Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 22006 HB
Eingetragen
9.6.2005
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von sonstigen harten StoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Der industrielle Anlagenbau und die hard- und softwaremäßige Herstellung von Prozeßleitsystemen sowie die Wägetechnik; die Herstellung und der Vertrieb von Computerprogrammen (Software) sowie der dazugehörigen Hardware (Gerätschaften, Rechner etc.); die Gründung neuer und die Beteiligung an bestehenden Unternehmen, insbesondere mit dem vorstehenden Gegenstand.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Paul Ulrich Höcker
seit 7.2.2025
Vorstandsmitglied
Armin Allgaier
seit 16.12.2024
Prokura
Christian Kaiser
seit 18.10.2023
Vorstandsmitglied
Bernd Wassermann
seit 4.8.2021
Prokura
Volker Döscher
seit 4.8.2021
Prokura
Sönke Kramer
seit 8.8.2019
Prokura
Uwe Heidbreder
seit 20.6.2013
Vorstandsmitglied
Kerstin Schwimmbeck
seit 20.6.2013
Vorstandsmitglied
Hans-Georg Melle
seit 20.5.2011
Prokura
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OAS Aktiengesellschaft

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2023 bis zum 31.08.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

OAS AKTIENGESELLSCHAFT, BREMEN

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die OAS AG nimmt eine führende Position in der industriellen Anlagen- und Wägetechnik ein, indem sie maßgeschneiderte Lösungen in den Bereichen Anlagentechnik, Produktionssteuerung, Wägetechnik, Yard Management und IT-Lösungen für den Mittelstand und Konzernkunden bereitstellt. Unser Leistungsspektrum erstreckt sich von der Planung über die Durchführung bis hin zum After-Sales-Service, wobei wir uns als ganzheitlicher Partner für die Produktivitäts- und Effizienzsteigerung unserer Kunden positionieren.

Im Geschäftsbereich Anlagentechnik planen und realisieren wir individuelle Anlagenbauprojekte. Das Spektrum umfasst Produktionsanlagen für Schüttgüter und flüssige Medien sowie Automationslösungen und beinhaltet sowohl den Neubau von Produktionsanlagen als auch Modernisierungen und Retrofitting. Unsere hohe Anpassungsfähigkeit ermöglicht es uns, flexibel auf neue Herausforderungen im Markt einzugehen. Unsere Erfahrung erstreckt sich auf verschiedene Fachgebiete des Anlagenbaus, wie Maschinenbau und Automatisierung, und umfasst eine Vielzahl weltweit erfolgreich abgewickelter Projekte für verschiedene Kunden aus Mittelstand und Industrie.

Als Systemintegrator und Hersteller in der Prozessleittechnik liefern wir durchgängige Lösungen, die einen reibungslosen Informationsfluss sicherstellen. Mit dem eigenentwickelten Prozessleit- und MES System "pronto" behalten unsere Kunden alle Bausteine der Wertschöpfungskette im Blick. Die Software liefert eine durchgängig produktionsrelevante Datenbasis und steuert gesamte Produktionen effizient. Die Prozessvisualisierung dient zugleich der Steuerung der Prozess- sowie Produktionsleitebene. Durch den Einsatz unserer Lösungen werden die Aufgaben von der Steuerungsebene bis hin zur Produktionsleitung zu einem homogenen Gesamtsystem verschmolzen.

Die Wägetechnik ist ein zentraler Bestandteil unseres Portfolios. Wir liefern in diesem Segment präzise und eichfähige Lösungen zur Erfassung von Warenströmen. Fahrzeug- und Gleiswaagen sind in vielen Branchen unverzichtbar zur Erfassung des Gewichts. Durch ein vielseitiges Portfolio und einer Kombination aus Hard- und Softwarekomponenten können individuell zugeschnittene Wägelösungen am Markt platziert werden. Unser After-Sales-Service umfasst ebenfalls die Justage und Eichung dieser Lösungen. Als europaweit zertifiziertes Unternehmen verfügen wir über eine eigene Eichfahrzeug-Flotte für vielseitige Eichservices.

Das Geschäftsfeld Yard Management/Yard Automation befindet sich weiterhin auf einem nachhaltigen Wachstumspfad, welcher auch mittel- und langfristig gute Perspektiven und Wachstumspotenziale verspricht. Unsere umfassenden Lösungen, einschließlich Consulting, Engineering und Customizing, optimieren werkslogistische Abläufe. Unsere Yard Management Lösungen, bestehend aus der Software "logis" und standardisierten Selbstbedienterminals, sind ein Alleinstellungsmerkmal mit hoher Akzeptanz im Markt. Im deutschsprachigen Raum sind wir Marktführer im Bereich Yard Management, und die internationale Nachfrage wächst kontinuierlich.

Unser Segment der IT-Lösungen ist auf mittelständische Unternehmen ausgerichtet und zielt darauf ab, individuelle IT-Infrastrukturen und IT-Sicherheitslösungen für Unternehmen zu konzeptionieren und Hard- und Software für die Geschäftsausstattung zu liefern. Die OAS AG bietet hier Beratung, Konzeption, Verkauf, Implementierung und Support für Serversysteme, Storage-Systeme, Netzwerke und IT-Sicherheitslösungen.

Als ganzheitlicher Lösungsanbieter sind wir darauf ausgerichtet, die anspruchsvollen Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen und gleichzeitig auf neue Entwicklungen im Markt flexibel zu reagieren. Mit einem starken Fokus auf Qualität, Präzision und Kundenzufriedenheit streben wir weiterhin danach, in der industriellen Anlagen- und Wägetechnik eine Spitzenposition einzunehmen.

