Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 19223
Eingetragen
22.9.2005
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Schleifkörpern und Schleifmitteln auf Unterlage
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von mikro- und nanostrukturierten Werkzeugen, Folien und Komponenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Rawert
seit 6.3.2023
Geschäftsführer
Christian Schröder
seit 6.3.2023
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (20)

NameAnteil
2.05%
B******* E***
1.94%
1.07%

Ungelöste Beteiligungen (6)

NameAnteil
4.96%
Temicon GmbHEigenbeteiligung
0.23%

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Buhrow-Chandra Beteiligungsgesellschaft
Germany
62.81%
Wickeder Westfalenstahl GmbH
Germany
19.77%
eCapital III Cleantech Fonds GmbH & Co. KG
Germany
15.00%
Corning Incorporated
Corning, NY 14831, USA
2.19%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Temicon GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die temicon GmbH ist im Handelsregister unter HRB 19223, Amtsgericht Dortmund eingetragen und der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von mikro- und nanostrukturierten Folien und Komponenten für alle Anwendungsgebiete, insbesondere für Automobilindustrie, Display, Mikrooptik und Life Science. Sie unterhält sowohl an ihrem Firmensitz in Dortmund als auch in der Zweigniederlassung Freiburg die Produktion.

2. Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung der weltweiten und deutschen Gesamtwirtschaft im Jahr 2023

Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2023 international gut entwickelt, indes ist der deutsche Markt unterdurchschnittlich gewachsen und in ausgewählten Branchen haben sich die wirtschaftlichen Perspektiven eingetrübt. Die Entwicklungen zum Zinsanstieg, gestiegenen Energiekosten, geringerer Planungssicherheit, internationalen Lieferengpässen und der Ukraine Krise haben einzelne Branchen getroffen und vor allem den privaten Konsum geschwächt. Im Jahr 2023 zeigt sich der Weltmarkt ansatzweise robust, trotz dieser Herausforderungen. Von einem Abschwung der Weltwirtschaft ist vorerst nicht auszugehen. Jedoch zeichnen sich weitere große konjunkturelle Risiken ab. Im heimischen und im internationalen Markt macht der Immobiliensektor einen maßgeblichen Anteil am BIP aus und zeigt durch die gestiegenen Materialkosten und das gestiegene Zinsniveau erhebliche strukturelle Schwächen auf. Diese Effekte lassen sich auch in anderen großen Volkswirtschaften wie China und den USA beobachten.

Neben den genannten Risiken zeigen sich auch andere große Einflüsse, die als Chance oder als Risiko gewertet werden können. Die zunehmenden Spannungen zwischen China und den USA haben zu verstärkten Sanktionen beider Länder geführt. Fast sämtliche großen Volkswirtschaften, aber vor allem die Regierungen der USA, China und der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben bereits in den Jahren 2020 bis 2022 umfangreiche Investitionsprogramme verabschiedet. Diese wurden in 2023 teilweise umgesetzt. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Investitionen im Geschäftsjahr 2023 bereits teilweise positive volkswirtschaftliche Effekte gezeigt haben.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) errechnete für das Jahr 2023 eine Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung um 3,3 %. Auch für das Geschäftsjahr 2024 wird vom IWF ein Anstieg von 3,2 % bei der globalen Wirtschaftsleistung prognostiziert. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % geschrumpft. Das negative Wachstum hat sich bereits im Jahr 2022 angedeutet.

Langfristig werden die hohe Inflation, die steigenden Zinsen und ökonomische Risiken mit globalem Ausmaß die Entwicklung der globalen Wirtschaftsleistung bestimmen. Für 2024 wird erwartet, dass das BIP der Bundesrepublik Deutschland ein Wachstum von 0,2 % aufweisen wird.

2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Nanotechnologien gelten als Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Als Querschnitts- technologie bringt die Nanotechnologie regelmäßig neue Produkte vielen Bereichen des täglichen Lebens auf den Markt. Die daraus resultierenden Technologien werden in den verschiedensten Branchen eingesetzt, insbesondere in den Bereichen Lichttechnik, Displaytechnologie, Solar, Mikrooptik, Automotive und Life Science.

