UNITEAM MARINE Shipping GmbH

Gertrudenstraße 3, 20095 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 72389
Eingetragen
31.8.1999
Branche
Betrieb von HäfenGüterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtReparatur und Instandhaltung von zivilen Schiffen, Booten und Yachten
Gegenstand
das technische Management und das Personalmanagement sowie der Betrieb von Seeschiffen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Jens Schultz
seit 4.7.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
UGO HOLDING LIMITEDCYP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

UGO HOLDING LIMITED
Cyprus
525.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UNITEAM MARINE Shipping GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.734,90 14,9
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 56.165,51 37,9
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 521.535,55 898,3
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 271.460,23 1,8
3. Sonstige Vermögensgegenstände 570.761,20 1.363.756,98 1.558,4
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.044.917,12 3.464.839,61 3.550,5
C. Rechnungsabgrenzungsposten 91.308,91 95,8
3.565.883,42 6.157,6

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 525.000,00 525,0
II. Kapitalrücklage 462.360,47 462,4
III. Gewinnvortrag (Vorjahr: Verlustvortrag) 213.123,49 1.200.483,96 -339,6
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 295.619,13 508,4
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8,80 0,0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 252.439,88 145,0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 467.643,66 2.906,4
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.349.687,99 2.069.780,33 1.950,0
3.565.883,42 6.157,6

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 27.218.676,18 31.644,4
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.765.382,01 2.714,5
3. Personalaufwand
a) Gehälter und Heuern 21.977.575,34 26.199,2
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 159.602,80 22.137.178,14 201,6
- davon für Altersversorgung EUR 8.579,52 (Vj. TEUR 7,8)
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.357,64 7,4
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.329.501,29 7.886,3
6. Erträge aus Beteiligungen 3.450,00 40,0
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.032,16 41,4
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 39.027,89 (Vj. TEUR 0,2)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 11,7
9. Ergebnis nach Steuern 553.503,28 134,1
10. Sonstige Steuern 823,86 0,7
11. Jahresüberschuss 552.679,42 133,4

Anhang zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der UNITEAM MARINE Shipping GmbH (UMH), Gertrudenstraße 3, 20095 Hamburg, eingetragen beim Amtsgericht Hamburg HRB 72389 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die UNITEAM MARINE Shipping GmbH, Hamburg, weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (Going-Concern-Prinzip).

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen (TEUR 9,7) wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.

Die Vorräte (TEUR 56,2) wurden nach dem FiFo - Verfahren mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.363,8) sind grundsätzlich zu Nennwerten ausgewiesen. Wertberichtigungen wurden soweit erforderlich berücksichtigt.

Die Rückstellungen (TEUR 295,6) berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages passiviert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Fristigkeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt, der dem Anhang beigefügt ist.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden entsprechend §256a HGB bewertet.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert und nur ausgewiesen, soweit sich insgesamt eine Steuerbelastung ergibt.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Uniteam Marine Shipping GmbH gehört einem Konzern an. Deshalb werden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften, die im Konzernabschluss der Muttergesellschaft zu berücksichtigen sind, unter Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresüberschuss von TEUR 552,7 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 133,4) auf neue Rechnung vorzutragen.

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 525,0.

Die Kapitalrücklagen (TEUR 462,4) haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 295,6 betreffen im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen (TEUR 80,2), Rückstellungen für die Jahresabschlusskosten / Steuerberatung (TEUR 65,2) und für nachlaufende Kosten (TEUR 51,9).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.349,7 enthalten im Wesentlichen Heuerverbindlichkeiten (TEUR 1.221,9).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kurserträge in Höhe von TEUR 1.458,3 (Vorjahr: TEUR 2.497,7). In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Beträge in Höhe von insgesamt TEUR 92,1 aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursaufwendungen in Höhe von TEUR 1.575,9 (Vorjahr: 2.310,4).

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft sichert sich gegen Währungsrisiken teilweise durch den Abschluss von Devisentermingeschäften ab. Über den Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.

Am 31. Dezember 2023 besteht eine Verpflichtung aus einem Mietvertrag. Hieraus ergibt sich eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von EUR 263.500 bis zum 31.07.2026. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen.

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 432 (Vorjahr: 509) Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt, davon 13 (Vorjahr: 16) im Office Hamburg und 419 (Vorjahr: 493) auf Seeschiffen.

