BLUME-Lagertechnik GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephanie Bahr seit 30.3.2022 | Prokura |
Olaf Holzapfel seit 1.2.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 60.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BLUME-ROLLEN GMBHRadevormwaldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023BLUME-ROLLEN GMBH, RADEVORMWALDAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG zum 31. Dezember 2023der BLUME-ROLLEN GMBHRadevormwaldI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die BLUME-ROLLEN GMBH hat ihren Sitz in 42477 Radevormwald, Röntgenstraße 1-3, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 37536 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der BLUME-ROLLEN GMBH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den §§ 265 ff. HGB in Verbindung mit ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB). III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB), da es bisher ein Unternehmen mit funktionierendem Geschäftsmodell und guter Ausstattung mit Liquidität, Eigenkapital und Ertragskraft ist und diese Unternehmensbasis sich durch den Ukraine-Krieg nicht nachhaltig verschlechtert hat. Für den Jahresabschluss sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten abzüglich etwaiger Anschaffungskostenminderungen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet, und zwar unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Erkennbare Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, mangelnder Veräußerbarkeit oder wegen zum Bilanzstichtag gesunkener Marktpreise ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mittels Zuschlagskalkulation bewertet. Zu Kontrollzwecken erfolgte die Bewertung zusätzlich mit retrograd ermittelten Herstellungskosten, wobei die voraussichtlichen Kosten der allgemeinen Verwaltung und die Vertriebskosten gekürzt wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die gegen verbundene Unternehmen sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehaftete Forderungen werden durch Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen zum Niederstwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko, Skonti, Mahnkosten und Zinsen werden durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Nominalwerten bilanziert. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit dem Anschaffungswert bzw. zum niedrigeren Kurswert am Bilanzstichtag ausgewiesen. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungen des Geschäftsjahres ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Sie basieren auf einem versicherungsmathematischen Gutachten. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck, ein Rententrend von 2,7 % sowie eine Tarifentwicklung von 2,708 % und ein durchschnittlicher Marktzinssatz verwendet, der sich bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren als Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre ergibt. Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Zinssatz aus den vergangenen zehn Jahren (1,82 %) und dem durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 31. Dezember 2023 (1,74 %) beträgt 8.652,00 EUR. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB. Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen zurückgestellte Beträge für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden unter Berücksichtigung künftiger Kostenveränderungen abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen des Geschäftsjahres, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag sind. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Der Anlagenspiegel ist als Anlage zu diesem Anhang beigefügt. Beteiligungen im Sinn des § 271 Abs. 1 HGB:
*) gemäß vom jeweiligen Steuerberater
erstellten Jahresabschluss.
2. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen in Höhe von 17 TEUR (Debitorische Kreditoren) ausgewiesen. 3. Ausschüttungssperre Der Gesamtbeitrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 9 TEUR. Dieser Gesamtbetrag resultiert ausschließlich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellung. 4. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
*) Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von
1.836.023,50 EUR mit Bankbürgschaften besichert.
