Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 758692
Vorher
Entco Deutschland GmbH
Eingetragen
15.11.2016
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Vertrieb von Software und die Erbringung von Dienst- und Werkleistungen, insbesondere in Bezug auf Produkte und Lösungen auf dem Gebiet der Informations- und Bildverarbeitung überwiegend im geschäftlichen Umfeld. Gegenstand sind ferner die Erlangung und die Verwertung gewerblicher Schutzrechte auf den vorgenannten Gebieten sowie die Erbringung von Dienstleistungen für den weltweiten Konzernverbund.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ingrid Beck
seit 3.3.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Micro Focus Deutschland GmbH

Böblingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2023 bis zum 30.06.2024

Bilanz zum 30. Juni 2024

Aktiva

30.06.2024 31.10.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 18.720.238 20.338.113
18.720.238 20.338.113
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 232.699 297.883
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.471 467.557
376.170 765.441
19.096.408 21.103.554
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.426.502 18.920.700
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 92.392.459 80.480.322
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.716.422 1.783.774
108.535.382 101.184.796
II. Guthaben bei Kreditinstituten 0 4.148
108.535.382 101.188.944
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.233.629 1.241.432
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 2.819.927 1.353.050
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.042.073 4.697.611
134.727.420 129.584.592

Passiva

30.06.2024 31.10.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
II. Kapitalrücklage 24.251.119 24.251.119
III. Verlustvortrag -28.973.730 -23.358.654
IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 1.655.538 -5.615.077
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.042.073 4.697.611
0 0
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 49.541.124 60.501.979
2. Steuerrückstellungen 4.780.641 4.938.892
3. Sonstige Rückstellungen 6.649.907 9.158.001
60.971.672 74.598.872
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten; 3.286 32.172
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.343.972 5.033.449
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.157.494 11.814.988
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.582.698 3.580.508
- davon aus Steuern EUR 1.690.904,81 (i.Vj .: EUR 2.468.971,98)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 241,51 (i.Vj.: EUR-724,93)
37.087.450 20.461.117
D. Rechnungsabgrenzungsposten 36.668.298 34.524.603
134.727.420 129.584.592

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. November 2023 bis 30. Juni 2024

Geschäftsjahr 2023/24 Geschäftsjahr 2022/23
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 67.204.049 111.391.028
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.370.392 271.429
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 356.119,09 (i.Vj.: EUR 0,00)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -45.451.231 -50.714.123
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.834.601 -7.449.398
4. Rohergebnis 17.288.610 53.498.935
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.339.919 -26.657.973
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.584.210 -19.924.128 -12.875.619 -39.533.592
- davon für Altersversorgung: EUR -843.251,76 (i.Vj.: EUR -2.187.525,34)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.113.136 -6.308.419
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.241.625 -9.351.290
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR -225.189,53 (i.Vj.: EUR -1.397.711,46)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.854.799 2.681.202
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.800.597,36 (i.Vj.: EUR 2.357.297,99)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.367.231 -1.945.545
- davon an verbundene Unternehmen: EUR-3.338.581,33 (i.Vj.: EUR-1.936.158,10)
10. Ergebnis vor Ertragsteuern 1.497.288 -958.707
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 158.250 -4.656.370
- davon Aufwand/Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern: EUR 0,00 (i.Vj.: EUR 0,00)
12. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 1.655.538 -5.615.077

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/24

I. Allgemeine Angaben

Die Micro Focus Deutschland GmbH, mit Sitz in Böblingen, ist beim Amtsgericht Stuttgart unter der Registernummer HRB 758692 registriert.

Der Jahresabschluss der Micro Focus Deutschland GmbH, Böblingen (MFD), wurde in Übereinstimmung mit dem § 264 Abs. 1 HGB i. V. m. § 267 Abs. 3 HGB auf Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von großen Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Am 25. August 2022 vereinbarten das Board of Directors von Micro Focus International Plc (jetzt firmierend unter Micro Focus International Limited, im Folgenden „Micro Focus“, die oberste Muttergesellschaft der Micro Focus Group) und die Open Text Corporation („OpenText“) den Barerwerb des gesamten ausgegebenen und noch auszugebenden Aktienkapitals von Micro Focus durch OpenText, über seine hundertprozentige Tochtergesellschaft OpenText UK Holding Limited. Der Barerwerb unterlag der Genehmigung der betroffenen Aktionäre von Micro Focus, der Zustimmung durch das Gericht und dem Erhalt von bestimmten Genehmigungen in Bezug auf das Kartellrecht und ausländischen Investitionen. Die Transaktion wurde nach dem Erhalt der erforderlichen Genehmigungen am 31. Januar 2023 abgeschlossen. Damit ist die OpenText Corporation nun die oberste Muttergesellschaft.

Am 28. November 2023 gab das Board of Directors der Open Text Group die Vereinbarung der endgültigen Bedingungen für den Verkauf des Geschäftsbereichs Application Modernization and Connectivity („AMC“) an Rocket Software, Inc. bekannt. Die Transaktion wurde nach dem Erhalt der erforderlichen Genehmigungen am 1. Mai 2024 abgeschlossen.

