Großhandel mit Textilien
TOPAZ Textilhandels GmbH
Oberhausener Straße 6, 40472 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Hoch seit 2.1.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 60.00% | |
| 40.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TOPAZ Textilhandels GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Lagebericht zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2013I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell und organisatorische Struktur Die TOPAZ Textilhandels GmbH (nachfolgend TOPAZ genannt) mit Sitz in Düsseldorf wurde durch Gesellschaftsvertrag vom 26.02.1988 gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 200.000,00 Euro zum Abschlussstichtag. Gegenstand des Unternehmens ist der Groß- und Einzelhandel sowie der Im- und Export von Textilien und Accessoires aller Art. Die Unternehmensgruppe TOPAZ betreibt ein diversifiziertes Geschäftsmodell. TOPAZ arbeitet sowohl als Großhändler als auch als Einzelhändler. Unter dem Markennamen ,Madonna' entwickelt und vertreibt TOPAZ über den Vertriebskanal Wholesale eine Young Fashion Kollektion sowie Accessoires, Wäsche, Schuhe und weitere Produkte. Parallel dazu werden unter dem gleichen Namen eigene Retail-Stores betrieben, die Produkte unter den Markennamen ,Madonna' und 'Dito' vertreiben. Unter dem Label ,VSCT' beliefert das Unternehmen den Fachhandel mit sog. "Clubwear" (hochmodischer hochwertiger DOB und Herrenmode sowie HAKA (Herrenkonfektion). Die unter dem Label ,Montezuma' entwickelte HAKA Kollektion wird derzeit nicht weiter verfolgt. Insgesamt beliefert TOPAZ inklusive der eigenen Stores im in und Ausland rund 1.200 Verkaufsflächen. Außerhalb Deutschlands ist das Label Madonna in Belgien, Bosnien, Italien, Estland, Finnland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Russland, Ungarn, Slowenien, der Schweiz und in Tschechien vertreten. Nach der Phase rasanten Wachstums in den Jahren 2009 bis 2012 und signifikanten Verlusten im Retailsektor hatte der Geschäftsführer der Topaz sich für eine Sanierung des Unternehmens im Wege der Planinsolvenz entschieden, um das Unternehmen mit profitablen Umsätzen von rund EUR 40 Mio bis ins Jahr 2018 zu stabilisieren. Am 01.12.2014 wurde auf Antrag der Schuldnerin ein Schutzschirmverfahren gem. § 270 b InsO eingeleitet. Zum (vorläufigen) Sachwalter ernannte das Amtsgericht/Insolvenzgericht Düsseldorf Herrn Dr. Frank Kebekus. Das eigentliche Insolvenzverfahren wurde dann zum 01.03.2015 unter Anordnung der Eigenverwaltung eröffnet. Im Vorfeld der Einleitung des Schutzschirmverfahrens hat die Topaz das gesamte Unternehmen auf organisatorische, leistungswirtschaftliche sowie finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen überprüft, um die Grundlagen für eine erfolgreiche Restrukturierung zu legen. Als Ergebnis dieser Überprüfung wurde eine Vielzahl von Sanierungsmaßnahmen identifiziert, vorbereitet, bereits weitreichend umgesetzt und entsprechend in die Unternehmensplanung in der Insolvenz einbezogen. Verkleinerung des Einzelhandelbereichs Für die verbleibenden 54 Filialen hat die Schuldnerin bei den meisten übrigen Filialen erfolgreich gezielte Nachverhandlungen mit den Vermietern geführt, so dass für die Jahre 2015 bis 2017 signifikante Mietreduzierungen erreicht werden konnten. Reduzierung des Verwaltungsapparates Durch die Verkleinerung der Filialanzahl und damit verbundenen Reduzierung des Verwaltungsaufwands hat sich auch der Bedarf an Mitarbeiter/innen in der Zentrale in Düsseldorf verringert. Beendigung diverser Dauerschuldverhältnisse Soweit Verträge für die Betriebsfortführung nicht benötigt werden oder durch Verträge mit günstigeren Konditionen ersetzt werden können, wurden diese im Wege der Nichterfüllung bzw. Kündigung mit Verfahrenseröffnung beendet. Optimierung im Bereich Einkauf und Vertrieb. Durch Zentralisierung wird, bezogen auf den einzelnen Lieferanten, eine Steigerung der Bestellumfänge und damit eine Optimierung der Marge und des Netto-Ertrages möglich. Im Bereich des Vertriebs ist es der Schuldnerin trotz der erschwerten Bedingungen der Antragsphase gelungen, den ehemaligen Vertriebsleiter der Firma TALLY WEIJL mitsamt eines Teils der dortigen Teams für sich zu gewinnen. Reduzierung Personalbestand im Filialnetz Im Zuge der notwendigen Schließungen im Bereich des Einzelhandels werden die in den betroffenen Läden beschäftigen Mitarbeiter/innen notgedrungen eine Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses erhalten. In den 59 zu schließenden Filialen betrifft dies insgesamt 371 Arbeitsplätze. Diese Zahl erhöht sich noch durch die im Verwaltungsbereich entfallenden Stellen im Zuge des geringer werdenden Verwaltungsaufwands. In der Summe werden so 382 Arbeitsverhältnisse über einen Zeitraum bis zum 31.05.2014 gekündigt. Verkleinerung des Einzelhandelbereichs Für die verbleibenden 54 Filialen hat die Schuldnerin bei den meisten übrigen Filialen erfolgreich gezielte Nachverhandlungen mit den Vermietern geführt, so dass für die Jahre 2015 bis 2017 signifikante Mietreduzierungen erreicht werden konnten. Reduzierung des Verwaltungsapparates Durch die Verkleinerung der Filialanzahl und damit verbundenen Reduzierung des Verwaltungsaufwands hat sich auch der Bedarf an Mitarbeiter/innen in der Zentrale in Düsseldorf verringert. Beendigung diverser Dauerschuldverhältnisse Soweit Verträge für die Betriebsfortführung nicht benötigt werden oder durch Verträge mit günstigeren Konditionen ersetzt werden können, wurden diese im Wege der Nichterfüllung bzw. Kündigung mit Verfahrenseröffnung beendet. 