Großhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
TYSKCOM GmbHLiquidiert
Niederfrohnaer Weg 1, 09232 Hartmannsdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Mohaupt seit 25.5.2016 | Geschäftsführer |
Torsten Barth seit 15.4.2014 | Prokura |
Susann Dr. Schmidt seit 15.4.2014 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KOMSA Kommunikation Sachsen AGHartmannsdorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2018 bis zum 31.03.2019Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018/2019Gliederung
1 Grundlagen und Geschäftsmodell Der KOMSA-Konzern (KOMSA) ist einer der führenden Dienstleister der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche (IKT, englisch: ict für information- & communication technology) in Europa. Als Spezialist mit den Kernbereichen "Business B2 B", "Business B2 C" und "Operations" ist die KOMSA-Gruppe dabei Partner aller namhaften Hersteller und Netzbetreiber der Branche. Den Handelspartnern werden Produkte und Lösungen aus einer Hand angeboten, die Industriepartner erhalten Unterstützung beim kanalspezifischen Absatz ihrer Ware und die KOMSA-Gruppe übernimmt die damit verbundenen Dienstleistungen. Unsere wesentlichen Geschäftsaktivitäten konzentrieren sich dabei auf Deutschland und Polen. Die KOMSA Kommunikation Sachsen AG (KOMSA AG) agiert als Konzern-Mutteruntemehmen, die organisatorische Struktur der Beteiligungen von KOMSA zeigt folgende Tabelle (die Spalte "Nr." kennzeichnet die Konzernunternehmen, die Beteiligungen im Konzern halten, in der Spalte "gehalten von" ist zugeordnet, welches Unternehmen die Beteiligung hält):
Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 16. Mai 2018 wurde der Geschäftsbetrieb der TYSKCOM GmbH zum 31. August 2018 eingestellt, die Gesellschaft ruht seit dem 1. September 2018. Die Telsax GmbH (kurz Telsax) wurde zum 01.04.2018 auf die mercum Logistik GmbH verschmolzen. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr ergeben sich keine weiteren Änderungen in der Struktur des Konzerns. Die von den Konzernunternehmen untereinander erbrachten Leistungen werden im Rahmen der konzerninternen Leistungsverrechnung abgerechnet. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2018 um 1,5 % gewachsen und kann damit das zehnte Jahr in Folge ein Wachstum vorweisen. Die konjunkturelle Lage in Deutschland ist weiter geprägt durch solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes ist im Vergleich zu 2017 etwas niedriger ausgefallen (2017: +2,2 %). Hauptantriebskraft ist der private Konsum. Die Prognosen für das Jahr 2019 gehen von einem weiteren Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes um 1,0 % aus. 1 Das Volumen des deutschen ict-Marktes ist vom Jahr 2017 zum Jahr 2018 um 2,0 % auf 166,0 Mrd. EUR gestiegen. Damit lag das Marktwachstum einen Prozentpunkt unter dem des Vorjahres. Das Marktsegment Informationstechnologie (IT) ist dabei um 3,1 % und das Marktsegment Telekommunikation um 1,6 % gewachsen (65,7 Mrd. EUR in 2017 zu 66,6 Mrd. EUR 2018). Für das Jahr 2019 prognostiziert der "Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien" e. V. (bitkom) ein Wachstum von 1,5 % über den gesamten ITK-Markt. Getrieben ist dieses Wachstum insbesondere durch den IT-Sektor mit 2,5 %, wobei insbesondere der Untersektor "Software" mit 6,3 % weiter auf enorm hohem Niveau wachsen wird. Für den Telekommunikationsbereich wird für das Jahr 2019 ein Wachstum von 1,1 % angenommen. Innerhalb des Telekommunikationssektors entwickeln sich hauptsächlich die Umsätze mit Endgeräten und Infrastruktursystemen positiv mit einer Prognose von 2,0 % respektive 1,6 %. Positiv zu erwähnen ist ebenfalls, dass ein Wachstum des Teilbereiches "Telekommunikationsdienste" erwartet wird, dieses wird mit 0,8 % angegeben. 2 Im Jahr 2018 wurde in Deutschland erstmals mehr mobil telefoniert als im Festnetz. Rund 119 Milliarden abgehende Gesprächsminuten mobil standen 107 Milliarden Gesprächsminuten im Festnetz gegenüber. Durch die Digitalisierung ist das Datenvolumen in Fest- und Mobilfunknetzen erneut rasant gestiegen. Der Wert der im Mobilfunknetz übertragenen Datenvolumen ist im Jahr 2018 um 44 Prozent gestiegen. Seit Verbraucher ihren inländischen Tarif zu gleichen Konditionen auch im EU-Ausland nutzen können, hat die Nutzung mobiler Dienste im Ausland deutlich zugenommen. Ende 2018 ergab sich nach Erhebungen der Bundesnetzagentur eine Anzahl von 107,5 Mio. aktiven SIM-Karten, die Zahl der aktiven SIM-Karten, die LTE nutzten, wuchs bis Ende 2018 auf 50,5 Mio. (Ende 2017: 44,9 Mio.). 3 Die Gesamtheit der Netzzugänge lässt auf die in Nutzung befindliche Anzahl von Geräten schließen, woraus sich für KOMSA wiederum Potentiale für Ersatzbeschaffungen, Reparaturen und Zubehörverkäufe ergeben. KOMSA bietet Distributions- und Servicedienstleistungen für private (B2C) und geschäftliche (B2B) Endverbraucher an, die Vertriebswege sind dabei indirekt (über weitere Handelsstufen an private und geschäftliche Endverbraucher) oder direkt (ausschließlich an Geschäftskunden). Die Geschäftsentwicklung ist damit indirekt von der Konjunkturentwicklung bei Investitionen und im Konsum abhängig. Im Rahmen der beschriebenen Konjunkturentwicklung der deutschen Wirtschaft hat sich das Konsumklima in Deutschland im Jahr 2018 positiv entwickelt und wird sich nach den Prognosen auch 2019 weiter positiv entwickeln. Der deutsche Markt für technische Konsumgüter entwickelte sich im 1. Quartal 2019 stabil, beim Umsatz gibt es im Vorjahresvergleich mit +0,2 Prozent kaum Bewegung. Telekommunikationsendgeräte weisen eine leicht negative Entwicklung auf, positiv verlief das Geschäft u.a. mit innovativen Produkten wie Wearables und Smartwatches. 4
1 Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie (2019): "Jahreswirtschaftsbericht 2019",
Berlin, Januar 2019, www.bmwi.de.
Polen zählt nach wie vor zu den dynamischsten Wirtschaften innerhalb Europas. Die Prognosen zur Entwicklung der polnischen Wirtschaft für das Jahr 2019 liegen bei plus 4,2 %, damit belegt das polnische Wirtschaftswachstum Platz 2 in Europa. Diese Entwicklung wird hauptsächlich getrieben durch die private Konsumnachfrage, die für Anfang 2019 angekündigten höheren Sozialausgaben werden darauf zusätzlich positiv wirken. Auch die gestiegenen Investitionsausgaben der öffentlichen Hand sowie der Unternehmen haben 2018 zum Anstieg des Wirtschaftswachstums beigetragen, der Trend wird sich 2019 fortsetzen. 5 Mit einem Volumen von 8,6 Mrd. EUR hatte der IT-Markt in Polen im Jahr 2017 einen Anteil von 2,1 % an der Verwendung des gesamten Bruttoinlandsproduktes und liegt damit im Durchschnitt der osteuropäischen Länder. 6 Der Umsatz mit Telekommunikationsgeräten im Einzel- und Großhandel in Polen wächst seit 2014 stetig, auch die Prognosen für 2019 und 2020 zeigen hier Wachstumserwartungen. 7 Die Entwicklung des weltweiten Marktes für ict-Produkte und -Services wird dynamischer und volatiler erwartet. Analysten wie z. B. die Gartner Group prognostizieren weiteres Wachstum für den weltweiten sowie auch für den deutschen ict-Markt. Gartner nennt Wachstumsprognosen in Höhe von 2,4 % für den ict-Markt in Deutschland und sogar 3,2 % für den weltweiten Markt für ict Produkte und Dienstleistungen. 8 Insbesondere der Trend der digitalen Transformation hat hier starken Einfluss. KOMSA agiert international im Bereich Distribution als Großhändler für ict-Produkte, der Verkauf außerhalb Deutschlands stellt allerdings keinen strategischen Schwerpunktbereich dar. Der Markt wird stark durch Kursentwicklungen, Preisschwankungen an den internationalen Handelsplätzen und durch die Strategie der Produzenten beeinflusst.
