Preh Thüringen GmbH
Berkaer Straße 37A, 99837 Werra-Suhl-Tal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franziska Schmidt seit 28.4.2020 | Geschäftsführer |
Heinrich Lohmann seit 17.5.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 94.92% | |
Ningbo Joyson Electronics Corp. | 5.10% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Preh Thüringen GmbHWerra-Suhl-TalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
(Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren) Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021I. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft wurde am 22. Juni 1990 gegründet und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter der Nr. HR B 400151 eingetragen. Das Stammkapital beträgt 900.000,00 EUR. Der Jahresabschluss der Preh Thüringen GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde nach § 267 Abs. 3 HGB für große Kapitalgesellschaften erstellt. II. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Bilanz Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zwischen einem und zwölf Jahren. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten für das Sachanlagevermögen setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten, den Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessenen Teilen des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Herstellung veranlasst ist, zusammen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit es sich um dauernde Wertminderungen handelt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Geschäftsjahr des Zugangs sofort aufwandswirksam abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 1.000,00 werden in einem Jahressammelposten (Pool) erfasst und mit 20% p.a. abgeschrieben. Der Berechnung der Abschreibungen bei den einzelnen Sachanlagegruppen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für die Berücksichtigung der Gängigkeit bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden Wertabschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten, den Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessenen Teilen des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, zusammen. Verwaltungs- und Vertriebskosten werden ebenso wie Zinsen für Fremdkapital nicht aktiviert. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit oder unzureichenden Verkaufspreisen sind die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (Inland und EU) bzw. 1,5 % (restliches Ausland) auf nicht verkaufte Nettoforderungen Rechnung getragen. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Kurs zum Zeitpunkt ihrer Entstehung oder dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Das gezeichnete Kapital der Preh Thüringen GmbH in Höhe von TEUR 900 wurde bar eingezahlt. Der Sonderposten wurde für Investitionszulagen zum Anlagevermögen gebildet und wird gemäß den Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände ertragswirksam aufgelöst.
Die Bewertung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Rückstellung wurde pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Bewertung erfolgt zum Bilanzstichtag mit einem Zinssatz von 1,87% p.a. (2020: 2,3 % p.a.). Des Weiteren werden die folgenden Berechnungsparameter zugrunde gelegt:
Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung tragen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wird ein Rechnungszinssatz von 1,35% p.a. (2020: 1,16% p.a.) zugrunde gelegt. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus der Altersteilzeit wird nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,40 % p.a. (2020: 2,3 % p.a.) und basiert auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck auf versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Hierin enthalten sind in einer Höhe von TEUR 769 (2020: TEUR 1.577) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus erhaltenen Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ein kurzfristig kündbares, jedoch auf unbestimmte Zeit gewährtes Darlehen der alleinigen Gesellschafterin Preh GmbH in Höhe von TEUR 24.313 (2020: TEUR 33.133). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen und mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zu den Umrechnungskursen zum Zeitpunkt der Entstehung bzw. zum höheren Stichtagskurs bewertet. Aktive latente Steuern wurden ermittelt für Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Sachanlagen, den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, der aktiven Rechnungsabgrenzung sowie den Pensions- und sonstigen Rückstellungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten. Es bestehen keine wesentlichen passiven latenten Steuern. Die latenten Steuern werden mit einem Steuersatz von 29,65 % errechnet. Auf die Ausübung des Wahlrechts zur möglichen Aktivierung latenter Steuern gemäß §274 Abs. 1 HGB wird verzichtet. 2. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Produktbereichen ist wie folgt:
Realisierte Kursgewinne und Kursverluste werden im Materialaufwand ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt TEUR 393 (2020: TEUR 124) resultieren im Wesentlichen aus empfangenen Schadenersatzleistungen, Erträgen aus Anlagenabgängen, der Erstattung von Verdienstausfällen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen und von Sonderposten. Die sonstigen Erträge aus Währungskursdifferenzen belaufen sich auf TEUR 1 (2020: TEUR 42). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.603 (2020: TEUR 4.201) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für bezogene Serviceleistungen von verbundenen Unternehmen, fremdbezogene IT-Dienstleistungen, Reparaturen und Wartung, Gewährleistungen, Mieten und Leasing, Fracht- und Verpackungskosten, sonstige Personalkosten sowie Rechts- und Beratungskosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 25 (2020: TEUR 98) enthalten. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TER 408 vorgenommen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Zinsen an verbundene Unternehmen. III. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
2. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigt in 2021 durchschnittlich 271 Mitarbeiter, davon 134 direkte Mitarbeiter und 138 indirekte Mitarbeiter. Im Vorjahr hat die Gesellschaft im Durchschnitt 291 Mitarbeiter beschäftigt. 3. Geschäftsführung Heinrich Lohmann Geschäftsführer der Preh Thüringen GmbH Franziska Heim Geschäftsführer in der Preh Thüringen GmbH Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer (§ 285 Nr. 9 Buchstaben a und b HGB) werden unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da lediglich ein Geschäftsführer von der Gesellschaft vergütet wird. 4. Konzernzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin der Preh Thüringen GmbH ist die Preh GmbH in Bad Neustadt a. d. Saale. Der Jahresabschluss der Preh Thüringen GmbH wird in den Konzernabschluss der Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, als kleinsten Konsolidierungskreis einbezogen, der bei dem Handelsregister Schweinfurt HRB 4491 hinterlegt wird. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Ningbo Joyson Electronic Corp., Ningbo, China, als größten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der Konzernmutter erhältlich. 5. Honorar des Abschlussprüfers Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Preh GmbH einbezogen. Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers erfolgen im Anhang zum Konzernabschluss der Preh GmbH. 6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine militärisch angegriffen. Die Preh Thüringen GmbH ist weder in der Ukraine noch in Russland direkt tätig und hat auch absatz- und einkaufsseitig keine direkten Liefer- oder Leistungsbeziehungen mit diesen Ländern. Aus dem zum Krieg eskalierten Ukraine-Konflikt und den verhängten Sanktionsmaßnahmen können sich negative Effekte durch eine Verteuerung der Öl- und Energiekosten oder eine Störung der Absatzmärkte ergeben. Die sich daraus ergebenden Effekte sind derzeit nicht verlässlich abschätzbar.
Werra-Suhl-Tal, 15. März 2022 Heinrich Lohmann Franziska Heim Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen der Gesellschaft II. Darstellung wichtiger Ereignisse im Geschäftsjahr III. Geschäftsmodell IV. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf 2. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren 3. Ertragslage 4. Vermögenslage 5. Finanzlage V. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht 2. Risikobericht 3. Chancenbericht I. Grundlagen der Gesellschaft Die Preh Thüringen GmbH wurde bereits 1990 gegründet und entwickelte sich vom Hersteller von Konsumgütern zum Automobilzulieferer. Seit Oktober 2019 werden die Anteile an der Gesellschaft zu 100 % durch die Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, gehalten. II. Darstellung wichtiger Ereignisse im Geschäftsjahr Das Jahr 2021 war erneut ein herausforderndes Jahr für die Preh Thüringen GmbH. Die Covid-19-Pandemie hat sich weiterhin negativ auf die Weltwirtschaft ausgewirkt. Zudem hat der starke Mangel an Halbleiterkomponenten die Automobilindustrie seit Ende 2020 schwer getroffen. Weitere Ereignisse, wie z. B. der Sturm in Austin/Texas, die Blockade des Suezkanals sowie Stromversorgungsengpässe in China, verschärften die Lieferengpässe noch weiter. Von diesem Problem waren eine Reihe von Automobilherstellern betroffen, die ihre Produktion drosselten und sogar ihre Werke wochenlang schlossen. Um die Lieferketten sicherzustellen, mussten gestiegene Einkaufspreise in Kauf genommen werden. Bei Fracht- und Energiekosten war ebenfalls ein Anstieg zu verzeichnen. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Versorgungsengpass auch im Jahr 2022 zunächst andauern wird. Im Jahr 2021 wurde der Kreditrahmen des Konsortialkreditvertrags der Preh GmbH als Konzernmuttergesellschaft um TEUR 85.000 auf ein Volumen von TEUR 385.000 erhöht und in der Laufzeit bis 11.11.2025 verlängert. Der Konsortialkredit umfasst ausschließlich den Konzernfinanzierungs- und -haftungsverbund der Preh-Gruppe (so genanntes Ring- fencing) mit der Preh GmbH als Konzernmuttergesellschaft. Für weitere Erläuterungen wird auf III.5 (Finanzlage) verwiesen. III. Geschäftsmodell Die Preh Thüringen GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die bereits angestoßene Transformation vom reinen Elektronikfertiger (EMS-Business) hin zum Automobilzulieferer für Komponenten und Endprodukte weiter kontinuierlich vorangetrieben. Neben Produkten aus dem Bereich Car-HMI (Human Machine Interfaces) fertigt die Gesellschaft auch für den Zukunftsmarkt E-Mobility sowie für die Produktgruppe Commercial Vehicles. Während im Produktbereich Car-HMI vornehmlich für verbundene Unternehmen produziert wird, werden in den Produktbereichen E-Mobility und Commercial Vehicles externe Kunden angesprochen. IV. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts ist im Januar 2022 auf 95,7 Punkte gestiegen, von 94,8 Punkten im Dezember 2021. Zum Vergleich: im Vorjahr war der Index im Januar 2021 auf 90,1 Punkte gefallen (von 92,2 Punkten im Dezember 2020).
