165.185,00 7.361.904,95
4. Sonstige Verbindlichkeiten 605.830,84 764.859,46
davon aus Steuern: EUR 587.777,72 (Vj. EUR 764.502,99)
7.269.000,72 15.509.865,63
29.976.074,61 39.632.527,14

Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 68.247.244,69 80.122.235,19
2. Sonstige betriebliche Erträge 66.279,36 76.699,79
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 87.218,76 153.831,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.728.422,20 12.700.973,82
4.815.640,96 12.854.804,97
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 34.593.453,80 38.794.728,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.813.066,61 5.365.869,60
davon für Altersversorgung: EUR 64.148,00 (Vj. EUR 176.265,00)
39.406.520,41 44.160.597,67
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.901.346,86 5.263.105,40
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.966.521,06 16.311.748,28
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 32.692,09 (Vj. EUR 15.548,36)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 108,33 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 108,33 (Vj. EUR 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 85.073,93 140.680,46
davon an verbundene Unternehmen: EUR 12.569,32 (Vj. EUR 42.455,98)
davon aus der Abzinsung: EUR 0,00 (Vj. EUR 13.669.00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 969.433,23 1.227.889,67
10. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 2.169.095,93 240.108,53

Anhang für 2021

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Veoneer Germany GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 234759 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die im Wesentlichen unveränderten nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Sachanlagen

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet, soweit nicht der niedrigere beizulegende Wert anzusetzen ist. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert vermindert um Einzelwertberichtigungen bei Ausfallrisiken bilanziert. Forderungen im Verbundbereich werden nach den Vorschriften der §§ 387 ff. BGB aufgerechnet.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus H. Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87 % p. a. (Vj. 2,31 % p. a.) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Der verwendete Zinssatz entspricht dem von der deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,75 % p. a. (Vj. 1,75 % p. a.) berücksichtigt. Wie im Vorjahr wurden die erwarteten Gehaltssteigerungen mit 3,0 % p. a. sowie der Trend der für die Beitragsbemessungsgrundlage relevanten Gehaltsbestandteile mit 2,0 % p. a. angesetzt. Die Fluktuation wurde mit alters- und geschlechtsabhängigen Werten berücksichtigt.

Steuerrückstellungen/Sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Kurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Form Gebrauch, dass ein Überhang latenter Steuern, nach Verrechnung mit passiven latenten Steuern, nicht ausgewiesen wird.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Für den Firmenwert des im Jahr 2018 übernommenen Geschäftsbetriebes wird eine Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt, da sich der Markt für aktive Sicherheitssysteme aufgrund der hohen Markteintrittsbarrieren nur sehr langsam verändert.

Forderungen

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen sowie laufenden Verrechnungskonten.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmern sind TEUR 1.927 (Vj. TEUR 2.129) gegenüber Gesellschaftern enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten enthält im Wesentlichen Forderungen aus einem Vorsteuerüberhang. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit einem Betrag von TEUR 688 (Vj. TEUR 743) eine Laufzeit von über einem Jahr.

Rückstellungen

Der sich aus der unterschiedlichen Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen auf Basis des Sieben-Jahres- bzw. Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergebende Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2021 beträgt TEUR 83 (Vj. TEUR 109). In Höhe dieses Unterschiedsbetrages besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten vornehmlich Rückstellungen für Personalkosten sowie ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben mit TEUR 2.925 (Vj. TEUR 1.600) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und mit TEUR 1.319 (Vj. TEUR 2.472) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 165 (Vj. TEUR 362) aus Lieferungen und Leistungen sowie laufenden Verrechnungskonten. Davon betreffen TEUR 162 (Vj. TEUR 181) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Weitere TEUR 7.000 betrafen im Vorjahr kurzfristige Darlehen von Gesellschaftern.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 68.247 (Vj. TEUR 80.122) werden nahezu ausschließlich mit anderen Konzerngesellschaften der Veoneer-Gruppe erzielt, TEUR 50.083 (Vj. TEUR 63.017) für Ingenieur-Dienstleistungen und dazugehörige Kostenverrechnung, TEUR 17.193 (Vj. TEUR 16.352) für IT-Dienstleistungen sowie Dienstleistungen für Marketing, Vertrieb und allgemeine Verwaltung sowie TEUR 17 (Vj, TEUR 640) für den Weiterverkauf von Anlagegütern.

Drittumsätzen wurden mit TEUR 954 (Vj. TEUR 113) verbucht.