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung von Wertpapieren in Höhe von 171 TEUR enthalten. 2. Mindeststeuergesetz In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen/-erträge in Höhe von 0 TEUR enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben. VI. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse betreffen Anzahlungs- und Gewährleistungsgarantien und betragen 815 TEUR (VJ: 334 TEUR). Derzeit besteht kein Risiko aus der Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse, da die Aufträge abgearbeitet werden. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, zahlbar in 2024 (24 TEUR), 2025 (10 TEUR), 2026 (8 TEUR) und 2027 (4 TEUR). Infolge der abgeschlossenen Leasing- und Mietverträge wurde die Liquidität um 152 TEUR geschont. 3. Leitungsorgane Geschäftsführer:
4. Anzahl der Mitarbeiter
5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Die weiterhin andauernde russische Invasion in der Ukraine mit den damit verbundenen Sanktionen kann Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft haben. Die gesetzlichen Vertreter werden die Situation weiterhin laufend überwachen und ggf. mögliche Gegenmaßnahmen einleiten. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet. 6. Ergebnisverwendungsvorschlag der GeschäftsführungDer Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 883.001,25 EUR der BLUME-ROLLEN GMBH, Radevormwald, zuzüglich des Gewinnvortrages von 7.983.705,58 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Radevormwald, den 09. Juli 2024 gez. Olaf Holzapfel, Geschäftsführer ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023derBLUME-ROLLEN GMBH, Radevormwald
Lagebericht zum 31.12.20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die BLUME-ROLLEN GMBH ist ein mittelständisches Unternehmen und hat sich als Komplettanbieter für die Stückgut-Fördertechnik und Lagertechnik spezialisiert. Sie plant, konstruiert, programmiert, fertigt und montiert maßgeschneiderte Intralogistik für die gesamte Produktpalette der Förder- und Lagertechnik. Dabei arbeitet sie stets eng mit den Kunden zusammen, um die Anlagen und Komponenten für das jeweilige Fördergut und die Durchsatzleistung zu individualisieren. Als Spezialist für Förder- und Lagertechnik beliefert sie zahlreiche Branchen - beispielsweise die Automobil- und Zuliefererindustrie, Produktionsbetriebe, Logistik, Distribution oder Chemie und Pharma. Durch eine hohe Fertigungstiefe entwickelt der Betrieb immer wieder effiziente Sonderlösungen und ermöglicht somit effiziente Prozesse in der Produktion, um die gesamte Bandbreite von leichten bis schweren Stückgütern durch unsere Produkte horizontal und vertikal an den richtigen Ort transportieren und lagern zu können. Personalbereich Die Personalfluktuation ist in unserem Unternehmen nach wie vor sehr gering. Wir bieten jährlich Ausbildungsplätze an, damit unser zukünftiges Wachstum gesichert wird. Partiell werden Neueinstellungen vorgenommen, um aus Altersgründen in den Ruhestand tretende Mitarbeiter zu ersetzen und die Altersstruktur zu verjüngen. Auch der Bereich unserer Elektroabteilung wird mit Personal ausgebaut. In den Bereichen Elektrotechnik und Montage haben wir zusätzliche Ausbildungsstellen geschaffen, um dem Fachkräftemangel auch in Zukunft entgegenzuwirken. Alle Neueinstellungen werden von der Zentrale in Radevormwald verantwortlich koordiniert. Zweigniederlassung Durch die modulare Erweiterung unseres ERP-Systems und die weitere Verbesserung unserer einheitlichen Datenbasis, sind die beiden Werke Radevormwald und Lutherstadt Wittenberg noch enger verbunden. Damit einhergehend sind die Prozesse fortlaufend standardisiert worden, sodass wir die Synergien im konstruktiven und fertigungstechnischen Bereich sowie im Einkauf optimieren konnten. Die Aufträge können in Abstimmung mit dem Stammhaus effektiv, termingerecht und in einer sehr hohen Qualität abgewickelt werden. Tochtergesellschaften Wir unterhalten seit vielen Jahren eine Tochtergesellschaft in Frankreich, die überwiegend die fördertechnischen Komponenten des Stammhauses und ergänzende lokale Produkte vertreibt. Der erreichte Marktanteil ist weiterhin noch ausbaufähig. Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2023 um 8,7 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das entsprach unseren Erwartungen aufgrund der Auftragslage und der Liefereffekte des Ukraine-Kriegs. Das Berichtsjahr wurde mit einem Verlust in Höhe von 5,7 TEUR abgeschlossen. Der Geschäftsbereich BLUME-Lagertechnik wurde im Mai 2014 in die BLUME-Lagertechnik GmbH ausgelagert und tritt als Gesamtauftragnehmer mit Komplettlösungen für die Lagerlogistik am Markt auf. Das Angebotsportfolio beinhaltet die Planung und Projektierung sowie die Lieferung und Inbetriebnahme von vollautomatischen Hochregal- und Kleinteilelagern, inkl. Regalsystemen, Regalbediengeräten und Lagerverwaltungssystemen - sowohl für Neuanlagen als auch für die Lagermodernisierung (Retrofit). Das Geschäftsjahr 2023 liegt unter unseren Erwartungen. Zum 31.12.2023 betrug das wirtschaftliche Eigenkapital 1.369,7 TEUR bei einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 8,0 TEUR. Am 02.09.2020 wurde eine Tochtergesellschaft der BLUME-Lagertechnik GmbH, die BLUME- Automation GmbH, gegründet und zum 01.01.2021 am Markt eingeführt. In der BLUME-Automation GmbH wird die Entwicklung und Programmierung von Elektrosteuerungen sowie Service und Hotline in diesem Bereich für Maschinen und Anlagen, insbesondere in der Produktions-, Lager- und Distributionslogistik umgesetzt. Zum 31.12.2023 betrug das wirtschaftliche negative Eigenkapital 187,9 TEUR bei einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 229,5 TEUR. 1.2 Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2021 wurde mit der Entwicklung eines "BLUME" Teleskopgurtförderers Typ WFT begonnen. Dieser "BLUME" Teleskopgurtförderer, welcher in mehreren Varianten gefertigt werden soll, eignet sich besonders zum schnellen Be- und Entladen von LKWs, Containern, Aufliegern oder Wechselbrücken. Neben schneller und effizienter Be- und Entladung sorgen die "BLUME" Teleskopgurtförderer auch für ergonomisch verbesserte Arbeitsbedingungen für die Bediener. Mit der ausfahrbaren Version müssen Waren nur noch selten getragen werden und Abgabestellen lassen sich ganz einfach per Tasterdruck direkt vom Bediener festlegen. Die Markteinführung ist auf den Logistikmessen "LogiMAT" 2022 und 2023 in Stuttgart durchgeführt und von den Besuchern sehr interessiert aufgenommen worden. Die daraus resultierten Projekte sind angeboten und wir erwarten im Geschäftsjahr 2024 die ersten Bestellungen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde dazu ein "BLUME" Teleskoprollenförderer Typ RFT entwickelt und wurde in 2023 in einem Testfeld eingesetzt und geprüft. Durch diese technische Innovation und Standardisierungen werden intralogistische Lösungen kostengünstiger und flexibler einsetzbar. Diesen Weg geht die BLUME-ROLLEN GMBH konsequent weiter. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Gesamtwirtschaft Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken, sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statischen Bundesamtes, bei einer Pressekonferenz in Berlin. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen hätten die Konjunktur gedämpft. Hinzu seien ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland gekommen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 habe sich somit nicht fortgesetzt, so Brand. Die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung ist Destatis zufolge im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich verlaufen. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe, ohne Baugewerbe, sei insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurückgegangen. Entscheidend dafür sei eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung gewesen. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, sei im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus gewesen (-0,4 Prozent). Positive Impulse seien hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau gekommen. Dagegen seien Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut gesunken, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Laut Destatis machten sich im Baugewerbe neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon sei vor allem der Hochbau betroffen gewesen. Dagegen sei die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert worden. Insgesamt habe das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 Prozent erreicht. Die meisten Dienstleistungsbereiche hätten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten können und die Wirtschaft im Jahr 2023 gestützt. Der Anstieg sei aber insgesamt schwächer ausgefallen als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs habe der Bereich "Information und Kommunikation" mit einem Plus von 2,6 Prozent verzeichnet. Er habe damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte angeknüpft. Der Bereich "Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit" (+1,0 Prozent) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 Prozent) konnten Destatis zufolge ebenfalls leicht zulegen. Dagegen sei die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich "Handel, Verkehr und Gastgewerbe" um 1 Prozent zurückgegangen. Private und staatliche Konsumausgaben sanken Destatis zufolge nahm der private Konsum angesichts hoher Verbraucherpreise im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Von Rückgängen seien vor allem die Bereiche betroffen gewesen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Demnach seien die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte besonders stark gesunken (-6,2 Prozent). Auch der Staat habe im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben reduziert (-1,7 Prozent). Das habe vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona- Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern gelegen. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sind Destatis zufolge im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 Prozent gesunken. Neben den hohen Baupreisen hätten sich hierbei die spürbar gestiegenen Bauzinsen ausgewirkt, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale seien lediglich vom Ausbaugewerbe gekommen, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - sei dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert worden als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu habe vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen beigetragen, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Laut Destatis haben sich die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar gemacht - dieser sei trotz sinkender Preise zurückgegangen. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt 1,8 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust Wie Destatis bekannt gab, wurde die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das seien 0,7 Prozent oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor gewesen und somit so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung habe 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zugenommen. Hinzu sei eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung gekommen. Diese positiven Effekte hätten die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels überwogen. Der Beschäftigungsaufbau habe 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen stattgefunden. Nach vorläufigen Berechnungen von Destatis haben die staatlichen Haushalte das Jahr 2023 mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro beendet. Das seien etwa 14 Milliarden Euro weniger als 2022 gewesen (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund habe sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern können. (Quelle: Destatis. Bundesbank) Branchenentwicklung Der VDMA-Fachbereich Fördertechnik und Intralogistik zieht ein positives Fazit für das Jahr 2023 - volle Auftragsbücher und ein starkes Wachstum im Produktionsvolumen. Die statistischen Daten zeigen: Mit geschätzt 27 Mrd. Euro lag das Produktionsvolumen 9 % über dem des Vorjahres 2022. Nach leichten Startschwierigkeiten in der ersten Jahreshälfte 2023 legten die Aufträge in einigen Bereichen und damit auch die Produktion im 2. Halbjahr deutlich zu. "Das Jahr hat sich damit deutlich besser entwickelt als erwartet. Grund dafür war ein starkes Auslandsgeschäft und eine deutlich gestiegene Investitionsbereitschaft der Kundenbranchen", sagt Jan