Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 13224
Vorher
Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH
Eingetragen
3.5.1995
Branche
BeteiligungsgesellschaftenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieKreditinstitute des Sparkassensektors
Gegenstand
die Initiierung und Unterstützung von Innovationsprozessen in der mittelständischen Wirtschaft und im Handwerk Bayerns, insbesondere die Verbreitung neuen innovationsrelevanten Wissens sowie die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie innerhalb der Wirtschaft. Die Gesellschaft ist wichtiger Bestandteil der Innovationspolitik des Freistaates Bayern. Der Gegenstand der Gesellschaft umfasst insbesondere a) die Bündelung des Leistungsangebotes der dezentralen Technologietransfereinrichtungen durch die Etablierung und Weiterentwicklung branchen- und technologieübergreifender Plattformen zur Unterstützung von Technologietransfer und Innovation; b) die Unterstützung von Innovationsprozessen in Wertschöpfungsketten einschließlich der Anregung von Informationsaustausch und Kooperationen zwischen Unternehmen; c) das Anbieten von Dienstleistungen im Innovationsprozess als überregionale Anlaufstelle für Wissensanbieter und nachfrager, die Beteiligung an Innovationsprozessen mit Modellcharakter sowie die öffentlichkeitswirksame Darstellung des Leistungsangebots im Wissens-Transfer Bayerns; d) die Unterstützung des grenzüberschreitenden Wissenstransfers; e) die Unterstützung des Wissenstransfers von den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Freistaat Bayern an bayerische Unternehmen; f) die Förderung der Leistungsfähigkeit der Innovationslandschaft in Bayern auch im nationalen und internationalen Vergleich; g) die Entwicklung von Zielvorstellungen für eine zukunftsorientierte Innovationspolitik und Technologieförderung im Freistaat Bayern und die Beratung der Bayerischen Staatsregierung bei der Entwicklung und Durchführung technologieorientierter Fördermaßnahmen; h) die Projektträgerschaft bei staatlichen Technologieförderprogrammen, i) die Zusammenarbeit mit der Bayerischen Forschungs- und Innovationsagentur (vormals Haus der Forschung). j) die Durchführung von sonstigen Projekten im Aufgabenbereich des Freistaats Bayern, bei denen Bundes- und EUFördermittel eingeworben werden können, inbesondere solcher, die der Förderung von Innovationsprozessen in der mittelständischen Wirtschaft und im Handwerk Bayerns entsprechend der Innovationspolitik des Freistaats Bayerns dienen. In die Arbeit der Gesellschaft sollen die mittelständische Wirtschaft und das Handwerk so eng wie möglich eingebunden werden. Darüber hinaus soll die Gesellschaft auch mit Forschungsinstituten, Transfereinrichtungen, Verbänden und Institutionen der Politikberatung eng zusammenarbeiten und diese bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unterstützen. Die Gesellschaft darf im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen ihrer Satzung alle Geschäfte betreiben, die der Zweckbestimmung des oben genannten Unternehmensgegenstands dienlich erscheinen. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen erwerben, sich an Unternehmen beteiligen und Zweigniederlassungen errichten. Die Gesellschaft soll eigene Leistungen nur dort anbieten, wo sie bisher nicht oder nur unzureichend erbracht wurden oder werden konnten. Es soll grundsätzlich geprüft werden, ob Dienstleistungen durch bestehende Einrichtungen oder private Anbieter in gleicher Weise erbracht werden können, ggf. auch mit Unterstützung der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist im Wesentlichen für den Freistaat Bayern tätig.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tanja Dr. Jovanovic
seit 22.8.2024
Prokura
Matthias Dr. Konrad
seit 15.12.2023
Prokura
Robert Dr. Bartl
seit 15.12.2023
Prokura
Stephan Dr. Raum
seit 15.12.2023
Prokura
Alexander Strauß
seit 15.12.2023
Prokura
Sonja Henning
seit 15.12.2023
Prokura
Rainer Dr. Seßner
seit 6.4.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
153.388 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH, Nürnberg

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 346.715,56 172.628,94
II. Sachanlagen 316.901,45 316.244,30
663.617,01 488.873,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 502.839,81 489.715,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.720.573,44 5.394.126,39
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 17.781.135,38 16.154.543,49
25.004.548,63 22.038.385,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 589.687,58 459.594,47
26.257.853,22 22.986.853,29

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 153.387,56 153.387,56
II. Gewinnvortrag 600.000,00 600.000,00
III. Jahresüberschuss 175.278,28 0,00
928.665,84 753.387,56
B. Rückstellungen 10.285.429,90 9.341.160,51
C. Verbindlichkeiten 13.421.879,44 12.757.425,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 13.421.879,44 (Vj. EUR 12.394.535,94)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren: EUR 0,00 (Vj. EUR 362.890,00)
davon aus Steuern: EUR 521.399,32 (Vj. EUR 246.944,43)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 36.740,26 (Vj. EUR 37.984,68)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.621.878,04 134.879,28
26.257.853,22 22.986.853,29

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation

und Wissenstransfer mbH, Nürnberg

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 30.624.911,64 27.097.827,15
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.795.251,63 -13.810.127,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.105.265,70 -2.871.593,04
davon für Altersversorgung: EUR 73.154,22 (Vj. EUR 168.608,89)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -327.910,11 -288.420,55
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.079.159,46 -10.085.077,67
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 137.110,02 24.027,53
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -98.149,28 -31.563,12
davon aus Aufzinsung: EUR 13.996,00 (Vj. EUR 12.740,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -177.711,83 -31.983,84
8. Ergebnis nach Steuern 178.573,65 3.089,31
9. Sonstige Steuern -3.295,37 -3.089,31
10. Jahresüberschuss 175.278,28 0,00

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

Bayern Innovativ -

Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH, Nürnberg

A. Allgemeine Angaben

Die Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH (im Folgenden kurz:

Bayern Innovativ GmbH oder Bayern Innovativ) hat ihren Sitz in Nürnberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Nürnberg (HRB Reg.Nr. 13224).

Der Jahresabschluss der Bayern Innovativ GmbH wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft weist nach § 267 Abs. 2 HGB die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf.

Die Geschäftsführung hat nach § 19 der Satzung einen Jahresabschluss nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu erstellen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Darstellungsstetigkeit

Beibehaltung der Form

Die Form der Darstellung, insbesondere der Gliederung der aufeinander folgenden Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen, wurde beibehalten.

Vergleichbarkeit

Die Zahlen des Berichtsjahres sind mit den Beträgen des Vorjahres unmittelbar vergleichbar.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB erstellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274, 276 und 277 HGB, erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung, wobei die Darstellung der Umsatzerlöse um die spezifischen Erlöspositionen der Bayern Innovativ GmbH "Grundfinanzierung und akquirierte Finanzierungen des Freistaates Bayern" und "EU-Kommissions- und Fördermittel des Bundes" erweitert wurde.

Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt.

Im Einzelnen wurde die Bewertung wie folgt vorgenommen:

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten (zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Skonti) vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Erhaltene Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungskosten. Im Anlagenspiegel sind die erhaltenen Investitonszuschüsse in einer gesonderten Spalte dargestellt.

Die planmäßige Abschreibung erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Für Anlagenzugänge im Berichtszeitraum wurde die Abschreibung pro rata temporis ermittelt.

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden mit einer Nutzungsdauer von 1 bis 5 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit einer Nutzungsdauer von 1 bis 13 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Umlaufvermögen

Die unfertigen Leistungen sind gem. § 255 Abs. 2 HGB mit den Einzelkosten und dem angemessenen Teil der Gemeinkosten angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (Vj. 1 %) Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind ebenso wie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzung

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag enthalten, die Aufwendungen für zukünftige Geschäftsjahre darstellen.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt wurde. Die Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) sind wie im Vorjahr unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden, wie er sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Ansatz eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % p.a. (Vj. 1,78 % p.a.), einer Gehaltsdynamik von 0,0 % und einer Rentendynamik von 1,0 % p.a. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 5.124 EUR (Vj. 24.138 EUR).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung eventueller Kostensteigerungen mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt, die erhaltenen Anzahlungen zum Nennwert.

Passive Rechnungsabgrenzung

In der passiven Rechnungsabgrenzung sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag enthalten, die Erträge für zukünftige Geschäftsjahre darstellen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse umfassen die als institutionelle Förderung und als Projektförderung erhaltenen Zuwendungen sowie die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und der Untervermietung von Büroflächen.

Aufwendungen und Erträge werden in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie wirtschaftlich angefallen sind.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Wie im Vorjahr hat die Gesellschaft einen Teil der Institutionellen Förderung und von Projektbudgets als Investitionszuschuss behandelt. Durch die ergebnisneutrale Minderung der Anschaffungskosten sollen Ergebnisbelastungen zukünftiger Geschäftsjahre vermieden werden.

In Höhe von 715 TEUR wurden in 2023 Investitionszuschüsse von den Anschaffungskosten der getätigten Investitionen gekürzt. Unter Berücksichtigung überschlägig berechneter Abschreibungen sind im Anlagevermögen somit stille Reserven in Höhe von 2.014 TEUR enthalten.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 58.622 EUR (Vj. 60.122 EUR) enthalten.

Latente Steuern

Die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, die im Wesentlichen die Rückstellungen für Pensionen betreffen, führen zu aktiven latenten Steuern. In Anwendung des Wahlrechtes des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet.

Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt 928.665,84 EUR. Das Gezeichnete Kapital in Höhe von 153.387,56 EUR ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Zum Bilanzstichtag besteht kein verrechenbares Deckungsvermögen, so dass die Pensionsverpflichtung unsaldiert ausgewiesen wird.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für die Rückzahlung von Fördermitteln (7.551.880 EUR; Vj. 6.990.753 EUR) und für den Personalbereich (1.357.714 EUR; Vj. 961.600 EUR).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Auch die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (Vj. 362.890 EUR sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren).

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden überwiegend in Deutschland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen v.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (270.463 EUR; Vj. 254.367 EUR). Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 298.988 EUR (Vj. 255.900 EUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 187.737 EUR (Vj. 0 EUR).

Finanzergebnis

Das Zinsergebnis ist geprägt durch Zinserträge aus Tages- und Termingeldanlagen (137.110 EUR; Vj. 24.027 EUR) und Zinsaufwendungen in Zusammenhang mit der Rückzahlung von Fördermitteln (84.153 EUR; Vj. 0 EUR). Der Zinsaufwand aus der Abzinsung von Rückstellungen beträgt 13.996 EUR (Vj. 12.740 EUR). Im Zusammenhang mit der Rückzahlung einer Rückdeckungsversicherung fielen im Vorjahr Erträge aus anteiligen Bewertungsreserven in Höhe von 23.619 EUR an.

E. Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus geborenen, berufenen sowie gewählten Mitgliedern.

Geborenes Mitglied:

Berufene / Benannte Mitglieder:

Dr. Sabine Jarothe,

Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Ministerialdirektorin, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Prinzregentenstraße 28, 80538 München

Dr. Johannes Eberle,

Ministerialdirigent, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Salvatorstraße 2, 80333 München

Christian Horak,

Ministerialdirigent, Bayerische Staatskanzlei, Franz-Josef-Strauß Ring 1, 80539 München

Carolin Stimmelmayr,

Ministerialdirigentin, Bayerisches Staatsministerium für Digitales, Oskar-von-Miller-Ring 35, 80333 München

Dr. Manfred Wolter,

Ministerialdirigent, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Prinzregentenstraße 28, 80538 München

Gewählte Mitglieder:

Dr. Andreas Freundt,

Hauptgeschäftsführer, Industrie- und Handelskammer Aschaffenburg, Kerschensteinerstraße 9, 63741 Aschaffenburg

Dr. Birgit Geier,

Leitung Abteilung Forschungskoordination, Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Hansastraße 27c, 80686 München (ab 8.11.2023)

Hans Peter Göttler,

Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, LfA Förderbank Bayern, Königinstraße 17, 80539 München

Prof. Dr. Wolfgang Hauke,

Präsident, Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten, Bahnhofstraße 61, 87435 Kempten

Thomas Kraft,

Bankdirektor, LfA Förderbank Bayern, Königinstraße 17, 80539 München

Prof. Dr. rer. Publ. Ass. Iur. Alexander Kurz,

Vorstand Innovation, Transfer und Verwertung, Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Hansastraße 27c, 80686 München (bis 18.09.2023)

Prof. Dr. Stefan Leible,

Präsident, Universität Bayreuth, Universitätsstraße 30, 95447 Bayreuth

Dieter Vierlbeck,

Stellvertretender Hauptgeschäftsführer, Handwerkskammer für München und Oberbayern, Max-Joseph-Straße 4, 80333 München

Christine Völzow,

Geschäftsführerin, vbw-Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., Max-Joseph-Straße 5, 80333 München

Dr. Michael Waasner,

Präsident, Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth, Bahnhofstrasse 25, 95444 Bayreuth

Geschäftsführung

Geschäftsführer ist im Berichtszeitraum Herr Dr. Rainer Seßner, Roth.

