Bruker BioSpin Holding GmbHLiquidiert

76275 Ettlingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 102368
Vorher
Bruker BioSpin GmbH
Eingetragen
30.5.1978
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Erwerb, das Halten und das Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, die die Planung, die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb analytischer Messgeräte sowie von anderen wissenschaftlichen und technischen Geräten, Einrichtungen, Anlagen und Software sowie die Grundlagenforschung und die angewandte Forschung auf den zugehörigen wissenschaftlichen und technischen Arbeitsgebieten, insbesondere im Bereich der Analytik, zum Gegenstand haben. Die Grundlagenforschung und die angewandte Forschung auf den zugehörigen wissenschaftlichen und technischen Arbeitsgebieten, insbesondere im Bereich der Analytik. Die Gesellschaft kann alle Rechtsgeschäfte vornehmen und Maßnahmen treffen, die den Gegenstand des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar zu fördern und ihm zu dienen geeignet sind, insbesondere mit anderen Unternehmen des Inlands und des Auslands zusammenarbeiten, sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen in jeder rechtlich zulässigen Form beteiligen, solche Unternehmen gründen, erwerben und veräußern, pachten und verpachten, sowie Zweigniederlassungen im Inland und im Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.01% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Bruker BioSpin CorporationUSA
48.80%
23.92%
23.92%
Bruker Invest AGCHE
3.37%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
4.251.812 €
96.63%
Bruker Invest AG
Switzerland
148.188 €
3.37%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bruker BioSpin GmbH

Ettlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für 2022

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wichtige Rahmenbedingungen, die für die Abschwächung der Weltkonjunktur im vergangenen Jahr wesentlich verantwortlich waren, haben sich zuletzt deutlich verbessert. So sind die Energiepreise wieder gesunken, in China haben sich mit der Abkehr von der Null-Covid-Politik die Aussichten auf eine stetige Expansion verbessert, und Lieferengpässe behindern die wirtschaftliche Aktivität nicht mehr ungewöhnlich stark. All dies hat dazu beigetragen, dass die Weltkonjunktur wieder Tritt gefasst hat. Bremsend wirkt allerdings die scharfe Straffung der Geldpolitik, die zu deutlich höheren Finanzierungskosten geführt hat und die Ausgabeneigung bremst. Auch die Finanzpolitik ist tendenziell restriktiv ausgerichtet. So expandiert die Weltwirtschaft in diesem und im nächsten Jahr voraussichtlich moderat. Nachdem im Jahr 2022 noch ein Zuwachs der Weltproduktion um 3,3 Prozent erreicht wurde, was in etwa der mittelfristigen Trendrate entspricht, dürfte sie in den Jahren 2023 und 2024 nur um 2,8 Prozent bzw. 3,0 Prozent zulegen. Damit haben wir die Rate für das Jahr 2023 gegenüber unserer Frühjahrsprognose um 0,3 Prozentpunkte erhöht und für 2024 um 0,2 Prozentpunkte verringert. Die Inflation wird zwar in den kommenden Monaten dank der wieder niedrigeren Rohstoffpreise deutlich sinken, der zugrunde liegende Preisauftrieb dürfte aber vorerst hoch bleiben und allenfalls gegen Ende des Prognosezeitraum wieder in die Nähe der Zielmarken sinken. 1

Branchenentwicklung

Die stark wachsenden Investitionen im Bereich Bio- und Lebenswissenschaften wie auch in der klinischen Forschung führten zu guten Wachstumsraten im Auftragseingang. Aufgrund des Krieges in der Ukraine sowie der COVID-19 Pandemiesituation in China, kamen auch bei der BBIO Gruppe, wie in fast allen Branchen, die Zulieferketten unter starken Druck. Dank des oft monatelangen zeitlichen Abstandes zwischen Auftragseingang, Installation und Abnahme beim Kunden, gelang es der BBIO Gruppe, diesen großen Puffer für sich zu nutzen. Durch die Flexibilität bei den Auslieferungen konnte einer negativen Umsatz- und Ergebnisentwicklung entgegengewirkt werden.

