Maxstore GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Koller seit 30.11.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FF Europe E-Commerce GmbHGroß-Gerau (vormals: Ober-Ramstadt)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die FF Europe E-Commerce GmbH positioniert sich als führendes Online-Handelsunternehmen mit Spezialisierung auf den Vertrieb von Consumer Goods, insbesondere im Bereich Haus, Garten und Freizeit. Die Produktpalette wird nicht nur über renommierte Online-Plattformen wie Amazon und eBay vertrieben, sondern auch durch die eigenständige Beschaffung in Asien durch die FF Europe E-Commerce GmbH. Der Hauptfokus des Vertriebs liegt auf dem Inlandsmarkt Deutschland, wobei das Unternehmen auch international agiert. Neben dem grundlegenden B2C-Ansatz, der sich an Endverbraucher richtet, erweitert die FF Europe E-Commerce GmbH ihre Geschäftstätigkeiten durch einen B2B-Bereich. Dieser bedient vorwiegend Großhandelskunden im EU-Ausland sowie in der Schweiz. Durch die Kombination von B2C- und B2B-Vertriebskanälen positioniert sich das Unternehmen als vielseitiger Akteur im E-Commerce-Sektor und bietet sowohl privaten als auch gewerblichen Kunden qualitativ hochwertige Produkte für verschiedene Lebensbereiche. II. Wirtschaftsbericht 2. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die globale Weltwirtschaft verzeichnete gegenüber dem Vorjahr in 2022 einen Rückgang des weltweiten Bruttoinlandsproduktes (3,1%; Vorjahr: 3,5%). Der nach der Corona-Pandemie einsetzende Aufwärtstrend wurde durch den Krieg in der Ukraine, den damit einhergehenden Turbulenzen in den Lieferketten und steigenden Energie- und Rohstoffkosten wieder abgebremst. Dabei erwies sich das 2. Halbjahr 2022 als wirtschaftlich stabiler. Die Energiepreise fielen seit Sommer schneller als erwartet und staatliche Entlastungsmaßnahmen entfalteten ihre Wirkung, sodass der private Konsum und steigende Ausrüstungsinvestitionen trotz hoher Leitzinsen anzogen. In Deutschland wuchs das Bruttoinlandsprodukt in 2022 im Vergleich zum Vorjahr (preis- und saisonbereinigt) um 1,9 %. Im Vergleich zum Wachstum im Vorjahr mit 2,6%, in dem nach den Corona-Krisenjahren eine Erholung eingesetzt hatte, ein erneuter Rückgang Der Umsatz im deutschen E-Commerce-Markt verzeichnet seit der Jahrtausendwende einen kontinuierlichen Anstieg. Obwohl die Umsätze im Jahr 2022 aufgrund der globalen Herausforderungen im Vergleich zum Vorjahr gedämpft waren, prognostizierten Schätzungen für das Jahr 2023 bereits eine erneute Zunahme im B2C-E-Commerce auf 89,4 Milliarden Euro. Tatsächlich wuchsen die Umsätze nur leicht um 0,9 Milliarden Euro auf 85,4 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr 2024 wird ein Gesamtumsatz von 88,3 Milliarden Euro erwartet was einer Zunahme von ca 3,4% entspricht. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Umsatz von 31,6 mio EUR erzielt werden, was gegenüber dem Vorjahreswert von 26,6 mio EUR ein hohes Umsatzwachstum von 18,7% darstellt. Damit wurde die Vorjahresprognose, worin von einem Umsatz von knapp 31,0 mio EUR ausgegangen wurde, sogar leicht übertroffen. Zum 1. Januar 2023 wurde die SC Sports GmbH, Emmerich, rückwirkend auf die FF Europe E-Commerce GmbH verschmolzen. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nachfrageseitig insgesamt gut. Die hohen Fixkosten, insbesondere für Logistikfläche wirken sich aber negativ auf die Ertragsseite aus. Die Gesellschaft erarbeitet bereits Ansätze, um Teile der Lagerfläche vermieten zu können. a) Ertragslage Die wesentlichen Ergebnisquellen stellen für die FF Europe E-Commerce im Plattform-Business die verschiedenen Online-Plattformen sowie der B2B-Bereich dar. Der Fokus lag dabei jeweils auf dem europäischen Markt, wobei Deutschland der stärkste Absatzmarkt ist. Ergänzend dazu gewinnen neue Plattformen stetig weiter an Bedeutung für Umsatz und Ertrag. Im Geschäftsjahr 2023 konnten die Umsatzerlöse um 5,0 mio EUR bzw. 18,7% auf 31,6 mio EUR gesteigert werden. Wesentlicher Treiber dieses Anstiegs waren im Wesentlichen die übernommenen Umsätze der SC Sports GmbH. Gleichzeitig sind die Materialaufwendungen um 2,2 mio EUR bzw. 13,7 auf 18,3 mio EUR im Verhältnis zu den Umsatzerlösen unterproportional stark angestiegen, was eine positive Entwicklung darstellt. Die Personalaufwendungen sind im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 0,7 mio EUR auf 1.1 mio EUR angestiegen. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Mitarbeiterbestand aufgrund der Verschmelzung mit der SC Sports GmbH. Die sonstigen betr. Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um weitere 3,9 mio EUR auf 17,8 mio EUR angestiegen. Nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr zeigt sich der Anstieg insbesondere in gestiegenen Mietaufwendungen und Nebenkosten (+1,3 mio EUR), höheren Frachtkosten (+1,3 mio EUR) sowie gestiegenen Aufwendungen für Fremdleistungen (+0,5 mio EUR). Dieser Anstieg ist zum einen durch die Verschmelzung begründet, zum anderen ergaben sich in diesem Zusammenhang zusätzliche einmalige Kosten aufgrund von Lageroptimierungsmaßnahmen. Aufgrund des generellen starken Zinsanstiegs stiegen auch die Zinsaufwendungen der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 um 0,7 mio EUR auf 1,1 mio EUR an. Insgesamt ergibt sich aus diesen Effekten im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,4 mio EUR, während im vorangegangenen Geschäftsjahr 2022 noch ein Jahresfehlbetrag von 2,2 mio EUR erzielt werden konnte. b) Finanzlage Das Guthaben bei Kreditinstituten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 mio EUR auf 0,6 mio EUR. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Durch die Asset Based Finanzierung kann sichergestellt werden, dass die Ware unterwegs, sowie der Warenbestand an Lager über die Muttergesellschaft finanziert werden können. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. c) Vermögenslage Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. Die Bilanzsumme der FF Europe E-Commerce GmbH beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 20,1 mio EUR und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 3,4 mio EUR angestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die Verschmelzung mit der SC Sports GmbH sowie einem gestiegenen Ausgleichsposten für den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag begründet (+2,5 mio EUR). Die Vorräte konnten trotz der Lagerübernahme der SC Sports GmbH um -0,6 mio EUR auf 9,7 mio EUR abgebaut werden. Diese Entwicklung bestätigt die ersten positiven Auswirkungen der Lageroptimierungsmaßnahmen. Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um 0,6 mio EUR auf 0,2 mio EUR zurückgegangen. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen in geringeren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen begründet (-0,6 mio EUR gegenüber Vorjahr). Des Weiteren sind stichtagsbedingt die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,3 mio EUR zurückgegangen, wohingegen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um 5,2 mio EUR angestiegen sind. III. Prognosebericht Um die Entwicklung des Unternehmens in eine positive Richtung zu unterstützen, wird der konsequente Fokus auf die Kernkompetenz Plattform-Verkauf fortgesetzt. Trotz den noch immer anhaltenden Störungen in den internationalen Supply Chains, der hohen Wareneinstandspreise sowie der weiterhin durch die Russlandkrise weiter verschärften Konsumzurückhaltung wird von einem weiteren Umsatzwachstum ausgegangen. Der Fokus liegt dabei nach wie vor neben der Sortimentserweiterung auch auf dem Launch weiterer Plattformen, weiterer Internationalisierung über Partner und auf einer Optimierung der Ausgangssituation bzw. Wettbewerbsfähigkeit auf den Angebotsplattformen. Generell beurteilen wir die voraussichtliche langfristige Entwicklung des Unternehmens positiv. Der e-Commerce, und hier insbesondere der Plattformverkauf, bietet nach wie vor ein sehr großes Wachstumspotenzial. Wir sehen uns auch für die Zukunft nach wie vor bestens positioniert, die Kunden von unserer Leistung zu überzeugen, weiterhin erfolgreich auf den Plattformen zu verkaufen und unsere Wettbewerbsposition weiter zu verbessern. Um die Ertragssituation zu verbessern hat die Geschäftsführung die folgenden Maßnahmen erarbeitet: - Optimierung des Retourenmanagements - Sortimentsoptimierung mit Fokus auf margenstarke Artikel - Reduzierung der Fixkosten, insbesondere im Bereich der Logistikkosten Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen erhofft sich die Geschäftsführung eine wesentliche Ergebnisverbesserung. Die Umsatzerlöse in 2023 betragen 31,6 mio EUR, in unserer Planung gehen wir für 2024 von einem leichten Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Das Unternehmen befindet sich weiterhin in einer Wachstumsphase. Unsere Prognosen und Ausblicke beinhalten alle zum Zeitpunkt der Berichterstellung bekannten Ereignisse. Der Ausblick basiert auf der konjunkturellen Entwicklung sowie auf Erwartungen und Entwicklungen des Unternehmens. Auf die Zukunft ausgerichtete Annahmen, die sich als fehlerhaft erweisen und die wir nicht beeinflussen können, könnten auch dazu führen, dass einige Erwartungen von den prognostizierten abweichen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Bestandsgefährdende Risiken Unsere Finanzlage ist aufgrund der mit Liquiditätsabflüssen verbundenen Verluste als angespannt zu bezeichnen. Bis zum Erreichen nachhaltig positiver operativer Cashflows ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit jedoch von der weiteren Gewährung von Gesellschafterdarlehen und damit von der finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafterin abhängig. Branchenspezifische Risiken Die branchenspezifischen Risiken sind hauptsächlich in einer weiteren Eskalation der weltweiten Krisen zu sehen, welche die Zukunftserwartungen der Konsumenten negativ beeinflussen und zu einer Konsumzurückhaltung führen könnte, bzw. dies bereits schon tun. Besondere Bedeutung erlangen dabei neben der Supply-Chain-Krise die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und Russland, deren Auswirkungen und Dauer sich aber nur schwer einschätzen lassen. Grundsätzlich zu erwarten ist eine weitere Verschärfung des Preiswettbewerbs, welcher sich jedoch im Normalfall nur kurzfristig nachteilig auswirkt, bis entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Ein weiteres Risiko wird aktuell in den steigenden Kosten insbesondere für Warenbeschaffung und bei den Seefrachten gesehen. Da diese Kostenentwicklung aber alle Marktteilnehmer in gleicher Weise trifft, sehen wir diesem Risiko eher gelassen entgegen. In gleicher Weise sehen wir uns aufgrund der grundlegenden strategischen Ausrichtung, eines in der Vergangenheit bewährten, vorausschauenden Frühwarnsystems sowie eines soliden Risikomanagements auch generell bestmöglich aufgestellt, den oben genannten Risiken wirkungsvoll zu begegnen. Ertragsorientierte Risiken Die zunehmende Komplexität im e-Commerce birgt die Gefahr eines zunehmenden Vermarktungs-Aufwands auf den Online-Plattformen und somit das Risiko steigender Vertriebs- und Marketingkosten. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Warenabgabe. Auch für die Logistik wird das Risiko steigender Kosten gesehen. Den Risiken wird mit zahlreichen strategischen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung begegnet, weshalb wir davon ausgehen, diese Effekte neutralisieren zu können. Finanzwirtschaftliche Risiken Eine erneute Schwächung des Euros und damit verbunden ein stärker werdender US-Dollar, insbesondere getrieben durch den aggressiven Eroberungskrieg des russischen Präsidenten, könnte die Einkaufspreise zusätzlich negativ beeinflussen und wieder Druck auf die Rohertragssituation ausüben. Da ein solcher Effekt alle Wettbewerber gleichermaßen trifft, gehen wir jedoch davon aus, entsprechende Effekte wie auch in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, weitestgehend neutralisieren zu können. 2. Chancenbericht Der eingeschlagene Weg wird dazu beitragen, die Effizienz zu steigern und somit Ressourcen für eine weitere Optimierung des Kerngeschäftes frei zu setzen. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Konzentration auf das Kerngeschäft, Innovation, operative Exzellenz und ein unübertroffenes Preis-Leistungsverhältnis bei sehr guter Angebotsqualität begegnen. Zusätzliche Wachstumsoptionen ergeben sich durch die mit Bedacht und Augenmaß angestrebte Internationalisierung wie auch insbesondere durch die geplanten Sortimentserweiterungen. 3. Gesamtaussage Für die kommenden Jahre wird mit einem moderaten Wachstum geplant. Insbesondere die Reduzierung der Fixkosten auf Personal- und Logistikseite sowie der Optimierung der Produktpalette soll die Gesellschaft schrittweise wieder in die Profitabilität führen. Die Erweiterung der Verkaufskanäle durch die Erschließung neuer Marktplätze soll umsatzseitig unterstützen und die Skalierung der bestehenden Kostenstruktur ermöglichen.
Ober-Ramstadt, 29. März 2024 FF Europe E-Commerce GmbH Tobias Koller, Geschäftsführer Sascha Fösel, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die FF Europe E-Commerce GmbH ist beim Amtsgericht Darmstadt unter der Nummer HRB 97442 mit Sitz in Ober-Ramstadt eingetragen. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang ausgewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich der Vornahme steuerrechtlicher Maßnahmen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss der FF Europe E-Commerce GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Im Hinblick auf bestandsgefährdende Risiken wird auf die Angaben im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" im Lagebericht verwiesen. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vemindert. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschäge berücksichtigt. Das Eigenkapital und die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, die im Zeitpunkt der Abschlusserstellung erkennbar waren. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bewertet. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Tageskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Verschmelzung der SC Sports GmbH Mit Eintragung ins Handelsregister vom 14. September 2023 wurde die SC Sports GmbH, Emmerich am Rhein (AG Kleve, HRB 15186), auf die FF Europe E-Commerce GmbH verschmolzen. Die Bilanzsumme der übertragenden Gesellschaft belief sich zum Übertragungsstichtag auf TEuro 3.674, die Umsatzerlöse auf TEuro 2.856. Im Berichtsjahr wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEuro 166 aufgelöst. BilanzIn den Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen sind als wesentliche Posten enhalten:
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag eine bilanzielle Überschuldung aus. Die Gesellschaft geht davon aus, dass trotz bilanzieller Überschuldung keine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinn vorliegt, da die alleinige Gesellschafterin eine Rangrücktrittserklärung in ausreichender Höhe abgegeben hat. Eigenkapital: Das Stammkapital der Gesellschaft wurde im Rahmen der Verschmelzung der SC Sports GmbH,Emmerich am Rhein (AG Kleve, HRB 15186) um Euro 25.000 auf Euro 50.000 erhöht. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 14. September 2023. In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten enthalten:
Verbindlichkeitenspiegel
Gewinn- und Verlustrechnung In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind in Höhe von TEuro 1.102 Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen enthalten. Sonstige Pflichtangaben Angabepflichtige Haftungsverhältnisse i. S. § 251 HGB liegen nicht vor. Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus: Leasingverträgen in Höhe von TEuro 888 und aus Mietverträgen in Höhe von TEuro 12.319. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen liegen nicht vor. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 25 Mitarbeiter beschäftigt, davon 2 leitende Angestellte und 21 Vollzeit und 2 Teilzeit. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind bestellt: Herr Tobias Koller, Appenzell CH, Herr Sascha Fösel, Helmbrechts (ab dem 8.1.2024). Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von Euro 4.380.981,87 auf neue Rechnung vorzutragen.
Ober-Ramstadt, den 26. März 2024 FF Europe E-Commerce GmbH gez. Tobias Koller, Geschäftsführer Sascha Fösel, Geschäftsführer Anlagevermögen Der Anlagenspiegel ist als Seite 5 zum Anhang beigefügt.
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.04.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FF Europe E-Commerce GmbH Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FF Europe E-Commerce GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FF Europe E-Commerce GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs und im Abschnitt "IV. Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts, in der die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass sich die Gesellschaft aufgrund der mit Liquiditätsabflüssen verbundenen Verluste in einer angespannten Situation befindet. Bis zum Erreichen nachhaltig positiver operativer Cashflows ist die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit von der weiteren Gewährung finanzieller Unterstützung durch die Gesellschafterin abhängig. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 3. Juni 2024 Moses
& Partner Revision und Treuhand GmbH
Moses, Wirtschaftsprüfer |
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