Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 110558
Vorher
GLEASON-HURTH Maschinen und Werkzeuge GmbHGleason-Hurth Tooling GmbH
Eingetragen
28.8.1995
Branche
Herstellung von Sägen und von Maschinenwerkzeugen für die HolzbearbeitungHerstellung von Maschinenspannzeugen und sonstigem Zubehör für WerkzeugmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Herstellung, Entwicklung und der Vertrieb von Werkzeugen und Aufspannungen, insbesondere Verzahnungswerkzeugen, aller Art sowie die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere Beratungsdienstleistungen auf dem Gebiet Verzahnungswerkzeuge.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Faißt
seit 3.7.2023
Prokura
Johannes Dr. Becker
seit 19.1.2023
Prokura
Martin Schäfer
seit 31.8.2021
Prokura
Markus Stummbaum
seit 1.10.2014
Geschäftsführer
John J. Perrotti
seit 28.10.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
The Gleason WorksUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
4.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gleason Cutting Tools GmbH (vormals: Gleason-Hurth Tooling GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

GLEASON-HURTH TOOLING GMBH, MÜNCHEN

Gegenstand des Unternehmens sind Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Verzahnungswerkzeugen und Aufspannungen, sowie die Erbringung von Dienstleistungen auf diesem Gebiet.

1. Geschäftsentwicklung

a) Entwicklung der Gesamtwirtschaft / Branche

Im Jahr 2022 hatte sich die Weltwirtschaft wieder gut entwickelt. Das EU-Bruttoinlandsprodukt stieg um +3,5 %. Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2022 wieder etwas, das deutsche Bruttoinlandsprodukt für das Gesamtjahr stieg in 2022 um 1,8 % nach einem stärkeren Anstieg von 2,9 % im Vorjahr.

Auch der deutsche Maschinenbau und die Werkzeugindustrie erholten sich 2022 weiter. Der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie nahm um +18 % zu (Vorjahr +65 %). Dabei erhöhten sich die Inlandsbestellungen mit +18 % nahezu gleich stark als die Auslandsbestellung mit +17 %. Auch der Umsatz erhöhte sich weiter um +10 %, nach einem Anstieg im Vorjahr um +7 % (VDW Konjunkturbarometer Februar/2023).

Die wirtschaftliche Lage in der Werkzeugindustrie hatte sich im Jahr 2021 deutlich erholt. Dieser Trend setzte sich in 2022 leider nicht fort. Dabei lag der Auftragseingang im Bereich "Verzahn- und Räumwerkzeuge" um -6 % niedriger gegenüber dem Vorjahr 2021. Dieser Rückgang spiegelt sich auch im Umsatz. Dieser lag zum Jahresende im Bereich "Verzahn- und Räumwerkzeuge" um -8 % niedriger gegenüber 2021 (VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik Deutschland, Präzisionswerkzeuge 12/2022).

b) Umsatzentwicklung / Auftragseingang / Investitionen / Personal

Bei dieser Entwicklung konnte die Gleason-Hurth Tooling GmbH zum Teil profitieren. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2022 ist zwar mit TEUR 19.351 leicht gefallen (Vj. TEUR 20.019), aber der Auftragseingang konnte mit einem Gesamtvolumen von TEUR 21.805 um 6 % zulegen (Vj. TEUR 20.568).

Etwa 62 % des Auftragseingangs wurden durch den Bereich Werkzeuge erzielt, der Rest betraf im Wesentlichen den Bereich Aufspannungen.

Dieser erhöhte Auftragseingang führte insgesamt zu einem Aufbau des Auftragsbestandes von TEUR 7.206 zum 31.12.2021 auf TEUR 9.546 zum 31.12.2022. Dieser Auftragsbestand am Bilanzstichtag sicherte die Beschäftigung rechnerisch für ca. 6 Monate.

Die Mitarbeiterzahl ist im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und beträgt zum Jahresende auf Vollzeit-Arbeitende umgerechnet 122 Mitarbeiter (davon 11 Auszubildende).