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er die Gesellschaft alleine. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch diese gemeinschaftlich vertreten.

Einzelprokura war bis 30.9.2023 Herrn Henrik Huyskens, Nürnberg, erteilt.

Gesamtprokura gemeinsam mit einem anderen anderen Prokuristen ist folgenden Personen erteilt (Eintrag im Handelsregister jeweils am 15.12.2023):

Dr. Robert Bartl, Erlangen

Sonja Henning, Schwandorf

Dr. Matthias Konrad, Nürnberg

Dr. Stefan Raum, Nürnberg

Alexander Strauß, Reichenschwand

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist verbundenes Unternehmen der LfA Förderbank Bayern, München. Der Jahresabschluss der LfA Förderbank Bayern ist beim Unternehmensregister elektronisch abrufbar.

Marktunübliche Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB sind im Geschäftsjahr nicht angefallen.

Beschäftigtenzahl

Im Jahresdurchschnitt wurden 173 (Vj. 158) Vollzeitkräfte und 126 (Vj. 118) Teilzeitkräfte (darunter 29 (Vj. 33) studentische Hilfskräfte) beschäftigt.

Vergütungsbericht

Von der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und für ehemalige Organmitglieder wird entsprechend der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten von unserer Gesellschaft keine Tätigkeitsvergütung.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft geht Miet- und Leasingverpflichtungen ein, die als Operating-Leasing ausgestaltet sind und somit nicht in der Bilanz abgebildet sind. Der Vorteil hierin liegt in der Schonung der Kapitalbindung. Wesentliche Risiken sind daraus nicht ersichtlich.

Laufzeit der Verträge Belastung 2024 Belastung 2025 ff..
TEUR TEUR
Mietverträge Geschäftsräume Bis 09.2031 1.238 3.215
Leasingverträge bis 12.2026 35 35
IT-Verträge bis 12.2027 1.028 1.412

Aus den bestehenden Verträgen ergibt sich bis zum Ende der Vertragslaufzeiten eine Gesamtverpflichtung in Höhe von 6.964 TEUR (Vj. 7.425 TEUR). Finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 478 TEUR (Vj. 615 TEUR) sind durch Untermietverträge gedeckt.

Aus bereits abgeschlossenen Verträgen für Gemeinschaftstandflächen besteht für 2024 ein Bestellobligo in Höhe von rund 261 TEUR.

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung bekannt gewordene Vorgänge von wesentlicher Bedeutung

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres vor, die Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2023 haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 5.124 EUR unterliegen nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

 

Nürnberg, den 05. April 2024

Bayern Innovativ-
Bayerische Gesellschaft für
Innovation und Wissenstransfer mbH

Der Geschäftsführer:

Dr. Rainer Seßner

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 611.838,79 78.977,43
2. Geleistete Anzahlungen 40.186,53 881.377,19
652.025,32 960.354,62
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 735.922,82 258.186,14
1.387.948,14 1.218.540,76
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
erhaltene Zuschüsse * Abgänge Umbuchungen
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 162.619,76 0,00 193.452,18
2. Geleistete Anzahlungen 552.741,37 0,00 -193.452,18
715.361,13 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 113.584,91 0,00
715.361,13 113.584,91 0,00
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Abschreibungen
31.12.2023 1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 721.648,64 479.396,38 70.906,87 0,00 550.303,25
2. Geleistete Anzahlungen 175.370,17 0,00 0,00 0,00 0,00
897.018,81 479.396,38 70.906,87 0,00 550.303,25
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 880.524,05 419.678,52 257.003,24 113.059,16 563.622,60
1.777.542,86 899.074,90 327.910,11 113.059,16 1.113.925,85
Buchwerte
31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 171.345,39 132.442,41
2. Geleistete Anzahlungen 175.370,17 40.186,53
346.715,56 172.628,94
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 316.901,45 316.244,30
663.617,01 488.873,24

* darin enthalten erhaltene Investitionszuschüsse aus der Institutionellen Förderung von EUR 406.807,13

LAGEBERICHT 2023

BAYERN INNOVATIV GMBH

Gender-Hinweis: aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

STRUKTUR UND ORGANISATION

Aufgaben

Die Bayern Innovativ GmbH ist eine inhousefähige Gesellschaft des Freistaats Bayern. Die Aufgaben der Bayern Innovativ umfassen die Initiierung und Unterstützung von Innovationsprozessen in der mittelständischen Wirtschaft und im Handwerk Bayerns, insbesondere die Verbreitung neuen, innovationsrelevanten Wissens und die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie innerhalb der Wirtschaft. Die Bayern Innovativ ist wichtiger Bestandteil der Innovationspolitik des Freistaats Bayern. Die rechtlichen Grundlagen der Gesellschaft sind in einer Satzung geregelt.

Gremien

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus 15 Mitgliedern unter Vorsitz des Staatsministers im Bayerischen Wirtschaftsministerium (StMWi). Die weiteren Vertreter stammen aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium, der Bayerischen Staatskanzlei, dem Wissenschafts- (StMWK) und dem Staatsministerium für Digitales (StMD) sowie der LfA Förderbank, den Kammern, dem Bayerischen Handwerkstag, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft sowie den bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Die 10. Amtsperiode des Aufsichtsrats begann am 02. Mai 2022 und endet zum 01. Mai 2025.

Gesellschafterin

Die LfA Förderbank Bayern ist Alleingesellschafterin.

Kuratorium

Das Kuratorium setzt sich aus Mitgliedern von Partnern, Kunden und Stakeholdern der Bayern Innovativ zusammen. Es berät die Organe der Gesellschaft und diskutiert über grundlegende Änderungen im Leistungsangebot und dessen Zielsetzung.

Strategische Ausrichtung

Bayern Innovativ ist Wissensmanager, Impulsgeber und Beschleuniger von Innovationen. Als neutrale Einrichtung des Freistaats Bayern bündelt die Bayern Innovativ relevantes Expertenwissen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen, damit diese ihre Innovationen erfolgreich umsetzen.

Die Vision ist ein Bayern, in dem jede tragfähige Idee und Technologie zur Innovation wird.

Bayern Innovativ ist ein wichtiger Bestandteil der Innovationspolitik Bayerns und gibt seit über 29 Jahren Innovationsimpulse.

Wir befinden uns in einem herausfordernden Umfeld, das sich stetig wandelt. Wir begreifen Wandel als Chance und treiben den Wandel voran.

Das Thinknet Bayern, das Thinktank-Netzwerk des Freistaats, verbindet mithilfe moderner Methoden des Innovationsmanagements Wirtschaftsunternehmen mit Forschungsinstituten und Hochschulen, mit relevanten Akteuren der bayerischen Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik, mit bayerischen Clustern und Netzwerken sowie mit weiteren Technologie- und Wissensnetzwerken.

BayFIA

Die Bayern Innovativ ist Partner im Kooperationsmodell "Bayerische Forschungs- und Innovationsagentur" (BayFIA). Sowohl am Standort Nürnberg als auch am Standort München sind die Partner der BayFIA (Bayerische Forschungsallianz, Bayerische Forschungsstiftung, Bayerische Patentallianz und Bayern Innovativ) vertreten. Die zentrale Rufnummer der BayFIA wird von der Bayern Innovativ betreut. Die Anfragen werden über den Förderlotsen der Bayern Innovativ gesammelt, dokumentiert und auf die Partner verteilt. Die Nürnberger Zweigstellen der Partner der BayFIA, die Bayerische Forschungsstiftung, die Bayerische Forschungsallianz sowie die Bayern Innovativ haben ihren Sitz in einem Gebäude am Tullnaupark. Die Bayerische Patentallianz als weiterer enger Partner ist am Standort München mit ansässig.

Gemeinsames Ziel ist es, durch eine enge und vertrauensvolle Kooperation und Abstimmung der Tätigkeiten zwischen allen Beteiligten

das Gesamtsystem des Technologietransfers in Bayern effizienter und für Wissenschaftler und Unternehmen transparenter zu gestalten,

das Informationsangebot über die Fördermöglichkeiten der EU, des Bundes und des Freistaats Bayern umfassend darzustellen,

Antragstellern, welche im Bereich der nationalen und internationalen Zusammenarbeit und/oder der öffentlichen Forschungs- und Innovationsförderung bislang wenig Erfahrung haben, ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot bereitzustellen,

die qualifizierte Förderberatung in der Technologieförderung sichtbar auszubauen, um ein höheres Umsetzungspotential an Innovationen in bayerischen Unternehmen - insbesondere KMU - zu aktivieren,

eine signifikant verstärkte EU-Fördermitteleinwerbung vor allem durch Hochschulen und KMU, insbesondere durch Bildung von Konsortien aus Wissenschaft und Wirtschaft mit hoher Förderwahrscheinlichkeit durch die EU zu erreichen und

verwertbare Erkenntnisse / Forschungsergebnisse aus den Universitäten und Hochschulen aufzuspüren sowie schnell und effektiv in eine Anwendung zu überführen.

Organisationsstruktur

Die Bayern Innovativ GmbH ist in Form einer Projekt-Matrixorganisation aufgestellt. Um dem dynamischen Wachstum des Unternehmens Rechnung zu tragen, wurde die vorhandene Struktur 2023 weiterentwickelt. Die Projektorganisation sowie die Trennung von fachlicher und disziplinarischer Führung haben sich bewährt und wurde daher beibehalten. Darauf aufbauend erfolge die Umstrukturierung der disziplinarischen Führung in die Bereiche. Neben der Stärkung der Bereiche sorgt diese Anpassung für eine Reduzierung der Komplexität hinsichtlich Abstimmungsprozessen und Kommunikation.

Standorte

Die Standorte der Bayern Innovativ befinden sich in Nürnberg, Augsburg und München.

UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Qualitätspolitik

Alle Aktivitäten der Bayern Innovativ stehen im Zeichen der Kundenorientierung. Entscheidend für unsere Leistung ist hier der ausdrückliche Kundennutzen (Produkt- und Dienstleistungsqualität sowie Liefertreue). Qualität und stetige Verbesserung bedeuteten Zukunftssicherung und Weiterentwicklung unseres Unternehmens.

Entsprechend dieser Ausrichtung wurde unser Unternehmen erstmalig 2020 nach ISO 9001:2015 durch den TÜV Süd zertifiziert. Im Dezember 2023 wurde die Rezertifizierung unseres Qualitätsmanagementsystems an unseren Standorten Nürnberg, Augsburg und München mit lediglich zwei Nebenabweichungen erfolgreich durchgeführt. Diese Nebenabweichungen werden abgearbeitet. Die systematische Weiterentwicklung unseres Managementsystem beinhaltet die weitere Integration der unterschiedlichen Aspekte des Managements, inklusive Compliance.

Die Entscheidung über die Qualität unserer Arbeit liegt primär bei unseren Kunden. Sie fällen das finale Urteil über das Ergebnis und den Erfolg unserer gesamten Arbeit. Das Feedback unserer Kunden ist Ausgangspunkt für die Verbesserung unserer Dienstleistungen.

Eine gemeinsame und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist daher von fundamentaler Bedeutung, um das Unternehmen zukunftsorientiert ausrichten und den Erfolg sichern zu können. Geschäftspartnerschaften werden auf Basis gegenseitiger Fairness und Ehrlichkeit eingegangen.

Wir arbeiten agil und bereichsübergreifend zusammen - sowohl intern wie auch extern mit unseren Partnern im Innovations-Ecosystem aus Wirtschaft, Wissenschaft, hybriden Organisationen und Politik. Hierbei beschleunigen und verstärken unsere digitalen Plattformen unsere Arbeitsweise und unsere Dienstleistungen.

Geschäftsführung und Mitarbeitende verpflichten sich, die Qualitätspolitik als den gemeinsamen Qualitätsanspruch anzusehen und alle Aktivitäten im Unternehmen danach auszurichten.

Compliance

Die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien ist für die Bayern Innovativ ein selbstverständlicher Standard.

Unser Unternehmen ist seit 2021 nach ISO 37301 zertifiziert. Im Februar 2024 wurde das Überwachungsaudit unseres Compliance-Management-Systems an unseren Standorten Nürnberg, Augsburg und München durchgeführt.

Das Compliance-Management-System stellt die Einhaltung der Gesetze und unternehmensinterner Vorgaben sicher. Teil des Systems sind ein externer Compliance Officer, eine externe Ombudsperson und eine interne Compliance-Ansprechperson. Die Compliance-Richtlinien, wie auch die Arbeitsanweisungen, sind Teil unseres über eine Software abgebildeten Informationssystems für die Mitarbeitenden, welches auch die Basis für das Qualitätsmanagement bildet. Im Onboarding-Prozess für neue Mitarbeitende ist die dokumentierte Kenntnisnahme compliancerelevanter Inhalte, Richtlinien, Arbeitsanweisungen sowie Schulungen und Normen integriert.