Aufgrund der Rolle als Querschnittstechnologie lässt sich keine allgemeine Aussage zur Entwicklung der Branche im letzten Jahr tätigen. Häufig sind aber insbesondere die Produkte aus dem Bereich der Nanotechnologien in den zuvor genannten Branchen die Wachstums- und Innovationstreiber.

Der Markt für Medizintechnik stellt einen der wesentlichen Potentialmärkte der temicon dar. Hierbei gehen internationale Studien von einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR 2023 bis 2029) von 5,71 % aus. Hierbei kommt der temicon ihr internationaler Kundenstamm zugute. Die maßgebliche Verwendung der Produkte der temicon erfolgt in Systemen zur Verabreichung von Medikamenten. Anwendungen für die Diagnostik und für weitere medizinische Geräte befinden sich derzeit in der Phase der Markteinführung.

Die Entwicklung neuer Technologien in der Automotive Branche führt ebenfalls zu einem Trend der vermehrten Verwendung von nano-strukturierten Oberflächen. Hierbei ist die temicon zuversichtlich, die bestehende Marktposition durch ihre technologischen Alleinstellungsmerkmale gut nutzen zu können. Besonders der Bereich Head-up-Displays ist hier als Geschäftsfeld interessant, da die temicon bereits seit vielen Jahren in der Zulieferung von strukturierten Oberflächen aktiv ist. Der Markt für Automotive Display wird in den Jahren 2024 bis 2029 voraussichtlich jährliche Wachstumsraten von 10,0% (CAGR) aufweisen. Der temicon ist es im Geschäftsjahr 2023 gelungen einen zusätzlichen großen Automobilzulieferer als Kunden zu gewinnen und wird hier in den kommenden Jahren zum Lieferanten von optischen Komponenten.

Die temicon hat aktuell nur einen sehr kleinen Umsatz im Bereich von Anwendungen im Solarmarkt. Jedoch sind einige interne Projekte und auch Entwicklungsprojekte für Kunden in Arbeit. Hierbei zeigen sich für die temicon neue Umsatzpotentiale bedingt durch den Trend zur Reduktion des Ressourceneinsatzes bei der Herstellung von Solarzellen, dem Trend zur Verbesserung der Ausbeute von Lichtenergie durch Solarzellen und dem Trend zur Verwendung der Solarzellen in neuen Designs. Die temicon ist bei diesen Entwicklungen mit internationalen Partnern im Gespräch.

3. Entwicklung der temicon GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr

3.1 Ertragslage

Der Jahresabschluss 2023 weist gegenüber der Planung, den Vorjahren und dem normalen Geschäftsbetrieb einige sehr deutliche Abweichungen auf. Diese Abweichungen resultieren aus einem schwachen operativen Geschäft, einem starken Einmaleffekt und dem Austritt aus dem Markt für Lichtfolien. Die Einflüsse aus den Marktaustritten sind jedoch mit dem Geschäftsjahr 2023 endgültig bereinigt.

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 beträgt 2.589 TEUR gegenüber 3.702 TEUR im Geschäftsjahr 2022. Ein Vergleich mit dem Vorjahr hat durch einen erheblichen Einmaleffekt (i. H. v. 873 TEUR) im Jahr 2022 nur geringe Aussagekraft. Gegenüber dem fortgeführten Geschäft aus dem Jahr 2022 konnte die temicon im Geschäftsjahr 2023 operativ um ca. 11 % wachsen.

Der Materialaufwand beträgt 688 TEUR und die Materialquote liegt bei 26,6 %.

Die Personalaufwendungen lagen bei 3.744 TEUR und sind zum Vorjahr um 3,0 % gesunken.

Bedingt durch Sondereffekte im Geschäftsjahr 2022, sind die Abschreibungen i. H. v. 746 TEUR nicht vergleichbar mit den Abschreibungen im Geschäftsjahr 2022 (2.696 TEUR). Wir sehen zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Sonderabschreibungsbedarf.

Ferner wurden die in den Finanzanlagen im Vorjahr ausgewiesene Beteiligung an der temicon Nanotechnology Co. Ltd. veräußert.

Der Jahresfehlbetrag der temicon für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 2.676 TEUR.