Obwohl die aktuelle Lage etwas schlechter beurteilt wurde, stiegen jedoch die Erwartungen an. "Im Verarbeitenden Gewerbe hat der Index einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Die Unternehmen waren zufriedener mit den laufenden Geschäften. Zudem nahm der Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate zu." (zitiert aus: ifo Geschäftsklima Deutschland Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im Januar 2022). Der Global Economic Outlook des IMF vom Januar 2022 stellt fest, dass die Weltwirtschaft zum Jahresanfang schwächer ist als zuletzt angenommen. Steigende Preise für Energie und Probleme in der Supply Chain haben eine zunehmende Inflation verursacht. Zudem hat Chinas Immobiliensektor Probleme und die Erholung des privaten Konsums geht ebenfalls langsamer voran als erwartet, was die Wachstumsperspektiven insgesamt negativ beeinflusst (vgl. Grafik):
2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die Steuerung des Unternehmens werden Umsatzerlöse und EBITDA als finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Der Nettoumsatz vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 liegt bei TEUR 63.691 (2020: TEUR 93.838). Damit konnte die Umsatzprognose für 2021 sogar übertroffen werden. Während die Umsätze mit verbundenen Unternehmen plangemäß rückläufig waren, konnten die Umsätze mit Dritten im Geschäftsjahr deutlich gesteigert werden. 84,3 % der Umsätze werden mit dem europäischen Ausland getätigt. In der nachfolgenden Tabelle ist die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Produktbereichen dargestellt.
Das EBITDA von TEUR -3.910 (2020: TEUR 1.578) blieb hinter den Erwartungen zurück. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die im Geschäftsjahr stark gestiegenen Einkaufspreise sowie Bezugskosten für Fertigungsmaterial. Daher konnte trotz realisierter Senkung die angestrebte Materialaufwandsquote nicht erreicht werden. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren: Die Preh Thüringen GmbH ist in den erstmals in 2021 veröffentlichten externen Nachhaltigkeitsbericht der Preh GmbH für die Preh-Gruppe für das vorhergehende Jahr 2020 einbezogen (abrufbar unter https://www.preh.com/unternehmen/corporate-sustainability), auf den an dieser Stelle hinsichtlich der Prinzipien, Aktivitäten und Aufwände des nachhaltigen Handelns zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele verwiesen wird. Um die Entwicklung ihrer Leistung in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) in einem global anerkannten Benchmark bewerten zu lassen, entschied sich die Preh-Gruppe in 2021 ferner, der EcoVadis-Plattform beizutreten. Als Ergebnis dieses erstmaligen externen Ratings bekam Preh die "Bronze-Medaille" verliehen. Die Preh-Gruppe gehört mit der erzielten Punktzahl zu den Top 26% der von EcoVadis bewerteten Unternehmen in der Branche "Herstellung von Teilen und Zubehör für Kraftfahrzeuge". Das EcoVadis-Zertifikat ist auf der Homepage der Preh-Gruppe verfügbar (https://www.preh.com/unternehmen/corporate-sustainability). 3. Ertragslage
