Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 9499
Vorher
REMONDIS Logistik Lünen GmbH
Eingetragen
9.8.2017
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenSonstige Verwertung von AbfällenRückgewinnung sortierter Werkstoffe
Gegenstand
Geändert, nunmehr: die Wahrnehmung von abfallwirtschaftlichen Aufgaben, namentlich von Transport- und Logistikaufgaben, sowie dem Betrieb von Umschlag-, Sammel- sowie Aufbereitungsund Sortieranlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Wisse
seit 4.12.2025
Prokura
Patrick Wicker
seit 24.2.2023
Geschäftsführer
Heinz-Dieter Knäpper
seit 20.9.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
REMONDIS GmbH & Co. KGEigenbeteiligung
50.00%
Kreis Unna
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GWA REsource Kreis Unna GmbH

Unna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen

Die GWA REsource Kreis Unna GmbH (im Folgenden "GWA RE" genannt) ist eine Public Private Partnership der GWA - Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH ("GWA") und der REMONDIS GmbH Co. KG ("REMONDIS West").

An der GWA RE sind die GWA und die REMONDIS West partnerschaftlich mit je 50% beteiligt.

Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb erfüllt die Gesellschaft abfallwirtschaftliche Aufgaben, insbesondere Transport- und Logistikaufgaben sowie den Betrieb einer Umschlag- und Sammelstelle für Abfälle aller Art an ihrem Standort in der Brunnenstraße 138 in Lünen. Zusätzlich verfügt die GWA RE über eine Außenstelle in der Industriestraße 3 in Bönen.

Das Leistungsangebot erstreckt sich von der Kommunal- über die Gewerbeabfallentsorgung bis hin zur Erfassung von Leichtverpackungen, Papier und Glas für Duale Systeme. Im Bereich der kommunalen Entsorgung ist die Gesellschaft im Wesentlichen in der Entsorgung von Autobahnraststätten sowie als Subunternehmer für andere Unternehmen der GWA bzw. der REMONDIS Gruppe tätig.

Seit dem Jahr 2023 ist die Gesellschaft zudem im Geschäftsfeld der Verwertung aktiv. Die Gesellschaft hat im Mai 2023 den Probebetrieb der Wertstoffaufbereitungsanlage ("WAA") der Gesellschafterin GWA aufgenommen. Aufgrund von technischen Problemen erfolgen die Endabnahme und damit die Eigentumsübertragung auf die GWA RE erst im Laufe des Jahres 2024.

Im Bereich Forschung und Entwicklung ist das Unternehmen nicht aktiv.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, welcher die deutsche Wirtschaft mit hohen Energiepreisen, einer stark gestiegenen Inflation und Zinssteigerungen der EZB belastete. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland insbesondere infolge der Belastungen aus dem Krieg, aber auch aufgrund einer allgemein schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, eines hohen Krankenstandes und struktureller Herausforderungen im Jahr 2023 um 0,3 Prozent abgenommen. Da im Jahresverlauf 2023 die Inflation jedoch wieder rückläufig war und der Arbeitsmarkt zuletzt einen Höchststand anErwerbstätigen aufwies, rechnet die Bundesregierung für das Jahr 2024 mit einem Anstieg der Binnennachfrage und einem leichten gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 0,2 Prozent.

Entgegen der allgemeinen Inflationstendenz sind die Preise für Altpapier und Schrott über den Jahresverlauf auf einem im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt deutlich niedrigeren Niveau relativ stabilgeblieben. Im Bereich Altpapier sind die Preise für Misch- und Kaufhauspapier nach dem starken Preisverfall ab September 2022 im Verlauf des Jahres 2023 nur marginal angestiegen, die Preise für Deinkingware sind weiter leicht rückläufig. Die Preise für Schrott sind im Frühjahr des Jahres 2023 zunächst etwas angestiegen, und haben sich nach einem Absinken im Sommer zum Jahresende wieder auf dem Niveau zu Jahresbeginn stabilisiert.

2. Geschäftsverlauf

Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 war geprägt von der Verzögerung bei der vollständigen Inbetriebnahme und Übernahme der WAA und lag damit unter den Erwartungen der Geschäftsleitung bzw. dem Wirtschaftsplan. Höher als ursprünglich geplante Anlaufkosten und die Absteuerung von Ersatzbrennstoffen (EBS) in teurere Verbrennungsanlagen infolge der verzögerten Fertigstellung haben das Ergebnis der Gesellschaft belastet.

Auch bei der GWA RE waren zudem die genannten gesamtwirtschaftlichen Effekte teilweise mit negativen Auswirkungen auf das Jahresergebnis zu spüren. Gestiegene Energiekosten verteuerten den eigenen Betrieb der WAA sowie die externe Verwertung in Müllverbrennungsanlagen. Einen deutlichen Effekt hatte zudem das gestiegene Zinsniveau. Dadurch hat sich die Finanzierung des Erwerbs der WAA im Vergleich zur ursprünglichen Planung (722 T€) verteuert und belastet mit insgesamt 862 T€ das Ergebnis. Auch das niedrige Niveau der Marktpreise für Schrott und Papier wirkt sich negativ auf den Jahresüberschuss aus. Insgesamt führte neben den technischen Problemen und der damit verbundenen deutlich verspäteten Endabnahme und dem gestiegenen Zinsniveau vor allem die fehlendende Absteuerungsmöglichkeit von den produzierten Ersatzbrennstoffen (EBS) zu einer Planabweichung von Wertschöpfung und Jahresergebnis nach unten. Die Zementindustrie als Hauptabnehmer der EBS haben vor allem im Zusammenhang mit einer schwachen Baukonjunktur weniger EBS als geplant abgenommen. Zudem konnten aufgrund der noch nicht erfolgten Eigentumsübertragung der WAA noch keine festen Kontingentverträge über die Abnahme geschlossen werden. Dadurch hat sich die Verwertung der EBS insgesamt deutlich verteuert.