Materialaufwand

Der Posten enthält überwiegend Aufwendungen bezogene Leistungen von anderen Ingenieur-Dienstleistern.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält überwiegend Aufwendungen für Gebäudemiete und Nebenkosten sowie Reisekosten.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.169.095,93 auf neue Rechnung vorzutragen.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich im Wesentlichen aus Mietverträgen für Büros zusammen.

2021 2020
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
fällig in einem Jahr 4.916 3.728
fällig in 2 bis 5 Jahren 14.186 11.150
fällig in mehr als 5 Jahren 7.113 9.594
26.215 24.472
Bestellobligo 4.079 6.511
30.294 30.983

IV. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug:

2021 2020
Entwicklung 233 317
Vertrieb/Verwaltung 75 73
308 390

Zum Bilanzstichtag waren 308 (Vj. 379) Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

 

Thomas Hellerforth, Greifenberg,

 

Diplom-Ingenieur, Geschäftsführer

 

Andreas Deimel, Stockholm / Schweden,

 

Master of Business Administration, Geschäftsführer

 

Amelie Maria Petersdotter Heiner Wendels, Stockholm / Schweden,

 

Master of Business Administration, Geschäftsführer

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten.

Von den Geschäftsführern bekam lediglich Thomas Hellerforth im Geschäftsjahr eine Vergütung von der Gesellschaft. Auf die Veröffentlichung der Vergütung der Geschäftsführer für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 23 (Vj. TEUR 23) ohne Umsatzsteuer.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft gehört über ihre Gesellschafterin, Veoneer AB, Stockholm / Schweden, zur internationalen Veoneer-Gruppe. Für diese stellt die Veoneer Inc., Delaware / USA, als oberste Muttergesellschaft einen weltweiten Konzernabschluss auf.

Nachtragsbericht

Im Februar 2022 brach der Ukraine-Krieg aus. Unmittelbare Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind bislang nicht festzustellen, jedoch wird weiterhin regelmäßig auf Managementebene überwacht, ob konkrete Auswirkungen drohen und welche Reaktionen gegebenenfalls möglich wären.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben oder haben können, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

 

München, 30. Juni 2022

Veoneer Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Thomas Hellerforth

Andreas Deimel

Amelie Wendels

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 9.032.856,12 708.010,68 819.095,98 753.219,10 9.674.989,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.431.481,94 0,00 0,00 0,00 5.431.481,94
3. Geleistete Anzahlungen 119.181,89 0,00 0,00 -22.453,10 96.728,79
14.583.519,95 708.010,68 819.095,98 730.766,00 15.203.200,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.369.105,79 272.186,00 335.886,03 0,00 1.305.405,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 114.940,50 0,00 0,00 0,00 114.940,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.124.390,28 3.134.774,00 2.418.263,74 0,00 18.840.900,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.028.866,19 0,00 178.556,38 -730.766,00 119.543,81
20.637.302,76 3.406.960,00 2.932.706,15 -730.766,00 20.380.790,61
35.220.822,71 4.114.970,68 3.751.802,13 0,00 35.583.991,26
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 7.369.192,06 1.224.188,98 527.779,49 8.065.601,55
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.493.657,53 543.148,19 0,00 2.036.805,72
3. Geleistete Anzahlungen 96.728,79 0,00 0,00 96.728,79
8.959.578,38 1.767.337,17 527.779,49 10.199.136,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 456.339,09 173.278,32 148.445,68 481.171,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 114.940,50 0,00 0,00 114.940,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.612.482,50 2.960.731,37 1.417.008,23 14.156.205,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 85.452,96 0,00 0,00 85.452,96
13.269.215,05 3.134.009,69 1.565.453,91 14.837.770,83
22.228.793,43 4.901.346,86 2.093.233,40 25.036.906,89
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 1.609.388,37 1.663.664
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.394.676,22 3.937.824
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 22.453
5.004.064,59 5.623.942
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 824.234,03 912.767
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.684.694,90 5.511.908
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.090,85 943.413
5.543.019,78 7.368.088
10.547.084,37 12.992.029

Lagebericht für 2021

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Die Veoneer Germany GmbH ist ein 100% Tochter der Veoneer AB, Stock- holm/Schweden. Die Veoneer-Gruppe beliefert als Automobilzulieferer von Sicherheitselektronik und Assistenzsystemen weltweit alle großen Fahrzeug-Hersteller.

