Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Kreuznach HRB 4661
Eingetragen
12.12.2003
Branche
Herstellung von MetallkonstruktionenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb und die Montage von Stahlbaukonstruktionen, das Erstellen von Privat-, Büro-, Gewerbe- und Industriebauten sowie der Maschinenbau.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Wilhelms
seit 23.2.2024
Prokura
Rainer Nutz
seit 11.9.2023
Geschäftsführer
Hans-Jürgen Stemann
seit 16.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
400.100 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stahlbau Petry GmbH

Alterkülz

Jahresabschluss zum 31.12.2022

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Wir konstruieren, fertigen und erstellen Bauobjekte aus Stahl für viele Bereiche in Industrie, Gewerbe und Handel. Als Generalunternehmer bieten wir unseren Kunden Komplettlösungen für Ihre Bauprojekte aus Stahl an.

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Weiterentwicklung unserer Leistungen, um den steigenden architektonischen Ansprüchen und individuellen Kundenwünschen entsprechen zu können.

Der Kern unserer Innovationskraft ist unser erfahrenes Team gut ausgebildeter und motivierter Mitarbeiter.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz der sich wegen des Ukraine-Krieges nur langsam erholenden Konjunktur der deutschen Wirtschaft war im Bereich der Bauwirtschaft immer noch so viel Auftragsvolumen vorhanden, dass sich dies auch weiterhin positiv auf unsere Branche ausgewirkt hat und genügend Aufträge im Bereich des Industriehallenbaus vorhanden waren. Die Investitionsbereitschaft der Industrieunternehmen war trotz der schwierigen Bedingungen im Rahmen der auslaufenden Corona-Pandemie sowie des Krieges genügend vorhanden, sodass das Fehlen branchenspezifischer Großprojekte, vor allem im Anlagenbau, weiterhin ausgeglichen werden konnte. Wegen der unsicheren Rahmenbedingungen und der Energiewende fehlen auch weiterhin Bauvorhaben im Bereich konventioneller Kraftwerke. Diese fehlenden Großprojekte im Stahlbau führen dazu, dass ein sehr intensiver Wettbewerb herrscht mit entsprechender Auswirkung auf das Preisniveau.

Der andauernde Krieg Russlands gegen die Ukraine wird auch in Deutschland aller Voraussicht nach weiterhin zu negativen Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben führen. Von einer sich nur langsam verbessernden gesamtwirtschaftlichen Lage ist deshalb auszugehen. Die konkreten Auswirkungen auf unsere Branche können derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Es ist jedoch mit einer gewissen Zurückhaltung bei geplanten Investitionen zu rechnen.

2. Geschäftsverlauf

Wir konnten im vergangenen Jahr für unseren Betrieb in allen Bereichen durchgehend Vollbeschäftigung erzielen.

Im Geschäftsjahr konnten wir unsere Gesamtleistung bei gesunkenen Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern.

Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um TEUR 526. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf den um TEUR 2.046 gestiegenen Rohertrag zurück zu führen. Zu berücksichtigen ist hierbei jedoch die durch die Verschmelzung der Alterkülzer Montagen-GmbH entfallene Fremdleistung für ausgeführte Montageleistungen (im Vorjahr TEUR 1.468). Ebenso ist in dieser Steigerung der Ertrag aus der Verschmelzung in Höhe von TEUR 249 enthalten.

Bei um TEUR 4 niedrigeren sonstigen Steuern wird eine Steigerung des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 530 ausgewiesen.

3. Darstellung der Lage

I. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich mit einem Jahresüberschuss von TEUR 691 (i.V. TEUR 161) weiterhin positiv dar. Sie ist im Wesentlichen geprägt von dem um TEUR 2.046 gestiegenen Rohertrag, wie zuvor beschrieben teilweise bedingt durch die Verschmelzung der Alterkülzer Montagen-GmbH.

Im Bereich der Aufwendungen kam es zu Erhöhungen bei den Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 1.507. Dies vor allem bedingt durch die Übernahme der Arbeiter der Alterkülzer Montgen-GmbH. Die Abschreibungen haben sich um TEUR 7 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 27 erhöht.

