Atlantis Handel GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Hans-Joachim Kahl seit 26.9.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 43.75% | |
| 43.75% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GUSTATUS Holding GmbHBad MergentheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben und rechtliche Grundlagen Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der GUSTATUS Holding GmbH, Bad Mergentheim, wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
II. Konsolidierungskreis und Methoden der Konsolidierung Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden grundsätzlich alle Tochterunternehmen der GUSTATUS Holding GmbH einbezogen, die gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Konsolidierte Tochterunternehmen:
Die PhoeniKs Vertrieb GmbH wurde im Berichtsjahr 2021 neu gegründet und erstmalig konsolidiert. Die CFS Beteiligung GmbH wurde in 2021 in PhoeniKs Produktion GmbH umfirmiert und der Sitz von Bad Mergentheim nach Gelsenkirchen verlagert. Folgende Tochterunternehmen wurden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
* Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020
Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Gesellschaften werden auf den Stichtag des Jahresabschlusses der GUSTATUS Holding GmbH, Bad Mergentheim, aufgestellt. Bei der Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse werden hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des AktG bzw. GmbHG beachtet. Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode des § 301 HGB n. F. Zwischengewinneliminierung In den Konzernabschluss zu übernehmende Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, sind in der Konzernbilanz mit Konzernanschaffungs- bzw. -herstellungskosten angesetzt worden. Im Lieferungs-, Leistungs- und Finanzverkehr zwischen Konzerngesellschaften entstandene Gewinne und Verluste werden grundsätzlich eliminiert. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden aufgerechnet. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Aufwendungen und Erträge zwischen den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden aufgerechnet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf Basis des Temporary Konzepts gebildet. Dementsprechend wird in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften ein Passivposten für latente Steuern gebildet, wenn sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen ergeben, die sich in Zukunft voraussichtlich abbauen, und sich daraus eine Steuerbelastung ergibt. Ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen Steuerentlastungen, so erfolgt eine Berücksichtigung maximal bis zur Höhe passiver latenter Steuern aus anderen Bewertungsdifferenzen. Ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern wird nicht aktiviert. Auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanzbuchwerten, welche durch Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie Zwischenergebniseliminierung bedingt sind, wurden latente Steuern gebildet, sofern deren Auswirkungen sich in den Folgejahren voraussichtlich wieder umkehren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf der Basis eines Ertragssteuersatzes von 28 %, in der Schweiz 25%. III. Grundlagen der Währungsumrechnung Umrechnung von in Fremdwährung lautenden Posten der Jahresabschlüsse Soweit die Einzelabschlüsse Posten enthalten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgte die Umrechnung in EURO auf Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt. Posten der Bilanz werden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr werden unrealisierte Kursgewinne nicht berücksichtigt. Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung Einzelabschlüsse in Fremdwährung werden grundsätzlich nach der modifizierten "Stichtagsmethode" umgerechnet, wobei die Bilanzposten mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet werden. Ein sich hieraus ergebender Unterschiedsbetrag wird als solcher gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die von der GUSTATUS Holding GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden beibehalten. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Bei selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt eine Aufteilung des Herstellungszeitraumes in eine Forschungs- und eine Entwicklungsphase. In der Forschungsphase angefallene Kosten werden sofort ergebniswirksam erfasst. Ausgaben in der Entwicklungsphase werden als immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert, wenn bestimmte den zukünftigen Nutzen der getätigten Aufwendungen bestätigende Voraussetzungen, vor allem die technische Machbarkeit des entwickelten Produktes sowie dessen Marktgängigkeit, erfüllt sind. Die Bewertung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von vier Jahren. Im Geschäftsjahr 2021 betrug der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten TEUR 247 (Vj. TEUR 902); davon entfielen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Entwicklungskosten i.H.v. TEUR 191 (Vj. 146) . Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die in Anlehnung an die Höchstsätze der amtlichen Verlautbarungen der Finanzverwaltung festgelegt wird. Geringwertige Wirtschaftsgüter von EUR 250 bis Euro 800 werden in der Regel im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Soweit die voraussichtliche tatsächliche Nutzungsdauer eines geringwertigen Wirtschaftsguts einen längeren Zeitraum umfasst, schreiben wir diese über einen längeren Zeitraum ab. Dies trifft insbesondere für PC- und Notebooksysteme zu. Diese werden auch bei Anschaffungskosten bis EUR 800 über einen Zeitraum von 3 Jahren abgeschrieben. Selbsterstellte Werkzeuge und Geräte werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Werkzeuge werden über einen Zeitraum von 2 Jahren und Geräte über einen Zeitraum von 4 Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei den Vorräten erfolgt die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder den niedrigeren Nettoverkaufspreisen bewertet. Lager- und Bestandsrisiken wurde durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Die Herstellungskosten beinhalten Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, der allgemeinen Verwaltungskosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden direkte Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr und sind innerhalb eines Jahres fällig. Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Forderungen bestehen gegenüber den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert bei einem Rechnungszins gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von 1,87 % p.a. und einem Rententrend von 1% p.a. passiviert worden. Für die Wertermittlung nach der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" wurden die biometrischen Berechnungsgrundlagen nach den Richttafeln Prof. Dr. Klaus Heubeck 2018 G zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr wurden die Pensionsrückstellungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen, verpfändeten Wertpapieren und Bankguthaben in Höhe deren beizulegenden Zeitwertes von TEUR 1.761 verrechnet. Der Anschaffungswert der verrechneten Vermögensgegenstände beträgt für die Wertpapiere TEUR 371, für die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung TEUR 147 und das Bankguthaben TEUR 1.135. Die Differenz zwischen den Anschaffungswerten und dem beizulegenden Zeitwert dieser Vermögensgegenstände beträgt TEUR 108. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Rückstellungen für Pensionen betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 7.173. Für die Berechnung des Durchschnittszinssatzes nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB verwenden die Konzerngesellschaften zum Bilanzstichtag 31.12.2021 den durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Geschäftsjahre. Zum 31.12.2021 ergibt sich aus dieser Anwendung ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 490. Die Erträge aus den verrechneten Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 139 (Vj. TEUR 73) sind mit den entsprechenden Aufzinsungsaufwendungen saldiert, diese werden als Zinsaufwendungen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. V. Erläuterungen zu Posten der Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 und dessen Zusammensetzung zum 31. Dezember 2021 ergibt sich aus dem Konzernanlagespiegel am Ende des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben insgesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als wesentliche Posten Forderungen an die Agentur für Arbeit aus Kurzarbeit, Forderungen an das Finanzamt, debitorische Kreditoren sowie geleistete Vorauszahlungen. 3. Aktive latente Steuern Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betreffen zeitliche Differenzen aus ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen im Wesentlichen aus der Zwischengewinneliminierung. Die Ermittlung erfolgte mit einem Steuersatz von 28 % bzw. 25% in der Schweiz. Zum 31.12.2021 ergaben sich Aktivüberhänge an latenten Steuern, die nicht bilanziert wurden. Steuerlatenzen resultierten aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Konzern- und Steuerbilanz bei den steuerlichen Verlustvorträgen, Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für Altersteilzeit und aktivierten Entwicklungskosten. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der GUSTATUS Holding GmbH beträgt am 31. Dezember 2021 EUR 1.620.000,00. 5. Rückstellungen
6. Verbindlichkeiten Angaben zu den Restlaufzeiten sind dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
Die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in Höhe von nominal TEUR 6.435 (Vj.: TEUR 6.435) besichert. Ferner existiert eine Sicherungsübereignung gegenüber einem Kreditinstitut für eine Maschine einer Tochtergesellschaft. VI. Erläuterungen zu den Posten der Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse teilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen mit Maschinen, elektrischen Apparaten und entsprechenden Teilen und Zubehör für die Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sowie dem Service dieser Artikel getätigt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Überbrückungshilfe für den Zeitraum Dezember 2020 bis Januar 2021 und April 2021 i.H.v. TEUR 530, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, sowie Erträge aus dem Eingang bereits abgeschriebener Forderungen. Der Ausweis beinhaltet aperiodische Positionen in Höhe von TEUR 194 (Vj.: TEUR 59), davon entfallen TEUR 132 (Vj.: EUR 27) auf die Auflösung von Sonstigen Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 97 (Vj. TEUR 88) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im wesentlichen Vertreterprovisionen, Gewährleistungen, Kfz-Kosten, Werbe- und Messekosten, Raumkosten, Rechts- und Beratungskosten, Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsausfälle sowie Ausgangsfrachten. Der Ausweis beinhaltet aperiodische Positionen in Höhe von TEUR 73 (Vj : TEUR 96). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 57 (Vj. TEUR 73) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 320 ist ein Ertrag aus der Bildung aktiver latenter Steuern i.H.v. TEUR 235 sowie Steuererstattungsansprüche i.H.v. TEUR 85 enthalten VII. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden Miet- und Pachtverträgen, sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge betragen TEUR 1.149 (Vj.: TEUR 1.183). 2. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer stellt sich im Konzern wie folgt dar:
3. Geschäftsführung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens GUSTATUS Holding GmbH wurde im Jahr 2021 ausgeübt von: Herrn Erhard Ikas, Igersheim, Dipl.-Kaufmann. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf TEUR 37,5 (Vj :TEUR 35) und umfasst ausschließlich das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen. 5. Konzernabschluss Der Konzernabschluss der GUSTATUS Holding GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gegeben. 6. Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel Am Bilanzstichtag steht kein Eigenkapital beim Mutterunternehmen zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. 7. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Die PALUX AG, die SERVATOR ServiceLine GmbH, die CSS Catering System Services GmbH, die PhoeniKs Produktion GmbH und die PhoeniKs Vertrieb GmbH nehmen als Tochterunternehmen der GUSTATUS Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2021 die Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. 8. Nachtragsbericht Wie sich die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie auf den wirtschaftlichen Verlauf und letztlich auf die GUSTATUS Holding GmbH und deren Tochtergesellschaften auswirken wird, hängt einerseits sehr stark von der weiteren effektiven Eindämmung der Pandemie sowie bei positiven Verlauf andererseits von der damit weiterhin möglichen uneingeschränkten Öffnung der gastronomischen Betriebe ab. Die bisherige positive Entwicklung des Auftragseingangs bei den Tochtergesellschaften im 1. Halbjahr belegt eine positive Grundstimmung mit optimistischer Investitionsbereitschaft im gesamten Gastronomiebereich. Eine neue Herausforderung für einen erfolgreichen Geschäftsverlauf stellt die weitere Entwicklung der Lieferkettenproblematik und die Folgen des im Februar 2022 begonnenen Ukraine-Kriegs, insbesondere die dadurch ausgelöste Energiekostenkrise, dar. Inwieweit sich der hohe Auftragsbestand termingerecht in Umsätzen realisieren lässt, hängt sehr stark vom Lieferverhalten der Vorlieferanten für diverse Bauteile ab. Da diese Fehlteile sich über das ganze Einkaufsprogramm erstrecken und sich die Liefersituation dafür fast täglich ändert, lässt sich diese Entwicklung nur äußerst schwer abschätzen. Das Geschäftsmodell der GUSTATUS-Gruppe ist aktuell deutlich spürbar von den genannten Einschränkungen betroffen. Die finanziellen Auswirkungen und wirtschaftlichen Konsequenzen für die GUSTATUS Holding GmbH sind jedoch aktuell noch nicht abschließend vorhersehbar. Aufgrund der Liquiditätsausstattung sowie möglicher Finanzierungsquellen, auch durch die Inanspruchnahme von Fördermitteln, sieht die Geschäftsführung zum aktuellen Zeitpunkt kein bestandsgefährdendes Risiko. 9. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn der GUSTATUS Holding GmbH in Höhe von EUR 158.356,82, bestehend aus dem Ergebnisvortrag in Höhe von EUR 1.204.598,09 abzüglich des Jahresfehlbetrags in Höhe von EUR -1.046.241,27 auf neue Rechnung vorzutragen.