Die Umsätze der Gesellschaft werden zum größten Teil mit der Durchführung und Unterstützung von Entwicklungsprojekten für andere Konzerngesellschaften erzielt. Die Veoneer Germany GmbH ist im Kern ein Ingenieur-Dienstleister. An mehreren Standorten in Deutschland entwickelt die Gesellschaft Airbag-, Radar- und ADAS-Komponenten sowie korrespondierende Software für Kraftfahrzeuge. Der Betriebsteil Bremssysteme wurde in Deutschland geschlossen, da Veoneer stärkeren Fokus auf den Bereich Assistenzsysteme legt. Weiterhin erbringt die Gesellschaft IT-Dienstleistungen im Konzern und beheimatet Personal für zentrale Stellen wie Vertrieb, Marketing, Einkauf und allgemeine Administration.

2. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Elektronik und im Speziellen die Sparten Fahrerassistenz sowie autonomes Fahren erfuhren in der Vergangenheit einen starken Aufbau und stellen auch in der Zukunft Wachstumsbereiche dar.

Die Veoneer Germany GmbH betreibt Entwicklungsstandorte im Raum München, in Schweinfurt und Kitzingen. Wie im Lagebericht 2020 angekündigt, wurde der Entwicklungsstandort in Holzgerlingen im Jahr 2021 geschlossen, die Tätigkeiten wurden auf die verbleibenden Standorte verteilt.

Zum Jahresende 2021 waren in der Veoneer Germany GmbH in der Entwicklung 260 Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Fachkräfte beschäftigt. In 2021 sind für diesen Bereich 37,0 Mio. EUR (Vorjahr 50,2 Mio. EUR) Kosten entstanden.

Um dem Kostendruck der OEM's entgegenzuwirken, liegt ein Fokus der (Vor-) Entwicklung der Veoneer Germany GmbH auf der Standardisierung von Funktionsprinzipien, Komponenten, Software und auch Prozessen zur Reduktion von Risiken, Kosten und Entwicklungszeiträumen. Hierfür werden modulare Entwicklungsstrategien für globale und europäische Marktanforderungen für unterschiedliche Applikationen entwickelt.

Ziel der Veoneer Forschung und Entwicklung ist es, die Wachstumschancen auf dem Gebiet Fahrerassistenz bzw. Autonomes Fahren zu erschließen und damit Veoneer's Position im Wettbewerb zu stärken und auszubauen.

Durch den Einsatz professioneller Methoden und Werkzeuge sowohl zur Vermeidung als auch zur Bearbeitung von Schwierigkeiten in Projekten wird erfolgreich Risiken vorgebeugt. Hierzu gehört auch ein steigender Anteil von frühzeitigen Simulationen in der Produktentwicklung ("Virtual Engineering").

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Weltwirtschaft

Die Erholung der Weltwirtschaft setzt sich fort, auch wenn die durch die COVID- 19-Pandemie aufgerissenen Bruchlinien hartnäckiger aussehen und voraussichtlich bleibende Spuren in der mittelfristigen Performance hinterlassen werden. Zugang zu Impfstoffen und frühzeitige politische Unterstützung sind die Hauptgründe für diese Lücken. Politische Entscheidungen sind schwieriger geworden, angesichts multidimensionaler Herausforderungen - gedämpftes Beschäftigungswachstum, steigende Inflation, Ernährungsunsicherheit, Rückschlag bei der Akkumulation von Humankapital und Klimawandel - mit begrenztem Handlungsspielraum.

Der IWF (Internationaler Währungsfonds) hat für das abgelaufene Jahr 2021 ein Wachstum des globalen BIP (Bruttoinlandsprodukt) von +5,9% errechnet und erwartet für 2022 mit +4,9% ein Wachstum, welches die Rückschläge durch die Pandemie weitgehend wieder ausgleicht. Diese vormals noch positiveren Prognosen spiegeln für die entwickelten Volkswirtschaften- teilweise aufgrund von Versorgungsunterbrechungen - und für Entwicklungsländer mit niedrigem Einkommen, hauptsächlich aufgrund einer Verschlechterung der Pandemiedynamik die aktuelle Situation wider. Dies wird teilweise durch stärkere kurzfristige Aussichten in einigen rohstoffexportierenden Schwellen- und Entwicklungsländern ausgeglichen. Allgemein wird erwartet, dass die Beschäftigung der Erholung der Produktion weiterhin hinterherhinkt. Über 2022 hinaus wird mittelfristig ein moderates globales Wachstum auf etwa 3,3 Prozent prognostiziert.

