Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 748629
Eingetragen
18.10.2001
Branche
Großhandel mit Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke a. n. g.Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Die Herstellung von und der Handel mit Metallwaren, Kunststoffteilen und anderen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Philipp Tobias Bleich
seit 27.9.2023
Geschäftsführer
Dirk Dr. Eichin
seit 27.9.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
80.31%
D** S******** R****
4.92%
K***** D****** E******** S********
4.92%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Wiha Group GmbH
Germany
4.600.000 €
92.00%
W****** H***
400.000 €
8.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Willi Hahn GmbH

Wuppertal

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der Willi Hahn GmbH, Wuppertal

I. Grundlagen des Unternehmens

I. 1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Willi Hahn GmbH bietet universelle Lösungen für individuelle Herausforderungen gemäß dem Firmenslogan: Solutions that fit for you. Uns zeichnen qualitativ hochwertige Verbindungen aus in jeder Beziehung. Als Entwicklungsanbieter und internationaler Leistungsführer fertigen wir Kaltfließpressteile, Drehteile und Frästeile, die immer den höchsten kundenspezifischen Anforderungen sowie den Normen der Industriebranchen in den jeweiligen Ländern entsprechen. Neben der Fertigung beschaffen wir Kaltfließpress-, Dreh-, Frästeile und Komponenten für unsere Kunden.

Zu unseren Stärken als Beschaffungsdienstleister von metallischen Verbindungselementen zählen zuverlässige und flexible Lösungen, mit denen unsere Kunden durch unsere hohen Marktkenntnisse exakt die notwendigen Teile erhalten. Mit einer persönlichen und individuellen Beratung begegnen wir unseren Kunden bei allen Projekten auf Augenhöhe: Wir kennen Ihre spezifischen Herausforderungen und können deshalb proaktiv agieren.

Unsere Kunden sind überwiegend OEM's und Automobilzulieferer, kommen aber auch aus dem Anlagen- und Maschinenbau, der Medizintechnik, der Mess- und Regeltechnik und aus anderen Branchen. Beliefert werden diese weltweit mit Schwerpunkt in Deutschland und dem europäischen Ausland.

I. 2. Entwicklung

Um die Zeichen der Zeit klar zu erkennen, dem Markt immer einen innovativen Schritt voraus zu sein, neuen Ideen und Technologien den Weg zu bringen, bedarf es einer einfallsreichen, bedarfsgerechten und zeitnahen Problemlösung in höchster Präzision und Wirtschaftlichkeit.

Der wichtigste Pfeiler unsere Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter/innen. Ziel unserer Entwicklung ist es den Kunden schon in seinem Entwicklungsprozess mit unseren hervorragenden Fachkenntnissen zu unterstützen.

Mit gezielten Investitionen erweitern wir regelmäßig unser Leistungsspektrum bei der Fertigung, Beschaffung und Beratung. Damit sind wir für unsere Kunden mehr als ein Lösungsanbieter: Wir sind die Verbindungs-Experten für die Industrie.

In 2021 haben wir eine weitere Kaltfließpresse mit Vorerwärmung in Betrieb genommen. Mit dieser Investition unterstreichen wir unseren Anspruch, Leistungsführer in unserem Bereich der kaltfließgepressten Verbindungselemente zu sein. Wir können dadurch unseren Kunden die benötigten Teile liefern, die insbesondere im Rahmen der Transformation in der Automobilbranche, in Zukunft benötigt werden.

II. Wirtschaftsbericht

II. 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie und die durch die Staaten eingeleiteten Maßnahmen zur Bekämpfung mit Beginn im März 2020 haben die Weltwirtschaft in die tiefste Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs gestürzt. Umfangreiche staatliche Programme wurden aufgesetzt, um die Folgen zu mildern. Mit Beginn des vierten Quartals 2020 war ein deutlicher Aufschwung vom tiefen Einbruch zu erkennen. Dieser Aufschwung hat sich bis Mitte des Jahres 2021 fortgesetzt. Der Aufschwung wurde in der ganzen Zeit jedoch durch Versorgungsprobleme ausgebremst. Ab August 2021 wurde die Fahrzeugproduktion der europäischen Automobilisten durch Engpässe insbesondere bei Halbleitern massiv beeinflusst. Es kam zu Drosslungen des Produktionsprogramms. Dazu kam ein erneutes Aufflammen der Pandemie ab Herbst 2021 welches die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern belastete.

Nach wie vor ist unser Unternehmen stark von der Konjunktur der deutschen Automobilhersteller abhängig. Die weltweite Entwicklung des PKW-Marktes war von den Schwankungen in den Lieferketten nach der COVID-19-Pandemie geprägt. Der europäische Markt kam im Berichtsjahr nicht viel über das sehr geringe Vorjahresniveau hinaus (Quelle: Daimler-IR-Geschäftsbereicht-2021, Seite 53). Neben den Herausforderungen, die die COVID-19-Pandemie mit sich gebracht hat, befindet sich der Automobilmarkt seit einigen Jahren im Wandel. Insbesondere die Fokussierung hin zu alternativen Antriebstechniken beeinflusst die Fahrzeugentwicklungen. Hierauf haben wir uns als Gesellschaft eingestellt und bewusst unsere Fertigungstechnologie an neue Bedürfnisse angepasst.

Daneben sind der Preis- und Qualitätsdruck weiterhin zentrale Themen in der Automobilbranche. Durch ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein und eine konsequente Null-Fehler-Strategie tragen wir den Anforderungen unserer Kunden an unser Unternehmen Rechnung. Der Standort Sasbach hat in 2021 erfolgreich die Zertifizierung nach IATF 16949 bestanden und der Standort Wuppertal die Zertifizierung nach ISO 9001:2015. Das Unternehmen ist zusätzlich nach DIN EN ISO 14001 und 50001 zertifiziert.

II. 2. Geschäftsverlauf

Wir blicken auf ein angespanntes Geschäftsjahr 2021 zurück, dessen Ergebnis maßgeblich durch den Umsatzeinbruch im zweiten Quartal 2021 geprägt ist. Bis Juli lagen wir auf den von uns gesetzten Zielen und damit deutlich über dem Niveau von 2020. Ab August ist der Umsatz überraschend massiv eingebrochen. Unsere großen Kunden mussten ihre Produktionen deutlich reduzieren, da ihnen nicht alle zur Produktion notwendigen Bestandteile zur Verfügung standen.

Der Umsatz liegt knapp 21% über dem Umsatz des Vorjahres. Dieser Anstieg resultiert aus dem guten ersten Halbjahr im Bereich der Eigenfertigung und einem ganzjährig guten Jahr im Beschaffungsbereich.

Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2021 ist ebenfalls deutlich höher als das Vorjahr ausgefallen. Der deutliche Bestandsaufbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von TEUR 909 haben zu einer erhöhten Gesamtleistung von EUR 39,4 Mio. geführt.

Die Materialquote hat sich von 52,2% auf 56,4% verschlechtert. Vor allem Erhöhungen der Drahtrohstoffpreise und zum Jahresende der Strompreise haben die Materialquote erhöht. Zudem hat sich der Anteil an Handelsware gegenüber dem Anteil an Eigenfertigung erhöht.

Die Personalkosten haben sich unterproportional zu den gesunkenen Umsatzerlösen entwickelt. In den Monaten September bis Dezember wurde in vielen Bereichen in Kurzarbeit gearbeitet. Die Zeit des Umsatzrückgangs wurde auch dafür genutzt interne Modernisierungen voranzutreiben. Die Personalquote beträgt vor diesem Hintergrund 29,4% (Vj. 32,3%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 4.364 auf TEUR 3.706 gesunken. Gemäß des Vorsichtsprinzips wurde im Vorjahr eine außergewöhnlich hohe Rückstellung für Kundenforderungen hinsichtlich der Übernahme von Sonderkosten für Lieferverzug gebildet. Rechnet man diesen Sondereffekt heraus haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Kosten für Maschinenreparaturen und Gebäudesanierungen liegen über dem Vorjahresniveau. Das neue ERP System wird seit dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr im Rahmen eines Sales and Lease Back Vertrags finanziert. Die monatlichen Leasingraten erhöhen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen noch bis in das Jahr 2024. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen bedingt durch die Auflösung von Rückstellungen um TEUR 203 auf TEUR 331 angestiegen.