II. Vermögenslage

Absolut hat sich das Eigenkapital der Gesellschaft um TEUR 691 erhöht. Bei einer um TEUR 236 niedrigeren Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote 67,3 %.

Das Anlagevermögen wird im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 82 niedriger ausgewiesen. Die getätigten Investitionen wurden mit eigenen Mitteln finanziert. Die Anlagenintensität liegt zum Bilanzstichtag bei 8,2 %. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Das Umlaufvermögen stellt mit TEUR 6.834 die größte Position auf der Aktiva-Seite dar und beinhaltet i.W. flüssige Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie das Vorratsvermögen (saldiert mit erhaltenen Anzahlungen) i.H.v. TEUR 2.617. Die Finanzierung des Vorratsvermögens erfolgt fristenkongruent.

III. Finanzlage

Die Finanzlage ist solide. Die Liquidität des Unternehmens ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Die flüssigen Mittel haben sich stichtagsbezogen um TEUR 1.002 auf TEUR 3.122 erhöht.

Es ergibt sich für 2022 ein positiver Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 1.170,0. Ein negativer Cash Flow ist aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 151,5 sowie aus der Finanzierung in Höhe von TEUR 17,2 entstanden.

IV. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Entwicklung des Umsatzes und des Betriebsergebnisses.

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und Umsatzrendite heran.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt TEUR 268 p. a. und ist damit um TEUR 236 gesunken. Zu berücksichtigen bleibt hierbei die Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 6.256 sowie die Übernahme der Beschäftigten der Alterkülzer Montagen-GmbH im September des Berichtsjahres.

Die Umsatzrendite konnte mit 4,0 % deutlich gegenüber den Vorjahren gesteigert werden. Damit können wir im Vergleich mit vielen Wettbewerbern eine durchschnittliche Ertragslage ausweisen.

V. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatzentwicklung in den letzten Jahren kann als sehr erfreulich bezeichnet werden. Das Jahresergebnis konnte deutlich gesteigert werden. Unter den gegebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehen wir das sehr positiv.

Wir konnten im Berichtsjahr bei einem Großteil der Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Vorratsvermögen gedeckt.

C. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

D. Prognosebericht

Die Auftragseingänge zu Beginn des neuen Jahres stimmen uns positiv und lassen erwarten, dass wir im laufenden Geschäftsjahr insgesamt Vollbeschäftigung erzielen können. Eine noch zu fertigende Stahltonnage von ca. 1.300 Tonnen bedeutet für unseren Betrieb eine Auslastung von mindestens vier Monaten.

Wir erwarten, dass sich die grundsätzliche Gesamtentwicklung der deutschen Wirtschaft positiv auf die Investitions- und Sanierungsbereitschaft deutscher Unternehmen und damit auch auf unser Unternehmen auswirken wird und wir auch in Zukunft positive Jahresergebnisse erzielen werden.

Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass es aufgrund des andauernden Urkaine-Krieges und anderer weltpolitischer Spannungen voraussichtlich zu einer Verschiebung von geplanten Investitionen bei unseren potentiellen Kunden kommen kann. Quantitative Angaben zum Einfluss dieser weilpolitischen Entwicklungen auf die wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts noch nicht verlässlich möglich. Diese hängen vom dem Ausmaß und der Dauer des Krieges und den darauffolgenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen ab.

E. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Es sind keine Engpässe zu erwarten.

Wegen der Marktmacht einiger großer Stahlproduzenten besteht die immanente Gefahr, dass es wie in den vergangenen Jahren zu Preissteigerungen auf dem Stahlmarkt kommt. Die insgesamt vorhandenen Überkapazitäten in der Stahlbaubranche lassen uns jedoch hoffen, dass diese Preissteigerungen nur kurzfristig anhalten werden und es nur bei einigen Aufträgen zu Unterdeckungen kommen wird. Auch hoffen wir, dass wir aufgrund der Überkapazitäten nicht von Lieferengpässen wie in anderen Branchen betroffen sein werden.

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der Überkapazitäten in der Branche zugenommen. Diesem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch Qualität begegnen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass es bei einzelnen Aufträgen zu Unterdeckungen kommen kann.

Darüber hinaus besteht ein immanentes Risiko wegen des Ukraine-Krieges sowie weiterer weltpolitischer Spannungen, deren Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland, Europa bzw. weltweit nicht kalkuliert werden können. Zudem könnte der Krieg zu Versorgungsengpässen bei der Beschaffung von Rohmaterialien und sonstigem Betriebsbedarf führen.

2. Chancenbericht

In unserer langjährigen Marktstellung und qualitätsorientierten Entwicklung sehen wir die Möglichkeit, vorhandene Kunden an uns zu binden und unsere Position am Markt weiter zu verbessern. Unser Team qualifizierter und innovativer Mitarbeiter bietet uns Potential, unsere Produkte weiter zu verbessern und Optimierungsmöglichkeiten zu nutzen.

3. Einschätzung

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in dem schwierigen Wettbewerbsumfeld einhergehend mit schwankenden Rohstoffpreisen. Mit unserer gewachsenen Marktstellung, langjährigen Erfahrung und der vorhandenen finanziellen Stabilität sehen wir uns in der Lage, diese Risiken zu bewältigen. Für uns sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Teil der Kunden.

Die Gesellschaft rechnet im Hinblick auf den andauernden Ukraine-Krieg aufgrund der momentan guten Auftragslage und der Kundenstruktur nicht mit wesentlichen Ergebnis- und Liquiditätseinbußen im laufenden Geschäftsjahr. Dies unter der Annahme, dass sich der Krieg nicht weiter über Europa ausbreitet.

 

Alterkülz, den 31.03.2023

Stahlbau Petry GmbH

Hans-Jürgen Stemann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 614.272,16 696.609,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.103,53 20.210,06
1. Software 13.102,53 20.209,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
II. Sachanlagen 601.168,63 651.399,44
1. Technische Anlagen und Maschinen 37.756,57 42.081,57
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 563.412,06 573.719,18
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 35.598,69
II. Finanzanlagen 0,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 6.834.497,59 6.985.158,36
I. Vorräte 2.617.313,76 3.021.119,05
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 460.251,00 431.862,00
2. Unfertige Erzeugnisse 12.949.000,00 6.691.600,00
3. Erhaltene Anzahlungen -10.791.937,24 -4.102.342,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.095.580,79 1.843.761,87
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.121.603,04 2.120.277,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.704,53 8.365,46
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.454.474,28 7.690.133,32

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 5.019.882,59 4.328.811,97
I. gezeichnetes Kapital 400.100,00 400.100,00
II. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Bilanzgewinn 3.619.782,59 2.928.711,97
B. Rückstellungen 1.076.757,30 1.313.830,39
1. Steuerrückstellungen 9.200,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.067.557,30 1.313.830,39
C. Verbindklichkeiten 1.357.834,39 2.047.490,96
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 405.800,00 459.900,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 511.149,27 730.112,24
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 343.854,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 440.885,12 513.624,72
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.454.474,28 7.690.133,32

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
EUR
2021
EUR
1. Rohergebnis 7.153.421,41 5.106.980,29
2. Personalaufwand 4.500.862,67 2.994.248,21
a) Löhne und Gehälter 3.690.354,90 2.501.930,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 810.507,77 492.317,41
davon für Altersversorgung 6.999,76 1.742,48
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 216.445,15 209.296,86
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.662.273,07 1.635.011,72
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 416,67 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.036,09 15.293,70
davon aus Abzinsung von Rückstellungen 200,00 200,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 50.932,30 73.539,34
8. Ergebnis nach Steuern 705.288,80 179.590,46
9. Sonstige Steuern 14.218,18 18.298,39
10. Jahresüberschuss 691.070,62 161.292,07
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.928.711,97 2.767.419,90
12. Bilanzgewinn 3.619.782,59 2.928.711,97

