Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 23286
Eingetragen
2.1.1996
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem VersicherungsgeschäftKreditinstitute des Sparkassensektors
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Das Betreiben von Bankgeschäften gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1-9 KWG, mit Ausnahme von Nr. 6 (Investmentgeschäft) sowie die Tätigkeit als ungebundener Versicherungsvermittler gem. § 34d Abs. 1, 3 GewO.

Historie

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Management

NameRolle
Peter Xander
seit 22.1.2015
Geschäftsführer
Tanja Köhli
seit 31.10.2011
Prokura
Ulrich Mann
seit 4.7.2008
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

FFS Bank GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell der FFS Bank

1.2. Entwicklung des Marktes

1.3. Geschäftsverlauf

1.3.1. Geschäftsentwicklung

1.3.2. Entwicklung der Vermögenslage

1.3.3. Finanzlage

1.3.4. Ertragslage

2. Prognosebericht

2.1. Geschäftsmodell der FFS Bank

2.2. Entwicklungsprognose des Marktes

2.3. Prognose über den Geschäftsverlauf 2017

3. Personal- und Sozialbericht

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Strategische Chancen

4.2. Strategische Risiken

4.3. Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem

4.4. Risikotragfähigkeit

4.5. Risikokategorien

4.5.1. Adressenausfallrisiken

4.5.2. Marktpreisrisiken

4.5.3. Liquiditätsrisiken

4.5.4. Operationelle Risiken

4.5.5. Geschäftsrisiken

4.5.6. Sonstige Risiken

4.6. Zusammenfassung

5. Fazit

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell der FFS Bank

Die FFS Bank GmbH ist ein Unternehmen der Emil Frey Gruppe, die Ihren Sitz in Zürich (Schweiz) hat. Die Emil Frey Gruppe ist einer der führenden Automobilimporteure sowie -händler in der Schweiz. Ihr gehören mehrere Automobilimportfirmen und über 30 Autohäuser an und sie ist seit über 25 Jahren auch in Deutschland aktiv. Die Geschäftstätigkeit der Emil Frey Gruppe Deutschland erstreckt sich auf den Import von Pkw der Marke Subaru und Mitsubishi, den Automobilgroßhandel und -einzelhandel, den Ersatz- und Autoteilhandel sowie das Angebot von Finanzdienstleistungen.

Innerhalb der Emil Frey Gruppe Deutschland übernimmt die FFS Group bestehend aus der FFS Bank GmbH, nachfolgend FFS Bank, der FFS Private Leasing GmbH, nachfolgend FFS Private Leasing, der Free Mobility No. 4 UG (haftungsbeschränkt), nachfolgend FM 4, sowie der Frey Financial Services GmbH, nachfolgend FFS GmbH, die Aufgaben im Zusammenhang mit dem Angebot von Finanzdienstleistungen.

Die FFS Bank ist hierbei Mutterunternehmen nach § 290 HGB der Zweckgesellschaft FM 4. Die FFS Bank und ihr Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der FFS GmbH mit einbezogen. Die FFS Bank verzichtet gemäß § 291 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses. Die FM 6, die 2012 als Zweckgesellschaft zum Erwerb eines Portfolios von Kreditforderungen gegründet wurde, wurde nach der im Wesentlichen auf die FM 4 erfolgten Übertragung der Forderungen mit Gesellschafterbeschluss vom 8. Dezember 2016 mit Ablauf des 31. Dezember 2016 aufgelöst.

Die FFS Bank bietet innerhalb der FFS Group Bankdienstleistungen an und unterteilt ihre Geschäftstätigkeit in die Geschäftsbereiche Kredit, Vermittlung, Services und Einlagen.

Der Geschäftsbereich Kredit wird von der Bank in die Teilbereiche Einkaufs- und Absatzfinanzierung untergliedert. Im Bereich Einkaufsfinanzierung hat die FFS Bank auch 2016 als Importeursbank der deutschen Importeursgesellschaften für die Marken Hyundai und Subaru die Finanzierung der Pkw-Beschaffung für die den vorgenannten Importeursgesellschaften angeschlossenen Händler übernommen und die Forderungen an die Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH, nachfolgend BDK, verkauft. Des Weiteren finanziert die Bank die Pkw-Beschaffung von Händlereinkaufsgemeinschaften. Neben der Einkaufsfinanzierung im direkten Kreditverhältnis zwischen Händler und FFS Bank wird auch der Forderungsankauf im Rahmen von echten Factoringgeschäften in der Einkaufsfinanzierung der Importeursgesellschaft von Subaru genutzt.

Der Kooperationsvertrag zwischen der FFS Bank GmbH und Hyundai Motor Deutschland GmbH (HMD) endete ursprünglich am 31. Dezember 2016. Der Vertrag wurde am 18. November 2016 verlängert. Danach ist die Finanzierung des Einkaufs von Fahrzeugen bis zum 31. März 2017 vereinbart worden und eine Überleitung des Bestands der Forderungen der Bank auf den neuen Finanzierungspartner bis Anfang Mai 2017 vorgesehen. Bislang ist eine Übernahme noch nicht erfolgt. Der Vertrag mit Subaru Deutschland, der nach den im Jahr 2016 getroffenen Vereinbarungen vorzeitig zum 31. März 2017 enden sollte, wird bis auf weiteres fortgeführt.

Der Bereich Absatzfinanzierung beinhaltet Darlehen zur Finanzierung der Pkw-Beschaffung von Endkunden. Aufgrund einer im Juli 2012 vereinbarten Kooperation mit der BDK beschränkte sich das Neugeschäft für den eigenen Bestand im Bereich Absatzfinanzierung seitdem im Wesentlichen auf Anschlussfinanzierungen von Ballonfinanzierungen. Seit Beginn des zweiten Quartals 2015 wird es vollumfänglich über unseren Kooperationspartner BDK abgewickelt.

Die Kooperation mit der BDK bildet den Geschäftsbereich Vermittlung. Im Zuge der Kooperation vermittelt die FFS Bank ihr Absatzfinanzierungsgeschäft gegen Zahlung einer Provision. Der Vertrieb erfolgt dabei primär über Händler der Emil Frey Gruppe Deutschland und die Händler der Importeursgesellschaften Hyundai und Subaru.

Der Geschäftsbereich Services richtet sich mit seinen Produkten an die kooperierenden Kfz-Händler. Die FFS Bank übernimmt hier die Verwaltung von Fahrzeugdokumenten. Des Weiteren übernimmt die FFS Bank die Vertragsverwaltung für an die BDK verkaufte Forderungen der Einkaufsfinanzierung.

Der Geschäftsbereich Einlagengeschäft dient als Refinanzierungsinstrument, um unabhängiger von der Bankenrefinanzierung zu sein.

Um die Bank an das geänderte Geschäftsvolumen nach Einstellung der Absatzfinanzierung und das Auslaufen der Kooperation mit Hyundai auszurichten, erfolgten seit Mitte 2014 Anpassungen des Personalbestandes über Fluktuation, aufbau- und ablauforganisatorische Umstrukturierungen sowie die verstärkte Nutzung von Outsourcing. Mit dem Betriebsrat wurde am 4. Oktober 2016 ein Vorratssozialplan vereinbart. Der Personalbestand wurde im Jahr 2016 um weitere 3 Mitarbeiter abgebaut. Der Personalbestand beläuft sich zum 31.12.2016 auf 56 Mitarbeiter. Der Krediteigenbestand soll mittelfristig vollständig abgebaut werden.

Der zwischen der FFS Bank und ihrer Gesellschafterin FFS GmbH bestehende Ergebnisabführungsvertrag ist mit Ablauf des 31.12.2016 ausgelaufen.

1.2. Entwicklung des Marktes

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war in 2016 durch ein solides und andauerndes Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Im Jahresdurchschnitt lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9 Prozent höher als in 2015. 1 Damit ist die Prognose der EU-Kommission eingetreten. 2

Die Kauflust der Verbraucher und die Ausgaben des Staates, auch für die Unterbringung hunderttausender Flüchtlinge, trugen maßgeblich zum Wachstum bei. Die privaten Konsumausgaben stiegen dabei preisbereinigt um 2,0 Prozent, die staatlichen Konsumausgaben kletterten sogar um 4,2 Prozent. 3

Auch für das abgelaufene Jahr 2016 weist der Arbeitsmarkt eine Rekordbeschäftigung von 43,5 Millionen Erwerbstätigen aus. Im gleichen Zug sank die Arbeitslosenquote erneut auf 5,8 Prozent. Ende 2016 waren rund 2,56 Millionen Menschen ohne Arbeit. 4

Die anhaltend gute konjunkturelle Lage sowie die gute Finanzierungssituation sorgten für steigende Umsätze und Erträge in den Unternehmen und stabilisierten damit ihre Wirtschaftskraft. Das zeigt sich auch in der Anzahl der Insolvenzen, die im sechsten Jahr in Folge rückläufig waren. Der Verband der Vereine Creditreform e.V. registrierte in 2016 21.700 Insolvenzen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 6,4 Prozent. Die Privatinsolvenzen hingegen sanken mit minus 2,5 Prozent in geringerem Umfang. 5

Entwicklungen des Automobilmarktes

In der Jahresbilanz 2016 der Neuwagenzulassungen stehen insgesamt 3,3 Millionen Fahrzeuge, das entspricht einem Plus von 4,5 Prozent. 6 Der Aufschwung des Neuwagenmarktes geht zum einen auf eine gestiegene Nachfrage der Privatkunden und zum anderen auf eine hohe Investitionstätigkeit der gewerblichen Kunden zurück. 7 Der Anteil der privaten Neuzulassungen stieg in 2016 nochmals auf 35,0 Prozent, im Vorjahr betrug der Anteil 34,2 Prozent.

Bis auf VW und Smart verzeichneten alle deutschen Marken prozentual einen Anstieg der Neuzulassungen, wobei Mini die höchste Wachstumsrate von 10,8 Prozent ausweisen konnte. Bei den Importmarken war der Verlierer mit einem Minus von 19,5 Prozent die Automarke DS. Auch die Marken Hyundai (minus 1,1 Prozent) und Jeep (minus 0,2 Prozent) haben nicht vom Wachstum profitieren können. Bei den Importmarken verzeichneten Jaguar mit einem Plus von 74,7 Prozent und Alfa Romeo mit +53,3 Prozent eine deutliche Steigerung. 8

Für den Gebrauchtwagenmarkt wurden beim KBA kumuliert 7.402.856 Besitzumschreibungen registriert; das ist ein Prozent mehr als im Vorjahr. 9

Entwicklung Geschäfte Kooperationspartner

In 2016 konnte die Hyundai Motor Deutschland GmbH mit 107.228 10 Fahrzeugen nicht ganz an das Jahr 2015 (108.434 Einheiten) anschließen. Das Unternehmen verfehlte damit den in 2015 erlangten Marktanteil von 3,4 Prozent 11 um 0,2 Prozent.

