Getinge Vertriebs Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Özgür Yildiz seit 27.3.2019 | Geschäftsführer |
Michael Vallon seit 1.12.2017 | Prokura |
Ingo Laumann seit 1.4.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 44.92% | |
Getinge Finance Holding AB | 5.08% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MediKomp GmbHRastattJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Grundlagen1. Geschäftstätigkeit Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Baugruppen, Einzelteilen und Maschinen für medizinisch-technische Produkte und Gerätschaften. Die MediKomp GmbH ist Teil des Geschäftsbereichs Acute Care Therapies der schwedischen Getinge Gruppe. Am Standort in Rastatt werden medizinisch-technische Produkte produziert und verkauft. Hauptabnehmer ist hierbei die Schwestergesellschaft Maquet Cardiopulmonary GmbH, Rastatt. Das Portfolio der MediKomp GmbH umfasst standardisierte Produkte. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft entwickelt selbst keine eigenen Produkte. In Kooperation und nach Vorgabe der Kunden werden Komponenten und Erzeugnisse in fertigungsgerechte Detaildokumente umgesetzt, durch den Kunden geprüft und abgenommen. B. Wirtschaftsbericht1. Entwicklung der Branche Die für die Maquet Cardiopulmonary GmbH und damit auch für die MediKomp GmbH relevante Branche im Bereich der Perfusionsverfahren für die Herzchirurgie und die Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) entwickelt sich auf der Nachfrageseite weiterhin ähnlich wie in den Vorjahren, abgesehen von den - durch die COVID-19 Pandemie - verursachten Sondereffekten in den Jahren 2020-2022. Im Segment der ECMO-Produkte sehen wir weiterhin eine positive Entwicklung der Nutzung des ECMO-Verfahrens. Dieser Trend kann auf die Entwicklung der Kenntnisse und Erfahrung der Anwender zurückgeführt werden. Erfreulicherweise wird aber auch der Nutzen-Effekt für die Patientenversorgung durch weitere klinische Studien untersucht, unter anderem für die Anwendung bei kardiogenen Schock (z.B. die ANCHOR Studie) oder auch bei plötzlichem Herzstillstand (z.B. ARREST Studie). Im wichtigen US-Markt wurde das ECMO-Verfahren auf Basis positiver Studiendaten in die Leitlinien der American Heart Association AHA für die Behandlung des Herzstillstands aufgenommen; durch die American Thoracic Society ATS zur Behandlung des sogenannten "acute respiratory distress syndrom ARDS". Im Bereich der Herz-Lungen-Maschinen (HLM) und der zugehörigen Einmalprodukte setzt sich nach unserer Einschätzung der Trend fort: In den entwickelten Ländern stagniert die Zahl der Bypass-Operationen oder ist sogar rückläufig; in Deutschland z.B. zeigt die Leistungsstatistik für das Jahr 2021 einen Rückgang der Prozeduren unter Einsatz einer HLM von ca. 6 %. In den Schwellenländern erwarten wir auf Grund der Entwicklung der Versorgungssysteme eine weitere Zunahme der Bypass-Operationen unter Einsatz einer Herz-Lungenmaschine. Aus globaler Sicht ist mit einer Zunahme der Prozessuren bis 2033 mit einem CAGR (Compound Annual Growth Rate) von ca. 1,5 % zu rechnen (Quelle: Global Data). Das Wettbewerbsumfeld hat sich in beiden Anwendungsbereichen nicht wesentlich verändert. Anwender bevorzugen weiterhin die etablierten Anbieter; neue Lösungen haben sich bislang am Markt nicht etablieren können. Die Umsetzung der seit 2021 geltenden Medizinprodukt-Verordnung/Medical Device Regulation (MDR) stellt Anbieter von Medizinprodukten im europäischen Markt weiterhin vor Herausforderungen. Zielsetzung der MDR ist eine Erhöhung der Patientensicherheit unter anderem durch eine weitgehendere Dokumentation und deutlich erweiterte Marktüberwachungsaufgaben, die durch den Hersteller zu erbringen sind. Trotz weitreichender Übergangsregelungen bindet die Neuzulassung aller bereits zugelassenen Medizinprodukte Kapazitäten seitens der Hersteller als auch der Zulassungsstellen. Auch ist zu erwarten, dass eine Vielzahl von Produkten nach dem Auslaufen von Übergangsregelungen eingeschränkt oder gar nicht mehr auf dem Markt verfügbar sein werden, insbesondere selten verwendete Produkte z.B. im Bereich der Kinderchirurgie. 