MENSCHEN

Die Werte Vertrauen und Miteinander, Verantwortung und Nachhaltigkeit sowie Zielorientierung und Leidenschaft bilden zentrale Botschaften unserer Unternehmensstrategie.

2023 beschäftigte die Bayern Innovativ durchschnittlich 268 Mitarbeitende. Unterstützung auf operativer Ebene leistete eine DHBW-Studentin und durchschnittlich 30 Werkstudierende, Praktikumskräfte sowie geringfügig Beschäftigte. Insgesamt entspricht dies 244 Vollzeitäquivalenten (FTE).

FTE Köpfe Stammbelegschaft Studierende, GFB DHBW-Studierende
2018 110 116 20 2
2019 120 128 20 1
2020 163 172 30 1
2021 203 215 32 2
2022 226 241 33 2
2023 244 268 30 1

Arbeitsschutz

Die Grundlage für ein erfolgreiches Beschäftigungssystem stellt die Schaffung und der Erhalt sicherer und menschengerechter Arbeitsbedingungen dar. Alle erforderlichen Arbeitssicherheitsbegehungen und Gefährdungsbeurteilungen werden bei Bayern Innovativ an allen Standorten regelmäßig durchgeführt. Ergänzend blicken wir auf ein umfangreiches und wechselndes Vorsorgeportfolio im Arbeits- und Gesundheitsschutz, bestehend aus regelmäßigen Betriebsarztuntersuchungen, Impfangeboten und Gesundheitskursen.

Personalentwicklung

Als Wissensmanager und Innovationsbeschleuniger verbindet Bayern Innovativ Menschen mit unterschiedlichstem Wissen aus Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, sodass Ideen zu Geschäftsmodellen geformt werden. Unser Kollegium mit seinem Wissen und seinen Kompetenzen ist der entscheidende Faktor für den Erfolg der Bayern Innovativ.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Qualifikation unserer Beschäftigten ist dabei zentraler Bestandteil unserer Personalpolitik - mit dem Ziel, individuelle Kompetenzen zu sichern und Stärken weiter auszubauen.

Vielfältige Weiterentwicklungsmöglichkeiten bieten jedem unserer Talente die Chance, sich individuell fortzubilden und standortübergreifend zu vernetzen. Zu diesem Angebot zählen fach- und methodenspezifische Seminare, Workshops für Führungspersönlichkeiten, regelmäßige Schulungen für Projektverantwortliche und Teamworkshops. Angebote für ein berufsbegleitendes Bachelor- und Masterstudium sowie Onlinetrainings runden das Portfolio ab.

Umweltschutz / Ökologische Nachhaltigkeit

Auch im Jahr 2023 widmete sich das Projekt BI-Klimaneutral der Erfassung des eigenen Corporate Carbon Footprints sowie dem Vorantreiben der Klimaneutralität des Unternehmens. Im Vergleich zum Basisjahr 2019 konnte Bayern Innovativ im Jahr 2022 erfreulicherweise eine Reduktion der Werte der CO 2 -Bilanzen in Relation zu den Mitarbeitenden erreichen, im direkten Vergleich zum Jahr 2021 ist aber eine leichte Zunahme zu verzeichnen.

Neben dem Bestreben, die eigenen Emissionen zu reduzieren, beispielsweise durch die bevorzugte Nutzung der Bahn, des ÖPNV und Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien bei Dienstreisen oder den reduzierten Einsatz von gedruckten Werbemitteln, engagiert sich Bayern Innovativ in zahlreichen Projekten, welche der ökologischen Nachhaltigkeit gewidmet sind.

Bayern Innovativ hat zudem erstmalig einen Nachhaltigkeitsbericht für das Vorjahr erstellt, um bereits jetzt für die Anforderungen der kommenden EU-weiten ESG-Reporting-Pflicht gerüstet zu sein. ESG steht hierbei für Environmental, Social and Governance.

GESCHÄFTSVERLAUF

2023 war für die Bayern Innovativ wieder ein erfolgreiches Jahr, in dem viele neue Impulse gesetzt und die Kompetenzen im Bereich Wissens- und Innovationsmanagement zielgerichtet ausgebaut wurden. Mit der Übernahme weiterer Förderprogramme, neuer Projekte sowie der Integration des Bereichs Normen- und CE-Beratung konnte die Geschäftstätigkeit der Bayern Innovativ erneut erweitert werden.

Innovationsnetzwerke

Die Geschäftseinheit Innovationsnetzwerke umfasst die Netzwerkarbeit in den eigenen Branchen- und Technologienetzwerken sowie mit den Akteuren des Ecosystems in Bayern.

Die Geschäftseinheit ist in die Bereiche Digitalisierung, Mobilität, Energie & Bau, Material & Produktion, Gesundheit, Sicherheit und Kreativwirtschaft gegliedert, die bewusst an die identifizierten Schwerpunktbereiche der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik des Freistaats Bayern und an der von der EU geforderten RIS3-Strategie angelehnt sind. Dort werden die themenspezifischen Cluster, Netzwerke, Themenplattformen, Kompetenz- und Koordinationsstellen gebündelt, die auch als Schnittstellen zu den Partnerorganisationen im Ecosystem agieren.

Digitalisierung

Das Spezialisierungsfeld Digitalisierung hat sich in 2023 stark gewandelt. Nach über 3 Jahren Integration der wirtschaftsorientierten Themenplattformen des Zentrums Digitalisierung Bayern (ZD.B) lief die Marke ZD.B zum Jahresende 2023 aus. Die Themenplattformen sind jetzt integraler Bestandteil des Bereichs Digitalisierung der Bayern Innovativ GmbH und damit Teil starker, interdisziplinärer Netzwerke mit vielen Zukunftsfeldern.

Im Zuge der Clusterevaluierung, die Anfang 2023 stattfand, wurde empfohlen die branchenorientierten Themenplattformen mit den bereits existierenden Clustern zu verschmelzen. So werden die Themenplattformen Digitalisierung im Energiebereich, Digitale Gesundheit und Medizin, Digital Production & Engineering sowie Vernetzte Mobilität ab 2024 nicht mehr als Themenplattformen fortgeführt.

Die Schwerpunkte der Themenplattformen Digitalisierung im Energiebereich, Digitale Gesundheit und Medizin und Digital Production & Engineering werden im Rahmen der Cluster weitergeführt und so fokussiert fortgesetzt. Vernetzte Mobilität wird zukünftig als ein eigenständiger Schwerpunkt im Bereich Mobilität abgebildet. Die Themenplattform Arbeitswelt 4.0 wird im neuen Bereich Transformation fortgeführt und die noch relativ junge Themenplattform Innovatives Bauen: digital und nachhaltig im Bereich Energie & Bauen verankert. Beide Themenplattformen sind weiterhin eng mit dem Bereich Digitalisierung vernetzt.

Basierend auf diesen Veränderungen hat der Bereich Digitalisierung zukünftig einen stärkeren Fokus auf Entwicklung, Produktion und Anwendung digitaler Technologie mit den Schwerpunkten Thinknet 6G, Thinknet Quantentechnologie, der Themenplattform Cybersecurity sowie der Bavarian Chips Alliance. Hinzu kommen zudem die interdisziplinären branchen- und anwendungsorientierten Themenplattformen wie Smart Cities & Regions sowie das Kompetenznetzwerk Digitale Landwirtschaft (KNeDL). Darüber hinaus werden im neuen Bereich Digitalisierung zahlreiche interdisziplinäre Projekte und Aufträge durchgeführt.

Für den Bereich Digitalisierung steht auch der Aspekt der Digitalen Verantwortung im Sinne von nachhaltigen digitalen Innovationen im Vordergrund. Dies bedeutet, dass neben Technologien auch Themen wie Strategie, Kultur, Politik und Regulierung eine gewichtige Rolle in der Arbeit des Bereichs spielen.

Kreativwirtschaft

Das Innovationsnetzwerk Kreativwirtschaft folgt auf das Beratungsfeld Kultur- und Kreativwirtschaft und ergründet Innovationspotenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) Bayerns in der Absicht, diese in der bayerischen Wirtschaft nutzbar zu machen. Als Bayerisches Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (BZKK) ist Bayern Innovativ zudem Anlaufstelle und Orientierungsgeber der Branchenakteure. Wir unterstützen Kultur- und Kreativschaffende durch Expertenwissen, beraten zu branchenrelevanten Förderprogrammen und begleiten Kultur- und Kreativwirtschaftsunternehmen bei der Verbesserung ihrer erwerbswirtschaftlichen Perspektive.

In 2023 widmete sich das Innovationsnetzwerk Kreativwirtschaft sehr intensiv dem Thema "Nachhaltigkeit". Dazu erfolgte eine Einarbeitung mehrere Mitarbeitenden in das Nachhaltigkeits-Assessment IMPROVE und Sustainability der Bayern Innovativ (EEN) mit dem Ziel, das Beratungsportfolio für KMU der KKW im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu erweitern. Darüber hinaus wurde ein in Konzeptvorschlag entwickelt, um auf Basis der Bayern Spielt - Plattform einen Inkubator im Schnittbereich Kultur, Nachhaltigkeit, Energie und Klima mit entsprechendem Informations- und Beratungs-angebot zu schaffen. Basierend auf den vielfältigen Erfahrungen des Beratungsfeldes KKW soll eine entsprechende Beratung zum Thema Energie/Klima/Nachhaltigkeit erarbeitet werden.

Wir waren intensiv mit dem Aufbau des "Wissens- und Innovationsgemeinschaft (KIC) Kultur + Kreativität" beschäftigt, mit dem das European Institute of Innovation & Technology (EIT) den Aufbau von europaweiten Innovations-Ecosystemen an der Schnittstelle von Bildung, Forschung und Innovation fördert.

Das BZKK bot analoge und digitale Orientierungsberatungen für Unternehmen der KKW und für Bewerbende des Kreativorte-Preises an sowie Förderberatungen im Rahmen der Corona-Hilfsprogramme und "Bayern spielt". Zudem betreute das BZKK die vom StMWi neu geschaffene Förderrichtline für Projekte und Maßnahmenträger in der KKW. Dabei gibt die Förderrichtline dem BZKK die Rolle einer fachlichen Begutachtung sowie der antragsbegleitenden Beratung. Die im Verlaufe des Förderverfahrens gewonnenen Erkenntnis wurden im Austausch mit dem StMWI zur Optimierung des Verfahrens erörtert.

Zudem haben wir die Arbeit am III. Bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht begonnen. Das Vorhaben wurde nach Vorlage eines Detailkonzept mit relevanten Branchenakteuren reflektiert und die notwendige Statistik erhoben. Die Veröffentlichung ist für Q2 / 2024 geplant.

Mobilität

Das Innovationsnetzwerk Mobilität betrachtet und gestaltet Mobilität ganzheitlich, von der Fahrzeugtechnologie über die Infrastruktur bis hin zu vernetzter Mobilität und dem gesamten Mobilitätsökosystem. Dabei werden Synergien zwischen den verschiedenen Elementen identifiziert und genutzt. Dies schafft Raum für innovative Ansätze und Technologien, die wiederum einen deutlichen Innovationsschub bewirken. Oft entstehen Innovationen an den Schnittstellen zwischen diesen Elementen, eine gut ausgebaute Infrastruktur (z.B. Ladeinfrastruktur oder Infrastruktur für das Hochautomatisierte Fahren) fördert nicht nur Innovationen in den jeweiligen Bereichen, sondern schafft auch einen wachsenden Markt für neue Technologien.

Das Innovationsnetzwerk Mobilität besteht im Wesentlichen aus drei Netzwerken: dem Cluster Automotive, der Kompetenzstelle Elektromobilität Bayern und der Plattform Vernetzte Mobilität (bis Juni 2023 ZD.B-Themenplattform Vernetzte Mobilität).

Auch 2023 war für die Automobilindustrie ein angespanntes Jahr, insbesondere aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheit auf den globalen Märkten. Viele Risikofaktoren, wie steigende Zinsen, Lieferengpässe, Nachfragerückgänge, Inflation und hohe Energiekosten prägen aktuell das wirtschaftliche Geschehen. Darüber hinaus sieht sich die Industrie mit den Herausforderungen eines anhaltenden, längerfristigen Strukturwandels konfrontiert. Um die Unternehmen in diesem Kontext bestmöglich zu unterstützen sowie ihre Transformation weiter zu begleiten initiierte bzw. setzte der Cluster Automotive im Jahr 2023 eine Vielzahl von Aktivitäten um.

Ein besonderer Fokus lag im Jahr 2023 auf Wunsch der Clusterakteure auf Kooperationsanbahnungen im internationalen Kontext.