Geschäftsführer ist Herr Jens Schultz (Diplom Wirtschaftsjurist (FH)).

Angaben über Geschäftsführerbezüge erfolgen im Hinblick auf §285 S.1 Nr. 9 a) HGB i.V.m. §286 Abs.4 HGB nicht.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Uniteam Corporation Limited, Limassol (Zypern), einbezogen.

 

Hamburg, den 18. Juni 2024

UNITEAM MARINE Shipping GmbH

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461.495,34 1.142,87 0,00 462.638,21
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 446.545,67 6.357,64 0,00 452.903,31
Buchwerte
31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.734,90 14.949,67

B. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Nach den getroffenen Vereinbarungen sind alle Posten innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

C. Verbindlichlichkeiten

(Vorjahreszahlen in Klammern)

Art der Verbindlichkeit
Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Stand am 31.12.2023 Gesamtbetrag
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8,80 0,00 0,00 8,80
(10,40) (0,00) (0,00) (10,40)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 252.439,88 0,00 0,00 252.439,88
(145.009,36) (0,00) (0,00) (145.009,36)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen 467.643,66 0,00 0,00 467.643,66
(2.906.368,76) (0,00) (0,00) (2.906.368,76)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.349.687,99 0,00 0,00 1.349.687,99
(1.950.039,77) (0,00) (0,00) (1.950.039,77)
2.069.780,33 0,00 0,00 2.069.780,33
(5.001.428,29) (0,00) (0,00) (5.001.428,29)
Art der Verbindlichkeit davon durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
Betrag Art der Sicherheit
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 -
(0,00) (-)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 -
(0,00) (-)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen 0,00 -
(0,00) (-)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 -
(0,00) (-)
0,00
(0,00)

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen und Geschäftsmodell

1. 1. Unternehmen

Die UNITEAM MARINE Shipping GmbH (im Folgenden UMH genannt) ist im maritimen Bereich tätig und bietet Shipmanagement Services für Reedereien und Schifffahrtsgesellschaften an. Der angebotene Service erstreckt sich über das "Full Management", "Technical Management" und über das "Crew Management". Der Managementservice wird für Massengutfrachter, Stückgutfrachter und Containerschiffe angeboten.

Die Gesellschaft ist Teil eines Konzerns. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der UNITEAM Corporation Limited, Limassol (Zypern) einbezogen.

1. 2. Einflussfaktoren auf das Geschäft

Die Geschäftsfelder der UMH werden im Wesentlichen von der Weltkonjunktur, den internationalen Handelsbeziehungen und der Nachfrage nach Transportkapazitäten beeinflusst. Mittels dieser Einflussfaktoren leitet sich der Bedarf an Crewmanagement- und Technical Managementservices für die Handelsschifffahrt ab. Seit dem Jahr 2022 beeinflusst der Ukraine-Krieg das Geschäft der UMH.

Die Entwicklung dieser Einflussfaktoren und die deutsche Steuergesetzgebung (Tonnagesteuer) sind maßgeblich für die Unternehmensentwicklung von UMH.

Forschung und Entwicklung betreibt UMH nicht.

2. Wirtschaftsbericht

2. 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 wurde die Weltwirtschaft, wie auch bereits im Jahr 2022, von geopolitischen Krisen und Konflikten geprägt. Des Weiteren beeinflussten hohe Energiepreise, stark gestiegene Zinsen und Kaufkraftverluste infolge der hohen Inflation die konjunkturelle Entwicklung. In vielen Ländern schwächelte dadurch die Industrie, wohin gegen sich der Dienstleistungssektor besser behaupten konnte. Die Versorgungsengpässe aus den Vorjahren haben sich weiter zurückgebildet, allerdings ist nicht auszuschließen das steigende Transportkosten auf Grund der Konflikte im Roten Meer und der Dürre im Panamakanal Auswirkungen auf den Welthandel haben.

In der Prognose für das Jahr 2024 aus dem Januar 2024 rechnet der IWF mit einer weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,1% und für das Jahr 2025 von 3,2%. Damit liegt die Prognose unter dem langjährigen Mittel (2000 - 2019) von 3,8%. Der IWF rechnet damit, dass in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften das Wachstum in 2024 leicht zurückgehen wird, bevor es in 2025 wieder ansteigt. In den Schwellenländern prognostiziert der IWF ein stabiles Wachstum mit regionalen Unterschieden.