Insgesamt ist die Risikobilanz für das Wachstum nach unten geneigt. Die größte Sorge besteht darin, dass aggressivere SARS-CoV-2-Varianten auftauchen könnten, bevor eine weit verbreitete Impfung erreicht ist. Inflationsrisiken sind nach oben verzerrt und könnten eintreten, wenn pandemiebedingte Diskrepanzen zwischen Angebot und Nachfrage länger als erwartet anhalten.

Deutschland

Eine Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft ist derzeit unter Berücksichtigung des Ukraine Krieges kaum möglich. Vor dem russischen Angriff auf die Ukraine wurde prognostiziert, dass die deutsche Wirtschaft im Projektionszeitraum kräftig wachsen wird. Zunächst erleidet sie im Winterhalbjahr 2021/22 aber erneut einen Rückschlag. Ausschlaggebend sind verschärfte pandemiebedingte Schutzmaßnahmen. Außerdem halten Lieferengpässe bei Vorprodukten noch an. Ab dem Frühjahr 2022 nimmt die Wirtschaft aber wieder kräftig Fahrt auf. Weil pandemiebedingte Einschränkungen - so die Annahme - dann weitgehend entfallen, legt der private Konsum erheblich zu. Dabei spielt auch eine Rolle, dass ein Teil, der während der Pandemie unfreiwillig gebildeten Ersparnisse zusätzlich ausgegeben werden dürfte. Zudem wird davon ausgegangen, dass sich die Lieferengpässe bis Ende 2022 auflösen. Vor allem die Exporte erhalten dann durch Auf- und Nachholeffekte vorübergehend einen starken Schub.

Die deutsche Bundesbank rechnet für die Jahre 2021 mit einem Plus von 2,5% und in den Jahren 2022 und 2023 mit +4,2% bzw. +3,2% beim realen BIP, welches sich in den Folgejahren auf niedrigerem Niveau stabilisieren soll.

Die Arbeitslosenzahl ist Ende 2021 mit ca. 2,6 Millionen gegenüber Ende 2020 um 0,1 Millionen Personen gesunken und auch in den beiden Folgejahren wird mit in einem Rückgang auf diesem Level gerechnet.

Die Inflationsrate lag in 2021 durchschnittlich bei 0,4%. Für die beiden kommenden Jahre wird mit einer höheren Inflationsrate von rund 3% gerechnet.

Allgemeine wirtschaftliche Lage der Branche

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind in der Automobilbranche stark durch den Corona Pandemie bedingten Einbruch und mehr noch durch die Halbleiterkrise geprägt. Zusätzlich ist die Entwicklung in der Branche insbesondere von drei Trends geprägt.

1.

Zum einen stellt sich eine Umstellung von traditionellen Verbrennungsmotoren auf umweltfreundlichere Alternativen ein, die auch von den Dieselfahrverboten in einigen deutschen Städten auf Grund zu hoher Feinstaubwerte medienwirksam angetrieben wird.

2.

Des Weiteren halten immer mehr Assistenzsysteme Einzug in Neufahrzeuge bis hin zum Autonomen Fahren.

3.

Zuletzt führt der immer stärker werdende Einzug der Elektronik und der Software in die Fahrzeuge zu einer Konsolidierung bzw. Änderung der Elektronikarchitektur im Fahrzeug.

Das Jahr 2021 wurde speziell jedoch geprägt durch die Halbleiterkrise und den anstehenden Wandel zum "Software definierten Fahrzeug" (siehe 3.), auf den viele Fahrzeughersteller mit Unsicherheit und Verzögerungen in den Projektvergaben reagieren.

Um in einem sich verändernden Markt mit starken Wettbewerbern konkurrenzfähig zu bleiben, arbeitet der Veoneer Konzern und damit die Veoneer Germany GmbH eng mit dem Halbleiterhersteller Qualcomm zusammen. Qualcomm ist im Oktober 2021 über den Investitionspartner SSW in Übernahmeverhandlungen eingestiegen.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Der Umsatz der Veoneer Germany GmbH lag im Berichtsjahr bei 68,2 Mio. EUR (80,1 Mio. EUR im Vorjahr).