Das Abfallaufkommen bei der GWA RE war verbunden mit einer starken privaten Nachfrage nach wie vor hoch. Insgesamt konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 die Ziele in diesem Bereich auf zufriedenstellende Art erreicht werden.

3. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 28.875 T€ (Vorjahr: 1.435 T€) getätigt, und zwar für die Anschaffung von

- Anlagen im Bau (26.180 T€)

- Fahrzeugen (1.535 T€)

- Abrollcontainern, Absetzmulden und Müllbehältern (921 T€)

- Betriebs- und Geschäftsausstattung (163 T€)

- Technische Anlagen und Maschinen (41 T€)

- Außenanlagen (34 T€)

- Software (1 T€)

Bei den Anlagen im Bau handelt es sich um die erste Anzahlung und zusätzliche vorbereitende Investitionen für den Erwerb der neuen Wertstoffaufbereitungsanlage im Jahr 2024. Die Investitionen bei den Fahrzeugen sowie Containern und Behältern dienten der Substanzerhaltung. Auch in den Bereichen der Betriebs- und Geschäftsausstattung, den Technischen Anlagen und Maschinen sowie Außenanlagen handelt es sich um Investitionen im Zusammenhang mit der neuen WAA.

4. Personal

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beschäftigte die GWA RE insgesamt 126 Mitarbeiter/innen (Vorjahr: 102 Mitarbeiter/innen), davon 18 in der Einsatzleitung/Disposition, 91 gewerbliche Mitarbeitende, 7 Aushilfen und 10 Auszubildende.

5. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Wertstoffaufbereitungsanlage (WAA)

Bei der zum 31.12.2023 unter der Bilanzposition "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" in Höhe von T€ 26.295 ausgewiesenen Position handelt es sich um die Anzahlungen für eine neue Wertstoffaufbereitungsanlage, die auf einer Mietfläche des Lippewerks in Lünen im Auftrag der Gesellschafterin GWA errichtet und nach Fertigstellung an die GWA RE verkauft werden soll. Die ursprünglichen Planungen sahen eine Fertigstellung und Übergabe im 1. Halbjahr 2023 vor. Entsprechend waren Erträge und Aufwendungen aus den Verwertungsleistungen in der Planung der Gesellschaft berücksichtigt.

Die Gesellschaft hat im Mai 2023 den Probetrieb der Wertstoffaufbereitungsanlage ("WAA") der Gesellschafterin GWA aufgenommen. Aufgrund von technischen Problemen erfolgen die Endabnahme unddamit die Eigentumsübertragung auf die GWA RE erst im Laufe des Jahres 2024; es werden finaleAnschaffungskosten (Kaufpreis zzgl. Nebenkosten) von derzeit rd. 35,3 Mio. € prognostiziert.

Die Finanzierung des Anlagenerwerbs erfolgt über Gesellschafterdarlehen. Diese waren zum 31.12.2023 bereits i. H. v. 27.500 T€ in Anspruch genommen und zogen einen entsprechenden Mehraufwand beim Zinsaufwand des Geschäftsjahre 2023 nach sich. Einen deutlichen Effekt hatte zudem das gestiegene Zinsniveau. Dadurch hat sich die Finanzierung des Erwerbs der WAA im Vergleich zurursprünglichen Planung (722 T€) verteuert und belastet mit insgesamt 862 T€ das Ergebnis.

Im Planansatz wurde noch von einer vollständigen Inbetriebnahme im 1. Halbjahr 2023 und einer Annahmemenge von 177.000 t ausgegangen. Insbesondere auch die technischen Herausforderungen bei der Inbetriebnahme der Anlage führten jedoch dazu, dass im Jahr 2023 ein deutlich reduzierter Mengenumschlag erfolgen konnte, so dass die prognostizierten Umsatzerlöse mit der WAA lediglich zu rd. 62 % realisiert werden konnten.

Nach einem guten Start im ersten Halbjahr musste die Produktion von Ersatzbrennstoffen im zweiten Halbjahr des Jahres 2023 deutlich reduziert werden. Die Zementindustrie als Hauptabnehmer der EBS hat vor allem im Zusammenhang mit einer schwachen Baukonjunktur weniger EBS als geplant abgenommen. Zudem konnten aufgrund der noch nicht erfolgten Eigentumsübertragung der WAA noch keinefesten Kontingentverträge über die Abnahme geschlossen werden. Dadurch mussten Abfallströme inteurere externe Müllverbrennungsanlagen verbracht werden und sorgten somit für gestiegene Verwertungskosten im zweiten Halbjahr. Auch das niedrige Niveau der Marktpreise für Schrott und Papier wirkt sich negativ auf den Jahresüberschuss aus.