2. Forschung und Entwicklung Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit als Handelsunternehmen benötigen und betreiben wir keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Selbstverständlich entwickeln wir unser Dienstleistungsangebot sowie unsere IT-Infrastruktur stetig weiter. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach dem Krisenjahr 2012 verzeichnete die Weltwirtschaft einen schleppenden Start ins Jahr 2013. Mehrere begünstigende Faktoren sorgten im weiteren Verlauf für eine moderate Dynamik, so dass die globale Wirtschaft laut den Vereinten Nationen immerhin ein Wachstum von 2,1% erreichte. In den Euro-Ländern hatte insbesondere die Europäische Zentralbank mit Niedrigzinsen auf Rekordniveau und durch die Ankündigung, Staatsanleihen von Krisenstaaten unbegrenzt ankaufen zu wollen, für Auftrieb gesorgt. Die deutsche Wirtschaft ist 2013 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real, d. h. preisbereinigt, um 0,4 % gewachsen. Damit hat sich der konjunkturelle Aufschwung im Vergleich zu den beiden Vorjahren abgekühlt. Offensichtlich wurde die deutsche Wirtschaft durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastet. Die starke Binnennachfrage konnte dies nur bedingt kompensieren. Lt. dem Konjunkturbericht Nr. 2/2014 des Gesamtverbandes textil+mode schließt das Jahr 2013 mit einem leichten Minus. Nach Informationen des Testclub TextilWirtschaft 02/2014 ging das Jahr 2013 für den deutschen Modehandel mit -2% trotz guter Rahmenbedingungen alles andere als zufriedenstellend zu Ende. Gemäß der Einschätzung der klimaabhängigen Branche ist dafür in erster Linie die schlechte Witterung verantwortlich. Düsteres Winterwetter im Februar und März, ein verregneter Frühling, hochsommerliche Hitze bis Oktober hinein. Einzig der November passte mit seinen Temperaturen gut zum Sortiment. Auf Schnee im Dezember warteten dann allerdings nicht nur die Modehändler größtenteils vergebens. Die antizyklischen Temperaturen haben nach Aussagen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) dazu geführt, dass die ansonsten gestiegene Anschaffungsneigung der Deutschen im Modebereich nicht zum Tragen kam. Nach Angaben des Bundesverbandes des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) verlief das Geschäft je nach Vertriebsform sehr unterschiedlich. Mittelständische Boutiquen und Modehäuser dürften im Schnitt rund zwei bis drei Prozent Umsatz verloren haben, wohingegen vertikale Modeketten vor allem auf Grund ihrer Flächenexpansion leicht zulegen konnten. Flächenbereinigt haben viele expansive Modeketten jedoch nicht besser abgeschnitten als die mittelständischen Fachgeschäfte. Der BTE schätzt, dass 2013 rund 20% mehr Bekleidung und Textilien über das Internet gekauft wurden. Der Marktanteil der Online-Shops stieg damit auf rund 13%. Zusammen mit dem schrumpfenden klassischen Versandgeschäft sowie dem Teleshopping stieg der Marktanteil des Distanzhandels in Deutschland damit nach BTE-Hochrechnungen auf ca. 19%. Dass dieses Segment dank E-Commerce gewachsen ist, belegt auch die amtliche Statistik, die für den "Versand- und Internethandel mit vorwiegend Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren" im letzten Jahr ein Umsatzplus von 12,5% errechnet hat. Auf den Bekleidungsfachhandel, zu dem auch Ketten wie H&M, C&A oder Kik zählen, entfielen rund 30 Milliarden Euro. Etwa fünf Milliarden Euro Umsatz erzielte der Fachhandel mit Heim- und Haustextilien. Der gesamte Distanzhandel kam nach BTE-Schätzungen auf 11,5 Milliarden Euro Umsatz, davon acht Milliarden mit E-Commerce. Hinzu kommen noch einmal ca. 13 Milliarden Euro Textilumsatz der Warenhäuser, der Lebensmitteldiscounter und anderer Handelsbranchen. Insgesamt lag das Marktvolumen von Textilien und Bekleidung im Einzelhandel in Deutschland im letzten Jahr bei fast 60 Milliarden Euro. 2. Personal Im Jahr 2013 beschäftigte TOPAZ durchschnittlich 743 Mitarbeiter (Vorjahr 855). Davon waren 335 geringfügig Beschäftigte (Vorjahr 410). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Schließung diverser Standorte im Verlaufe des Jahres 2013 zurückzuführen. Zudem konnte durch eine Verbesserung von Arbeitsstrukturen sowie gezieltes Personalmanagement Personal abgebaut oder bei auslaufenden Zeitverträgen auf eine Neubesetzung verzichtet werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten durch ihre Identifikation mit dem Unternehmen, ihrem Engagement und einem hohen Maß an Eigenverantwortung einen entscheidenden Beitrag zum Geschäftserfolg der TOPAZ. Es werden überwiegend Mitarbeiter im Alter von ca. 20 bis ca. 50 Jahren beschäftigt. Das Unternehmen bietet jungen Menschen einen interessanten und abwechslungsreichen Ausbildungsberuf. Dabei liegen innerhalb der beruflichen Ausbildung die Schwerpunkte im kaufmännischen Bereich. Die Zahl der Auszubildenden hielt mit 10 in etwa das Vorjahresniveau (Vorjahr: 11). 3. Investitionen In langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr 2013 460 T€ investiert, u.a. in Ladeneinrichtungen (254 T€) sowie Kraftfahrzeuge (75 T€). Planmäßige Abschreibungen wurden in Höhe von 849 T€ vorgenommen. 