Das Geschäftsjahr der OpenText Corporation endet am 30. Juni. Um das Geschäftsjahresende des Unternehmens an das der OpenText Corporation anzugleichen, hat das Unternehmen mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung am 5. März 2024 das Geschäftsjahr geändert. Der Zeitraum des neuen Geschäftsjahres läuft somit vom 1. Juli bis zum 30. Juni.

Aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres mangelt es im Rumpfgeschäftsjahr vom 01.11.2023 - 30.06.2024 an der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr (01.11.2022 bis 31.10.2023).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Anlagengutes nach der linearen Methode vorgenommen.

Den Abschreibungen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Geschäfts- und Firmenwerte 10
Sonstige immateriellen Vermögensgegenstände 3-5
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nominalbetrag unter Berücksichtigung erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen und erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Etwaige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst.

Umsatz aus Software-Verkäufen wird realisiert, sofern ein unterzeichneter Vertrag mit dem Kunden ohne Rücktrittsrecht vorliegt und die Software vollständig ausgeliefert wurde.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen.

Rückstellungen für Zeitwertkonten werden gemäß allgemein anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen angesetzt, wobei das Verfahren der laufenden Einmalprämien (PUC-Methode) auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck angewendet und die künftige Entwicklung mit ihrem Erfüllungsbetrag berücksichtigt wird.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß allgemein anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen angesetzt, wobei das Verfahren der laufenden Einmalprämien (PUC-Methode) auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck angewendet wird und die künftige Entwicklung mit ihrem Erfüllungsbetrag berücksichtigt wird.

30.06.2024 31.10.2023
% %
Zinssatz 1,84 1,82
Gehaltsdynamik allgemein 0,00-2,26 0,00-2,24
Dynamik Rentenanpassung 0,00-2,26 0,00-2,24
Fluktuationswahrscheinlichkeit 0,0 0,0
Biometrische Rechnungsgrundlagen Richttafeln 2018 G/ Heubeck Richttafeln 2018 G/ Heubeck

Infolge der Anpassung des § 253 HGB werden die Pensionsrückstellungen seit dem 30. Juni 2016 anhand des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre ermittelt. In den Vorjahren erfolgte die Abzinsung nach Maßgabe des entsprechenden Zinssatzes der vergangenen sieben Jahre. Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung des 10-Jahres-Durchschnitts-Zinssatzes und des 7-Jahres- Durchschnitts-Zinssatzes (1,84 %; i. Vj. 1,7 %) beträgt TEUR -615 (i. Vj. TEUR 3.802).

Die Pensionsrückstellungen werden mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Es werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Zur Abzinsung wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche Marktzins der letzten sieben Jahre verwendet.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Umrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung erfolgt zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls sowie am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB zum Devisenmittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Beachtung des Anschaffungswert- und Imparitätsprinzips, d. h. Kursverluste werden erfolgswirksam erfasst, Kursgewinne werden nicht erfasst. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder kürzer werden die Kursverluste und Kursgewinne sofort erfolgswirksam erfasst.

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen (abgegrenzte Vorauszahlungen für Wartungsverträge und Services).

Zum 30. Juni 2024 besteht wie im Vorjahr ein Saldo aus aktiven latenten Steuern, der gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern sind mit dem unternehmensspezifischen Ertragssteuersatz des von 29,13 % bewertet und resultieren aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen.

Die aktiven latenten Steuern der Gesellschaft für das laufende Jahr resultieren im Wesentlichen aus der abweichenden Bewertung von Pensionsrückstellungen, während die passiven latenten Steuern aus dem Ausgleichsposten gemäß § 5 Abs. 7 EStG resultieren.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anschaffungskosten, der Abschreibungen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

30.06.2024 31.10.2023
TEUR TEUR
Forderungen aus Cash Pool 70.395 78.010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.998 2.470
92.393 80.480

Vermögensgegenstände aus der Überdotierung von leistungsorientierten Verpflichtungen

Planvermögen, das Pensionsverpflichtungen oder anderen Leistungen an Arbeitnehmer entspricht, wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird gem. § 246 (2) HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet, und etwaige Überschüsse des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens gegenüber den Leistungsverpflichtungen werden als Vermögensgegenstände aus der Überdotierung von leistungsorientierten Verpflichtungen angesetzt und ausgewiesen. Die historischen Anschaffungskosten belaufen sich auf TEUR 14.902 (im Vj. TEUR 14.886), und die Zinserträge während des Jahres aus Planvermögen belaufen sich auf TEUR 908 (im Vj. TEUR 302)

30.6.2024 31.10.2023
TEUR TEUR
Leistungsorientiertes Planvermögen 14.577 13.881
Zugrunde liegende Verpflichtungen -11.757 -12.528
VG aus der Überdotierung von leistungsorientierten Verpflichtungen 2.820 1.353