Während die Umsätze mit Dritten im Geschäftsjahr mehr als verdreifacht werden konnten, reduzierten sich die Umsätze mit verbundenen Unternehmen um TEUR 50.572, dies allein in einer Höhe von TEUR 40.334 durch die plangemäße Einstellung des EMS-Business. Durch die Veränderung des Produktmix konnte die Gesellschaft zwar eine weitere Reduzierung der Materialquote erreichen, infolge der gestiegenen Materialpreise aufgrund der weltweiten Allokationtsthematik jedoch nicht im angedachten Umfang. Empfangene Schadenersatzleistungen sowie Erträge aus Anlagenabgängen führten im Geschäftsjahr zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge. Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert zum einen aus Entgelterhöhungen im Geschäftsjahr. Zudem waren im Vorjahr staatliche Erstattungen in Zusammenhang mit Kurzarbeit in Höhe von TEUR 209 enthalten, während sich diese im Geschäftsjahr auf TEUR 25 beliefen. Ursächlich für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Wesentlichen gestiegene Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere der Preh GmbH. Diese umfassen insbesondere plangemäße funktions- und projektspezifische Konzernumlagen, die im Zusammenhang mit den gestiegenen Umsätzen für Dritte mit Preh-Produkten zu sehen sind. Daneben werden allgemeine Verwaltungsdienstleistungen und die Bereitstellung zentralisierter Funktionen durch Konzernumlagen weiterberechnet. Das verbesserte Zinsergebnis ist auf die geringere Ausnutzung des von der Preh GmbH gewährten Gesellschafterdarlehens zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 408 auf Produktionsanlagen vorgenommen, die im Zuge der strategischen Neuausrichtung zukünftig nicht mehr genutzt werden. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Geschäftsverlauf 2021 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 7.174 nicht zufriedenstellend verlief. 4. Vermögenslage
Veränderung der Aktivseite Der Anstieg der Nettovorräte von TEUR 11.117 auf TEUR 12.506 resultiert im Wesentlichen aus der allokationsbedingt höheren Vorratshaltung für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Diese beliefen sich auf TEUR 11.387 gegenüber TEUR 9.663 im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen in einer Höhe von TEUR 2.198 (2020: TEUR 19.680) Forderungen an verbundene Unternehmen. Ursächlich für den Rückgang ist vor allem die Begleichung von Forderungen durch die JOYNEXT GmbH, Dresden. Der Rückgang der liquiden Mittel geht einher mit einer Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind saldierte Steuerforderungen von TEUR 782 (2020: TEUR 1.141) ausgewiesen. Veränderung der Passivseite Das Eigenkapital ist in Höhe des Jahresfehlbetrages von TEUR 7.174 auf TEUR 3.679 gesunken. Die Eigenkapitalquote belief sich damit auf 9,7 % (2020: 18,8%). Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus den Rückstellungen für Altersteilzeit. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich geschäftsbedingt um TEUR 4.483 auf TEUR 5.779. Investitionen Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Jahr 2021 TEUR 2.612 (2020: TEUR 7.688) und entfielen im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen. Die Abschreibungen beliefen sich auf TEUR 2.637 (2020: TEUR 2.313). 5. Finanzlage Die Preh Thüringen GmbH ist langfristig über ein Gesellschafterdarlehen der Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, finanziert. Hier bestanden zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 24.313. Des Weiteren besteht unter der Federführung der Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, ein mittelfristiger Konsortialkreditvertrag. Der Konsortialkredit umfasst ausschließlich den Konzernfinanzierungs- und -haftungsverbund der Preh-Gruppe (so genanntes Ringfencing). Der Kreditrahmen des Konsortialkreditvertrages wurde im Berichtsjahr um TEUR 85.000 auf ein Volumen von TEUR 385.000 erhöht und in der Laufzeit bis 11.11.2025 verlängert. Innerhalb der Laufzeit besteht sowohl die