Gemäß Clarkson Research ist das internationale Frachtvolumen in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 3,0% auf 12,4 Milliarden Tonnen angestiegen. Für das Jahr 2024 rechnet Clarkson Research mit einem Frachtvolumen von 12,6 Milliarden Tonnen. Der Anstieg wurde durch die Wiederöffnung Chinas nach der Corona-Pandemie gefördert. Der Anstieg des Seehandelsvolumens ergab sich unter anderem aus dem Transport für Handelsgüter wie PKWs.

Im Laufe des Jahres 2024 wird damit gerechnet, dass sich die Märkte leicht erholen. In 2023 sind die Flotten deutscher Reedereien im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben und Deutschland behauptete sich mit der siebtgrößten Handelsflotte und ist weiterhin führend in der Containerschifffahrt.

Die Fracht- und Charterraten in der Containerschifffahrt sind im Vergleich zum Ausnahmeniveau der Jahre 2021 und 2022 in 2023 um 71% zurückgegangen und bei den Charterraten um 68%. Dabei sah der Ausblick für 2024 ähnlich dem Jahr 2023 aus. Mittlerweile haben sich die Raten auf Grund der Spannungen im Roten Meer wieder verdreifacht.

Im Bulker-Segment gaben die Raten ebenfalls nach und sanken im Vergleich zum Vorjahr um 40%.

Crewmanager konnten nur bedingt an den Ratenerholungen der Vorjahre partizipieren, waren aber entsprechend auch nur bedingt vom Rückgang der Raten betroffen. Crewwechsel waren im Berichtsjahr wieder uneingeschränkt möglich und es traten nur noch regional Schwierigkeiten auf. Die Crewwechselkosten haben sich stabilisiert und andere Personalkosten, insbesondere Heuerkosten sind jedoch weiter angestiegen. Insbesondere die Heuerkostensteigerungen konnten an die Kunden weiterberechnet werden.

Aufgrund der sich immer wieder ändernden gesetzlichen Vorschriften sowohl im Inland als auch im Ausland sehen wir auch in Zukunft Bedarf an qualifiziertem Personal. Dieser Bedarf wird allerdings nicht zwangsläufig die Ertragslage der Gesellschaft positiv beeinflussen.

Derzeit sind keine Pläne zur Abschaffung der Tonnagebesteuerung gemäß §5a EStG erkennbar.

Der Wechselkurs USD / EUR erreichte ausgehend von einem Jahresanfangskurs von 1,0666 am 31. Dezember 2023 einen Kurs von 1,105. Im gesamten Jahresverlauf lag der USD-Wechselkurs zwischen 1,0469 und 1,1255.

2. 2. Geschäftsverlauf

UMH verzeichnete unter Berücksichtigung der Zu- und Abgänge in 2023 zum 31.12.2023 einen von ihr betreuten Flottenbestand von 36 (Vorjahr: 49) Schiffen. Davon betreute UMH zum Jahresende 1 (2) Schiffe sowohl im Crew- als auch im techni- schen Management sowie kein (1) weiteres Schiff ausschließlich im technischen Management; für 35 (46) Schiffe betrieb UMH reines Crewmanagement. Im Jahresdurchschnitt waren somit rd. 42 (53) Schiffe im Management.

Im ersten Quartal 2024 haben sich nur geringe Veränderungen bei der Anzahl der Schiffe ergeben. Zum 31.03.2024 lag der Bestand an betreuten Schiffen bei 38. 36 Schiffe standen ausschließlich im Personalmanagement; 2 Schiffe standen sowohl im Personal- als auch im technischen Management.

3. Ertragslage

Im Berichtsjahr betrug der Saldo aus Umsatzerlösen abzüglich Personalaufwand TEUR 5.081,5 und war damit um rd. 3,09 % niedriger im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 5.243,6).

Die Erlöse und Personalkosten veränderten sich im Berichtsjahr nicht vollständig proportional. Sowohl die Erlöse als auch die Personalkosten reduzierten sich im Berichtsjahr. Die Erlöse aus dem Personalmanagement verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 13,6 %, während die Personalkosten sich um rd. 16,2 %. reduzierten.

Die Erlöse aus dem technischen Management haben sich ebenfalls im Berichtsjahr verringert. Hier lag die Veränderung bei 17,4 %. Grund hierfür ist, dass weitere Schiffe das technische Management verlassen haben.

