ColdsetInnovation Fulda Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
C***** S***** seit 17.6.2024 | Prokura |
J***** H****** seit 4.1.2023 | Prokura |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Parzeller & Co. KG, vormals Fuldaer ActiendruckereiFuldaKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Darstellung des Marktes und des Geschäftsbetriebs Die Hauptgeschäftsfelder der Mediengruppe Parzeller liegen zum einen in der Herausgabe von Tageszeitungen und Anzeigenpublikationen, zum anderen in der Herstellung von Druckereierzeugnissen. Der Schwerpunkt im Zeitungsgeschäft liegt auf den Titeln Fuldaer Zeitung, Hünfelder Zeitung, Kinzigtal Nachrichten und Schlitzer Bote. In Verbindung mit Anzeigenpublikationen ist die Mediengruppe Parzeller in der Lage, als Marktführer das Gebiet Osthessen abzudecken. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg der Mediengruppe sind die Unternehmen Verlag Parzeller GmbH & Co. KG, Fulda, die das Marktsegment Tageszeitungen abdeckt, die Parzeller print & media GmbH & Co. KG (Bücher-/Katalog-Druck), die Druckerei Rindt GmbH & Co. KG (Bogendruck) sowie die ColdsetInnovation Fulda GmbH & Co. KG, die an einem weiteren Standort in Eichenzell-Kerzell die Coldset-Druckerei (Zeitungsdruck) betreibt. Für den Verlagsbereich von Bedeutung sind außerdem die MGV Mediengestaltungs- und Vermarktungs GmbH & Co. KG, die zwei Wochenblätter bzw. Anzeigenblätter herausgibt, redaktionelle Dienstleistungen für Zeitungsverlage anbietet und in den Segmenten "Corporate Publishing" und "Magazin-, Zeitschriften- und andere Werbepublikationen" erfolgreich tätig ist, die OB//CC Online Business und Community Communication GmbH & Co. KG, welche als Web- und Medienagentur ganzheitliche und nachhaltige Konzepte im Segment der neuen und digitalen Medien entwickelt und vermarktet, die Agentur Heldenzeit GmbH & Co. KG, welche neben verschiedenen Marketingdienstleistungen auch redaktionelle Dienstleistungen anbietet und eigene Magazine herausgibt, sowie die Parzellers Buchverlag und Werbemittel GmbH & Co. KG, deren Hauptgeschäft im Buchhandel und in der Vermarktung von Werbeartikeln liegt. Kostensteigerungen in der Logistik als anhaltende Folge des weiter steigenden Mindestlohns belasten die Verlage in organisatorischer (mehr Personal erforderlich aufgrund der sich nicht gleichermaßen mitentwickelnden Verdienstobergrenzen für Geringverdiener) und wirtschaftlicher Hinsicht. Die politisch bedingte erneute Steigerung auf € 12,00 pro Stunde, bedeutet einen weiteren Kostensprung um zusätzlich +15% bei den Personalkosten. Stark getroffen wurde die Printbranche durch die gezielte Verknappung der Papiermengen im Herbst 2021. Diese war ein Vorbote für die unerwartet extremen Papierpreissteigerungen um mittlerweile +100% zum Vorjahr. Verschärft wird diese Situation durch die exorbitant gestiegenen Energiekosten einhergehend mit der unklaren Energieversorgungslage. Darüber hinaus belasten zunehmend immer weiterreichende regulatorische Einflussnahmen des Staates die Unternehmen und somit auch unseren Verlag. Zudem schreitet die Konsolidierung in der Branche durch Übernahmen (gebremst meist nur aufgrund kartellrechtlicher Einschränkungen) voran. Die so entstehenden großen Verlagsgruppen versuchen durch die Integration zugekaufter Titel, weitere Skalen- und Synergieeffekte zu realisieren und ihre Ergebnisse zu stabilisieren. Die Tageszeitungen sind das vertrauenswürdigste gedruckte Informationsmedium der Deutschen. Für das lokale Geschehen vor Ort sind sie bei Weitem die Informationsquelle Nummer 1. Dies bestätigt sich insbesondere während der Corona-Pandemie. Die verkauften Auflagen des gedruckten Mediums sinken hingegen weiterhin konstant - dies ist dem veränderten Medienverhalten der heranwachsenden Generationen und der gelernten Kostenlos-Mentalität der Digital-Natives geschuldet. Die Reichweiten jedoch - spätestens ergänzt um die Reichweiten der Online-Auftritte der Tageszeitungen - sind erfreulicherweise weiterhin auf hohem Niveau. Auch der neue Online-Auftritt von "fuldaerzeitung.de" trägt erfolgreich dazu bei. So angesehen und bedeutend die Tageszeitungen als lokale Qualitätsmedien auch weiterhin sind, verlieren diese jedoch als Werbemedium kontinuierlich an Bedeutung. Die Werbeumsätze sind aufgrund der Substitution durch digitale Medien konstant rückläufig, während die Vertriebserlöse (Abonnement und Einzelverkauf) relativ stabil gehalten werden konnten, da turnusgemäße Preiserhöhungen die Auflagenverluste kompensieren. Die Corona-Krise hatte seit März 2020 das Werbegeschäft deutlich negativ beeinflusst. Aufgrund des durch staatliche Vorgaben eingestellten bzw. eingeschränkten Geschäftsbetriebs mussten viele Werbekunden auch in 2021 wieder mehrfach