Der Subaru Deutschland GmbH konnte mit 6.963 Zulassungen und einem gleichbleibenden Marktanteil von 0,2 Prozent den Verkauf von Neuwagen um 6,3 Prozent steigern. 12

Entwicklung des Anlagenmarktes

Die Wettbewerbsintensität im Finanzdienstleistungsmarkt hat sich gegenüber den Vorjahren nicht geändert. Der Wettbewerb zeigt sich vor allem in den Konditionen. Dies gilt vor allem im Absatz aber auch für die Refinanzierung von Fahrzeugen.

Die Sparquote der privaten Haushalte betrug 2016 wie im Vorjahr 9,7 Prozent. 13 Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die hohe Verschuldung bei den Haushalten mit Niedrigsteinkommen sich stark auf die Ermittlung der Sparquote auswirkt. Die eine Hälfte mit den weniger verdienenden Haushalten verschuldet sich jährlich mit rd. 1,6 Prozent ihres Einkommens und die besser verdienende Hälfte hingegen spart ca. 35 Prozent ihres Einkommens. Aus dieser Perspektive zeigt die Sparquote eine verzerrte Beurteilung. 14

1.3. Geschäftsverlauf

1.3.1. Geschäftsentwicklung

Einkaufsfinanzierung

2016 2015 Abweichung absolut
Anzahl Neuzulassungen (Fahrzeuge)      
Hyundai 107.228 108.434 -1.206
Subaru 6.963 6.549 414
Anzahl finanzierter Fahrzeuge      
Hyundai 426 583 -157
Subaru EKF 1.737 1.631 106
Subaru Factoring 151 337 -186
Sonstige Kooperationspartner 184 180 4
Gebrauchtwagen 3.327 2.984 343
Gesamtbestand 5.825 5.715 110
Volumen in T€      
Hyundai 11.593 13.729 -2.136
Subaru EKF 39.811 36.652 3.159
Subaru Factoring 3.302 8.408 -5.106
Sonstige Kooperationspartner 4.601 5.493 -892
Gebrauchtwagen 41.472 35.066 6.406
Sonstige Forderungen 5.250 7.613 -2.363
Annuitätendarlehen 1.607 1.900 -293
Zwischensumme 107.636 108.861 -1.225
Subloan 0 1.764 -1.764
Verweildauer in Tagen 95 97 -2
durchschn. Fahrzeugwert in T€      
Hyundai 19,6 17,6 2,0
Subaru 22,9 22,9 0,0
Für die BDK verwalteter Forderungsbestand      
Fahrzeuge 21.969 24.472 -2.503
Volumen in T€ 426.454 427.742 -1.288

Die FFS Bank hat den wesentlichen Teil der Forderungen an die BDK verkauft und hat die Verwaltung des betroffenen Forderungsportfolios übernommen. Der verwaltete Umfang der Einkaufsfinanzierung bei der FFS Bank sank um 2.503 Fahrzeuge. Dies resultiert daraus, dass die Händler ihre Bestände auf Grund hoher Kundennachfrage abbauen konnten.

Die Zahl der im Rahmen der Einkaufsfinanzierung finanzierten Subaru-Fahrzeuge ist im Vergleich zum Vorjahr um wenige Fahrzeuge gestiegen. Das Volumen der finanzierten Fahrzeuge hat dagegen deutlich um 3,2 Mio. € zugenommen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass mehr Händler die klassische Einkaufsfinanzierung anstatt des Factorings nutzen. Der Bestand der über Factoring finanzierten Subaru-Fahrzeuge ist damit einhergehend um mehr als die Hälfte gesunken.

Die Betrachtung der Verweildauer der Fahrzeuge in Tagen gibt der FFS Bank Aufschluss darüber, wie hoch die Umschlagshäufigkeit der Fahrzeuge bei den angeschlossenen Händlern ist. Hier ergab sich insgesamt nur eine geringe Veränderung von zwei Tagen.

Der durchschnittliche Fahrzeugwert von Hyundai-Fahrzeugen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Jahr 2016 hat Hyundai zwar keine neuen Modelle auf den Markt gebracht, jedoch Facelifts vorgenommen. Zudem zeigt der Trend, dass höherwertigere Ausstattungen in den Fahrzeugen immer mehr an Bedeutung bekommen. Der Fahrzeugwert von Subaru-Fahrzeugen ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben, da Subaru weder neue Modelle auf den Markt gebracht hat und auch keine Facelifts der Modelle vorgenommen hat.

Die Bestände der Gebrauchtwageneinkaufsfinanzierung (FFS Classic) sind um 6,4 Mio. € bzw. 18,3 Prozent gestiegen. Dies ist nach unserer Einschätzung darauf zurückzuführen, dass die Händler vermehrt Gebrauchtwagen von Endkunden bei Neukauf eines Fahrzeuges in Zahlung nehmen.

Der Rückgang der für die BDK verwalteten Forderungsbestände in Anzahl und Volumen resultiert aus der gestiegenen Akzeptanz der Endkunden gegenüber Hyundai Fahrzeugen und dem damit verbundenen Abverkauf der Fahrzeugbestände. Zwar sind die Neuzulassungen geringfügig zurückgegangen, der Anteil an Erstzulassungen auf private Endkunden, die einen Großteil unseres Vermittlungsgeschäftes darstellen, hat jedoch deutlich zugenommen.

Insgesamt konnten die mit 2,1 Mrd. € geplanten Umsätze übertroffen, die geplanten Einkaufsfinanzierungen im Eigenbestand, insbesondere bei Hyundai Fahrzeugen jedoch nicht erreicht werden.

Absatzfinanzierung

2016 2015 Abweichung absolut
Anzahl Neugeschäft 0 156 -156
Volumen Neugeschäft in T€ 0 1.270 -1.270
Bestandsentwicklung      
Bankbestand 9.818 20.699 -10.881
Penetrationsrate (Hyundai) 31,7% 33,1% -1,4%
Penetrationsrate (Subaru) 27,9% 23,4% 4,5%
Cost-Income-Ratio 109,1% 54,5% 54,6%
Zinsspanne II 2,4 % 2,1 % 0,3 %
Vermittlungsgeschäft BDK      
Anzahl 36.203 41.730 -5.527
Volumen in T€ 550.762 593.295 -42.533
Verbriefungstransaktionen      
Off-Balance Transaktionen 51.853 132.337 -80.484

Seit dem 2. Quartal 2015 wird im Rahmen der Absatzfinanzierung kein Neugeschäft für den Eigenbestand mehr durchgeführt. Der Bestandsrückgang lag dabei über den Erwartungen. Sehr viele Finanzierungen wurden wegen Ersatzbeschaffung vorzeitig bei uns abgelöst.

Bei gemeinsamer Betrachtung der finanzierten und vermittelten Volumina zeigt sich, dass es sowohl bei den Volumina als auch bei den Stückzahlen einen Rückgang im Rahmen der Kooperation gegeben hat. Ungeachtet dessen lagen die Provisionserträge für die an die BDK vermittelten Kreditgeschäfte mit T€ 550.762 über den Planwerten für 2016. Dies liegt vor allem daran, dass das vermittelte Volumen höher als der Planwert war. Hieraus konnten entsprechende Erträge generiert werden.

Die FFS Bank betrachtet über das Volumen hinaus auch die Penetrationsraten der beiden Importeure als einen wichtigen Leistungsindikator. Unter der Penetrationsrate wird das Verhältnis der finanzierten Fahrzeuge zu den auf Endkunden (Käufer) zugelassenen Fahrzeugen verstanden. Die Zielgröße wird dabei von den beiden Importeuren individuell bestimmt und durch ein monatliches Reporting überwacht. Wie aus der Tabelle ersichtlich, konnte die Penetrationsrate bei Subaru leicht gesteigert werden, bei Hyundai ging diese leicht zurück.

Des Weiteren betrachtet die FFS Bank die Cost-Income-Ratio und die Zinsspanne II als wichtige Kennwerte. Die Cost-Income-Ratio wird aus dem Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zu den Zins- und Provisionsüberschüssen ermittelt. Die Zinsspanne II ist als Differenz zwischen den Zinssätzen der zinstragenden Aktiva über die Passiva definiert.

Die Cost-Income-Ratio hat sich mit 109,1 Prozent (Vj: 54,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechtert. Dies resultiert insbesondere aus der Zuführung zu Rückstellungen im Zusammenhang mit Personalanpassungsmaßnahmen. Unter Berücksichtigung dieser einmaligen Sonderaufwendungen in Höhe von 4,1 Mio. € würde die Cost-Income-Ratio bei 76,6 Prozent liegen.

Die Zinsspanne II der FFS Bank hat sich im Berichtsjahr auf 2,4 % erhöht.

Einlagengeschäft 15

2016 2015 Abweichung absolut
Einlagengeschäft Volumen in T€ 25.945 72.949 -47.004
Einlagengeschäft Anzahl Konten 2.125 3.687 -1.562

Im November 2016 wurde im Einlagengeschäft eine weitere Konditionssenkung durchgeführt; dabei orientierte man sich am Liquiditätsbedarf der Bank und an den Konditionen der Marktteilnehmer. Infolge der Konditionsanpassung nahmen die Bestände - wie geplant - kontinuierlich ab.

1.3.2. Entwicklung der Vermögenslage

Aktivseite
in T€
Bestand 31.12.2016 Bestand 31.12.2015 Abweichung absolut
Barreserve 15.003 20.001 -4.998
Forderungen an Kreditinstitute 41.982 65.616 -23.634
Forderungen an Kunden 115.186 123.083 -7.897
Schuldverschreibungen 0 2.509 -2.509
Übrige Posten 2.577 1.999 579
Summe der Aktiva 174.748 213.208 -38.461

Die Aktivseite der Bankbilanz wird durch die Forderungen aus Absatz- und Einkaufsfinanzierungen sowie die täglich fällige Anlage der Liquiditätsüberschüsse geprägt.

Im Zusammenhang mit dem Abbau des Einlagengeschäftes sind die Barreserven sowie die Forderungen an Kreditinstitute sukzessive gesunken.

Die Forderungen an Kunden haben sich weiter rückläufig entwickelt, nachdem sich die Geschäfte für den Eigenbestand seit dem 2. Quartal 2015 auf Einkaufsfinanzierungen für Hyundai und Subaru beschränken.

Im Rahmen des Clean-up-Calls bezüglich der Zweckgesellschaft FM 6, in dem die FFS Bank das von dieser erworbene Forderungsportfolio zum Buchwert von € 35,9 Mio. erwarb, erfolgte eine vollständige Tilgung der von der Bank gehaltenen Schuldverschreibungen der FM 6. Das von der FFS Bank an die FM 6 gewährte Nachrangdarlehen in Höhe von € 1,8 Mio. wurden in diesem Zusammenhang ebenfalls vollständig zurückgeführt. Der wesentliche Teil des Forderungsportfolios (€ 31,9 Mio.) sowie weitere Forderungen aus Absatzfinanzierungen (€ 4,0 Mio.) wurden an die FM 4 zum Buchwert weiterveräußert. Für verbleibende Forderungen aus dem Portfolio, die den Ankaufskriterien nicht entsprachen, wurde ausreichend Risikovorsorge gebildet.

