GGMT GmbH
95mTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gregor Eugen Wissler seit 28.11.2025 | Geschäftsführer |
Nicolas Gunnar Josef von Castelmur seit 28.11.2025 | Geschäftsführer |
Arben-Josip Zubovic seit 6.9.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
KWC Group Management AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KWC Aquarotter GmbHLudwigsfeldeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KWC Aquarotter GmbH, Ludwigsfelde Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KWC Aquarotter GmbH, Ludwigsfelde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KWC Aquarotter GmbH, Ludwigsfelde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 10. Mai 2024 Falk
GmbH & Co KG
Friedmann Ullner, Wirtschaftsprüfer Erik Büchin, Wirtschaftsprüfer Unserem Auftrag lagen die "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" vom 1. Januar 2017 zugrunde. Durch Kenntnisnahme und Nutzung bestätigt jeder Empfänger, die dort getroffenen Regelungen (einschließlich der Haftungsregelung unter der Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen) zur Kenntnis genommen zu haben, und erkennt deren Geltung im Verhältnis zu uns an. Für Veröffentlichungen und die Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts der KWC Aquarotter GmbH, Ludwigsfelde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten schriftlichen Zustimmung, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis darauf erfolgt. Bilanz auf den 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Die KWC Aquarotter GmbH hat ihren Sitz in Ludwigsfelde und ist im Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichts Potsdam unter der Nummer HRB 27513 P eingetragen. Die Gesellschaft wendet das Wahlrecht nach Artikel 93 Abs. 2 EGHGB i. d. F. des Zweiten Gesetzes zur Änderung DWD-Gesetzes sowie zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften für das Geschäftsjahr 2023 an. Hierdurch weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 i. d. F. ab dem 17. April 2024 auf. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften der §§ 266 ff HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 275 ff HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden über die direkten Kosten hinaus angemessene Anteile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Anlagenabschreibungen eingerechnet. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Kosten der Allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs werden nicht einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear durch Verteilung der Anschaffungs- und Herstellungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände. Die voraussichtliche Nutzungsdauer entspricht im Wesentlichen den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Afa-Tabellen. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als € 250 und bis zu € 800 werden sofort abgeschrieben. Anlagegüter über € 800 werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Finanzanlagen/Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte wird im Einzelnen wie folgt vorgenommen:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalbetrag abzüglich Einzelwertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken und Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos angesetzt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, abgegrenzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 29,13 %. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer sich ergebenden Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in Anspruch genommen und auf eine Aktivierung verzichtet. Zum Stichtag wurden aufgrund des Aktivüberhangs keine latenten Steuern ausgewiesen. Wesentliche Unterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz, die ausschließlich zu aktiven latenten Steuern führen, bestehen bei den Rückstellungen (insbesondere bei den Pensionsrückstellungen), den Vorräten und dem Anlagevermögen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen werden nur im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst. Die Pensionsrückstellungen wurden zum 31. Dezember 2023 durch ein versicherungsmathematisches Gutachten nach der Projected Unit Credit - Methode (PUC-Methode) ermittelt. Nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB ist der Rechnungszins von 1,83 % abgeleitet aus dem nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung durch die Deutsche Bundesbank zum 30.11.2023 veröffentlichten Diskontierungszinssatz (10-Jahres Durchschnitt) für Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Als Rechnungsgrundlage dienten die Heubeck- Richttafeln 2018 G. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden mit jeweils 2 % angesetzt. Die Aufwendungen bzw. Erträge aus der Ab-/Aufzinsung werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde (Gehaltssteigerung 1,00 %; durchschnittliche Restlaufzeit 15 Jahre; Zinssatz 1,04 %). Die Verbindlichkeiten sind zu den am Bilanzstichtag bestehenden Erfüllungsbeträgen bilanziert. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Sofern Forderungen in fremder Währung durch Devisengeschäfte gesichert sind, kommen die Sicherungskurse zur Anwendung. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens verweisen wir auf den im Anhang beigefügten Anlagespiegel. Die Finanzanlagen beinhalten Ausleihungen an Handelsvertreter in Höhe von T€ 11 (Vorjahr T€ 18), die planmäßig getilgt werden. Umlaufvermögen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben überwiegend eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Eine Laufzeit von über einem Jahr haben lediglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 0 (Vorjahr T€ 23). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit T€ 5.680 (Vorjahr T€ 8.585) im Wesentlichen Forderungen gegen die Gesellschafterin KWC Group AG, Unterkulm (Schweiz), in Höhe von T€ 5.440. Von der Gesamtsumme betreffen T€ 183 (Vorjahr T€ 1.143) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, T€ 397 (Vorjahr T€ 318) Forderungen aus Weiterberechnungen sowie T€ 5.100 Forderungen aus der Gewährung von Darlehen (die Laufzeit dieser Forderung ist größer 1 Jahr). Im Vorjahr bestand zum Stichtag eine Darlehensforderung in Höhe von T€ 7.125. Im Wesentlichen betreffen die sonstigen Vermögensgegenstände eine Forderung aus Umsatzsteuer von T€ 265 (Vorjahr T€ 253) sowie eine Forderung aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 770 (Vorjahr T€ 631). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 74 (Vorjahr T€ 126) beinhaltet bereits getätigte Ausgaben für Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag. EIGENKAPITAL Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt unverändert 26.000,00 €. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellung wurde durch ein versicherungsmathematisches Gutachten ermittelt und beträgt zum Stichtag T€ 5.630 (Vorjahr T€ 5.833). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ermittelt sich wie folgt:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Garantieverpflichtungen (T€ 338), Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen (T€ 370), Rückstellungen für Prämienvereinbarung (T€ 458), Jahresabschlusskosten (T€ 82), Altersteilzeit (T€ 50) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 236). Der Erfüllungsbetrag aus bereits abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen über T€ 182 (Vorjahr: T€ 215) wurde mit vorhandenem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 133 (insolvenzgesichertes, unverzinsliches Guthaben bei Kreditinstituten) verrechnet. Im Geschäftsjahr 2023 wird damit wie im Vorjahr kein aktivischer Saldo in der Bilanz ausgewiesen. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt T€ 3.813 (Vorjahr T€ 6.167) betreffen T€ 3.813 (Vorjahr T€ 6.167) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von T€ 3.467 (Vorjahr T€ 5.520) enthalten, die im Wesentlichen aus Management Fees, License Fees, Service Fees und Zinsen resultieren. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Regionen wie folgt auf:
Die Aufgliederung der in Europa erzielten Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen T€ 95 (Vorjahr T€ 270) sowie Kursgewinne von T€ 159 (Vorjahr T€ 85). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich planmäßige Abschreibungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. T€ 232 (Vorjahr T€ 235) Kursverluste. Zudem enthält die Position T€ 2 (Vorjahr T€ 139) Aufwand aus dem Abgang von Anlagevermögen. In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 102 (Vorjahr T€ 110) enthalten. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Die künftigen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen T€ 1.004 (Vorjahr T€ 741) und weisen folgende Fälligkeiten aus:
Diese Beträge betreffen ausschließlich Verpflichtungen gegenüber Dritten. SONSTIGE ANGABEN Beschäftigte In der Berichtsperiode wurden einschließlich Teilzeitarbeitskräfte beschäftigt:
Gesellschafter Zum 31. Dezember 2023 sind die Neptune 1 Holding AG, Unterkulm (Schweiz), mit einem Geschäftsanteil im Nennbetrag von € 2.860,00 bzw. 11 % des Stammkapitals und die KWC Group AG, Unterkulm (Schweiz), mit einem Geschäftsanteil im Nennbetrag von € 23.140,00 bzw. 89 % des Stammkapitals Gesellschafter. Der Gesellschaftsvertrag der KWC Aquarotter GmbH sieht in § 7 für den Geschäftsanteil der Neptune 1 Holding AG ein Mehrstimmrecht vor, das unabhängig vom Nennbetrag dieses Geschäftsanteils ein Stimmrecht von 51 % in der Gesellschafterversammlung der KWC Aquarotter GmbH sichert. Konzernabschluss Die KWC Aquarotter GmbH wird in den Konzernabschluss der KWC Group AG, Unterkulm (Schweiz), (kleinster Konsolidierungskreis) sowie in den Konzernabschluss der Neptune 1 Holding AG, Unterkulm (Schweiz) (größter Konsolidierungskreis), (erhältlich jeweils am Sitz der Gesellschaft in Unterkulm, Schweiz) einbezogen. Geschäftsführung Oliver D. Gessert, Ludwigsfelde, Geschäftsführer (bis 26.02.2023) Marten van der Mei, Neuhausen a. d. Fildern (ab 27.02.2023) Abschlussprüfer Honorar Das Honorar für den Jahresabschlussprüfer, Falk GmbH & Co KG, beträgt für 2023 T€ 51 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und früherer Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB. Nachtragsbericht Am 21.12.2023 wurde das Grundstück und Gebäude der KWC Aquarotter GmbH im Zuge einer Sale- und lease-back-Transaktion verkauft. Der Eigentumsübergang erfolgte im April 2024 und wird einen Einmaleffekt auf das Ergebnis des Jahres 2024 haben. Der Kaufpreis beträgt 20 Mio. € und der erwartete betriebliche Ertrag rd. 15 Mio. €. Die Miete für das Gebäude wird sich in 2024 auf T€ 1.140 p. a. und die Vorauszahlung für die Neben- und Betriebskosten auf 71,5 T€ belaufen. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 1.180 ab. Der Jahresfehlbetrag wird in den Verlustvortrag eingestellt.