Bad Mergentheim, den 24. Juni 2022 Erhard Ikas Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021Die GUSTATUS-Gruppe mit der GUSTATUS Holding GmbH als Konzern-Muttergesellschaft besteht aus der Muttergesellschaft als Finanzholding und den operativen Gesellschaften
Die PALUX AG entwickelt, produziert und vertreibt Geräte und Einrichtungen für professionelle Großkücheneinrichtungen unter eigenem Namen. Sie entwickelt und produziert außerdem vergleichbare Produkte für die Schwestergesellschaft SALVIS AG sowie OEM-Geräte für Drittfirmen. Beide Gesellschaften sind derzeit weltweit mit Ausnahme Nord- und Südamerikas vertrieblich aktiv. Der Schwerpunkt der PALUX AG liegt im deutschen und zunehmend auch im internationalen, der der SALVIS AG im Schweizer Marktraum. Die PhoeniKs Produktion GmbH entwickelt und produziert Geräte für professionelle Großkücheneinrichtungen, vorwiegend in der Gemeinschaftsverpflegung oder vergleichbaren Einrichtungen. Die PhoeniKs Vertrieb GmbH vertreibt die von der PhoeniKs Produktion GmbH produzierten Geräte innerhalb Deutschlands ausschließlich über den Fachhandel. Für den Vertrieb dieser Produkte außerhalb Deutschlands sind die PALUX AG und die SALVIS AG (nur Schweiz) verantwortlich. Die SERVATOR ServiceLine GmbH erbringt technische Servicedienstleistungen an allen Arten von Großkücheneinrichtungen der GUSTATUS-Gruppe als auch an Wettbewerbsgeräten im deutschen Marktraum. Die CSS Catering System Services GmbH erbringt gruppeninterne Dienstleistungen im Bereich IT, Rechnungswesen, Personalabrechnung und Messebau. I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die seit Jahresbeginn 2020 weltweit um sich greifende Corona-Pandemie und die deshalb von fast allen Regierungen verfügten Einschränkungen zum Schutz der Bevölkerung haben unsere Branche mit am stärksten getroffen. Dies setzte sich auch noch im I. Quartal 2021 fort. Zunächst im Exportbereich, dann auch in Deutschland, hat sich durch Lockerungen der Kontaktbeschränkungen die wirtschaftliche Basis für unsere Kunden zunehmend gebessert. Insoweit hat sich der Auftragseingang im II. Quartal 2021 deutlich gesteigert. Dabei wurden vor allem die im Vorjahr gestoppten Investitionspläne wieder aufgegriffen und beauftragt. Teilweise haben unsere Kunden auch die staatlichen Hilfs- und Förderprogramme genutzt, um neue Projekte umzusetzen. Dementsprechend hat sich die Geschäftsentwicklung der Großküchenindustrie gemäß der Berichterstattung des HKI-Verbandes in Summe im Jahr 2021 im deutschen Marktraum mit einem Plus von 9,1 % deutlich verbessert, wobei der Schwerpunkt der prozentualen Umsatzsteigerungen in den Bereichen der Großkochanlagen, Heissluftdämpfer und halbautomatischen Kaffeemaschinen zu verzeichnen war. In den ausländischen Märkten verzeichnete insbesondere der Bereich Großkochanlagen ein extremes Wachstum und konnte den Umsatz gegenüber Vorjahr mehr als verdoppeln und sogar das Volumen des Jahres 2019 übertreffen. Auch der Bereich Heißluftdämpfer verzeichnete eine deutliche Steigerung, blieb aber immer noch deutlich hinter den Umsatzzahlen des Jahres 2019 zurück. In Summe konnte der Exportbereich eine Umsatzsteigerung um 16,9 % verzeichnen. Der HKI-Verband meldete für den Teilbereich "Großkochanlagen", vergleichbar mit den thermischen Produktgruppen der PALUX AG, beim Auftragseingang gegenüber Vorjahr ein Wachstum um 43,3 %, wobei sich das Inlandsvolumen prozentual um 11,6 % gegenüber dem Vorjahr verbesserte und der Export mit 94,15 % Steigerung fast eine Verdoppelung des Auftragseingangs ausweist. Die Umsatzwerte liegen mit einer Steigerung von insgesamt 63,6 % deutlich über der Entwicklung des Auftragseingangs, wobei das Inland mit einem Wachstum von 27,4% und der Exportbereich mit 109 % abschnitten. Für den gesamten HKI-Fachverband "Großkücheneinrichtung" hat sich der Umsatz im Jahr 2021 in einem zum gesamten PALUX-Produktspektrum korrespondierenden Umfang gegenüber Vorjahr um 18,5 % erhöht. Dabei war im Inland ein Umsatzwachstum von 12,3 % zu verzeichnen, die Entwicklung im Export lag mit einer Steigerung um 22,2 % noch deutlich darüber. II. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 1. Umsatz-/Auftragsentwicklung Die PALUX Aktiengesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2021 bei einem um rund EUR 3,25 Mio gestiegenen Auftragsbestand eine Steigerung des Umsatzes in Höhe von 15,2 % verzeichnen. Nach Beendigung des Lock down und Wiedereröffnung der Gastronomiebetriebe konnte die SERVATOR ServiceLine GmbH gegenüber Vorjahr den Umsatz mit einem Zuwachs von 14,5 % wieder deutlich steigern. Die SALVIS AG hatte gegenüber dem Vorjahr beim Umsatz (CHF) eine Reduzierung um -9,2 % zu verzeichnen. Wechselkursbedingt hat sich der konsolidierte Umsatz (EUR) etwas stärker um -9,9 % reduziert. Die PhoeniKs Produktion GmbH ist seit der im März 2021 aufgenommenen Produktion von Großkochgeräten für die Gemeinschaftsverpflegung für die Belieferung der PhoeniKs Vertrieb GmbH, der PALUX AG und der Salvis AG verantwortlich. Vergleichszahlen zum Vorjahr fehlen damit. Der von der PhoeniKs Vertrieb GmbH erzielte Außenumsatz ist aufgrund der Anlaufphase nicht repräsentativ. Insgesamt konnte die GUSTATUS-Gruppe somit im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatzzuwachs von 5,8 % verzeichnen. Nach Wegfall des Lock down hat sich die Investitionsbereitschaft der Gastronomiebetriebe überraschend schnell erholt. Dadurch konnte die PALUX AG den Auftragseingang im Inlandsbereich um 42,2 %, und somit deutlich stärker als der Branchentrend (11,6 %) steigern. Die Umsatzsteigerung fiel mit 23,5 % gegenüber dem Branchendurchschnitt (12,3 %) ebenfalls deutlich höher aus. Im Exportbereich konnte der Auftragseingang um 49,7 % wieder deutlich gesteigert werden, blieb aber hinter dem Branchendurchschnitt (94,1 %) deutlich zurück. Beim Export-Umsatz war ein weiterer Rückgang um -8,1 % zu verzeichnen, wogegen der Branchendurchschnitt eine Steigerung um 22,2 % aufweist. Auch im OEM-Lieferbereich hat sich die Marktsituation wieder deutlich erholt. Hier konnte der Auftragseingang um 28,2 % gesteigert werden, wogegen sich der Umsatz nochmals um -10,3 % reduzierte. 