Das Finanzergebnis von TEUR 64 liegt über dem Vorjahrniveau von TEUR 33 bedingt durch gesunkene Zinsaufwendungen gegenüber Banken. Das Ergebnis nach Steuern ist gegenüber dem Vorjahr von - TEUR 847 auf TEUR 482 gestiegen.

Die Umweltschutzbestimmungen werden eingehalten. An beiden Standorten wurden 2020 das bestehende Managementsystem nach DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 weiter vertieft. Die Auditierung wurde erfolgreich bestanden.

II. 3. Lage

Die Lage unseres Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft.

II. 3.a) Ertragslage

Unsere Ertragslage kann in die beiden Bereiche Eigenfertigung und Beschaffung unterteilt werden. Im Betrieb erzielen wir mit unseren 10 größten Kunden mehr als 50% unseres Gesamtumsatzes. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um OEM's und Automobilzulieferer.

Der Umsatz im Handel wird mit einer deutlich höheren Anzahl an Kunden generiert. Die Kunden kommen neben der Automobilindustrie auch aus dem Anlagen- und Maschinenbau, der Medizintechnik und aus anderen Branchen.

Beliefert werden unsere Kunden in beiden Bereichen weltweit mit Schwerpunkt in Deutschland und dem europäischen Ausland.

Die Beschäftigungslage war in 2021 auf Grund der weltweiten Nachwirkungen der Covid-19 Pandemie und den Engpässen auf dem Beschaffungsmarkt als angespannt zu bezeichnen. Nach einem hoffnungsvollen ersten Halbjahr folgte ein massiver Einbruch im zweiten Halbjahr 2021. Der von uns gesetzte Plan konnte in 2021 auf Grund des Umsatzrückgangs im zweiten Halbjahr nicht erzielt werden.

II. 3.b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere liquiden Mittel sind in 2021 gegenüber dem Vorjahr um rd. TEUR 3.688 gesunken. Auf Grund des Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnten bei einem Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit alle Investitionen aus eigenen Mitteln bezahlt werden. Kredite wurden im Geschäftsjahr planmäßig getilgt. Es wurde vor allem in den Maschinenpark investiert, insbesondere der Bereich Presserei erweitert.

Die Eigenkapitalquote ist von 69,3% auf 73,7% der Bilanzsumme gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 11,5% der Bilanzsumme aus. Alle Kredite wurden vereinbarungsgemäß bedient. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 3.387 und sind banküblich verzinst. Sie sind teilweise durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen von Maschinen gesichert. Die eingeräumten Kreditlinien (TEUR 767) wurden nicht in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3,3% der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden und Erträge durch Zahlungen innerhalb vereinbarter Skontofristen genutzt.

In 2022 sind weitere Investitionen geplant. Diese betreffen vor allem die Bereiche der Presserei und Werkzeugbau, aber auch die EDV Infrastruktur. Die langfristigen Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR -119, der Mittelbedarf für Investitionen (insbesondere Auszahlungen für Sachanlagevermögen TEUR 2.524) belief sich auf TEUR 2.413. Unter Berücksichtigung der Tilgung von Bankkrediten (TEUR 886) und Darlehen (TEUR 200), betrug der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -TEUR 1.156.

Unsere finanzielle Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

II. 3.c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist wie in den Vorjahren sehr stabil. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unsere Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich als überdurchschnittlich gut.

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 29.587 und liegt damit um TEUR 1.259 unter der des Vorjahres (TEUR 30.846). Auf der Aktivseite resultiert die Verminderung im Wesentlichen aus dem Rückgang der liquiden Mittel bei einem Anstieg des Vorratsvermögens. Der Rückgang auf der Passivseite beruht im Wesentlichen auf der Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie auf der Reduzierung der kurzfristigen Rückstellungen.

II. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmensteuerung die Auswertungen unseres monatlichen Reportings heran. Dabei wird das erzielte Monatsergebnis mit dem geplanten Monatsergebnis und dem Ergebnis des Vorjahres abgeglichen. Daneben führen wir eine Balance Score Card, die die wesentlichen Betriebskennzahlen (z.B. Umsatz, Rendite, Anzahl Reklamationen, Auftragseingang, erhaltene Neuprojekte, …) umfasst und bewertet.

Zusätzlich überwachen wir die Entwicklung unserer finanziellen Mittel im Rahmen eines Finanzmanagement.

III. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir in Zukunft die Kundenbetreuung und -akquise durch unseren Vertrieb weiter forcieren. Ziel ist es unseren Kunden schon in der Entwicklung neuer Artikel zur Seite zu stehen, um ihn bei Problemlösungen als kompetenter Partner zu unterstützen. Im Geschäftsjahr 2020 haben wir einen Wechsel in der Leitung des Unternehmens vollzogen. Mit diesem Schritt haben wir die Vertriebsaktivitäten an den Standorten in Wuppertal und Sasbach unter eine einheitliche Führung gestellt, um die Vertriebsaktivitäten weiter zu stärken und zu fokussieren. Ziel ist es in Zukunft unserem Kunden das ganze Spektrum unseres Angebots von einem festen Ansprechpartner anzubieten, der sich mit den Anforderungen des Kunden auskennt. Unser Ziel ist es in den nächsten Jahren unser Wachstum vor allem im Beschaffungsbereich zu generieren. In 2022 möchten wir durch eine Neubesetzung der Stelle des Produktionsverantwortlichen und Bereich der Eigenfertigung verbessern. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Im Zeitpunkt der Erstellung unserer Jahresplanung für 2022 haben wir die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens als akzeptabel bewertet und weiter den Konjunkturdämpfer durch die Halbleiterkrise gesehen. Daneben haben wir insbesondere die Situation am Rohmaterialmarkt unverändert als sehr angespannt bewertet. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch eine gestiegene Anzahl an Lieferanten und einer engen Kommunikation mit unseren Kunden, um Bedarfsschwankungen möglichst früh zu erkennen.

In unserer Planung für das Jahr 2022 haben wir uns auf verschiedene Konjunkturentwicklungen eingestellt und jeweils entsprechende Szenarien angelegt, um auf verschiedene Kundennachfragen vorbereitet zu sein. Im Fall einer möglichen Stagnation haben wir verschiedene Kosteneinsparungen geplant. Die geplanten Kosteneinsparungen sind durch einen Maßnahmenkatalog konkretisiert. Das Erreichen der Ziele wird unterjährig kontrolliert, um auf Abweichungen reagieren zu können. Wir planen ein Umsatzwachstum zum Vorjahr von 6% und ein positives Ergebnis vor Steuern von 1,4 Mio. EUR.

Mit Ausbruch des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine im Februar 2022 ist ein von uns nicht erwartetes Ereignis eingetreten. Die Auswirkungen dieses Konfliktes auf die Weltwirtschaft werden auch unser Ergebnis massiv beeinflussen. Wir haben weder direkte Kunden oder Lieferanten in einem der beiden Länder, dennoch wird diese Tragödie auch unsere Entwicklung negativ beeinflussen. Neben einer zu erwartenden weiteren Steigerung der Rohstoff- und Energiepreise wird sich die Versorgungssituation unserer Kunden weiter zuspitzen. Es ist davon auszugehen, dass unsere Kunden nicht ihr volles Produktionsprogramm fahren können und dadurch Umsatzeinbrüche für unser Automobilgeschäft erwartet werden.

Unser Bedarf an Energie beträgt lediglich um die 3% der Gesamtleistung und wir gelten dadurch nicht als energieintensives Unternehmen, trotzdem werden wir die steigenden Energiekosten direkt und indirekt unser Ergebnis belasten.

Daneben wird die steigende Inflation, die im September anstehenden Tarifverhandlungen in der IG-Metall beeinflussen. Unsere Lohn- und Gehaltsanpassungen haben sich in der Vergangenheit an dem Tarifabschluss orientiert.

Wir werden trotzdem in Zukunft in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen- und Risikobericht

IV. 1. Risikobericht

Die inländischen und weltweiten volkswirtschaftlichen Risiken und Chancen stellen die Rahmenbedingungen für unsere Risiken- und Chancenbetrachtung dar. Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie sowie die Zukunftsfähigkeit der PKWs mit Dieselmotoren und die Entwicklungen im Bereich der E-Mobilität werden die Rahmenbedienungen der Zuliefererbranche in der Zukunft verändern. Diese gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben maßgeblichen Einfluss auf die automobilen Absatzmärkte.

Dazu kommen die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine mit dem Beginn im Februar 2022. Die vollen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind noch nicht abzusehen. Derzeit kann von weiter steigenden Preisen im Bereich der Energieversorgung und des Rohmaterialmarktes ausgegangen werden. Auch muss mit steigenden Zinsen gerechnet werden.

Unser Unternehmen ist nach wie vor stark von der Konjunktur der deutschen Automobilhersteller abhängig. Im Beschaffungsbereich hängt der Umsatz nur zu ca. 50% von der konjunkturellen Entwicklung der Automobilindustrie ab. Wegen der vielfältigen Geschäftsfelder im Bereich der Beschaffungsdienstleistung sehen wir uns gut vorbereitet, Rückgänge in einzelnen Branchen auszugleichen.

Neben einem erneutem Nachfragerückgang besteht eine weitere Gefahr in Produktionsausfällen bei unseren Kunden und durch Lieferengpässe von Artikeln und nicht ausreichende Versorgung durch Rohmaterial. Die Schwankungen der Rohstoffpreise, insbesondere für Stahl- und Stahllegierungen stellen ein Risiko für unsere Finanz- und Ertragslage dar. Die immer höhere Volatilität der Rohstoffpreise zwingt uns, den Kunden entsprechende Weiterberechnungen der Lieferanten durchzureichen. Die Akzeptanz von entsprechenden Gleitklauseln für länger laufende Lieferkontrakte unterliegt den laufenden Verhandlungen mit den Kunden.

Daneben sehen wir schwankende Wechselkurse im asiatischen Bereich als ein Risiko für unsere Beschaffungspolitik. Derartige Risiken und damit einhergehende Einkaufspreissteigerungen werden bei der Kalkulation unserer Waren berücksichtigt und mit unseren Endkunden kommuniziert.

Risiken bestehen vor allen Dingen im Preisdruck, der auch in anderen Branchen zunehmend spürbar wird. Der Preisdruck, insbesondere seitens der OEMs, hält unvermindert an.

Einige OEMs streben eine Verringerung der Lieferantenanzahl an, um ihre Prozesse zu verschlanken. Dies führt dazu, dass Lieferanten in der Lage sein müssen, ein ausreichend großes und attraktives Spektrum an Artikeln anbieten zu können um weiterhin als Lieferant bei den bedeutenden Automobilherstellern geführt zu werden.

IT-Risiken sind nicht zu erwarten, da mittlerweile ausreichend Redundanz bei der Hardware vorhanden ist. Die eingesetzten Softwarelösungen sind weitestgehend zertifiziert. Trotzdem nimmt die Anzahl der von Hackerangriffen betroffenen Firmen weiter zu. Das Risiko solcher Angriffe stellt inzwischen für Unternehmen eine immer größere Herausforderung dar. Wir werden auch in 2022 weiter in unsere IT-Sicherheit investieren. Im Jahr 2020 wurde eine neue standortübergreifende ERP Software eingeführt. In 2021 haben wir vor allem an der Optimierung der Software gearbeitet.

Personalrisiken bestehen aufgrund der mangelnden regionalen Verfügbarkeit von ausreichend qualifizierten Fachkräften. Diesen Risiken begegnen wir durch verschiedene Maßnahmen, um unsere Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Je nach Entwicklung der allgemeinen Konjunktur kann sich dieses Risiko in 2022 erhöhen, da die Automobilbranche als zunehmend unattraktiv auf dem Arbeitgebermarkt angesehen wird.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist als stabil zu bezeichnen.

IV. 2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Lieferantenmöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch eine systematische Lieferantenentwicklung sowie ein internes Qualitätsmanagementsystem durch.

Den Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz aus Osteuropa und in Asien, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Willi Hahn GmbH bietet - als Know-how-orientiertes Unternehmen - maßgeschneiderte Lösungen in höchster Funktionalität und Wirtschaftlichkeit. Wir begreifen Herausforderungen als zukunftsweisende Chance für progressive Erfolge. Selbst bei straffen Planungen, komplexen und individuellen Anforderungen liefern wir stets hochqualitative, flexible und termingerechte Ergebnisse.

Durch geplante zukunftssichernde Investitionen setzen wir weitere Grundsteine, um uns auch in Zukunft ein breiteres Feld an Möglichkeiten zu erschließen.

In der Eigenfertigung wurde durch die Beteiligung an einer ausländischen Produktionsstätte die Attraktivität der Willi Hahn GmbH durch ein noch breiteres Teilespektrum gesteigert und der Internationalisierung des Wettbewerbs Rechnung getragen. Am Produktionsstandort Deutschland haben wir die Einführung des neuen ERP Systems in 2020 vollzogen. Hier haben wir als Firma die Basis gelegt für eine digitalisiertere Arbeitswelt. Die Digitalisierung werden in 2022 vor allem im Bereich das Rechnungseingangsprozess weiter vorantreiben.

Die jetzt seit über 2 Jahren angespannte Erfolgssituation bei den Automobillieferanten bietet für uns die Chance der Übernahme von Geschäften von Wettbewerbern, die in dem angespannten Umfeld nicht bestehen können.

Die Chancen der Gesellschaft in der künftigen Entwicklung werden weiterhin in der Verbreiterung und Vertiefung des Produkt- und Kundenspektrums gesehen. Als mittelständisches Familienunternehmen sehen wir die Stärken der Gesellschaft in kurzen Entscheidungswegen und damit hoher Flexibilität sowie in der starken Entwicklungskompetenz hinsichtlich der Erfüllung individueller Kundenwünsche.

IV. 3. Gesamtaussage

Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen und internationalisierenden Wettbewerbsumfeld. Dazu kommen die neuen Risiken aus der seit zwei Jahren angespannten Erfolgssituation in der Automobilzulieferbranche. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges werden die Situation in der Automobilzulieferbranche weiter verschärfen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der zukünftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichtserstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Trotzdem haben wird im letzten Jahr die Anzahl der Kunden in der bestehenden Warenkreditversicherung erhöht, sowie bei erkennbaren Risiken die Zahlungsziele der Kunden angepasst.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherstellung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpolitik verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Die Unternehmensrisiken werden in einer Risikoanalyse ermittelt und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Wuppertal, den 25. März 2022

Katrin Seidemann, Geschäftsführerin

Philipp Bleich, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

der Willi Hahn GmbH, Wuppertal

AKTIVA

Vorjahr
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 13.829.933,86   13.055
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 187.656,00   48
II. Sachanlagen 10.623.400,26   9.988
III. Finanzanlagen 3.018.877,60   3.019
B. UMLAUFVERMÖGEN 15.757.488,06   17.789
I. Vorräte 6.634.788,05   5.107
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.942.206,11   5.814
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.180.493,90   6.868
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   0,00 2
    29.587.421,92 30.846

PASSIVA

     
EUR Vorjahr
TEUR
A. EIGENKAPITAL 21.814.004,42   21.362
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00   5.000
II. Gewinnrücklagen 6.045.275,61   6.690
III. Bilanzgewinn 10.768.728,81   9.672
B. RÜCKSTELLUNGEN   1.371.980,93 1.788
C. VERBINDLICHKEITEN   6.401.436,57 7.696
    29.587.421,92 30.846