Geschäftsmodell der Bruker BioSpin GmbH

Bruker ist Entwickler, Hersteller und Vertreiber von leistungsstarken wissenschaftlichen Instrumenten und analytischen und diagnostischen Lösungen, die es unseren Kunden ermöglichen, am Lebewesen und Material auf mikroskopischen, molekularen und zellulären Ebenen zu forschen. Viele der Produkte werden verwendet, um strukturelle Eigenschaften von chemischen, biologischen und industriellen Materialproben zu erkennen, zu messen und zu visualisieren. Die Produkte wenden sich an die schnell wachsenden Bedürfnisse einer Vielzahl von Kunden in der Life-Science-Forschung, Pharma, Biotechnologie, angewandte Märkte, Zellbiologie, klinische Forschung, Mikrobiologie, in-vitro Diagnostik, Nanotechnologie und Materialwissenschaften. Unsere Technologieplattformen sind die magnetischen Resonanztechnologien, Massenspektrometrietechnologien, Gas- und Flüssigkeitschromatographien, Triple Quadrupol-Massenspektrometrien-Technologien, Röntgen-Technologien, Funken-optische Emissionsspektroskopien, Atomkraftmikroskopien, Stylus und optische Metrologietechnik, Fluoreszenzoptische Mikroskopie und Infrarot- und Raman-Molekularspektroskopie-Technologien. Die Bruker Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt eine breite Palette von Feldanalysesystemen für chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive (kurz: CBRNE), Erkennung. Die Bruker Gruppe entwickelt, produziert und vermarktet auch hohe und niedrige Temperaturen supraleitende Materialien und Vorrichtungen, die hauptsächlich auf metallischen Niedertemperatur-Supraleitern basieren. Der Bruker Gruppen - Firmensitz befindet sich in Billerica, Massachusetts, USA. Die Bruker Gruppe hält große technische und Fertigungszentren in Europa und Nordamerika, und hat Vertriebsbüros in der gesamten Welt.

Das Unternehmen Bruker BioSpin GmbH gehört zur Firmengruppe der Bruker Corporation (NASDAQ: BRKR). Wir sind Hersteller analytischer Messgeräte für die chemische, pharmazeutische, physikalische und medizinische Forschung. Unsere Geschäftsaktivitäten konzentrieren sich überwiegend auf die Entwicklung, Produktion und den weltweiten Vertrieb von Kernresonanzspektrometern (NMR-Spektrometern) sowie Elektronenresonanz-Spektrometern (EPR-Spektrometern).

Forschung und Entwicklung

Wir investieren alljährlich Kapital und Manpower für interne und gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte, um unseren Kunden regelmäßig innovative Produkte und Lösungen anbieten zu können. Wir forschen in erster Linie, um die Systemleistung zu verbessern und um die Zuverlässigkeit der bestehenden Produkte zu sichern sowie um revolutionäre neue Produkte und Lösungen zu entwickeln. Unsere Forschungs- und Entwicklungsbemühungen beziehen sich sowohl auf die einzelnen Produkte innerhalb der einzelnen Geschäftssegmente, als auch in Zusammenarbeit mit anderen Bereichen wie Mikrofluidik, Automatisierungs- und Workflow-Management-Software.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Geschäftsverlauf / Ertragslage

Im Berichtsjahr konnten wir die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um TEUR 17.669 auf TEUR 164.790 steigern und einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 8.969 (VJ. TEUR 1.459) erzielen. Die Ergebnisverbesserung resultiert zum Teil aus einer um TEUR 2.920 (+ 5,6%) verbesserten Bruttomarge. Die weiteren Veränderungen zum Vorjahr werden nachfolgend detailliert beschrieben.

Der Umsatzanstieg in Höhe von TEUR 17.669 bzw. 12,0% resultiert überwiegend aus dem Bereich Elektronik, welcher um TEUR 13.857 gestiegen ist. Die Inlandsumsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 20.478 gestiegen, während die Auslandsumsätze um TEUR 2.809 gesunken sind.

Aufgrund der Umsatzerhöhung sind auch die Herstellungskosten gestiegen. Sie liegen mit TEUR 110.160 um TEUR 14.748 höher. Der Anteil der Herstellungskosten an den Umsatzerlösen hat sich um 2,0%-punkte auf 66,8% erhöht, was den zwischenzeitlich gestiegenen Materialkosten zuzuschreiben ist.

Die Vertriebskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.178 auf TEUR 20.472 angestiegen und betragen nun anteilig 12,4% (VJ. 13,1%) zum Umsatz. Die Erhöhung begründet sich teilweise durch die um TEUR 923 gestiegenen Frachtkosten sowie den höheren Aufwendungen für Ausstellungen, Messen und sonstigen Werbemassnahmen in Höhe von TEUR 648. Zusätzlich kam es aufgrund des zwischenzeitlich vollumfänglich in Betrieb genommenen Neubaus zu anteilig höheren Gebäudeabschreibungen (+TEUR 266). Gegenläufig haben sich die Personalkosten entwickelt. Diese sind im Vergleich zu 2021 um TEUR 1.005 gefallen, was fast ausschließlich auf niedrigere aktienbasierte Aufwendungen (-TEUR 1.156) zurückzuführen ist.