4. Nachhaltiges Handeln und Umweltschutz Nachhaltiges Handeln bedeutet für TOPAZ, ökonomischen Erfolg mit ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden. Deshalb ist Nachhaltigkeit wesentlicher Bestandteil der Prozesse unseres operativen Geschäfts. Der Einsatz von neuen Technologien bzw. technischen Verbesserungen spielt eine wichtige Rolle bei der Erfassung des konkreten Energieverbrauchs und ist zudem entscheidend für eine effizientere Nutzung von Ressourcen und die Vermeidung von Energieverschwendung. Unser Ziel ist es, alle Prozesse auf den Prüfstand zu stellen und Schwerpunkte für Energieeinsparungen zu ermitteln. Wichtige Initiativen zur Senkung des Ressourcen-Verbrauch kommen auch von unseren Mitarbeitern. 5. Beschaffung und Absatz TOPAZ verfügt über keine eigene Produktion. Um jederzeit modische Ware im Sortiment führen zu können, müssen die Beschaffungsfristen extrem kurz sein. Die in 2013 verstärkt umgesetzte Direktbeschaffung bei Produzenten in Fernost, Frankreich, Italien und Türkei gewährleistet dies. Die Beschaffung über Großhändlern wird weitgehend vermieden. Um Beschaffungsprozesse zu optimieren, werden die Auswertungs- und Planungstools ständig weiterentwickelt und der Absatzmarkt permanent beobachtet. Die Beschaffung der Kollektionen, die monatlich neue Angebote in die Stores bringen, ist durch optimierte Prozessketten kurzfristig möglich. Aktuelle Trends werden umgehend in den Kollektionen und dem Flash-Programm umgesetzt und sehr kurzfristig im Großhandel in und den eigenen Stores angeboten. Unter dem Namen ,Madonna' und ,Dito' handelt die Gesellschaft mit einer Young-Fashion- Kollektion sowie Accessoires, Wäsche, Modeschmuck und Schuhen. Zielgruppe sind Frauen in der Altersgruppe von 15 bis 25 Jahren im hochmodischen Low-Budget-Bereich. Daher werden die eigenen Stores hauptsächlich in Centern außerhalb von 1a Lagen betrieben. Zu den Kunden im Großhandel zählen Filialisten, Modekaufhäuser und zunehmend Online-Händler. 6. Sonstige wichtige Verträge Im Zuge der Insolvenz wurde die Gesellschafterstruktur geändert. Nunmehr sind Frau Petra Kosinski und Herr Jürgen Hoch alleinige Gesellschafter und zwar mit Anteilen von 25% respektive 75%. 7. Geschäftsverlauf Vor Umsetzung des Direkteinkaufs bei Produzenten befand sich TOPAZ wie viele andere Modeanbieter in einer Zangenbewegung, einerseits ausgelöst durch den zunehmenden Preis- und Margendruck aus den Absatzmärkten, andererseits durch steigende Kosten auf der Lieferantenseite. Die in der Vergangenheit erzielte Rohertragsmarge war im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche unterdurchschnittlich und bot Potenzial. Im Verlauf des Jahres 2013 konnte die Gesellschaft bereits eine Steigerung der Rohertragsmarge erzielen.. Marktseitig war das Geschäftsmodell von TOPAZ unter Druck geraten. Die Marke Madonna stand einerseits für eine Lifestyle-Marke, andererseits für ein Handelsformat. Aufgrund der abweichenden Anforderungen von Wholesale und Retail rieb sich die Marke auf und verlor an Profil und Glaubwürdigkeit. Um nachteilige Auswirkungen von Retail-Aktivitäten auf den Großhandel auszuschließen, werden daher vermehrt Artikel in den eigenen Stores unter einem weiteren Label angeboten. Das Insolvenzplanverfahren bietet nunmehr die Möglichkeit, das Unternehmen grundlegend neu zu strukturieren und wettbewerbsfähig aufzustellen. 8. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Das Jahresergebnis ergibt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt:
Umsatzentwicklung Die TOPAZ erwirtschaftete restrukturierungsbedingt im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 72,3 Mio. € (Vorjahr: 88,2 Mio. €). Dies entspricht einem Umsatzminus von ca. 18%. Die Umsätze verteilten sich auf den Großhandel mit 25,7 Mio. € und Einzelhandel mit 46,6 Mio. €. Ergebnissituation Die im Lagebericht 2012 für das Geschäftsjahr 2013 prognostizierten Umsätze im Großhandel von 30,1 Mio. € und 51,4 Mio. € im Einzelhandel wurden nicht erreicht. Gleichwohl konnte die Rohertragsmarge im Vergleich zum Vorjahr von 37% auf rund 45% gesteigert werden. Der betriebliche Aufwand (Personal- und Raumkosten, Abschreibungen und sonstiger betrieblicher Aufwand) lag mit 37,0 Mio. € deutlich unter dem des Vorjahres mit 40,8 Mio. €. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft (-2.1 Mio. €) konnte im Vergleich zu 2012 um 5,8 Mio. € verbessert werden. b) Vermögenslage
Die Bilanzsumme der TOPAZ lag zum Bilanzstichtag bei 21,6 Mio. € (Vorjahr: 19,0 Mio. €). Die Abschreibungen in Höhe von 0,85 Mio. € lagen über den Investitionen in die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 0,46 Mio. €. Das führte zu einer Reduzierung der Buchwerte. Im Umlaufvermögen lagen die Warenbestände sowie die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 1,41 Mio. € über dem Vorjahr. Die Warenbestände beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 7,0 Mio. € (Vorjahr: 6,4 Mio. €) und die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände auf 4,18 Mio. € (Vorjahr: 3,34 Mio. €). Die liquiden Mittel reduzierten sich im Geschäftsjahr 2013 um 0,41 Mio. € von 2,63 Mio. € auf 2,22 Mio. €. c) Finanzlage
