Bauträger für Wohngebäude
MESSE FRIEDRICHSHAFEN GmbH
Neue Messe 1, 88046 Friedrichshafen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Mittag seit 9.8.2007 | Prokura |
Klaus Wellmann seit 23.8.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (11)
| Name | Anteil |
|---|---|
A***** B****** | 4.40% |
P**** B*** | 4.40% |
C******** S*********** | 4.40% |
Ungelöste Beteiligungen (3)
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
14 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 14 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
DIGON GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 51.00% | |
| 25.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MESSE FRIEDRICHSHAFEN GmbHFriedrichshafenJahresabschluss zum 31. Dezember 2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022MESSE FRIEDRICHSHAFEN GmbH, FRIEDRICHSHAFENAllgemeines Die MESSE Friedrichshafen GmbH veranstaltet und organisiert Messen und Ausstellungen hauptsächlich in eigener Regie am Standort Friedrichshafen. Daneben führen fremde Unternehmen in den Messehallen Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen durch. Die Messen finden zum Teil in jährlichem Abstand, teilweise jedoch nur im mehrjährigen Rhythmus statt. Nach der Bildung des Joint Ventures fairnamic GmbH im Geschäftsjahr 2021, an der die Messen Friedrichshafen und Frankfurt beteiligt sind, wird ein erheblicher Teil des bisherigen Geschäftes durch das Joint Venture durchgeführt. Geschäftsverlauf und Lage Gesamtwirtschaftliches Umfeld Seit Beginn des Jahres 2022 hat sich die Weltwirtschaft merklich abgekühlt. Ursächlich hierfür sind zuvorderst die deutlich gestiegenen Energiepreise zu nennen, die die ohnehin erhöhten Produktionskosten der Unternehmen und die anhaltend hohe Verbraucherpreisinflation zusätzlich befeuert haben. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat zudem zu einer hohen wirtschaftlichen Unsicherheit geführt. Aufgrund der hohen Inflationsraten haben viele Zentralbanken die Leitzinsen erhöht. Darüber hinaus haben die gestiegene Zahl an Coronavirus-Infektionen und die damit verbundenen Produktionsausfälle, insbesondere in China, die Weltkonjunktur im Frühjahr 2022 gedämpft und neue Lieferengpässe verursacht. Diese Faktoren belasten den globalen konjunkturellen Ausblick, der sich im Vergleich zum Frühjahr 2022 deutlich verschlechtert hat. Die hohen Energiepreise werden voraussichtlich die Produktionskosten weiter erhöhen und zu einer fortschreitenden Überwälzung auf die Verbraucherpreise führen, aufgrund derer die Verbraucherpreisinflation im Prognosezeitraum hoch bleibt. Die anhaltende Teuerung reduziert die Kaufkraft der privaten Haushalte und belastet so den privaten Konsum. Die Finanzierungsbedingungen dürften sich infolge der weltweiten Straffung der Geldpolitik weniger günstig entwickeln als in den vergangenen Jahren und die Nachfrage dämpfen; dies könnte mit Verzögerung der aufwärtsgerichteten Preisentwicklung entgegenwirken. Bei den angebotsseitigen Engpässen zeichnet sich insgesamt eine Entspannung auf hohem Niveau ab, nicht zuletzt aufgrund der nachlassenden globalen Nachfrage. Gleichzeitig dürfte der nach wie vor hohe Auftragsbestand vieler Unternehmen die Produktion stützen, wenn die angebotsseitigen Engpässe weiter abklingen. Insgesamt erwartet der Sachverständigenrat ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,8 % für das Jahr 2022 und von 1,9 % für das Jahr 2023. Branchenentwicklung Rückblickend ist 2022 das dritte Ausnahmejahr für die Messebranche in Folge: Fiel das erste Quartal wegen behördlicher Messeverbote nahezu aus, ist spätestens seit Herbst eine deutliche Entspannung wahrnehmbar, wenn auch das Vor-Pandemie-Niveau noch nicht erreicht werden kann. Mehr als 7,2 Millionen Besucherinnen und Besucher sowie über 142.000 ausstellende Unternehmen waren zu Gast auf deutschen Messen. Das sind 70 Prozent der Aussteller und knapp 65 Prozent der Besucher der Vor-Corona-Zeit. Der Dachverband der deutschen Messewirtschaft AUMA beschreibt das Messejahr 2022 als erneute Berg- und Tal-Fahrt, das sich letztlich jedoch erstaunlich entwickelt hat: "Trotz nicht