Möglichkeit der Volumenerhöhung um TEUR 65.000 als auch der Laufzeitverlängerung um bis zu zwei weitere Jahre. Der Kreditvertrag umfasst die Preh GmbH sowie die Preh Thüringen GmbH als Kreditnehmer und die Preh Beteiligungs GmbH als Gesamtschuldnerin. Der Konsortialkredit dient der Refinanzierung bestehender Kreditinanspruchnahmen aus den Schuldscheindarlehen, der Finanzierung des Betriebsmittelbedarfs und der Finanzierung von Investitionen. Der Konsortialkreditvertrag lässt zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten (wie Factoring, Leasing, Aval- und Barkredite im Konzern) zu. Erstmals sind die Finanzierungskosten unter anderem auch an die Ergebnisse eines externen Nachhaltigkeitsratings geknüpft (SLL, sustainability linked loan). Zum Bilanzstichtag verfügt die Preh Thüringen GmbH im Rahmen der Ancillaries des Konsortialkreditvertrages über nicht genutzte Barkreditlinien in Höhe von TEUR 2.895. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres jederzeit ausreichend. V. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Die Preh Thüringen GmbH erwartet in 2022 nochmals einen deutlichen Umsatzrückgang. Dies ist allerdings ausschließlich durch den Rückgang der Umsätze mit verbundenen Unternehmen begründet. Der Fokus soll zukünftig auf Umsätze mit Dritten und hier insbesondere auf die Produktgruppe Commercial Vehicle gelegt werden. Auch für 2022 geht die Gesellschaft von einem negativen EBITDA aus, jedoch deutlich geringer als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Wesentlicher Einflussfaktor dürfte auch weiterhin die Entwicklung der Materialpreise sein, denen sich die Gesellschaft am Markt ausgesetzt sieht. Die Effekte aus den anhaltenden Lieferengpässen bei wichtigen Halbleiterprodukten können die Geschäftsentwicklung zudem stark beeinflussen. Nichtsdestotrotz wird der Gesellschaft über die bestehende Konzern-Finanzierungsstruktur auch zukünftig ausreichend Liquidität zur Verfügung stehen. Eine Rückführung des auf unbestimmte Zeit gewährten Gesellschafterdarlehens ist nicht vorgesehen. Ferner können sich aus dem jüngst zum Krieg eskalierten Ukraine-Konflikt und den verhängten Sanktionsmaßnahmen negative Effekte durch eine Verteuerung der Öl- und Energiekosten oder eine Störung der Absatzmärkte ergeben. 2. Risikobericht Risikomanagement Als Teil der Preh-Gruppe ist die Preh Thüringen GmbH in das Risikomanagement- und Kontrollsystem der Joyson-Gruppe integriert. Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Joyson den Vorschriften des Chinese SOX. Zur Einhaltung der Vorschriften unternimmt die Preh-Gruppe folgende Maßnahmen:
Marktchancen und -risiken Auch im Jahr 2022 halten die Lieferkettenprobleme noch an, was weiterhin zu einer deutlichen Verminderung der Fahrzeugproduktion führt. LMC hatte im letzten Jahr prognostiziert, dass Anfang 2022 wieder das Produktionsniveau von 2019 erreicht werden würde. Die Marktrealität ist weit hinter dieser Prognose zurückgeblieben, da laut LMC bis Ende 2022 nur 85,8 Mio. Fahrzeuge prognostiziert werden (2019: 88,7 Mio.) und hiervon rund 5 Mio. als "volume risk" ausgewiesen werden. Es besteht also Unsicherheit, ob diese Prognose vollumfänglich erreicht werden kann, durch Einflüsse diverser Unwägbarkeiten, wie u.a. Teileknappheit, Logistikprobleme und Inflation.
Im Vergleich zur LMC-Prognose der Weltfahrzeugproduktion legen sich die Analysten von IHS auf eine konservativere Prognose fest. Demnach wird das Produktionsniveau 2019 dann erst wieder gegen Ende des Jahres 2023 erreicht.
