First Stop Reifen Auto Service GmbH
Burgsiedlung 1A, 61169 Friedberg (Hessen), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rolf Stephan Hosefelder seit 19.7.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
First Stop Reifen Auto Service GmbHFriedberg (Hessen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Passiva
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Die First Stop Reifen Auto Service GmbH hat ihren Sitz in Friedberg (Hessen) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Friedberg (Hessen) (HRB 8839). Der Jahresabschluss der First Stop Reifen Auto Service GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden hinsichtlich der Bilanzierung, Bewertung und des Ausweises die handelsrechtlichen Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewendet. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. A. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsindividuellen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen Afa-Tabellen wie folgt vorgenommen:
Geringwertige bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr analog § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt, basierend auf den Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten, zum gleitenden Durchschnittspreis. Für Waren mit eingeschränkter Gängigkeit wurden entsprechende Abschläge angesetzt. Grundlage für die Bewertung der fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen Ist-Stückkosten, die auf der Basis der Nachkalkulation des vorangegangenen Geschäftsjahres ermittelt worden sind. Die Stückkosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung (z. B. Werkzeugkosten) und angemessene Anteile der Verwaltungskosten. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1,0 % auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung bestehen nicht. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag - wenn notwendig unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen - bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert, Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen nicht. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag liegt ein aktivischer Überhang der latenten Steuern vor. Die Aktivierung des Überhangs von aktiven gegenüber passiven latenten Steuern unterbleibt gemäß § 274 Abs. 1 HGB. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Aufgrund von Wechselkursänderungen bis zur Begleichung der Forderungen und Verbindlichkeiten sind im vorliegenden Jahresabschluss realisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. B. Erläuterungen zur Bilanz I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.460.825,14 (i. V. EUR 1.824.602,30). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind geleistete Kautionen in Höhe von EUR 87.510,15 (i. V. EUR 72.975,17) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr ausgewiesen. Die flüssigen Mittel beinhalten die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital betrifft das voll eingezahlte Stammkapital. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Boni und Kickback-Vereinbarungen (TEUR 944), Mitarbeiterprovisionen (TEUR 250), Mietindexierung (TEUR 140), Resturlaub (TEUR 404), Überstunden (TEUR 341), sonstige Personalrückstellungen (TEUR 553) sowie Rückstellungen für Weihnachts- und Jubiläumsgelder (TEUR 223). 5. Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind, wie im Vorjahr, in voller Höhe dem Liefer- und Leistungsverkehr zuzuordnen. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Alle Verbindlichkeiten haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. C. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 57.491 verteilen sich auf das Inland mit TEUR 57.286 und das Ausland mit TEUR 205. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 62 enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Versicherungsentschädigungen (TEUR 46), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 11) sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 6). 3. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 699,74 (i. V. EUR 692,24) enthalten, im Posten "Löhne und Gehälter" sind erstattete Lohnzahlungen nach § 56 IfSG in Höhe von EUR 11.745,71 (i. V. EUR 14.779,30) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 86, welche auf Forderungsverluste zurückzuführen sind. D. Sonstige Angaben 1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen überwiegend in Form von Miet- und Leasingverträgen vor. Die Restlaufzeiten stellen sich wie folgt dar:
3. Organ der Gesellschaft Geschäftsführer ist:
Auf die Offenlegung der Bezüge des Geschäftsführers wird aufgrund der Inanspruchnahme der Erleichterungsmöglichkeit gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Nachtragsbericht BS Europa hat sich verpflichtet das im Dezember 2024 endfällige Darlehen über EUR 4,5 Mio. um drei Jahre bis zum 31. Dezember 2027 zu verlängern unter der Maßgabe, dass First Stop beginnend ab dem laufenden Geschäftsjahr und in den Folgejahren jeweils EUR 0,5 Mio. p. a. tilgt. Mit Beschluss vom 20. / 25. Juni 2024 haben sich die Gesellschafter der PPG verpflichtet jeweils EUR 1,0 Mio. in die Kapitalrücklage der PPG einzuzahlen. Diese wiederum wird die Zahlungen in Höhe von insgesamt EUR 2,0 Mio. in die Kapitalrücklage der FST einzahlen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. 5. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird unter Verweis auf § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB verzichtet. 6. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Pneuhage Management GmbH & Co. KG, Karlsruhe, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Deren Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Unternehmensregister offengelegt.