Zur OAS AG zählen neben dem Stammhaus im Bremer Technologiepark die Niederlassungen in Augsburg und Berlin. Diese nehmen vorwiegend regionale Vertriebs- und Servicetätigkeiten wahr, sind jedoch auch in die standortübergreifende Projektabwicklung eingebunden.

2. Forschung und Entwicklung

Wer die Zukunft gestalten will, muss dafür heute die Weichen stellen. In Zeiten immer kürzer werdender Innovationszyklen und nicht nur verstärkter globaler Protektionismus-Bestrebungen, ist es für uns wichtig, den Mitbewerbern mit innovativen Produkten einen Schritt voraus zu sein. Mit dem von uns eingesetzten Forschungs- und Entwicklungsbudget generieren wir Erfolgspotentiale für die Zukunft.

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt dabei auf der Prozess- und Verfahrensoptimierung sowie der Weiterentwicklung der Programmstandards, um am Markt nicht nur innovativ, sondern mit möglichst geringen Herstellungskosten auch wettbewerbsfähig zu bleiben.

Für das Prozessleitsystem "pronto", der Yard Management Lösung "logis", des Warenwirtschaftssystems "emaxx", Waagen- und LKW-Automationslösung "scaleo sowie der Weiterentwicklung der Wägetechnikbaureihe "wcon" wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein umfassendes Entwicklungsbudget in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,9 Mio. EUR) verwendet.

Die Entwicklung des pronto-Standards im vergangenen Geschäftsjahr war geprägt durch umfassende Funktionserweiterungen. Diese erhöhen einerseits den Benefit für den Kunden - hier seien die hoch-performante Datenaufzeichnung, die Planungssuite sowie die Integration der Industrie 4.0 / IoT-Protokolle MQTT und OPC UA genannt. Zur weiteren Effizienz- und Qualitätssteigerung des internen pronto-Entwicklungsprozesses wurden zwei wesentliche Tools eingeführt.

Trotz eines weiteren Anstiegs im Auftragsbestand und damit noch intensiverer Projektbearbeitung konnte die logis-Standardentwicklung weiter vorangetrieben werden. Nachdem der "PYPE"-Standard in den ersten Kundenprojekten erfolgreich integriert wurde, erfolgte die Weiterentwicklung zur Modularisierung und Selbstbeschreibung der Komponenten. Dieses soll zukünftig dazu führen, die Pflege, Wartung und auch projektspezifische Anpassung unabhängiger und somit auch effizienter zu ermöglichen.

Das neueste Release der Branchenlösung "emaxx quantum" hat sich weiterhin erfolgreich am Markt etabliert. Eine große Anzahl unserer Bestandskunden hat bereits von der Möglichkeit eines Upgrades auf die neue Version profitiert. Mit dieser Version wurde der Weg in die Digitalisierung konsequent weitergeführt. Dokumente können revisionssicher gespeichert werden, und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen wurde weiter ausgebaut. Besonders hervorzuheben ist die Einführung eines neuen Geschäftspartnerportals, das den Geschäftspartnern unserer Kunden ermöglicht, ihre eigenen Dokumente, wie Lieferscheine und Rechnungen, eigenständig zu analysieren und statistisch auszuwerten. Darüber hinaus können die Geschäftspartner diese Dokumente direkt über das Portal herunterladen, was den administrativen Aufwand für unsere Kunden erheblich reduziert und die Transparenz sowie Effizienz in der Zusammenarbeit steigert. Parallel dazu werden weiterhin ausgewählte Module von emaxx sukzessive als Web-Client umgesetzt. Dies ermöglicht es unseren Kunden, ihre Prozesse flexibler und plattformunabhängig zu gestalten. Die Web-Client-Lösung bietet dabei eine intuitive und benutzerfreundliche Oberfläche, die den Zugang und die Bearbeitung von wichtigen Geschäftsprozessen von überall ermöglicht. Auch die Möglichkeit, selbstbediente Betriebe zu realisieren und die mobile Datenerfassung über eine WEB-APP zu vereinfachen, bleibt ein zentrales Merkmal, das unsere Kunden bei der Effizienzsteigerung ihrer Arbeitsabläufe unterstützt.

Im Bereich der wcon-Softwareentwicklung wurden in 2023/2024 weitere großflächige Bereinigungen und Verbesserungen vorgenommen, welche der zukünftigen Wartbarkeit und Pflege der Software dienen. Ebenso erfolgte die Entwicklung eines TPS-Moduls (Third-Party-Scales) für die Anbindung von Fremdwaagen mittels einer standardisierten Schnittstelle, welches sich bereits erfolgreich im Kundeneinsatz befindet. Die Entwicklung der Beladesteuerung LCP (Load Control Process) wurde ebenfalls weitergeführt und es haben sich mittlerweile verschiedene Installationen mit unterschiedlichen Messverfahren und Waagentypen beim Kunden bewährt.

Das Wägedatenverarbeitungsprogramms "wcon Desktop" ist mit einem wesentlich erweiterten Funktionsumfang unter der neuen Produktbezeichnung "scaleo" als Waagen- und LKW-Automationslösung veröffentlicht worden. Das Softwareprodukt erfährt weiterhin keine kundenspezifischen Softwareanpassungen und bietet somit auch den Vorteil standardisierter Aktualisierungen.

