Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 229451
Eingetragen
18.11.2016
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Gegenstand
Alle Arten von Immobiliengeschäften, insbesondere Immobilienverwaltung, Erwerb und Veräußerung von Grundstücken sowie deren Vermietung und Verpachtung mit Ausnahme von im Sinne des § 34c GewO genehmigungspflichtigen Geschäften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rafael Schneider
seit 26.11.2024
Geschäftsführer
Sandra Birgit Hacker
seit 4.11.2024
Prokura
Simon Oberholzer
seit 27.8.2021
Prokura
Karl Salfer
seit 18.11.2016
Prokura
Alfred Meier
seit 18.11.2016
Prokura
Gregor Weigl
seit 18.11.2016
Geschäftsführer
Markus Ruscher
seit 18.11.2016
Prokura
Timour Boudkeev
seit 18.11.2016
Geschäftsführer
Daniel Mair
seit 18.11.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Swiss Re Europe S.A.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Swiss Re Europe S.A.
Luxembourg
45.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Swiss Re Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhalt

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftsverlauf

Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Jahresabschluss

Bilanz zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entwicklung des Anlagevermögens

Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftsverlauf

Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Geschäftsverlauf

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Swiss Re Germany GmbH mit Sitz in München ist als Immobiliengesellschaft Eigentümerin von Wohn- und Gewerbeeinheiten im Großraum München und in der Metropolregion Hamburg. Das Bestandsportfolio mit Wohn- und Geschäftshäusern verteilt sich in München auf die Stadtteile Schwabing, Neuhausen, Haidhausen, Johanneskirchen und die Gemeinde Martinsried bei München und in Hamburg auf das Stadtzentrum und Neu Wulmstorf.

Die Strategie der Gesellschaft konzentriert sich derzeit auf die aktive Bewirtschaftung des bereits vorhandenen Immobilienbestandes und dessen Erweiterung. Dabei steht die Ertragsoptimierung und Wertsteigerung der Liegenschaften im Vordergrund. Im Rahmen ihrer Bewirtschaftungsstrategie plant die Swiss Re Germany GmbH sowohl die Mieterträge marktkonform zu steigern als auch den vorhandenen Bestand zu entwickeln, auszubauen und zu verbessern. Dies soll durch sinnvolle Investitionen in den Bestand gewährleistet werden. Bei Investitionen und im laufenden Betrieb ist es das Ziel, die langfristigen Bewirtschaftungskosten zu optimieren. Die operative Abwicklung der Bewirtschaftung des Bestandsportfolios ist an externe Dienstleister übertragen.

Die globale Konzerneinheit "Asset Management" der Swiss Re Gruppe mit Sitz in Zürich, Schweiz, mit der Abteilung "Real Estate" ist verantwortlich für das Portfoliomanagement des Immobilienbestandes und die operative Betreuung der Swiss Re Gruppe Anlageliegenschaften. Buchhaltung und Abschlüsse der Swiss Re Germany GmbH werden durch die Konzerneinheit "Group Finance" erstellt.

Die Swiss Re Germany GmbH setzt zur Kontrolle und Steuerung ihrer Geschäftstätigkeit Leistungsindikatoren ein, welche von der Abteilung "Real Estate" innerhalb der Konzerneinheit "Asset Management" ermittelt und von der Geschäftsführung quartalsweise überwacht werden. Wesentliche operative Kennzahlen sind die Entwicklung der Mieten (gibt Aufschluss über den Stand der zu erreichenden Ziele beim Mietwachstum) und des Leerstands (dient als Indikator für die Effektivität von Modernisierungs- und Vermietungsaktivitäten) sowie Instandhaltungs- und Modernisierungsaufwendungen (dient der Sicherung der Renditeziele als auch der langfristigen Bestandserhaltung). Neben der finanziellen und organisatorischen Steuerung der Swiss Re Germany GmbH erfolgt keine formale Steuerung aufgrund von nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Dennoch ist es der Swiss Re Germany GmbH wichtig, in den Bereichen Zusammenarbeit mit Dienstleistern, konstruktiven Mieterbeziehungen sowie der zunehmenden Digitalisierung von administrativen und operativen Prozessen sich stetig zu verbessern. Insoweit werden die Zusammenarbeit mit den Dienstleistern, konstruktive Mieterbeziehungen sowie die zunehmende Digitalisierung von administrativen und operativen Prozessen betrachtet. Die Indikatoren werden unter anderem anhand von jährlichen Feedbackbögen sowie der Anzahl der laufenden Rechtsstreitigkeiten ausgewertet. Die Resultate aus den Leistungsindikatoren sind für das Jahr 2023 zufriedenstellend ausgefallen.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

Die globale wirtschaftliche Situation im Jahr 2023 war geprägt durch eine hohe Inflation und der damit verbundenen Straffung der Geldpolitik. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremste zusätzlich eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und finanzpolitische Impulse fielen weitestgehend weg. Die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland war dabei auch noch deutlich von den Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen geprägt. Der massive Energiepreisanstieg mündete in einem starken Verbraucherpreisanstieg, die dadurch auftretenden Kaufkraftverluste dämpften die binnenwirtschaftliche Nachfrage enorm. Die außenwirtschaftliche Nachfrage war ebenfalls stark geschwächt aufgrund von geldpolitischen Reaktionen der Zentralbanken auf die hohe Inflation. Nachdem die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahresverlauf nahezu stagnierte, war sie zum Jahresende 2023 rückläufig und führte damit im Vorjahresvergleich zu einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes um 0,3%.

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Pressemitteilung Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2024)

2.2 Immobilienwirtschaft

Büro-Investmentmarkt Deutschland

Das Transaktionsvolumen der Gewerbeimmobilien in den Top-7-Standorten betrug im Jahr 2023 rund 7,9 Mrd. € und lag damit 69% unter dem Vorjahresniveau, nachdem der Rückgang im Vorjahr bereits 24% betrug. Die Zinswende und wirtschaftlichen Unsicherheiten führten im gesamten Jahr 2023 zu Zurückhaltung und das Transaktionsvolumen im Investmentmarkt reduzierte sich in allen Top-7 Städte wie folgt: Frankfurt (-84%), Düsseldorf (-78%), Hamburg (-71%), München (-66%), Berlin (-65%), Stuttgart (-55%) und Köln (-33%). Wie im Vorjahr waren auch im Jahr 2023 die Büroobjekte mit 51% (Vorjahr 73%) am gefragtesten, dabei stammen lediglich 21% des Transaktionsvolumen von internationalen Investoren (26% weniger als im Vorjahr). Die Spitzenrendite für Büro-Objekte in den Top-7-Standorten ist von 3,28% auf 4,34% gestiegen. Dabei befindet sich die niedrigste Büro-Spitzenrendite in Berlin und München mit 4,20%, die höchste in Frankfurt mit 4,60%. Hamburg liegt mit 4,30% leicht unter dem Top-7 Durchschnitt.

(Quellen: German Property Partners Büromarkt Deutsche Top-7 Standorte 2023)

Wohnungs-Investmentmarkt Deutschland

Die deutlich gestiegenen Fremdkapitalkosten, die zu geringen Risikoprämien im Vergleich zu anderen, ebenfalls sicheren Assetklassen und die spürbar gestiegene Unsicherheit über weitere Regulierungen dämpften den deutschen Wohn- Investmentmarkt 2023 deutlich. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 5,23 Mrd. € in größere Wohnungsbestände (ab 30 Wohneinheiten) investiert. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres um 60 % wesentlich verfehlt, der Rückgang gegenüber dem langjährigen Durchschnitt betrug sogar 72%, was gleichzeitig das geringste Transaktionsvolumen seit 2010 bedeutet. Das Segment über 100 Mio. € notiert mit einem Umsatzanteil von nur 39 % deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 57%. Auch absolut betrachtet ist das Volumen von 2,02 Mrd. € (7 registrierte Großtransaktionen 2023) in diesem Segment im langjährigen Vergleich sehr niedrig (Ø 10 Jahre: 12,02 Mrd. €), was als Beleg für die sehr verhaltenen Aktivitäten von institutionellen Investoren gewertet werden kann. Im abgelaufenen Jahr wurden viele kleine Deals verzeichnet. Das Segment bis 25 Mio. € kommt mit einem Umsatzanteil von knapp 26% (1,35 Mrd. €) auf einen weit überdurchschnittlichen Anteil (Ø 10 Jahre: 14%). Family Offices stechen in Bezug auf die Nachfrage besonders positiv heraus. Mit einem weit überdurchschnittlichen Umsatz von 997 Mio. € bzw. 19% (Ø 10 Jahre: 4%) stellen diese die zweitstärkste Käufergruppe dar. Family Offices können ihre starke Eigenkapitalausstattung für die Realisierung von Opportunitäten nutzen. Im Schlussquartal haben die Netto-Spitzenrenditen für Neubauobjekte leicht angezogen. Hinter den teuersten Standorten München und Berlin (3,60%) rangieren Frankfurt (3,65%), Hamburg und Stuttgart (3,70%), Düsseldorf (3,80%) und Köln (4,0%).

(Quelle: BNP Paribas Real Estate Wohn-Investmentmarkt Deutschland, Q4 2023)

2.3 Regionale Immobilienmärkte

Büroimmobilien München und Hamburg

Der Münchner Bürovermietungsmarkt hat im Jahr 2023 einen Flächenumsatz von 480.800 m 2 erreicht, was einem Rückgang von 37% im Vergleich zum Vorjahr entspricht, immerhin fällt das vierte Quartal mit 141.700 m 2 am stärksten aus. Die Leerstandsquote betrug 5,2% im vierten Quartal 2023, was einem Anstieg um 1,1% gegenüber dem Jahresendwert 2022 entspricht. Im Bau befinden sich ca. 1,2 Millionen m 2 Neubaufläche. Die Spitzenmiete ist auch im letzten Quartal des Jahres weiter angestiegen und lag bei 50,00 €/m 2. Die Durchschnittsmiete ist gegenüber dem Vorjahr um etwa 0,50 € auf 23,66 €/m 2 gesunken.

Insgesamt wurden im Jahr 2023 456.200 m 2 Büroflächen in Hamburg vermietet, was einer Reduktion von 24% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Leerstandsquote ist von 4,2% auf 4,8% gestiegen. Rund eine halbe Million Quadratmeter Bürofläche befindet sich momentan im Bau, wobei jedoch ein Viertel auf den Elbtower entfällt, welcher sich aktuell im Baustopp befindet. Die Spitzenmiete lag bei 34,50 €/m 2 im Monat und die Durchschnittsmiete bei 20,87 €/m 2 im Monat.

(Quellen: JLL Büromarktüberblick Q4/2023)

Wohnimmobilien München und Hamburg

Der Mietmarkt in München war im zweiten Halbjahr vor allem von fallenden Kaufpreisen und gleichzeitig steigenden Mieten geprägt. Die angebotenen Mieten sind im Vergleich zum Vorjahr im zweiten Halbjahr 2023 um 5,1% gestiegen und lagen damit bei 22,50 €/m 2 /Monat, wodurch München im Städtevergleich der teuerste Standort bleibt, wenngleich Berlin in den letzten Jahren deutlich aufgeholt hat. Im Neubausegment sind die Mieten um 8,4% gestiegen und im Spitzensegment betrug der Anstieg 9,1%.

Der Mietmarkt in Hamburg war im zweiten Halbjahr den gleichen Trends unterworfen. Die Mieten stiegen in allen Segmenten, während die Kaufpreise sanken. Die angebotenen Mieten sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,4% gestiegen, und liegen bei 15,43 €/m 2 /Monat. Im Neubausegment stiegen die Mietpreise um 7,6% an und liegen bei 18,50 €/m 2 /Monat. Die Spitzenmieten erhöhten sich um 7,0% auf 24,19 €/m 2 /Monat.

(Quellen: JLL Wohnungsmarktüberblick Deutschland)

3. Wesentliche Unternehmensdaten und Kennzahlen

3.1 Geschäftsentwicklung

Die Umsatzerlöse reduzierten sich insgesamt um 5,7% auf 27,8 Mio. € und die sonstigen betrieblichen Erträge verzeichneten einen Rückgang von 148,9 Mio. € auf 0 Mio. €. Der Rückgang ist dem Verkauf von zwei Immobilien in München im Jahr 2022 zuzuschreiben. Die Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen betrugen 8,6 Mio. €.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 3,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € gesunken und beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Investment Management Dienstleistungen und andere Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen sowie Verwaltungskosten.

Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 13,0 Mio. € (Vorjahr 162,1 Mio. €). Der hohe Vorjahreswert resultierte hauptsächlich aus dem Verkauf von zwei Immobilien mit einem Nettoertrag aus dem Abgang von 148.946 Tsd €. Das Ergebnis wird an die Muttergesellschaft Swiss Re Europe S.A. mit Sitz in Luxemburg abgeführt.

Die Bestandswerte der im Anlagevermögen gehaltenen Immobilien erhöhten sich um 7,9 Mio €, im Wesentlichen durch die Kapitalisierung von finanzierten Mieterausbauten, teilweise kompensiert durch die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 4,8 Mio. €. Insgesamt erhöhten sich die Bestandswerte der im Anlagevermögen gehaltenen Immobilien um 3,2 Mio. € auf 214,2 Mio. € (Vorjahr 211,1 Mio. €). Das Eigenkapital beträgt unverändert 214,0 Mio. €.

Der Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Umlaufvermögen ist auf 84,9 Mio. € (Vorjahr 78,3 Mio. €) gestiegen. Diese Forderungen betreffen im Wesentlichen das Verrechnungskonto mit der Swiss Reinsurance Company Ltd, 60 Mythenquai, Zürich, Schweiz (Vorjahr Swiss Re Europe SA, 2 rue Edward Steichen, Luxemburg), über welchen die laufenden Verrechnungen sowie Liquiditätsüberlassungen erfasst werden.

3.2 Wesentliche Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
Bilanzsumme T€ 295.843 295.261
bilanzielle Eigenkapitalquote % 72,3 72,5
Anteil Anlagevermögen an Bilanzsumme % 69,3 71,5
Verhältnis Anlagevermögen am Eigenkapital % 100,1 98,6
Umsatzerlöse aus Bewirtschaftung T€ 27.835 29.508
Aufwendungen aus Bewirtschaftung T€ 8.615 8.827
monatliche Sollmiete je m 2 15,43 14,47
monatliche Instandhaltungskosten je m 2 Mietfläche 0,27 0,28
Leerstandsquote Wohnungen % 1,0 5,6
Leerstandsquote Gewerbeflächen % 4,7 6,5
Anteil rückständige Mieten an Sollmieten % 1,4 1,6

Der Bruttoertrag des Anlageportfolios ist gegenüber dem Vorjahr um 5,7% gesunken. Die monatlichen Instandhaltungskosten pro Quadratmeter beliefen sich auf 0,27 €, was gegenüber dem Vorjahreswert von 0,28 € einer leichten Reduktion entspricht. Die Leerstandsquote der Wohnungen lag zum Ende des Jahres bei 1,0% gegenüber 5,6% im Vorjahr, was auf den Vermietungserfolg in Neu Wulmstorf und Sonninpark Hamburg zurückzuführen ist. Bei den Gewerbeflächen beträgt der Leerstand 4,7% gegenüber 6,5% im Vorjahr, was im aktuellen Büromietmarktumfeld eine erfreuliche Verbesserung darstellt. Die inhärent durchs Budget 2023 gesteckten Ziele hinsichtlich Leistungsindikatoren Mieten pro qm, Leerstandsquote und Instandhaltungs- und Modernisierungsaufwand wurden im Geschäftsjahr 2023 vollständig erreicht.

3.3 Bauliche Großmaßnahmen in 2023

Flutschaden Stadtlagerhaus Große Elbstraße 27 Hamburg

In Sachen Schadenersatzklage infolge des Flutschaden vom 29. Oktober 2017 im Objekt Stadtlagerhaus, Große Elbstraße 27, Hamburg, teilte das Landgericht Hamburg am 20. Februar 2024 mit, dass nach der derzeitigen Geschäftslage der Kammer mit einer "Förderung" des Verfahrens im Sommer gerechnet werden kann.

Der Gesamtschaden inklusive Schadenersatzansprüche und Anwaltskosten beläuft sich auf 2,4 Mio. € und ist seit dem Schadenereignis zu verzinsen. Swiss Re Germany GmbH hat den Betrag von 2,1 Mio. € bereits in den Vorjahren aufwandswirksam gebucht. Am Jahresende 2023 betrugen die Rückstellungen hierfür noch 0,2 Mio. €.

Rohrbruch Stadtlagerhaus Große Elbstraße 27 Hamburg

Das Stadtlagerhaus wird aufgrund der exponierten Lage an der Elbe fortlaufend in Bezug auf Sicherheitsmaßnahmen beurteilt und unterhalten. Ende 2019 wurde in diesem Zusammenhang die Kanalisation im Untergeschoss erneuert. Trotz dieser Arbeiten kam es am 19. Februar 2022 zu einem Wassereinbruch im Untergeschoss. Der Schaden kann gemäß Gutachten auf einen Montagefehler des Sanitärinstallateurs zurückgeführt werden. Der Schaden inklusive der zu gewährenden Mietminderungen beträgt ca. 2,4 Mio. €. Die Instandsetzungsmaßnahmen wurden im Jahr 2022 weitestgehend abgeschlossen.

Im September 2022 wurde gegen die DEVK eine Feststellungsklage eingereicht. Weder die Gebäudeversicherung noch der Haftpflichtversicherer des Installateurs waren im Jahresverlauf 2023 zu Schadensregulierungsgesprächen bereit. Das Landgericht Köln hatte Ende 2023 die Urteilsverkündung auf den 27. März 2024 festgesetzt. Die Parteien haben sich im Vorfeld des Urteils auf Verhandlungen geeinigt und die Urteilverkündung ausgesetzt. Bis Ende April 2024 wurde die Schadensdokumentation aufbereitet und für die anstehenden Verhandlungen an die Gebäudeversicherung zugestellt. Der Schadenfall wird für Swiss Re Germany GmbH durch eine in Hamburg auf Versicherungsrecht spezialisierte Anwaltskanzlei begleitet.

Mehrmieterfähigkeit und Mieterausbauten, Alsterufer 4+5 Hamburg

Die Liegenschaft Alsterufer 4-5 in Hamburg war bis zum 30. Juni 2023 als Single Tenant an BAT British American Tobacco vermietet. Mit BAT konnte auf einer Teilfläche des Gebäudes (9.563 m 2 ) ein neuer 10,5-jähriger Vertrag ab 1. Oktober 2023 abgeschlossen werden. Auf zwei weiteren Etagen (3.162 m 2 ) wurde mit dem bisherigen Untermieter Tamoil ab 1. Juli 2023 ebenfalls ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von 10,5 Jahren abgeschlossen. Ab 1. März 2024 steht lediglich noch eine Etage mit ca. 2.000 m 2 zur Neuvermietung frei.

Im Hinblick auf die obigen geschilderten Veränderungen im Gebäude werden bauliche Maßnahmen für die Erstellung der Mehrmieterfähigkeit durchgeführt. Durch die neue Mehrmieternutzung ist die Fluchtwegsituation anzupassen und das Facility Management neu zu beauftragen. Ab 2025 wird die bestehende Gasheizung durch einen Fernwärmeanschluss der Stadt Hamburg ausgetauscht.

Im Geschäftsmietvertrag mit BAT wurde ein Baukostenzuschuss für den Neuausbau der Mietflächen von 7,2 Mio € vereinbart. Bis zu einer maximalen Investitionshöhe von 12,0 Mio €, wird der Baukostenzuschuss mit 3,75% verzinst, amortisiert und auf den Mietzins umgelegt Die Umbau- und Ausbauarbeiten werden voraussichtlich im Jahr 2024 mit Totalkosten von ca. 16 Mio. € abgeschlossen.

3.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage in 2023

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsätze aus der Bewirtschaftung des Immobilienbestand gegenüber dem Vorjahr von 29,5 Mio. € auf 27,9 Mio. € zurückgegangen. Der Rückgang ist auf die fehlenden Umsätze aus dem Verkauf der zwei Immobilien in 2022 zurückzuführen, die durch Neuvermietungen in Hamburg nicht kompensiert werden konnten. Der um die sonstigen betrieblichen Erträge bereinigte Gewinn ist gegenüber dem Vorjahr um 148,9 Mio. € reduziert, was im Wesentlichen auf die Erträge aus dem Verkauf von zwei Immobilien im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 3,0 Mio. € auf Vorjahresniveau geblieben. Der für das Geschäftsjahr 2023 aufgrund des Gewinnabführungsvertrags mit der Swiss Re Europe S.A. abgeführte Gewinn beträgt 13,0 Mio. €.

Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 295,8 Mio. €, was einem Anstieg um 1,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das Verrechnungskonto mit der Swiss Reinsurance Company Ltd. (Vorjahr Swiss Re Europe S.A.), über welchen die laufenden Verrechnungen sowie Liquiditätsüberlassungen erfasst werden, zurückzuführen. Der Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist damit auf 84,9 Mio. € (Vorjahr 78,3 Mio. €) gestiegen.

Das Eigenkapital wird zum Stichtag unverändert mit 214,0 Mio. € ausgewiesen und setzt sich zum einen aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 45,0 Mio. € sowie der Kapitalrücklage in Höhe von 169,0 Mio. € zusammen. Der Anteil des Eigenkapitals ist mit 72,3% auf Vorjahresniveau geblieben. Neben dem Eigenkapital refinanziert sich die Gesellschaft durch konzerninterne Darlehen in Höhe von 74,1 Mio € (Vorjahr 74,1 Mio €).

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres gegeben. Aufgrund der stabilen Mieteinnahmen erwirtschaftet die Gesellschaft nachhaltig Zahlungsüberschüsse. Bei Bedarf würde die Gesellschaft konzerninterne finanzielle Unterstützung erhalten.

3.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die Geschäftsleitung ist, vor allem in Anbetracht der vielen Krisen, insgesamt sehr zufrieden mit der Entwicklung des Geschäftsjahres, insbesondere mit den zuverlässigen Umsatzerlösen aus der Bewirtschaftung der Immobilien. Die Geschäftsleitung blickt aufgrund der äußerst stabilen Geschäftslage positiv in die Zukunft.

Allgemeines

Risikomanagement definiert die Swiss Re Germany GmbH als planmäßigen und systematischen Umgang mit ihren Risiken. Dabei betrachten wir Risiken als einseitige, negative Abweichungen vom geplanten ökonomischen Ergebnis. Als Teil der Swiss Re-Gruppe ist die Swiss Re Germany GmbH in das Risikomanagementsystem des Konzerns eingebunden. Mit der Swiss Re Europe S.A. besteht ein Beherrschungsvertrag, der Gewinnabführung und Verlustübernahme vorsieht.

Bei der Risikobeurteilung unterscheiden wir einerseits zwischen Risiken, die im Rahmen des Geschäftsplans bewusst und kontrolliert eingegangen und gesteuert werden, d.h. im Wesentlichen Risiken aus Marktwertverlusten unserer Kapitalanlagen sowie Forderungsausfallrisiken, und andererseits operationellen und sonstigen Risiken, die nach Möglichkeit zu vermeiden sind.

Risiken aus Marktwertverlusten der Kapitalanlagen

Der Abhängigkeit von der allgemeinen Entwicklung des Immobilienmarktes begegnen wir mit einer Anlagestrategie, die auf nachhaltiges Wachstum durch Investitionen in den vorhandenen Bestand bei größtmöglicher Sicherheit ausgerichtet ist. Dementsprechend haben wir den überwiegenden Anteil des Portfolios in risikoarme Wohnimmobilien und ausgewählte Geschäftsimmobilien in bester Lage zur Diversifizierung des Portfolios investiert.

Das Management des Immobilienportfolios ist als klar definierter, permanent ablaufender Prozess etabliert. Die regelmäßige Überwachung des Portfolios sowie die Vorbereitung von Transaktionen erfolgt durch die Konzerneinheit "Asset Management Real Estate" der Swiss Re Gruppe. Wesentliche Käufe und Verkäufe oder umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen bedürfen der Zustimmung der Geschäftsleitung der Swiss Re Germany GmbH. Mindestens einmal jährlich erfolgt eine eingehende Portfolioanalyse. Der Bereich Risk Management der Swiss Re Gruppe analysiert das Portfolio unter Zuhilfenahme von Verlust- und Stressszenarien. Das Marktrisiko der Anlagen wird nach den Dimensionen Komplexität, Liquidität, Bewertungsrisiko, Risikoerfassung und Risikomodellierung betrachtet.

Weitere Kapitalanlagerisiken bestehen nicht. Liquide Mittel hält die Gesellschaft nur in dem Umfang, in dem sie zur Deckung der laufenden Ausgaben benötigt werden. Die Geschäftsleitung der Swiss Re Germany GmbH erhält regelmäßig Berichte über die Liquiditäts- und Ertragslage.

Risiken aus Forderungsausfällen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sehen wir aufgrund der guten Bonität der Swiss Re Konzernunternehmen kein Risiko. Ausfallrisiken bestehen jedoch bei Forderungen gegen gewerbliche und private Mieter. Als erste Maßnahme zur Verringerung des Ausfallrisikos wird die Bonität der Mieter nach fest vorgegebenen Kriterien überprüft. Bei Wohnimmobilien werden ausschließlich Mieter bester Bonität akzeptiert. Die Mieteingänge werden laufend überwacht und bei Zahlungsrückständen wird unverzüglich ein stufenweiser Prozess zur Eintreibung unserer Forderungen gestartet. Bei Bedarf wird ein Rechtsanwalt hinzugezogen.

Operationelle Risiken

Mögliche Risiken aus der Übertragung der Liegenschaftsverwaltung auf externe Dienstleister wird durch die planmäßige, enge Zusammenarbeit dieser Firmen mit den zuständigen Einheiten der Swiss Re Gruppe verringert. Dazu gehört die monatliche Lieferung des Finanz- und Managementreportings. Hieraus werden einerseits die Buchhaltungsdaten und andererseits wichtige Informationen über die Entwicklung der Mieterträge, Leerstände und Betriebs- und Instandhaltungskosten berichtet, die vom internen Controlling monatlich geprüft werden. Quartalsweise Berichterstattungen der Dienstleister über den Markt, die Vermietung, den aktuellen Stand der großen Instandhaltungsprojekte verbunden mit regelmäßigen protokollierten Telefonkonferenzen und Besprechungen vor Ort runden diese Risikoanalyse ab.

Unsere Gesellschaft ist in einen konzernweit einheitlichen Ansatz zur Erfassung, Bewertung und Steuerung operationaler Risiken eingebunden. Die unternehmensinternen Prozesse werden demnach regelmäßig auf mögliche Fehlerquellen überprüft. Ergeben sich gravierende Risiken, unternehmen wir Schritte, um diese Risiken auf ein akzeptables Maß zu reduzieren. In den Bereichen Finance, Tax, Legal, IT und Business Continuity Management nutzt die Swiss Re Germany GmbH Dienstleistungen der Swiss Re Europe S.A. und anderer Unternehmen der Swiss Re Gruppe.

Sonstige Risiken

Mögliche Haftungsrisiken entstehen der Swiss Re Germany GmbH gemäß § 133 UmwG für Verbindlichkeiten aus der Zeit vor Abspaltung des Versicherungsgeschäfts an die Swiss Re Europe Rückversicherung AG mit Sitz Dieselstrasse 11, Unterföhring bei München (SRER). Die sogenannte Nachhaftung sieht für derartige Verbindlichkeiten eine gesamtschuldnerische Haftung beider Gesellschaften vor. Diesem Risiko wurde durch den Abspaltungsvertrag vorgebeugt, in dem die SRER die Swiss Re Germany GmbH hiervon im Innenverhältnis freigestellt hat. Die Verpflichtungen der SRER sind im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Swiss Re Europe S.A. übergegangen. Damit kann die Swiss Re Germany GmbH mögliche Haftungsansprüche als Forderungen gegen die Swiss Re Europe S.A. geltend machen.

Chancen der künftigen Entwicklung

Das Portfolio der Swiss Re Germany GmbH befindet sich an den Standorten München und Hamburg. Aufgrund der Zentralisierung und Fokussierung des Immobilienbestandes können regionale Marktströmungen frühzeitig erkannt und auf diese aus unserer Sicht schnell reagiert werden. Eine gute Durchmischung der Wohnungsgrößen sowie eine zeitgemäße und enge Mieterbetreuung ermöglichen, kontinuierlich attraktive Renditen und steigende Cashflows aus dem Bestandsportfolio zu generieren. Das aktive Immobilienmanagement der Swiss Re Germany GmbH hat in der Vergangenheit zur Steigerung von Mieteinnahmen und zur Senkung von Leerstandkosten geführt, was auch zukünftig die Basis für eine weitere organische Wertsteigerung durch die Realisierung von möglichen Mietsteigerungspotentialen innerhalb des Portfolios bildet.

Eine darüber hinaus hohe Nachfrage nach Immobilien in den Metropolstädten wie München und Hamburg gestützt durch die demografische Entwicklung der letzten Jahre bietet die Aussicht auch auf zukünftige steigende Mieten und fallende Leerstandsquoten, was auch gute Chancen für ein weiterhin erfolgreiches operatives Ergebnis gibt und sich positiv auf die Immobilienbewertung auswirkt.

Ausblick

Unsere Erkenntnisse über die aktuelle Lage sowie unsere Einschätzung der künftigen Entwicklung des Immobilienmarktes lassen derzeit keine Risiken erkennen, die den Fortbestand der Swiss Re Germany GmbH kurz- oder mittelfristig gefährden könnten. Ebenso wenig ist aus heutiger Sicht eine nachhaltige und wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten. Unter dem bestehenden Beherrschungsvertrag mit der Swiss Re Europe S.A. hat die Swiss Re Germany GmbH im Falle eines Verlustes einen Anspruch auf finanziellen Ausgleich.

Ausblick Gesamtwirtschaftliche Lage

Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen sich zu Beginn des Jahres 2024 aufgrund der weiterhin restriktiven globalen Geldpolitik und den damit gebremsten Investitionsanreizen weiterhin als schwierig dar. Zusätzlich belasten Unsicherheiten im Zusammenhang mit einer zunehmend interventionistischen Industrie- und Handelspolitik das weltwirtschaftliche Klima. Auch wenn sich die Perspektiven für den privaten Konsum aufgrund zunehmend stabilerer Reallöhne stark gebessert haben, wird für das Jahr 2024 mit einer sich nur allmählich steigernden Weltkonjunktur gerechnet.

Auch in Deutschland ist der Ausblick auf das Jahr 2024 weiterhin gedämpft. Zwar lassen Kaufkraftverluste aufgrund von Verbraucherpreissteigerungen langsam nach, allerdings wird weiterhin mit einer Inflation oberhalb der Zwei-Prozent-Schwelle gerechnet. Wieder steigende Reallöhne dürften jedoch für eine binnenwirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf sorgen, weswegen mit einem leichten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 0,2% gerechnet wird.

(Datenquelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Pressemitteilung zum Jahreswirtschaftsbericht 2024)

Ausblick Immobilienwirtschaft

Auch wenn der deutsche Immobilieninvestmentmarkt zuletzt erstmals seit der Finanzkrise aufgrund der stark gestiegenen Finanzierungskosten und Renditen bei Alternativanlagen wieder niedrige Transaktionsvolumina aufwies, ist der Ausblick vorsichtig optimistisch, insbesondere im Hinblick auf das zweite Halbjahr. Der im Jahr 2023 rasant verlaufene Renditeanstieg wird sich signifikant abschwächen. Für manche Investoren ergibt sich gerade in der jetzigen Marktphase die Möglichkeit, sich am deutschen Immobilienmarkt zu positionieren und vom zukünftig erwarteten Aufschwung und Mietsteigerungspotenzial zu profitieren.

(Datenquelle: CBRE Real Estate Market Outlook 2024, Deutschland)

Ausblick Büroimmobilien

Die Trends im Büromarkt sind durch erhöhte Qualität, New Normal und Optimierung gekennzeichnet. Die verbesserte Qualität zeigt sich durch bessere ÖPNV-Anbindung, besseren Arbeitsplätzen (Design, Services, Raumaufteilung, etc.) und besserer Technologie. Die Digitalisierung und die Post-Covid19 Trends fördern die hybriden und flexiblen Arbeitsmodelle, wodurch die Nachfrage für moderne, hochwertige und effiziente Flächen auf hohem Niveau verbleiben wird. Die deutliche Reduktion der in Planung oder im Bau befindlichen Projektpipeline deutet zudem bereits wieder auf eine neuerliche Angebotsverknappung ab 2025/26 hin. Trotz dieser Aussichten wird die Zurückhaltung am Büroinvestmentmarkt vorerst anhalten.

(Datenquelle: CBRE Real Estate Market Outlook 2024, Deutschland und CBRE Return to Office: Deutschland, 2023)

Ausblick Wohnungsmarkt

Der Wohntransaktionsmarkt wird auch im Jahr 2024 vorerst durch Zurückhaltung der Investoren geprägt sein, da Renditen in allen Teilsegmenten des Wohnungsmarktes weiter steigen. In der zweiten Jahreshälfte wird eine Belebung am Transaktionsmarkt erwartet und es ist mit einer höheren ausländischen Beteiligung zu rechnen. Aufgrund der anhaltend hohen und weiterhin steigenden Wohnraumnachfrage werden die Wohnungsmieten insbesondere in den Ballungsräumen flächendeckend deutlich steigen.

(Datenquelle: CBRE Real Estate Market Outlook 2024, Deutschland)

Ausblick Swiss Re Germany GmbH

Die Anlageliegenschaften werden im Rahmen einer mittel- bis langfristigen Investitionsplanung weiterhin auf einem zeitgemäßen Niveau erhalten. Außerhalb des geplanten und budgetierten Unterhalts der Liegenschaften sind 2024 keine weiteren Investitionen geplant.

Für das Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung für das bestehende Portfolio weiterhin stabile Mieterträge zumindest auf Vorjahresniveau, eine ähnlich niedrige Leerstandsquote sowie Instandhaltungs- und Modernisierungsaufwendungen auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis nach Steuern wird auf Vorjahresniveau erwartet. Darüber hinaus wird auch für das kommende Jahr eine positive Mieterbeziehung sowie partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Dienstleistern erwartet. Das Ergebnis nach Steuern wird auf Vorjahresniveau erwartet.

 

München, den 26. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Die Geschäftsführer

Timour Boudkeev

Gregor Weigl

Bilanz zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entwicklung des Anlagevermögens

Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
a. mit Wohnbauten 111.150.849 113.291.963
b. mit Geschäftsbauten 94.826.811 96.566.737
c. mit Erbbaurechten Dritter 115.000 115.000
2. Anlagen im Bau 8.132.946 1.086.544
Summe Anlagevermögen 214.225.606 211.060.244
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 4.802.095 3.700.043
4.802.095 3.700.043
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Vermietung 223.474 318.056
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 84.906.266 78.305.465
(davon gegen Gesellschafter € 84.906.266 Vorjahr € 78.305.465)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.163.075 801.049
87.292.815 79.424.570
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.641.751 838.539
Summe Umlaufvermögen 93.736.661 83.963.152
C. Rechnungsabgrenzungsposten 914.519 237.623
Bilanzsumme 308.876.786 295.261.019

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 45.000.000 45.000.000
II. Kapitalrücklage 169.028.318 169.028.318
214.028.318 214.028.318
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.999.157 2.034.368
1.999.157 2.034.368
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 4.550.692 4.015.929
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 172.428 143.497
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 87.864.667 74.646.886
4. Sonstige Verbindlichkeiten 261.525 392.021
92.849.311 79.198.333
Bilanzsumme 308.876.786 295.261.019

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse
aus der Hausbewirtschaftung 27.835.537 29.508.888
27.835.537 29.508.888
2. Erhöhung (Vorjahr Verminderung) des Bestands an unfertigen Leistungen 158.081 -65.282
3. sonstige betriebliche Erträge 1.039 148.946.537
4. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
Aufwendungen für Hausbewirtschaftung -8.614.970 -8.827.019
-8.614.970 -8.827.019
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -4.768.676 -4.833.518
6. sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.951.679 -3.238.085
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.039.610 1.362.237
davon aus verbundenen Unternehmen 3.038.168 € (Vorjahr 1.361.868 €)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.665.457 -785.809
davon an verbundene Unternehmen 1.664.837 € (Vorjahr 779.248 €)
9. Ergebnis nach Steuern 13.033.485 162.067.949
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne - 13.033.485 -162.067.949
11. Jahresergebnis 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Die Swiss Re Germany GmbH hat ihren Firmensitz in der Arabellastraße 30, 81925 München und ist beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 229451 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch, des GmbHG und der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen vom 14. Juni 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 152) geändert wurde, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Anlagevermögen

Grundstücke und Gebäude sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, Gebäude vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen lineare Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren, beizulegenden Wert waren nicht vorzunehmen.

Anlagen im Bau sind zu Teilherstellungskosten bewertet, die bis zum Bilanzstichtag angefallen sind. Die Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten miteinbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen erst mit der Fertigstellung. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei dauernder Wertminderung vorgenommen. Entfällt der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung bzw. für die Wertminderung, ist die Abschreibung aufzuheben.

Umlaufvermögen

Die unfertigen Leistungen, Forderungen aus Vermietung, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Guthaben bei Kreditinstituten (Bankguthaben) sind zum Zugangszeitpunkt mit ihrem Nominalbetrag erfasst.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Auflösung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt zeitanteilig linear.

Eigenkapital

Das Stammkapital und die Rücklagen werden mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen orientiert sich an dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre entsprechend ihrer Restlaufzeit abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die erhaltenen Anzahlungen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Grundstücksgleiche Rechte
a. mit Wohnbauten 236.996.347 80.043 0 0 237.076.390
b. mit Geschäftsbauten 121.445.833 807.593 0 0 122.253.426
c. mit Erbbaurechten Dritter 115.000 0 0 0 115.000
2. Anlagen im Bau 1.086.544 7.046.402 0 0 8.132.946
Summe Sachanlagen 359.643.724 7.934.038 367.577.762
Summe Anlagevermögen 359.643.724 7.934.038 0 0 367.577.762
Kumulierte Abschreibungen
Anfangsbestand 1.1.2023 Zuschreibungen des Geschäftsjahres Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Endbestand 31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
a. mit Wohnbauten 123.704.384 0 2.221.157 0 125.925.541
b. mit Geschäftsbauten 24.879.096 0 2.547.519 0 27.426.615
c. mit Erbbaurechten Dritter 0 0 0 0 0
2. Anlagen in Bau 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 148.583.480 0 4.768.676 0 153.352.156
Summe Anlagevermögen 148.583.480 0 4.768.676 0 153.352.156
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
a. mit Wohnbauten 113.291.963 111.150.849
b. mit Geschäftsbauten 96.566.737 94.826.811
c. mit Erbbaurechten Dritter 115.000 115.000
2. Anlagen in Bau 1.086.544 8.132.946
Summe Sachanlagen 211.060.244 214.225 .606
Summe Anlagevermögen 211.060.244 214.225.606

Erläuterung zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Im Posten Anlagevermögen sind Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Anlagen im Bau enthalten. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Tabelle auf der Seite 17 und 18 dargestellt.

Umlaufvermögen

Im Posten "Unfertige Leistungen" sind in Höhe von 4.802 Tsd. € (Vorjahr 3.700 Tsd. €) noch nicht abgerechnete Betriebskosten enthalten.

Im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die rechtlich erst nach dem Stichtag entstehen.

Die Forderungen aus Vermietung und gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt 45.000.000,00 € eingeteilt zu 45.000.000 Geschäftsanteile im Nennbetrag von je 1 €.

Die Entwicklung der Rücklagen zeigt der folgende Rücklagenspiegel.

Bestand 01.01.2023 Entnahme 2023 Einstellung 2023 Bestand 31.12.2023
Kapitalrücklage 169.028.318 0 0 169.028.318

In den Kapitalrücklagen sind Rücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von 76.989.614 €, gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von 92.000.000 € und gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 38.704 € enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betragen 1.999 Tsd. € (Vorjahr 2.034 Tsd. €) und beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung in Höhe von 13.033 Tsd. € gegenüber Swiss Re Europe S.A. 2 rue Edward Steichen, Luxemburg, und auch Darlehen in Höhe von 74.100 Tsd. € der Swiss Re Europe Holding S.A., Luxemburg, enthalten. Das Darlehen in Höhe von 21.036 Tsd. € ist am 29. November 2029 fällig und wird mit 0,7% p.a. verzinst. Das Darlehen in Höhe von 32.600 Tsd. € ist am 10. Dezember 2030 fällig und wird mit 1,05% p.a. verzinst. Das Darlehen in Höhe von 20.464 Tsd. € ist am 7. Juni 2032 fällig und wird mit 2,43% p.a. verzinst. Die Zinsen werden jährlich bezahlt.

Die anderen ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 27.836 Tsd. € (Vorjahr 29.509 Tsd. €) betreffen Erlöse aus Mieten und Pachten.

Sonstige betriebliche Erträge

Im Geschäftsjahr ergaben sich nur unbedeutende sonstige betriebliche Erträge. Der hohe Vorjahreswert resultierte aus dem Verkauf von zwei Immobilien mit einem Nettoertrag aus dem Abgang in Höhe von 148.946 Tsd €.

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen

Die Aufwendungen für Hausbewirtschaftung reduzierten sich auf 8.615 Tsd. € (Vorjahr 8.827 Tsd. €).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Diese sind auf 2.952 Tsd. € (Vorjahr 3.238 Tsd. €) gesunken und beinhalten vor allem Aufwendungen für Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.972 Tsd. € (Vorjahr 1.914 Tsd. €) und Verwaltungskosten von 940 Tsd. € (Vorjahr 700 Tsd. €).

Nach Gewinnabführung in Höhe von 13.033 Tsd. € ist das Jahresergebnis 0 € (Vorjahr 0 €).

Sonstige Angaben

Bezüge der Gesellschaftsorgane

Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die Geschäftsführer erhalten für ihre Tätigkeit keine Vergütung.

Personal

Auf Grund des zwischen der Swiss Re Europe S.A. und der Swiss Re Germany GmbH abgeschlossenen Service Level Agreements hat die Swiss Re Germany GmbH keine Beschäftigten.

Beteiligungsverhältnisse

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 45.000.000,00 € (fünfundvierzig Millionen Euro) und ist eingeteilt in 45.000.000 Geschäftsanteile im Nennbetrag von je 1 €. Die Swiss Re Europe S.A. hält 100% der Gesellschaftsanteile. Die auf die Geschäftsanteile entfallenden Einlagen wurden durch Formwechsel des bisherigen Rechtsträgers, Swiss Re Germany AG mit Sitz in München, gemäß Formwechselbeschluss vom 28. Oktober 2016 erbracht.

Die Swiss Re Ltd, Zürich, erstellt einen Konzernabschluss, der den Jahresabschluss der Swiss Re Germany GmbH einbezieht. Der Konzerngeschäftsbericht ist als Druckfassung erhältlich bei der Swiss Re AG, Mythenquai 50/60, 8022 Zürich, Schweiz, sowie in elektronischer Form im Internet unter www.swissre.com.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft bürgt für die künftige Zahlung von Erbbauzinsen in Höhe von derzeit 375 Tsd. € jährlich (125 Tsd. € Erbbauzins und 250 Tsd. € Vertragsstrafe), das zugrundeliegende Erbbaurecht hat eine Laufzeit bis Ende 2063. Mit einer Inanspruchnahme ist aus heutiger Sicht nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat in 2022 langfristige Mietverträge über Büroflächen in ihren Objekten abgeschlossen. Aus diesen Mietverträgen bestehen zum 31. Dezember 2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Zusammenhang mit der Gewährung eines Baukostenzuschusses an die Mieter von insgesamt 5,5 Mio. € (2022 11,7 Mio. €)

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

Gesellschaftsorgane

Organe des Unternehmens sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Als Geschäftsführer waren im abgelaufenen Geschäftsjahr bestellt:

Timour Boudkeev

Mitarbeiter der Swiss Re Management Ltd / Schweiz

Thorsten Steinmann

Mitarbeiter der Swiss Re Europe S.A. Niederlassung Deutschland / München (seit 1. April 2023 bis 25. April 2024)

Gregor Weigl

Mitarbeiter der Swiss Re Europe S.A. Niederlassung Deutschland / München

Frank Reichelt

Mitarbeiter der Swiss Re Europe S.A. Niederlassung Deutschland / München (bis 31. März 2023)

 

München, den 26. Juni 2024

Geschäftsführer

Timour Boudkeev

Gregor Weigl

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Swiss Re Germany GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Swiss Re Germany GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Swiss Re Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltuna. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 12. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Konrad Göller, Wirtschaftsprüfer

Oliver Ruoff, Wirtschaftsprüfer

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