Friedberg (Hessen), 28. Juni 2024 First Stop Reifen Auto Service GmbH Geschäftsführung Rolf Hosefelder Entwicklung des Anlagevermögens der First Stop Reifen Auto Service GmbH, Friedberg (Hessen), im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Die First Stop Reifen Auto Service GmbH (im Folgenden First Stop oder das Unternehmen) ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Pneuhage Partners Group GmbH & Co. KG, Karlsruhe ("PPG"). PPG ist ein Joint Venture Unternehmen, dessen Anteile zu 75 % die Pneuhage Management GmbH & Co. KG, Karlsruhe, und zu 25 % die Bridgestone Europe NV/SA (im Folgenden Bridgestone), Zaventem/Belgien, halten. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Pneuhage Management GmbH & Co. KG (im Folgenden "Pneuhage Unternehmensgruppe") einbezogen. Der unternehmerische Schwerpunkt des Unternehmens ist der Verkauf von Reifen und Felgen. Im Bereich Fahrzeugservice und Fahrzeugtechnik werden zudem Dienstleistungen rund um den Motor (Ölservice, Inspektion, HU/AU), das Fahrwerk und die Abgassysteme durchgeführt. Abnehmer der Produkte sind neben Firmenkunden mit einem ausgedehnten Fuhrpark vor allem klein- und mittelständische Unternehmen sowie überwiegend private Endverbraucher aus dem regionalen Umfeld. Das Unternehmen ist an 40 Niederlassungsstandorten tätig auf dem Gebiet des Reifen-Einzelhandels, der Fahrzeugservices und der Fahrzeugtechnik. Unseren Standort in Emden haben wir zum Ende des zurückliegenden Jahres aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Ferner stellt das Unternehmen runderneuerte NFZ Reifen in Friedberg (Hessen) her und betreibt zudem ein Partnersystem. Wirtschaftsbericht Entwicklung der Branche Nach Angaben des Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e. V. (BRV) wurden 2023 knapp 44,5 Mio. Fahrzeugreifen im Reifenersatzgeschäft in Deutschland verkauft (in dieser Angabe sind die Absatzzahlen für die Segmente Landwirtschafts- und Erdbewegungsmaschinenreifen erstmals nicht mehr enthalten aufgrund der unzureichenden Datenlage). Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein überschaubares Plus von 0,2 %. Nach Auffassung des Verbands ist dies jedoch angesichts der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr. Consumer-Reifen bestehend aus den Produktgruppen Pkw-/4x4-Reifen und Leicht-Lkw-Reifen dominieren mit einem Anteil von 94,5 % das Reifenersatzgeschäft in Deutschland. Insgesamt konnte der Stückabsatz des Consumer-Segments um 1,0 % ausgebaut werden. Innerhalb des Segments war die Entwicklung erneut stark divers: Der Absatz an Ganzjahresreifen wurde um 10,9 % ausgebaut, der Winterreifenabsatz lag in etwa auf Vorjahresniveau (-0,1 %), und der Sommerreifenabsatz ging um 7,2 % zurück. Im Segment Lkw-/Busreifen (Anteil 5,5 %) ging die Absatzmenge im 2023 indessen um 11,7 % auf 2,4 Millionen Stück zurück (Vorjahr: 2,8 Mio.). Gründe für den unerwartet starken Rückgang der Nachfrage sieht der Fachverband u. a. in einem von 2022 auf 2023 um fast 7 % gesunkenen Transportaufkommen bezogen auf die Kilometerleistung deutscher Fahrzeuge und um 24 % gestiegenen Neuzulassungszahlen im Segment der Fahrzeuge über 6 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. Vom Hersteller mit Neureifen ausgerüstet, haben diese erst einmal keinen Ersatzbedarf. Von der im Ersatzgeschäft mit Lkw-Reifen abgesetzten Menge entfielen knapp 1,8 Mio. Stück auf Neureifen (-11,0 %) und trotz aller Nachhaltigkeitsbestrebungen unserer Wirtschaft auf nur knapp 0,7 Mio. Stück runderneuerte Lkw-Reifen (-13,5 %). Der Anteil der Runderneuerten, die nach BRV-Meinung ein Paradebeispiel für eine im Sinne größtmöglicher Ressourcen- und Umweltschonung funktionierende Kreislaufwirtschaft darstellen, an der Absatzmenge im Lkw-Reifensegment verringerte sich damit zugunsten von Neureifen auf 27,3 % (Vorjahr 27,8 %). Geschäftsverlauf Im Vergleich zum Markt setzte First Stop im zurückliegenden Geschäftsjahr etwas mehr Consumer- Reifen ab als der Markt (1,0 %), nämlich 1,4 %. Lässt man die 2022 geschlossen Filialen in Hof, Pfarrkirchen und Freyung außer Acht ist dies tatsächlich ein Mengenzuwachs von 4,2 %. Im Unterschied zum Markt steigerte First Stop Portfolio bereinigt nicht nur den Absatz an Allwetterreifen, sondern auch an Saisonreifen, während der Markt bei Sommerreifen deutlich nachgab und beim Absatz an Winterreifen stagnierte. Beim Verkauf von Lkw-Reifen (inkl. Tiefladerreifen) verzeichnete das Unternehmen einen Mengenrückgang von 10,8 % bzw. Portfoliobereinigt von 6,8 % und konnte sich der allgemeinen Nachfrageschwäche des Marktes bei Lkw-Reifen (-11,7 %) zum Teil entziehen. Daraus ergibt sich für First Stop insgesamt ein Rückgang der abgesetzten Reifengesamtmenge im Jahresvergleich um 0,6 %, während der Markt leicht zulegte (0,2 %). Das liegt daran, dass NFZ- Reifen bei First Stop einen höheren Anteil am Reifenabsatz haben als im Markt. Ohne die zuvor genannten, im Vorjahr geschlossenen Niederlassungen wurde die Absatzmenge tatsächlich um 2,4 % gesteigert. Die 2023 erwirtschafteten Umsatzerlöse belaufen sich unter Einbeziehung der Umsätze aus Reifen, bezogenen Dienstleistungen, dem Felgenverkauf und dem Kfz-Geschäft (Achsvermessung, Inspektion, Reparatur, Teileverkauf) auf 57,5 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Erlössteigerung um 1,9 %, damit wurde die Umsatzplanung erreicht. Portfolio bereinigt beträgt der Umsatzanstieg 4,7 %. 2023 senkte das Unternehmen den Jahresverlust vor Verlustausgleich von 4,0 Mio. EUR um 0,8 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR (im Vorjahr betrug der Verlustabbau 1,3 Mio. EUR). Im Vorjahr hat Bridgestone entsprechend der Joint-Venture-Vereinbarung letztmalig 1,7 Mio. EUR des Verlustes ausgeglichen, so dass der Jahresfehlbetrag in 2022 bei 2,3 Mio. EUR lag. Lässt man den ungeplanten Restrukturierungsaufwand für die Standortschließung Emden in Höhe von 0,2 Mio. EUR unberücksichtigt, wurde das Ergebnisziel erreicht. Nach einigen Filialschließungen in der Vergangenheit und einer weiteren Ende 2023, nämlich in Emden, werden First Stop mit 40 eigenen Filialen und über das Partnersystem insgesamt 300 Standorte zugerechnet (Vorjahr 273) sowie das Runderneuerungswerk in Friedberg am Standort der Firmenzentrale. Damit ist First Stop die sechstgrößte Reifendienst Organisation im deutschen Markt gemäß BRV Marktstrukturanalyse. Die strukturellen Anpassungen in den zurückliegenden Jahren greifen zunehmend, die Verbundvorteile aus der Integration der First Stop in die Pneuhage Unternehmensgruppe und die Abstimmung der Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten mit den beiden indirekt beteiligten Gesellschaftern Pneuhage und Bridgestone zahlen sich aus. First Stop kann auf das Sortiment des Pneuhage- Großhandels Interpneu mit einem hohen Zentrallagerbestand über eine Vielzahl von Reifen verschiedener Hersteller sowie auf Bridgestone als starken NFZ-Reifen-Lieferanten zurückgreifen. Eine hohe Bedeutung kommt im Rahmen der Vertriebsstrategie von First Stop der Weiterentwicklung des Partnerkonzepts zu. Neben Vorteilen bei Marketing-Tools und Schulungsangeboten sowie der Unterstützung beim Autoservice ist der gemeinsame Einkauf zentraler Bestandteil des Angebots für die Partner. Mit dem industrieungebundenen Konzept kann First Stop Partner und Kunden mit allem bedienen, was diese für ihr Geschäft brauchen, während industrielle Systemgeber den Absatz ihrer eigenen Produkte und Lösungen in den Vordergrund ihrer Aktivitäten auf der Handelsseite rücken. Es geht darum, dem Partner möglichst viel Zusatznutzen zu bieten. Die Plattform des Partnereinkaufs wurde im vergangenen Sommer komplett überarbeitet. Sie ist