Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 400151
Vorher
TechniSat Elektronik Thüringen GmbHPreh Car Connect Thüringen GmbH
Eingetragen
18.7.1990
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von Krafträdern
Gegenstand
ist die Entwicklung, die Produktion und der Verkauf von Infotainment, Navigations-, Telematik- und Connectivity-Produkten für Automotive.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Franziska Schmidt
seit 28.4.2020
Geschäftsführer
Heinrich Lohmann
seit 17.5.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.02% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
94.92%
Ningbo Joyson Electronics Corp.CHN
5.10%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
900.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Preh Thüringen GmbH

Werra-Suhl-Tal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.915,00 75.397,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.358.714,65 3.489.680,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.879.747,00 4.351.013,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.628.354,00 6.361.933,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 57.452,51 13.924.268,16 134.671,84 14.337.298,49
14.021.183,16 14.412.695,49
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.387.193,31 9.663.376,41
2. Unfertige Erzeugnisse 583.682,61 814.686,70
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 535.398,98 638.951,78
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 12.506.274,90 0,00 11.117.014,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.031.976,49 23.817.352,50
- davon gegen Dritte - 4.833.723,14 4.137.435,17
- davon gegen verbundene Unternehmen - 2.198.253,35 19.679.917,33
2. Sonstige Vermögensgegenstände 920.447,16 7.952.423,65 1.193.181,61 25.010.534,11
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.370.536,80 7.494.371,43
23.829.235,35 43.621.920,43
37.850.418,51 58.034.615,92
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 900.000,00 900.000,00
II. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.953.280,71 12.049.357,67
III. Jahresfehlbetrag -7.174.061,57 -2.096.076,96
3.679.219,14 10.853.280,71
B. Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse zum Anlagevermögen 274.300,00 294.900,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 85.100,00 67.026,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.720.389,50 3.116.568,53
3.805.489,50 3.183.594,53
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.778.596,74 10.261.607,52
- davon gegenüber Dritten - 5.009.262,87 8.684.989,03
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen - 769.333,87 1.576.618,49
2 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.312.728,22 33.133.327,11
3. Sonstige Verbindlichkeiten 84,91 307.906,05
- davon aus Steuern - 29,41 306.803,13
- davon übrige Verbindlichkeiten - 55,50 1.102,92
30.091.409,87 43.702.840,68
37.850.418,51 58.034.615,92
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zum 31. Dezember 2021: EUR 9.562

(Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren)

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 63.690.867,68 93.837.945,38
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -348.067,16 -1.639.022,50
3. Sonstige betriebliche Erträge 393.323,52 123.532,50
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung - 580,65 42.712,70
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -47.059.498,37 -73.823.383,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.938.437,51 -48.997.935,88 -2.260.526,95 -76.083.910,53
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.226.948,21 -8.714.654,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.817.952,51 -11.044.900,72 -1.744.372,36 -10.459.026,63
- davon für Altersversorgung - -9.545,00 -5.880,00
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.637.165,68 -2.312.950,72
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.602.640,58 -4.201.401,75
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung - -25.504,39 -97.922,15
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -603.547,53 -1.519.492,91
- davon an verbundene Unternehmen - -508.250,79 -1.376.470,82
- davon Aufzinsung von Rückstellungen - -76.946,99 -89.151,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Aufwand, i. Vj. Ertrag) -23.995,22 158.250,20
10. Ergebnis nach Steuern -7.174.061,57 -2.096.076,96
11. Jahresfehlbetrag -7.174.061,57 -2.096.076,96

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wurde am 22. Juni 1990 gegründet und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter der Nr. HR B 400151 eingetragen. Das Stammkapital beträgt 900.000,00 EUR.

Der Jahresabschluss der Preh Thüringen GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde nach § 267 Abs. 3 HGB für große Kapitalgesellschaften erstellt.

II. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zwischen einem und zwölf Jahren.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten für das Sachanlagevermögen setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten, den Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessenen Teilen des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Herstellung veranlasst ist, zusammen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit es sich um dauernde Wertminderungen handelt.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Geschäftsjahr des Zugangs sofort aufwandswirksam abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 1.000,00 werden in einem Jahressammelposten (Pool) erfasst und mit 20% p.a. abgeschrieben.

Der Berechnung der Abschreibungen bei den einzelnen Sachanlagegruppen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Gebäude und Außenanlagen 10 - 25
Technische Anlagen und Maschinen 3-20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 14

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für die Berücksichtigung der Gängigkeit bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden Wertabschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten, den Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessenen Teilen des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, zusammen. Verwaltungs- und Vertriebskosten werden ebenso wie Zinsen für Fremdkapital nicht aktiviert. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit oder unzureichenden Verkaufspreisen sind die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (Inland und EU) bzw. 1,5 % (restliches Ausland) auf nicht verkaufte Nettoforderungen Rechnung getragen. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Kurs zum Zeitpunkt ihrer Entstehung oder dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2021 2020
in TEUR in TEUR
verbundene Unternehmen 2.103 5.795
Verbundene Unternehmen der Joyson-Gruppe 95 13.885
Summe 2.198 19.680

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

sonstige Vermögensgegenstände 2021 2020
in TEUR in TEUR
Steuern 782 1.141
davon Umsatzsteuer 782 983
sonstige 139 52
Summe 920 1.193

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital der Preh Thüringen GmbH in Höhe von TEUR 900 wurde bar eingezahlt.

Der Sonderposten wurde für Investitionszulagen zum Anlagevermögen gebildet und wird gemäß den Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände ertragswirksam aufgelöst.

2021 2020
Pensionsrückstellungen in TEUR in TEUR
Verpflichtungen aus Pensionen 85 67
Summe 85 67

Die Bewertung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Rückstellung wurde pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Bewertung erfolgt zum Bilanzstichtag mit einem Zinssatz von 1,87% p.a. (2020: 2,3 % p.a.). Des Weiteren werden die folgenden Berechnungsparameter zugrunde gelegt:

2021 2020
in % in %
Rententrend 1,7 1,7
Durchschnittliche Fluktuationsrate 3,0 3,0

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung tragen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

2021 2020
sonstige Rückstellungen in TEUR in TEUR
Personal 3.309 2.852
Altersteilzeit 1.662 1.251
Jubiläum 878 867
Erfolgsbeteiligungen und Abfindungen 470 375
Urlaub und Gleitzeit 234 293
Sonstiges 65 66
Sonstige 411 265
Gewährleistungen 164 41
Sonstiges 143 156
Fehlende Kosten 104 68
Summe 3.720 3.117

Für die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wird ein Rechnungszinssatz von 1,35% p.a. (2020: 1,16% p.a.) zugrunde gelegt.

Die Rückstellung für Verpflichtungen aus der Altersteilzeit wird nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,40 % p.a. (2020: 2,3 % p.a.) und basiert auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck auf versicherungsmathematischen Grundsätzen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Hierin enthalten sind in einer Höhe von TEUR 769 (2020: TEUR 1.577) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus erhaltenen Lieferungen und Leistungen.

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ein kurzfristig kündbares, jedoch auf unbestimmte Zeit gewährtes Darlehen der alleinigen Gesellschafterin Preh GmbH in Höhe von TEUR 24.313 (2020: TEUR 33.133).

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

sonstige Verbindlichkeiten 2021 2020
in TEUR in TEUR
Steuern 0 307
Sonstige 0 1
Summe 0 308

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.779 0 0 5.779
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 24.313 24.313
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0
Summe 5.779 0 24.313 30.092
31.12.2020 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.262 0 0 10.262
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 33.133 33.133
Sonstige Verbindlichkeiten 308 0 308
Summe 10.570 0 33.133 43.703

Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen und mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zu den Umrechnungskursen zum Zeitpunkt der Entstehung bzw. zum höheren Stichtagskurs bewertet.

Aktive latente Steuern wurden ermittelt für Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Sachanlagen, den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, der aktiven Rechnungsabgrenzung sowie den Pensions- und sonstigen Rückstellungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten. Es bestehen keine wesentlichen passiven latenten Steuern. Die latenten Steuern werden mit einem Steuersatz von 29,65 % errechnet.

Auf die Ausübung des Wahlrechts zur möglichen Aktivierung latenter Steuern gemäß §274 Abs. 1 HGB wird verzichtet.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:

geografische Märkte 2021 2020
in TEUR in % in TEUR in %
Deutschland 5.675 8,9 40.590 43,3
Europa (ohne Deutschland) 53.686 84,3 52.988 56,5
Asien 4.283 6,8 239 0,3
Amerika 47 0,1 17 0,0
Sonstige 0 0,0 4 0,0
Umsatzerlöse 63.691 100,0 93.838 100,0

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Produktbereichen ist wie folgt:

Umsatz nach Produktbereichen 2021 2020
in TEUR in % in TEUR in %
CAR HMI 27.223 42,7 42.096 44,9
davon verbundene Unternehmen 27.109 42.096
E-Mobility 21.914 34,4 6.247 6,7
davon verbundene Unternehmen 4.666 122
Commercial Vehicle 11.852 18,6 2.570 2,7
davon verbundene Unternehmen 770 569
EMS Business 2.542 4,0 42.799 45,6
davon verbundene Unternehmen 2.453 42.783
Sonstige 160 0,3 126 0,1
Nettoumsatzerlöse 63.691 100,0 93.838 100,0

Realisierte Kursgewinne und Kursverluste werden im Materialaufwand ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt TEUR 393 (2020: TEUR 124) resultieren im Wesentlichen aus empfangenen Schadenersatzleistungen, Erträgen aus Anlagenabgängen, der Erstattung von Verdienstausfällen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen und von Sonderposten.

Die sonstigen Erträge aus Währungskursdifferenzen belaufen sich auf TEUR 1 (2020: TEUR 42).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.603 (2020: TEUR 4.201) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für bezogene Serviceleistungen von verbundenen Unternehmen, fremdbezogene IT-Dienstleistungen, Reparaturen und Wartung, Gewährleistungen, Mieten und Leasing, Fracht- und Verpackungskosten, sonstige Personalkosten sowie Rechts- und Beratungskosten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 25 (2020: TEUR 98) enthalten.

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TER 408 vorgenommen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Zinsen an verbundene Unternehmen.

III. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamt davon fällig innerhalb eines Jahres
in TEUR in TEUR
Miet- und Leasingverträge (ohne PKW-Leasing) 443 275
Wartungsverträge 184 184
Leasingverträge PKW 35 35
Sonstige Verträge 3 3
Gesamt 665 497

2. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt in 2021 durchschnittlich 271 Mitarbeiter, davon 134 direkte Mitarbeiter und 138 indirekte Mitarbeiter. Im Vorjahr hat die Gesellschaft im Durchschnitt 291 Mitarbeiter beschäftigt.

3. Geschäftsführung

Heinrich Lohmann

Geschäftsführer der Preh Thüringen GmbH

Franziska Heim

Geschäftsführer in der Preh Thüringen GmbH

Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer (§ 285 Nr. 9 Buchstaben a und b HGB) werden unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da lediglich ein Geschäftsführer von der Gesellschaft vergütet wird.

4. Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin der Preh Thüringen GmbH ist die Preh GmbH in Bad Neustadt a. d. Saale.

Der Jahresabschluss der Preh Thüringen GmbH wird in den Konzernabschluss der Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, als kleinsten Konsolidierungskreis einbezogen, der bei dem Handelsregister Schweinfurt HRB 4491 hinterlegt wird. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Ningbo Joyson Electronic Corp., Ningbo, China, als größten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der Konzernmutter erhältlich.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Preh GmbH einbezogen. Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers erfolgen im Anhang zum Konzernabschluss der Preh GmbH.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine militärisch angegriffen. Die Preh Thüringen GmbH ist weder in der Ukraine noch in Russland direkt tätig und hat auch absatz- und einkaufsseitig keine direkten Liefer- oder Leistungsbeziehungen mit diesen Ländern. Aus dem zum Krieg eskalierten Ukraine-Konflikt und den verhängten Sanktionsmaßnahmen können sich negative Effekte durch eine Verteuerung der Öl- und Energiekosten oder eine Störung der Absatzmärkte ergeben. Die sich daraus ergebenden Effekte sind derzeit nicht verlässlich abschätzbar.

 

Werra-Suhl-Tal, 15. März 2022

Heinrich Lohmann

Franziska Heim

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

1.1.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 375.959,52 42.111,15 0,00 0,00 418.070,67
375.959,52 42.111,15 0,00 0,00 418.070,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.533.972,42 34.932,50 0,00 0,00 8.568.904,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.087.863,88 89.494,88 5.804.547,73 -4.234,76 18.368.576,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.473.355,62 2.334.943,25 459.829,75 192.051,66 19.540.520,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 134.671,84 110.597,57 0,00 -187.816,90 57.452,51
50.229.863,76 2.569.968,20 6.264.377,48 0,00 46.535.454,48
50.605.823,28 2.612.079,35 6.264.377,48 0,00 46.953.525,15
1.1.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 300.562,52 20.593,15 0,00 321.155,67
300.562,52 20.593,15 0,00 0,00 321.155,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.044.291,77 165.898,50 0,00 0,00 5.210.190,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.736.850,88 1.371.064,88 5.619.023,73 -62,76 15.488.829,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.111.422,62 1.079.609,15 278.927,75 62,76 11.912.166,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
35.892.565,27 2.616.572,53 5.897.951,48 0,00 32.611.186,32
36.193.127,79 2.637.165,68 5.897.951,48 0,00 32.932.341,99
Restbuchwert 31.12.2021 Restbuchwert 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.915,00 75.397,00
96.915,00 75.397,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.358.714,65 3.489.680,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.879.747,00 4.351.013,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.628.354,00 6.361.933,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 57.452,51 134.671,84
13.924.268,16 14.337.298,49
14.021.183,16 14.412.695,49

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen der Gesellschaft

II. Darstellung wichtiger Ereignisse im Geschäftsjahr

III. Geschäftsmodell

IV. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

2. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

3. Ertragslage

4. Vermögenslage

5. Finanzlage

V. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

2. Risikobericht

3. Chancenbericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Preh Thüringen GmbH wurde bereits 1990 gegründet und entwickelte sich vom Hersteller von Konsumgütern zum Automobilzulieferer.

Seit Oktober 2019 werden die Anteile an der Gesellschaft zu 100 % durch die Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, gehalten.

II. Darstellung wichtiger Ereignisse im Geschäftsjahr

Das Jahr 2021 war erneut ein herausforderndes Jahr für die Preh Thüringen GmbH. Die Covid-19-Pandemie hat sich weiterhin negativ auf die Weltwirtschaft ausgewirkt. Zudem hat der starke Mangel an Halbleiterkomponenten die Automobilindustrie seit Ende 2020 schwer getroffen. Weitere Ereignisse, wie z. B. der Sturm in Austin/Texas, die Blockade des Suezkanals sowie Stromversorgungsengpässe in China, verschärften die Lieferengpässe noch weiter. Von diesem Problem waren eine Reihe von Automobilherstellern betroffen, die ihre Produktion drosselten und sogar ihre Werke wochenlang schlossen. Um die Lieferketten sicherzustellen, mussten gestiegene Einkaufspreise in Kauf genommen werden. Bei Fracht- und Energiekosten war ebenfalls ein Anstieg zu verzeichnen.

Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Versorgungsengpass auch im Jahr 2022 zunächst andauern wird.

Im Jahr 2021 wurde der Kreditrahmen des Konsortialkreditvertrags der Preh GmbH als Konzernmuttergesellschaft um TEUR 85.000 auf ein Volumen von TEUR 385.000 erhöht und in der Laufzeit bis 11.11.2025 verlängert. Der Konsortialkredit umfasst ausschließlich den Konzernfinanzierungs- und -haftungsverbund der Preh-Gruppe (so genanntes Ring- fencing) mit der Preh GmbH als Konzernmuttergesellschaft. Für weitere Erläuterungen wird auf III.5 (Finanzlage) verwiesen.

III. Geschäftsmodell

Die Preh Thüringen GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die bereits angestoßene Transformation vom reinen Elektronikfertiger (EMS-Business) hin zum Automobilzulieferer für Komponenten und Endprodukte weiter kontinuierlich vorangetrieben. Neben Produkten aus dem Bereich Car-HMI (Human Machine Interfaces) fertigt die Gesellschaft auch für den Zukunftsmarkt E-Mobility sowie für die Produktgruppe Commercial Vehicles. Während im Produktbereich Car-HMI vornehmlich für verbundene Unternehmen produziert wird, werden in den Produktbereichen E-Mobility und Commercial Vehicles externe Kunden angesprochen.

IV. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts ist im Januar 2022 auf 95,7 Punkte gestiegen, von 94,8 Punkten im Dezember 2021. Zum Vergleich: im Vorjahr war der Index im Januar 2021 auf 90,1 Punkte gefallen (von 92,2 Punkten im Dezember 2020).

Obwohl die aktuelle Lage etwas schlechter beurteilt wurde, stiegen jedoch die Erwartungen an. "Im Verarbeitenden Gewerbe hat der Index einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Die Unternehmen waren zufriedener mit den laufenden Geschäften. Zudem nahm der Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate zu." (zitiert aus: ifo Geschäftsklima Deutschland Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im Januar 2022).

Der Global Economic Outlook des IMF vom Januar 2022 stellt fest, dass die Weltwirtschaft zum Jahresanfang schwächer ist als zuletzt angenommen. Steigende Preise für Energie und Probleme in der Supply Chain haben eine zunehmende Inflation verursacht. Zudem hat Chinas Immobiliensektor Probleme und die Erholung des privaten Konsums geht ebenfalls langsamer voran als erwartet, was die Wachstumsperspektiven insgesamt negativ beeinflusst (vgl. Grafik):

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die Steuerung des Unternehmens werden Umsatzerlöse und EBITDA als finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen.

Der Nettoumsatz vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 liegt bei TEUR 63.691 (2020: TEUR 93.838). Damit konnte die Umsatzprognose für 2021 sogar übertroffen werden. Während die Umsätze mit verbundenen Unternehmen plangemäß rückläufig waren, konnten die Umsätze mit Dritten im Geschäftsjahr deutlich gesteigert werden. 84,3 % der Umsätze werden mit dem europäischen Ausland getätigt. In der nachfolgenden Tabelle ist die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Produktbereichen dargestellt.

2021 2020
Umsatz nach Produktbereichen in TEUR in % in TEUR in %
CAR HMI 27.223 42,7 42.096 44,9
E-Mobility 21.914 34,4 6.247 6,7
Commercial Vehicle 11.852 18,6 2.570 2,7
EMS Business 2.542 4,0 42.799 45,6
Sonstige 160 0,3 126 0,1
Nettoumsatzerlöse 63.691 100,0 93.838 100,0

Das EBITDA von TEUR -3.910 (2020: TEUR 1.578) blieb hinter den Erwartungen zurück. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die im Geschäftsjahr stark gestiegenen Einkaufspreise sowie Bezugskosten für Fertigungsmaterial. Daher konnte trotz realisierter Senkung die angestrebte Materialaufwandsquote nicht erreicht werden.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren: Die Preh Thüringen GmbH ist in den erstmals in 2021 veröffentlichten externen Nachhaltigkeitsbericht der Preh GmbH für die Preh-Gruppe für das vorhergehende Jahr 2020 einbezogen (abrufbar unter https://www.preh.com/unternehmen/corporate-sustainability), auf den an dieser Stelle hinsichtlich der Prinzipien, Aktivitäten und Aufwände des nachhaltigen Handelns zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele verwiesen wird. Um die Entwicklung ihrer Leistung in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) in einem global anerkannten Benchmark bewerten zu lassen, entschied sich die Preh-Gruppe in 2021 ferner, der EcoVadis-Plattform beizutreten. Als Ergebnis dieses erstmaligen externen Ratings bekam Preh die "Bronze-Medaille" verliehen. Die Preh-Gruppe gehört mit der erzielten Punktzahl zu den Top 26% der von EcoVadis bewerteten Unternehmen in der Branche "Herstellung von Teilen und Zubehör für Kraftfahrzeuge". Das EcoVadis-Zertifikat ist auf der Homepage der Preh-Gruppe verfügbar (https://www.preh.com/unternehmen/corporate-sustainability).

3. Ertragslage

2021 2020 Veränderung
in TEUR in % in TEUR in % in TEUR
Umsatzerlöse 63.691 100,0 93.838 100,0 -30.147
Bestandsveränderung -348 -0,5 -1.639 -1,7 1.291
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0,0 0 0,0 0
Gesamtleistung 63.343 99,5 92.199 98,3 -28.856
Sonstige betriebliche Erträge 393 0,6 123 0,2 270
Betriebserträge 63.736 100,1 92.322 98,4 -28.586
Materialaufwand -48.998 -76,9 -76.084 -81,1 27.086
Personalaufwand -11.045 -17,3 -10.459 -11,1 -586
sonstige betriebliche Aufwendungen -7.603 -11,9 -4.201 -4,5 -3.402
Aufwendungen -67.646 -106,2 -90.744 -96,7 23.098
EBITDA -3.910 -6,1 1.578 1,7 -5.488
Abschreibungen -2.637 -4,1 -2.313 -2,5 -324
Betriebsergebnis -6.547 -10,3 -735 -0,8 -5.812
Zinsergebnis -603 -0,9 -1.519 -1,6 916
Ergebnis vor Ertragsteuern -7.150 -11,2 -2.254 -2,4 -4.896
Ertragsteuern -24,0 0,0 158,0 0,2 -182,0
Jahresfehlbetrag -7.174 -11,3 -2.096 -2,2 -5.078

Während die Umsätze mit Dritten im Geschäftsjahr mehr als verdreifacht werden konnten, reduzierten sich die Umsätze mit verbundenen Unternehmen um TEUR 50.572, dies allein in einer Höhe von TEUR 40.334 durch die plangemäße Einstellung des EMS-Business. Durch die Veränderung des Produktmix konnte die Gesellschaft zwar eine weitere Reduzierung der Materialquote erreichen, infolge der gestiegenen Materialpreise aufgrund der weltweiten Allokationtsthematik jedoch nicht im angedachten Umfang.

Empfangene Schadenersatzleistungen sowie Erträge aus Anlagenabgängen führten im Geschäftsjahr zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge.

Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert zum einen aus Entgelterhöhungen im Geschäftsjahr. Zudem waren im Vorjahr staatliche Erstattungen in Zusammenhang mit Kurzarbeit in Höhe von TEUR 209 enthalten, während sich diese im Geschäftsjahr auf TEUR 25 beliefen.

Ursächlich für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Wesentlichen gestiegene Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere der Preh GmbH. Diese umfassen insbesondere plangemäße funktions- und projektspezifische Konzernumlagen, die im Zusammenhang mit den gestiegenen Umsätzen für Dritte mit Preh-Produkten zu sehen sind. Daneben werden allgemeine Verwaltungsdienstleistungen und die Bereitstellung zentralisierter Funktionen durch Konzernumlagen weiterberechnet.

Das verbesserte Zinsergebnis ist auf die geringere Ausnutzung des von der Preh GmbH gewährten Gesellschafterdarlehens zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 408 auf Produktionsanlagen vorgenommen, die im Zuge der strategischen Neuausrichtung zukünftig nicht mehr genutzt werden.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Geschäftsverlauf 2021 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 7.174 nicht zufriedenstellend verlief.

4. Vermögenslage

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
in TEUR in % in TEUR in % in TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 97 0,3 76 0,1 21
Sachanlagen 13.924 36,8 14.337 24,7 -413
Anlagevermögen 14.021 37,0 14.413 24,8 -392
Nettovorräte 12.506 33,0 11.117 19,2 1.389
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.032 18,6 23.817 41,0 -16.785
Sonstige Vermögensgegenstände 920 2,4 1.193 2,1 -273
Liquide Mittel 3.371 8,9 7.495 12,9 -4.124
Umlaufvermögen 23.829 63,0 43.622 75,2 -19.793
Gesamtvermögen 37.850 100,0 58.035 100,0 -20.185
Gezeichnetes Kapital 900 2,4 900 1,6 0
Gewinnvortrag 9.953 26,3 12.049 20,8 -2.096
Jahresfehlbetrag -7.174 -19,0 -2.096 -3,6 -5.078
Eigenkapital 3.679 9,7 10.853 18,7 -7.174
Sonderposten 274 0,7 295 0,5 -21
Pensionsrückstellungen 85 0,2 67 0,1 18
sonstige Rückstellungen 3.720 9,8 3.117 5,4 603
Rückstellungen 3.805 10,0 3.184 5,4 621
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.779 15,4 10.262 17,8 -4.483
Verbindlichkeiten geg. verbundene Unternehmen und Gesellschafter 24.313 64,3 33.133 57,2 -8.820
sonstige Verbindlichkeiten 0 -0,1 308 0,4 -308
Verbindlichkeiten 30.092 79,6 43.703 75,4 -13.611
Gesamtkapital 37.850 100,0 58.035 100,0 -20.185

Veränderung der Aktivseite

Der Anstieg der Nettovorräte von TEUR 11.117 auf TEUR 12.506 resultiert im Wesentlichen aus der allokationsbedingt höheren Vorratshaltung für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Diese beliefen sich auf TEUR 11.387 gegenüber TEUR 9.663 im Vorjahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen in einer Höhe von TEUR 2.198 (2020: TEUR 19.680) Forderungen an verbundene Unternehmen. Ursächlich für den Rückgang ist vor allem die Begleichung von Forderungen durch die JOYNEXT GmbH, Dresden.

Der Rückgang der liquiden Mittel geht einher mit einer Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind saldierte Steuerforderungen von TEUR 782 (2020: TEUR 1.141) ausgewiesen.

Veränderung der Passivseite

Das Eigenkapital ist in Höhe des Jahresfehlbetrages von TEUR 7.174 auf TEUR 3.679 gesunken. Die Eigenkapitalquote belief sich damit auf 9,7 % (2020: 18,8%).

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus den Rückstellungen für Altersteilzeit.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich geschäftsbedingt um TEUR 4.483 auf TEUR 5.779.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Jahr 2021 TEUR 2.612 (2020: TEUR 7.688) und entfielen im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen. Die Abschreibungen beliefen sich auf TEUR 2.637 (2020: TEUR 2.313).

5. Finanzlage

Die Preh Thüringen GmbH ist langfristig über ein Gesellschafterdarlehen der Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, finanziert. Hier bestanden zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 24.313.

Des Weiteren besteht unter der Federführung der Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, ein mittelfristiger Konsortialkreditvertrag. Der Konsortialkredit umfasst ausschließlich den Konzernfinanzierungs- und -haftungsverbund der Preh-Gruppe (so genanntes Ringfencing). Der Kreditrahmen des Konsortialkreditvertrages wurde im Berichtsjahr um TEUR 85.000 auf ein Volumen von TEUR 385.000 erhöht und in der Laufzeit bis 11.11.2025 verlängert. Innerhalb der Laufzeit besteht sowohl die Möglichkeit der Volumenerhöhung um TEUR 65.000 als auch der Laufzeitverlängerung um bis zu zwei weitere Jahre. Der Kreditvertrag umfasst die Preh GmbH sowie die Preh Thüringen GmbH als Kreditnehmer und die Preh Beteiligungs GmbH als Gesamtschuldnerin. Der Konsortialkredit dient der Refinanzierung bestehender Kreditinanspruchnahmen aus den Schuldscheindarlehen, der Finanzierung des Betriebsmittelbedarfs und der Finanzierung von Investitionen. Der Konsortialkreditvertrag lässt zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten (wie Factoring, Leasing, Aval- und Barkredite im Konzern) zu. Erstmals sind die Finanzierungskosten unter anderem auch an die Ergebnisse eines externen Nachhaltigkeitsratings geknüpft (SLL, sustainability linked loan).

Zum Bilanzstichtag verfügt die Preh Thüringen GmbH im Rahmen der Ancillaries des Konsortialkreditvertrages über nicht genutzte Barkreditlinien in Höhe von TEUR 2.895. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres jederzeit ausreichend.

V. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Die Preh Thüringen GmbH erwartet in 2022 nochmals einen deutlichen Umsatzrückgang. Dies ist allerdings ausschließlich durch den Rückgang der Umsätze mit verbundenen Unternehmen begründet. Der Fokus soll zukünftig auf Umsätze mit Dritten und hier insbesondere auf die Produktgruppe Commercial Vehicle gelegt werden.

Auch für 2022 geht die Gesellschaft von einem negativen EBITDA aus, jedoch deutlich geringer als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Wesentlicher Einflussfaktor dürfte auch weiterhin die Entwicklung der Materialpreise sein, denen sich die Gesellschaft am Markt ausgesetzt sieht. Die Effekte aus den anhaltenden Lieferengpässen bei wichtigen Halbleiterprodukten können die Geschäftsentwicklung zudem stark beeinflussen.

Nichtsdestotrotz wird der Gesellschaft über die bestehende Konzern-Finanzierungsstruktur auch zukünftig ausreichend Liquidität zur Verfügung stehen. Eine Rückführung des auf unbestimmte Zeit gewährten Gesellschafterdarlehens ist nicht vorgesehen.

Ferner können sich aus dem jüngst zum Krieg eskalierten Ukraine-Konflikt und den verhängten Sanktionsmaßnahmen negative Effekte durch eine Verteuerung der Öl- und Energiekosten oder eine Störung der Absatzmärkte ergeben.

2. Risikobericht

Risikomanagement

Als Teil der Preh-Gruppe ist die Preh Thüringen GmbH in das Risikomanagement- und Kontrollsystem der Joyson-Gruppe integriert. Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Joyson den Vorschriften des Chinese SOX. Zur Einhaltung der Vorschriften unternimmt die Preh-Gruppe folgende Maßnahmen:

Implementierung und Weiterentwicklung eines effektiven internen Kontrollsystems auf Basis regelmäßiger Risikobeurteilungen,

Durchführung von Management-Tests zur Überprüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems,

Beauftragung eines externen Wirtschaftsprüfers zur Prüfung der Wirksamkeit von Kontrollen im Rahmen der Konzernabschlussprüfung der obersten Muttergesellschaft.

Marktchancen und -risiken

Auch im Jahr 2022 halten die Lieferkettenprobleme noch an, was weiterhin zu einer deutlichen Verminderung der Fahrzeugproduktion führt. LMC hatte im letzten Jahr prognostiziert, dass Anfang 2022 wieder das Produktionsniveau von 2019 erreicht werden würde. Die Marktrealität ist weit hinter dieser Prognose zurückgeblieben, da laut LMC bis Ende 2022 nur 85,8 Mio. Fahrzeuge prognostiziert werden (2019: 88,7 Mio.) und hiervon rund 5 Mio. als "volume risk" ausgewiesen werden. Es besteht also Unsicherheit, ob diese Prognose vollumfänglich erreicht werden kann, durch Einflüsse diverser Unwägbarkeiten, wie u.a. Teileknappheit, Logistikprobleme und Inflation.

Im Vergleich zur LMC-Prognose der Weltfahrzeugproduktion legen sich die Analysten von IHS auf eine konservativere Prognose fest. Demnach wird das Produktionsniveau 2019 dann erst wieder gegen Ende des Jahres 2023 erreicht.

Das Geschäftsfeld Commercial Vehicle zeichnet sich durch langfristig geschlossene Lieferverträge und ein stetiges Umsatzwachstum in den kommenden Geschäftsjahren aus. Zudem ist dieses vom privaten Konsumverhalten im Wesentlichen entkoppelt und damit unabhängiger von den entsprechenden Wachstumsperspektiven.