2. Beschaffungsmarkt Der Beschaffungsmarkt für Edelstahl, der wichtigste Rohstoff für die Produkte der Gruppe, war im Geschäftsjahr 2021 sowohl im Grundpreis als auch in Bezug auf den Legierungszuschlag von massiven Preiserhöhungen geprägt. Dieser im Zuge des bisherigen Corona bedingten Versorgungsengpasses eingetretene Preisanstieg für Edelstahl wird sich nach unserer Einschätzung weiter fortsetzen. Dabei werden sowohl Versorgungsengpässe bei den Rohstoffen der Stahlindustrie als auch insbesondere die weiter steigenden Energiepreise entscheidende Einflussfaktoren für einen weiteren Preisanstieg sein. Dies wird unsere Edelstahleinkäufe deutlich verteuern. In ähnlicher Weise haben sich deutliche Preissteigerungen für sonstige Zukaufteile, insbesondere elektrische und elektronische Bauteile ergeben, wobei in diesem Segment neben den Preissteigerungen mittlerweile die Lieferkettenprobleme und damit verbundenen Lieferausfälle die größte Herausforderung im Beschaffungsprozess darstellen. Soweit sich dafür Chancen boten, haben wir durch eine erhöhte Lagerhaltung von Zukaufteilen das Risiko von Produktionsausfällen durch ausbleibende Lieferungen der Vorlieferanten reduziert, konnten verspätete Lieferungen an unsere Kunden jedoch nicht immer vermeiden. Damit verbunden sind deutliche Unsicherheiten bei einer verbindlichen Zusage von Lieferterminen an unsere Kunden. 3. Personal Die Corona-Krise stellte den Konzern weiterhin vor große Herausforderungen in der täglichen Arbeitsorganisation. Es wurden konsequent umfassende Hygienemaßnahmen durchgeführt, die Tätigkeiten im Homeoffice ausgebaut und bei kritischer Inzidenzlage auch Schichtbetrieb im Verwaltungsbereich vereinbart. Damit ist es uns gelungen, während des gesamten Geschäftsjahres direkte Infektionsfälle im Unternehmen zu verhindern. Allerdings waren dadurch Infektionen und damit verbundene Arbeitsausfälle durch Infektionen im Familien- und Freizeitbereich nicht zu vermeiden. Durch den zunehmenden Auftragseingang konnte das Instrument der Kurzarbeit im Verlaufe des Geschäftsjahres deutlich reduziert werden, wobei auch Kapazitätsreduzierungen durch altersbedingtes Ausscheiden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und vereinzelte Stellenabbauten dazu genutzt wurden, die Belegschaft wieder vollständig zu beschäftigen. Gleichzeitig wurden Corona bedingte Arbeitsausfälle durch neue Leiharbeitsverhältnisse kompensiert. Unabhängig davon wurden weiterhin in unverändertem Umfang Ausbildungsverhältnisse angeboten. Der Aufbau einer neuen Fertigungslinie am neuen Standort Gelsenkirchen konnte erfolgreich abgeschlossen werden, so dass im März 2021 der Produktionsbetrieb in der neuen Fertigungsstätte aufgenommen werden konnte. Der Personalstand der Stammbelegschaft (ohne Auszubildende) hat sich kaum verändert. Im Jahresdurchschnitt wurden 426 Mitarbeiter (Vorjahr: 426) beschäftigt, darin sind 21 Auszubildende (Vorjahr: 23) enthalten. 4. Forschung & Entwicklung Der Konzern unterhält eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten insbesondere im Hinblick auf die Verbesserung und Erweiterung des Produktportfolios. Auch nach Abklingen der akuten Corona-Krise war dieser Bereich im Zuge der angestrebten Kostenreduzierungen weiterhin stark von Kurzarbeit tangiert, so dass die ursprünglich angestrebten Entwicklungsziele nur teilweise erreicht werden konnten. Im Geschäftsjahr 2021 betrug der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten TEUR 247; davon entfielen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktivierte Entwicklungskosten i.H. v. TEUR 191. 5. Vermögenslage Die Bilanzsumme der GUSTATUS-Gruppe hat sich, trotz der Erweiterung des Konsolidierungskreises um eine Gesellschaft sowie des Aufbaus einer neuen Fertigungslinie, nur leicht von TEUR 21.317 auf TEUR 21.492 um 0,8% % erhöht. Dabei haben sich die Buchwerte der Immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen durch planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen um 6,4 % auf TEUR 4.310 reduziert. Die Vorräte einschließlich erhaltener Anzahlungen erhöhten sich durch Einbeziehung zweier zusätzlicher Gesellschaften sowie im Zuge einer stärkeren Bevorratung um 15,2 % von TEUR 7.213 auf TEUR 8.311 Die Eigenkapitalquote reduzierte sich gegenüber Vorjahr auf 38,3 %. Die Pensionsrückstellungen haben sich nur minimal um 0,7 % erhöht. Durch einen leichten Anstieg der Sonstigen Rückstellungen haben sich die gesamten Rückstellungen um 3,9% erhöht. 6. Finanzlage Die Finanzlage der GUSTATUS-Gruppe ist weiterhin positiv. Nach dem Corona bedingten Umsatzrückgang und dem damit verbundenen Absinken der Forderungen auf TEUR 3.111 im Vorjahr haben sich zum Bilanzstichtag die Forderungen im Zuge der Umsatzausweitung wieder um 76,0 % gegenüber Vorjahr erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich durch Neuaufnahme eines Darlehens im Zuge des Neuaufbaus einer Fertigungsstätte und einer zusätzlichen Vertriebsorganisation bei gleichzeitiger planmäßiger Tilgung bestehender Verbindlichkeiten um TEUR 585 erhöht. Die Liquidität hat sich gegenüber Vorjahr um TEUR 3.475 von TEUR 5.665 auf TEUR 2.191 reduziert. Ein Teil des Liquiditätsbedarfs wurde dabei durch die deutliche Erhöhung des Nettobetriebsvermögens um TEU 2.828 verursacht. 7. Ertragslage Bei einer Gesamtleistung der Gruppe im Jahre 2021 in Höhe von TEUR 42.116 (Vorjahr: TEUR 41.295) hat sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 1.482 ergeben. Das EBITDA hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR -1.488) auf TEUR -311 verbessert. 8. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Zusammenfassend beurteilen wir den Geschäftsverlauf 2021 unter Einbeziehung der noch fortgesetzten Corona bedingten Markteinschränkungen sowie der Anlaufkosten für die PhoeniKs-Gesellschaften mit einem Jahresverlust in Höhe von TEUR -1.482 und somit einer Umsatzrendite von rd. -3,4 % als massiv negativ und mit normalen Geschäftsjahren nicht vergleichbar. Die Umsatzerholung brachte einige der Tochtergesellschaften wieder in die Gewinnzone bzw. reduzierte die Verluste, was durch zwei Preiserhöhungen im 2. Halbjahr 2021 unterstützt wurde. Jedoch konnten die Anlaufkosten der beiden PhoeniKs-Gesellschaften nach einer fast einjährigen Vertriebsunterbrechung noch nicht durch die generierten Umsätze in diesem Bereich kompensiert werden. Insgesamt konnte das Ergebnis auch durch bewilligte Fördermittel aus den Hilfsprogrammen der Bundesregierung gestützt werden. Dennoch ist weiterhin ein deutlich negatives Ergebnis auszuweisen. Insgesamt ist die Vermögens- und Finanzlage weiterhin noch als geordnet und stabil anzusehen. Die Ertragslage ist einerseits durch Fortsetzung der erfolgreichen Vertriebsanstrengungen nach Lockerung der bisherigen Pandemiebeschränkungen durch Umsatzsteigerungen deutlich zu verbessern und andererseits ist weiterhin eine große Ausgabendisziplin einzuhalten. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Unsere Prognosen berücksichtigen alle uns zum Zeitpunkt der Berichterstellung bekannten Einflussfaktoren. Dies betrifft sowohl allgemeine wie auch branchenspezifische und unternehmensspezifische Parameter. Im Rahmen allgemeiner marktbezogener Parameter beurteilen wir das Wachstum der Wirtschaft und die Währungskurse in den von uns bearbeiteten Marktregionen sowie die Entwicklung der Rohstoffpreise. Innerhalb unserer Branche bewerten wir insbesondere die Wettbewerbssituation und die Geschäftsentwicklung unserer Kunden. Unternehmensspezifische Parameter sind für uns die Umsetzung interner Projekte in Entwicklung und Organisation. Die Ausbreitung des Corona Virus hat im Jahr 2020 gezeigt, dass die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die weltweite Entwicklung der Wirtschaft äußerst schwierig vorhersehbar sind und sich trotz fortschreitendem Impfprogramm, zumindest in den Industriestaaten in Europa, Asien und Nordamerika, keine verlässliche Entwicklung prognostizieren lassen. Trotz der positiven Auswirkungen der weltweiten Impfaktionen sehen wir weiterhin die Gefahr, dass durch das Auftreten weiterer Virus-Mutationen wieder erneute Einschränkungen des öffentlichen Lebens erfolgen könnten. Allerdings gehen wir auch davon aus, dass diese Einschränkungen eher lokal als flächendeckend gelten könnten. Die in Folge der Corona-Lock down bzw. Infektionserkrankungen entstandenen Lieferengpässe haben sich mehr und mehr zu komplexen und anhaltenden Lieferkettenstörungen entwickelt. Die aktuell weiterhin harte Lock down-Politik Chinas zeigt, dass dadurch ohne Vorwarnung ganze Industriezentren und Häfen über Wochen blockiert werden können. Wir gehen davon aus, dass diese Gefahr insgesamt über das gesamte Jahr 2022 anhält und uns an wechselnden Stellen unseres Produkt- bzw. Teileprogramms beeinträchtigen wird. Insbesondere sehen wir davon elektronische Bauteile betroffen. Durch den seitens Russland im Februar begonnenen Krieg gegen die Ukraine hat sich die geopolitische Lage Europas und Teilen der restlichen Welt massiv verändert. Die Folgen einer fortschreitenden militärischen Auseinandersetzung sind nicht vorhersehbar. Darüber hinaus beeinflussen die zwischenzeitlich ausgesprochenen Sanktionen seitens der Europäischen Union und der USA bereits das Marktgeschehen. Die als Gegenmaßnahmen seitens Russland angedrohten Gas- und Öllieferstopps haben bereits die Energiepreise auf bislang unvorstellbare Höhen getrieben. Wir gehen davon aus, dass dieses Preisniveau sich bis Jahresende nicht wesentlich nach unten verändern wird. Neben der Marktbeeinflussung werden diese Maßnahmen auch unsere Herstellkosten beeinflussen. Unter Abwägung aller möglichen Faktoren schätzen wir das Marktumfeld für Neuinvestitionen im Geschäftsjahr 2022 wieder vorsichtig positiv ein und gehen davon aus, dass wir unsere Auftragseingangsziele erreichen werden. Der seit Beginn des Geschäftsjahres 2022 schon deutlich gestiegene Auftragsbestand gibt uns die Chance, auch die Umsatzziele mit einer Steigerung von 33,3 % gegenüber Vorjahr zu erreichen. Voraussetzung dafür ist aber eine schrittweise Verbesserung der Lieferkettensituation. Dabei werden aus unserer Sicht überwiegend Hotelketten, Systemgastronomiebetriebe mit finanzstarken Investoren sowie finanziell gut abgesicherte größere inhabergeführte Betriebe das Investitionsgeschehen im Wesentlichen positiv beeinflussen. Hinzu kommen noch Caterer-Betriebe, die in Verbindung mit der Zentralisierung von Kücheninstallationen sowie zur Abdeckung eines Außer-Haus-Marktes und der Neueinrichtung von "Ghost-Kitchen" sicherlich weiterhin Investitionsimpulse setzen werden. Als neues und wachsendes Geschäftsfeld sehen wir "Pop-Up"-Küchen, in denen mit geringem Investitionsvolumen neue und zum Teil auch nur temporäre Gastronomiekonzepte umgesetzt werden. Um die steigenden Material- und Energiekosten wenigstens teilweise zu kompensieren, werden wir weiterhin daran arbeiten, die Strukturen der Geschäftsprozesse zu verbessern und dadurch die Effizienz zu steigern. Dennoch werden diese Preisentwicklungen unsere Rohertragsmarge negativ beeinflussen. Hierzu haben wir bereits in der Planung 2022 eine aus unserer Sicht deutliche Vorsorge getroffen. Andererseits gehen wir davon aus, dass wir im 2. Halbjahr weitere branchenweite Preiserhöhungen zur teilweisen Kompensation der immer noch steigenden Kosten am Markt durchsetzen können. Nach unserer Einschätzung sind unsere Beurteilungen für den deutschen Markt im Wesentlichen auch auf unsere Hauptmärkte in Europa und Asien zu übertragen. Eine Erleichterung für die Vertriebsarbeit ist die Tatsache, dass wieder Präsenzmessen stattfinden können. Auf den im 1. Halbjahr 2022 durchgeführten Messen konnte umfangreiche neue und qualifizierte Kontakte geknüpft werden. Diese positive Entwicklung in der Vertriebsarbeit ist auch die Basis für die Erreichung unserer Wachstumsziele. Insgesamt ist es unser Ziel, im Geschäftsjahr 2022 ein deutlich positives Ergebnis zu erreichen. Unabhängig vom Einfluss der Coronakrise, der Lieferkettenprobleme und des Ukrainekriegs sehen wir uns für unser Geschäftsfeld weiterhin gut aufgestellt. Für die zu erwartenden Strukturveränderungen im Außer-Haus-Markt in den kommenden Jahren haben wir ein umfassendes und sehr differenziert einsetzbares Produktportfolio zur Verfügung. Durch unsere hohe Lösungskompetenz für kunden-/projektspezifische Anforderungen, sehen wir uns insbesondere im Bereich der stärker wachsenden Systemgastronomie gut aufgestellt. Für unsere Produktionsabläufe sehen wir keine besonders negativen Einflussfaktoren durch die Coronakrise. Allerdings stellen die