Im Bereich der internationalen Forschungsprojekte ist das EU-Projekt "AI4Work" im Januar 2024 gestartet. In Bezug auf Yard Management Systeme bzw. die zugrunde liegende Software Logis werden Optimierungsmöglichkeiten unter Nutzung von KI (künstlicher Intelligenz), sowie der Interoperation zwischen Mensch und KI erforscht. Mit dem Projekt "PSS-PASS" konnte ein weiteres EU-Projekt gewonnen werden, welches im Oktober 2024 starten wird. In diesem Projekt werden sich die beiden Abteilungen Pronto und Anlagentechnik mit dem Thema "Digital Product Service System Passport" beschäftigen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen sind von äußeren Einflüssen wie Handelsstreitigkeiten und Konjunkturschwankungen abhängig. Auch Ereignisse wie der Krieg zwischen Russland und der Ukraine haben sowie wachsende Spannungen im Nahen Osten entsprechende Auswirkungen. Nach einer positiven Entwicklung der Branche im Kalenderjahr 2022 ergaben sich verhaltenere Aussichten für 2023 und 2024 für die Branche. Vor allem das relativ schwache Wachstum in China, hohe Energie- und Rohstoffpreise, die anhaltend hohe Inflation und steigende Zinsen haben Auswirkungen auf unsere Branchen.

Im global umkämpften Geschäft setzen unsere Branchen auf den digitalen Wandel. Die Digitalisierung ist schon lange ein wichtiges Element der Strategie. Gleiches gilt für das Thema Nachhaltigkeit. Die deutsche Technologieentwicklung hat mit ihrer ausgeprägten Innovationsfähigkeit einen Spitzenplatz inne. Digitale Lösungen bieten vielfältiges Potenzial in nahezu allen Wirtschaftszweigen und gesellschaftlichen Bereichen. Wachstumsperspektiven bestehen vor allem für die Segmente Cloud-Computing, IT-Sicherheit, Datenökonomie und Künstliche Intelligenz.

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Die im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte Gesamtleistung lag mit 35 Mio. EUR unter der ursprünglichen Prognose und der Vorjahresgesamtleistung. Die Verminderung beruht im Wesentlichen auf der veränderten Auftragsstruktur, die im Berichtsjahr durch eine Verschiebung von großen materialintensiven Aufträgen hin zu mittleren personalintensiveren Aufträgen geprägt war. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Umsatzerlöse des Vorjahres 2022/2023 viele Großaufträge beinhalteten, die aufgrund der Nachwirkungen der Coronapandemie (Störungen der Lieferketten u.a.) erst im Geschäftsjahr 2022/2023 fertiggestellt werden konnten. Diese Nachholeffekte sind bei einem Vorjahres-Vergleich zu berücksichtigen.

Das angestrebte Ziel, einen EBITDA in Höhe von mindestens 5,0% der Gesamtleistung zu erzielen, konnte erreicht werden. Der Rohertrag ist gegenüber dem Vorjahr leicht höher ausgefallen. Im Berichtsjahr gab es darüber hinaus Kostenveränderungen im Materialaufwandsbereich (-5,1 Mio. EUR) und im Personalaufwandbereich (+0,1 Mio. EUR). Diese Kostenveränderungen haben sich korrespondierend zur Gesamtleistung entwickelt.

Das erzielte Ergebnis in Höhe von rd. 1,9 Mio. EUR ist insbesondere aufgrund der im laufenden Geschäftsjahr anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Gemengelage aus Inflationsentwicklung, Ukrainekrieg und der stagnierenden Konjunktur als angemessen zu bewerten.

Der in den letzten Monaten des Geschäftsjahres, sowie in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres zufriedenstellende Auftragseingang sowie der weiterhin hohe Auftragsbestand zum Jahresende lassen uns positiv in die Zukunft blicken.

b) Vermögenslage

Die Vermögenstruktur zeigt überwiegend kurzfristig realisierbare Vermögenswerte. Die kurzfristig fälligen Schulden sind - stichtagsbezogen - durch entsprechende kurzfristige Vermögenswerte gedeckt; das langfristig gebundene Anlagevermögen ist fristenkongruent, insbesondere durch Eigenkapital, finanziert.

Die Eigenkapitalquote beträgt ca. 13%. Eine Erhöhung der Eigenkapitalquote durch Gewinne ist aufgrund der Ergebnisabführung an die OAS Holding GmbH nicht gegeben.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio. EUR auf 11 Mio. EUR erhöht.

c) Finanzlage

Das Finanzmanagement orientiert sich an dem seit vielen Jahren praktizierten Instrument des jederzeit aktualisierten Finanzstatus.

Im Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft einen positiven einfachen Cashflow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) in Höhe von 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR). Die finanzielle Situation der Gesellschaft ist geordnet. Zahlungsfähigkeit lag jederzeit vor.

Ersatzinvestitionen aus Eigenmitteln erfolgten kontinuierlich nach Plan. Im Geschäftsjahr 2023/2024 ist das bestehende ERP-Systems stetig weiterentwickelt worden.

Wir weisen unverändert eine sehr solide Vermögens- und Ertragslage und eine absolut sichere Finanzlage auf.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für die interne Unternehmenssteuerung die Umsatzrentabilität, die Eigenkapitalrentabilität und den Cash-Flow heran.

Die Umsatzrentabilität ergibt sich aus dem EBITDA im Verhältnis zur Gesamtleistung, der Cash-Flow aus der Summe aus Jahresergebnis und Abschreibung. Die Eigenkapitalrentabilität wird aus dem Verhältnis des EBITDA zum Eigenkapital ermittelt.

Die Kennzahlen zeigen, aufgrund der Entwicklung der Jahresergebnisse, eine konstante Entwicklung.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens kann als stetig und gut bezeichnet werden.

III. Prognosebericht

Unsere Annahmen gehen davon aus, dass die Folgen des Russland-Ukraine Konfliktes sowie des Nahost-Konfliktes und der anhaltende Inflationsdruck weiterhin negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben werden.