Die allgemeinen Verwaltungskosten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.871 auf TEUR 6.581 (VJ. TEUR 9.452) zurückgegangen. Die Hauptgründe dieser Reduktion sind zum einen die Managementkosten der Konzernmutter, welche anteilig weiterberechnet werden. Diese Kosten sind im Vorjahresvergleich um TEUR 1.481 niedriger ausgefallen. Des Weiteren sind im Berichtsjahr durch den zwischenzeitlichen Umzug in den eigenen Neubau in Ettlingen die Mietverpflichtungen gegenüber der Bruker Physik GmbH weggefallen. Diese betrugen im Vorjahr noch 981 TEUR. Zusätzlich sind die Aufwände für in Anspruch genommene Dienstleistungen unseres Business Service Center (BSC) in Polen sowie unseres IT-Dienstleisters Bruker Physik in Ettlingen um TEUR 139 ebenfalls niedriger ausgefallen.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind um TEUR 1.956 gestiegen und betragen nun TEUR 18.862 (VJ. TEUR 16.906). Zu dieser Entwicklung haben mehrere Sachverhalte beigetragen. Zu erwähnen sind hier sicherlich die gestiegenen Personalkosten, die sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.056 erhöht haben, die um TEUR 680 gestiegenen Beratungskosten sowie die um TEUR 236 erhöhten Abschreibungen auf Anlagen. Der Anstieg der Personalkosten resultiert hauptsächlich aus einem Mitarbeiterzugang. Hierbei handelt es sich aber lediglich um eine organisatorische Massnahme. Die betreffenden 29 Mitarbeiter sind aufgrund ihrer Applikationsaufgaben sowohl für die Bereiche Vertrieb und Entwicklung tätig. Im Vorjahr wie auch bis Oktober diesen Jahres waren diese noch dem Bereich Vertrieb zugeordnet. Der Vertrieb wurde bis dahin mit den anteiligen Personalkosten für die Entwicklungstätigkeiten entlastet. Im Gegenzug wurden diese Kosten der Entwicklung belastet. Seit November sind diese Mitarbeiter nun dem Bereich Entwicklung direkt zugeordnet. Die gestiegenen Beratungskosten begründen sich zu einem grossen Teil durch den Umzug der Entwicklung vom ehemaligen Gebäude in Rheinstetten in den Neubau nach Ettlingen wofür auch externe Beratungsleistungen in Anspruch genommen wurden. Auch die erhöhten Abschreibungen sind als Folgewirkung des Neubaus zu sehen. Gemessen zum Umsatz liegt der Anteil der Forschungs- und Entwicklungskosten mit 11,4% auf dem Vorjahresniveau von 11,5%.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 1.154 (VJ. 420) und resultieren größtenteils aus Kursgewinnen aus der Umrechnung von Fremdwährung. Diese haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 525 erhöht und zeigen im Berichtsjahr einen Saldo von TEUR 856. Weiterhin haben sich die Erträgen aufgrund nachträglicher Realisierung von Forderungsverlusten um TEUR 233 erhöht. Dagegen sind die Erträge aus Abgang von Anlagevermögen um TEUR 25 niedriger ausgefallen als im Vorjahresvergleich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 1.510 auf TEUR 691 verringert, was größtenteils auf niedrigere Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen zurückzuführen ist. Diese sind im Berichtsjahr um TEUR 1.594 zurückgegangen. Des Weiteren hat sich der Aufwand für nicht erstattungsfähige ausländische Steuer um TEUR 212 reduziert. Gegenläufig haben sich die Kursverluste aus der Umrechnung von Fremdwährung entwickelt. Sie sind um TEUR 286 gestiegen. Ebenso die Aufwände für Spenden. Der Aufwand hierfür beträgt TEUR 20 (VJ. 10).

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.610 auf TEUR -208 verbessert und setzt sich aus dem Zinsaufwand für Cash Pool Verbindlichkeiten von TEUR 376, Zinsen aus Abzinsung von TEUR 24 sowie Zinserträgen für noch nicht getilgte Ergebnisabführungsbeträge in Höhe von TEUR 192 (VJ. Zinsaufwand TEUR 2.778) zusammen.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung hat sich um TEUR 7.510 verbessert, das Geschäftsjahr 2022 konnte mit einem positiven Jahresergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 8.969 (VJ. TEUR 1.459) abgeschlossen werden.

Damit liegen die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung über unseren Erwartungen, welche wir im Lagebericht des Geschäftsjahres 2021 für 2022 prognostiziert haben.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 52.823 auf TEUR 137.977 gesunken.

Die Verringerung der Vermögenswerte im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 55.810, der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 4.105 sowie dem Anlagevermögen um TEUR 962. Dagegen sind die Vorräte um TEUR 7.056, die Forderungen aus Lieferung und Leistungen um TEUR 660 und die Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 337 gestiegen.

