Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
HA2 Medizintechnik GmbH
Tschaikowskistraße 2, 38820 Halberstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henning Warrink seit 29.1.2026 | Geschäftsführer |
Daniel Schiel seit 21.3.2024 | Geschäftsführer |
Peter Rohde seit 17.10.2023 | Geschäftsführer |
Sven Kaiser seit 8.1.2007 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
VH3 Medizintechnik GmbHAufgelöst | 50.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HA2 Medizintechnik GmbHHalberstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1.1. Branchenentwicklung Auch wenn aufgrund der Alterung der Weltbevölkerung seit Jahren eine steigende Nachfrage an Medizinprodukten zu verzeichnen ist und damit auch in Zukunft von einem wachsenden Markt auszugehen ist, befindet sich die deutsche Medizintechnikbranche seit einiger Zeit in einem Strukturwandel. Gründe hierfür finden sich in der Zunahme des Wettbewerbs- und Kostendrucks sowie der stärkeren Regulatorik im Bereich der Zulassung und dem Vertrieb von Medizinprodukten sowie der fortschreitenden Digitalisierung. Dies wird in dem stark mittelständisch geprägten Wirtschaftszweig in den kommenden Jahren zu weitreichenden Veränderungen führen. Trotz der Corona Pandemie konnten die deutschen Medizintechnikunternehmen für das Jahr 2022 ein Umsatzplus von 5,4 Prozent und damit einen Gesamtumsatz von 38,4 Milliarden Euro erwirtschaften. Auf das Inlandsgeschäft entfielen davon 12,6 Milliarden Euro (+3,2 %) und das Auslandsgeschäft erreichte einen Wert von 25,8 Milliarden Euro (+6,5 %). Die Exportquote lag damit bei 67 Prozent. Wie für viele Unternehmen stellte sich auch das Geschäftsjahr 2022 als große Herausforderung hinsichtlich der Unsicherheit zur weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie heraus. Eine signifikante Beeinträchtigung des betrieblichen Ablaufs und der Nachfrage unserer Produkte konnten jedoch nicht festgestellt werden. 1.2. Beschaffung Die Beschaffungsprozesse sind unverändert. Sie waren in 2022 gekennzeichnet von konsequenten Preisverhandlungen in allen Materialsegmenten, speziell bei Kunststoffen und Verpackungen. Die Beschaffungspreise bei Kunststoffen und Verpackungsmaterialien sind jedoch stark angestiegen. Die Einkaufspreise für die Energieträger wie Strom und Gas konnten noch weitgehend stabil gehalten werden. 1.3. Produktion In der Fertigung haben sich keine grundlegenden Veränderungen ergeben. Produktionstechnologieschwerpunkte sind Spritzguss, ergänzt um manuelle Fertigungsschritte und Verpackungstätigkeiten. Es wurde eine Optimierung der Produktionsprozesse in der Kunststoffverarbeitung erzielt. Im Bereich der Sterilisation konnten mit dem in 2019 in Betrieb genommenen Sterilisationswerk die Kapazitäten im Bereich Nachkonditionierung erweitert werden. 1.4. Absatz Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Umsatzsteigerung von 2,3 % gegenüber dem Vorjahr erzielt. Dies entspricht den im Vorjahr getroffenen Einschätzungen. Der Absatz im Bereich der Sterilisation ist deutlich gestiegen und konnte damit den Rückgang der Umsatzerlöse im Kunststoffbereich überkompensieren. Die Kundenzufriedenheit ist für unser Unternehmen ein primäres Anliegen. Neben einem Service für die Anlieferung und Abholung der Sterilisationswaren gibt es eine umfassende Validierungsberatung sowie die Möglichkeit, im Internet den aktuellen Sterilisationsstatus zu kundenspezifischen Produkten einzusehen. Das eigene moderne Logistikzentrum sichert die schnelle und unkomplizierte Organisation der auftragsbezogenen Durchlaufzeiten. Darüber hinaus bietet das zertifizierte hauseigene Labor mikrobiologische und chemische Untersuchungen für die Überwachung des Sterilisationsvorgangs an. 1.5. Personal Im Jahresdurchschnitt waren 109 Mitarbeiter (zuzüglich 8 Auszubildende) im Geschäftsjahr 2022 beschäftigt. Davon befinden sich 30 Mitarbeiter(innen) im Angestelltenverhältnis. 79 Mitarbeiter(innen) sind gewerbliche Arbeitnehmer. Die Auszubildenden entsprechen 6,8 % der Belegschaft. Zur Sicherung der Fachkräftebasis werden ständig Anstrengungen unternommen, um die Ausbildungsplätze für den Facharbeiternachwuchs zu besetzen. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit Fach- und Hochschulen zur praxisnahen Ausbildung des ingenieurtechnischen Personals stetig erweitert. Im Rahmen eines jährlichen Schulungsplanes wird das eigene Personal mittels interner und externer Schulungsmaßnahmen zu den gesetzlichen Änderungen und den steigenden Anforderungen an Innovationskraft und Qualitätssicherung qualifiziert. 1.6. Investitionen Im Geschäftsjahr 2022 wurden 1.121 TEUR investiert, davon 434 TEUR in Maschinen und Anlagen. Für Anzahlungen auf Maschinen und technischen Anlagen wurden 477 TEUR aufgewendet. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit waren Investitionen im Bereich der Sterilisation. 2. Darstellung der Lage 2.1. Ertragslage Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,8 % verbessert. Das Ergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung hat sich auf Grund stark gestiegener Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr leicht um 16 TEUR erhöht. 2.2. Finanzlage Im Geschäftsjahr wurde ein positiver Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 5.455 TEUR erwirtschaftet. Die Mittelabflüsse für die Investitionstätigkeit bzw. aus der Finanzierungstätigkeit liegen bei 1.132 TEUR bzw. 4.504 TEUR. Zum Ende des Geschäftsjahres weist demnach der Finanzmittelfonds eine Höhe von 997 TEUR aus. Die Gesellschaft konnte die Investitionen überwiegend aus Eigenmitteln finanzieren. Die Geschäftsführung betrachtet die Liquiditätslage weiterhin als zufriedenstellend an. 2.3. Vermögenslage Das Gesamtvermögen des Unternehmens beträgt zum Jahresende 21.145 TEUR, davon 17.736 TEUR für das Anlagevermögen und 3.402 TEUR für das Umlaufvermögen. Die Abschreibungen in Höhe von 1.455 TEUR übersteigen die Zugänge des Geschäftsjahres, was im Wesentlichen zum Rückgang des Anlagevermögens um 314 TEUR geführt hat. Das Umlaufvermögen hat sich um 253 TEUR reduziert, was hauptsächlich auf den Rückgang des Vorratsvermögens um 266 TEUR zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten durch planmäßige Tilgung um 1.808 TEUR reduziert werden. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf Grund der Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft um 1.089 TEUR erhöht. Resultierend aus den vorgenannten Veränderungen hat sich die Bilanzsumme um 2,7 % verringert. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Voraussichtliche Entwicklung Für das Geschäftsjahr 2023 haben wir einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse geplant. Dabei werden die zwei bewährten Zielrichtungen verfolgt: • Umsatzzuwachs durch neu- und weiterentwickelte Erzeugnisse und • Zuwachs durch neue Kunden auf dem Gebiet der Gassterilisation. Die Akquisitionsbemühungen insbesondere der Gassterilisation zeigen positive Wirkung. Investiert wird im Geschäftsjahr 2023 in die Erweiterung der Gassterilisation. 3.2 Wesentliche Chancen und Risiken Es besteht eine gesetzliche Verpflichtung zur Kontrolle auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können. Risiken sind auch zukünftig steigende Rohstoff- und Energiekosten sowie die Mindestlohnentwicklung, die die Herstellkosten unserer Erzeugnisse erhöhen. Die höheren Fertigungs- und Versandkosten, die im Wesentlichen nicht an den Endverbraucher, das Gesundheitswesen, weitergegeben werden können, müssen in den nächsten Jahren im Unternehmen durch neue Produktgestaltung und Rationalisierung der Fertigung kompensiert werden. In der Zukunft wird die Gesundheitsnachfrage vor allem in den schnell wachsenden und bevölkerungsreichen Entwicklungs- und Schwellenländern stark ansteigen. Neben dem Bevölkerungswachstum ist dabei besonders das Einkommenswachstum bedeutsam. Damit sind die Wachstumsperspektiven der Medizintechnik sowohl von der Nachfrage- als auch von der Angebotsseite her günstig. Bedingt durch das umfangreiche Sortimentsprogramm in der Kunststoffverarbeitung und den modernen Möglichkeiten der Gassterilisation werden wir auch zukünftig den gestellten Zielen bei der Unternehmensentwicklung gerecht werden. 3.3 Internes Kontroll- und Risikomanagement In der Gesellschaft sind die wesentlichen Grundzüge eines internen Kontrollsystems eingeführt und etabliert. Für die wesentlichen Prozesse sind Soll-Konzepte entwickelt. Diese finden Niederschlag in Organisationsanweisungen und Ablauf-Beschreibungen. Alle wesentlichen Vorgänge sind dem Vier-Augenprinzip unterworfen, so dass eine Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Geschäftsprozessen sichergestellt ist. Dabei ist auf eine effiziente Funktionstrennung geachtet. Das Vier-Augen-Prinzip der Funktionstrennung wird neben den papierhaften Prozessen auch in den Software-Systemen über Berechtigungskonzepte und entsprechend gestaltete Work-Flow-Prozesse stringent fortgesetzt. Der Einfluss von Preisänderungsrisiken wurde im Chancen- und Risikobericht bereits umfangreich dargestellt. Ausfall- und Liquiditätsrisiken begegnet die Gesellschaft durch im Unternehmen bestehende Finanzinstrumente. Dazu zählen insbesondere Finanzanlagen, Forderungen, Bankguthaben und Kredite von Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden Liquiditätspläne erstellt, die Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermitteln. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen. 3.4 Forschung und Entwicklung Berichtspflichtige Vorgänge im Bereich Forschung und Entwicklung sind im Geschäftsjahr 2022 nicht angefallen. 3.5 Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhielt im Geschäftsjahr 2022 keine Zweigniederlassungen.