5 Quelle: GTAI (Germany Trade and Invest):
Wirtschaftsausblick - Polen, 03. Juni 2019,
www.gtai.de/Polen
2.2 Geschäftsverlauf Der KOMSA-Konzern kann im Geschäftsjahr 2018/2019 zum fünften Mal in Folge mit 1.115 Mio. EUR eine Gesamtleistung von über 1 Mrd. EUR ausweisen. Die erzielte Gesamtleistung konnte im Vergleich zum vorhergehenden Geschäftsjahr nicht wie geplant gesteigert werden. Allerdings wurde das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Das abgelaufene Geschäftsjahr ist durch besondere Marktentwicklungen geprägt, die Bedingungen, unter denen KOMSA Geschäfte betreibt, sind permanenten Veränderungen unterworfen. Nach dem Geschäftsjahr 2017/2018, das durch Strukturveränderungen und Maßnahmen zur Neuausrichtung von KOMSA geprägt war, haben diese Maßnahmen im Jahr 2018/2019 positive Wirkungen auf den Geschäftsverlauf gezeigt. KOMSA hat in wesentlichen Bereichen den Turnaround geschafft und damit die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt. Ziel der Strukturveränderungen im Jahr 2017/2018 war es, die gesamte Organisation noch stärker auf die Kunden in den Bereichen Business-to-Business und Business-to-Consumer auszurichten. Im Ergebnis ist eine Konzernstruktur mit den Business-Bereichen "B2B", "B2C", "Operations" und "International" geschaffen worden. Die Zusammensetzung der Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2018/2019 nach den beschriebenen Bereichen zeigt folgende Übersicht:
In allen Bereichen wird die Geschäftsentwicklung des KOMSA Konzerns von Veränderungen in der Strategie der wichtigen Akteure auf den relevanten Märkten beeinflusst. So entscheiden Hersteller und Handelspartner immer wieder, ob sie ihr Geschäft direkt, d.h. ohne zwischengeschaltete Distributionsfunktion, oder indirekt abwickeln. Dies führt zu Schwankungen im möglichen Geschäftsvolumen für Distributoren auf dem deutschen und polnischen Markt. KOMSA stellt sich hinsichtlich der Anzahl von Partnern in der Beschaffung und im Absatz breit und diversifiziert auf, um die Abhängigkeiten zu minimieren. Im Konzernbereich B2B sind alle Aktivitäten von KOMSA gebündelt, gewerbliche Endverbraucher mit Produkten aus dem ICT-Segment zu bedienen. Die Endverbraucher werden auf unterschiedliche Art und Weise adressiert, zum einen über Reseller und zum anderen direkt im Auftrag von Herstellern und Netzbetreibern. Die verschiedenen Absatzkanäle werden im Wesentlichen über die Konzernunternehmen KOMSA Systems GmbH, KOMSA Nordwest GmbH, KOMSA Enterprise Services GmbH und Noritel Mobile Kommunikation GmbH adressiert. Der Bereich B2B hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt, mit einem Umsatzplus deutlich über Marktwachstum von 18 % konnten Marktanteile ausgebaut werden. KOMSA arbeitet im Konzernbereich B2C mit den wichtigsten Kunden und Produzenten im ict-Markt zusammen. Der Bereich umfasst alle Vertriebswege hin zum privaten Endverbraucher. KOMSA ist im Consumer-Bereich abhängig von der Marktentwicklung und der jeweiligen Vertriebsstrategie der Produzenten. Auch im Jahr 2018/2019 hat es Veränderungen in den Vertriebswegen der Produzenten gegeben, die einen Teil des Umsatzrückgangs im B2C-Bereich erklären. Außerdem hat die technologische Entwicklung von Hard- und Software sowie von Netzkapazitäten wesentlichen Einfluss auf das Kaufverhalten. Die Geschäftsentwicklung in diesem Bereich wird durch technologische Trends beeinflusst und ist somit abhängig von der Anzahl der Produktinnovationen von Herstellern und Netzbetreibern. Aktuell gibt es wenige solcher Innovationen, Smartphones und Tablets sind, abgesehen von Verbesserungen einzelner Leistungsmerkmale, in ihren wesentlichen Funktionen schon über längere Zeit unverändert und ausgereift. Die beschriebene Marktentwicklung hat zu einem Umsatzrückgang von 9 % im B2C-Bereich geführt. Durch die langfristige Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Produzenten (Hersteller, Netzbetreiber) als Vertragspartner kann KOMSA weiterhin lieferanten- und produktunabhängig agieren. Die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Produktbereichen, Vertriebskanälen und bezogen auf einzelne Hersteller hat dazu geführt, dass das erzielte Umsatzvolumen stärker diversifiziert ist und somit der Abhängigkeitsgrad von einzelnen Marktentwicklungen weiter verringert wurde. Dennoch wirken Marktentwicklungen und insbesondere Marktstörungen auf das Geschäft von KOMSA. So hat der aktuell stattfindende Handelsstreit zwischen USA und China Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Bereiche B2B und B2C. Durch das Setzen des chinesischen Herstellers Huawei auf die U.S.-amerikanische "schwarze Liste" wird das Geschäft von KOMSA beeinflusst, da dieser Hersteller entsprechend seiner Marktanteile in Deutschland Bestandteil des Produktportfolios von KOMSA ist. KOMSA beurteilt die Situation um Huawei regelmäßig neu, ergreift geeignete Maßnahmen und überwacht deren Wirksamkeit (siehe auch unter 3. Risikobericht). Der Konzernbereich Operations umfasst das Angebot von logistischen Dienstleistungen und After-Sales-Services für Kunden der ict-Branche und von Endverbrauchern. Im Bereich After-Sales setzt sich der Trend rückläufiger Reparaturvolumen fort, aufgrund der gesunkenen Reparaturvolumen wurden niedrigere Umsatzerlöse erzielt. KOMSA ist wie in den Vorjahren für die Durchführung von Reparaturen aller relevanten Mobilfunkgerätehersteller autorisiert. Der Reparaturbereich in Polen musste aufgrund des Verlustes eines wesentlichen Herstellervertrages die Reparaturkapazität deutlich nach unten anpassen. Im Geschäftsjahr 2019/2020 wird das dafür zuständige Tochterunternehmen, die w-support.pl Sp. z o.o. keine Reparaturen mehr ausführen und ausschließlich logistische Dienstleistungen im Konzern erbringen. Die im Bereich Operations angebotenen logistischen Dienstleistungen werden nahezu vollständig konzernintern erbracht und über die Bereiche B2B und B2C an externe Kunden vertrieben. Für die Umsetzung des Projektes "RELOEAD-Digitalisierung der KOMSA-Infralogistik" im Rahmen der Standorterweiterung am Hauptsitz, wurde KOMSA mit dem deutschen Logistik-Preis 2018 der Bundesvereinigung Logistic (BVL) und dem europäischen Logistikpreis der European Logistics Association (ELA) ausgezeichnet. Die Umsatzerlöse des Bereichs Operations sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 35 % gesunken, der Hauptteil des Rückgangs ist auf das gesunkene Reparaturvolumen zurückzuführen. Im Konzernbereich International konzentriert sich KOMSA entsprechend der strategischen Ausrichtung auf das Inlandsgeschäft in Polen und bietet international agierenden Herstellern einen abgestimmten Zugang zu Absatzkanälen im polnischen Markt an. Der Beitrag des Konzernbereichs International zur Konzerngesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr um 9 % angestiegen. KOMSA hat die polnische Organisation im Rahmen eines Turnaround-Projektes stärker auf die wesentlichen Kundenkanäle und deren Anforderungen ausgerichtet, das Produktportfolio optimiert und das Kostenniveau durch Prozessverbesserungen gesenkt. Im Vorjahr sind in den sonstigen Erträge Verkäufe an einzelne Kunden noch nicht den davor genannten Business-Bereichen zugeordnet. Durch die genauere Zuordnung der Kundenverantwortung wird seit diesem Geschäftsjahr eine intensivere Betreuung des Geschäfts mit diesem Kunden gewährleistet. Aus der beschriebenen Entwicklung der Konzernbereiche ergibt sich die erzielte Gesamtleistung in Höhe von 1.115 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018/2019. 2.3 Ertragslage Die Entwicklung der Konzern-Gesamtleistung nach Produktkategorien über alle Konzernbereiche ist in der folgenden Abbildung dargestellt.
In der regionalen Verteilung der Gesamtleistung sind die erzielten Umsatzerlöse in Polen gestiegen und im Inland und im restlichen Ausland gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein größerer Teil der Gesamtleistung im deutschen und polnischen Inland erzielt (94 % zu 91 % im Vorjahr). Die Konzern-Gesamtleistung ist im Vergleich zu 2017/2018 um 3 % gesunken.
Die Konzern-Gesamtleistung hat sich entsprechend der Planung entwickelt, im Rahmen der Neuausrichtung und der damit verbundenen Anpassungen in der Konzernstruktur seit dem Jahr 2017/2018 wurde von einem Rückgang der Umsatzerlöse ausgegangen. Die positiven Effekte der ergriffenen Maßnahmen zeigen sich in den Ertragskennzahlen, von denen die wesentlichen und deren Entwicklung der folgenden Tabelle zu entnehmen sind.
Das erzielte Ergebnis vor Steuern, Finanzierungsaufwand und Abschreibungen (EBITDA) hat sich um 4,7 Mio. EUR verbessert. Da die Abschreibungen gesunken sind und das Finanzergebnis gestiegen ist, wurde das erzielte Ergebnis vor Steuern (EBT) um 117 % verbessert und beträgt nunmehr 10,1 Mio. EUR. Das abgelaufene Geschäftsjahr ist geprägt durch positive Wirkungen aus den beschriebenen Maßnahmen sowie durch die Festigung und den Ausbau der Stellung von KOMSA am Markt. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Konzernbereich Business B2B seine positive Entwicklung fortgesetzt und die erzielten Ergebnisse in den zugeordneten Kundenkanälen verbessert. Der Konzernbereich Business B2C konnte die zum Konzernergebnis beigetragenen Ergebnisse verbessern, was auf eine konsequentere Ausrichtung auf die Kunden in den bearbeiteten Marktbereichen und durch interne Optimierungen von Prozessen und Strukturen zurückzuführen ist. Im Konzernbereich Operations konnte noch keine Ergebnisverbesserung erzielt werden, v.a. im Bereich After Sales Services wirkte der Rückgang des Reparaturvolumens negativ auf die Marge. Im Konzernbereich International hat KOMSA Polska den Turnaround geschafft und liefert aus den Aktivitäten auf dem polnischen ict-Markt wieder positive Ergebnisbeiträge. In Summe konnten Rückgänge in einzelnen Bereichen durch Wachstum in anderen Bereichen mehr als kompensiert werden. Die als Reaktion auf Marktveränderungen in den Jahren 2017 und 2018 ergriffenen Maßnahmen zur Strukturveränderung im Konzern waren somit erfolgreich und richten die vorhandenen Ressourcen noch wirksamer auf Geschäftsanforderungen aus. Im Vergleich zur abgegebenen Prognose im Rahmen des Konzernabschlusses 2017/2018 ergeben sich aus den erläuterten positiven Entwicklungen folglich auch positive Abweichungen zur damaligen Ertragsprognose. Die Entwicklung der Gesamtleistung liegt leicht unter den Erwartungen. Das Ergebnis vor Steuern hat sich besser als geplant entwickelt. 2.4 Finanzlage Die Finanzlage des KOMSA-Konzerns hat sich stabil entwickelt, was im Detail der folgenden Übersicht zu entnehmen ist.
9 Wirtschaftliches Eigenkapital = Bilanzielles
Eigenkapital + 70 % des Sonderpostens.
Vom Bilanzgewinn des Mutterunternehmens (2,4 Mio. EUR) des Geschäftsjahres 2017/2018 wurde keine Ausschüttung an Aktionäre vorgenommen und der gesamte Betrag gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. September 2018 den Rücklagen zugeführt. Aufgrund des gestiegenen Konzernbilanzgewinns im laufenden Jahr ergibt sich ein Anstieg im wirtschaftlichen Eigenkapital um 8 % auf jetzt 79,9 Mio. EUR. Dies entspricht einer Quote von 28 % der Bilanzsumme (Vorjahr 30 %). Hinsichtlich der eigenen Aktien wird auf den Anhang verwiesen. Die Rückstellungen sind um 4,9 Mio. EUR gestiegen (+14 %). Hier sind in den Rückstellungen für vereinbarte Kundenkonditionen und Provisionszahlungen Anstiege zu verzeichnen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aufgrund planmäßiger Tilgungen um 1,4 Mio. EUR niedriger als zum Vorjahresstichtag und betragen jetzt 58,5 Mio. EUR. Zusätzliche Mittel wurden nicht aufgenommen. Um die Finanzierung der getätigten Investitionen und des laufenden Working-Capital-Bedarfs sicherzustellen, hat KOMSA in den Vorjahren verschiedene Schuldscheindarlehen und ein Förderdarlehen aufgenommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 43 % auf 90,8 Mio. EUR angestiegen. Der Anstieg ist auf höhere Einkaufsvolumen bei Herstellern mit langen Zahlungszielen zurückzuführen. In Summe ist das Volumen des eingesetzten Gesamtkapitals im Vergleich zum Vorjahr um 34,4 Mio. EUR (+14 %) gestiegen. Der Anstieg ist durch die Geschäftsentwicklung getrieben und auf der Vermögensseite zum Aufbau von Umlaufvermögen verwendet worden. Dem Konzern standen zum 31. März 2019 in Deutschland Betriebsmittelkredite in Höhe von 19 Mio. EUR, eine Linie über den Verkauf von Kundenforderungen (ABS) in Höhe von 75 Mio. EUR sowie eine Factoring-Linie in Höhe von 40 Mio. EUR zur Verfügung. Die Kreditlinien wurden zum 31. März 2019 nicht in Anspruch genommen, die ABS- und Factoring-Linien wurden in Höhe von 83 Mio. EUR in Anspruch genommen (Vorjahr 71 Mio. EUR). Zusätzlich kann der Konzern auf Linien bei verschiedenen polnischen Banken zurückgreifen, die in Summe ein Linien-Volumen von 8 Mio. EUR ergeben. Außerdem stehen in Polen 21 Mio. EUR im Rahmen mehrere Factoring-Vereinbarungen zur Verfügung. Die Factoring-Linie wurde in Höhe von 15 Mio. EUR in Anspruch genommen. Die Zahlungsfähigkeit des KOMSA-Konzerns war im Berichtszeitraum stets gegeben und ist nach aktuellem Stand auch zukünftig gesichert. Dafür stehen neben Schuldscheindarlehen über 49,5 Mio. EUR und 10,4 Mio. EUR KfW-Förderdarlehen weitere Finanzierungsbausteine wie ABS und die Betriebsmittellinien in Deutschland und Polen zur Verfügung, welche die finanzielle Stabilität langfristig sicherstellen. Ein Teil der Schuldscheindarlehen wird im Jahr 2019 zur Rückzahlung fällig, dafür ist ausreichend Liquidität vorhanden. Eine neue Finanzierungslösung steht kurz vor dem Vertragsschluss. Die finanzielle Entwicklung des Konzerns stellt sich anhand einer Kapitalflussrechnung nach DRS 21 wie folgt dar:
Der Finanzmittelfonds besteht zum Stichtag fast ausschließlich aus den liquiden Mitteln. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Gegensatz zum Vorjahr gesunken, hier wurden finanzielle Mittel zum Aufbau von Warenbestand und Forderungen verwendet. Das höhere Periodenergebnis und die gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reichten dabei nicht aus, den Anstieg im Waren- und Forderungsbestand zu kompensieren. Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurden im Vergleich zum Vorjahr weniger Mittel in Sachanlagen und immaterielle Wirtschaftsgüter investiert. Die Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 7,0 Mio. EUR). Im Wesentlichen entfallen die Investitionen auf Sachanlagen (1,3 Mio. EUR) und immaterielle Vermögensgegenstände (1,5 Mio. EUR). Die Finanzierung der Investitionen ist sichergestellt und erfolgte aus dem erwirtschafteten Cashflow. Aus der Finanzierungstätigkeit sind 2,8 Mio. EUR im Rahmen planmäßiger Tilgungen und Zinszahlungen abgeflossen, im Vorjahr wurde planmäßig mehr getilgt. In Summe ergibt sich ein Anstieg des Finanzmittelfonds zum 31. März 2019 um 4,1 Mio. EUR auf 34,9 Mio. EUR. KOMSA hat entschieden, die ursprünglich geplante Investition in die Errichtung eines Logistik-, Repair- und Bürogebäudes am Standort Wroclaw (Polen) vorerst nicht durchzuführen. Die vorhandenen Ressourcen und Kapazitäten reichen aus, um das geplante Geschäftsvolumen in Polen zu realisieren. Auch für die Geschäftsjahre 2019/2020 und 2020/2021 ist die Finanzierung der geplanten Umsatzziele und Investitionen gewährleistet. 2.5 Vermögenslage Aus der Entwicklung von Anlage- und Umlaufvermögen ergibt sich ein eingesetztes Gesamtvermögen von 283,6 Mio. EUR. Die Vermögensentwicklung zeigt die folgende Übersicht:
Das Anlagevermögen im Konzern ist infolge des geringeren Investitionsvolumens im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 3,4 Mio. EUR gesunken. Diese Entwicklung ergibt sich im Wesentlichen aus Zugängen in Höhe von 2,8 Mio. EUR abzüglich eines Abschreibungswertes von 6,1 Mio. EUR. Der Wert des Umlaufvermögens ist mit 221,0 Mio. EUR im Vergleich zum 31. März 2018 um 38,1 Mio. EUR höher. Innerhalb dieser Bilanzposition wirken geschäftsbedingte Anstiege bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+17,2 Mio. EUR) sowie bei den sonstigen Vermögensgegenständen (+15,8 Mio. EUR). Der Anstieg der verfügbaren finanziellen Mittel in Kasse und Bankguthaben (+4,2 Mio. EUR) ergibt sich aus der Entwicklung des Cash-Flows. In Bezug auf die um 3 % gesunkene Gesamtleistung haben sich die Bestände des Umlaufvermögens somit in Summe überproportional entwickelt. Hauptursache dafür ist die Ausweitung der Zahlungsziele auf der Kundenseite. Durch Veränderungen im Mix der Absatzkanäle steigen die Forderungen aufgrund von wachsendem Geschäft mit Kunden, mit denen längere Zahlungsziele vereinbart sind. Zusätzlich wirkten die im Vorjahresvergleich um 24 % gestiegenen Märzumsätze bestandserhöhend. Alle Kundenforderungen werden regelmäßig und intensiv überwacht, hohe Beträge an offenen Forderungen sind über Kreditversicherungen abgesichert. 2.6 Leistungsindikatoren Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns sowie zur internen Steuerung werden verschiedene finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren verwendet. Die Gesamtleistungsrendite vor Steuern ist von 0,4 % im Geschäftsjahr 2017/2018 auf aktuell 0,9 % gestiegen. Diese Entwicklung folgt aus den weiter oben beschriebenen Effekten. Die Ergebnisanstiege in den Konzernbereichen B2B, B2C und International wirken positiv auf die Renditekennzahlen. Im Konzernbereich Operations folgt der Rückgang der absoluten Deckungsbeiträge aus fehlendem Reparaturvolumen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wirkten Maßnahmen zur Verbesserung der Organisationsstruktur des Konzerns und Maßnahmen zur effizienteren Marktbearbeitung für die positive Entwicklung der Leistungsindikatoren. Für das kommende Geschäftsjahr wird im Mix über alle Konzernbereiche und Produktkategorien ein Anstieg der operativen Gesamtleistungsmarge erwartet. Das Wachstum in den Konzernbereichen B2B und B2C wird sich fortsetzen, im Konzernbereich Operations sind Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ergriffen worden. Im Konzernbereich International wird sich die positive Entwicklung fortsetzen. Der im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Wertbeitrag des KOMSA-Konzerns zum Sozialprodukt der gesamten Volkswirtschaft und dessen Verteilung wird in der folgenden Wertschöpfungsrechnung dargestellt. Im Geschäftsjahr 2018/2019 war der von KOMSA erzielte Wertzuwachs 5 % höher als im Vorjahr.
Im Geschäftsjahr 2018/2019 war der von KOMSA erzielte Wertzuwachs 2,8 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Die um 5 % höhere Wertschöpfung ist anteilig an den Staat in Form von Steuern und Abgaben (+75 %) geflossen bzw. im Unternehmen verblieben (+156 %). Durch die geplante Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen wird für die Leistungsindikatoren der Wertschöpfungsrechnung eine stabile Entwicklung prognostiziert. In der Verteilung der erwirtschafteten Wertbeiträge wird wieder der Großteil der erzielten Wertschöpfung für Personalaufwendungen und deren Steigerung verwendet werden. In der Unternehmensphilosophie von KOMSA ist verankert, dass die Mitarbeiter die wichtigste Ressource bilden und ihre Fähigkeit, sich zu entwickeln, die wichtigste Voraussetzung für den Geschäftserfolg darstellt. Umfangreiche Aus- und Fortbildungs- sowie Traineeprogramme stellen die ständige Weiterentwicklung der Mitarbeiter sicher. KOMSA legt sehr viel Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Soziales Engagement und nachhaltiges Wirtschaften sind ebenso Bestandteile des Konzern-Leitbildes von KOMSA. Neben dem Engagement und der Verantwortung für den Konzern und die Mitarbeiter gehören eine hohe Verantwortung für die Region und ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein zum Selbstverständnis. Unterstützungsleistungen sind stark regional ausgerichtet und umfassen neben Sport und Kultur auch außergewöhnliche Projekte, z. B. im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement. Aktives Energie- und Umweltmanagement, ökologisches Bauen und Regenwassernutzung sind Beispiele dafür, wie die Leitlinien des Ressourcen- und Umweltschutzes umgesetzt werden. 3 Risiken, Chancen und Prognose 3.1 Management von Chancen und Risiken Das unternehmerische Handeln von KOMSA ist mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund bewertet KOMSA ein wirksames Management von Chancen und Risiken als bedeutenden Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Wertes des Konzerns. Die Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des unternehmensweiten Systems der Führung und liegt vorwiegend in der Verantwortung der einzelnen Konzernbereiche. Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Controlling-Prozess, das konzerninterne Regelwerk aus Richtlinien und Verfahrensanweisungen sowie das Berichtswesen. Zur Kontrolle und Prävention wurde die Funktion der Internen Revision etabliert. In regelmäßigen Besprechungen zur Geschäftsentwicklung werden die Chancen und Risiken, die in den Strategien der Unternehmensbereiche qualitativ und quantitativ bewertet werden, aktualisiert und Ziele und Steuerungsmaßnahmen vereinbart. Zur besseren Koordination und Dokumentation des dezentralen Risikomanagements wurde die Funktion eines Beauftragten für Risikomanagement geschaffen. 3.2 Risiken und Risikomanagement von KOMSA Der Konzern betrachtet Risikomanagement als wesentlichen Bestandteil des laufenden Geschäfts und wettbewerbliche Notwendigkeit. Unter Risikomanagement wird die regelmäßige, systematische und frühzeitige Identifizierung und Bewertung relevanter Risiken für alle Unternehmensbereiche verstanden. Damit soll gewährleistet werden, dass zeitnah und sachgerecht auf Veränderungen reagiert werden kann. Darauf aufbauend werden entsprechende Maßnahmen zur Risikohandhabung und Chancenauswertung ausgewählt, umgesetzt und auf deren Wirksamkeit überprüft. Das Risikomanagementsystem besteht aus unterschiedlichen, miteinander verbundenen Planungs-, Kontroll- und Informationssystemen, die der regelmäßigen Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen unterliegen. Organisatorisch liegt die Verantwortung für das beschriebene Risikomanagement in den jeweiligen Konzernbereichen. Unterstützt wird es durch verschiedene zentrale Funktionen der Konzernbereiche "Finance, Controlling & IT" sowie "Human Resources & Legal". In diesen Konzernbereichen sind die zentralen kaufmännischen Funktionen organisiert, die die anderen Konzernbereiche beraten und bereichsübergreifend steuernd wirken. Außerdem verfügt KOMSA über ein risikoorientiertes Konzerncontrolling-System. Wesentliche Risikofelder und Steuerungsmaßnahmen: a) Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Die konjunkturelle Lage auf den für KOMSA relevanten Märkten ist im Jahr 2018 stabil. Die Aussichten für 2019 und 2020 sind weiter positiv. Dennoch können äußere Einflüsse dieser Entwicklung entgegenwirken. Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation in Deutschland und Polen und dabei speziell in den für KOMSA relevanten Wirtschaftsbereichen hängt stark von der weltwirtschaftlichen Entwicklung ab. Hier beeinflusst u.a. die Entwicklung im Handelsstreit zwischen USA und China die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen und der polnischen ict-Branche. So können einzelne Maßnahmen der Akteure, wie zum Beispiel das U.S. amerikanische Handelsembargo bezüglich der Produkte des chinesischen Herstellers Huawei, direkt Einfluss auf den Absatz von KOMSA haben. KOMSA steuert diese Risiken über geeignete Maßnahmen wie z.B. die Absicherung durch Regelungen von Rückgabe- und Rücktrittsrechten in den Lieferverträgen. Die Themen Stabilität und Staatsverschuldung im EURO-Raum sind weiterhin relevant, es kann zu Rückwirkungen auf die Konsumneigung der Privatkunden oder auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland kommen. Rückgänge in diesen beiden Aktionsfeldern der Wirtschaft hätten direkte Wirkung auf das Geschäft von KOMSA. Diese Risiken werden durch laufende Marktbeobachtung und die Überwachung volkswirtschaftlicher Kennzahlen analysiert und gesteuert. b) Markt-, Wettbewerbs- und Dispositionsrisiken Das Risiko der Abschwächung des Absatzes besteht für KOMSA im Wesentlichen durch Unsicherheiten der wirtschaftlichen Entwicklung und durch den Verdrängungswettbewerb innerhalb und außerhalb der gewählten Vertriebswege. Durch die weitere Verschmelzung von Telekommunikation und Informationstechnologie werden weiter neue Wettbewerber aus dem Bereich der IT-Distribution in den Telekommunikationsmarkt eintreten bzw. ihre Aktivitäten im TK-Bereich verstärken. Diese Entwicklung betrifft sowohl den deutschen als auch den polnischen ict-Markt. Es kommt weiterhin verstärkt darauf an, den Kunden in jedem Vertriebskanal bedarfsgerechte Lösungen anzubieten. KOMSA ist auf diese Marktsituation umfassend vorbereitet und bestrebt, die erreichten Wettbewerbsvorteile mit verstärkter Kundenbindung zu erhalten, auszubauen und in nachhaltige Vertriebserfolge umzusetzen. Durch den Abschluss von Kunden- und Lieferantenvereinbarungen werden Risiken durch Preis-und Marktschwankungen, Gewährleistungsübernahmen, Transportschäden, Nichteinhaltung von Leistungszusagen oder unzureichende Rückdeckung entstehen. Als nennenswertes Einzelrisiko ist auch hier der Handelsstreit zwischen USA und China einzuschätzen. Insbesondere der vom US-Präsidenten ausgerufene Telekommunikationsnotstand in den USA und das Setzen des Herstellers Huawei auf die "schwarze Liste" kann negativ auf die Geschäftsentwicklung von KOMSA wirken. Ein Risiko besteht in dem vorhandenen Lagerbestand an Huawei-Ware bei KOMSA, hier kann die Markt- und Image-Entwicklung von Huawei dazu führen, dass die Ware nur mit Wertabschlägen verkaufsfähig ist, wovon gegenwärtig aber nicht ausgegangen wird. Zur Reduktion des Risikos wurden wirksame Maßnahmen, wie z. B. die Belieferung von Kunden im Streckengeschäft ohne Zwischenlagerung, ergriffen. Auf der Basis eines ausgebauten Vertragsmanagements, der Absicherung über eine breite Struktur von Lieferanten, Kunden und Dienstleistern, eines aktiven Versicherungsmanagements und der engen Kontaktpflege zu Kunden und Lieferanten werden die Verträge und Geschäftsbeziehungen laufend auf Risiken und Verbesserungspotentiale überprüft. Dispositionsrisiken in Beschaffungs- und Verkaufsvorgängen begegnet KOMSA durch eine tägliche prioritäten- und kennzahlenorientierte Prozesskontrolle, gestützt durch interne Genehmigungs- und Freigabeverfahren. Weiterhin stellt der Weg- oder Ausfall bestimmter Lieferanten, Partner und Kunden ein Risiko für die KOMSA dar. Ein solches Szenario kann bspw. durch Streiks, Naturkatastrophen, politische Unruhen, Wirtschaftskrisen und Ahnliches aber auch durch bewusste Entscheidung für einen anderen Wettbewerber oder ggf. durch die Fusion mit einem anderen Unternehmen eintreten. KOMSA begegnet diesen Risiken mit dem Ausbau einer breiten Kundenbasis und teilweise mit einer kundenspezifischen Ausrichtung von Prozessen und Dienstleistungen, dem Aufbau eines Systems zum Customer Relationship Management, einem Rating der Kunden und Lieferanten vor Listung sowie der bewussten Anfrage und Zusammenarbeit mit mehreren Wettbewerbern. c) Management- und Leistungsrisiken Die Geschäftstätigkeit bei KOMSA kann durch Fehler, Fehleinschätzungen der Mitarbeiter und Fehlentscheidungen des Managements gefährdet sein. Eine Stärke der Organisation von KOMSA sind flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege. Somit wird eine schnelle Reaktions- und Handlungsfähigkeit gewährleistet, jedoch entstehen auch Risiken. Entscheidende Geschäftsprozesse werden daher zunehmend in separaten Richtlinien geregelt, welche mehrere Prüfebenen sowie den Einbezug zentraler Bereiche wie bspw. Procurement, das Project Management Office oder Legal festlegen. d) IT-Risiken KOMSA verfügt über ein hochleistungsfähiges EDV- und TK-System. Potentielle Risiken aus fehlerhaften Abläufen, Ausfällen bzw. Störungen, z. B. durch Sabotage oder Diebstahl, begegnet KOMSA durch ein ausgereiftes System an Überprüfungen und Sicherungsmaßnahmen, wie z. B. umfangreiche Regelungen und Kontrollen zum Datenzugriff, zur Datensicherung und zur Prozesssicherheit. Die zentralisierte Verantwortung dafür liegt im Konzernbereich KOMSA ict. Auch die Absicherung gegen Softwareausfälle, Schadsoftware, Viren und Hackerangriffe liegt in der Verantwortung von KOMSA ict zusammen mit der Unit Corporate Security. Das Managementsystem zur Informationssicherheit von KOMSA wurde im Jahr 2017 erstmals nach der Norm DIN:ISO 27001 zertifiziert und wird jährlich durch ein externes Überwachungsaudit entsprechend der Norm überprüft. e) Risiken aus dem Unternehmensumfeld (sachbezogene