Passivseite
in T€
Bestand 31.12.2016 Bestand 31.12.2015 Abweichung absolut
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 6.405 15.021 -8.616
täglich fällig (RLZ) 6.405 0 6.405
kurzfristig bis 1 Jahr (RLZ) 0 15.021 -15.021
mittelfristig > 1 J. - 5. J. (RLZ) 0 0 0
langfristig > 5 Jahre (RLZ) 0 0 0
Verbindlichkeiten ggü. Kunden 95.964 108.866 -12.902
Rückstellungen 7.712 4.823 2.889
Eigenkapital 54.000 78.145 -24.145
Übrige Posten 10.667 6.352 4.315
Summe der Passiva 174.748 213.208 -38.460

Der Bestand an Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten ist gesunken und entfällt ausschließlich auf einen Kooperationspartner der Bank.

Der Rückgang bei den Verbindlichkeiten ggü. Kunden resultiert aus dem Bestandsabbau des Einlagengeschäftes mit Dritten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten darüber hinaus täglich fällige Forderungen gegenüber der Alleingesellschafterin FFS GmbH, die durch die Zurverfügungstellung der Ergebnisabführung 2015 und Ausschüttung von Gewinnrücklagen auf € 50,3 Mio. (Vorjahr € 18,7 Mio.) zugenommen haben.

Der Anstieg der Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Personalmaßnahmen (€ 4,2 Mio; s. Abschnitt 2).

Im August 2016 wurden die Kapitalrücklage von T€ 8.733 und Gewinnrücklagen von T€ 267 in Stammkapital umgewandelt. Dadurch erhöhte sich das gezeichnete Kapital auf T€ 54.000 (Vorjahr T€ 45.000). Im Dezember 2016 wurde die Ausschüttung der verbliebenen Gewinnrücklagen (T€ 24.145) beschlossen und durchgeführt. Die Ausschüttung wurde der Bank als täglich fälliges Darlehen von der Gesellschafterin wieder zur Verfügung gestellt.

In der Position Übrige Posten ist im Wesentlichen die Weiterleitungsverpflichtung aus der Ergebnisabführung enthalten.

Die Quote der risikogewichteten Aktiva (RWA) im Verhältnis zu den Eigenmitteln (Solvabilitätskoeffizient) beträgt zum Jahresende 31,2 Prozent (Vj.: 48,1 Prozent). Damit liegt die Eigenkapitalausstattung Ende 2016 weit über den regulatorischen Anforderungen.

1.3.3. Finanzlage

Die Refinanzierung der FFS Bank erfolgte 2016 im Wesentlichen über das Einlagengeschäft sowie Mittel, die von der Gesellschafterin (zum 31.12.2016: € 50,3 Mio.; Vorjahr € 18,7 Mio) gestellt wurden. Das Risiko aus den Mittelabflüssen im Einlagengeschäft wird durch den Bereich Risikocontrolling überwacht.

Die zum Jahresanfang 2016 bestehenden Kreditlinien von anderen Banken sind in Höhe von € 7,5 Mio. zum 1. Januar 2017 und in Höhe von € 4,0 Mio. am 15. Januar 2017 ausgelaufen.

Zur Refinanzierung wurden darüber hinaus ABS-Transaktionen über die Vehikel FM 6 und FM 4 genutzt. Für die FM 6 ist am 19. September 2016 der Rückkauf der Forderungen durch die Bank (Clean-up Call) und ein Weiterverkauf von Forderungen an die FM 4 erfolgt. Die im Rahmen der ABS-Transaktionen verkauften Forderungen werden nicht in der Bilanz der Bank ausgewiesen.

Im Rahmen des 2011 abgeschlossenen Rahmenvertrages über den laufenden Ankauf von Forderungen verkauft die FFS Bank den größten Teil der Forderungen aus der Hyundai-Einkaufsfinanzierung als echtes Factoring an die BDK. Diese Transaktion führt bei der FFS Bank zu einem bilanziellen Abgang der Forderungen aus der Hyundai-Einkaufsfinanzierung.

Während des gesamten Geschäftsjahres war der erforderliche Mittelbedarf durch die zur Verfügung stehenden Refinanzierungsinstrumente gedeckt. Der Geschäftsbetrieb konnte aufgrund der vorstehenden Refinanzierungsstruktur jederzeit vollumfänglich gewährleistet werden. Es bestand zu keiner Zeit eine Liquiditätsgefährdung und ist gemäß unseren Liquiditätsplanungen auch mittelfristig nicht zu erwarten.

1.3.4. Ertragslage

Erfolgsgrößen
in T€
2016 2015 Abweichung absolut
Zinsergebnis 7.936 9.264 -1.328
Provisionsergebnis 4.663 4.858 -195
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2.569 3.198 -629
Rohertrag 15.168 17.321 -2.153
Verwaltungsaufwand inkl. AfA 13.751 12.054 1.697
Teilbetriebsergebnis 1.417 5.267 -3.850
Risikokosten (Ertrag -; Aufwand +) -5.622 668 -6.290
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 7.039 4.599 2.440
Außerordentlicher Aufwand 0 0 0
Steuern (Ertrag -; Aufwand +) -316 335 -650
Ergebnis vor Gewinnabführung 7.355 4.263 3.092
Jahresüberschuss 0 0 0

Das Zinsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Zinserträge im Absatzfinanzierungsgeschäft haben sich aufgrund des Bestandsabbaus stark rückläufig entwickelt. Der Rückgang der Zinsaufwendungen um T€ 1.566 ist hauptsächlich bedingt durch den Rückgang der Bestände im Einlagengeschäft.

Ein Rückgang um T€ 195 ist beim Provisionsergebnis zu verzeichnen. Dies ist auf den Rückgang der Vermittlungsprovisionen sowie den Rückgang von Provisionen für Dienstleistungen im Bereich der Einkaufsfinanzierung zurückzuführen.

Die restlichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Kostenerstattungen im Rahmen der Personalbereitstellung an die FFS Private Leasing und den Kostenerstattungen von HMD und der Subaru im Rahmen des Kooperationsvertrages sowie den Servicing Fees aus den ABS-Programmen FM 4 und FM 6.

Der Anstieg der Verwaltungskosten inkl. AfA lässt sich im Wesentlichen auf die Rückstellungen im Personalbereich zurückführen. Die übrigen Verwaltungsaufwendungen gingen analog des Bestandsabbaus zurück.

Das Bewertungsergebnis (Risikokosten) ist deutlich positiv. Dies resultiert aus Auflösungen von Einzelwertberichtigungen und der Vorsorgereserve gemäß § 340 f HGB. Zur Deckung aller erkennbaren Risiken bestehen Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen im angemessenen Umfang gebildet.

Die Bank weist zum Jahresende mit 13,62 Prozent Eigenkapitalrendite und mit 9,18 Prozent Gesamtkapitalrendite im Branchenvergleich ordentliche Quoten aus. Insgesamt kann das Jahr 2016 trotz zahlreicher Herausforderungen für die Bank als gutes Jahr bezeichnet werden.

2. Prognosebericht

2.1. Geschäftsmodell der FFS Bank

Im Hinblick auf das Ende der Kooperationsvereinbarung mit Hyundai hat die Bank ihr Geschäftsmodell neu ausgerichtet.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der FFS Bank liegt seit 2015 in der Einkaufsfinanzierung im Bereich der Firmenkunden sowie in der Vermittlung von Kreditgeschäft an Privatkunden. Dies geschieht ausschließlich im Rahmen der Kooperation mit der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH. Die Bank tätigt kein Neugeschäft mehr für den Eigenbestand im Bereich der Absatzfinanzierung.

Die FFS Bank ist trotz ihrer vertraglichen Situation bestrebt, ihre Position als Bank des Automobilhandels in den besetzten Nischenmärkten weiter zu behaupten und ihre Funktion als Servicedienstleister des Autohandels auch im Jahr 2017 weiter beizubehalten. Derzeit werden durch die Gesellschafterin Gespräche mit Investoren über eine Neuordnung der Gesellschafterstruktur geführt.

2.2. Entwicklungsprognose des Marktes

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Auch in diesem Jahr weichen die Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum 2017 in Deutschland teilweise recht stark voneinander ab. Die Bundesregierung erwartet ein Plus von 1,4 Prozent, die EU-Kommission prognostiziert 1,6 Prozent und der Internationale Währungsfonds tut es der Bundesregierung gleich. Die Bundesbank geht sogar von einem Plus von 1,8 Prozent aus, das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hingegen zeigt sich sehr viel skeptischer und prognostiziert lediglich ein Wachstum von 1,0 Prozent. 16

Der Konsum bleibt laut dem Marktforschungsunternehmen GfK auch in 2017 eine wichtige Konjunkturstütze. Das Institut rechnet mit einem Anstieg der privaten Verbraucherausgaben um 1,5 Prozent. Nach wie vor boomt allerdings auch der Handel im Wohnbereich 17 und es wird weiterhin in den Wohnungsbaubereich investiert, nicht zuletzt wegen der anhaltend günstigen Finanzierungsmöglichkeiten. 18

Das IfW in Kiel prognostiziert einen Anstieg der Inflationsrate bis 2018 auf nahezu 2,0 Prozent, was die Kaufkraft etwas schmälert. 19

Für den Arbeitsmarkt 2017 schätzt das IfW die Rahmenbedingungen weiterhin positiv ein. Das günstige Verhältnis zwischen realen Lohnkosten und Produktivität, der konjunkturelle Auftrieb sowie das erhöhte Arbeitsangebot durch Zuwanderung dürften einen Beschäftigungsaufbau und ein Absinken der Arbeitslosenquote unter 6,0 Prozent zur Folge haben. 20

Entwicklung des Automobilmarktes

Den Automarkt 2017 betreffend, geht der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) von rückläufigen Neuwagenzulassungen durch Privatkäufer aus. Der Verbandspräsident Jürgen Karpinski begründet seine Annahmen mit der Verunsicherung der Verbraucher bspw. in Bezug auf drohende Fahrverbote oder die mögliche Einführung der blauen Plakette. Der ZDK rechnet deshalb mit 3,2 Millionen Pkw-Verkäufen in 2017. Der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) geht davon aus, dass das Zulassungsvolumen 2017 stabil auf vergleichbarem Niveau liegen wird", so VDIK-Präsident Reinhard Zirpel. 21 Bei seiner Marktprognose liegt der VDIK also nicht ganz auf einer Linie mit den Voraussagen vom ZDK.

Entwicklung Geschäfte Kooperationspartner

Die FFS Group teilt die Meinung des VIDK und geht damit von einer stabilen Neuzulassungszahl von rund 3,4 Millionen Fahrzeugen aus.

Die Hyundai Motor Deutschland GmbH plant in 2017 ein moderates Wachstum mit rund 110.000 Neuzulassungen. Die Subaru Deutschland GmbH, Importeuer der Emil Frey Gruppe Deutschland, hat sich auch in 2017 wieder nahezu 7.000 Neuwagen zum Ziel gesetzt.

2.3. Prognose über den Geschäftsverlauf 201 7

Die Geschäftsplanung und Ergebnisentwicklung der FFS Bank beruht auf Annahmen hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere in Bezug auf die für die Bank relevanten Märkte, den Bestand und die Abwicklung der Kooperationsvereinbarungen sowie die Zugehörigkeit der Emil Frey Gruppe. Diese Annahmen sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet. Abweichungen können zu negativen wie auch positiven Abweichungen in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank führen.

Die FFS Group steht in Konkurrenz mit anderen Autobanken, insbesondere zu Non-Captive Banken. Bei den Importeurs-Händlern im Bereich Absatz bedient die FFS Bank den Kooperationspartner BDK, der auf eigene Rechnung die Kundenfinanzierungen unter der Wortbildmarke FFS Group im Handel abbildet.

Die FFS Bank wird mit dem Schwesterunternehmen FFS Private Leasing und mit ihrem Kooperationspartner BDK an ihrer One-Stop-Shopping-Strategie auch in 2017 festhalten, solange die entsprechenden Kooperationsverträge Bestand haben.

Die FFS Bank ist bestrebt, die Diversifizierung ihrer Refinanzierungsstrategie (Einlagen, Factoring, ABS-Transaktionen) weiter beizubehalten. Darüber hinaus wird die Zahlungsbereitschaft durch die Liquiditätszusage der Gesellschafterin sichergestellt.

Ohne Neuanlagen wird der Bestand der befristeten Einlagen zum Jahresende 2017 komplett auslaufen, d.h. es werden keine Sparbriefe und Festgeldkonten mehr im Bestand sein.

Die Entscheidung, das eigene Absatzfinanzierungsgeschäft ab dem Jahr 2015 komplett einzustellen, wird zu weiter rückläufigen Beständen, Zinseinnahmen und ABS-Erträgen führen. Diesem wird durch Reduzierung der Verwaltungsaufwendungen, soweit dies regulatorisch möglich ist, Rechnung getragen.

Im Bereich der Einkaufsfinanzierung plant die FFS Bank für Hyundai aufgrund dem Kooperationsende zum 31.03.2017 ca. 24.000 Fahrzeuge, für Subaru ca. 7.000 weitere Fahrzeuge in die Einkaufsfinanzierung einbuchen zu können.

Darüber hinaus gilt es, die angeschlossenen Händler über exzellente Serviceleistungen und eine persönliche Betreuung weiter an das Unternehmen zu binden. Zugleich setzt die FFS Bank auf Transparenz und Fairness. Diese Werte bestimmen das Handeln der FFS Bank und sind Teil der Unternehmensphilosophie der Emil Frey Gruppe, die der Gründer schon 1935 formuliert hat.

Ebenso ist die FFS Bank bestrebt, die für 2016 erreichten Penetrationsraten von Hyundai von ca. 31,7 Prozent und Subaru von ca. 27,9 Prozent weiterhin auf diesem Niveau zu halten.

Für das Jahr 2017 rechnet die FFS Bank nach mehrfacher Aktualisierung der Planung vom Spätjahr 2016 aufgrund der strategischen Ausrichtung im Hinblick auf die laufenden Verhandlungen mit potenziellen Investoren unter den Prämissen der planmäßigen Beendigung der Kooperation mit Hyundai, der Fortführung der Kooperation mit Subaru bis ins 2. Halbjahr 2017 sowie eines unveränderten Gesellschafterkreises mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 598. Für die kommenden Jahre wird von einem weiter deutlich abnehmenden Ergebnis ausgegangen. Die Aktivseite der Bilanz wird fast ausschließlich aus Forderungen gegenüber Kreditinstituten, die Passivseite aus Eigenkapital bestehen. Die Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 Abs. 2 Buchst. C) CRR wird bei nahezu 100 % liegen.

Für die Cost-Income-Ratio wird eine deutliche Verschlechterung erwartet. Die Zinsspanne II soll sich im Bereich von 1,44 Prozent bewegen.

3. Personal- und Sozialbericht

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 beschäftigte die FFS Bank 56 Mitarbeiter, hiervon befanden sich 4 Mitarbeiterinnen in Elternzeit oder Mutterschutz. Im Berichtsjahr waren über Fluktuation 3 Personalaustritte zu verzeichnen, hiervon ein Mitarbeiter, der sich in den Ruhestand verabschiedete. Zusammen mit dem Betriebsrat der Bank wurde ein Vorratssozialplan ausgehandelt, der die besondere Situation der Bank berücksichtigt.

Auf die Aus- und Weiterbildung wurde auch im Jahr 2016 Wert gelegt. Durch regelmäßige Inhouse-Schulungen, beispielweise zur Geldwäsche, ergänzt durch individuelle, fachspezifische externe Seminare wurde stets sichergestellt, dass die Mitarbeiter über die erforderlichen Kenntnisse verfügen und sich weiterentwickeln.

4. Chancen- und Risikobericht

Die FFS Bank konzentriert sich bei der Kreditvergabe im Wesentlichen auf Geschäfte im automobilen Umfeld. Dabei liegt der Fokus auf der Einkaufsfinanzierung der angeschlossenen Handelspartner der Importeure Hyundai und Subaru.

Im Bereich der Absatzfinanzierungen werden die Endkundenfinanzierungen für die Kooperationen HMD GmbH, Subaru und die Emil Frey Gruppe Deutschland über die BDK abgebildet.

4.1. Strategische Chancen

Die Diversifikation der Refinanzierungsstruktur bietet der FFS Bank die Möglichkeit unabhängig am Markt zu agieren. Im Kreditbereich liegt der Fokus in der Erfüllung der Verträge in der Einkaufsfinanzierung und der Erreichung der Vermittlungsziele in der Absatzfinanzierung.

4.2. Strategische Risiken

Die künftige Entwicklung ist geprägt vom Auslauf der Kooperation mit Hyundai und den Vereinbarungen mit der BDK. Dies beschränkt die Möglichkeiten der Bank ertragsbringendes Neugeschäft zu generieren. Die Aktivitäten werden daher am Gesellschafterwunsch des Erhalts der Banklizenz, der Erfüllung eingegangener Vertragspflichten und der geordneten Bestandabwicklung ausgerichtet.

4.3. Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem

Die Geschäftsführung der FFS Bank trägt die Gesamtverantwortung für das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Bank, welches auch den Rechnungslegungsprozess mit einschließt. Die Aufbau- und Ablauforganisation ermöglicht eine ordnungsgemäße Geschäftsführung, so dass u.a. die Bereiche Markt und Marktfolge klar getrennt sind.

Die Abteilungen Risikocontrolling/ Geldhandelskontrolle und Controlling übernehmen die von den MaRisk geforderte Risikocontrolling-Funktion. Das Risikocontrolling ist für die unabhängige Überwachung und Kommunikation der Risiken zuständig. Weitere Aufgaben des Risikocontrollings sind:

Unterstützung der Geschäftsleitung in allen risikopolitischen Fragen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zur Begrenzung der Risiken,

Durchführung der Risikoinventur und Erstellung des Gesamtrisikoprofils,

Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Einrichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse,

Einrichtung und Weiterentwicklung eines Systems von Risikokennzahlen und eines Risikofrüherkennungsverfahrens,

Laufende Überwachung der Risikosituation des Instituts und der Risikotragfähigkeit sowie der Einhaltung der eingerichteten Risikolimite.

Das Risikomanagement erfolgt dabei anhand eines systematischen Prozesses mit den folgenden Bestandteilen:

Identifikation

Analyse und Bewertung

Überwachung

Steuerung

Kommunikation bzw. Reporting.

Die Risikoberichterstattung an die Geschäftsleitung erfolgt sowohl anlassbezogen (ad-hoc) als auch in einem regelmäßigen Turnus (monatlich/quartalsweise).

Als wesentliche Risikoarten hat die FFS Bank im Jahr 2016 eingestuft:

Adressenausfallrisiken

Marktpreisrisiken

Liquiditätsrisiken

Operationelle Risiken

Geschäftsrisiken

4.4. Risikotragfähigkeit

Die Risikotragfähigkeit basiert auf den in der Risikoinventur als wesentlich eingestuften Risiken und zeigt, wie die Bank schlagend werdende Risiken auffangen kann. Entscheidend für die Risikodeckungsmasse sind die zur Verfügung stehenden Eigenmittel, die sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt darstellen lassen:

31.12.2016
T€
31.12.201 5
T€
Gezeichnetes Kapital 45.000 45.000
+ Kapitalrücklage 0 8.733
+ Gewinnrücklagen 0 24.412
+ Bilanzgewinn 0 0
- immaterielle Anlagewerte 0 0
= Risikodeckungspotential/ Maximale Verlustobergrenze 45.000 78.145

Das Gezeichnete Kapital wird im Hinblick auf die noch nicht erfolgte aufsichtsrechtliche Anerkennung der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von T€ 9.000 unverändert mit T€ 45.000 angesetzt.

Oberste Priorität hat die Gewährleistung eines dauerhaft gesicherten Geschäftsbetriebes (Going Concern). Hierfür wird vom maximal zur Verfügung stehenden Risikodeckungspotential zunächst der Sockelbetrag abgezogen. Das darüber hinaus zur Verfügung stehende Risikodeckungspotential wird den einzelnen Risikoarten als Verlustobergrenze zugeordnet.

Die Verlustobergrenzen und deren Auslastung zum Jahresende 2016 sahen folgendermaßen aus:

Verlustobergrenze
T€
Risikokosten
T€
Auslastung Prozent
Sockelbetrag 12.757    
Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft 8.100 3.796 46,9%
Absatzfinanzierung 2.000 435 21,8%
Einkaufsfinanzierung 6.100 3.361 55,1%
Marktpreisrisiken 1.900 708 37,3%
Operationelle Risiken 9.600 1.616 16,8%
Liquiditätsrisiken 1.800 1.004 55,8%
Geschäftsrisiken 8.200 4.151 50,6%
Summe Risiken 29.600 11.275 38,1%
Auslastung Verlustobergrenze 42.357    
Eigenmittel 45.000    
Freie Mittel 2.643    

Zudem wurde mit dem Stichtag 31.12.2016 aufgrund der aktuellen strategischen Situation dem Gläubigerschutz Rechnung getragen, indem man die Risikotragfähigkeit zusätzlich nach Gone-Concern berechnet. Hierbei wird das komplette Risikodeckungspotenzial (T€ 45.000) den Verlustobergrenzen gegenübergestellt. Im Gone-Concern-Ansatz werden die Risikomessverfahren grundsätzlich entsprechend dem Going Concern-Ansatz angewendet. Im Falle der Zinsänderungsrisiken erfolgt die Ermittlung des Risikokapitalbedarfs unter Anwendung eines höheren Konfidenzniveaus (99,9%). Zum 31.12.2016 bestand eine Auslastung von 19,6 %

Die Risikosituation und die Risikotragfähigkeit sowie die Einhaltung der Risikolimite werden monatlich überwacht. Vierteljährlich fließen zudem die Ergebnisse der Stresstests in die Risikotragfähigkeitsbetrachtung ein. Die Risikotragfähigkeit war im Jahr 2016 jederzeit gegeben.

Im Jahr 2016 standen immer ausreichend Eigenmittel zur Verfügung, so dass der Solvabilitätskoeffizient per 31.12.2016 mit 31,2 Prozent zwar unter dem Niveau des Vorjahres (48,1 Prozent) aber immer noch deutlich über den regulatorischen Anforderungen lag.

4.5. Risikokategorien

4.5.1. Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko ist die bedeutendste Risikoart der FFS Bank. Die Spezialisierung auf den Automobilhandel, insbesondere die Händlereinkaufsfinanzierung, stellt eine Risikokonzentration dar. Durch die langjährige Erfahrung und qualifizierte Mitarbeiter werden Risiken frühzeitig erkannt, so dass erforderliche Maßnahmen unmittelbar eingeleitet werden können.

Für die Unterlegung der Kreditrisiken mit Eigenmitteln hat die FFS Bank den Kreditrisikostandardansatz gewählt. Auf Basis dieser Unterlegung wird der Anteil an den Eigenmitteln beziffert, welcher für die Fortführung des Geschäftsbetriebs notwendig ist. Zur Abdeckung unerwarteter Risiken werden darüber hinaus einzelne Limite vergeben. Die Zuordnung von Eigenmitteln hierfür erfolgt jährlich im Rahmen der Planung. Die festgelegten Risikolimite werden regelmäßig überwacht und durch regelmäßige Stresstests ergänzt. Durch die Bildung von Wertberichtigungen wird den Adressenausfallrisiken angemessen Vorsorge getragen. In der Absatzfinanzierung werden die Wertberichtigungen auf Basis eines pEWB-Verfahrens gebildet, bei der jeder Risikostufe eine Ausfallwahrscheinlichkeit zugeordnet wird. In der Einkaufsfinanzierung werden zunächst Einzelwertberichtigungen für ausfallbedrohte Händler gebildet. Für den restlichen Bestand wird danach eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

In der Einkaufsfinanzierung erfolgen Kreditentscheidungen auf Basis eines Marktvotums und eines Marktfolgevotums. Zur Bonitätsbewertung der Kunden kommt zudem ein Händlerratingtool zum Einsatz.

Absatzfinanzierung

Der rückläufige Bestand in der Absatzfinanzierung wirkt sich deutlich auf die Adressenausfallrisiken aus. Der Bestand ist im Jahr 2016 von € 20,7 Mio. auf € 9,8 Mio. zurückgegangen. Ursache für den Bestandsrückgang ist die Einstellung des Absatzfinanzierungsgeschäfts im Jahr 2015.

Im vorhandenen Bestand erfolgt die Überwachung der Kreditengagements laufend auf der Basis eines maschinellen Mahnverfahrens. Dieses Verfahren dient der frühzeitigen Identifikation von Zahlungsstörungen.

Das Verfahren zur Bearbeitung der rückständigen Forderungen unterscheidet hierbei nicht zwischen dem Bank- und dem ABS-Bestand.

Eine losgelöste Verwertung des Fahrzeugs mit anschließendem Verkauf der Restforderung erbringt deutlich höhere Erlöse für die Bank als der Verkauf der Gesamtforderung. Sollte nach der Verwertung des Fahrzeugs ein Restsaldo verbleiben, wird dieser verkauft. Dieses Verfahren nutzt die Bank sowohl für den Bankbestand als auch für die ABS-Transaktionen FM 4 und FM 6.

Ein Klumpenrisiko liegt nicht vor, da die überwiegende Anzahl der Darlehensverträge unter T€ 25 liegt.

Im Jahr 2016 hat die FFS Bank einen Nettorisikoaufwand in Höhe von T€ 199 (Vorjahr: T€ 0) erzielt. Dies entspricht einer Nettorisikoaufwandquote (Aufwand zum Jahresdurchschnittsbestand) von 1,32% (Vorjahr: 0%).

Einkaufsfinanzierung

Die Bestände in der Einkaufsfinanzierung (inkl. Factoring) sind im Jahr 2016 leicht gesunken. Nach wie vor steht bei der Einkaufsfinanzierung (inkl. Factoring) die Gesamtkundenverbindung im Fokus der Bearbeitung und Überwachung. Engagements mit erhöhten Ausfallrisiken werden als Intensiv- bzw. Problemkredite identifiziert und individuell bearbeitet. Ziel ist es, bei diesen Engagements durch entsprechende Maßnahmen Werte zu erhalten und Verluste zu beschränken.

Die Nettorisikoaufwandsquote des Jahres 2016 liegt bei 0%, da ein Nettorisikoertrag erzielt wurde.

In der Abteilung Kreditcenter erfolgt zudem die Überprüfung der sonstigen Partner mit Adressenausfallrisiken. Dies betrifft insbesondere HMD, Subaru und die Überprüfung anderer Banken.

4.5.2. Marktpreisrisiken

Als Marktpreisrisiken bezeichnet die FFS Bank potenzielle Verluste, die aufgrund von Veränderungen von Preisen oder preisbeeinflussenden Parametern an den Finanzmärkten für die Positionen der Bank entstehen können. Aufgrund der Geschäftsstruktur der Bank sind diese Risiken grundsätzlich zinsinduziert. Kursrisiken bestehen nach Tilgung der im Bestand befindlichen Wertpapiere aus der FM 6-Transaktion nicht mehr.

Zum gezielten Management der Fristeninkongruenzen aus dem Kundengeschäft setzt die Bank bei Bedarf derivative Instrumente ein. Währungsrisiken bestehen nicht, da Forderungen und Verbindlichkeiten ausschließlich in Euro denominiert werden.

Als Grundlage zur Steuerung der Marktpreisrisiken werden die Zahlungsströme aller im Bestand befindlichen Geschäfte herangezogen. Über die Abbildung des Summenzahlungsstroms können Ansatzpunkte für das Ergreifen von Steuerungsmaßnahmen abgeleitet werden. Darüber hinaus wird im Rahmen des Monatsberichtes über die Ursachen der Veränderung des Barwertes des Summen-Cashflows wie auch über die aktuelle Höhe des Risikomesswertes, dem Value-at-Risk (VaR), berichtet. Mit Hilfe des VaR-Ansatzes wird der maximal mögliche Verlust des untersuchten Portfolios (Going-Concern: Konfidenzniveau 99 Prozent und Haltedauer 12 Monate; Gone-Concern: Konfidenzniveau 99,9 Prozent) im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung monatlich bestimmt. In einem Risk-Return-Diagramm wird das Chancen-Risiko-Verhältnis der Bank mit einer Benchmark verglichen.

Die zum Einsatz kommenden Verfahren und deren Ergebnisse werden einer laufenden Qualitätskontrolle unterzogen. So findet das Backtesting im Zusammenhang mit der Funktionsfähigkeit und Prognosegüte des Modells zur Berechnung des VaR-Wertes Anwendung. Die von der Bankenaufsicht geforderte ad-hoc-Verschiebung um +200/-200 Basispunkte bzw. die simulierten Grenzszenarien dienen letztendlich der Dokumentation der Nachhaltigkeit von erzielten Ergebnissen. Im Berichtsjahr wurden die definierten Limite zum Zinsänderungsrisiko zu keinem Zeitpunkt überschritten. Sollte es zu einer Limitüberschreitung kommen, erfolgt durch die Abteilung Risikocontrolling/Geldhandelskontrolle eine ad-hoc Mitteilung an die Geschäftsführung zur Einleitung von Maßnahmen. Die Auslastung der Risikotragfähigkeit bei den Marktpreisrisiken lag am 31.12.2016 bei 37,3 Prozent nach 36,7 Prozent im Jahr 2015.

4.5.3. Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiken werden die Risiken verstanden, gegenwärtige oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht vollständig erfüllen zu können (operatives Liquiditätsrisiko) bzw. bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können (strukturelles Liquiditätsrisiko). Wie für alle Banken ist das Liquiditätsrisiko eines der Hauptrisikoarten der FFS Bank und wird daher ständig überwacht.

Der Refinanzierungsbedarf wird jährlich im Rahmen des Planungsprozesses ermittelt und den zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmitteln gegenübergestellt. Die FFS Bank nutzte 2016 im Wesentlichen folgende Refinanzierungsinstrumente:

ABS-Transaktionen

Factoring

Einlagengeschäft

Interbankenrefinanzierung

Gesellschafterfinanzierung

Der Liquidity at Risk wird mit einem Softwaretool von Okular gemessen und gesteuert. Die mit dem IT-System ermittelten Werte bestätigen statistisch, die auf expertenbasierter Meinung festgelegte Mindestliquiditätsreserve. Ergänzend werden in Stresstests unerwartete Entwicklungen, wie zum Beispiel die Auswirkungen eines sofortigen Abzugs aller Tagesgelder simuliert. Zur Steuerung des Einlagengeschäfts wird zudem regelmäßig die Fälligkeitsstruktur ausgewertet und analysiert.

Die Liquiditätskennzahl, welche das Verhältnis der innerhalb eines Monats zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel (Bilanzaktiva) zu den im selben Zeitraum fälligen Zahlungsverpflichtungen (Bilanzpassiva) darstellt, beträgt zum Bilanzstichtag 2016 gemäß Liquiditätsverordnung 10,54. Die gemäß CRR ermittelte LCR beträgt zum 31.12.2016 181 Prozent.

4.5.4. Operationelle Risiken

Die operationellen Risiken bestehen aus einer Vielzahl von Einzelrisiken, die im Rahmen eines übergreifenden Risk-Assessments identifiziert werden, welches jährlich wiederholt wird. Um den Risiken und deren Veränderung angemessen Rechnung zu tragen, erfolgt durch die OpRisk-Owner eine quartalsweise Bewertung der Risikoszenarien auf mögliche Schadenshöhen bzw. Eintrittswahrscheinlichkeiten.

Operationelle Risiken in den Geschäftsprozessen werden u. a. durch Richtlinien, Arbeitsanweisungen und Kompetenzregelungen minimiert.