Halberstadt, den 20. Juni 2023 gez. Sascha Leibitzki, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung 1. Eckdaten zum Unternehmen, Gliederung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der HA2 Medizintechnik GmbH, mit Sitz in 38820 Halberstadt (Amtsgericht Stendal, HR B 112112) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) unter Ergänzung der Darstellung der Gewinnverwendung (§ 158 Abs. 1 AktG analog) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften zur Erstellung des Anhangs wurde Gebrauch gemacht (§ 288 Satz 2 HGB). Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB. Sie hält Beteiligungen im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB an dem unter einer einheitlichen Leitung stehenden Tochterunternehmen LEWI Medizintechnik GmbH, Wernigerode. Die Gesellschaft ist grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes verpflichtet (§ 290 Abs. 1 und 2 HGB). Da die Gesellschaft selbst zugleich Tochterunternehmen eines Mutterunternehmens mit Sitz in Deutschland ist und die weiteren Voraussetzungen vorliegen, wird gemäß § 291 Abs. 1 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes verzichtet. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Im Einzelnen waren bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 folgende Grundsätze und Methoden zu beachten: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der "Abnutzung" unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung wurde linear nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) bzw. Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 HGB) angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens mit einem Wert bis EUR 800,00 je Einheit werden gemäß § 8 Abs. 1 KStG in Verbindung mit § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgte zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungskosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist (produktbezogene Vollkosten). Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten bereits gezahlte Beträge, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. 3. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten Der Jahresabschluss enthält keine auf fremde Währung lautenden Sachverhalte. 4. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. II. Angaben zu den Posten der Bilanz 1. Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Gliederung der Geschäftsjahresabschreibung sind im nachfolgenden Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022 dargestellt.
2. Finanzanlagen Es handelt sich hierbei um folgende Beteiligungen:
3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind folgende Positionen aufgeführt:
5. Gezeichnetes Kapital Hierunter wird das voll eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 51.500,00 ausgewiesen. 6. Kapitalrücklage Hierunter wird das bei der Ausgabe neuer Geschäftsanteile erhaltene Agio ausgewiesen. 7. Gewinnrücklage Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG zum 01.01.2010 wurden die aus Abschreibungen nach § 254 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung resultierenden niedrigeren Wertansätze durch Zuschreibung auf den sich nach handelsrechtlichen Grundsätzen unter Beachtung des BilMoG ergebenden Wert egalisiert. 8. Bilanzgewinn In dem Posten Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 11.122.773,07 enthalten. 9. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Die Gesellschaft erhielt öffentliche Finanzierungshilfen an die gewerbliche Wirtschaft im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) als Projektförderung zur anteiligen Finanzierung von förderfähigen Ausgaben für Investitionen (Investitionszuschüsse). Die Zuschüsse werden in entsprechender Anwendung der Stellungnahme HFA 1/1984 in der Fassung vom 01. Januar 1990 indirekt durch Einstellung in den Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen berücksichtigt. Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wird nach Maßgabe der handelsrechtlichen Abschreibung der geförderten Vermögensgegenstände über deren Nutzungsdauer aufgelöst. Der Ausweis des im Geschäftsjahr 2022 zu berücksichtigenden Auflösungsbetrags in Höhe von EUR 37,00 erfolgt unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge". 10. Rückstellungen In dem Posten Rückstellungen sind Pensionsrückstellungen wie folgt enthalten: Pensionsverpflichtungen EUR 535.666,00 Deckungsvermögen i. S. v. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB EUR - 325.590,54 Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die PUC-Methode (projected unit credit method) unter Annahme eines Rechnungszinses von 1,78 % p.a. und eines Rententrends von 0,00 % p.a. für aktive Anwärter und 1,00 % für Altersrentner angewendet. Der Berechnung wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der aus der Änderung des Rechnungszinssatzes (Durchschnittsbildung über 10 statt 7 Jahre) resultierende Gewinn unterliegt der Ausschüttungssperre. Dieser Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt laut vorliegender versicherungsmathematischer Gutachten im aktuellen Geschäftsjahr EUR 28.151,00. Aus folgenden Posten setzt sich die Bilanzposition "Sonstige Rückstellungen" zusammen:
11. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert: - Grundschuld auf gewerblich genutztem Objekt Halberstadt, Blatt 15117 EUR 11.300.000,00 - Sicherungsübereignung von Maschinen, technischen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung Bei den Grundschulden handelt es sich um Buchgrundschulden unter Übernahme der persönlichen Haftung für die Zahlung eines Geldbetrags in Höhe der Grundschuldbeträge, der Zinsen (15 % per anno) und Nebenleistungen (5 % einmalig) sowie der Unterwerfung unter die Zwangsvollstreckung sowohl in das persönliche Vermögen als auch in den belasteten Grundbesitz gemäß § 800 ZPO. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben nachfolgende Restlaufzeiten:
Die weiteren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum überwiegenden Teil (Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren) mittels Eigentumsvorbehalt auf die bezogenen Vermögensgegenstände gesichert. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beträgt bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:
III. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung1. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinserträge aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen sind in Höhe von EUR 2.092,00 (Vorjahr: EUR 0,00) angefallen. Erträge aus verrechnetem Deckungsvermögen sind in Höhe von EUR 3.829,83 (Vorjahr: EUR 0,00) angefallen. 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen sind in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 15.657,00) angefallen. Erträge aus verrechnetem Deckungsvermögen sind in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 3.858,77) angefallen. 3. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne
IV. Sonstige Pflichtangaben 1. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: a) Bürgschaften: Die Firma HA2 Medizintechnik GmbH hat zur Sicherung von durch Gesellschafter aufgenommene Darlehen selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von EUR 6.100.000,00 übernommen. b) aus Schuldbeitritt eine gesamtschuldnerische Mithaftung bis zum Betrag von: EUR 0,00 Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage des verbundenen Unternehmens (Begünstigte) nicht zu rechnen. 2. Mitzugehörigkeitsvermerke Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3. Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt zum 31.12.2022 EUR 1.328.557,02 (Vorjahr: EUR 1.605.945,12) 4. Angaben über sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Gesamtbetrag von EUR 361.700,00.
5. Angaben über Anzahl der Beschäftigten Als durchschnittliche Zahl der rbeitnehmer gilt gemäß § 267 Abs. 5 HGB der vierte Teil der Summe aus den Zahlen der jeweils am 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember beschäftigten Arbeitnehmer, jedoch ohne die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten. Im Geschäftsjahr 2022 beschäftigte die Gesellschaft somit durchschnittlich 109 Arbeitnehmer. Die Gliederung ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
6. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten (Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden folgende Werte ermittelt:
7. Ausleihungen, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Im Jahresabschluss sind Ausleihungen, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern wie folgt enthalten: Forderungen gegen Gesellschafter EUR 5.426,08 (Vorjahr: EUR 0,00) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern EUR 3.205.782,87 (Vorjahr: EUR 2.122.840,52) 8. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Sascha Leibitzki, (Dipl.-Jur.) 38889 Blankenburg (Harz) Die Darstellung der Gesamtbezüge (§ 285 Nr. 9 a HGB) wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 9. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars gem. § 285 Nr. 17 wird in Verbindung mit § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. 10. Name und Sitz des Mutterunternehmens Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Firma P3 Holding und Beteiligung GmbH, 38820 Halberstadt einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht. 11. Angaben über Anteilsbesitz
12. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind, und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. 13. Angaben über Ergebnisverwendung und Rücklagenbildung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung vor: Vortrag auf neue Rechnung EUR 11.122.773,07
Halberstadt, den 20. Juni 2023 gez. Sascha Leibitzki, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.07.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Primed Halberstadt Medizintechnik GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Primed Halberstadt Medizintechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Primed Halberstadt Medizintechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführug ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Braunschweig, den 30. Juni 2023 Dipl.-Kfm. Jens von Mach, Wirtschaftsprüfer |
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