Terrot Textilmaschinen GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die Textil- und Bekleidungsherstellung und die Lederverarbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Czajkowski seit 11.11.2021 | Geschäftsführer |
Dirk Lange seit 17.3.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.04% | |
| 10.04% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Ilignus Industriebeteiligungs GmbH | 50.00% |
die Erbengemeinschaft nach Andreas von Bismarck bestehend aus a) Luise von Bismarck und b) Sophie von Bismarck | 10.87% |
| 6.35% | |
Sparkasse Vogtland | 6.35% |
Sparkasse Chemnitz Anstalt des öffentlichen Rechts | 5.10% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
5 von 7 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Terrot GmbHChemnitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine Angaben Die Terrot GmbH hat ihren Sitz in Chemnitz und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz (Reg. Nr. HRB 22867). Nach Maßgabe des § 267 HGB ist die Terrot GmbH eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 erfolgte nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG. Die Bilanz entspricht den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB. In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas wurden die Positionen "Genossenschaftsanteile", "Stille Beteiligungen", "Sonderposten für Investitionszuschüsse" und "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" hinzugefügt. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschafterversammlung vom 12. November 2021 hat die vereinfachte Herabsetzung des Stammkapitals um 1.300.000,00 EUR auf 0,00 EUR und die anschließende Erhöhung des Stammkapitals gegen Bareinlage von 0,00 EUR auf 79.928,00 EUR sowie die vollständige Neufassung des Gesellschaftsvertrags beschlossen. Die Eintragung erfolgte im Handelsregister am 28. Dezember 2021. Darüber hinaus wurde durch die Gesellschafterversammlung vom 12. November 2021 unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragung der Kapitalerhöhung auf 79.928,00 EUR eine weitere Kapitalerhöhung um 20.072,00 EUR auf 100.000,00 EUR beschlossen. Die Eintragung dieser weiteren Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 11. Januar 2022. Das Stammkapital i.H.v. 79.928,00 EUR ist zum 31. Dezember 2021 vollständig durch Bareinlage eingezahlt. Die Einlagen auf die weitere beschlossene, zum Bilanzstichtag noch nicht eingetragene, Kapitalerhöhung i.H.v. 20.072,00 EUR sind zum 31. Dezember 2021 vollständig durch Bareinlage eingezahlt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze / Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 2.1. Bilanz Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist, verwiesen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen stellt sich wie folgt dar:
2.1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über drei bis zwanzig Jahre (Software und Patente) abgeschrieben. Der hier enthaltene entgeltlich erworbene Firmenwert steht für die Marke Terrot und die international damit verbundenen Markenrechte sowie das kaufmännische und technische Know-How, die für die Existenz der Gesellschaft unverzichtbar sind. Er wird daher über eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode errechnet. Die Abschreibungen werden linear bei Gebäuden über eine Nutzungsdauer von maximal 20 Jahren vorgenommen. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer 2 bis 13 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (Einzelanschaffungskosten bis 800,00 EUR) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. 2.1.2. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist.