In 2023 wurden Provianterlöse in Höhe von ca. TEUR 115,9 erwirtschaftet. Damit liegen die Provianterlöse um 47,1 % über den Provianterlösen des Vorjahres. Wie in den Vorjahren handelt es sich hierbei um ein reines Nebengeschäft. Die Rendite aus diesem Nebengeschäft hat sich im Vergleich zum Vorjahr etwas erhöht und liegt im Berichtsjahr bei 16,48%, nachdem im Vorjahr die Rendite bei 9,86 % aus diesem Geschäftszweig lag.

Die Umsätze aus dem Kerngeschäft und die Erlöse sind im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 27,1 Mio. (Vorjahr: EUR 31,6 Mio.) gesunken. Der Deckungsbeitrag pro Schiff aus dem Kerngeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 20,8 % erhöht (2023: TEUR 118,2; 2022: TEUR 97,4).

In 2023 war der Jahresdurchschnitt an betreuten Schiffen weiter zurückgegangen. Somit reduzierte sich der Personalaufwand einschließlich Sozialabgaben auf EUR 22,1 Mio. (Vorjahr: EUR 26,4 Mio.). Im Jahresdurchschnitt waren bei UMH 432 Mitarbeiter (419 auf See, 14 an Land) bei UMH beschäftigt (ohne Geschäftsführer).

Das für 2023 prognostizierte Jahresergebnis von TEUR 96,9 wurde mit einem Jahresergebnis von TEUR 553 deutlich übertroffen. Ursächlich für die Verbesserung waren erheblich gesunkene Crewwechselkosten, die mit 395 TEUR unter den prognostizierten Werten lagen. Im Berichtsjahr sind um 2.028 TEUR niedrigere Personalaufwendungen angefallen als für das Jahr ursprünglich kalkuliert. Ebenso verhält es sich mit den Umsatzerlösen. Diese lagen mit EUR 26,7 Mio. um EUR 2,0 Mio. unterhalb des prognostizierten Wertes (EUR 28,6 Mio.).

Das Rohergebnis der Gesellschaft hat sich von TEUR 34.359 in 2022 auf TEUR 28.984 in 2023 verringert. Im Berichtsjahr ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 552,7 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 133,4). Die Umsatzrentabilität hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 0,42 % auf 2,03 % erhöht.

Gründe hierfür liegen im Wesentlichen darin, dass die Umsatzerlöse weniger stark gesunken sind als die Personalaufwendungen.

Unter der derzeitigen Marktlage rechnet UMH für die Jahre 2024 und 2025 mit positiven Ergebnissen. Für 2024 rechnet UMH unter den derzeitigen Bedingungen mit einem voraussichtlichen Ergebnis in Höhe von TEUR 212, für 2025 in Höhe von TEUR 84.

Trotz des positiven Jahresergebnisses ergeben sich wegen bestehender Verlustvorträge voraussichtlich keine Steuerzahlungen für das Jahr 2023.

Das Geschäftsergebnis wird von der Entwicklung der Anzahl der betreuten Schiffe, der Lohn- und Gehaltsentwicklung, den Crewwechselkosten sowie dem USD / EUR Wechselkurs beeinflusst.

4. Finanzlage

Die Verbindlichkeiten resultierten im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen auch gegenüber verbundenen Unternehmen sowie aus Heuern.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch den Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit (TEUR 2.030; Vorjahr: Zufluss TEUR 2.430) gekennzeichnet. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wirkte sich durch die erhaltene Rückzahlung eines Darlehens (TEUR 486) positiv aus. Insgesamt ergab sich eine Verringerung der liquiden Mittel um TEUR 1.506.

Die Aufnahme langfristigen Fremdkapitals ist nicht geplant. Die Gesellschaft ist somit von Zinsrisiken nicht wesentlich betroffen. Die kurzfristige Liquidität (working capital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.395, da das Umlaufvermögen (TEUR 3.465) niedriger ist als die kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR 2.070).

Ein Großteil der Einnahmen als auch Ausgaben aus der Bereederungstätigkeit von UMH erfolgten -wie in der Seeschifffahrt üblichwährungskongruent.

Die restliche Bereederungstätigkeit kann nicht währungskongruent betrieben werden. Diese nicht währungskongruente Bereederungstätigkeit ist mit Finanzrisiken verbunden, die sich insbesondere aus der Veränderung des Wechselkurses USD / EUR ergeben.