Zu den wesentlichen operationellen Risiken der FFS Bank zählen u.a. die IT-Risiken, die Rechtsrisiken und Personalrisiken. Da die FFS Bank im Bereich der IT überwiegend Produkte von externen Anbietern einsetzt, sind zur Begrenzung der Risiken entsprechende Notfallpläne entwickelt worden. Zur Reduzierung der Rechtsrisiken, insbesondere der Gefahr, dass aufgrund fehlender bzw. unvollständiger Berücksichtigung des durch Rechtsvorschriften und Rechtsprechung vorgegebenen Rechtsrahmens ein Schaden entsteht, verwendet die FFS Bank Standardverträge, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden. Personalrisiken werden durch Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter und der Trennung nicht miteinander vereinbaren Tätigkeiten reduziert.

Zudem wird für die operationellen Risiken eine Schadensfalldatenbank geführt, um eingetretene Schäden zu dokumentieren. Derzeit wird der Basisindikatoransatz für die Unterlegung der operationellen Risiken mit Eigenmitteln verwendet.

Die Auslastung der Risikotragfähigkeit bei den operationellen Risiken lag zum Jahresende 2016 16,8 Prozent, nach 53,6 Prozent im Vorjahr.

4.5.5. Geschäftsrisiken

Das Geschäftsrisiko bezeichnet die Gefahr von unerwarteten Verlusten, die sich aus strategischen Entscheidungen der Geschäftsleitung bzw. unerwarteten Veränderungen der Markt- und Umweltbedingungen ergeben. Hierunter wird auch die Gefahr verstanden, dass aufgrund der Konzentration auf wenige Geschäftsfelder oder -partner Risiken entstehen, die bei Nachfrageeinbrüchen oder sich wesentlich verschlechternder Rahmenbedingungen negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Nach wie vor stellt der Ausfall des Kooperationspartners BDK für die FFS Bank ein wesentliches Risiko dar.

Die Geschäftsrisiken werden im Rahmen von Stresstests erfasst, gesteuert und überwacht sowie regelmäßig im Rahmen der Risikoberichterstattung kommuniziert.

4.5.6. Sonstige Risiken

Über die aufgelisteten Risiken hinaus ist die FFS Bank laufend weiteren Einwirkungen aus ihrem Umfeld ausgesetzt. Themen, die im Zusammenhang mit Compliance, Datenschutz, Arbeitsschutz und Verhinderung von Finanzstraftaten aktuell in die Diskussion treten, werden durch bestellte Sonderbeauftragte begleitet, aktiv bearbeitet und innerhalb der FFS Group kommuniziert. Weitere bedeutende Elemente des Risikomanagementsystems sind die Gefährdungsanalysen der Geldwäsche-/ Betrugsbeauftragten und der Compliance-Funktion.

4.6. Zusammenfassung

Die Gesamtrisikosituation der FFS Bank war im Jahr 2016 weiterhin gut. Zum Jahresende 2016 lag die Auslastung der Risikotragfähigkeit bei 38,1 Prozent nach 28,5 Prozent im Vorjahr. Bei der im Geschäftsjahr zusätzlich eingeführten Gone-Concern Betrachtung lag die Auslastung bei 19,6%.

Die rückläufigen Bestände in der Absatzfinanzierung und im Einlagengeschäft haben sich positiv auf die Risikosituation der FFS Bank ausgewirkt. Allerdings führt der Rückgang in der Absatzfinanzierung zu einem deutlichen Anstieg der Ertragsrisiken für die FFS Bank.

Trotz der vollständigen Einstellung der Absatzfinanzierung im Jahr 2015, konnte ein positives Unternehmensergebnis erwirtschaftet werden. Dies liegt nicht zuletzt an rückläufigen Adressausfallrisiken und den weiterhin hohen Beständen in der Einkaufsfinanzierung.

Bei den Marktpreisrisiken bleibt die Risikosituation im Jahr 2016, wie bereits unter Punkt 4.5.2 Marktpreisrisiken erläutert, nahezu unverändert.

Für das Jahr 2017 gehen wir ebenfalls von einer guten Entwicklung der Risikosituation aus.

5. Fazit

Die FFS Bank ist in der Lage durch ihre Spezialisierung auf den Autohandel und ihre derzeitige Prozessabbildung den bestehenden Händlern Prozesse, Produkte und Services zur Verfügung zu stellen, welche die Arbeit der Autohäuser erleichtert.

Bei den deutlich gestiegenen Zulassungszahlen im Jahr 2016 ist es der FFS Bank wiederum gelungen, ein gutes Ergebnis zu erzielen - trotz der aktuell schwierigen Situation.

Der FFS Bank hat sich auch im Jahr 2016 auf ihre Kernkompetenzen in der Einkaufsfinanzierung sowie den Prozessen bei den Händlern konzentriert.

Aufgrund der Einstellung des Neugeschäftes im Absatzfinanzierungsbereich sind die Forderungsbestände weiter zurückgegangen. Die künftige Entwicklung ist geprägt vom Auslauf der Kooperation mit Hyundai und den Vereinbarungen mit der BDK.

Den durch den Markt entstehenden Risiken wird wie bereits ausgeführt, durch die FFS Bank vollumfänglich Rechnung getragen. Insbesondere werden hierbei die Adressenausfall- und Liquiditätsrisiken betrachtet, identifiziert und im Kontext gesellschaftlicher und aufsichtsrechtlicher Entwicklungen gesteuert.

Die Geschäftsplanung und Ergebnisentwicklung der FFS Bank beruht auf Annahmen hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung. Insbesondere wird von einer geordneten Bestandsabwicklung ausgegangen. Derzeit werden durch die Gesellschafterin Gespräche mit Investoren über eine Neuordnung der Gesellschafterstruktur geführt.

Ziel ist es die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit zu erhalten, sodass der Geschäftsbetrieb weiter aufrechterhalten werden kann und die Verträge erfüllt werden können. Deshalb steht das Ziel der Aufrechterhaltung der Liquidität vor dem Ziel der Rentabilitätsmaximierung, so dass die Fortführung der Geschäftstätigkeit sichergestellt wird. Die Zahlungsbereitschaft wird durch die Liquiditätszusage der Gesellschafterin sichergestellt.

Auch für das laufende und kommende Geschäftsjahr sieht sich die FFS Bank im Rahmen der weiteren Abwicklung der Bestände in diesem Bereich aufgrund ihres vorsichtigen Umgangs mit Risiken gut aufgestellt.

Für 2017 geht die Bank von einem Zinsüberschuss inkl. ABS-Ergebnisbeitrag in Höhe von ca. T€ 3.800 sowie Verwaltungskosten in Höhe von T€ 7.750 von einem Ergebnis von T€ 598 vor Steuern aus.

 

Stuttgart, 31.05.2017

FFS Bank GmbH

Geschäftsführung

Ulrich Mann

Peter Xander

1 www.destatis.de s, Pressemitteilung Nr. 010 vom 12.01.2017
2 http://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunkturprognose114.html
3 Spiegel online, 12.01.2017, Wirtschaftswachstum 2016
4 www.destatis.de, Pressemitteilung Nr. 010 vom 12.01.2017
5 Presseinformation, Creditreform, 28.11.2016, "Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2016
6 KBA, Pressemitteilung Nr. 01/2017, Fahrzeugzulassungen im Dezember 2016 - Jahresbilanz
7 www.kfz-betrieb.vogel.de, Neuwagenabsatz 2016: Privatmarkt wächst am stärksten, 09.01.2017
8 KBA, Pressemitteilung Nr. 01/2017, Fahrzeugzulassungen im Dezember 2016 - Jahresbilanz
9 www.dat.de, Kommentar zum Gebrauchtwagenmarkt im Dezember 2016 und Jahresrückblick,
10 KBA, Pressemitteilung Nr. 01/2017, Fahrzeugzulassungen im Dezember 2016 - Jahresbilanz
11 KBA, Pressemitteilung Nr. 01/2016, Jahresbilanz - Fahrzeugzulassungen im Dezember 2015
12 KBA, Pressemitteilung Nr. 01/2017, Fahrzeugzulassungen im Dezember 2016 - Jahresbilanz
13 www.destatis.de, Inlandsproduktberechnung
14 www.manager-magazin.de, 58.000 Euro aufs Sparkonto - pro Jahr, 25.10.2016
15 ohne Zahlungsverkehrskonten gewerblicher Kunden
16 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunkturprognose114.html, Stand 13.02.2017
17 http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/marktforschung-konsum-...., Stand 13.02.2017
18 www.ifw-kiel.de/medieninformationen ......
19 www.ifw-kiel.de/medieninformationen .......
20 www.ifw-kiel.de/medieninformationen .......
21 www.http://www.kfz-betrieb.vogel.de/vdik-neuwagenmarkt-bleibt-auf-hohem-niveau-a-565537/

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016

der FFS Bank GmbH, Stuttgart

Aktivseite

Geschäftsjahr
Vorjahr
T €
1. Barreserve          
a Kassenbestand     2.723,09   1
b Guthaben bei Zentralnotenbanken     15.000.000,00   20.000
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 15.000.000,00       20.000
c Guthaben bei Postgiroämtern     0 15.002.723,09 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar          
b Wechsel     0 0 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a täglich fällig     41.981.932,79   59.616
b andere Forderungen     0,00 41.981.932,79 6.000
4. Forderungen an Kunden       115.185.759,77 123.083
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 245.597,38       264
Kommunalkredite 0       0
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a Geldmarktpapiere          
aa von öffentlichen Emittenten   0     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0        
ab von anderen Emittenten   0 0   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0        
b Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba von öffentlichen Emittenten   0     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0        
bb von anderen Emittenten   0,00 0,00   2.509
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0       0
c eigene Schuldverschreibungen   0 0 0,00 0
Nennbetrag 0        
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       0,00 0
6a. Handelsbestand       0 0
7. Beteiligungen       0 0
darunter          
an Kreditinstituten 0        
an Finanzdienstleistungsinstituten 0        
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0        
an Finanzdienstleistungsinstituten 0        
9. Treuhandvermögen       0 0
darunter: Treuhandkredite 0        
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch          
10a. Leasingvermögen       0 0
11. Immaterielle Anlagewerte          
a Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0    
b entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     0   0
c Geschäfts- oder Firmenwert     0    
d geleistete Anzahlungen     0 0  
12. Sachanlagen       113.048,00 462
13. Eingefordertes, noch nicht eingezahltes Kapital       0 0
14. Sonstige Vermögensgegenstände       2.446.219,85 1.486
15. Rechnungsabgrenzungsposten       18.437,67 51
16. Aktive latente Steuern       0 0
17. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung       0 0
18. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag       0 0
Summe der Aktiva       174.748.121,17 213.208

Passivseite

         
 