ihre Werbeaufträge stornieren. Insbesondere Einzelhandel, Gastronomie, Reise- und Veranstaltungsbranche waren im Betrachtungszeitraum weiterhin sehr stark beeinträchtigt. Dies wird das gesamtwirtschaftliche Umfeld und damit auch das Geschäft der Verlage direkt und indirekt (abgesagte Veranstaltungen, vermindertes Werbeverhalten) auch weiterhin spürbar belasten. Insgesamt versuchen die Verlage ihre starke Abhängigkeit vom Printwerbemarkt zu reduzieren, indem sie ihr Angebot durch unterschiedliche zielgruppenspezifische Angebote ergänzen. Engagements im digitalen Bereich, Eventmanagement, Corporate Publishing und weitere Agenturleistungen eröffnen darüber hinaus dank bestehender Kundenbeziehungen zusätzliche Umsatzpotenziale, zumeist im lokalen Verbreitungsgebiet. Auch der Verlag Parzeller bzw. die Mediengruppe Parzeller ist daher bereits seit geraumer Zeit auf diesen Feldern aktiv. Auch im Berichtsjahr setzte sich der Branchentrend bei der Auflagenentwicklung in ähnlicher Weise fort. Der Branchenrückgang bei der verkauften Auflage lokaler und regionaler Abozeitungen (IVW-Branchenwert lokale und regionale Abo-Zeitungen alte Bundesländer Q II zu Vorjahr) lag im vergangenen Jahr bei insgesamt 2,63%. Die Abo-Auflage ging um 2,89% zurück, die Auflage im Einzelverkauf um 6,43%. Diesem Trend begegnet die Fuldaer Zeitung mit ihrem angepassten publizistischen Konzept "Mehr Hintergrund. Mehr Meinung. Mehr Wert." und dessen mehrfach preisgekrönten, visualisierten Themenseiten. Auch die gezielten Vertriebskampagnen stabilisieren die Aboauflage erfolgreich. Im Einzelnen ergibt sich für unseren Verlag folgende Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr (vollständige Jahreswerte 1 - 12):
Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass sich der Verlag dem allgemeinen Trend der Auflagen-entwicklung für die Tageszeitungen nicht entziehen konnte. Durch die (vorgezogenen) und gut kommunizierten Preisanpassungen ist es jedoch wiederum gelungen, die Umsätze stabil zu halten bzw. im Vergleich zum Vorjahr sogar zu steigern und dabei die Stornierungen gering zu halten. Im Segment der Druckereien bewegt sich das Spektrum von Rollen-Heatset und Rollen-Coldset über Bogen- bis hin zum Digitaldruck. Mit stets auf modernstem Niveau gehaltenen Fertigungsanlagen ist die Mediengruppe Parzeller in der Lage, von Zeitungen und zeitungsähnlichen Produkten über mehrfarbige Bücher, Zeitschriften, Kataloge, Verpackungen und Werbedrucksachen bis hin zu Familien- und Geschäftsdrucksachen ein umfassendes Spektrum an Druckdienstleistungen zu erbringen. Wesentliche in den letzten Geschäftsjahren getätigte Investitionen im Druckereibereich waren bei der Druckerei Rindt eine hochmoderne 8-Farben-Bogenoffsetmaschine, mit der Aufträge schneller, effizienter und qualitativ hochwertiger produziert werden können, sowie die Anschaffung eines hochmodernen ERP-Systems, mit dem Druckaufträge deutlich effizienter und genauer bearbeitet und kontrolliert werden können. Bei der Parzeller print & media GmbH & Co. KG stellt das Retrofit, einer in die Jahre gekommenen, aber strategisch wichtigen Druckmaschine, die Produktionssicherheit für die kommenden Jahre sicher. Die wesentlichen geplanten Investitionen für die kommenden Geschäftsjahre betreffen den weiteren Ausbau unserer Kompetenzen durch die Gewinnung und Weiterentwicklung von Personal sowie der erforderlichen technologischen Infrastruktur. Der für Parzeller print & media GmbH & Co. KG und ColdsetInnovation Fulda GmbH & Co. KG relevante Markt für Rollenoffsetdruck befindet sich weiterhin im Verdrängungswettbewerb. Der Rückgang der Auflagenhöhen und die Einstellung von Produkten erhöht den seit Jahren an-haltenden Preisdruck weiter. Das angespannte Marktumfeld setzt die Branche einem enormen Wettbewerbsdruck aus, der sich unter anderem in Form sinkender Preise für Druckereileistungen zeigt. Die Zahl der Druckunternehmen sank - zusätzlich getrieben durch die staatlichen Corona-Maßnahmen - auch im Jahr 2021 weiter, wie auch die Zahl der Beschäftigten. Verschärft wird der Wettbewerbsdruck durch ausländische Wettbewerber, deren Lohn- und Kostenniveau unter dem in Deutschland liegt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind weiterhin deutlich spürbar. Nach einer kurzfristigen Beruhigung des Marktes kam es gegen Ende des Berichtsjahres wieder zu deutlichen Beeinträchtigungen aufgrund steigender Corona-Fallzahlen. Im Zuge der Corona-Pandemie wurden die globalen Lieferketten empfindlich gestört. Eine kurzfristige Besserung ist nicht in Sicht, was gravierende Folgen für weltweite Produktionsprozesse hat. Die ersten Auswirkungen wurden Mitte des Jahres sichtbar. Insbesondere fehlten der Papierindustrie die notwendigen Ausgangsstoffe für die Produktion. Somit