Diakoniestationen Hannover gGmbH

Sallstraße 57, 30171 Hannover, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 57507
Eingetragen
25.1.1999
Branche
Stationäre Einrichtungen zur palliativen PflegeAmbulante Betreuungsdienste für ältere MenschenSonstige teilstationäre Pflegeeinrichtungen
Gegenstand
1. Zweck der Gesellschaft ist die umfassende Pflege und Betreuung kranker, alte oder in anderer Weise hilfsbedürftiger Menschen. 2. Der Gesellschaftszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Errichtung, Unterhaltung und den Betrieb von Diakoniestationen. 3. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die der Erreichung oder Förderung des Gesellschaftszwecks zu dienen geeignet sind. Insbesondere darf sie zu diesem Zwecke auch andere Gesellschaften und Einrichtungen gleicher oder ähnlicher Art gründen, übernehmen oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Die Gesellschaft darf auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Petra Rose
seit 13.11.2017
Prokura
Lutz Matthias Jung
seit 19.5.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert93.34% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
Ev.-luth. Stadtkirchenverband
60.00%
Dachstiftung Diakonie
20.00%
6.67%
5.00%
1.67%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Diakonisches Werk Hannover gGmbH
Germany
300.000 €
60.00%
DIAKOVERE gGmbH
Germany
100.000 €
20.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Diakoniestationen Hannover gGmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Diakoniestationen Hannover gGmbH ist als gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung am 20.09.1999 gegründet worden. Hauptgesellschafter sind das Diakonische Werk Hannover mit 60 % der Anteile, die Dachstiftung Diakonie mit 20 % sowie die DIAKOVERE gGmbH mit weiteren 20 %. Die Diakoniestationen Hannover gGmbH haben mit den Diakoniestationen des Ev. -luth. Stadtkirchenverbandes einen gemeinschaftlichen Betriebsführungsvertrag unter dem 27.08.2001 geschlossen. Mit Datum vom 11.12.2020 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen der Diakoniestationen Hannover gGmbH und dem Ev. Luth. Stadtkirchenverband Hannover geschlossen, der den Betriebsführungsvertrag vom 27.08.2001 ablöst.

Im Jahr 2023 betreiben die Diakoniestationen Hannover fünf Diakoniestationen im Stadtgebiet Hannover, jeweils eine Diakoniestation in Garbsen und in Burgwedel - Langenhagen, einen Ambulanten Psychiatrischen Krankenpflegedienst (APP) und einen Ambulanten Palliativ- und Hospizdienst (APHD). Eine Tagespflege wird als ergänzendes teilstationäres Angebot in Marienwerder betrieben.

Die Diakoniestationen erbringen dabei Leistungen ambulanter Kranken- und Altenpflege nach Sozialgesetzbuch (SGB) V und SGB XI. Diese beinhalten die umfassende Pflege, Betreuung und Behandlung kranker, alter und in anderer Weise hilfsbedürftiger Menschen. Schwerpunktmäßig werden Behandlungspflegen aufgrund ärztlicher Verordnungen nach § 37 Abs. 2 SGB V und Grundpflegen nach SGB XI geleistet.

Zudem werden Leistungen über den Ambulanten Psychiatrischen Pflegedienst angeboten, welcher seit dem 15.09.2005 existiert. Die Leistungen des Psychiatrischen Pflegedienstes werden abgerechnet nach SGB V.

Seit dem 01.09.2006 gehört der Ambulante Palliativ- und Hospizdienst zu den Diakoniestationen Hannover. Zum 30.09.2021 wurde der Bereich des Palliativdienstes an die DIAKOVERE gGmbH abgegeben. Der beim APHD verbleibende ambulante Hospizdienst soll zukünftig ausgebaut werden. Im Gegenzug wurde deshalb eine Kooperation mit der DIAKOVERE gGmbH abgeschlossen. Die Finanzierung des APHDs erfolgt im Wesentlichen durch Förderung der Krankenkassen nach § 39a SGB V und Spenden.

Darüber hinaus wird die ambulante Angebotspalette der Diakoniestationen Hannover seit dem 01.03.2008 durch eine teilstationäre Tagespflege ergänzt.

Die Gesellschaft ist Mitglied im Dienstgeberverband Diakonie Niedersachsen (DDN) und wendet seit 01.01.2022 den Tarifvertrag der Diakonie Niedersachsen (TV DN) mit Maßnahmen zur Zukunftssicherung (MaZuSi) an. Zum 01.01.2025 kommt der Tarifvertrag zur Vollanwendung.