Das von der Bayern Innovativ gemanagte Netzwerk Bavarian Chips Alliance verfolgt das Ziel, den Austausch und die Zusammenarbeit unter Partnern der Halbleiter-Wertschöpfungskette sowie mit Wissenschaft und Anwendern zu fördern. Hier hat der Cluster Automotive als Anwenderbranche in Workshops sowie dem Bayerischen Halbleiter Kongress aktiv mitgeholfen, die spezifischen Bedarfe der Anwenderbranche Automotive in den Entwicklungsprozess und die strategische Ausrichtung des Netzwerks einzubringen.

Nach der Evaluierung der Bayerischen Cluster wurde die Fortführung des Cluster Automotive für die fünfte Clusterperiode (2024 - 2027) empfohlen und bereits bis zum Jahre 2027 beschieden.

Die bei Bayern Innovativ angesiedelte Kompetenzstelle Elektromobilität begleitet im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministerium den Markthochlauf der Elektromobilität zum Massenmarkt. Hierbei beobachtet und bewertet die Kompetenzstelle die Entwicklungen im Bereich Elektromobilität und identifiziert hieraus Trends, mögliche Hürden und strategische Optionen. Ausgewählte Indizes werden im Quartalsreport Elektromobilität veröffentlicht.

Im Bereich Ladeinfrastruktur-Förderung wurden im Jahr 2023 vorwiegend die drei Programme "Tourismus in Bayern - fit für die Zukunft - E-Ladepunkte", "Nicht öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern" und "Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern 2.0" umgesetzt.

Der Erfolg der Ladeinfrastrukturförderprogramme gründet sich unter anderem auf der effektiven Kommunikation, der Zielgruppengerechten Ansprache der potenziellen Förderinteressierten und der individuellen Begleitung der Antragsteller durch die Fachexperten der Kompetenzstelle. Diese Unterstützung erfolgt durch persönliche Gespräche, zahlreiche Online-Sprechstunden sowie Fachvorträge. Zusätzlich konnten die Förderprogramme präzise auf die Bedürfnisse des Marktes zugeschnitten werden und ergänzen somit passgenau die Bundesförderprogramme im Bereich Elektromobilität.

Im Rahmen der Plattform Vernetzte Mobilität wurden 2023 die Themenschwerpunkte Inter- und Multimodalität, Konnektivität, Automatisierung und neue Geschäftsmodelle aufgegriffen. Auch in diesem Jahr wurden für die Mobilitätsbranche relevante Trend- und Zukunftsthemen adressiert, z.B. im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Plattform Vernetzte Mobilität mit dem Thinknet 6G, BavAIRia und dem DLR zum Einsatz von Satellitenkommunikation in der Mobilität, oder auch bei einem Workshop zu Einsatzpotenzialen von generativer KI.

Weiterhin konnte im vergangenen Jahr eine Verstetigung des Projekts "Autonom Ready" erreicht werden. Im Rahmen des Projekts wurde im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministerium die "Readiness Map" für automatisiertes und autonomes Fahren in Bayern erstellt und veröffentlicht. Die Karte bündelt zahlreiche Informationen zu Forschungsprojekten und Testfeldern sowie infrastrukturellen Voraussetzungen für das automatisierte und autonome Fahren in Bayern. In der Weiterführung des Projekts sollen Kommunen und Industrie durch Netzwerkaufbau und Maßnahmen, die auf den Wissenstransfer zielen, bei der Einführung von vernetzten und automatisierten Verkehrssystemen unterstützt werden. Ziel des Projekts ist es, durch den Ausbau von Infrastruktur Anwendungsfelder für das Hochautomatisierte Fahren zu schaffen. Durch diesen Ansatz wird die Grundlage für eine breite Akzeptanz und erfolgreiche Integration hochautomatisierter Fahrzeuge in den Verkehr geschaffen und der Markt für innovative Mobilitätslösungen weiter gestärkt.

Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie konzipierten wir den Bayerischen Messestandes auf der IAA MOBILITY 2023 und setzten ihn um. Auf einer Standfläche von mehr als 400 m 2 präsentierten 19 Unternehmen und Partnerorganisationen die Vielfalt der Mobilität und informierten an Themeninseln über ihre Produkte, Innovationen und Dienstleistungen in den Bereichen Wasserstoff, Elektromobilität, Transformation sowie Vernetzte Mobilität.

Energie & Bau

Das Innovationsnetzwerk Energie wurde 2023 um das Thema "Bau" erweitert und nennt sich nun "Energie & Bau". Es vereint Wissen aus der Energietechnik, dem Cluster Energietechnik, der ZD.B-Themenplattform Digitalisierung im Energiebereich und der Themenplattform Innovatives Bauen mit dem Ziel der Bündelung von Expertenwissen sowie Methodenkompetenz für KMU in der Energie- und Bauwirtschaft.

Mit der gleichwertigen Zusammenführung der Themen Energie und Bau wurden für den Bereich sowohl eine neue Struktur als auch neue Strategieschwerpunkte entwickelt. Aus dem Bereich Energie wurden die vier Themen Sektorkopplung, Energieeffizienz, Speicher und Wärmewende 2.0 als Kernthemen weiterentwickelt. Im Bauwesen spielen Themen wie digitales Bauen, also die Automatisierung und Industrialisierung des Bauens, Ressourceneffizienz, das Recycling von Baumaterialien, die Kombination unterschiedlicher Materialien (vor allem Massivbau und Holzbau), sowie die Energieeffizienz im Bauen und im Bestand eine große Rolle. Die Digitalisierung ist für beide Bereiche von hoher Relevanz, da erst sie es ermöglicht die Kombinationen beider Bereiche (Energie und Bau) zu ermöglichen und somit eine Defossilisierung beziehungsweise Dekarbonisierung der chemischen Prozesse durchzuführen.

Für die Energieeffizienz im Bereich Bau und auch Energie wurden mehrere neue Netzwerke initiiert (Brauereien, Gastronomie, Hotellerie, Molkereien, regional Berchtesgadener Land, Schwerpunkt Stadtwerke, Maschinen- und Anlagenbau, Hallenbäder) bei denen Firmen sich zusammenschließen, um zu eruieren, wie Energieoptimierung in einer bestimmten Branche funktioniert.

Mit Bezug auf das Thema Speicher wurde das Batterienetzwerk Bayern gestartet, das cluster- und bereichsübergreifend aufgesetzt ist und federführend im Bereich Energie & Bau koordiniert wird. Ziel ist es, Akteure über die gesamte Wertschöpfungskette der elektrischen Batteriesysteme zusammenzuführen, damit sich diese austauschen, Erfahrungen teilen, Kooperationen starten und Bayern ein führender Standort der Batterietechnologie wird.

Im Bereich Bau wurden Themen wie thermische Bauteilaktivierung, das heißt das Nutzen der Gebäudehülle, um Wärmeenergie zu speichern und zeitlich zu verschieben, in einem EU-Interreg Projekt bearbeitet.

Beim Thema Wärmewende 2.0 geht es im Energiebereich vor allem darum, Hochtemperatursysteme im Bereich der industriellen Prozesswärmebereitstellung ohne fossile Energien zu ermöglichen.

Bei der Baulogistik oder auch dem seriellen Bauen ist die Sektorenkopplung beim Thema 3-D Druck oder auch zur Prozess- und Automationstechnik gegeben Ein weiteres Thema in der Bauwirtschaft sind ebenfalls die Ressourcen. Zum einen, weil viele Baustoffe einfach durch den chemisch bedingten Herstellprozess CO 2 erzeugen, wodurch eine Dekarbonisierung notwendig wird und auf der anderen Seite, da heute noch die Tendenz besteht, Altbaustoffe auf einer Deponie zu entsorgen statt zu recyclen. Auch hier wurden Projekte gestartet, um mögliche Lösungen als Best Practice vorzustellen.

Die angewandten Werkzeuge im Bereich Energie und Bau um diese Vernetzung von Firmen und Akteuren, die Wissensvermittlung und Weiterentwicklung voranzutreiben, waren Veranstaltungen, methodische Workshops, Netzwerktreffen, Netzwerkforen, Kongresse und auch Webinare.

International hat sich der Bereich Energie und Bau ebenfalls gut positioniert. Wir stehen heute im engen Kontakt mit Energieinstitutionen aus Norwegen, Dänemark, den Niederlanden, Frankreich, Polen, Österreich, Tschechien, Italien, der Ukraine, China, Kanada und Israel. Diese Kontakte sind sehr wertvoll, um internationale Geschäftsmöglichkeiten für die bayerische Industrie zu eröffnen.

Flankiert werden diese Aktivitäten auch durch Messebeteiligung auf der eWorld, Off-Grid Conference & Expo, Intersolar, der KOMMUNALE und der Internationalen Automobilausstellung IAA.

Material & Produktion

Das Innovationsnetzwerk Material & Produktion fokussierte sich im Jahr 2023 auf die Themen Neue Werkstoffe, moderne Produktionsmethoden sowie Digitalisierung und umfasst den Cluster Mechatronik & Automation, den Cluster Neue Werkstoffe, das KI-Produktionsnetzwerk, die Koordinierungsstelle Additive Fertigung, das Netzwerk Textile Innovation, die Themenplattform Digital Production & Engineering und das Batterie-Bildungs-Netzwerk Bayern B3.

Der Cluster Mechatronik und Automation hat in zielgruppenorientierten Formaten die strategischen Themen Produktionssysteme der Zukunft, Retrofit Ansätze, KI in der Produktentstehung, moderne Antriebstechnik sowie Sicherheit in der Produktion behandelt.

Die in der Themenplattform Digital Production & Engineering im Jahr 2022 gestartete Webinarreihe "Aus der Forschung in die Praxis" wurde 2023 erfolgreich etabliert. Sie wird im nächsten Jahr im Rahmen des Cluster Mechatronik und Automation weitergeführt. Die Ergebnisse der Studie Roadmap "Vision: 2045 - zur klimaneutralen Produktion mit Digitalisierung" flossen in die Arbeit der Themenplattform in Form von Workshops und Cross-Cluster-Projekten ein.

Der Cluster Neue Werkstoffe unterstützt Partner und Akteure mit seiner bedarfsorientierten Vernetzung. Ein wichtiger Bestandteil ist der Förderlotse Material, der mit seinen Fördergesprächen Unternehmen bei ihren Projektideen und Förderprojekten berät. Im Jahr 2023 wurde erstmalig das Thema Nachhaltigkeits-Reporting in der Materialbranche aufgegriffen und in interaktiven Formaten etablierte Standards aus der Wirtschaft vorgestellt. Das Themenfeld zirkuläre Werkstoffe wurde auf die Bereiche Kunststoffe und Sensorik ausgeweitet.

Das Thema Speichertechnologie wurde geschärft und der Cluster Neue Werkstoffe hat als Konsortialführer mit seinen Konsortialpartnern das Projekt Batterie Bildungsnetzwerk Bayern B 3 gestartet. Das Bildungsprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Das Batterie Bildungsnetzwerk Bayern will als "Batterie-Kompetenz-Trio" einen substanziellen Beitrag mittels passgenauer Qualifizierungskonzepte für Industrie und KMUs in Bayern im Bereich Batterietechnik leisten.

Für die digitale und ökologische Transformation wurde zur Unterstützung von KMUs im Materialbereich das EU Projekt RTIT gestartet, in dem sich dreizehn Projektpartner sowie neun assoziierte strategische Partner zusammengeschlossen haben, um KMUs im Bereich Material zu unterstützen. Das RTIT-Konsortium wird einen transnationalen Action Plan erarbeiten, um den FTI-Transfer im Feld der Materialien und -Technologien in der Donauregion zu beschleunigen.

Die Vernetzung der Intermediäre im Themenfeld Additive Fertigung durch die Koordinierungsstelle Additive Fertigung hat neue Kooperationen hervorgebracht. Mit der Fertigstellung der Studie "Unser Leben mit Additiver Fertigung 2040" wurde der bayerischen Industrie eine Basis für die eigene Strategieentwicklung im Bereich der Additiven Fertigung zur Verfügung gestellt. Die Koordinierungsstelle Additive Fertigung hat darüber hinaus mit der Neuentwicklung ihres jährlichen Konferenzformates EinDruck 3 ein interaktives Format mit offenen Diskussionsrunden entwickelt.

Das durch zwei Technologietransfermanager unterstützte KI-Produktions-Netzwerk Augsburg konnte im Jahr 2023 weiter an Sichtbarkeit gewinnen. Das Thema Manufacturing-X wurde aufgegriffen und das Netzwerk insbesondere auf Bundesebene um relevante Kontakte erweitert. Mit Informationsangeboten in Form von Webinaren, Fachartikeln und Sessions sowie Vorträgen auf Fachveranstaltungen wurden unterschiedliche Zielgruppen adressiert und sensibilisiert. Der Bereich Material & Produktion beteiligt sich an Projekten als assoziierter Partner und steht mit weiteren potenziellen Konsortien in Kontakt.