mittlerweile deutlich angestiegenen Lieferkettenprobleme eine große Herausforderung für uns dar, da wir durch unser breites Projektgeschäft immer wieder an unterschiedlichen Stellen von Fehlteilen betroffen sind und somit große Anstrengungen unternehmen müssen, komplette Projekte ausliefern zu können. In Abwägung zwischen derzeit notwendigen Kosteneinsparungen und vorausschauenden Maßnahmen für eine zukünftige positive Geschäftsentwicklung planen wir Investitionen derzeit in angemessenem Umfang. Chancen- und Risikobericht Die GUSTATUS-Gruppe mit allen Tochtergesellschaften erfasst fortlaufend eine Vielzahl von Informationen aus dem Marktumfeld, der eigenen Produktwelt, der betrieblichen Organisation und über sich ändernde gesetzliche Rahmenbedingungen. Durch ständigen Austausch zwischen den Geschäftsleitungen der Einzelgesellschaften werden diese Informationen bewertet und differenziert nach jeweiliger Ausrichtung der einzelnen Gesellschaften in Entscheidungen zur Reduzierung von Risiken und Erhöhung von Chancen berücksichtigt. Die langjährige Zufriedenheit unserer Kunden und die fortwährende Weiterentwicklung unserer Produkte zum Nutzen der Anwender sehen wir als gute Chance, unsere Marktanteile in den angestammten Kundensegmenten weiter auszubauen und durch verstärkte Vertriebsaktivitäten im Ausland neue Märkte zu erschließen. Durch die mittlerweile langjährige Etablierung unserer Produkte am Markt steigt außerdem das Potenzial, durch Austauschgeschäfte unser Geschäft abzusichern. Nicht zuletzt zeigen die aktuellen Krisen, dass Risiken außerhalb des versicherbaren Bereichs die Erreichung unserer Unternehmensziele unmittelbar oder auch indirekt durch Produktions- und Produktrisiken, Wettbewerbsverschiebungen, politische Entwicklungen oder auch generelle konjunkturelle Verschlechterungen negativ beeinflussen können. Die Geschäftsführungen der Einzelgesellschaften und der GUSTATUS Holding GmbH beurteilen diese Risiken derzeit als nicht existenzbedrohend und beherrschbar. Dennoch können einzelne oder in Kombination mit anderen auftretende Risiken das Erreichen der Gesellschaftsziele negativ beeinflussen oder unmöglich machen. Chancenbericht Die Sicherstellung der Ernährung einer ständig wachsenden Weltbevölkerung generiert in unterschiedlichster Form den Bedarf an entsprechender Kochgerätetechnologie. Dabei entwickelt sich der Food-Service Markt in der Außer-Haus-Verpflegung in unterschiedlichster Form und erfordert somit differenzierte Lösungsansätze zur Bewältigung der Herausforderungen. Der Fachkräftemangel führt zu immer weniger qualifiziertem Personal in der professionellen Küche. Deshalb sehen wir durch die Gestaltung intelligenter Garprozesse am Beispiel unseres Heißluftdämpfers und Drucksteamers eine gute Möglichkeit, auch mit zunehmend ungelerntem Personal eine gleichbleibend gute Speisenqualität zu gewährleisten. Das weitere Wachstum der Systemgastronomie als auch der Gemeinschaftsverpflegung in Konzernstrukturen der Senioren- und Pflegeheime führt in Verbindung mit dem Zwang zur Kostenoptimierung zur Installation von Zentralküchen, in denen die Speisen vorproduziert, über Verteilersysteme in die einzelnen Outlets der Organisationen verbracht und dort zu Ende gegart werden. Durch unser breites Produktangebot sehen wir uns sehr gut aufgestellt, alle Anforderungen dieser unterschiedlichen Produktionsstufen unserer Kunden kapazitäts- und funktionsgerecht abdecken zu können. Dies gilt insbesondere in Verbindung mit der seit März 2021 neu aufgebauten Produktionslinie K-Line für den Bedarf von großen Zentralküchen. Des Weiteren sehen wir uns besonders gut in der Lage, mit unserem Heißluftdämpfer und nun auch insbesondere mit unserem modernisierten Drucksteamer den Trend zur gesunden und ausgewogenen Ernährung zu unterstützen. Gerade durch diese Technologie wird eine vitaminschonende und fettarme Zubereitung von Speisen auch von großen Mengen im Bereich der Betriebsgastronomie, der Schulen oder der Universitäten besonders gut unterstützt. Schlussendlich stellen wir aufgrund unseres breiten Produktspektrums, unserer Kompetenz in der gesamten gastronomiebezogenen Edelstahlverarbeitung und unserem umfassenden Knowhow in der Projektabwicklung großer Küchenprojekte durch Lösungen "aus einer Hand" einen sicheren und kalkulierbaren Geschäftspartner bei der Abwicklung von großen Küchenprojekten dar. Risikobericht Die Erfassung, Beurteilung, Überwachung und Steuerung von Risiken ist eine wesentliche Aufgabe jeder Geschäftsleitung der GUSTATUS-Gruppe. Hierzu gehört die fortlaufende Beobachtung der Entwicklungen auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, die Beurteilung der Entwicklung des Personalmarktes unter dem Aspekt eines ständig steigenden Fachkräftemangels als auch die Leistungsfähigkeit interner Prozesse zur Sicherstellung des Erreichens unserer Unternehmensziele. Dadurch sind wir in der Lage, negative Einflüsse frühzeitig in unseren geschäftsstrategischen Entscheidungen zu berücksichtigen. Identifizierte Risiken werden in geeigneter Weise gesteuert. Dabei können verschiedene Konzepte der Risikobehandlung angewandt werden. Sie können in Risikovermeidung oder -reduktion, Risikoübertragung an Dritte oder einen aktiven Umgang mit nicht vermeidbaren Risiken münden. Soweit Risiken nicht vermeidbar und zu wirtschaftlichen Konditionen versicherbar sind, werden diese durch konzernweite Gruppenversicherungen abgedeckt. Neben der fortwährenden Beurteilung dieser Aspekte durch alle Entscheidungsträger des Unternehmens, sind Risikoanalysen und -bewertungen stets Gegenstand von Berichten und Beratungen in turnusmäßigen Vorstands-, Aufsichtsrats- und Beiratssitzungen. Die aktuelle Lieferkettenkrise und die massiv gestiegenen Energiekosten stellen derzeit aus unserer Sicht die herausragenden Risiken für eine negative Konjunkturentwicklung in unserer Branche dar. Während die Lieferkettenstörungen vorrangig zunächst eine Beeinträchtigung der Hersteller bedeuten, führen die gestiegenen Energiekosten zu weiter steigenden Preisen für das Speisenangebot unserer Kunden. Des Weiteren kann die zwischenzeitlich erhebliche Inflation zu einer reduzierten Konsumneigung in der Gastronomie und Hotellerie führen. Dies kann schlussendlich zu einer