Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 109082
Eingetragen
6.2.2023
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Der Besitz, die Nutzung und Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere von Beteiligungen an Gesellschaften der Pieper-Gruppe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carl Jakob
seit 6.2.2023
Geschäftsführer
Ursula Pieper
seit 6.2.2023
Geschäftsführer
Stephan Lang
seit 6.2.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
33.33%
33.33%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Katharina Pieper
Homburg-Jägersburg
40.000 €
33.33%
Christiane Pieper
Rehlingen-Siersburg
40.000 €
33.33%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pieper Holding GmbH

Saarlouis

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 17.01.2023 bis zum 30.11.2023

Konzernbilanz zum 30. November 2023

Aktiva

EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 174.256,18
174.256,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.192.932,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.604.606,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.378.308,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 101.521,25
36.277.368,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 29.102,03
2. Genossenschaftsanteile und sonstige Kapitalbeteiligungen 79.400,96
108.502,99
36.560.127,79
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse 4.290.400,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00
4.290.400,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 226.356,45
2. Forderungen gegen Gesellschafter 280.635,60
3. Sonstige Vermögensgegenstände 623.577,28
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 1.130.569,33
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.019.786,61
8.440.755,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.485,81
45.017.369,54

Passiva

EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 120.000,00
II. Kapitalrücklage 23.953.622,64
III. Konzernbilanzgewinn 353.483,23
- davon Gewinnvortrag aus dem Vorjahr: EUR 0,00
IV. Nicht beherrschende Anteile 2.844.642,37
27.271.748,24
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 2.086.918,23
C. Sonderposten für Zuwendungen 91.078,11
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 34.192,00
2. Steuerrückstellungen 544.416,68
3. Sonstige Rückstellungen 3.147.678,38
3.726.287,06
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.493.790,38
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.180.514,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 258.744,10
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.906.871,19
- davon aus Steuern: EUR 347.473,71
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00
7.839.919,67
F. Passive latente Steuern 4.001.418,23
45.017.369,54

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Januar 2023 bis zum 30. November 2023

EUR EUR
1. Umsatzerlöse 28.850.450,22
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00
28.850.450,22
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.458.077,31
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -18.078.559,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00
-18.078.559,18
13.229.968,35
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.409.492,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.396.374,45
- davon für Altersversorgung: EUR 80.817,60
-8.805.866,49
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.385.561,24
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.328.767,40
8. Ergebnis aus Beteiligungen 24.456,45
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.343,53
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -169.389,31
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 566,00
-117.589,33
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 935.843,34
- davon aus latenten Steuern: EUR 954.497,17
12. Ergebnis nach Steuern 528.027,23
13. Sonstige Steuern -111.487,29
14. Konzernjahresüberschuss 416.539,94
15. Gewinnvortrag 0,00
16. Nicht beherrschende Anteile -63.056,71
17. Konzernbilanzgewinn 353.483,23

KONZERNANHANG für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Januar 2023 bis zum 30. November 2023

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Firma der Gesellschaft lautet Pieper Holding GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter HRB 109082 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Saarlouis. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort.

Der Konzernabschluss der Pieper Holding GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (§§ 290 ff.) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

2. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsstichtag

In den Konsolidierungskreis sind neben Pieper Holding GmbH nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis folgende zwei Tochterunternehmen einbezogen:

Name und Sitz Konzernanteil am Eigenkapital
Pieper Kaufhaus GmbH, Saarlouis 100%
Pieper Grundstücks GmbH, Saarlouis 89,5%

Darüber hinaus ist die Pieper Kaufhaus GmbH alleinige Gesellschafterin der Pieper V1 GmbH, Saarlouis und der Pieper V2 GmbH, Saarlouis. Die beiden Gesellschaften haben keinen operativen Geschäftsbetrieb, sind von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- Finanz- und Ertragslage und wurden daher nicht in den Konzernabschluss einbezogen (§ 296 Abs. 2 HGB). Die Beteiligungsbuchwerte sind weiterhin als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Der Zeitpunkt der erstmaligen Kapitalkonsolidierung ist der 17. Januar 2023.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierungen wurden gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Dabei wurden die Wertansätze der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an Tochterunternehmen mit dem zu Zeitwerten angesetzten anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung verrechnet. Die sich ergebenden passivischen Unterschiedsbeträge (TEUR 4.542) resultieren aus der Neubewertung des Anlagevermögens (TEUR 1.324) und des Vorratsvermögens (TEUR 3.114) sowie aus thesaurierten Gewinnen der durch Sacheinlage in die Pieper Holding GmbH erstmalig einbezogenen Tochterunternehmen (TEUR 1.435). Aus der Neubewertung des Anlagevermögens und des Vorratsvermögens wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.331 gebildet. Soweit der passivische Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung resultiert, hat er Eigenkapitalcharakter, soweit er aus der thesaurierten Gewinnen resultiert, handelt es sich um einen technischen passiven Unterschiedsbetrag.

Passive Unterschiedsbeträge, die aus der Erhöhung des neubewerteten zu konsolidierenden Eigenkapitals aufgrund von stillen Reserven/Lasten resultieren, werden auf der Passivseite ausgewiesen und nach Maßgabe der Fortschreibung der betreffenden Konzernbuchwerte des Tochterunternehmens ertragswirksam aufgelöst.

Die innerhalb des Eigenkapitals unter entsprechender Bezeichnung ausgewiesenen nicht beherrschenden Anteile wurden von dem am Bilanzstichtag vorhandenen konsolidierungspflichtigen Eigenkapital errechnet.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Unfertigen Leistungen und Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen aufgerechnet. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

Zwischenergebniseliminierungen gem. § 304 Abs. 1 HGB waren nicht notwendig, da keine zu berücksichtigenden Geschäftsvorfälle vorlagen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Pieper Holding GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind grundsätzlich an den handelsrechtlichen Vorschriften ausgerichtet.

Dabei gilt im Einzelnen folgendes:

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, wenn ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten; Anschaffungskostenminderungen wurden abgesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände bemessen.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip des § 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet. Abschläge für die verlustfreie Bewertung der Warenbestände wurden berücksichtigt.

Für den geringen, relativ gleichbleibenden Bestand an Verpackungsmaterial wird ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu ihrem Nominalwert, ggf. abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Deckung des allgemeinen Zins- und Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen.

Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Ansatz der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zum Nominalwert.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zu Anschaffungs- und Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden nach § 264 Abs. 2 i. V. m. § 265 Abs. 5 S. 2 HGB durch Ansatz eines passiven Sonderposten in Höhe der Zuschüsse ausgewiesen (sog. Indirekte Methode). Der Sonderposten wird in der Folgezeit auf die Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes ertragswirksam aufgelöst (§ 246 HGB).

Rückstellungen

Bei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind unter Verwendung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten fristadäquaten Marktzinses abgezinst worden.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive latente Steuern wurden für unterschiedliche Wertansätze zwischen der Konzernbilanz und der Steuerbilanz zu unternehmensindividuellen Steuersätzen (30% bzw. 15%) gebildet.

3. Spezielle Angaben zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens (Anlagespiegel) ist aus Anlage 3a ersichtlich.

Die, aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der beiden Tochtergesellschaften, zugegangenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden im Anlagenspiegel als Zugänge aus Veränderung des Konsolidierungskreises ausgewiesen. Hierbei wurde die Bruttomethode angewendet, nach der die historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten der Tochtergesellschaften zzgl. der im Rahmen der Neubewertung aufgedeckten stillen Reserven sowie die historischen kumulierten Abschreibungen brutto ausgewiesen wurden.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Verbundenes Unternehmen Anteil am Eigenkapital Letztes Jahresergebnis
TEUR
Pieper V1 GmbH, Saarlouis 100% 0
Pieper V2 GmbH, Saarlouis 100% 0

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen von TEUR 8 ausgewiesen, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben.

Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 281.

Die Rückstellung für Rentenverpflichtungen (TEUR 34) wurden nach dem Anwartschaftsbarwertmethode (PUC-Methode) berechnet. Die Rückstellung wurde pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen fünfzehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei der Ermittlung der Rückstellung wurde eine jährliche Rentensteigerung von 1 % unterstellt. Der Berechnung lagen die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck aus dem Jahre 2018 zugrunde. Für die Abzinsung wurde, der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte, durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,82 % angesetzt. Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,72 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 92. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Rückzahlungsansprüche Dritter (TEUR 1.977), für Personal (TEUR 666), für Bonuspunkte aus Kundenkarten (TEUR 198), für Kosten der Jahresabschlusserstellung, -prüfung und Beratung (TEUR 176), sowie für Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 59).

Verbindlichkeitenspiegel

davon mit einer Restlaufzeit
Betrag < 1 J. 2-5 J. >5 J.
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.494 1.906 2.494 94
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.181 1.181 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 259 259 0 0
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.906 1.826 80 0
(davon aus Steuern) (347) (347) (0) (0)
7.840 5.172 2.574 94

Zur Absicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Grundpfandrechte. Darüber hinaus wurde das Warenlager im Rahmen des Sicherheitenpoolvertrags anteilsmäßig auf Banken sicherungsübereignet.

GuV

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurde der passivische Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung in Höhe von TEUR 2.455 unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge aufgelöst. Die stillen Reserven, welche im Rahmen der Neubewertung bei der Kapitalkonsolidierung aufgedeckt wurden, wurden in Höhe von TEUR 3.114 im Materialaufwand und in Höhe von TEUR 203 unter den Abschreibungen ergebniswirksam aufgelöst. Die hierauf gebildeten latenten Steuern wurden in Höhe von TEUR 994 als Steuerertrag ausgewiesen. Aus diesen Darstellungen ergibt sich eine Verzerrung des operativen Ergebnisses, welches mit TEUR 861 belastet und des Steueraufwands, der mit TEUR 994 entlastet wurde.

4. Sonstige Angaben

Der in der nach DRS 21 erstellten Kapitalflussrechnung des Konzerns ausgewiesene Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" abzüglich jederzeit fälliger kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Entwicklung der wirtschaftlichen Größenmerkmale

2023
Konzernbilanzsumme (TEUR) 45.017
Konzernumsatzerlöse (TEUR) 28.850
Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl 1 (ohne Auszubildende) 317

1 davon 271 Angestellte und 46 gewerbliche Arbeitnehmer.

Organe der Gesellschaft sind der Geschäftsführer und die Gesellschafterversammlung. Der Geschäftsführung gehörten im gesamten Rumpfgeschäftsjahr 2023 an:

Herr Carl Jakob, Kaufmann

Frau Ursula Pieper, Kauffrau

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

Abschlussprüferhonorar

Honorar für TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 61
andere Bestätigungsleistungen 18
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 0
79

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss als Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden.

 

Saarlouis, 11. Oktober 2024

Carl Jakob, Geschäftsführer

Ursula Pieper, Geschäftsführerin

Mit Beschluss vom 26. November 2024 wurde der Konzernabschluss zum 30. November 2023 gebilligt.

Anlagevermögen (Anlagenspiegel)

Anschaffungs - / Herstellungskosten
Stand am 17.01.2023 Zugänge durch Änderungen des Konsolidierungskreises Zugänge
EUR EUR EUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 773.749,91 34.015,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 773.749,91 34.015,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 45.639.055,55 145.757,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.704.895,23 136.587,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 9.090.401,71 380.508,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 472.271,91 0,00
0,00 57.906.624,40 662.853,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 29.102,03
2. Genossenschaftsanteile und sonstige Kapitalbeteiligungen 0,00 79.400,96 0,00
0,00 79.400,96 29.102,03
0,00 58.759.775,27 725.971,36
Anschaffungs - / Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen Stand am 30.11.2023
EUR EUR EUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 807.765,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 807.765,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 22.444,45 45.807.257,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 300.913,70 3.142.395,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 30.621,63 9.501.532,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.770,88 -353.979,78 101.521,25
16.770,88 0,00 58.552.706,91
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 29.102,03
2. Genossenschaftsanteile und sonstige Kapitalbeteiligungen 0,00 0,00 79.400,96
0,00 0,00 108.502,99
16.770,88 0,00 59.468.975,75
Abschreibungen
Stand am 17.01.2023 Zugänge durch Änderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Abgänge Stand am 30.11.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 588.751,85 44.757,82 0,00 633.509,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 588.751,85 44.757,82 0,00 633.509,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 12.859.393,24 754.931,67 0,00 13.614.324,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.385.950,82 151.838,95 0,00 1.537.789,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 6.689.190,81 434.032,80 0,00 7.123.223,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 20.934.534,87 1.340.803,42 0,00 22.275.338,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile und sonstige Kapitalbeteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 21.523.286,72 1.385.561,24 0,00 22.908.847,96
Buchwerte
Stand am 30.11.2023
EUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 174.256,18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00
174.256,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.192.932,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.604.606,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.378.308,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 101.521,25
36.277.368,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 29.102,03
2. Genossenschaftsanteile und sonstige Kapitalbeteiligungen 79.400,96
108.502,99
36.560.127,79

Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Januar 2023 bis 30. November 2023

Jahr
TEUR TEUR
1. Konzernjahresergebnis (einschließlich Ergebnisanteil anderer Gesellschafter) 417
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.385
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -291
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -4.348
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.336
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.642
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 17
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 133
9. - Sonstige Beteiligungserträge -24
10. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -936
11. -/+ Ertragsteuerzahlungen -320
12. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.273
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle
14. + Anlagevermögen Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens -34
0
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -663
16. - Auszahlungen für Investionen in das Finanzanlagevermögen -29
17. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0
18. + Erhaltene Zinsen 44
19. + Erhaltene Dividenden und Erträge aus Beteiligungen 24
20. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -658
21. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 330
22. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -2.132
23. + Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 0
24. - Gezahlte Zinsen -177
25. - Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0
26. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.979
27. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -3.910
28. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 6.930
29. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -
30. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.020
Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 3.020
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 0
3.020

Eigenkapitalspiegel des Konzerns für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Januar 2023 bis 30. November 2023

Summe Eigenkapital der Muttergesellschaft
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem MU zuzurechnen ist Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 17. Januar 2023 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 120.000,00 23.953.622,64 0,00 0,00 24.073.622,64
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 353.483,23 353.483,23
Stand am 30. November 2023 120.000,00 23.953.622,64 0,00 353.483,23 24.427.105,87
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe
EUR EUR EUR
Stand am 17. Januar 2023 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 2.781.585,66 0,00 2.781.585,66
Konzernjahresüberschuss 0,00 63.056,71 63.056,71
Stand am 30. November 2023 2.781.585,66 63.056,71 2.844.642,37
Konzerneigenkapital
Summe
EUR
Stand am 17. Januar 2023 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 26.855.208,30
Konzernjahresüberschuss 416.539,94
Stand am 30. November 2023 27.271.748,24

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR 2023

1. Vorbemerkung

Das Rumpfgeschäftsjahr des Berichtjahres beginnt ab dem 17.01.2023 und endet mit dem 30.11.2023. Das reguläre Geschäftsjahr beginnt am 1.12. und läuft bis zum 30.11. des Folgejahres.

Der Lagebericht wurde in Struktur und Aufbau an den für Konzernabschlüsse geltenden Anforderungen des DRS 20 ausgerichtet.

2. Grundlagen des Konzerns

Der Pieper-Konzern betreibt ein seit 1885 durchgehend tätiges Einzelhandelskaufhaus in Saarlouis. Als letztes inhabergeführtes Einzelhandelskaufhaus im Saarland ist das Kaufhaus an mehreren Standorten in der Innenstadt von Saarlouis tätig. Das Angebot reicht von Mode über Bücher und Einrichtungsgegenstände bis hin zu Lebensmitteln mit einer hauseigenen Metzgerei und Konditorei. Aufgrund der günstigen Grenzlage erstreckt sich das Einzugsgebiet neben dem Saarland auch auf die angrenzenden Gebiete Frankreichs und Luxemburgs. Die organisatorische Verwaltung erfolgt vollständig im eigenen Hause.

3. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschl. des Geschäftsergebnisses

3.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 waren im Handel (demografischen Wandel, starker Online- Handel) von der Energiekrise und einem schlechten Konsumklima geprägt. Der stationäre Handel verzeichnet dennoch deutliche Zuwächse (Corona ist 2023 ausgestanden), der Online-Handel stagniert auf hohem Niveau.

In welcher Form der Ansatz der Koexistenz von stationärem und Online-Handel Bestand hat, wird sich nach dem Einstellen einer neuen Normalität zeigen. Der Trend zu mehr Online-Handel ist aufgrund der Inflation und Energiekrise nicht weiter gestiegen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2023 um 2,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 nicht in dem Ausmaß von 2022 erhöht.

3.2. Umsatzentwicklung

Die Nettoumsatzerlöse inklusive der Parkhaus- und Parkplatzumsätze betragen im Berichtszeitraum 28.850 TEUR. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in dem Rumpfgeschäftsjahr vom 17.01.2023 bis zum 30.11.2023 ein wesentlicher Teil des Umsatzes fehlt, welcher insbesondere durch das Weihnachtsgeschäft bedingt ist. Unter Mitberücksichtigung der Umsatzes vom 1.12.2022 bis 16.1.2023 würde der Konzernumsatz bei 34.452 TEUR liegen.

3.3. Produktion

Die Eigenproduktion von Konditorei sowie Wurst- und Fleischwaren wurde zur Qualitätssicherung der betroffenen Sortimente beibehalten.

3.4. Wareneinsatz

Der Materialaufwand beträgt im Rumpfgeschäftsjahr 2023 18.079 TEUR.

Die unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung (§ 253 Abs. 4 HGB) bewerteten Warenbestände betragen 4.290 TEUR.

3.5. Investitionen / Leasing

Im Jahr 2023 wurde die Investition "Photovoltaikanlage dm" abgeschlossen und mit 294 TEUR aktiviert. Ebenso die Beleuchtung 2. OG mit 108 TEUR und die neue Kantine mit 36 TEUR. Darüber hinaus wurden als weitere größere Positionen der Aufzug Lebensmittel mit 84 TEUR und die Einführung der Warenwirtschaft Lunar (Edeka, Lebensmittel) mit 97 TEUR in Betrieb genommen. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug im Prüfungszeitraum 847 TEUR. Ein neuer Leasingvertrag wurde im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen.

Für die kommenden Geschäftsjahre sind folgende Investitionen in beachtlicher Größe geplant:

neue Brandmeldeanlage von ca. 500 TEUR

neue Rolltreppen UG Lebensmittel von ca. 350 TEUR

diverse kleinere Investitionen in Summe von ca. 300 TEUR.

3.6. Finanzierung der Investitionen

Die Finanzierung des Investitionsvolumens wird aus dem bestehenden Cash Flow finanziert und durch Investitionsdarlehen in Höhe von 1.000 TEUR refinanziert.

Wie in der Vergangenheit auch, haben die Saisonkreditlinien, welche über den 30.11.2023 hinaus dauerhaft Gültigkeit haben, Bestand. Kurzfristige Verbindlichkeiten wurden keine aufgenommen.

3.7. Personal- und Sachbereich

Zum Stichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres betrug die Mitarbeiteranzahl 317.

Der Personalaufwand belief sich im Rumpfgeschäftsjahr auf 8.806 TEUR. Unter Berücksichtigung des Personalaufwands, der nicht im Rumpfgeschäftsjahr berücksichtigten Monate des regulären Geschäftsjahres, würde sich ein Personalaufwand von 10.261 TEUR ergeben.

Im Schnitt des Jahres wurden 8 Schwerbehinderte und den Schwerbehinderten gleichgestellte Mitarbeiter beschäftigt. Gemessen an der Pflichtquote waren monatlich 7,8 Schwerbehindertenplätze unbesetzt.

3.8. Analyse des Rumpfgeschäftsergebnisses

Die Ergebniskomponenten haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Rohergebnis 13.230
operatives Ergebnis (Betriebsergebnis) -290
Finanzergebnis -118
Jahresergebnis 417

Die Rohmarge beträgt 46 %.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurde der passivische Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung in Höhe von 2.455 TEUR unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge aufgelöst. Die stillen Reserven, welche im Rahmen der Neubewertung bei der Kapitalkonsolidierung aufgedeckt wurden, wurden in Höhe von 3.114 TEUR im Materialaufwand und in Höhe von 203 TEUR unter den Abschreibungen ergebniswirksam aufgelöst. Durch diese Effekte wurde das operative Ergebnis mit 861 TEUR belastet. Die hierauf gebildeten latenten Steuern wurden in Höhe von 994 TEUR als Steuerertrag ausgewiesen. Aus diesen Darstellungen ergibt sich eine Verzerrung des operativen Ergebnisses und des Steueraufwands.

Das Ergebnis des regulären Geschäftsjahres 2022/23 lag über Plan.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:

2023
Cashflow laufender Geschäftstätigkeit (in TEUR) -1.273
Eigenkapitalquote (in %) 65,2
Fremdkapitalquote (in %) 34,8
Eigenkapitalrendite (in %) 1,4
Umsatzrentabilität (in %) 1,4

Bei dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist zu berücksichtigen, dass im Rumpfgeschäftsjahr der Cashflow insbesondere aus dem Weihnachtsgeschäft 2022 konsolidierungsbedingt nicht enthalten ist. Der durch das Rumpfgeschäftsjahr begründete Effekt auf dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 2.643 TEUR, so dass bei Betrachtung des gesamten Wirtschaftsjahres ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 1.370 TEUR erzielt wurde.

Auf die Konzernkapitalflussrechnung und den dort enthaltenen konsolidierungsbedingten Zugang zum Finanzmittelfonds wird hingewiesen.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren werden dabei wie folgt berechnet:

Eigenkapitalquote: (Summe Eigenkapital incl. nicht beherrschende Anteile und dem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung / Bilanzsumme) *100

Fremdkapitalquote: (Summe Fremdkapital / Bilanzsumme) *100

Eigenkapitalrendite: (Konzernjahresüberschuss / Eigenkapital) *100

Umsatzrentabilität: (Konzernjahresüberschuss / Umsatzerlöse) *100

Daneben gibt es über die zentralen, nicht finanziellen Leistungsindikatoren folgendes zu berichten:

Die kooperative Zusammenarbeit mit (u. a.) der Textilindustrie hat sich in weiterhin schweren Zeiten bewährt. Aufträge konnten storniert und Sonderposten mit Rabatten eingekauft werden. An den Stellschrauben wie Skonti etc. hat es keine nennenswerten Veränderungen gegeben.

Das Konzernjahresergebnis in Höhe von 417 TEUR ist als sehr gut zu bezeichnen.

4. Darstellung der Lage

4.1. Vermögenslage

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 726 TEUR vorgenommen.

Das kurzfristig gebundene Vermögen besteht im Wesentlichen aus Vorräten 4.290 TEUR.

Die liquiden Mittel betragen zum Abschlussstichtag 3.020 TEUR.

Die Konzernbilanzsumme beträgt 45.017 TEUR.

Zusammengefasst kann die Vermögenslage als stabil bezeichnet werden.

4.2. Finanzlage

Die Liquidität des Unternehmens war während des Geschäftsjahres 2022/2023 zu jeder Zeit sichergestellt. Aufgrund der eigenen Mittel ist die Liquidität auch über den Bilanzstichtag 30.11.2023 hinaus vorerst sichergestellt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -1.273 TEUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -658 TEUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -1.979 TEUR. Wie unter Punkt 3.8 beschrieben, ist zu berücksichtigen, dass der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit konsolidierungsbedingt um 2.643 TEUR belastet ist.

Das Eigenkapital incl. nicht beherrschende Anteile und dem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung beträgt 29.359 TEUR.

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen mit 4.494 TEUR solche gegenüber Kreditinstituten und mit 270 TEUR solche aus sonstigen Verbindlichkeiten. Zudem sind dauerhafte Kontokorrentlinien von 4.675 TEUR gewährt.

Bezüglich der Angaben zu den Laufzeiten und zum Aufbau der Rückstellungen wird auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang verwiesen.

4.3. Ertragslage

Die Ertragslage des Rumpfgeschäftsjahres 2023 ist durch das verkürzte Berichtsjahr sowie den Effekten aus der Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags beeinflusst.

Das Fehlen des Zeitraums 1.12.2022 bis 16.01.2023 und insbesondere dem darin enthaltenen Weihnachtsgeschäft hat die Umsatzerlöse mit 5.602 TEUR belastet. Darüber hinaus sind negative Effekte aus der Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags in Höhe von 861 TEUR im operativen Ergebnis enthalten.

Dementsprechend fällt das Betriebsergebnis auch mit TEUR 290 negativ aus.

Die Umsatzerlöse des gesamten Geschäftsjahres 2022/23 betrugen 34.452 TEUR. Der Anteil der Lebensmittelumsätze beträgt dabei circa 23 %.

Das Betriebsergebnis des gesamten Geschäftsjahres konnte trotz schwierigem Konsumumfeld dieses im Vergleich zur Ursprungsplanung übertroffen werden.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind ebenfalls in Höhe von TEUR 994 durch die Auflösung der passiven latenten Steuern, welche im Rahmen der Erstkonsolidierung gebildet wurden, sowie durch eine periodengerechte Abgrenzung der Steuern aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres beeinflusst, sodass die Steuerquote nicht aussagekräftig ist.

5. Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Alle im Folgenden genannten Risiken werden unter Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen (Sortimentsanpassungen, das bedeutet, Sortimentsbereiche entweder zu reduzieren oder zu erhöhen) und Eintrittswahrscheinlichkeiten (Beobachtung der Perfomance von Lieferanten, Sortimenten, Preisen, die wöchentlich per Warenwirtschaftssysteme überprüft werden) dargestellt.

Dabei werden nur solche Maßnahmen berücksichtigt, die auch tatsächlich von uns umsetzbar sind. Risiken mit Prognosecharakter beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf einen Zeitraum von einem Jahr ab dem 30. November 2023.

Wie im Vorjahr sind die Inflation, die hohen Energiekosten und der Ukrainekrieg beherrschende Themen. Die Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben und somit auf die Frequenz in den Innenstädten sind allerdings nach wie vor spürbar. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 ist es nach wie vor herausfordernd, eine valide Prognose abzugeben. Stand heute gehen wir für das Jahr 2023/2024 von einem Bruttoumsatzvolumen von rund 40.070 TEUR und für das Jahr 2024/2025 von rund 40.800 TEUR aus. Die erforderlichen Prozessoptimierungen und die Anpassung der Personalstrukturen sind im GJ 2022/2023 erfolgt.

5.1 Generelle Risikolage

Die Gesamtplanung sieht Umsatzerlöse für das kommende Geschäftsjahr in Höhe von 40.070 TEUR vor. Wie im Vorjahr kann durch den Krieg in der Ukraine und den damit verbunden Steigerungen der Energie- und Lebenshaltungskosten das Konsumklima eingetrübt bleiben.

Die Herausforderung, dem Online-Handel diverse Umsatzanteile wieder abzunehmen bzw. nicht zu verlieren, bleibt bestehen. Im Bücherbereich wird die Konsolidierung fortgesetzt, mit Verringerung der Buchfläche einerseits und der Erweiterung der Fläche für Schreibwaren, Schulbedarf, Spielwaren andererseits, um mehr Umsatz mit höherer Spanne zu generieren.

Zudem sind dauerhafte Kontokorrentlinien von 4.675 TEUR gewährt.

Die Hausbanken haben in Form langfristiger Darlehensverträge ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht. Der Kapitaldienst fällt nach jetzigem Stand im Jahr 2024 auf 2.254 TEUR und wird im Jahr 2025 nach jetzigem Darlehensstand 1.492 TEUR betragen.

Die stille Beteiligung der SIKB aus dem Jahr 2015 in Höhe von 400 TEUR und mit einer Laufzeit von 10 Jahren, die vom Rechtsvorgänger übernommen wurde, wird seit dem 30.06.2021 getilgt (jährlich 80 TEUR).

5.2. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Risikobereitschaft des Unternehmens ist der Unternehmenssituation angepasst und konservativ. Die Gesellschaft hat das Ziel, durch eine operative und strategische Finanzplanung das Liquiditätsgleichgewicht frühzeitig sicherzustellen. Spekulative Finanzgeschäfte werden grundsätzlich nicht getätigt, derivative Finanzinstrumente kommen nicht zum Einsatz.

Ein Risikomanagementsystem ist insoweit installiert, als dass es für die Sicherstellung der Liquidität notwendig ist.

Das Risikomanagementsystem im Bereich der Finanzinstrumente ist für Forderungen von untergeordneter Bedeutung, da überwiegend Barverkäufe stattfinden. Ein Mahnwesen ist implementiert.

Von zentraler Bedeutung für das Risikomanagementsystem ist der Bereich der Liquiditätsplanung sowie der Liquiditätsanalyse, aufbauend auf einer kurzfristigen Erfolgsrechnung und -planung; die Elemente stehen auch im Fokus des Risikomanagementsystems der Gesellschaft.

Ein Großteil der benötigten Finanzmittel wird strategisch über langfristige Kredite finanziert.

Über die finanziellen Risiken ist nachfolgendes zu berichten:

Preisänderungsrisiken bestehen im Bereich der Marktzinssätze. Eine Absicherung dieser Risiken erfolgt grundsätzlich über langfristige Zinsfestschreibungen. Die künftige Sicherung gegen Preisänderungsrisiken wird zukünftig planmäßig über Kredite erfolgen. Weitere Preisänderungsrisiken, bspw. aufgrund von Wechselkursrisiken, preisbeeinflussenden Parametern oder Volatilitäten, bestehen nicht.

Weitere wesentliche Risiken, wie bspw. Ausfallrisiken oder Risiken von Zahlungsstromschwankungen, bestehen bei Vermögenswerten nicht. Dies resultiert insbesondere daraus, dass im Wesentlichen Bargeschäfte getätigt werden und sich die Forderungen auf eine große Anzahl von Kunden mit kleinen Forderungssalden verteilen.

Im Bereich der Schulden liegen branchenübliche Risiken vor.

Die Gesamtrisikolage der Gesellschaft lässt sich demnach unter normalen Verhältnissen als niedrig bezeichnen. Wesentliche Risiken sind entweder durch risikobegrenzende Maßnahmen der Geschäftsführung abgedeckt oder werden in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als nachrangig eingestuft.

6. Hinweise auf wesentliche Chancen der künftigen Entwicklung

Als wesentliche Chance hat sich gezeigt, dass für den zukünftigen Geschäftsverlauf das GJ 2022/2023 als Basis für eine Planung des GJ 2023/2024 und darüber hinaus dienen kann. Dies wird die "neue" Normalität sein: geprägt von einem durch u. a. Corona bedingten Konsumverhalten, aber auch durch steigende Inflation, Nachhaltigkeit, Energiebewusstsein.

Unabhängig vom Geschäftsjahreszeitrahmen zeigt sich, dass die Pieper Kaufhaus GmbH als Vollsortimenter saisonale oder trendspezifische "Umsatzdellen" ausgleichen kann. Einer der Gründe ist die Lebensmittelabteilung im UG. Obwohl vom Standort her nicht bevorteilt, ist dieser Bereich eine der tragenden Säulen des Unternehmens. Mit einem Bruttoumsatz von 9.200 TEUR im abgelaufenen Geschäftsjahr honoriert der Kunde nachhaltig den hier gebotenen Service, die Qualität und die Vielfalt des Sortiments.

In Summe all dieser Umstände ist nach Einschätzung der Geschäftslage für 2023/2024 ein positives Konzernergebnis zwischen 50 und 100 TEUR geplant.

7. Prognosen zur weiteren Entwicklung

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Durch die erfolgten Umstrukturierungen werden weiterhin sichtbare Erfolge in den Bereichen

Steigerung der Umsatzleistung pro Vollzeitmitarbeiter,

Steigerung der Flächenproduktivität,

Sortiment (schnelles Anpassen von Sortimentsbereichen, Abdeckung aller Preislagen)

anvisiert.

Für das Konzerngeschäftsjahr 2023/2024 ist ein positives Ergebnis geplant. Die für das Geschäftsjahr 2022/2023 geplanten Investitionen wurden umgesetzt.

Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren wird sich wie folgt darstellen:

Die Eigenkapitalquote und damit die Eigenkapitalrendite wird auf Grund geplanter Fremdmittelaufnahme leicht sinken.

Die Fremdkapitalquote wird im Umkehrschluss wieder leicht steigen.

Die Umsatzrentabilität wird gehalten.

Die Entwicklung der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wird von uns folgendermaßen gesehen:

Die Lieferantenbeziehungen werden weiter intensiviert und basieren auf einer partnerschaftlichen Ebene.

Das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) verspricht eine verbesserte Ansprache der unterschiedlichen Käuferschichten mit entsprechenden Umsatzzuwächsen bzw. zumindest einer Sicherung des Status Quo.

 

Saarlouis, den 11. Oktober 2024

Carl Jakob, Geschäftsführer

Ursula Pieper, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pieper Holding GmbH, Saarlouis

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Pieper Holding GmbH, Saarlouis, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. November 2023, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Januar bis zum 30. November 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Pieper Holding GmbH, Saarlouis, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Januar bis zum 30. November 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. November 2023 sowie seiner Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Januar bis zum 30. November 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigun und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 11. Oktober 2024

Förderer, Keil & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rafael Karwecki, Wirtschaftsprüfer

Thomas Salz, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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