2. Ertragslage

Das operative Ergebnis als Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) definiert, hat sich in 2022 leider verschlechtert. Insbesondere der geringere Umsatz und die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen führten zu dieser Entwicklung.

Das EBIT lag somit im Jahr 2022 bei TEUR -3.419 (Vj. TEUR -2.874) bzw. die darauf bezogene Umsatzrendite beträgt jetzt -17,7 % (Vj. -14,4 %) und spiegelt damit den weiterhin sehr hohen Preisdruck im Markt bei Werkzeugen und Aufspannungen wider. Dies und der geringere Umsatz waren die wesentlichen Einflussfaktoren für die Verschlechterung der Ertragslage.

Das auszugleichende Ergebnis (Verlust) bzw. der Ertrag aus Ergebnisübernahme beträgt TEUR 3.419 (Vj. TEUR 2.882).

3. Vermögen- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr von 18,5 Mio. € auf 17,0 Mio. € reduziert. Dies lag insbesondere an der Reduzierung des Anlagevermögens und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Das Unternehmen verfügte infolgedessen über eine Eigenkapitalquote von 22,1 % (Vj. 20,3 %).

4. Finanzlage

Die Liquiditäts- und Finanzlage wird durch die Finanzierung in der Gleason-Gruppe sowie die aus Ertragslage generierten liquiden Mittel geprägt. Der bestehende Cash Pooling-Vertrag zwischen der Gesellschaft und der Gleason Germany (Holdings) GmbH, München, (Master) gewährt der Gesellschaft das Recht, bei Bedarf kurzfristige Kredite aufzunehmen oder überschüssige Mittel anzulegen.

5. Änderungen nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschaft gehört unverändert zum Gleason-Konzern mit der obersten Muttergesellschaft Gleason Corporation, Rochester/USA. Die Gleason Corporation hat am 18. April 2023 eine vom Betrag her unbegrenzte, harte Patronatserklärung zugunsten der Gleason-Hurth Tooling GmbH, München, abgegeben, soweit diese nicht in der Lage ist, ihren fälligen Verpflichtungen nachzukommen und keinen Zugriff auf anderweitige finanzielle Mittel hat. Die Patronatserklärung ist zeitlich bis zum 31.12.2024 befristet.

6. Chancen und Risiken

Die Gleason-Hurth Tooling GmbH verfügt über langjährige und enge Kundenbeziehungen. Der Kunde schätzt unsere Produktqualität und verlässlichen Lieferzeiten. Unsere zufriedenen Mitarbeiter verfügen über ein hohes Spezialknowhow im Verzahnungswerkzeugbereich und können unseren Kunde bei Ihren täglichen Aufgabenstellungen gut unterstützen. Dies alles sehen wir als Chance für weiteres Umsatzwachstum des Unternehmens.

Die Produktion und der Vertrieb von Verzahnungswerkzeugen und Aufspannungen sind grundsätzlich mit Risiken behaftet, wobei dabei drei Risikoarten zu unterscheiden sind:

das konjunkturelle Risiko, insbesondere ein Einbruch der Konjunktur,

das Haftungsrisiko, welches sich aus dem Verkauf von Produkten ergibt und

die Risiken aus technischem Fortschritt, welcher den Bedarf an unseren Produkten reduziert.

Der konjunkturellen Risiko-Früherkennung wird mit einer täglich aktualisierten Produktionsplanung sowie einer täglich aktualisierten Auftragseingangs- und Umsatzstatistik Rechnung getragen. Derzeit hat sich die Auftragseingangslase auf befriedigendem Niveau stabilisiert.

Haftungsrisiken werden durch eine "All-Risk"-Versicherung abgedeckt. Ferner ist die Gesellschaft bestrebt, Risiken durch Vertragsgestaltungen zu limitieren.

