Eschmann Textures International GmbH

Höhebusch 6, 51674 Wiehl, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 38825
Eingetragen
24.11.1977
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von PrüfmaschinenVeredlung und Bearbeitung von Flachglas
Gegenstand
Beschichtung und Strukturierung von formgebenden Oberflächen (Werkzeugen) mittels Ätz- und Lasertechnologien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Holger Lübbert
seit 23.8.2022
Prokura
Stephan Dr. Röhner
seit 23.8.2022
Prokura
Thomas Porstner
seit 11.3.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
voestalpine High Performance Metals GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

voestalpine Edelstahl GmbH
Austria
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eschmann Textures International GmbH

Wiehl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

der Eschmann Textures International GmbH, Wiehl,

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Eschmann Textures International GmbH (nachfolgend: Eschmann Textures), Wiehl, gehört zur Division High Performance Metals des voestalpine Konzerns und ist innerhalb der Gruppe auf die Narbenherstellung spezialisiert. Gegenstand des Unternehmens ist die Formgebung im Ätztechnik-Verfahren sowie mittels Keramik- und Lasertechnologie, insbesondere bei Edelstählen. Sie wird in den Konzernabschluss der voestalpine AG einbezogen.

Die Gesellschaft versteht sich als anerkannter Narbenhersteller für die Automobilindustrie in Europa. Die Eschmann Textures ist über Tochtergesellschaften in den Ländern Frankreich, Großbritannien, Portugal und Indien vertreten.

1.2 Forschung und Entwicklung

Das Verständnis des Kundenanspruchs sowie dessen Umsetzung hinsichtlich der Entwicklung neuer Designs und Materialität - d. h. die Abstimmung zwischen unterschiedlich verwendeten Materialien (z.B. Folie, IMG (In-Mould-Graining 1 ), fotochemischer und lasertechnischer Prozess) für das Interieur zukünftiger Automobilprojekte ist die Grundlage unseres Geschäfts.

Vor diesem Hintergrund betreibt Eschmann Textures eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung in den Bereichen Design sowie neue Keramiktechnologien. Um den zukünftigen an uns gestellten Anforderungen gerecht zu werden, ist das Wissen, die Kreativität und die Motivation unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen essenziell. Unsere Forschung arbeitet an zukünftigen Automobiltrends mit dem Ziel, maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden aus dem aktuellen Entwicklungsstadium in die Serienreife überzuleiten. Weitere Zielgruppen sind die Medizintechnik und die Lebensmitteltechnik, wo durch bionische Strukturen funktionale Effekte durch die Texturierung erzeugt werden.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung belaufen sich auf 413 TEUR (VJ 350 TEUR) im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dies entspricht rd. 4,2 % vom Umsatz.

1 Texturierung von Werkzeugen für Thermoplastische Polyolefine -Folien für Softtouch-Oberflächen

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Geschäftstätigkeit wird weiterhin durch verschiedene Faktoren, wie den Krieg in der Ukraine und im Gazastreifen sowie die Anhebung der Zentralbankzinsen, beeinträchtigt.

Das globale Wirtschaftswachstum wird auf 3,2% im Jahr 2023 geschätzt. Für das laufende Jahr 2024 sowie das Folgejahr 2025 wird ebenfalls ein Wert von 3,2% erwartet. Die Prognose für die globale Inflation liegt bei 6,8% im Jahr 2023 und sinkt für das Jahr 2024 auf 5,9%. (IWF World Economic Outlook Update, April 2024).

In Deutschland ist die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,2% gestiegen. Die hohe Unsicherheit wegen des anhaltenden Krieges zwischen Russland und Ukraine, der Lieferkettenengpässe, der hohen Energiepreise und der zukünftigen Gasversorgung haben die Wirtschaft weiterhin beeinträchtigt. Die Prognose für das laufende Jahr 2024 sieht die Bundesregierung mit einem Anstieg von 1,8% (BMWI-Jahreswirtschaftsbericht 2023).

Auf dem Energiesektor ist eine Normalisierung der Preise zu verzeichnen. Die Entwicklung im Bereich Strom und Gas war sehr erfreulich. Die Preise hierfür waren fallend. Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023 sanken die Gaspreise im 2. Halbjahr 2023 um 12,5 %, die Strompreise um 1,7%.

(Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28. März 2024)

Die führenden Wirtschaftsinstitute haben ihre Wachstumserwartungen für 2024 drastisch auf 0,1 Prozent reduziert. Allerdings rechnen die Experten mit nur noch 2,3 Prozent Inflation und steigenden Reallöhnen. (Wirtschaftsinstitute 27.03.2024)

Darüber hinaus ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland im Jahr 2023 leicht um 0,4 % gestiegen (Bundesagentur für Arbeit 03.01.2024).

Auch beim Geschäftsklimaindex zeigt sich, dass die Stimmung unter den Unternehmen im vergangenen Kalenderjahr eingetrübt hat. Im Dezember 2023 ist der Index auf 86,4 Punkte gefallen (Vorjahr 88,9 Punkte). Im März 2024 zeigte sich jedoch eine merkliche Verbesserung des Index auf 87,8 Punkte, insbesondere die Erwartungen der Unternehmen fielen deutlich weniger pessimistisch aus, auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage verbesserten sich (IFO-Geschäftsklimaindex im Juni 2024).

Gegenüber dem Vorjahr ist die Nachfrage der Automobilindustrie zurückgegangen. Die OEM's haben Facelifts und neue Modelle verschoben. Auf hohem Niveau bewegte sich die Nachfrage der LKW-Industrie, der Absatz hat sich auf Vorjahresniveau eingependelt. Leicht schwächer war die Nachfrage im Bereich des Landmaschinenbaus (Lagebericht BUAG, Wirtschaftliches Umfeld).

Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was zu einem erhöhten PKW-Absatz führte.

Vor allem auf dem chinesischen Markt konnten Rekordabsätze erzielt werden, noch nie zuvor konnte ein Wert von 25,8 Mio. Neuzulassungen erreicht werden. Auch in den USA konnte mit 15,5 Mio abgesetzten Fahrzeugen, ein Anstieg von 12% im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Auf dem europäischen Pkw-Markt wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019 (Pressemitteilung des VDA, 18.01.2024).

Die Produktion von Pkw in Deutschland verzeichnete einen deutlichen Anstieg. Insgesamt wurden 4,1 Millionen Fahrzeuge hergestellt, was einem Zuwachs von 18 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Von diesen Fahrzeugen gingen 3,1 Millionen in den Export, was einem Anstieg von 17 % im Vergleich zu 2022 entspricht. Der Markt für Elektrofahrzeuge zeigte ein gemischtes Bild. Während die Verkäufe von rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) um 8 % auf etwa 510.000 Einheiten stiegen, sanken die Verkäufe von Plug-in-Hybriden (PHEV) um 30 % auf rund 255.000 Einheiten. Dies führte insgesamt zu einem Rückgang der Verkäufe von Elektrofahrzeugen (BEV und PHEV) um etwa 8 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil von Elektrofahrzeugen an den gesamten Pkw-Neuzulassungen sank um 3 Prozentpunkte auf 28 % (Pressemitteilung des VDA, 04.01.2024).