3.2 Finanzlage

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 kam es zum Rück- und Verkauf eigener Anteile von Bestandsinvestoren sowie einer weiteren Kapitalerhöhung mit dem Ziel der Ausstattung der temicon mit liquiden Mitteln, um den Fortbestand der Gesellschaft sicherzustellen. Im Rahmen dieses Geschäfts sind der temicon liquide Mittel in Höhe i. H. v. 6.594 TEUR zugeführt worden. Die aus dem Kauf der Anteile resultierenden Verbindlichkeiten i. H. v. 381 TEUR werden in fünf Jahren fällig und mit 3,5% endfällig verzinst.

Für eine ausreichende Liquidität der temicon war zu jedem Zeitpunkt gesorgt. Aufgrund der negativen Ertragslage ist die Gesellschaft jedoch unverändert auch zukünftig von der Kapitalbereitstellung externer Kapitalgeber abhängig.

3.3 Vermögenslage

Die temicon verfügt über ein Anlagevermögen von 8.941 TEUR. Im vorherigen Geschäftsjahr lag das Sachanlagevermögen bei 9.660 TEUR, der Rückgang resultiert aus den Abschreibungen.

Das Umlaufvermögen hat sich von 2.804 TEUR im Vorjahr auf 3.738 TEUR im Geschäftsjahr 2023 erhöht, was vornehmlich durch höhere Guthaben bei Kreditinstituten hervorgerufen wurde.

Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Lage der Gesellschaft insbesondere aufgrund der hohen Jahresfehlbetrags derzeit als nicht zufriedenstellend einzustufen ist.

4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1 Voraussichtliche Entwicklung

Der Ausblick für die Weltwirtschaft sowie die inländische Wirtschaft für das Jahr 2024 ist mit einigen Unsicherheiten verbunden. Laut Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung wird die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf stagnieren. Laut IWF wird ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts i. H. v. 0,2 % (Prognose April 2024) gegenüber dem Vorjahr angenommen. Für das Jahr 2025 wird dagegen ein Wachstum von 1,3 % erwartet.

Vor allem die Risiken der deutschen Wirtschaft spiegeln sich mittlerweile in dem negativen Ausblick des IWF auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wider. Die anhaltend hohe Inflation im Euro-Raum und speziell in Deutschland wird durch hohe Energiepreise und deutlich steigende Lebenshaltungskosten getrieben. Zudem scheint sich die Lage am Immobilienmarkt und dem Baugewerbe zusehends einzutrüben.

Aussichten auf das Geschäft der temicon sind hier nicht ohne Weiteres interpretierbar. Jedoch sind die Kunden der temicon zum Großteil international aktiv und die Produkte sind selten unmittelbar an den Endkundenmarkt gebunden.

Für das Geschäftsjahr 2024 plant die temicon einen Umsatz i. H. v. 3.663 TEUR sowie ein negatives Jahresergebnis i. H. v. -3.507 TEUR. Für das Geschäftsjahr 2025 plant die temicon einen Umsatz i. H. v. 5.267 TEUR und ein negatives Jahresergebnis i. H. v. -1.797 TEUR.

4.2 Chancen

Die temicon hebt sich vom Markt durch technologisch anspruchsvolle Produkte ab. Für die wesentlichen Fertigungsverfahren sind Patentanmeldungen gestellt worden. Da die Branchen, in denen bislang schon mikro- und nanostruktuierte Lösung nachgefragt werden, vorraussichtlich wachsen werden, ist auch mit einem Marktwachstum für temicon zu rechnen.

Durch die starke Vernetzung mit Instituten und einer umfangreichen F&E-Abteilung wird kontinuierlich daran gearbeitet den Technologievorsprung zu halten oder auszubauen. Immer mehr Projekte entwachsen dem Prototypen-Status, erlangen die Serienreife und eröffnen der temicon neue Wachstums- und Umsatzpotentiale.

Als besondere Chance ist die hohe technologische Entwicklungsgeschwindigkeit Bereichen Automotive, Display und Solar zu nennen.

4.3 Risiken

Im Leuchtmittel- und Solarmarkt besteht ein hoher Preisdruck. Diesem Wettbewerbsrisiko begegnen wir mit der kostengünstigen, skalierbaren Produktion von hochwertigen mikro-strukturierten Produkten. Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir in konjunkturellen Einflüssen und in politischen Entwicklungen. Angesichts dessen lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ergebnissituation nicht ausschließen.

Unsere wesentliche langfristige Finanzierung ist festzinsbasiert, so dass wir hier nur bedingt Zinsänderungsrisiken sehen. Der Großteil unserer Forderungen und Verbindlichkeiten sind in Euro notiert, weshalb wir nahezu keine Währungsrisiken sehen.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt.

Das wesentliche bestandsgefährdende Risiko ist unverändert die weitere Liquiditätsentwicklung der temicon. Zur Sicherstellung der Liquidität sollen im kommenden Geschäftsjahr Kapitalerhöhungen mit den Bestandsinvestoren vorgenommen werden.

 

Dortmund, den 5. September 2024

gez. Jan Hendrik Knizia

gez. Markus Rawert

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.941.343,19 9.659.653,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 90.274,80 101.381,80
1. Geschäfts- oder Firmenwert 30.715,00 37.809,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 59.559,80 63.572,80
II. Sachanlagen 8.850.732,39 9.527.935,22
1. technische Anlagen und Maschinen 3.859.519,17 4.511.301,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.924,00 162.825,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.832.289,22 4.853.809,22
III. Finanzanlagen 336,00 30.336,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 30.000,00
2. Beteiligungen 336,00 336,00
B. Umlaufvermögen 3.737.646,95 2.803.565,00
I. Vorräte 499.513,54 372.046,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 913.853,99 1.077.943,05
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 527.192,04 373.719,57
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.324.279,42 1.353.575,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.320,50 215.277,83
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.705.310,64 12.678.495,85

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.395.718,84 3.531.642,33
I. gezeichnetes Kapital 152.587,00 107.593,00
II. Kapitalrücklage 24.857.874,37 20.362.967,12
III. Verlustvortrag -16.938.917,79 -8.654.731,54
IV. Jahresfehlbetrag -2.675.824,74 -8.284.186,25
B. Sonderposten für Zuschüsse 501.097,70 687.840,38
C. Rückstellungen 1.907.700,70 2.237.085,09
D. Verbindlichkeiten 4.829.425,75 6.221.928,05
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 350.323,37 518.270,55
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 202.206,00
3. übrige Verbindlichkeiten 4.479.102,38 5.501.451,50
davon aus Steuern 35.211,16 44.266,98
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 750,00
E. Rechnungsabgrenzungsposten 71.367,65 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.705.310,64 12.678.495,85

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.788.853,42 4.184.969,13
2. Personalaufwand 3.743.727,15 3.859.559,11
a) Löhne und Gehälter 3.103.758,05 3.239.826,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 639.969,10 619.732,89
davon für Altersversorgung 9.415,20 13.138,40
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 745.947,52 2.696.105,21
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.595.257,57 5.467.362,43
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 788,79 0,00
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 271.813,85
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 378.895,64 172.796,78
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 96,24 0,00
9. sonstige Steuern 1.542,83 1.518,00
Jahresfehlbetrag 2.675.824,74 8.284.186,25

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die temicon GmbH hat ihren Sitz in Dortmund und ist beim Amtsgericht Dortmund unter der Nummer HRB 19223 eingetragen.

Die temicon GmbH ist zum 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses wurde die Bilanz gemäß § 265 Absatz 5 HGB i. V. m. § 42 Abs. GmbHG um die Posten "Sonderposten für Zuschüsse" und "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Unter der Annahme, dass durch die Gesellschafter der temicon GmbH und / oder durch weitere externe Kapitalgeber zusätzliche liquide Mittel bereitgestellt werden, ist der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft im Prognosezeitraum gesichert. Neben der weiteren Finanzierung ist der Fortbestand der Gesellschaft von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung entsprechender Umsätze abhängig. Insoweit besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Forführung der Unternehmenstätigkeit.

II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Anlagevermögen

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung linear abgeschrieben.

Der entgeltlich erworbene Firmenwert, welcher im Rahmen der Verschmelzung von der Nanotexx GmbH auf die temicon GmbH übergegangen ist, wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben, da die zugrundeliegenden Kundenbeziehungen sowie das zugrundliegende Know-How voraussichtlich über diesen Zeitraum genutzt werden können.

b) Sachanlagen

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung degressiv bzw. linear abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 150,00 € (Anschaffung bis zum 31. Dezember 2017) bzw. 250,00 € (Anschaffung nach dem 31. Dezember 2017) bis 1.000,00 € werden in einem Sammelposten aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

c) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

2. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Wenn der am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als die Anschaffungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse und Waren wurden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt.

4. Liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und Eigenkapital

Die liquiden Mittel, die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und die Posten des Eigenkapitals wurden zum Nominalwert bilanziert.

5. Sonderposten für Zuschüsse

Der Posten betrifft Zuschüsse für zugegangene Anlagegegenstände. Dieser Sonderposten wird korrespondierend zu den verrechneten Abschreibungen der geförderten Investitionsgüter bzw. bis zum Ende der jeweiligen Zweckbindungsdauer aufgelöst.

6. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

8. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, der Sachanlagen und der Finanzanlagen (Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) wird als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Anteilsbesitz

Mit einem "Equity Joint Venture Contract" vom 20. September 2017 bzw. vom 25. September 2017 hat die temicon GmbH 75 % der Anteile an der Temicon Nanotechnology Co. Ltd. mit Sitz in Shenzhen (Volksrepublik China) erworben. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 betrug umgerechnet 358 T€. Zum 1. Oktober 2020 hat die temicon GmbH weitere 18 % der Anteile an der Temicon Nanotechnology Co. Ltd. erworben. Mit Vertrag vom 22. Dezember 2023 wurden die Anteile für einen Kaufpreis in Höhe von 30 T€ zu veräußert.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aus unechten Mietkaufverträgen resultierenden Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Jahr 2023 in Höhe von 131 T€ mit den korrespondierenden sonstigen Verbindlichkeiten saldiert. Eine Vergleichbarkeit mit dem Jahr 2022 ist insoweit nicht gegeben.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Personal, Zuschussrückforderungen sowie Jahresabschlusskosten.

6. Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit von
gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahren
T€
mehr als 5 Jahren
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 350 87 263 0
Vorjahr 518 168 350 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Vorjahr 202 202 0 0
3. übrige Verbindlichkeiten 4.479 1.719 2.360 400
Vorjahr 5.502 2.842 2.558 102
Insgesamt 4.829 1.806 2.623 400
Vorjahr 6.222 3.212 2.908 102

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignung von Anlagevermögen sowie eine Globalzession besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestanden im Jahr 2022 ggü. der Temicon Nanotechnology Co. Ltd.. Nach dem Verkauf der Anteile im Jahr 2023 wird die Verbindlichkeit jetzt in Höhe von 76 T€ in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Außergewöhnliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Veräußerung eigener Anteile in Höhe von 1.674 T€.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 2.632 T€.

2. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 65 (Vorjahr: 66 Arbeitnehmer). Darüber hinaus waren 8 Auszubildende (Vorjahr: 8) beschäftigt.

3. Geschäftsführung und Vertretung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023:

• Herr Dipl.-Wirtschaftsingenieur Jan Hendrik Knizia, Münster (seit dem 6. März 2023),

• Herr Dipl.-Physiker Dr. Oliver Humbach, Dortmund (bis zum 6. März 2023),

• Herr Markus Rawert, Coesfeld (seit dem 6. März 2023).

4. Angaben zu den Mitgliedern des Beirats

• Werner Buhrow, Geschäftsführer, Buhrow Chandra Beteiligungsgesellschaft mbH;

• Dr. Jürgen Platt, Geschäftsführer, Wickeder Westfalenstahl GmbH;

• Dr. Paul-Josef Patt, CEO, eCapital Entrepreneurial Partners AG.