Der Rückgang des Anlagevermögens ist fast ausschließlich mit den gestiegenen Abschreibungen aufgrund des zwischenzeitlich fertiggestellten Neubau in Ettlingen zu begründen. Hier sind zwar zum einen die Anschaffungs- und Herstellkosten um TEUR 333 gestiegen, zum anderen haben sich aber auch die Abschreibungen um TEUR 1.912 erhöht. Hinsichtlich der Details verweisen wir auf den Anlagespiegel per 31.12.2022. Der Rückgang der Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen erklärt sich durch den vollständigen Abbau der Forderungen aus Cash Pool in Höhe von TEUR 44.563 und der Verringerung der Forderungen aus Lieferung und Leistungen um TEUR 11.247. Die Verringerung des Cash Pool Saldos ist hauptsächlich die Folge der geleisteten Zahlungen der Ergebnisabführungsbeträge gegenüber der Bruker Physik GmbH in Höhe von TEUR 69.162. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen aufgrund der in 2022 realisierten Umsatzsteuer-Forderungen in Höhe von TEUR 4.980 zurückgegangen. Bei den Vorräten hat sich der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um TEUR 6.232 und der Bestand an Halbfabrikaten um TEUR 1.698 erhöht. Der Bestand an Fertigerzeugnissen ist um TEUR 752 und die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte um TEUR 122 verringert. Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen sind mit TEUR 12.335 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (VJ. TEUR 11.675) und haben sich somit nur geringfügig erhöht. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind hauptsächlich durch neu abgegrenzte Servicekontrakte um TEUR 1.276 angestiegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen haben sich um TEUR 2.007 auf TEUR 10.456 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen fallen dagegen um TEUR 47.884 niedriger aus, was hauptsächlich an dem Ausgleich der Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 69.162 und den neu hinzugekommenen Cash Pool Verbindlichkeiten von TEUR 16.210 liegt. Des Weiteren haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund einer gesunkenen Anzahl noch nicht verrechneten Kundenguthaben um TEUR 468 verringert.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Berichtsjahr um TEUR 549 geringer ausgefallen und betragen nun TEUR 11.961. Die Hauptveränderung zeigt sich hier bei den Personalrückstellungen, welche gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich wegen gesunkener Rückstellungen für ausgegebene Optionspakete um TEUR 1.210 zurückgegangen sind. Gegenläufig haben sich die Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen entwickelt. Diese sind von TEUR 129 auf TEUR 403 angestiegen. Auch die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und die passiven Rechnungsabgrenzungen sind gesunken. Ein Teil der erhaltenen Anzahlungen sind aufgrund finalisierter Kundenaufträge mit den daraus resultierenden Endrechnungen verrechnet worden und haben sich dadurch insgesamt um TEUR 1.952 auf TEUR 26.352 reduziert. Die Minderung der passiven Rechnungsabgrenzungen um TEUR 3.040 ist als das Ergebnis von Umsatzrealisierungen anzusehen.

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Unternehmen ist seit August 2013 in den Cash-Pool der Bruker Finance B.V., Niederlande, eingebunden. Wir sind somit in der Lage sämtliche Investitionen aus eigenen konzerninternen Mitteln zu finanzieren.

Die Gesellschaft hat für die zwischen der Konzernmuttergesellschaft - Bruker Corporation, Billerica, USA, der Bruker Invest, Schweiz, der Bruker Finance B.V., Niederlande, - und den beteiligten Bankpartnern abgeschlossene Konsortialkreditvereinbarung vom Dezember 2019 eine Mithaftungserklärung abgegeben. Der Konsortialkredit hat ein Volumen über 600 Mio. USD und eine Laufzeit bis zum Ende des Jahres 2024. Aufgrund der Marktstellung von Bruker und der Profitabilität des Bruker-Geschäftsmodells ist eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich.

Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Personalentwicklung

Die Personalentwicklung fokussiert auf die permanente Weiterentwicklung unseres qualifizierten Personals.

Im Jahresdurchschnitt wurden 472 (VJ. 465) Mitarbeiter beschäftigt, zum Jahresende 2022 waren es 485 (VJ. 474).

Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen über insgesamt TEUR 1.503 getätigt. Diese betreffen größtenteils technische Anlagen und Maschinen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die zuvor dargestellten Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Zusätzlich werden die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Eigenkapitalrentabilität und Eigenkapitalquote analysiert.

Der Umsatz pro Mitarbeiter ist von TEUR 316 im Vorjahr auf TEUR 349 gestiegen.

Die Eigenkapitalrentabilität ist von 2,7% auf 16,4% gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 39,3% nach 28,6% im Vorjahr.

Aufgrund der deutlich verbesserten Eigenkapitalrentabilität und Eigenkapitalquote schätzen wir unsere wirtschaftliche Lage nach wie vor als sehr stabil ein.

Prognosebericht

Im Februar 2022 ist der bis dahin schwelende Russland-Ukraine-Konflikt zu einem Krieg eskaliert. Als Folge dessen hat sich die Weltpolitik, wie auch die konjunkturelle Situation deutlich verändert. Es kam zu deutlichen Beeinträchtigungen bei der Materialversorgung, die Energiepreise haben sich um ein vielfaches erhöht und die Inflationsrate in Deutschland hat sich drastisch erhöht. Die Energiepreise haben sich im Laufe des Jahres 2023 wieder etwas erholt, die Inflationsrate ist per Ende Juni 2023, nach einem Höchststand im Okober 2022 von 10,4%, auf ca. 6,4% zurückgegangen. Weitere geopolitische Spannungen in anderen Weltregionen führen zudem gravierend zu Unsicherheiten bei der Prognose der weiteren Entwicklung.