Die deutsche Maschinenbauindustrie verzeichnet 2023 ein reales Auftragsplus von 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Während die Auslandsaufträge um 14 % zunahmen, sanken die Inlandsaufträge um 15 %. Diese insgesamt positive Jahresbilanz wurde vor allem durch starke Zahlen im Dezember erreicht, obwohl viele Unternehmen über eine schwierige Auftragslage und zögerliche Kunden berichteten. Der Fachkräftemangel bleibt eine zentrale Herausforderung, mit rund 14.000 unbesetzten Stellen. Obwohl sich die Lieferketten leicht entspannt haben, sind sie weiterhin ein Engpass. Diese Faktoren beeinträchtigen die Produktionskapazitäten und dämpfen das Wachstum der Branche (Kloepfel Consulting GmbH).

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Eschmann Textures blickt auf ein Geschäftsjahr zurück, das in den ersten acht Monaten eine gute Umsatzentwicklung genommen hatte, jedoch fand danach durch die geringe Nachfrage der Automobilindustrie ein extremer Einbruch der Auftragslage statt (Umsatz April bis November 2023: 7.182 TEUR; Umsatz Dezember 2023 bis März 2024: 2.571 TEUR).

Der Eschmann Textures ist es gelungen, die für das Geschäftsjahr prognostizierten Umsatzerlöse von 9.500 TEUR um 253 TEUR zu übertreffen. Dabei sind 83 % des Umsatzes mit der Automobilbranche realisiert worden. Wesentlich für den weiterhin hohen Umsatzanteil mit der Automobilindustrie sind die Gewinnung einiger Neu-Kunden als auch einiger strategisch wichtiger Projekte.

Der im Februar 2022 von Russland begonnene Krieg gegen die Ukraine hat weiterhin wirtschaftlich für die Eschmann Textures nur geringe Auswirkung, da keinerlei Umsätze mit den beiden Ländern getätigt und geplant worden sind.

Es bestehen zudem auch keine anderweitigen Verträge mit Russland und Belarus, die durch die international ausgerufenen Sanktionen davon hätten betroffen sein können. Jedoch ziehen die daraus resultierenden Verknappungen Preissteigerungen nach sich.

2.2.2 Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr belaufen sich auf 355 TEUR (VJ 1.106 TEUR). Davon entfallen 109 TEUR (Restzahlung) auf die neue Laseranlage LS1200 Femto für das Laserbearbeitungszentrum Marienhagen. Des Weiteren ist ein GOM-Scanner im Wert von 72 TEUR angeschafft worden. Die verbleibenden 175 TEUR der getätigten Investitionen sind im Wesentlichen Ersatzinvestitionen.

2.2.3 Personal

Der Personalstand ohne Auszubildende betrug zum 31.03.2023 insgesamt 65 Mitarbeiter (m/w/d). Durch die Schließung von Dieringhausen wurden nach und nach 7 Mitarbeiter freigesetzt. Jedoch wurden einige Stellen neu besetzt (z.B. Controlling, Vertriebsinnen- und Vertriebsaußendienst). Somit hat die Eschmann Textures einen Personalstand ohne Auszubildende von 63 Mitarbeitenden zum 31.03.2024.

Die Personalaufwand ist insgesamt von 5.552 TEUR im Vorjahr um 728 TEUR auf 4.824 TEUR gesunken. Ursächlich hierfür sind neben der Personalreduzierung die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Abfindungen von 481 TEUR. Gegenläufig wirkten Lohn- und Gehaltsanpassungen, um der höheren Inflation Rechnung zu tragen.

Das Know-how unserer Mitarbeiter ist wesentlich für die Zukunft der Gesellschaft. Daher unterstützen wir die Förderung der fachlichen und persönlichen Entwicklung unserer Mitarbeiter durch das Angebot regelmäßig stattfindender interner und externer Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Im Geschäftsjahr 2023/24 sind verstärkt Schulungen durchgeführt worden. Der Schwerpunkt der Schulungen lag im Wesentlichen auf dem Vertiefen von Kenntnissen im Bereich Spritzguss und Arbeitsrecht.

2.2.4 Umwelt

Im Rahmen des Schutzes unserer Umwelt ist es stets unser Ziel, mit den Umweltressourcen schonend umzugehen und damit eine möglichst geringe Belastung unserer Umwelt sicherzustellen. Das Entwicklungsprojekt zur Herstellung geschäumter Interieur-Bauteile zusammen mit einem Automotive 1st Tier ist durch den Einsatz von Leichtbaukomponenten ein wesentlicher Beitrag zur Emissionsreduzierung im Fahrzeugbau. In diesem Zusammenhang wurde in eine neue Anlagentechnologie zum Lasern von Keramik investiert, die eine technologische Grundvoraussetzung für die qualitativen Ansprüche beim Verarbeiten von geschäumten Kunststoffen im Interieurbereich darstellt.

2.3 Lage

2.3.1 Lagebeurteilung anhand der finanziellen Leistungsindikatoren

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der Eschmann Textures sind wie folgt:

Umsatzerlöse

EBIT (Ergebnis vor Ertragsteuern und Zins- und Beteiligungsergebnis)

EBT (Ergebnis vor Ertragsteuern)

in TEUR 2022/23 2023/24 Veränderung
Umsatz 9.236,0 9.753,3 + 517,3
EBIT -806,1 -900,9 -94,8
EBT -1.207,7 -844,7 + 363,0

Die nachfolgenden Erläuterungen zur Beurteilung der Ertragslage basieren auf den oben genannten Kennzahlen.

2.3.2 Ertragslage

Die Eschmann Textures beendete das Geschäftsjahr 2023/24 mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 9.753 TEUR (VJ 9.236 TEUR). Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus neuen ungeplanten Projekten durch Neu-Kunden-Akquirierungen.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen von 7.876 TEUR (VJ 7.735 TEUR) liegen leicht oberhalb des Vorjahres (+1,8%) und beinhalten im Wesentlichen Material- und Personalaufwand. Während die Materialaufwendungen trotz gesunkener Energiepreise aufgrund des höheren Umsatzes und der gestiegenen projektspezifisch bezogenen Fremdleistungen von 2.067 TEUR auf 2.167 TEUR gestiegen sind, reduzierten sich die herstellungsbezogenen Personalaufwendungen von 3.993 TEUR auf 3.395 TEUR. Die höheren Personalkosten im Vorjahr resultierten im Wesentlichen auf die gebildeten Rückstellungen für Abfindungszahlungen von 481 TEUR. Darüber hinaus stiegen die Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung und sonstige externe Dienstleistungen.

Die Vertriebskosten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um rd. 16 % auf 1.522 TEUR (VJ 1.311 TEUR) gestiegen. Der Anstieg beruht auf vermehrten Dienstreisen und somit höheren Reisekosten sowie höheren Personalaufwendungen.

Die Verwaltungskosten sind um rd. 14 % auf 1.725 TEUR (VJ 1.511 TEUR) gestiegen. Hier sind als wesentliche Treiber die erhöhten Aufwendungen für Shared Service, Management Fees und IT zu nennen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 734 TEUR sind im Vergleich zum Vorjahr (645 TEUR) leicht gestiegen und enthalten im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattung im Rahmen eines Entwicklungsprojektes in Höhe von 109,0 TEUR (VJ 60,9 TEUR), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 277,0 TEUR (VJ 108,9 TEUR) sowie Erträge aus der Lohnbuchhaltung 78,8 TEUR (VJ 74,4 TEUR) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 148,7 TEUR (VJ 384,1 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. 254 TEUR (VJ 117 TEUR) enthalten im Wesentlichen einen Aufwand aus Wertberichtigung auf Zinsforderungen gegenüber der Eschmann Textures India Privat Ltd. in Höhe von 207 TEUR.

Insgesamt ist festzustellen, dass trotz eines höheren Umsatzes von rd. 5 % die Herstellungs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten in Höhe von 11.123 TEUR (VJ 10.557 TEUR) ebenfalls um rd. 5 % gestiegen sind.

Das EBIT ist mit rd. -901 TEUR (VJ -806 TEUR) erneut negativ und liegt unterhalb der Vorjahresprognose von 198 TEUR. Maßgeblich hierfür waren in erster Linie die oben beschriebenen Kostensteigerungen.

Das Finanzergebnis liegt mit rd. 56 TEUR (VJ -402 TEUR) 458 TEUR über dem Vorjahr. Der negative Effekt im Vorjahr resultiert im Wesentlichen auf die vorgenommene Wertberichtigung der Beteiligung an der Eschmann India i.H.v. 363 TEUR. Insgesamt ergibt sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von rd. -845 TEUR (VJ -1.208 TEUR), welches unterhalb der Prognose von 406 TEUR liegt. Die Abweichung resultiert insbesondere aus höheren Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen.

Aufgrund eines Steuerertrags i.H.v. 15 TEUR sowie sonstigen Steuern i.H.v. 12 TEUR ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 830 TEUR (VJ: 1.208 TEUR).

2.3.3 Finanzlage

Durch die Einbindung in die Konzernfinanzierung und den bestehenden Cash-Pool Vertrag mit der voestalpine AG, Linz/Österreich, ist die Liquidität der Gesellschaft gesichert. Über die Haftungsverhältnisse wird im Anhang berichtet.

Der operative Cashflow beträgt -1.583 TEUR (VJ -184 TEUR). Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der Inanspruchnahme der Rückstellungen für Abfindungen, die im Geschäftsjahr zahlungswirksam wurden.

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf die Veränderung der liquiden Mittel.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -355 TEUR (VJ -1.106 TEUR). Neben der Schlussrechnung für die neue Hybrid-Laseranlage wurden auch diverse Ersatzinvestitionen getätigt.

Zudem ist im aktuellen Geschäftsjahr keine Ausschüttung an die Muttergesellschaft erfolgt (VJ -500 TEUR). Jedoch ist eine Dividendenzahlung von 200 TEUR von der Eschmann Textura Internacional Lda., Pataias/Portugal, getätigt worden.

Die Veränderung der Nettofinanzverschuldung aus dem Konzernfinanzverkehr beläuft sich auf -311 TEUR (VJ -1.552 TEUR).

2.3.4 Vermögenslage

Insgesamt beträgt das Anlagevermögen zum 31.03.2024 7.400 TEUR (VJ 7.858 TEUR). Das Sachanlagevermögen sank auf 5.280 TEUR (VJ 5.770 TEUR), da die laufenden Abschreibungen die Summe der neuen Investitionen übersteigen.

Das Finanzanlagevermögen ist von 2.083 TEUR auf 2.115 TEUR aufgrund der umrechnungskursbedingten Bewertung der Wandelanleihe bei der Eschmann Textures India Private Ltd. gestiegen.

Das Umlaufvermögen ist von 2.831 TEUR auf 2.203 TEUR gesunken.

Hauptursache dafür sind die niedrigeren Umsätze im 4. Quartal im GJ 2023/24 um über 205 TEUR, die zu einer Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten auf 1.429 TEUR (VJ 1.753 TEUR) geführt hat. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind auf 530 TEUR (VJ 679 TEUR) gestiegen. Zudem sind die sonstigen Vermögensgegenstände auf 113 TEUR (VJ 118 TEUR) leicht gesunken. Auch sind die Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um 150 TEUR gesunken.

Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresfehlbetrags negativ (-230 TEUR / VJ 600 TEUR).

Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr auf 1.324 TEUR (VJ 2.042 TEUR) gesunken. Der Hauptgrund hierfür sind die Inanspruchnahme bzw. Auflösungen von Abfindungsrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf 8.542 TEUR (VJ 8.089 TEUR). Aufgrund hoher Intercompany-Leistungen im letzten Quartal sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen IC auf 464 TEUR (VJ 400 TEUR) gestiegen. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber der voestalpine AG aus dem Konzerncashpool sind auf 7.712 TEUR (VJ 7.001 TEUR) gestiegen.

2.3.5 Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Insgesamt liegt die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023/24 leicht über Budget, da der Umsatz um rd. 253 TEUR übertroffen wurde.

Durch den stetigen Ausbau des Laserstandorts wurde die Kapazität des Lasertexturierens erweitert, so dass auch der Laser-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rd. 52 % gesteigert werden konnte. Jedoch konnte die Ätztechnik den Umsatz nicht halten und verlor rd. 19 %, bedingt durch die Schließung des Werkes für Ätztechnik in Dieringhausen.

Das im Geschäftsjahr 2023/24 erreichte EBIT, das EBT und das Jahresergebnis liegen aber, aufgrund von Kostensteigerungen sowie Sondereffekten in Bezug auf die Schließung des Produktionsstandortes Dieringhausen und Umsatzeinbußen im letzten Tertial, deutlich unter unseren Erwartungen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikoberichterstattung

3.1 Prognoseberichterstattung

3.1.1 Wirtschaftliches Umfeld

Der militärische Konflikt in der Ukraine führte im Jahr 2022 zu deutlichen Störungen in den weltweiten Lieferketten und in der weltweiten Materialversorgung. Die Preise für Rohstoffe und damit auch für viele Produkte sind gestiegen. Jedoch sind die Energiepreise wieder auf ein moderates Niveau gefallen. So lag die Inflationsrate im März 2024 bei 2,2% (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 02.04.2024).

Unter Unternehmen und Haushalten ist die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich herabgesetzt (0,7 Prozentpunkte) und für das Jahr 2025 leicht angehoben (0,2 Prozentpunkte). Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein (IFO-Institut 06.03.2024).

Die Aussichten der Maschinenbauer für das Jahr 2024 bleibt gemäß VDMA ziemlich mau. Die Maschinenbauindustrie hat ihren Absatzschwerpunkt im Ausland, also auf Exporten. Bei den Bestellungen aus dem Ausland deutet sich zuletzt eine Bodenbildung an. In Deutschland dagegen wird weiter kein Ende der Abwärtsentwicklung gesehen. Die Branche steht vor einem schwierigen Jahr (VDA Pressemitteilung 04.01.2024).

Aufgrund des Nachfragerückgangs in den ersten 3 Monaten des neuen Geschäftsjahres aus der Automobilindustrie (nur wenige neue Projekte), setzt sich der Trend des abgelaufenen Jahres hinsichtlich des geringen Auftragseingangs fort. Der Forecast des lfd. Jahres wurde entsprechend angepasst.

3.1.2 Ausblick Geschäftsjahr 2024/25

Das wirtschaftliche Umfeld wird im Geschäftsjahr 2024/25 weiterhin von anhaltender Unsicherheit geprägt sein. Hohe Zinsen und nach wie vor hohe Rohstoffpreise und die damit einhergehende Instabilität der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowie die Risiken aus dem Krieg in der Ukraine und im Gazastreifen werden die weitere Entwicklung belasten. Weiterhin ist auch mit einer Fortsetzung der Unsicherheit aus Handelskonflikten mit USA und China für die nächsten Jahre zu rechnen. Die Versorgungsunsicherheit bei Energie und kritischen Rohstoffen, welche z.B. aufgrund der Stilllegung von Atomkraftwerken in Deutschland und Sanktionen gegen Russland bestehen, stellen eine zusätzliche Herausforderung dar. Die notwendige Fortsetzung der kostenseitigen und wachstumsfördernden Maßnahmen in den Zukunftsmärkten der Division unterstützen die Verbesserung der Ertragssituation im nächsten Jahr und in der Zukunft. (Lagebericht BUAG, Ausblick Geschäftsjahr 2024/25)

Die derzeitige Auftragslage ist angespannt. Die Projekte betreffend der Automobilbranche entwickeln sich nicht so wie erwünscht. Im Bereich der Konsumgüterindustrie wird unter Berücksichtigung des neuen Marketingansatzes ein weiteres Wachstum im zweistelligen Prozentbereich angenommen.

Maßnahmen zur Ergebnissicherung werden laufend überarbeitet und den neuen Gegebenheiten angepasst.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024/25 gehen wir - auf Basis des letzten Geschäftsjahres 2023/24 - von einem Umsatzrückgang von ca. 8,7% aus, so dass rd. 8.900 TEUR Umsatz erzielt werden. Haupttreiber wird die Lasertechnologie und die Keramik-Technologie sein, die in den letzten Jahren durch Investitionen stetig weiter ausgebaut wurde.

Im kommenden Geschäftsjahr wird die Verbesserung der Kosten-/Erlösstruktur weiterhin konsequent verfolgt werden. Ferner wird das Lean Management maßgeblich dazu beitragen, Maßnahmen zu erarbeiten, um damit die Produktivität zu steigern.

Darüber hinaus werden zusätzliche positive Einflüsse wie Prozessoptimierungen, Kosteneinsparungen sowie Einsparungen im CO 2 -Verbrauch aus dem laufenden Continuous Improvement Process (CIP) erwartet.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024/25 werden ein EBIT von rd. -585 TEUR und ein EBT von rd. 7 TEUR aufgrund von Dividendenzahlung der Tochterunternehmen erwartet.

Eine wesentliche Basis für die dargestellte Ergebnisentwicklung ist nach wie vor das Eintreten der unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angenommenen und erwarteten Prämissen.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Risikomanagementziele und -methoden

Im Rahmen des Konzernabschlusses der voestalpine AG wurden, wie auch in den Vorjahren, Dokumentationen zum Risikomanagementsystem erarbeitet (Durchführung einer Risikoinventur und Reporting zur Muttergesellschaft). Das Risikomanagementsystem ist in Form einer konzernweitgültigen Verfahrensanweisung verankert und dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt für das Unternehmen einen wesentlichen Erfolgsfaktor da. Das Risikomanagement erstreckt sich sowohl über die strategische als auch über die operative Ebene und ist damit ein maßgebliches Element für nachhaltigen Erfolg. Das strategische Risikomanagement dient der Evaluierung und Absicherung der strategischen Zukunftsplanungen. Die Strategie wird auf Konformität mit dem Zielsystem überprüft, um wertsteigerndes Wachstum durch bestmögliche Ressourcenallokation sicherzustellen. Das operative Risikomanagement basiert auf einem revolvierenden Prozess ("erheben und analysieren, bewerten, bewältigen, dokumentieren und überwachen"), der mehrmals jährlich durchlaufen wird. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt anhand einer Bewertungsmatrix mit Beurteilung der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dokumentiert werden im Wesentlichen Betriebs-, Gesundheits-, Sicherheits-, Umwelt-, Technologie-, Finanz-, IT- und Compliance-Risiken. Unterstützt wird dieser Prozess durch ein webbasiertes IT-System. (Lagebericht BUAG, Risiko- und Chancenmanagement)

Ergänzend werden quartalsweise erstellte Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen sowie weitere Detailkennzahlen an den Konzern kommuniziert.

Die jährliche Risikoinventur erfasst Risiken der nachfolgend aufgeführten Risikogruppen (strategische Risiken, funktionsübergreifende Risiken, betriebliche Risiken, Marktrisiken, Finanzrisiken, Reporting- & Controlling-Risiken, Personalrisiken, EDV-Risiken, Umweltrisiken, IKS-Risiken und Compliance-Risiken).

Im Risikomanagement werden neben der Erfassung der Risiken auch Strategien und Maßnahmen im Umgang mit den Risiken definiert. Der grundsätzliche Umgang der Eschmann Textures mit den Risiken erfolgt der Reihe nach, durch Vermeiden der Risiken, dem Versichern der Risiken und dem bewussten Tragen der Risiken.

Von der Eschmann Textures beeinflussbare Risiken werden grundsätzlich durch Optimierung der internen Systeme und Prozesse vermieden.

Die Reihenfolge der nachfolgend genannten Einzelrisiken orientiert sich an dem Potenzial der jeweiligen Risikokategorie, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu belasten.

3.2.2 Einzelrisiken

Weiterhin bleibt die wirtschaftliche Entwicklung in der konjunkturabhängigen Automobil- und Automobilzulieferindustrie der kritische Erfolgsfaktor für die Geschäftsentwicklung der Eschmann Textures International GmbH. Hier sind auch die Interdependenzen der Lieferketten zu spüren, die sowohl die vor- als auch die nachgelagerten Produktionsstufen betreffen.

Als Folge kann es zu Verschiebungen von Projekten sowie zu Forderungsausfall kommen, und Liquiditätsengpässe könnten entstehen. Ein solches projektspezifisches Risiko kann als hoch eingestuft werden, da exogene Einflüsse nicht vorhersehbar sind, trotz enger Abstimmung mit den OEMs.

Damit Projektverschiebungen von Seiten der OEMs adäquat bewertet werden können, werden monatlich rollierende 3-Monatsprognosen auf Basis aktueller Umsatzeinschätzungen des Vertriebs und der KAM erstellt. Diese stehen in einem sehr engen Kontakt mit unseren Kunden.

Durch das bereits installierte Forderungsmanagement werden regelmäßig Bonitätsprüfungen der Kunden durch Auskünfte bei Creditreform als auch die Abschlüsse von Warenkreditversicherungen (unter Berücksichtigung von Selbstbehalten) durchgeführt. Der Gesamtbetrag der zum 31. März 2024 ausgewiesenen Forderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Das daraus resultierende Zahlungsausfallrisiko bewerten wir als niedrig, da die Zahlungsmoral der Kunden als gut bewertet wird.

Zur Finanzierung der Gesellschaft ist diese in die Cash-Pool-Systeme der voestalpine AG Linz eingebunden. Durch Einbindung in den Konzernfinanzverkehr der voestalpine AG ist zurzeit kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Ein entsprechendes Controlling erfolgt durch monatliches / quartalsweises Reporting über den Finanzstatus. Der wesentliche Geschäftsverkehr erfolgt auf Eurobasis, sodass Währungsrisiken weitestgehend ausgeschlossen werden können.

Neben diesen Risiken existieren weitere latente Risiken, die im Zusammenhang mit dem Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) bestehen, und dadurch Beeinträchtigungen im Betriebsablauf auftreten können. Die EDV wird hauptsächlich von der voestalpine AG, Linz/Österreich, im Konzernverbund zur Verfügung gestellt. Der Konzern stellt die Verfügbarkeit einer zeitgemäßen IT-Infrastruktur, IT-Tools sowie das Sicherheitsmanagement für die Daten- und Serversicherung sicher. Zur Abwendung von möglichen Cyber-Fraud-Angriffen und zur weiteren Sensibilisierung der Mitarbeiter werden umfangreiche Online-Kampagnen, sowie spezielle E-Learnings initiiert. Das Risiko wird aktuell als niedrig eingestuft.

Unternehmensfortführung

Trotz der bilanziellen Überschuldung gehen wir weiter von einer Unternehmensfortführung aus den nachfolgenden Gründen aus:

Die Eschmann Textures hat in den letzten Jahren verstärkt das Laserzentrum in Marienhagen ausgebaut: Einerseits durch die im letzten Jahr durchgeführte Gebäudesanierung aufgrund der Werksschließung in Dieringhausen und des damit einhergehenden Umzugs der Abteilungen Verwaltung und Vertrieb.

Andererseits durch die kontinuierlichen Investitionen der letzten Jahre in drei neue Laseranlagen (GF1200 in 2019/20: 470 kEUR / DMG400 in 2020/21: 2.038 kEUR / GF1200-Femto in 2021/22+2022/23: 1.009 kEUR) mit einem Gesamtvolumen von 3.517 kEUR. Diese Maschinen sind zukunftsweisend und sollen dem technologischen Fortschritt Rechnung tragen. Die beiden letztgenannten Laser sind sog. Femto-Laser, die mit einem Kurz-Laserimpuls sowohl keramische als auch metallische Oberflächen ultra-fein bearbeiten können. Die konventionellen Nano-Laser sind für keramische Oberflächen nicht geeignet.

Dadurch hat die Eschmann Textures unserer Einschätzung nach ein Alleinstellungsmerkmal bei der Femto-Texturierung und kann sich somit von den Mitwettbewerbern technologisch abgrenzen. Diese Technologie kommt erstmalig in 2024/25 bei einem Serienfahrzeug eines großen OEMs zum Einsatz. Danach werden weitere Serienfahrzeuge, bei der diese Technologie zum Einsatz kommt, folgen. Denn auch andere OEMs möchten die Vorteile, die dieses Verfahren mit sich bringt für sich nutzen. Neben dem klassischen Einsatz bei Werkzeugen für KFZ-Interieur-Komponenten findet die ultra-feine Laser-Texturierungen auch für anderweitige Komponenten, wie Auto-Scheinwerfer oder spezielle Non-Automotive-Produkte Anwendung.

Aufgrund der obigen Ausführungen sehen wir für die Zukunft der Eschmann Textures zahlreiche Potentiale und positive Entwicklungen, sodass eine Unternehmensfortführung weiterhin begründet ist. Die Gesellschaft wird sich auf zukünftige Marktentwicklungen richtig aufstellen, um sich im hart umkämpften Texturierungsmarkt zu positionieren. Die Umsatz- und Ergebnisprognosen für die nächsten Jahre zeigen dabei eine deutlich positive Entwicklung und werden das Unternehmen wieder in den profitablen Bereich führen. Hinzu kommt, dass die Finanzierung des Unternehmens über den Cashpool mit der voestalpine AG durch eine ausreichende Kreditlinie gesichert ist.

3.2.4 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Insgesamt ist festzuhalten, dass sich die allgemeinen Risiken der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert haben. Derzeit sind weder Existenz gefährdende Risiken zu erkennen, noch liegen Anzeichen für Risikofaktoren vor, die eine wesentliche Verschlechterung der Unternehmenslage in kommenden Geschäftsjahren erkennen lassen.

Durch die umgesetzten Personalmaßnahmen sehen wir uns den Herausforderungen 2024/25 gut aufgestellt.

3.3 Chancenbericht

3.3.1 Chancenmanagement

Die Eschmann Textures agiert in einem dynamischen Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen und zu nutzen -und dabei unnötige Risiken zu vermeiden - ist ein wesentlicher Faktor für das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens. Bei Chancen kann es sich um interne oder externe Potenziale handeln. Unser Chancenmanagement orientiert sich eng an unserer Strategie für kundenorientierte Innovation und nachhaltiges Wachstum.

3.3.2 Einzelchancen

Die wesentlichen Chancen für die Eschmann Textures stehen insbesondere im Zusammenhang mit der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung des westeuropäischen Automobilmarktes, da die Gesellschaft stark abhängig ist von der Entwicklung der Automobilindustrie.

Diese wiederum wird beeinflusst durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und im übrigen Westeuropa. Die für die Automobilindustrie erstellten Narben werden grundsätzlich über Projekte erarbeitet. Der Projektcharakter erlaubt den Kunden der Eschmann Textures eine zeitliche Verschiebung anstehender Projekte in die Zukunft. Verschiebungen wirken sich unmittelbar auf Umsatz und Ergebnis der Eschmann Textures aus. Die Anforderung, globale Automobilprojekte aus Deutschland zu betreuen, nimmt an Bedeutung sehr stark zu und ist sehr zeitintensiv. Wir stellen fest, dass dies nicht nur für uns eine sehr große Herausforderung darstellt, sondern auch an die Automobilindustrie in der Umsetzung der aus Europa geforderten Qualitätsstandards. Daneben verdient der technische Fortschritt besondere Beachtung.

Kosteneffiziente Fertigungen verbunden mit der konsequenten Weiterentwicklung, Erweiterung und Förderung innovativer Technologien stellen den Schlüssel für die Gewinnung zukünftiger Aufträge im Automobilbereich dar. Zusätzlich verringert der Einsatz der neuen Technologien die Abhängigkeit vom Automobilmarkt, da diese Technologien auch in automobilfremden Märkten eingesetzt werden können. Hier sind zum Beispiel bionische, aber auch moderne Strukturen in Verbindung mit Leichtbautechnik wichtig, um den Zielen zur CO 2 -Reduzierung in vielen Bereichen Rechnung zu tragen.

Des Weiteren setzt Eschmann Textures Synergiepotentiale durch Nutzung konzernaler Shared Service Leistungen um.

3.3.3 Zusammenfassende Darstellung der Chancenlage

Bei den aufgeführten Chancen handelt es sich sowohl um interne als auch um externe Chancenpotenziale. Die externen Chancen hängen dabei wiederum von der konjunkturellen Entwicklung, vor allem in den Fokusmärkten, ab. Die internen Chancen werden durch die Effektivität bei der Umsetzung der Einzelmaßnahmen determiniert. Das Chancenmanagement ist ein ganzjährig gelebter Prozess.

 

Wiehl, den 4. November 2024

Eschmann Textures International GmbH, Wiehl

Thomas Porstner, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024
EUR
31.03.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5.128,00 5.340,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 897.498,84 1.015.969,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.662.861,00 3.027.710,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 719.774,00 825.975,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 900.000,00
5.280.133,84 5.769.654,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.415.929,30 1.415.929,30
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 698.946,34 667.273,64
2.114.875,64 2.083.202,94
7.400.137,48 7.858.197,69
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.811,29 28.860,35
2. Unfertige Erzeugnisse 110.225,00 252.152,00
131.036,29 281.012,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.429.403,82 1.753.392,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 529.752,88 678.651,42
3. Sonstige Vermögensgegenstände 113.018,11 117.550,67
2.072.174,81 2.549.594,15
2.203.211,10 2.830.606,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.460,09 42.538,59
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 229.768,06 0,00
9.865.576,73 10.731.342,78

Passiva

31.03.2024
EUR
31.03.2023
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 760.669,31 760.669,31
III. Gewinnrücklage
Andere Gewinnrücklagen 4.500,00 4.500,00
IV. Gewinnvortrag -194.993,49 1.012.755,77
V. Jahresfehlbetrag -829.943,88 -1.207.749,26
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 229.768,06 0,00
0,00 600.175,82
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 721.463,00 713.725,00
2. Sonstige Rückstellungen 602.401,21 1.328.420,73
1.323.864,21 2.042.145,73
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 254.383,84 321.516,03
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.176.536,33 7.400.601,78
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 464.475,67 (i. Vj. EUR 399.879,93)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 110.792,35 366.903,42
- davon aus Steuern EUR 54.960,14 (i. Vj. EUR 164.932,25)
8.541.712,52 8.089.021,23
9.865.576,73 10.731.342,78

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

2023/2024
EUR
2022/2023
EUR
1. Umsatzerlöse 9.753.253,33 9.236.047,07
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -7.876.442,92 -7.735.166,13
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 1.876.810,41 1.500.880,94
4. Vertriebskosten -1.521.752,83 -1.310.773,64
5. Allgemeine Verwaltungskosten -1.724.891,79 -1.510.686,85
6. Sonstige betriebliche Erträge 734.369,75 644.809,59
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -253.801,25 -117.470,30
8. Erträge aus Beteiligungen 200.000,00 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 200.000,00 (i. Vj. EUR 0,00)
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 76.695,32 73.534,95
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 76.695,32 (i. Vj. EUR 73.534,95)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -219,42 404,05
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -362.720,37
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -220.215,20 -112.844,62
- davon an verbundene Unternehmen EUR 211.198,20 (i. Vj. EUR 101.171,62)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.777,00 -2,27
14. Ergebnis nach Steuern -818.228,01 -1.194.868,52
15. Sonstige Steuern -11.715,87 -12.880,74
16. Jahresfehlbetrag -829.943,88 -1.207.749,26

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

der Eschmann Textures International GmbH

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erstreckt sich auf die Formgebung/Oberflächennarbung im Ätztechnik-Verfahren sowie mittels Keramik- und Lasertechnologie, insbesondere bei Edelstählen.

Die Gesellschaft hat mit Gesellschafterbeschluss vom 12.01.2024 ihren Sitz von Gummersbach nach Wiehl verlegt und ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 38825 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Eschmann Textures International GmbH, Wiehl, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die für Kapitalgesellschaften geltenden deutschen handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Zum Bilanzstichtag liegt eine bilanzielle Überschuldung vor. Die Geschäftsführung geht aufgrund der für das kommende Geschäftsjahr zu erwartenden positiven Geschäftsentwicklung davon aus, dass die Unternehmensfortführung überwiegend wahrscheinlich ist. Die Finanzierung der Gesellschaft ist zudem über das Cashpooling mit der obersten Konzerngesellschaft, der voestalpine AG in Linz (Österreich), aktuell gesichert. Weitere Ausführungen hierzu können dem Lagebericht entnommen werden. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB und sie nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren.

Die Gesellschaft hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr, das am 1. April eines Jahres beginnt und am 31. März des Folgejahres endet.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten, Davon-Vermerke sowie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Anteile der Gesellschaft befinden sich im Eigentum der voestalpine High Performance Metals GmbH, Wien/Österreich. Der Jahresabschluss der Eschmann Textures International GmbH wird in den Konzernabschluss der voestalpine AG, Linz/Österreich, zum 31. März 2024 einbezogen, der zum Firmenbuch des Handelsgerichts Linz (FN 66209 t) hinterlegt wird. Die voestalpine AG, Linz/Österreich, stellt für den größten und kleinsten Kreis von Konzernunternehmen den Konzernabschluss auf. Aufgrund der größenabhängigen Erleichterungen nach § 293 HGB ist die Gesellschaft selbst von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Es sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3 Jahre) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Vom Wahlrecht der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird kein Gebrauch gemacht.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das im Sachanlagevermögen ausgewiesene Geschäftsgebäude der Gesellschaft wird über 25 Jahre linear abgeschrieben. Das übrige Sachanlagevermögen wird gemäß seiner betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden folgende Nutzungsdauern angesetzt:

Technische Anlagen 8-10 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 5 Jahre

angeschaffte bewegliche Wirtschaftsgüter im Wert bis EUR 800 werden voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind aufgrund einer Unterverzinslichkeit zum Barwert bilanziert. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige Erzeugnisse. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB, die neben den direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten auch Teile der betrieblichen Gemeinkosten enthalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbare Risiken sind durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Die Gesellschaft hat den überwiegenden Teil des Forderungsbestandes kreditversichert. Nicht kreditversicherte Einzelrisiken werden in den Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Weder kreditversicherte noch einzelwertberichtigte Forderungen wurden mit 1 % pauschal wertberichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert.

Für Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Der Berechnung werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen von 4,00 % p.a., Rentensteigerungen von 2,50 % p.a. und eine Fluktuation von 0 % zugrunde gelegt. Als Abzinsungssatz wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der von der Deutschen Bundesbank zum 31. März 2024 veröffentlichte 10-Jahres Durchschnittsmarktzinssatz von 1,83 % p. a. zugrunde gelegt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen mit dem 10-jährigen Durchschnittszins und dem 7-jährigen Durchschnittszins (1,80 %) beträgt zum 31. März 2024 3,9 TEUR (VJ 43 TEUR) und ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert. Hierbei werden zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, die von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht werden.

Die Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie auf berücksichtigungsfähige Verlustvorträge werden aktive und passive latente Steuern berechnet und, soweit sie sich der Höhe nach entsprechen, miteinander verrechnet. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie des gewerbesteuerlichen Hebesatzes. Wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist, d.h. ein Überhang passiver latenter Steuern besteht, wird dieser angesetzt. Sofern nach Verrechnung ein Überhang aktiver latenter Steuern verbleibt, wird von dem Ansatzwahlrecht Gebrauch gemacht, keinen Aktivposten zu bilden.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

Die Gesellschaft hält unter den Finanzanlagen folgende Anteile:

Beteiligungsquote
%
Eigenkapital zum 31.03.2024
TEUR
Jahresüberschuss zum 31.03.2024
TEUR
Buchwert zum 31.03.2024
TEUR
GMV Textures International S.A.S., Viry/Frankreich 100 948,1 -1,2 1.221
Gravutex Eschmann International Ltd., Glossop/Großbritannien 100 550,6 427,3 45
Eschmann Textura Internacional Lda., Pataias/Portugal 100 1.166,9 295,9 150
Eschmann Textures India Private Ltd., Mumbai/lndien 99,98 -303,8 -29,1 0

Unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen wird ein Darlehen an die Eschmann Textures India Private Ltd. zum Barwert in Höhe von 698,9 TEUR ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um zukünftiges Preferred Capital, was mit einer Laufzeit von 20 Jahren als festverzinsliches Darlehen geführt wird und nach dem 20sten Jahr automatisch in Eigenkapital der indischen Gesellschaft umgewandelt wird. Der beizulegende Zeitwert der Ausleihung entspricht dem Barwert zum 31. März 2024 in Höhe von 698,9 TEUR.

Forderungen

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 529,8 TEUR (VJ 678,7 TEUR) bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 322,9 TEUR (VJ 264,3 TEUR) sowie aus Zinsforderungen gegenüber der Eschmann Textures India Private Ltd. in Höhe von 206,6 TEUR (VJ 413,1 TEUR). Hierin enthalten ist eine Wertberichtigung aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung in Höhe von 206,5 TEUR (VJ 129,0 TEUR).

Zum 31. März 2024 bestanden wie im Vorjahr keine Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Latente Steuern

Aus der Ermittlung der latenten Steuern ergab sich zum 31. März 2024 ein Aktivüberhang. Die Gesellschaft hat - wie auch in Vorjahren - das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB ausgeübt und auf die Aktivierung von latenten Steuern verzichtet.

Anwendung der OECD-Pillar Two Modellregelungen

In Deutschland wurde mit dem "Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen" eine gesetzliche Regelung zur Sicherstellung einer globalen Mindestbesteuerung ("Mindeststeuergesetz", sog. OECD Pillar-II) erlassen.

Die Eschmann Textures International GmbH fällt ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes, da die jährlichen Umsatzerlöse der voestalpine-Gruppe zu der die Gesellschaft gehört, 750 Millionen Euro übersteigen. Aufgrund der Komplexität der Regelungen sowie der in vielen Ländern noch nicht endgültig abgeschlossenen Gesetzgebungsverfahren ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich, Aussagen zur Höhe der zukünftigen Belastung zu machen.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert 30 TEUR und ist voll eingezahlt.

Die nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildete Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 760,7 TEUR. Im Geschäftsjahr wurde eine keine Ausschüttung an die Gesellschafterin vorgenommen (VJ 500 TEUR). Durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von 829,9 TEUR wird das Eigenkapital vollständig aufgebraucht. Der nicht durch das Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von 229,8 TEUR wird gemäß § 268 Abs. 3 HGB auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Prämien- und Tantieme-Ansprüche sowie anteilige Jahressondervergütungen von Mitarbeitern, Urlaubsansprüche von Mitarbeitern, Gewährleistungsrisiken, Leistungen an die Berufsgenossenschaft sowie ausstehende Eingangsrechnungen. Die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Abfindungen an Mitarbeiter wurden in Anspruch genommen bzw. aufgelöst.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 464,5 TEUR (VJ 399,9 TEUR), sowie Finanzierungs-Verbindlichkeiten zum einen gegenüber der Konzernobergesellschaft voestalpine AG, Linz in Höhe von 7.612,1 TEUR (VJ 6.900,7 TEUR) und zum anderen gegenüber der voestalpine Financial Services B.V. in Höhe von 100,0 TEUR (VJ 100,0 TEUR).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse 2023/2024
TEUR
2022/2023
TEUR
Inland 4.640 4.040
Ausland 3.717 4.292
Textures-Gruppe 1.189 782
Erträge aus Interco Weiterbelastungen 207 122
9.753 9.236

Die Eschmann Textures beendete das Geschäftsjahr 2023/24 mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 9.753 TEUR (VJ 9.236 TEUR). Die Steigerung von rd. 6 % resultiert im Wesentlichen aus der höheren Einlastung durch Projekte aus dem Automobilbereich.

Materialaufwand nach § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB

2023 / 2024
TEUR
2022 / 2023
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 594 659
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.667 1.407
2.261 2.067

Der höhere Materialaufwand ergibt sich im Wesentlichen aus den höheren bezogenen Fremdleistungen (Dritte und Intercompany) im Vergleich zum Vorjahr.