Ludwigsfelde, den 30. April 2024 Marten van der Mei, Geschäftsführer Anlagevermögen für das Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsmodell des Unternehmens Als übergeordnete Zielsetzungen der KWC Group AG werden neben der Erreichung einer hohen Kundenzufriedenheit und innovativen Produkten, die wesentlichen Erfolgskennzahlen Wachstum im Umsatz und der Profitabilität angestrebt. Gemessen wird die Profitabilität im EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) nach IFRS. KWC Professional ist ein spezialisierter System- und Lösungsanbieter für Sanitärraumausstattungen und intelligente Wassermanagementsysteme für den gewerblichen, öffentlichen und semi-öffentlichen Bereich. Dabei erfüllt KWC Professional die höchsten Anforderungen an Sicherheit, Hygiene und Langlebigkeit und kann auch massgeschneiderte Produktlösungen anbieten. Zu unseren Hauptsegmenten gehören öffentliche Infrastrukturen wie Gesundheitseinrichtungen, Schulen, Transportmittel und Gefängnisse sowie Restaurants, Hotels sowie Industrie- und Bürogebäude. Die Systeme und Lösungen werden in Europa, im Mittleren Osten, in Afrika und in der Region Asien-Pazifik vermarket. Die KWC Aquarotter GmbH (KAR) ist innerhalb der KWC Group AG der deutsche Standort des Unternehmensbereiches KWC Professional. Neben dem Hauptmarkt Deutschland übernimmt KAR die Verantwortung für die Benelux-Länder sowie der Länder Mittel- und Osteuropas. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Trotz leicht sinkender Inflationsrate (2023: +5,9 % vs. 2022: +6,9 %) und abnehmender Lieferprobleme speziell im Bereich der Elektronikkomponenten, hat sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 negativ entwickelt (-0,3 %). Energiepreise und Logistikkosten verblieben auf einem hohen Niveau. Der andauernde Ukraine-Krieg und der entflammte Krieg zwischen Israel und Palästina haben die Weltwirtschaft weiter verunsichert. Dabei ist die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich verlaufen. Im Jahr 2023 ist die Bauindustrie aufgrund steigender Leitzinsen und damit einhergehenden höheren Finanzierungssätzen, sowie weiter steigenden Kosten und weiter steigender Anforderungen im Wohnungsbau hinsichtlich Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, in eine Rezession gefallen. Dabei wurden im Zeitraum Januar bis August weniger Baugenehmigungen (-28,3 % vs. Vorjahr 1 ) ausgesprochen. Die sinkenden Immobilienpreise (Q2-23 vs. Vorjahr -9,9 % 2 ) konnten hier keine Entspannung bringen. Das gesamte Baugewerbe in Deutschland schrumpft somit voraussichtlich um -6,2 % (Umsatzvolumen von 460 Mrd. € auf 431 Mrd. €). Es können deutliche Unterschiede zwischen dem privaten Wohnungsbau (-6,9 %) und dem nicht-privatem Wohnungsbau (-4,4 %) gesehen werden. 3 Dabei entwickelte sich der Sanitärmarkt unterdurchschnittlich -11 %, während der Heizungsmarkt, bedingt durch die Diskussionen um das neue Heizungsgesetz, eine Sonderkonjunktur erlebte (+5 %) 4. Der Markt war gezeichnet durch Restrukturierung, ersten Personalabbauten und Investitionszurückhaltung. Dabei ist die Beschäftigtenzahl im Wirtschaftsbereich nicht weiter gewachsen, während sich die Unternehmensanzahl leicht rückläufig entwickelte. Obgleich des rezessiven Charakters der Branche, wurden noch sehr schöne und große Projekte angefragt, entwickelt und abgeschlossen. Es konnten speziell in gewerblich öffentlichen Bereich vermehrt Verschiebungen und Neukalkulationen gesehen werden. Stornierungen von Projekten waren eher die Ausnahme. 2.2. Geschäftsverlauf Das Budget des Jahres 2023 basierte auf den Rahmenbedingungen und Annahmen des Jahres 2022, welche durch den andauernden Krieg der Ukraine und dem entflammten Krieg zwischen Israel und Palästina beeinträchtigt wurde. Die beginnende Rezession im Baugewerbe hat den Jahresplan 2023 dann komplett in Frage gestellt. Dabei erwies sich der Budgetplan 2023 als zu ambitioniert. Der Markt Deutschland inkl. Eastern Europe, Polen und Benelux (ohne Inter-company) konnte sich dabei besser als der Gesamtmarkt entwickeln und schloss mit -4,1 % vs. FY 2022 ab. Dabei zeigte das erste Quartal einen schwachen Start und schloss mit -8,4 % vs. einem sehr starken Q1-2022 ab. Das zweite Quartal war gleichfalls nicht zufriedenstellend und konnte aufgrund des schwächeren Vorjahres mit -4,7 % beendet werden. Im zweiten Halbjahr kam es im Vorjahresvergleich durch den Sondereffekt der S4- Hana-Einführung im Juli 2022 zu Verwerfungen zwischen den Quartalen. In Summe der Quartale war das zweite Halbjahr jedoch besser als erwartet und endete mit nur -2,4 % vs. dem Vorjahr. Die Margenentwicklung war im gesamten Jahr auf dem erwarteten Niveau und auch die diversen Verkaufsaktionen konnten durch Verbesserungen im Kunden- und Verkaufsmix kompensiert werden.