Die Gesellschaft hat aufgrund des Jahresfehlbetrages in Höhe von 2.063.907,27 € einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 5,78 Mio. € (Vorjahr 3,72 Mio. €). Die Rückstellungen liegen im Geschäftsjahr 2013 mit 1,23 Mio. € über dem Vorjahreswert (0,74 Mio. €). Die Rückstellungen wurden für Inventurdifferenzen, Pensionsrückstellungen und Prozessrisiken gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr um insgesamt 2,2 Mio. € aufgebaut und betrugen zum Bilanzstichtag 20,4 Mio. € (Vorjahr: 18,2 Mio. €). Der Anstieg ist auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (0,31 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inkl. Wechselverbindlichkeiten (0,86 Mio. €) und sonstige Verbindlichkeiten (0,99 Mio. €) zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen durch Mietverbindlichkeiten in Höhe von 0,34 Mio. €, überzahlte Debitoren (0,35 Mio. €) und kurzfristige Darlehen in Höhe von 0,10 Mio. €. Die Linien der Kreditinstitute waren zum Stichtag nahezu ausgeschöpft. Die Verzinsung im kurzfristigen Bereich für Kontokorrentverbindlichkeiten ist variabel. Langfristige Kredite wurden im Geschäftsjahr mit 359.000,00 € planmäßig getilgt. Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem Marktwert der Verbindlichkeiten. Die Finanzpolitik ist auf die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten ausgerichtet. 9. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Das Management der Gesellschaft sieht die wirtschaftliche Situation des Unternehmens per 31.12.2013 als nicht zufriedenstellend. Zwar entwickelte sich das Geschäft im Vergleich zum Vorjahr positiv, jedoch war das Geschäftsjahr 2013 maßgeblich durch schlechte Wetterbedingungen und die daher notwendigen Anpassungen der Verkaufspreise beeinflusst. Unsere Bilanz zeigt weiterhin sowohl eine nicht zufriedenstellende Ertragssituation als auch eine angespannte Liquiditätssituation. Daher hatte die Gesellschaft (vor Rückabwicklung in der Insolvenz) einen neuen Gesellschafter aufgenommen, der im Rahmen einer Kapitalerhöhung 1,0 Mio. € eingezahlt hatte. Darüber hinaus wurde durch den neuen Gesellschafter die Errichtung einer Einkaufsgesellschaft und deren Ausstattung mit Kapital auf den Weg gebracht und in 2014 umgesetzt. Letztlich erschien es jedoch sinnvoll, eine Sanierung des Unternehmens im Wege der Planinsolvenz umzusetzen, um das Unternehmen (zunächst) mit profitablen Umsätzen von rund EUR 40 Mio bis ins Jahr 2018 zu stabilisieren. III. Nachtragsbericht Topaz beabsichtigt kurzfristig die Einreichung eines im Entwurf bereits vorliegenden Insolvenzplans. Ziel ist die vollständige Sanierung der Schuldnerin und damit der Erhalt der juristischen Person. Zu einer unterstellten Rechtskraft des Plans sieht der derzeitige Entwurf eine betragliche Mindestquote in Höhe von 7,5 % auf festzustellende Forderungen i.S.d. § 38 InsO in Höhe von € 17.245.943,00 (€ 1.293.445,73) vor. IV. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht Das Management der TOPAZ bezieht sowohl Chancen als auch Risiken in seine Entscheidungen ein. Daher werden Chancen und Risiken permanent gegeneinander abgewogen und nur dann Risiken in Kauf genommen, wenn diese überschaubar sind und die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. Bestehende Risiken werden analysiert und durch geeignete Maßnahmen reduziert. TOPAZ begegnet den gesamtwirtschaftlichen und unternehmensspezifischen Risikofaktoren mit einem umfangreichen Risikomanagement, welches durch die personelle Verstärkung der kaufmännischen Managementebene und dem Einsatz eines neuen EDV-gestützten Planungs- und Controlling Moduls gegen Ende des Jahres 2013 intensiviert wurde.
Systemisch wird das Risikomanagement mit einem Chancen- und Risikocontrolling unterstützt. Die Abteilungs- und Teamleiter bewerten Chancen und Risiken ihrer Verantwortungsbereiche. Diese werden von den Controllingeinheiten plausibilisiert, um die Geschäftsleitung bei der der Einschätzung künftiger Szenarien zu unterstützen. Hierbei legt die Geschäftsführung fest, nach welcher Systematik Chancen und Risiken zu analysieren und zu berichten sind. Die Berichte der einzelnen Verantwortungsbereiche sind eine wesentliche Informationsbasis für die Geschäftsführung zur risikoorientierten Gesamtsteuerung des Unternehmens. Hierbei unterstützen Kosten-Nutzen-Analysen, ob Chancen zu ergreifen sind und ob Risiken vermieden, verringert oder auf Dritte übertragen werden können. Für wesentliche Chancen und Risiken sind Frühwarnindikatoren definiert, die von den Verantwortlichen kontinuierlich beobachtet werden. Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind deshalb der Planungs- und Controllingprozess, das interne Regelwerk und das Berichtswesen. Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder dolose Handlungen kann die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems jedoch eingeschränkt werden, sodass auch die eingerichteten Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten können. Durch interne Kommunikation wird das Bewusstsein der Mitarbeiter hinsichtlich des Umgangs mit Informationen und Informationssystemen geschärft. Zugleich stellt TOPAZ durch die kontinuierliche Überwachung von Frühwarnindikatoren im Rahmen der Planungssysteme sicher, dass Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkannt werden und dass seitens des Unternehmens zeitnah auf Planabweichungen reagiert werden kann. Um den Analyseprozess so effizient wie möglich zu gestalten, stehen die Mitarbeiter der Gesellschaft im regelmäßigen Austausch mit der Geschäftsführung, die eine "Open Door Policy" verfolgt. Auf einer weiteren Ebene kommunizieren Geschäftsführung und externe Berater über die möglichen Risiken und Chancen, erörtern Lösungen und legen Maßnahmenpakete fest.