Auf dem Gebiet des technischen Fortschritts wird die Entwicklung im Bereich Elektroantriebe bei Kraftfahrzeugen und im Bereich von zahnradarmen Getrieben von uns weiter sorgfältig beobachtet.

Da im Getriebe für Elektrofahrzeuge weniger Zahnräder zum Einsatz kommen als im konventionellen Getriebe, nimmt hier der Zahnradbedarf ab. Aus aktuellen Studien ist aber erkennbar, dass dieser Trend durch den weiter langfristig steigenden Bedarf an PKWs weltweit weitgehend kompensiert werden könnte. Daher gehen wir davon aus, dass der Zahnradbedarf nach aller Voraussicht in etwa stabil bleiben wird. Daneben nehmen die Genauigkeitsanforderungen in der Elektromobilität stetig zu und es ergeben sich neue Anwendungsfelder in der Verzahnungsherstellung. Dies ermöglicht uns durch eine gezielte Weiter- und Neuentwicklung unserer Produkte, die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

7. Gesamtbeurteilung

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Jahr 2022 ein weiteres, schwieriges Jahr darstellt. Preisdruck und Umsatzvolumen stellten eine Herausforderung dar die es gilt, 2023 zu überwinden.

8. Ausblick

Wie im Lagebericht 2021 prognostiziert, erreichte der Umsatz 2022 in etwa das prognostizierte Niveau, wenn auch leicht unter Vorjahr. Der EBIT bzw. das Ergebnis vor Ergebnisübernahme war wie erwartet schlechter als im Vorjahr.

Die Gleason-Hurth Tooling GmbH plant für den Umsatz für 2023 eine deutliche Steigerung gegenüber 2022. Daher erwarten wir für das Jahr 2023 einen deutlich besseren EBIT, der aber noch knapp im 4-stelligen Negativbereich liegen wird. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung wird im Vergleich zu 2022 deutlich besser ausfallen. Durch den existierenden Ergebnisabführungsvertrag wird sich das jeweilige Jahresergebnis auf null belaufen.

Aufgrund des für das Geschäftsjahr 2023 geplanten negativen Ergebnisses vor Ergebnisabführung ist die Gesellschaft auf eine ausreichende Liquiditätszuführung von außen angewiesen. Diesbezüglich hat die oberste Muttergesellschaft, die Gleason Corporation, Rochester/USA, am 18.04.2023 eine vom Betrag her unbegrenzte, harte Patronatserklärung zugunsten der Gleason-Hurth Tooling GmbH, München, abgegeben, soweit diese nicht in der Lage ist, ihren fälligen Verpflichtungen nachzukommen und keinen Zugriff auf anderweitige finanzielle Mittel hat. Die Patronatserklärung ist zeitlich bis zum 31.12.2024 befristet. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und somit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist insofern von der finanziellen Unterstützung der Gleason Corporation, Rochester (USA), abhängig. Insgesamt ist die Geschäftsführung der Auffassung, dass die Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgrund der Gesamtumstände, insbesondere der gegebenen Patronatserklärung, sachgerecht ist.

Die Firma Gleason-Hurth Tooling GmbH, München und die Firma Gleason Cutting Tools GmbH, Eisenbach wurden rückwirkend zum 01.01.2023 verschmolzen. Der Verschmelzungsvertrag vom 16. Juni 2023 wurde am 30. Juni 2023 ins Handelsregister eingetragen. Im Zuge der Verschmelzung erfolgte die Umfirmierung der Gleason-Hurth Tooling GmbH zur Gleason Cutting Tools GmbH mit Eintragung ins Handelsregister zum 3. Juli 2023.

 

München, 18. September 2023

Geschäftsführung

Karl-Heinz Kübler

John J. Perrotti

Markus Stummbaum

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 180.817,00 13.600,00
II. Sachanlagen 6.123.221,98 6.531.617,97
III. Finanzanlagen 128,73 128,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.968.065,55 3.110.626,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.693.338,14 8.801.252,09
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.001,64 6.371,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.458,36 72.073,78
17.030.031,40 18.535.670,79
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.045.167,53 2.045.167,53
II. Kapitalrücklage 1.723.249,70 1.723.249,70
B. Rückstellungen 6.133.981,09 6.176.472,80
C. Verbindlichkeiten 7.127.633,08 8.590.780,76
17.030.031,40 18.535.670,79

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 19.350.828,82 20.019.024,17
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ./. 18.243.427,20 ./. 18.475.333,45
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 1.107.401,62 1.543.690,72
4. Vertriebskosten ./. 2.299.661,38 ./. 2.282.582,87
5. Forschungs- und Entwicklungskosten ./. 501.316,06 ./. 487.408,92
6. Allgemeine Verwaltungskosten ./. 1.544.678,45 ./. 1.519.408,59
7. Sonstige betriebliche Erträge 626.725,11 674.156,01
davon aus Währungsumrechnung EUR 29.421,46 (Vj. EUR 10.615,17)
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen ./. 816.605,93 ./. 723.707,30
davon aus Währungsumrechnung EUR 36.285,81 (Vj. EUR 30.465,57)
9. Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ./. 164.255,19 ./. 284.965,11
davon an verbundene Unternehmen EUR 79.158,31 (Vj. EUR 178.665,80)
davon aus Aufzinsung EUR 74.077,00 (Vj. EUR 84.079,00)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 175.716,91 205.814,31
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 175.716,91 (Vj. EUR 205.814,31)
11. Sonstige Steuern ./. 2.353,00 ./. 7.968,85
12. Ergebnis vor Verlustübernahme ./. 3.419.026,37 ./. 2.882.380,59
13. Erträge aus Ergebnisabführung 3.419.026,37 2.882.380,59
14. Jahresergebnis 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

GLEASON-HURTH TOOLING GMBH, MÜNCHEN

Allgemeine Hinweise

Die Gleason-Hurth Tooling GmbH hat ihren Sitz in München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 110558 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Der Abschluss wird in EURO aufgestellt.

Der besseren Übersichtlichkeit wegen sind einige der gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Patronatserklärung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Zu weiteren Einzelheiten im Hinblick auf bestandsgefährdende Tatsachen wird auf die Ausführungen in dem Abschnitt "6. Chancen und Risiken" des Lageberichts verwiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die im Wesentlichen unveränderten, nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer zeitanteilig linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 150 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten ermittelt bzw. mit dem niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz insbesondere aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen würden zu einem möglichen Ansatz aktiver latenter Steuern führen. Gemäß des Wahlrechts nach § 274 HGB erfolgt kein Ansatz.

Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegt der nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelte Barwert zugrunde. Die Berechnungen basieren auf den biometrischen Grundwerten (Wahrscheinlichkeiten für Todes- und Invaliditätsfälle) nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G). In die Bewertung wurden unveränderte Annahmen zu künftigen Gehaltserhöhungen (0 %), Rentenanpassungen (2,5 %) sowie Kündigungsraten nach alters- und geschlechtsabhängigen Tabellen einbezogen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden grundsätzlich abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungen werden mit den entsprechenden Devisenkursen bewertet, wobei bei Forderungen und Verbindlichkeiten von den zum Entstehungszeitpunkt bzw. zum Jahresende geltenden Kursen der jeweils niedrigere bzw. höhere zugrunde gelegt wird, soweit die Forderungen und Verbindlichkeiten nicht kurzfristig sind.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Der Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2022 bestand aus der Beteiligung an der Gleason Sales (CIS) Limited Liability Company, Moskau, Russland, in Höhe von 1 % des gezeichneten Kapitals. Die Gesellschaft ist operativ inaktiv und befindet sich im Schließungsprozess.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 7.693 (Vj. TEUR 8.801) enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.408 (Vj. TEUR 6.363) sind aus dem Finanzverkehr enthalten. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Pensionsrückstellungen

Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von pauschal 10 Jahren von 1,78 % (Vj. 1,87 %) verwendet. Seit 2016 wird für die Ermittlungen des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre abgestellt. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Ermittlung des Diskontierungszinssatzes nach jeweils gesetzlich definierter alter und neuer Methode betrug TEUR 169. Aus dieser Bewertungsänderung resultierende Minderaufwendungen sind grundsätzlich ausschüttungsgesperrt (§ 253 Abs. 6 Satz 2 HGB) und werden durch die frei verfügbaren Kapitalrücklagen abgedeckt.

