Marlok Automotive GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ayoub Khan Mohammed seit 4.6.2024 | Geschäftsführer |
Rashaan Ali Laramore Josey seit 24.5.2023 | Geschäftsführer |
John Patrick III Brosnahan seit 8.5.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bose Holdings Corporation | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bose Automotive GmbHEsslingen am NeckarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24UnternehmensprofilDie Bose Automotive GmbH wurde im August 2004 im Rahmen einer Ausgliederung von der Bose GmbH abgespalten und neu gegründet. Die Bose Automotive GmbH agiert in Europa primär als Vertriebsgesellschaft für die durch den Bose Konzern entwickelten Premium Sound Systeme. In die Entwicklung von Sound-Systemen für alle Fahrzeuggrößen fließt Erfahrung aus mehr als 35 Jahren Forschung, damit der Kunde authentischen Klang auf Live-Konzert-Niveau genießen kann. Die Grundlagen-Forschung bezogen auf Automotive Sound-Lösungen sowie die Kernentwicklung von kritischen Komponenten und neuen Audio- bzw. Noise-Software-Lösungen findet hauptsächlich am Stammsitz von Bose in USA statt. Sowohl der globale Footprint unserer Automotive Kunden als auch die Notwendigkeit der engen Abstimmung der Sound System-Entwicklung mit unseren Kunden während der Fahrzeug-Entwicklungsphase, machen eine lokale Präsenz von Mitarbeitern in diesen Funktionen vor Ort unabdingbar. Daher beschäftigt auch die Gesellschaft in Esslingen 25 Mitarbeiter (Vj. 22) im Bereich Forschung und Entwicklung, hauptsächlich in den Bereichen Projektleitung, Mechanische Entwicklung von Komponenten, Audio und Noise Engineering sowie Software-Entwicklung. Die Gesellschaft bietet ihre Produkte und Dienstleistungen sowohl nationalen als auch internationalen Automobilherstellern an. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und BranchenentwicklungGesamtwirtschaft Am 15. Januar 2024 veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer Pressemitteilung das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das Jahr 2023: demnach fiel nach ersten Berechnungen das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % niedriger aus als im Jahr 2022. Steigende Zinsen, die anhaltende Inflation sowie globale Krisen, wie zum Beispiel der Ukraine-Konflikt mit seinen Folgen, beeinflussten die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2023. Des Weiteren hat eine geringere Nachfrage im In- und Ausland zu einer Stagnation der deutschen Wirtschaft geführt. Auch im Jahr 2023 war das BIP nur um 0,7 % höher als im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. Für das 1. Quartal 2024 veröffentlichte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz lediglich ein preis-, kalender- und saisonbereinigtes Wachstum von 0,2 % gegenüber dem 4. Quartal 2023. Der Anstieg ist auf Bauinvestitionen und Export begründet während der private Konsum weiterhin stagniert. Auch für das gesamte Kalenderjahr 2024 rechnet die Bundesregierung nur mit einem Wachstum von insgesamt 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund nachlassender Inflation und steigenden Reallöhnen ergeben sich jedoch erst Hinweise dass sich die stagnierende Wirtschaft schneller als prognostiziert erholen könnte. Branchenentwicklung im Geschäftsjahr Der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) veröffentliche im Januar 2024 Statistiken zum europäischen Pkw-Markt: im Jahr 2023 wurden circa 12,8 Mio. neue Fahrzeuge zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs um circa 14% gegenüber dem Vorjahr. Dennoch schwächelt die Automotomobilindustrie immer noch und die Zahl der Neuzulassungen 2023 liegt immer noch circa 19 % unter der Marke vom Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. Insbesondere die globalen und wirtschaftlichen Unsicherheiten, sowie gestiegene Energiepreise und Inflation beeinflussten die Nachfrage und das Wachstum negativ. Auch in Deutschland konnte die Automobilindustrie noch immer nicht an das Wachstum vor der Corona-Pandemie anknüpfen. Der VDA berichtet, dass im Jahr 2023 circa 21 % weniger Fahrzeuge zugelassen wurden als im Jahr 2019. Dennoch konnte für das Jahr 2023 ein positives Wachstum an Neuzulassungen von circa 7,0 % verzeichnet werden und beruht zum Teil auf dem Umweltbonus, der aber zum Jahresende 2023 ausgelaufen ist. Im 1. Quartal 2024 wurden laut VDA im Vergleich zum 1.Quartal 2023 zwar circa 4,0 % mehr Fahrzeuge zugelassen dennoch blieben auch im laufenden Kalenderjahr die Anzahl der Neuzulassungen unter dem Niveau vor der Pandemie. Die Neuregistrierungen in den ersten drei Monaten 2024 liegen circa 21,0 % geringer als im 1. Quartal 2019. Der Rückgang im Kalenderjahr 2024 ist insbesondere auf die Beendigung der Förderung von Elektrofahrzeugen für private Haushalte zurückzuführen. Wesentliche Entwicklung des Geschäftsjahres Die Gesellschaft rechnete für das vergangene Geschäftsjahr trotz der vollen Auftragsbücher der Industrie, mit einem lebenszyklusbedingten Rückgang des Umsatzes um -7 % und gleichzeitig wieder mit einem Anstieg der Umsätze um 4 % im darauffolgenden Geschäftsjahr. Ein Erreichen dieser Umsatzziele war vorrangig von der Versorgungslage mit Halbleitern und anderen Vormaterialien abhängig. Aufgrund der konzerninternen Verträge und der Kostenstruktur erwartete die Gesellschaft einen Betriebsgewinn von circa 2 % des Umsatzes vor Steuern. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr hatte die Gesellschaft eine strategisch ausgerichtete Priorisierung ihres Produktportfolios vorgenommen, um die Problematik der Lieferengpässe zu adressieren. Durch die Entspannung in den Lieferketten und der guten Auftragslage konnte die Gesellschaft ein moderates Umsatzwachstum von 2,2 % erzielen. Die Umsätze bezifferten sich zum Geschäftsjahresende auf TEUR 102.014 gegenüber TEUR 99.839 im Vorjahr und liegen über den geplanten Umsätzen. Wie bereits in den Vorjahren sind die Frachtkosten weiterhin auf hohem Niveau und der Materialaufwand stieg um etwa 2,5 %. Die Personalkosten sind aufgrund von Restrukturierung leicht gestiegen konnten aber durch geringere sonstige betriebliche Aufwendungen, insbesondere positive Währungseffekte neutralisiert werden. Der Betriebsgewinn vor Steuern ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 845 gestiegen und beträgt TEUR 2.948 im Geschäftsjahr. Der Jahresüberschuss beziffert sich auf TEUR 2.163 gegenüber TEUR 1.068 im Vorjahr. Die Gesellschaft konnte stets ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und agiert auf Basis seiner Kapitalstruktur ohne Fremdfinanzierung. Des Weiteren ist die Liquidität der Gesellschaft durch die Teilnahme am konzerninternen Cashpool gesichert. Im Berichtsjahr wurde eine steuerliche Außenprüfung durch das Finanzamt durchgeführt. Die Prüfung umfasste die Geschäftsjahre 2020 und 2021. Zum Bilanzstichtag war die Prüfung noch nicht abgeschlossen. Es werden jedoch keine wesentlichen Prüfungsfeststellungen erwartet. Durch einen Übertragungsvertrag vom 27. März 2024 zwischen der Bose Products B.V. und der Bose International BV ist die neue Muttergesellschaft der Gesellschaft die Bose International B.V. (Sitz Rotterdam). Des Weiteren wurde zum Geschäftsjahresende das Darlehen an die vormalige Muttergesellschaft Bose Products B.V. in Höhe von TEUR 11.000 plus aufgelaufenen Zinsen vollständig getilgt. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDer Umsatz und der Betriebsgewinn vor Steuern stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar, die auch für die interne Steuerung verwendet werden. Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren wird die Fehlerhäufigkeit PPM (Parts per Million gelieferter Teile) als nicht finanzieller Leistungsindikator verwendet. Die PPM Quote belief sich im Geschäftsjahr auf 3,8 PPM (Vj. 5,2 PPM). Die Mitarbeiter nehmen regelmäßig an den Online-Schulungen des Bose Konzerns teil, darüber hinaus werden interne Produktschulungsmaßnahmen angeboten. Externe Aus- und Fortbildungsmaßnahmen werden bedarfsgerecht angeboten und gefördert. Außerdem veröffentlicht der Bose Konzern alle zwei Jahre einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht. In den Zwischenjahren wird darüber hinaus ein kurzer aktualisierter Bericht herausgegeben, in dem über die wichtigsten Kennzahlen und Aktivitäten informiert wird. Die Berichte sind auf einer öffentlichen Webseite einsehbar. Bericht zur ErtragslageDie Umsatzerlöse verzeichnen im Geschäftsjahr einen Anstieg um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 102.014 (TEUR 99.839). Erlöse aus dem Geschäft mit Kunden waren circa 1,4% geringer als im Vorjahr. Gegenläufig dazu stiegen die Erlöse aus Konzernumlagen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 258 (Vj. TEUR 2.837) beinhalten im Geschäftsjahr nur Effekte aus der Währungsumrechnung (Vj. 1.255) die zum Jahresende mit der Muttergesellschaft vollständig verrechnet werden. Im Vorjahr war in den sonstigen betrieblichen Erträgen einmalig der Effekt aus der erstmaligen Bewertung der Rückdeckungsversicherungen für Pensionsansprüche nach IDW RH FAB 1.021 in Höhe von TEUR 1.115 enthalten. Der Materialaufwand beträgt TEUR 77.127 und ist TEUR 1.993 geringer als im Vorjahr. Der Rückgang des Materialaufwands von circa 2,5 % ist in direkter Proportion zum Rückgang der Kundenumsätze. Der Personalaufwand beziffert sich im Geschäftsjahr auf TEUR 8.170 und liegt ca. TEUR 1.849 über den Kosten im Vorjahr. Der Anstieg beruht auf einem leichten Anstieg in der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 50 im Vorjahr auf 54 im Geschäftsjahr. Darüber hinaus gab es TEUR 1.068 in Aufwendungen für Abfindungen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 368 auf TEUR 390 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 14.081 und sind somit 7,5 % niedriger als im Vorjahr (TEUR 15.228). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Währungseffekte zurückzuführen die zum Jahresende mit der Muttergesellschaft vollständig verrechnet werden. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge betrugen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus für kurzfristige Kapitalanlagen und Zinsen aus einem Darlehen an verbundene Unternehmen TEUR 612 im Geschäftsjahr gegenüber TEUR 653 im Vorjahr. Zinsen und ähnliche Aufwendungen reduzierten sich im Geschäftsjahr von TEUR 189 im Vorjahr auf TEUR 168 und resultieren aus Zinsaufwendungen für Pensionen. Im Geschäftsjahr sind Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 785 (Vj. TEUR 1.035) angefallen. Der Betriebsgewinn vor Steuern beträgt im Geschäftsjahr TEUR 2.948 (Vj. TEUR 2.103). Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr TEUR 2.163 gegenüber TEUR 1.068 im Vorjahr. Bericht zur Finanz- und VermögenslageDie Bilanzsumme beträgt zum Stichtag TEUR 43.273 (Vj. TEUR 55.109) und besteht auf der Aktivseite im Wesentlichen aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 24.686 (Vj. TEUR 21.475), Bankguthaben in Höhe von TEUR 11.437 (Vj. TEUR 15.758), sowie Vorräten in Höhe von TEUR 5.992 (Vj. TEUR 5.812). Im Vorjahr betrugen die Ausleihungen an verbundene Unternehmen TEUR 11.000. Das Darlehen wurde zum Geschäftsjahresende vollständig abgelöst und begründet im Wesentlichen den Rückgang in der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen ist von TEUR 12.004 im Vorjahr auf TEUR 1.138 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Ablöse der Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 11.000. Die Vorräte beziffern sich im Geschäftsjahr auf TEUR 5.992 (Vj. TEUR 5.812) und sind stichtagsbedingt um circa 3,1 % höher als im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beziffern sich auf TEUR 13.361 (Vj. TEUR 16.337) und sind um allgemeine und besondere Ausfallrisiken angemessen berichtigt. Der Rückgang ist im Wesentlichen stichtagsbedingt. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 3.234 (Vj. TEUR 385) und resultieren im Geschäftsjahr Wesentlichen aus Forderungen in Höhe von TEUR 2.362 aus Transferpricing. Im Vorjahr waren in diesem Posten Zinsforderungen aus einem Darlehen gegenüber der Gesellschafterin enthalten. Das Darlehen und aufgelaufene Zinsen wurden zum Ende des Geschäftsjahres vollständig abgelöst. Der Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" beinhaltet im Wesentlichen die Rückdeckungsversicherung für Pensionsverpflichtungen sowie Steuerforderungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von TEUR 4.752 im Vorjahr auf TEUR 8.091 im Geschäftsjahr. Die Veränderung im Geschäftsjahr beruht im Wesentlichen auf einem Anstieg von TEUR 3.307 an Steuer- und Zollerstattungsansprüchen. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich von TEUR 15.758 im Vorjahr auf TEUR 11.437 im Geschäftsjahr. Diese Kassenbestände sind im Wesentlichen Konten in USD. Der Rückgang beruht darauf, dass im Geschäftsjahr Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen bevorzugt in USD beglichen wurden. Im Gegenzug hat sich die Verbindlichkeit gegenüber dem EURO Cashpool zum Vorjahr um TEUR 1.615 verringert. Die Passivseite der Bilanz ist im Wesentlichen durch den Jahresüberschuss und das Eigenkapital gekennzeichnet. Das Eigenkapital hat sich von TEUR 24.040 im Vorjahr um den Geschäftsjahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.163 auf TEUR 26.203 erhöht. Am Bilanzstichtag beziffert sich die Eigenkapitalquote auf 60,55 % gegenüber 43,62 % im Vorjahr. Die Rückstellungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 13.021 gegenüber TEUR 16.302 im Vorjahr und beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen TEUR 7.204 (Vj. TEUR 6.913), ausstehende Rechnungen und rückwirkende Preisanpassungen in Höhe von TEUR 3.907 (Vj. TEUR 8.563), sowie Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 1.911 (Vj. TEUR 647). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um TEUR 211 höher als im Vorjahr und beziffern sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.219 gegenüber TEUR 1.007 im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind am Bilanzstichtag um TEUR 10.300 niedriger als im Vorjahr und betragen zum Jahresende TEUR 2.628 (Vj. TEUR 12.928). Die Veränderung in diesem Saldo wird am Jahresende wesentlich durch die konzerninternen Weiterverrechnungen beeinflusst. Im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr bestand die Verbindlichkeit im Wesentlichen gegenüber der Muttergesellschaft für Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus hat sich die Verbindlichkeit gegenüber dem EURO Cashpool zum Vorjahr um TEUR 1.615 verringert. Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 202 gegenüber TEUR 831 im Vorjahr. Dieser Posten beinhaltet diverse Steuerverbindlichkeiten. Die Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden von der Geschäftsführung als stabil eingeschätzt. Der Cashflow aus dem operativen Geschäft verzeichnete einen Abfluss von TEUR 14.797. Für Investitionen wurde ein Mittelabfluss von TEUR 524 verzeichnet. Aus Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelzufluss von TEUR 11.000. Somit hat sich der Finanzmittelbestand insgesamt um TEUR 4.320 verringert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war jederzeit eine ausreichende Liquidität gegeben. Die Gesellschaft konnte stets ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und agiert auf Basis ihrer Kapitalstruktur ohne Fremdfinanzierung. Des Weiteren ist die Liquidität der Gesellschaft durch die Teilnahme am konzerninternen Cashpool gesichert. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des UnternehmensDie Gesellschaft rechnete für das vergangene Geschäftsjahr trotz der vollen Auftragsbücher der Industrie, mit einem lebenszyklusbedingten Rückgang des Umsatzes um -7 %. Aufgrund der konzerninternen Verträge und der Kostenstruktur hatte die Gesellschaft einen Betriebsgewinn vor Steuern von circa 2 % des Umsatzes vor Steuern erwartet. Insbesondere die Versorgungslage mit Halbleitern und anderen Vormaterialien ist für das Erreichen der geplanten Umsatzziele von großer Relevanz. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gesellschaft eine strategisch ausgerichtete Priorisierung ihres Produktportfolios vorgenommen, um die Problematik der Lieferengpässe zu adressieren. Durch die Entspannung in den Lieferketten und der guten Auftragslage konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr ein moderates Umsatzwachstum von 2,2 % erzielen. Die Umsätze bezifferten sich zum Geschäftsjahresende auf TEUR 102.014 gegenüber TEUR 99.839 im Vorjahr. Die Personalkosten sind aufgrund von Restrukturierung leicht gestiegen konnten aber durch geringere sonstige betriebliche Aufwendungen, insbesondere positive Währungseffekte neutralisiert werden. Der Betriebsgewinn vor Steuern beziffert sich auf 2,46% (Vj. 1,64%) vom Umsatz. Aufgrund von Transferpreisanpassungen wird normalerweise ein Betriebsgewinn von circa 2,25% erwartet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 845 gestiegen und beträgt TEUR 2.948 im Geschäftsjahr. Der Jahresüberschuss beziffert sich auf TEUR 2.163 gegenüber TEUR 1.068 im Vorjahr. Die Gesellschaft konnte stets ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und agiert auf Basis seiner Kapitalstruktur ohne Fremdfinanzierung. Des Weiteren ist die Liquidität der Gesellschaft durch die Teilnahme am konzerninternen Cash pool gesichert. Die Bruttomarge für das Geschäftsjahr beträgt 24,65 % und liegt damit über dem Vorjahr (23,59 %). Die Gesellschaft hat langfristige Verträge mit ihren Kunden, die Auftragslage ist insgesamt stabil und das Kundenportfolio konnte erweitert werden. Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage entsprach den Erwartungen. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage des Unternehmens in Anbetracht des wirtschaftlichen Umfeldes als zufriedenstellend. PersonalDer Personalbestand der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr von anfänglich 53 auf 58 Mitarbeiter zum Bilanzstichtag leicht erhöht. Risiko- und ChancenberichtDas Risikomanagement der Bose Automotive GmbH hat das Ziel, die vielfältigen und mit der Geschäftstätigkeit untrennbar verbundenen Risiken frühestmöglich zu identifizieren und zu minimieren bzw. nach Möglichkeit vollständig zu vermeiden. Unternehmerische Risiken werden bewusst nur dann eingegangen, wenn diese überschaubar sind und zum erwarteten Nutzen aus der Geschäftstätigkeit in einem angemessenen Verhältnis stehen. Die wesentlichsten Risiken sind Markt- und Kundenrisiken, Wechselkursrisiken sowie Qualitäts- und Lieferrisiken. Das Unternehmen ist zertifiziert nach TS/16949. Damit ist sichergestellt, dass ein Teil der Unternehmensprozesse klar definiert sind und regelmäßig auf Risiken untersucht werden. Die Unternehmensführung wird sachgerecht, zeitnah und regelmäßig über die Entwicklung der Kennzahlen für diese Prozesse informiert. Insbesondere Qualitäts- und Lieferrisiken werden durch die jährliche Auditierung der nach TS/16949 gestalteten Kontrollen und Prozesse reduziert. So werden frühzeitig mögliche Qualitätsmängel bereits im Laufe der Entwicklung und auch während der Produktion erkannt und effizient behoben. Mögliche Lieferengpässe können zu empfindlichen Vertragsstrafen führen. Diesen Risiken wird mit entsprechenden Sicherheitsbeständen begegnet, um eine Lieferfähigkeit auch in Engpasssituationen bei der Beschaffung zu gewährleisten. Während fast alle Kosten für das Unternehmen in Euro anfallen, fakturiert die Bose Automotive GmbH einen großen Anteil des Umsatzes in US-Dollar. Daraus resultieren entsprechende Wechselkurseffekte. Außerdem sieht sich die Gesellschaft wie ihre Wettbewerber auch den Risiken der allgemeinen Marktentwicklung gegenüber, die sich entsprechend negativ auf die Auftragslage auswirken können. Die allgemeinen Marktentwicklungen könnten auch beeinflussen, dass neue Ausschreibungen nicht gewonnen werden können. Darüber hinaus bestehen auch konkrete Kundenrisiken, wie z.B. die Partizipation an der Negativentwicklung eines Kunden oder des Verlusts von Aufträgen für einzelne Plattformen. Dieses Risiko wird durch eine gesunde Diversifizierung im Kundenportfolio, die Durchführung absatzfördernder Maßnahmen, kundenspezifische Entwicklungen und Neuaufträge minimiert. Die derzeit stagnierende Entwicklung der Wirtschaft und der Automobilmärkte ist eine Herausforderung für die Gesellschaft. Da die Bose Automotive GmbH aber Kunden im Premiumsegment bedient gibt es moderate Chancen für weiteres Wachstum. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte sichert einerseits und ermöglicht anderseits Wachstumschancen. Langfristige strategische Chancen bieten neue Technologien, die im Gesamtmarkt positiv aufgenommen werden. Dazu zählen insbesondere diverse Aspekte der Soundentwicklung bei Ausstattung von Elektrofahrzeugen, Smart Fahrzeugen mit Streaming Diensten und Anbindungen an Social Media, sowie individuelle Sprachsteuerung und Entertainment in Fahrzeugen. Darüber hinaus ergeben sich Chancen durch Synergien in der Architektur der Soundsysteme. Unvorhersehbare Ereignisse könnten jedoch die konjunkturelle Entwicklung und damit auch die Absatzchancen gegebenenfalls rasch wieder eintrüben. Der weltweite Wettbewerb um knappe Rohstoffe für Elektro- und Hochtechnologiebranchen wie seltene Erden sowie Halbleitern und Verzögerungen in den Lieferketten können das wirtschaftliche Umfeld negativ beeinflussen. Des Weiteren sind die globalen Lieferbeziehungen und Energiemärkte durch den immer noch anhaltenden Ukraine-Russland Konflikt stark belastet. Steigende Energiepreise, steigende Zinsen und Inflation führen nicht nur zu höheren Kosten bei Herstellern, sondern wirken sich wesentlich auf das Verbraucherverhalten aus. Wie stark die anhaltende Beeinträchtigung durch diese Faktoren auch weiterhin ausfallen wird, lässt sich derzeit für das Unternehmen schwer abschätzen. Jedoch gibt es erste Anzeichen, dass sich die stagnierende Wirtschaft schneller als prognostiziert erholen könnte. Unter Beachtung aller derzeit bekannten Gegebenheiten und Fakten liegen derzeit keine Risiken vor, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bose Automotive GmbH wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen können oder gar den Fortbestand des Unternehmens in einem absehbaren Zeitraum gefährden. PrognoseberichtBranchenentwicklung Laut einer Veröffentlichung von Statista im April 2024 hat die Bundesregierung die ursprüngliche Wachstumsprognose von 1,3% für das Kalenderjahr 2024 revidiert und erwartet nun lediglich ein Wachstum von insgesamt 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund nachlassender Inflation und steigenden Reallöhnen ergeben sich jedoch erste Hinweise, dass sich die stagnierende Wirtschaft schneller als prognostiziert erholen könnte. Die stagnierende Wirtschaft wirkt sich auch auf die Automobilbranche aus. Auf der VDA-Pressekonferenz im Januar 2024 wurde vom VDA-Chefvolkswirt Dr. Manuel Kallweit für die PKW-Inlandsproduktion keine Veränderung zum Vorjahr erwartet, sondern "eine Seitwärtsbewegung +/- 0 Prozent" erwartet. Laut VDA-Präsidentin Hildegard Müller liegt "der Fokus auf der Transformation, insbesondere der Elektromobilität inklusive Batterietechnik, dem autonomen Fahren sowie der Digitalisierung". Um dies erfolgreich umzusetzen sind Investitionen notwendig. Darüber hinaus müsse aber auch die Politik entsprechende Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie verbessern. Geschäftsentwicklung 2024/2025 Die Automobilindustrie befindet sich aufgrund der zunehmenden Digitalisierung, der Umstellung auf nicht fossile Antriebe und weiterer technischer Entwicklungen in einer der größten und schnellsten Transformationen Ihrer Geschichte. Die Gesellschaft hat volle Auftragsbücher und konnte bestehende Verträge verlängern bzw. das Kundenportfolio erweitern. Die Gesellschaft rechnet daher mit einem moderaten Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Analog zu den Vorjahren werden Verfügbarkeit von Halbleitern und anderen Vormaterialien Einfluss auf die Erreichung des Umsatzzieles haben. Aufgrund konzerninterner Verträge und einer stabilen Kostenstruktur erwartet die Gesellschaft, dass der Betriebsgewinn vor Steuern circa 2.25 % des Umsatzes betragen wird. Wesentliche Voraussetzung für die Umsatzprognose sind zudem die Erweiterung des Kundenportfolio und die Sicherung neuer Ausschreibungen von Automobilherstellern. Die fortschreitende Digitalisierung im Automobilbau im Allgemeinen, aber insbesondere auch im Premium-Sound-Bereich und Infotainment spielen weiterhin eine wesentliche Rolle. So werden Software-Lösungen und -Features im sogenannten "In-Cabin-Entertainment" und "Road Noise Cancellation" weiterentwickelt, um Chancen für Diversifizierung und Umsatzwachstum zu generieren.
Esslingen, den 30. August 2024 Die Geschäftsführung
Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Handelsregister Stuttgart HRB 214613 Anhang für das Geschäftsjahr 2023/24I. Anwendung der gesetzlichen VorschriftenGliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss der Bose Automotive GmbH ist unter Anwendung der Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Die Vorschriften des GmbHG wurden beachtet. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB. Daher sind die Vorschriften für große Gesellschaften anzuwenden. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Bose Automotive GmbH mit Sitz in Esslingen am Neckar im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 214613 eingetragen. Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt am 1. April eines Kalenderjahres und endet am 31. März des Folgejahres. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Anlagegüter liegt zwischen drei und vierzehn Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen im Übrigen zeitanteilig. Die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sind zum Nennwert bzw. den Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von notwendigen Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dauernder Wertminderung, angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Allgemeine und besondere Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Die Rückdeckungsversicherungen, die in den sonstigen Vermögensgegenständen bilanziert sind, wurden unter Berücksichtigung des sogenannten Passivprimats mit dem Erfüllungsbetragsverfahren gemäß IDW RH FAB 1.021 bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die Positionen des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden im Geschäftsjahr nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,79 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden im Geschäftsjahr mit 3,80 % (Vj. 3,80 %), erwartete Rentensteigerungen mit 2 % (Vj. 2,00 %) berücksichtigt. Durch die Neuregelung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB (Verwendung eines 10-Jahres-Durchschnitts) sind die Pensionsrückstellungen um TEUR 51 niedriger angesetzt als bei Verwendung des bisherigen, auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnitts ermittelten Diskontierungszinssatzes. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Langfristige Rückstellungen mit Laufzeit länger 1 Jahr wurden mit einem Zinssatz der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastungen- und Steuerentlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (29,83 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz bewertet und nicht abgezinst. Zum Ende des Geschäftsjahres ergibt sich eine aktive latente Steuer aus den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen. Die Aktivierung dieser aktiven latenten Steuer unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Die Passivierung latenter Steuern erfolgt gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB. Auf den Ansatz dieser wurde aufgrund des ausgeübten Aktivierungswahlrechts nach §274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Davon-Vermerke Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungskursdifferenzen. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Vorräte Im Geschäftsjahr bezifferten sich die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen auf TEUR 591 (Vj: TEUR 1.226) und die Handelswaren auf TEUR 5.401 (Vj: TEUR 4.587). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Letztere betreffen in Höhe von TEUR 3.234 (Vj. TEUR 84) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 301) Forderungen aus Zinsen. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung der Pensionsansprüche aus der betrieblichen Altersvorsorge in Höhe von TEUR 3.985 (Vj. TEUR 3.819) enthalten, welcher kein verrechnungsfähiges Vermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 1. Halbsatz HGB darstellt. Die Versicherung hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Des Weiteren sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Steuerforderungen von TEUR 2.986 (Vj. TEUR 629) sowie noch nicht weiterberechnete Werkzeug- und Entwicklungskosten von TEUR 137 (Vj. TEUR 270) enthalten. Der Anstieg der Steuerforderungen resultiert im Wesentlichen aus einer Steuererstattung für Vorjahre. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten TEUR 0 (Vj. TEUR 301) gegenüber der direkten Gesellschafterin. Aktive latente Steuern Es wurden zum Bilanzstichtag keine aktiven latente Steuern angesetzt. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 50. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 4.933. Der Vorjahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.068 wurde in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Der Gewinnvortrag hat sich daher gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.068 auf TEUR 19.057 erhöht. Zum Bilanzstichtag 31. März 2024 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Preisanpassungen in Höhe von TEUR 3.103 (Vj. EUR 8.109), für ausstehende Rechnungen TEUR 804 (Vj. TEUR 634) sowie personalbezogene Rückstellungen TEUR 1.911 (Vj. TEUR 647) gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Dritten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beinhalten TEUR 0 (Vj. TEUR 5.832) gegenüber der direkten Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beinhalten TEUR 2.352 aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 276 gegenüber dem Europool. Es existieren keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 202 (Vj. TEUR 832) enthalten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Produkten und Regionen wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Vorjahr einen Ertrag in Höhe von TEUR 1.115 aus der erstmaligen Bewertung der Rückdeckungsversicherungen für Pensionsansprüche nach IDW RH FAB 1.021. Im Berichtsjahr sind nur Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 258 (VJ: TEUR 1.255) enthalten. Die Effekte aus der Währungsumrechnung werden zum Jahresende mit der Muttergesellschaft vollständig verrechnet. Der Materialaufwand beziffert sich auf TEUR 77.127 (Vj. TEUR 79.120) und beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Handelswaren. Kosten für die Handhabung von Handelswaren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die s onstige n betriebliche n Aufwendungen in Höhe von TEUR 14.081 (Vj. TEUR 15.278) resultierten im Wesentlichen aus Weiterbelastungen im Konzern TEUR 10.243 (Vj. TEUR 10.467), Rechts- und Beratungskosten TEUR 862 (Vj. TEUR 597), Kosten für Prototypen TEUR 858 (Vj. TEUR 561), Personalbezogene Kosten TEUR 135 (Vj. TEUR 341) sowie IT Kosten TEUR 390 (Vj. TEUR 300). Des Weiteren sind im Berichtsjahr Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 264 (Vj. TEUR 264) enthalten. Die Effekte aus Währungsumrechnung werden zum Jahresende mit der Muttergesellschaft vollständig verrechnet. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beziffern sich auf TEUR 785 (Vj. TEUR 1.035). Im Vorjahr beinhaltete der Posten EUR 268 für Anpassungen aus Vorjahren. Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz, welches für Wirtschaftsjahre ab 2024 in Kraft getreten ist, können zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellungen noch nicht hinreichend abgeschätzt werden. Ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage ist aber nicht zu erwarten. V. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen im Geschäftsjahr 2023/24 insgesamt TEUR 152. Darin enthalten sind Verpflichtungen der Gesellschaft aus einem Mietvertrag von jährlich TEUR 150. Der Mietvertrag ist mit einer Frist von 12 Monaten zum Kalenderjahresende kündbar. Zusätzlich sind Tiefgaragenstellplätze angemietet für die jährlich Kosten in Höhe von TEUR 2 entstehen. Diese sind 4 Wochen zum Monatsende kündbar. Die jährlichen Verpflichtungen aus externen Dienstleistungs- und Beratungsverträgen belaufen sich auf TEUR 205. Die Kündigungsfristen der Verträge betragen jeweils sechs Monate. Angaben über das Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB) Das vom Abschlussprüfer für im Geschäftsjahr 2023/2024 erbrachte Leistungen berechnete Honorar beläuft sich auf TEUR 76 (Vj. TEUR 68). Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Mitglieder der Geschäftsführung Während des Geschäftsjahres 2023/24 waren folgende Personen als Geschäftsführer bestellt:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da kein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält. Gewinnverwendungsvorschlag Der Gewinnvortrag hat sich um den Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von TEUR 1.068 erhöht. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernabschluss und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Bose Internation B.V., Rotterdam, Niederlande, und steht daher mit Ihrer Gesellschafterin sowie deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis. Der Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis wird von der Bose Products B.V., Rotterdam, Niederlande, erstellt. Der Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis wird von der Bose Corporation, The Mountain, Framingham, Massachusetts, USA, erstellt. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. VI. NachtragsberichtEs lagen keine weiteren berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.
Esslingen, den 30. August 2024 John
Patrick Brosnahan III
Rashaan
Ali Laramore Josey
Ayoub
Mohammed
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/24
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bose Automotive GmbH, Esslingen am Neckar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bose Automotive GmbH, Esslingen am Neckar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bose Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 30. August 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Denis Etzel, Wirtschaftsprüfer ppa. Ann-Marie Keller, Wirtschaftsprüferin
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