Gesundheit

Das Innovationswerk Gesundheit fusionierte in 2023 die Bereiche Forum MedTech Pharma e.V. (FMP) und die Themenplattform Digitale Gesundheit/Medizin. Zudem wurde das Innovationsnetzwerk durch Projekte v.a. im Bereich der digitalen Transformation in Health Tech Unternehmen und in dem Gesundheitssystem als Reallabor für Innovationen erweitert.

In der Mitgliederversammlung des FMP am 23.5.2023 wurde der Übergang der Assets des Vereins zur Bayern Innovativ und nachfolgend die Liquidation des Vereins beschlossen. Der Übergang der Assets wurde sukzessive in dem Asset Deal vom 13.6.2023 festgelegt und umgesetzt. Dies beinhaltet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Projekte und Partner, sowie die nicht materiellen Werte wie die Marke, die Datenbank der Kunden und der Kontakte und auch die Berichte und das Know-How des FMP. Den bisherigen Mitgliedern des FMP wurde ein Partnerpaket des Innovationsnetzwerks Gesundheit angeboten, analog zu den anderen Innovationsnetzwerken und Clustern der Bayern Innovativ.

Der Cluster Medizintechnik wurde 2023 gemeinsam mit dem Medical Valley ENM e.V. betrieben und die Dienstleistungen und Services, sowie die überregionale Sichtbarkeit ausgebaut. Für die Jahre 2024-2027 wurde ein Folgeantrag auf Förderung erfolgreich beantragt mit dem Fokus auf barrierefreie Zugänge zu Innovationsleistungen und internationaler Sichtbarkeit des Clusters.

In 2023 wurden drei neue Projekte in signifikantem finanziellem Umfang akquiriert.

Das EU-Projekt EDIH DigiCare ist vorerst über drei Jahre von der EU gefördert und baut in Kooperation mit dem Netzwerkpartner Medical Valley ENM e.V. als Konsortialleiter diverse innovationfördernde Services und unterstützenden Maßnahmen für die digitale Transformation in der Gesundheitswirtschaft aus.

Das Projekt TI Modellregion (Bayern Innovativ als Konsortialführer) arbeitet seit September 2023 zusammen mit dem Projektpartner Medical Valley ENM e.V. am Aufbau eines Netzwerks von über 100 medizinischen Leistungserbringern und ist vertraglich für die Erprobung von digitalen Lösungen basierend auf der Telematik Infrastruktur an das Projektbüro bei der Bayern Innovativ gebunden. Das Projekt hat vorerst eine Laufzeit von 24 Monaten mit einer auftraggeberseitigen Option zur Verlängerung um weitere 24 Monate.

Health Care BY Your Side als Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention mit Projektstart zum 1.1.2024 wurde im Jahr 2023 mit Partnern des Innovationsnetzwerks definiert und ausgearbeitet. Das Projekt läuft vorerst über 3 Jahre und ergänzt die TI Modellregion Franken um Aktivitäten wie z.B. Kommunikationskampagnen zur digitalen Infrastruktur und deren Nutzen für Bürger und Patienten. Zudem werden in diesem Rahmen die IST / SOLL Prozesse von digitaler Infrastruktur im Gesundheitswesen analysiert und passgenaue Lösungen vermittelt, sowie die inhaltliche Zielsetzung von Förderprogrammen von innovativen Lösungen vorgeschlagen.

Mit diesen drei Projekten wird eine Infrastruktur geschaffen, um Innovationen in der Medizintechnik und dem digitalen Gesundheitsmarkt erproben und skalieren zu können. Komplementiert werden die Aktivitäten im Bereich der digitalen Gesundheit und Medizin um das TEAM-X-Projekt (Trusted Ecosystem of Applied Medical Data eXchange). Neben dem inhaltlichen Fortschritt des Projektes schafft das TEAM-X-Projekt überregionale Synergie-Effekte und Vernetzungseffekte z.B. mit Arbeitsgruppen des BDI auf Bundesebene oder dem EHDS auf europäischer Ebene. Die Wichtigkeit des datenschutzkonformen und kollaborativen Zugangs zu medizinischen Daten für Forschung und forschende Industrie wird auch in der vom Innovationsnetzwerk Gesundheit 2023 veröffentlichten Studie "Standortfaktor Gesundheitsdaten" beschrieben. Die dort definierten Handlungsfelder für einen innovationsfreundlichen Wirtschaftsstandort indizieren die in 2023 initiierten Projekte des Innovationsnetzwerks Gesundheit.

Mit dem Cluster Medizintechnik und dem MedtecSUMMIT / MedtecLIVE haben wir die Chancen und Herausforderung der Medizintechnikbranche mit den Inhalten wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Regulation und Produktzulassung u.a. MDR und IVDR, Nachhaltigkeit, Pflegeinnovation und Hilfsmittel, Minimalinvasive Therapie, Fertigung und Wertschöpfung, sowie Markt, Erstattung und Finanzierung in diversen Veranstaltungen und Treffen herausgearbeitet und die Branche aktiv vernetzt.

Der MedtecSUMMIT im Mai 2023 hat an drei Tagen die Themen Lieferketten, Medizinproduktezulassung, Regulation, neue Materialien, digitale Diagnostik, Gesundheitsdatenräume und klinische Robotik im Detail diskutiert. Darüber hinaus haben wir die digitalen Veranstaltungsformate "Medtech-Impuls Digital" und Webinarserie "Kann Digital Gesundheit?" durchgeführt.

Das Thema Nachhaltigkeit wurde im Rahmen eines Cross-Cluster-Projekts auch aktiv für die Branche adressiert. Es entstand ein Leitfaden zur Umsetzung von zukunftsfähigen Lösungen im Einklang mit den kommenden Regulatorien. Chancen und praktikable Möglichkeiten zur Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft wurden in internen Workshops mit Experten und externen Veranstaltungen vertieft.

Sicherheit

Die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Bayern. Seit Beginn des Ukrainekrieges hat dieser Bereich eine noch weitaus wichtigere Bedeutung und Wahrnehmung für die Landes- und Bündnisverteidigung erhalten. Vor diesem Hintergrund startete nach vorbereitenden Gesprächen und Interviews mit führenden Unternehmen der neue Bereich Sicherheit mit dem Auftakt des TechHUB Sicherheit und Verteidigung im Januar 2023. Als Schwerpunkte für die Aufgaben des TechHUBs wurde die Vernetzung von Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) mit Wissenschaft, Technologiepartnern, Start-ups und Unternehmen außerhalb des SVI-Sektors identifiziert. Diese Impulse von außerhalb der Branche zu Zukunftstechnologien sollten strategisch über Technologie-Scouting und Roadmaps sowie Workshops erschlossen werden. Bestehende Cluster und Netzwerke sollen gezielt eingebunden und damit nicht völlig neue Strukturen aufgesetzt werden.

Innovationsservices

Die Geschäftseinheit Innovationsservices umfasst die Förderungs- und Beratungsleistungen (1:1-Dienstleistungen) und gliedert sich in die Bereiche Förder- & Gründerlotse, Projektträger, Patente und Normen, Innovationsmanagement, Transformation sowie Europa und Internationales. Somit deckt Bayern Innovativ ein breites und umfassendes Leistungsspektrum im Bereich Innovation, Technologie und Transfer ab und agiert als Schnittstelle zu den Partnerorganisationen in den jeweiligen Bereichen.

Förder- & Gründerlotse

Im Bereich Förder- & Gründerlotse liegt der Aufgabenschwerpunkt auf der Fördermittelberatung. Der Förderlotse fungiert als zentraler Ansprechpartner für Fragen und Informationen rund um die Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten für Innovationsprojekte und informiert und berät zu allen Förderprogrammen des Freistaats, des Bundes und der EU. In Abstimmung mit dem StMWi betreut das Team neben dem Förderlotsen seit mehr als zwei Jahren auch den Gründerlotsen Bayern, der speziell für Gründungsinteressierte, junge Unternehmen und Start-Ups Orientierung bietet und zu den vielfältigen Unterstützungs- und Förderangeboten berät.

Die Informationsgespräche und Beratungen zu den einzelnen Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene erfolgten über die verschiedenen von Bayern Innovativ betreuten Kontaktkanäle. Der überwiegende Teil dieser Informationsgespräche und Beratungen erfolgte über die Service-Nummern von Gründer- und Förderlotse (BayFIA-Hotline). Neben der telefonischen Kontaktaufnahme werden die Lotsen immer stärker auch über Online-Kontaktformulare oder mittels E-Mail-Anfragen kontaktiert. Ebenso sind die Experten von Förder- und Gründerlotse vermehrt wieder bei Präsenzveranstaltungen vor Ort und informieren und beraten die Interessenten und Unternehmen persönlich.

Im neuen Jahr wird sich das Team des Förder- und Gründerlotsen auch zusammen mit BayStartUP und dem Team Innovationsmanagement der Bayern Innovativ mit einer neuen Unterstützungsstruktur zur Intensivierung der Zusammenarbeit von Mittelstand und Startups befassen. Das übergeordnete Ziel besteht darin, langfristige Unterstützungsstrukturen zu etablieren, mit deren Hilfe die Zusammenarbeit von Startups mit KMUs langfristig befruchtet und die bayerische Wirtschaft gestärkt werden.

Projektträger

Der Projektträger übernimmt neben Beratungsleistungen in der Antragsphase im Schwerpunkt die fachliche und finanztechnische Bewertung, Betreuung und Abwicklung von Förderprojekten in einer Reihe von bayerischen Förderprogrammen. Neben den Technologieförderprogrammen für das StMWi hat Bayern Innovativ auch die Projektträgerschaften mehrerer Programme und großer Förderprojekte des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP), StMD und des Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) übernommen.

Die Entwicklung hinsichtlich Fördersummen und Anzahl der Förderprojekte über mehrere Jahre hinweg ist uneinheitlich und für jedes Förderprogramm individuell zu betrachten, um Rückschlüsse ziehen zu können.

Das Thema Ladeinfrastruktur ist nach wie vor von großer Bedeutung in Bayern, auch wenn im vergangenen Jahr 2023 einige der Förderaufrufe und Programmteile ausgelaufen sind bzw. beendet wurden. Der Fokus lag im vergangenen Jahr auf dem Förderaufruf zum Programm "Ladeinfrastruktur - öffentliche Ladestationen". Weiterhin laufen aktuell die Vorbereitungen für die Förderung der Ladeinfrastruktur für den Nutzfahrzeugbereich, einem neuen Förderprogramm-(teil) im Jahr 2024. Die Förderprogramme zur Ladeinfrastruktur werden vom Team des Projektträger Bayern zusammen mit den Experten der Kompetenzstelle Elektromobilität bearbeitet und betreut. Diese Zusammenarbeit hat sich über die vergangenen Jahre sehr bewährt.

Auch die im Auftrag des StMD an Bayern Innovativ übertragenen Projektträgerschaften für die Unterstützungsprogramme im Bereich der Digitalisierungsprojekte für Kommunen wurden in 2023 fortgeführt. Neben dem Förderprogramm "Kommunal? Digital!" hat die Bayern Innovativ auch die Projektträgerschaft für ein neues Programm ("TwinBy") übernommen. In TwinBy werden Digitalisierungsprojekte in 17 Kommunen mit insgesamt 1 Mio. Euro gefördert.

Patente und Normen

Das Beratungsfeld Patente und Normen fokussiert sich auf alle Akteure im Patentwesen, insbesondere den KMU in Bayern. Es unterstützt beim wirksamen Schutz von Innovationen mit gewerblichen Schutzrechten. Im Vorfeld von Schutzrechtsanmeldungen unterstützt Bayern Innovativ Unternehmen bei der Recherche und erläutert die verschiedenen Möglichkeiten des IP-Schutzes. Vor der Markteinführung berät der Bereich Normen und CE bezüglich Marktanforderungen und CE-Kennzeichnung.

Der Umsatz aus den wirtschaftlichen Tätigkeiten des Beratungsfeldes ist trotz der Rezession in Deutschland in etwa auf dem Stand des Vorjahres geblieben.

Die jährliche Evaluierung des Patentzentrums durch das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) zeigte Spitzenwerte. Seit dem Jahr 2015 erhält das Patentzentrum Bayern durchweg Bestnoten, in allen Kategorien übertraf das Patentzentrum die Mindestanforderungen signifikant. Auch das Europäische Patentamt stufte Bayern Innovativ 2023 in die höchste Kategorie ein. Die Auszeichnungen bestätigen, dass Bayern Innovativ alle Voraussetzungen erfüllt, um ihre Kunden optimal zu beraten.

Das Patentzentrum Bayern ist zudem der einzige akkreditierte Dienstleister in Bayern, welcher zu IP-Dienstleistungen im Rahmen des EU-Förderprogramms für Schutzrechtsanmeldungen und IP-Dienst-leistungen berät. 2023 konnten 31 geförderte Projekte mit bayerischen KMU durchgeführt werden.

Das Patentzentrum Bayern war im März 2023 Ausrichter für die Jahrestagung der deutschen Patentinformationszentren.