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

der Willi Hahn GmbH, Wuppertal

2021
EUR
2020
TEUR
1. Rohergebnis 17.520.076,74 15.401
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 9.707.306,60 8.665
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.855.767,67 1.646
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.750.921,86 1.606
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.705.877,99 4.364
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 134.198,93 116
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 69.788,11 83
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 82.187,74 0
8. Ergebnis nach Steuern 482.425,70 -847
9. Sonstige Steuern 30.078,55 24
10. Jahresüberschuss (Vj.: Jahresfehlbertrag) 452.347,15 -871

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

der Willi Hahn GmbH, Wuppertal

I. Allgemeine Angaben

Die Willi Hahn GmbH hat ihren Sitz in Wuppertal und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal unter der Nummer (HRB 10541) eingetragen.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss der Willi Hahn GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften wurden beachtet. Mögliche Ausweiswahlrechte wurden in Übereinstimmung zum Vorjahr vorgenommen.

1. Angabe der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die materiellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, gegebenenfalls vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf Altbestände erfolgten teilweise degressiv. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungswerten führt. Seit 2008 werden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens ausschließlich linear abgeschrieben.

Selbständig nutzungsfähige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 250 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Selbständig nutzungsfähige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Am Ende des fünften Jahres wird ein Abgang unterstellt.

Die den planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen zu Grunde gelegten Nutzungsdauern richten sich grundsätzlich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Für den Bestand an Werkzeugen wurde ein Festwert gebildet.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte sind ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen liegt der Ermittlung der Anschaffungskosten der Durchschnittspreis zugrunde. Abwertungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden Bestandsrisiken wegen langer Lagerdauer durch ein kombiniertes Zugangs- und Reichweitenverfahren berücksichtigt.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse bestehen aus Materialkosten, Fertigungskosten und Sonderkosten der Fertigung. In die Berechnung der Herstellungskosten sind angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten sowie der durch die Fertigung veranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht angesetzt.

Es wurden Abwertungen auf unfertige Erzeugnisse und Waren wegen mangelnder Veräußerbarkeit vorgenommen, oder soweit der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich den bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger als die Herstellungskosten ist. Bestandsrisiken wegen langer Lagerdauer sind grundsätzlich durch pauschale, differenzierte Abschläge nach einem kombinierten Zugangs-/Reichweitenmodell berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten ohne Abzinsungen angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken werden durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die übrigen Rückstellungen sind mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag passiviert; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Angabe und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung einzelner Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres in dem folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 682.192,35 98.541,14 111.378,00 -520,00 891.591,49
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.677.120,29 53.802,52 0,00 0,00 11.730.922,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.592.717,32 2.082.819,28 690.266,00 -1.803.472,48 27.562.330,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.404.737,59 299.165,93 13.657,51 -262.596,40 6.454.964,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 815.301,51 88.210,81 -815.301,51 0,00 88.210,81
  45.489.876,71 2.523.998,54 -111.378,00 -2.066.068,88 45.836.428,37
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen 1.393.877,60 0,00 0,00 0,00 1.393.877,60
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.625.000,00 0,00 0,00 0,00 1.625.000,00
  3.018.877,60 0,00 0,00 0,00 3.018.877,60
Gesamt I. + II. + III. 49.190.946,66 2.622.539,68 0,00 -2.066.588,88 49.746.897,46
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 634.074,35 70.381,14 -520,00 703.935,49
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.126.890,84 231.164,52 0,00 8.358.055,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.623.627,32 1.221.290,98 -1.714.993,18 22.129.925,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.750.740,59 228.085,22 -253.778,18 4.725.047,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  35.501.258,75 1.680.540,72 -1.968.771,36 35.213.028,11
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt I. + II. + III. 36.135.333,10 1.750.921,86 -1.969.291,36 35.916.963,60
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 187.656,00 48.118,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.372.867,45 3.550.229,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.432.405,00 3.969.090,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.729.917,00 1.653.997,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.210,81 815.301,51
  10.623.400,26 9.988.617,96
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 1.393.877,60 1.393.877,60
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.625.000,00 1.625.000,00
  3.018.877,60 3.018.877,60
Gesamt I. + II. + III. 13.829.933,86 13.055.613,56

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich, mit Ausnahme der nachstehenden gesondert genannten Beträge, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 26 (Vj. TEUR 0) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 791 (Vj. TEUR 1.094), die in Höhe von TEUR 452 (Vj. TEUR 776) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

3. Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 9.672 (Vj. TEUR 10.543).

4. Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.387 (Vj.: TEUR 4.273) enthalten. Davon weisen TEUR 886 (Vj.: TEUR 886) eine Laufzeit von unter einem Jahr auf.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 10) enthalten.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 13 (Vj.: TEUR 41) enthalten. Davon weisen TEUR 13 (Vj.: TEUR 41) eine Laufzeit von unter einem Jahr auf.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über 5 Jahren beträgt TEUR 521 (Vj. 1.120).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind teilweise durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen von Maschinen gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen eine Laufzeit von unter einem Jahr auf und sind über Eigentumsvorbehalte in üblichem Umfang gesichert.

Soweit Gesellschafterdarlehen (ab 2018: Darlehen gegenbüber ehemaligen Gesellschaftern) nur auf unbestimmte Zeit gewährt und hinsichtlich des jährlich maximal zu fordernden Tilgungsbetrags individuell begrenzt sind, wird einheitlich eine Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren angenommen.

Die "Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht", sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 41).

5. Rohergebnis

Im Rohergebis sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 294 enthalten.

6. Periodenfremde Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 49.

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Gesamtbezüge der Unternehmensorgane

Hinsichtlich der Angabepflicht der Bezüge der Unternehmensorgane lt. § 285 Nr. 9a HGB nimmt die Gesellschaft die Befreiung des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

2. Anteilsbesitz

Die Angaben gem. § 285 Nr. 11 HGB ergeben sich aus nachfolgender Aufstellung.

Geschäftsjahr Höhe des Anteils am Stammkapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des Geschäftsjahres
TEUR
Net Civata ve Vida Sanayi A.S., Türkei 2020 33,33 2.032 112

Die Umrechnung des auf ausländische Währung lautenden Eigenkapitals erfolgte mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2020. Die Umrechnung des auf ausländische Währung lautenden Ergebnisses des Geschäftsjahres erfolgte zum Durchschnittskurs für das Jahr 2020.

3. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern bestellt waren im Geschäftsjahr 2021:

• Frau Katrin Seidemann, Dipl. Kauffrau, Achern, einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführerin.

• Herr Philipp Bleich, Dipl. Ing. (TH), Kappelrodeck, einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer.

4. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 114 Arbeiter und 75 Angestellte beschäftigt.

Zusätzlich wurden im Jahresdurchschnitt 22 Auszubildende beschäftigt. Daneben befanden sich zwei Personen in Elternzeit.

5. Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts

Zum aktuellen Zeitpunkt besteht durch die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem im Februar 2022 begonnenen Russland-Ukraine-Konflikt das Risiko, dass sich dieser negativ auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken könnte. Weitere Eskalationen im Russland-Ukraine-Konflikt könnten die globale Konjunktur, das Branchenwachstum im Geschäftsjahr 2022 sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft beeinflussen.

Zum Aufstellungszeitpunkt waren die möglichen Geschäftsbeeinträchtigungen noch nicht hinreichend abschätzbar. Mögliche Auswirkungen aus diesem Sachverhalt werden fortlaufend analysiert. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Lagebericht verwiesen.

 

Wuppertal, den 25. März 2022

Willi Hahn GmbH

Katrin Seidemann, Geschäftsführerin

Philipp Bleich, Geschäftsführer

Die Feststellung des Jahresabschlusses 2021 ist am 1. Juni 2022 erfolgt.

Es wurde beschlossen vom Jahresüberschuss in Höhe von EUR 452.347,15 einen Betrag von EUR 226.173,58 in die gesellschaftsvertragllichen Rücklagen einzustellen. Der verbleibende Restbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Willi Hahn GmbH, Wuppertal

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Willi Hahn GmbH, Wuppertal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Willi Hahn GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, den 25. März 2022

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Schell, Wirtschaftsprüfer

Schmitt, Wirtschaftsprüfer

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