Reduzierung der Auslastung und damit einhergehenden Einnahmeausfällen unserer Kunden führen und mit weiterer Konsequenz zu deutlichen Investitionseinschränkungen führen. In Abhängigkeit davon kann die Erreichung unserer Unternehmensziele deutlich gefährdet sein. Mangels vergleichbarer Entwicklungsszenarien aus der Vergangenheit ist eine Prognose über das Kundenverhalten weiterhin nicht möglich. Unsere Investitionsmittel werden wir entsprechend dem Umsatzfortschritt nur in Teilschritten freigeben. Verschiebbare Ersatzinvestitionen wurden zur Schonung der Liquidität vorerst ausgesetzt. Zum Schutz von wieder aufflammenden Corona-Infektionen behalten wir umfassende Hygiene- und Verhaltensregeln gemäß den behördlichen Empfehlungen bei. In kritischen Bereichen reduzieren wir durch Home Office und Schichtdienst das Risiko einer flächendeckenden Infektion und Ausfall kritischer Abteilungen. Trotz langjähriger Lieferbeziehungen zu festen Lieferanten ist im Rahmen der aktuellen Lieferkettenkrise nicht sicherzustellen, dass wir von diesen Lieferanten vorrangig beliefert werden. Eine beim Vorlieferanten auftretende Lieferkettenstörung kann dessen gesamte Produktionskette unterbrechen und dadurch auch zu Störungen unseres Produktionsprozesses führen. Sollte es durch die derzeit knappe Versorgungssituation diverser Rohmaterialen und Zukaufteilen zu anhaltenden Lieferstörungen kommen, so können dadurch auch unsere Umsatzpläne gefährdet sein. Im Bereich unserer Fertigungstechnologie sind wir an allen Schlüsselarbeitsplätzen mit parallelen Systemen ausgestattet, so dass der Ausfall eines Systems für eine begrenzte Zeit kompensiert werden kann. Zur Reduzierung der Ausfallzeiten führen wir an allen technischen Einrichtungen regelmäßige Wartungen durch oder haben Wartungsverträge mit den Herstellerfirmen abgeschlossen. Die Auslieferung nicht fehlerfreier Produkte kann beim Kunden unmittelbar zu Schäden, für das Unternehmen aber zumindest zu Imageschäden führen. Durch eine ständige Qualitätsüberwachung, insbesondere durch die umfassende und dokumentierte Prüfung jedes einzelnen Geräts, verhindern wir, dass fehlerhaft produzierte Geräte ausgeliefert werden. Für erkannte Fehler suchen wir kurzfristig Lösungen und lassen die dabei gefundenen Erkenntnisse in unsere Produktverbesserungsprozesse einfließen. Soweit dennoch ein Produkt beim Kunden Sach- oder Personenschäden verursacht, sind die finanziellen Risiken dafür durch eine Produkthaftpflichtversicherung gedeckt. Die Bindung qualifizierter und motivierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen ist für den Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Für das weitere Wachstum des Unternehmens ist angesichts des fortschreitenden Fachkräftemangels die zusätzliche Gewinnung von Mitarbeitern eine große Herausforderung. Hierzu bieten wir in jedem Jahr eine angemessene Zahl von Ausbildungsplätzen für technische und kaufmännische Berufe an und besuchen Ausbildungs- und Jobmessen im Einzugsbereich der Einzelgesellschaften. Durch interne Schulungsmaßnahmen und Veranstaltungen fördern wir die Motivation der Mitarbeiter und das Interesse, qualitätsbewusst und wirtschaftlich im Unternehmen zu agieren. Regelmäßige Schulungen zur Arbeitssicherheit sollen dazu dienen, die Zahl von Arbeitsunfällen auf einem äußerst niedrigen Niveau zu halten. Für die persönliche Gesundheitsvorsorge und die Überwachung kritischer Arbeitsplätze steht ein Betriebsarzt regelmäßig zur Verfügung. Im Zuge einer immer komplexer werdenden Technik in den neuentwickelten Produkten steigt die Gefahr, dass Patentverletzungen entstehen können. Um dies zu vermeiden, betreiben wir bei jeder Neuentwicklung umfangreiche Recherchen in den internationalen Patentdatenbanken. Damit vermindern wir das Risiko Aufwendungen für in der Regel umfangreiche Prozesse und Schadenersatzleistungen tragen zu müssen. Im Zuge der weiter wachsenden internationalen Geschäftstätigkeit sind wir mit vielen unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen in den Exportländern oder -regionen konfrontiert. Verstöße dagegen könnten Strafzahlungen oder die Untersagung einer Geschäftstätigkeit bedeuten. Um dieses Risiko zu mindern, arbeiten wir eng mit unseren lokalen Partnern in den Exportländern zusammen und lassen uns darüber hinaus im Bedarfsfall von externen Beratern unterstützen. In unseren Produktionsprozessen setzen wir diverse Chemikalien ein, die außerhalb der dafür vorgesehenen Verwendungsprozesse Umweltschäden anrichten können. Diesem Risiko begegnen wir mit umfangreichen Sicherheitseinrichtungen und Schutzmaßnahmen und überwachen Schadstoffgehalte in Luft und Abwasser. Die von uns entnommenen Proben werden regelmäßig behördlich überprüft und führten bislang zu keinen Beanstandungen. Alle diesbezüglichen Anlagen werden nach Vorschrift gewartet und die mit dem Betrieb der Anlagen betrauten Mitarbeiter regelmäßig geschult. Durch die weltweite Vernetzung der öffentlichen Kommunikationsnetze mit internen Kommunikationssystemen und einer Vielzahl anderer elektronischer Systeme sind diese Systeme weltweit Gegenstand von Cyberangriffen geworden mit dem Ziel, Daten der angegriffenen Unternehmen auszuspionieren, Daten zu zerstören oder durch Verschlüsselung von Daten Geldleistungen zu erpressen. Darüber hinaus können Netzwerke oder ganze IT-Systeme durch technische Fehler, Bedienfehler oder fehlerhaft programmierte Software ausfallen und dadurch Datenbestände zerstört werden. Durch einen solchen Ausfall können unsere Geschäftsprozesse nachhaltig gestört werden. Diesen Risiken begegnen wir durch eine ständige Aktualisierung der vorhandenen IT-Infrastruktur, den umfassenden Einsatz von softwaretechnischen Schutzmaßnahmen wie Firewalls, Virenscanner auf verschiedenen Systemebenen sowie durch Datenverschlüsselung beim Versand sensibler Daten. Für die Sicherung unserer Datenbestände betreiben wir einen hohen und redundanten Aufwand. Durch passwortgeschützte Zugänge verhindern wir unautorisierte Zugriffe auf Unternehmensdaten und schränken dabei die möglichen Zugriffe durch Mitarbeiter soweit wie möglich auf die von ihnen verantwortenden Aufgabengebiete ein. Unsere IT-Systeme sind darüber hinaus durch bauliche Maßnahmen und durch zusätzliche Zugangsbeschränkungen