Risiken) Schäden an eigenen Gebäuden, Anlagen und Sachen können zum einen unverschuldet durch höhere Gewalt (Überschwemmungen, Blitzeinschläge, Sturm) oder durch Szenarien, in denen sich Dritte unbefugten Zutritt zum Gebäude verschaffen (Einbruch/Diebstahl) eintreten. Auch Versorgungsausfälle (Elektrizität, Wärme) und weitere Elementarschäden wie Brand und Explosion können zu einer vorübergehenden Betriebsunterbrechung oder sogar zum Wegfall bestimmter Betriebsteile führen. Hierfür hat KOMSA zahlreiche präventive Maßnahmen ergriffen und Krisenpläne für den Ernstfall erstellt. f) Personalrisiken Unter Personalrisiken zählen hauptsächlich die Fluktuation sowie Schwierigkeiten in der Beschaffung qualifizierter Mitarbeiter und Pflichtverletzungen durch Mitarbeiter. Um diesen Risiken zu begegnen, wurden bereits zahlreiche Leistungen für Mitarbeiter eingeführt, die die KOMSA-Mitarbeiter motivieren und KOMSA zu einem attraktiven Arbeitgeber in der Region machen sollen. Weiterhin wurde die KOMSA Akademie gebildet, die zahlreichen innerbetrieblichen Weiterbildungen und Entwicklungsmöglichkeiten organisiert. KOMSA legt außerdem viel Wert auf die Ausbildung eigener Nachwuchskräfte und bildet jährlich ca. 25 Facharbeiter und Studenten an Berufsakademien aus. Somit ist KOMSA in der Lage, qualifiziertes Personal auch selbst im Unternehmen zu entwickeln. Mit einem überschaubaren Rahmen an innerbetrieblichen Richtlinien und Arbeitsanweisungen und die Kommunikation über die Leiter werden die Mitarbeiter zu ihren Pflichten informiert, schwerwiegende Verstöße werden sanktioniert. g) Beteiligungsrisiken KOMSA hält nationale und internationale Beteiligungen. Die Eingliederung der Organisation, Leistungen und Prozesse stellen erhöhte Anforderungen an die Beteiligten. Gleichzeitig ist eine laufende Überwachung des investierten Kapitals und der Unternehmensentwicklung der Beteiligungen erforderlich. Es wurden eindeutige Verantwortlichkeiten geschaffen und in der Unternehmensorganisation verankert, die dazu beitragen, negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben. h) Finanzrisiken Bestehende Zinsänderungs- und Währungsrisiken werden durch die Nutzung unterschiedlicher Sicherungsinstrumente und Zahlungsbedingungen minimiert. Mit dem Einsatz von Derivaten werden vorhandene Zinsänderungsrisiken abgesichert. Offene Fremdwährungspositionen in USD werden nur in geringem Umfang und über sehr kurze Zeiträume eingegangen. Zur Sicherung des aktuellen Kursniveaus wurden Devisentermingeschäfte in PLN abgeschlossen. Vorhandene Finanzderivate werden laufend überwacht und bewertet. Für bestehende Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Forderungsausfallsrisiken werden mit Hilfe geeigneter Instrumente laufend überwacht und begrenzt. Der Finanzmittelbedarf wird vorausschauend geplant und abgesichert. Zur Sicherung des zukünftigen Finanzbedarfs dient eine Struktur aus den Bausteinen Forderungsverkauf, Schuldscheindarlehen und Betriebsmittelkredite. Es besteht ein umfangreiches Berichts- und Kontrollsystem zur Sicherung von Eigenkapital und Rendite. Die aufgenommenen Darlehen und Kredite sind teilweise an die Einhaltung definierter Finanzkennzahlen gebunden. Für den Fall der Nichteinhaltung einzelner Finanzkennzahlen haben die Darlehensgeber zum einen die Möglichkeit eine Margenerhöhung durchzusetzen, was für KOMSA zu einer Erhöhung des Finanzaufwands führen würde. Zum anderen besteht die Möglichkeit seitens der Investoren, die Darlehen und Kredite zu kündigen. Eine entsprechende Überprüfung der Einhaltung der Kennzahlen wird regelmäßig vorgenommen. KOMSA überwacht über verschiedene Instrumente die Einhaltung dieser Kennziffern und kann somit rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten. Das Risiko der Nichteinhaltung von Finanzkennzahlen wird aktuell als gering eingeschätzt. Zinsswaps: Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken variabel verzinster Verbindlichkeiten hat KOMSA Sicherungsgeschäfte in Form von Payer Zinsswaps und Forward Payer Zinsswaps ("zahle fix - empfange variabel") abgeschlossen. Mit Hilfe dieser Swaps werden Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte ausgeglichen, die sich aus Veränderungen der Euribor-Zinssätze ergeben. Mit den Sicherungsmaßnahmen verfolgt KOMSA das Ziel, variabel verzinste Finanzierungsverbindlichkeiten in festverzinsliche zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind hierbei kein Bestandteil der Sicherung. a. macro-hedges KOMSA hat zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken sogenannte macro-hedges getätigt. Mit Hilfe dieser Sicherungsmaßnahmen wird eine Gruppe aus variabel verzinsten Verbindlichkeiten abgesichert. Die Wirksamkeit der Sicherungsinstrumente wird prospektiv und retrospektiv überprüft und dokumentiert. Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der Deutschen Bank AG, Frankfurt am Main, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzinstrument wurde durch die Deutsche Bank AG unter Verwendung eigener Market-to-Market (MTM)-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 34 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 30. Juni 2016 und endet am 30. Juni 2020. Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 89 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 30. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2021. Mit Vertrag vom 18. März 2014 wurde mit der UniCredit Bank AG, München, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die UniCredit Bank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 62 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 4. Januar 2016 und endet am 31. Dezember 2019. Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der UniCredit Bank AG, München, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die UniCredit Bank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 54 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 30. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2020. Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die IKB Deutsche Industriebank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 53 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 31. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2020. Die Zahlungsstromrisiken der zugrundeliegenden Finanzierungen werden durch die Zinssicherungsgeschäfte teilweise kompensiert (Bodensatzabsicherung). Mit der daraus abgeleiteten Bildung einer Bewertungseinheit (macro-hedge) wurde unter Verwendung der Einfrierungsmethode auf einen bilanziellen Ausweis der Wertänderungen der Einzelgeschäfte sowie der Sicherungsinstrumente verzichtet. b. micro-hedges Im Rahmen der Emission des Schuldscheindarlehens (SSD) wurden seitens der Investoren 1 Mio. EUR mit einem variablen Kupon gezeichnet. Diese 1 Mio. EUR hat eine Laufzeit von sieben Jahren. Zur Absicherung der hieraus entstehenden Zinsrisiken schloss KOMSA einen Forward Payer Swap mit der Commerzbank AG am 16. Juli 2012 ab. Dieser ist als micro-hedge einzustufen, da er im Volumen und Fälligkeit den zugrundeliegenden Basisgeschäften entspricht. Für dieses Finanzinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von insgesamt TEUR 9 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 12. Juli 2013 und endet am 15. Juli 2019. Die Zahlungsstromrisiken der zugrundeliegenden Finanzierungen werden durch die Zinssicherungsgeschäfte teilweise kompensiert (Bodensatzabsicherung). Mit der daraus abgeleiteten Bildung einer Bewertungseinheit (micro-hedge) wurde unter Verwendung der Einfrierungsmethode auf einen bilanziellen Ausweis der Wertänderungen der Einzelgeschäfte sowie der Sicherungsinstrumente verzichtet. Devisentermingeschäfte: Auf Basis der Abwicklung eines geringen Geschäftsanteils in USD hat KOMSA mehrere Devisentermingeschäfte mit der Deutschen Bank AG abgeschlossen. Diese dienen der Reduzierung von Währungskursrisiken und sind an entsprechende Aufträge (Kundenseite) sowie Bestellungen (Lieferantenseite) gekoppelt. Der kumulierte positive Marktwert dieser Geschälte betrug zum 31. März 2019 auf Basis des MTM-Modells TEUR 5. Auf Basis der Abwicklung eines Teiles des Geschäftsumfangs in EUR und USD haben die KOMSA Polska Sp. und die w-support.pl Sp. mehrere Devisentermingeschäfte zur Reduzierung von Währungsrisiken abgeschlossen. Die Transaktionen wurden über die mBank S.A., PKO BP S.A. und die Deutsche Bank Polska S.A. abgewickelt. Der kumulierte Marktwert der Geschäfte betrug zum 31. März 2019 auf Basis der MTM-Methode umgerechnet 25 TEUR. a) Rechtsstreitigkeiten KOMSA ist Partei in mehreren gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren und beabsichtigt, sich in diesen Verfahren entschieden zu verteidigen bzw. ihre Ansprüche zu verfolgen. Nach den aktuellen Verfahrensständen sind negative Folgen aus Rechts- und Patentstreitigkeiten nicht zu erwarten. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems wurden die überwachten Einzelrisiken in 7 Konzernrisiken verdichtet zusammengefasst und hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenhöhe bewertet. Aus dieser Bewertung ergibt sich eine Einstufung aller erfassten Risiken in 4 Risikoakzeptanzstufen, für die wiederum der Umgang mit dem Risiko geregelt ist (Risikosteuerung). Die Gesamtrisikosituation hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht grundlegend verändert. Weitere wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, über den bisher beschriebenen Umfang hinaus, sind für einen überschaubaren Zeitraum von zwei Jahren nicht zu erkennen. Aus heutiger Sicht ist der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet und langfristig gesichert. 3.3 Chancen und Potentiale für die Entwicklung von KOMSA KOMSA ist mit allen Unternehmensbereichen den unterschiedlichen Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Märkten der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche unterworfen. Die in diesem Bericht beschriebene Geschäftsentwicklung und die dargestellte Unternehmenslage ergeben innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Chancenpotenziale. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (bitkom) prognostiziert für den deutschen ict-Markt im Jahr 2019 ein Wachstum von 1,5 % 10. Dabei werden wirksame Wachstumsimpulse durch den Trend zur Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Geschäftsprozessen in Unternehmen erwartet. Dieser Trend ist ebenfalls in anderen Volkswirtschaften zu beobachten, so wird z. B. auch der polnische ict-Sektor aufgrund der beschriebenen Entwicklung weiter wachsen. Die Wachstumsimpulse bieten Potentiale für alle Konzernbereiche. Chancen ergeben sich für KOMSA aufgrund des breiten Sortiments in den Produktbereichen und durch das hohe Fachwissen und die hohe Prozessqualität in der Abwicklung von Kundenprojekten. Marktpotentiale ergeben sich immer wieder durch technologische Weiterentwicklungen der verfügbaren Lösungen für die effiziente Kommunikation in Unternehmen und für private Endverbraucher. Im Bereich Infrastruktur werden die Unternehmen Antworten auf weiter steigende Anforderungen zu Performance, Sicherheit und Verfügbarkeit finden müssen. Das Lösungsangebot von KOMSA ist auf konkrete Prozessverbesserung und Kostenersparnis in den Kundensystemen fokussiert. Für die Vermarktung von Dienstleistungen im ict-Umfeld durch den Konzernbereich B2B ergeben sich Wachstumschancen. Die oben beschriebene Markt- und Technologieentwicklung erzeugt Impulse für die Nachfrage nach Dienstleistungen. Der Kostendruck bei Herstellern, Netzbetreibern und Vertriebsunternehmen sowie deren strategische Ausrichtung auf ihr jeweiliges Kerngeschäft werden dazu führen, dass die Produzenten und Kunden verstärkt Prozesse auslagern und sich dafür Dienstleistungspartner suchen. KOMSA hat sich auf dieses Potential durch eine neue vertriebliche Aufstellung und zusätzliche Ressourcen eingestellt. Potential für weiteres Geschäftswachstum ergibt sich im Konzernbereich B2C aufgrund der Tatsache, dass der Markt für ict-Produkte laut verschiedener Prognosen von Verbänden und Konsumforschern in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Sowohl private als auch gewerbliche Endverbraucher werden das Internet noch stärker mobil nutzen. Im Rahmen des Trends "Digitalisierung im Handel" wird KOMSA aktiv an der Umsetzung neuer Geschäftsmodelle arbeiten. Weitere Potentiale ergeben sich aus dem Ausbau von Breitband-Netzzugängen in Deutschland, diese kann KOMSA durch Nutzung der Vertriebsbasis und des Lösungs-Know-hows sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich nutzen. Chancen für die weitere Geschäftsentwicklung im Konzernbereich Operations ergeben sich aus der guten Marktstellung von KOMSA als Reparaturdienstleister mit einem breiten Zugang zu verschiedenen Kanälen für die Einsendung defekter Geräte. Die Kunden in diesen Kanälen bestätigen seit Jahren die Qualitätsführerschaft von KOMSA in verschiedenen Kundenbefragungen." Daraus ergibt sich weiteres Wachstumspotential für den Konzernbereich Operations. Im Vergleich zum Wettbewerb bietet KOMSA die breiteste Palette an Herstellerautorisierungen für Reparaturen. Der Konsolidierungsprozess auf dem Repair-Markt in Deutschland und Polen hält weiter an, KOMSA hat aufgrund der Größe klare Chancen, weitere Volumina von kleineren Marktteilnehmern zu übernehmen. Besonders im Bereich der kostenpflichtigen Reparaturen außerhalb der Herstellergarantie gibt es aufgrund der längeren Nutzungsdauer von Smartphones und Tablets und der relativ hohen Preise für Neuanschaffungen Potentiale zur Steigerung der Reparaturzahlen. Die Wachstumsprognosen sowohl für den polnischen Gesamtmarkt als auch speziell für den Sektor "Telekommunikation und IT" in Polen sind positiv. Aus dieser Marktentwicklung ergeben sich Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung des Konzernbereichs International. 3.4 Prognosen zum Geschäftsverlauf und zur Lage In den Geschäftsjahren 2019/2020 und 2020/2021 wird KOMSA die beschriebenen Wachstumspotenziale nutzen, das Unternehmen kann weiter von der positiven Entwicklung des deutschen und polnischen ict-Marktes profitieren. Hier lassen die positiven Konjunkturaussichten weitere positive Impulse auf das Konsumklima in Deutschland und Polen erwarten. In der aktuellen Konjunkturumfrage in der ict-Branche hat der Hightech-Verband bitkom festgestellt, dass die Unternehmen der Branche von einer weiteren Verbesserung des Geschäftsklimas ausgehen. 12 Veröffentlichte Daten für die Entwicklung der polnischen Wirtschaft zeigen ein Wachstum von 5,1 % im Jahr 2018 und prognostizieren 4,6 % Wachstum für 2019 und 3,6 % für 2020. Dabei bleibt nach Meinung der Experten der private Konsum die Antriebskraft der polnischen Wirtschaft. Das wirkt auch auf den Wirtschaftssektor "IT und Kommunikation". 13 Der Umsatz mit Telekommunikationsgeräten im Einzel- und Großhandel in Polen wächst seit 2014 stetig, auch die Prognosen für 2019 zeigen hier Wachstumserwartungen.
11 Quelle: Telecom Handel (2018): "Leserwahl
2018: KOMSA fährt allen voraus", München, 26.
November 2018, siehe auch
www.telecom-handel.de/distribution/leserwahl/.
Der Unternehmensbereich B2B plant ein Umsatzwachstum von 18 %. Im Bereich B2B Reseller kann Wachstum mit neuen Kunden und Projekten realisiert werden, hier baut KOMSA seine Rolle als Integrator in der Wertschöpfungskette zwischen Hersteller und Systemhauskunden weiter aus. KOMSA hat sich als leistungsfähiger Outsourcing-Partner etabliert, Grundlage der Planung im Bereich B2B Enterprise Services sind konkrete Ansätze zur Ausweitung des Bestandskundengeschäftes und zur Akquise neuer Dienstleistungskunden. Der umsatzstarke Unternehmensbereich B2C plant um 7 % steigende Umsatzerlöse. Im anhaltenden Konzentrationsprozess wird sich die Distribution von KOMSA weiter als stabiler und leistungsfähiger Partner für Kunden und Produzenten profilieren. Dazu wird das Spektrum von zu bedienenden Vertriebskanälen und von angebotenen Produktsortimenten weiter ausgebaut. Aufgrund der Umsetzung der strategischen Ziele Unabhängigkeit und Profitabilität plant KOMSA Rückgänge bei margenschwachen Kundengruppen, die durch die geplante Steigerung des Geschäfts mit einer größeren Anzahl anderer Kunden kompensiert werden. Die Umsetzung dieser Planung führt wiederum zu steigenden Margen im Unternehmensbereich B2C. Die im Konzernbereich Operations vorhandenen Reparaturverträge stellen sicher, dass das geplante Reparaturvolumen im Geschäftsjahr 2019/2020 erreicht werden kann. Die Planungen beruhen außerdem auf der Annahme, dass kostenpflichtige Reparaturen durch Endverbraucher im Business- und Consumer-Segment stärker nachgefragt werden. Auf die Realisierung der dafür notwendigen Prozesse und zur passenden Ersatzteilversorgung hat sich der Konzernbereich im Jahr 2018/2019 vorbereitet. In der Vermarktung der Dienstleistung Datenrettung ergeben sich weitere Potentiale aufgrund der steigenden Nachfrage nach fachgerechter und sicherer Wiederherstellung verlorengegangener Daten von Smartphones und Tablets. Weiteres Marktpotential besteht in dem Bereich der B-Warenvermarktung. Die anzukaufenden Gebrauchtgeräte im guten bis sehr guten Zustand werden für B-Ware-Händler immer knapper, was die Aufarbeitung und Reparatur von Defekt-Retouren interessanter macht um diese ebenfalls der Zweitnutzung zuzuführen. Die w-support mit ihren Produktionskapazitäten kann als eine der wenigen Anbieter im deutschen Markt, größere Volumen aufnehmen und reparieren. KOMSA kann erste erfolgreiche Aufträge vorweisen und befindet sich in regem Austausch mit potentiellen Geschäftspartnern die die Vorteile erkannt haben und für sich nutzen wollen. Potentialträchtig ist außerdem der Bereich e-Mobilität. Auf Grund gesetzlicher Regularien sind die Hersteller gezwungen, Endmontagen von e-Bikes und ähnlichen Geräten in Deutschland durchführen zu lassen. Da hier insbesondere Know-how im Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus gefragt ist und mit der zunehmenden Konnektivität von Fortbewegungsmittel und Smartphone die klassischen Fachhändler an ihre technischen Grenzen kommen, kann KOMSA in dem Bereich auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen. Nach außen legt KOMSA im Geschäftsjahr 2019/2020 den Fokus auf die weitere Verbesserung der online-Aktivitäten und auf die weitere Steigerung des über diesen Kanal generierten Geschäftes. Intern liegt der Schwerpunkt auf der weiteren Optimierung der Reparaturprozesse und der logistischen Abläufe im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Die positiven Prognosen für den polnischen ict-Markt bilden die Grundlage für die geplante stabile Entwicklung im Konzernbereich International. In diesem positiven Marktumfeld liegt der Schwerpunkt auf der Konzentration auf profitable Kundenkanäle und Produktsortimente. Daraus folgt, bestimmte unrentable Segmente nicht mehr zu bedienen, mit der Folge, sinkende Umsatzerlöse in diesem Konzernbereich zu planen. Durch gezielteres Management des working capitals werden die Kosten für Finanzierung und Handling sinken, so dass der Konzernbereich in Summe höhere Ergebnisse zum Gesamterfolg des Konzerns beitragen wird. Die Aufbauorganisation des KOMSA-Konzerns wurde im Rahmen der durchgeführten Strukturveränderungen weiterentwickelt, durch die noch klarere Definition der Verantwortungsbereiche innerhalb der Organisation wurde die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt. Vor allem die Kundenverantwortung wurde dadurch geschärft. Die Vernetzung der Bereiche innerhalb des Konzerns wurde organisatorisch verbessert und bildet ebenfalls die Grundlage für die noch engere Einbindung der polnischen Tochterunternehmen in den Konzernverbund. Parallel zu den beschriebenen Erwartungen bezüglich Markt- und Umsatzentwicklung wird KOMSA weiterhin mit optimierten Prozessen und Kostenstrukturen arbeiten. KOMSA plant im Mix der verschiedenen Unternehmensbereiche mit weiter wachsenden Deckungsbeiträgen. Das Niveau der Gemeinkosten wird im Verhältnis zu den Deckungsbeiträgen unterproportional ansteigen. Durch das breite Leistungsportfolio sowohl im B2C- und B2B-Bereich als auch im Dienstleistungsbereich sieht sich KOMSA in der Lage, die für 2019/2020 und 2020/2021 gesetzten Ziele zu erreichen. Die Konzernplanung geht unter Berücksichtigung der beschriebenen Annahmen davon aus, dass KOMSA im Geschäftsjahr 2019/2020 die Konzern-Gesamtleistung um 10 % steigern wird. Die oben beschriebenen Entwicklungen haben zur Folge, dass die Steigerung des Ergebnisses vor Ertragsteuern im kommenden Geschäftsjahr auf 11,5 Mio. EUR realistisch geplant ist.