Zum 01.04.2023 wurde die Ambulanter Therapie- und Pflegeservice GmbH, Langenhagen, (ATPS) übernommen. Die Kunden (Patienten) und Mitarbeiter wurden i. W. der Diakoniestation Burgwedel - Langenhagen zugeordnet.

Der Ambulante Psychiatrische Krankenpflegedienst wurde aus wirtschaftlichen Gründen zum 30.09.2023 eingestellt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Rahmenbedingungen der Altenpflegebranche unterliegen einem steten Wandel. Dieser ist geprägt durch die demographische Entwicklung und die Verknappung der Ressourcen im Bereich des Personals.

Die wechselnden gesellschaftlichen und politischen Anforderungen beeinflussen maßgeblich das wirtschaftliche Umfeld. Die demographiegetriebene Alterung der Gesellschaft eröffnet der ambulanten Altenpflege eine auch langfristig wachsende Nachfrage. Gleichzeitig stellt dieser Prozess den Pflegemarkt im engeren Sinne auch vor verschiedene Herausforderungen, die von der Beschaffung qualifizierter Arbeitskräfte bis hin zum Investitionsbedarf in bestehende bzw. zukünftige Infrastrukturen reichen. Dies ist auch in der Anzahl der in der ambulanten Pflege tätigen Erwerbstätigen in Deutschland ersichtlich. Hier kam es zwischen 2013 und 2022 zu einem Anstieg von 0,5 Mio. Erwerbstätigen (5,7 % p.a.; Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) (2023): Gesundheitswirtschaft - Fakten & Zahlen. Ergebnisse der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung, Ausgabe 2022).

Der Bedarf und die Strukturanforderung, die sich zukünftig an den Pflegemarkt stellt, sind insbesondere Demografie getrieben. Durch die gesellschaftliche Alterung ist die Zahl der Pflegebedürftigen zwischen 2012 und 2021 von 1,8 Mio. Personen auf 3,8 Mio. Personen (+ 8,7 % p.a.) gestiegen, wobei die Zahl der weiblichen Pflegebedürftigen weiterhin stärker zunimmt als die der männlichen. Daneben ist hervorzuheben, dass in Deutschland die Bruttowertschöpfung zwischen 2013 und 2022 um EUR 13,4 Mrd. (8,7 % p.a.) stieg (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) (2023): Gesundheitswirtschaft - Fakten & Zahlen. Ergebnisse der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung, Ausgabe 2022).

Die Entwicklung der ambulanten Altenhilfe in Niedersachsen ist seit Jahren dadurch gekennzeichnet, dass:

• regional zum Teil intensive Mitbewerbersituationen mit privaten Anbietern bestehen,

• die Nachfrage nach ambulanten Leistungen grundsätzlich steigt,

• die Entwicklung der Pflegeentgelte von den Marktteilnehmern als deutlich unzureichend beurteilt wird,

• in den letzten Jahren verstärkt ein Fachkräftemangel eingesetzt hat und

• konfessionelle Träger zusätzlich aufgrund ihrer Vergütungsstrukturen erhebliche wirtschaftliche Probleme aufweisen.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 wurde bei einem Gesamtumsatz von TEUR 14.262 (im Vorjahr TEUR 15.556) ein Verlust in Höhe von TEUR 257 (im Vorjahr Verlust in Höhe von TEUR -469) erzielt.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um -8,3 % zurückgegangen. Trotz Preiserhöhungen sind aufgrund von Kundenverlusten, durch die Aufgabe des Ambulanten Psychiatrischen Krankenpflegedienstes und insbesondere durch die Verringerung der Intercompany-Erträge aus der Personalgestellung Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Aufgrund der in 2023 durchgeführten TV DN-Anpassungen sind die Personalkosten um 7,7 % gestiegen. Gegenläufig wirkte der Wechsel zum 01.06.2023 von 94 Mitarbeitern von den Diakoniestationen Hannover zur Diakoniestation Neustadt, sodass insgesamt die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 % gesunken sind. Die Sachkosten sind trotz inflationsbedingter Preiserhöhungen durch den Wegfall von Corona-Aufwendungen gesunken. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 ein negatives Jahresergebnis von TEUR 257 erzielt. Der Verlust lässt sich überwiegend auf die unzureichende Refinanzierung der Personal- und Sachkosten zurückführen.

2.3 Darstellung der Lage

2.3.1 Vermögenslage

Durch den erwirtschafteten Verlust ist das Eigenkapital der Gesellschaft auf TEUR 3.923 (im Vorjahr TEUR 4.180) gesunken. Aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 67,2 % (im Vorjahr 64,5 %) gestiegen.

Das langfristig gebundene Vermögen (Anlagevermögen) ist vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Im Berichtsjahr wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 147 (im Vorjahr TEUR 137) vorgenommen.

Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen erfolgten in Höhe von TEUR 137.

Im Berichtsjahr wurde im Wesentlichen in die Erweiterung der Diakoniestation Burgwedel - Langenhagen (durch Übernahme der Ambulanter Therapie- und Pflegeservice GmbH) investiert.

Es werden DEVIF-Fondsanteile in Höhe von TEUR 611 (im Vorjahr TEUR 578) sowie Finanzanleihen (Union Investment) in Höhe von TEUR 887 (im Vorjahr TEUR 0) gehalten.

Dem Umlaufvermögen von insgesamt TEUR 3.762 (darin liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.601) stehen kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen von insgesamt TEUR 1.909 gegenüber.

Die Kennzahlen zur Vermögenslage stellen sich wie folgt dar:

2023 2022
Anlagendeckung Eigenkapital x 100 / Anlagevermögen 219,2% 480,4%
Eigenmittelquote *) Eigenmittel x 100 / Bilanzsumme 67,3% 64,6%
Verschuldungsgrad Fremdkapital x 100 / Eigenmittel 48,6% 54,6%

*) Eigenmittel = Eigenkapital zzgl. Sonderposten

2.3.2 Finanzlage

Einen Überblick über die Herkunft und Verwendung finanzieller Mittel gibt die folgende Kapitalflussrechnung:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -757 -294
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.016 -171
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5 -5
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.601 3.379

Die Finanzierungsquellen speisten sich wie in den Vorjahren aus Pflegeverträgen und Investitionsfolgekosten.

Mitte 2023 wurden aus dem Barvermögen TEUR 900 in Finanzanleihen (Union Investment) investiert.

Die Gesellschaft konnte im Jahr 2023 jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachkommen.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen langfristige Geldanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Finanzierung unserer Leistungen erfolgt im Wesentlichen über Leistungsentgelte der Krankenkassen, der Pflegekassen, des Sozialhilfeträgers sowie von Selbstzahlern, die in regelmäßigen Abständen im Wege von Entgeltverhandlungen aktualisiert werden. Sofern eine Einstufung des Pflegebedarfs mit den Kostenträgern vorgenommen wird, ist mit signifikanten Forderungsausfällen nicht zu rechnen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft durch die im Zuge des Leistungsprozesses erzielten Entgelte. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko beurteilen wir vorab unsere Liquiditätsbedarfe und stimmen diese mit unserer Personaleinsatzplanung ab.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken greifen wir auf unser Forderungsmanagement zurück und stehen im engen Kontakt mit unseren Kostenträgern.

2.3.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir stützen uns für unsere interne Unternehmenssteuerung neben den Größen Umsatzerlöse und Jahresergebnis insbesondere auf die Auslastung der vorhandenen Angebote und Liquidität auf kurze Sicht sowie die Kennzahl Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen), welche im Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr bei 92 % lag.

Aufgrund unserer Satzungszwecke ist unsere Tätigkeit nicht in erster Linie auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Folglich ist unsere Tätigkeit auf eine langfristige Substanz- und Vermögenserhaltung ausgerichtet. Im Jahr 2023 haben wir dieses Nebenziel uneingeschränkt erreicht.

2.3.4 Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin negativ. Im Berichtsjahr wurde ein Verlust von TEUR 257 (im Vorjahr Verlust TEUR -469) erzielt.

Die Umsätze aus Pflegeleistungen in Höhe von TEUR 12.461 (im Vorjahr TEUR 12.116) sind gegenüber dem Vorjahr insgesamt um TEUR 345 gestiegen, was im Wesentlichen auf die Punktwerterhöhungen im Bereich des SGB XI zurückzuführen ist.

Die Anzahl der Kunden (Patienten) hat sich insgesamt im Jahresverlauf um 1,7 % vermindert. Die beiden Ertragsbereiche SGB V und SGB XI haben sich dabei unterschiedlich entwickelt. Im SGB V-Bereich ist die Anzahl der Patienten um 2,4 % gestiegen. Jedoch wurde zum 30.09.2023 der Ambulante Psychiatrische Krankenpflegedienst aufgegeben. Diese beiden gegenläufigen Effekte führten dazu, dass sich im Bereich des SGB V die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 34 verringerten. Im SGB XI-Bereich ist die Anzahl der Patienten um 0,6 % zurückgegangen. Durch die Punktwerterhöhungen sind die SGB-XI Erträge jedoch im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 338 gestiegen. Im Bereich der Tagespflege sind durch Preiserhöhungen sowie die Verbesserung der Auslastung die Umsätze um TEUR 113 gestiegen.

