Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 28826 HB
Vorher
Neunzehnte EUNOMIA Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
24.7.2013
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Holz und von BöttcherwarenHerstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-Metall
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Verpackungen aller Art sowie die Durchführung aller damit in unmittelbarem und mittelbarem Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Stefan Müller
seit 24.5.2024
Prokura
Lars Mester
seit 24.5.2024
Prokura
Roger Mengeler
seit 27.6.2022
Prokura
John-Moritz Persiehl
seit 27.6.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 4 angezeigt

Bremen
52.000 €
52.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WB Verpackungen GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

WB Verpackungen GmbH

I. Geschäftsmodell:

Grundlage der Gesellschaft WB Verpackungen GmbH ("WB Verpackungen") ist die Herstellung und Entwicklung von flachen Verpackungszuschnitten und geklebten Faltschachteln aus Karton. Der Absatzschwerpunkt liegt bei Flaschenträgern als Zuschnitte, vorgeklebten Faltschachteln und s.g. Open Basket Carrier für die Bier- und Getränkeindustrie. Darüber hinaus liegt der kleinere Teil des Absatzes in der Lebensmittelindustrie. Die Hauptabsatzmärkte liegen in Deutschland. Ein Drittel der Produkte wird nach Österreich, Belgien und in die Niederlande geliefert.

II. Ziele und Strategien:

Seit der Übernahme durch die H.O.Persiehl GmbH & Co. KG im April 2022 ist die WB Verpackungen Teil einer innovativen Gruppe mit langjähriger Erfahrung und Kompetenz im Bereich der Verpackungslösungen. Dadurch konnten wir die Herausforderungen des Geschäftsjahres 2023 bewältigen und den Bereich der Multipacks weiter ausbauen und werden bei der Umsetzung unserer Wachstumsziele betrieblich und finanziell unterstützt. Durch die Inbetriebnahme einer gebrauchten Druckmaschine seit Ende des Jahres 2022 konnte das Portfolio erweitert werden und unsere Leistung deutlich zulegen.

III. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung:

Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nach ersten Berechnungen mitteilte. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

In der Faltschachtelindustrie konnte kein klarer Trend festgemacht werden. Demnach sank das Produktionsvolumen in 2023 um 6,2 % auf 519.795 Tonnen, während der Wert der hergestellten Güter um 2,3 % auf 1,470 Milliarden Euro gestiegen ist. Mit Blick auf die Gesamtbranche geht die Industrie von einem Minus von mehr als 5 % aus, bei einem gestiegenen Produktionswert in Höhe von etwa 2 %.

Die wirtschaftliche Gesamtsituation hat somit auch vor der Faltschachtel-Industrie nicht Halt gemacht, die Nachfrage ist gesunken. Nach der Corona-Zeit wurden zum einen Bevorratung und volle Lager abgebaut, zum anderen hat die Inflation zu einer spürbaren Konsumzurückhaltung der Verbraucher geführt. Die Veränderungen beim Produktionswert hängen vor allem damit zusammen, dass - wie in anderen Branchen - gestiegene Grundkosten für Rohmaterialien, Energie und Fracht weitergegeben wurden.

IV. Geschäftsverlauf der Gesellschaft:

Im Rahmen der Inbetriebnahme der gebrauchten Druckmaschine Ende 2022 kam es infolge von ungeplanten Stillständen und Instandhaltungen im ersten Halbjahr 2023 zu erheblichen Lieferproblemen.

WB Verpackungen hat dennoch gegen den Trend im Jahr 2023, durch die Gewinnung neuer Kunden profitiert und einen Umsatz von 21.050 TEUR erreicht. Dieser lag um 14,0 % über dem im Vorjahr erreichten Umsatzwert von 18.471 TEUR.

Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag von 207 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss von 172 TEUR) ausgewiesen. Damit hat sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 379,3 TEUR verschlechtert.

Obwohl die Umsatzprognose für das Jahr 2023 deutlich überschritten wurde, lag das Jahrergebnis erheblich unter unserer Planung. Ursache für diese Entwicklung waren zum einen die gestiegenen Kosten, zum anderen erhebliche Mehraufwendungen im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der gebrauchten Druckmaschine. Im Vorjahr war das Ergebnis weiterhin durch Einmalerträge positiv beeinflusst. Das Ergebnis des Jahres 2023 war nicht zufriedenstellend.

V. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Einer um TEUR 2.040 gestiegenen Gesamtleistung stand ein unterproportionaler Anstieg des Materialaufwands gegenüber. Der Materialaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr auf 13.157 TEUR (Vorjahr 12.792 TEUR). Dadurch ist Rohergebnis um 1.675 TEUR von 5.884 TEUR auf 7.559 TEUR gestiegen. Die Rohertragsmarge hat sich von 31,5 % auf 36,5 % verbessert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um 2.180 TEUR auf 188 TEUR gesunken, da ertragswirksame Sondererträge im Jahr 2023 nicht vereinnahmt wurden

Der Personalaufwand liegt mit 3.973 TEUR (Vorjahr: 3.688 TEUR) um rund 8 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg resultiert in erster Linie aus Gehaltsanpassungen.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 8 TEUR auf 164 TEUR (Vorjahr 172 TEUR) gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 3.510 TEUR (Vorjahr 3.907 TEUR) zurückgegangen. Wesentliche Posten sind Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der gebrauchten Maschine und Fracht und Lagerkosten. Die hohen Kosten für Reparaturen und Instandhaltung sind die wesentliche Ursache für das negative Ergebnis im Jahr 2023.

Das Betriebsergebnis (EBIT) der Gesellschaft verringerte sich von 485 TEUR auf 100 TEUR. Bei um 92 TEUR auf 280 TEUR gestiegenen Zinsaufwendungen, wurde ein Jahresfehlbetrag von 207 TEUR (Vorjahr: 172 TEUR) ausgewiesen.

Die Bilanzsumme ist von 7.297 TEUR im Vorjahr um 563 TEUR auf 6.734 TEUR gesunken. Wesentlicher Posten der Aktivseite sind weiterhin die Vorräte mit 4.416 TEUR (66 % der Bilanzsumme). Aufgrund des Jahresfehlbetrags ist das Eigenkapital auf 1.328 zurückgegangen. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 20 % leicht verringert (Vorjahr: 21 %).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 316 TEUR auf 1.261 TEUR und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen um Leistungen um 60 TEUR auf 675 TEUR zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind von 2.646 TEUR auf 2.699 TEUR angestiegen. Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgt somit wie im Vorjahr zu einem großen Teil durch die Gesellschafterin.

Die Finanzlage war im Jahr aufgrund der Unterstützung durch die Gesellschafterin 2023 geordnet.

VI. Leistungsindikatoren - Steuerungssysteme:

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Entwicklung der Umsatzerlöse, die Entwicklung des Rohergebnissen und des EBIT. Durch die bestehende interne Berichterstattung (z.B. mit monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen) sind die Voraussetzungen für ein frühzeitiges Eingreifen geschaffen.

Durch regelmäßige Treffen der Geschäftsführung mit den Führungskräften wird eine gegenseitige Information über die aktuelle geschäftliche Entwicklung, über wesentliche Themen und die Erwartungen für die Zukunft sichergestellt. Dadurch können wir schnell und flexibel entscheiden und handeln.

VII. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung:

Nach der Umsatzsteigerung im Jahr 2023 rechnen wir für das Jahr 2024 mit weiter steigenden Umsatzerlösen. Durch die anteilige Weitergabe der gestiegenen Beschaffungskosten, eine höhere Leistung und zusätzlichen Erlösen aufgrund der Einbindung in die H.O. Persiehl-Gruppe erwarten wir Umsatzerlöse von rd. 24.000 TEUR. Wir erwarten in 2024 in fast allen Bereichen Kostensteigerungen. Da die Inbetriebnahme der Druckmaschine zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen wurde, rechnen wir mit einem erheblichen Rückgang der Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung. Unter diesen Annahmen erwarten wir für das Jahr 2024 einen Jahresüberschuss in Höhe von rd. 900 TEUR.

Die WB-Verpackungen unterliegt in Ihren geschäftlichen Aktivitäten unterschiedlichen Risiken und Chancen.

Die Umsatzentwicklung ist abhängig von der Geschäftsentwicklung der wesentlichen Kunden aus dem Getränkebereich. Deren Geschäftsentwicklung unterliegt unterschiedlichen Faktoren (z.B. gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Verbraucherverhalten). Die WB-Verpackungen beobachtet und bewertet die Entwicklung laufend um schnell reagieren zu können.