Das Geschäftsfeld Commercial Vehicle zeichnet sich durch langfristig geschlossene Lieferverträge und ein stetiges Umsatzwachstum in den kommenden Geschäftsjahren aus. Zudem ist dieses vom privaten Konsumverhalten im Wesentlichen entkoppelt und damit unabhängiger von den entsprechenden Wachstumsperspektiven. Das Marktrisiko wird als moderat eingeschätzt. Währungsrisiko Preh Thüringen GmbH ist durch Materialeinkäufe Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft auf Absicherung durch derivative Finanzinstrumente verzichtet. Das Währungsrisiko wird als moderat eingeschätzt. Forderungsausfallrisiko Mögliche Ausfallrisiken bei Kundenforderungen werden durch aktive Verfolgung der wirtschaftlichen Entwicklung der Kunden reduziert. Das Forderungsausfallrisiko wird als gering eingeschätzt. Gewährleistungsrisiko Für Risiken aus Gewährleistungs-, Produkthaftpflicht- und Rückruffällen besteht ebenso Versicherungsschutz wie für Schäden aus Betriebsunterbrechungen. Der Versicherungsumfang wird in regelmäßigen Abständen geprüft und bei Bedarf auf die neuen Erfordernisse angepasst. Das Gewährleistungsrisiko wird als moderat eingeschätzt. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Im Geschäftsjahr 2021 bestanden für die Preh Thüringen GmbH trotz des Jahresfehlbetrages keine bestandsgefährdenden Risiken. Weder aus finanzwirtschaftlicher Sicht noch im Absatz- oder operationalen Bereich gab es Risiken, die für sich allein oder in Kumulation eine akute Bestandsgefährdung für die Gesellschaft bedeutet hätten. Damit sind aus heutiger Sicht für die Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens grundsätzlich gefährden bzw. die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage dauerhaft beeinflussen werden. Die Risiken werden insgesamt als gering bis moderat eingeschätzt. Von einer Quantifizierung der oben aufgeführten Risiken wird abgesehen, weil dadurch zum einen die Position der Gesellschaft im Markt gegenüber Wettbewerbern deutlich beeinträchtigt werden könnte; zum anderen, weil eine Quantifizierung der Risiken nur vage zu ermitteln ist und somit auch dem verständigen Adressaten keinen aussagekräftigen Mehrwert bietet. 3. Chancenbericht Preh Thüringen GmbH hat in den vergangenen Jahren organisatorisches und prozessorientiertes Know-how bei der Einführung neuer Produktionstechniken und einem schnellen Anlaufen von neuen Serienprodukten erworben. Zudem wurden und werden die internen Prozessoptimierungen und die Digitalisierung weiter vorangetrieben. Durch die Fokussierung auf die Produktgruppen Commercial Vehicle HMI, E-Mobility und Car HMI, analog zur Preh-Gruppe, möchte die Gesellschaft das entsprechende Wachstumspotenzial auch für sich nutzen. Die Elektromobilität bleibt dabei das Geschäftsfeld mit dem schnellsten Wachstum. Immer mehr OEMs bieten Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge an. Die Kundennachfrage steigt, nicht zuletzt wegen immer kürzer werdenden Ladezyklen der Fahrzeuge. Auch die staatlichen Fördermaßnahmen stellen zusätzliche Anreize dar. Im Bereich der Commercial Vehicles werden vor allem HMI-Konzepte für LKWs und Traktoren angeboten. Die zunehmende Digitalisierung der Cockpits und der Kabinenausstattung bietet weiterhin Wachstumschancen. Der Fokus liegt dabei auf multifunktionalen Komponenten mit integrierten haptischen und akustischen Feedbacks, wobei ein hoher Grad an Wiederverwendbarkeit von Aktivitäten aus dem Bereich Car HMI angestrebt wird. Die Produktgruppe hat einen hohen Wahrnehmungsgrad am Markt erreicht und ist entsprechend anerkannt. Vor diesem Hintergrund sieht sich die Gesellschaft trotz bestehender Herausforderungen gut aufgestellt, um in Zukunft nachhaltige Profitabilität unter Wahrung hoher Qualitätsansprüche zu erzielen.
Werra-Suhl-Tal, den 15. März 2022 Preh Thüringen GmbH Heinrich Lohmann, Geschäftsführer Franziska Heim, Geschäftsführerin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Preh Thüringen GmbH, Werra-Suhl-Tal Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Preh Thüringen GmbH, Werra-Suhl-Tal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Preh Thüringen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Angaben zu nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, Nachhaltigkeitsbericht und externes Nachhaltigkeitsrating und damit verbundene Querverweise, die in Abschnitt IV. des Lageberichts enthalten sind, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Angaben zu nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, Nachhaltigkeitsbericht und externes Nachhaltigkeitsrating und damit verbundene Querverweise, die in Abschnitt IV. des Lageberichts enthalten sind. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 15. März 2022 KPMG
AG
Andrea Renate Riedmann, Wirtschaftsprüfer Jürgen Oskar Amrhein, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen