GRE German Rail Engineering GmbH

Martin-Hoffmann-Straße 18, 12435 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 42069
Vorher
GRE-Gauff Rail Engineering Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH
Eingetragen
8.10.1996
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenBau von BahnverkehrsstreckenBetrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge
Gegenstand
Erbringung von Planungs-, Bauüberwachungs-, Beratungs-, Projektmanagement- und sonstigen Ingenieurleistungen für Vorhaben des schienen- und straßengebundenen Verkehrs, einschließlich der Erstellung von wirtschaftlichen und organisatorischen Studien dazu sowie Generalübernehmerleistungen für solche Vorhaben als auch deren Unterhalt und Betrieb.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Monica Constantinescu
seit 16.1.2026
Prokura
Jörg Meitzner
seit 22.12.2022
Geschäftsführer
Jens Dr. Unger
seit 22.12.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
30.050 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GRE German Rail Engineering GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss 2023

1. Geschäftsmodell und Rahmenbedingungen

Die GRE German Rail Engineering GmbH (im Folgenden "GRE") ist im nationalen und internationalen Planungs-, Bauüberwachungs- und Beratungsmarkt für Infrastrukturprojekte tätig. Unsere Projekte erstrecken sich von Studien, Gutachten und Forschungsarbeiten sowie Entwicklungsplanung und Machbarkeitsstudien bis Projektmanagement, Vor- und Baureifeplanung, Bauüberwachung, Inbetriebnahme, Instandhaltung und Personalschulung. Die Projekthonorare reichen von einigen tausend bis zu mehreren Millionen Euro.

Die GRE mit Firmensitz in Frankfurt am Main gehört seit dem 23. März 2020 zur Dorsch Gruppe. Die Geschichte der GRE und ihrer Vorgängergesellschaften reicht bereits über drei Jahrzehnte zurück. Die Standorte der GRE befinden sich in Nürnberg, Dresden, Berlin, Düsseldorf und Wirges. Weitere Mitarbeiter der GRE sitzen bei anderen Gesellschaften der Dorsch-Gruppe in Köln, Hamburg und München. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren bei der GRE 116 Mitarbeiter fest angestellt (Vorjahr: 113 Mitarbeiter).

Tätigkeitsschwerpunkte bildet die Erbringung von Planungs-, Beratungs-, Projektmanagement- und sonstigen Ingenieurdienstleistungen wie z.B. Bauüberwachung für Vorhaben des schienen- und straßengebundenen Verkehrs.

Die GRE bedient sowohl öffentliche als auch private Auftraggeber. In Deutschland reicht ihr Kreis von der Gemeinde über öffentlich-rechtliche Unternehmen und Zweckverbände bis zu Bundesministerien inkl. deren nachgeordneten Verwaltungen. Der Hauptkunden für Planungsleistungen in allen Phasen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ist die Deutsche Bahn AG sowie deren verbundene Unternehmen. Die tragende Säule des Geschäfts bilden gewerkeübergreifende Großaufträge und Generalplanungen von Eisenbahninfrastrukturen.

2. Externe Einflussfaktoren - Entwicklung der Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft expandiert weiterhin in moderatem Tempo. Die im Frühjahr etwas schnellere Gangart hat sich im Sommer wieder etwas verlangsamt In den Vereinigten Staaten verliert die Konjunktur nach und nach an Schwung, bedingt durch die fortgesetzten restriktiven Maßnahmen der Fed, die die Nachfragesituation belasten. Gleichzeitig bleibt die konjunkturelle Dynamik in Europa gering, da die Energiepreise, hohe Inflation und strukturelle Probleme die Erholung bremsen. Parallel gibt es erste Anzeichen einer Stabilisierung, unterstützt durch fiskalpolitische Maßnahmen. Eine nachhaltige Belebung der Konjunktur in China ist weiterhin nicht in Sicht. Zwar wurden 2023/2024 Konjunkturmaßnahmen ergriffen, jedoch belasten strukturelle Probleme wie der Immobiliensektor und die nachlassende Exportdynamik. Der Welthandel ist im bisherigen Verlauf des Jahres zwar moderat gestiegen, angesichts der Anzeichen für eine wieder geringere Expansion der globalen Produktion im Verarbeitenden Gewerbe kommen von dieser Seite aber nur schwache Impulse.

Derzeit wirkt die Geldpolitik noch restriktiv, eine Zinswende ist aber eingeleitet, und im Verlauf des Prognosezeitraumes hat die wirtschaftliche Aktivität zunehmend Rückenwind von wieder günstigeren Finanzierungsbedingungen erhalten. Vor diesem Hintergrund wird sich die weltwirtschaftliche Expansion in diesem und im nächsten Jahr in kaum verändertem moderatem Tempo fortsetzen, wobei vor allem in Europa ein angesichts wieder steigender Reallöhne anziehender privater Konsum Impulse gibt. Wir rechnen für dieses Jahr mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf der Basis von Kaufkraftparitäten - von 3,2 %. Im nächsten Jahr wird der Zuwachs mit 3,1 % geringfügig - um 0,1 %-Punkte - nach unten revidiert. Für 2026 erwarten wir eine konjunkturelle Belebung und einen Zuwachs um 3,3 %. Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften steigt in diesem und im nächsten Jahr zwar leicht an (insbesondere in den USA und Europa), bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Der Rückgang der Inflation erfolgte zuletzt nur langsam, vor allem aufgrund des hartnäckigen Anstiegs der Preise für Dienstleistungen und weil die Energiepreise im Vorjahresvergleich sehr langsam sinken. Der erwartete weitere Rückgang in Richtung der Zielmarke von 2 % dürfte sich nur langsam vollziehen, und es bleibt ein Risikofaktor, ob die Geldpolitik länger restriktiv bleiben muss als derzeit erwartet wird.

Die moderaten globalen wirtschaftlichen Entwicklungen spiegeln sich auch in Deutschland wider. Die konjunkturelle Dynamik bleibt verhalten, wobei insbesondere die hohe Inflation und gestiegene Energiepreise den privaten Konsum sowie die Investitionstätigkeit belasten. Zwar profitieren einige exportorientierte Branchen von einer leichten Erholung des Welthandels, jedoch hemmt die schwache Konjunktur in wichtigen Absatzmärkten wie den USA und China die Exportdynamik. Gleichzeitig sorgen gestiegene Zinsen und eine restriktive Kreditvergabe für Zurückhaltung bei Unternehmensinvestitionen. Positive Impulse könnten jedoch von einer erwarteten Stabilisierung der Reallöhne ausgehen, die gegen Ende des Jahres zu einer leichten Belebung des Konsums beitragen. Für 2023 stagniert die deutsche Wirtschaftsleistung, in 2024 war ein Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % zu beobachten, da konjunkturelle und strukturelle Belastungen einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Wege standen. Erst 2025 und 2026 dürften sich die verbesserten globalen Rahmenbedingungen stärker in einer leichten konjunkturellen Erholung in Deutschland niederschlagen. Allerdings bleibt das Risiko bestehen, dass geopolitische Unsicherheiten und anhaltende strukturelle Herausforderungen - wie der Fachkräftemangel und die schleppende Digitalisierung - die wirtschaftliche Entwicklung weiter dämpfen könnten.

Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Herbst 2024, Bericht Nr. 116 (2024/Q3), Abruf unter: https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf

Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Winter 2024, Bericht Nr. 119 (2024/Q4), Abruf unter: https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/b6400436-e48e-4080-8751-9b6736201b75-KKB_119_2024-Q4_Welt_DE.pdf

3. Strategie

Nach der erfolgreichen Integration in die Dorsch-Gruppe in den Jahren 2020 bis 2022 wurde beginnend im Jahr 2023 die Strategie der GRE an die Anforderungen der Gruppe und des deutschen Eisenbahninfrastrukturmarkts neu ausgerichtet. Neben der fach- und standortübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der GRE wurde insbesondere die strategische und projektbezogene Abstimmung mit den neuen Schwestergesellschaften in Deutschland intensiviert. Die geschäftsbereichs- und gesellschaftsübergreifende Akquise verfolgt insbesondere solche Projekte, die zur Erhöhung der Gesamtauslastung und der Integration aller Bereiche dienen sowie den Wandel zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Gesellschaft unterstützen. Ziel ist es dabei den Einklang zwischen ökologischen, sozialen sowie betriebs- und volkswirtschaftlichen Interessen zu finden. Die weitere Etablierung moderner Arbeitsmethoden wie BIM (Building Information Modelling) bilden dabei einen wesentlichen Grundstein.

Das aus der Insolvenzmasse von Gauff Ingenieure in 2020 nachträglich in die GRE integrierte Auslandsgeschäft (durch Kauf der Projekte in Äthiopien) war ein Anfang zur weiteren Erschließung des internationalen Marktes mit Fokus auf Subsahara-Afrika und Europa. Die ebenfalls in diesen Projekten beschäftigte PB Consult, als 50%iges Tochterunternehmen der GRE mit ihren ca. 86 Mitarbeitern, konnten damit ebenfalls diese Projekte weiterbearbeiten. Die Projektentwicklung als auch der Ausbau des internationalen Geschäfts ist herausfordernder und langwieriger als erwartet, es konnten keine weiteren Projekte im Jahr 2023 gewonnen werden. Durch die Bündelung aller vorhandener internationaler Ressourcen und Aktivitäten der Unternehmen der Dorsch Europe (vormals: KREBS+KIEFER GmbH) wird das Geschäftsmodell zukünftig gemeinsam neu ausgerichtet. Dabei liegt der zukünftige lokale Fokus auf den uns bekannten Märkten in Europa in Verbindung mit der Unterstützung der Gesellschaften der Dorsch-Gruppe in den jeweiligen Regionen mit unserem transportspezifischen Knowhow.

Übrige Weiterentwicklungen betrafen neben den operativen Bereichen auch (u.a. durch neue digitale Lösungen unterstützte) prozessuale Verbesserungen, wie die Implementierung eines bedarfsorientierten Controllings sowie dem Ausbau des Vertrags-, Nachtrags- und Risikomanagementsystems.

Basierend auf einer Stärke, Schwächen, Chancen und Risiken-Analyse wurden messbare Maßnahmen (Kennzahlen), Ziele und eine Strategie abgeleitet, um die im vorliegenden Businessplan dargelegten Unternehmensziele und die Vision 2025 - Wir sind der anerkannte Ingenieurdienstleister für Infrastrukturplanungen von Schiene und Straße, national und in internationalen Kernmärkten. - erfolgreich umzusetzen.

Durch die breitere Verteilung der Verantwortlichkeiten und den resultierenden zusätzlichen Ressourcen für die Lenkung und Steuerung des Unternehmens wird die GRE ihre Marktposition als leistungsfähiges Ingenieurbüro für die Planung, Steuerung und Überwachung von komplexen und interdisziplinären Bahn- und Straßenprojekten in Deutschland und weltweit weiter festigen und ausbauen können.

Als Alleinstellungsmerkmal der GRE werden dabei:

die regionale Verankerung und Nähe zu Kunden durch die dezentrale Struktur (zusätzliche Erweiterungen am Standort Düsseldorf und München sind bereits erfolgt und weitere in Planung),

die Interdisziplinarität und der ganzheitliche generalplanerische Projektbearbeitungsansatz der Gesellschaft,

der konsequente Wandel des Geschäftsmodells hin zu zukunftsorientierten, nachhaltigen und ressourcenschonenden Produkten und Leistungen und

die weitere Etablierung moderner Arbeitsmethoden wie BIM - Building Information Modeling

weiter betont werden.

Organisation und Marktausblick

In Anlehnung an unser Geschäftsmodell und unsere Mittelfriststrategie ist die GRE seit 2022 in einer rein fachlichen Organisationsstruktur aufgebaut. Dadurch wurden die operativen Einheiten des Unternehmens wesentlich verschlankt und die standortübergreifende Bearbeitung von Gesamtgewerkeplanungen vereinfacht. Durch den hohen Investitionsrückstand in der innerdeutschen Infrastruktur (hier Schiene und Straße) hat die Deutsche Bahn AG, als unser Hauptkunde, eine Generalsanierung wesentlicher Streckenabschnitte und Knotenpunkte angekündigt. Ziel ist neben der Aufholung des Sanierungs-Staus, der Aufbau eines Hochleistungsnetzes.

Dafür stellt der Bund Investitionsmittel in Höhe von bis zu 43 Mrd. EUR zur Verfügung. Der von der Bahn bezifferte Restbedarf von ca. 45 Mrd. EUR war vor einigen Monaten u.a. in einem Beschlusspapier der Koalitionsspitzen aufgegriffen worden . Dieser Bedarf soll "soweit finanziell darstellbar" bis 2027 auch gedeckt werden.

Insgesamt sind 43 Abschnitte und Knoten mit einer Länge von 4.200 km Länge als ausbau- bzw. sanierungsbedürftig identifiziert worden. Darüber hinaus hat die Deutsche Bahn AG auch ein Sanierungsprogramm für 1.800 Bahnhöfe (Umsetzung bis 2030) gestartet.

Zusammenfassend ist der Marktausblick als positiv zu bewerten. Jedoch beeinflusst der Fachkräftemangel neben den sich verknappenden Planungsressourcen auch die Auftraggeber- und Bauherrenseite, sodass davon ausgegangen werden kann, dass nicht das komplette Volumen umgesetzt werden kann.

4. Geschäftsverlauf

Die für das Geschäftsjahr 2023 geplante Gesamtleistung von TEUR 12.712 wurde mit TEUR 10.946 (Vj.: TEUR 11.824) nicht erreicht. Im nationalen Geschäft wurde gegenüber dem Budget die geplante Gesamtleistung um TEUR 135 übertroffen (IST: TEUR 10.465; Budget: TEUR 10.330). Die Jahresgesamtleistungen im Ausland waren dagegen wesentlich niedriger als erwartet (IST: TEUR 481; Budget: TEUR 2.381). Dieses begründet sich in dem zeitlichen Verzug der Projekte und Verzögerungen bei den Verhandlungen von Nachträgen. Damit konnten im Berichtsjahr 2023 vorgesehene Leistungen nicht wie ursprünglich geplant erbracht werden.

Aus Risikovorsorge vor nicht kalkulierten Steuerbelastungen sowie unvorhergesehenen operativen Ereignissen in den kommenden Jahren wurden Abwertungen der Vorräte in Höhe von TEUR 516 vorgenommen sowie Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.300 gebildet, die das Gesamtergebnis maßgeblich negativ beeinflussen. Das solide Ergebnis im nationalen Geschäft konnte die nicht erreichte Zielsetzung im Ausland jedoch nicht kompensieren. In Summe erwirtschaftete die Gesellschaft im Jahr 2023 ein negatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von TEUR -3.585. Das geplante EBIT in Höhe von TEUR -61 wurde somit auch nicht erreicht. Die Gesellschaft schließt das Jahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 5.708 ab.

Im Jahr 2023 wurde weiterhin in vielen Bereichen daran gearbeitet, die Integration der GRE in die Dorsch-Gruppe weiter voranzutreiben. Ende 2023 sieht das Management die technische und wirtschaftliche Integration als abgeschlossen an. Die kulturelle und prozessuale Integration schreitet weiter voran, bedarf jedoch weiterer Zeit und Aufwendung. Zusätzlich wurde das neue ERP System Deltek Maconomy zum 1. April 2023 eingeführt.

Die GRE weist für das Berichtsjahr ein negatives Ergebnis aus. Die Profitabilität war nicht zufriedenstellend. Der Auftragsbestand hat mit TEUR 16.295 die Ziele (TEUR 13.002) deutlich übertroffen. Jedoch erwartete die Geschäftsführung bei der erzielten Gesamtleistung von TEUR 10.946 ursprünglich ein deutlich besseres Jahresergebnis für 2023.

Die Geschäftsaktivitäten konzentrierten sich im Wesentlichen auf die Deutsche Bahn AG als Hauptkunden. Die dort vorhandenen nachhaltigen Großaufträge stellen auch für das Geschäftsjahr 2023 die tragende Säule dar. Daher ist davon auszugehen, dass nach der erfolgten Konsolidierung der Gesellschaft, der weiteren Umsetzung der Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität und der Bündelung des internationalen Geschäfts in der Dorsch-Gruppe mittelfristig ein positives Ergebnis erreicht wird. Durch die Zusammenarbeit in der Dorsch-Gruppe sehen wir Chancen das Angebot als Vollsortimentsanbieter für den Hauptkunden weiter auszubauen. Damit wird die Strategie der Produktdiversifikation weiter vorangetrieben.

Leistung

Inland

Die weiter anhaltende Abarbeitung von Altprojekten verbunden mit Personalwechseln wird im Jahr 2024 abgeschlossen sein. Daher ist die geplante Gesamtleistung Inland für 2024 (TEUR 14.260) im Vergleich zum Plan-Wert 2023 nahezu konstant.

Nach 2024 erwarten wir eine Steigerung der Gesamtleistung um jährlich ca. 5 %, u.a. bedingt durch die Erhöhung der Anzahl der produktiven Vollzeitäquivalente um 3 % bis 4 % pro Jahr. Darüber hinaus sind moderate Honorar-Erhöhungen aus dem Nachtragsgeschäft zu erwarten.

Ausland

Aufgrund fehlender Abnahmen sowie verspäteten Leistungsbeginns inkl. verzögerten Nachtragsverhandlungen wurde die Plan-Wert Leistung Ausland 2023 nicht erreicht und lediglich 25 % der Planleistung realisiert.

Die geplanten Leistungen im Jahr 2024 konnten durch Verringerung des Leistungsumfanges ebenfalls nicht erreicht werden. Dabei ist die ausschließliche Abarbeitung von Bestandsprojekten berücksichtigt (Annahme: keine Neuakquise). Das aus der Neuausrichtung des internationalen Geschäfts potenziell resultierende Wachstum bleibt in der Betrachtung aufgrund der momentan in Entwicklung befindlichen Randbedingungen im Zuge des Businessplans unberücksichtigt.

5. Ertragslage

Bei Umsatzerlösen von TEUR 1.317 (Vj.: TEUR 6.126) und einer Gesamtleistung von TEUR 10.946 (Vj.: TEUR 11.824) ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein deutlich höherer Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.708 (Vj.: TEUR 682). Die Gründe dafür liegen u. a. in gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.038, was einer Veränderung zum Vorjahr in Höhe von TEUR 1.128 (Vj.: TEUR 3.910) entspricht. Dies ist im Wesentlichen auf die Abwertung von unfertigen Leistungen aufgrund drohender Verluste für laufende Projekte in Höhe von TEUR 516 sowie erhöhte Aufwendungen für die Bildung von sonstigen Rückstellungen zurückzuführen. Darüber hinaus belasten Aufwendungen für Ertragssteuern im Ausland das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 1.650 (Vj.: TEUR 13) im Geschäftsjahr deutlich.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um TEUR 93 (TEUR 324; Vj.: TEUR 417) und setzen sich im Wesentlichen aus den folgenden Positionen zusammen:

Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 112; Vj.: TEUR 137)

periodenfremde Erträge (TEUR 18; Vj.: TEUR 40) und

verrechnete sonstige Sachbezüge (TEUR 148; Vj.: TEUR 136).

Die Materialintensität (Verhältnis von Materialaufwand zur Gesamtleistung) stieg auf 20,3 % gegenüber 16,4 % im Vorjahr. Das Verhältnis der Personalaufwendungen zur Gesamtleistung beträgt 67,9 % (Vj.: 55,8 %) und hat damit im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund der gestiegenen Mitarbeiteranzahl, zugenommen.

Das Finanzergebnis betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR -474 (Vj.: TEUR -261) und verschlechtert sich damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 213. Enthalten sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen aus Darlehensgewährungen in Höhe von TEUR 400 (Vj.: TEUR 253).

Der Auftragsbestand liegt zum Berichtsjahresende mit TEUR 16.296 (Vj.: TEUR 19.015) bei 149 % (Vj.: 161 %) der Jahresgesamtleistung.

6. Vermögens- und Finanzlage

Zum 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme TEUR 11.784 und verringerte sich damit gegenüber dem Vorjahr (TEUR 15.493) um TEUR 3.709. Die Verminderung der Bilanzsumme ist im Bereich der Aktiva im Wesentlichen auf den Rückgang der mittels Teilgewinnrealisierung bewerteten Vorräte und den offen abgesetzten und dazu korrespondierenden angestiegenen erhaltenen Anzahlungen um TEUR 3.878 auf TEUR 4.685 (Vj.: TEUR 10.122) und den geringeren Bestand an liquiden Mitteln zurückzuführen von TEUR 1.998 (Vj.: TEUR 2.371).

Die Gesellschaft verfügt über ein übliches Büroinventar, EDV-Ausstattung und Programme, die ohne nennenswerten Einfluss auf die wirtschaftliche Lage sind. Im Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von TEUR 107 durchgeführt worden (Vj.: TEUR 124), diese betreffen im Wesentlichen den Erwerb von EDV-Hard- und Software sowie Büro- und Geschäftsausstattung.

Im Bereich der Passiva ist die Verringerung der Bilanzsumme im Wesentlichen auf die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter auf TEUR 2.832 (Vj.: TEUR 10.580) zurückzuführen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter ist Folge einer Umwandlung eines bestehenden Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 9.030 in die Kapitalrücklage. Dadurch wurde der im Vorjahr ausgewiesene nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag im Geschäftsjahr ausgeglichen (TEUR: 0; Vj.: TEUR 1.992).