Die Gesellschaft ist mit 100,0 v.H. an der TIS S.r.l. (ehemals Terrot Italy S.r.l.), Cazzago San Martino (Italien) beteiligt. Über das Vermögen der TIS S.r.l. wurde am 26.02.2020 ein Insolvenzverfahren eröffnet. Im Vorjahr wurde der Beteiligungsansatz vollständig wertberichtigt. Jahresabschlüsse lagen letztmalig für das Jahr 2018 vor. Bei der Terrot Asia Circular Knitting Machines Co. Ltd. sind in 2019 umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet worden. In diesem Zusammenhang wurde der Beteiligungsansatz im Vorjahr vollständig wertberichtigt. In 2021 hat die Terrot GmbH die TER Technical Engineering & Research GmbH, Chemnitz, mitgegründet und ist zu 24,8 % an der Gesellschaft beteiligt. Die Gesellschaft ist mit 20,0 v.H. an der Vertriebsgesellschaft Terrot Makina Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi, Istanbul (Türkei), beteiligt. Die Beteiligung wurde in den Vorjahren vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. Jahresabschlüsse der Gesellschaft liegen nicht vor. 2.1.3. Vorräte Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, die neben den Einzelkosten Gemeinkostenzuschläge enthalten. Zur verlustfreien Bewertung wurden für ausgewählte Erzeugnisse Abwertungen vorgenommen. Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 HGB Gebrauch und setzt die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten ab. Die aktivisch abgesetzten erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 3.931.788,35 EUR (Vorjahr: 1.513.765,00 EUR) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 2.1.4. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem besonderen sowie dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch die aktivische Absetzung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen worden. Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 84.938,00 EUR (Vorjahr: 403.534,19 EUR) enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: 0,00 EUR) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von 4.830.000,00 EUR Forderungen aus gewährten Darlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: 0,00 EUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vollumfänglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 10,00 EUR (Vorjahr: 10,00 EUR) enthalten. 2.1.5. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Fremdwährungsguthaben werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 2.1.6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 2.1.7. Aktive latente Steuern Auf die Aktivierung sich zum Bilanzstichtag ergebender aktiver Steuerlatenzen wurde verzichtet. Die Berechnung der Steuerlatenzen beruht auf der handelsbilanziellen Abschreibung der Beteiligungen an der Terrot Asia Circular Knitting Machines Co.Ltd., Xiamen (China) und der Terrot Makina Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi, Istanbul (Türkei). Der angewendete Steuersatz beträgt 31,575 %. 2.1.8. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Zum 31. Dezember 2021 weist die Terrot GmbH keinen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag (Vorjahr: 5.573.336,58 EUR) aus. 2.1.9. Gezeichnetes Kapital In der Gesellschafterversammlung vom 12.11.2021 wurde eine Kapitalherabsetzung im vereinfachten Verfahren auf 0,00 EUR mit anschließender Kapitalerhöhung beschlossen. Das neue Stammkapital beträgt 79.928,00 EUR zum 31.12.2021 (Vorjahr: 1.300.000,00 EUR). Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter 1. Allgemeine Angaben. 2.1.10. Stille Beteiligungen Die stillen Beteiligungen wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. SC-Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH, Chemnitz BSV-Beteiligungsgesellschaft der Sparkasse Vogtland mbH, Oelsnitz SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Dresden Die Beteiligungsgesellschaften verpflichten sich gegenüber der Beteiligungsnehmerin einen qualifizierten Rangrücktritt für ihre Forderungen aus dem Beteiligungsvertrag zu erklären, soweit und solange dieser zur Vermeidung und/oder Abwendung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung notwendig ist. Die mit einem Gesamtbetrag zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Beteiligungen in Höhe von 1.000.020,00 EUR haben eine Restlaufzeit größer ein Jahr, davon 0,00 EUR mehr als fünf Jahre. 