Insbesondere die externen Verwertungskosten beeinflussen die Wirtschaftlichkeit des Betriebs der WAA und belasten das Ergebnis der GWA RE. Belastend wirken sich ferner erhöhte übrige Aufwendungen (insbesondere Reinigungsarbeiten) auf das Ergebnis des Bereichs "WAA" aus. Daneben fielen imBerichtsjahr auch fixe Kosten für Mieten (Radlader, Flächen) etc. an, die aufgrund der nur eingeschränkten Verfügbarkeit der Anlage nur bedingt erwirtschaftet werden konnten. Beide Prämissen konnten nicht erfüllt werden und führten somit ebenfalls zu Abweichungen im Ergebnis.

Ertragslage

Die GWA RE erwirtschaftete im Jahr 2023 bei einem Umsatz von 32.298 T€ (Vorjahr: 25.773 T€) einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.728 T€ (Vorjahr: 2.802 T€). Das Rohergebnis der GWA RE konnte von 14.628 T€ im Vorjahr auf 17.953 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert werden.

Dabei sind die Transportumsätze im Vergleich zum Vorjahr um 598 T€ auf 11.494 T€ gestiegen. Der Anstieg ist in erster Linie auf gestiegene Preise zurückzuführen. Insgesamt liegt die Gesamtleistung in diesem Bereich oberhalb des Vorjahresniveaus und des Planansatzes.

Die Verwertungserlöse sind vor allem aufgrund der Aufnahme des Probebetriebs der WAA deutlich um 6.676 T€ auf 15.690 T€ angestiegen. Die Verwertungskosten erhöhten sich unterproportional um 3.075 T€ auf 9.125 T€. Diese unterproportionale Entwicklung ist auf die im Vergleich zu externen Anlagen günstigere Verwertung in der eigenen WAA zurückzuführen. Aufgrund des dargestellten Probebetriebs im gesamten Jahr 2023 konnte die Abgabe von produzierten Ersatzbrennstoffen (EBS) nicht wie geplant über feste Kontingente an Zementwerke erfolgen. Ein Teil der EBS musste daher der teureren Verwertung in Müllverbrennungsanlagen zugeführt werden, was sich auch belastend auf das Ergebnis ausgewirkt hat.

Die Markterlöse für Rohstoffe wie Papier und Altmetall verminderten sich aufgrund der im Durchschnitt deutlich gesunkenen Rohstoffpreise im Vergleich zum Vorjahr um 1.083 T€ (2.784T€; Vorjahr: 3.867 T€). Dementsprechend sank auch der Rohstoffeinsatz (Rückvergütungen für Altpapier, Altmetalle etc.) um 1.282 T€ gegenüber dem Vorjahr (1.756 T€; Vorjahr: 3.038 T€).

Insgesamt stieg der Materialaufwand leicht überproportional im Vergleich zur Umsatzentwicklung um 3.254 T€ auf 14.635 T€ an. Die Materialaufwandsquote hat sich bezogen auf die Gesamtleistung daher leicht um 1,1 %-Punkte (44,9 %; Vorjahr: 43,8 %) erhöht. Zwar sind die Verwertungskosten deutlichunterproportional angestiegen und die Rohstoffvergütungen an Kunden überproportional zurückgegangen, jedoch sind die Fremdleistungen durch Subunternehmer, deutlich um 1.379 T€ auf 3.608 T€ angestiegen, was einem Zuwachs von 61,9 % entspricht. Diese Erhöhung betrifft den Nachtransport derAnlage, welcher ausschließlich durch Subunternehmer abgewickelt wird.

Der Personalaufwand erhöhte sich infolge einer gestiegenen Mitarbeiteranzahl und einer Tariferhöhung von 4.841 T€ im Jahr 2022 auf 6.498 T€ im Jahr 2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 2.150 T€ von 4.409 T€ in 2022 auf 6.558 T€ in 2023, was vor allem auf die Aufnahme des Probebetriebes der WAA im April zurückzuführen ist. Die wesentlichen Effekte bestehen dabei in gestiegenen Stromkosten (705 T€; Vorjahr: 14 T€), höherenMieten für bewegliche Maschinen (449 T€; Vorjahr: 132 T€) und Aufwendungen für Reparaturen und Ersatzteile für die neue Anlage (218 T€; Vorjahr: 0 €). Ein weiterer Kostenfaktor bestand in um 309 T€ gestiegenen Aufwendungen für Reparaturen und Ersatzteile der Fahrzeuge vor allem infolge eines hohen durchschnittlichen Fahrzeugalters und der Nachholung des Reparaturbedarfs aus Vorjahren.

Der Ertragssteueraufwand hat sich im Geschäftsjahr 2023 von 1.379 T€ im Vorjahr auf 910 T€ vermindert. Ergebnisbedingt ergeben sich geringere Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr (857 T€; Vorjahr: 1.145 T€). Die latenten Steueraufwendungen sind mit 51 T€ gegenüber dem Vorjahr (234 T€) aufgrund der geringeren Auflösung von temporären steuerlichen Differenzen ebenfalls rückläufig.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr (8.232 T€) deutlich auf 38.579 T€ erhöht.

Diese Erhöhung ist auf der Aktivseite vor allem auf die Zunahme des Anlagevermögens um 27.503 T€ auf 31.507 zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3.260 T€; Vorjahr: 2.095 T€) sowie die Forderungen gegen Gesellschafter (859 T€; Vorjahr 445 T€) sind infolge höherer Umsatzerlöse - auch in der relevanten Vergleichsperiode des Vorjahres - ebenfalls deutlich angestiegen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen (529 T€; Vorjahr: 157 T€) haben sich vor allem die Vorsteuererstattungsansprüche im Vergleich zum Vorjahr gesteigert.

Der Bestand an liquiden Mitteln (1.849 T€; Vorjahr: 946 T€) hat hauptsächlich aufgrund der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen über 27.500 T€ sowie eines Bankdarlehens über 3.000 T€ zugenommen. Positiv ausgewirkt haben sich zudem die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 3.208 T€. Dementgegen stehen im Wesentlichen die Mittelabflüsse für die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 28.875 T€ sowie die Ausschüttung an die Gesellschafter über 3.653 T€.

Auf der Passivseite der Bilanz vermindert sich das Eigenkapital ergebnisbedingt sowie unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr erfolgten Ausschüttung (3.653 T€) um 1.925 T€ (35,7 %) auf 3.470 T€. Unter Berücksichtigung des deutlichen Anstiegs der Bilanzsumme ergibt sich eine signifikant reduzierte Eigenkapitalquote von 9,0 % (Vorjahr: 65,5 %).

Die Rückstellungen lagen mit 1.042 T€ um 181 T€ über dem Niveau des Vorjahres von 860 T€. Die Erhöhung betrifft die sonstigen Rückstellungen (1.042 T€; Vorjahr: 551 T€) und ist auf die Ausweitung des Geschäftsvolumens infolge der Aufnahme des Probebetriebs der WAA zurückzuführen. Diese bestehen insbesondere i. Z. m. ausstehenden Eingangsrechnungen, Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Entsorgungskosten. Demgegenüber stehen um 309 T€ geringere Steuerrückstellungen für das laufende Geschäftsjahr. Aufgrund des niedrigeren Ergebnisses sind für 2023 Steuererstattungen zu erwarten.

Die Summe der Verbindlichkeiten ist von 1.976 T€ im Vorjahr um 32.090 T€ im laufenden Geschäftsjahr auf 34.067 T€ angestiegen. Dies betrifft mit einer Erhöhung um 28.430 T€ auf 28.832 T€ vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und steht im Zusammenhang mit der Aufnahme der Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung des Erwerbs der WAA. Des Weiteren haben die Verbindlichkeitengegenüber Kreditinstituten um 2.652 T€ auf 3.010 T€ zugenommen (Vorjahr: 358 T€), was auf die Aufnahme eines Bankdarlehens zur Finanzierung von Fahrzeuginvestitionen in den Jahren 2023 und 2024 über 3.000 T€ zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich infolge der Ausweitung des Geschäftsvolumens um 972 T€ von 896 T€ in 2022 auf 1.868 T€ im Jahr 2023 erhöht. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden weiterhin Verpflichtungen aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung (265 T€; Vorjahr: 184 T€) sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten (66 T€, Vorjahr: 96 T€) ausgewiesen.

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Berichtsjahr stets sichergestellt. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten unter Berücksichtigung der Zahlungsziele erfüllt werden. Die umfangreichen Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden durch Gesellschafter- und Bankdarlehen von insgesamt 30.500 T€ finanziert. Das kurzfristige Umlaufvermögen deckt die kurzfristigen Schulden. Die langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 27.990 T€ sind durch das Anlagevermögen abgesichert, so dass die Finanzlage als stabil eingestuft werden kann.

Zusammenfassung zur Planabweichung

Insgesamt ist die Planabweichung im Wesentlichen auf ein zu niedriges Planniveau der Personalkosten, deutlich gestiegene Kosten für Kfz-Reparaturen aufgrund des relativ alten Fuhrparks, Zinslasten oberhalb des Planansatzes, höhere Verwertungskosten innerhalb der WAA und gleichzeitig Effekte aus der noch nicht erfolgten vollständigen Inbetriebnahme der Anlage zurückzuführen.

C. Chancen und Risikobericht

Zur Erfassung der Risiken und Chancen und zum Umgang mit diesen nutzt die Gesellschaft wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente.

Aufkommende Risiken und Probleme werden innerhalb der Geschäftsführung im direkten Dialog und in regelmäßigen Besprechungen aufgezeigt und Problemlösungen erarbeitet.

Risiken können sich insbesondere aus steigenden Kosten für Entsorgungsleistungen ergeben, die nicht unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Veränderungen von Stoffströmen stellenzugleich Chancen wie auch Risiken dar. Die abfallrechtlichen Normen und Gesetze haben in den zurückliegenden Jahren eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit erfahren. Ziel der Gesellschaft muss es sein, diese bzw. die relevanten Auswirkungen auf die Dienstleistungen der GWA RE fokussiert auszugestalten.

Die Berichtsgesellschaft erstellt ein monatliches Ergebnisreporting und eine jährliche Budgetierunginklusive Mittelfristplanung. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse wird die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaft überwacht, einem Planabgleich unterzogen und eine Früherkennung vonFehlentwicklungen ermöglicht.

Die GWA RE ist eng in die Unternehmensverbunde der GWA-Gruppe bzw. der REMONDIS-Gruppe und somit die Entsorgungsdienstleistungen im und für den Kreis Unna eingebunden und sieht sich in diesem Verbund hinsichtlich der Herausforderungen einer Verknappung von Verwertungskapazitäten als auch den Veränderungen in den Stoffströmen mit Mengen- und Preiseffekten gut aufgestellt. Diese Herausforderungen bieten andererseits auch Chancen für die Entwicklung und Positionierung im regionalen Markt der Gesellschaft, wobei auch hier der Verbund zu den beiden Gesellschaftern entsprechende Vorteile bietet.

Zur Minimierung des Ausfallrisikos von Leistungsforderungen betreibt die Gesellschaft ein intensivesDebitorenmanagement mit strukturierten Bonitätsprüfungen, Mahn- und Inkassoprozessen. Ein verbleibendes Restrisiko ist jedoch nicht auszuschließen.

Aufgrund des seit Ende Februar 2022 ausgetragenen Ukraine-Krieges sowie unter dem Einfluss desNahost-Konfliktes zeigen sich weiterhin gesamtwirtschaftliche Auswirkungen auf nationaler wie internationaler Ebene. Unmittelbare Auswirkungen bzw. Risiken auf Lieferketten, Absatzmärkte, IT-Sicherheit von Behörden und Unternehmen etc. zeigen sich dabei auch im zunehmenden Maße für die deutsche Wirtschaft und Bevölkerung vor allem in der starken Inflation, den damit einhergehenden steigenden Zinsen sowie Lieferkettenproblemen. Grundsätzlich bestehen daher für die Gesellschaft Risiken aus steigenden Entsorgungspreisen oder fallenden Rohstoffpreisen. Insbesondere die im Jahr 2023 gestiegenen Stromkosten und externen Verwertungskosten beeinflussen die Wirtschaftlichkeit des Betriebs der WAA und belasten das Ergebnis der GWA RE. Auf diese Risiken kann in der Regel mit entsprechenden Preisanpassungen bei den Kunden reagiert werden.

Risiken lassen sich zudem aus konjunkturbedingt reduzierten gewerblichen Abfallmengen ableiten, die durch einen möglichen preisinduzierten Wettbewerb Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft haben können. Marktentwicklungen beim Papierpreis wirken sich aufgrund der vertraglichen Konstellationen mit Kunden bzw. Verwertern zeitverzögert aus und können entsprechende Verschiebungen (positiv wie negativ) nach sich ziehen.

Ein relevanter Erlösposten der neuen Wertstoffaufbereitungsanlage soll der Absatz sortierter Sekundärrohstoffe als Ersatzbrennstoffe (EBS) für die Zementindustrie sein. Neben Unsicherheiten hinsichtlich des Zertifizierungszeitpunkts der EBS, besteht ein mittelbarer Einfluss auf die potenziellen Absatzmengen sowie den Preis aus der konjunkturellen Entwicklung der für die Zementwerke relevanten Bauindustrie. Aktuell zeigt sich seit Mitte des Jahres 2023 ein erheblicher Nachfragerückgang, der auch im Jahr 2024 entsprechende negative Planabweichungen nach sich ziehen kann.

Nach Einschätzung der Geschäftsleitung sind bei einer weiterhin stabilen Geschäftsentwicklung in 2024 neben den genannten Inflations- und gesamtwirtschaftlichen Risiken grundsätzlich keine weiteren wirtschaftlichen oder rechtlichen Risiken für das Bestandsgeschäft zu erkennen. Durch den langen Probebetrieb der WAA seit Mai 2023 konnten Erfahrungen gesammelt und Unsicherheiten in Bezug auf den laufenden Betrieb beseitigt werden. Da jedoch nicht alle technischen Probleme beseitigt werden konnten, steht die Endabnahme noch aus. Hier bestehen noch Unsicherheiten bezüglich des Zeitpunkts derEigentumsübertragung. Die Geschäftsführung ist jedoch zuversichtlich, nach der Übertragung des Eigentums an der WAA das Problem der Absteuerung der Ersatzbrennstoffe durch feste Kontingentverträge mit Zementwerken zu lösen.

D. Prognosebericht

Die Entwicklung des Ukraine-Krieges und damit einhergehend der Energiekosten und Rohstoffpreisesowie deren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind weiterhin nur schwer abschätzbar.

Für das Jahr 2024 haben wir ursprünglich mit einer Gesamtleistung geplant, die mit 41.951 T€ deutlich oberhalb des Leistungsniveaus des Vorjahres (32.298 T€) liegt. Dies folgt im Wesentlichen aus der im Jahr 2023 unterjährigen Aufnahme des Teilbetriebs der WAA. Für das Jahr 2024 lag der Planung die Annahme zugrunde, die Erlöse aus dem Betrieb der Anlage für ein volles Jahr zu erzielen. Der Probebetrieb wurde im Februar 2024 vorläufig abgeschlossen. Eine Endabnahme konnte jedoch nicht erfolgen, da sich aus dem Probebetrieb weitere technische Anforderungen ergeben haben, deren Umsetzung in einem Maßnahmen-, Zeit- und Finanzierungsplan gegenwärtig im engen Dialog mit den Gesellschaftern konzipiert wird. Nach derzeitigem Kenntnisstand erwarten wir, dass eine Abnahme der Anlage noch im Jahr 2024 möglich ist. Entsprechend soll der Verkauf und Übergang des Eigentums bis Ende 2024 vollzogen werden. Ein etwaiger Verzug bis in das Folgejahr ist jedoch nicht vollständig auszuschließen. Damit ist zu erwarten, dass die ursprünglich geplante Gesamtleistung nicht erreicht wird. Eine positive Abgrenzung vom Leistungsniveau 2023 wird dennoch prognostiziert. Ferner werden jedoch auch weitere Aufwendungen aus der Wiederaufnahme des Probebetriebs im Zuge der weiteren Inbetriebnahme erwartet.

Da sich die Situation auf den Rohstoffmärkten gegenüber dem 4. Quartal des Vorjahres bisher nicht merklich verändert hat, rechnen wir im Wirtschaftsjahr 2024 mit Papier- und Schrotterlösen auf annähernd gleichbleibendem Niveau.

Auf der Kostenseite wirkt sich innerhalb der Wertschöpfung zum einen die Erhöhung des CO 2 Zuschlags preissteigernd bei der Verwertung der Ersatzbrennstoffe durch die Zementwerke und im Kraftwerk Lünen sowie bei der sonstigen Verwertung in den Müllverbrennungsanlagen (MVA) aus. Dem Preisanstieg in den MVA kann jedoch durch eine Weiterberechnung an die Kunden begegnet werden. Daneben sind aufgrund der Mautanpassung auch die Preise bei den Subunternehmern für Transporte erhöht worden.

Unterhalb der Wertschöpfung erwarten wir insbesondere aufgrund der hohen Preise für Energie weiter eine hohe Kostenbelastung für Strom und Treibstoff. Die Dieselkosten lagen bei einem durchschnittlichen Preis im Januar 2024 von netto 1,28 €/l zwar unterhalb des Vorjahresdurchschnitts, jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Zudem erwarten wir weitere Preiseffekte am Ersatzteilmarkt für LKW-Reparaturen durch Verknappungen auf der Angebotsseite. Kostensteigernd wird sich zudem die Erhöhung der tariflichen Löhne um 3,5% auswirken.

Neben der geplanten Abschlusszahlung für den Erwerb der Wertstoffaufbereitungsanlage von rund 8.989 T€ sollen weitere 3.489 T€ in Sachanlagen investiert werden. Die Finanzierung der Wertstoffaufbereitungsanlage soll über den Abruf der vereinbarten Gesellschafterdarlehen erfolgen, die übrigen Investitionen werden aus dem bereits in 2023 aufgenommenen Investitionsgüterdarlehen sowie demlaufenden Cashflow finanziert. Die bestehenden Darlehen werden nach derzeitigem Kenntnisstandweiterhin planmäßig getilgt werden können.

Trotz der bestehenden Unsicherheiten ist die Geschäftsführung zuversichtlich, mit dem stabilenGeschäftsmodell und den Erfahrungen aus dem Probebetrieb die Risiken und Belastungen gut kompensieren zu können. Dennoch wird die weitere Verzögerung bei der vollständigen Inbetriebnahme der WAA eine negative Abweichung von der ursprünglichen Planung beim Rohertrag sowie beim Jahresergebnis höchstwahrscheinlich nach sich ziehen.

Per Ende Februar 2024 zeigt sich insgesamt eine positive Planabweichung bei Gesamtleistung derGesellschaft. Während sich die Logistiksparte sowohl bei der Leistung als auch ertragsseitig leicht über Planniveau befindet, zeigt die WAA zwar positive Tendenzen bei den erzielten Umsatzerlösen. Weitere Anlaufkosten im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der Anlage belasten jedoch das Ergebnis.

Eine Herausforderung für 2024 und die folgenden Jahre stellt der zunehmende Fachkräftemangel dar. Wie für die meisten Unternehmen wird es auch für die GWA REsource Kreis Unna GmbH immerschwieriger, gutes Personal zu finden.

Auch in Anbetracht des ungewissen Fortgangs des Ukraine-Krieges, der Inflation und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die Prognose für das Jahr 2024 mit weiterhin hohen Unsicherheiten behaftet. In Abhängigkeit vom weiteren Verlauf des Krieges und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kann eine ungünstigere Entwicklung der wirtschaftlichen Lage unserer Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden.

 

Unna, 09. April 2024

GWA REsource Kreis Unna GmbH

Gez. Andreas Gérard, Geschäftsführer

Gez. Patrick Wicker, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 31.507.133,70 4.004.536,08
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 126.722,00 236.253,00
II. Sachanlagen 31.380.411,70 3.768.283,08
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.538.412,84 3.642.799,23
I. Vorräte 41.147,32 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.648.449,46 2.696.543,80
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.848.816,06 946.255,43
- davon Disagio: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
C. AKTIVE LATENTE STEUERN 533.078,00 584.415,00
38.578.624,54 8.231.750,31

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL 3.470.233,35 5.394.881,18
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 1.107.790,67 1.107.790,67
III. Gewinnvortrag 584.415,00 1.434.958,39
IV. Jahresüberschuss 1.728.027,68 2.802.132,12
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.041.766,59 860.392,65
C. VERBINDLICHKEITEN 34.066.624,60 1.976.476,48
- davon aus Steuern: € 135.190,37 (Vorjahr: € 139.911,66)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 1.527,90 (Vorjahr: € 3.220,77)
38.578.624,54 8.231.750,31

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 17.954.199,81 14.628.284,14
2. Personalaufwand -6.498.391,10 -4.841.266,93
a) Löhne und Gehälter -5.366.224,60 -3.992.044,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.132.166,50 -849.222,34
- davon für Altersversorgung: € 2.672,37 (Vorjahr: € 2.356,18)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.368.103,39 -1.189.258,20
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.558.396,76 -4.408.621,83
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.849,82 1.490,98
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -892.870,12 -9.097,15
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 601,00 (Vorjahr: € 504,00)
7. Finanzergebnis -891.020,30 -7.606,17
8. Ergebnis vor Steuern 2.638.288,26 4.181.531,01
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -910.260,58 -1.379.398,89
- davon latente Steuern: € 51.337,00 (Vorjahr: € 234.363,00)
10. Ergebnis nach Steuern 1.728.027,68 2.802.132,12
11. Jahresüberschuss 1.728.027,68 2.802.132,12

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der GWA REsource Kreis Unna GmbH, Unna

I. GRUNDLAGEN

Die GWA REsource Kreis Unna GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267Abs. 2 und 4 HGB. Aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen wird der Jahresabschluss wie für eine große Kapitalgesellschaft aufgestellt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des HGB, der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

II. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEIS-METHODEN

Die Gliederungsschemata gemäß §§ 266 und 275 HGB wurden zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage um folgende Positionen erweitert:

In der Bilanz:

- Ausweis eines entgeltlich erworbenen Kundenstamms

- gesonderter Ausweis des Fuhrparks innerhalb der Sachanlagen,

- gesonderter Ausweis der Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern;

In der Gewinn- und Verlustrechnung:

- Zwischensummen eingefügt: Gesamtleistung, Rohergebnis und Ergebnis vor Steuern;

- Wegfall des Ausweises der sonstigen Steuern.

Die sonstigen Steuern werden zwecks Anpassung an international übliche Darstellungsmethoden nicht als eigenständige Position nach dem Ergebnis nach Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Diese sind in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Aktiva:

Der entgeltlich erworbene Kundenstamm wird mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßig nutzungsbedingten Abschreibungen, bilanziert. Dieser wird planmäßig über eine Dauer von fünf Jahren abgeschrieben. Es wird unterstellt, dass nach dem Ablauf der festgelegten Abschreibungsdauer eine entsprechende Bindung der Kunden an die Gesellschaft aufgebaut ist.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet.

Bei vor dem 1. Januar 2010 angeschafften Sachanlagen werden die planmäßigen Abschreibungen- soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Bei Anlagegütern, die nach dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, erfolgt die Abschreibung näherungsweise gemäß dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

Maschinen, maschinelle Anlagen 3-8 Jahre
Fahrzeuge des Entsorgungsbereichs 3-12 Jahre

Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Dem Vermögensgegenstand direkt zurechenbare Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Abgänge von Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und den aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens verbucht.

Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 250 € werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Als Ausnahme sind die Behälter bis 250 € zu nennen, die weiterhin aktiviert und im selben Jahr voll abgeschrieben werden.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach 6 Jahren unterstellt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebstoffen sind zu Einstandspreisen aktiviert. Die fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Der Ausweis erfolgt dann unter den aktiven latenten Steuern.

Passiva:

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Bei der Bildung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Sonstige langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst.

Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen:

Das Anlagengitter gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anhang beigefügt.

Im Berichtsjahr erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung i.H.v. 55.733,00 € auf den unter den immateriellen Vermögensgegenständen bilanzierten Kundenstamm aufgrund einer dauerhaften Wertminderung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 859.212,10 € (Vorjahr: 444.600,21 €).

Aktive latente Steuern:

Der in der Bilanz gem. § 274 Abs. 2. S. 2 HGB gesondert ausgewiesene aktive Abgrenzungsposten für latente Steuern setzt sich im Wesentlichen aus der Buchwertaufstockung des Einbringungsgewinns nach § 22 Abs.1 UmwStG sowie aus temporären Differenzen im Bereich des Sachanlagevermögens und der sonstigen Rückstellungen zusammen. Die latenten Steuern resultieren aus 533.078,00 € aktiven latenten Steuern. Die aktiven latenten Steuern nahmen im Geschäftsjahr um 51.337,00 € ab. Die Bewertung erfolgte mit einem Körperschaftssteuersatz von 15,825 % sowie einem Gewerbesteuersatz von 17,15 %. Gemäß § 268 Abs. 8 S. 2 HGB ist ein Betrag von 533.078,00 € ausschüttungsgesperrt.

Eigenkapital:

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 50.000,00 €.

Die im Jahr 2017 im Rahmen einer Ausgliederung gebildete Kapitalrücklage beträgt weiterhin 1.107.790,67 €.

Rückstellungen:

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Verpflichtungen für ausstehende Eingangsrechnungen (504 T€) und aus dem Personalbereich (339 T€).

Verbindlichkeiten:

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.

Gesamt 31.12.2023 Restlaufzeiten Restlaufzeiten
= 1 Jahr
> 1 Jahr
> 5 Jahre
= 1 Jahr 31.12.2022
> 1 Jahr 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.009.908,81 701.962,64 2.307.946,17 0,00 204.322,97 153.752,62
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.868.220,41 1.868.220,41 0,00 0,00 896.224,28 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 28.832.048,33 3.150.230,17 25.681.818,16 18.409.090,80 401.999,52 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 356.447,05 356.447,05 0,00 0,00 320.177,09 0,00
34.066.624,60 6.076.860,27 27.989.764,33 18.409.090,80 1.822.723,86 153.752,62

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern schließen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.041.798,33 € (Vorjahr: 401.999,52 €) sowie sonstige Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen und Verrechnungskonten in Höhe von 27.790.250,00 € (Vorjahr: 0,00 €) ein.

Weitere Angaben zur Bilanz:

Über die Gewinnverwendung wird in der nächsten Gesellschafterversammlung entschieden. Folgender Gewinnverwendungsvorschlag wird in diesem Zuge den Gesellschaftern unterbreitet:

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von 1.728.027,68 € zuzüglich des nicht ausschüttungsgesperrten Betrags aus dem Gewinnvortrag von 51.337,00 € soll ausgeschüttet werden (Ausschüttung insgesamt 1.779.364,68 €). Der verbleibende ausschüttungsgesperrte Gewinnvortrag von dann 533.078,00 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse:

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:

2023
2022
Transporte 11.494 10.896
Verwertung 15.690 9.014
Markterlöse 2.784 3.867
Mieten 1.492 1.356
Sonstige 838 640
32.298 25.773

Sonstige betriebliche Erträge:

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten.

- Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 29.902,37 €

- Erträge aus staatlichen Förderungen 49.624,98 €

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sonstige Steuern in Höhe von 36.047,18€ (Vorjahr: 34.349,00 €).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Körperschaftsteuer in Höhe von 24.382,00 € und latente Gewerbesteuer in Höhe von 26.955,00 € enthalten.

V. ERGÄNZENDE ANGABEN

Arbeitnehmerzahlen:

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 17 11
gewerbliche Mitarbeiter 87 71
Aushilfen 8 8
Summe Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB 112 90
Auszubildende 8 8
Gesamtsumme 120 98

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:

Gesamt Restlaufzeiten
= 1 Jahr
> 1 Jahr
davon > 5 Jahre
aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 8.108.897 463.932 7.644.965 6.486.000

Des Weiteren bestehen Geschäftsbesorgungsverträge mit den Gesellschaftern mit einem jährlichen Gesamtvolumen von 899 T€. Hiervon ist ein Vertrag (123 T€) erstmals zum 31. Dezember 2038 ordentlich kündbar. Der andere Vertrag ist mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Jahresende jährlich kündbar.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers:

Das im Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers (17.500,00 €) im abgeschlossenen Geschäftsjahr resultiert ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen.

ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN

Der Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft gehörten im Berichtsjahr an:

Andreas Gérard

Geschäftsführer der

GWA - Gesellschaft für

Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH

Unna

Patrick Wicker

Geschäftsführer der

GWA REsource Kreis Unna GmbH

Herdecke

Auf die Angabe der Vergütung für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Unna, den 09. April 2024

GWA REsource Kreis Unna GmbH

Gez. Andreas Gérard, Geschäftsführer

Gez. Patrick Wicker, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbener Vermögensgegenstand 272.600,00 1.718,40 0,00 0,00 274.318,40
272.600,00 1.718,40 0,00 0,00 274.318,40
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 33.738,36 0,00 0,00 33.738,36
Technische Anlagen und Maschinen 616.070,96 33.608,90 31.613,53 7.484,26 625.550,59
Fuhrpark 7.975.047,65 1.535.393,72 688.876,72 0,00 8.821.564,65
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.169.077,84 1.006.537,51 349.774,26 77.255,24 4.903.096,33
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 115.126,08 26.264.416,12 0,00 -84.739,50 26.294.802,70
12.875.322,53 28.873.694,61 1.070.264,51 0,00 40.678.752,63
13.147.922,53 28.875.413,01 1.070.264,51 0,00 40.953.071,03
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbener Vermögensgegenstand 36.347,00 111.249,40 0,00 147.596,40
36.347,00 111.249,40 0,00 147.596,40
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.015,36 0,00 2.015,36
Technische Anlagen und Maschinen 589.610,96 31.959,16 31.613,53 589.956,59
Fuhrpark 5.944.496,65 577.349,72 684.170,72 5.837.675,65
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.572.931,84 645.529,75 349.768,26 2.868.693,33
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.107.039,45 1.256.853,99 1.065.552,51 9.298.340,93
9.143.386,45 1.368.103,39 1.065.552,51 9.445.937,33
RESTBUCHWERTE
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbener Vermögensgegenstand 126.722,00 236.253,00
126.722,00 236.253,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.723,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 35.594,00 26.460,00
Fuhrpark 2.983.889,00 2.030.551,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.034.403,00 1.596.146,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.294.802,70 115.126,08
31.380.411,70 3.768.283,08
31.507.133,70 4.004.536,08

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GWA REsource Kreis Unna GmbH, Unna

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GWA REsource Kreis Unna GmbH, Unna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GWA REsource Kreis Unna GmbH, Unna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 10. April 2024

HLB AUDITTEAM DORTMUND AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Witte, Wirtschaftsprüfer

Tobias Bröhmer, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der GWA REsource Kreis Unna GmbH, Unna, wurde am 23. April 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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