Bis zum 31.05.2023 war der überwiegende Teil der Mitarbeitenden der Diakoniestation Neustadt bei der Diakoniestationen Hannover gGmbH angestellt. Zum 01.06.2023 sind diese Mitarbeitenden zur Diakoniestation Neustadt gGmbH gewechselt. Insbesondere dadurch sind die sonstigen Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.639 gesunken.

Insgesamt verringerten sich die Pflegeerträge und die sonstigen Umsatzerlöse in 2023 um TEUR 1.294.

Die Erträge aus der Förderung von Investitionen, Zuweisungen und Zuschüsse sowie die sonstigen auf das laufende Geschäftsjahr entfallenden betrieblichen Erträge erhöhten sich - im Wesentlichen durch höhere Zuweisungen und Zuschüsse aus der Förderung ambulanter Hospizarbeit - insgesamt um TEUR 185, sodass sich die Betriebsleistung (betriebliche Erträge des laufenden Geschäftsjahres ohne neutrale bzw. periodenfremde Erträge und Zinserträge) insgesamt um TEUR 1.109 verringerte.

Aufgrund des Wechsels der Mitarbeiter zum 01.06.2023 von Hannover nach Neustadt sind die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.546 gesunken. Die TV DN-bedingten Gehaltserhöhungen (5 % zum 01.01.2023), Erhöhung der Sonderzahlung um 20 % sowie Erhöhung des ZVK-Beitrags um 1 % haben im Gegensatz dazu zu einem Anstieg der Personalkosten geführt. Des Weiteren sind im Personalaufwand auch Kosten für Zeitarbeit (TEUR 190) enthalten. Insgesamt ist der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.108 gesunken. Insbesondere die Zeitarbeitskosten wurden i. W. zum Ausgleich der erhöhten Krankheitsausfälle (Anstieg der Krankheitsquote auf 14 %) benötigt.

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 423 (im Vorjahr 498) Mitarbeiter/innen beschäftigt, wobei es sich durchschnittlich um 60 (im Vorjahr 69) Vollzeit- und 363 (im Vorjahr 429) Teilzeitbeschäftigte handelt (Kopfzahlen). Dieser starke Rückgang der Mitarbeiterzahlen ist darauf zurückzuführen, dass zum 01.06.2023 94 Mitarbeiter von Hannover nach Neustadt gewechselt sind. Umgekehrt sind nur 8 Mitarbeiter von Neustadt nach Hannover gewechselt. Dadurch sind sowohl die Aufwendungen aus Personalgestellung als auch die Aufwendungen für Löhne und Gehälter gesunken.

Im Bereich der Sachkosten und übrigen Aufwendungen (ohne neutrale und periodenfremde Effekte) ist insgesamt ein Rückgang von TEUR 66 zu verzeichnen. Die Kosten für Steuern, Abgaben und Versicherungen sind um TEUR 57 gestiegen. Des Weiteren haben sich auch die Kosten für zentrale Dienstleistungen um TEUR 32 erhöht. Im Gegensatz dazu konnten die Kosten für Betreuung, Wirtschafts-/Verwaltungsbedarf sowie Mieten, Pacht und Leasing um insgesamt TEUR 165 verringert werden.

Durch Zu- und Abschreibungen auf Wertpapiere sowie die erwirtschafteten Zinserträge wurde ein positives Finanzergebnis von TEUR 32 (im Vorjahr TEUR -42) erzielt.

Insgesamt wurde ein Verlust von TEUR 257 erwirtschaftet. Damit wurde das Ergebnis um TEUR 211 verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Pflegeumsätze sowie Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten zurückzuführen. Dementgegen wirken die gestiegenen Personalkosten aufgrund des TV DN-Eintritts.

3. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir bei einem Anstieg der Umsatzerlöse einen hierzu überproportionalen Anstieg der Personal- und Sachkosten und somit ein - im Vergleich zu 2023 - erhöhten Verlust, welcher sich voraussichtlich in einem Korridor von TEUR -350 bis TEUR -400 bewegen wird und einen Anstieg der Personalaufwandsquote zur Folge hätte. Gemäß Mittelfristplanung wird in 2025 nochmals mit einem Verlust gerechnet (Zielkorridor von TEUR -25 bis TEUR -75). In 2026 und 2027 soll das Ergebnis wieder auf über TEUR 200 p.a. anwachsen.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikobericht

4.1.1 Branchenspezifische Risiken

Die Entwicklung der Einrichtungen der ambulanten Altenhilfe, insbesondere in konfessioneller Trägerschaft, in Niedersachsen hat sich in den letzten Jahren als schwierig erwiesen. Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung andauern wird. Wesentliche Entlastungen durch geänderte politische Rahmenbedingungen erscheinen trotz wiederholter Ankündigungen nicht erkennbar. Andererseits sind mittel- bis langfristig weitere Personalkostensteigerungen zu erwarten, die gegebenenfalls nur teilweise durch Ertragssteigerungen refinanziert werden können.

Die Akquisition von Fachpersonal gestaltet sich weiterhin schwierig. Es gibt bundesweit mehr offene Stellen als Bewerber im Bereich der Altenhilfe.

4.1.2 Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der deutlichen Kostenvorteile privat gewerblicher Anbieter weiter zugenommen. Unsere Leistungsangebote sind eng an die Bedarfe unserer Kunden ausgerichtet und bilden das gesamte Leistungsspektrum der ambulanten Pflege ab.

Wir gehen davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich konstant sind und wir unsere Angebote auch mittelfristig auskömmlich auslasten und ausbauen können.

4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Gesellschaft ist in 2022 dem Diakonischen Dienstgeberverband Niedersachsen (DDN) beigetreten. Mit dem Beitritt unterliegt die Gesellschaft dem TV DN. Die Gesellschaft wendet den TV DN mit MaZuSi an. Die Gesellschaft plant zum 01.01.2025 die Vollanwendung des TV DN umzusetzen. Dieses hat bis 2025 einen sukzessiven Anstieg der Personalkosten zur Folge.

Am 22.11.2023 wurde eine TV DN-Tarifeinigung erzielt. Neben der Erhöhung der Basistabelle (für die Entgeltgruppen E2 bis 7) ergibt sich zum 01.04.2024 eine allgemeine Tariferhöhung von 5,5 %. Zusätzlich werden die Pflegefach- und Pflegehilfskräfte jeweils um eine Entgeltgruppe höher eingruppiert. Des Weiteren erhalten die Pflegehilfskräfte und Qualifizierte erstmalig eine Pflegezulage. Die Entgeltgruppen E3 bis 5 werden um eine dritte Stufe erweitert und die Stufenerhöhung auf 6 bzw. 9 Jahren verkürzt. Erstmalig wird ein Vertretungszuschlag eingeführt. Insgesamt ergeben sich durch den Tarifabschluss - auf volle 12 Monate gerechnet - zusätzliche Personalkosten von über 15 %. Ab dem 01.02.2025 wurde eine weitere allgemeine Tariferhöhung von 4,5 % vereinbart. Zur Refinanzierung dieser Personalkostensteigerungen wurde der SGB V-Punktwert zum 01.01.2024 um 11,9 % erhöht. Die Punktwerterhöhung der SGB XI-Umsätze beträgt nach Basisbereinigung 10,38 %.

4.1.4 Allgemeine externe Risiken

Am 07.04.2023 sind die letzten Coronaschutzmaßnahmen (Maskenpflicht im Gesundheitswesen) ausgelaufen, sodass die Corona-Pandemie offiziell als beendet erklärt wurde. In der Vergangenheit hat die Diakoniestationen durch ein effizientes Beschaffungsmanagement, Impfung der Mitarbeiter, Aufklärung von Mitarbeitern bzgl. empfohlener Maßnahmen des Robert-Koch-Instituts und einer Aufklärung pro Patienten die Pandemierisiken so gering wie möglich gehalten.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass es durch den Ukraine-Krieg im Bereich der ambulanten Pflege zu keinen wesentlichen Auswirkungen kommt.

4.2 Chancenbericht

Das Abdecken des gesamten Leistungsspektrums in der ambulanten Pflege, unser hohes Qualitätsniveau sowie das schnelle Reagieren auf Marktveränderungen bilden das Chancenpotential der Diakoniestationen Hannover ab. Darüber hinaus deuten zukünftige Veränderungen des kollektiv-arbeitsrechtlichen Rechtsrahmens positive Entwicklungen an.

Die Nutzung und Weiterentwicklung eines in 2017 eingeführten EDV-Programms einschließlich der mobilen Datenerfassung ermöglichte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine wirtschaftlichere Touren- und somit auch Arbeitszeitplanung.

Der ab dem 01.04.2024 gültige Tarifvertrag führt insbesondere bei den Pflegefach- und Pflegehilfskräften zu einem Gehaltsanstieg von bis zu 20 %. Dieses wird - im Vergleich zu den übrigen Marktteilnehmern - die Attraktivität eines Pflegearbeitsplatzes bei den Diakoniestationen steigern und somit auch die Einstellung von neuen Mitarbeitern erleichtern.

5. Gesamtaussage

Solange sich die Entwicklung der Pflegeentgelte nicht im Einklang mit der Entwicklung der Personalkostentarife gebracht werden kann, wird es der Gesellschaft nur durch Wachstum und weitere Effizienzsteigerungen gelingen, eine positive Ertragslage zu erzielen.

In den Folgejahren sollen durch weitere Effizienzsteigerungen und Umsatzwachstum (durch Gewinnung von Neukunden und/oder Übernahme von weiteren Pflegeeinrichtungen) sukzessive wieder positive Ergebnisse erwirtschaftet werden. Für das Jahr 2024 wird noch mit einem negativen Ergebnis (Zielkorridor von TEUR -350 bis TEUR -400) geplant. In 2025 wird nochmals mit einem Verlust gerechnet (Zielkorridor von TEUR -25 bis TEUR -75) gerechnet. In 2026 und 2027 soll das Ergebnis wieder auf über TEUR 200 p.a. steigen.

Die Geschäftsführung geht insgesamt von einer langfristig erfolgreichen Fortführung der Gesellschaft aus.

 

Hannover, den 8. Mai 2024

Diakoniestationen Hannover gGmbH

gez. Lutz Jung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.789.064,56 870.025,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 165.313,04 135.717,56
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.916,00 14.288,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 158.397,04 121.429,56
II. Sachanlagen 87.767,00 118.033,67
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 728,00 995,00
2. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 46.933,00 75.563,67
3. Fahrzeuge 40.106,00 41.475,00
III. Finanzanlagen 1.535.984,52 616.273,96
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.405,44 38.405,44
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.497.579,08 577.868,52
B. Umlaufvermögen 3.762.123,64 5.537.326,22
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.161.150,60 2.157.969,94
davon Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 123.635,73
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.173,93 320.738,22
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.600.973,04 3.379.356,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 286.645,92 68.470,86
Bilanzsumme, Summe Aktiva 5.837.834,12 6.475.822,27

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.921.864,57 4.179.480,46
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklagen 5.247,50 5.247,50
III. Gewinnrücklagen 1.507.991,62 1.503.120,71
IV. Bilanzgewinn 1.908.625,45 2.171.112,25
B. Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 6.000,00 6.400,00
C. Rückstellungen 592.179,78 1.137.543,49
D. Verbindlichkeiten 1.317.789,77 1.147.021,81
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.623,26 23.182,59
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.039,19 0,00
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 812.977,31 805.731,50
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 5.376,51
Bilanzsumme, Summe Passiva 5.837.834,12 6.475.822,27

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.433.637,68 15.312.719,54
2. Personalaufwand 13.148.028,80 14.256.161,50
a) Löhne und Gehälter 9.899.511,52 10.765.979,74
b) Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige Aufwendungen 3.248.517,28 3.490.181,76
3. Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen 495.574,21 463.620,72
4. Steuern, Abgaben, Versicherungen 238.323,64 182.459,57
5. Mieten, Pacht, Leasing 722.974,08 744.421,61
6. Erträge aus öffentlicher und nicht-öffentlicher Förderung von Investitionen 322.654,27 277.707,23
7. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 400,00 400,00
8. Abschreibungen 175.433,21 169.389,46
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 146.725,20 137.358,30
b) Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 28.708,01 32.031,16
9. Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung 199.236,32 198.256,49
10. sonstige betriebliche Aufwendungen 34.029,82 4.134,10
11. Erträge aus Finanzanlagen 12.487,37 7.060,17
12. Zinsen und ähnliche Erträge 806,70 1.021,73
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 12.925,00 48.843,59
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 827,23 1.003,36
Jahresfehlbetrag 257.366,29 469.381,73

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Diakoniestationen Hannover gGmbH mit Sitz in Hannover unter der Nummer HRB 57507 beim Amtsgericht Hannover im Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 4 Abs. 1 Nr. 1 der Pflege-Buchführungsverordnung (PBV). Das Anlagevermögen wird entsprechend § 4 Abs. 1 Nr. 3 PBV dargestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform nach § 4 Abs. 1 Nr. 2 PBV angewendet.

Die Gliederungsvorschriften wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zur Bilanz

Darstellungs- und Bewertungsstetigkeit -

Der Jahresabschluss ist in EURO aufgestellt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr mit folgender Ausnahme beibehalten.

Bei der Antragstellung für die Förderung ambulanter Hospizarbeit nach § 39a Abs. 2 SGB V werden bei der Berechnung der Förderungshöhe die Leistungseinheiten des Vorjahres zugrunde gelegt. Bislang erfolgte die Bilanzierung nur der Förderungen für abgelaufene Geschäftsjahre. In diesem Jahr wurde das Verfahren umgestellt, sodass nun auch für das laufende Berichtsjahr die Förderung und die korrespondierende Forderung erfasst wurden. Dadurch wurden im Berichtsjahr Erträge aus dieser Förderung von insgesamt TEUR 361 (Vorjahr: TEUR 150) erfasst.

Immaterielle Vermögensgegenstände -

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen erfolgten linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren.

Geschäfts- oder Firmenwert -

Die aktivierten derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über drei Jahre abgeschrieben. Die Schätzung dieser Nutzungsdauer erfolgte unter Heranziehung branchenbezogener Prognosen und Analysen.

Sachanlagen -

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Bewegliche und unbewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bewegliche Neuzugänge werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert über EUR 250,00 netto bis zu einem Wert in Höhe von EUR 1.000,00 netto wurden bis zum Geschäftsjahr 2022 in einen Sammelposten eingestellt und über einen Zeitraum von 5 Jahren gleichmäßig aufgelöst. Ab dem Geschäftsjahr 2023 werden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 netto im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen -

Finanzanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Das Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wurde in Anspruch genommen. Es wurden in Höhe von TEUR 13 außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Im Berichtsjahr wurde zudem eine Zuschreibung in Höhe von TEUR 33 vorgenommen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Anteilsbesitz -

Die Gesellschaft ist an folgendem Unternehmen beteiligt:

Name Sitz Beteiligung
Diakoniestation Neustadt a. Rbge. gemeinnützige GmbH Neustadt a. Rbge. 51,00%

Die Diakoniestation Neustadt a. Rbge. gemeinnützige GmbH weist zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.146 aus. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 59 erwirtschaftet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände -

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bestehen ausschließlich in inländischer Währung und sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 60). In Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 9) bestehen diese aus verfügungsbeschränkten Vermögensgegenständen aus treuhänderisch gehaltenen Mietkautionskonten.

Forderungsrisiken werden durch die Bildung von Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betrafen im Vorjahr die laufende Verrechnung von Personal- und Sachkosten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten -

Die Beträge sind zum Nennwert angesetzt und bestehen in inländischer Währung.

Im Bilanzposten sind nicht frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten aus verpfändeten Mietsicherheiten in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten.

- Rechnungsabgrenzungsposten -

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Eigenkapital -

Die Kapitalrücklage beinhaltet andere Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB, die Gesellschafter in das Eigenkapital geleistet haben.

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen.

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Jahresfehlbetrag -257 -469
Gewinnvortrag 2.172 2.518
Entnahmen aus Gewinnrücklagen 29 123
Einstellungen in Gewinnrücklagen -35 0
Bilanzgewinn 1.909 2.172

Ergebnisverwendung -

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.909 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Anlagevermögens -

Der Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Rückstellungen -

Die Rückstellungen berücksichtigen sämtliche ungewisse Risiken und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen seit dem 1. Januar 2022 bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse der ev.-luth. Landeskirche Hannovers (ZVK), Detmold. Diese Versorgungszusagen werden in Ausübung des Wahlrechts des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht passiviert. Die ZVK ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Zweck der Anstalt ist es, Arbeitnehmern der Beteiligten im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Anstalt ist keine im Wettbewerb stehende Einrichtung.

Die Altersversorgung wird durch Beiträge finanziert. Der Beitrag in 2023 beträgt 4 % (gemäß Maßnahmen zur Zukunftssicherung (MaZuSi) vom 8. August 2022 abgesenkter Beitragssatz) des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts bzw. 6 % (regulärer Beitrag) für die zum 01.06.2023 von der Diakoniestation Neustadt gGmbH übernommenen Mitarbeitenden. Die Beiträge bei der ZVK sollen im Rahmen der MaZuSi schrittweise bis 2025 auf den regulären Beitragssatz erhöht werden. Die Höhe der verbeitragten Löhne und Gehälter beträgt TEUR 9.909. Das zusätzlich vom Arbeitgeber zu zahlende Sanierungsgeld beträgt für 2023 0,06 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts. Eine Aussage über die Höhe des auf die Gesellschaft entfallenden, nicht durch Kassenmittel der ZVK gedeckten Anteils kann nach dem derzeitigen Informationsstand nicht getroffen werden.