2.1.11. Sonderposten für Investitionszuschüsse Unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse werden die erhaltenen Investitionsfördermittel ausgewiesen, die analog zu den Abschreibungen der geförderten Anlagegegenstände aufgelöst werden. 2.1.12. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Provisionsverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen, Gewährleistungsansprüche und Personalaufwendungen ausgewiesen. 2.1.13. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 9.676.685,09 EUR durch Grundschulden sowie Sicherungsabtretung von Inventar, Waren, Forderungen und Bankguthaben gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr 10.052,19 EUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vollumfänglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 2.2. Gewinn- und Verlustrechnung 2.2.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2.2.2. Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Die Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen stellte sich in 2021 wie folgt dar:
2.2.3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen den Gewinn aus der Veräußerung von Sachanlagen sowie Zuschüsse. Zusätzlich werden hier auch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Investitionszuschüssen und Fördermitteln sowie betriebliche Nebenerträge ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit 5.444.282,02 EUR Erträge mit außergewöhnlicher Bedeutung und betreffen den Buchgewinn aus der Veräußerung der Betriebsimmobilie im Geschäftsjahr 2021. Die hier ausgewiesenen periodenfremden Erträge sind von untergeordneter Bedeutung. 2.2.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen neben Wertberichtigungen auf Forderungen, Kursverlusten sowie periodenfremden Aufwendungen im Wesentlichen Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten. Auf die Angabe des für das Geschäftsjahr berechneten Honorars des Abschlussprüfers wird unter Inanspruchnahme der Erleichterung gemäß § 285 Nr. 17 i. V. m. § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. 3. Sonstige Angaben 3.1. Arbeitnehmer im Geschäftsjahr Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:
3.2. Haftungsverhältnisse Für die insolvente Tochtergesellschaft TIS S.r.l. (vormals Terrot Italy S.r.l.) verbleibt eine Garantie in Höhe von 180,0 TEUR. Ferner bestehen Avalverbindlichkeiten als Sicherheit gegenüber Kunden in Höhe von 1.571,5 TEUR. Eine drohende Inanspruchnahme hieraus ist nicht ersichtlich. 3.3. Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. 3.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Verträgen zum Leasing technischer Anlagen und Maschinen mit einer Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren resultiert eine finanzielle Belastung von insgesamt 1.064,2 TEUR. Weitere finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen und Verträge über das Leasing anderer beweglicher Sachanlagegüter bestehen in Höhe von ca. 532,8 TEUR. Zukünftige Zahlungsverpflichtungen aus bereits getätigten Bestellungen bestehen in Höhe von rund 10,3 Mio. EUR. 3.5. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Beirats belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 0,0 TEUR. 3.6. Nachtragsbericht Die Eintragung der am 12.11.2021 durch die Gesellschafter beschlossenen bedingten Kapitalerhöhung auf 100.000,00 EUR in das Handelsregister erfolgte am 11.1.2022. Es wird auf die Ausführungen in Abschnitt 1. Allgemeine Angaben verwiesen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2021 nicht eingetreten. Bezüglich der Auswirkungen der anhaltenden Corona-Pandemie und des seit Februar 2022 bestehenden Ukraine-Konflikts sowie den damit einher gehenden allgemeinen Kostensteigerungen wird auf die Ausführungen im Lagebericht unter Ziffer 4. Chancen- und Risikobericht und 5. Ausblick verwiesen. 3.7. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 5.612.379,94 EUR ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Betrag nach Verrechnung bestehender Verlustvorträge auf neue Rechnung vorzutragen.