Nach einer konjunkturellen Abkühlung/Stagnation in Deutschland im laufenden Jahr, rechnen führende Wirtschaftsinstitute für 2025 nur mit einem leichten Wachstum. Die höheren Zinsen führen wirtschaftlich in der Regel zu weniger Investitionen von Unternehmen, was unsere wichtigsten Kundenbranchen (Baustoffe, Bauchemie, Farben- und Lacke) betreffen kann. Neben der Währungspolitik sind konjunkturfördernde Programme der Bundesregierung mit ihren Auswirkungen auf das Marktverhalten zu sondieren. Insbesondere im Bausektor könnten gesetzlichen Vorhaben zu positiven oder negativen Auswirkungen auf die Nachfrage führen.

Der Verlauf der Geschäfte im begonnenen Geschäftsjahr 2024/2025 zeigt einen Auftragseingang auf dem Niveau des Vorjahres, der unter anderem durch eine Zurückhaltung und Verschiebungen von Investitionsentscheidungen im Geschäftsbereich Anlagenbau aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt ist. Die Auftragsstruktur zeichnet sich dennoch durch eine solide Basis kleiner und mittlerer Aufträge und einigen Großaufträgen aus. Die Kundenstruktur aus den verschiedenen Branchen sowie die Produkt- bzw. Dienstleistungsvielfalt führen dazu, dass wir über einen stabilen Auftragsbestand verfügen.

Nach einem rasanten Aufschwung in den Jahren 2020 bis 2022 hat sich die globale Wirtschaftserholung in den Jahren 2023 und 2024 bedingt durch neue Krisen und die damit verbundenen makro-ökonomischen Rahmenbedingungen verlangsamt.

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Aufgrund des bisherigen Verlaufs des laufenden Geschäftsjahres und des bisherigen Auftragseingangs wird erwartet, dass im Geschäftsjahr 2024/2025 eine Gesamtleistung nahezu wie im Vorjahr erzielt werden kann.

Für den Abschluss des Geschäftsjahres 2024/2025 rechnen wir, bei einer Auftragsstruktur mit einer soliden Basis kleiner und mittlerer Aufträge und einigen Großaufträgen sowie der Einhaltung der prognostizierten Projektkalkulationen und -laufzeiten, mit einem EBITDA in Höhe von ca. 5% auf die Gesamtleistung.

IV. Chancen- und Risikobericht

Unternehmerisches Handeln birgt stets Chancen und Risiken. Chancen entstehen durch positive Entwicklungen, während Risiken negative Abweichungen von Zielen bedeuten. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit diesen ist integral für die Corporate Governance. Die Steuerung von Chancen und Risiken sehen wir als zentralen Aspekt unseres gesamten Business-Managementsystems, inklusive nicht-finanzieller Risiken.

Die Bewertung unserer Chancen- und Risikoposition hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht grundlegend verändert. Finanzielle und nicht-finanzielle Risiken wurden als nicht existenzbedrohend eingestuft, und es wurden keine Interdependenzen identifiziert, die eine existenzielle Bedrohung darstellen könnten.

Aufgrund unseres Produktportfolios, unserer Expertise und Innovationskraft sind wir zuversichtlich, die sich aus unserem unternehmerischen Handeln ergebenden Chancen zu nutzen und den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen.

1. Risikobericht

Risiken der Finanzberichterstattung

Ein Risiko besteht darin, dass unsere Abschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die die Entscheidungen der Empfänger wesentlich beeinflussen könnten. Unser internes rechnungsbezogenes Kontrollsystem (IKS) identifiziert potenzielle Fehlerquellen und begrenzt die daraus resultierenden Risiken. Die Grundlagen der Rechnungslegung sind in einem ständig aktualisierten Handbuch festgehalten, das laufend weiterentwickelt und an neue gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst wird.

Die monatliche Berichterstattung, einschließlich der Projektberichte an den Vorstand, zeigt zeitnah aufkommende Vermögensrisiken und Veränderungen in der wirtschaftlichen Entwicklung. Frühzeitige Erkennung von Abweichungen von der Planung erfolgt durch Nachkalkulation, welche es ermöglicht, gegebenenfalls mit entsprechenden Maßnahmen gegenzusteuern.

Marktrisiken

Das Wettbewerbsumfeld wird in den einzelnen Produktbereichen regelmäßig analysiert. In Teilbereichen ist es durchaus wettbewerbsintensiv, was zu möglichen Vertriebsaktionen oder auch strategischen Initiativen führt. Einer möglichen Zunahme des Wettbewerbsdrucks begegnen wir durch die kontinuierliche Optimierung unserer Produkte und Dienstleistungen sowie unserer Geschäftsprozesse.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Unter finanziellen Risiken erfassen wir Liquiditäts-, Marktpreis- und sogenannte Forderungsausfallrisiken. Die Finanzierung und die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken werden zentral gesteuert und überwacht.

Das Forderungsausfallrisiko wird durch das konsequente Einholen von Bonitätsauskünften, das Setzen von Kreditlimits, ein aktives Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen sowie durch die vertragliche Gestaltung der Zahlungsziele reduziert. Größere Projekte werden im Wesentlichen durch Anzahlungen gegenfinanziert. Wir reduzieren hiermit das Vorfinanzierungsrisiko auf das mögliche Minimum.

Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten in Fremdwährung werden nicht eingegangen.

Produktionsrisiken

Möglichem Produktionsausfall, verursacht etwa durch Katastrophen oder Brandschäden, treten wir mit Maßnahmen der vorbeugenden Instandhaltung, Aktivitäten im Bereich des Brandschutzes sowie durch Schulungen der Mitarbeiter entgegen. Gegen dennoch eintretende Schadensfälle sind wir in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert.

Technoloqie- und Qualitätsrisiken

Um die hohen Kundenanforderungen zu erfüllen, haben wir einen zentral gesteuerten ständigen Innovations- und Entwicklungsprozess installiert. Durch die laufende Überwachung dieser Prozesse können Risiken durch Fehlentwicklungen und den damit verbundenen finanziellen Aufwand minimiert werden.

Die anerkannte Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen und eine hohe Leistungsbereitschaft sind wichtige Voraussetzungen für unseren Erfolg. Um solche Risiken im Rahmen der Leistungserstellung zu steuern, nimmt die Qualitätssicherung bei uns einen hohen Stellenwert ein. Durch anspruchsvolle Qualitätsmaßstäbe in der Entwicklung, intensive Prüfungen über die gesamte Prozesskette hinweg sowie ständigen Kontakten mit den Zulieferern und Kunden werden die qualitätsrelevanten Risiken konsequent eingegrenzt.

IT-Risiken

Eine ständige Verfügbarkeit der IT-Systeme ist unabdingbare Voraussetzung für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes an den einzelnen Standorten. Die fortlaufende Optimierung der zentral und dezentral angelegten Systeme zur Informationssicherheit ist durch interne Prozesse gewährleistet. Gegen mögliche Betriebsstörungen von außen, etwa durch das Eindringen von Viren oder Ransomware, werden grundsätzlich die aktuell verfügbaren Hard- und Software-Komponenten eingesetzt. Zu den technischen Schutzmaßnahmen gehören unter anderem der Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen sowie umfassende Zugangs- und Zugriffskontrollen. Die Mitarbeitenden werden regelmäßig auf die Gefahren von möglichen Angriffsszenarien sensibilisiert.

Als das IT-Risiko mit dem größten Bedrohungspotential in der heutigen Zeit sehen wir einen gezielten Cyberangriff. Es besteht nicht nur die Gefahr, dass das gesamte Unternehmen über eine längere Zeit handlungsunfähig wird, auch die Veröffentlichung von Geschäfts- und Personendaten sowie Lösegeldforderungen sind ein ernst zu nehmendes Risiko. Aufgrund der kriminellen Energie der Angreifer schließen wir uns der Meinung der Fachwelt an, dass alle ergriffenen technischen Maßnahmen wie z.B. die Installation von Software zum Schutz vor Angriffen und eine Netzwerksegmentierung nicht zwingend zum Erfolg führen. Wesentlich sind daher zusätzliche Maßnahmen, die im Eintrittsfall eine möglichst zügige Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit sicherstellt, die wir in einem Cybersicherheitskonzept definiert haben. Zusätzlich besteht weiterhin eine Cyberversicherung, um die finanziellen Risiken zu begrenzen.

Personelle Risiken

Für den wirtschaftlichen Erfolg und die zukünftige Entwicklung sind die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter von höchster Bedeutung. Dem intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte und die damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnen wir mit attraktiven Qualifikationsmöglichkeiten, einem leistungsgerechten Vergütungssystem sowie der Schaffung eines angenehmen Arbeitsumfeldes. Neben den Maßnahmen im Employer Branding haben wir unsere Ausbildungskonzepte konsequent erweitert und bieten wir in Kooperation mit der Hochschule Bremen duale Studiengänge an.

Der Verlust von Know-how-Trägern oder langjährigen Fach- und Führungskräften stellt generell eines der größten Risiken dar, auch wenn derzeit keine solchen Tendenzen bei uns zu erkennen sind.

ESG-Risiken (Environmental, Social and Governance)

Als Zulieferer großer Unternehmen haben wir das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in all unseren Aktivitäten im Blick. Die OAS AG übernimmt Verantwortung für Umwelt, Sicherheit, Gesundheit, Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung. Alle Mitarbeiter und Lieferanten verpflichten sich zur Einhaltung eines Verhaltenskodexes, der sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen orientiert, sofern sie unsere Geschäftsbereiche betreffen.

Die regelmäßigen Lieferantenbewertungen berücksichtigen diese Aspekte. Unsere Risikoanalyse zeigt kein relevantes ESG-Risiko in unserem Lieferantenvolumen, das überwiegend aus Deutschland (97%) und der EU (2%) stammt. Wir streben an, diese Verteilung beizubehalten.

Für Gesundheit und Arbeitssicherheit unserer Mitarbeiter halten wir ein zertifiziertes Managementsystem nach DIN ISO 45001 aufrecht. Obwohl die Umweltrelevanz unserer Haupttätigkeiten gering ist, setzen wir uns für einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen ein und verbessern kontinuierlich unser Umweltmanagementsystem (zertifiziert nach DIN EN ISO 14001).

Unser Betriebsgebäude arbeitet in Bezug auf Luftverunreinigungen emissionsfrei. Wir beziehen unseren Wärmebedarf aus Fernwärme und beziehen Ökostrom. Ein Abfallkonzept ist eingeführt und wir handeln danach. Die Energieverbräuche unterliegen ständiger Überwachung und wir unternehmen alle Anstrengungen zur Reduzierung.

Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) wurde umgesetzt und ein Hinweisgebersystem eingerichtet. Eingehenden Hinweisen wird nach einem festgelegten Prozess nachgegangen.

Für ESG-Risiken werden wir jeweils KPI (Key Performance Indicators) für die Bereiche festgelegen, mit denen wir in den nächsten Jahren die Berichterstattung ausbauen werden.