enden wollender Unsicherheiten verzeichneten erste Branchenmessen überdurchschnittliche Besucher- und Ausstellerquoten. Obwohl die Kosten für Anreise und Übernachtung stark gestiegen sind, wollten Unternehmen auf ihre Branchentreffs nicht verzichten. Nach erster Zurückhaltung im Sommer ist klar, dass Messen bei innovativen Themen für das Gewinnen neuer Kunden und solider Vertriebskanäle die besten Bühnen sind." Premiere feierten 2022 zwei Dutzend neue Messen, vor allem zu Mobilität, Medizin und Energie. Rein digital fand nur eine Messe statt. Mehr als 5,5 Millionen Quadratmeter Standfläche wurden im vergangenen Jahr auf den Messen zwischen Husum und Friedrichshafen gebucht. Allein 4,9 Millionen Quadratmeter davon auf den fast 170 Messen von nationaler bis internationaler Bedeutung. Speziell auf diesen trafen sich rund 5,3 Millionen der mehr als sieben Millionen Besucherinnen und Besucher und 120.000 der über 142.000 ausstellenden Unternehmen. Eindrucksvoll sind die 1,9 Millionen ausländischen Messe-Besucher 2022 in Deutschland. Deren Anteil entspricht sogar einem leichten Plus verglichen mit der Zeit vor der Pandemie. Auf dem Vor-Corona-Niveau befinden sich anteilig die 70.000 ausländischen Aussteller. Bemerkenswert ist jedoch deren Herkunft. Dort zeigt sich eine deutliche Verschiebung: Kamen 2019 noch gut 30 Prozent der ausstellenden Unternehmen aus Asien, waren es 2022 nur noch knapp 19 Prozent. Dafür reisten 72 Prozent der Aussteller aus europäischen Ländern an; vor Corona lag dieser Anteil bei rund 60 Prozent. Geschäftsergebnis Messe Friedrichshafen GmbH Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit Energiepreisen auf Rekordniveau, hoher Inflation, Materialengpässen, Personalknappheit und die Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie wirkten sich bei allen Veranstaltungen der Messe Friedrichshafen GmbH aus. Eigentlich notwendige Preissteigerungen im Aussteller- und Besucherbereich aufgrund erhöhter Kosten waren nur bedingt umsetzbar, die Markt- und Konkurrenzsituation blieb weiterhin, je nach Branche, angespannt. Die erhöhten Anforderungen an eine immer komplexere Messeplanung bei kleineren Einheiten und somit geringeren Skalierungseffekten erfordern hohen personellen und finanziellen Aufwand. Dies gilt auch für die notwendige Entwicklung und den Betrieb begleitender digitaler Projekte. Im Geschäftsjahr 2022 konnten 7 der 11 geplanten Messen in Eigenregie stattfinden, weitere 12 Gastmessen, insgesamt 26 Seminare, Kongresse und Gremiensitzungen wurden von externen Partnern und Gastveranstaltern durchgeführt; im November fand die Übertragung von "Wetten dass?" aus der Zeppelin Cat Halle statt sowie der SPD-Landesparteitag mit dem Besuch des Bundeskanzlers. Zusätzlich wurden im 1. Quartal 2022 mit dem Impfstützpunkt und der zeitweisen Beherbergung der Volleyballabteilung des VfB weitere Vermietungserlöse erzielt. An den Messen und Ausstellungen in Präsenzform der Messe Friedrichshafen beteiligten sich 2.016 Aussteller aus 38 Ländern. Es kamen 218.853 Besucher zu diesen Live-Veranstaltungen. Die Gastveranstaltungen verzeichneten nochmals 146.275 Besucher. Somit beträgt die Gesamtbesucherzahl 365.128. Die Umsatzerlöse beliefen sich im Jahr 2022 auf 11.871 T€. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist als Ergebnis vor Ertragsteuern einen Verlust von -1.524 T€ aus. An die Besitzgesellschaft wurden 404 T€ weiterbelastete Grundsteuer überwiesen, eine Miete an die Besitzgesellschaft fiel aufgrund des negativen Jahresergebnisses nicht an. Pandemie-bedingt wurden alle geplanten Veranstaltungen bis April 2022 abgesagt. Die ursprünglich für Januar und Februar geplanten Veranstaltungen Pferd Bodensee, myCake und Fruchtwelt Bodensee wurden verschoben und fanden stattdessen im Sommer (myCake), Herbst (Pferd Bodensee) und im Januar 2023 (Fruchtwelt) statt. Der Impfstützpunkt und weitere Sondervermietungen trugen in der ersten Phase des Jahres ebenfalls zum Umsatz und Deckungsbeitrag des Geschäftsjahres 2022 bei. Mit der erstmals als Gastveranstaltung der fairnamic GmbH durchgeführten AERO lief der Messebetrieb der Messe Friedrichshafen im April 2022 an. Aussteller und Besucher waren aufgrund der Corona-Pandemie bei den meisten Veranstaltungen 2022 noch zurückhaltend, das Interesse an Präsenzveranstaltungen war jedoch deutlich spürbar. Die Interboot profitierte von ihrer außergewöhnlichen Durchführung in 2020 und 2021 unter Corona-Bedingungen und konnte so mit einer guten Basis in die 2022er Veranstaltung starten. Aufgrund ihrer späten Termine konnten auch Vertical Pro, Pferd Bodensee und diverse Gastveranstaltungen gute Ergebnisse erzielen. Das Instrument der Kurzarbeit wurde bis März 2022 in geringem Umfang erneut genutzt. Die Arbeitsplätze wurden weiterhin gesichert und der Personalstamm konnte im Laufe des Jahres langsam wieder erweitert werden. Die Messe Friedrichshafen konnte im Laufe des Jahres weitere Hilfsprogramme des Bundes beantragen. Diese wurden beschieden und ausgezahlt und trugen mit einem Gesamtwert von 2,4 Mio. € positiv zum Ergebnis der Messe Friedrichshafen GmbH bei. Die Schlussabrechnung wird derzeit erstellt, etwaige erwartbare Korrekturen und der Aufwand der Erstellung sind in den Rückstellungen berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der anfänglichen pandemiebedingten Einschränkungen für die Messebranche und der spürbaren Erholung infolge des schrittweisen Wegfalls dieser Restriktionen beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf als insgesamt gut. Weitere Kennzahlen der Messe Friedrichshafen GmbH:
1) Definition: Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen Durch die erstmals nicht mehr von der Messe Friedrichshafen GmbH, sondern von der fairnamic GmbH durchgeführten Messen Eurobike und AERO sowie ein turnusgemäß reduziertes Veranstaltungsprogramm ohne Fakuma und der Corona-bedingten Veranstaltungs-Erlaubnis erst ab dem zweiten Quartal wurde ein deutlich geringerer Umsatz erzielt als im Vorjahr. Ursächlich für die sonstigen betrieblichen Erträge waren die bewilligten Zahlungen aus den Corona-Hilfsprogrammen des Bundes. Gewinnausschüttungen aus der fairnamic GmbH sind zeitversetzt ab dem kommenden Jahr zu erwarten. Die veranstaltungsbezogenen Aufwendungen sanken unterproportional zum Umsatz, da einige margenstarke Veranstaltungen turnusgemäß in 2022 nicht stattfanden oder, wie beispielsweise die Eurobike, nicht mehr von der Messe Friedrichshafen durchgeführt wurden. Eine Mietzahlung an die Internationale Bodensee-Messe GmbH wurde gemäß Mietvertrag aufgrund des nicht ausreichenden Jahresergebnisses nicht geleistet. Die Personalkosten stiegen trotz des Teilbetriebsübergangs an die fairnamic GmbH in der zweiten Jahreshälfte 2021, der sich in 2022 in einem niedrigeren durchschnittlichen Personalstand niederschlägt, aufgrund von Lohnanpassungen und deutlich geringerer Kurzarbeitsquote leicht an. Der operative Cash Flow stellte sich entsprechend des Jahresergebnisses negativ dar. Die Zahlungsfähigkeit bleibt jedoch aufgrund ausreichender Liquiditätsreserven gewährleistet. Das Anlagevermögen reduzierte sich durch planmäßige Abschreibungen bei moderater Investitionstätigkeit. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch geringere offene Forderungen aus dem Veranstaltungsgeschäft verringert. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen ist aufgrund einer zwischenzeitlich geleisteten Kaufpreisrate für die Anteile an der fairnamic GmbH sowie zwischenzeitlich ausgeglichener hoher Steuerguthaben ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Vereinbarte spätere Zahlungszeitpunkte hinsichtlich der Miete an die Internationale Bodensee-Messe GmbH, korrespondierend mit den Kaufpreisraten für die Anteile an der fairnamic GmbH, führten im Vorjahr zu einem deutlichen Anstieg der Verbindlichkeiten. Diese wurden in 2022 planmäßig reduziert. Die Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich durch den negativen operativen Cash Flow um 824 T€ auf 7.505 T€. Insgesamt verringerte sich die Bilanzsumme durch die Sondereffekte um 24.612 T€ auf 23.632 T€. Durch das negative Jahresergebnis nahm das Eigenkapital um 1.416 T€ ab und beträgt damit 5.794 T€. Die gesunkene Bilanzsumme führt zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote von 14,9% auf 24,5%. Trotz der weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Situation stellt sich die Vermögens- und Finanzlage vor allem durch die strategische Ausgliederung und den Anteilsverkauf an der fairnamic GmbH stabil dar. Lagedarstellungen Messen und Ausstellungen Der für das Jahr 2022 aufgestellte Wirtschaftsplan konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen auch aufgrund der erhaltenen Hilfsgelder im Ergebnis eingehalten werden, auch wenn das ursprüngliche Umsatzziel aufgrund der Veranstaltungsausfälle zu Beginn des Jahres nicht erreicht wurde. Die Veranstaltungen, deren Durchführung ermöglicht wurde, konnten gute Erfolge erzielen. Auch die übrigen vorübergehenden Nutzungen des Messegeländes trugen positiv zum Ergebnis bei. Risikomanagement Methodisch ist das Risikomanagement zwischen dem Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen und den Führungskräften in verschiedenen regelmäßigen Jour Fixes angesiedelt. Hier ist zunächst das wöchentliche Jour Fixe mit der Geschäftsleitung, die sich aus Führungskräften der verschiedenen Fachbereiche zusammensetzt, zu nennen. Zusätzlich werden das im 2-Wochen-Turnus stattfindende Jour Fixe mit allen Projekt- und Abteilungsleitern sowie die internen Teamsitzungen und die regelmäßigen Jour Fixes des Geschäftsführers mit den einzelnen Führungskräften zu diesem Zweck genutzt. Darüber hinaus werden auf Basis der aktuellen Entwicklungen regelmäßige Liquiditätsplanungen erstellt, die einen Überblick der Liquiditätssituation der nächsten Zeit ermöglicht. Risiko- und Chancenbericht Nachdem die der Veranstaltungsbranche auferlegten Restriktionen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zwischenzeitlich vollständig weggefallen sind, arbeitet die Messebranche intensiv daran, das Vor-Pandemie-Niveau wieder zu erreichen. Die zahlreichen stattgefundenen Veranstaltungen zeigten dabei, dass die Kunden zwar noch zurückhaltend agieren, das Interesse am Medium Messe jedoch ungebrochen ist. Erschwert wurde der Neustart jedoch durch schwierige weltpolitische und weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen, verursacht wesentlich durch die kriegerischen Handlungen Russlands auf dem Staatsgebiet der Ukraine. Nicht nur die ausgelöste Energiekrise, auch weitere kostentreibende Effekte wirkten sich auf die Messe Friedrichshafen GmbH und auf die Entwicklung verschiedener auf den Messen abgebildeter Branchen aus und bedeuten auch 2023 noch eine große Herausforderung für die gesamte Messebranche. Die seit Beginn des Jahres durchgeführten Gast- und Eigenveranstaltungen verspürten diesen erhöhten Kostendruck bereits, konnten jedoch mit großem Besucherinteresse erfolgreich realisiert werden. Auch für die weiteren Veranstaltungen des Jahres gibt es mehrheitlich positive Vorzeichen und überwiegend gute Buchungsstände. Die Veranstaltungen des Joint Ventures mit der Messe Frankfurt, der fairnamic GmbH, zeigen zudem sehr gute Vermarktungserfolge, so dass mit planmäßigen Gewinnausschüttungen zu rechnen ist. Der Wirtschaftsplan kann voraussichtlich realisiert werden. Aufgrund der Ausgliederung der AERO und der Eurobike in die fairnamic GmbH, höherem Kostendruck bei schwierigen Rahmenbedingungen, erforderlichen technischen Instandhaltungsmaßnahmen sowie gestiegene Aufwendungen im Personalbereich ist dabei 2023 noch ein negatives handelsrechtliches Ergebnis prognostiziert. Insgesamt wird in der Messebranche das Thema Networking weiter an Bedeutung gewinnen. Die Messe als Vertriebsplattform wird dabei - je nach Branche mehr oder weniger intensiv - ihren Platz im Marketingmix der Unternehmen verteidigen müssen. Messen, die es verstehen, die persönliche Begegnung und das Live-Erlebnis mit dem Charakter der Business-Plattform zu verbinden und dabei die Kunden auch digital und über einen längeren Zeitraum zu begleiten, haben die Chance, aus den vergangenen und aktuellen weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Krisen gestärkt hervorzugehen. Die Geschäftsführung erachtet dieses Szenario für die Messe Friedrichshafen derzeit als realistisch. Die Liquidität ist in diesem Fall langfristig ausreichend, da mögliche Unterdeckungen bis zum Jahresende durch den Liquiditätsbestand deutlich gedeckt werden und durch die zu erwartenden Liquiditätszuflüsse aus der Vermarktung der Veranstaltungen und der Gewinnausschüttungen der fairnamic ab dem Jahr 2024 zumindest neutrale Cash Flows zu erwarten sind. Sollten wider Erwarten erneut weitreichende pandemiebedingte oder politische Einschränkungen entstehen und entsprechend weitere Veranstaltungen gefährdet sein, so muss trotz aktuell ausreichend Liquidität abermals eine enge Steuerung der flüssigen Mittel erfolgen und gegebenenfalls - durch weitere Hilfsprogramme oder durch Unterstützung der Vermieterin, der Internationalen Bodensee-Messe GmbH - gegengesteuert werden. Die Ertragslage der Messe Friedrichshafen GmbH wird auch im kommenden Jahr keine Miete an die Internationale Bodensee-Messe Friedrichshafen GmbH zulassen. Dies entspricht der vereinbarten Modifikation des Mietvertrags, die eine Abhängigkeit der Miethöhe vom Ergebnis der Messe Friedrichshafen GmbH vorsieht. Die Entwicklung der AERO und der Eurobike hat durch mögliche zukünftige Ausschüttungen der fairnamic GmbH - gemäß dem gesellschaftsrechtlichen Anteil von 51% - noch mittelbaren Einfluss auf die Jahresergebnisse. Zusätzlich trägt die AERO als Gastveranstaltung auf dem Gelände der Messe Friedrichshafen weiterhin direkt zum Ergebnis der Messe Friedrichshafen bei, während die Eurobike auf dem Frankfurter Messegelände stattfindet. Durch diese Neustrukturierung ist nach dem einmalig sehr positiven Effekt des Anteilsverkaufs in 2021 zukünftig zwar mit deutlich geringeren operativen Ergebnissen zu rechnen - die prognostizierte positive Entwicklung der fairnamic GmbH trägt jedoch ab 2023 weiterhin deutlich zum Ergebnis der Messe bei. Für beide Veranstaltungen, die AERO und die Eurobike sowie die angrenzenden Bereiche, bestehen dabei gute Chancen auf eine erfolgreiche thematische und internationale Ausweitung und Weiterentwicklung. Generell muss der Einfluss einer nicht vorhersehbaren Konjunkturlage mit verschiedensten wirtschafts-, finanz- sowie innen- und weltpolitischen Rahmenbedingungen auf die Messe Friedrichshafen GmbH und vor allem auf die Entwicklung verschiedener auf den Messen abgebildeter Branchen beobachtet werden. Nachdem die Erfahrung der der vergangenen Monate zeigt, dass es weiterhin eine breite Nachfrage nach Präsenztreffen gibt, sind vor diesem wie auch vor dem Hintergrund der erfolgten wichtigen strategischen Weichenstellungen und des deutlich kommunizierten Rückhalts durch den Hauptgesellschafter Stadt Friedrichshafen derzeit trotz weiterhin bestehender Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung keine den Bestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken erkennbar. Voraussichtliche Entwicklung Die Prognosen für das Messejahr 2023 waren gegen Ende des Jahres 2022 geprägt von vorsichtigem Optimismus, berücksichtigten in der Umsatzerwartung jedoch auch die Auswirkungen der Ausgliederungen der AERO und Eurobike, turnusgemäße Abweichungen sowie zu erwartende Kostenentwicklungen beispielsweise im Energiebereich und zusätzlichen Personalbedarf. Für das kommende Geschäftsjahr 2023 wurde demnach mit einem Umsatz von 17,8 Mio. € und damit über Vorjahresniveau gerechnet. Das handelsrechtliche Ergebnis wurde dabei mit -1,2 Mio. € prognostiziert. Nach aktuellen Erkenntnissen kann sowohl das Umsatz- als auch das Ergebnisziel erreicht oder eventuell leicht übertroffen werden. Eine Miete an die Besitzgesellschaft wird nach der Rekordmiete im Jahr 2021 auch in 2023 voraussichtlich nicht möglich sein. Der zu erwartende leicht negative operative Cash Flow wird dabei durch die vorhandenen flüssigen Mittel gedeckt, so dass die Liquidität weiterhin ausreichend ist. Zusätzliche Liquidität aus der fälligen dritten Kaufpreisrate ist der Vermieterin geschuldet. Alle Veranstaltungen der Messe Friedrichshafen müssen sich in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld behaupten - wenn auch die positiven Rückmeldungen der Kunden hinsichtlich des Wunsches nach persönlichem Kontakt ermutigend sind. Um einem geänderten Medienverhalten von Besuchern und Ausstellern Rechnung zu tragen, müssen allerdings die Social Media- und die Digitalisierungs-Aktivitäten in allen Bereichen weiter intensiviert werden. Messen mit Event-Schwerpunkt (bspw. Motorradwelt Bodensee und Klassikwelt Bodensee) müssen ihren emotionalen Charakter verstärken, um den wieder steigenden Besucher- und Ausstellerbedürfnissen nach persönlichem Kontakt und Erlebnis Rechnung zu tragen. Ebenso sollen Special Interest Veranstaltungen den Zeitgeist der jeweiligen Branche spiegeln. Zugleich ist es erforderlich, veranstaltungsindividuell zu untersuchen, in welchem Umfang der Wunsch nach zusätzlicher digitaler Kommunikation auch über das reine Messeerlebnis hinaus bedient werden kann und muss. Die Messe Friedrichshafen hat es in den vergangenen drei Jahren trotz der schwierigen Rahmenbedingungen geschafft, mehrere neue Gastveranstaltungen für den Standort zu gewinnen, mit der Vertical Pro eine innovative Eigenveranstaltung an den Markt zu bringen und durch die Partnerschaft mit der Messe Frankfurt wichtige Zukunftsthemen zu besetzen und strategisch voranzubringen. Dies bedeutet zwar seit 2022 auch eine Durchführung der Eurobike am Standort Frankfurt, durch die dort gegebenen Entwicklungsoptionen jedoch weiterhin einen signifikanten finanziellen Beitrag für die Messe. Mit der Tuning World Bodensee, der Klassikwelt Bodensee und der Ham Radio sind die kommenden Monate gut ausgelastet. Als neue Eigenveranstaltung in Kooperation mit einem Partner wird im Spätsommer die Americana, Messe für Westernreiten und -kultur, erstmals in Friedrichshafen stattfinden. Im Herbst möchte die Interboot die Branche nach den erfolgreichen vergangenen Ausgaben auch im aktuellen Jahr proaktiv begleiten. Außerdem wird die Eigenveranstaltung Vertical Pro nach ihrer Premierenveranstaltung im Jahr 2021 im November 2023 bereits zum dritten Mal durchgeführt. Darüber hinaus haben eine Vielzahl von alten und neuen Gastveranstaltern die Durchführung ihrer Veranstaltungen für 2022 auf dem Gelände der Messe Friedrichshafen geplant. Auch die AERO fand im April bereits erfolgreich als Gastveranstaltung in Friedrichshafen statt. Die Fakuma des Gastveranstalters P.E. Schall, die in 2022 turnusgemäß aussetzte, wird im Herbst 2023 ebenfalls wieder auf dem Messegelände in Friedrichshafen zu Gast sein. Auch zukünftig wird die Wettbewerbssituation gegenüber anderen Messeplätzen im eigenen Bundesland sowie bundes- und weltweit angespannt bleiben. Insbesondere sind Veranstaltungen, die hohes Zukunftspotenzial aufweisen, intensiven Abwerbeversuchen ausgesetzt. Zusätzlich bleibt die Tendenz zu anderen Formaten wie Hausmessen für markenstarke Aussteller als Alternative zum Messeauftritt ungebrochen. Diese Gesamtsituation erfordert - wie bereits umgesetzt - auch weiterhin das Denken in Allianzen und flexiblen Lösungen. Steigende Kosten - vor allem durch hohe Energiepreise und Personalknappheit in einigen Gewerken - werden in einem angespannten Marktumfeld nur bedingt durch Erhöhungen von Standmieten und Eintrittsgeldern zu kompensieren sein, dennoch muss auch dieser Bereich kontinuierlich neu bewertet werden. Ein ausgeprägtes Service- und Dienstleistungsbewusstsein, kombiniert mit der dauernden Bereitschaft, auch konzeptionell neue Wege zu gehen und bestehende Bereiche in Frage zu stellen, werden auch zukünftig die Unterscheidungsmerkmale der Messe Friedrichshafen zum Wettbewerb sein. Hierzu gehört in hohem Maße auch die ganzjährige Ansprache der Kunden über soziale Netzwerke und Online-Services. Die konstante Verbesserung der Verkehrsanbindung, die Sicherung mindestens aktueller Parkmöglichkeiten, der weitere Ausbau der Hotelkapazitäten und Gastronomieangebote in Friedrichshafen und im regionalen Umfeld sowie die Erreichbarkeit durch Flugverbindungen sind weitere wichtige Faktoren, um die Konkurrenzfähigkeit der Messe Friedrichshafen im Wettbewerb mit anderen Messeplätzen zu ermöglichen. Insgesamt blickt die Messebranche trotz großer Herausforderungen angesichts des von den Kunden gespiegelten hohen Bedürfnisses nach persönlicher Begegnung positiv in die Zukunft.
Friedrichshafen, 12. Mai 2023 Die Geschäftsführung gez. Klaus Wellmann BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022MESSE FRIEDRICHSHAFEN GMBH, FRIEDRICHSHAFENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022MESSE FRIEDRICHSHAFEN GmbH, FRIEDRICHSHAFENI. Allgemeine Hinweise Sitz der MESSE FRIEDRICHSHAFEN GmbH ist Friedrichshafen. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 631179 im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm eingetragen. Der Jahresabschluss der MESSE FRIEDRICHSHAFEN GmbH, Friedrichshafen, für das Geschäftsjahr 2022 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Unter Hinweis auf § 265 Abs. 6 HGB wurde anstellen des Postens "Materialaufwand" der Posten "Veranstaltungsbezogene Leistungen" ergänzt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung der Sachanlagen sowie der immateriellen Anlagegüter erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Der Abschreibungszeitraum entspricht den branchenüblichen Nutzungszeiten der Anlagegüter. Er liegt überwiegend zwischen 3 und 15 Jahren. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Für das allgemeine Kreditrisiko besteht zudem eine Pauschalwertberichtigung. Unverzinsliche langfristige Forderungen sind zum Barwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle wesentlichen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Einzelangaben zur Bilanz Anlagevermögen Zu Einzelheiten vgl. die gesonderte Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens". Finanzanlagen
1) Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthielten im Vorjahr Darlehensforderungen i. H. v. T€ 765 und Forderungen aus Liefer- und Leistungsverkehr i. H. v. T€ 213. Die Forderungen gegenüber Gesellschafter enthalten T€ 66 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben € 0,00 (Vj. T€ 13.574) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Im Übrigen haben alle anderen Forderungen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Vorsteuererstattungsbeträge in Höhe von T€ 31 (Vj. T€ 20), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Latente Steuern Aufgrund des Unterschieds zwischen Handels- und Steuerbilanz ergeben sich aktive latente Steuern bei den Pensionsrückstellungen und bei den sonstigen Rückstellungen. Der angewandte Steuersatz beträgt 28,0 %. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, einen Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern nicht zu bilanzieren, wird Gebrauch gemacht. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersteilzeitverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen. Mangels Vorliegens eines aktiven Marktes bzw. sonstiger geeigneter Bewertungsmodelle wird der beizulegende Zeitwert mit den fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen gleichgesetzt. Angaben zu Verrechnungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Es waren keine Aufwendungen und Erträge zu verrechnen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt € 180.000,00. Hauptgesellschafter mit einem Anteil von 50 % ist die Stadt Friedrichshafen. Im Bilanzverlust in Höhe von T€ 587 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von T€ 830 enthalten. Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Ermittlung des Erfüllungsbetrags liegt ein Rechnungszinsfuß auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,79 % (Vj. 1,87 %) zugrunde. Gehaltserhöhungen werden mit 3,0 % (3,2 % für 2023) p. a. berücksichtigt. Rentenanpassungen werden nicht erwartet. Bei der Bewertung auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes in Höhe von 1,45 % (Vj. 1,35 %) würde sich ein Verpflichtungsumfang von EUR 1.636.929,00 ergeben. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt demnach EUR 52.650,00. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen rückständige Urlaubsansprüche, Mitarbeiterprämien, Archivierung und ausstehende Rechnungen. Die langfristigen Rückstellungen werden grundsätzlich mit Zinssätzen gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Soweit Kostensteigerungen zu erwarten sind, wird dies bei der Bewertung berücksichtigt. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend den Grundsätzen des IDW RS HFA 3 (IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen) unter Anwendung eines Zinsfußes von 0,67 % (Vj. 0,49 %) bewertet. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel:
Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen T€ 1 auf Gesellschafter (Vj. T€ 2). Die Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungsverkehr gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich im Vorjahr auf T€ 177. IV. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen auf
Die Umsatztätigkeit erstreckt sich ausschließlich auf das Inland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 34 (Vj. T€ 13) (periodenfremde Erträge), Erträge aus Corona-Hilfsprogrammen in Höhe von T€ 2.406 (Vj. T€ 6.141) (außergewöhnliche Erträge), Buchgewinne aus Abgängen von Finanzanlagen in Höhe von € 0,00 (Vj. T€ 40.897) (außergewöhnliche Erträge), sowie Versicherungsleistungen und Erstattungen aus Lohnaufwand. Veranstaltungsbezogene Aufwendungen Erfasst werden hier veranstaltungsbezogene Technik- und Organisationskosten sowie Werbe- und Kommunikationsaufwendungen in Zusammenhang mit einzelnen Veranstaltungen. Personalaufwand Beschäftigt waren im Durchschnitt des Geschäftsjahres:
Der Personalaufwand ist durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld reduziert. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter diesem Sammelposten werden vor allem ausgewiesen: Hallenmieten, IT-Kosten, Werbe- und Kommunikationsaufwendungen, Messe-Entwicklungskosten, Rechts-/Beratungskosten sowie übrige Verwaltungs- und Technikaufwendungen. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Mietzahlungen sind im Vorjahr in Höhe von T€ 43.473 angefallen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Lieferantenskonti, Zinsen aus Guthaben bei Kreditinstituten, Darlehenszinsen sowie die Auflösung von Abzinsungen. In den Zinsen und sonstigen Erträgen sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 12 enthalten (Vj. T€ 3). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 29 (Vj. T€ 33). Ferner werden hier Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 1), die Abzinsung von Forderungen T€ 0,00 (Vj. T€ 92) sowie Verwahrentgelte in Höhe von T€ 15 (Vj. T€ 18) ausgewiesen. V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Seit dem Geschäftsjahr 2019 ist eine ergebnisabhängige Miete für die "Neue Messe" zu entrichten; für 2023 fällt voraussichtlich keine ergebnisabhängige Mietzahlung an. Die jährlich zu entrichtende Grundsteuer beträgt TEUR 404. Des Weiteren bestehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 203 und Verpflichtungen aus Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 716. VI. Angaben zu den Organen Mitglieder des Aufsichtsrats
Georg Pfaff, Friedrichshafen (Geschäftsführer der Pfaff Bauunternehmen GmbH / Pfaff GmbH Fertiggaragen, Friedrichshafen) Barbara Rieger, Friedrichshafen (Geschäftsführerin Hotel City-Krone Friedrichshafen) Dr. Sönke Voss, Weingarten (seit dem 19 Dezember 2022) (Geschäftsführer IHK Bodensee-Oberschwaben) Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022 betrugen TEUR 34. Geschäftsführer Klaus Wellmann Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge der aktiven und der ehemaligen Geschäftsführer ist unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet worden. Der modifizierte Teilwert für die Rentenverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern betrug am 31. Dezember 2022 T€ 470. VIII. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen An nahestehende Unternehmen und Personen wurden im Vorjahr durch einen Sondereffekt Mietzahlungen (einschließlich Nebenkosten) in Höhe von T€ 43.877 geleistet. Im Geschäftsjahr 2022 fallen Nebenkosten i. H. v. T€ 404 an. Für die Vermietung von Hallen- und Büroflächen sowie erbrachte Dienstleistungen wurden T€ 2.127 (Vj. T€ 276) von nahestehenden Unternehmen vereinnahmt. Für den Bezug von Dienstleistungen von nahestehenden Unternehmen sowie von nahestehenden Personen wurden insgesamt T€ 245 (Vj. T€ 189) entrichtet. IX. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 16. Es betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.
Friedrichshafen, 12. Mai 2023 Die Geschäftsführung gez. Klaus Wellmann
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MESSE FRIEDRICHSHAFEN GmbH, Friedrichshafen VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MESSE FRIEDRICHSHAFEN GmbH, Friedrichshafen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MESSE FRIEDRICHSHAFEN GmbH, Friedrichshafen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Friedrichshafen, 12. Mai 2023 ETL
AG
Frank, Wirtschaftsprüfer Traub, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 6. Juli 2023 festgestellt. |
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