a) Gesamtwirtschaftliche Risiken Die Kombination von umfangreichen Konjunkturprogrammen, Rettungspaketen für Finanzinstitute und sinkenden Steuereinnahmen führte in den meisten Industrieländern zu historisch gesehen außerordentlich hohen Haushaltsdefiziten und einem Rekordniveau der Staatsverschuldung. Die jüngsten Entwicklungen in Griechenland und anderen europäischen Ländern sowie der USA haben vor Augen geführt, wie rasch Bedenken der Anleger in Bezug auf die Lage der öffentlichen Finanzen eines Landes auf andere Länder übergreifen können. Zudem kann eine hohe Staatsverschuldung das langfristige Wirtschaftswachstum bremsen und letztlich die Währungsstabilität gefährden. Ebenso könnte die Konsumstimmung der Verbraucher deutlich nachlassen, wenn andere Themen an Priorität gewinnen. Wir sehen hierin ein geschäftstypisches Risiko, dem wir durch eine konservative Planung begegnen. b) Wetterrisiken Der weltweite Klimawandel gehört zu den fundamentalen Risiken eines Unternehmens im Textileinzelhandel. Sommer sind zu kalt und nass, Winter zu warm oder fallen in Kälteextreme. Die Temperaturen sind antizyklisch, die Großwetterlage nicht voraussehbar. Diese Unsicherheit durchkreuzt die Anschaffungsneigung der Verbraucher. Das gewohnte Muster saisonaler Kaufwünsche wird durchbrochen. So schadet ein verregneter Sommer ebenso wie ein zu warmer Winter. Gerade das Geschäftsjahr 2013 ist ein Beispiel für die Abfolge unkalkulierbarer Wettersituationen, die der gesamten deutschen Modebranche geschadet haben. Auch dieses Risiko ist geschäftstypisch und unvermeidbar, jedoch reduzieren die deutlich kürzeren Beschaffungswege und die damit einhergehende schnellere Reaktionsfähigkeit auf atypische Wettersituationen dieses Risiko. c) Verhaltensrisiken Konsumenten Änderungen im Konsumverhalten, hervorgerufen durch die allgemeine Konjunkturlage und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sowie die Einkommensentwicklung, stellen ebenfalls ein Risiko dar und erfordern die ständige Ausrichtung des Vertriebskonzeptes an die Ansprüche der Kunden. Um dieses Risiko zu minimieren, erfolgt die Steuerung des Unternehmens durch gezielte Marktbeobachtung, durch Einschätzung der Wettbewerbssituation und durch Trendanalysen im Verbraucherverhalten. d) Wettbewerbsrisiko Online-Handel Mit dem Anstieg branchengleicher Anbieter im E-Commerce erhöht sich das Risiko eines verschärften Wettbewerbs. Die Erweiterung der Anbieterpalette im Online-Handel bringt Kunden bei identischen und verwandten Produkten durch verlockende Preisgestaltung in den Webportalen in eine Wahlsituation. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, hat die Gesellschaft inzwischen erfolgreich einen eigenen Online-Shop etabliert. e) Liquiditätsrisiko / Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit Das Darlehen der Rheinland-Pfalz Bank (T 3.500) wurde vertragsgemäß quartalsweise getilgt. Des Weiteren wurden bei der KBC Bank, der Rheinland-Pfalz Bank und der Commerzbank Kontokorrent-Konten unterhalten. Im Zuge der Insolvenz sind sämtliche zugesagten Kreditlinien gekündigt worden. Demgegenüber konnten der Factoringvertrag mit GE, wie auch ein zentrale Warenbelieferungsverträge aufrechterhalten werden. Sondereffekte durch die Inanspruchnahme von Insolvenzgeld und die Kündigung zahlreicher Verträge haben sich liquiditätsschonend ausgewirkt. Insgesamt konnten Warendruck und die Rotation des Cash-Flow bisher erfolgreich aufrechterhalten werden. f) Mit dem Abschluss des Insolvenzverfahrens sind sämtliche alten Verbindlichkeiten erledigt. Risiko der Umschlagsgeschwindigkeit Ein weiteres wesentliches Risiko liegt in der Umschlagsgeschwindigkeit des Warenlagers (entspricht Wareneinsatz / durchschnittlichen Vorratsbestand). Die Umsatzerlöse müssen der Planung entsprechen und es dürfen keine wesentlichen negativen Abweichungen bei den Deckungsbeiträgen eintreten. Aus diesem Grund ist die Sicherung der Beschaffungswege und des Warenflusses existentiell. Hierbei spielt insbesondere die Beschaffung der Ware direkt bei den europäischen und asiatischen Herstellern eine maßgebliche Rolle. Der zum Teil notwendig zeitlich vorgelagerte Wareneinkauf bei Saisonspitzen führt zu Liquiditätsbelastungen in Zeiten, die nicht zwingend mit hohen Umsatzerlösen und somit einem Zuwachs der Liquidität einhergehen. Dieses Risiko wird durch konsequentes Finanzmanagement gesteuert. g) Risiken aus laufenden Rechtsstreitigkeiten / Rechtliche Risiken Wie für jedes Unternehmen bestehen auch für TOPAZ rechtliche und steuerliche Risiken bei möglichen Verstößen gegen gesetzliche Bestimmungen. Die Beachtung der aktuellen Gesetzeslage sowie bevorstehender Gesetzesänderungen stehen dabei im Fokus des Unternehmens. Diese Risiken werden durch Unterstützung externer Berater minimiert. Sowohl in der Vorbereitung, wie auch in der Durchführung des Planverfahrens hat die Gesellschaft spezialisierte Berater im Insolvenzrecht und im Insolvenzsteuerrecht eingeschaltet. Alle Verträge unterliegen einer juristischen Prüfung. Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage von TOPAZ haben könnten, sind wegen der Insolvenz unterbrochen. Nach Insolvenzplan sollen nicht zur Tabelle festgestellte Forderungen für die kein vollstreckbarer Titel oder kein Endurteil vorliegt, sowie zur Tabelle für den Ausfall festgestellte Forderungen, deren Ausfall nicht nachgewiesen wurde, werden sodann bei der Quotenermittlung berücksichtigt, wenn der betreffende Gläubiger innerhalb einer Ausschlussfrist von zwei Wochen nach Niederlegung des Verzeichnisses der quotenberechtigten Gläubiger eine Feststellungsklage erhebt. Alternativ kann der betroffene Gläubiger dem Sachverwalter entsprechend § 189 InsO nachweisen, dass und für welchen Betrag die Klage erhoben oder das Verfahren einem früher anhängigen Rechtsstreit aufgenommen worden ist. Wird die Berechtigung der Forderung festgestellt (durch Rechtskräftiges Urteil oder Vergleich), nimmt die Forderung an der Ausschüttung insoweit teil. Wird festgestellt, dass sie nicht berechtigt ist, wird die Rückstellung insoweit aufgelöst und der verteilungsfähigen Masse zugeschlagen. Zurzeit ist die Gesellschaft ausschließlich in laufende Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit betriebsbedingten Kündigungen involviert. Bei hieraus entstehenden Forderungen handelt es sich um etwaige Masseverbindlichkeiten, die vor Aufhebung des Insolvenzplans erfüllt werden müssen. Personalwirtschaftliche Verhältnisse Bundesregierung und Bundesrat haben sich auf die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns geeinigt. Der neue Mindestlohn von 8,50 Euro brutto ist der erste Versuch einer flächendeckenden Lohnuntergrenze in Deutschland. Der Einsatz von ca. 350 Teilzeitbeschäftigten, die überwiegend als geringfügig Beschäftigte entlohnt werden, führt somit zu nicht unerheblichen Lohnsteigerungen ab dem Jahr 2015.
Die identifizierten und hier angeführten Risiken für das Geschäft von TOPAZ sind aus Sicht des Managements beherrschbar, bedürfen aber einer präzisen Umsetzung der bereits eingeleiteten und zum Teil bereits durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen. Wenn dies gelingt, werden Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, reduziert. Wir sind zuversichtlich, dass die Ertragskraft des Unternehmens wieder eine solide Basis erreicht und zu einer nachhaltig positiven Geschäftsentwicklung führt. 2. Chancenbericht Für das Unternehmen TOPAZ eröffnen sich in der Krise neue Chancen, die künftige Geschäftsentwicklungen positiv beeinflussen. Makroökonomisch betrachtet, ergeben sich Wachstumspotenziale aus dem Erholungskurs der Weltwirtschaft und der für Deutschland positiven Konjunkturerwartungen.
a) Umstellung der Beschaffungswege Die Refinanzierung über Einkaufsgesellschaften erlaubt die Umstellung der Beschaffungswege von Großhändlern zu Produzenten. Durch den Verzicht auf Bestellungen bei Großhändlern und der Platzierung der Aufträge unmittelbar bei Herstellern in Asien und im europäischen Ausland steigert TOPAZ die Marge. b) Ausbau Vertrieb Online-Handel und Wholesale Eine wichtige, selbst generierte Chance ist der Online-Handel von TOPAZ, der mit Kooperationspartnern im Geschäftsjahr 2013 neu etabliert wurde. Gegenüber dem stationären Geschäft hat er überdurchschnittliches Zuwachspotenzial. Topaz hat das bestehende Geschäft bis heute erfolgreich ausgebaut. c) Bereinigung und Kostenoptimierung des Retailportfolio Eine weitere Chance ergibt sich aus der Bereinigung und dem Ausbau des Verkaufsflächen-Portfolios. Returnanforderungen an einzelne Stores wurden deutlich kurzfristiger formuliert und das Shop-und Durch die direktere Steuerung mit neuen Planungsinstrumenten erfolgt eine noch stärkere Ausrichtung an modische Trends und die Optimierung der Lagerhaltung. d) Outlet Stores Ferner bietet die Etablierung von Outlet Stores die Möglichkeit der saisonalen Flächenbereinigung der eigenen Stores sowie eine Plattform für den Verkauf von Lagerüberhängen. Zu diesem Zwecke werden, auch mittels interimistischer Mietverhältnisse, neue Outlets eröffnet. e) Personalkosten und Overheadkosten Durch eine im Februar 2014 umgesetzte Reorganisation wurde die Ebene der Bereichsleiter freigesetzt. Auch Personalabbau im Lager und in der allgemeinen kaufmännischen Verwaltung reduzierte die Personalaufwendungen erheblich. Restrukturierungsbedingte Sondereffekte haben das Ergebnis der TOPAZ noch bis Juli 2014 belastet. Im Insolvenzverfahren wurde weitere Arbeitsverhältnisse gekündigt sodass Personal- und Overheadkosten signifikant reduziert werden konnten. Extern wahrnehmbare Chancen Die für 2015 prognostizierten Konjunkturdaten lassen nach einem nicht zufriedenstellenden Jahr 2013 eine bessere Entwicklung erwarten. V. PROGNOSEBERICHT Laut Umfrage Frühsommer 2015 des Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) schaffen Beschäftigungszuwächse, Lohnsteigerungen und niedrige Preise Kaufkraft. Dies sorge auch für eine spürbare Belebung im Handel. Die Gesellschaft ist derzeit schwerpunktmäßig im Inland ausgerichtet. Hier sprechen alle wesentlichen Indikatoren für ein anhaltendes Klima der Konsumfreudigkeit. Niedrige Arbeitslosigkeit, eine gemäßigte Inflationsrate und steigende Einkommen fördern die Ausgabebereitschaft der Bundesbürger. Darüber hinaus dämpfen extrem niedrig bleibende Zinsen jegliche Sparneigung. Treffen die erwarteten Szenarien ein, dürften damit die für den privaten Konsum guten Bedingungen weiterhin gültig sein. Die privaten Konsumausgaben haben bereits in den drei vorangegangenen Jahren das Wachstum in Deutschland wesentlich mitgetragen. Attraktive Mode gehört zu den Konsumgütern, die spontane Kaufbereitschaft auslösen. Die Geschäftsführung der TOPAZ geht davon aus, dass das Unternehmen in 2015 und 2016 von einem stabilen, leicht wachsenden Konjunkturumfeld profitieren wird. Dem Handel mit Mode und Textilien sollte daher