2. Chancenbericht

Durch den qualifizierten, erfahrenen und motivierten Mitarbeiterstamm sind wir vorbereitet, jederzeit auf die Anforderungen des Marktes zu reagieren und die auch in der Vergangenheit ausgezeichneten innovativen Produkte und Lösungen bei unseren Kunden einzusetzen.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Hierbei richten wir unseren Fokus verstärkt auf Cybersicherheit als integralen Bestandteil unserer Geschäftsstrategie, um die Sicherheit unserer Produkte und Lösungen zu gewährleisten.

Eine interessante Entwicklung und vertrieblich zu nutzenden Chancen liegen in neuen Themenfeldern der fortschreitenden Digitalisierung. Innovative Ansätze aus der "Künstlichen Intelligenz" fließen in die Ansätze der Entwicklung für unsere kundenspezifischen Lösungen ein. Auch Green Tech und der Fokus auf Nachhaltigkeit werden verstärkt nachgefragt und unsere Produktlösungen können dabei helfen, Einsparpotenziale bei unseren Kunden zu heben.

Bedingt durch die breite Aufstellung an unternehmensweiten Verzahnungen und Schnittstellen-Lösungen haben wir eine gute Reputation bei Kunden, wie auch Wettbewerbsvorteile, aufgrund der bereits vielfachen Erfahrung, um somit neue Interessentenkreise für die geplanten Innovationen zu gewinnen. Dabei berücksichtigen wir auch die aktuellen regulatorischen Entwicklungen, um sicherzustellen, dass unsere Lösungen den rechtlichen Anforderungen entsprechen und unseren Kunden einen Mehrwert bieten.

V. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird bei Abschluss der Kundenverträge ein entsprechender Zahlungsplan vereinbart. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird die Bonität der Kunden abgefragt.

 

Bremen, 02. Oktober 2024

gez. Kerstin Schwimmbeck, Vorstandsvorsitzende IT und Organisation

gez. Uwe Heidbreder, Mitglied des Vorstandes Vertrieb und Marketing

gez. Christian Kaiser, Mitglied des Vorstandes Finanzen und Controlling

Bilanz

Aktiva

31.8.2024
EUR
31.8.2023
EUR
A. Anlagevermögen 1.539.389,22 2.043.500,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 665.190,00 756.896,00
II. Sachanlagen 679.311,00 1.091.716,00
1. Grundstücke und Bauten 33.568,00 39.782,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 645.743,00 1.051.934,00
III. Finanzanlagen 194.888,22 194.888,22
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 194.888,22 194.888,22
B. Umlaufvermögen 8.940.992,25 7.516.964,75
I. Vorräte 0,00 0,00
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 9.478.774,91 10.618.910,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.577.509,45 2.379.760,24
1. Übrige Vermögensgegenstände 2.577.509,45 2.379.760,24
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.363.482,80 5.137.204,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 572.951,27 726.768,72
Bilanzsumme, Summe Aktiva 11.053.332,74 10.287.233,69

Passiva

31.8.2024
EUR
31.8.2023
EUR
A. Eigenkapital 1.437.658,79 1.437.658,79
I. Gezeichnetes Kapital 1.001.000,00 1.001.000,00
II. Kapitalrücklage 351.129,19 351.129,19
III. Gewinnrücklagen 48.970,81 48.970,81
IV. Gewinnvortrag 36.558,79 36.558,79
V. Jahresüberschuss 0,00 0,00
B. Rückstellungen 2.819.486,80 3.109.977,22
C. Verbindlichkeiten 5.601.806,85 4.489.088,34
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.878.628,93 1.257.221,79
2. Übrige Verbindlichkeiten 3.723.177,92 3.231.866,55
Davon aus Steuern 612.372,45 678.306,34
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.194.380,30 1.250.509,34
Bilanzsumme, Summe Passiva 11.053.332,74 10.287.233,69

Gewinn- und Verlustrechnung

1.9.2023 - 31.8.2024
EUR
1.9.2022 - 31.8.2023
EUR
1. Rohergebnis 24.586.853,66 23.719.253,92
2. Personalaufwand 17.596.670,50 17.471.043,27
a) Löhne und Gehälter 14.875.850,13 14.887.081,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.720.820,37 2.583.961,79
Davon für Altersversorgung -12.082,14 5.401,65
3. Abschreibungen 550.491,62 633.397,56
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 550.491,62 633.397,56
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.626.913,61 4.319.286,45
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 143.106,16 19.627,39
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.347,48 37.981,58
7. Ergebnis nach Steuern 1.917.536,61 1.277.172,45
8. Sonstige Steuern 28.908,00 31.673,89
9. auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.888.628,61 1.245.498,56
Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

OAS Aktiengesellschaft, Bremen

I. Grundsätze der Rechnungslegung

1. Allgemeine Angaben

Die OAS Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Bremen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bremen (HRB 22006).

Der Jahresabschluss der OAS Aktiengesellschaft, Bremen, für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.

Die Zugänge der beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens von EUR 250,00 bis zu EUR 1.000,00 wurden zusammengefasst und werden über eine Laufzeit von fünf Jahren pauschal linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen Arbeiten wurden mit den angefallenen Material- und Fertigungs-Einzelkosten, den entsprechenden Gemeinkosten und anteiligen Kosten der allgemeinen Verwaltung bewertet.

Durch retrograde Bewertung der einzelnen halbfertigen Aufträge wurde festgestellt, ob durch die Erlöse die Herstellungskosten und die nach dem Abschlussstichtag anfallenden variablen Kosten gedeckt werden. Soweit dies nicht der Fall ist, wurden entsprechende Abwertungen (sog. verlustfreie Bewertung) vorgenommen.

Für ungängige Vorräte wurden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen.