Zum 01.01.2023 soll die Bruker BioSpin MRI GmbH auf die Bruker BioSpin GmbH verschmolzen werden (Verschmelzung durch Aufnahme). Unmittelbar (eine juristische Sekunde) im Anschluss an die Verschmelzung soll das gesamte Geschäft der Bruker BioSpin (der gesamte Geschäftsbetrieb) im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme auf eine neu zugründende KG übertragen werden. Die Übernahme des Vermögens der Bruker BioSpin MRI soll im Innenverhältnis mit Wirkung zum 1. Januar 2023, 00.00 Uhr erfolgen. Die Übertragung des Auszugliedernden Vermögens durch die Bruker BioSpin auf die KG soll dann im Verhältnis zwischen den Beteiligten mit Wirkung ebenfalls zum 1. Januar 2023, 00:00 Uhr erfolgen, jedoch zeitlich nach der vereinbarten Verschmelzung. Der Zeitrahmen für die Umsetzung ist jedoch als sehr zeitkritisch zu sehen, so dass es durchaus auch zu einer Terminverschiebung kommen kann. Von daher haben wir nachfolgend unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2023 gleichzeitig für die Bruker BioSpin GmbH wie auch für die eventuell neu gegründete Bruker BioSpin KG erstellt.

Für 2023 rechnen wir erneut mit einer Steigerung der Umsatzerlöse auf ca. 177 Mio. EUR. Unserer Voraussicht nach werden wir auch das operative Ergebnis 2023 deutlich verbessern können. Wir gehen von einem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 15-17 Mio. EUR (VJ. TEUR 8.969) aus.

Sofern die vorgenannte Verschmelzung termingerecht umgesetzt werden kann, rechnen wir für die neu gegründete Bruker BioSpin KG für 2023 mit einem Umsatzvolumen von 221 Mio. EUR und einem Jahresergebnis vor Steuer von ca. 21-24 Mio. EUR.

Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung

Risikobericht

Globale Risiken

Wie alle wirtschaftlich agierenden Unternehmen ist auch die Bruker BioSpin GmbH abhängig von der konjunkturellen Entwicklung der einzelnen Teilmärkte. Aufgrund des seit Februar 2022 herrschenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine haben sich die geopolitischen Risiken insgesamt deutlich erhöht. Die Energiepreise sind sehr volatil, was bereits zu erheblichen Kostensteigerungen in allen Bereichen geführt hat. Die Inflationsrate hat sich drastisch verschlechtert und liegt per Ende Juni 2023 mit immer noch ca. 6,4% auf einem recht hohen Niveau.

Branchenspezifische Risiken

Wir befinden uns in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld. In unserem Auftragsbestand befinden sich immer wieder Systemaufträge, welche mit hohem Entwicklungsaufwand und somit auch mit hohem Risiko behaftet sind. Daraus können für uns durchaus erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Weiterhin können die immer weiter steigenden Rohstoffpreise unsere Margen negativ beeinflussen. Durch unseren starken Fokus auf Weiter- und Neuentwicklungen unserer Produkte sehen wir uns jedoch auch in Zukunft gegenüber unseren Wettbewerbern gut gerüstet. Aufgrund unserer Ausrichtung auf unterschiedliche Regionen minimieren wir das Risiko, welches sich aus ggf. restriktiven Investitionsbudgets einzelner Länder ergibt.

Ferner gibt es nach wie vor Risiken durch weitere Versorgungsengpässe und daraus resultierende Materialpreissteigerungen. Vor diesem Hintergrund wird ein besonderer Fokus auf die Materialpreisentwicklung gerichtet, um ggf. kurzfristig unsere Preiskalkulationen aktualisieren zu können. Zusätzlich ist auch die Sicherstellung eines qualifizierten Mitarbeiterstamms eine Herausforderung, welcher wir durch ein professionelles Personalmanagement und umfangreichen Personalentwicklungsmaßnahmen entgegentreten. Auch die nach wie vor unklare Entwicklung des Russland-Ukraine-Konflikts sind Risikofaktoren.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der immer noch stabilen Liquiditäts-und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken trotz des Russland-Ukraine-Konflikts derzeit nicht erkennbar, zumal aufgrund der Anbindung an den Bruker-internen Cash-Pool die Liquidität auch weiterhin sichergestellt ist.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, existieren nach wie vor, da die Gesellschaft auch weiterhin Aufträge in Fremdwährung fakturieren wird. Vor dem Hintergrund der Einbindung in die internationale Bruker-Gruppe trägt die Gesellschaft dieses Risiko bislang ohne besondere Sicherungsmaßnahmen.

Aufgrund der beschriebenen Sachlage ist unsere Liquiditätslage nach wie vor zufriedenstellend. Es sind keine Engpässe zu erwarten.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft verfügt über einen sehr solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich aus eigenen konzerninternen Mitteln.