Sonstige Rückstellungen

Auf die Erläuterung der sonstigen Rückstellungen wird nach § 327 Nr. 2 i.V.m. § 285 Nr. 12 HGB verzichtet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesichert mit Gesamt
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 121 0 0 0 121
(Vorjahr) (155) (0) (0) (-) (155)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.109 0 0 0 1.109
(Vorjahr) (1.023) (0) (0) (-) (1.023)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.784 0 0 0 5.784
(Vorjahr) (7.311) (0) (0) (-) (7.311)
davon gegenüber Gesellschaftern 4 0 0 0 4
(Vorjahr) (2.803) (0) (0) (-) (2.803)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 112 0 0 0 112
(Vorjahr) (102) (0) (0) (-) (102)
davon aus Steuern 110 0 0 0 110
(Vorjahr) (101) (0) (0) (-) (101)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2 1 0 0 2
(Vorjahr) (1) (0) (0) (-) (1)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten vor allem Darlehensverbindlichkeiten, die wirtschaftlich langfristig überlassen wurden, allerdings kurzfristig zurückgeführt werden können.

Sonstige außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen Mietverhältnisse für angemietete Räume sowie Leasingverhältnisse, deren finanzielle Verpflichtungen im nachfolgenden Abschnitt, Sonstige finanzielle Verpflichtungen, dargestellt sind. Diese Miet- und Leasingverhältnisse werden abgeschlossen aus Erwägungen zur optimierten Liquiditäts- und Ressourcenallokation, zur Risikominderung, um liquide Mittel nicht langfristig zu binden und um eine höhere Flexibilität zu wahren.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 5.069 (Vj. TEUR 4.898) sonstige finanzielle Verpflichtungen für einen Zeitraum von 2023 bis 2027. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miete 4.788
Sonstige Leasingverpflichtungen 281
5.069

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Materialaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres beträgt TEUR 7.974 (Vj. TEUR 8.101), hiervon entfallen auf bezogene Leistungen TEUR 345 (Vj. TEUR 319).

Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt TEUR 9,945 (Vj. TEUR 10.117), darin enthalten sind Aufwendungen für soziale Abgaben TEUR 1.523 (Vj. TEUR 1.523) und Aufwendungen für Altersversorgung TEUR 206 (Vj. TEUR 175); den Rest betreffen die Löhne und Gehälter. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind personalbezogene Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 268 (Vj. TEUR 279) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind analog dem Vorjahr Erträge aus Untervermietung (TEUR 60, Vj. TEUR 76) enthalten, die eine anteilige Weiterbelastung der eigenen Kosten an ein Schwesterunternehmen unter Verzicht auf einen Gewinnaufschlag oder ein separates Entgelt darstellt, in der die Gesellschaft als reine Abrechnungsstelle

Sonstige Angaben

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Seit 1997 existiert ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Gleason Germany (Holdings) GmbH, München (kurz: "Organträger"), und der GLEASON-HURTH Maschinen und Werkzeuge GmbH, jetzt Gleason-Hurth Tooling GmbH. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 13. Oktober 1997.

Der Vertrag gilt für die Zeit ab 1. August 1997 und wurde zunächst für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2002 geschlossen und verlängert sich bei nicht erfolgter Kündigung um jeweils ein Jahr. Am 19. Dezember 2013 erfolgte eine Änderung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags. Die Parteien vereinbarten die Verlustübernahme entsprechend den Vorschriften des § 302 AktG in seiner jeweils gültigen Fassung. Die Eintragung dieser Änderung ins Handelsregister erfolgte am 7. Januar 2014.

Die Gleason-Hurth Tooling GmbH ist nach dem Gesamtbild der tatsächlichen Verhältnisse wirtschaftlich und organisatorisch in das Unternehmen des Organträgers eingegliedert.

Die Gleason-Hurth Tooling GmbH verpflichtet sich, jeden während der Vertragsdauer entstehenden Gewinn an den Organträger abzuführen. Im Gegenzug ist der Organträger verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer sonst entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen.

Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen der Organschaft bestehenden Steuerverbindlichkeiten des Organträgers. Das Risiko einer möglichen Inanspruchnahme wird aufgrund der aktuellen Vermögens- und Finanzlage des Organträgers als gering eingeschätzt.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzte sich im Jahr 2022 wie folgt zusammen:

Karl-Heinz Kübler, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (Univ.), kfm. Geschäftsführer, Marbach am Neckar

Markus Stummbaum, Dipl.-Ing. (FH), Geschäftsführer, München

John J. Perrotti, CEO der Gleason Corp., Rochester, New York, USA

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft entweder durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer zusammen mit einem Prokuristen vertreten.

Die Geschäftsführer Kübler, Perrotti und Stummbaum vertreten stets einzeln. Die Herren Kübler und Stummbaum sind gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Für den Berichtszeitraum wendet die Gesellschaft die Befreiungsvorschrift nach § 286 (4) HGB an, da nur ein Geschäftsführer Gehalt von der Gesellschaft bezieht.

sowie ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betrugen die Bezüge TEUR 28.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 290.

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers inkl. Auslagenersatz nach § 285 Nr. 17a HGB für die Abschlussprüfung beträgt TEUR 27. Andere Honorare nach § 285 Nr. 17 b bis d HGB sind nicht angefallen bis auf Steuerberatungsleistungen in von TEUR 39.

Derivate/Fremdwährungsgeschäfte

Die Gesellschaft schließt fallweise Geschäfte über Finanzderivate ab. Ziel dieser Transaktionen ist die Absicherung der Marktrisiken aus Veränderungen von Fremdwährungsrelationen für zugrundliegende Zahlungsströme aus Verkaufstransaktionen.

Zum Bilanzstichtag gab es keine offenstehenden Geschäfte mit Derivativen oder Fremdwährungssicherungsgeschäfte, die nicht zum Zeitwert als Rückstellung bilanziert wurden.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022 2021
Mitarbeiter im indirekten Bereich 49 53
Mitarbeiter in der Produktion 62 65
Auszubildende 9 9
120 127

Konzernverhältnisse

Am 30.12.2022 hat einen Eigentümerwechsel von 1% von The Gleason Works, Rochester, New York, USA an Gleason Germany (Holdings) GmbH, München stattgefunden. Dadurch ist die Gleason Germany (Holdings) GmbH, München, zu 100% an Gleason-Hurth Tooling beteiligt.

Über das direkte Mutterunternehmen Gleason Germany (Holdings) GmbH, München, wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Gleason Corporation, Rochester, New York, USA, einbezogen. Der nach US-Vorschriften erstellte Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen wird am Sitz der Gleason Corporation erstellt und ist dort erhältlich.

Nachtragsbericht

Die Gesellschaft gehört zum Gleason-Konzern mit der obersten Muttergesellschaft der Gleason Corporation, Rochester, New York, /USA. Die Gleason Corporation hat am 18. April 2023 eine betraglich unbegrenzte, harte Patronatserklärung zugunsten der Gleason-Hurth Tooling GmbH, München, abgegeben, soweit diese nicht in der Lage ist, ihren fälligen Verpflichtungen nachzukommen und keinen Zugriff auf anderweitige finanzielle Mittel hat.