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Zum 30. Juni 2024 verzeichnet die MFD GmbH ein Defizit von TEUR 3.042 (im Vj. TEUR 4.698), das nicht durch Eigenkapital gedeckt ist. Das Defizit beruht im Wesentlichen auf der Abschreibung des am 01. Juni 2017 erworbenen Geschäfts oder Firmenwertes der Hewlett-Packard GmbH (TEUR 56.758). Dieser wird über eine geschätzte Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Nach Abschluss der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts wird erwartet, dass das Unternehmen Gewinne erwirtschaftet, die das negative Eigenkapital aufheben. Daher ist das Eigenkapitaldefizit ein rein bilanzieller Effekt und stellt kein Liquiditätsproblem dar, das eine Insolvenz auslösen könnte.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und Anwartschaften

30.6.2024 31.10.2023
TEUR TEUR
Wertansatz gem. § 253 Abs. 2 HGB 154.962 152.126
Zu verrechnendes Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB -105.421 -91.624
Ausweis Pensionsrückstellungen 49.541 60.502

Erträge aus Planvermögen wurden in Höhe von TEUR 12.988 (Vj TEUR 2.821) mit Aufwendungen aus den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.842 (Vj. TEUR 2.609) verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten belaufen sich auf TEUR 84.906 (Vj. TEUR 83.939). Gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 14.539 (Vj. TEUR 5.446), die aus der Bewertung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert resultiert.

Sonstige Rückstellungen

30.6.2024 31.10.2023
TEUR TEUR
Personalansprüche 1.827 781
Ausstehende Rechnungen 365 543
Restrukturierung 3.560 7.112
Jahresabschluss- und Rechtsberatungskosten 483 351
Sonstige 414 371
6.650 9.158

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 48) die eine Laufzeit von über einem Jahr haben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

30.6.2024 31.10.2023
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.157 11.815
29.157 11.815

Der Anstieg bei den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der über Intercompany Abrechnung weiterbelasteten Aufwendungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

30.6.2024 31.10.2023
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.041 1.899
Verbindlichkeiten aus Personal 1.348 1.533
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen 3 48
Übrige Verbindlichkeiten 191 100
2.583 3.580

Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Bilanzposten enthält im Wesentlichen Vorauszahlungen von Kunden im Rahmen von Wartungsverträgen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

Aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres mangelt es im Rumpfgeschäftsjahr vom 01.11.2023 - 30.06.2024 an der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr (01.11.2022 bis 31.10.2023).

01.11.2023 - 30.06.2024 01.11.2022 - 31.10.2023
TEUR TEUR
Lizenzen 11.460 14.880
Services 49.579 75.809
61.039 90.689
InterCompany 6.165 20.701
67.204 111.391

Umsatzerlöse nach geografischen Merkmalen

01.11.2023 - 30.06.2024 01.11.2022 - 31.10.2023
TEUR TEUR
Deutschland 58.147 86.286
Europäische Union 2.789 4.175
Drittstaaten 6.267 20.930
67.204 111.391

Sonstige betriebliche Erträge

01.11.2023 - 30.06.2024 01.11.2022 - 31.10.2023
TEUR TEUR
Erträge aus der Währungsumrechnung 356 0
Erträge im Zusammenhang mit Veräußerung AMC-Geschäft 2.014
Sonstige betriebliche Erträge 0 271
2.370 271

Sonstige betriebliche Aufwendungen

01.11.2023 - 30.06.2024 01.11.2022 - 31.10.2023
Forderungsverluste 124 0
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 225 1.397
Fahrzeugleasing 411 606
Miete 227 383
Reiseaufwendungen 255 409
Fremdleistungen 1.262 3.852
Sonstige Personalkosten 180 240
Sonstige Aufwendungen 1.557 2.464
4.242 9.351

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Steigerung der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge ist überwiegend auf die Zinserträge des Deckungsvermögens des Pensionsplans zurückzuführen.

01.11.2023 - 30.06.2024 01.11.2022 - 31.10.2023
TEUR TEUR
Erträge aus verbundenen Unternehmen 3.801 2.357
Zinserträge aus Pensionsplan - FTO-Vermögen 12.054 324
15.855 2.681

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

01.11.2023 - 30.06.2024 01.11.2022 - 31.10.2023
TEUR TEUR
Aufwendungen an verbundene Unternehmen 3.339 1.936
Sonstige Zinsaufwendungen 28 9
3.367 1.946

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamt bis ein Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mietverpflichtungen 2.469 315 1.261 893
Leasingverpflichtungen Fuhrpark u. a. 735 643 92 0
3.204 958 1.353 893

Mitarbeiter

01.11.2023 - 30.06.2024 01.11.2022 - 31.10.2023
Vertrieb 66 87
Nicht vertriebsbezogene Funktion 169 165
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 235 252

Honorare des Abschlussprüfers

Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG AG im Geschäftsjahr 2023/24 angefallenen Aufwendungen betrugen TEUR 214 und betrafen ausschließlich Leistungen für die Abschlussprüfung.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:

Herr Michael Acedo, Geschäftsführer, Toronto/Kanada

Herrn Christian Waida, Geschäftsführer, Burnheim / Buckinghamshire / Vereinigtes Königreich

Frau Madhu Ranganathan, Geschäftsführerin, Saratoga / Kalifornien / Vereinigte Staaten

Mit Wirkung vom 16. Dezember 2024 wurden die oben genannten Geschäftsführer abberufen und folgende Personen zum Geschäftsführer benannt:

Ingrid Beck, VP Human Resources, Zorneding, Deutschland.

George - Alexander Trümper, Legal Director, Dingolfing, Deutschland.

Konzernzugehörigkeit

Der Abschluss der Micro Focus Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Open Text Corporation, Waterloo, Ontario/Kanada, einbezogen, welcher nach den amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellt wird. Der Konzernabschluss der Open Text Software GmbH wird bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC), 100 F Street, NE, Washington, DC 20549, USA, offengelegt und ist bei der Konzernobergesellschaft unter der Internetadresse http://www.opentext.com/2/global/company/investors/ ir-reports-annual. htm veröffentlicht oder kann unter investors@opentext. com angefordert werden.

Wesentliche Unterschiede zwischen den Bilanzierungsregeln nach US-GAAP und HGB betreffen vor allem Eigenkapital und Pensionsrückstellungen. Mit den Vorschriften des HGB sollen insbesondere die Gläubigerinteressen und die Rechtsform des Unternehmens berücksichtigt werden. Bei der amerikanischen Rechnungslegung hingegen stehen die Investoren als Adressaten im Vordergrund. Als Generalnorm gilt nach US-GAAP der Grundsatz „fair presentation“. Dem Vorsichtsprinzip als dominierenden Rechnungslegungsgrundsatz des HGB steht in der amerikanischen Rechnungslegung das Prinzip der periodengerechten Gewinnermittlung gegenüber. Nach US-GAAP können fallweise demnach „unrealisierte Gewinne“ ausgewiesen werden.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzverlust zum 30. Juni 2024 in Höhe von EUR 27.318.192,47 auf neue Rechnung vorzutragen

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Böblingen, den 07.11.2025

Micro Focus Deutschland GmbH

Ingrid Beck

George - Alexander Trümper

Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.10.2023 Zugänge Abgänge IC Transfer 30.6.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert - Goodwill 56.757.525 2.221.497 58.979.022
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 358.592 17.579 341.013
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 887.443 846 17.322 97.970 772.997
58.003.560 2.222.343 34.901 97.970 60.093.032
Kumulierte Abschreibungen
31.10.2023 Zugänge Abgänge IC Transfer 30.6.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert - Goodwill 36.419.412 3.839.372 40.258.785
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 60.709 52.841 5.236 108.314
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 419.885 220.922 11.282 629.526
36.900.006 4.113.136 16.518 0 40.996.624
Buchwerte
31.10.2023 30.6.2024
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert - Goodwill 20.338.113 18.720.238
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 297.883 232.699
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 467.557 143.471
21.103.554 19.096.408

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftstätigkeit

Die Micro Focus Deutschland GmbH (im Folgenden kurz: „MFD GmbH“) ist über mehrere Beteiligungsstufen eine Tochtergesellschaft der Open Text Corporation mit Sitz in Waterloo, Ontario/Kanada (im Folgenden: OTC). Der Einzelabschluss der MFD GmbH wird in den Konzernabschluss der OTC einbezogen. Der Konzernabschluss der Open Text Corporation wird gemäß US-GAAP aufgestellt und ist beim Company Secretary, 275 Frank Tompa Drive, Waterloo, Kanada, erhältlich.

Strategie und Geschäftsmodell der MFD GmbH sind darauf ausgelegt, nachhaltigen Wert für Kunden zu schaffen. Erreicht wird dies durch einen kundenorientierten Ansatz in Bezug auf Investitionen und Innovationen sowie durch die Bereitstellung von Software, die auf spezielle Anwendungsfälle zugeschnitten ist. Zudem bietet die MFD GmbH offene und integrierte Lösungen an und leistet Unterstützung, um Lücken zwischen vorhandenen und neuen Technologien zu schließen.

Das breite Spektrum an Lösungen, dass das Unternehmen den Kunden anbietet, ist auf die entscheidenden Ergebnisse einer erfolgreichen digitalen Transformation zugeschnitten. Die Gesellschaft befolgt im Rahmen ihrer Strategie auch einen entschlossenen Ansatz bei der Bereitstellung von Abonnement- und Software as a Service (SaaS)-basierten Angeboten, um Umstellungen auf diese Modelle zu beschleunigen, wenn dies sinnvoll erscheint. Ziel ist es, gegenüber dem Kunden ein beständiger, zuverlässiger Partner auf lange Sicht zu sein.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte die Geschäftsführung durch folgende Geschäftsführer:

Herr Michael Acedo, Geschäftsführer, Toronto/Kanada

Herrn Christian Waida, Geschäftsführer, Burnheim / Buckinghamshire / Vereinigtes Königreich

Frau Madhu Ranganathan, Geschäftsführerin, Saratoga / Kalifornien / Vereinigte Staaten

Mit Gesellschaftsbeschluss vom 16.12.2024 wurden die o. g. Geschäftsführer abberufen und Frau Ingrid Beck und Herr George - Alexander Trümper als neue Geschäftsführer bestellt.