5. Gesamtbezüge

Die Angabe unterbleibt mit Verweis auf die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

 

Dortmund, den 5. September 2024

gez. Jan Hendrik Knizia

gez. Markus Rawert

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Geschäfts- oder Firmenwert 94.241,01 0,00 0,00 0,00 94.241,01
2. übrige immaterielle Vermögensgegenstände 244.320,13 13.020,00 0,00 0,00 257.340,13
338.561,14 13.020,00 0,00 0,00 351.581,14
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 8.034.007,59 65.334,19 66.924,33 1.836.741,63 9.869.159,08
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 940.412,80 66.518,33 0,00 0,00 1.006.931,13
3. Anlagen im Bau 6.245.716,49 38.400,00 59.920,00 -1.836.741,63 4.387.454,86
15.220.136,88 170.252,52 126.844,33 0,00 15.263.545,07
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 301.813,85 0,00 301.813,85 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 336,00 0,00 0,00 0,00 336,00
302.149,85 0,00 301.813,85 0,00 336,00
15.860.847,87 183.272,52 428.658,18 0,00 15.615.462,21
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Geschäfts- oder Firmenwert 56.432,01 7.094,00 0,00 63.526,01
2. übrige immaterielle Vermögensgegenstände 180.747,33 17.033,00 0,00 197.780,33
237.179,34 24.127,00 0,00 261.306,34
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 3.522.706,59 651.401,19 1.209,50 4.172.898,28
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 777.587,80 70.419,33 0,00 848.007,13
3. Anlagen im Bau 1.391.907,27 0,00 0,00 1.391.907,27
5.692.201,66 721.820,52 1.209,50 6.412.812,68
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 271.813,85 0,00 271.813,85 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
271.813,85 0,00 271.813,85 0,00
6.201.194,85 745.947,52 273.023,35 6.674.119,02
Bilanzwerte
31.12.2023
31.12.2022
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Geschäfts- oder Firmenwert 30.715,00 37.809,00
2. übrige immaterielle Vermögensgegenstände 59.559,80 63.572,80
90.274,80 101.381,80
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 5.696.260,80 4.511.301,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.924,00 162.825,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.995.547,59 4.853.809,22
8.850.732,39 9.527.935,22
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 30.000,00
2. sonstige Ausleihungen 336,00 336,00
336,00 30.336,00
8.941.343,19 9.659.653,02

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die temicon GmbH, Dortmund

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der temicon GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der temicon GmbH, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Aufgrund unserer Wahl und Beauftragung zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 nach Durchführung der Stichtagsinventur, war uns eine Teilnahme an ebendieser nicht möglich. Eine solche ist jedoch notwendig, da der Vorratsbestand wesentlich ist. Insoweit liegt ein Prüfungshemmnis hinsichtlich des Mengengerüstes der Vorräte vor. Dieses Prüfungshemmnis ist nicht durch eine Rückrechnung der Vorratsbestände heilbar, da das ERP-System Transfact die Lagerhaltung bislang nicht sachgerecht abbildet.

Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen, über die Bewertung der Vorratsbestände, haben wir stichprobenartig einen Niederstwerttest durchgeführt. Im Ergebnis haben wir unzutreffend erfasste Stückpreise identifiziert sowie nicht sachgerechte Aktivierung von Veredelungen einzelner Bestandspositionen. Eine Ausweitung der Stichprobe hatte zudem grundlegende Fehler im Ergebnis, deren statistische Hochrechnung auf die Grundgesamtheit nicht sachgerecht wäre. Die Quantifizierung des Bewertungsfehlers wäre nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich und würde die Aussagekraft der Vorräte, aufgrund des Prüfungshemmnisses bei der Beurteilung des Mengengerüstes, nur bedingt erhöhen. Damit liegt ebenfalls ein Prüfungshemmnis hinsichtlich der Bewertung der Vorratsbestände vor.

Für das Geschäftsjahr 2024 soll die Wahl und Beauftragung des Abschlussprüfers zeitgerecht erfolgen, so dass eine Teilnahme an der Inventur und damit die Beurteilung des Mengengerüstes der Vorräte möglich sein wird.

Die erfassten Stammdaten des Vorratsbestandes sollen zudem im Laufe des Geschäftsjahres 2024 durch die Gesellschaft umfassend geprüft und bereinigt werden, so dass auch hinsichtlich der Bewertung kein Prüfungshemmnis mehr vorliegen wird.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe in Abschnitt I im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 4.3 des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Liquiditätsentwicklung weiterhin angespannt ist und im laufenden Geschäftsjahr durch Kapitalerhöhungen von Bestandsinvestoren gesichert werden soll. Wie in Abschnitt I des Anhangs und Abschnitt 4.3 des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 5. September 2024

BEITEN Consulting & Assurance GmbH
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gez. Schenk, Wirtschaftsprüfer

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