die ungebremste Konsumfreudigkeit der hiesigen Verbraucher zugute kommen. Im allgemeinen Optimismus ist jedoch zwischen den Erfolgsaussichten der verschiedenen Handelsformen zu differenzieren. Bereits 2013 haben Fachgeschäfte, vertikale Monolabelanbieter und Online-Versender eine unterschiedliche Performance gezeigt. Auch wir gehen davon aus, dass der Wettbewerb durch neue Label und Anbieter sowie die Konkurrenz der Handelsformen intensiver wird. Unserer Geschäftsplanung für die Jahre 2015 und 2016 liegen folgende Prämissen zugrunde: Konservativer Ansatz bei der Umsatzplanung im Wholesale. Ebenso gehen wir im Bereich Retail lediglich von leicht steigenden Umsätzen aus. Grundlegende Annahmen für die Erreichung der Umsatzziele sind zum einen ein weiterhin stabiles Konsumumfeld sowie ein den Jahreszeiten entsprechender Witterungsverlauf. Während zu Beginn des Jahres 2013 die Rohertragsmarge im Retail bei rund 40% lag, reduzierte sich diese sich im Februar 2013 durch den Verkauf veralteter Ware unter dem regulären Preis auf 35%. Durch die verbesserten Einkaufsbedingungen konnte die Marge im Laufe des Jahres 2013 auf bis zu 60% in der Spitze gesteigert werden. Aktuell liegt die Marge mit etwa 56% deutlich über den Werten aus 2013 (40%). Die Personalkosten sind unter Berücksichtigung der umgesetzten Personalmaßnahmen errechnet. Potential aus einer verbesserten Personaleinsatzplanung ist nicht in die Planung eingearbeitet. Die Abschreibungen sind aufgrund des Afa-Simulationslaufes für die Jahre 2015 und 2016 auf Basis des Anlagevermögens zum Stand 31.12.2013 erfolgt. Aufgrund des geringen Investitionsvolumens wurden zukünftige In- und Deinvestitionen nicht berücksichtigt. Die wesentlichen Posten der Sachgemeinkosten sind anhand der Ist-Zahlen aus dem Vorjahr geplant. Für das Geschäftsjahr 2015 (August bis Dezember) rechnen wir mit Umsatzerlösen in Höhe von 17,4 Mio. € und im Geschäftsjahr 2016 mit 35, 6,1 Mio. €. Sicherheitsreserven wurden eingeplant. Auf der Basis dieser Annahmen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2015 ein positives Ergebnis in Höhe von 1,4 Mio. €. Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die in den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Düsseldorf, 3. Juli 2015 TOPAZ Textilhandels GmbH Jürgen Hoch Bilanz zum 31. Dezember 2013AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013
Anhang für das Geschäftsjahr 2013I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Geschäftsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 HGB) aufgestellt. Das Prinzip der Darstellungsstätigkeit (§ 265 Abs. 1 HGB) wurde eingehalten. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit anders vermerkt - in Tausend Euro (TEUR oder T€). Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang zu finden. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen werden linear und zeitanteilig, unter Zugrundelegung der erwarteten Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren, verrechnet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von weinger als Euro 150,00 werden sofort abgeschrieben. Bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als Euro 150,00 und weniger als Euro 1.000,00 werden diese in einen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird über die Dauer von fünf Jahren gleichmäßig verteilt abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bilanziert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 %, abgeleitet aus den Erfahrungen der Vorjahre, Rechnung getragen. Soweit erforderlich, wird auf den Barwert abgezinst. Die liquiden Mittel, der Rechnungsabgrenzungsposten und das Eigenkapital wird zu Nominalwerten bilanziert. Die Rückstellungen bilden dem Grunde nach alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in angemessenem und ausreichendem Umfang ab. Der Höhe nach werden die Rückstellungen in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB künftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag mit laufzeitadäquatem Zinssatz gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze vorgenommen. Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gem. der PUC-Methode ist definiert, als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von dem Mitarbeiter bis zu diesem Zeitpunkt gemäß der Rentenformel und der Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeit erdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwandt. Der Gehaltstrend wurde mit 0 %, der Rententrend mit 1 % p.a. angenommen und der Zinssatz von 4,88 % verrechnet. Im letzten Geschäftsjahr hat der Geschäftsführer aus betrieblichen Gründen auf einen Teil seiner Versorgungsbezüge verzichtet. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs für den Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Forderungen werden gegebenenfalls mit dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag, Verbindlichkeiten mit dem höheren Briefkurs am Bilanzstichtag angesetzt. II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Anlagevermögen
Die Gesellschaft Into the Blue Handel GmbH, Düsseldorf, firmierte vor der Umbenennung im Oktober 2013 unter dem Namen Madonna Retail Vier GmbH. Bis Mai 2013 ruhte der aktive Geschäftsbetrieb. Danach wurde ein ebay-Shop sowie im 4. Quartal 2013 temporär ein Lagergeschäft in München betrieben. Die Aufstellung eines Konzernabschlusses ist wegen der untergeordneten Bedeutung der verbundenen Unternehmen nicht erforderlich. Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 ist in einer gesonderten Aufstellung dargestellt. Umlaufvermögen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von TEUR 2.997 eine Laufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 29 eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der Darlehen und Mietkautionen (TEUR 378, Vorjahr: TEUR 400) eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden zudem Beträge für noch nicht vereinnahmte Steuererstattungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 426) erfasst, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Sie haben Forderungscharakter. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten u.a. vorausbezahlte Messekosten und eine Vielzahl von Sondernutzungsgebühren öffentlicher Flächen im Bereich der Einzelhandelsfilialen. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 200. Sonstige Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für die Verpflichtungen gegenüber dem Personal TEUR 299, für Erlösschmälerungen und Rückzahlungsverpflichtungen TEUR 98 ausgewiesen. Ferner wurde eine Rückstellung für Schadensersatzverpflichtungen in Höhe von TEUR 345 gebildet. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind komplett durch Sicherungsvereinbarungen gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen insgesamt die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten insgesamt zwei Darlehen, die eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren haben. In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck periodengerechter Gewinnermittlung bereits am Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. Im einzelnen waren als antizipative Sachverhalte zu veranlagende Steuern in Höhe von TEUR 563 (Vorjahr: 567 TEUR ) zu berücksichtigen. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geografisch bestimmten Märkten und Geschäftsbereichen wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Mieterträge aus Untervermietungen in Höhe von TEUR 2.286, Erträge aus nicht eingelösten Gutscheinen von TEUR 100, Sachbezüge von TEUR 119 sowie Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 14 ausgewiesen. Die Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 11. Außerordentliche Erträge In den außerordenlichen Erträgen sind Erträge aus Darlehens- und Forderungsverzichten in Höhe von TEUR 350 ausgewiesen. Die Verzichtserklärungen erfolgten seitens der Gläubiger gegen Besserungsschein. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Erträge aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf TEUR 1 und resultieren aus Gewerbesteuernachzahlungen für das vorangegangene Geschäftsjahr. III. ERGÄNZENDE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 743 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt. In der Anzahl der Mitarbeiter sind 335 geringfügig Beschäftigte enthalten. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch den Geschäftsführer: Jürgen Hoch, Textilkaufmann, Düsseldorf Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe über die Bezüge der Mitglieder unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 35. Es wurden keine weiteren Leistungen erbracht. Das Honorar ist dem jeweiligen Geschäftsjahr zuzurechnen. Außerbilanzielle Geschäfte Die Nutzung der benötigten Ladeneinrichtungen, Kassen- und Warensicherungssysteme sowie diverse Büroeinrichtungssysteme wird durch Leasingverträge sichergestellt. Die Finanzierung dient dem Liquiditätsmanagement und ermöglicht es der Gesellschaft, Liquiditätsbestände nicht zwingend für Neuinvestitionen in die Geschäftsausstattung vorhalten zu müssen. Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen werden für das Geschäftsjahr 2013 rd. TEUR 1.680 und für die Gesamtlaufzeit der Verträge (ab 2014) rd. TEUR 4.432 betragen. Andere finanzielle Verpflichtungen ergeben sich für die Gesellschaft aus den laufenden Mietverträgen für die Einzelhandelsgeschäfte, für das Verwaltungsgebäude und das Zentrallager. Die Belastung wird für das Geschäftsjahr 2013 rd. TEUR 12.756 und für die Gesamtlaufzeit der Mietverträge (ab 2014) ca. TEUR 49.752 betragen. Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und Garantien.
Düsseldorf, den 30. März 2013 ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2013
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TOPAZ Textilhandels GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Für die Gesellschaft hat der Geschäftsführer am 1. Dezember 2014 bei dem Amtsgericht Düsseldorf einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in der Form des sog. Schutzschirmverfahrens nach §§ 270 ff der Insolvenzordnung gestellt. Bis zu der rechtskräftigen Entscheidung des Gläubigerausschusses über die Annahme oder die Ablehnung des Insolvenzplans gilt der Fortbestand der Gesellschaft als nicht gesichert. Wir weisen auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der Gesellschaft hin. Unsere Prüfung hat zu keinen weiteren Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dortmund, den 29. Oktober 2015 Ruhrtal-Revision GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wolfram Pscherer, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
8 nahegelegene Organisationen
DUSPRO GmbH
50mBeteiligungsgesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Limes GmbH
50mGroßhandel mit Textilien
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Dulanda GmbH
76mGroßhandel mit Tabakwaren
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen