Eiscafé Reo GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kentaro Nagase seit 25.4.2024 | Geschäftsführer |
Heinrich Lüdeke seit 5.5.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Nagase & Co., Ltd. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NAGASE (EUROPA) GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NAGASE (EUROPA) GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NAGASE (EUROPA) GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NAGASE (EUROPA) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 25. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Moritz Mell, Wirtschaftsprüfer Dr. Thorsten Burg, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024Allgemeine Hinweise Sitz der NAGASE (EUROPA) GmbH ist Düsseldorf. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 15281 im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft wurden, sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 und bis zum 31. Dezember 2017 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 % p.a. im Jahr des Zugangs und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert und zu gleitenden Durchschnittspreisen angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die latenten Steuern resultieren aus unrealisierten Kursgewinnen und -verlusten aus der Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Der Steuersatz beträgt ca. 31 %. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die Bilanzposten der in britischen Pfund geführten Bücher der Niederlassung London/ Großbritannien wurden zum Stichtagskurs von GBP 1 = EUR 1,1586. umgerechnet und die Bilanzposten der in ungarischen Forint geführten Bücher der Niederlassung Budapest/Ungarn wurden zum Stichtagskurs von HUF 1 = EUR 0,0026 umgerechnet. Die Umrechnung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte zum Durchschnittskurs für das Geschäftsjahr 1. April 2023 bis 31. März 2024 von GBP 1 = EUR 1,1695 und HUF 1 = EUR 0,0025. Im Geschäftsjahr 2023/2024 ergab sich aus der Einbeziehung der britischen und ungarischen Zweigniederlassung in den in Euro aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft ein Wechselkursverlust von TEUR 11. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 2.912; Vorjahr TEUR 3.633) bestehen im Wesentlichen gegen die Alleingesellschafterin Nagase & Co., Ltd., Osaka/Japan (TEUR 2.733; Vorjahr TEUR 3.437), und resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Bilanzgewinn Überleitung des Bilanzgewinns:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungskosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Mitarbeiterboni gebildet. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 16.350; Vorjahr TEUR 13.786) betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr und bestehen in Höhe von TEUR 14.247 (Vorjahr: TEUR 13.58), gegenüber der Alleingesellschafterin Nagase & Co., Ltd., Osaka/Japan. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die zukünftigen Aufwendungen für Miet- und Leasingverträge belaufen sich insgesamt auf TEUR 1.458. Die Verträge laufen bis September 2029. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Wechselkursgewinne und Versicherungserstattungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Kursverlusten, Ausgangsfrachten und Beratungsaufwendungen. Sonstige Angaben Geschäftsführung Geschäftsführer sind:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 56. Konzernverhältnisse Die Nagase & Co., Ltd., Osaka/Japan, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Prüfungs- und Beratungshonorare Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt:
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es wurde konzernintern beschlossen, dass die Niederlassung in der Türkei, die derzeit von der Nagase (Singapore) Pte Ltd., Singapur, betrieben wird, von der NAGASE (EUROPA) GmbH übernommen werden soll. Die Übertragung und die damit verbundenen vertraglichen Grundlagen sind in Vorbereitung und werden voraussichtlich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 abgeschlossen sein. Darüber hinaus haben sich keine nennenswerten Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben. Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Düsseldorf, 6. Juni 2024 NAGASE (EUROPA) GmbH gez. Heinrich Lüdeke, Geschäftsführer gez. Kentaro Nagase, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024Gesellschaft und Tätigkeit des Unternehmens Wir sind eine 100%ige Tochtergesellschaft der Nagase & Co., Ltd., Osaka/Japan. Unser Hauptgeschäft liegt im Handel mit pharmazeutischen Produkten, Rohstoffe für die Chemie-, Druck- und Papierindustrie, Enzyme für die Lebensmittelherstellung, Kosmetikrohstoffe und kundenspezifische Kunststoffe und Harze für die Automobil- und Halbleiterindustrie. Wir importieren und verkaufen diese Produkte an Kunden in ganz Europa und exportieren diese EU-Produkte nach Japan und Asien. Unselbstständige Betriebsstätten befinden sich in:
Markt- und Geschäftsentwicklung Für das Geschäftsjahr 2023/2024 hat die Gesellschaft das Budget aufgrund der geringeren Nachfrage der Kunden, insbesondere nach Grundprodukten der chemischen Industrie, und der stagnierenden Nachfrage in der Elektronikindustrie im Laufe des Jahres revidiert, was zu einer revidierten Umsatzprognose von TEUR 105.322 und einer revidierten Prognose für das Betriebsergebnis von TEUR 3.204 auf der Grundlage der Ergebnisse der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2023/2024 führte. Der Gesamtumsatz lag um 4 % über der revidierten Umsatzprognose, während das Betriebsergebnis mit TEUR 3.629 die angepasste Planung um TEUR 425 bzw. 13 % übertraf. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Umsatz von TEUR 133.942 auf TEUR 109.755, was vor allem auf die gesunkene Nachfrage nach Materialien in den Bereichen Farben & Imaging um TEUR 11.934, Funktionsmaterialien um TEUR 3.069, und Electronics um TEUR 419 zurückzuführen ist. Der Umsatz im Bereich Cosmetics ist hingegen um TEUR 1.435 gestiegen. Der Umsatz mit pharmazeutischen Produkten verringerte sich um TEUR 9.252 aufgrund der Umstellung des Vertriebswegs eines Geschäfts auf Provisionen. Der Umsatz im Bereich Food sank um TEUR 999 aufgrund einer geringeren Nachfrage nach Enzymen für Lebensmittelanwendungen. Der Umsatz im Bereich Mobility/Automotive sank um TEUR 108. Das Segment Pharmazeutische Produkte, das rund 27 % unseres gesamten Produktumsatzes ausmacht, ist das größte Segment in diesem Geschäftsjahr. Das Geschäft mit Farben und Chemikalien ist in Farben & Imaging und Funktionsmaterialien unterteilt. Die ehemals von uns belieferte Thermopapier- und Verpackungsindustrie mit Farbbildnern, Entwicklern und Additiven macht in diesem Geschäftsjahr nur rund 19 % unseres gesamten Produktumsatzes aus. Veredlungschemikalien und Spezialchemikalien dominieren den Funktionsmaterialbereich und machen etwa 17 % unseres Gesamtumsatzes in diesem Geschäftsjahr aus. Unser Umsatz im Geschäftsbereich Mobility/Automotive, in dem wir unsere Produkte an Zulieferer der Automobilindustrie verkaufen, macht in diesem Geschäftsjahr rund 16 % unseres gesamten Produktumsatzes aus. Unser Umsatz im Geschäft mit Rohstoffen für die Kosmetikindustrie macht in diesem Geschäftsjahr rund 9 % unseres gesamten Produktumsatzes aus. Das Elektronikgeschäft, in dem wir unsere Produkte an Halbleiterhersteller verkaufen, die Chips für die Automobil- und Leistungsindustrie fertigen, macht in diesem Geschäftsjahr etwa 6 % unseres gesamten Produktumsatzes aus und ist unser fünftgrößtes Segment. Unsere Umsätze mit Enzymen (Food) machen ca. 5 % der gesamten Umsätze mit Produkten in diesem Geschäftsjahr aus. Die Rohertragsquote im Verhältnis zum Verkauf von Produkten in Höhe von 11,6 % stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 %, hauptsächlich weil neu gewonnene Geschäfte in der Mobilitätsindustrie im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen und die Änderung der Geschäftsroute in einem Teil des Pharmageschäfts, das aufgrund der Entscheidung des Lieferanten eine geringere Rentabilität vom Direktversand bis zur Provision aufwies, zu einer höheren Rohertragsquote führten. Unser Rohertrag (Umsatz abzüglich Materialaufwand) beträgt TEUR 12.750 und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 297. Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 5.710. Der Anstieg um TEUR 405 ist primär auf zwei Punkte zurückzuführen. Zum einen auf die jährlichen Gehalterhöhungen, die durch die Inflation in diesem Jahr etwas höher ausgefallen sind als in den vorherigen Jahren und durch einen zusätzlichen Inflationsausgleich an alle Mitarbeiter ergänzt wurde. Zum anderen hat uns die steigende Fluktuation am Arbeitsmarkt und der Fachkräftemangel stark getroffen, wodurch die Einstiegsgehälter für neu geschaffene Stellen und Wiederbesetzungen deutlich höher ausgefallen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 5.263. Der Rückgang um TEUR 861 im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Währungsverluste zurückzuführen (2023/24: TEUR 1.561, Vorjahr: TEUR 2.398). Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 1.898. Der Rückgang um TEUR 1.093 ist im Wesentlichen auf geringere Währungsgewinne zurückzuführen (2023/24: TEUR 1.398, Vorjahr: TEUR 2.397). Im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs des Rohertrags beträgt unser Ergebnis vor Steuern TEUR 3.605 (Vorjahr: TEUR 3.891) und unser Konzernergebnis TEUR 2.443 (Vorjahr: TEUR 2.629). Insgesamt konnten wir mit diesem Ergebnis unser revidiertes Budget für das Geschäftsjahr 2023/2024 übertreffen: Wir planten ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 3.084 und einen Jahresüberschuss von TEUR 2.013. Der Umsatz unserer britischen Betriebsstätte sank aufgrund der geringeren Nachfrage in der Mobilitätsbranche von TEUR 349 auf TEUR 276, und der Nettoverlust stieg von TEUR -19 auf TEUR -51. Die Betriebsstätte in Frankreich trug mit einem Jahresüberschuss von TEUR 32 und die Betriebsstätte in Ungarn mit einem Jahresüberschuss von TEUR 14 zum Ergebnis bei. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage ist durch eine Eigenkapitalquote von 45,4 % (Vorjahr: 43,3 %) gekennzeichnet. Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus dem Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und insbesondere aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Muttergesellschaft Nagase & Co., Ltd., Osaka/Japan, sowie einem kurzfristigen Bankdarlehen in Fremdwährung in Höhe von TEUR 934 zum Ausgleich der Fremdwährungsposition der Gesellschaft. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem am 31. März 2023 endenden Geschäftsjahr um TEUR 3.657 oder 9,9 % auf TEUR 40.711. Der Anstieg der Aktiva ist im Wesentlichen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 16.244; Vorjahr: TEUR 11.926) zurückzuführen, die hauptsächlich auf das zum Ende des GJ 2023/2024 verzeichnete hohe Umsatzvolumen im Zusammenhang mit Kunden in der pharmazeutischen Industrie zurückzuführen sind, das im gleichen Zeitraum des Geschäftsjahres 2022/2023 nicht vorlag. Die sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um TEUR 1.375, was hauptsächlich auf die nicht abgerechnete Einfuhrumsatzsteuererstattung zurückzuführen ist. Das Eigenkapital erhöhte sich um TEUR 2.443 im Wesentlichen aufgrund der Verschiebung der Dividendenausschüttung (Geschäftsjahr 2021/2022: TEUR 1.009, Geschäftsjahr 2022/2023 EUR 0) aufgrund des Auslaufens der Quellensteuerbefreiung und des Verlängerungsantrags. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um TEUR 2.564 aufgrund eines hohen Einkaufsvolumens im Zusammenhang mit einem Kunden aus der pharmazeutischen Industrie, das im Geschäftsjahr 2023/2024 erfasst wurde und im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht eintrat. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um TEUR 506 aufgrund der Reduzierung der Fremdwährungsposition in US Dollar. Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung Die wesentlichen Risiken, denen die NAGASE (EUROPA) GmbH ausgesetzt ist, sind Wechselkursrisiken und Risiken aus Veränderungen der Marktbedingungen in Bezug auf Kunden und Lieferanten. Grundsätzlich werden Wechselkursrisiken dadurch vermieden, dass die Ein- und Verkäufe für einen Großteil unseres Geschäfts jeweils in der gleichen Währung erfolgen. Für alle Fremdwährungen versuchen wir den gleichen Fremdwährungsbetrag in Aktiva und Passiva zu halten, um Wechselkursrisiken in der Bilanz zu vermeiden. Andererseits verzeichneten wir Wechselkurseffekte aufgrund zeitlicher Unterschiede bei der Begleichung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Es ist unser Ziel, diese Effekte in künftigen Perioden weitestgehend zu reduzieren. Auf der Kundenseite holen wir als Standardprozedere regelmäßig Kreditauskünfte ein. Darüber hinaus sind für die meisten unserer Kunden (90 % bis Dezember 2023 und 80 % der Forderungen ab Januar 2024) durch eine Kreditversicherung abgedeckt. Unsere Lieferungen erhalten wir überwiegend von unserer Muttergesellschaft Nagase & Co., Ltd., Osaka, Japan. Da Nagase Japan ebenfalls eine Handelsgesellschaft ist, besteht das Risiko, dass die Hersteller in Japan versuchen könnten, den Zwischenhändler in der Wertschöpfungskette zu eliminieren. Daher versuchen wir, stabile und verlässliche Lieferketten bei allen Produkten aufzubauen, und haben bereits mit mehreren Lieferanten Geschäftsbeziehungen etabliert. Im Geschäftsjahr 2021/2022 haben wir unseren Fünfjahresplan mit dem Ziel gestartet, unsere Kunden nicht nur mit Standardprodukten, sondern mit maßgeschneiderten Lösungen, wie Engineered Products, zu bedienen. Gleichzeitig fokussieren wir uns auf nachhaltige Entwicklungen, um eine umweltfreundliche Industrieumgebung zu unterstützen. Unsere Ziele und Zielsetzungen sind:
Marktstudien und dezidierte Umsetzungspläne helfen uns dabei, die oben genannten Ziele zu erreichen. Die Risiken, die wir erkennen, sind:
Wir registrieren, dokumentieren und melden unsere Produkte im Einklang mit der REACH-Verordnung und überwachen fortlaufend das Importvolumen, um die registrierten Mengengrenzen nicht zu überschreiten. Aktuell gibt es keine wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft durch den Brexit. Dennoch sehen wir aufgrund von lokalen Lieferengpässen und gestiegenen Kosten der Zollabfertigung Zeichen eines generellen Produktionsrückgangs in vielen Sektoren. Der Großteil unserer Geschäfte wird in derselben Währung gekauft und verkauft, wobei wir im Rahmen einer fortlaufenden Überwachung versuchen, die Währungspositionen von Fremdwährungen weitgehend zu minimieren. Unsere Konzernrichtlinie schreibt die Einstellung des Geschäfts mit Russland und Belarus vor, solange der Krieg zwischen Russland und der Ukraine fortgeführt wird. Der direkte Einfluss hiervon auf unser Geschäft ist relativ unbedeutend, da wir nur sehr eingeschränkte Geschäftsaktivitäten im Bereich pharmazeutischer Produkte mit diesen Ländern hatten. Wir können dennoch einen indirekten negativen Effekt des Konflikts auf unsere Geschäftsfelder Automotive, Elektronische Produkte sowie insbesondere die petrochemische Industrie feststellen, der aus gestiegenen Energiekosten, dem Mangel an Gas als Rohstoff und dem begrenzten Angebot an speziellen Metallen, wie Nickel, Kobalt, Lithium und anderen seltenen Erden, resultiert. Die konkreten Auswirkungen sowie der Einfluss auf die globale Konjunktur lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen. Obwohl wir keine Vorräte, Produktionsstätten oder andere Vermögensgegenstände in Russland oder der Ukraine haben, stellen wir mit zunehmender Dauer des Krieges einen größer werdenden negativen Effekt des Konflikts auf unser Geschäft fest. Ausblick Obwohl wir keine positive Entwicklung bei der Kundennachfrage erwarten, wollen wir neue Materialien einführen und neue Kunden gewinnen, und im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/2024 ist das erwartete Ergebnis für das nächste Geschäftsjahr weitgehend konstant. Unser Budget für das Geschäftsjahr 2024/2025 sieht wie folgt aus: Wir planen einen Umsatz von TEUR 111.299, in operatives Ergebnis von TEUR 2.690, ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 2.700 und einen Jahresüberschuss von TEUR 1.762. Es wurde konzernintern beschlossen, dass die Niederlassung in der Türkei, die derzeit von der Nagase (Singapore) Pte Ltd., Singapur, betrieben wird, von der NAGASE (EUROPA) GmbH übernommen werden soll. Die Übertragung und die damit verbundenen vertraglichen Grundlagen sind in Vorbereitung und werden voraussichtlich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 abgeschlossen sein. Aufgrund der geografischen Nähe zwischen Europa und der Türkei erwarten wir, Materialien europäischer Hersteller potenziellen Kunden in der Türkei vorzustellen. Bei der Planung des Budgets für das Geschäftsjahre 2024/25 wurde der Umsatz der türkischen Betriebsstätte bereits berücksichtigt.
Düsseldorf, 6. Juni 2024 NAGASE (EUROPA) GmbH gez. Heinrich Lüdeke, Geschäftsführer gez. Kentaro Nagase, Geschäftsführer Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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