kam es im Laufe des Berichtsjahres zu empfindlichen Störungen durch Nichtlieferungen, Mengenkürzungen und deutlichen Preissteigerungen. Weiter befeuert wurde die Situation durch die steigenden Energiekosten im Bereich Strom und Gas, die zu weiteren Preisanstiegen bei fast allen Hilfs-, Roh- und Betriebsstoffen führten. Die Digitalisierung schreitet auch im Verlagswesen zu Lasten der Druckereien voran (E-Paper, E-Books usw.), weshalb die Verlagshäuser ihre Internetpräsenz bei den Zeitungs- und Zeitschriftenformaten, die die Gesellschaft druckt, kontinuierlich ausbauen. Inzwischen hat so gut wie jede Zeitung und jede Zeitschrift auch ein digitales Angebot. Die verkaufte E-Paper-Auflage deutscher Zeitungen stieg 2021 um 13 % auf rund 2.346.632 Exemplare pro Tag (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/313082/umfrage/e-paper-auflagen-der-zeitungen-nach-gattungen/#professional). Dahingegen ist die verkaufte Gesamtauflage deutscher Tages- und Sonntagszeitungen von rund 30,2 Millionen Exemplaren im Jahr 1995 auf rund 13,5 Millionen Exemplare im Jahr 2021 - also um mehr als 55 % - gefallen (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171774/umfrage/verkaufte-auflage-der-zeitungen-in-deutschland/). In der Folge war der Umsatz im Bereich des Zeitungsdrucks leicht rückläufig. Größere Umsatzrückgänge konnten durch die Gewinnung neuer Kunden verhindert werden. Im Bereich des Rollen-Heatsetdruck konnte der Umsatz im Geschäftsjahr wieder gesteigert werden. Die Umsatzverluste der Jahre 2019 und 2020 konnten durch Neukunden kompensiert werden. Der Umsatz lag damit über den beiden Vorjahren 2020 und 2019. Die akquirierten langfristigen Druckverträge und Kundenbeziehungen, die bereits heute Umsätze in 2022 von etwa € 5,5 Mio. (mit ca. 7 Kunden) erwarten lassen, sichern schon jetzt eine Grundauslastung. Die Personalkosten in der Mediengruppe entwickelten sich trotz stetig steigendem Mindestlohn mit -0,3 % leicht rückläufig, was auf die in Teilbereichen pandemiebedingte Kurzarbeit zurückzuführen ist. II. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete die Mediengruppe einen Jahresumsatz in Höhe von T€ 65.250 (Vorjahr: T€ 60.589). Dieser verteilt sich auf die Kernsegmente wie folgt:
Nach dem coronabedingten Umsatzeinbruch im Jahr 2020 konnten in allen Segmenten wieder deutliche Umsatzsteigerungen erzielt werden. Im Segment Druckerei lag die Anzahl der Fertigungsstunden an den wesentlichen Anlagen im Vergleich zu 2020 um ca. 12,8% höher. Das Betriebsergebnis im Rollen-Heatsetdruck konnte damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 76% gesteigert werden. Zusammengefasst ergibt sich im Segment Druckereien eine Umsatzsteigerung von 9,5 %. Die Umsatzerlöse aus dem Zeitungsgeschäft (Vertrieb, Anzeigen und Beilagen exklusive Buchverlag und MGV) sind im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt T€ 1.146 bzw. 5,0 % gestiegen. Aufgrund der bereits im Vorjahr realisierten kostensenkenden und damit ergebnissichernden Maßnahmen verbunden mit den erzielten Umsatzsteigerungen konnte das Betriebsergebnis des Tageszeitungsverlags um beachtliche 291 % gesteigert werden. Beim Tochterunternehmen MGV Mediengestaltungs- und Vermarktungs GmbH & Co. KG wurden bereits in 2020 - induziert durch die Corona-Krise - erhebliche Adhoc-Sanierungsmaßnahmen realisiert. Hierzu zählen die Veräußerung der defizitären Rodgau-Titel sowie die Einstellung des defizitären Vogelsberger Wochenboten und der Mittwochsausgaben des Marktkorbs. Dank dieser Maßnahmen gelang die Sanierung der MGV, die sich in ihrem positiven Betriebsergebnis widerspiegelt und den Verlag diesbezüglich nicht weiter belastet. Der gesamte Umsatz aus dem Zeitungsgeschäft (Vertrieb, Anzeigen und Beilagen) des Verlages (ohne MGV) ist im vergangenen Jahr um 3,7% gestiegen. Aufgrund der Substitution der Werbeeinnahmen der Zeitungen durch internationale digitale, branchenfremde Wettbewerber (Google, Facebook und Rubrikenportale) können die Verlage im Kerngeschäft - selbst bei positiver Konjunkturentwicklung - kaum nachhaltige Zuwächse erzielen. Die fortlaufend negative Entwicklung im lokalen stationären Einzelhandel, dem traditionellen Hauptwerbepartner der lokalen Zeitungen, sowie die anhaltende Konsolidierung im Bereich großer Filialisten, insbesondere in der Möbelbranche, verstärken diese Entwicklung. Im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020 mit seinen Corona-Lockdowns, konnte das Werbe-geschäft im vergangenen Jahr 2021 wieder gesteigert werden. Die Anzeigenerlöse des Verlags (ohne MGV) stiegen um 13,1 %. Das Werbegeschäft mit Prospektbeilagen (von Corona-Schließungen betroffene Key-Accounts der Branchen Möbelhäuser, Elektrofachmärkte u.a.) hingegen war mit -10,9 % im Vergleich zum Vorjahr erneut rückläufig. Diese Entwicklung sehen wir als Anknüpfen an die Umsatzniveaus des Jahres 2019, also eine Art Korrektur der besonderen Corona-Effekte des Jahres 2020. Leider stellt sie keine grundsätzliche Trendwende in der tendenziell negativen Werbeumsatzentwicklung dar. Die erfreulichen Umsatzsteigerungen zum schlechten Vorjahr 2020 gehen auch auf intensivierte Marktbearbeitung durch Umstellung der internen Abteilungsstrukturen und des Provisionssystems zurück. Im Bereich Vertrieb konnten durch nur gering rückläufige Auflagenentwicklungen sowie durch Preisanpassungen Umsatzsteigerungen in Höhe von 0,9 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Der Verlag versucht den Abonnenten zusätzliche Mehrwerte über das reine Print-Abo hinaus zu bieten, dazu zählen u.a. die digitale FZ-App, Einkaufsvorteile (Heimatkarte), der neue regionale Onlineshop "Heimatliebe" sowie das zusätzlich kostenlose e-paper. Somit beträgt die konsolidierte Gesamtleistung der Mediengruppe Parzeller & Co. KG in 2020 insgesamt T€ 66.854 (Vorjahr: T€ 62.259). Das Betriebsergebnis entwickelte sich aufgrund der oben beschriebenen Effekte deutlich positiv. Die Umsatzrentabilität ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die konsolidierte Eigenkapitalquote zum Stichtag von 85,3 % (Vorjahr: 85,3 %) liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt. Das Anlagevermögen in Höhe von T€ 27.127 (Vorjahr: T€ 29.693) ist somit zu 198,6 % (Vorjahr: 177,2 %) durch Eigenkapital gedeckt. III. Investitionen und Finanzierungen Die Investitionen ins Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2021 T€ 1.379 (Vorjahr: T€ 1.609) und teilen sich wie folgt auf:
Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten wurden nicht getätigt. IV. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 1. Chancen der künftigen Entwicklung Bezüglich der zukünftigen Umsatzentwicklung ist zu berücksichtigen, dass die Konzern-Muttergesellschaft Parzeller & Co. KG die Druckereigesellschaften Parzeller print & media (mit wirtschaftlicher Wirkung zum 9. November 2022) und Druckerei Rindt (mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2022) veräußert hat. Dadurch tragen diese beiden Gesellschaften ab den genannten Stichtagen nicht mehr zum Konzernumsatz der Mediengruppe Parzeller bei, wodurch folgende Auswirkungen für die Konzernabschlüsse bzgl. der Jahre 2022 und 2023 zu erwarten sind:
Positiv auf den Konzernumsatz wirkt sich das Ausscheiden aus dem Markt des einzigen Konkurrenten der MGV GmbH & Co. KG bei den kostenlosen Anzeigenblättern ab Mai 2022 aus. Allgemein trägt der Wegfall der pandemiebedingten Einschränkungen zu einer deutlichen Entspannung der Lage bei. Wir gehen deshalb zusammenfassend davon aus, dass der Konzernumsatz, bereinigt - wie oben erläutert - um die Veräußerung von zwei Druckereigesellschaften, also der Umsatz des Konzerns ohne diese zwei Gesellschaften, leicht ansteigen wird. Die Entwicklungen des Werbemarktes sind grundsätzlich weiter geprägt von tendenziellen Rückgängen in den traditionellen Print-Geschäftsfeldern. Die Konzentration im Bereich der größten Werbekunden (Möbelmärkte, Filialisten u.a.) sowie deren Agenturen führt zu einer für uns unvorteilhaften Veränderung der Einkaufsmacht der Kunden. Die Veränderungen im Schaltverhalten der großen Handelsketten führen teilweise zu empfindlichen Erlösrückgängen. Budgets werden zu unseren Lasten weiter zunehmend von "print" zu "digital" verschoben. Die Erschließung neuer Erlösfelder, Wiedergewinnung verlorener lokaler Kunden sowie die Etablierung neuer Formate werden weiter vorangetrieben und zeigen das Potenzial, die branchentypischen Erlöseinbrüche in Teilen zu kompensieren. Entsprechende Projekte und Maßnahmen, wie die jüngst umgesetzte Neuausrichtung der Verkaufsorganisation, sind in der Mediengruppe Parzeller angestoßen worden bzw. werden mit Nachdruck weiter vorangetrieben. Die nicht antizipierbaren Corona-Einschränkungen zeigen einmal mehr die zwar bereits reduzierte, jedoch weiterhin bestehende Abhängigkeit der Verlage von ihren klassischen Werbekunden des stationären Einzelhandels. Auch die absehbar weiterhin bestehenden Einschränkungen für Kunden der Branchen "Reise, Gastronomie und Hotellerie" sowie Veranstaltungen gefährden die Werbeeinnahmen. Die erfreuliche Entwicklung des Geschäftsjahres zeigt auch, dass wir durch gezielte Verkaufsaktivitäten unser Umsatzniveau einigermaßen stabil halten können. Durch vielfältige neue Aktivitäten soll die Abhängigkeit vom klassischen Anzeigen-Werbemarkt weiter reduziert werden. Der Verlag positioniert sich dadurch zunehmend als Kommunikationsdienstleister. Der Bedarf der Unternehmen, mit ihren relevanten Interessengruppen zeitgemäß zu kommunizieren sowie sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, bleibt hoch und eröffnet dem Verlag neue Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere im digitalen Kommunikationsbereich. Unsere regionale Stellenbörse jobsnear.de ist ein Ergebnis dieses Engagements. Die Mediengruppe Parzeller ist längst kein Einprodukt-Unternehmen mehr. Vielmehr richtet sie sich mit ihrem vielfältigen Produkt- und Dienstleistungsangebot rund um die mehrfach prämierte "Fuldaer Zeitung" an zahlreiche Lesergruppen und Werbekunden. Dadurch und nicht zuletzt durch das digitale Engagement ist das Angebot bereits heute sehr diversifiziert und zukunftsgerichtet. Diese Ausrichtung auf neue und wachstumsträchtige Felder wird die Abhängigkeit vom klassischen Printgeschäft reduzieren. Die Neuausrichtung des Online-Auftritts "fuldaerzeitung.de" in Kooperation mit dem "Ippen Digital Netzwerk" hat zu veritablen Reichweitensteigerung und damit zur Steigerung der Online-Werbeumsätze geführt. Weitere neue digitale Angebote (z.B. die Social Media-Kanäle "Wir lieben Fulda") werden in enger Zusammenarbeit mit der Tochtergesellschaft Heldenzeit erarbeitet und vermarktet. Mit der neuen digitalen Fuldaer Zeitung AM SONNTAG erhöhen wir seit Frühjahr 2022 zudem die Attraktivität unseres Zeitungsangebots und steigern die Bindung unserer Leser. Im Segment Druckereien wird der Umsatz weiterhin in erster Linie in den Marktsegmenten Zeitungen, zeitungsähnliche Produkte, Verlage, Industrie und Handel generiert. Die voranschreitende Digitalisierung führt weiterhin zu einem veränderten Bestellverhalten unserer Kunden. Die Digitalisierung der gesamten Prozesskette rückt damit auch für uns weiter in den Fokus. Wir haben einige Projekte abgeschlossen beziehungsweise auf den Weg gebracht. Dazu zählte der Markteintritt unserer Online-Druckerei und das Update unseres ERP-Systems. Hierbei geht es vornehmlich um die Digitalisierung und Automatisierung der internen Prozesse. Der im Branchensegment zu erwartenden Reduzierung von Volumina wird durch folgende Maßnahmen begegnet:
Der zunehmende Mangel an Fach- und Führungskräften in den Bereichen Druckerei und Weiterverarbeitung wird durch eigene Ausbildung von Medientechnologen kompensiert. Ebenso wird die innerbetriebliche Qualifizierung und Ausbildung - besonders für Maschinenführer - ausgebaut. Die Produktionsauslastung für 2022 und 2023 wird auf ähnlichem Niveau wie 2021 erwartet. Wie beim Umsatz ist auch bei der Ergebnisprognose die Veräußerung der zwei Druckereigesellschaften Parzeller print & media (mit Wirkung vom 9.11.2022) und Druckerei Rindt (mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2022) zu berücksichtigen:
Bezüglich des Konzernergebnisses für 2023 erwarten wir nach Bereinigung um das Ausscheiden der zwei Druckereigesellschaften, also für den Konzern ohne diese Gesellschaften, eine Stabilisierung auf dem Niveau von 2021. Es zeichnet sich ab, dass die von uns in die Wege geleiteten Maßnahmen sowie das Zurückführen der pandemiebedingten Einschränkungen Wirkungen zeigen und mittelfristig die Erholung des Ergebnisses des Jahres 2021 bestätigen. 2. Risiken der künftigen Entwicklung Unternehmensrisiko Die Oligopolstrukturen im Papierbereich sowie zunehmend auch in anderen Lieferantenbereichen verstärken sich. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung zusätzlich vorangetrieben. Durch die gestörten Lieferketten haben sich die Bezugspreise im Laufe des Berichtsjahres deutlich erhöht. Durch den Mangel an Rohstoffen in einigen Bereichen fehlten die Ausgangsstoffe, was wiederum zu Lieferkürzungen geführt hat und damit auch zu Beeinträchtigungen in unserer Produktion. Auf dem Markt wird es zu weiteren Stilllegungen von Produktionskapazitäten sowie durch Veränderungen bei den Maschinen von der Papierproduktion zur Kartonproduktion zu Einschränkungen bei der Lieferfähigkeit kommen. Druckereien haben kaum Spielräume bei Preisverhandlungen. Im Vordergrund steht für das Unternehmen die Versorgungssicherheit im Sinne des Marktes. Im Bereich Energie (Strom) ist für die Jahre 2022 und 2023 mit steigenden Kosten zu rechnen. Im Rahmen des bestehenden Risikomanagements und der Prozessüberwachung erfolgen regelmäßige Überprüfungen in allen Produktions- und Leistungsbereichen (Materialbeschaffung, Warenannahme, Lieferantenbeurteilung, Kundenreklamationen, Produktionsfreigabe und Prozesslenkung, Wartung, Investitionsplanung, Fehlerkostenbearbeitung, Materiallagerung, Produktionsplanung und -steuerung, Qualitätskontrolle, Fremdvergabe, Rechnungsprüfung), so dass Produktionsengpässe und Prozessrisiken rechtzeitig erkannt werden. Durch das Controlling werden laufend Soll-Ist-Vergleiche im Produktions- und Finanzbereich vorgenommen und zeitnah an das Management berichtet. Im Segment Zeitungen betreffen die wesentlichen Investitionen für die kommenden Geschäftsjahre den weiteren Ausbau unserer Kompetenzen durch die Gewinnung und Weiterentwicklung von Personal sowie der erforderlichen technologischen Infrastruktur. Die Finanzierung wird aus dem Cashflow bzw. mit Eigenmitteln erfolgen. Die Verknappung von Produktionskapazitäten durch die Papierhersteller hat in den vergangenen Jahren zu spürbaren Papierpreissteigerungen geführt. Nach einer kurzeitigen Entspannung hat diese Entwicklung nun eine erhebliche Dramatik angenommen. Die Preisentwicklungen erfolgen bekanntermaßen zyklisch. Insofern hoffen wir mittelfristig auf eine relevante Normalisierung des Preisniveaus für grafische Papiere, sofern die Politik die Energiekosten nicht längerfristig in die Höhe treibt. Der weiter steigende Mindestlohn, verbunden mit dem deutlichen Anstieg der Zustellkosten, hat erheblich zu anhaltenden Belastungen für die gesamte Branche sowie auch für das Geschäftsmodell des Verlags geführt. Dieser Entwicklung steuerte der Verlag mit Kostensenkungsmaßnahmen in der Logistik und der Anpassung der Bezugspreise erfolgreich entgegen. Einen hohen Stellenwert für die Mediengruppe hat das Compliance-Managementsystem. Hier entsteht ein komplexes System mit Schulungen und Anforderungen an die Verantwortung von Management und Team. Dies ist jedoch mit Kostensteigerungen verbunden. Insgesamt gehen wir für die Geschäftsjahre 2022 ff. davon aus, dass die schwierigen Rahmenbedingungen bestehen bleiben. Die Corona-Krise sowie nun der Ukrainekonflikt werden sich insbesondere negativ auf die Beschaffungspreise auf dem Papier- und Energiemarkt auswirken. Im Segment der Druckereien erwarten wir weiterhin und zunehmend einen scharfen Wettbewerb. Die Herausforderungen in Bezug auf die Lieferketten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden sich mittelfristig nochmals deutlich verschärfen. Investitionen in die Digitalisierung und Automatisierung dienen der mittelfristigen Sicherung des Unternehmens. Durch die sich abzeichnenden Engpässe bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist von einem volatilen Markt auszugehen. Die Umsätze werden sich neben einem voraussichtlichen Absatzzuwachs auch durch die teilweise Weitergabe steigender Bezugspreise erhöhen. Unsere Ergebniserwartung für 2022 liegt auf dem Niveau wie 2021, jedoch mit gewissen Aussichten auf Verbesserungen. Mittelfristig werden wir die Fokussierung und Modernisierung der Technik konsequent umsetzen sowie die Digitalisierung der Vertriebskanäle und die Optimierung der internen Prozesse vorantreiben. Im Segment Zeitungen gehen wir davon aus, dass die derzeitigen Marktgegebenheiten im Kerngeschäft bestehen bleiben. Die Corona-Krise und nun auch die Ukraine-Krise belasten das gesamtwirtschaftliche Umfeld und damit auch das Geschäft der Verlage direkt und indirekt durch vermindertes Werbeverhalten sowie eingeschränkte Rohstoffe, beeinträchtigte Lieferketten und erhebliche Kostensteigerungen. Die Geschäftsführung geht zwar davon aus, dass die außergewöhnlichen Corona-Beschränkungen mit ihren negativen Auswirkungen auf das Werbegeschäft reduziert werden und sich die Werbeerlöse der Verlage mit Abstrichen mittelfristig auf dem Niveau von 2021 einpendeln könnten. Als vorsichtigen Kaufleuten ist uns jedoch bewusst, dass auch künftig durch staatliche Instanzen angeordnete Vorgaben - wie durch die Mindestlohnerhöhung auf € 12,00 gerade beispielhaft demonstriert - unser Geschäft stark treffen können. Auch ist davon auszugehen, dass die während Corona forcierte Zuwendung der Verbraucher hin zu Online-Anbietern den lokalen stationären Einzelhandel weiter schwächen wird. Das stark angestiegene Risiko der Insolvenzen wird auch die Werbekunden des Verlags treffen. Das Team des Verlags Parzeller ist allerdings mittlerweile gewohnt, mit der Volatilität des Werbegeschäfts umzugehen und sich erfolgreich auf neue Situationen einzustellen. So kann die rückläufige Umsatzentwicklung durch eine intensivierte Marktbearbeitung und innovative Angebote stabilisiert werden. Zudem werden die wirtschaftlichen Handlungsspielräume wieder durch zusätzliche Kostensenkungsreserven verbessert. Sämtliche Geschäftsbereiche werden kontinuierlich im Hinblick auf ihre Rentabilität überprüft, Handlungsfelder werden identifiziert und sukzessive durch entsprechende Maßnahmen und Projekte bearbeitet. Offensichtlich ist auch, dass unsere Zeitungen hohes Ansehen und ungebrochene Akzeptanz bei unserer Leserschaft genießen und so auch weiterhin die Basis unseres Geschäfts bilden und sichern. Den Fortbestand der Mediengruppe Parzeller gefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Betriebsrisiken Entlang unserer Wertschöpfungskette werden die einzelnen Geschäftsprozesse durch IT-Lösungen unterstützt. Der Betrieb der IT-Lösungen erfolgt dabei auf Basis einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der EDV-technischen Infrastruktur. Um Risiken zu vermeiden, haben wir gültige Sicherheitsrichtlinien entwickelt. Liquiditätsrisiken Zur Deckung des Kapitalbedarfs stehen ausreichend flüssige Mittel zur Verfügung. Liquiditätsrisiken werden daher als äußerst gering eingestuft.