3 Roland Berger - Construction Trend Radar
Germany
Eine außerordentliche Entwicklung konnte in Polen beobachtet werden. Die Neuaufstellung der Vertriebsstrategie im Jahre 2021 zeigt weiterhin positive Effekte. Auch Länder wie Ungarn und Tschechien entwickelten sich auf kleiner Basis gut. Eine schlechtere Entwicklung nahm Benelux und konnte das Jahr lediglich mit -10,2 % vs. Vorjahr abschliessen. Dabei ist die unterschiedliche Saisonalisierung bemerkenswert. Während das erste Quartal noch mit einem leicht positiven Ergebnis (+2,2 % vs. Vorjahr) abgeschlossen werden konnte, kam der vollständige Einbruch erst im vierten Quartal mit -37,4 % vs. dem Vorjahr. Dabei zeigte nur Luxemburg eine bessere Volljahresentwicklung (-0,7 % vs. Vorjahr). Etwaige Kostensteigerungen aufgrund der Rohstoffpreis- und Personalkostenentwicklung konnten mittels unterjähriger Preiserhöhungen in allen Ländern nur zum Teil abgefedert werden. Insgesamt befand sich KAR hinsichtlich der Preissteigerungen auf Höhe der Marktbegleiter wie z. B. Schell, Conti+ oder Wimtec und konnte seine Wettbewerbsfähigkeit weiter sicherstellen. Wie in 2022 war der Fachkräftemangel ein im Inland bremsender Faktor für unser Geschäft in 2023. Die Förderungen des Bundes zur Erneuerung von Heizungen (insbesondere Wärmepumpen) haben eine lenkende Wirkung für die Installateure und deren Arbeitsinhalte. Weiterhin ist die Bearbeitung von Ausschreibungen für öffentliche Bauvorhaben (wie z. B. Schulen, Kitas etc.) für die Installateure wesentlich aufwendiger. Der Auslastungsgrad bei den Installationsbetrieben -massgeblich getrieben aus dem Heizungssektor- ist nach wie vor sehr hoch. In der Konsequenz wird vermehrt kein Angebot zur Ausführung von öffentlichen Bauvorhaben abgegeben, was zu Verschiebungen von Projekten in Folgejahre führt. Eine leichte Entspannung dieser Situation wurden im Q4-2023 festgestellt, da auch die Heizungsbranche vermehrt von der Rezession im Bausektor betroffen wurde. In Summe lagen die erzielten Umsätze (Net Sales nach IFRS) des Jahres 2023 der KAR um - 4,1 % (44.090 T€; VJ 45.972 T€) unter dem Niveau des Vorjahres aber besser, als der Markt es erwarten ließ. Die finanzielle Leistungskennzahl EBITDA (before restructuring absolute) fiel von 7.219 T€ auf 5.376 T€ bzw. von 15,8 % des Umsatzes (Net Sales) auf 12,19 % und hat damit den prognostizierten Zielwert nicht ganz erreicht. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Die KWC Aquarotter GmbH wird über folgende Leistungsindikatoren nach IFRS gesteuert:
Diese Kennzahlen werden in einem Monatsreporting den Plan- und Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Nach HGB weichen diese Kennzahlen nur geringfügig ab, insbesondere aufgrund unterschiedlicher Bewertung der Vorräte sowie der Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen. 3.2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zu den wichtigsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren gehört folgende Kennzahl:
3.3. Ertragslage Der Jahresumsatz lag im Berichtszeitraum in Höhe von 44.765 T€ um 1.521 T€ oder um 3,3 % unter dem Branchenniveau. Ursächlich hierfür waren die konjunkturellen Entwicklungen sowie die Lieferkettenverzögerungen. Diverse Aufträge konnten zum Stichdatum nicht abgeschlossen und ausgeliefert werden. Die Net Sales nach IFRS betrugen 44.090 T€. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen verringert sich die Betriebsleistung von 45.959 T€ auf 44.877 T€. Die Weiterberechnung von entstandenen Kosten an verbundene Unternehmen ist von 29 T€ im Vorjahr auf 79 T€ gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 470 T€ (Vorjahr 568 T€) um 98 T€ unter dem Vorjahresniveau. Dies resultiert überwiegend aus den im Vorjahr höheren Auflösungen von Rückstellungen. Das Geschäftsjahr war geprägt von Lieferengpässen bei unseren Vorlieferanten, bedingt durch fehlende Rohstoffe und mangelnde Kapazitäten. Trotz intensiver Preisverhandlungen durch den strategischen Einkauf kam es zu einer durchschnittlichen Preiserhöhung auf der Materialebene von 5,8 %. Der Materialaufwand lag trotz der um 3,3 % gesunkenen Umsatzerlösen mit 19.244 T€ um 548 T€ oder 2,9 % über dem Vorjahreswert. Die im Jahr 2023 durchgeführten Anpassungen der Verkaufspreise konnten die erhöhten Einkaufspreise für Rohstoffe nicht komplett kompensieren. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 40,4 % auf 42,9 %. Die von Dritten berechneten Gewährleistungskosten haben sich von 42 T€ im Vorjahr auf 55 T€ leicht erhöht. Die hohe Qualität unserer Produkte führte jedoch insgesamt zu keinen nennenswerten Beanstandungen durch unsere Kunden. Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 294 T€ auf 14.037 T€ gestiegen. Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse ist von 29,7 % im Vorjahr auf 31,4 % leicht gestiegen. Ursächlich hierfür sind im Berichtsjahr durchgeführte Gehaltserhöhungen sowie Abfindungszahlungen. Die Abschreibungen belaufen sich auf 631 T€ und sind somit um 408 T€ geringer als im Vorjahr. Im Wesentlichen ist die Verringerung der Abschreibungen durch das Ende der Abschreibungsdauer beim Gebäude (238 T€) sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung (161 T€) bedingt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 12.722 T€ und damit leicht unter Vorjahresniveau (Vorjahr 12.806 T€). Ein Anstieg der Ausgaben war zu verzeichnen bei Reparaturen und Instandhaltungen (+204 T€), Marketing (+284 T€), Reisekosten (+50 T€), Lizenzkosten (+763 T€) sowie Telekommunikation, hier eine Back-Up-Leitung (+80 T€). Diese Erhöhungen wurden kompensiert durch geringere Ausgaben für Services (-1.791 T€). Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBITDA nach HGB von -656 T€ (Vorjahr 1.286 T€) erzielen. Maßgeblich für den Verlust ist der gesunkene Umsatz. Das Finanzergebnis weist einen Ertrag in Höhe von 118 T€ (Vorjahr 98 T€) aus. Diese Veränderung resultiert aus Zinserträgen von 221 T€ aus der Gewährung von Darlehen an die Gesellschafterin sowie aus Zinsaufwendungen von 102 T€ aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich auf 12 T€ (Vorjahr 71 T€). Der Steueraufwand betrifft die ausländischen Betriebsstätten der KWC Aquarotter GmbH. Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 beträgt -1.180 T€, im Vorjahr betrug das Jahresergebnis +262 T€. Einen negativen Effekt auf das Ergebnis hatten vor allem die gesunkenen Umsatzerlöse sowie die gestiegene Materialaufwandsquote. 3.4. Finanzlage Ziel der Finanz- und Liquiditätsplanung ist die Sicherstellung einer ausreichenden Liquiditätsreserve. Als finanzieller Leistungsindikator betreffend die Finanzlage wird nachfolgend die Entwicklung des Finanzmittelfonds dargestellt:
Die Kapitalflussrechnung zeigt neben dem negativen Cashflow aus der operativen Tätigkeit von 1.731 T€ (Vorjahr 1.892 T€), dessen Rückgang sich im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag 2023 sowie der Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergibt, auch eine Zunahme des Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 1.542 T€ (Vorjahr 1.127 T€) durch höhere Tilgungen des Gesellschafters. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 0 T€ (Vorjahr 0 T€). Zum Bilanzstichtag verfügt das Unternehmen über liquide Mittel als Guthaben bei den Hausbanken in Höhe von 5.793 T€ (Vorjahr 5.982 T€). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden über eine Warenkreditversicherung gegen den Ausfall von Forderungen geschützt. Sie sichert den Cashflow des Unternehmens und sorgt für sichere Zahlungsströme. Das Anlagevermögen hat sich insgesamt um 148 T€ auf 3.408 T€ verringert. Ursächlich hierfür sind planmäßige Abschreibungen von 631 T€, die die getätigten Investitionen in Höhe von 491 T€ übersteigen. Die Anlagenzugänge betreffen schwerpunktmäßig Betriebs- und Geschäftsausstattungen (483 T€), deren Anschaffung im Zusammenhang mit Investitionen in neue Produkte steht. Die Gesellschaft war im Jahr 2023 stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3.5. Vermögenslage Die Vermögenslage entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr stabil. Die Investitionen des Geschäftsjahres wurden aus eigenen Mitteln finanziert. Die Bilanzsumme zum Stichtag 31. Dezember 2023 hat sich von 28.319 T€ im Vorjahr um 3.611 T€ auf 24.708 T€ reduziert. Die Entwicklung des Anlagevermögens wurde bereits im Bereich der Finanzlage erläutert. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr (5.990 T€) um 89 T€ auf 6.079 T€ im Bereich der unfertigen Erzeugnisse aufgrund von Preissteigerungen bei den Lieferanten gestiegen. Da weiterhin diverse Aufträge aufgrund fehlender Teile nicht abgeschlossen werden konnten, beeinflusste auch die damit einhergehende Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen um 227 TEUR (26,76 %) den Vorratsbestand. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 3.432 T€ reduziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen um 584 T€ unter Vorjahresniveau und resultieren im Wesentlichen aus dem Rückgang der Umsatzerlöse. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um 2.905 T€ verringert, im Wesentlichen durch die Verrechnung eines gewährten Darlehens in Höhe von 2.025 T€ mit den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, durch um 881 T€ reduzierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 179 T€ gestiegen, im Wesentlichen bedingt durch Steuerforderungen. Die Verbindlichkeiten sind um 2.070 T€ von 10.269 T€ auf 8.199 T€ gesunken. Im Wesentlichen ist der Rückgang auf die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die einen Rückgang um 2.354 T€ auf 3.813 T€ verzeichnen. Dies ist begründet in der Verrechnung der Verbindlichkeiten gegenüber der KWC Group AG mit dem Darlehen. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 163 T€ auf 2.023 T€ gestiegen aufgrund von Materialpreiserhöhungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 2.364 T€ (Vorjahr 2.241 T€). Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Jahresfehlbetrages in 2023 zurückgegangen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich jedoch aufgrund der gesunkenen Verbindlichkeiten von 35,6 % im Vorjahr auf 36,1 %. Dementsprechend verringert sich die Fremdkapitalquote auf 63,9 % von 64,4 % im Vorjahr. 3.6. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir kein zufriedenstellendes Ergebnis verzeichnen. Dabei ist das Ergebnis von der gesamtwirtschaftlichen Situation in der Bau- und Sanitärbranche beeinflusst. Insgesamt beurteilen wir die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage weiterhin als stabil. Es wurden notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Ertragslage in allen Bereichen weiter zu verbessern. Die Liquidität war jederzeit sichergestellt. 4. Forschungs- und Entwicklungsbericht Forschung und Entwicklung (R&D) erfolgt bei KAR im Wesentlichen im eigenen Hause mit einem R&D-Mitarbeiterstamm von rd. 20 Personen. Eine projektbezogene Zusammenarbeit mit Hochschulen oder Fachhochschulen erfolgte in 2023 nicht. Im Rahmen eines langjährig bestehenden Lieferantenpools werden Leistungen an Dritte im Rahmen des industriellen Designs oder bestimmter Technologiefelder vergeben. Die Höhe der Entwicklungskosten lag im Jahr 2023 bei 3,2 Mio. € und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Im Bereich der Entwicklung und der Produktinnovation gab es im Jahr 2023 insgesamt 32 aktive Entwicklungsprojekte, wovon 13 in 2023 dazu kamen und 11 Projekte geschlossen wurden. Die Umsatzrelevanz wird daraus ab dem 2. Halbjahr 2024 und in den nachfolgenden Jahren erwartet. Eine wesentliche Ergänzung bildet die Phase 2 der Armaturenserie F4LT-Med, welches unsere Serie für den Einsatz im Krankenhaus und im Senioren- und Pflegebereich ist. Die Armaturen der Phase 2 wurden zur internationalen Leitmesse ISH im März 2023 vorgestellt. Als erste unternehmensbereichsübergreifende Produkte zeigten wir ebenfalls zur ISH die neue ONO-E Elektronik (KWC Home), welche für uns (KWC Professional) mit leicht adaptierter Software als Produktlinie F7E ausgestellt wurde. Weiterhin stellen wir eine elektronische Küchenarmatur aus Edelstahl vor, die sowohl im KWC Professional Bereich (F5EL) wie im KWC-Home/Gastro Bereich Anklang finden wird. Als Ergänzung unseres Wassermanagement-Systems Aqua 3000open wurde zur ISH die in 2022/23 entwickelte Ergänzung der Drahtloskommunikation (auf Funk-Basis) vorgestellt. Diese Form der Anbindung bildet eine vom Markt gewünschte Ergänzung zu unserer verdrahteten Produktlösung, um entlegene Zapfstellen in Gebäuden ganzheitlich einbinden zu können. Des Weiteren eröffnet es die Möglichkeit kleine Netzwerke, ohne einen Steuer-Controller, aufzubauen. 5. Umweltbericht 5 Unser Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2015 wurde am 9. Mai 2023 durch ein internes Audit überprüft. Im Zeitraum vom 31. Juli bis 1. August 2023 fand im Zuge des Kombi-Audits das erste Überwachungsaudit statt6. Die Rechtskonformität konnte für unser Unternehmen durch das Legal Compliance Audit vom 15. bis 16. November 2023 bestätigt werden. Die verbliebenen nennenswerten umweltrelevanten Aspekte für einen, bis auf den Werkzeugbau, reinen Montagebetrieb beschränken sich auf den relativ hohen, aber fertigungstechnisch unverzichtbaren Druckluft- und Prüfwasserbedarf für die Montage, den Stromverbrauch für alle Bereiche, den Gasverbrauch für die Heizung und die im Fertigungsprozess verwendeten Gefahrstoffe (meist Kleber) sowie alle anfallenden Abfälle. Die relevanten Umweltaspekte wurden für den Berichtszeitraum für alle betreffenden Bereiche ermittelt und konsolidiert. Wesentliche Veränderungen wurden nicht festgestellt. Anfragen interessierter Kreise lagen nicht vor. Die regelmäßige Überprüfung zur Relevanz und Vollständigkeit der Themen erfolgt jährlich im Rahmen des Risikomanagements beginnend im August des laufenden Jahres, mit der Anpassung des BCM-Planes. Dabei wird der PDCA-Zyklus als Methode angewendet. PDCA steht für Plan - Planen, Do - Ausführen, Check - Bewerten und Act - Optimieren. Nach der DIN EN ISO 14001 muss ein Unternehmen zur Erreichung seiner Umweltziele folgendermaßen vorgehen:
Ergänzend sind die Ergebnisse unseres Energieberichtes einzubeziehen. Am 14. Februar 2023 haben der Energiebeauftragte und der Managementbeauftragte ein internes Audit gemäß DIN EN ISO 50001:2018 durchgeführt. Es wurden drei Abweichungsberichte geschrieben. Die Abarbeitung erfolgte bereits im 1. Quartal 2024 7. Das externe Audit für unser Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001: 2018 wurde vom 31. Juli bis 1. August 2023 durchgeführt. Verbesserungsmaßnahmen wurden in einer Aktionsliste erfasst und werden regelmäßig überprüft. Beim externen Audit im August 2023 wurden keine Abweichungen festgestellt, lediglich einige Hinweise/ Empfehlungen formuliert. Das nächste externe Kombi-Audit ist für Februar 2024 durch die GUTCert Zertifizierungsgesellschaft geplant. Das nächste interne Energieaudit nach ISO 50001 erfolgt im Mai 2024.
5 Der Abschnitt 5. Umweltbericht wurde nicht vom
Abschlussprüfer der Gesellschaft geprüft
6. Chancen- und Risikobericht Das Risiko-Management des Unternehmens umfasst eine permanente Risikoursachen- und Risikofolgenanalyse einschließlich des Ergreifens präventiver Maßnahmen. Chancen und Risiken werden entsprechend ihrer Bedeutung für das Unternehmen, beginnend mit der wesentlichsten Chance bzw. dem wesentlichsten Risiko, dargestellt (Bedeutung meint hier die Auswirkungen auf das Erreichen von Prognosen unter Berücksichtigung der von uns eingeschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit). Chancen im Sinne der positiven Abweichung von unserer Planung bieten die
Zu a) Erfolgreiche Einführung vieler Produktneuheiten zur ISH 2023 Zur ISH 2023 wurden diverse neue Produkte im Bereich der Armaturen F4LT-Med und Zubehörartikel für den Anwendungsbereich Operationssaal lanciert. Außerdem wird u. a. der Bereich der Urinale technologisch neu aufgebaut und mittels Sensortechnik neue Anwendergruppen erschlossen. Das Wassermanagementsystem Aqua3000- open wird gleichfalls neu belebt und mittels Bluetooth-Technologie einem breiteren Kundensegment (Nachrüstung) präsentiert. Zu b) Einführung des neuen CRM-Systems mit den verbesserten Möglichkeiten der strukturierten Marktbearbeitung Das neu eingeführte S4-Hana-System in Kombination mit dem neuen CRM C4C ermöglichen einen deutlich engeren Austausch und bessere Zusammenarbeit zwischen den Ländern, Regionen sowie Innen- und Außendienst. Dabei wurde ein globaler Vertriebsprozess abgestimmt und implementiert. Bauinformationsplattformen werden - je Land - angebunden. In 2023 wurde das C4C-System deutlich ausgebaut und erste Marketing- sowie Vertriebskampagnen wurden mit gutem Erfolg gefahren. Der Innendienst konnte nach Einführung des Angebotstools im CRM ca. 10% mehr Angebote in gleicher Zeit schreiben und konnte den zeitlichen Anforderungen des Kunden zu 100 % genügen. Ein deutlich strukturierteres Arbeiten des Innen- und Außendienstes wird dadurch ermöglicht und entsprechende Leistungsindikatoren können nachverfolgt werden. Zu c) Lancierung der strategischen Wachstumsinitiativen für KWC-Professional Die Länder können von den etwaigen Produktportfolien der anderen Gesellschaften profitieren. Hierzu bedarf es eines entsprechenden Abgleichs der Sortimente, welcher in 2024 stattfinden wird. Weitere Wachstumsinitiativen wurden bereits besprochen und wurden in 2023 gestartet. Insbesondere die Märkte DACH und UK stehen dabei im Fokus und konnten sich sogar auf gleichlautende strategische Wachstumsinitiativen im Bereich Health care and Nursing (2023/2024) und Custodial (2024/2025) einigen. Um die strukturierte Erarbeitung der Sortimente sowie der Kundensegmente sicher zu stellen, wurden organisatorische Änderungen im Bereich Vertrieb und Service vorgenommen. Weiterhin wird der Bereich Service verstärkt und es wird versucht weitere Absatzkanäle (Online und Offline) zu erschließen. Erste Kundengespräche waren vielversprechend. Die Vertriebsstrukturen wurden planmäßig in 2023 weiter optimiert. Nicht abgedeckte Regionen in Deutschland wie auch in Belgien (Wallonien/Luxemburg) und Niederlande wurden wiederbesetzt, um die Betreuung unserer Kunden sicherzustellen. Im Bereich Export wurden Konzepte zur Marktbearbeitung mittels Handelsvertreter oder Distributoren entwickelt. Erste Distributoren wurden akquiriert. Zum Beginn 2024 wurde eine neue Organisationsstruktur ins Leben gerufen. Auf Basis der Erkenntnisse der letzten Jahre wurde beschlossen sich mehr auf das Geschäftsmodell von KWC-Professional zu konzentrieren. Entsprechend wurde der strategische Einkauf wieder in den Einkauf bei KWC-Aquarotter integriert, Effizienzen im Service DACH mittels Zusammenführung generiert und eine neue Abteilung International Sales - zur Stärkung des Auslandsgeschäftes - ins Leben gerufen. Risiken im Sinne einer negativen Abweichung von unseren Planungen können sich ergeben durch:
Zu d) Krieg in der Ukraine sowie Israel/Palästina Die Auswirkungen dieser kriegerischen Auseinandersetzungen, verbunden mit den noch zu beziffernden Folgen und Kosten im Rahmen der nationalen Unterstützungsleistungen, waren in 2023 spürbar und sind im Umfang für 2024 schwer zu quantifizieren. Es kam zu keinen Umsätzen in den Märkten Russland/Ukraine sowie Israel und wurden für 2024 auch nicht im Budget eingeplant. Weitere negative Auswirkungen auf Märkte in Mittel- und Osteuropa sind anzunehmen, können aber bezüglich des möglicherweise betroffenen Umsatzvolumens zu diesem Zeitpunkt nicht beziffert werden. Zu e) Rezession in der Bauindustrie Im Zeitraum Januar bis August wurden weniger Baugenehmigungen (-28,3 % vs. Vorjahr 8 ) ausgesprochen. Die sinkenden Immobilienpreise (Q2/23 vs. Vorjahr -9,9 % 9 ) konnten hier keine Entspannung bringen. Das gesamte Baugewerbe in Deutschland schrumpft somit voraussichtlich um -6,2% (460 Mrd. € auf 431 Mrd. €). Es können deutliche Unterschiede zwischen dem privaten Wohnungsbau (-6,9 %) und dem Nicht-privatem Wohnungsbau (-4,4 %) gesehen werden. 10 Die Meldungen von Insolvenzen direkter Wettbewerber (z.B. Hosanit, Alape) oder massiven Umsatzeinbrüchen (z.B. Schell 10-15%) sind alarmierend. Auch Marktbegleiter in mittelbaren Sanitärbereichen melden massive Einbrüche (z.B. Grohe/ Lixil -6 % -13 %), Werksschließungen (z.B. Duravit) oder geplante Kurzarbeit in Q1-2024. Aufgrund dieser Tatsache, aber auch der bisher guten Performance der KWC-Aquarotter wurde ein konservativer Budgetansatz gewählt und die Kosten sowie Investitionen gekürzt. Zu f) Fachkräftemangel Seit geraumer Zeit spüren wir bei Neu- oder Ersatzeinstellungen die Auswirkungen des sogenannten Fachkräftemangels. Auf Ausschreibungen erhalten wir eine sehr überschaubare Anzahl von Bewerbungen. Weiterhin sind immer wieder Abgänge in Bereichen mit hoher Qualifizierung zu verzeichnen. Die Dauer zur Besetzung von Stellen ist hoch, was mit einer erhöhten Arbeitsbelastung für die Stammbelegschaft und verzögerten Abarbeitungen in Projekten einhergeht. Um diesem Risiko weiterhin zu begegnen, versucht die Gesellschaft unter anderem die Mitarbeiterbindung zu stärken. Das Unternehmen investiert daher wie bereits in den letzten Jahren auch in innerbetriebliche und zielgruppenorientierte Weiterbildung, in ein erfolgsabhängiges Prämiensystem sowie in diverse Sozialleistungen. Zudem werden andere Wege der Anwerbung geeigneter Kräfte ins Auge gefasst. Aufgrund der generellen wirtschaftlichen Lage und insbesondere der schlechten Entwicklung in der Baubranche erhoffen wir uns jedoch eine Verbesserung im Jahr 2024. Zu g) Personal- und Energiekostensteigerungen In 2023 waren die Stromkosten noch über einen Dreijahresvertrag fixiert. Lediglich die starken Gaspreisanstiege mussten über Preiserhöhungen kompensiert werden. In 2024 wurde nun ein neuer Vertrag über ein Jahr am Spotmarkt geschlossen.
8 Baugenehmigungen für Wohnungen im August
2023: -31,6 % gegenüber Vorjahresmonat - Statistisches
Bundesamt (destatis.de)
Die momentan geltenden tariflichen Abschlüsse der IGM, welche für KAR eine Signalfunktion haben, sehen eine Erhöhung von 3,3 % und eine Einmalzahlung von 1.500 € vor. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, plant KAR eine Lohnerhöhung von 2,7% ohne Einmalzahlung für das Jahr 2024. Die damit steigenden Kosten kompensiert werden können, erhöht KAR die Preise zum Jahresanfang um 3%. Um die Liquidität der Gruppe weiter zu sichern, wurde im Dezember 2023 das Gebäude inkl. Grund und Boden in einem Sales & Lease back-Geschäft veräußert. Der Eigentumsübergang fand nach vollständigem Zufluss der Kaufpreiszahlung im April 2024 statt. Die Mietkosten werden künftig aus dem operativen Geschäft bedient. Weitere bestandsgefährdende Risiken oder entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen mit Blick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor. 7. Prognose Das Jahr 2023 stand unter der Überschrift der "Optimierung" und Ausbau der Marktanteile in einem rückläufigen Markt. Entsprechende Vertriebsaktivitäten und Effizienzprogramme wurden zur Sicherung des Ergebnisses und der Profitabilität gefahren. Weitere infrastrukturelle Projekte wurden durchgeführt. Prozesse und Organisationsstrukturen wurden beleuchtet und angepasst. Die generelle Strategie des profitablen Wachstums des Bereiches KWC-Professional hat weiterhin Bestand und wird auch in den kommenden Jahren weiter intensiviert. Aufgrund der Marktsituation und -einschätzung wird 2024 ein Jahr der Konsolidierung sein. Dabei gehen wir von einem guten ersten Quartal und einem eher schwächeren zweiten Quartal aus. Das zweite halbe Jahr wird von KAR aber auch bekannten Analysten (Heinze & Querschiesser) besser eingeschätzt. Marktanteilsgewinne werden weiter angestrebt und entsprechend werden die Vertriebs- und Marketingaktivitäten forciert. Leider erlaubt es die Branche nicht Marktanteile im Tätigkeitsumfeld zu messen, aber es kann davon ausgegangen werden, dass Marktanteile gewonnen werden, sobald maßgebliche Marktbegleiter eine schlechtere Performance erwirtschaften. Die Zielsetzung im Umsatz (Net Sales IFRS) liegt bei einem Plus von 4,4 % (vorläufig 42.766 T€) auf Basis des schwächeren Jahres 2023. Weitere Kostensteigerungen müssen über die bereits kommunizierte Preiserhöhung von nominal 3 % und Sparmaßnahmen kompensiert werden. Investitionen werden gemäß der Umsatz- und Profitabilitätslage frei gegeben. In der Entwicklung wird man sich konzentrieren auf die weitere Verbesserung und Ausbau des Wassermanagementsystems Aqua 3000 open. Die Wachstumsinitiativen, welche sich auch an den Produktneueinführungen und der engeren Zusammenarbeit der Länder und ihrer Produktportfolien orientieren, sind:
Weitere Investitionen erfolgen im Marketing. Es ist weiterhin von besonderer Bedeutung, die Marke KWC-Professional im Markt zu installieren und bei unseren Kunden bekannt zu machen. KAR geht für das Jahr 2024 aufgrund des höheren Umsatzziels sowie der Margenverbesserung von einem höheren EBITDA (before restructuring absolute) in Höhe von 7,4 Mio. € (Vorjahr 5,4 Mio. €) aus. Die Planung berücksichtigt bisher nicht den Sondereffekt aus dem Verkauf von Grundstück und Gebäude im Wege eines sale- und lease-back-Verfahrens. Der Eigentumsübergang fand am 3. April 2024 statt, so dass dann ein Einmaleffekt aus dem Verkauf von ca. 15 Mio. € Ertrag anfällt und gegenläufig ein bisher nicht im Budget abgebildeter Aufwand für Mietkosten in Höhe von rd, 1,140 Mio. € und Nebenkosten von 71,5 T€ anfallen werden. Weiterhin wird verstärkt an einer Reduzierung des NWC (Net-Working-Capitals) von 22,2 % der Net Sales in 2023 auf ca. 17,6 % in 2024 gearbeitet. In Bezug auf den nicht finanziellen Leistungsindikator gehen wir davon aus, dass der Frauenanteil auf dem Vorjahresniveau liegen wird. Wir erwarten, dass die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Erreichung dieser Ziele und Leistungsindikatoren unterstützen, sofern die vorbenannten Risiken nicht die Oberhand gewinnen.
Ludwigsfelde, den 30. April 2024 Marten van der Mei, Geschäftsführer |
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