Unsere wesentlichen Kunden sind internationale Konzerne mit besonderen Anforderungen an eine Geschäftsbeziehung. Durch die nachhaltige Qualität unserer Produkte, einen besonderen Service und flexibles Eingehen auf die Anforderungen unserer Kunden wollen wir die Voraussetzungen für eine langfristige Geschäftsbeziehung schaffen. Der Verlust eines wesentlichen Kunden könnte zwar Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben. Mit einer Diversifizierung von Kunden und Produkten soll sichergestellt werden, dass keine existenziellen Abhängigkeiten von einzelnen Kunden entstehen.

Unsere wirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin davon abhängig, dass die Druckmaschine kontinuierlich läuft und die Ausfallzeiten gering sind. Die Höhe der Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen kann unser Ergebnis beeinflussen.

Chancen sehen wir insbesondere aus der Gewinnung von weiteren Kunden in der Lebensmittelindustrie und dem Ausbau von Märkten außerhalb Deutschlands zusammen mit der H.O. Persiehl-Gruppe. Weiterhin sehen wir gute Perspektiven aus der Entwicklung nachhaltiger Verpackungen.

 

Bremen, den 22. August 2024

Die Geschäftsführung

Philipp Persiehl

Moritz Persiehl

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 798.340,00 848.214,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.070,00 17.614,00
II. Sachanlagen 781.270,00 830.600,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.777,00
2. technische Anlagen und Maschinen 635.477,00 746.044,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.016,00 84.556,00
B. Umlaufvermögen 5.906.606,05 6.407.981,99
I. Vorräte 4.415.812,29 5.329.972,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.430.015,16 1.077.765,05
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 36.000,00 36.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 60.778,60 244,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.433,57 41.032,41
Aktiva 6.734.379,62 7.297.228,40

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.327.710,66 1.534.838,78
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen 294.823,13 260.377,36
III. Gewinnvortrag 1.140.015,65 1.002.232,59
IV. Jahresfehlbetrag 207.128,12 -172.228,83
B. Rückstellungen 310.157,26 242.198,73
C. Verbindlichkeiten 5.096.511,70 5.520.190,89
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.260.753,64 1.576.707,30
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 842.608,25 944.293,57
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 418.145,39 632.413,73
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.698.762,61 2.645.979,19
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.698.762,61 2.645.979,19
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.136.995,45 1.297.504,40
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.136.995,45 1.297.504,40
Passiva 6.734.379,62 7.297.228,40

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.746.750,47 8.251.143,35
2. Personalaufwand 3.972.757,31 3.687.891,83
a) Löhne und Gehälter 3.262.794,24 2.983.877,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 709.963,07 704.014,28
davon für Altersversorgung 19.335,13 18.818,98
3. Abschreibungen 164.261,85 172.160,85
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 164.261,85 172.160,85
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.509.950,77 3.906.531,48
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 279.967,06 187.959,38
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.062,40 96.375,98
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.062,00 2.628,00
7. Ergebnis nach Steuern -179.124,12 200.223,83
8. sonstige Steuern 4,00 -5,00
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 28.000,00 28.000,00
10. Jahresfehlbetrag 207.128,12 -172.228,83

Anhang

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Eckdaten zum Unternehmen, Gliederung und Vorjahresbeträge

Der Jahresabschluss der WB Verpackungen GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Bei der Aufstellung wurden daher die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Gesellschaften teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname: WB Verpackungen GmbH
Firmensitz: Bremen
Registergericht: Bremen
Register-Nr.: HRB 28826 HB

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese zwischen Abschlussstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 7 Jahren), bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen 1 und 14 Jahren) angesetzt. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 3 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

B. Weiter Angaben zur Bilanz

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen mit einer Restlaufzeit von länger eines Jahres betragen 36.000,00 Euro (Vorjahr 36.000,00 Euro).

3. Latente Steuern

Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten bestehen wie folgt:

• Sachanlagevermögen : 23 TEuro (Vorjahr 26 TEuro) - passiv -

Der Rückgang der Differenzen resultiert aus der laufenden Abschreibung im Jahr 2023.

Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 31,93 % (15,00 % für KSt, 5,50 % für SolZ und 16,10 % für GewSt) zugrunde gelegt.

4. Eigenkapital

Aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres wurden 34,4 TEuro in die Gewinnrücklagen eingestellt.

5. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 234 TEuro, Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von 31 TEuro sowie Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 19 TEuro enthalten.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel:

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 5.096.511,70 Euro (Vorjahr: 5.520.190,89 Euro) setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: 842.608,25 Euro (944.293,47 Euro Vorjahr)

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: 675.419,68 Euro (735.024 Euro Vorjahr)

3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern: 2.698.762,61 Euro (2.645.979,19 Euro Vorjahr)

4. Sonstige Verbindlichkeiten: 461.575,77 Euro (162.480,16 Euro Vorjahr)

davon aus Steuern: 47.924,09 Euro (140.750,16 Euro Vorjahr)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 853,66 Euro (2.980,79 Euro Vorjahr)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 418.145,68 Euro (632.413,73 Euro Vorjahr)

eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 0,00 Euro (400.000,00 Euro Vorjahr) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 1.008 TEuro durch Abtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sicherungsübereignungen der Vorratsbestände und Sicherungsübereignung des Anlagevermögens gesichert.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten gesichert.

C. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von 21.050 TEuro verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten folgendermaßen: (Zahlenangaben in TEuro): Inland 13.125 / Ausland 7.925.

D. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:

Anzahl
Arbeiter: 67
Angestellte: 17
Gesamt: 84

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer dieser Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023:

Herr Jens Eckermann, Bremen (bis 31. März 2024)

Herr Philipp Persiehl, Hamburg

Herr Moritz Persiehl, Hamburg

Herr Eckermann war hauptberuflich für die Gesellschaft tätig.

Herr Philipp Persiehl und Herr Moritz Persiehl sind hauptberuflich Geschäftsführer der alleinigen Gesellschafterin H.O.Persiehl (GmbH & Co.) KG..

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Außerbilanzielle Geschäfte

Im Rahmen einer Factoringvereinbarung wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.667 TEuro an eine Factoringesellschaft übertragen. Durch das Factoring wird insbesondere die Kapitalbindung verringert und die Eigenkapitalquote verbessert.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Nutzung des unbeweglichen Anlagevermögens wird zum Teil durch Leasing- und Mietverträgeverträge sichergestellt. Deren Laufzeit beträgt noch bis zu fünf Jahre. Die Leasing- und Mietverträge verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten technischen Anlagen und Maschinen.

Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

Miet- und Pachtverträge für bewegliches und unbewegliches Anlagevermögen 3.362 TEuro davon sind fällig innerhalb eines Jahres: 763 TEuro.

5. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Bremen, den 22. August 2024

Die Geschäftsführung

Philipp Persiehl

Moritz Persiehl

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.774,11 5.131,20 1.287,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 96.774,11 5.131,20 1.287,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 24.045,03 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.174.769,16 17.702,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 231.202,64 67.527,62 13.487,62
Summe Sachanlagen 1.405.971,80 109.274,65 13.487,62
Summe Anlagevermögen 1.502.745,91 114.405,85 14.775,12
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 100.617,81
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 100.617,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 24.045,03
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.192.471,16
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 285.242,64
Summe Sachanlagen 0,00 1.501.758,83
Summe Anlagevermögen 0,00 1.602.376,64
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.160,11 5.674,20 1.286,50 0,00 83.547,81
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 79.160,11 5.674,20 1.286,50 0,00 83.547,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 268,03 0,00 0,00 268,03
2. technische Anlagen und Maschinen 428.725,16 128.269,00 0,00 0,00 556.994,16
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.646,64 30.050,62 13.470,62 0,00 163.226,64
Summe Sachanlagen 575.371,80 158.587,65 13.470,62 0,00 720.488,83
Summe Anlagevermögen 654.531,91 164.261,85 14.757,12 0,00 804.036,64
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 17.070,00 17.614,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 17.070,00 17.614,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 23.777,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 635.477,00 746.044,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 122.016,00 84.556,00
Summe Sachanlagen 0,00 781.270,00 830.600,00
Summe Anlagevermögen 0,00 798.340,00 848.214,00

Bericht des Aufsichtsrats

Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

5. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir am 28. August 2024 dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss der WB Verpackungen GmbH, Bremen, zum 31. Dezember 2023 und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der von uns an dieser Stelle wiedergegeben wird:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WB Verpackungen GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WB Verpackungen GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WB Verpackungen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. [Beschreibung des Prüfungsurteils zum Lagebericht]

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

 

Bremen, den 28. August 2024

Adjuva GmH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jan Graunke, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.