Hartmannsdorf, den 3. Juli 2019 Der Vorstand gez. Uwe Bauer, Vorsitzender gez. Steffen Ebner gez. Sven Mohaupt gez. Katrin Haubold gez. Torsten Barth Konzernbilanz zum 31. März 2019AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis 31. März 2019
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018/2019Allgemeine Hinweise Die KOMSA Kommunikation Sachsen AG (kurz: "KOMSA") ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz unter HR B 17771 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss für den Zeitraum vom 1. April 2018 bis 31. März 2019 wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 298 i. V. m. § 266 und § 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung werden die sonstigen Steuern, die betragsmäßig unwesentlich sind, unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, so dass die Posten "sonstige Steuern" und "Ergebnis nach Steuern" entfallen. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der KOMSA alle konsolidierungspflichtigen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der KOMSA unmittelbar und mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Der Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:
Die Telsax GmbH wurde zum 1. April 2018 auf die mercum Logistik GmbH verschmolzen. Konsolidierungsgrundsätze Die Abschlüsse der einzelnen Tochterunternehmen werden nach einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung wird entsprechend den Bestimmungen des § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierung für erstmals in den Konzernabschluss einzubeziehende Gesellschaften erfolgt entsprechend § 301 Abs. 2 HGB auf den Erwerbszeitpunkt bzw. den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Ausleihungen sowie andere Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Die Leistungsbeziehungen zwischen den Konzerngesellschaften erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Etwaige Zwischenergebnisse auf konzerninterne Lieferungen und Leistungen wurden im Hinblick auf deren nur untergeordnete Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen, nicht in Euro bilanzierenden Unternehmen wird nach der Stichtagskursmethode durchgeführt. Danach erfolgt die Umrechnung des in die Erstkonsolidierung eingegangenen Eigenkapitals zum Mittelkurs des Zeitpunkts der Erstkonsolidierung. Sämtliche übrige Posten der Bilanz werden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages angesetzt. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in einen gesonderten Posten innerhalb des Eigenkapitals eingestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen sind neben Personaleinzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die aktivierten Eigenleistungen beinhalten Personalkosten sowie anteilige Gemeinkosten. Bei den planmäßigen Abschreibungen wird im Wesentlichen von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen:
Seit dem Geschäftsjahr 2011 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150 bis EUR 410 im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang aus dem Anlagevermögen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden ausgewählte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150 bis EUR 410 teilweise aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das betrifft vorrangig Einrichtungsgegenstände, die in größeren Stückzahlen angeschafft wurden. Ab dem Geschäftsjahr 2018/2019 wird die Grenze für Geringwertige Wirtschaftsgüter aufgrund der gesetzlichen Regelung entsprechend auf die neuen Grenzwerte mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 bis EUR 800 angepasst. In Vorjahren erhaltene Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen werden in einem Sonderposten für erhaltene Zuschüsse ausgewiesen, der über die Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst wird. Das Vorratsvermögen (Bestände an Rohstoffen und Waren) wurde zu Anschaffungskosten nach der Methode des gewogenen Durchschnitts, vermindert um Boni, Rabatte und Skonti, bewertet. Um den Bestandsrisiken Rechnung zu tragen, sind, soweit dies erforderlich war, Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (Marktpreis) vorgenommen worden. Die unfertigen Leistungen sowie unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bestehend aus Fertigungs-, Material- und allgemeinen Verwaltungskosten sowie angemessenen Teilen der jeweiligen Gemeinkosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung mit 0,75 % auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen Rechnung getragen worden. Forderungen in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nenn- bzw. Nominalwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag sind, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen, in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Betrag der Pensionsrückstellungen resultiert aus der Saldierung der Pensionsverpflichtungen (TEUR 1.015) mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung (TEUR 678). Die Ermittlung der Sollwerte der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bei einem Zinssatz von 3,12 %. Lohn- und Gehaltssteigerungen, Fluktuation und Rentendynamik wurden aufgrund des Kreises der Berechtigten nicht berücksichtigt. Aufgrund des im März 2016 in Kraft getretenen Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditlinie (statt Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes Verwendung eines Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes) betrug der maßgebende Zinssatz 3,12 % statt 2,26 %. Das führte zu einem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB von TEUR 134. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Aktivwert (auf einem aktiven Markt zustande gekommener Preis). Die Anschaffungskosten betragen TEUR 521. Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken - unter Berücksichtigung von angemessenen Kostensteigerungen - und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung und sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. Vom Wahlrecht der Abzinsung von Rückstellungen mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert; Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag sind, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen, in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 188 (Vj. TEUR 344), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um noch nicht fällige Vorsteuererstattungsansprüche. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aktive latente Steuern Für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen für selbsterstelltes immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen und ihren steuerlichen Wertansätzen, welche sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen, wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 440 (Vj. TEUR 525) mit aktiven latenten Steuern aus Wertansatzunterschieden der Vorräte, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen, Zeitwertbilanzierung des Deckungsvermögens sowie Grundstücken und Bauten in Höhe von TEUR 497 (Vj. TEUR 912) saldiert, so dass per Saldo aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 57 (Vj. TEUR 387) ausgewiesen werden. Es wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Eigenkapital Zum Bilanzstichtag umfasst das Eigenkapital das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB, die Gewinnrücklagen, die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und den Konzernbilanzgewinn. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft bestand das gesamte Geschäftsjahr 2018/2019 aus 1.511.780 Stück vinkulierten Namensaktien im Nennbetrag von je EUR 1,00. Davon wurde der Nennwert der eigenen Anteile (EUR 3.259,00) offen abgesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien entwickelte sich wie folgt:
Gemäß der Rahmenzusage über eine Mitarbeiterbeteiligung fallen die einem Arbeitnehmer gewährten Aktien im Falle des Ausscheidens aus der Gesellschaft bzw. einem verbundenen Unternehmen, soweit das Beschäftigungsverhältnis nicht mindestens fünf Jahre bestand, entschädigungslos in das Eigentum der Gesellschaft zurück. Im Berichtszeitraum sind 725 Aktien aufgrund des Ausscheidens von Mitarbeitern in das Eigentum der Gesellschaft übergegangen bzw. wurden von der Gesellschaft erworben. Der Rückkaufpreis betrug für 225 Aktien 45,31 EUR/Aktie, 500 Aktien wurden zum Preis von 81,75 EUR/Aktie zurückgekauft. Der Anteil der eigenen Aktien entspricht 0,22 % des gezeichneten Kapitals. Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB beträgt zum 31. März 2019 unverändert gegenüber dem Vorjahr EUR 560.581,96. Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage und andere Gewinnrücklagen. Die gesetzliche Rücklage beträgt zum 31. März 2019 unverändert gegenüber dem Vorjahr EUR 17.028,50. Die Entwicklung der anderen Gewinnrücklagen im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Gewinnvortrag Der Gewinnvortrag beträgt TEUR 2.545. Entwicklung des Eigenkapitals Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel gemäß des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 22 (DRS 22: Konzerneigenkapital). Das Konzerneigenkapital entsprechend dem Konzerneigenkapitalspiegel enthält mit TEUR 1.816 Beträge, die gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegen. Davon betreffen TEUR 1.514 Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich passiver latenter Steuern hierauf, TEUR 57 den Betrag aus der Aktivierung latenter Steuern, TEUR 111 die Zeitwertbilanzierung des Deckungsvermögens abzüglich passiver latenter Steuern hierauf sowie TEUR 134 die Ausschüttungssperre gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 6 HGB. Gewinnverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen zu beschließen, den im Geschäftsjahr 2018/2019 bei der KOMSA AG ausgewiesenen Bilanzgewinn von EUR 6.840.025,42 in Höhe von EUR 3.077.382,84 an die Aktionäre auszuschütten und den restlichen Betrag von EUR 3.762.642,58 in die Gewinnrücklagen einzustellen. Sonderposten für Investitionszuschüsse in das Anlagevermögen Der Sonderposten für Investitionszuschüsse in das Anlagevermögen (TEUR 3.516; Vorjahr: TEUR 3.739) wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB gebildet und enthält Zuschüsse für die im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" geförderten Investitionsvorhaben. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt parallel zur Abschreibung der geförderten Wirtschaftsgüter. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Rückstellungen für Kundenboni TEUR 13.547 (Vj. TEUR 12.218), Rückstellungen für Personalkosten TEUR 3.907 (Vj. TEUR 2.992), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 2.607 (Vj. TEUR 2.244) und Rückstellungen für Kartenprovisionen an Händler TEUR 13.498 (TEUR 12.815) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen besitzen vollständig kurzfristigen Charakter. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden die folgenden Sicherheiten gestellt: Zugunsten der PKO Bank Polski:
Die Höhe der abgetretenen Forderungen und der Betrag der gesicherten Verbindlichkeiten betrugen zum 31. März 2019 TEUR 6.793. Zugunsten der mBank S.A.:
Die Höhe der abgetretenen Forderungen und der Betrag der gesicherten Verbindlichkeiten betrugen zum 31. März 2019 TEUR 2.940. Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 15 HGB Bestehende Zinsänderungs- und Währungsrisiken werden durch die Nutzung unterschiedlicher Sicherungsinstrumente und Zahlungsbedingungen minimiert. Mit dem Einsatz von Derivaten werden vorhandene Zinsänderungsrisiken abgesichert. Offene Fremdwährungspositionen in USD werden nur in geringem Umfang und über sehr kurze Zeiträume eingegangen. Zur Sicherung des aktuellen Kursniveaus wurden Devisentermingeschäfte in PLN abgeschlossen. Vorhandene Finanzderivate werden laufend überwacht und bewertet. Zinsswaps Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken variabel verzinster Verbindlichkeiten hat KOMSA Sicherungsgeschäfte in Form von Payer Zinsswaps und Forward Payer Zinsswaps ("zahle fix - empfange variabel") abgeschlossen. Mit Hilfe dieser Swaps werden Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte ausgeglichen, die sich aus Veränderungen der Euribor-Zinssätze ergeben. Mit den Sicherungsmaßnahmen verfolgt KOMSA das Ziel, variabel verzinste Finanzierungsverbindlichkeiten in festverzinsliche zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind hierbei kein Bestandteil der Sicherung. a) macro-hedges KOMSA hat zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken sogenannte macro-hedges getätigt. Mit Hilfe dieser Sicherungsmaßnahmen wird eine Gruppe aus variabel verzinsten Verbindlichkeiten abgesichert. Die Wirksamkeit der Sicherungsinstrumente wird prospektiv und retrospektiv überprüft und dokumentiert. Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der Deutschen Bank AG, Frankfurt am Main, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzinstrument wurde durch die Deutsche Bank AG unter Verwendung eigener Market-to-Market (MTM)-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 34 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 30. Juni 2016 und endet am 30. Juni 2020. Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 89 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 30. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2021. Mit Vertrag vom 18. März 2014 wurde mit der UniCredit Bank AG, München, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die UniCredit Bank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 62 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 4. Januar 2016 und endet am 31. Dezember 2019. Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der UniCredit Bank AG, München, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die UniCredit Bank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 54 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 30. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2020. Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die IKB Deutsche Industriebank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 53 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 31. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2020. Die Zahlungsstromrisiken der zugrundeliegenden Finanzierungen werden durch die Zinssicherungsgeschäfte teilweise kompensiert (Bodensatzabsicherung). Mit der daraus abgeleiteten Bildung einer Bewertungseinheit (macro-hedge) wurde unter Verwendung der Einfrierungsmethode auf einen bilanziellen Ausweis der Wertänderungen der Einzelgeschäfte sowie der Sicherungsinstrumente verzichtet. b) micro-hedges Im Rahmen der Emission des Schuldscheindarlehens (SSD) wurden seitens der Investoren 1 Mio. EUR mit einem variablen Kupon gezeichnet. Diese 1 Mio. EUR hat eine Laufzeit von sieben Jahren. Zur Absicherung der hieraus entstehenden Zinsrisiken schloss KOMSA einen Forward Payer Swap mit der Commerzbank AG am 16. Juli 2012 ab. Dieser ist als micro-hedge einzustufen, da er im Volumen und Fälligkeit den zugrundeliegenden Basisgeschäften entspricht. Für dieses Finanzinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von insgesamt TEUR 9 zum 31. März 2019 ermittelt. Die Absicherung begann am 12. Juli 2013 und endet am 15. Juli 2019. Die Zahlungsstromrisiken der zugrundeliegenden Finanzierungen werden durch die Zinssicherungsgeschäfte teilweise kompensiert (Bodensatzabsicherung). Mit der daraus abgeleiteten Bildung einer Bewertungseinheit (micro-hedge) wurde unter Verwendung der Einfrierungsmethode auf einen bilanziellen Ausweis der Wertänderungen der Einzelgeschäfte sowie der Sicherungsinstrumente verzichtet. Devisentermingeschäfte Auf Basis der Abwicklung eines geringen Geschäftsanteils in USD hat KOMSA mehrere Devisenswapgeschäfte mit der Deutschen Bank AG abgeschlossen. Diese dienen der Reduzierung von Währungskursrisiken und sind an entsprechende Aufträge (Kundenseite) sowie Bestellungen (Lieferantenseite) gekoppelt. Der kumulierte positive Marktwert dieser Geschäfte betrug zum 31. März 2019 auf Basis des MTM-Modells TEUR 5. Auf Basis der Abwicklung eines Teiles des Geschäftsumfangs in EUR und USD haben die KOMSA Polska Sp. und die w-support.pl Sp. mehrere Devisentermingeschäfte zur Reduzierung von Währungsrisiken abgeschlossen. Die Transaktionen wurden über die mBank S.A., PKO BP S.A., und die Deutsche Bank Polska S.A. abgewickelt. Der kumulierte Marktwert der Geschäfte betrug zum 31. März 2019 auf Basis der MTM-Methode umgerechnet TEUR 25. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Außerbilanzielle Geschäfte KOMSA hat gemeinsam mit der w-support, der aetka AG und der KOMSA Systems GmbH einen Rahmenvertrag vom 14. Dezember 2007 (zuletzt geändert am 12. Juli 2018) mit Elektra Purchase No. 17 S. A., Luxemburg, zu einem täglich revolvierenden, stillen Forderungsverkauf abgeschlossen. Wesentlicher Inhalt ist der regresslose Verkauf von jeweils definierten Einzelforderungen, wodurch der Gesellschaft kurzfristig Liquidität bereitgestellt wird. Risiken aus dem Vertragsverhältnis ergeben sich für KOMSA nicht. Im Geschäftsjahr 2018/2019 ergibt sich aus dem o. g. Rahmenvertrag ein Netto-Finanzmittelzufluss von TEUR 27.700. Des Weiteren hat die KOMSA einen Factoringvertrag mit der Markant Finanz AG vom 7. Januar 2016 abgeschlossen. Inhalt ist der Verkauf von Forderungen gegenüber den Mitgliedern der Markant Handels- und Industriewaren-Vermittlungs AG (Zentralregulierer), wodurch der KOMSA vorfristig Liquidität zufließt. Die Markant Finanz AG trägt dabei für die von ihr angekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Debitors (Delkredere). Risiken aus dem Vertragsverhältnis ergeben sich für KOMSA nicht. Im Geschäftsjahr 2018/2019 betrug der Saldo zum 31. März 2019 TEUR 2.675. KOMSA hat im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion mit der Deutsche Leasing AG einen Vertrag zur Finanzierung eines vollautomatisierten Lagers geschlossen. Mit dem Leasing über eine Laufzeit von 96 Monaten erzielt KOMSA einen Liquiditätsvorteil und hat gleichzeitig die Investition mit einem Nettoinvestitionsvolumen von Mio. EUR 3,2 außerbilanziell abgebildet. Zusätzliche Risiken aus dem Vertragsverhältnis ergeben sich für die KOMSA nicht. Zum 31. März 2019 betrug der offene Saldo aus Leasingverbindlichkeiten TEUR 2.649. Gemeinsam mit der Noritel Mobile Kommunikation GmbH und der Revived Products GmbH hat KOMSA einen Rahmenvertrag mit der PB Factoring GmbH zum Ankauf von Forderungen abgeschlossen. Wesentlicher Inhalt ist der Verkauf von jeweils definierten Einzelforderungen, wodurch der Gesellschaft kurzfristig Liquidität bereitgestellt wird. Risiken aus dem Vertragsverhältnis ergeben sich für die KOMSA nicht. Zum 31. März 2019 betrug der auf KOMSA anfallende Saldo TEUR 0. Haftungsverhältnisse Zum 31. März 2019 bestehen folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB gegen verbundene Unternehmen:
Kapitalflussrechnung Ergänzend zur dargestellten Kapitalflussrechnung geben wir folgende Erläuterungen. Unter den 2018/2019 getätigten Investitionen sind, wie im Vorjahr, keine zahlungsunwirksamen Geschäftsvorfälle zu verzeichnen. Der Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (siehe Überleitung in der Konzern-Kapitalflussrechnung). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Periodenfremde und neutrale Erträge Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2018/2019 insgesamt periodenfremde und neutrale Erträge in Höhe von TEUR 1.800 (Vj. TEUR 1.993) zu verzeichnen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 793 (Vj. TEUR 816), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 779 (Vj. TEUR 938) und um die Auflösung von Wertberichtigungen TEUR 155 (Vj. TEUR 159). Darüber hinaus wurden Zuschüsse der Agentur für Arbeit in Höhe von TEUR 61 (Vj. TEUR 31) erzielt. Periodenfremde und neutrale Aufwendungen Die Aufwendungen für Vorjahre betragen TEUR 229 (Vj. TEUR 874) und betreffen u. a. Verwaltungsaufwendungen. Fremdwährungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne von TEUR 75 (Vj. TEUR 262) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste von TEUR 307 (Vj. TEUR 299) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind mit TEUR 85 (Vj. TEUR 214) Erträge aus der Anpassung passiver latenter Steuern sowie mit TEUR 415 (Vj. TEUR 247) Aufwendungen aus der Anpassung der aktiven latenten Steuern enthalten. Die latenten Steuern resultieren ausschließlich aus dem unterschiedlichen bilanziellen Ansatz von Vermögenswerten und Schulden nach handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bestimmungen. Des Weiteren bestehen periodenfremde Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre in Höhe von TEUR 235 (Vj. TEUR 100). Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2018/2019 waren 1.222 (Vj. 1.571) angestellte Mitarbeiter (ohne Auszubildende und ohne Vorstandsmitglieder) im Konzern beschäftigt. Außerdem beschäftigte der Konzern durchschnittlich 61 ständige Aushilfen. Hiervon waren 178 Mitarbeiter incl. Aushilfen in Polen angestellt. Organe Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2018/2019 die folgenden Personen an:
Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurden an die Vorstände Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 1.069 gezahlt. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2018/2019 die folgenden Personen an:
Aufsichtsratsvergütungen wurden im Geschäftsjahr 2018/2019 nicht gezahlt. Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Am Bilanzstichtag existierten gegenüber dem Vorstand keine Forderungen aus Kreditverträgen. Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Abschlussprüferhonorar Der Konzernabschluss wird durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dresden, geprüft. Das Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2018/2019 betrifft:
Konzernbeziehungen Die Aktien der Gesellschaft befinden sich mehrheitlich im Besitz der DEROSSI Invest GmbH, Hartmannsdorf (HRB 19766 beim Amtsgericht Chemnitz), in deren Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) der Konzern einbezogen wird. Die zur Offenlegung dieses Konzernabschlusses gemäß § 325 HGB bestimmten Unterlagen sind über den elektronischen Bundesanzeiger erhältlich. Befreiung von der Offenlegung Die Vorschrift des § 264 Abs. 3 HGB zur Befreiung von der Offenlegung wurde auf alle inländischen Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der KOMSA NordWest GmbH, angewendet. Die Zustimmungen der Gesellschafterversammlungen zur Befreiung von der Offenlegung wurden entsprechend § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Hartmannsdorf, den 3. Juli 2019 Der Vorstand gez. Uwe Bauer, Vorsitzender gez. Steffen Ebner, Vorstand gez. Sven Mohaupt, Vorstand gez. Torsten Barth, Vorstand gez. Katrin Haubold, Vorstand Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2018/2019
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2018/2019
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2018/2019
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KOMSA Kommunikation Sachsen AG, Hartmannsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der KOMSA Kommunikation Sachsen AG, Hartmannsdorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KOMSA Kommunikation Sachsen AG, Hartmannsdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 3. Juli 2019 Deloitte
GmbH
Andreas Otter, Wirtschaftsprüfer Jan Kahlert, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31.03.2019, der vom Abschlussprüfer testiert und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen ist, wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29.11.2019 gebilligt. Auszug aus der NIEDERSCHRIFT
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Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018/2019 (Bilanzsumme 269.667.029,29 EUR; Jahresüberschuss 6.840.025,42 EUR) nebst Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018/2019 wird ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen. |
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Der vom Vorstand aufgestellte KOMSA Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018/2019 (Konzern-Bilanzsumme 283.586.266,75 EUR; Konzern-Bilanzgewinn 8.720.298,00 EUR) nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018/2019 wird ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen. |
Der Aufsichtsrat beschließt den Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung der KOMSA Kommunikation Sachsen AG für das Geschäftsjahr 2018/2019 einstimmig. Die Vorsitzende des Aufsichtsrates wird vom Aufsichtsrat beauftragt, der Hauptversammlung diesen Bericht vorzulegen.
Die Übereinstimmung des Wortlautes mit der mir vorliegenden Abschrift vom 12.09.2019 wird hiermit bestätigt.
Hartmannsdorf, den 12.09.2019
Kerstin Grosse, Vorsitzende des Aufsichtsrates
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