Umsatzaufteilung

Die Umsätze mit Konzerngesellschaften für Ingenieursdienstleistungen lagen bei 50,1 Mio. EUR (Vorjahr: 63,0 Mio. EUR). Für sonstige Dienstleistungen im Konzern wurden Umsätze mit 17,2 Mio. EUR (Vorjahr: 16,4 Mio. EUR). Die Drittumsätze lagen im Berichtsjahr bei 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR).

Der Materialaufwand von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 12,9 Mio. EUR) bestand zum Großteil aus bezogenen Leistungen für externe Unterstützung bei der Durchführung von Entwicklungsprojekten.

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr bei 39,4 Mio. EUR (Vorjahr: 44,2 Mio. EUR) und ist der größte Aufwandsposten.

Die Abschreibungen in Höhe von 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR) enthalten Abschreibungen auf den bei der Übernahme der Vermögensgegenstände von der Autoliv B.V. & Co. KG im Jahr 2018 entstandenen Firmenwert von gut 0,5 Mio. EUR.

Im Berichtsjahr wurden 16,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,3 Mio. EUR) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Das Betriebsergebnis der Veoneer Germany GmbH lag in 2020 bei 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR). Das entspricht einer Marge (Betriebsergebnis/Umsatz- erlöse) von 4,5% (Vorjahr: 2,7%).

Der Jahresüberschuss betrug 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR).

Finanzlage

Zur Finanzierung der Gesellschaft wurde insbesondere mit der Veoneer AB ein Gesellschafterdarlehen zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Der gewährte Kreditrahmen sowie die laufenden Mittelzuflüsse reichen aus, um jederzeit die Liquidität im Rahmen des geplanten Geschäftsbetriebs zu gewährleisten.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug 30,0 Mio. EUR (Vorjahr: 39,5 Mio. EUR).

Das Anlagevermögen sank um 2,4 Mio. EUR, da die Abschreibungen und Anlagenabgänge die Neuinvestitionen Höhe von 4,1 Mio. EUR überstiegen.

Das Umlaufvermögen lag bei 16,6 Mio. EUR (Vorjahr: 25,8 Mio. EUR). Der wesentliche Teil basiert mit 12,8 Mio. EUR (Vorjahr: 21,0 Mio. EUR) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die sonstigen Vermögensgegenstände von 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR) enthalten Umsatzsteuerforderungen über 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Die Barmittel lagen mit 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR) unter Vorjahresniveau. Zum Stichtag konnten 1,0 Mio. EUR an die Veoneer AB ausgeliehen werden.

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss in Höhe von 2,2 Mio. EUR auf 18,4 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote lag bei 61,3% (Vorjahr: 40,8%).

Die Rückstellungen betragen 4,3 Mio. EUR (Vorjahr: 7,9 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten über 7,3 Mio. EUR (Vorjahr: 15,4 Mio. EUR) bestanden mit 4,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,6 Mio. EUR) aus Bankdarlehen.

Standorte

Die Veoneer Germany GmbH ist ein bedeutender Bestandteil der globalen Veoneer Organisation und besteht im Kern aus den Entwicklungsstandorten in und um Unterschleißheim, Schweinfurt und Kitzingen. Darüber hinaus unterhält die GmbH 4 Büros für vertriebliche Aktivitäten und teilt sich eines mit Kollegen der globalen IT.

Personalentwicklung

Der Personalbestand am Bilanzstichtag lag bei 308 (Vorjahr: 379) Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der Lage

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf des Jahres 2021 überwiegend positiv bzw. stabil. Der Umsatz lag im Bereich der Erwartungen, entwickelt sich planmäßig rückläufig.

Die Finanzstruktur wird als solide beurteilt und die Liquidität war jederzeit sichergestellt.

C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

1. Chancen- und Risikobericht

Unser Ziel ist es, die Chancen der nationalen und internationalen Märkte optimal zu nutzen. Risiken wollen wir dabei soweit wie möglich vermeiden, gegebenenfalls kontrollieren und eine entsprechende Vorsorge treffen. Dabei setzen wir entsprechend dem jeweiligen Risikoprofil unterschiedliche Instrumente ein, die wir ständig weiterentwickeln.

Die Grundfunktionen unseres Risikomanagements lassen sich wie folgt beschreiben:

Erkennen und Bewerten der Risiken

Bewältigung der Risiken

Extern: Abwälzen von Risiken auf Dritte

Intern: Minimieren oder Vermeiden von Risiken durch betriebliche Maßnahmen

Bewusstes Eingehen von Risiken

Risikomanagement bedeutet für uns also nicht nur den Versuch, die Eintrittswahrscheinlichkeit der erkennbaren Risiken soweit wie möglich zu senken und die Auswirkungen auf die Kosten zu minimieren, sondern auch das bewusste Eingehen von Risiken.

Produkt- und Umweltschutzrisiken begegnen wir durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Hierzu gehört z. B. die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Abläufen und Verfahren sowie die laufende Weiterentwicklung unserer Produkte.

Da die Nachfrage nach technischen Innovationen im Bereich der Fahrerassistenzsysteme bis hin zum Autonomen Fahren trotz des Rückgangs beim Absatz für Fahrzeuge in 2021 weiter steigt, sehen wir nach der Corona Krise und trotz Halbleiterkrise steigende Geschäftschancen für die Veoneer Germany GmbH. Wenn sich mittelfristig die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns mit steigenden Absatzzahlen verbessern wird, wird dieses zusätzlich positive Effekte auf die Entwicklung an den deutschen Standorten haben.

Die Forderungen bestehen vornehmlich gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft erachtet deshalb das Forderungsausfallrisiko als sehr gering.

Die Gesellschaft hat aufgrund des vorwiegenden Einkaufs im Euro-Raum keine wesentlichen Währungsrisiken. Es besteht ein Zinsänderungsrisiko bei der Gesellschafterfinanzierung, welches jedoch in Anbetracht der Zinsaussichten zumindest kurzfristig als nicht bedeutend eingestuft wird.

Eine Analyse bestehender und zukünftiger Risiken unter Berücksichtigung der bestehenden Covid-19 Pandemie wurde für das Unternehmen durchgeführt. Unter der Annahme das die Märkte sich wie im 1. Quartal 2022 weiter erholen, ist die Geschäftsführung der Auffassung, dass die analysierten Risiken keine Bestandsgefährdung im Sinne von § 289 Abs. 1 HGB darstellen.

2. Prognosebericht

Prognosen der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Die Veoneer Germany GmbH ist ein Entwicklungsstandort der Konzernmutter Veoneer AB. Die wesentlichen Umsätze erzielt die GmbH somit für die Durchführung und Unterstützung von Entwicklungsprojekten gemäß Konzernplanung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Einbindung in Projekte sowie die Ausweitung von Aufgaben im Rahmen dieser intensiviert und die Stellung als Kompetenzzentrum weiter ausgebaut. Dazu gehört auch die sukzessive Auslagerung von Standardtätigkeiten an günstigere Standorte im Konzern sowie das Insourcing von Spezialkompetenzen bei im Gegenzug Abbau von zugekauften Ingenieursdienstleistungen.

Die Veoneer Germany GmbH hat entschieden, den Standort Holzgerlingen zum 31. Juli 2021 zu schließen und dies im März 2021 der Belegschaft mitgeteilt. Die Aktivitäten des Standorts werden an den Standorten Unterschleißheim, Schweinfurt und Kitzingen mit einer klaren Verantwortlichkeit und weniger Schnittstellen konzentriert. Diese Maßnahme dient dazu die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Auf der vorgenannten Basis rechnet die Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr annualisiert mit einem Rückgang im unteren zweistelligen Prozentbereich von Umsatz und Personalkosten. Beim Vorsteuerergebnis geht man von einem parallel verlaufenden Rückgang zum Umsatz aus.

Gesamtaussage zu den Prognosen

Die kontinuierliche Anpassung der Strukturen an Märkte und Kunden sowie die weitere Reduktion der Fixkosten durch ein konsequentes Kostenmanagement versetzt die Gesellschaft in die Lage, sich flexibel auf sich schnell verändernde Marktbedingungen anzupassen. Dabei wird der Bereich Forschung und Entwicklung weiterhin an Bedeutung gewinnen und die Kernkompetenzen an den Standorten in Deutschland verstärkt nutzen und weiter stärken.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Halbleiterhersteller Qualcomm wirken positiv auf die Positionierung der Firma Veoneer im ADAS Markt. Der mögliche Verkauf 2022/2023 von Veoneer über SSW an einen finanzstarken Automotive Tier 1 erhöht die Chancen für die Mitarbeiter als auch der Veoneer Geschäftsbereiche auf erfolgreiche Geschäftstätigkeiten in einem wachsenden Marksegment.

 

München, 30. Juni 2022

Veoneer Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Thomas Hellerforth

Andreas Deimel

Amelie Wendels

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.