2. Geschäftsverlauf, Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse der MediKomp GmbH sind im Geschäftsjahr insgesamt um 41,73 % oder 11,3 Mio. Euro auf 15,8 Mio. Euro gefallen (Vorjahr: 27,2 Mio. Euro). Im Ausblick des Vorjahresberichts wurde zwar durch das Ende der Corona-Pandemie von einem leicht rückläufigen Umsatz ausgegangen. Der Rückgang war aber deutlich stärker als erwartet und lässt sich durch sehr lange Zeitschienen bei zustimmungspflichten Änderungen erklären. Sowohl bei der Cardiohelp als auch bei Rotaflow 2 mussten einige technische Änderungen vorgenommen werden. Daher konnten diese beiden Systeme nur stark eingeschränkt geliefert werden. Im System HL40 gab es mehrere technische Schwierigkeiten, die einen vorübergehenden Lieferstopp auslösten. Erst Ende des Jahres konnte wieder geliefert werden. Der Auftragseingang liegt mit 15,2 Mio.EUR im Jahr 2023 deutlich unter dem Vorjahreswert von 22,7 Mio. Euro in 2022 und konnte damit die Vorjahreserwartung eines nur leichten Rückgangs des Auftragseingangs im Vergleich zum Vorjahr nicht erreichen. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 liegt mit 9,8 Mio.EUR aber sogar 0,5 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau von 9,3 Mio.EUR. Dies übertrifft damit sogar die Prognose eines leichten Rückgangs des Auftragsbestands. Dies hängt mit den oben beschrieben Lieferstopps zusammen. Es gab zwar genügend Aufträge, jedoch konnten diese nicht wie geplant bedient werden, wodurch der Auftragsbestand anstieg. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) nach HGB hat sich im Geschäftsjahr von -3.524 TEUR auf -8.854 TEUR verschlechtert. Das EBIT nach IFRS hat sich von -653 TEUR im Vorjahr auf -7.366 TEUR im Geschäftsjahr verschlechtert. Die Vorjahreserwartung der Geschäftsleitung, das EBIT nach IFRS auf Vorjahresniveau zu halten, wurde damit deutlich verfehlt. Dies ist hauptsächlich dem stark hinter den Erwartungen gebliebenen Umsatzes geschuldet. 3. Beschaffung Im Beschaffungsmarkt liegt der Fokus weiterhin auf Bezugssicherheit durch Qualitätssicherungsvereinbarungen und Lieferanten-Audits. 4. Investitionen Die Investitionen in Höhe von 315 TEUR (Vorjahr: 113 TEUR) wurden im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattungen getätigt. 5. Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der Mitarbeiter im Quartalsdurchschnitt lag bei 57 (Vorjahr: 67 Mitarbeiter). 6. Umweltschutz Die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit bildet den Kernpunkt der Unternehmensphilosophie von Getinge und steht im direkten Zusammenhang mit dem Beitrag zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Durch die Implementierung eines umfassenden Nachhaltigkeitsprogramms hat sich das Unternehmen intensiv den Bereichen Umwelt und Energie gewidmet. Getinge hat sich der "Science Based Targets Initiative" (SBTi) verpflichtet und setzt sich aktiv dafür ein, bis zum Jahr 2050 'Net Zero' zu erreichen - also in sämtlichen Bereichen CO 2 -neutral zu agieren, ohne auf Kompensationsmaßnahmen zurückzugreifen. Dieses Engagement dient dazu, das 1,5°C-Ziel des 'Paris Agreement' maßgeblich zu unterstützen. Die Bestrebungen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks orientieren sich an den Richtlinien des GHG-Protokolls (Scope 1, 2 & 3). Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion, der Entwicklung umweltverträglicher Produkte, der Beschaffung nachhaltiger Energiequellen sowie der Förderung erneuerbarer Energien und eigener Energieerzeugungsanlagen an den verschiedenen Standorten von Getinge. Die definierten Zwischenziele bis 2050 beinhalten eine Reduktion der Scope 1 & 2 Emissionen sämtlicher Betriebsstätten um 90 %, sowie die Minderung der Emissionen in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten (Scope 3) um 25 % bis 2030. Die Produktionsgesellschaften sind gemäß ISO 14001 zertifiziert, wobei zahlreiche Nachhaltigkeitsinitiativen im Rahmen dieses Standards gesteuert werden. Besonders positiv hervorzuheben ist die Umstellung auf zertifizierten Ökostrom ab dem Jahr 2021, welcher zu 100 % regenerativ und frei von Atomstrom ist. Diese umweltfreundliche Energieversorgung erstreckt sich auf sämtliche deutsche Standorte von Getinge. Zusätzlich wird die fortlaufende Umstellung herkömmlicher Produktionsbeleuchtungen auf effiziente LED-Beleuchtung mit integrierter Steuerung vorangetrieben. Ergänzend dazu wurde in Rastatt eine erste Photovoltaik-Anlage errichtet, deren Betrieb im Jahr 2024 aufgenommen wird. 7. Sicherheit und Qualitätsmanagement Regelmäßige Schulungen und Unterweisungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Erstellung und Pflege von Betriebsanweisungen und Gefährdungsbeurteilungen sowie präventive Sicherheitsmaßnahmen tragen zur Verhütung von Betriebsunfällen bei. Die MediKomp GmbH ist nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert. 8. Finanzielle Leistungsindikatoren Der Jahresabschluss der MediKomp GmbH basiert auf den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsrechts (HGB). Im Gegensatz dazu erfolgt die Berichterstattung an den Getinge Konzern auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Steuerung des Unternehmens wird im Wesentlichen an der Entwicklung der Umsatzerlöse ebenso wie an der Entwicklung des EBIT nach IFRS, des Auftragseingangs, -bestands als auch an der Bilanzkennzahl Working Capital nach IFRS gemessen. Die wesentlichen Unterschiede zwischen dem EBIT nach HGB und dem EBIT nach IFRS resultieren aus der abweichenden Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie aus Unterschieden in der Abschreibung des Anlagevermögens. Darüber hinaus werden verschiedene Aufwendungen aus Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen nach IFRS unterhalb des EBIT gezeigt, während diese nach HGB im EBIT enthalten sind. 9. Darstellung der Lage Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.615 auf TEUR 56.574 (Vorjahr: TEUR 60.190) verringert. a) auf der Aktivseite
b) auf der Passivseite
Finanzlage Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pool der Getinge Gruppe teil. Dadurch stellt die Gesellschaft ihre liquiden Mittel den Konzerngesellschaften zur Verfügung bzw. entleiht kurzfristig liquide Mittel. Am Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool in Höhe von 1.781 TEUR (Vorjahr: 7.612 TEUR) aus. Der Getinge Financial Services GmbH wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Darlehen in Höhe von 40,0 Mio.EUR mit einer Laufzeit vom 28. Mai 2018 bis 29. Mai 2023 gewährt, welches vertragsgemäß im Mai 2023 zurückbezahlt wurde. Im Jahr 2023 gab es eine Neuausrichtung der Finanzierungsstruktur des Konzerns. Alle Darlehen innerhalb verbundener (deutscher) Unternehmen laufen seit dem Berichtsjahr über die Getinge Treasury AB, Göteborg/ Schweden. Mit der MediKomp wurde ein kurzfristiges Darlehen für die Laufzeit 29.11.2023 bis 14.06.2024 abgeschlossen. Die Verzinsung erfolgt zu einem Zinssatz von 3,951 % p.a., welcher auf dem Referenzzinssatz für Termingelder in EURO im Interbankengeschäft Euribor plus Markup basiert. Das Darlehen ist zum Bilanzstichtag in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Cash-Earnings Rate (Jahresergebnis vor Ergebnisabführung zuzüglich Abschreibungen zuzüglich Zunahmen/abzüglich Abnahme langfristiger Rückstellungen in Relation zu den Umsatzerlösen) ist im Geschäftsjahr auf -52,5 % (Vorjahr: -7,46 %) gefallen. Dies ist auf einen geringeren Jahresüberschuss und eine Verminderung der langfristigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Das Working Capital nach IFRS betrug im Geschäftsjahr 2023 15.886 TEUR (Vorjahr: 12.959 TEUR). Die im Vorjahr prognostizierte leichte Verbesserung des Working Capital nach IFRS konnte somit erreicht werden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um 459 TEUR auf 2,5 Mio. EUR gestiegen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Jahr 2023 infolge der Neuausrichtung der Konzernfinanzierung und damit Auswirkungen auf den Cash-Pool -6,1 Mio. EUR gegenüber -4,6 Mio. EUR im Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthält die Einzahlung aus der Ergebnisabführung des Vorjahres in Höhe von 3,7 Mio. EUR. Ertragslage Die Umsatzrentabilität liegt mit -52,88 % unter dem Niveau des Vorjahres von -13,60 %. Die Materialquote (Materialaufwand in Relation zur Betriebsleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und sonstige betriebliche Erträge) ohne Einmaleffekte) ist im Vergleich zum Vorjahr von 65,3 % auf 74,6 % gestiegen. Dies ist auf höhere Materialkosten am Beschaffungsmarkt zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen) beläuft sich auf 33,8 % und liegt damit über dem Niveau des Vorjahres von 23,8 %. Der Personalaufwand konnte im Vergleich zum Vorjahr um 1.106 TEUR gesenkt werden. Durch die deutlich reduzierten Umsatzerlöse hat sich die Personalaufwandsquote trotzdem wesentlich verschlechtert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.135 TEUR auf 7.812 TEUR. Die Erhöhung ist vor allem auf eine höhere Weiterbelastung von Dienstleistungen der Maquet Cardiopulmonary GmbH zurückzuführen. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von -8.369 TEUR (Vorjahr: -3.693 TEUR) erzielt. C. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen EntwicklungDie Gesellschaft ist in das Risikomanagement-System der Getinge AB eingebunden. Die Risikopolitik der Getinge Deutschland GmbH, Rastatt, ist darauf ausgerichtet, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Alle Unternehmensentscheidungen werden mit dem Ziel getroffen, die Risikopositionen zu minimieren. Eine wesentliche Komponente hierfür ist die Konzeption und Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems, mit dem identifizierte Risiken durch entsprechende, angemessene Kontrollmaßnahmen adressiert und die Eintrittswahrscheinlichkeit minimiert werden sollen. Es umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherstellen sollen. Das Kontrollsystem orientiert sich am internationalen "COSO"-Modell. Risikobericht Unter den Risiken der zukünftigen Entwicklung, die in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt sind, sind folgende besonders hervorzuheben: 1. Beschaffungsrisiken Die direkten Folgen der Corona-Pandemie sind überwunden und die Inflationsraten sind gesunken. Jedoch hat sich auch die wirtschaftliche Konjunktur in Deutschland abgekühlt und befindet sich aktuell in einer leichten Rezession. Weiterhin im Fokus sind die potenziellen Entwicklungen des Konfliktes in Osteuropa, die nach wie vor schwer einzuschätzen sind. Zudem ist ein Konflikt im Nahen Osten wieder aufgeflammt, der Gefahr läuft, sich in der ganzen Region auszuweiten. Aktuell sind z.B. internationale Transportwege über das Rote Meer beeinträchtigt, wodurch die Handelsschifffahrt große Umwege in Kauf nehmen muss und sich Lieferzeiten erhöhen. Die Sanktionspakete der Europäischen Union bezüglich Lieferungen von Vorprodukten aus Russland haben keine Auswirkungen auf die Gesellschaft. Die allgemeinen Beschaffungsrisiken sind insgesamt geringer einzustufen als noch im Vorjahr. Großes Augenmerk gilt nach wie vor der Sicherstellung von hinreichend Bestand für EOL (End of Life)-Komponenten sowie der Vorhaltung von Ersatzteilen. Weiteren Fortschritt erzielten wir auf dem Weg, ESG-Standards (Environmental, Social und Governance, also Umweltstandards, Menschenrechten, Unternehmensführung etc.). in der Lieferkette zu überwachen. Bislang sind hieraus noch keine größeren Aufwände hinsichtlich einer Änderung in den Lieferketten zu verzeichnen. Trotzdem können Änderungen mit Kosten verbunden sein. 2. Liquiditätsrisiken Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pool-System der Getinge-Gruppe teil, wodurch das Liquiditätsrisiko auf viele Gesellschaften verteilt und somit bezogen auf die Gesellschaft gering ist. 3. Abhängigkeit von einem Hauptkunden Im Berichtszeitraum hielt sich die Abhängigkeit von der Schwestergesellschaft Maquet Cardiopulmonary GmbH weiter konstant (Umsatzanteil 96,3 %, Vorjahr 96,3 %). Preisänderungen auf der Absatzseite werden durch entsprechende Transferpreise an die Gesellschaft weitergereicht. Somit unterliegt die Gesellschaft auf der Absatzseite einem Preisänderungsrisiko. Das allgemeine Unternehmerrisiko für die Gesellschaft aus dieser Abhängigkeit ist jedoch durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft reduziert. 4. Zusammenfassung Insgesamt ist für die MediKomp GmbH festzustellen, dass keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken bestehen. Chancenbericht Die Chancen der zukünftigen Entwicklung sind in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt: Durch die Konzentration auf die Montage von Medizinprodukten gibt es weiterhin Kooperationen bei Entwicklungsprojekten mit der Schwestergesellschaft Maquet Cardiopulmonary GmbH. Durch stetige Weiterentwicklung unserer Produkte sind wir bestrebt, die neuen Technologien und Anforderungen unserer Kunden umsetzen zu können. Denn es gibt eine Reihe von Anwendungsgebieten, in denen wir heute noch nicht vertreten sind. So sehen wir weitere Chancen in der Einführung neuer Produkte vor allem im Bereich ECLS. Durch Optimierung unserer Prozesse im Bereich des Qualitätsmanagementsystems, aber auch im Bereich der Produktion, werden wir effizienter und produktiver. Daraus erhoffen wir uns Synergien, die uns auch in Zukunft Wettbewerbsvorteile verschaffen. D. AusblickFür das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft aufgrund der guten Auftragslage und der genehmigten Produktänderungen einen deutlich ansteigenden Umsatz im Vergleich zu 2023. Im System Cardiohelp wurden die Änderungen bei Emergency Drive Ende Dezember 2023 freigegeben. Ähnlich ist die Situation im System Rotaflow, bei dem die Änderungen im Oktober 2023 freigegeben wurden. Bei beiden Produkten rechnen wir mit einer signifikanten Steigerung der Verkaufszahlen im Jahr 2024. Im traditionellen Geschäftsbereich der offenen Herzchirurgie konnte eine Vielzahl der technischen Probleme bei der HL-40 Herz-Lungen-Maschine gelöst werden. Dadurch erwarten wir eine leichte Steigerung im Auftragseingang und Umsatz gegenüber 2023. Hinsichtlich des EBIT nach IFRS wird einen leicht positiven Wert verglichen mit dem Wert des Geschäftsjahres 2023 erwartet. Die Kostenstruktur hat sich nicht wesentlich verändert und die Verrechnungspreise wurden erhöht. Das Working Capital nach IFRS sollte sich gegenüber dem im Geschäftsjahr 2023 erzielten Betrag leicht verbessern.
Rastatt, den 29. Mai 2024 Özgür Yildiz, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. Dezember 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. VORBEMERKUNGDie MediKomp GmbH mit Sitz in Rastatt ist unter HRB 521665 im Handelsregister Mannheim eingetragen. II. ALLGEMEINE ANGABENDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die MediKomp GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gemäß § 252 Abs. 1 Satz 6 HGB beibehalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr maßgebend. (1) Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. (2) Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bauten auf fremden Grundstücken werden über 50 Jahre abgeschrieben. Das übrige Sachanlagevermögen wird über einen Zeitraum zwischen drei und dreizehn Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Zugänge werden ab dem Monat der Betriebsbereitschaft linear abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2009 zugegangen sind, wird das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EG HGB ausgeübt und die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Von der degressiven Abschreibung wird auf die lineare übergegangen, sobald sich durch die lineare Abschreibung höhere Abschreibungsbeträge ergeben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG bis zu einem Wert von 250 EUR werden mit der Anschaffung bzw. Herstellung als Aufwand gebucht. Solche geringwertigen Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG, deren Wert über 250 EUR liegt, jedoch 1.000 EUR nicht übersteigt, werden im Anlagenspiegel als Sammelposten dargestellt und über fünf Jahre abgeschrieben. (3) Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. (4) Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Soweit in Einzelfällen niedrigere Wiederbeschaffungspreise vorlagen, wurden diese angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu den Herstellungskosten bewertet, die die Einzelkosten für Material und Lohn sowie die anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten und den durch die Fertigung verursachten Werteverzehr des Anlagevermögens umfassen. Für die erkennbaren Bestandsrisiken einschließlich niedrigerer Verkaufspreise wurden entsprechende Abschläge berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennbetrag bewertet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. (5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. (6) Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. (7) Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. (8) Das Eigenkapital ist zu Nennwerten angesetzt. (9) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,2 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 5,0 % p.a. unterstellt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes bei Pensionsrückstellungen werden im Finanzergebnis gezeigt. (10) Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zum Bilanzstichtag ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Weiterhin wurde die IDW-Stellungnahme (IDW RS HFA3: Stand 19.06.2013) berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,99 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Es wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % unterstellt. Etwaige Zuschüsse bei Ersatzleistungen wurden angerechnet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Der Zinssatz beträgt 1,74 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % sowie eine Fluktuation in Höhe von 5,0 % p.a. unterstellt. (11) Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. (12) Fremdwährungsforderungen und verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit den von Getinge herausgegebenen Monatsendkursen (Basis: schwedische Zentralbank) bewertet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum 31. Dezember mit dem Stichtagskurs bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde das Imparitätsprinzip des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB beachtet. (13) Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin Getinge Holding B.V. & Co KG, Rastatt, d.h. tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die latenten Steuern auf temporäre Differenzen der Gesellschaft im Abschluss der Getinge Holding B.V. & Co. KG, Rastatt, erfasst. IV. ANGABEN ZUR BILANZ(1) Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Das in den Finanzanlagen ausgewiesene langfristige Darlehen an die Getinge Financial Services GmbH, Rastatt, in Höhe von MEUR 40 wurde im Mai 2023 vertragsgemäß zurückgezahlt. Nachfolgende Darlehen wurden mit der Getinge Treasury AB, Göteborg/ Schweden, geschlossen, sind aber kurzfristig und daher nicht im Anlagevermögen, sondern im Umlaufvermögen ausgewiesen. (2) Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. (3) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 40.675 (Vorjahr: TEUR 6.446) umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.973 (Vorjahr: 2.198 TEUR), Forderungen aus Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 8.369 (Vorjahr: TEUR 3.693) sowie Forderungen aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von TEUR 30.333 (Vorjahr: TEUR 555). In den Forderungen aus Finanzierungstätigkeit ist zum Stichtag ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 30.000 mit der Laufzeit 29.11.2023 bis 14.06.2024 an die Getinge Treasury AB, Göteborg/ Schweden enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin MAQUET GmbH in Höhe von TEUR 8.307 (Vorjahr: TEUR 3.630). (4) Eigenkapital Das Stammkapital der MediKomp GmbH, Rastatt, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26 und wird von der alleinigen Gesellschafterin MAQUET GmbH, Rastatt, gehalten. (5) Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 29.272 (Vorjahr: TEUR 29.559). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt TEUR 305 (Vorjahr TEUR 1.396) und unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen wurde im Gesetz nicht geregelt. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat im Schreiben vom 23. Dezember 2016 bestätigt, dass eine analoge Anwendung der Ausschüttungssperre auf die Ergebnisabführung nicht in Betracht kommt, sodass Gewinne, die auf der Anwendung des § 253 HGB beruhen, vollständig an den Organträger abgeführt werden können. (6) Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.810 (Vorjahr TEUR 1.612) setzen sich im Wesentlichen aus Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 570 (Vorjahr TEUR 269), Rückstellungen für Drohverluste von TEUR 403 (Vorjahr TEUR 652) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr TEUR 644) zusammen. (7) Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ist in folgendem Spiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. (8) Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.072 (Vorjahr TEUR 15.050) enthalten eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 15.000 (Vorjahr TEUR 15.000) aus der Ablösung einer Freistellungsvereinbarung, die im Zuge eines Unternehmensverkaufs entstanden ist. V. ANGABEN ZUR GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG(1) Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 15.827 (Vorjahr TEUR 27.164) werden zu 96,3 % und somit einer Höhe von TEUR 15.248 (Vorjahr: 96,3 %, TEUR 26.164) mit verbundenen Unternehmen in Deutschland erzielt. VI. SONSTIGE ANGABEN(1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Wesentlichen aus operativen Leasingverträgen für Fahrzeuge, Diensträder und Hardwaregeräte für den Zeitraum 01.01.2024 bis 31.12.2026 belaufen sich wie folgt:
Die Leasingverträge wurden vor dem Hintergrund der Optimierung der Kapitalbindung und dem flexibleren Austausch der Leasinggegenstände gegenüber Anlagengegenständen geschlossen. Die Leasingverträge enthalten keine Verpflichtungen zur Übernahme der Leasinggegenstände nach Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Fahrzeuge und Hardwaregeräte nicht mehr vollständig genutzt werden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen und Dienstleistungen betragen TEUR 7.774 (Vorjahr TEUR 6.574). Diese bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen und beziehen sich auf den Zeitraum von einem Jahr. Über die oben aufgeführten Verpflichtungen hinaus hat die Gesellschaft keine signifikanten außerbilanziellen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB. (2) Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr wurden folgende Honorare des Abschlussprüfers der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Aufwand erfasst: Abschlussprüfung: TEUR 22 (Vorjahr TEUR 21) (3) Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehört an:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. (4) Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr
(5) Ergebnisabführung Zwischen der MAQUET GmbH, Rastatt und der MediKomp GmbH, Rastatt, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die Eintragung dieser Vereinbarung ins Handelsregister der beherrschten Gesellschaft erfolgte am 25. April 2007. Im Jahr 2023 wurde ein Verlust in Höhe von TEUR 8.369 (Vorjahr: Verlust TEUR 3.693) übertragen. (6) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. (7) Konzernverhältnisse Die MAQUET GmbH, Rastatt, hält die Geschäftsanteile und ist alleinige Gesellschafterin. Die Getinge AB, Göteborg, Schweden, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, der im schwedischen Register unter Bolagsverket, 85181 Sundsvall, auf dessen Website www.bolagsverket.se einsehbar ist. Darüber hinaus wird der Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger unter der Getinge Holding B.V. & Co. KG, Rastatt, veröffentlicht.
Rastatt, den 29. Mai 2024 Özgür Yildiz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MediKomp GmbH, Rastatt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MediKomp GmbH, Rastatt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MediKomp GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 29. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer ppa. Agnieszka Kruppa, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 20.06.2024 festgestellt. |
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