Der zum 31. Dezember 2022 nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.992 wurde im Geschäftsjahr 2023 ausgeglichen. Ein negatives Eigenkapital besteht somit zum 31. Dezember 2023 nicht mehr. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.330 und eine positive Eigenkapitalquote von 11,3 % (Vj.: -12,8 %) aus. Diese verbesserte Kapitalsituation resultiert aus der Umwandlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB der Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 9.030 in die Kapitalrücklage.

Weiterhin verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 178; Vj.: TEUR 737). Die sonstigen Rückstellungen stiegen wiederum von TEUR 1.224 im Vorjahr um TEUR 605 an. Ursächlich für beide Effekte ist vor allem die Stichtagsbetrachtung und dadurch bedingte Verschiebungen zwischen den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht (TEUR 2.358; Vj.: TEUR 1.707), dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen zurückzuführen.

Aufgrund der derzeit fristgerechten Projektabwicklung und des Geschäftsverlaufs in 2024 geht die Gesellschaft davon aus, dass alle Vertragsverhältnisse auch weiterhin frist- und vertragskonform erfüllt werden und somit nicht mit einer Inanspruchnahme eines weiteren Gesellschafterdarlehens zu rechnen ist. Es wurde kein externer Finanzbedarf über den 31. Dezember 2024 hinaus erwartet. Die kurzfristigen Liquiditätsdarlehen, welche zum 31. Dezember 2023 TEUR 3.300 betrugen, wurden im Geschäftsjahr 2024 zurückgezahlt. Im Geschäftsjahr 2024 wurde eine Cashpooling-Vereinbarung innerhalb der Dorsch Gruppe geschlossen, welche die Liquidität der GRE zukünftig sichert. Die kurz- bis mittelfristige Finanzierung der GRE erfolgt hauptsächlich über Anzahlungen der Auftraggeber bzw. reguläre Rechnungsstellung. Die Zahlungsfähigkeit sowie die entsprechende finanzielle Flexibilität werden durch eine wöchentliche Liquiditätsübersicht sichergestellt. Anzahlungsrechnungen werden zeitnah gestellt, die Zahlungseingangs-Überwachung unterliegt einer permanenten Kontrolle.

Im Jahr 2024 wurden sind keine maßgeblichen Investitionsvorhaben umgesetzt.

7. Risikobericht

Steuerliche und rechtliche Risiken im Auslandsgeschäft

Die zunehmenden Anforderungen lokaler Steuerbehörden sowie die zunehmende Komplexität führen zu einem generellen Risiko für das Projektgeschäft. Die GRE ist weiterhin verstärkt von Herausforderungen mit lokaler Gesetzgebung betroffen, wie Registrierungen, Lizenzierungen, Widersprüche zwischen internationalen Regelwerken (z.B. International Federation of Consulting Engineers (FIDIC)) und lokalen Gesetzen. Aus den Projektabrechnungen werden zukünftig Steuerbelastungen für 2023 in Höhe von TEUR 1.300 erwartet, die in Steuerrückstellungen berücksichtigt wurden. Weitere wesentliche Steuerbelastungen für die Folgejahr 2024 und 2025 in diesem Zusammenhang werden nicht erwartet. Die Abwertungen der Projekte in Äthiopien führten zu weiteren zusätzlichen Verlusten in Höhe von TEUR 480 und decken auch die antizipierten Risiken für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 ab.

Steuerliche und rechtliche Risiken im Inlandsgeschäft

Derzeit bestehen im Inlandsgeschäft keine spezifischen rechtlichen oder steuerlichen Risiken.

Akquisitionsrisiko

Aufgrund des verbesserten Marktumfelds und der steigenden Nachfrage nach Ingenieurdienstleistungen im Verkehrsinfrastrukturbereich ist die aktuelle Auftragslage und der Ausblick sehr gut. Eventuell auftretende Auslastungslücken können durch kurzfristige Angebotsabfragen sowohl mit Rahmenvertragsabrufen als auch mit den stetigen Anfragen nach Planungsleistungen aus der Bauindustrie gut ausgeglichen werden. Eine kontinuierlich hohe Auslastung und ein sehr guter Auftragsvorlauf sind somit gewährleistet. Zusammenfassend besteht kein wesentliches Akquisitionsrisiko, Liquiditäts- und/oder Ausfallrisiko im Inlandsgeschäft.

Die Gesellschaft ist immer noch von teilweise erheblichen Bestellverzögerungen betroffen. Dies liegt einerseits an der Vertrags- und Honorargestaltung der öffentlichen Hand (HOAI) sowie den Projektträgern (fehlende Projektdetailkenntnisse, Verzögerungen in der Projektabwicklung oder schwierige Kooperationsbereitschaft, etc.), andererseits aber auch an den Geberorganisationen (häufige Personalwechsel, lange Prüfprozesse und ausufernde Bürokratie etc.). In den Jahren 2021 bis 2023 konnten einige Altprojekte sowie langjährige Nachtragsleistungen in Abrechnung gebracht werden. Jedoch sind weitere Anstrengungen hierzu erforderlich, um die Cash-Situation nachhaltig und andauernd zu verbessern.

Liquiditäts- und Ausfallrisiko

In den bisher durchgeführten Auslandsprojekten im Bereich Planung und Bauüberwachung haben Verzögerungen, zusätzliche Abnahmen, Änderung in der Steuergesetzgebung zu nicht kalkulierbaren Risiken geführt. Diese gilt es durch sorgfältigere Risikobewertung und Änderung der Angebotsstrategie in Zukunft zu vermeiden, um weitere Drohverluste aus dem internationalen Projektgeschäft abzuwenden. Gemeinsam mit den erfahrenen Kollegen der Dorsch-Gruppe ist eine gemeinsame Neuausrichtung des Vertriebs und der Bearbeitung der Auslandsprojekte angefangen worden. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Teilnahme am Cash Pool der Dorsch Gruppe gesichert.

Abhängigkeit vom Projektgeschäft

Das operative Tagesgeschäft der Gesellschaft unterliegt den Besonderheiten des Projektgeschäfts.

Im Rahmen des Projektgeschäftes können sich aus Mängeln Gewährleistungsansprüche ergeben. Zur Reduzierung dieses Risikos beinhalten alle Planungsverträge mit der Deutschen Bahn AG und deren Tochtergesellschaften Haftpflichtversicherungen für Planungsmängel mit einer Deckungssumme in Höhe von Mio. EUR 10 je Schadensfall pauschal für Sach- und Vermögensschäden. Der entsprechende Selbstbehalt pro Schadensfall beläuft sich dabei auf TEUR 10 bis TEUR 12,5. Die darüber hinaus bzw. daneben geltende Berufshaftpflichtversicherung der Dorsch Gruppe hat eine Deckungssumme von nunmehr Mio. EUR 20 je Schadensfall für Sach- und Vermögensschäden und Mio. EUR 20 je Schadensfall für Personenschäden sowie einen Selbstbehalt in Höhe von TEUR 50 je Schadensfall. Sie deckt neben Projekten ohne Projektversicherung auch Schäden der Gesellschaft in Deutsche Bahn-Projekten ab, sofern und soweit diese nicht durch die Deutsche Bahn-Projektversicherung gedeckt sind. Es wurden für laufende Klageverfahren, ungeklärte Haftpflichtschäden und andere offene Verfahren Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche und Nacharbeiten in Höhe von TEUR 177 gebildet. Zusätzlich besteht in der Ausführung von Projekten das Risiko, dass ambitionierte Fertigstellungstermine nicht eingehalten werden können und daraus Vertragsstrafen resultieren könnten. Hierbei erfolgt eine Risikominimierung projektspezifisch beispielsweise durch regelmäßiges Anzeigen von nicht Auftragnehmer verursachten Verzögerungen oder sonstigen Störungen im Projektablauf.

Preisänderungsrisiko

Preisänderungsrisiken bestehen insbesondere in kurzfristigen Änderungswünschen der Auftraggeber bzw. in komplexen Nachverhandlungen mit Subunternehmern. Preisänderungsrisiken werden nach Möglichkeit auf der Absatzseite durch langfristige Projektverträge und auf der Beschaffungsseite durch langfristige Subunternehmerverträge begrenzt. Die inflationsbedingten Preiserhöhungen werden in Nachträgen berücksichtigt. Mögliche Lieferengpässe können im Wesentlichen durch die Ressourcenknappheit an Fachmitarbeitern in verschiedenen Gewerken entstehen. Dem soll durch die Optimierung von internen Prozessen entgegengewirkt werden.

Personalrisiko

Es ergeben sich Personalrisiken aus der Fluktuation hoch qualifizierter Mitarbeiter, der aber vorgebeugt wird, z.B. durch eine aktive Personalpolitik mit regelmäßigen Mitarbeitergesprächen, klaren Führungsleitlinien, verantwortungsvoller Aufgabenzuteilung oder der kontinuierlichen Suche nach qualifizierten Nachwuchskräften.

Technische Risiken

In technischer Hinsicht bestehen übliche Risiken und Haftungsfragen in Planungs- und Bauleitungsprojekten. Diese müssen aktiv durch umsichtiges Handeln erfahrener Experten begrenzt werden. Es konnte hier keine Steigerung dieser Risiken beobachtet werden.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der Einzelrisiken. Die Dorsch Holding hat zum Abbau der Darlehen diese in Eigenkapital umgewandelt und damit die Summe der Darlehen auf Mio. EUR 2,8 reduziert. Das Gesellschafterdarlehen konnte im Geschäftsjahr 2024 vollständig zurückgeführt werden.

Die inflationsbedingten Preiserhöhungen werden grundsätzlich in Nachträgen berücksichtigt.

Unter Beachtung aller derzeit bekannten Gegebenheiten und Fakten liegen keine weiteren Risiken vor, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen können oder den Fortbestand des Unternehmens in einem absehbaren Zeitraum gefährden. Als zusätzliche Sicherheit hat sich die Dorsch Europe GmbH (vormals: KREBS+KIEFER GmbH) mit einer harten Patronatserklärung dazu verpflichtet für Ansprüche gegen die GRE in einer Höhe von TEUR 1.000 einzustehen.

Die aktuelle weltpolitische Situation ist von größeren Krisen geprägt (verschlechterte Sicherheitslage, Ukraine-Krieg, Ressourcenverknappung, Lieferkettenengpässe, drohenden Handelsbeschränkungen in Form von Zöllen, etc.). Auch die GRE und die gesamte Dorsch-Gruppe steht diesbezüglich vor Unsicherheiten. Es ist derzeit nur schwer absehbar, wie sich diese Krisen auf die Zahlen der Gesellschaft auswirken.

8. Chancenbericht

Die größte Chance - bei gleichzeitiger Verknappung der Personalressourcen - ist die momentane Übersättigung des Markts. Im klassischen Angebotsspektrum für Consultants besteht die Möglichkeit, dass der Preiswettbewerb zukünftig keine entscheidende Rolle mehr darstellt. Vielmehr sind Verfügbarkeiten, Kapazitäten und die Qualität der Leistungen die wesentlichen Faktoren des zukünftigen Geschäfts. Insofern muss schrittweise, aber konsequent, der beschriebene Weg zu dem Kompetenzführer im Beratungs- und Planungsgeschäft für integrale und systemische Infrastrukturplanungen erfolgen.

Zudem sieht die GRE den Klimawandel, die Energiewende, die Mobilitätswende und die dafür erforderliche Instandhaltung und Erweiterung der Infrastruktur sowie die neuen Technologien in der Projektbearbeitung (z.B. BIM) als wesentliche Treiber für Innovation und Investitionen. Dies gilt für nationale und internationale Bedürfnisse gleichermaßen. Dabei werden allerdings wesentliche Anstöße vom deutschen Markt ausgehen. Insofern wird die GRE aus ihren deutschen Standorten heraus nachhaltige und innovative Ansätze entwickeln und umsetzen, was wesentlich zur Steigerung der Reputation und zum Unternehmenswert beitragen wird.

Die Gesellschaft verbessert fortlaufend alle Bereiche in Bezug auf prozessrelevante Unternehmensstrukturen und der damit verbundenen Aufdeckung von Schwachstellen im Projektgeschäft und Verwaltungsablauf. Wir sehen aber weiterhin Potenzial zur Verbesserung der Effizienz.

9. Prognosebericht

Insgesamt wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein negatives Jahresergebnis erwirtschaftet. Mit der Bündelung des internationalen Geschäfts und wenn weiterhin konsequent die Effizienz in den Prozessen gesteigert, der Verwaltungsbereich optimiert, das Vertrags- und Nachtragsmanagement ausgebaut, mit der richtigen Strategie die Akquisition betrieben und dem Fachkräftemangel begegnet wird, steht einem Turnaround bei der Profitabilität nicht mehr viel im Wege. Die gute Baukonjunktur, speziell im Bahnbereich, im In- und Ausland eröffnet der Gesellschaft geeignete Möglichkeiten, ihre Stärken auszuspielen und entsprechend zu nutzen.

Das definierte Ziel für 2024 war eine Gesamtleistung von TEUR 14.260, dieses Ziel wurde nicht erreicht. Für die kommenden Geschäftsjahre nach 2024 ist eine moderate Steigerung der Gesamtleistung um ca. 3 % gegenüber 2024 geplant. Erreicht werden soll diese Steigerung durch ein kontinuierliches organisches Wachstum und durch die konsequente Umsetzung der folgenden skizzierten Maßnahmen und der daraus resultierenden weiteren Steigerung der Produktivität.

Optimierung der Kosten (u.a. allgemeine Kosteneinsparungen, Mietflächen pro Full Time Equivalent, Umstrukturierungen),

Modernisierung der Arbeitsweisen (u.a. Digitalisierung, Steigerung Effizienz durch Prozessoptimierungen, Stärkung der fach- und standortübergreifenden Projektzusammenarbeit, Nutzung Centre of Excellence in Rumänien),

Moderne Mitarbeiterführung und -motivation sowie weitere Teambildung,

Einführung eines konzernweiten Employee Assistance Program-Systems,

Engeres Projektcontrolling,

Weitergehende Digitalisierung (u.a. BIM),

Enge Zusammenarbeit in der Dorsch-Gruppe.

Das Budget sieht für 2024 eine weitere Konsolidierung der Gesellschaft vor. Es wird im Jahr 2024 ein positives EBITDA in Höhe von TEUR 45 (Ist 2023: TEUR -3.431; Vj.: TEUR -235), ein Auftragseingang in Höhe von TEUR 11.350 (Ist 2023: TEUR 9.992; Vj.: TEUR 12.307) sowie eine Gesamtleistung in Höhe von TEUR 14.260 (Ist 2023: TEUR 10.945; Vj.: TEUR 11.824) erwartet. Mit weiterer Wirkung der aufgezeigten und teilweise schon in Umsetzung befindlichen Maßnahmen wird sich diese positive Entwicklung fortsetzen, sodass in den Folgejahren das EBITDA deutlich positiver ausfallen wird. Nach Abzug von Steuern, Zinsen und Abschreibungen wird im Jahr 2024 die Gewinnschwelle noch nicht erreicht.

Die Geschäftsführung ist überzeugt, dass mit Erreichen einer besseren operativen Profitabilität künftig ein solides Wachstum greifbar ist. Zusätzlich soll durch interne Maßnahmen der eigene Overhead überprüft und reduziert werden. Es wird zusätzlich erwartet, dass aus der getroffenen Maßnahme, ein Shared Service Center für alle deutschen Dorsch-Gesellschaften einzurichten, weitere Einsparungen im Overhead zu realisieren sind. Dieser Kurs soll weiterhin mit der nötigen Entschlossenheit intensiv vorangetrieben werden.

 

Frankfurt am Main, den 24. Januar 2024

Die Geschäftsführung

Thomas Eckart

Jörg Meitzner

Dr. Jens Unger

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 172.533,17 151
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 118.486,58 187
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 207.501,00 208
498.520,75 546
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 76.267.460,14 67.155
2. Geleistete Anzahlungen 36.862,50 0
3. Erhaltene Anzahlungen -71.618.951,67 -57.033
4.685.370,97 10.122
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 288,89 8
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.294.774,56 15
3. Forderungen gegen Gesellschafter 4.261,21 104
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.000,00 2
5. Sonstige Vermögensgegenstände 217.054,91 252
4.521.379,57 381
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.998.489,11 2.371
11.205.239,65 12.874
C. Rechnungsabgrenzungsposten 80.437,80 81
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.992
11.784.198,20 15.493

Passiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.050,00 30
II. Kapitalrücklage 9.030.071,59 0
III. Verlustvortrag -2.021.710,41 -1.340
IV. Jahresfehlbetrag -5.707.549,54 -682
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.992
1.330.861,64 0
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.300.000,00 0
2. Sonstige Rückstellungen 1.849.325,06 1.244
3.149.325,06 1.244
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 178.130,15 737
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.357.593,30 1.707
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 2.831.524,18 10.580
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 994.920,79 907
5. Sonstige Verbindlichkeiten 941.843,08 318
davon aus Steuern: EUR 929.606,58 (Vorjahr: TEUR 308)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 11.926,70 (Vorjahr: TEUR 0)
7.304.011,50 14.249
11.784.198,20 15.493

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 1.317.438,49 6.126
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 9.628.459,52 5.698
Gesamtleistung 10.945.898,01 11.824
3. Sonstige betriebliche Erträge 323.524,93 417
11.269.422,94 12.241
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.225.361,40 1.941
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.187.510,73 5.525
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.249.275,65 1.067
davon für Altersversorgung: EUR 12.606,44 (Vorjahr: TEUR 0)
7.436.786,38 6.592
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 154.346,01 173
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.038.082,34 3.910
-3.585.153,19 -375
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.337,00 0
davon aus Aufzinsung: EUR 1.377,00 (Vorjahr: TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 473.840,07 261
davon an verbundene Unternehmen: EUR 399.663,00 (Vorjahr: TEUR 253)
davon aus Abzinsung: EUR 1.119,00 (Vorjahr: TEUR 1)
-472.503,07 -261
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.649.912,48 13
11. Ergebnis nach Steuern -5.707.568,74 -649
12. Sonstige Steuern -19,20 33
13. Jahresfehlbetrag -5.707.549,54 -682

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Abkürzungsverzeichnis

Kurzbezeichnung

Abs. Absatz
ARGE(N) Arbeitsgemeinschaft(en)
EUR Euro
HGB Handelsgesetzbuch
TEUR Tausend Euro
Vj. Vorjahr

I. Vorbemerkung

Die GRE German Rail Engineering GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main wird am Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main, mit der Handelsregisternummer HRB 42069 geführt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt.

Die Gesellschaft ist zum Stichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, berücksichtigt.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

1. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen bewertet. Die Ansätze der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens wurden um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear, bei den Zugängen pro rata temporis, auf eine Nutzungsdauer von drei Jahren bezogen. Das Sachanlagevermögen wird nach der linearen Methode ebenfalls pro rata temporis unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Dabei wurden folgende Nutzungsdauern angenommen:

Jahre
Technische Geräte 5
Fuhrpark 2 bis 5
Büromaschinen 5 bis 10
Büromöbel 5 bis 10
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. Einbauten) 3 bis 20

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 250,00 im Jahr der Anschaffung sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst und geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von EUR 250,01 bis EUR 800,00 werden sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

2. Vorräte

Die unfertigen Leistungen beinhalten die für die einzelnen Projekte erbrachten Leistungen. Dabei handelt es sich um langfristige Fertigungsprojekte, die sich über die Dauer eines Geschäftsjahres hinausziehen und den wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit des Unternehmens bilden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu Vollkosten einschließlich eines vorsichtigen, auf die abgrenzbaren Teilleistungen anteilsmäßig entfallenden Gewinnzuschlages, soweit im Einzelfall der erwartete Gewinn sicher zu ermitteln ist und keine Risiken ersichtlich sind, die das erwartete Ergebnis wesentlich beeinträchtigen können. Voraussetzung ist dabei, dass keine Anzeichen vorliegen, dass der Abnehmer eines Projektes Einwendungen erheben kann, die sich negativ auf das Gesamtergebnis auswirken. Für unvorhersehbare Garantieleistungen und Nachbesserungen werden vorsichtig bemessene Beträge berücksichtigt. Sofern bei einzelnen Projekten aus der weiteren Auftragsabwicklung Risiken ersichtlich sind, erfolgt die Aktivierung nach den Grundsätzen der verlustfreien Bewertung durch eine Reduzierung des Wertansatzes der Vorräte (unfertigen Leistungen) auf den Auftragswert. Die unfertigen Leistungen werden auf der Aktivseite offen um die erhaltenen Anzahlungen gekürzt.

Aufgrund der über viele Jahre verlaufenden langfristigen Fertigung weicht die Gesellschaft hier in Anwendung von § 252 Abs. 2 HGB vom allgemeinen Grundsatz der Gewinnrealisierung des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB ab, um im Interesse der Klarheit des Jahresabschlusses eine gleichmäßige und dem tatsächlichen Projektverlauf entsprechende Gewinnrealisierung darzustellen. Eine Abrechnung der Aufträge und eine Gewinnrealisierung erst am Ende der Projektlaufzeit würden zu einer erheblichen Verzerrung der Vermögens- und Ertragslage führen und den Einblick in die Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen.

Projekte werden so lange als unfertige Leistungen einschließlich der offen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen bilanziert, bis die offizielle Schlussabrechnung erfolgt ist.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

4. Flüssige Mittel

Kassenbestände und Bankguthaben in Landeswährung wurden zu Nominalwerten angesetzt. Fremdwährungsguthaben und -kassenbestände sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfasst.

5. Rückstellungen

In den Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde keine Kostensteigerung berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. 1) Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2023 je nach Restlaufzeit 0,99 % bis 1,31 %.

Für die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Jubiläumsrückstellung wurde ein Zinsfuß von 1,75 % 2) zugrunde gelegt. Es wurde eine Fluktuation von 4,34 % (Vj.: 4,67 %) unterstellt. Für die Bewertung wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

7. Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

1) Abzinsungssätze der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB, 7-Jahresdurchschnitt per Dezember 2023

2) Bundesbankzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2023

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in dem als Anlage beigefügten Anlagengitter dargestellt.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden die Beteiligungen ausgewiesen. Die GRE German Rail Engineering GmbH, Frankfurt am Main, hält 50 % der Anteile an der PB-Consult Planungs- und Betriebsberatungsgesellschaft mbH, Nürnberg, eingetragen im Handelsregister am Amtsgericht Nürnberg unter HRB 16058. Die PB-Consult erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 164 (Vj.: TEUR 168), das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.287 (Vj.: TEUR 1.096).

Bei den nachfolgenden Beteiligungen handelt es sich um Arbeitsgemeinschaften, welche stets nur zur Durchführung eines einzigen Projekts gegründet werden. Daraus ergibt sich, dass nur einmalig eine Umsatzrealisierung im Rahmen der Schlussrechnung stattfindet. Aufgrund dessen, dass alle ARGE-Partner ihre jeweils erbrachten Leistungen stets zu 100 % der ARGE in Rechnung stellen, werden der Bestandserhöhung der unfertigen Leistungen innerhalb der ARGE Aufwendungen aus bezogenen Leistungen in gleicher Höhe gegenübergestellt. Diese weisen daher stets ein Jahresergebnis in Höhe von EUR 0,00 aus.

lfd. Nr. vollständiger Name der ARGE Sitz der ARGE gemäß Gesellschaftsvertrag Beteiligungsquote
Inländische ARGEN
1. INGE GRE-SSF Regis-Breitingen /Altenburg Dresden 75,00 %
2. Ingenieurgemeinschaft Stadtumlandbahn (IG StUB) Frankfurt 46,77 %
3. ARGE GRE - SSF, Sachsenmagistrale - PbF Zwickau Frankfurt 75,00 %
4. ARGE GRE - Schulze + Rank, Geithain-Chemnitz Dresden 70,00 %
5. INGE Plärrer - Dorsch Gruppe Nürnberg 16,00 %
6. INGE SSF/GRE/ILF ABS 38 München 23,70 %
7. INGE Krbw HH Wilhelmsburg München 42,50 %
8. INGE MBS VET Hamburg München 29,00 %
9. ARGE Komplexe Planungsleistungen - Lpz Stötteritz Dresden 24,00 %
10. ARGE Planungsgemeinschaft SPI/GRE ABS Leipzig/Dresden Frankfurt 35,70 %
11. ARGE JV Addis Ababa City ITS Project München 68,10 %

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.295 (Vj.: TEUR 15) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.295 (Vj.: TEUR 8).

Die Forderungen gegenüber dem Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 4 (Vj.: TEUR 104) und resultieren aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Forderungen gegenüber den Unternehmen mit einem Beteiligungsverhältnis bestehen in Höhe von TEUR 5 (Vj.: TEUR 2) und beinhalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von TEUR 217 (Vj.: TEUR 252) Kautionen enthalten, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben. Alle anderen Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (Vj.: 81) bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 80.

4. Eigenkapital

Das Eigenkapital beinhaltet das Gezeichnete Kapital (TEUR 30), die Kapitalrücklage (TEUR 9.030) den Verlustvortrag (TEUR -2.022) sowie den Jahresfehlbetrag (TEUR -5.708). Damit weist die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 keinen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag mehr aus.

Die Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 9.030 (31.12.2022: TEUR 0; 31.12.2023: TEUR 9.030) resultiert aus einer Umwandlung von Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital durch die Gesellschafterin am Ende des Geschäftsjahres 2023. Ziel war eine Eigenkapitalstärkung der Gesellschaft.

Die Anteile der GRE German Rail Engineering GmbH wurden zum Bilanzstichtag zu 100 % von der Dorsch Holding GmbH gehalten.

5. Rückstellungen

Rückstellungen für Ertragsteuern in Höhe von TEUR 1.300 (Vj.: TEUR 0) wurden für die Steueraufwendungen gebildet, die noch im Ausland zu entrichten sind.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.849 (Vj.: TEUR 1.244) beinhalten Rückstellungen für Fremdleistungen (TEUR 1.038), Urlaubs- und sonstige Personalaufwendungen (TEUR 515), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 225), Gewährleistung (TEUR 51) sowie sonstige Rückstellungen (TEUR 20).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten (insgesamt TEUR 7.304; Vj.: TEUR 14.249) gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten
Bezeichnung < 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 178 0 0
(Vorjahr) (737) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.358 0 0
(Vorjahr) (1.707) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 2.832 0 0
(Vorjahr) (10.580) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 995 0 0
(Vorjahr) (907) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 941 0 0
(Vorjahr) (318) (0) (0)
SUMME 7.304 0 0
(Vorjahr) (14.249) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 2.358 (Vj.: TEUR 1.707) und beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.858 (Vj.: TEUR 1.207) sowie Verbindlichkeiten aus erhaltenen Darlehen in Höhe von TEUR 500 (Vj.: TEUR 500).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 2.832 (Vj.: TEUR 10.580) aus erhaltenen Darlehen in Höhe von TEUR 2.800 (Vj.: TEUR 9.389) und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 32 (Vj.: TEUR 1.191).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 995 (Vj.: TEUR 907) resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen

2023
TEUR
2022
TEUR
Deutschland 1.317 6.126

Die Umsatzerlöse enthalten die im Geschäftsjahr schlussgerechneten Projekte in Höhe von TEUR 1.559 (Vj.: TEUR 6.002). Darüber hinaus sind in den Umsatzerlösen gewährte Skonti in Höhe von TEUR -263 (Vj.: TEUR -221) enthalten und sonstige Erlöse aus der Konzernumlage in Höhe von TEUR 21 (Vj.: TEUR 115).

Die positive Bestandsveränderung im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug TEUR 9.628. Die Abwertung von unfertigen Leistungen aufgrund drohender Verluste für laufende Projekte in Höhe von TEUR 516 wird nicht unter dem Posten Bestandsveränderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, sondern im sonstigen betrieblichen Aufwand.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 6.188 (Vj.: TEUR 5.525).

Die Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung betragen TEUR 1.249 (Vj.: TEUR 1.067). In Summe ergibt sich ein Personalaufwand in Höhe von TEUR 7.437 (Vj.: TEUR 6.592).

Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:

Realisierte Kursverluste TEUR 16 (Vj.: TEUR 4)
Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung TEUR 0 (Vj.: TEUR 78)

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:

Realisierte Kursgewinne TEUR 4 (Vj.: TEUR 15)
Unrealisierte Erträge aus der Bewertung TEUR 40 (Vj.: TEUR 213)

Aufwendung außergewöhnlicher Größenordnung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Aufwendungen für Ertragssteuern im Ausland in Höhe von TEUR 1.650 erfasst, davon sind TEUR 1.300 erwartete Ertragssteuerzahlungen im Ausland als Steuerrückstellung bilanziert.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis beträgt TEUR -474 (Aufwand) (Vj.: TEUR -261) und besteht überwiegend aus Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

V. Ergänzende Angaben

1. Personal

Nachfolgend ist die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer dargestellt:

Mitarbeiter nach Funktionen 2023 2022
Ingenieure/Techniker/Architekten/Zeichner 97 90
Kaufmännisches Personal 16 23
Auszubildende 3
116 113

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist verschiedene Miet- und Leasingverträge für Büroräume, Büroeinrichtungen, Kraftfahrzeuge und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung zum Zwecke der Liquiditätsschonung eingegangen. Die Verträge haben Laufzeiten von bis zu fünf Jahren und beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen.

Daraus resultieren voraussichtlich nachfolgende Zahlungsverpflichtungen:

Fällig 2024
TEUR
Fällig 2025 bis 2028
TEUR
Fällig ab 2029
TEUR
Summe
TEUR
Mietzahlungen inkl. Nebenkosten 668 873 0 1.541
Fuhrpark 32 11 0 43
Kopierer 8 1 0 9
Software 227 0 0 227
Sonstiges 32 0 0 32
SUMME 967 885 0 1.852

3. Haftungsverhältnisse

Aus den Verträgen mit verschiedenen Partnern zur Bildung von Arbeitsgemeinschaften (ARGEN) haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch. Zweck der ARGEN ist die Erbringung von Planungsleistungen. Zum 31. Dezember 2023 sind aus den ARGEN aufgrund der bisherigen fristgerechten Projektabwicklung keine Risiken erkennbar, sodass mit einer Inanspruchnahme der GRE German Rail Engineering GmbH nicht zu rechnen ist. Die zum Bilanzstichtag bestehenden ARGEN sind im Anhang unter Punkt III. 1 aufgeführt.

Zur Absicherung von Projekten hat die Gesellschaft verschiedene Garantien gegeben, die über die Muttergesellschaft Dorsch Holding GmbH verwaltet werden. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf Bietungs-, Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsgarantien. Diese sind von der Commerzbank mit Avalen hinterlegt. Die Höhe der insgesamt eingegangenen Aval Verbindlichkeiten betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.508.

Aufgrund der derzeit fristgerechten Projektabwicklung geht die Gesellschaft davon aus, dass alle Vertragsverhältnisse auch weiterhin frist- und vertragsgemäß erfüllt werden und somit nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.

4. Pillar 2

Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD-Modellregeln erlassen haben. Die Berichtsgesellschaft und der RAG-Stiftung-Konzern fallen voraussichtlich in künftigen Geschäftsjahren in den Anwendungsbereich der Mindeststeuergesetze.

Zum 31. Dezember 2023 wurden gemäß § 274 Abs. 3 HGB beim Ansatz und der Bewertung latenter Steuern die Differenzen aus der Anwendung des deutschen Mindeststeuergesetzes sowie vergleichbarer ausländischer Mindeststeuergesetze nicht berücksichtigt.

Das deutsche Mindeststeuergesetz (Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG)) ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Folglich kann sich für Geschäftsjahre, die zum 31. Dezember 2023 enden, grundsätzlich kein tatsächlicher Steueraufwand oder -ertrag aus dem Mindeststeuergesetz ergeben. Da Fehlanzeigen im Anhang in analoger Anwendung von § 265 Abs. 8 HGB nicht erforderlich sind, unterbleibt bei wortgetreuer Anwendung des Gesetzeswortlautes in handelsrechtlichen Jahres- und Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2023 eine Angabe nach den Vorschriften der §§ 285 Nr. 30a, 314 Abs. 1 Nr. 22a HGB.

Die Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz oder ausländischen Mindeststeuergesetzen werden derzeit noch untersucht. Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich hieraus keine Auswirkungen. Derzeit werden bei der Gesellschaft auch für zukünftige Geschäftsjahre keine Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz oder ausländischen Mindeststeuergesetzen erwartet.

VI. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Beteiligung der Dorsch Holding GmbH, Offenbach am Main. Die Dorsch Holding GmbH ist Muttergesellschaft des kleinsten Konsolidierungskreises. Der Konzernabschluss der Dorsch Holding GmbH wird im Unternehmensregister offengelegt.

Muttergesellschaft des größten Konsolidierungskreises ist die RAG-Stiftung, Essen. Der Konzernabschluss der RAG-Stiftung wird im Unternehmensregister offengelegt.

VII. Angaben zu den Gesellschaftsorganen

Geschäftsführung

Thomas Eckart, Geschäftsführer, Dipl. Kaufmann, Werl

Jörg Meitzner, Geschäftsführer, Dipl. Ingenieur, Dresden

Dr. Jens Unger, Geschäftsführer, Dipl. Bauingenieur, Berlin

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Angaben zur Vergütung der Geschäftsführer werden nicht vorgenommen. Es wird von der Befreiung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

VIII. Nachtragsbericht

Zum Stichtag 31. Dezember 2024 wurden organisatorische Änderungen in der Gesellschaftsstruktur beschlossen. Zum 31. Dezember 2024 wurde die GRE im Rahmen einer Umstrukturierung aus der Organisation der Dorsch Holding GmbH ausgegliedert und der Krebs + Kiefer GmbH (KKG) zugeordnet, welche nun 100%ige Anteilseignerin der GRE ist. Weiterhin wurde die Anteile an der PB Consult GmbH von der GRE an die KKG übertragen.

 

Frankfurt am Main, den 24. Januar 2025

Die Geschäftsführung

Thomas Eckart

Jörg Meitzner

Dr. Jens Unger

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 911.042,32 85.010,05 996.052,37
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 733.183,02 21.829,71 755.012,73
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 207.501,00 0,00 207.501,00
1.851.726,34 106.839,76 1.958.566,10
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 759.836,32 63.682,88 823.519,20
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 545.863,02 90.663,13 636.526,15
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
1.305.699,34 154.346,01 1.460.045,35
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 172.533,17 151
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 118.486,58 187
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 207.501,00 208
498.520,75 546

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GRE German Rail Engineering GmbH, Frankfurt am Main

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GRE German Rail Engineering GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GRE German Rail Engineering GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

In der Bilanz werden in einer Größenordnung von TEUR 1.300 Steuerrückstellungen für Ertragssteuern in Äthiopien ausgewiesen. Bei der Bewertung dieser Rückstellungen wurden entgegen § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB bei der Ermittlung des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags nicht alle zum Aufstellungszeitpunkt vorhandenen Informationen und ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Es ist möglich, dass der notwendige Erfüllungsbetrag der Steuerrückstellungen und somit auch die damit korrespondierenden Ertragssteueraufwendungen wesentlich zu hoch ausgewiesen sind, was ein höheres Eigenkapital und ein höheres Jahresergebnis nach sich ziehen würde.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 24. Januar 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Sauer, Wirtschaftsprüfer

Mandy Leipold, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde am 7. Februar 2025 festgestellt.

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