Verbindlichkeiten -

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt EUR 1.317.789,77 (i.Vj. EUR 1.128.398,61) und von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (i.Vj. EUR 18.623,20); darunter mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren EUR 0,00 (i.Vj. EUR 0,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen in Höhe von EUR 18.623,26 (i.Vj. EUR 4.559,39) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von EUR 0,00 (i.Vj. EUR 18.623,20) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 19 (Besicherung durch Eigentumsvorbehalte; Vorjahr TEUR 23) und beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Personal- und Sachkostenerstattungen und sonstigem laufenden Geschäftsverkehr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Personal- und Sachkostenerstattungen und sonstigen laufenden Geschäftsverkehr.

sonstige finanzielle Verpflichtungen -

Gesamt
TEUR
fällig 2024
TEUR
fällig 2025-2028
TEUR
fällig ab 2029
TEUR
sonstige Miet-, Leasing-, Wartungs- und Dienstleistungsverträge 8.412 1.402 5.608 1.402
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (7.686) (1.281) (5.124) (1.281)

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung -

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Fremdpersonal in Höhe von TEUR 950 (Vorjahr: TEUR 1.328) enthalten.

Erläuterung der periodenfremden bzw. außergewöhnlichen Erträge -

In dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" sind periodenfremde Erträge aus Kostenerstattungen in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 8) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 301) enthalten. Zudem werden periodenfremde Erträge in den Zuweisungen und Zuschüssen zu Betriebskosten in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. Des Weiteren gab es eine Zuschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 0).

Erläuterung der periodenfremden bzw. außergewöhnlichen Aufwendungen -

In dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" sind periodenfremde Aufwendungen (im Wesentlichen verspätet in Rechnung gestellte Überführungskosten im Zusammenhang mit Kfz-Leasing) in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten. Des Weiteren gab es Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 49).

D. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer -

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 423 (im Vorjahr 498 Mitarbeiter/-innen; ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Aufgeteilt nach Gruppen handelt es sich durchschnittlich um 60 (im Vorjahr 69) Vollzeit- und 363 (im Vorjahr 429) Teilzeitbeschäftigte.

Konzernzugehörigkeit -

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Diakonisches Werk Hannover gGmbH, Hannover, einbezogen (größter und kleinster Konzernkreis). Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Mitglieder der Geschäftsführung -

Herr Dipl.-Kfm. Lutz Jung, Geschäftsführer der Diakonisches Werk Hannover gGmbH

Gesamtbezüge der Geschäftsführung -

Der Geschäftsführer erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

Nachtragsbericht -

Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine besonderen Vorgänge eingetreten, die - wenn sie sich während des Geschäftsjahres 2023 vollzogen hätten - Einfluss auf die Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage gehabt hätten.

 

Hannover, den 08.05.2024

gez. Lutz Jung, Diakoniestationen Hannover gGmbH

Anlagespiegel

Entwicklung der Anschaffungswerte
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 222.181,81 0,00 0,00 222.181,81
2. Geschäfts- oder Firmenwert 360.606,56 110.000,00 0,00 470.606,56
582.788,37 110.000,00 0,00 692.788,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 201.819,34 0,00 0,00 201.819,34
2. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 126.096,81 3,33 6.933,73 119.166,41
3. Fahrzeuge 75.043,49 26.790,01 20.301,20 81.532,30
402.959,64 26.793,34 27.234,93 402.518,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.405,44 0,00 0,00 38.405,44
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 626.712,11 900.000,00 0,00 1.526.712,11
665.117,55 900.000,00 0,00 1.565.117,55
Summe 1.650.865,56 1.036.793,34 27.234,93 2.660.423,97
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 207.893,81 7.372,00 0,00 215.265,81 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 239.177,00 73.032,52 0,00 312.209,52 0,00
447.070,81 80.404,52 0,00 527.475,33 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 200.824,34 267,00 0,00 201.091,34 0,00
2. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 50.533,14 28.627,00 6.926,73 72.233,41 0,00
3. Fahrzeuge 33.568,49 15.655,01 7.797,20 41.426,30 0,00
284.925,97 44.549,01 14.723,93 314.751,05 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 48.843,59 12.925,00 0,00 61.768,59 32.635,56
48.843,59 12.925,00 0,00 61.768,59 32.635,56
Summe 780.840,37 137.878,53 14.723,93 903.994,97 32.635,56
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.916,00 14.288,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 158.397,04 121.429,56
165.313,04 135.717,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 728,00 995,00
2. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 46.933,00 75.563,67
3. Fahrzeuge 40.106,00 41.475,00
87.767,00 118.033,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.405,44 38.405,44
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.497.579,08 577.868,52
1.535.984,52 616.273,96
Summe 1.789.064,56 870.025,19

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den aufgestellten und geprüften Jahresabschluss. Im Rahmen der Offenlegung wurden Erleichterungen vorgenommen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Diakoniestationen Hannover gGmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Diakoniestationen Hannover gGmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Diakoniestationen Hannover gGmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 29.05.2024

Anochin, Roters & Kollegen
GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. ppa. Mustafa Bozkurt, Wirtschaftsprüfer

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