2. Produkte

Um erfolgreich zu bleiben, muss die MFD GmbH sicherstellen, dass die Produkte weiterhin den Bedarf der Kunden decken, und Investitionen müssen effizient zwischen Wachstum und Produkten abgewogen werden. Investitionen in Forschung und Innovation in der Produktentwicklung sind von entscheidender Bedeutung, um Anforderungen von Kunden gerecht zu werden.

Wenn Produkte die Anforderungen des Kunden nicht erfüllen, werden die Kunden nach alternativen Lösungen suchen, was zum Verlust bestehender Wartungsverträge und neuer Erlöschancen sowie Kündigung bestehender Verträge führt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft expandierte im Frühjahr weiterhin moderat, allerdings mit regionalen Unterschieden. Im Euroraum setzte sich das Wachstum vom Jahresanfang zwar fort. Es zeichnet sich aber kein kräftiger, breit angelegter Aufschwung ab.

Quelle, Dt. Bundesbank Monatsbericht August 2024

2. Geschäftsverlauf

Aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres mangelt es im Rumpfwirtschaftsjahr vom 01.11.2023 bis 30.06.2024 an der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr (01.11.2022 bis 31.10.2023)

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse (ohne Erlöse mit verbundenen Unternehmen) der MFD GmbH verringerten sich im Geschäftsjahr 2023/24 um TEUR 29.650 oder 32,7 % auf TEUR 61.039.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Segmenten stellt sich wie folgt dar:

01.11.2023 - 30.06.2024 01.11.2022 - 31.10.2023
TEUR Anteil % TEUR Anteil %
Lizenzen 11.460 17,1 14.880 13,4
Services 49.579 73,8 75.809 68,1
61.039 90,8 90.689 81,4
InterCompany Umsatz 6.165 9,2 20.701 18,6
Umsatzerlöse 67.204 100,0 111.391 100,0
Veränderung
TEUR %
Lizenzen -3.421 -23,0
Services -26.230 -34,6
-29.651 -32,7
InterCompany Umsatz -14.536 -70,2
Umsatzerlöse -44.187 -39,7

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) verringerten sich um TEUR 44.187 oder 39,7% auf TEUR 67.204.

Gesamteinschätzung der wirtschaftlichen Lage

Aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres mangelt es im Rumpfwirtschaftsjahr vom 01.11.2023 bis 30.06.2024 an der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr (01.11.2022 bis 31.10.2023).

Der Gesamtumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr beläuft sich auf TEUR 67.204 und weist damit einen Rückgang in Höhe von TEUR 44.187 aus. Analog zur Umsatzentwicklung hat sich auch das EBITDA im Berichtszeitraum auf TEUR - 6.877 (i. Vj. TEUR 4.613) verändert. Der Rückgang des Umsatzes und die Veränderung des EBITDA resultiert im Wesentlichen aus dem verkürzten Wirtschaftsjahr sowie aus dem Verkauf der AMC - Sparte.

Im Zuge der Übernahme der Open Text haben sich zudem die finanziellen Leistungsindikatoren geändert. Zukünftig werden Umsatz, Ergebnis vor Steuern und Jahresergebnis als die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren betrachte. Diese für die Open Text relevanten finanziellen Leistungsindikatoren weisen im abgelaufenen Geschäftsjahr eine zufriedenstellende Entwicklung auf.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023/24 ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt hat. Trotz Inflation sowie dem anhaltenden Krieg in der Ukraine ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts, vorsichtig optimistisch zu beurteilen.

3. Ertragslage

Aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres mangelt es im Rumpfwirtschaftsjahr vom 01.11.2023 bis 30.06.2024 an der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr (01.11.2022 bis 31.10.2023). Trotz des Umsatzrückgangs, unter anderem zurückzuführen auf den Verkauf der AMC-Sparte, konnte im Vergleich zum Vorjahr eine verbesserte Ertragslage erzielt werden. Ausschlaggebend hierfür waren die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge, die gesunkenen Personalkosten sowie gestiegene Zinserträge aus dem Deckungsvermögen.

Der Materialaufwand (überwiegend resultierend aus den Verrechnungspreisen) verringerte sich um TEUR 5.878. auf TEUR 52.286.

Der Personalaufwand verringerte sich bei einer Abnahme der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 17 Mitarbeitern um TEUR 19.610 auf TEUR 19.924. Der Rückgang ist unter anderem auch auf die im Vorjahr nahezu abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen.