Drömer, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik und CIO der ek robotics GmbH. Für das laufende Jahr 2024 rechnet der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik mit einem Wachstum von 2 %. "Aktuell deutet der Auftragseingang auf eine verhalten positive Entwicklung hin. Auch die jüngsten Exportdaten haben sich auf ein ähnliches Niveau eingependelt, sodass wir derzeit von einem moderaten Wachstum über alle Produktbereiche der Intralogistik hinweg ausgehen", äußert sich Drömer. Export von Fördertechnik- und Intralogistiklösungen Auch der Export von Fördertechnik- und Intralogistiklösungen ist 2023 laut Statistik gewachsen: ein Exportvolumen von 20,4 Mrd. Euro und damit 13 % Zuwachs gegenüber 2022. Wichtigster Handelspartner bleibt die USA. Hier legten die Exporte um 28 % auf 2,7 Mrd. Euro zu. Ebenfalls unverändert auf Rang zwei liegt Frankreich mit einem Exportvolumen von 1,4 Mrd. Euro (+20 % im Vergleich zum Vorjahr). Es folgen Italien und Großbritannien mit jeweils knapp 1 Mrd. Euro. China liegt mit einem Exportvolumen von 531,7 Mio. Euro auf Rang 10 der Abnehmerländer. Insgesamt zeigte sich der europäische Binnenmarkt für die deutschen Anbieter sehr robust. Circa 64 % des Gesamt-Exportvolumens (12,4 Mrd. Euro) gingen an die benachbarten EU-27- sowie die anderen europäischen Länder. Hier wuchs der Export im Vergleich zu 2022 um 8 %. (Quelle: VDMA) 2.2 Geschäftsverlauf sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Betriebsleistung im Berichtszeitraum war geprägt durch eine überwiegend zufriedenstellende Auslastung. Im Jahr 2023 war ein insgesamt guter Auftragsbestand zu verzeichnen, der zum Jahresende durch überproportionale Auftragseingänge eine Steigerung erfuhr. Der Rohertrag im Geschäftsjahr 2023 ist bei erweiterter Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 5,2 % gestiegen. Der steigende Aufwand des Personals ist mit 231 TEUR auf 7.836 TEUR im Wesentlichen auf die erhöhten Personalkosten zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 373 TEUR vor allem aufgrund der erhöhten Beratungskosten, Reisekosten, Wartungen, Rechtskosten, Einzelwertberichtigungen sowie Personalbeschaffungskosten, Fortbildungen und Schulungen gestiegen. Trotzdem konnte das Ergebnis um 65 TEUR gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Bilanzsumme verringerte sich im Berichtszeitraum um 2,5 %. Dies ist auf der Aktivseite neben der Bestandsminderung der Vorräte auf die gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 553 TEUR erhöht bei reduzierten sonstigen Verbindlichkeiten sowie erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Summe von 1.426 TEUR. Daneben sind einzelne Passivposten erhöht. Infolge der Minderung der Bilanzsumme zum 31.12.2023 hat sich das um 553 TEUR gestiegene wirtschaftliche Eigenkapital in der Eigenkapitalquote von 48,8 % auf 53,0 % deutlich erhöht. Der ordentliche Cash-flow (I) ist gegenüber dem Vorjahr von 1.061 TEUR um 14 TEUR auf 1.075 TEUR gestiegen. Der Cash-flow (II) inkl. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie des Bestandes an erhaltenen Anzahlungen und Bestellungen ist im Saldo um 358 TEUR auf 2.216 TEUR gestiegen. Die zugesagten, nicht ausgenutzten Kreditlinien belaufen sich auf 1.494.846,02 EUR. Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 war zufriedenstellend. 2.3 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsleitung nutzt als finanziellen Leistungsindikator den Rohertrag. Ein wichtiger Baustein der Firmenphilosophie ist die gute Produktqualität, die sich in der seit 1995 kontinuierlichen Auditierung und Zertifizierung unseres Qualitätsmanagementsystems nach DIN ISO 9001 dokumentiert. In 2023 wurde das Überwachungsaudit nach DIN ISO 9001:2015 erfolgreich, ohne Mängel durchgeführt und ist bis 2025 gültig. Um eine ständig hohe Qualität zu gewährleisten, sind auch in 2023 interne Audits zur Sicherung unserer Prozesse durchgeführt worden. Die hohe Kundenzufriedenheit und hohe Motivation unserer Mitarbeiter/innen liegt auch darin begründet, dass das Unternehmen die Prinzipien der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung umsetzt. Die Fortbildungsmaßnahmen stellen sicher, dass die Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand der Technik sind und auch die zukünftigen Anforderungen unserer Kunden erfüllen können. 