Geschäftsjahr
Vorjahr
T €
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a täglich fällig     6.405.202,55   0
b mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     0,00 6.405.202,55 15.021
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a Spareinlagen          
aa mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   0     0
ab mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   0 0   0
b andere Verbindlichkeiten          
ba täglich fällig   87.305.167,16     54.265
bb mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   8.658.644,00 95.963.811,16 95.963.811,16 54.601
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a begebene Schuldverschreibungen     0   0
b andere verbriefte Verbindlichkeiten     0 0 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0       0
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0       0
3a. Handelsbestand       0 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       0 0
darunter: Treuhandkredite 0        
5. Sonstige Verbindlichkeiten       10.627.754,27 6.257
6. Rechnungsabgrenzungsposten       39.655,29 95
6a. Passive latente Steuern       0 0
7. Rückstellungen          
a Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     827.647,00   863
b Steuerrückstellungen     0,00   0
c andere Rückstellungen     6.884.050,90 7.711.697,90 3.961
8. [gestrichen]       0 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten          
10. Genussrechtskapital       0 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0       0
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken          
12. Eigenkapital          
a Eingefordertes Kapital          
gezeichnetes Kapital     54.000.000,00   45.000
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen          
b Kapitalrücklage     0,00   8.733
c Gewinnrücklagen          
ca gesetzliche Rücklage   0     0
cb Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen   0     0
cc satzungsmäßige Rücklagen   0     0
cd andere Gewinnrücklagen   0,00 0,00   24.412
d Bilanzgewinn     0,00 54.000.000,00 0
Summe der Passiva       174.748.121,17 213.208
1. Eventualverbindlichkeiten          
a Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0     0
b Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   0     0
c Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0     0
2. Andere Verpflichtungen          
a Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0     0
b Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen   0     0
c Unwiderrufliche Kreditzusagen   3.109,49     3

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

der FFS Bank GmbH, Stuttgart

Geschäftsjahr
Vorjahr
T €
1. Zinserträge aus          
a Kredit- und Geldmarktgeschäften   16.462.859,52     19.306
darunter: negativer Zinsertrag   -148.249,91     -80
b festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   18.815,55 16.481.675,07   70
2. Zinsaufwendungen     -8.545.749,05 7.935.926,02 -10.112
3. Laufende Erträge aus          
a Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     0,00   0
b Beteiligungen     0,00   0
c Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 0,00 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     6.306.425,47   6.734
6. Provisionsaufwendungen     -1.643.208,43 4.663.217,04 -1.876
7. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestandes       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       5.773.804,11 9.511
9. [gestrichen]       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a Personalaufwand          
aa Löhne und Gehälter   -6.888.639,54     -4.054
ab Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   -478.337,18 -7.366.976,72   -606
darunter: für Altersversorgung -4.511,41       -96
b andere Verwaltungsaufwendungen     -6.346.587,34 -13.713.564,06 -7.348
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       -37.442,75 -46
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       -3.205.000,18 -6.312
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft       0,00 -668
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft       5.622.374,64 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere       0,00 0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren       0,00 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. [gestrichen]       0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       7.039.314,82 4.599
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       0,00 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     75.079,34   27
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     240.326,07 315.405,41 -362
25. Erträge aus Verlustübernahme       0,00 0
26. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne       -7.354.720,23 -4.264
27. Jahresüberschuss       0,00 0
28. Gewinnvortrag/ Verlustvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
29. Entnahmen aus der Kapitalrücklage       0,00 0
30. Entnahmen aus Gewinnrücklagen          
a aus der gesetzlichen Rücklage       0,00 0
b aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen       0,00 0
c aus satzungsmäßigen Rücklagen       0,00 0
d aus anderen Gewinnrücklagen       -24.145.398,56 0
bereits an Gesellschafter ausgeschüttet       24.145.398,56 0
31. Entnahmen aus Genussrechtskapital       0,00 0
32. Einstellungen in Gewinnrücklagen          
a in die gesetzliche Rücklage       0,00 0
b in die Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen       0,00 0
c in satzungsmäßige Rücklagen       0,00 0
d in andere Gewinnrücklagen       0,00 0
33. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals       0,00 0
34. Bilanzgewinn       0,00 0

Anhang

ALLGEMEINE ANGABEN

Die FFS Bank GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (Reg.Nr. 23286 B).

Der Jahresabschluss für das 21. Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 der FFS Bank GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend Formblatt 1 und die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV.

ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Ansatz von Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträgen wird nach den Vorschriften der §§ 246ff. HGB, die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden nach den Bewertungsvorschriften in den §§ 252ff. HGB vorgenommen, soweit nicht in §§ 340a ff. HGB Sonderregelungen für Kreditinstitute bestehen.

Die Barreserve ist ebenso wie alle Forderungen mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Forderungen an Kunden aus den Ratenkreditgeschäften werden nach Abzug der für die Restlaufzeit zu zahlenden Zinsen und Gebühren netto ausgewiesen. Allen erkennbaren Einzelrisiken im Kreditgeschäft wurde durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Berücksichtigung der latenten Risiken im Kreditgeschäft ist eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Sachanlagen sind mit den um lineare planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten einschließlich Umsatzsteuer angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 410 werden sofort abgeschrieben. Folgende Nutzungsdauern werden bei der FFS Bank in der Regel zugrunde gelegt:

Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 13 Jahren

Immaterielle Vermögensgegenstände von 4 bis 8 Jahren

Sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Auf die Bilanzierung der potenziell bestehenden aktiven latenten Steuern aus den Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz, insbesondere aus der Pensionsrückstellung sowie den Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und für die verlustfreie Bewertung des Bankbuches wurde verzichtet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 30,6 %.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem PUC Verfahren unter Anwendung eines Zinssatzes von 4,01 % (Vorjahr 3,89 %) und eines Rententrends von 1,75 % (Vorjahr 1,75 %) sowie einer pauschalen Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren. Als Rechnungsgrundlage für das Gutachten dienten die aktuellen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Erstmals waren die geänderten Vorschriften des § 253 Abs. 6 HGB zur Ermittlung des Abzinsungssatzes für langfristige Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen anzuwenden. Die Abzinsung erfolgt nunmehr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Bisher war der laufzeitadäquate durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre anzuwenden.

Die Rückstellungen sind auf Grundlage des § 253 Abs. 1, Abs. 6 HGB in voller Höhe dotiert; Fehlbeträge bestehen nicht. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittssatzes beläuft sich auf T€ 67 und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen wurde gesetzlich nicht geregelt. Dem entsprechend wird im Rahmen des mit der Frey Financial Services GmbH bis zum Ablauf des 31. Dezember 2016 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags der gesamte Gewinn abgeführt.

Von den Zuführungen des Geschäftsjahres betreffen T€ 33 (Vorjahr T€ 33) die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und T€ 5 (Vorjahr T€ 6) die Abzinsung der Rückstellungen für Archivierungskosten.

Im Übrigen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit Fälligkeiten innerhalb eines Jahres werden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge und bei anderen Fälligkeiten gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Höhe des Barwertes der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge angesetzt. Auf- bzw. Abzinsungseffekte hieraus ergaben sich keine.

Zum Bilanzstichtag wurde eine verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs vorgenommen, um die Notwendigkeit zur Bildung einer Rückstellung gemäß § 340a i.V.m. § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB zu überprüfen. Die Berechnung nach barwertiger Methode führt zu einem Verpflichtungsüberschuss aus dem Geschäft mit zinsbezogenen Finanzinstrumenten im Bankbuch in Höhe von T€ 1.023 (Vorjahr T€ 1.908). Es wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe des Verpflichtungsüberschusses gebildet. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 885 (Vorjahr Aufwand T€ 954) werden im GuV-Posten 14 - Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft ausgewiesen.

Der für erhaltene Zinssubventionen zu Absatzfinanzierungen gebildete Passive Rechnungsabgrenzungsposten wird finanzmathematisch entsprechend der Zinsstaffelmethode aufgelöst.

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sind am Bilanzstichtag nicht vorhanden.

ANGABEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Gliederung der Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Beträge
in T€
Forderungen Verbindlichkeiten
nach Restlaufzeiten 2016 2015 2016 2015
Täglich fällig 41.982 59.616 6.405 0
Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0 6.000 0 15.021
Bis 3 Monate 0 0 0 0
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0 0 0 0
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0 0 0 0
Mehr als 5 Jahre Unbestimmte Laufzeit 0 0 0 0
Summe 41.982 65.616 6.405 15.021

Gliederung der Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Beträge
in T€
Forderungen Verbindlichkeiten
nach Restlaufzeiten 2016 2015 2016 2015
Bis 3 Monate 103.382 99.914 94.380 56.606
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 5.453 10.835 1.584 47.478
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 5.506 11.217 0 4.782
Mehr als 5 Jahre 845 1.117 0 0
mit unbestimmter Laufzeit 0 0 0 0
Summe 115.186 123.083 95.964 108.866

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf T€ 6.725 (Vorjahr T€ 9.279).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf T€ 56.296 (Vorjahr T€ 23.803), davon gegenüber der Gesellschafterin auf T€ 50.345 (Vorjahr T€ 18.655).

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

Die Aufgliederung des Anlagevermögens ist aus der Aufstellung "Entwicklung des Anlagevermögens" zu entnehmen.

In den Sachanlagen sind Vermögensgegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung mit T€ 113 (Vorjahr T€ 145) enthalten. Grundstücke und Gebäude (Vorjahr T€ 317) wurden im Geschäftsjahr verkauft.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen insbesondere Forderungen an die Hyundai Motor Deutschland GmbH (HMD) mit T€ 155 (Vorjahr T€ 660), an die Subaru Deutschland GmbH T€ 25 (Vorjahr T€ 230) sowie ABS Transaktionen T€ 281 (Vorjahr T€ 483). Darüber hinaus sind Forderungen an die Gesellschafterin in Höhe von T€ 1.937 (Vorjahr T€ 0) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Kapitalertragssteuer aus der Entnahme aus den Gewinnrücklagen, die von der FFS GmbH getragen werden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen insbesondere an HMD für Rückvergütungen in der Einkaufsfinanzierung sowie für Marketing Boni mit T€ 501 (Vorjahr T€ 608) sowie aus Verbindlichkeiten aus eingehenden Ratenzahlungen für verbriefte Absatzkredite mit T€ 42 (Vorjahr T€ 168). Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber den Finanzbehörden mit T€ 2.212 (Vorjahr T € 613) und der Gesellschafterin aus der Gewinnabführung 2016 sowie aus der verbleibenden Ausschüttung der Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 7.500 (Vorjahr T€ 4.263) enthalten.

Die anderen Rückstellungen betreffen überwiegend Aufwendungen für erbrachte, jedoch noch nicht abgerechnete Leistungen von T€ 545 (Vorjahr T€ 536), die Rückstellung für drohende Verluste aus der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs in Höhe von T€ 1.023 (Vorjahr T€ 1.908), Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen T€ 5.000 (Vorjahr T€ 965) sowie eine Rückstellung für Erstattungsansprüche aus Bearbeitungsgebühren in Höhe von T€ 297 (Vorjahr T€ 457).

Unwiderrufliche Kreditzusagen für freie Linien in der Händlereinkaufsfinanzierung bestanden zum Jahresende in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 3).

In den Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sind negative Zinsen in Höhe von T€ 56 (Vorjahr T€ 48) aus dem bestehenden Reserveguthaben bei der EZB sowie in Höhe von T€ 93 (Vorjahr T€ 32) negative Zinsen aus den Guthaben bei Kreditinstituten enthalten.

Die Provisionserträge resultieren im Wesentlichen aus Umsatzprovisionen von der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe AG (BDK) und der HMD T€ 3.250 (Vorjahr T€ 3.542) sowie aus Dokumenteninkassoprovisionen T€ 3.042 (Vorjahr T€ 3.153).

Die Provisionsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Kreditvermittlungsprovisionen T€ 1.610 (Vorjahr T€ 1.792)

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Subventionen von der BDK T€ 2.990 (Vorjahr T€ 6.106), Erträgen aus übernommenen Versicherungsbeiträgen T€ 165 (Vorjahr T€ 172), Kostenerstattungen von verbundenen Unternehmen T€ 300 (Vorjahr T€ 350), Erstattungen für Dienstleistungen der FFS Bank an die HMD und BDK mit T€ 781 (Vorjahr T€ 783) bzw. T€ 77 (Vorjahr T€ 121), Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen mit T€ 209 (Vorjahr T€ 125 ) sowie Servicing Fees für ABS-Transaktionen T€ 686 (Vorjahr T€ 1.336). Erstattungen von Händlerprovisionen für Absatzfinanzierungsvermittlung sind in den Provisionserträgen erfasst.

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Wesentlichen Kosten für Geschäftsbesorgungen T€ 2.059 (Vorjahr T€ 2.519), EDV-Kosten T€ 1.662 (Vorjahr T€ 1.783) sowie Kosten für das Rechenzentrum T€ 433 (Vorjahr T€ 534) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Subventionsaufwendungen gegenüber der BDK T€ 2.991 (Vorjahr T€ 6.106) sowie Versicherungsbeiträgen T€ 182 (Vorjahr T€ 161).

Nach Saldierung entsprechend § 340f Abs. 3 HGB werden Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft von T€ 5.622 ausgewiesen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung der Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB i.H. von T€ 4.682 sowie aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen für verlustfreie Bewertung i.H. von T€ 885.

Die Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 75 (Vorjahr T€ 27) resultieren aus einer Rückerstattung von Kapitalertragsteuer. Die Erstattungen bei den sonstigen Steuern T€ 240 (Vorjahr Aufwendungen T€ 362) resultieren aus Rückzahlungen von Vorsteuern.

Der auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinn für das Geschäftsjahr 2016 beträgt € 7.354.720,23 (Vorjahr € 4.263.487,22). Der Jahresüberschuss bzw. Bilanzgewinn 2016 beträgt nach Ergebnisabführung € 0 (Vorjahr € 0).

Nachtragsbericht

Die Kooperationsverträge über die Einkaufsfinanzierungen der Händler mit Hyundai Motor Deutschland GmbH und Subaru Deutschland GmbH sind am 31. März 2017 ausgelaufen. Die für Anfang Mai 2017 vorgesehene Überleitung des Bestands der Forderungen der Bank auf den neuen Finanzierungspartner ist bisher nicht erfolgt.

Zum Kooperationsvertrag über Händlereinkaufsfinanzierungen und Factoring für Subaru Fahrzeuge wurde eine Verlängerung "bis auf weiteres" vorgenommen.

Im Bereich der Einkaufsfinanzierung geht die Jahresplanung von Hyundai von ca. 100.000 Fahrzeugen insgesamt und im I. Quartal von 24.000 Fahrzeugen aus, finanziert wurden bis zum Kooperationsende 22.914 Fahrzeuge. Für Subaru sind im Rahmen der Einkaufsfinanzierung für 2017 7.000 Fahrzeuge geplant. Bis zum 31. Mai 2017 wurden 4.113 Fahrzeuge finanziert.

SONSTIGE ANGABEN

Die FFS Bank hat für Dritte aufgrund von Geschäftsbesorgungs- und Kooperationsverträgen Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung erbracht. Hierbei handelt es sich um Servicing und Vertragsverwaltung sowie um Vermittlung von Absatzfinanzierungs- Leasing- und Versicherungsverträgen.

Die FFS Bank stellt für den Emil Frey Versicherungsdienst GmbH unentgeltlich Räume, Büroausstattung und Technik zur Verfügung und erbringt für den FFS Versicherungsdienst GmbH in geringem Umfang Dienstleistungen, im Wesentlichen aus dem Bereich Rechnungswesen. Der Wert dieser Geschäfte liegt im niedrigen 5 stelligen Bereich.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar von T€ 445 betrifft mit T€ 382 Abschlussprüfungsleistungen (davon T€ 69 für das Vorjahr) und mit T€ 63 sonstige Leistungen (davon T€ 0 für das Vorjahr).

Geschäftsführung

 

Ulrich Mann, Talheim, Bankdirektor FFS Bank GmbH

 

Peter Xander, Sersheim, Bankdirektor FFS Bank GmbH

Die Geschäftsführer üben neben ihrer hauptamtlichen Bankleiterfunktion diverse leitende Aufgaben innerhalb der Emil Frey Gruppe aus.

Aufsichtsrat

 

Dr. Peter Höflinger (Vorsitzender), Kfm. Vorstand im Ruhestand

 

Markus Stutz, (stellvertretender Vorsitzender), CFO Emil Frey AG

 

Dr. Matthias Metz, Bankdirektor im Ruhestand

 

Hermann Ziegler, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 58 (Vorjahr 70) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 42 in Vollzeit und 16 in Teilzeit bzw. am 31. Dezember 2016 56 (Vorjahr 59) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 43 in Vollzeit und 13 in Teilzeit, beschäftigt.

Bezüge, Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse von bzw. gegenüber Organmitgliedern

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung in 2016 inklusive der Vergütungen für die Aufgaben innerhalb der Gruppe belaufen sich auf T€ 492 (Vorjahr T€ 493). Vergütungen an die Gesellschafterversammlung gab es keine. An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden Vergütungen in Höhe von T€ 36 (Vorjahr T€ 36) bezahlt. Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse von bzw. gegenüber Organmitgliedern bestehen nicht.

Mitgliedschaft

Die FFS Bank ist Mitglied des Bankenfachverband e. V., Berlin. Eine Mitgliedschaft in einer Einrichtung zur Einlagensicherung besteht zurzeit nicht.

Kapital

Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. August 2016 wurden die in der Jahresbilanz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 ausgewiesene Kapitalrücklage von T€ 8.733 und ein Teil der in der Jahresbilanz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Gewinnrücklagen von T€ 267 in Stammkapital umgewandelt. Gleichzeitig erfolgte eine Teilung des bisherigen Geschäftsanteils von T€ 45.000 in 45 Geschäftsanteile im Nennbetrag von jeweils T€ 1.000. Die Eintragung in das Handelsregister der Kapitalerhöhung um insgesamt T€ 9.000 erfolgte am 29. August 2016.

Das gezeichnete Kapital der FFS Bank beträgt seither T€ 54.000 (Vorjahr T€ 45.000). Das Stammkapital ist in 54 gleiche Geschäftsanteile eingeteilt, die von der Alleingesellschafterin, der Frey Financial Services GmbH, Stuttgart (FFS GmbH) gehalten werden.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. Dezember 2016 wurde die Ausschüttung der verbleibenden Gewinnrücklagen (T€ 24.145) beschlossen. Davon wurden T€ 24.000 an die Gesellschafterin ausgekehrt. Der noch nicht ausgeschüttete Teil von T€ 145 wird unter den sonstigen Verbindlichkeiten gezeigt. Die Beträge werden nach dem Ausschüttungsbeschluss als jederzeit kündbares Darlehen bei der FFS Bank GmbH zur Verfügung gestellt.

Die FFS Bank GmbH ist gemäß § 290 HGB Mutterunternehmen der Zweckgesellschaft Free Mobility No. 4 UG (haftungsbeschränkt).

Die FFS Bank GmbH und ihr Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der FFS GmbH einbezogen. Dieser Konzernabschluss liegt in Stuttgart, Neckarstr. 137-139 aus. Ebenso wird dieser im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die FFS Bank GmbH verzichtet entsprechend den Vorgaben des § 291 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses.

Im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB ist die Walter Frey Holding AG, Zürich, das Mutterunternehmen für den größten Konsolidierungskreis. Dieser Konzernabschluss liegt in Zürich aus.

GEWINNVERWENDUNG

Das Ergebnis vor Gewinnabführung des Geschäftsjahres 2016 von € 7.354.720,23 wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 22. Dezember 2011 vollständig an die Frey Financial Services GmbH abgeführt. Der Vertrag ist mit Ablauf des 31. Dezember 2016 beendet.

 

Stuttgart, 31. Mai 2017

FFS Bank GmbH

Geschäftsführung

Mann

Xander

Anlage zum Jahresabschluss 2016 gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG

Es bestehen keine Niederlassungen.

Zu den Angaben des § 26a Abs. 1 Satz 2 Nrn. 2, 4 und 5 KWG verweisen wir auf die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum 31. Dezember 2016 beträgt 49,0.

Öffentliche Beihilfen hat die Gesellschaft nicht erhalten.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
AHK Vorjahresende Zugänge (AHK) Abgänge (AHK) AHK Jahresende
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 2.217.263,29 0,00 0,00 2.217.263,29
Sachanlagen        
Grundstücke und Gebäude 1.146.892,46 0,00 1.146.892,46 0,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 650.383,85 0,00 38.859,49 611.524,36
Maschinen 100.000,00 0,00 100.000,00 0,00
Summe 1.897.276,31 0,00 1.285.751,95 611.524,36
Summe 4.114.539,60 0,00 1.285.751,95 2.828.787,65
Abschreibungen
kumuliert bis 01.01. Zugänge Abgänge kumuliert bis 31.12.
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 2.217.263,29 0,00 0,00 2.217.263,29
Sachanlagen        
Grundstücke und Gebäude 829.665,46 5.829,75 835.495,21 0,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 505.722,85 31.613,00 38.859,49 498.476,36
Maschinen 100.000,00 0,00 100.000,00 0,00
Summe 1.435.388,31 37.442,75 974.354,70 498.476,36
Summe 3.652.651,60 37.442,75 974.354,70 2.715.739,65
Buchwert
Stand 31.12. des Vorjahres Stand 31.12. d. Geschäftjahres
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 0,00 0,00
Sachanlagen    
Grundstücke und Gebäude 317.227,00 0,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.661,00 113.048,00
Maschinen 0,00 0,00
Summe 461.888,00 113.048,00
Summe 461.888,00 113.048,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FFS Bank GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 19. Juni 2017

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eberhard Feil, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Apitzsch, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde am 30. Juni 2017 festgestellt.

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