Da die Patentanmeldungen in Nürnberg seit Jahren stark rückläufig sind, wurde eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg vereinbart. Ziel ist es, die KMU in Nürnberg zu unterstützen, um die Anzahl der Patente wieder zu steigern.

Auch die anderen Bereiche der Bayern Innovativ nutzen die Expertise des Beratungsfeldes, z.B. um Patentanalysen durchführen zu lassen.

Innovationsmanagement

Der Bereich Innovationsmanagement (TIM) ist Methoden- und Fachexperte im Transfer und Innovationsmanagement. Mit den Schwerpunktthemen Transfer, Trend- und Technologiemanagement, Product & Innovation Design sowie Coaching entwickelt der Bereich Innovation und Strategien für Unternehmen, Netzwerke und den Freistaat.

TIM arbeitet als Impulsgeber und Enabler für die Weiterentwicklung des Technologietransfers in ganz Bayern: Mit der TRANSFERleben Roadshow 2022/23 führte der Bereich Workshops bei und mit Partnereinrichtungen in allen sieben Regierungsbezirken Bayerns durch, die in das Abschlussevent im Juli 2023 mündete und hier nochmal den Fokus auf aktuelle Trends (Künstliche Intelligenz und Change) im Transfer legte. Damit gelingt die Vernetzung der Transferakteure, die kollaborative Entwicklung von Lösungen für Fragestellungen im Transfer sowie die Stärkung der Sichtbarkeit von Bayern Innovativ.

Aufbauend auf der Zukunftsstudie "Zukunft des Technologietransfers" entwickelte TIM in einem partizipativen Prozess die Roadmap "Die Route zum Gipfelstürmen - Roadmap für die Zukunft des Technologietransfers in Bayern 2030", die den Weg für ein ideales Zukunftsbild des Transfers aufzeigt. Die Roadmap wurde beim TransferGipfel im Dezember 2023 vorgestellt und wird in 2024 weiter ausgerollt.

Im Auftrag des StMGP wurde im Mai 2023 in Zusammenarbeit mit dem Bereich Gesundheit, der ohm, dem Klinikum Nürnberg, u.a. ein Ideenworkshop (Medtec Ideation) mit über 200 Nachwuchsfachkräften aus dem Gesundheitswesen zur Erarbeitung von Zukunftsideen erfolgreich durchgeführt. Die Ergebnisse wurden auf der Medtec dem Staatsministerium präsentiert.

Die Integration des Transfer Ecosystems in das Experten Netzwerk Bayern wuchs im vergangenen Jahr deutlich an: So wurde nach den bayerischen Wirtschaftsförderungen sämtlichen Transferstellen der Bayerischen Hochschulen und allen Gründerzentren (ARGE TGZ) die Plattform vorgestellt. Es konnten 15 Organisationen als neue Partner gewonnen werden, sodass das Netzwerk auf insgesamt über 400 Nutzenden angewachsen ist.

Das Thema Trend- und Technologiemanagement konnte mit intensiver Nutzung der Digitalen Innovationsplattform (DIP) mit einigen wegweisenden Projekten weiter vorangetrieben werden. So hat der Bereich mit dem Projekt "International Scouting" (Kooperationsprojekt zwischen Bayern Innovativ, Bayern International, Invest in Bavaria und den bayerischen Auslandsrepräsentanzen) drei Länder-Scoutings, Mexiko, Ägypten und Polen erfolgreich abgeschlossen. Die Methodenkompetenz des Bereichs war auch im Jahr 2023 bedeutend für die Transformationsprojekte der Bayern Innovativ. Für den Transformations-Hub Leitungssatz hat das Innovationsmanagement einen Trendradar zur Identifizierung von Transformationspotenzialen erarbeitet und so den Grundstein für die weitere Projektarbeit gelegt. Für die Erarbeitung der Strategie im Rahmen des Projektes transform.by, für die Bayern Innovativ hier die Federführung hat, wurde ein Prozess unter Einbindung der Stakeholder etabliert. Der Strategieprozess wurde erneut kollaborativ unter Einbindung unterschiedlicher Methodik wie Szenarien und Trendradaren umgesetzt und wird in 2024 weitergeführt.

Europa & Internationales

Der Bereich Europa & Internationales bündelt den Messegemeinschaftsstand Bayern, das Enterprise Europe Network (EEN), das EU-Projekt Ukraine-Ready4EU und das Programm Internationalisierung. Es konzentriert sich auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit bayerischer Unternehmen sowie auf deren Chancen in der europäischen bzw. globalen Technologie- und Innovationsvermarktung und in der Zusammenarbeit mit internationalen Innovations- und Geschäftspartnern.

Die Anfragen an den Bereich Messe zur Teilnahme an den Gemeinschaftsständen der Bayern Innovativ waren wie im Vorjahr sehr hoch; alle von Bayern Innovativ organisierten 16 Gemeinschaftsstände im Jahr 2023 waren ausgebucht. Deutlich über 200 bayerische Aussteller konnten so auf den international führenden Leitmessen ihre produkt- und verfahrensmäßigen Neuentwicklungen präsentieren.

Das Enterprise Europe Network (EEN) ist ein von der Europäischen Kommission initiiertes und finanziertes Projekt mit einer Gesamtlaufzeit bis 2028. In Bayern wird das EEN von einem Konsortium aus sieben Projektpartnern realisiert. Mit einem Projektanteil von etwa 50% verantwortet Bayern Innovativ federführend die Koordination dieses Konsortiums. Operative Ziele und Aufgaben des EEN in Bayern sind im aktuellen Arbeitsprogramm "Bavaria2Europe 2022-2025" definiert.

Bayern Innovativ unterstützt im Rahmen des EEN international ambitionierte bayerische KMU und Start-ups dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Position im europäischen Binnenmarkt zu sichern und auszubauen. Die Unterstützung erfolgt vorwiegend individuell entsprechend dem jeweiligen Bedarf des Kunden, alternativ in thematisch fokussierten Kleingruppen. Im Fokus stehen zum einen internationale Kooperationen bei Entwicklung und Verwertung von Innovation sowie die CE-Kennzeichnung und die Einhaltung von EU-Vorschriften bei neuen Produkten. Ein zweiter wichtiger Themenbereich sind Nachhaltigkeit und Digitalisierung als Innovationsfaktoren, sowie die Analyse und Weiterentwicklung von Innovationsfähigkeit und Innovationsstrategien und die Stärkung der Resilienz.

Parallel wurde die Bayern Innovativ als bewährtes Mitglied im EEN von der Europäischen Kommission mit der Leitung eines weiteren großen internationalen EU-Projektes "Ukraine-Ready4EU" beauftragt. Bayern Innovativ unterliegt darin insbesondere die Kontrolle und treuhänderische Verwaltung der Projektmittel in Höhe von 4,5 Millionen Euro sowie die fachliche Führung des Konsortiums mit Partnerorganisationen aus der Ukraine, Polen und Litauen.

Im Programm Internationalisierung wurde 2023 die Zusammenarbeit mit den Hauptpartnern Bayern International, dem bayerischen Wirtschaftsministerium (und Invest-in-Bavaria) weiter intensiviert durch Besuche und virtuelle Treffen. Dabei werden seitens Bayern Innovativ die Aktivitäten der Partner mitgestaltet und in das Netzwerk der Bayern Innovativ eingebracht. Insbesondere werden durch das International Scouting und die Mitwirkung beim Programm BFP die Kompetenzen von Bayern Innovativ eingebracht.

Mit anderen bayerischen Stakeholdern wie den Partnern im BayFIA-Netzwerk, der Staatskanzlei, der Stadt Nürnberg und Bayern Handwerk International fand ein regelmäßiger Austausch statt. Die Teilnahme beim Auslandsrepräsentanten-Treffen 2023 verstärkt auch hier das internationale Netzwerk.

Im Jahr 2023 wurden einige Auslandsmessen der Bayern International seitens Bayern Innovativ mitgestaltet, ebenso wurden Delegationsreisen (Türkei, Irland) aktiv begleitet. Kontakte zu internationalen Innovationsnetzwerken sowie zu Botschaften und Konsulaten wurden initiiert und werden in der Folge weiter ausgebaut.

Transformation

Der Bereich Transformation bei Bayern Innovativ umfasst die Beratung und Begleitung von Unternehmen bezüglich digitaler und nachhaltiger Transformationsherausforderungen, wobei Transformationsprozesse und -netzwerke, regionale Zukunftsbilder und neue Geschäftsmodelle sowie KI in der Arbeitswelt die Themenschwerpunkte des Bereichs definieren. Mit dem Transformationslotsen, dem Netzwerk transform.by, sowie der Themenplattform 4.0 & Akademie bietet das Kompetenzfeld bundeslandübergreifende Projekte zur Stärkung des Wandels in der KMU-Landschaft in Bayern.

Der Transformationslotse bei Bayern Innovativ fungiert als Impulsgeber, Netzwerker und Innovations-Helfer speziell in der Begleitung der Transformation bayerischer KMU. Fokus zu Beginn des Projektes war die bayerische Automobil- und Zulieferindustrie. 2023 neu hinzugekommen ist auch das dazugehörige Kfz-Gewerbe einschließlich des Bereichs "After Sales". Die Transformationslotsenunterstützung kommt mittlerweile auch anderen Branchen zugute und profitiert dabei von den Erfahrungen aus dem "Transformationslotsen Automotive". Seit Start des Transformationslotsen-Automotive im Oktober 2020 wurden zahlreiche Unternehmen aus der Automobilbranche kontaktiert und Erst- und weiterführende Orientierungsgespräche geführt, in denen der individuelle Bedarf und der aktuelle Stand des jeweiligen Unternehmens für das weitere Vorgehen in der Transformation analysiert und diskutiert wurden.

Dadurch sollen Transformations- und Innovationspotenziale aufgezeigt, den Unternehmen Zugang zu neuen Kunden und Märkten eröffnet, neue Produkte und Geschäftsmodelle vorangetrieben, passende Förderprogramme identifiziert und neue Partnerschaften ermöglicht werden. Grundsätzlich haben die von der Transformation betroffenen Unternehmen auf unseren Veranstaltungen die Möglichkeit, neben dem Präsentieren von "Best Practices", Erfahrungen und Ideen auszutauschen, zu diskutieren und sich zu vernetzen. Auch 2024 werden wieder Online-Veranstaltungen angeboten, die sich mit verschiedenen Aspekten der Transformation befassen und Impulse für KMU geben, um sich für die Transformation zu wappnen.

In den Orientierungsgesprächen kann der Transformationslotse im Bereich Qualifizierung und Weiterbildung zu den Organisationen der bayerischen Innovations- und Wirtschaftsförderung (Kammern, Bildungswerke, etc.) und wissenschaftlichen Einrichtungen vermitteln oder auch eine Verknüpfung zur Arbeitswelt 4.0 herstellen. Zudem stellen die Transformationslotsen Kontakt zu Partnern aus dem umfassenden, branchenübergreifenden Netzwerk der Bayern Innovativ her. Der Transformationsprozess verlangt eine stetige Aktualisierung der Informationen zu Förderprogrammen des Freistaates Bayern und des Bundes. Neuigkeiten und Fördercalls werden unverbindlich an die Unternehmen weitergegeben. Eine enge Verlinkung mit dem EEN ermöglicht es, Unternehmen auf Assessments (Innovation, Digitalisierung, Nachhaltigkeit) hinzuweisen und durchzuführen.

Als Förder- & Transformationslotse wurde intensiv zum Bundeskonjunkturprogramm 35c beraten. Hervorzuheben ist außerdem die Beratung für das Förderprogramm "Innovative Antriebstechnologien für mobile Anwendungen" (MIA) im Rahmen des Bayerischen Verbundforschungsprogramms. Dieses Förderprogramm wird vom Bereich Projektträger bei Bayern Innovativ durchgeführt.

Ein weiterer wichtiger Transformations-Service ist die Entwicklung und zur Verfügungstellung niederschwelliger Unterstützungs-Tools zur Selbsteinschätzung und der Umsetzung von Transformations- und Innovationsprojekten im Unternehmen. Diese Angebote basieren auf Erfahrungen und Bedarfen, die im Rahmen der Transformations-Orientierungsgesprächen identifiziert wurden.

Darüber hinaus unterstützt der Transformationslotse Bayern bei der übergreifenden Cluster-Vernetzung, der Kontaktherstellung zu Firmen und zu Institutionen innerhalb des Bayern Innovativ Ökosystems.

Weiterhin unterstützt der Transformationslotse regionale Transformations-Netzwerke im transform.by-Kontext und Transformations-Hubs im Mobilitätsbereich.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert unter Koordination der Bayern Innovativ GmbH fünf sog. "Transformationsnetzwerke" in Bayern (insgesamt 27 bundesweit), die sich mit der Transformation der Fahrzeug- und Fahrzeugzulieferindustrie befassen.

Das bayernweite Dachprojekt ist "transform.by" mit Bayern Innovativ als Konsortialführer. Vier regionale Transformationsnetzwerke sind in der Europäischen Metropolregion Nürnberg ("trans-form_EMN), der Regiopolregion Mainfranken ("transform_RMF"), der Region Regensburg ("trans-form.R) und der Region Ingolstadt ("transform.10) verortet. Die Arbeiten finden in enger Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern statt.

Ziel der Transformationsnetzwerke ist, den Wandel in der Fahrzeug- und Zulieferindustrie nachhaltig, digital, vernetzt und sozial zu gestalten. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollen dabei unterstützt werden, in bestehenden Märkten neue Produkte und neue Dienstleistungen zu platzieren und mit ihrem Know-how in neue Märkte einzutreten.

Die gemeinsame Arbeit der Transformationsnetzwerke hat eine große Sichtbarkeit in dem gemeinsamen Positionspapier "Zukunftsdialog für Bayerns Wirtschaft und Arbeitsmarkt" erlangt, dass Anfang September 2023 gemeinsam von der Bayerischen Staatsregierung, den Arbeitgeberverbänden und dem DGB Bayern veröffentlicht wurde.

Die Themenplattform Arbeitswelt 4.0 ist seit 01.09.2023 im Bereich Transformation organisatorisch verankert, um die Synergien zwischen allen Themen der Transformation noch besser zu nutzen, insbesondere zum Transformationsnetzwerk transform.by mit Beteiligung der Bildungseinrichtungen der bayerischen Sozialpartner IG Metall Bayern und vbw und dem Transformationslotsen Bayern.

Der Fokus der Themenplattform Arbeitswelt 4.0 liegt einerseits auf der Transformation der Arbeitswelt selbst und anderseits auf Fragen und Herausforderungen, wenn es um erfolgreiche Transformationsprozesse durch die Arbeitswelt 4.0 geht. Vor diesem Hintergrund treibt die Arbeitswelt 4.0 Innovations- und Transformationsprozesse aus einer neutralen Position voran, um durch eine innovative und nachhaltige Arbeitswelt die Zukunftsfähigkeit von Menschen und Organisationen zu sichern. Getragen wird die Themenplattform vom Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) im Rahmen des Pakts für berufliche Weiterbildung 4.0. Etabliert und jährlich wiederkehrend sind die Formate Lunch & Learn - Impulse für die Arbeitswelt 4.0, Praxis-Werkstatt und Netzwerkkonferenz.

Personal- und Sachaufwände

Finanziert werden die Personal- und Sachaufwendungen in den Geschäftseinheiten der Bayern Innovativ maßgeblich über folgende Einnahmequellen: eine institutionelle Förderung des Freistaats Bayern für unsere satzungsgemäßen Grundtätigkeiten, durch Dienstleistungsaufträge, durch die Übernahme von Projektträger-Tätigkeiten, durch Clusterförderung und durch Beiträge der Wirtschaft zum Beispiel durch Gebühren von Teilnehmenden- und Ausstellenden und Clusterpartnerschaften.

Ein wesentlicher Indikator für die Größenordnung der Tätigkeitsbereiche liegt in den aufgebrachten Personalstunden. Von den von der Bayern Innovativ im letzten Jahr geleisteten Gesamtarbeitsstunden in Höhe von 403.000 entfielen 200.000 Stunden auf Projekte im Grundauftrag (50%), 55.000 Stunden auf Dienstleistungsprojekte (14%), 33.000 Stunden auf den Projektträger (8%) und 18.000 Stunden auf die Clusterarbeit (4%).

Wirtschaftsbericht

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die Bayern Innovativ ist als Teil der Innovations- und Technologiepolitik darauf ausgerichtet, die Innovationen in Bayern weiter zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft zu erhalten. Dabei hat auch die wirtschaftliche Lage in Deutschland und Bayern einen großen Einfluss.

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland geriet im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Corona-Einbruch setzte sich nicht weiter fort. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Gestützt wurde die Wirtschaft durch die Ausweitung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den meisten Dienstleistungsbereichen, während die Wirtschaftsleistung des produzierenden Gewerbes zurückging und das Baugewerbe insgesamt nur ein kleines Plus verzeichnete (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die Stimmung der bayerischen Wirtschaft bleibt zu Jahresbeginn 2024 auf niedrigem Niveau. Die schwache Dynamik der Weltwirtschaft, die Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte und strukturelle Standortnachteile lassen die Unternehmen für die kommenden Monate pessimistisch bleiben. Mit Ausnahme der Dienstleistungsbranche verschlechtert sich die Geschäftslage in allen Branchen. Industrie und Baugewerbe beklagen eine schwache Auftragslage, Tourismus und Handel bekommen die Konsumzurückhaltung zu spüren. Wachstumsimpulse aus dem In- und Ausland sind nicht erkennbar. (Quelle: Konjunkturbericht BIHK Jahresbeginn 2024)

ERTRAGSLAGE

Die Bayern Innovativ GmbH ist ein nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtetes Unternehmen. Die zur Verfügung gestellte institutionelle Förderung, die akquirierten Projektmittel und die selbst generierten Einnahmen werden effizient und möglichst vollständig zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben ein- und in innovative Dienstleistungen für Institutionen des Freistaates Bayern, Wirtschaft und Wissenschaft umgesetzt.

Erträge

Der Umsatz (Zuwendungen des Freistaates Bayern, des Bundes und der EU und Umsatzerlöse mit dem Freistaat Bayern und mit Dritten) belief sich insgesamt auf 30,3 Mio. EUR und lag damit 3,6 Mio. EUR über dem des Vorjahres. Das liegt wesentlich an der um 1,5 Mio. EUR höheren ertragswirksamen institutionellen Förderung für die Tätigkeiten des Grundauftrags der Bayern Innovativ. Diese ist eine Fehlbedarfsfinanzierung. Auch die Projektzuwendungen und die Umsatzerlöse waren um insgesamt 0,9 Mio. EUR bzw. insgesamt 1,2 Mio. EUR höher als im Vorjahr.

Insgesamt betrugen die Erträge 2023 30,6 Mio. EUR und lagen damit 3,5 Mio. EUR über dem Vorjahr.

Aufwendungen

Der Personalaufwand stieg um 2,2 Mio. EUR auf 18,9 Mio. EUR. Das ist vor allem auf eine deutlich höhere durchschnittliche Beschäftigtenzahl zurückzuführen. Der für das Gesamtjahr größere Personalbedarf ist größtenteils eine Folge des höheren Arbeitsaufkommens im Grundauftrag sowie im geringeren Umfang auch in den geschäfts- und organisationsunterstützenden Funktionen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um 1,0 Mio. EUR auf 11,1 Mio. EUR gestiegen. Das liegt vor allem an deutlich höheren Veranstaltungs- und Messekosten aufgrund der höheren Anzahl an Aktivitäten, die wieder in Präsenz stattgefunden haben, insbesondere für zwei große Auftragsprojekten, die wir im Berichtsjahr für den Freistaat Bayern durchgeführt haben; vergleichbare Aufträge hatten wir im Vorjahr nicht abgewickelt. Die umfangreicheren Veranstaltungstätigkeiten wirkten sich ebenso auf die Reisekosten aus. Zudem nahmen auch die Fremdleistungen, Infrastrukturkosten (v.a. Softwarelizenzkosten) und die Kosten für Fort- und Weiterbildung zu.

Insgesamt lagen die angefallenen und abrechenbaren Kosten unter Plan. Entsprechend blieben auch die erzielten Erträge hinter den Planungen zurück, da diese in der Regel als Kostenerstattung oder Fehlbedarfsfinanzierung erfolgen.

Das Jahresergebnis beträgt 175 TEUR (Vj. 0 TEUR). Das positive Jahresergebnis stärkt das Eigenkapital. Die Ende 2023 geänderte Finanzierungsvereinbarung mit dem Freistaat Bayern sieht einen maximalen Gewinnvortrag von 1,2 Mio. EUR (vorher: 0,6 Mio. EUR) vor.

VERMÖGENSLAGE

Die Vermögens- und Kapitalstruktur spiegelt das typische Bild einer Projektgesellschaft wider.

Im Anlagevermögen werden insbesondere immaterielle Vermögensgegenstände für Internetauftritte und Software sowie Sachanlagen für Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2023 erhielten wir für 59 % aller getätigten Investitionen anschaffungskostenmindernde Investitionszuschüsse. Im Umlaufvermögen dominieren Forderungen aus Projektdurchführungen und aus an uns noch auszuzahlenden Zuwendungen (zusammen 6,7 Mio. EUR) sowie liquide Mittel (17,8 Mio. EUR). Der hohe Bestand an Guthaben bei Kreditinstituten ist v.a. auf Fördermittel zurückzuführen, die Bayern Innovativ im Jahr 2022 und 2023 erhalten hat und die in 2024 im Rahmen von übernommenen Projektträgerschaften an Zuwendungsempfänger auszuzahlen oder an den Freistaat zurückzuzahlen sind.

Das Eigenkapital beträgt 0,9 (Vj. 0,8) Mio. EUR und deckt das Anlagevermögen voll ab. Die Eigenkapitalquote beträgt 4% (Vj. 3%). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Fördermittel, die ggfs. nach Prüfung des Verwendungsnachweises zurückzuzahlen sind, sowie Kosten des Personalbereichs. Ein Teil der Rückstellungen steht mittel- und langfristig zur Verfügung.

Anders als im Vorjahr erhielten wir im Geschäftsjahr 2023 nennenswerten Vorauszahlungen für von der EU geförderte Projekte, an denen wir mitarbeiten. Das führte zu einer Zunahme des passiven Rechnungsabgrenzungspostens.

FINANZLAGE

Institutionelle Förderung

Die institutionelle Förderung ist als Fehlbedarfsfinanzierung für die Tätigkeiten des Grundauftrages der Bayern Innovativ ausgestaltet, die jährlich neu auf der Basis eines genehmigten Zuwendungsantrages gewährt wird. Das bearbeitete Volumen an Grundauftragsprojekten ist verglichen mit 2022 sowohl im Umfang der anfallenden Tätigkeiten, und dem damit einhergehenden Personaleinsatz, als auch in den verursachten Sachkosten gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der auszugleichende Fehlbetrag deshalb insgesamt größer.

Akquirierte Projektmittel

Die Erträge aus Projektfördermitteln betrugen insgesamt 3,0 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR). Der Erhöhung betrifft die auf der Basis der förderfähigen Kosten ermittelten Projektfördermittel v.a. des Bundes. In 2023 arbeiteten wir intensiv in mehreren vom Bund geförderten mehrjährigen Transformationsprojekten mit. In geringerem Umfang nahmen auch die Projektfördermittel aus EU-Projekten zu, während die StMWi-Zuwendungen rückläufig waren.

Eigene Einnahmen

Die Einnahmen aus Teilnehmer- und Ausstellergebühren, Partnerbeiträgen und aus Vergütungen durch den Freistaat Bayern (v.a. durch das StMWi) für dessen Auftragsprojekte bewegten sich im Jahr 2023 mit insgesamt 11,3 Mio. EUR um 12% über dem Niveau des Vorjahres.

Der Anstieg betrifft die Umsätze mit dem Freistaat Bayern aufgrund eines höheren Tätigkeitsumfangs bei den Dienstleistungsprojekten. Auch die Umsatzerlöse aus der Projektträgertätigkeit der Bayern Innovativ für den Freistaat erhöhten sich. Die Umsätze mit Dritten lagen auf Vorjahresniveau.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt für 2023 2.185 TEUR (Vj. -560 TEUR), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt bei -485 TEUR (Vj. -407 TEUR).

Auch 2023 waren keine Bankkredite erforderlich, um eine ausreichende Liquidität jederzeit aufrecht zu erhalten.

GESAMTAUSSAGE

Für die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft und die Ertrags-, Vermögens-, Finanz - und Ertragslage ergibt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives Gesamtbild. Mit dem Geschäftsjahr 2023 sind wir insgesamt zufrieden.

PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

Die Bayern Innovativ wird ihre Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 weiter auf hohem Niveau fortführen. Die institutionelle Förderung gewährleistet eine langfristige Finanzierung der Bayern Innovativ. Der genehmigte Wirtschaftsplan bietet zudem eine weitere Absicherung. Das hohe Ansehen bei Kunden und Stakeholdern lässt eine weiterhin gute Auftragslage erwarten. Die Akquise von langfristigen Projekten sichert die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Nachdem die Marke ZD.B (Zentrum Digitalisierung Bayern) Ende 2023 ausgelaufen ist, ist 2024 das Jahr der Neuausrichtung im Spezialisierungsfeld Digitalisierung. Das Thinknet Quantentechnologie wird als gleichwertige Themenplattform mit Sprecher(n) ausgebaut und wird somit den Fokus auf branchen- und industriellen Einsatz der Quantentechnologie noch weiter schärfen. Mit der Neubeauftragung der Bavarian Chips Alliance (BCA) werden die Aktivitäten und der Ausbau des Netzwerkes intensiviert, um die Bedeutung der gesamten Halbleiter-Wertschöpfungskette klar zu stärken. Mitte 2024 finden die Munich TechDays statt. Das Event wird gemeinsam mit dem Münchner Sicherheitsnetzwerk geplant. Der dritte CDR Award - zusammen mit dem Bundesverband für Digitale Wirtschaft - wird 2024 stattfinden. Das Event wird flankiert von zielgruppenspezifischen Kommunikations-Aktivitäten und themenbasierten Veranstaltungen, um die wirtschaftliche Bedeutung des Themas Digitale Verantwortung (Responsibility) in die breite Masse zu tragen. Die Preisverleihung wird dann 2025 in der Bayerischen Vertretung in Berlin stattfinden. Die kontinuierliche Arbeit in allen Themenplattformen, Netzwerken und Projekten der Digitalisierung sowie die Erschließung weiterer Synergie-Effekte, ist für uns wichtig.

Für das Jahr 2024 liegt der Fokus des Innovationsnetzwerks Mobilität auf der Verstetigung der aktuell geförderten Projekte. Im Bereich Fahrzeugtechnologie gilt es die Themen und Aktivitäten, die im Rahmen des Transformations-Hubs (Leitungssatz, Interieur und Antrieb) initiiert wurden, zu verstetigen und Folgeprojekte anzustoßen. Insbesondere auf regionaler Ebene sollen die Themen intensiviert werden. Weiterhin sollen wirtschaftliche Aktivitäten im Cluster weiter auf- und ausgebaut werden. In 2024 sollen auch verstärkt Cross Cluster Themen bespielt werden, um Innovationen aus der Automobilindustrie auch in andere Wirtschaftszweige wie bspw. in den Bereich Sicherheit und Verteidigung zu übertragen und hier Innovationen anzustoßen. Das Thema "Vernetzte Mobilität" wird als eigenständiger Bereich im Gesamtkontext der Mobilität weitergeführt. Die Finanzierung soll durch die Akquise neuer Fördermittel und -projekte sichergestellt werden. Dies ermöglicht eine breitere Einbindung verschiedener Akteure aus der Mobilitätsbranche, fördert innovative Mobilitätsthemen und eröffnet zudem Optionen für den laufenden Transformationsprozess der Automobilindustrie.

Die Fokusthemen des Innovationsnetzwerks Material & Produktion im Jahr 2024 sind insbesondere datenbasierte Geschäftsmodelle für produzierende Unternehmen, Digitalisierung in der Werkstoffherstellung und -verarbeitung und Nachhaltigkeit durch Additive Fertigung. Ausgewählte Aktivitäten sind neben einem Cross-Cluster-Projekt mit dem Umwelt Cluster und dem Cluster Energietechnik zum Thema Batterie und Recycling auch dieses Jahr Foren, Workshops sowie Treffen von Multiplikatoren zur Vernetzung und zum Wissenstransfer.

Digitalisierung und KI, Regulatory Affairs, Nachhaltigkeit, sowie der Aufbau von Real World Laboren im Gesundheitsbereich stehen 2024 im Fokus des Innovationsnetzwerks Gesundheit. Hierzu zählen u.a. Strategien für die Vernetzung von Leistungserbringern, den Marktzugang für Innovation und auch der Zugang zu Gesundheitsdaten und deren Nutzung für Health Tech F&E Projekte. Mit dem Signature Kongress MedtecSUMMIT und diversen digitalen und vor Ort Veranstaltungen, sowie den Vorhaben TEAM-X, TI-Modellregion, Health Care BY Your Side und dem Cluster Medizintechnik setzen wir aktiv innovationsfördernde Infrastrukturmaßnahmen um.

Die Beratungsfelder Förder- & Gründerlotse und Projektträger werden ihre Angebote und Unterstützungsleistungen auch 2024 weiter ausbauen und stärken. Durch die umfassende Vernetzung von Förder- & Gründerlotse innerhalb der bayerischen Netzwerke können über diese zentrale Anlaufstelle alle Leistungen zu den Themen Gründung und Förderung direkt und effizient vermittelt werden. Auf Seite des Projektträgers stehen die Stärkung der Kompetenzen, der Qualität und der Effizienz im Vordergrund, um auch zukünftig zuverlässig und effizient Aufgaben für die bayerischen Ministerien zu übernehmen. Nach der OZG-Umsetzung im vergangenen Jahr wird die Digitalisierung der Prozesse und Abläufe und die Integration in das BI-CRM-System Salesforce im Jahr 2024 weiter vorangetrieben.

Das Patentzentrum hat über eine Patentanalyse festgestellt, dass viele KMU, die in den letzten Jahren Patente angemeldet haben, noch keinen Kontakt mit uns hatten. 2024 werden wir eine Aktion starten, um mit allen KMUs die patentaktiv sind, in Kontakt zu treten. Es ist zu beobachten, dass in den letzten Jahren die Patentanmeldungen von deutschen Firmen sukzessive zurückgehen. Als das Bundesland mit den zweitmeisten Anmeldungen betrifft diese Entwicklung auch Bayern sehr stark. 2024 wird eine Umfrage bei den bayerischen Unternehmen durchgeführt, was die Gründe dafür sind. Ziel ist es, Maßnahmen zu finden, um diese Tendenz wieder umzukehren. Der vom StMWi 2018 ins Leben gerufene "Runder Tisch Patentwesen Bayern" soll in 2024 wiederbelebt werden.

Die Schwerpunkte des Beratungsfelds Innovationsmanagement werden 2024 auf der weiteren Etablierung des Methodenangebotes in den Feldern Trend- und Technologiemanagement sowie Product & Innovation Design liegen. Hier unterstützt der Bereich ebenfalls die Transformationsprojekte und Cluster. Zudem steht die Umsetzung einiger Aspekte aus der Roadmap Transfer 2030 im Fokus, was gemeinsam mit dem Ecosystem angestrebt wird. Einen Schwerpunkt der Aktivitäten bildet das vom StMWi beauftragte Projekt "Kooperation Mittelstand Start-ups". Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit BayStartUP umgesetzt wird, soll eine nachhaltige Unterstützungsstruktur für die Kooperationen zwischen mittelständischen Unternehmen und Startups gezielt erproben und umsetzen.

Im Rahmen der bestehenden langfristigen Vereinbarungen wird das Beratungsfeld Europa & International die Unterstützung von Kunden durch Gemeinschaftsstände auf internationalen Leitmessen für Technologien und Innovationen sowie durch kundenorientierte Unterstützungs- und Partnering-Angebote des Enterprise Europe Network auch 2024 fortführen. Im Bereich Internationalisierung wird neben der fachlichen Begleitung ausgewählter Delegationsreisen des Freistaats Bayern das internationale Netzwerk weiter ausgebaut. Im Rahmen der Konsortialführung des Enterprise Europe Network in Bayern steht 2024 als wichtige Aufgabe die Beantragung der EU-Förderung für die nächste Vertragsperiode 2025-2028 für das bayerische EEN-Konsortium an. Das im November 2023 gestartete Projekt Ukraine-Ready4EU wird 2024 in die entscheidende operative Phase geführt werden.

Im Beratungsfeld Kultur- und Kreativwirtschaft liegt der Fokus 2024 auf der ökologischen Transformation. Die Mitarbeit bei den EEN-Assements soll weiter ausgebaut werden, so dass mehr Unternehmen der Bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaft an dieses Angebot herangeführt werden. Zudem ist geplant, die Initiative "Bayern spielt" des StMWK in eine Anlaufstelle zur Information und Beratung zu ökologischer Nachhaltigkeit für den Kultur- und Kreativsektor zu formen. Im Herbst ist unter dem Arbeitstitel "Bayerischer Kreativwirtschaftstag" ein eintägiger Fachkongress in München geplant, um die Stakeholder des KKW-Ökosystems mit aktuellen Fachthemen und Informationen zu versorgen. Zudem wird der III. Bayerische Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht veröffentlicht und der Staatspreis für Bayerische Kreativorte erneut vergeben. Im Laufe des Jahres wollen wir wieder verstärkt in der Fläche Bayerns aktiv werden und regionalen Partnern Informations- und Beratungsangebote vorhalten; möglichst im Einklang mit den Beratungsleistungen des Patentzentrums Bayern und des Förderlotsten Bayern.

Insgesamt erwarten wir aufgrund der beschriebenen Aktivitäten für 2024 einen Gesamtumsatz von rd. 39 Mio. EUR.

RISIKOBERICHT

Risikomanagement ist die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken sowie die Steuerung von Reaktionen auf festgestellte Risiken.

Als festgestelltes Risiko ist dabei jeder, vom planerischen Soll-Zustand negativ abweichender, auf Grundlage der Ist-Bewertung erwarteter Zukunfts-Zustand, gewertet worden.

Risikomanagement-Strategie

Die Risikomanagement-Strategie bei der Bayern Innovativ erfolgt auf mehreren Ebenen. Zum einen wird, soweit erforderlich, eine Risikobewertung vor Angebotsabgabe angefertigt. Zum anderen wird eine kontinuierliche Risikoinventur durchgeführt.

Risikoprofil

Die in der Risikoinventur für das Jahr 2023 gemeldeten Risiken wurden bewertet. Im Folgenden werden die hohen Risiken dargestellt. Bei der voraussichtlich zu erwartenden Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken (Normal Case Betrachtung) wurde ein zu nennendes Risiko festgestellt.

Hohes Risiko:

Einer unserer IT-Cloudanbieter zieht sich aus der EU zurück

Zusätzliche Gegenmaßnahmen existieren nicht. Die weiteren Risiken wurden als weniger relevant klassifiziert. Dennoch werden kontinuierlich Maßnahmen ergriffen, um Risiken zu minimieren und den Grad der Gefährdung nicht ansteigen zu lassen.

Unter einer Worst Case Betrachtung wurden 15 hohe Risiken festgestellt.

Bei diesen Risiken könnte ein Schaden jeweils größer 1,5 Millionen Euro eintreten. Bei aggregierter Betrachtungsweise würden diese Risiken die Risikotragfähigkeit übersteigen.

Nach Umsetzung geeigneter Maßnahmen konnten bei einem Risiko eine Verbesserung erzielt werden, um bei den betreffenden Risiken ein vertretbares Maß zu erreichen. In folgenden Risikofeldern bestehen, bezüglich einer möglichen Schadenshöhe, weiterhin hohe Risiken:

Compliance: Verstöße gegen das Beihilferecht, das Vergaberecht.

Finanzierung: Beschneidung der institutionellen Förderung, Verschlechterung der Auftragslage, Bewertung des Obersten Rechnungshofes zur Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit der Mittel

IT-Sicherheit: Hackerangriffe

Risikosteuerung

Zur Risikobewältigung bzw. Vorbeugung existieren Richtlinien im Rahmen des Compliancemanagementsystems. Falls erforderlich, werden diese erweitert oder angepasst.

Alle relevanten Bereiche unterliegen dem Vier-Augen-Prinzip.

Im Jahr 2023 wurde ein externer Risikomanagementbeauftragter unter Vertrag gestellt, um das Risikomanagement kontinuierlich zu verbessern.

Risikotragfähigkeit

In der Normal Case Betrachtung ist eine Bestandsgefährdung durch die festgestellten Risiken nicht zu erwarten.

In der Worst Case Betrachtung übersteigen die eintretenden Verluste die Rücklage. Darüberhinausgehende liquide Mittel sind zwar nominell vorhanden, jedoch durch entsprechende Verbindlichkeiten gebunden.

Begründung:

Die Rücklagen der Bayern Innovativ dürfen gemäß Finanzierungsvereinbarung mit dem Freistaat Bayern 1,2 Mio. Euro nicht übersteigen.

Eine formale Patronatserklärung der LfA Förderbank Bayern/des Freistaates Bayern für die Bayern Innovativ existiert nicht.

Es dürfen aufgrund des Zuwendungsrechts nur gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen abgeschlossen werden, die die Risiken nicht abdecken.

 

Nürnberg, den 05. April 2024

Bayern Innovativ GmbH

Dr. Rainer Seßner, Geschäftsführer

Hinweis

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH, Nürnberg, wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt.

Der nachfolgend aufgeführte Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH, Nürnberg:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH, Nürnberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, am 5. April 2024

CURACON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Nürnberg

Mohr, Wirtschaftsprüfer

Rösl, Wirtschaftsprüfer

ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSS

Die ordentliche Gesellschafterversammlung der Firma Bayern Innovativ - Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH, Nürnberg, hat am 08.05.2024 beschlossen, den Bilanzgewinn von € 775.278,28 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, im Oktober 2024

Franziska Rieß, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung

FESTSTELLUNGSBESCHLUSS

Die ordentliche Gesellschafterversammlung der Firma Bayern Innovativ - Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH, hat am 08.05.2024 die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 beschlossen.

 

München, im Oktober 2024

Franziska Rieß, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung

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