Chemnitz, den 28. Juli 2022 Terrot GmbH, Chemnitz Die Geschäftsführung Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeines Die Terrot GmbH entwickelt, produziert und exportiert Rundstrickmaschinen für die Textilindustrie und gehört zu den drei im obersten Segment seiner Industrie angesiedelten Unternehmen bezogen auf die Qualität seiner Maschinen. Rundstrickmaschinen kommen im Bereich der modischen Oberbekleidung und Wäsche, der funktionellen Sport- und Freizeitbekleidung sowie der Bademode, bei Matratzen, Heimtextilien und vielfach bei technischen Anwendungen zum Einsatz. Die Terrot GmbH wird von ihren Kunden als innovatives Unternehmen geschätzt und ist deren anerkannter Partner bei der Umsetzung von kundenspezifischen Anforderungen. 2. Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung verfolgt die Terrot GmbH das Ziel, das Maschinenportfolio an den hohen Anforderungen der Kunden auszurichten. Im Vordergrund stehen dabei, die Effizienz, Flexibilität und Präzision der Maschinen zu erhöhen und individuelle Lösungen für die Kunden zu schaffen. In enger Kooperation mit unseren Kunden steht dabei auch die Entwicklung neuer Gestrickvariationen im Fokus unserer Arbeit. Des Weiteren streben wir an, die Digitalisierung unserer Maschinen in 2022 stark voranzubringen und unser Dienstleistungsspektrum etwa um das Angebot von Fernwartungen und digitalen Assistenzsystemen zu erweitern und auszubauen. Im Jahr 2021 waren im Bereich Forschung und Entwicklung durchschnittlich 16 Mitarbeiter beschäftigt. Für Forschung und Entwicklung fielen Kosten von rund 1.080 TEUR an, dies entspricht einem Anteil von 3,2 % vom Umsatz. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. 3. Geschäftsentwicklung 3.1 Allgemeine Entwicklung der Geschäfts- und Rahmenbedingungen Das Jahr 2021 war wieder durch die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen für das private und geschäftliche Leben rund um die ganze Welt geprägt. Die im zweiten Halbjahr 2020 begonnene Erholungsbewegung an den Märkten setzte sich in 2021 unvermindert fort. Entsprechend konnte die Terrot GmbH von diesem weltweiten Trend profitieren und den Umsatz und das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erheblich verbessern. Das Ungleichgewicht der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklungen und die unterschiedlichen Einschränkungen in den einzelnen Regionen durch die Corona-Pandemie führten in der Folge zu anhaltenden Problemen in der globalen Warenlogistik, vor allem in der Seeschifffahrt. Versorgungsengpässe von Rohstoffen und Elektronikkomponenten störten im Jahr 2021 die Wirtschaft weltweit und auch die Terrot GmbH. Getrieben durch die steigende Nachfrage, gestörte Lieferketten und Angebotsengpässe waren Preissteigerungen bei Rohstoffen und Transportkosten teils erheblich. In der Folge gab es ein spürbares Umdenken der Marktteilnehmer hin zu einer Verkürzung der Lieferketten und einer höheren Bevorratung. Die aktuelle Entwicklung gebietet weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit und erfordert, dass die Bemühungen zur größtmöglichen Diversifizierung des Geschäfts fortzusetzen sind. Der seit Jahren anhaltende Preiswettbewerb setzte sich auch in 2021 weiter fort. 3.2 Geschäftsverlauf Die Terrot GmbH konnte im Geschäftsjahr 2021, trotz der Störungen durch die Corona-Pandemie, den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erheblich steigern. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz um 8.825 TEUR auf 33.748 TEUR. Der Gesamtumsatz wurde zu 19 % in Europa und zu 81 % im sonstigen Weltmarkt erzielt. Die Hauptabsatzmärkte in 2021 waren Türkei, USA, Indien und China mit einem Gesamtanteil von 65 % an den Umsatzerlösen. Insgesamt haben wir in 28 Ländern Maschinengeschäfte realisiert. Das Geschäft mit Spezialmaschinen, welche sich gegenüber den Standardmaschinen durch einen deutlich höheren Komplexitätsgrad, aber auch einen höheren Verkaufspreis auszeichnen, konnte gegenüber dem Vorjahr verstärkt abgesetzt werden. In 2021 verzeichnete die Terrot GmbH eine Steigerung in der Gesamtleistung um 49 % gegenüber dem Vorjahr. Durch den Verkauf der Betriebsimmobilie sind die sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber dem Vorjahr besonders gestiegen. Neben dem operativen Ergebnis hatte der Verkauf der Betriebsimmobilie großen Anteil am Jahresüberschuss. In 2021 wurden die Liquiditätssituation weiter stabilisiert und entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Liquiditätslage eingeleitet. Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf 2021 als positiv, aber herausfordernd. 3.3 Wirtschafts- und Ertragslage In 2021 beliefen sich die Umsatzerlöse auf 33.748 TEUR gegenüber 24.923 TEUR im Vorjahr, dabei stieg die Gesamtleistung von 23.311 TEUR auf 34.646 TEUR. Der Materialaufwand erhöhte sich von 13.500 TEUR in 2020 auf 20.472 TEUR in 2021. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung stieg von 58 % im Geschäftsjahr 2020 auf 59 % in 2021. Im Geschäftsjahr 2021 belief sich der Personalaufwand auf 8.264 TEUR nach 6.776 TEUR in 2020. Durch das angestrebte Wachstum bei Umsatz und Gesamtleistung wird sich der Personalaufwand in 2022 weiter erhöhen. Im Geschäftsjahr 2021 verbesserte sich das Betriebsergebnis der Terrot GmbH von -1.855 TEUR auf +544 TEUR. Das Jahresergebnis stieg von -3.820 TEUR auf +5.612 TEUR. Die Reichweite des Auftragsbestands nahm im Jahresverlauf kontinuierlich zu. In 2021 sank die Rohertragsquote im Vergleich zum Vorjahr leicht ab. Das EBIT 2021 konnte gegenüber dem Vorjahr verbessert werden und ist wieder positiv. 3.4 Vermögenslage und Investitionen Zum 31. Dezember 2021 wies die Terrot GmbH eine Bilanzsumme von 18.153 TEUR aus und liegt damit 1.056 TEUR über dem Wert vom 31. Dezember 2020. Schwerpunkt der Investitionen in 2021 lag in der Restrukturierung der Terrot GmbH, insbesondere bei den Finanzanlagen. Weitere Investitionen wurden in die technischen Anlagen und Maschinen, zum Ausbau der eigenen Teilefertigung, getätigt. Des Weiteren wurde in den Bereich Forschung & Entwicklung sowie Software investiert. Die ausgewiesenen Vorräte (unter Berücksichtigung von erhaltenen Anzahlungen) haben sich insgesamt um 791 TEUR erhöht. Die größten Veränderungen innerhalb der Position ergaben sich zum Stichtag insbesondere aus dem Aufbau von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Dem Anstieg der Vorräte steht eine Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen gegenüber. Mit dem Umsatzwachstum sind in gleicher Weise die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Stichtagsbezogen ergab sich ein hoher Ausweis in den sonstigen Vermögensgegenständen, dieser ist aktuell bereits wieder abgebaut. Im Jahresverlauf 2021 stiegen die Verbindlichkeiten um 1.399 TEUR an. 3.5 Finanzlage Der operative Cashflow aus laufender Tätigkeit war positiv und belief sich auf rund 84 TEUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr auf -729 TEUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -1.178 TEUR und betrifft die Rückführung von Bankverbindlichkeiten und die Zahlung von Zinsen. Aufgrund des Finanzmittelbestands und der eingeräumten Kreditlinien war die Liquidität während des gesamten Geschäftsjahrs 2021 in einer angespannten Situation, aber gesichert. Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir von einer zunehmend verbesserten Liquiditätslage aus. Durch die konsequente risikobewusste Ausrichtung von Einkauf und Vertrieb waren Inflations- und Wechselkurseinflüsse auf die Finanz- und Vermögenslage von untergeordneter Bedeutung. 3.6 Leistungsindikatoren und Mitarbeiter Wesentliche Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen sind die Reichweite des Auftragsbestandes, die Rohertragsquote und der EBIT. Weiterhin ist ein positiver Cashflow für die Selbstfinanzierung und Stabilität der Unternehmung wichtig. Im Jahr 2021 waren in unserem Unternehmen durchschnittlich 173 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 94 gewerbliche Mitarbeiter, 74 Angestellte und 5 Auszubildende. 4. Chancen- und Risikobericht Unsere Geschäftspolitik ist darauf gerichtet, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kontinuierlich zu verbessern. Die größte Gefahr geht weiterhin von instabilen Rahmenbedingungen in Folge der Corona-Pandemie aus. Nachfragerückgänge sind in Abhängigkeit vom zukünftigen Verlauf der Corona-Pandemie ein Risikofaktor. Insbesondere die Störungen in den Lieferketten können zu Materialengpässen und weiter steigenden Logistikkosten führen. Auch die Folgen des Ukraine-Konflikts können sich nachteilig auf die Ertragslage auswirken. Durch eine steigende Inflation kann es mittelfristig zur Kaufzurückhaltung auf der Kundenseite kommen. Auch wachsende Fluktuationen in den Devisenmärkten könnten sich nachteilig für unser Geschäft auswirken. Es ist für uns deshalb