Ziel des Finanz-und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Chancenbericht

Es besteht nach wie vor ein starkes Interesse an NMR (Nuclear Magnetic Resonance) Produkten, wobei mit dem Einsatz von angewandter NMR der industrielle Einsatz erneut weiter steigen kann. Anwendungen im Life-Science-und Nahrungsmittelbereich zeigen erfreuliche Umsätze und lassen weitere positive Entwicklungen erwarten.

Für die "BBIO Gruppe" stellt der globale post-pandemische Trend im analytischen Markt, hin zu biomedizinischen, molekularbiologischen und klinischen Fragestellungen, eine gute Chance zu einer weiteren positiven Entwicklung dar. Die stark wachsenden Investitionen in diesem Bereich in der Industrie aber vor allem auch im Bereich öffentlicher akademischer Forschung, könnten hier signifikante Wachstumsfelder eröffnen.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Kompetenz, Flexibilität und Qualität begegnen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unseren eigenen, in unseren Geschäftsräumen befindlichen Laboren, durch.

Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld, stark steigenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie wachsender Materialknappheit. Auch schwankende Wechselkurse können die Entwicklung negativ beeinflussen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Dennoch sei hier nochmals der Russland-Ukraine-Konflikt erwähnt, die die Gesellschaft vor eine große Herausforderung stellen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit jedoch nicht erkennbar.

 

Ettlingen, den 25. Juli 2023

Dr. Falko Busse

Patrick Minhorst

Bernd Gleixner

1 Kieler Konjunkturberichte Sommer 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

EUR 31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 282.121,74 608
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 31.508.943,06 32.476
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.276.856,75 6.085
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.999.138,85 2.705
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 908.143,08 3.064
43.693.081,74 44.330
Summe des Anlagevermögens 43.975.203,48 44.937
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 23.762.347,38 17.531
2. Unfertige Erzeugnisse 14.959.475,45 13.261
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.051.697,64 7.803
4. Geleistete Anzahlungen 680.313,08 802
46.453.833,55 39.397
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.334.731,25 11.675
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.038.760,09 85.849
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.301.199,24 8.406
46.674.690,58 105.929
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 991,72 1
Summe des Umlaufvermögens 93.129.515,85 145.327
C. Rechnungsabgrenzungsposten 871.849,42 535
137.976.568,75 190.800

Passiva

31.12.2022
EUR
EUR 31.12.2021
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.100.000,00 4.100
II. Kapitalrücklage 9.348.193,85 9.348
III. Gewinnrücklagen 41.188.603,71 41.189
54.636.797,56 54.637
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 11.960.511,65 12.509
11.960.511,65 12.509
C. Verbindlichkeiten
.
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 26.351.887,70 28.303
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.455.600,60 8.448
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.383.679,69 80.267
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.160.278,08 1.628
70.351.446,07 118.647
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.027.813,47 5.007
137.976.568,75 190.800

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2022
EUR
EUR 2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 164.790.010,23 147.121
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -110.159.839,46 -95.412
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 54.630.170,77 51.710
4. Vertriebskosten -20.472.193,54 -19.295
5. Allgemeine Verwaltungskosten -6.580.922,39 -9.452
6. Forschungs- und Entwicklungskosten -18.862.057,28 -16.906
7. Sonstige betriebliche Erträge 1.153.586,01 420
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 840.072,52 (Vj. TEUR 331)
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -691.407,65 -2.201
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 577.481,13 (Vj. TEUR 298)
-45.452.994,85 -47.433
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 218.514,58 2
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 218.514,58 (Vj. TEUR 1,6)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -426.803,11 -2.820
davon an verbundene Unternehmen EUR 402.937,56 (Vj. TEUR 2.778)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 23.865,55 (VJ. TEUR 42) -208.288,53 -2.819
11. Ergebnis vor Steuern 8.968.887,39 1.459
12. Sonstige Steuern -89,90
13. Aufgrund von Ergebnisabfürungsverträge abgeführte Gewinne -8.968.977,29 -1.459
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für 2022

A. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist unter der Firma Bruker BioSpin GmbH mit Sitz in Ettlingen im Handelsregister Mannheim unter der Nummer HRB 102368 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Von dem Gliederungsschema des § 275 Abs. 3 HGB wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB hinsichtlich des Ausweises der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung abgewichen. Da die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung einen wesentlichen Umfang aufweisen, werden sie gesondert ausgewiesen. Diese Aufwendungen dienen im Wesentlichen der Entwicklung neuer Anwendungsbereiche und Produktgenerationen und werden demnach nicht dem Herstellungsbereich zugeordnet.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden linear über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen für Bauten zwischen einem und 25 Jahren.