Fulda, den 17. April 2023 Parzeller
& Co. KG
Michael Schmitt, Komplementär, Geschäftsführender Gesellschafter Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben 1. Konsolidierungskreis Gemäß §§ 11 bis 15 PublG i. V. m. §§ 294 bis 315 HGB hat die Parzeller & Co. KG vormals Fuldaer Actiendruckerei, Fulda als Mutterunternehmen freiwillig einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 sowie einen Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 aufgestellt. Folgende Unternehmen wurden - neben der Parzeller & Co. KG vormals Fuldaer Actiendruckerei - in den Konzernabschluss einbezogen:
Für die folgenden Gesellschaften gelten die Befreiungsvorschriften des § 264 b HGB (Offenlegung):
2. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Die Erstkonsolidierung erfolgte teilweise zum Zeitpunkt des Beginns des ersten Konzern-Geschäftsjahres, also zum 1.1.2006, teilweise zum Zeitpunkt des Beginns der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss, also zum 1.1.2008, 1.1.2010, 20.12.2017 bzw. 1.1.2018. Die Buchwertmethode wird weiterhin angewendet, soweit gemäß Art. 66 Abs. 3 EGHGB zulässig. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsätze, Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Zwischengewinne, die im Anlagevermögen und im Vorratsbestand enthalten waren, wurden eliminiert. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Seit 2017 werden Softwareapplikationen als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Ausnutzung des Wahlrechts von § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB mit den Fertigungseinzelkosten bei der OB//CC GmbH & Co. KG aktiviert. Eine Forschungstätigkeit (in Abgrenzung zur Entwicklung) findet bei der OB//CC GmbH & Co. KG nicht statt. Seit 2020 werden die fertiggestellten Teile davon über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Tochterunternehmen sind nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bewertungsmethoden einheitlich bewertet. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer und degressiver Abschreibungen bewertet. Die angesetzte Nutzungsdauer für die einzelnen Anlagengegenstände entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Materialeinstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Als unfertige Erzeugnisse sind die in Arbeit befindlichen Druckaufträge ausgewiesen. Sie wurden mit den Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Angemessene Gemeinkosten wurden in den Herstellungskosten berücksichtigt. Die Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Forderungen sind die erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen an Auftraggeber wird darüber hinaus durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Rückstellungen für Pensionen werden unter Berücksichtigung des BilMoG nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der biometrischen Richttafeln 2018 G angesetzt. Altzusagen vor dem 1.1.1987 wurden in Ausübung des Passivierungswahlrechtes gemäß § 249 Abs. 1 HGB i. V. m. Art. 28 Abs. 1 Satz 1 EGHGB nicht bilanziert. Die Bewertung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Konzernbilanz erscheinen, lagen nicht vor. II. Angaben zu Posten der Konzernbilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist als Anlagenspiegel zu diesem Anhang dargestellt. Bei der OB//CC GmbH & Co. KG wurden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 2.076 (davon T€ 382 im Berichtsjahr) aktiviert, wobei sich die Entwicklungskosten des Berichtsjahres insgesamt auf T€ 754 belaufen. Die aktive Steuerabgrenzung beläuft sich auf € 166.880,11 (Vj. € 185.196,81). Sie ist auf die Rückgängigmachung des (auch steuerlich) ergebniswirksamen Rangrücktritts zugunsten der MLH KG in 2018 sowie auf die Zwischengewinneliminierung im Konzernabschluss zurückzuführen. Es wurde die Gewerbesteuermesszahl von 3,5 % bei einem Hebesatz von 380 % verwendet. Der Geschäfts- und Firmenwert entstand aus der Kapitalkonsolidierung der Fulda lokale Logistik GmbH und ihrer Tochtergesellschaft MLH Medien Logistik Hessen GmbH & Co. KG zum 1.1.2018. Im Eigenkapital ist in der Position Gewinnrücklage ein Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung i.H.v. € 8.125.102,98 enthalten. Der Unterschiedsbetrag entsteht aus der Konsolidierungstechnik (technischer Unterschiedsbetrag), weil der Zeitpunkt der Entstehung des Mutter-Tochter-Verhältnisses und der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss auseinanderfallen. Der passive Unterschiedsbetrag ist deshalb unmittelbar in die Konzerngewinnrücklagen einzubeziehen (vgl. DRS 23, Tz. 148). Die passive Steuerabgrenzung (latente Ertragsteuer/Gewerbesteuer) beläuft sich auf € 59.586,00 (Vorjahr: € 53.102,81 8.500,00). Sie ist auf Unterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz bezüglich der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände, saldiert mit aktiver Steuerabgrenzung aufgrund Verlustvortrags, jeweils bei OB//CC GmbH & Co. KG zurückzuführen. Es wurde die Gewerbesteuermesszahl von 3,5 % bei einem Hebesatz von 380 % angewandt. Die Pensionsverpflichtungen wurden nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Rechnungszins von 1,87 % p. a. und einem Rententrend von 2,0 % p. a. auf der Grundlage der veröffentlichten Richtwerttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Zwischen dem Ansatz des Erfüllungsbetrages bei einem 10-Jahres-Durchschnittssatz und dem Ansatz des Erfüllungsbetrages bei einem 7-Jahres-Durchschnittssatz ergibt sich ein Unterschiedsbetrag i.H.v. T€ 26. Ein Gehaltstrend wurde in den Berechnungen nicht berücksichtigt. Für die ursprünglich von der Parzeller & Co. KG vormals Fuldaer Actiendruckerei gewährten und von den Betriebsgesellschaften fortgeführten Pensionszahlungen werden für Zugänge bis 1982 keine Rückstellungen gebildet. Nach vorliegendem versicherungsmathematischen Gutachten errechnet sich für die nicht bilanzierten Pensionen ein Barwert von T€ 969 (Vorjahr: T€ 1.248). Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, sind unter Angabe von Art und Form der Sicherheiten als Verbindlichkeitenspiegel zu diesem Anhang dargestellt. III. Sonstige Angaben Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar betrug T€ 171 (Vorjahr: T€ 152). Darin sind ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen enthalten. Die Zahl der Beschäftigten (inkl. Aushilfen, ohne Auszubildende) betrug im Jahresdurchschnitt im Geschäftsjahr 2021 556 (Vorjahr: 603), was sich wie folgt aufgliederte:
IV. Nachtragsbericht Die Coronamaßnahmen der Politik haben zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt. Dem wurde mit Kurzarbeit unserer Mitarbeiter begegnet, so dass die wirtschaftlichen Einbußen zum Teil abgefedert werden konnten. Für die nachhaltigen Auswirkungen auf unsere zukünftige Geschäftstätigkeit verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. Die Konzernmuttergesellschaft Parzeller & Co. KG hat die Druckereigesellschaften Parzeller print & media (mit wirtschaftlicher Wirkung zum 9. November 2022) und Druckerei Rindt (mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2022) veräußert. Dies führt bezüglich des Umsatzes dazu, dass ab 9. November 2022 der Umsatz der Parzeller print & media KG und ab 1. Januar 2023 auch der Umsatz der Druckerei Rindt KG entfallen. Für die Ergebnisentwicklung wird die Veräußerung folgende Auswirkungen haben: Zum einen wird sich bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2022 bei der noch durchzuführenden Entkonsolidierung zusammen mit der zu einem symbolischen Kaufpreis durchgeführten Veräußerung der diesen beiden Druckereigesellschaften (in Millionenhöhe) gewährten Krediten voraussichtlich ein beträchtlicher Verlust ergeben. Zum anderen werden ab den Stichtagen die bisherigen laufenden Verluste der beiden Druckereigesellschaften (die sich im Konzernabschluss 2021 auf T€ 752 belaufen) entfallen. Weitere Erläuterungen zu dieser Veräußerung der beiden Druckereigesellschaften sind im Prognoseteil des Lageberichts enthalten. Darüber hinaus haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres gemäß § 314 Nr. 25 HGB ergeben. V. Zusätzliche Angaben wegen Nichtoffenlegung der Konzerngewinn- und Verlustrechnung (§ 5 Abs. 5 PublG)
Fulda, den 17. April 2023 Michael Schmitt, Komplementär, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2021
Konzernverbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2021
Bei dem vorstehenden Konzernabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen KonzernabschlussprüfersAn die Parzeller & Co. KG vorm. Fuldaer Actiendruckerei, Fulda Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Parzeller & Co. KG vorm. Fuldaer Actiendruckerei, Fulda, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Parzeller & Co. KG vorm. Fuldaer Actiendruckerei, Fulda, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Die gesetzlichen Vertreter sind gleichzeitig verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, den 17. April 2023 Dr.
Langenmayr GmbH
Martin Sedlmeyr, Wirtschaftsprüfer Dr. Edmund Weigert, Wirtschaftsprüfer |
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