gemäß den Vorschriften der DSGVO geschützt. Durch regelmäßige Schulungen aller Mitarbeiter sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter für einen sorgfältigen und vorsichtigen Umgang mit unbekannten Mailabsendern bzw. nicht plausiblen Mailinhalten zur Vermeidung einer Virusinfektion unserer IT-Systeme oder der unrechtmäßigen Erlangung von Zugangsrechten zu unseren Systemen. Möglichen Risiken im Bereich des Rechnungslegungsprozesses begegnen wir durch klare Festlegungen der Verantwortungsbereiche im Bereich des Rechnungswesens. Der Einsatz einer Standardsoftware und klare Regeln zur Anwendung derselben, dokumentiert aller relevanten Bearbeitungsschritte der Rechnungslegung in transparenter und überprüfbarer Form. Durch entsprechende Passwort- und Berechtigungskonzepte ist das für die Rechnungslegung eingesetzte System gegen unbefugte Zugriffe Dritte geschützt. Die gesamte Verarbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten findet auf einem zentralen System in der Firmenzentrale statt. Alle Zahlungsausgänge werden für die deutschen Gesellschaften unter strenger Beachtung des 4-Augen-Prinzips von Bad Mergentheim aus verantwortet. Zahlungen der Schweizer Tochtergesellschaft werden innerhalb der Schweizer Gesellschaft verantwortet. Zur Sicherstellung einer gesetzeskonformen Rechnungslegung wird der Konzernabschluss durch einen Wirtschaftsprüfer geprüft. Der Jahresabschluss der Schweizer Tochtergesellschaft wird durch einen Schweizer Wirtschaftsprüfer geprüft. Alle anderen für den Konzernabschluss relevanten Tochtergesellschaften werden einer prüferischen Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen. Bei der Bewertung möglicher Finanz- und Kapitalmarktrisiken können wir durch etablierte Prozesse einer in diesen Punkten konservativen Geschäftsführung nur begrenzte Risiken feststellen. Seit vielen Jahren haben wir in unserem Vertriebsprozess ein Vorauszahlungskonzept erfolgreich implementiert und dafür auch im Markt eine vollständige Akzeptanz gefunden. Dadurch ist stets sichergestellt, dass wir vor Beginn kundenspezifischer Produktionsschritte bereits über ausreichende Vorauszahlungen unserer Kunden verfügen, die unsere Aufwendungen abdecken. Wir konnten somit unser Forderungsausfallrisiko in den vergangenen Jahren auf ein Minimum reduzieren. Durch die vollständige Fakturierung gegenüber externen Kunden in EURO entfällt weitestgehend ein Wechselkursrisiko. Allerdings besteht für die Leistungsverrechnung zwischen der PALUX AG und der SALVIS AG mit Sitz in der Schweiz ein Wechselkursrisiko auf Basis EUR/CHF. Da aber ein nicht unerheblicher Teil der Lieferungen der PALUX AG aus dem EURO-Raum durch die SALVIS AG wieder in den EURO-Raum zurückfließt, ist dieses Wechselkursrisiko zu einem wesentlichen Teil dadurch ausbalanciert. Die Unternehmensgruppe nutzt keine derivativen Finanzinstrumente zur Finanzanlage. Der Verschuldungsgrad der Unternehmensgruppe ist als angemessen einzustufen. Alle in Anspruch genommenen Darlehen beinhalten eine Zinsfestschreibung bis zum Tilgungsende, so dass wir derzeit von keinem Zinsänderungsrisiko ausgehen. Die Absicherung von Rohstoffpreisen erfolgt ausschließlich bei unserem wichtigsten Rohstoff Edelstahl durch feste Preisvereinbarungen für den Grundpreis mit dem jeweiligen Lieferanten. Sofern sich durch eine entsprechende Marktpreisentwicklung die Chance einer festen Preisvereinbarung für den Legierungszuschlag ergibt, nutzen wir diese durch Einzelentscheidungen. Einem möglichen Liquiditätsrisiko kommt in der aktuellen Gemengelage verschiedener Krisenszenarien eine besondere Bedeutung zu. Durch eine tägliche Überwachung der ein- und ausgehenden Zahlungen sowie einem konsequenten Forderungsmanagement haben wir stets Überblick über die aktuelle Liquiditätslage. Durch eine rollierende Liquiditätsplanung können wir die Entwicklung der Liquidität mit ausreichendem Vorlauf bewerten und ggf. weitere Schritte zur Liquiditätssicherung einleiten. IV. Schlussfolgerung / Ausblick Die Perspektiven der GUSTATUS-Gruppe schätzen wir, unabhängig von den aktuellen Krisen, auf Basis der zwischenzeitlich erworbenen Marktposition, den weiter eingeleiteten Maßnahmen zur Stärkung des Vertriebs, unserer Vertriebsstruktur, unserer Projektabwicklungskompetenz und der nunmehr verfügbaren zusätzlichen kompletten Produktlinie im Großküchenbereich als gut ein. Es ist derzeit aber schwer vorhersehbar, ob eine anhaltende oder sich sogar noch ausweitende Lieferkettenstörung unseren geplanten Umsatzzuwachs nachhaltig beeinträchtigen wird. Gleichzeitig ist nicht abschließend zu beurteilen, ob unsere Kostenplanung für die gestiegenen und noch weiter steigenden Energiekosten ausreichen wird. Die ggf. daraus resultierenden Kostensteigerungen werden wir durch anderweitige Kostenreduzierungen versuchen auszugleichen. Wir planen derzeit keinen Arbeitsplatzabbau. Mangels vergleichbarer Situationen in der Vergangenheit werden wir die Geschäftsentwicklung in den nächsten Monaten abwarten, in monatlichen Abständen beurteilen und daran angepasst weitere Entscheidungen zur zukünftigen Geschäftspolitik treffen müssen. Ausgehend vom Auftragseingang im 1. Halbjahr 2022 sehen wir unter dem Vorbehalt sich weiter auflösender Lieferkettenstörungen eine deutlich spürbare Erholung unseres Geschäfts im laufenden Geschäftsjahr. Unter Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 und der bislang noch immer positiven Grundstimmung im Markt verfolgen wir weiterhin unser Ziel eines deutlich positiven Jahresüberschusses im Geschäftsjahr 2022.
Bad Mergentheim, 24. Juni 2022 Erhard Ikas, Geschäftsführer GUSTATUS Holding GmbH Konzernanlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GUSTATUS Holding GmbH, Bad Mergentheim Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der GUSTATUS Holding GmbH, Bad Mergentheim und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächlichen oder rechtlichen Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 24. Juni 2022 RSM
GmbH
Zelger, Wirtschaftsprüfer Schön, Wirtschaftsprüfer Erklärung gem. § 328 Abs. 1 Ziffer 1 HGBDer Jahresabschluss wurde am 04. Juli 2022 festgestellt.
GUSTATUS Holding GmbH gez. Erhard Ikas, Geschäftsführer |
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