Die einzelnen Arten des Vorratsvermögens wurden - da keine eindeutige Abgrenzung möglich ist - zu einem Posten mit der Bezeichnung "in Arbeit befindliche Aufträge, Waren" zusammengefasst.

Andere Gegenstände des Umlaufvermögens

Die sonstigen Gegenstände des Umlaufvermögens, insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wurden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen gebildet, uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf den Bestand der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet, die aktivisch vom Forderungsbestand abgesetzt wurde.

Rückstellungen

Bei der Bildung der Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie wurde in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle ungewissen Verbindlichkeiten bzw. drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften abzudecken.

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Rückstellungen für Pensionen wurden mit einem Rechnungszins von 1,86% unter Berücksichtigung der Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" und einem Rententrend von 1% bzw. 1,5% bewertet. Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wurde die "Projected-Unit-Credit-Methode" angewandt. Der Rechnungszinssatz wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 aus dem durchschnitttlichen Marktzins der letzten zehn Jahre berechnet. In der Vergangenheit erfolgte die Durchschnittsbildung über lediglich sieben Jahre. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Pensionsrückstellungen, der sich aus der alten und neuen Regelung ergibt beträgt TEUR 0.

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 91. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wird demgemäß 1/14, also TEUR 6 den Pensionsrückstellungen p.a. zugeführt. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31. August 2024 beträgt TEUR 0.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten wurden jeweils mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden zu Nettobeträgen (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen.

II. Sonstige Angaben zum Jahresabschluss 2023/2024

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens zu Bruttowerten in der Zeit vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 vgl. die beigefügte Darstellung.

Pensionsrückstellungen

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

2023/2024
EUR
Vorjahr
EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 737.221,00 755.732,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 377.224,20 368.053,06
verrechnete Aufwendungen 32.798,00 22.875,00
verrechnete Erträge 25.167,14 26.300,35

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhaltet Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 16) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.847 (Vorjahr: TEUR 1.241). Der Posten betrifft des Weiteren Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.847 (Vorjahr: TEUR 1.241).

Haftungsverhältnisse

Ausweispflichtige Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB lagen am Abschlussstichtag nicht vor.

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 300 und Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 70 enthalten.

Anlagenspiegel zum 31. August 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.09.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.08.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solche Rechten und Werten 1.538.605,75 171.757,53 0,00 1.710.363,28
1.538.605,75 171.757,53 0,00 1.710.363,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 81.988,06 0,00 0,00 81.988,06
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.005.522,09 100.097,09 823.839,98 3.281.779,20
4.087.510,15 100.097,09 823.839,98 3.363.767,26
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Untehmen 194.888,22 0,00 0,00 194.888,22
194.888,22 0,00 0,00 194.888,22
5.821.004,12 271.854,62 823.839,98 5.269.018,76
Abschreibungen
Stand 01.09.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.08.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solche Rechten und Werten 781.709,75 263.463,53 0,00 1.045.173,28
781.709,75 263.463,53 0,00 1.045.173,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 42.206,06 6.214,00 0,00 48.420,06
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.953.588,09 280.814,09 598.365,98 2.636.036,20
2.995.794,15 287.028,09 598.365,98 2.684.456,26
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Untehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.777.503,90 550.491,62 598.365,98 3.729.629,54
Buchwerte
Stand 31.08.2024
EUR
Stand 31.08.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solche Rechten und Werten 665.190,00 756.896,00
665.190,00 756.896,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 33.568,00 39.782,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 645.743,00 1.051.934,00
679.311,00 1.091.716,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Untehmen 194.888,22 194.888,22
194.888,22 194.888,22
1.539.389,22 2.043.500,22

Verbindlichkeitenspiegel

Bilanzposten Restlaufzeit
unter 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
über 5 Jahre
EUR
Gesamtbetrag
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.878.628,93 0,00 0,00 1.878.628,93
(Vorjahr 1.257.221,79 0,00 0,00 1.257.221,79
2. Übrige Verbindlichkeiten 3.723.177,92 0,00 0,00 3.723.177,92
(Vorjahr 3.231.866,55 0,00 0,00 3.231.866,55
5.601.806,85 0,00 0,00 5.601.806,85
(Vorjahr 4.489.088,34 0,00 0,00 4.489.088,34

III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen werden jährlich Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.578 (Vorjahr TEUR 1.621) fällig.

Beschäftigte

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023/2024 im Durchschnitt 223 Arbeitnehmer (Vorjahr: 220). Davon entfallen 143 auf gewerbliche Beschäftigte und 80 auf kaufmännische Beschäftigte.

Aktien, genehmigtes Kapital

Das Grundkapital von EUR 1.001.000,00 ist in 200.200 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien sind Namensaktien.

Sämtliche Aktien werden von der OAS Holding GmbH, Bremen gehalten.

Aufsichtsrat

Vorsitzender des Aufsichtsrats:

Herr Dr. Patrick Wendisch, Bremen

(Geschäftsführender Gesellschafter der Lampe & Schwartze KG, Bremen)

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Frau Dr. Claudia Nottbusch, Bremen (bis 31.03.2024)

(Partnerin bei der Kanzlei Ahlers & Vogel, Bremen)

Herr Hillert Onnen, Bremerhaven (bis 31.03.2024)

(ehemaliger Finanzvorstand der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen)

Herr Dr. Ulrich Hüllmann, Dortmund (ab 01.04.2024)

(CFO der Viessmann Group, Battenberg)

Herr Matthias Rubner, Düsseldorf (ab 01.04.2024)

(Managing Director, Head of Private Markets Continental Europe bei der HSBC Asset Management Deutschland GmbH, Düsseldorf)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 15,0.

Vorstand

Vorsitzende des Vorstands:

Kauffrau Kerstin Schwimmbeck, Bremen (ab 12.03.2024 Vorstandsvorsitzende)

Mitglieder des Vorstands:

Kaufmann Uwe Heidbreder, Achim,

Kaufmann Christian Kaiser, Achim.

Von dem Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB, wonach die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nicht genannt zu werden müssen, wurde Gebrauch gemacht.

Anteilsbesitz

An nachstehenden Unternehmen besitzt die OAS Aktiengesellschaft mindestens den 5. Teil der Anteile:

Firma Sitz Kapitalanteil Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
TEUR
Institut für angewandte Systemtechnik Bremen GmbH Bremen 78,75% 1.479 *) -48 *)
OAS Automation GmbH Bremen 100,00% 170 **) -18 **)

*) laut Jahresabschluss zum 31.12.2023

**) laut Jahresabschluss zum 31.08.2023

 

Bremen, 02. Oktober 2024

gez. Kerstin Schwimmbeck, Vorstandsvorsitzende IT und Organisation

gez. Uwe Heidbreder, Mitglied des Vorstandes Vertrieb und Marketing

gez. Christian Kaiser, Mitglied des Vorstandes Finanzen und Controlling

Bericht des Aufsichtsrats zur 21. Hauptversammlung

der OAS Aktiengesellschaft

Die im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte Gesamtleistung lag mit 35 Mio. EUR unter der ursprünglichen Prognose und der Vorjahresgesamtleistung. Die Verminderung beruht im Wesentlichen auf der veränderten Auftragsstruktur, die im Berichtsjahr durch eine Verschiebung von großen materialintensiven Aufträgen hin zu mittleren personalintensiveren Aufträgen geprägt war. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Umsatzerlöse des Vorjahres 2022/2023 viele Großaufträge beinhalteten, die aufgrund der Nachwirkungen der Coronapandemie (Störungen der Lieferketten u.a.) erst im Geschäftsjahr 2022/2023 fertiggestellt werden konnten. Diese Nachholeffekte sind bei einem Vorjahres-Vergleich zu berücksichtigen.

Das angestrebte Ziel, einen EBITDA in Höhe von mindestens 5,0% der Gesamtleistung zu erzielen, konnte erreicht werden. Der Rohertrag ist gegenüber dem Vorjahr leicht höher ausgefallen. Im Berichtsjahr gab es darüber hinaus Kostenveränderungen im Materialaufwandsbereich (-5,1 Mio. EUR) und im Personalaufwandbereich (+0,1 Mio. EUR). Diese Kostenveränderungen haben sich korrespondierend zur Gesamtleistung entwickelt.

Das erzielte Ergebnis in Höhe von rd. 1,9 Mio. EUR ist insbesondere aufgrund der im laufenden Geschäftsjahr anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Gemengelage aus Inflationsentwicklung, Ukrainekrieg und der stagnierenden Konjunktur als angemessen zu bewerten.

Vor dem Hintergrund des bisherigen Auftragsbestandes Geschäftsjahresende, den Auftragseingängen des laufenden Geschäftsjahres und den bestehenden Perspektiven, wird auch für das Geschäftsjahr 2024/2025 ein Jahresergebnis in etwa in Höhe des Vorjahresniveau erwartet.

Der Aufsichtsrat der OAS Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023/2024 die Aufgaben, die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegen, vollumfänglich wahrgenommen und den Vorstand regelmäßig überwacht und beratend begleitet.

Grundlage hierfür waren die in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten regelmäßigen Berichte des Vorstandes über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Der Aufsichtsrat war und ist jederzeit eng in die Vorgehensweisen und Maßnahmen des Vorstandes eingebunden.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 fanden mindestens zwei turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, an denen jeweils die Aufsichtsratsmitglieder und Vorstandsmitglieder teilnahmen. Zudem fanden über die regulären Präsenzsitzungen hinaus mehrere Telefonkonferenzen zum Zwecke des engen Informationsaustausches statt.

In den Sitzungen und den Telefonkonferenzen unter Teilnahme der Vorstandsmitglieder wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage, die Personalsituation, die Geschäftsentwicklung sowie den Stand der Unternehmensplanung informiert.

Die Berichte des Vorstandes wurden eingehend erörtert und nach gründlicher Prüfung und Beratung beurteilt. Darüber hinaus haben verschiedene Besprechungen einzelner Aufsichtsratsmitglieder mit dem Vorstand zum fachlichen Informationsaustausch der Aufsichtsratsmitglieder stattgefunden.

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand fortgesetzt. Auch zwischen den Sitzungsterminen stand der Aufsichtsrat mit dem Vorstand regelmäßig in Kontakt und wurde über alle wesentlichen Entwicklungen und anstehenden Entscheidungen unterrichtet, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren. Der Vorstandsvorsitzende informierte den Aufsichtsrat unverzüglich über alle wichtigen Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind.

Interessenkollisionen lagen bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats nicht vor.

Der Aufsichtsrat der OAS Aktiengesellschaft hat die JFS TREUHAND & REVISION GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des Jahresabschlusses beauftragt. Die Abschlussprüferin hat den Jahresabschluss geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bericht der Abschlussprüferin lag den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Nach eingehender Erörterung des Prüfungsberichts, des Jahresabschlusses und Lageberichts hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit nach § 172 AktG festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat gratuliert dem Vorstand zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2023/2024 und dankt ihm und allen Mitarbeitern für die konstruktive, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.

 

Bremen, 25. November 2024

Dr. Patrick Wendisch, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die OAS Aktiengesellschaft

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OAS Aktiengesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OAS Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 14. November 2024

JFS Treuhand & Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Scholz, Wirtschaftsprüfer

Hinweis gemäß § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB: Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

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