Die Entwicklung des Wechselkurses im USD / EUR Bereich als auch die Kurssicherung in diesem Bereich führten im Berichtsjahr zu Kursverlusten und auch zu Kursgewinnen; per Saldo verblieb ein Kursverlust von TEUR 117,5.

UMH ist unverändert bemüht, künftige und bestehende Verträge zum Teil auch auf EUR-Basis abzuschließen bzw. zu tauschen.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr um TEUR 2.591,8 auf TEUR 3.565,9 verringert. Im Wesentlichen ist das auf den Rückgang der flüssigen Mittel auf TEUR 2.044,9 zurückzuführen. Ferner machen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 521,5) sowie die sonstigen Vermögengegenstände (TEUR 570,7) einen wesentlichen Bestandteil des Gesellschaftsvermögens aus. Auf der Passivseite beruht die Abnahme im Wesentlichen auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 2.438,7 auf TEUR 467,6.

Die Gesellschaft weist ein gezeichnetes Kapital in Höhe von TEUR 525 aus. Zum Bilanzstichtag besteht ein positives Eigenkapital von TEUR 1.200.

Im Berichtsjahr erfolgten keine wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen.

Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr besser entwickelt als prognostiziert. Das prognostizierte Jahresergebnis in Höhe von TEUR 96,9 wurde mit einem positiven Jahresergebnis von TEUR 552,7 übertroffen. Siehe dazu die Ausführungen zur Ertragslage.

6. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft ist als international operierendes Unternehmen einer Vielzahl von möglichen Risiken ausgesetzt. Ziel des unternehmerischen Handelns ist es, die Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um so die Unternehmensziele zu erreichen.

Die Ziele der Gesellschaft wurden wie folgt definiert:

1.)

positives Jahresergebnis

2.)

Verbesserung der Qualität des Seepersonals durch Training,

3.)

Zugang von betreuten Schiffen, sowohl im technischen Management als auch im Crewmanagement, weltweit

4.)

Erschließung neuer Rekrutierungsmärkte von Personal

Das Chancen- und das Risikomanagement sind eng miteinander verknüpft. Bei Chancen handelt es sich um interne und externe Entwicklungen, die sich positiv auf die Gesellschaft auswirken können. Risiken können sich negativ auswirken.

Die Geschäftsführung beschäftigt sich intensiv mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, was es der Gesellschaft ermöglicht, auf Chancen oder Risiken entsprechend zeitnah und effektiv zu reagieren.

6.1. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Wenn auf dem Chartermarkt trotz aller geopolitischen Spannungen und Krisen auskömmliche Charterraten erzielt werden können, wird dies die Ertragslage unserer Kunden positiv beeinflussen und könnte sich damit langfristig auch positiv auf UMH auswirken.

Einige unserer Kunden hatten bereits neue Schiffe in Planung und Bau gegeben und deren Schiffe werden in 2024 abgeliefert. Bei diesen wird UMH voraussichtlich als Manager tätig. Des Weiteren versuchen wir in anderen Bereichen, neben der Containerschifffahrt und Massengutfrachtern, zukünftig seefahrendes Personal zu stellen.

In 2023 kam es bereits zum erfolgreichen Abschluss neuer Crewmanagementverträge mit neuen Kunden, die den Wegfall von Verträgen durch Schiffsverkäufe oder Kündigungen zum Teil kompensierten und dieser Trend setzt sich in 2024 fort. UMH ist intensiv auf Kundenakquise, um im technischen Management aber auch im Crew Management mehr Schiffe zu betreuen.

Mit einer Erhöhung des Schiffsbestandes und den erhöhten internationalen Anforderungen steigt auch weiterhin der Bedarf an qualifiziertem Personal. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, werden wir unverändert in die Ausbildung unserer Seeleute investieren. Aufgrund von Risiken im Zusammenhang mit der Rekrutierung von Personal in Myanmar und der Ukraine, wird seefahrendes Personal inzwischen auch vermehrt aus den Philippinen rekrutiert. Die Gesellschaft verfügt über ein gut ausgebautes Netzwerk zur Anwerbung qualifizierten Personals.

Unser gut qualifiziertes Personal ist und bleibt die Basis unserer Leistung im maritimen Markt.

Risiken

Risiken für UMH bestehen immer dann, wenn fehlende Beschäftigung der Schiffe, niedrige Charterraten, Insolvenzen und/oder der Verkauf von Seeschiffen zur Kündigung von Crewmanagementverträgen führen. Des Weiteren führt die Knappheit an seefahrendem Personal zu Risiken, die sich auf die unternehmerische Tätigkeit von UMH auswirken.