Die Patronatserklärung ist zeitlich bis zum 31. Dezember 2024 befristet. Hinsichtlich des in diesem Zusammenhang bestehenden Bestandsrisikos verweisen wir auf den Abschnitt "6. Chancen und Risiken" des Lageberichts. Insgesamt werden unter Berücksichtigung der Patronatserklärung derzeit keine wesentlichen, konkret eintretenden Risiken für den Fortbestand des Unternehmens gesehen. Der Abschluss wurde daher unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Seit Februar 2022 ist eine Unsicherheit infolge des Russland-Ukraine-Konflikts eingetreten. Wir gehen davon aus, dass dieser Konflikt geringe unmittelbare Auswirkungen auf unser Geschäft hat, da wir sehr wenige aktive russische und ukrainische Kunden haben. Darüber hinaus nehmen wir an, dass die politischen Unsicherheiten im Russland/Ukrainekonflikt nicht weiter zunehmen und die Folgen auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Europa und der Welt begrenzt bleiben.

Im Übrigen verweisen wir auf den Abschnitt Chancenbericht und Prognosebericht im Lagebericht.

 

München, 18. September 2023

Geschäftsführung

Karl-Heinz Kübler

John J. Perrotti

Markus Stummbaum

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 31. Oktober 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.851.840,06 185.713,54 0,00 2.037.553,60
1.851.840,06 185.713,54 0,00 2.037.553,60
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 23.589.348,98 856.768,54 1.219.595,42 23.226.522,10
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.888.316,89 332.412,16 4.265,55 8.216.463,50
31.477.665,87 1.189.180,70 1.223.860,97 31.442.985,60
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 128,73 0,00 0,00 128,73
128,73 0,00 0,00 128,73
33.329.634,66 1.374.894,24 1.223.860,97 33.480.667,93
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.838.240,06 18.496,54 0,00 1.856.736,60
1.838.240,06 18.496,54 0,00 1.856.736,60
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 19.485.567,98 1.366.251,54 1.219.595,42 19.632.224,10
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.460.479,92 229.918,21 2.858,61 5.687.539,52
24.946.047,90 1.596.169,75 1.222.454,03 25.319.763,62
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
26.784.287,96 1.614.666,29 1.222.454,03 27.176.500,22
NETTOBUCHWERTE
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 180.817,00 13.600,00
180.817,00 13.600,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 3.594.298,00 4.103.781,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.528.923,98 2.427.836,97
6.123.221,98 6.531.617,97
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 128,73 128,73
128,73 128,73
6.304.167,71 6.545.346,70

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gleason-Hurth Tooling GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gleason-Hurth Tooling GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gleason-Hurth Tooling GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten "Allgemeine Hinweise" und "Nachtragsbericht" im Anhang sowie den Abschnitt "6. Chancen und Risiken" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass auch im kommenden Geschäftsjahr 2023 mit einem negativen Ergebnis vor Ergebnisabführung geplant wird. Um ihren Zahlungsverpflichtungen zukünftig nachkommen zu können, ist die Gesellschaft auf eine ausreichende Liquiditätszuführung von außen angewiesen. Die oberste Muttergesellschaft Gleason Corporation, USA, hat am 18. April 2023 eine harte Patronatserklärung zugunsten der Gesellschaft abgegeben, wonach diese sich verpflichtet, die Gesellschaft mit finanziellen Mitteln auszustatten, soweit die Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und keinen Zugriff auf anderweitige finanzielle Mittel hat. Die Patronatserklärung ist bis zum 31. Dezember 2024 befristet. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und somit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit hängt insofern von der finanziellen Unterstützung der Gleason Corporation, USA, ab. Wie in Anhang und Lagebericht dargelegt, weist dies auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Grünwald b. München, den 20. September 2023

LKC Grünwald GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Malte Thalemann, Wirtschaftsprüfer

Nicole Schimpfhauser, Wirtschaftsprüfer

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