eine sehr fordernde Aufgabe, die restriktive Risikopolitik mit den Marktbedingungen zu vereinen und gleichzeitig sich ebenfalls auftuende Chancen zu nutzen. Währungseinflüsse sollen durch die konsequente Fakturierung in EUR minimiert und Forderungen an Kunden in schwer einschätzbaren Märkten abgesichert werden. Zunehmende Preiserhöhungen für Rohstoffe, Logistik und Energie können Einfluss auf das operative Geschäft der Gesellschaft haben. Die Herausforderung für uns besteht darin, in Anbetracht des starken Preiswettbewerbs in unseren Märkten diese Preiserhöhungen auf unsere Produkte umlegen zu können. Fordernd stellt sich die Liquiditätssteuerung in der aktuellen Lage dar. Die eingeführten Maßnahmen zum Controlling der Liquiditätsflüsse werden genutzt, um das Risiko von Engpässen frühzeitig erkennen und aktiv Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Für die Verbesserung der Finanz- und Ertragslage ist ein ausreichender Auftragseingang zwingend erforderlich. Um frühzeitig auf Ausschläge in dieser Kennzahl reagieren zu können, wird ein konzentriertes Reporting genutzt und findet ein enger Austausch mit unseren Handelsvertretungen und Marktteilnehmern statt. Die aktuell laufenden Sanierungsmaßnahmen und deren Erfolge minimieren die bestehenden Risiken. Potenzielle Chancen im Absatzmarkt bestehen insbesondere durch eine Stabilisierung der Lage in der Corona-Pandemie und der damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Lage und einem entstandenen Nachholbedarf an Investitionen seitens der Kunden. Durch die zu beobachtenden Veränderungen in der Wirtschaftspolitik von Entwicklungsländern hin zur Industrialisierung, sehen wir weitere Absatzchancen im Bereich der Standardmaschinen sowie Spezialmaschinen. Darüber hinaus sehen wir Chancen zur Verbesserung der Ertragslage und der Liquidität in der Umsetzung des Sanierungskonzepts. Dieses zielt ab auf die Optimierung unserer internen Prozesse, erarbeiteter Kostensenkungsmaßnahmen in den Bereichen Konstruktion, Beschaffung und Produktion sowie des Produktportfolios. In der Erschließung neuer und der Optimierung bestehender Märkte sehen wir weiterhin Chancen unser Geschäft positiv zu entwickeln. 5. Ausblick Trotz der noch anhaltenden Corona-Pandemie und des Ukraine-Konflikts gehen wir für 2022 von einem weiterhin positiven Sentiment im Textilsektor und von einem nochmals spürbaren Umsatzzuwachs aus. Die Auftragseingänge aus den ersten Monaten bestätigen diese Erwartung. In der Folge erwarten wir in 2022 ein positives operatives Ergebnis. Wir gehen davon aus, dass die Rohertragsquote im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr stabil bleibt. Für 2022 erwarten wir auch ein positives EBIT und EBT. Die Auftragslage hat sich im ersten Quartal 2022 überdurchschnittlich entwickelt und deutet auf eine stabile Fortsetzung im Jahresverlauf hin. Die Reichweite des Auftragsbestands ist für die nächsten Monate gesichert. In 2022 wird sich die Liquiditätssituation aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen weiter verbessern. Dies wird sich in einem höheren Cashflow im Vergleich zu 2021 widerspiegeln. Der Preiswettbewerb mit anderen Marktteilnehmern wird sich voraussichtlich, auch über das Jahr 2022 hinaus, in allen Märkten fortsetzen. Für den erfolgreichen Fortbestand der Gesellschaft werden die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage und Liquidität weiter umgesetzt.
Chemnitz, den 28. Juli 2022 Die Geschäftsführer Dirk Lange Robert Czajkowski Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021Die Gesellschafterversammlung vom 19.09.2022 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2021 mit einer Bilanzsumme von 18.153.245,83 EUR und einem Jahresüberschuss von 5.612.379,94 EUR festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss der Terrot GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Terrot GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten "3.2 Geschäftsverlauf", "3.5 Finanzlage" und "5. Ausblick" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Wie in den Abschnitten 3.2, 3.5 und 5. des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Chemnitz, den 28. Juli 2022 RSM
GmbH
Hesse, Wirtschaftsprüferin Kuhlmann, Wirtschaftsprüfer |
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