Die politische Situation in Myanmar stellt ebenfalls ein Risiko dar, da nach der Machtübernahme des Militärs zu Beginn Jahres 2021 kaum noch seefahrendes Personal in das Land gelangte beziehungsweise aus dem Land ausreisen konnte. Diese Situation hatte sich bis heute wieder etwas entspannt und somit ist das Recruiting dort wieder möglich. Allerdings besteht weiterhin das Risiko von Beschränkungen.

Seit Februar 2022 befindet sich die Ukraine im Krieg gegen Russland und es war schwierig Seeleute aus der Ukraine zu bekommen. In 2023 hatte sich dieser Zustand zwar etwas entspannt, inzwischen haben die Schwierigkeiten jedoch wieder zugenommen. Daher rekrutiert die Gesellschaft inzwischen auch auf anderen Märkten, wie den Philippinen.

Auch im Berichtsjahr wurden wieder Crewmanagementverträge von Kunden gekündigt. Es besteht das Risiko, dass weiterhin Verträge gekündigt werden, und diese nicht durch Neugeschäft kompensiert werden können.

Bei hohen Preisen von Schiffen besteht immer ein hohes Risiko, dass Bestandskunden Schiffe verkaufen, um hohe Renditen aus Schiffsverkäufen zu erzielen. Für UMH birgt der Verkauf von Schiffen oftmals einen Rückgang der Umsatzerlöse, da nicht immer sicher ist, ob das Management bei einem Schiffseignerwechsel weiterhin bei UMH verbleibt.

Ein möglicher Rückgang der Umsatzerlöse als Folge des Rückgangs der betreuten Schifffahrtsgesellschaften müsste dann voraussichtlich über einen weiteren Abbau von Land- und Seepersonal kompensiert werden. Insbesondere beim Seepersonal bestehen überwiegend Zeitverträge, die in diesem Fall nicht verlängert werden würden.

6.2. Prognosebericht

Da der Schiffsbestand in 2023 zurückgegangen ist, ist auch der Umsatz gesunken (- 14,0%), aber auch bei den Personalkosten ergab sich ein deutlicher Rückgang (- 16,1%). Auch in 2024 wird mit leicht sinkenden Umsätzen gerechnet. UMH ist weiterhin weltweit permanent auf Kundenakquise und ein Ausbau des Neugeschäfts ist eine Herausforderung.

Des Weiteren wird der Wettbewerb im Bereich des Schiffsmanagements immer umkämpfter, weil Reedereien nicht nur das eigene Schiffsmanagement betreiben, sondern auch für Dritte tätig werden und somit in Konkurrenz zu uns stehen.

Landseitig ist geplant, das Personal dahingehend aufzustocken, so dass eine Konzentration auf Neukundengewinnung erfolgen kann. Mit dem Ausbau von Neugeschäft werden auch entsprechende Positionen an Land neu besetzt. Die freiwerdenden Stellen durch anstehende Verrentungen sollen wieder besetzt werden. Derzeit sind darüber hinaus keine weiteren Maßnahmen vorgesehen, die eine Reduzierung des Landpersonals zur Folge haben.

Eine Veränderung der Anzahl der betreuten Schiffe würde allerdings sowohl im technischen als auch im operativen Geschäft Auswirkungen auf das Seepersonal sowie auch auf die gesamte Belegschaft der Gesellschaft haben.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich die flottenbezogenen Erlöse bei einem voraussichtlich leicht steigenden Flottenbestand etwas erhöhen werden, während gleichzeitig auch mit einem proportionalen Anstieg des Personalaufwands gerechnet wird. Daher rechnet UMH unter der gegebenen Marktlage mit einem Jahresüberschuss in 2024 und auch in 2025 wieder mit einem positiven Jahresergebnis.

 

Hamburg, den 18.06.2024

UNITEAM MARINE Shipping GmbH, Hamburg

Geschäftsführung

Jens Schultz, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die UNITEAM MARINE Shipping GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der UNITEAM MARINE Shipping GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UNITEAM MARINE Shipping GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 18. Juni 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Matthias Wempe, Wirtschaftsprüfer

gez. Kathrin Meier-Haskamp, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss 2023 wurde am 09.10.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.