Technische Anlagen und Maschinen werden in ein bis fünfzehn Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in überwiegend fünf Jahren abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Selbstständig nutzungsfähige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 (geringwertige Anlagegüter) werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und in der Entwicklung der Brutto-Werte des Anlagevermögens im Anschaffungsjahr als Zugang und Abgang behandelt. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder den jeweils niedrigeren Werten am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte sind zum Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gegenüber Dritten gebildet.

Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt, die erhaltenen Kundenanzahlungen zum Nennbetrag.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Zahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Wir möchten hier dennoch kurz auf die wesentlichsten Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr eingehen. Die im Bau befindlichen Anlagen haben sich aufgrund zwischenzeitlicher Realisierung und Inbetriebnahme von technischen Anlagen und Maschinen um TEUR 2.156 reduziert.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich im Berichtsjahr auf insgesamt TEUR 30.039 (VJ. TEUR 85.849) und bestehen ausschließlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (VJ. 41.285). Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert hauptsächlich aus dem Abbau der Forderungen gegenüber der Bruker Switzerland AG. Die letztjährigen Forderungen aus Cash-Pool in Höhe von TEUR 44.563 wurden komplett durch die Zahlung der Ergebnisabführungsverbindlichkeiten ausgeglichen und haben infolgedessen im Berichtsjahr zu Verbindlichkeiten aus Cash Pool in Höhe von TEUR 16.210 geführt. Es bestehen keine Forderungen gegenüber Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 4.301 (VJ. TEUR 8.406) und beinhalten im Wesentlichen Rückforderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 2.842 (VJ. TEUR 7.822). Die Veränderung zum Vorjahr begründet sich also hauptsächlich aus dem Rückgang der Umsatzsteuerforderungen.

Passiva

1. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt TEUR 4.100 und ist zu 100 % einbezahlt. Mit der Bruker Physik GmbH, Ettlingen besteht seit 19. November 2008 ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV).

2. Rückstellungen

Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Personalrückstellungen 9.779 10.821
Rückstellungen für Gewährleistungen 625 503
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 403 129
Rückstellungen für Prüfungsgebühren u. Honorare 293 196
Rückstellungen für Entsorgung von Elektroschrott 457 478

3. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt TEUR 32.384 (VJ. TEUR 80.267). Sie setzen sich aus Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 7.600 (VJ. TEUR 70.928) gegenüber der Gesellschafterin Bruker Physik GmbH und aus Verbindlichkeiten aus Cash-Pool von TEUR 16.210 (VJ. 0) zusammen. Außerdem bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen über TEUR 8.574 (VJ. TEUR 9.340).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 1.160 (VJ. TEUR 1.628) und enthalten u.a. Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer in Höhe von TEUR 582 (VJ. TEUR 528), Provisionsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 207 (VJ. TEUR 303) sowie Verbindlichkeiten aus Debitorenguthaben in Höhe von TEUR 300 (VJ. TEUR 540).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Produktlinien und geographischen Märkten wie folgt auf:

2022
TEUR
2022
%
2021
TEUR
2021
%
Geografische Märkte
Inland 68.808 41,7 48.330 32,8
Ausland EU 22.201 13,5 23.946 16,3
Ausland nicht EU 73.781 44,8 74.845 50,9
164.790 100,0 147.121 100,0
2022
TEUR
2022
%
2021
TEUR
2021
%
Tätigkeitsbereich
Elektronik 152.073 92,3 138.216 93,9
Sonstige 12.717 7,7 8.905 6,1
164.790 100,0 147.121 100,0

2. Materialaufwand

2022
TEUR
2021
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 85.580 73.246
Bezogene Leistungen 2.748 2.439
88.328 75.685

3. Personalaufwand

2022
TEUR
2021
TEUR
Löhne und Gehälter 38.390 39.807
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 5.966 5.720
44.356 45.527

Die Gesellschaft hat keine Aufwendungen für Altersversorgung.

4. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge über TEUR 1.135 (VJ. TEUR 420) entfallen hauptsächlich auf Erträge aus Kursgewinnen in Höhe von TEUR 856 (VJ. TEUR 331). Bei den restlichen TEUR 279 handelt es sich um realisierte Forderungen, welche bereits in Vorperioden wertberichtigt waren.

E. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Haftungsverhältnisse

Eine Organgesellschaft haftet gemäß § 73 AO für solche Steuern des Organträgers, für welche die Organschaft zwischen Ihnen steuerlich von Bedeutung ist. Das Risiko der Inanspruchnahme wird infolge der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Organträgers als gering eingeschätzt.

Die Gesellschaft hat für die zwischen der Konzernmuttergesellschaft - Bruker Corporation, Billerica, USA, der Bruker Invest, Schweiz, der Bruker Finance B.V., Niederlande, - und den beteiligten Bankpartnern abgeschlossene Konsortialkreditvereinbarung vom Dezember 2019 eine Mithaftungserklärung abgegeben. Der Konsortialkredit hat ein Volumen über 600 Mio. USD und eine Laufzeit bis zum Ende des Jahres 2024. Aufgrund der Marktstellung von Bruker und der Profitabilität des Bruker-Geschäftsmodells ist eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich.

Es lagen am 31. Dezember 2022 keine darüber hinaus gehenden angabepflichtigen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.643 (VJ. TEUR 2.894). Darin beinhaltet sind sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.183 (VJ. TEUR 1.601).

Des Weiteren bestehen Bestellobligos in Höhe von TEUR 17.256.

Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Derivative Finanzinstrumente

Die Bruker Corporation, Billerica, USA hat Aktienoptionen auf Aktien der Bruker Corporation, Billerica, USA, an unsere Mitarbeiter ausgegeben, von denen zum Jahresende 2022 noch 23.391 Stück nicht ausgeübt wurden. Für die ausübbaren Optionen beträgt die Rückstellung zum Bilanzstichtag TEUR 1.046 (VJ. TEUR 2.256).

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

 

Dr. Falko Busse, Karlsruhe, Dipl.- Physiker, Bruker BioSpin Group President

 

Patrick Minhorst, Königsbach-Stein, Dipl.-Betriebswirt, Geschäftsführer Finanzen

 

Bernd Gleixner, Zürich, Executive Vice President Operations

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da nur ein Geschäftsführer im vergangenen Jahr Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022 2021
Gewerbliche Mitarbeiter 79 76
Technische und kaufmännische Mitarbeiter 393 389
472 465

Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2022 wurde für den Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 211 als Aufwand erfasst. Dieses entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernverhältnisse

Die Anteile an der Gesellschaft werden mittelbar zu 100 % von der börsennotierten Bruker Corporation, Billerica, USA, gehalten, welche den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Bruker Corporation ist auf der Website der U. S. Security and Exchange Commission, Washington D. C., USA, einsehbar.

Ergebnisverwendung / Ergebnisverwendungsvorschlag

Aufgrund des im November 2008 mit der Gesellschafterin Bruker Physik GmbH vereinbarten Ergebnisabführungsvertrags wird der Gewinn in Höhe von TEUR 8.969 an die Bruker Physik GmbH abgeführt.

Nachtragsbericht

Zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung befand sich Russland in kriegerischer Auseinandersetzung mit der Ukraine. Der seit Jahren andauernde Russland-Ukraine-Konflikt ist im Februar 2022, bedingt durch den Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine, zu einem Krieg eskaliert. Nachdem die europäischen Staaten diverse Sanktionen gegen den Aggressor Russland verhängt haben, wurde zwischenzeitlich als Gegenreaktion seitens Russlands die Gaslieferung nach Deutschland eingestellt. Als Folge dessen kam es zu deutlichen Energiepreiserhöhungen, was auch zu einem massiven Anstieg der Inflationsrate geführt hat. Zwischenzeitlich sind zwar die Energiekosten wieder etwas gesunken, die Inflationsrate befindet sich aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. Per Ende Juni 2023 lag die Inflationsrate immer noch bei ca. 6,4%.

 

Ettlingen, den 25. Juli 2023

Dr. Falko Busse

Patrick Minhorst

Bernd Gleixner

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.141.788,06 12.990,00 -41.777,16 -188.140,67 4.924.860,23
5.141.788,06 12.990,00 -41.777,16 -188.140,67 4.924.860,23
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 32.665.022,11 98.337,85 -54.052,48 0,00 32.709.307,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.125.947,66 1.084.710,32 -652.264,32 2.342.478,94 12.900.872,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.319.989,95 187.226,51 -421.990,78 690.578,17 6.775.803,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.632.999,99 120.059,53 0,00 -2.844.916,44 908.143,08
52.743.959,71 1.490.334,21 -1.128.307,58 188.140,67 53.294.127,01
57.885.747,77 1.503.324,21 -1.170.084,74 -0,00 58.218.987,24
Kummulierte Abschreibung
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 4.534.271,75 150.243,90 -41.777,16 4.642.738,49
4.534.271,75 150.243,90 -41.777,16 4.642.738,49
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 189.196,45 1.018.194,79 -7.026,82 1.200.364,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.041.325,97 1.233.009,25 -650.319,37 4.624.015,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.566.819,93 606.192,95 -396.347,88 3.776.665,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.797.342,35 2.857.396,99 -1.053.694,07 9.601.045,27
12.331.614,10 3.007.640,89 -1.095.471,23 14.243.783,76
Buchwerte
1.1.2022
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 607.516,31 282.121,74
607.516,31 282.121,74
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 32.475.825,66 31.508.943,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.084.621,69 8.276.856,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.753.170,02 2.999.138,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.632.999,99 908.143,08
44.946.617,36 43.693.081,74
45.554.133,67 43.975.203,48

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bruker BioSpin GmbH, Ettlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bruker BioSpin GmbH, Ettlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bruker BioSpin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 25. Juli 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Landau, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thu Trang Tran, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 07.08.2023 festgestellt.

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