Das Marktrisiko wird als moderat eingeschätzt.

Währungsrisiko

Preh Thüringen GmbH ist durch Materialeinkäufe Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft auf Absicherung durch derivative Finanzinstrumente verzichtet.

Das Währungsrisiko wird als moderat eingeschätzt.

Forderungsausfallrisiko

Mögliche Ausfallrisiken bei Kundenforderungen werden durch aktive Verfolgung der wirtschaftlichen Entwicklung der Kunden reduziert.

Das Forderungsausfallrisiko wird als gering eingeschätzt.

Gewährleistungsrisiko

Für Risiken aus Gewährleistungs-, Produkthaftpflicht- und Rückruffällen besteht ebenso Versicherungsschutz wie für Schäden aus Betriebsunterbrechungen. Der Versicherungsumfang wird in regelmäßigen Abständen geprüft und bei Bedarf auf die neuen Erfordernisse angepasst.

Das Gewährleistungsrisiko wird als moderat eingeschätzt.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Im Geschäftsjahr 2021 bestanden für die Preh Thüringen GmbH trotz des Jahresfehlbetrages keine bestandsgefährdenden Risiken. Weder aus finanzwirtschaftlicher Sicht noch im Absatz- oder operationalen Bereich gab es Risiken, die für sich allein oder in Kumulation eine akute Bestandsgefährdung für die Gesellschaft bedeutet hätten. Damit sind aus heutiger Sicht für die Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens grundsätzlich gefährden bzw. die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage dauerhaft beeinflussen werden.

Die Risiken werden insgesamt als gering bis moderat eingeschätzt. Von einer Quantifizierung der oben aufgeführten Risiken wird abgesehen, weil dadurch zum einen die Position der Gesellschaft im Markt gegenüber Wettbewerbern deutlich beeinträchtigt werden könnte; zum anderen, weil eine Quantifizierung der Risiken nur vage zu ermitteln ist und somit auch dem verständigen Adressaten keinen aussagekräftigen Mehrwert bietet.

3. Chancenbericht

Preh Thüringen GmbH hat in den vergangenen Jahren organisatorisches und prozessorientiertes Know-how bei der Einführung neuer Produktionstechniken und einem schnellen Anlaufen von neuen Serienprodukten erworben. Zudem wurden und werden die internen Prozessoptimierungen und die Digitalisierung weiter vorangetrieben. Durch die Fokussierung auf die Produktgruppen Commercial Vehicle HMI, E-Mobility und Car HMI, analog zur Preh-Gruppe, möchte die Gesellschaft das entsprechende Wachstumspotenzial auch für sich nutzen. Die Elektromobilität bleibt dabei das Geschäftsfeld mit dem schnellsten Wachstum. Immer mehr OEMs bieten Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge an. Die Kundennachfrage steigt, nicht zuletzt wegen immer kürzer werdenden Ladezyklen der Fahrzeuge. Auch die staatlichen Fördermaßnahmen stellen zusätzliche Anreize dar. Im Bereich der Commercial Vehicles werden vor allem HMI-Konzepte für LKWs und Traktoren angeboten. Die zunehmende Digitalisierung der Cockpits und der Kabinenausstattung bietet weiterhin Wachstumschancen. Der Fokus liegt dabei auf multifunktionalen Komponenten mit integrierten haptischen und akustischen Feedbacks, wobei ein hoher Grad an Wiederverwendbarkeit von Aktivitäten aus dem Bereich Car HMI angestrebt wird. Die Produktgruppe hat einen hohen Wahrnehmungsgrad am Markt erreicht und ist entsprechend anerkannt.

Vor diesem Hintergrund sieht sich die Gesellschaft trotz bestehender Herausforderungen gut aufgestellt, um in Zukunft nachhaltige Profitabilität unter Wahrung hoher Qualitätsansprüche zu erzielen.

 

Werra-Suhl-Tal, den 15. März 2022

Preh Thüringen GmbH

Heinrich Lohmann, Geschäftsführer

Franziska Heim, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Preh Thüringen GmbH, Werra-Suhl-Tal

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Preh Thüringen GmbH, Werra-Suhl-Tal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Preh Thüringen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Angaben zu nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, Nachhaltigkeitsbericht und externes Nachhaltigkeitsrating und damit verbundene Querverweise, die in Abschnitt IV. des Lageberichts enthalten sind, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Angaben zu nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, Nachhaltigkeitsbericht und externes Nachhaltigkeitsrating und damit verbundene Querverweise, die in Abschnitt IV. des Lageberichts enthalten sind.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 15. März 2022

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andrea Renate Riedmann, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Oskar Amrhein, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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