nun intuitiv nutzbar und bietet zusätzliche Funktionen wie bspw. den Lieferanten-Upload von Rechnungen und Trackingnummern zur Paketnachverfolgung. Zudem können Lieferanten jetzt über eine schnellere Anbindung ihre Bestands- und Preisdaten pflegen. Zunehmend mehr Lieferanten - namentlich Großhändler - ersuchen um Listung am Partnereinkauf. Über das Netzwerk haben die Partner zudem Zugang zu Leasing- und Lkw-Flotten. Das Partnernetzwerk hat sich inzwischen auf 261 Betriebe (232 Stand Anfang Februar 2023) weiter vergrößert. Auch das Netzwerk der Premiumnutzfahrzeugpartner wurde im zurückliegenden Jahr weiter ausgebaut und die Anzahl der durch First-Stop-NFZ-Partner bearbeiteten Pannenfälle ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 30 % gewachsen. Für 2024 steht u. a. der schrittweise Roll-out des Flottenserviceprogramms Myfleetplus in der Pneuhage-Gruppe an. Davon sollen auch die NFZ-Partner von First Stop profitieren. Es gelingt dem Unternehmen, die Verluste nach und nach abzubauen. Das Ziel eines ausgeglichenen Unternehmensergebnisses bzw. Profitabilität wird unverändert angestrebt und rückt zunehmend in Reichweite. Ertragslage First Stop erzielte 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 57,5 Mio. EUR, damit wurde die Umsatzplanung erreicht. Effektiv, also bereinigt um die Erlöse der 2022 geschlossenen Niederlassungen, wurde der Umsatz um 4,7 % gesteigert. Das Rohergebnis erhöhte sich preisbedingt um 1,6 % auf 26,0 Mio. EUR (Vorjahr 25,6 Mio. EUR). Die auf die Gesamtleistung bezogene Rohergebnismarge beträgt 2023 45,2 % (Vorjahr 45,5 %). Die Personalaufwendungen erhöhten sich 2023 aufgrund von Lohn- und Gehaltssteigerungen, v. a. infolge von inflationsbedingten Anpassungen, um 3,0 % auf 17,8 Mio. EUR. Die Zahl der Mitarbeitenden verringerte sich im Jahresdurchschnitt und ebenso zum Jahresende: Im Vergleich zum Vorjahresstichtag hat sie sich um 2,5 % auf 387 vermindert.
Die Personalintensität beträgt unverändert 30,8 % der Gesamtleistung. Die Abschreibungen belaufen sich wie im Vorjahr auf 0,7 Mio. EUR, die sonstigen Sachkosten wurden um 1,0 Mio. EUR auf 10,7 Mio. EUR reduziert (-8,6 %). Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 3,2 Mio. EUR liegt 0,2 Mio. EUR über dem geplanten Verlust. Darin enthalten sind ungeplante Aufwendungen für Restrukturierungsbedarf für die Standortschließung von Emden in Höhe von 0,2 Mio. EUR. Vermögenslage Bis Ende 2023 hat sich die Bilanzsumme des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. EUR auf 19,0 Mio. EUR vermindert. Der Rückgang der Bilanzposition Sonstige Vermögensgegenstände um 1,6 Mio. EUR ist in erster Linie auf die erhaltene Zahlung zum Teilausgleich des Vorjahresverlusts in Höhe von 1,7 Mio. EUR durch Bridgestone zurückzuführen, während sich der Bestand an Liquiden Mitteln um 1,4 Mio. EUR aufgrund der Aufstockung der Kapitalrücklagen (s. u.) erhöhte. Angesichts eines umsatzstarken Wintergeschäfts hat sich das Vorratsvermögen um 0,4 Mio. EUR vermindert, während sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,2 Mio. EUR erhöhten. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 0,3 Mio. EUR. Die darin enthaltenen geleisteten Anzahlungen betreffen die Anschaffung neuer Runderneuerungsmaschinen. Die sonstigen Bilanzpositionen der Aktivseite, nämlich die Forderungen gegenüber verbunden Unternehmen sowie der aktive Rechnungsabgrenzungsposten, verminderten sich in Summe um 0,3 Mio. EUR. Die Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio. EUR gesunken. Dies ist zurückzuführen auf das negative Jahresergebnis in Höhe von 3,2 Mio. EUR, gegenläufig wirkt sich die Erhöhung der Kapitalrücklage um 2,0 Mio. EUR aus. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 3,1 Mio. EUR (im Vorjahr 3,2 Mio. EUR) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Boni und Kickback- Vereinbarungen (0,9 Mio. EUR), Mitarbeiterprovisionen (0,3 Mio. EUR), Mietindexierung (0,1 Mio. EUR), Resturlaub (0,4 Mio. EUR), Überstunden (0,3 Mio. EUR), sonstige Personalrückstellungen (0,5 Mio. EUR), sowie Rückstellungen für Weihnachts- und Jubiläumsgelder (0,2 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen haben sich von 2,7 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 6,9 Mio. EUR (im Vorjahr 6,8 Mio. EUR) betreffen im Wesentlichen das Darlehen mit Bridgestone in Höhe von 4,7 Mio. EUR sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhen von 1,2 Mio. EUR. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich um knapp 0,1 Mio. EUR. Finanzlage First Stop hat im zurückliegenden Geschäftsjahr den negativen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erneut reduziert und zwar halbiert von 4,7 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR. Trotz des negativen Cash Flow haben sich die Liquiden Mittel am Jahresende um 1,4 Mio. erhöht auf 3,9 Mio. EUR. Dafür ursächlich sind die Vereinnahmung des Teilausgleiches des Vorjahresverlusts (1,7 Mio. EUR) sowie die Einzahlung von zuvor durch die Gesellschafter Bridgestone und Pneuhage Management, zur Verfügung gestellten Finanzmittel durch die Pneuhage Partners Group GmbH & Co.KG in die Kapitalrücklagen von First Stop im Juni des vergangenen Jahres in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Das Unternehmen ist nach wie vor nicht in der Lage, die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs erforderlichen Zahlungsmittel aus eigener Kraft zu erwirtschaften (s. Abschnitt "Finanzielle Risiken"). Finanzielle Kennzahlen Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen im Vergleich zur Vorperiode:
Risikobericht Konjunkturelle und branchenspezifische Risiken Das Marktvolumen unserer Branche ist abhängig vom Fahrzeugbestand bzw. von Neuzulassungen, der Laufleistung der Reifen und der Fahrleistung der Fahrzeuge. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie in Deutschland 3,2 Mio. Pkw und NFZ neu zugelassenen, somit 8,1 % mehr als im Jahr zuvor. Noch immer liegt dies aber deutlich unter Vorkrisenniveau: 2023 wurden 20,2 % weniger neue Pkw zugelassen als 2019. Zudem kam es im Dezember aufgrund des kurzfristig verschlechterten Förderregimes durch die Bundesregierung zu einem drastischen Rückgang bei den Neuzulassungen von Elektro-Pkw. Die Ausweitung von Tempolimits und auch Assistenzsysteme wie ABS, ASR und ESP sorgen für eine geringere Beanspruchung des Laufflächengummis. Die Laufleistung der sich mehr und mehr durchsetzenden Ganzjahresreifen ist dagegen geringer als die bei Doppelbereifung und optimaler jahreszeitlicher Bereifung. Die durchschnittliche Jahresfahrleistung ist nach Aussage des Branchenverbands BRV auch 2023 gesunken. Zwei jährliche Hauptzyklen, das Frühjahrsgeschäft und das Wintergeschäft, prägen nach wie vor den Handel mit Reifen und Leichtmetallrädern. Das hat zur Folge, dass in einem Zeitraum von in der Regel vier bis acht Wochen praktisch der gesamte Fahrzeugbestand zwei Mal im Jahr umgerüstet oder neu bereift werden muss. Die Vernetzung des Unternehmens mit der Pneuhage Unternehmensgruppe und Bridgestone gewährleistet die hierfür erforderliche Verfügbarkeit der von unseren Kunden nachgefragten Ware. Damit ist das Unternehmen in einem Markt mit hohem Wettbewerbsdruck gut aufgestellt. Personalrisiken Die Personalintensität im Reifeneinzelhandel ist und bleibt hoch. Die Deckung der Nachfrage nach qualifiziertem gewerblichem und kaufmännischem Personal sehen wir weiterhin als geschäftskritisch an. Um unsere Mitarbeiter an unser Unternehmen zu binden und darüber hinaus geeignetes neues Personal zu gewinnen, legen wir hohen Wert auf ein gutes Arbeitsumfeld mit einer auf Vertrauen basierenden Unternehmenskultur. Eigenverantwortliches, unternehmerisches Denken und leistungsorientiertes Handeln von Mitarbeitern und Führungskräften bilden das Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg und die zukünftige Entwicklung. Wir betreiben eine systematische Personalentwicklung, bieten unseren Mitarbeitern gezielt Qualifizierungsmöglichkeiten an und legen Wert auf eine leistungsgerechte Vergütung. Im zurückliegenden Geschäftsjahr gelang es, die Besetzung unserer Ausbildungsstellen auf 43 im Vergleich zum Vorjahr fast zu verdoppeln. Es ist weiterhin unsere Absicht, auf hohem Niveau auszubilden. First Stop investiert zudem kontinuierlich in den Arbeits- und Gesundheitsschutz, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und die Arbeitsplätze attraktiver zu gestalten. Finanzielle Risiken First Stop ist unverändert noch nicht in der Lage, die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs erforderlichen Zahlungsmittel aus eigener Kraft zu erwirtschaften. Der Sanierungsprozess wird fortgesetzt mit dem Ziel, dass das Unternehmen aus eigener Kraft alsbald und nachhaltig einen positiven Cashflow erwirtschaftet und profitabel wird. Bis dahin bedarf das Unternehmen der finanziellen Unterstützung von außen. Mit Beschluss vom 28. Juni 2023 haben die Gesellschafter der Pneuhage Partners Group GmbH & Co. KG ("PPG") jeweils 1,0 Mio. EUR in die Kapitalrücklage der PPG eingezahlt. Diese wiederum hat die Zahlungen in Höhe von 2,0 Mio. EUR in die Kapitalrücklage der FST eingezahlt. Bridgestone hat sich verpflichtet das im Dezember 2024 endfällige Darlehen über 4,5 Mio. EUR um drei Jahre zu verlängern unter der Maßgabe, dass First Stop beginnend ab dem laufenden Geschäftsjahr und in den Folgejahren jeweils 0,5 Mio. EUR p. a. tilgt. Mit Beschluss vom 20. / 25. Juni 2024 haben sich die Gesellschafter der PPG verpflichtet jeweils 1,0 Mio. EUR in die Kapitalrücklage der PPG einzuzahlen. Diese wiederum wird die Zahlungen in Höhe von 2,0 Mio. EUR in die Kapitalrücklage der FST einzahlen. Risikomanagement Die Geschäftsführung wird mit regelmäßigen Berichten über die Geschäftsentwicklung und über die Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens informiert. Die Gesellschaft ist in das zentrale Konzernreporting der Pneuhage Unternehmensgruppe eingebunden. Möglichen Risiken aus dem Reifen- und Autoservicegeschäft wird u. a. mit regelmäßigen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen begegnet, zunehmend auch mit Webinaren und E-Learning bzw. Blended Learning Angeboten. Das Sachanlagevermögen sowie die eigenen Vorräte und die eingelagerten Reifen der Kunden sind durch ausreichende Versicherungen abgesichert. Dem Risiko unvorhergesehener Ausfallrisiken bei unseren Forderungen begegnen wir durch einen standardisierten Kreditmanagementprozess, der unter anderem die Einrichtung von Kreditlimits in Abhängigkeit von der Bonität der Kunden beinhaltet, überwacht und folglich minimiert. Zudem besteht eine umfangreiche Warenkreditversicherung, sodass der Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen das Ausfallrisiko versichert ist. Zinsänderungsrisiken ergeben sich aus der Darlehensverbindlichkeit gegenüber Bridgestone. Chancenbericht Der in Gang befindliche Prozess der Ergebnisverbesserung wurde im zurückliegenden Geschäftsjahr fortgeführt mit dem Ergebnis einer weiteren Verlustreduktion. Die geplanten Umsätze wurden erreicht. Dasselbe gilt für den um die Kosten für die Schließung des Standorts Emden bereinigten budgetierten Jahresverlust. Der Vorjahresverlust vor Verlustübernahme wurde erneut reduziert. Den Weg, qualitatives Umsatzwachstum auszubauen bei einem straffen Kostenmanagement, setzt das Unternehmen fort. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Die schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den zurückliegenden vier Jahren wirkten sich spürbar auf unsere Branche aus und erschwerten die Erreichung des anspruchsvollen Ziels des Unternehmens, die Gewinnzone zu erreichen. Andererseits gelingt es dem Unternehmen, die Verluste nach und nach zu vermindern und am Markt bei Lieferanten sowie unseren Kunden als zuverlässiger und fairer Partner wahrgenommen zu werden und Vertrauenskapital aufzubauen. Unter der Bedingung, dass auch in diesem Geschäftsjahr Marktentwicklungen nicht die Belieferung mit Reifen und Felgen erheblich in Frage stellen und/oder die Bereitschaft unserer Kunden nach diesen Produkten und damit verbundenen Dienstleistungen erheblich vermindern, sieht die Geschäftsführung im Rahmen der Risikogesamtbewertung keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Prognosebericht Die OECD sieht die starken geopolitischen Spannungen als ein bedeutsames Risiko für Konjunktur und Inflation. Dies gelte insbesondere dann, wenn der Konflikt im Nahen Osten den Energiemarkt stören sollte. Für 2024 rechnet die Organisation weltwirtschaftlich mit einem Zuwachs von 2,9 %, für den Euroraum mit einem Anstieg der Wirtschaft von 0,6 % und für Deutschland von 0,3 %. In seiner im Februar 2024 veröffentlichten Prognose geht der BRV für das Reifenersatzgeschäft in Deutschland von einem Wachstumspotenzial von bestenfalls einem Prozent Absatzmenge im Segment Consumer-Reifen aus. Ähnlich wie 2023 wird dies voraussichtlich primär weiter getrieben sein von steigender Nachfrage nach Ganzjahresreifen bei gleichzeitig rückläufigen Absatzzahlen in den Produktgruppen Sommer-, aber auch Winterreifen. Diese Einschätzung stützt der Verband auf folgende Abwägung: Der Pkw-Bestand in Deutschland ist laut Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen, ebenso das Fahrzeugalter, das jetzt im Durchschnitt bei 10,3 Jahren liegt. Beides ist aus Sicht der Reifenhandelsbranche positiv zu werten: Mehr und ältere Fahrzeuge bedingen grundsätzlich mehr Reifenersatzbedarf. Auf der anderen Seite stehen aber eine um knapp 2 % weiter gesunkene durchschnittliche Jahresfahrleistung und die Entwicklung hin zu längerlebigen Reifen. Hinzu kommt eine abgeschwächte Konsumneigung der Verbraucher durch inflationsbedingte Kaufkraftverluste. Im Segment Lkw-Reifen sieht der BRV für 2024 ein Absatzpotenzial von gut 2,5 Mio. Stück und prognostiziert damit ein Plus von 3,4 %, und zwar 4,0 % bei neuen und 2,0 % bei runderneuerten Reifen, was für Letztgenannte einen weiteren Anteilsrückgang zur Folge hätte. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2024 steigerte First Stop die Umsatzerlöse des Vorjahresvergleichszeitraums um 5,3 %. Auf bereinigter Basis, also ohne Berücksichtigung der Erlöse der Ende 2023 geschlossenen Niederlassung in Emden, ist dies ein Zuwachs von 6,1 %, wobei das Consumer-Segment stark zulegte (17,7 %), während das Commercial-Segment sich weiter schleppend entwickelt (-5,0 %). Unter dem Vorbehalt, dass sich die Rahmenbedingungen unseres Marktes auf der Beschaffungs- und Absatzseite nicht erheblich verschlechtern, planen wir für das gesamte Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von rund fünf Prozent und einen Abbau des Verlusts auf unter drei Mio. EUR.
Friedberg (Hessen), 28. Juni 2024 First Stop Reifen Auto Service GmbH Geschäftsführung Rolf Hosefelder Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die First Stop Reifen Auto Service GmbH, Friedberg (Hessen) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der First Stop Reifen Auto Service GmbH, Friedberg (Hessen), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der First Stop Reifen Auto Service GmbH, Friedberg (Hessen), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 28. Juni 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Alexander Sobanski, Wirtschaftsprüfer Markus Will, Wirtschaftsprüfer |
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