Die Entwicklung der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

01.11.2023 - 30.06.2024 01.11.2022 - 31.10.2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 67.204 111.391 -44.187
Gesamtleistung 67.204 111.391 -44.187
Sonstige betriebliche Erträge 2.370 271 2.099
Betriebsleistung 69.574 111.662 -42.088
Materialaufwand -52.286 -58.164 5.878
Personalaufwand -19.924 -39.534 19.610
Planmäßige Abschreibungen -4.114 -6.308 2.194
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.241 -9.351 5.110
Aufwendungen für die Betriebsleistung -80.565 -113.357 32.792
Betriebsergebnis -10.991 -1.695 -9.296
Zinsergebnis 12.488 736 11.752
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.497 -959 2.456
Ertragsteuern 158 -4.656 4.814
Jahresüberschuss 1.655 -5.615 7.270

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen entwickelten sich wie folgt:

01.11.2023 - 30.06.2024 01.11.2022 - 31.10.2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Planmäßige Abschreibungen -4.114 -6.308 2.194
-4.114 -6.308 2.194

Die Jahresergebnisse der letzten zwei Geschäftsjahre entwickelten sich wie folgt:

30.06.2024 31.10.2023
Ergebnis vor Ertragsteuern TEUR 1.497 -959
Veränderung TEUR 2.456 8.058
Jahresüberschuss TEUR 1.655 -5.615
Veränderung TEUR 7.270 1.484
Umsatzrendite (Ergebnis vor Ertragsteuern/Gesamtleistung) % 2,2 -0,9

4. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen erhöhte sich zum Bilanzstichtag um TEUR 5.143 auf TEUR 134.727 (i. Vj. Zunahme um TEUR 2.188)

30.6.2024 31.10.2023 Veränderung
TEUR Anteil % TEUR Anteil % TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert 18.720 13,9 20.338 15,7 -1.618
Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 376 0,3 765 0,6 -389
Finanzanlagen 0 0 0 0 0
19.096 14,2 21.103 16,3 -2.007
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.426 8,5 18.921 14,6 -7.495
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 92.393 68,6 80.480 62,1 11.913
Sonstige Aktiva und Rechnungsabgrenzung 5.950 4,4 3.025 2,3 2.925
Flüssige Mittel 0 0,0 4 0,1 -4
109.769 81,5 102.430 79,1 7.339
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverr. 2.820 2,1 1.353 1,0 1.467
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.042 2,3 4.698 3,6 -1.656
Gesamtvermögen 134.727 100,0 129.584 100,0 5.143

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag verringerte sich zum 30.06.2024 um TEUR 1.656 auf TEUR 3.042 (i. Vj. TEUR 4.698). Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag resultiert überwiegend aus der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Am 1. Juni 2017 erwarb die Micro Focus Deutschland GmbH Vermögenswerte und Schulden von der Hewlett-Packard GmbH, Böblingen, was zu einem Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 56.758 führte. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine geschätzte Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Nach Abschluss der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts wird erwartet, dass das Unternehmen Gewinne erwirtschaftet, die das negative Eigenkapital aufheben. Daher ist das Eigenkapitaldefizit ein rein bilanzieller Effekt und stellt kein Liquiditätsproblem dar, das eine Insolvenz auslösen könnte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte und verbundene Unternehmen entwickelten sich wie folgt:

30.6.2024 31.10.2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegen Dritte 11.426 18.921 -7.495
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.998 2.470 19.528
33.424 21.391 12.033

Darüber hinaus reduzierten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen infolge der Abnahme der Forderungen aus Cash Pool i. H. v. TEUR 7.616 auf TEUR 70.395 (i. Vj. TEUR 78.010).

30.6.2024 31.10.2023 Veränderung
TEUR Anteil % TEUR Anteil % TEUR
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 24.276 18,0 24.276 18,7 0
Bilanzgewinn -24.276 -18,0 -24.276 -18,7 0
0 0 0 0 0
Pensionsrückstellungen 49.541 36,8 60.502 46,7 -10.961
Übrige Rückstellungen 11.431 8,5 14.097 10,9 -2.666
60.972 45,3 74.599 57,6 -13.627
Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 3 0,0 32 0,0 -29
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.157 21,6 11.815 9,1 17.342
Übrige Verbindlichkeiten 7.927 5,9 8.613 6,7 -686
Rechnungsabgrenzung 36.668 27,2 34.525 26,6 2.143
73.755 54,7 54.985 42,4 18.770
Gesamtkapital 134.727 100,0 129.584 100,0 5.143

Der Anstieg bei den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der über Intercompany Abrechnung weiterbelasteten Aufwendungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entwickelten sich insgesamt wie folgt:

30.6.2024 31.10.2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.157 11.815 17.342
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.157 11.815 17.342

5. Finanzlage

Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erfolgt dem operativen Cashflow sowie konzernintern im Rahmen von Cash Pool-Vereinbarungen.

Die liquiden Mittel (einschließlich der Forderungen aus Cash Pool) verringerten sich zum 30. Juni 2024 um TEUR 7.616 auf TEUR 70.395. Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres wurde wesentlich von der nicht liquiditätswirksamen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von TEUR 3.839 beeinflusst.

Aufgrund der gesunden und soliden Finanzierungsstruktur der MFD GmbH sieht die Geschäftsführung keinerlei Schwierigkeiten, die aktuellen Geschäfte sowie auch ein zukünftig wachsendes Geschäftsvolumen finanziell bewältigen zu können.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagement

Die zukünftige Geschäftsentwicklung der MFD GmbH ist mit Chancen und Risiken verbunden. Unsere Risikopolitik besteht darin, die vorhandenen Chancen bestmöglich und unter Minimierung der mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken auszunutzen. Das Risikomanagement ist innerhalb des Konzerns ein untrennbarer Bestandteil der Geschäftsprozesse und der wertorientierten Konzernsteuerung.

Die Überwachung und Kontrolle des laufenden Geschäfts ist einem umfassend organisierten Controlling übertragen, dessen Berichterstattung direkt an den Chief Operating Officer bzw. die Geschäftsführung erfolgt. Mögliche Risiken aus dem Steuerrecht und anderen Rechtsgebieten werden durch die rechtliche Beratung externer Experten abgesichert. Mit den installierten Instrumentarien der unternehmensinternen Kontrolle ist es möglich, bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, sodass geeignete Maßnahmen zur Sicherung des Unternehmensfortbestandes getroffen werden können.

2. Chancen

Das Geschäftsmodell der MFD GmbH gliedert sich in die Sparten Softwarevertrieb, Erbringung von Dienstleistungen und Softwarewartung im direkten Kundenauftrag auf dem deutschen Zielmarkt.

Für die an die deutschen Kunden der MFD GmbH verkauften Produkte und Wartungsleistungen (Updates/Upgrades) werden Royalties an die Rechteinhaberin im Konzern abgeführt.

Solange keine massiven Verwerfungen der weltweiten und deutschen Wirtschaftslage eintreten, sehen wir daher wieder gute Chancen für das Unternehmen, von den Neu- und Ersatzinvestitionen im EIM- Markt überdurchschnittlich zu profitieren. Wir sind daher der Überzeugung, dass Unternehmensprodukte und -Lösungen auch im Geschäftsjahr 2024/25 gut positioniert sind.

Jedoch lässt sich eine genaue Prognose aufgrund der derzeitigen Inflation sowie des Krieges in der Ukraine nur schwer stellen.

Wir gehen jedoch für das Geschäftsjahr 2024/25, auch unter der Berücksichtigung der vorgenannten Gründe, von einem gleichbleibenden Umsatzniveau, das auf 12 Monate hochgerechnet wird, aus.

3. Risiken

Integrations- und Wettbewerbsrisiken

Als mögliche Risiken für die OTSW sind weiterhin die mit den Akquisitionen der Muttergesellschaft verbundenen Risiken (Kunden/Marktverunsicherung, Integrationsverluste, Produktintegration) identifiziert worden. Gleichzeitig werden diese ausgeglichen durch die Vorteile der erweiterten Produktpalette, die Erweiterung des Vertriebsnetzes sowie Synergie-Effekte im Bereich der Verwaltung. Der IT-Markt befindet sich seit Jahren in einer Phase der Konsolidierung und es ist anzunehmen, dass sich dieser Trend auch im Geschäftsjahr 2024/25 fortsetzen wird. Weitere Unternehmenszusammenschlüsse und der Eintritt neuer größerer Wettbewerber in den IT-Markt können den Wettbewerb weiter verstärken und sich negativ auf die Umsätze und Margen der MFD GmbH auswirken. Generell betrachten wir dieses Risiko als gering.

Branchenrisiken

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass die entwickelten Produkte oder Dienstleistungen nur eine unzureichende Akzeptanz am Markt finden. Der Absatzmarkt für Produkte und Dienstleistungen des Open Text-Konzerns ist von einem zunehmend stärker werdenden Wettbewerb und einem schnellen Technologiefortschritt gekennzeichnet. Dies gilt insbesondere für neue Geschäftsmodelle wie SaaS (Software as a Service). Begegnet wird dem durch eine ständige Modernisierung und Integration der Produktpalette sowie Neuentwicklungen. Auch wird die Open Text weiterhin Technologie durch Akquisitionen erwerben, wozu die Gruppe durch den erheblichen freien Cashflow auch in der Lage ist. Die Risiken hieraus könnten die Umsatz- und Ergebnissituation der Gesellschaft negativ beeinflussen. Die Wahrscheinlichkeit der Risiken betrachten wir aufgrund der Produktmodernisierungen und -neuentwicklungen derzeit allerdings als gering.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Wesentliche Rechtsstreitigkeiten oder laufende Gerichtsverfahren, in denen die MFD GmbH Beklagte ist, waren bis zum heutigen Zeitpunkt nicht anhängig. Das erhebliche Risiko, dem insbesondere in den USA Technologiefirmen wie die Open Text im Rahmen von Patentklagen ausgesetzt sind, existiert in Deutschland in dieser Form bislang nicht. Jedoch könnten die MFD GmbH und ihre Ertragslage hier indirekt betroffen sein, wenn bestimmte Produkte für gewisse Zeiträume nicht verkauft werden könnten. Die Open Text begegnet diesem Risiko durch ein intensives Patent-Management innerhalb der Gruppe.

Die im Prognosebericht dargelegten Ziele hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in 2024/25 enthalten Annahmen über die künftige Entwicklung von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die nicht im Einflussbereich der MFD GmbH liegen. Sollten diese Prämissen nicht oder nur teilweise zutreffen, kann die tatsächliche Umsatz- und Gewinnentwicklung deutlich von den prognostizierten Zahlen abweichen. Das Risiko bei größeren wirtschaftlichen Verwerfungen betrachten wir als erheblich, da sowohl das Neulizenzgeschäft als auch der Services Bereich von solchen externen Effekten unmittelbar betroffen sein können und auch das Wartungsgeschäft mittelfristig leiden würde. Innerhalb der MFD GmbH kann dem lediglich mit kurzfristigen Kapazitätsanpassungen entgegengewirkt werden, weltweit hilft der Open Text-Gruppe hier ihre sehr homogene, weltweite Umsatzverteilung. Diese schützt die Gruppe jedoch nicht vor einer weltweiten Wirtschaftskrise, wie wir sie in den Jahren 2008/09 erlebt haben.

Der Forderungsbestand kann Risiken hinsichtlich der Realisierbarkeit der Forderungen bergen. Dieses Risiko halten wir im normalen Geschäftsverlauf für sehr gering, da alle Kunden einer ausführlichen Bonitätsprüfung vor Vertragsabschluss unterzogen werden. Bei Verwerfungen in der Gesamtwirtschaft kann es jedoch hier zu Ausfällen kommen.

Sonstige Risiken

Die Situation am Arbeitsmarkt für EDV-Spezialisten kann zu einer Abwanderung qualifizierter Mitarbeiter führen. Hierdurch kann der MFD GmbH zum einen wichtiges Know-how verloren gehen und in der Folge könnte es zu Umsatzeinbußen in allen Geschäftsfeldern kommen. Das Risiko halten wir für gering bis mittel. Die MFD GmbH begegnet diesem Risiko mit einer jährlichen Überprüfung der Gehaltsbänder, entsprechenden Gehaltsanpassungen und einem sehr aktiv betriebenen Management der persönlichen Weiterentwicklung aller Mitarbeiter.

Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung derzeit keine Tatsachen, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder dessen Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können.

4. Prognose für das Geschäftsjahr 2024/25

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Monatsbericht August 2024 zur Konjunktur in Deutschland der Deutschen Bundesbank beinhaltete folgende Aussagen über die gesamtwirtschaftliche Lage:

Die deutsche Wirtschaft ging im zweiten Vierteljahr 2024 entgegen den Erwartungen leicht zurück. Gemäß der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes sank das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um saisonbereinigt 0,1% gegenüber dem Vorquartal. Dieses vorläufige Ergebnis unterliegt einer erhöhten Revisionswahrscheinlichkeit. Denn wichtige Statistiken für Handel und den Dienstleistungsbereich, die in die BIP-Schätzung einfließen, werden gegenwärtig verzögert veröffentlicht und liegen für die letzten Monate noch nicht vor. Die gestiegenen Finanzierungskosten und die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit dämpften die Investitionen.

Geschäftsentwicklung der MFD GmbH

Für das Geschäftsjahr 2024/25 sehen wir uns im Rahmen des Open Text-Konzerns mit unseren attraktiven Angeboten für unternehmensweite Lösungen gut am Markt positioniert und erwarten aus der weiteren Konsolidierung des Marktes, sowie dem verbreiterten Lösungsangebot Impulse für unser Lizenz- und Servicegeschäft.

Als Folge der Lizenzerlöse im abgelaufenen Jahr und da unsere Kunden den Open Text-Produkten aufgrund der strategischen Bedeutung für die Geschäftsprozesse eine hohe Beständigkeit zugestehen - und aus diesem Grunde nach wie vor an einer langfristigen Wartung und Versionssicherheit der eingesetzten Produkte interessiert sind - erwarten wir steigende Wartungserlöse.

Trotz der hohen Inflation sowie des Krieges in der Ukraine erwarten wir im Geschäftsjahr 2024/25 für die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Ergebnis vor Steuern und Jahresergebnis Werte auf dem Niveau des Berichtsjahres.

Der Prognosecharakter aller zukunftsbezogenen Aussagen zieht jedoch die Möglichkeit nach sich, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

Böblingen, den 07.11.2025

Micro Focus Deutschland GmbH

Ingrid Beck

George - Alexander Trümper

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Micro Focus Deutschland GmbH, Böblingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Micro Focus Deutschland GmbH, Böblingen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. November 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Micro Focus Deutschland GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. November 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. November 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 14. November 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Arnold, Wirtschaftsprüfer

David, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.06.2024 der Micro Focus Deutschland GmbH, Böblingen, wurde am 20.11.2025 festgestellt.

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