2.4 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens und des Geschäftsverlaufes Der Geschäftsverlauf war im gesamten Jahr 2023 weiterhin durch den Ukraine-Krieg geprägt. Durch die gute Auftragslage war der Geschäftsverlauf positiv, jedoch waren weiterhin die erhöhten Materialkosten und die erschwerte Materialbeschaffung / Materialverfügbarkeit sowie die förmlich explodierten Energiekosten für Strom, Gas und Öl, welche sich im Ergebnis niedergeschlagen haben, zu berücksichtigen. Die Fortführung der Schulungs- und Verbesserungsmaßnahmen sowie die weitere Optimierung von Arbeitsprozessen und Fortführung der Standardisierungen unserer Förderelemente trugen dazu bei, dass die Aufträge im Anlagenbau in Bezug auf die Materialengpässe immer noch mit einer vertretbaren Durchlaufzeit abgewickelt werden konnten. Durch das steigende Wachstum in der Intralogistik konnte auch ein hoher Auftragseingang verzeichnet werden. Durch Großaufträge wurde bis zum Jahresende und jahresübergreifend ein zufriedenstellender Auftragsbestand gesichert. Die Umsatzziele für 2023 wurden umgesetzt. Das Ergebnis war unter den Umständen und den Folgen des Ukraine-Kriegs zufriedenstellend. Weiterhin wurden die Automatisierungskonzepte kontinuierlich angepasst und das Kerngeschäft gestärkt. Komplettierung, Weiter- und Neuentwicklung vom Produktprogramm, Gestaltung zukunftsweisender Lieferketten-Lösungen und Gesamtlinien-Konzepte wurden umgesetzt und weitergeführt. Komplexe Serviceangebote über Wartungen und Hotline-24/7 Service (Service, 24 Stunden - 7 Tage die Woche) wurden im Firmenverbund (BLUME-ROLLEN, BLUME-Lagertechnik und BLUME- Automation) ausgearbeitet und offeriert. In unserem Zweigwerk in Lutherstadt Wittenberg wurden die Synergien durch fertigungstechnisch optimierende Aufteilung von Aufträgen zwischen den beiden Werken weiter erfolgreich umgesetzt und ausgebaut. Um die Stärkung der Kundentreue und des BLUME-kundenspezifischen Service auszubauen, wurde durch die BLUME-Lagertechnik GmbH bereits im Jahr 2020 eine neue Gesellschaft, die BLUME- Automation GmbH, gegründet. Die BLUME-Automation GmbH entwickelt in Zukunft Elektrosteuerungen und leistet dafür den Service einschl. Hotline. Die fortlaufende Umsetzung der gesetzten Ziele wird konsequent durchgeführt und sichert die langfristige Erfolgsstrategie der BLUME-ROLLEN GMBH. 3. Prognosebericht BLUME-ROLLEN GMBH kann auf ausgezeichnete Marktkenntnisse verweisen und schafft somit beste Voraussetzungen, um Marktnischen zu erkennen, Kundenbedürfnisse zu erfassen und passende Lösungen anzubieten. Wir fokussieren uns daher neben unseren Standardprodukten ganz bewusst auch auf Sonderlösungen, um diese Produkte in Nischenmärkten zu positionieren, und versuchen dort, eine hohe Präsenz aufzubauen. Das breit aufgestellte Produktsortiment ist ein fester Bestandteil in den Geschäftsbereichen der BLUME- Förderelemente, BLUME-Förderanlagen, BLUME-Lagertechnik und der BLUME-Automation, um sich von einer schwächelnden Europäischen Wirtschaft unabhängiger zu machen. Dies bezieht sich überwiegend auf eine Vielzahl unterschiedlicher Abnehmerbranchen. Unsere Zielsetzung ist weiterhin eine ausgleichende Struktur zu schaffen und damit weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen zu werden. Im Jahr 2024 wird der Fokus weiter auf die Optimierung der Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette liegen. Der Auftragsbestand zu Beginn des Jahres 2024 liegt über Vorjahresniveau und sichert die Grundauslastung. Die kumulierten Auftragseingänge zum Ende des 1. Quartals 2024 liegen unter dem Vorjahresniveau, jedoch im Plan. Unsere geschäftliche Perspektive für das Wirtschaftsjahr 2024 beurteilen wir aufgrund der Auftragslage und der konkreten Projekte positiv und erwarten einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Gegenüber dem Berichtsjahr erwarten wir eine Fortsetzung der Ertragslage auf dem Niveau des durchschnittlichen Gewinns der letzten Jahre, dies bei einem stabilen und positiven Cashflow, jedoch mit folgender Anmerkung: In unserer mittelfristigen Planung - unterstellt wird eine weiter grundsätzlich positive wirtschaftliche Entwicklung - gehen wir von einer moderaten Umsatzsteigerung mit einer angemessenen Investitionstätigkeit aus. Die möglichen Auswirkungen sich eventuell verschlechternder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen werden vorsorglich als Alternativszenario mitberücksichtigt. Für das Jahr 2024 erwarten wir ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Frankreichs Wirtschaft zeigt sich auch 2023 widerstandsfähig. Das Land hat nach Bericht der Zentralbank Banque de France ein reales Wachstum von 0,9 Prozent erreicht. Die Geschäftsstimmung ist zum Jahresende hingegen schlecht. Im Jahr 2023 fiel der Geschäftsklimaindex laut Statistikamt INSEE auf 97,7 Punkte, ein seit 2021 nicht mehr erreichter Tiefstand. Geopolitische Unsicherheiten, eingedämmte, aber nach wie vor hohe Energiekosten und eine schwache internationale Nachfrage drücken die wirtschaftliche Entwicklung bis ins nächste Jahr hinein. Die Zentralbank erwartet daher auch für 2024 ein nur geringes Wachstum der Wirtschaftsleistung von real 0,8 Prozent. Unternehmensinvestitionen haben sich 2023 mit einem Plus von 3,1 Prozent durchaus lebhaft entwickelt, werden aber nach Prognosen der Zentralbank im Jahr 2024 mit 0,6 Prozent nur noch schwach zulegen. Angesichts steigender Finanzierungskosten und unsicherer Konjunkturaussichten nimmt die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und damit die Nachfrage nach Maschinen, Kfz und Baumaßnahmen ab. Diejenigen Firmen, die finanziellen Spielraum haben, investieren hingegen verstärkt in Energieeffizienz, Autonomie bei der Energieversorgung und in die Dekarbonisierung der Produktion. Der Außenhandel erholt sich langsam. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 hatte Frankreich noch ein Rekorddefizit in der Wirtschaftsleistung von knapp 124 Milliarden Euro eingefahren. Im gleichen Zeitraum 2023 sank dieses Defizit auf 81,3 Milliarden Euro. Anziehende Ausfuhren von Kfz, aber auch von Raffinerieprodukten schieben die Exporte an. Die Ausfuhren stiegen laut den Zollbehörden in den ersten drei Quartalen 2023 um nominal 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Importe hingegen gehen in den ersten drei Quartalen um 4,7 Prozent zurück. Sinkende Preise bei chemischen Vorprodukten sowie ein Rückgang bei Importen von Elektrizität und Konsumgütern entlasten die Außenhandelsbilanz. Auch Industriemaschinen und Elektronik werden weniger eingekauft. (Quelle: GTAI) Bei der französischen Gesellschaft erwarten wir für 2024 unter Berücksichtigung der Auftragslage, der hohen Energiekosten und des Ukraine-Kriegs ein stagnierendes Ergebnis im Vergleich zum Berichtsjahr. Die BLUME-Lagertechnik GmbH erreichte die gesetzten Ziele im Berichtsjahr nicht. Ausschlaggebend dafür war der niedrige Auftragsbestand und die vernachlässigte Akquise durch den alten Geschäftsführer in den Jahren 2021 und 2022, durch welchen keine aktuell laufenden Angebote erstellt wurden und somit auch keine ausreichende Auftragsbasis geschaffen war. Ein ausgeglichenes Ergebnis im Berichtsjahr 2023 wurde knapp verfehlt. Unsere geschäftlichen Perspektiven für das Jahr 2024 beurteilen wir aufgrund der Auftragslage und der angebotenen Projekte eher verhalten, da die Projektvorlaufzeiten größer einem Jahr entsprechen. Wir erwarten einen höheren Umsatz zum Vorjahr. Für das Jahr 2024 erwarten wir ein leicht verbessertes Ergebnis zum Vorjahr. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Risiken Risiken - soweit sie erkennbar waren - sind durch angemessene Rückstellungen berücksichtigt. Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Geschäftsvorfälle zu verzeichnen, die für diesen Bilanzbericht 2023 von Bedeutung gewesen wären. Allerdings ist von besonderer Bedeutung die schwächelnde Wirtschaft in Europa und das krisengeprägte Umfeld sowie der weiterhin herrschende Ukraine-Krieg, welcher unser Leben negativ beeinflusst. Dazu kommen erschwerend abschwächend hohe Energiepreise und eine abgeschwächte Inflation. Vom Management sind grundsätzlich vorbeugende Systeme installiert, um Risiken für das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen, zu verhindern bzw. denen entgegenzuwirken. Es werden grundsätzlich keine Termin- und/oder Wechselgeschäfte abgeschlossen. Weiterhin werden keine Währungsgeschäfte getätigt und unsere Forderungen und Verbindlichkeiten werden ausschließlich in EURO fakturiert. Das Risiko bei Anlagenaufträgen und bei Lagerprojekten wird durch eine möglichst präzise Beschreibung des vereinbarten Liefer- und Leistungsumfangs in der Auftragsbestätigung begrenzt. Die Bonität der Kunden wird ausreichend beachtet und geprüft. Dadurch waren die Forderungsausfälle vergleichbar gering. Für die wesentlichen Bereiche unseres Geschäftsbetriebs besteht ausreichender Versicherungsschutz, der regelmäßig durch einen neutralen, renommierten Versicherungsmakler überprüft und ggf. aktualisiert wird. 4.2 Chancen Unsere Zukunftschancen liegen in der Flexibilität als mittelständischer Anbieter von Sonderlösungen bei Wahrung des hohen Qualitätsniveaus. Durch das hohe Beratungsniveau unseres Vertriebs und deren Umsetzung, gibt es ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit. Mit dem breiten Kunden- und Branchenspektrum, dem soliden wirtschaftlichen Status und dem Ausbau weiterer anspruchsvoller Geschäftsfelder hat das Unternehmen grundsätzlich gute Zukunftsperspektiven. Die Wachstumsperspektiven werden in 2024 mit der Vermarktung der neu ins Produktportfolio aufgenommenen Teleskopgurtförderer und Teleskoprollenförderer für die BLUME-Gruppe vergrößert und hierdurch weitere Chancen eröffnet. Eine Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden ist nicht gegeben. Durch unseren Produktmix ist der Eintritt neuer Marktteilnehmer nur begrenzt möglich und auch nicht festgestellt worden. Trotzdem ist der Preiswettbewerb weiterhin sehr intensiv und wird aufgrund der wirtschaftlichen Situation, insbesondere aktuell infolge der schwächelnden Wirtschaft in Europa, des Ukraine-Kriegs und der hohen Energiepreise, noch verschärft werden. 4.3 Gesamtbild Risiken und Chancen Zusammenfassend erwarten wir - unter den gegebenen Zukunftschancen und unter Berücksichtigung der vorgenannten Risiken und Chancen- eine moderate Fortentwicklung bei einem ähnlich positiven Ergebnis für 2024 wie 2023.
Radevormwald, 09.07.2024 BLUME-ROLLEN GMBH gez. Olaf Holzapfel, Geschäftsführer Vorbemerkung zum Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss und zum Lagebericht Zu dem am 9. Juli 2024 ohne Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen aufgestellten Jahresabschluss nebst Lagebericht zum 31. Dezember 2023 der BLUME-ROLLEN GMBH, Radevormwald (Bilanzsumme: EUR 18.790.100,52; Jahresüberschuss: EUR 883.001,25) wurde folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk mit Datum vom 10. Juli 2024 erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BLUME-ROLLEN GMBH, Radevormwald Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BLUME-ROLLEN GMBH, Radevormwald, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BLUME-ROLLEN GMBH, Radevormwald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung war es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Unsere Prüfung hatte sich, da nichts anderes bestimmt worden ist, gemäß § 317 Abs. 4 a HGB nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand der geprüften Kapitalgesellschaft oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann. Während der Prüfung haben wir pflichtgemäßes Ermessen ausgeübt und eine kritische Grundhaltung bewahrt. Darüber hinaus haben wir
Wir haben mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie auch bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem erörtert, falls wir solche Mängel während unserer Prüfung festgestellt haben.
Wuppertal, 10. Juli 2024 TRS
Control GmbH
Dr. O. A. Trost, Wirtschaftsprüfer M. Reinartz, Wirtschaftsprüfer" Weitere Angaben: Der Jahresabschluss ist durch die Gesellschafterversammlung vom 2. August 2024 festgestellt worden. Weiter wurde beschlossen, aus dem Jahresüberschuss einen Betrag von EUR 330.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Betrag zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. |
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