Personalaufwand nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB

2023 / 2024
TEUR
2022 / 2023
TEUR
Löhne und Gehälter 4.045 4.725
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 780 827
davon für Altersversorgung 0 52
4.825 5.552

Der Rückgang des Personalaufwandes resultiert im Wesentlichen aus Personalreduzierungen. Zudem sind im Vorjahr Sondereffekte aus der Bildung von Abfindungsrückstellungen in Höhe von 481 TEUR enthalten.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 / 2024 2022 / 2023
Angestellte 34 33
Arbeiter 30 32
64 65

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattung im Rahmen eines Entwicklungsprojektes in Höhe von 109,3 TEUR (VJ 60,9 TEUR), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 277,0 TEUR (VJ 108,9 TEUR) sowie Erträge aus der Lohnbuchhaltung 78,8 TEUR (VJ 74,4 TEUR) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 148,7 TEUR (VJ 384,1 TEUR). Hierin enthalten sind 129,0 TEUR aus der Auflösung der Wertberichtigungen zu Zinsforderungen gegenüber der Eschmann Textures India Privat Ltd. aufgrund des Wegfalls des Grundes für die dauerhafte Wertminderung, da die wertberichtigte Forderung vom Schuldner beglichen wurde. Die Erträge aus der Währungsumrechnung sanken auf 1,2 TEUR (VJ 6,3 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben den Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 5,8 TEUR (VJ 31,6 TEUR) einen Aufwand aus Wertberichtigung auf Zinsforderungen gegenüber der Eschmann Textures India Privat Ltd. in Höhe von 206,5 TEUR (VJ 0 TEUR) aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten Dividendenzahlungen der Eschmann Textura Internacional Lda., Portugal, in Höhe von 200 TEUR (VJ 0 TEUR).

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens resultieren in Höhe von 76,7 TEUR (VJ 73,5 TEUR) aus verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind die Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 211,2 TEUR (VJ 101,2 TEUR) und aus der Aufzinsung von Pensionen mit 9,0 TEUR (VJ 11,7 TEUR) enthalten.

Sonstige Angaben

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Es wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und die Angaben zu den Bezügen des Geschäftsführers unterbleiben.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen im Sinne von § 285 Nr. 9b HGB beliefen sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf 18,2 TEUR (VJ 18,2 TEUR). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind zum 31. März 2024 541,2 TEUR (VJ 534,2 TEUR) zurückgestellt.

Geschäftsführung

Thomas Porstner, Dipl.-Ingenieur (FH), Lauf an der Pegnitz

Der Beruf des Geschäftsführers entspricht seiner Organstellung.

Beirat

Vorsitzender:

Dr. Heinrich Scherngell, Dipl.-Ingenieur,

(Regionalmanager der Region Central Europe der Division High Performance Metals)

Dr. Reinhard Nöbauer, Dipl.-Ingenieur,

(Mitglied im Vorstand der High Performance Metals GmbH)

Der Beirat erhielt für seine Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2023/2024 keine Bezüge.

Beziehungen gemäß § 285 Nr. 21 HGB

Angabepflichtige Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden nicht getätigt.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist über die Teilnahme am db-Transfer in das Cash-Clearing mit der voestalpine AG, Linz/Österreich, bei der Deutschen Bank AG einbezogen. Für hieraus resultierende Verbindlichkeiten haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch mit allen anderen im Cash-Clearing einbezogenen Gesellschaften des voestalpine Konzerns gegenüber der Deutschen Bank AG. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die der gesamtschuldnerischen Haftung zugrundeliegenden Verbindlichkeiten von der jeweiligen Hauptschuldnerin erfüllt werden können. Die Gesellschaft schätzt daher das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Shared Service, die sich wie folgt nach Fälligkeiten aufteilen (in TEUR):

Fälligkeit TEUR
bis 1 Jahr 517
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 509
Fällig nach mehr als einem Jahr 405
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 405
davon fällig nach mehr als 5 Jahren 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0
Gesamt 922
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 914

Die Miet- und Dienstleistungsverträge betreffen Gebäudemieten und konzerninterne administrative Dienstleistungen. In allen Fällen handelt es sich um Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in einer geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten. Zum Bilanzstichtag sind keine derartigen Risiken bekannt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr zum 31. März 2024 wesentlich auswirken, liegen nicht vor und sind gegenwärtig nicht erkennbar.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2024 schloss mit einem Jahresfehlbetrag von 829,9 TEUR.

Die Geschäftsführung beabsichtigt der Gesellschafterversammlung vorzuschlagen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Wiehl, den 04.11.2024

Eschmann Textures International GmbH, Wiehl

Thomas Porstner, Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens

für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.04.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
31.03.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- und Firmenwert 255.234,73 0,00 0,00 0,00 255.234,73
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 78.340,47 3.538,00 0,00 0,00 81.878,47
333.575,20 3.538,00 0,00 0,00 337.113,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.674.419,22 0,00 375.104,17 0,00 3.299.315,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.565.136,96 230.710,72 113.995,08 900.000,00 5.581.852,60
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.114.332,03 121.269,11 442.110,61 0,00 2.793.490,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 900.000,00 0,00 0,00 -900.000,00 0,00
12.253.888,21 351.979,83 931.209,86 0,00 11.674.658,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.778.649,67 0,00 0,00 0,00 1.778.649,67
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 667.273,64 31.672,70 0,00 0,00 698.946,34
2.445.923,31 31.672,70 0,00 0,00 2.477.596,01
15.033.386,72 387.190,53 931.209,86 0,00 14.489.367,39
Abschreibungen Restbuchwerte
01.04.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.03.2024
EUR
31.03.2024
EUR
01.04.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- und Firmenwert 255.234,73 0,00 0,00 255.234,73 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 73.000,47 3.750,00 0,00 76.750,47 5.128,00 5.340,00
328.235,20 3.750,00 0,00 331.985,20 5.128,00 5.340,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.658.449,47 109.982,00 366.615,26 2.401.816,21 897.498,84 1.015.969,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.537.426,96 469.955,72 88.391,08 1.918.991,60 3.662.861,00 3.027.710,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.288.357,03 195.493,11 410.133,61 2.073.716,53 719.774,00 825.975,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 900.000,00
6.484.233,46 775.430,83 865.139,95 6.394.524,34 5.280.133,84 5.769.654,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 362.720,37 0,00 0,00 362.720,37 1.415.929,30 1.415.929,30
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 698.946,34 667.273,64
362.720,37 0,00 0,00 362.720,37 2.114.875,64 2.083.202,94
7.175.189,03 779.180,83 865.139,95 7.089.229,91 7.400.137,48 7.858.197,69

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Eschmann Textures International GmbH, Wiehl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eschmann Textures International GmbH, Wiehl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eschmann Textures International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 4. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer

ppa. Robin Thiele, Wirtschaftsprüfer

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