Walzwerk Finow GmbH
Mühlenstraße 8, 16227 Eberswalde, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Rüdeger von Hertzberg seit 1.6.2026 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Patrick Rüdiger von HertzbergFINOW Verwaltungs- und Service GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 23.70% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Walzwerk Finow GmbHEberswaldeJahresabschluss zum 31. Dezember 2009Lagebericht für das Rumpf-Geschäftsjahr vom 01.09. - 31.12.2009(Vorjahr: Rumpf-Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.08.2009)A. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das Kalenderjahr war von Beginn an durch die Wirtschaftskrise geprägt. So brach in der EU 27 die Stahlrohrproduktion um 32% ein auf 11,5 Mio. Tonnen. In dem Bereich der geschweißten Stahlrohre bis 16" Außendurchmesser war ein Rückgang in der Produktion von 29% auf 6,0 Mio. Tonnen zu verzeichnen. Zu diesem Bereich zählen auch die geschweißten Präzisionsstahlrohre die in 2009 einen Produktionsrückgang von 28% auf 2,5 Mio. Tonnen hinnehmen mussten. Für den deutschen Stahlrohrmarkt galt ähnliches. So sank die Stahlrohrproduktion in 2009 um 25% auf 2,9 Mio. Tonnen. Im Bereich der Präzisionsstahlrohre war ein Rückgang des Auftragseingangs bereits im 4. Quartal 2008 zu verzeichnen, der sich im Jahr 2009 mit 25% geringeren Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr fortsetzte. Mit einem zeitlichen Verzug war die allgemeine Marktschwäche auch bei den Rohstoffpreisen zu spüren. So fiel im ersten und zweiten Quartal 2009 der Stahlpreisindex weiter auf den Tiefststand im Mai 2009 von 330 €/t pro Tonne. Im Juni 2009 stieg der Index wieder auf 350 €/t und verharrte auf diesem Stand. Erst im September 2009 stieg der Index weiter auf 400 €/t und fiel bis Dezember 2009 auf 360 €/t wieder ab. In 2010 stieg der Stahlpreisindex wieder bis Mai 2010 auf 590 €/t und verharrte bis Juni 2010 auf diesem Stand. Im Juli 2010 sank der Stahlpreisindex auf 580 €/t. 2. Geschäftsentwicklung - Allgemeine Angaben Mit Schreiben vom 30. Juni 2009, eingegangen beim Amtsgericht Frankfurt (Oder) am 30. Juni 2009, stellte die Gesellschaft Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen. Mit Beschluss vom 30. Juni 2009 wurde die vorläufige Verwaltung angeordnet und Frau Rechtsanwältin Susanne Müller zur vorläufigen Verwalterin bestellt. Mit Beschluss vom 01. September 2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet, Frau Rechtsanwältin Susanne Müller als Sachwalterin bestellt und Eigenverwaltung angeordnet. Der Termin zur Gläubigerversammlung und der Prüftermin wurden auf den 30. November 2009 bestimmt. Forderungen waren bis zum 20. Oktober 2009 beim Sachwalter anzumelden. Die Gläubiger wurden aufgefordert, dem Sachwalter unverzüglich mitzuteilen, welche Sicherungsrechte sie an den beweglichen Sachen oder an Rechten der Schuldnerin in Anspruch nehmen. Mit Beschluss vom 01. September 2009 wurde die Sachwalterin, Frau Susanne Müller, beauftragt, die Zustellung des Eröffnungsbeschlusses gemäß § 8 InsO durchzuführen. 531 Gläubiger wurden über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens sowie über die Anmeldevorschriften unterrichtet. Schuldner waren nicht anzuschreiben. Die Gesellschaft reichte, vertreten durch Brockdorff & Partner Rechtsanwälte, am 11. September 2009 einen Insolvenzplan beim Amtsgericht Frankfurt (Oder) ein. Mit Beschluss vom 09. November 2009 wurde Termin zur Erörterung und Abstimmung über den Insolvenzplan auf den 30. November 2009 bestimmt. Der Insolvenzplan war mit seinen Anlagen und Stellungnahmen auf der Geschäftsstelle des Amtsgerichtes Frankfurt (Oder) zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Mit Beschluss vom 30. November 2009 wurde der vorgelegte Insolvenzplan vom 15. Oktober 2009, mit den Änderungen vom 30. November 2009 gerichtlich bestätigt, nachdem die Insolvenzgläubiger diesen im Abstimmungstermin am 30. November 2009 angenommen haben. Der Insolvenzplan wurde im Dezember 2009 rechtskräftig. Die Erfüllung des Insolvenzplans wird durch die Sachwalterin Frau Rechtsanwältin Susanne Müller überwacht. Das Insolvenzverfahren konnte bis dato nicht aufgehoben werden, da eine ausreichende Vormaterialfinanzierung bislang nicht sichergestellt werden konnte. Aktuelle Verhandlungen zu diesem Thema werden mit Lieferanten und Kreditinstituten geführt. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 01. September 2009 schließt von Gesetzes wegen das am 01. Januar 2009 begonnene Geschäftsjahr am 31. August 2009 als Rumpf-Geschäftsjahr. Entsprechend beginnt mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein neues Geschäftsjahr. Mit dem Gesellschafterbschluss vom 27. Oktober 2009 wurde das Geschäftsjahr wieder dem Kalenderjahr angeglichen. Damit endet das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009 und umfasst damit lediglich 4 Monate. Zur besseren Vergleichbarkeit mit den vorhergehenden Jahresabschlüssen werden die drei Geschäftsjahre ab dem Geschäftsjahr 2008 dargestellt. Zusätzlich werden die beiden Rumpfgeschäftsjahre des Kalenderjahres 2009 hinsichtlich der Ertragslage kumuliert dargestellt. 3. Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz der Gesellschaft fiel von 18.858 T€ per August 2009 auf 8.312 T€, bezogen auf das Kalenderjahr 2009 beträgt der Umsatz damit 27.170 T€ (Kalenderjahr 2008: 63.710 T€). Der auf das Kalenderjahr bezogene Umsatzrückgang (-57%) ist auf zwei Ursachen zurückzuführen. Erstens hatte die Gesellschaft durch die Insolvenz bei den Kunden eine Verunsicherung hervorgerufen. Zweitens konnte durch die im Kalenderjahr 2009 anhaltende Wirtschaftskrise nur eine geringere Menge abgesetzt werden, da die erneut fallenden Rohstoffpreise die Kunden zur Zurückhaltung bewegte. Entsprechend ging auch der Auftragsbestand im Lauf der Krise zurück. 4. Geschäftsergebnis Das Geschäftsergebnis für das laufende Rumpfgeschäftsjahr beläuft sich auf T€ 7.966. Dieser Gewinn ergibt sich aus den Erträgen, die im Zuge der Verabschiedung des Insolvenzplans durch die Verzichte der Gläubiger gegenüber der Gesellschaft entstanden sind. Der für das Kalenderjahr 2009 kumulierte Jahresüberschuss der beiden Rumpfgeschäftsjahre beläuft sich auf T€ 2.348. Dieses entspricht einer Umsatzrendite von 8,6%. 5. Analyse und Erläuterung von finanziellen Leistungsindikatoren Auch die Kennzahlen spiegeln diese Geschäftsentwicklung wider. So stieg die die Eigenkapitalquote von 13,5% per 31.08.2009 auf 38,0% per 31. Dezember 2009. Ausschlaggebend für diese Veränderung ist die Erhöhung des Eigenkapitals auf Grund des Jahresüberschusses im laufenden Rumpfgeschäftsjahr. Der Leistungsindikator Umsatzrentabilität für das laufende Rumpfgeschäftsjahr stieg auf 95,8%, betrachtet man beide Rumpfgeschäftsjahre 2009 kumuliert, ergibt sich eine Umsatzrentabilität von 8,6% für 2009, die damit um 12,3%-Punkte über dem des Kalenderjahres 2008 liegt. 6. Produktion Die Rohrschweißanlage, die im Geschäftsjahr 2008 die Produktion aufnahm, konnte durch die schwache Nachfrage nicht im geplanten Volumen ausgelastet werden.
In der Berichtsperiode sank der Anteil am Umsatz der Kaltprofile. Im Vergleich zum vorangegangenen Kalenderjahr nahm der Anteil um 3,4%-Punkte ab. Bei den Rohrerzeugnissen nahm der Anteil am Umsatz im Vergleich zu. Der Zuwachs resultiert aus einer Steigerung des Anteils an Präzisionsstahlrohren nach EN 10305-3 und Konstruktionsrohren nach EN 10219. Bei den Vierkantrohren nach EN 10305-5 ging der Anteil am Umsatz zurück. 7. Beschaffung Im Rumpfgeschäftsjahr kaufte die Gesellschaft 10.173t Rohstoffe ein. Im Vergleich erhielt die Gesellschaft Materiallieferungen im Kalenderjahr 2009 in Höhe von 24.049t Rohstoffe, dies entspricht 36% der Vorjahresmenge. 8. Investitionen Im Berichtsjahr wurden keine neuen Investitionen ausgelöst. Die Investitionsquote lag im Kalenderjahr 2009 bei 14,3% (2008: 142,5%). Im Zuge der Insolvenz wurden alle Investitionsvorhaben bis auf Weiteres zurückgestellt. Die Strategie der Geschäftsführung ist die Sicherung des Standortes Walzwerk Finow. Als langfristiges Ziel steht weiterhin der Ausbau des Standortes zu einem führenden Hersteller von Präzisionsstahlrohre. 9. Analyse finanzieller Leistungsindikatoren Folgende Übersicht stellt die wesentlichen Kennzahlen seit 2008 dar.
Der verhältnismäßig geringe Umsatz im Kalenderjahr 2009 ist auf die stark gefallene Nachfrage und den damit verbundenen niedrigeren Absatzmengen zurückzuführen. Die gesunkene Investitionsquote spiegelt vor allem die Fertigstellung der bereits angefangenen Investitionen wider. Neue Investitionen wurden in der aktuellen Situation vertragt. Die gestiegene Eigenkapitalquote ist auf den Jahresüberschuss für das gesamte Kalenderjahr 2009 zurückzuführen. 10. Finanzierungsmaßnahmen / -vorhaben Im Berichtszeitraum wurden auf Grund der Insolvenz weitere Investitionen und damit verbundene Finanzierungsmaßnahmen zurückgestellt. 11. Personal- und Sozialbereich Die Entwicklung der Mitarbeiter in den Rumpfgeschäftsjahren ist im Vergleich in folgender Tabelle dargestellt.
Die Walzwerk Finow GmbH verfügt über durchschnittlich 24 Lehrlinge im technischen und 6 Lehrlinge im kaufmännischen Bereich. Die Gesellschaft bietet älteren Mitarbeiter die Möglichkeit, die Altersteilzeitregelung in Anspruch zu nehmen. Zum Stichtag befanden sich von 15 Mitarbeitern, die diese Regelung in Anspruch nehmen, 5 Mitarbeiter in der Ruhephase (Blockmodell). Der Ersatz erfolgte überwiegend durch die Übernahme von Auszubildenden bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung. Der eingeschlagene Weg der Verjüngung der Belegschaft wird weiter intensiviert und konsequent fortgesetzt. Darüber hinaus werden zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt, die die Schwerpunkte Arbeitsschutz, Anlagentechnik und Prozesssicherheit beinhalteten. Bereits seit November 2008 hat die Gesellschaft Kurzarbeit angemeldet und umgesetzt. Trotz den aus der Kurzarbeit resultierenden Einsparungen im Personalbereich war die Gesellschaft wegen der anhaltenden schlechten wirtschaftlichen Lage gezwungen mehrere Sozialpläne aufzulegen. So verhandelte die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat im März 2009 den Abbau von 36 Stellen und im November 2009 weitere 8 Stellen. Um diese Maßnahme möglichst sozialverträglich zu gestalten, wurden beide Stellenabbaumaßnahmen durch eine Transfergesellschaft begleitet. 12. Umweltschutz Im Laufe der Entwicklung eines Umweltmanagementsystems ist die Gesellschaft weiterhin bemüht, alle angefangenen Maßnahmen weiterzuführen. Ziel ist es in erster Linie, Schadstoffe zu minimieren oder völlig zu beseitigen und gesetzliche Vorschriften einzuhalten. 13. Sonstige wesentliche Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Zum 30.06.2009 hat die Gesellschaft die Insolvenz beim Amtsgericht Frankfurt Oder wegen drohender Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Dieser Schritt war nötig geworden, da die Verhandlungen über Stundungen und Verzichte von Seiten der Lieferanten nicht zum nötigen Erfolg führten. Das Insolvenzverfahren wurde zum 01.09.2009 eröffnet. Mit Beschluss vom 30. November 2009 wurde der vorgelegte Insolvenzplan vom 15. Oktober 2009, mit den Änderungen vom 30. November 2009 gerichtlich bestätigt, nachdem die Insolvenzgläubiger diesen im Abstimmungstermin am 30. November 2009 angenommen haben. Hiermit erklärten sich die verschiedenen Gläubigergruppen zu umfangreichen Verzichten bereit. Dieses führte zum 31.12.2009 zu umfangreichen Sanierungsgewinnen, die das Ergebnis der Gesellschaft erheblich beeinflussten. B. Darstellung der Lage des Unternehmens 1. Ertragslage
Der Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres 01.09.-31.12.2009 ist vor allem durch das außerordentliche Ergebnis geprägt. Dieses spiegelt sich auch in der kumulierten Betrachtung für das Kalenderjahre 2009 wider. Im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr 01.01.-31.08.2009 stieg die Materialeinsatzquote an und entsprechend sank die Rohertragsquote. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2008 stieg der Rohertrag für das Kalenderjahr 2009 um 5,7%-Punkte und beträgt nunmehr 20,7%. Die Betriebsaufwendungen des Kalenderjahres 2009 liegen auf dem Niveau des Kalenderjahres 2008. Das Finanzergebnis für das Kalenderjahr 2009 liegt über dem des Kalenderjahres 2008, welches auf die höheren Kreditverbindlichkeiten und Abschreibungen auf Finanzanlagen zurückzuführen ist. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit spiegelt die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens in dem Kalenderjahr wider. 2. Vermögenslage
Zum 31. Dezember 2009 haben sich im Bereich des kurzfristig angelegten Vermögens die Vorräte und die Forderungen weiter reduziert. Im Gegenzug dazu haben sich die liquiden Mittel erhöht.
Auf der Passivseite hat sich durch den Jahresüberschuss das Eigenkapital erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten T€ 3.605, die im Zuge des Insolvenzplans nachrangig gestellt wurden und über deren Zahlung in 2014 mit dem Gläubiger zu verhandeln ist. Weiter sind in dieser Position Insolvenzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 535 Euro enthalten, die entsprechend dem Insolvenzplan zum Teil als Einmalzahlung bzw. in gleichen Raten über 48 Monate, beginnend 2 Monate nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens, zu bedienen sind. Durch die Regelungen im Insolvenzplan reduzieren sich im Gegenzug die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 2. Finanzlage
Der Mittelfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im laufenden Rumpfgeschäftsjahr in Höhe von T€ 12.528 aus dem zahlungsunwirksamen Verzicht der Gläubiger gemäß dem gerichtlich bestätigten Insolvenzplan beeinflusst. C. Risikobericht und Prognosebericht 1. Risikobericht Grundsätzlich ist die Gesellschaft einem Preisänderungsrisiko ausgesetzt. Um dieses zu minimieren, wurden für langfristige Aufträge (vor allem mit Automobilindustrie) Jahrespreise verhandelt. Diese Vereinbarungen wurden auf Grund der erheblichen Schwankungen zum Teil von Lieferanten aufgehoben. Bei den kurzfristigen Geschäften orientiert sich die Gesellschaft an den am Markt herrschenden Preisen. Ende 2008 fielen die Preise für Stahl von 770 €/t im Oktober 2008 auf 400 €/t im Dezember 2008. Dieses führte zu umfangreichen Abwertungen auf die Lagerbestände. Auch im Jahr 2009 fielen die Preise weiter bis auf 330 €/t im Mai 2009. Dieser Preisverfall zwang die Gesellschaft, weitere Abwertungen vorzunehmen. Trotz umfangreicher Zugeständnisse von Lieferanten und Kreditinstituten konnten die Zahlungen für die entstandenen Verpflichtungen aus Lieferungen und Tilgungen gegenüber den Kreditinstituten nicht gesichert werden. In diesem Zuge war das Unternehmen gezwungen, den Schritt der Anmeldung der Planinsolvenz zu machen. Das technische Ausfallrisiko der bestehenden Anlagen konnte durch die umfangreichen Investitionen reduziert werden. Zudem wurden weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Produktionsleistung und Qualität umgesetzt. Die Gesellschaft hatte mit den Vormateriallieferanten langfristige Liefervereinbarungen geschlossen und stellte damit auch für die Zukunft eine ausreichende Materialversorgung sicher. Im Zuge der Insolvenz wurden diese Verträge ersatzlos aufgehoben und die Lieferanten verlangten auf alle Bestellungen Anzahlungen bzw. Vorkasse auf Lieferungen. Dieses schmälerte die Liquidität und die Flexibilität zur kurzfristigen Beschaffung des Unternehmens weiter. Zudem brach der Absatz in 2009 auf dem Stahlrohrmarkt in der EU 27 um 32% ein. Dieses betraf die Gesellschaft ebenso und führte damit zu einer deutlich geringeren Produktionsauslastung. Die Geschäftsführung reagierte mit einer Anpassung der Personalkapazitäten auf die neue Marktlage. In 2010 hat sich die Marktlage stabilisiert und die Gesellschaft könnte wieder mit höheren Mengen den Markt bedienen. Da jedoch weiterhin die Liquidität des Unternehmens stark eingeschränkt ist, ist es der Gesellschaft nicht möglich, entsprechende Vormaterialmengen zu sichern und damit die vom Markt geforderten Absatzmengen zu bedienen. Zur Begegnung des Liquiditätsrisikos hat die Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Hausbank bei dem Land Brandenburg eine Landesbürgschaft zur Absicherung der Vormateriallieferungen und damit verbundenen neuen Zahlungsmodalitäten beantragt. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft ein Sanierungsgutachten nach IDW Standard in Auftrag gegeben. Der Entwurf des Gutachtens liegt der Geschäftsführung vor und bestätigt die Sanierungswürdigkeit und Sanierungsfähigkeit. In diesem Gutachten werden von den Sanierungsparteien definierte Sanierungsbeiträge gefordert, die im Einzelnen mit den Parteien im Laufe der nächsten Wochen vertraglich fixiert werden müssen. Sollten diese Beiträge nicht vollumfänglich von allen Parteien beigesteuert werden, ist eine Aufhebung der Insolvenz nicht möglich und die Abwicklung der Gesellschaft wäre die Folge. 2. Prognosebericht Das angefangene Investitionsprogramm wurde im Frühjahr 2009 gestoppt, angefangene Investitionen wurden im Geschäftsjahr fertiggestellt. Trotz der Erweiterung des Produktportfolios durch die Investitionen, aber mit dem "Stigma" Insolvenz, konnte die geplante weitere Erschließung von höherwertigen Märkten bspw. in der Automobilindustrie, dem Anlagenbau und dem Bereich der medienführenden Rohre nur mit geringen Erfolg durchgeführt werden. Auch in den nächsten Geschäftsjahren sind die Produktgruppen wie Kaltprofile, Präzisionsstahlrohre, Konstruktionsstahlrohre sowie Vierkantrohre weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des Produktions- und Absatzplanes. Im Kalenderjahr 2009 hat die Gesellschaft resultierend aus den geringeren Planumsatz für 2010 einen Sozialplan aufgelegt. Um diese Maßnahme möglichst sozialverträglich zu gestalten, wird dieser Stellenabbau durch eine Transfergesellschaft begleitet. Zudem hat die Gesellschaft seit November 2008 Kurzarbeit angemeldet. Ziel dieser Maßnahme war es, die Personalkapazitäten zu halten um bei einem erneuten Anstieg der Produktion auf den bestehenden Mitarbeiterstamm zurückgreifen zu können. Im Zuge des Stellenabbaus im Juli 2010 wurde die Kurzarbeit aufgehoben. In 2010 wird mit einem weiter sinkenden Absatz gerechnet. So liegen die Planzahlen für 2010 um 16% unter den Zahlen 2009. In 2010 wird mit einem Anstieg von 40% gegenüber dem Jahr 2009 gerechnet. Dieses spiegelt sich insoweit im Umsatz wider, als dass in 2010 von einem 9% niedrigeren Umsatz als in 2009 ausgegangen wird. In 2011 wird dagegen mit einem 50%igen Anstieg gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Dieser überproportionale Anstieg im Vergleich zu der Tonnage ist vor allem auf den gestiegenen Vormaterialpreise zurückzuführen. Das Ergebnis für 2010 ist mit einer negativen Umsatzrendite von 27% geplant und in 2011 geht man von einer negativen Rendite von 5% aus. In 2012 ist ein Absatzanstieg von 45% gegenüber dem Vorjahr geplant und eine positive Umsatzrendite von 2,7%. Das Walzwerk Finow ist auditiert nach ISO/TS 16949: 2009 durch die TÜV Rheinland Cert GmbH. Im August 2010 erfolgte eine Rezertifizierung nach der neuen Norm ISO/TS 16949: 2009, welche die Gesellschaft erfolgreich durchgeführt und bestanden hat. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, den hohen Forderungen aller Kunden, besonders der Automobilindustrie, an Qualität und Service gerecht zu werden. D. Sonstige Pflichtangaben 1. Nachtragsbericht Aufgrund der konjunktur- und branchenbedingten negativen Geschäftsentwicklung, die durch den Status der Insolvenz verstärkt wurde, hat sich die Gesellschaft entschieden, zur Absicherung der zukünftigen Planung bzw. Geschäftsentwicklung ein Sanierungsgutachten nach IDW S6 erstellen zu lassen. Dieses Gutachten kommt unter Berücksichtigung verschiedener zukünftig umzusetzender Maßnahmen zu einer positiven Fortführungsprognose. Die zu erfüllenden Bedingungen betreffen verschiedene Parteien, die an der Sanierung beteiligt sind. Darunter fallen Lieferanten, Hausbank, Gesellschafter, Belegschaft und das Land Brandenburg. Sollten die Sanierungsbeiträge aller Parteien nicht vollständig erbracht werden, wird die Abwicklung des Unternehmens unwiderruflich eingeleitet. Die Gesellschaft hat bereits im Juli 2010 den Abbau von 63 Stellen mittels eines Sozialplans mit dem Betriebsrat verhandelt. Um diese Maßnahme möglichst sozialverträglich zu gestalten, wurde auch dieser Stellenabbau durch eine Transfergesellschaft begleitet. 2. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen. 3. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft verfügt über eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Eberswalde, den 03. November 2010 Patrick von Hertzberg Bilanz
zum 31. Dezember 2009
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| 31.12.2009 | Vorjahr | ||
| € | € | T€ | |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.308.091,14 | 1.330 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.944.739,03 | 2.968 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 12.692.760,91 | 5.929 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 649.872,09 | 710 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 16.287.372,03 | 6.952 |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3,00 | 67 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.179.168,34 | 1.188 | |
| 3. Beteiligungen | 13.239,37 | 13 | |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 181.967,16 | 1.374.377,87 | 66 |
| 18.969.841,04 | 19.223 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.232.829,02 | 1.485 | |
| 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 1.172.170,72 | 1.578 | |
| 3. fertige Erzeugnisse und Waren | 1.058.332,93 | 4.463.332,67 | 3.224 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.851.487,75 | 3.502 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 581.249,86 | 875 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 30 | |
| 4. sonstige Vermögensgegenstände | 2.838.377,08 | 2.271.114,69 | 2.438 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 4.362.328,49 | 1.747 | |
| 14.086.703,24 | 14.879 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 40.255,24 | 140 | |
| 33.106.872,13 | 34.242 | ||
|
Passivseite |
|||
| 31.12.2009 | Vorjahr | ||
| € | € | T€ | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 7.669.378,22 | 7.669 | |
| II. Gewinnrücklagen | 251.724,46 | 252 | |
| III. Verlust-/Gewinnvortrag | -3.306.693,02 | 2.311 | |
| IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 7.965.921,62 | -5.618 | |
| 12.580.331,28 | 4.614 | ||
| B. Sonderposten mit Rücklageanteil | 815.582,82 | 848 | |
| C. Rückstellungen | |||
| 1. sonstige Rückstellungen | 1.888.498,05 | 1.072 | |
| D. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.106.076,82 | 12.757 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.437.025,54 | 13.148 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 56.775,88 | 119 | |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern € 1.022.100,27 (i. Vj. T€ 817) | 5.222.581,74 | 1.617 | |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00 (i. Vj. T€ 460) | |||
| 17.822.459,98 | 27.641 | ||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 67 | |
| 33.106.872,13 | 34.242 | ||
Gewinn-
und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. September
bis 31. Dezember 2009
(Vorjahr: 1. Januar bis 31. August 2009)
| 01.09.-31.12.2009 | Vorjahr | ||
| € | € | T€ | |
| 1. Umsatzerlöse | 8.312.143,76 | 18.858 | |
| 2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -2.571.026,18 | -1.856 | |
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 115.911,90 | 0 | |
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 875.683,70 | 486 | |
| 5. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -5.460.997,90 | -12.441 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -63.025,57 | -5.524.023,47 | -161 |
| 6. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -2.047.588,23 | -3.939 | |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -458.271,93 | -2.505.860,16 | -883 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00 (Vj.: T€ 0) | |||
| 7. Abschreibungen | |||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen | -549.465,26 | -942 | |
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.267.997,16 | -3.608 | |
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 17.591,09 | 39 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen € 10.845,41 (Vj.: T€ 39) | |||
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -49.999,00 | -477 | |
| 11. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -90.759,54 | 0 | |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -37.394,11 | -484 | |
| 13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -3.275.194,43 | -5.408 | |
| 14. außerordentliche Erträge | 12.648.305,10 | 0 | |
| 15. außerordentliche Aufwendungen | -1.392.077,76 | -182 | |
| 16. außerordentliches Ergebnis | 11.256.227,34 | -182 | |
| 17. sonstige Steuern | -15.111,29 | -28 | |
| 18. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 7.965.921,62 | -5.618 | |
Anhang für das Rumpf-Geschäftsjahr vom 01.09. bis 31.12.2009
A. Allgemeine Angaben
Dem Jahresabschluss zum 31.12.2009 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes, betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung zugrunde.
Gemäß § 267 Abs. 3 HGB weist die Gesellschaft die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft auf.
Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 01.09.2009 beginnt von Gesetzes wegen ein neues Geschäftsjahr. Die Gesellschafterversammlung hat daraufhin beschlossen, dass Geschäftsjahr zum 31.12.2009 zu beenden und dem Kalenderjahr anzugleichen. Aus diesem Grund umfasst das Rumpf-Geschäftsjahr vom 01.09. - 31.12.2009 lediglich 4 Kalendermonate und ist mit dem Abschluss des Vorjahres (Rumpf-Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.08.2009) nur bedingt vergleichbar.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Aufgrund der seit Mitte 2008 bestehenden Finanzmarktkrise und in deren Folge eingetretenen konjunkturellen Abschwung mit erheblichen Auswirkungen auf den Produktionssektor sowie der Automobilbranche wurde die Ertragslage der Gesellschaft deutlich belastet. In diesem Zuge war die Gesellschaft gezwungen, am 30.06.2009 die Insolvenz anzumelden. Mit dem Beschluss vom 30.06.2009 wurde die vorläufige Verwaltung angeordnet und Frau Rechtsanwältin Susanne Müller zur vorläufigen Verwalterin bestellt. Mit dem Beschluss vom 01.09.2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.
Zur Absicherung der zukünftigen Unternehmensentwicklung hat die Gesellschaft basierend auf der bis Ende 2014 bestehenden Unternehmensplanung ein Sanierungsgutachten i.S.d. IDW Standards "Anforderung an die Erstellung von Sanierungskonzepten (IDW S 6) in Auftrag gegeben. Dieses Gutachten kommt im vorliegenden Entwurf unter verschiedenen Bedingungen zu einer positiven Fortführungsprognose.
Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Die Zugänge an unbeweglichen und beweglichen Anlagegütern werden zeitanteilig abgeschrieben. Bei den Anlagegütern wird auf die Zugänge ab Aktivierungsmonat die volle Abschreibung verrechnet. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 150 bis € 1.000 betragen, werden entsprechend den steuerrechtlichen Regelungen in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.
Umlaufvermögen
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit ihren gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Zudem wurde ein Korrekturposten gebildet, der die Rohstoffe auf den entsprechenden aktuellen Marktpreis abwertet.
Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten (ohne Zinsen für Fremdkapital) angesetzt. Diese beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- auch die Fertigungseinzelkosten inklusive der angemessenen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Bestände werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, wobei erkennbare Risiken in Form von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen wird. Das allgemeine Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf den Forderungsbestand nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen und der Umsatzsteuer berücksichtigt.
Forderungen aus Lieferung und Leistungen sind in der Regel durch eine Warenkreditversicherung versichert.
Liquide Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnenden Aufwendungen in der Höhe Rechnung, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.
Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen ist nach handelsrechtlichen Vorschriften durch ein versicherungsmathematisches Gutachten entsprechend der IDW-Stellungnahme ermittelt worden.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen angesetzt.
Fremdwährungsumrechnung
Forderungen, Verbindlichkeiten und liquide Mittel in fremder Währung werden mit dem Kurs im Entstehungszeitpunkt oder dem jeweils ungünstigeren Geld- oder Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
C. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel in einer gesonderten Anlage dargestellt.
Finanzanlagen
Unter Finanzanlagen werden als Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen folgende Unternehmen ausgewiesen:
| Name und Sitz der Gesellschaft |
Anteil am Kapital
% |
Eigenkapital zum 31.12.2009
EUR |
Jahresergebnis 2009
EUR |
| Verbundene Unternehmen | |||
| STAWA Stahlbau GmbH, Eberswalde | 100% | 267.415 | 66.854 |
| Finow Marketing GmbH, Eberswalde * | 100% | 50.000 | -13.701 |
| IIC Industrie- und InnovationsCentrum GmbH, Eberswalde * | 94% | 149.145,58 | 3.851 |
| Beteiligungen | |||
| Bio Fuels Biokraftstoffe Deutschland GmbH, Eberswalde ** | 24% | 12.957 | -29.647 |
| Nordbahn GmbH, Eberswalde*** | 30% | 32.728 | 4.956 |
* Mit der Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag; Jahresergebnis vor Ergebnisabführung.
** Gesellschaft befindet sich in der Liquidierung
*** Ergebnis zum Jahresabschluss 2008
Im Geschäftsjahr erfolgten die Zahlungen und die damit verbundene Übertragung der Anteile an der WWF Solar GmbH an den Käufer.
Des Weiteren wurden die Geschäftsanteile an der STAWA Stahlbau GmbH und der IIC Industrie und InnovationsCentrum GmbH zum 01.01.2010 veräußert.
Unter dem Posten Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden Darlehen mit deren Zinsen ausgewiesen, die der Finow Stahl Beteiligungsgesellschaft mbH zur Verfügung gestellt wurden. Die Walzwerk Finow GmbH hat für diese Darlehensforderungen eine Rangrücktrittserklärung abgegeben.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
|
Gesamtbetrag 31.12.2009
EUR |
Davon mit einer Restlaufzeit Von mehr als 1 Jahr
EUR |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.851.487,75 | 0,00 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 581.249,86 | 0,00 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 2.838.377,08 | 150.000,00 |
| 5.271.114.69 | 150.000,00 |
Forderungen gegen verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 141 aus Lieferungen und Leistungen. Mit T€ 2 sind Forderungen gegen die Gesellschafterin enthalten.
Sonstige Vermögensgegenstände enthalten verzinsliche Ausleihungen.
Gewinnrücklagen
Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um eine Sonderrücklage gemäß § 27 Abs. 2 Satz 3 DMBilG.
Sonderposten für Investitionszuschüsse
Der Sonderposten mit Rücklageanteil entfällt auf die Wertberichtigungen zum Anlagevermögen und wurde in Übereinstimmung mit R 6.5 EStR im Vorjahr gebildet. Im Rumpfgeschäftsjahr wurden T€ 32 ertragswirksam aufgelöst.
Rückstellungen
Die Rückstellungen berücksichtigen Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen (T€ 600) und sonstige personalbezogene Verpflichtungen (T€ 189). Übrige nicht personalbezogene Rückstellungen entfallen u.a. für Beratungsleistungen im Zuge der Insolvenz (T€ 846), für noch nicht abgerechnete Kundenboni (T€ 10), für juristische Risiken (T€ 12), Archivierung der Geschäftsunterlagen (T€ 29), Reklamationen (T€ 25), Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten (T€ 44) sowie sonstige Rückstellungen (T€ 133).
Verbindlichkeiten
|
Gesamtbetrag 31.12.2009
EUR |
Davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
EUR |
Davon mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren
EUR |
Davon gesichert
EUR |
||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.106.076,82 | 745.138,48 | 1.787.844,27 | 7.106.076,82 | * |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.437.025,54 | 1.832.433,98 | 0,00 | 0,00 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 56.775,88 | 56.775,88 | 0,00 | 0,00 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.222.581,74 | 1.082.782,22 | 3.604.591,56 | 0,00 | |
| 17.822.459,98 | 1.082.782,22 | 5.392.435,83 | 7.106.076,82 |
Art und Form der Besicherung:
* Grundschuld, Verpfändung, Forderungsabtretung, Sicherungsübereignung
Bei den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um einen Massekredit, der in der Insolvenz von der Hausbank gewährt wurde. Dieser Kredit wurde bis zum Stichtag zu 30% abgerufen. Zudem handelt es sich um verschiedene Ratendarlehen zur Maschinenfinanzierung.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten T€ 4.181 Verbindlichkeiten aus dem Insolvenzplan. Diese offenen Posten werden entsprechend dem Insolvenzplan zum Teil als Einmalzahlung bzw. in gleichen Raten über 48 Monate, beginnend 2 Monate nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens, bedient.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 54 aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 3 aus einem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
Sonstige Verbindlichkeiten:
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten T€ 3.605, die im Zuge des Insolvenzplans nachrangig gestellt wurden und über deren Zahlung in 2014 mit dem Gläubiger zu verhandeln ist. Weiter sind in dieser Position Insolvenzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 535 Euro enthalten, die entsprechend dem Insolvenzplan zum Teil als Einmalzahlung bzw. in gleichen Raten über 48 Monate, beginnend 2 Monate nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens, zu bedienen sind.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es besteht eine Bürgschaft in Höhe von T€ 102 zu Gunsten der STAWA Stahlbau GmbH, Eberswalde (verbundenes Unternehmen).
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende geographische Märkte:
Inland 66,5 %
Ausland 33,5 %
Außerordentliche Erträge
Dieser Posten enthält die Erträge, die im Zuge der Annahme des Insolvenzplanes und den damit verbundenen Verzichte der Gläubiger dem Unternehmen zukamen.
Außerordentliche Aufwendungen
In diesem Posten sind die Aufwendungen für die vorläufige Verwaltung und das Insolvenzverfahren erfasst.
E. Sonstige Angaben
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr 2009 beschäftigten Mitarbeiter betrug:
| Gewerbliche Mitarbeiter | 143 |
| Angestellte | 57 |
| Summe (im Durchschnitt) | 200 |
Abschlussprüfer Honorar
Für den gesetzlichen Abschlussprüfer wurden für das Rumpfgeschäftsjahr 01.09-31.12.2009 sowie das Vorjahr folgende Honorare vereinbart bzw. als Aufwand erfasst:
|
Geschäftsjahr
TEUR |
Vorjahr
TEUR |
|
| Abschlussprüfung | 29 | 15 |
| Sonstige Beratungs- und Bestätigungsleistung | 0 | 0 |
| Steuerliche Beratung | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen für die Gesellschaft | 0 | 0 |
| 29 | 15 |
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführer
- Dipl.-Volkswirt Patrick von Hertzberg, Kaufmann (Potsdam).
Für die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a HGB wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Gegenüber der Geschäftsführung bestehen Forderungen aus Zinszahlungen von bereits getilgten Darlehen in Höhe von T€ 39.
Gesellschafter
Alleingesellschafter ist die Finow Verwaltungs- und Servicegesellschaft mbH, Eberswalde.
Konzernzugehörigkeit
Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die FSB Finow Stahl Beteiligungsgesellschaft mbH, Eberswalde. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger unter der Handelsregisternummer HRB 11008, Frankfurt (Oder), veröffentlicht.
Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Jahresüberschuss von 7.965.921,62 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Verwendung des Ergebnisses Bedarf noch der Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung.
Eberswalde, den 03. November 2010
Patrick von Hertzberg
Anlagenspiegel für das Rumpf-Geschäftsjahr 01.09.-31.12.2009
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|
Vortrag zum 01.09.2009
€ |
Zugänge
€ |
Abgänge
€ |
Umbuchungen
€ |
Stand am 31.12.2009
€ |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.781.309,97 | 32.882,70 | 0,00 | 0,00 | 1.814.192,67 |
| 1.781.309,97 | 32.882,70 | 0,00 | 0,00 | 1.814.192,67 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 9.034.985,39 | 14.411,07 | 0,00 | 707,23 | 9.050.103,69 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 23.532.165,29 | 251.945,32 | 0,00 | 6.904.370,01 | 30.688.480,62 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.789.363,08 | 10.662,92 | 48.141,18 | 18.936,78 | 1.770.821,60 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 6.951.664,36 | 0,00 | 27.650,34 | -6.924.014,02 | 0,00 |
| 41.308.178,12 | 277.019,31 | 75.791,52 | 0,00 | 41.509.405,91 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 544.534,94 | 0,00 | 17.500,00 | 0,00 | 527.034,94 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.187.660,00 | 0,00 | 8.491,66 | 0,00 | 1.179.168,34 |
| 3. Beteiligungen | 13.239,37 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 13.239,37 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 65.519,28 | 116.447,88 | 0,00 | 0,00 | 181.967,16 |
| 1.810.953,59 | 116.447,88 | 25.991,66 | 0,00 | 1.901.409,81 | |
| 44.900.441,68 | 426.349,89 | 101.783,18 | 0,00 | 45.225.008,39 | |
| Abschreibungen | |||||
|
Vortrag zum 01.09.2009
€ |
Abschreibung des Geschäftsjahres
€ |
Abgänge
€ |
Umbuchungen
€ |
Stand am 31.12.2009
€ |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 451.412,97 | 54.688,56 | 0,00 | 0,00 | 506.101,53 |
| 451.412,97 | 54.688,56 | 0,00 | 0,00 | 506.101,53 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 6.066.981,66 | 38.383,00 | 0,00 | 0,00 | 6.105.364,66 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 17.603.328,29 | 392.391,42 | 0,00 | 0,00 | 17.995.719,71 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.079.012,41 | 64.002,28 | 22.065,18 | 0,00 | 1.120.949,51 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 24.749.322,36 | 494.776,70 | 22.065,18 | 0,00 | 25.222.033,88 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 477.032,94 | 49.999,00 | 0,00 | 0,00 | 527.031,94 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 477.032,94 | 49.999,00 | 0,00 | 0,00 | 527.031,94 | |
| 25.677.768,27 | 599.464,26 | 22.065,18 | 0,00 | 26.255.167,35 | |
| Buchwerte | ||
|
Stand am 31.12.2009
€ |
Stand am 31.08.2009
€ |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.308.091,14 | 1.329.897,00 |
| 1.308.091,14 | 1.329.897,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.944.739,03 | 2.968.003,73 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 12.692.760,91 | 5.928.837,00 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 649.872,09 | 710.350,67 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 6.951.664,36 |
| 16.287.372,03 | 16.558.855,76 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3,00 | 67.502,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.179.168,34 | 1.187.660,00 |
| 3. Beteiligungen | 13.239,37 | 13.239,37 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 181.967,16 | 65.519,28 |
| 1.374.377,87 | 1.333.920,65 | |
| 18.969.841,04 | 19.222.673,41 | |
Bestätigungsvermerk
zum Jahresabschluss zum 31.12.2009 und zum Lagebericht
für das Rumpf-Geschäftsjahr vom
01.09.-31.12.2009
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Walzwerk Finow GmbH, Eberswalde, für das Rumpf-Geschäftsjahr vom 01. September bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat mit Ausnahme folgender Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Die Richtigkeit der Bestandsverminderung des Geschäftsjahres von T€ 2.571 kann nicht fehlerfrei beurteilt werden, da das Vorhandensein der zum Geschäftsjahresbeginn ausgewiesenen Vorräte in Höhe von T€ 6.287 nicht hinreichend anhand einer Inventur nachgewiesen wurde und alternativ durchgeführte Prüfungshandlungen zu keiner ausreichenden Prüfungssicherheit geführt haben. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.
Nach unserer Überzeugung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht mit der genannten Einschränkung der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Anhang und Lagebericht zur Annahme der Unternehmensfortführung und der bestehenden Bestandsgefährdung hin. Die gesetzlichen Vertreter weisen zur Begründung ihrer positiven Unternehmensfortführungsprognose auf den Verlauf des am 01. September 2009 eröffneten Insolvenzverfahrens und den gerichtlich bestätigten Beschluss der Gläubigerversammlung vom 30. November 2009 über den Insolvenzplan sowie auf die Bestätigung der positiven Fortführungsprognose durch ein im September 2010 in Auftrag gegebenes Sanierungsgutachten hin. Weiterhin wird auf die unverändert bestehende Bestandsgefährdung durch die mittelfristig nicht abschließend gesicherte Liquidität mit der Möglichkeit der Abwicklung im Rahmen des Insolvenzverfahrens hingewiesen.
Eschborn, den 03. November 2010
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Stefan Sauerbier, Wirtschaftsprüfer
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Selbe AdresseRückgewinnung sortierter Werkstoffe
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Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Trevoxx Baudesign UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
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Selbe Adresse
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Insolvenzbekanntmachungen
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