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Stahlbau Petry GmbH hat Ihren Sitz in Alterkülz. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Kreuznach unter HRB 4661 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Stahlbau Petry GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften, sowie des GmbH-Gesetzes, aufgestellt (insbesondere §§ 242, 264 ff. HGB). Die Wertansätze aus der Bilanz zum 31.Dezember 2021 wurden unverändert übernommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer. Für Zugänge des Geschäftsjahres wurde zusätzlich die degressive Abschreibung gewählt, da sich die Wirtschaftsgüter durch die sehr hohe Beanspruchung schneller abnutzen als der Verlauf der linearen Abschreibung. Für Zugänge im Bereich der Geringwertigen Wirtschaftsgüter wurde in 2021 analog dem Vorjahr ein Sammelposten gebildet, welcher aus Vereinfachungsgründen entsprechend den steuerlichen Grundsätzen über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich einzeln zu Anschaffungskosten oder zum niedrigen Marktpreis. Für auf Vorrat befindliche Stahlteile, die nicht für konkrete Aufträge bestimmt sind, ist ein Festwert angesetzt von zur Zeit TEUR 192.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge sind mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Im Übrigen wird von dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht, wonach die erhaltenen Anzahlungen offen von den in Arbeit befindlichen Aufträgen abgesetzt werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt und haben alle eine Restlaufzeit von weniger al einem Jahr. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden im Geschäftsjahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Im Rahmen der Verschmelzung unserer Tochtergesellschaft Alterkülzer Montagen-GmbH erfolgte der Wertansatz zu Buchwerten gemäß § 24 Umwandlungsgesetz. Mit Schreiben vom 23.11.2022 wurde beim zuständigen Finanzamt ein entsprechender Antrag auf Buchwertfortführung gestellt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwickelung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage wiedergegeben, die einen Bestandteil des Anhangs darstellt.

Historische Anschaffungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Historische Anschaffungskosten 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 176.500,51 9.489,10 1.862,85 184.126,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00
Summe Immat. Vermögensgegenstände 276.500,51 9.489,10 1.862,85 284.126,76
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 418.869,85 4.808,90 0,00 423.678,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.767.291,04 144.827,46 167.202,11 1.744.916,39
Summe Sachanlagen 2.186.160,89 149.636,36 167.202,11 2.168.595,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 25.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 0,00 25.000,00 0,00
Gesamtsumme 2.487.661,40 159.125,46 194.064,96 2.452.721,90
Abschreibungen kummuliert 01.01.2022
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abschreibungen auf Abgänge des Geschäftsjahres
EUR
Abschreibungen kummuliert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 156.291,45 16.594,10 1.861,32 171.024,23
2. Geschäfts- oder Firmenwert 99.999,00 0,00 0,00 99.999,00
Summe Immat. Vermögensgegenstände 256.290,45 16.594,10 1.861,32 271.023,23
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 376.788,28 9.133,90 0,00 385.922,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.157.973,17 190.717,15 167.185,99 1.181.504,33
Summe Sachanlagen 1.534.761,45 199.851,05 167.185,99 1.567.426,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 1.791.051,90 216.445,15 169.047,31 1.838.449,74
Buchwert am 31.12.2022
EUR
Buchwert am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.102,53 20.209,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
Summe Immat. Vermögensgegenstände 13.103,53 20.210,06
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 37.756,57 42.081,57
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 563.412,06 609.317,87
Summe Sachanlagen 601.168,63 651.399,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 25.000,00
Gesamtsumme 614.272,16 696.609,50

2. Umlaufvermögen

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Ertragssteuer-Vorauszahlungen bzw. Überzahlungen in Höhe von 78.942,74 EUR.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 400.

Die Gewinnrücklagen werden mit TEUR 1.000 (i.V. TEUR 1.000) ausgewiesen.

Der Bilanzgewinn entwickelt sich wie folgt:

TEUR
Stand am 01.01.2022 2.929
Jahresüberschuss 2022 691
Stand am 31.12.2022 3.620

4. Rückstellungen

Auf die Erläuterung der sonstigen zusammengefaßten Rückstellungen wird gemäß § 327 Nr. 2 HGB verzichtet.

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Mehr als 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 511 0 0 511
(Vorjahr) (730) (0) (0) (730)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 406 0 0 406
(Vorjahr) (460) (0) (0) (460)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
(Vorjahr) (344) (0) (0) (344)
Sonstige Verbindlichkeiten 441 0 0 441
(Vorjahr) (513) (0) (0) (513)
31.12.2022 1.358 0 0 1.358
Vorjahr (2.047 0 0 2.047)

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u.a. Verbindlichkeiten aus Steuern i.H.v. TEUR 283 (i.V. TEUR 354).

Wegen der Verschmelzung der Alterkülzer Montagen-GmbH sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

Auf die Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wird gemäß § 288 II HGB verzichtet.

(2) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund einer Betriebsprüfung ergaben sich Nachzahlungen von Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 36.881,82 EUR.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Jahres 2022 von EUR 691.070,62 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 2.928.711,97, als Bilanzgewinn i.H.v. EUR 3.619.782,59 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Aufgrund der aktuellen weltweiten politischen und wirtschaftlichen Situation, bedingt durch den Ukraine-Krieg und steigende Zinsen sind die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jahres 2023 derzeit noch nicht absehbar.

Die Gesellschaft rechnet jedoch aufgrund der momentan guten Auftragslage und der Kundenstruktur nicht mit wesentlichen Ergebnis- und Liquiditätseinbußen im laufenden Geschäftsjahr.

8. Sonstige Angaben

(1) Angaben zu Beteiligungsunternehmen

Das Tochterunternehmen Alterkülzer Montagen-GmbH wurde gemäß Verschmelzungsvertrag vom 04.08.2022 im Innenverhältnis zum 1. Januar 2022 mit Stahlbau Petry GmbH verschmolzen.

Der in diesem Jahresabschluss enthaltene Ertrag aus der Verschmelzung beträgt 248.586,43 EUR. Die Bewertung erfolgte zu Buchwerten gemäß § 24 Umwandlungsgesetz.

(2) Haftungsverhältnisse

Es bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 2.430, die aus der Ablösung von Garantieeinbehalten der Auftraggeber und aus Erfüllungsverpflichtungen resultieren. Diese Eventualverbindlichkeiten sind bei Banken und Versicherungen besichert. Zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück und der Volksbank Hunsrück Nahe eG wurden Forderungen aus Aussenständen in Höhe von TEUR 1.300 an diese Banken abgetreten.

Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gering eingeschätzt.

Bei den Vorräten bestehen Eigentumsvorbehalte im branchenüblichen Umfang.

(3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 961 aus jährlichen Zahlungsverpflichtungen aus Pacht- und Leasingverträgen, davon in Höhe von TEUR 11 aus befristeten Verträgen für Geräte.

Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus jährlichen Beiträgen zur Altersvorsorge von Mitarbeitern in Höhe von TEUR 52.

(4) Geschäftsführung:

Die Gesellschaft wurde und wird weiterhin durch den alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer Herr Hans-Jürgen Stemann, vertreten. Herr Christian Mair war Geschäftsführer vom 01.07.21 bis 24.01.2022. Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Schutzklausel gem. § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen.

(5) Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug:

2022 2021
Angestellte/Arbeiter 54 44
Geschäftsführer 1 2
55 46
Auszubildende 6 6
Aushilfen 3 3
9 9

Die Zahl der Angestellten/Arbeiter hat sich erhöht wegen der Übernahme von 22 Arbeitern der Alterkülzer Montagen-GmbH ab 01.09.2022.

 

Alterkülz, den 31.03.2023

Stahlbau Petry GmbH, Alterkülz

Hans-Jürgen Stemann, Geschäftsführer

Sonstiger Berichtsteil

Angaben zur Feststellung:

Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss in der Gesellschafterversammlung am 05.09.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stahlbau Petry GmbH, Alterkülz

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Stahlbau, Alterkülz, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Stahlbau, Alterkülz, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Koblenz, den 22. August 2023

Iris Steinacker-Creutzfeldt, Wirtschaftsprüfer

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